PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frag E: Gibts beim Rennrad ein empfohlenes Gewichtsverhaeltnis ?



valentin_nils
02.05.2012, 17:35
Hallo,

bin gerade beim Aufbau meines neuen Rades und fragte mich ob es Empfehlungen gibt wie das Gewichtsverhaeltnis z.B zwischen Rahmen und Raedern sein sollte ?

Macht es Sinn fuer jemanden der ein Rad mit viele Laufruhe, oder besser konservativen Fahrstiel sucht einen Verhaeltnismmaessig leichten Rahmen zu nehmen und etwas schwerere Raeder ?

Gibts da irgendwelche Vorschlaege oder ist leicht immer besser ?

bernhard67
02.05.2012, 17:43
Ganz einfach: je leichter, desto besser - ausreichende Haltbarkeit und Steifigkeit vorausgesetzt.

Die Frage ist eine andere: man hat i.d.R. ein Budget und wie soll man das auf Rahmen, Komponenten und Laufräder aufteilen, daß das Ergebnis optimal ist. Superteurer Rahmen mit Billigkomponenten garniert ist genauso Unsinn wie an den bleischweren Billigrahmen eine Dura ACE ranzuschrauben.

valentin_nils
02.05.2012, 17:59
Ich hatte da z.B. mit Ausnahme des Fahrers daran gedacht das der Schwerpunkt des Rades tiefer liegen wuerde wenn der Rahmen leicht im Vergleich zu den Raedern ist. Beim Auto versucht man doch auch den Schwerpunkt etwas weiter nach unten zu verlagern um bessere Haftung in den Kurven zu haben. Klingt vielleicht laecherlich bei den paar Kilo Gewicht des Rades aber vom Prinzip muesste das hier doch auch funktionieren.

Minifutzi
02.05.2012, 18:14
Ich hatte da z.B. mit Ausnahme des Fahrers daran gedacht das der Schwerpunkt des Rades tiefer liegen wuerde wenn der Rahmen leicht im Vergleich zu den Raedern ist. Beim Auto versucht man doch auch den Schwerpunkt etwas weiter nach unten zu verlagern um bessere Haftung in den Kurven zu haben. Klingt vielleicht laecherlich bei den paar Kilo Gewicht des Rades aber vom Prinzip muesste das hier doch auch funktionieren.

Neben dem krassen Gewichtsverhältnis 80kg gegen 1500kg kommt beim Rad noch hinzu, dass man das Gewicht auf dem Rad deutlich verlagern kann. Wiegetritt, Hintern hinter dem Sattel etc. Dass man beim Rad meist g-kraftfrei unterwegs ist fällt mir jedes mal auf wenn ich mal in einem sportlichen Auto unterwegs bin. So gesehen braucht man keine Maßnahmen um den negativen Effekt der Karosserieneigung aufzufangen?

vinzenz
02.05.2012, 21:31
Ganz einfach: je leichter, desto besser - ausreichende Haltbarkeit und Steifigkeit vorausgesetzt.

Die Frage ist eine andere: man hat i.d.R. ein Budget und wie soll man das auf Rahmen, Komponenten und Laufräder aufteilen, daß das Ergebnis optimal ist. Superteurer Rahmen mit Billigkomponenten garniert ist genauso Unsinn wie an den bleischweren Billigrahmen eine Dura ACE ranzuschrauben.

na ja, fast... lieber das Budget für nen besseren Rahmen belasten, und dafür günstigere Komponenten ran als umgekehrt... Komponententausch ist i.d.R leichter zu bewerkstelligen wie das ganze Graffel vom Billigramhen runtermontieren und dann auf nen neuen drauf..

Cubeteam
02.05.2012, 21:58
Macht es Sinn fuer jemanden der ein Rad mit viele Laufruhe, oder besser konservativen Fahrstiel sucht einen Verhaeltnismmaessig leichten Rahmen zu nehmen und etwas schwerere Raeder ?

