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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sitzposition MTB



bernhard67
11.06.2012, 10:19
Hallo,

nachdem ich jetzt mein neues MTB (Radon ZR Race 8.0) habe, war ich vermehrt mit dem Teil unterwegs. Das 20 Jahre alte Corractec war einfach nur Mist, da bin ich nie wirklich gut drauf gesessen und hab es daher nur als Zustiegshilfe bei Bergtouren genutzt, um Talhatscher abzukürzen.

Auf dem Radon fühle ich mich grundsätzlich wohl, habe aber kein Gefühl, wie die optimale Sitzposition sein soll. Nach Rennradmaßstäben ist sie sehr aufrecht und wenig gestreckt, obwohl das ZR Race in den einschlägigen Tests von der Sitzposition als "sportlich-gestreckt" charakterisiert wird. Aber RR-Maßstäbe können ja für ein MTB durchaus falsch sein.

Gibt es eine Webseite, die das Thema richtige Sitzposition auf dem MTB behandelt?

Herzliche Grüße,
Bernhard

prince67
11.06.2012, 10:31
Meine Meinung:
Fahr mal paar heftige Steigungen rauf und runter. Dann merkst du schon, ob du richtig auf dem MTB sitzt.
Da Vorderrad darf weder beim Rauffahren zu schnell steigen, noch darfst du beim Runterfahren ständig ein Überschlagsgefühl haben.

bernhard67
11.06.2012, 10:45
Meine Meinung:
Fahr mal paar heftige Steigungen rauf und runter.
Ja, das ist mein (altes) Problem. Bei heftigen Steigungen muß ich so gut wie immer nicht wegen "nicht mehr genügend Power in den Beinen" sondern wegen abhebenden Vorderrad passen.

Joe_Shithead
11.06.2012, 10:46
Meine Meinung:
Fahr mal paar heftige Steigungen rauf und runter. Dann merkst du schon, ob du richtig auf dem MTB sitzt.
Da Vorderrad darf weder beim Rauffahren zu schnell steigen, noch darfst du beim Runterfahren ständig ein Überschlagsgefühl haben.

Stimmt. Anfangen würde ich auf jeden Fall von einer aufrechteren Position. Je nach Gelände macht man bergab schnell eine Rolle vorwärts. Auch die Sattelhöhe würde ich - verglichen mir dem RR - etwas niedriger wählen, damit man mit dem Popo schnell nach hinten kommt. :D

Joe_Shithead
11.06.2012, 10:50
Ja, das ist mein (altes) Problem. Bei heftigen Steigungen muß ich so gut wie immer nicht wegen "nicht mehr genügend Power in den Beinen" sondern wegen abhebenden Vorderrad passen.

Da könnte man probieren, etwas auf dem Sattel nach vorne zu rutschen, sich versuchen vorzubeugen und die Arme einzuknicken. Manchmal hilft es, einen größeren Gang zu wählen.

Ansonsten dürfte es das Einfachste sein, den Vorbau umzudrehen, sofern er noch nach oben zeigt.

bernhard67
11.06.2012, 11:14
Da könnte man probieren, etwas auf dem Sattel nach vorne zu rutschen, sich versuchen vorzubeugen und die Arme einzuknicken. Manchmal hilft es, einen größeren Gang zu wählen.
Mach ich schon, aber das muß ich halt recht früh machen und bei mehreren km Anstieg ist das nicht gerade angenehm. Gibt da bei mir in der Gegend ein paar recht gnadenlose Forststaßen.

Ansonsten dürfte es das Einfachste sein, den Vorbau umzudrehen, sofern er noch nach oben zeigt.
Werde ich mal probieren. Das Rad ist noch im Auslieferungszustand. Den einen verbauten 1cm-Spacer stetze ich mal oberhalb des Vorbaus und drehe diesen um.

fatbiker
11.06.2012, 11:25
Gerade bei langen anstiegen darf die Sattelposition nicht zu niedrig sein, sonnst bekommst du schnell Probleme mit Knien oder Schenkeln( Krämpfe, Knieschmerzen).
Auf der Mountainbike oder Bikemagazin gibts tipps zur Sitzpositionsbestimmung.

Kameko
11.06.2012, 11:29
Mach ich schon, aber das muß ich halt recht früh machen und bei mehreren km Anstieg ist das nicht gerade angenehm. Gibt da bei mir in der Gegend ein paar recht gnadenlose Forststaßen.

Werde ich mal probieren. Das Rad ist noch im Auslieferungszustand. Den einen verbauten 1cm-Spacer stetze ich mal oberhalb des Vorbaus und drehe diesen um.

Würde ich nicht machen, denn das gibt bei steilen Abfahrten dann eben die Überschlagsgefühle. Lieber mal bei steilen Anstiegen (die ja meistens nicht so lang sind) den Oberkörper nach unten zwingen. Früher hieß das immer "Nase auf den Lenker". :D

F4B1
11.06.2012, 11:32
Gerade bei langen anstiegen darf die Sattelposition nicht zu niedrig sein, sonnst bekommst du schnell Probleme mit Knien oder Schenkeln( Krämpfe, Knieschmerzen).
Und um noch was hinzuzufügen: Nicht ganz grundlos gibt es ja an den allermeisten MTBs zumindest mal einen Schnellspanner an der Sattelklemme, wenn nicht sogar absenkbare Sattelstützen. Sollte man auch nutzen.

bernhard67
11.06.2012, 11:38
Sitzhöhe muß bergauf oder in der Ebene genau so sein wie beim Rennrad, sonst fühle ich mich einfach nicht wohl.

Ich probiere das mit dem Vorbau aus, kostet nichts und kann auch unterwegs geändert werden. Das sind alles robuste Aluteile (Raceface Evolve), da brauchts keinen Dremo, da reicht Gefühl und ein Inbusschlussel am Multifunkitonswerkzeug.

HeFra
11.06.2012, 12:44
Die Sitzposition kannst du sehr ähnlich der auf dem RR einstellen! Nur den Lenker kann ein klein wenig höher, aber nicht viel. Ein zu hoher Lenker versaut jedes MTB!

Sitzhöhe muss gleich, abstand von Sattel zu Lenker habe ich auch ziemlich ähnlich. Ansonsten gilt fahren, dann kommt der Rest von selbst.

Goldfinger10
11.06.2012, 13:00
Die Sitzposition kannst du sehr ähnlich der auf dem RR einstellen! Nur den Lenker kann ein klein wenig höher, aber nicht viel. Ein zu hoher Lenker versaut jedes MTB!

Sitzhöhe muss gleich, abstand von Sattel zu Lenker habe ich auch ziemlich ähnlich. Ansonsten gilt fahren, dann kommt der Rest von selbst.

Ich würde RR-Oberlenker als Anfang nehmen und nachjustieren.
Und den Hinweis auf Senkung des Sattels für steile Abfahrten ernst nehmen !

HeFra
11.06.2012, 13:52
...
Und den Hinweis auf Senkung des Sattels für steile Abfahrten ernst nehmen !

Quatsch! Geht alles mit hohem Sattel, setzt nur eine gewisse Gelenkigkeit des Fahrers voraus. Auch mit hohem Sattel komme ich mit dem Hintern hinter das Hinterrad, wozu also die Stütze absenken? Außerdem ist Berghoch viel wichtiger als runter!

Kjeld
11.06.2012, 14:07
Der Lenker auf dem MTB sollte etwa 2- 3 cm weiter vorn liegen als beim Rennrad (Oberlenker gemessen), und in der Höhe irgendwo zwischen Oberlenker und Unterlenker Rennrad.

Wenn regelmäßig der Lenker abhebt, dann ist er zu hoch und zu weit hinten. Du mußt den Schwerpunkt tiefer und weiter nach vorn verlagern. Wenn Du bergab Angst hast, nach vorn überzukippen, dann muß der Lenker eher etwas höher und dafür noch weiter nach vorn. Aber Du mußt noch in der Lage sein, auf den Pedalen stehend den Hintern hinter dem Sattel zu positionieren, sonst ist es wieder zu lang.