Schwerere Laufräder, Rahmen und Gabeln bringen generell immer mehr Laufruhe.

grüner Sphinx
02.05.2012, 22:29
Ganz einfach: je leichter, desto besser - ausreichende Haltbarkeit und Steifigkeit vorausgesetzt.

Die Frage ist eine andere: man hat i.d.R. ein Budget und wie soll man das auf Rahmen, Komponenten und Laufräder aufteilen, daß das Ergebnis optimal ist. Superteurer Rahmen mit Billigkomponenten garniert ist genauso Unsinn wie an den bleischweren Billigrahmen eine Dura ACE ranzuschrauben.


na ja, fast... lieber das Budget für nen besseren Rahmen belasten, und dafür günstigere Komponenten ran als umgekehrt...

Wundert mich immer wieder...

Wenn wir mit Billigrahmen etwas zwischen zwei- und fünfhundert Euro meinen, bin ich - je nach Verwendungszweck - gegenteiliger Ansicht.
Meine DA-Naben und Schaltbremshebel halten bei mäßiger Pflege und Ganzjahres-Pendlerensatz jetzt schon immerhin zwei- bzw. dreimal solange wie die (jeweils zwei) Ultegra-Vorgänger, und ein Ende ist immer noch nicht in Sicht.
Einen Rahmen habe ich noch nie weichgetreten oder weggammeln sehen...
(Was an einem Rahmen kann für 10k€ (entsprechend 5 sehr guten Fahrrädern) besser sein???)

Das Argument

Komponententausch ist i.d.R leichter zu bewerkstelligen wie das ganze Graffel vom Billigramhen runtermontieren und dann auf nen neuen drauf..
liest sich für mich als "Komponententausch ist i.d.R. leichter als Komponententausch":krabben:

Gruß
gS

vinzenz
03.05.2012, 08:51
Wundert mich immer wieder...

Wenn wir mit Billigrahmen etwas zwischen zwei- und fünfhundert Euro meinen, bin ich - je nach Verwendungszweck - gegenteiliger Ansicht.
Meine DA-Naben und Schaltbremshebel halten bei mäßiger Pflege und Ganzjahres-Pendlerensatz jetzt schon immerhin zwei- bzw. dreimal solange wie die (jeweils zwei) Ultegra-Vorgänger, und ein Ende ist immer noch nicht in Sicht.
Einen Rahmen habe ich noch nie weichgetreten oder weggammeln sehen...
(Was an einem Rahmen kann für 10k€ (entsprechend 5 sehr guten Fahrrädern) besser sein???)

Das Argument

liest sich für mich als "Komponententausch ist i.d.R. leichter als Komponententausch":krabben:

Gruß
gS

hast recht, ist unverständlich.. meinte natürlich.. komponenttentausch ist leichter als rahmentausch..

Mi67
03.05.2012, 08:57
bin gerade beim Aufbau meines neuen Rades und fragte mich ob es Empfehlungen gibt wie das Gewichtsverhaeltnis z.B zwischen Rahmen und Raedern sein sollte ?

Macht es Sinn fuer jemanden der ein Rad mit viele Laufruhe, oder besser konservativen Fahrstiel sucht einen Verhaeltnismmaessig leichten Rahmen zu nehmen und etwas schwerere Raeder ?
Laufruhe ist eine Sache der Rahmengeometrie und der Lenkkopfsteifigkeit und wird nur gering durch die Gewichte der Bauteile beeinflusst.

Marco Gios
03.05.2012, 10:37
Laufruhe ist eine Sache der Rahmengeometrie und der Lenkkopfsteifigkeit und wird nur gering durch die Gewichte der Bauteile beeinflusst.

Nicht nur der Rahmen allein, auch der Gabelnachlauf macht viel aus. Und das Gewicht des Vorderrades sollte man nicht unterschätzen: Beim direkten Umstieg von Lightweights auf einem LR-Satz der 1500 g oder gar 1700g-Klasse merkt man das sehr deutlich.