Der Rest ist Fahrtechnik.

bernhard67
11.06.2012, 15:58
So ich hab jetzt man den Vorbau gedreht und mach mich auf zur Probefahrt Richtung Wendelstein auf. Wird eine schlammige Angelegenheit.

bernhard67
11.06.2012, 22:15
Es wurde doch keine schlammige Angelegenheit, sondern eine beschissene .... Auf dem Bild sieht man nur den Anfang, noch von edleren Tieren, aber so richtig gut wurde es ein Stück weiter, da wo die Milchkühe zum melken heimgetrieben wurden.
301499
Aber Mutter Natur war gnädig und hat mich vom Himmel her bald wieder abgewaschen.

Aber zurück zum Thema: mit dem gedrehten Vorbau fährt sich das Rad viel besser. So richtig steile Stücke bin ich nicht gefahren, weil ich bei dem Wetter dann doch nur begrenzt Lust hatte. Aber zumindest hatte ich diesmal keinen einzigen Fast-Abheber vom Vorderrad. Bei der Fahrtechnik habe ich natürlich noch großes Potential, exzellente Radbeherrschung war noch nie meine Stärke.

Den Spacer setze ich auch noch nach oben. Einen längeren Vorbau brauch ich vielleicht noch, der ist doch reichlich kurz, oder?
301500

stephse
12.06.2012, 09:36
Das ist ja noch die 2011er Version. Die 2012er Radon-MTB-Rahmen haben über 1 cm längere Oberrohre. Die aufrechte Sitzposition wurde anscheindend von Kunden wie Dir kritisiert und man hat nochmals drauf reagiert...

bernhard67
12.06.2012, 14:49
Ja, ist ein 2011er - war letzten November um 400 Euro verbilligt. Hab mir extra den Bike-Test angeschaut und da wurde die sportlich-gestreckte Sitzposition herausgestellt. Naja, alles ist relativ. Aber ich krieg das Radl auch so in einen passenden Zustand.

Speichennippel
12.06.2012, 15:26
Wenn ich nach längerer MTB Saison (Winter) wieder aufs RR steige, fühle ich mich erst mal unwohl.
Genau so umgekehrt, nach längerer Zeit nur RR, ist das MTB irgendwie "falsch".

Was von beiden die "richtige" Position ist, weiß ich nicht.

fitting12
12.06.2012, 17:03
Hallo,

nachdem ich jetzt mein neues MTB (Radon ZR Race 8.0) habe, war ich vermehrt mit dem Teil unterwegs. Das 20 Jahre alte Corractec war einfach nur Mist, da bin ich nie wirklich gut drauf gesessen und hab es daher nur als Zustiegshilfe bei Bergtouren genutzt, um Talhatscher abzukürzen.

Auf dem Radon fühle ich mich grundsätzlich wohl, habe aber kein Gefühl, wie die optimale Sitzposition sein soll. Nach Rennradmaßstäben ist sie sehr aufrecht und wenig gestreckt, obwohl das ZR Race in den einschlägigen Tests von der Sitzposition als "sportlich-gestreckt" charakterisiert wird. Aber RR-Maßstäbe können ja für ein MTB durchaus falsch sein.

Gibt es eine Webseite, die das Thema richtige Sitzposition auf dem MTB behandelt?

Herzliche Grüße,
Bernhard

Könnt mich echt wegschmeissen. Was für blöde Fragen von jemanden der seit 35 (?) Jahren Rennrad fährt und seine Sitzposition bereits gefunden hat! :)

Aber mal im Ernst: Du willst alles neu für Dich erfinden, warum? Es gibt hier im Forum irgendwo einen thread über BG fit. Die würde ich zuerst konsultieren bevor ich nach 35 (?) Jahren alles neu mache.

Zu Deiner Frage: Nein, das gibt es nicht und helfen kann ich Dir auch nicht wirklich.

Das was Du brauchst ist ein 100% Rennradfahrer der seine Sitzposition auf ein MTB-Bike übertragen hat. Das haben mehrere gemacht, aber fast niemand hat sich mit dem warum beschäftigt. Um gleich mit grossem Kino zu beginnen: Es gibt von Lance Armstrong so was wie einen Versuch seine Rennmaschinenposition auf ein MTB zu kopieren. Das war damals als er 2008 oder 09 an einem MTB Bergrennen in Colorado teilnahm und ich glaube 2. wurde. Sein MTB war aber ein Fully mit Federgabel und Sitzrohrfederung und das hast Du nicht. Von daher kannst Du alles unterhalb Deines Bauchnabels ignorieren bzw. von Deinem Rennrad 1:1 übernehmen und Dich voll mit Deinem reach beschäftigen. Das nennt sich auch Sitzlänge und hier vor allem um die Arm- und Handhaltung. Du kannst auf dem MTB nämlich "sportlich-gestreckter" im Sattel sitzen und ausserdem bist Du vom Rennrad sicherlich eine gewisse Position im Wiegetritt gewohnt und den willst Du doch wohl mitnehmen (trotz Federgabel) oder willst Du da auch was neues lernen? Irgendwo gibt es noch ein altes Interview von Greg Lemond. Der hat zu Hause in den USA fast nur mit dem MTB trainiert und gibt dem MTB indirekt die Schuld das er bei seiner letzten TdF Teilnahme so derartig versagt hat. Glaube das steht in der US Zeitschrift Winning.

Und noch was: Danke das Du hier in diesem Forum gefragt hast und nicht drüben bei denen von MTB-news. So hält sich der öffentliche Schaden für die Rennradgemeinschaft in überschaubaren Grenzen. Querleser gibt es allerdings immer. Aber ich denke mal das ein 100% MTBler ohnehin nicht kapiert um was es hier geht. :)

P.S.: Beim nächsten Mal setz einen Link zu Deinem MTB. Ich musste mich erst in Deinen alten Posts informieren was Du hast.

bernhard67
12.06.2012, 20:07
Und noch was: Danke das Du hier in diesem Forum gefragt hast und nicht drüben bei denen von MTB-news. So hält sich der öffentliche Schaden für die Rennradgemeinschaft in überschaubaren Grenzen.
Ach, da hab ich gar keine Sorge! Bei Deinen Fähigkeiten, sorgst Du schon dafür, daß die Rennradgemeinschaft ins rechte Licht gerückt wird.

Aber denk Dir nichts: irgend wann mal kommen bessere Zeiten. Für jeden von uns.

F.C.
12.06.2012, 21:16
ICh habe ja keine Ahnung, welche Strecken ihr fahrt, aber die RR-Position auf ein MTB zu übertragen ist nicht geschickt. :5bike: Insbesondere, wenn es steil (!) bergab geht und die Trails verblockt sind, ist man dankbar für einen hohen Lenker und einen kurzen Vorbau sowie einen tiefen Sattel. Das Abheben des Vorderrads beim Uphill lässt sich mit Fahrtechnik beheben.

Ich fahre so einiges mit einen All-Mountain Fully hoch, wo die Fans der RR-ähnlichen MTB Position versagen. Man kann, wenn man es denn kann, auch ohne Problem mit einem Enduro-Bike (noch höherer Lenker, aufgrund mehr Ferderweg) Treppen hoch (!) fahren.

Wer mit einem Hardtail keinen steilen Forstweg hoch kommt, der hat die falsche Fahrtechnik und keinen zu hohen Lenker, zu kurzen Vorbau oder zu viel Spacer.

MeinTipp: ***** auf dem Sattel ganz nach vorne, also so, dass man fast runter rutscht, Oberkörper runter (vllt. 10 bis 20 cm Abstand zum Vorbau) Kleiner Gang (22*34 oder 36) und gleichmäßig (!) treten.

PS: Vllt. mal mit Flatpedals üben, erleichtert so einiges. Falls es snicht klappt, nach vorne absteigen, d. h. zwischen Sattel und lenker

Tristero
12.06.2012, 21:22
@bernhard67: www.wrenchscience.com könnte interessant sein für Dich - ich finde die Seite jedenfalls gut. :D Da findest Du, falls noch nicht bekannt, eine Positionsberechnung nach recht umfangreicher Selbstvermessung. Und zwar sowohl für RR als auch für MTB. RR passt bei mir genau. MTB glaube ich auch (er sagt mir, ich sollte einen anderen Rahmen fahren und ich meine das auch). Seite ist kostenlos, aber inzwischen muss man sich wohl registrieren.

Ansonsten sollte klar sein, dass Du grundsätzlich auch bei sportlicher Geo kürzer und aufrechter sitzen musst, als auf dem Renner, um Gewicht verlagern zu können. Auf dem ZR Team sitzt man eher wie auf einem Hollandrad...

knippkopp
12.06.2012, 21:23
au backe

F4B1
12.06.2012, 21:40
MeinTipp: ***** auf dem Sattel ganz nach vorne, also so, dass man fast runter rutscht, Oberkörper runter (vllt. 10 bis 20 cm Abstand zum Vorbau) Kleiner Gang (22*34 oder 36) und gleichmäßig (!) treten.
Deswegen, zumindest meiner Meinung nach, auch nicht einen zu kleinen Gang wählen. Der kleinste Gang ist ja nicht immer der optimale.
Ansonsten stimme ich aber zu. MTB ist nun mal eine andere Form des Radsport. Hat mit Rennrad, abgesehen davon, dass man in die Pedale treten muss, nicht viel gemeinsam. Mir hat aber das bald vorübergehende erste MTB-Jahr auch beim Rennrad was gebracht. Letztes Jahr stagnierte das bei mir auf einen Level, nach einen halben Jahr ausgiebig biken (Crosser war im Winter hinüber, Rennrad war mir zu kalt, hinterher einfach weiter gemacht)kommt wieder was. Kommt halt auf den Fahrer an.

bernhard67
12.06.2012, 22:35
@bernhard67: www.wrenchscience.com könnte interessant sein für Dich - ich finde die Seite jedenfalls gut. :D
Danke! Ich habe meine Maße eingegeben und beim RR kommt ziemlich genau das raus, was ich seit Jahren fahre:
64er Rahmen (Mitte - Oberkante). Fahre seit Jahren einen 64er Canyon - Mitte-Oberkannte.
Beim Overall Reach kommt raus: 70,75cm. Ich fahre seit Jahren einen 110er Vorbau + 59 cm Oberrohrlänge.
Sattelhöhe: 84.33cm - ich habe seit Jahren 85cm.

MTB werde ich morgen prüfen.

Empfohlen werden jedenfalls für Sitzhöhe und Total Reach die gleichen Werte, wie beim RR.

Das hilft mir schon sehr weiter.


Ansonsten sollte klar sein, dass Du grundsätzlich auch bei sportlicher Geo kürzer und aufrechter sitzen musst, als auf dem Renner, um Gewicht verlagern zu können.
Klar, daher auch meine Eingangsfrage.


Auf dem ZR Team sitzt man eher wie auf einem Hollandrad...
Es ist ein ZR Race - das ZR Team habe ich eben genau deshalb nicht gekauft, obwohl es mir von der Ausstattung gereicht hätte. Billiger wäre mir eh lieber gewesen, da ich das Rad bei Bergtouren öfters im Gebüsch stehen lasse.


MeinTipp: ***** auf dem Sattel ganz nach vorne, also so, dass man fast runter rutscht, Oberkörper runter (vllt. 10 bis 20 cm Abstand zum Vorbau) Kleiner Gang (22*34 oder 36) und gleichmäßig (!) treten.
Genau so hab ich es bisher gemacht, sonst hätte mich das Teil recht schnell abgeworfen. Ich beobachte nur andere Mountain Biker. Die können noch ganz normal auf ihrem Bike sitzen, wo ich mich längst auf den Lenker legen muß. Gleichmäßig treten ist schon klar, da hab ich Übung. Aber weniger im langsam fahren. Wenn ich mit meinen Bergspezis unterwegs bin, bleibt mir gar nichts anders übrig, als mich zu verabschieden und davon zu ziehen. ich kann einfach nicht so langsam fahren, wie die.

Aber wie gesagt: mit dem umgedrehten Vorbau fährt es sich subjektiv viel besser.


Mir hat aber das bald vorübergehende erste MTB-Jahr auch beim Rennrad was gebracht. Letztes Jahr stagnierte das bei mir auf einen Level, nach einen halben Jahr ausgiebig biken (Crosser war im Winter hinüber, Rennrad war mir zu kalt, hinterher einfach weiter gemacht)kommt wieder was. Kommt halt auf den Fahrer an.
Leistungsgedanke war und ist mir fremd. Ich fahr einfach aus Spaß an der Freud.

F4B1
12.06.2012, 22:43
Leistungsgedanke war und ist mir fremd. Ich fahr einfach aus Spaß an der Freud.
Bei mir auch so. Tacho hängt halt am Rad (Tageskilometer, gucken wie lang die Kette hält), und wenn ich da, obwohl ich mich nicht wirklich anstrenge, auf einmal 2-3km/h schneller bin, fällt mir das dann auf.

Bel-Ami
13.06.2012, 00:17
Also zuvörderst kommt es darauf an, welche Strecke du fährst. Hier im Brandenburger Umland fahre ich mit dem MTB ausschließlich Feld, Wald, Wiese. MTB = Speci Stumpjumper aus 2009 (siehe grad eingestellte Fotos in der MTB-Galerie (egal ob leicht oder schwer). Auf dem Hobel sitze ich wesentlich getreckter und gefühlt unkomfortabler als auf meinem S-Works SL2, wo man eigentlich meinen müsste, dass man auf dem Renner wesentlich tiefer fliegen müsste. Im flachen Gelände hier ist die Sitzposition ideal. Gewissermaßen Rennrad mit dicken Reifen. Crosser wollte ich mir nicht anschaffen, da Einsatzbereich MTB breiter und ggf. kann auf dem MTB auch schmalere Reifen aufziehen. Im steilen Gelände wäre die Sitzposition sicherlich alles andere als geeignet wg. akuter Überschlagsgefühle.

Brünhild
13.06.2012, 01:04
301500 Etwas kleiner Rahmen (Oberrohr:Sitzhöhe=7:10)! Siehe Schweiz (http://www.1abiker.ch/user_files/downloads/die%20optimale%20bike-geometrie.pdf).

bernhard67
13.06.2012, 08:48
Etwas kleiner Rahmen (Oberrohr:Sitzhöhe=7:10)! Siehe Schweiz (http://www.1abiker.ch/user_files/downloads/die%20optimale%20bike-geometrie.pdf).
Erst mal herzlichen Dank für den Link.

Nix kleinerer Rahmen. Laut dem Artikel ist mein Rahmen eh schon zu klein (zu kurzes Sitz- und Steuerrohr). Aber einen größeren gibt bei Radon gar nicht.

bernhard67
13.06.2012, 09:10
Ich poste mal, was laut dem Artikel rausgekommen ist.

Zur Orientierung: ich bin 189cm groß.

Erst mal meine Daten, gemessen nach deren Vorgaben:

Körperlänge: 1570
Schrittlänge: 955
Armlänge: 700

Daraus ergibt sich für die Rahmengröße aus deren Tabelle (interpoliert). Rot im Vergleich die Ist-Werte meines Radons:

Sitzrohrlänge: 580 (550)
Steuerrohrlänge: 170 (145)
Vorbaulänge: 140 (100)

Meine Reichweite beträgt: 1570 + 700 - 955 = 1315

Damit ergibt sich laut Tabelle eine Sitzlänge von (interpoliert): 729

Somit sollte die Oberrohrlänge meines Rahmens betragen: 729 - 140 = 589

Gewessen wird bei denen nicht Rohrmitte - Rohrmitte, sondern der Meterstab wird am Schnittpunkt Oberrohr - Sitzrohr angelegt und dann horizontal bis Mitte Sattelstütze gemessen.

Und nun die große Frage: was hat mein Radon?

Nach dieser Meßmethode: 590

Jetzt eingestellte Überhöhung muß ich noch nachmessen.

Fakt ist aber: der verbaute Serienvorbau ist um 4cm zu kurz. Mein Gefühl, daß ich zu kurz sitze, trügt nicht.

F.C.
13.06.2012, 09:37
... es dürfte auch hilfreich sein, nicht am Lenker zu ziehen beim uphill. Probiere doch mal ein mtb von deinen mitfahrern, dann weißt du recht schnell, ob es an deiner sitzposition oder an deinem mtb liegt. :6bike2:

bernhard67
13.06.2012, 09:49
.... scheitert an den ganz anderen Körpermaßen meiner Mitfahrer, guck mal auf meine Meßwerte, die sind etwas ab vom Durchschnitt. Klar ist auch meine Fahrtechnik stark verbesserungsfähig. Aber jetz mach ich erst mal einen 140er oder 150er Vorbau drauf und dann sehen wir weiter.

[ri:n]
13.06.2012, 11:12
Ein 140mm am MTB? Ich kenn mich aktuell nicht sonderlich aus, aber generell ging doch der Trend zu kurzen Vorbauten. Es kommt natürlich immer darauf an, was man fahren will. Aber wenn 140mm nötig sind, ist doch der Rahmen falsch gewählt oder man brettert Waldstraße und wäre wahrscheinlich mit einem anderen Rad glücklicher. Ein MTB ist immer ein Kompromiss, wenn es schnell und untechnisch (langer Vorbau) bewegt werden soll.

F4B1
13.06.2012, 11:48
;3975543']Ein 140mm am MTB? Ich kenn mich aktuell nicht sonderlich aus, aber generell ging doch der Trend zu kurzen Vorbauten.
Den Trend gabs vor 10, 15 Jahren aber auch in völlig anderer Richtung. Ist ja schön, dass man sich aussuchen kann, was man wie fahren will. Ich persönlich komm mit der Kombi aus Rahmen nur 2cm länger als beim Rennrad, dafür halt Vorbau nochmal 1cm mehr (damit 130mm Länge)super zurecht.
Trends gibts halt erstmal, um was neues zu verkaufen. Sag als Händler den Kunden mal, dass sich eigentlich in den letzten 20 Jahren nix getan hat. Wenn der nicht unbedingt was neues will wird der sich fragen, wieso er dann was neues kaufen soll.

bernhard67
13.06.2012, 11:48
;3975543']Ein 140mm am MTB? Ich kenn mich aktuell nicht sonderlich aus, aber generell ging doch der Trend zu kurzen Vorbauten.
Öfter mal was neues - keine Ahnung, von wann der verlinkte Artikel ist. Laut der Tabelle in diesem Artikel: Schrittlänge von 940 und 965 gibt einen 140er Vorbau.


Es kommt natürlich immer darauf an, was man fahren will. Aber wenn 140mm nötig sind, st doch der Rahmen falsch gewählt
Lies den Artikel. Aus der Schrittlänge wird Sitzrohr-, Steuerrohr- und Vorbaulänge bestimmt. Die Oberrohrlänge wird davon ausgehend dann aus den persönlichen Maßen errechnet. Somit kommt für einen Rahmen mit Idealmaßen eine Oberrohrlänge von 589 raus (nach deren Meßmethode), was exakt meinem Radon entspricht. Manchmal hat man Glück!


Es kommt natürlich immer darauf an, was man fahren will. ... Ein MTB ist immer ein Kompromiss, wenn es schnell und untechnisch (langer Vorbau) bewegt werden soll.
Technisch eher einfaches Gelände, da kann es aber recht steil über lange Strecken (mehrere km) bergauf gehen. Ich lebe an den Alpen. Und: ein MTB ist schon das richtige Gefährt, ein Klaus-Peter-Thaler-Gedächtnisrad ist nix für meine Zwecke. 26er oder 29er könnte man diskutieren. Ich hab ein 26er genommen, weil billiger und letztes Jahr die 29er noch als kurzlebiger Trend verschrien waren - zumindest bei vielen hier im Forum. Das hat sich offensichtlich über den Winter geändert.:)

Ich glaub aber, daß erst mal die richtige Sitzposition zu finden entscheidender ist.

Hatti
13.06.2012, 13:45
Lenkerhörnchen wären vielleicht auch einen Versuch Wert. Obwohl das fast so verpönt ist wie Spacertürmchen ;). Vor einigen Jahren gab es mehrere XC Gabeln die man vernünftig absenken konnte. Meine MX auf 30mm, war eine prima Sache.

Gruß Hatti

G.T.K.
13.06.2012, 19:57
Die Geo beim Mounti ist nicht so einfach, denn Mountainbike und Mountainbike ist nicht das selbe (im Gegensatz zum Rennrad).

Es kommt sehr darauf an, was man damit vor hat und entsprechend kauft man (oder sammelt seine Erfahrungen).
Mir ist kein Mountainbike bekannt, was allen Situationen gewachsen ist.

Z.B. mein HT hat einen 4cm längeren Rahmen als das RR (610 zu 570mm), beide 110er Vorbau (vor Jahren am HT noch 130er Vorbau).
Überhöhung 7-8cm, RR 11,5cm.

Damit heize ich bevorzugt über Forstwege, erkämpfe mir so manchen Berg (auf Forstwegen) und fahre sie auch zügig wieder runter (auf Forstwegen).
Bei uns in der Umgebung ist es "hügelig", es gibt hier aber auch sehr schöne Single-Trails.
Aber man merkt schon in der Ebene, daß der lange Rahmen träge(r) bzw. nicht ganz so agil ist.
Wie mehr es in den Bergen richtig bergab geht oder dazu noch trailig, steinstufig, wurzelig, desto weniger ist mein langes HT zu gebrauchen bzw. wird sogar gefährlich (bin aber auch fahrtechnisch nicht sehr fit).
Klar, wenn man weiß es geht gleich steil bergab, erstmal Sattel runter und Arxxx nach hinten.
Und da ist auch das Dilemma.
Ich halte es erstens so nicht lange aus (Genick usw.), denn die Hände sind dann noch weiter weg als beim Rennrad.
Und zweitens ist man in dieser Haltung in einer üblen Zwangslage, bei der man nicht mehr richtig lenken kann oder anderweitig agieren kann, die Arme sind voll ausgestreckt und "zu kurz".

Zum Thema "Sattelstütze runter brauch ich nicht, komme auch so nach hinten":
Geht natürlich mit kürzerem Rahmen viel besser (mit meinem gerade so).
Und geht natürlich nur mit Bibshort.
Mit Schlabberhosen wird man immer mit dem Hosenboden am Sattel hängen bleiben, wenn man wieder zurück will.

Ich habe im Vinschgau mal ne Bike-Woche gemacht und mir ein 150er AM-Fully geliehen.
Der Rahmen war kürzer ("...wir haben nur noch eine "M", der wird dir zu klein sein..."), der Lenker höher, Vorbau 90mm.
Ich fand es für den Einsatzbereich perfekt (blöderweise habe ich das OR nicht gemessen :mad:) und auch damit konnte man akzeptabel bergauf fahren (absenkbare Gabel).
Keine Überschlagsgefühle, mehr Beweglichkeit auf dem Bike und eine vermittelte Fahrsicherheit, die etwas an Motorradfahren erinnert.

Was bei AM (ab S2 aufwärts) bleibt, ist meine Angst vor ausgesetzten Passagen, meine mittelprächtige Fahrtechnik und das unbefriedigende Gefühl, daß 1h Hochfahren nur zu 10min Abfahrt reichen.
Ist aber ein anderes Thema.

Goldfinger10
13.06.2012, 21:30
peinliche Frage: woher nimmt man einen 140 oder gar 150mm Vorbau ? :ü
130 hat fast jeder Hersteller, aber mehr ? :confused:

F4B1
13.06.2012, 21:34
140 fällt mir 3T ein, FSA mein ich auch.

bernhard67
13.06.2012, 22:59
Syntace hat einige Vorbauten bis 135, hat z.B. H&S auch gelistet.

Ritchey hat einen 140er in anständiger Qualität (WCS):
http://www.ritcheylogic.com/dyn_prodfamily.php?k=500943

Die gängigen Versender haben den zwar nicht gelistet, aber Bei Bike-Components müßte der auf Bestellung zu haben sein. Die sind da i.d.R. recht flexibel.

[ri:n]
13.06.2012, 23:33
Den Trend gabs vor 10, 15 Jahren aber auch in völlig anderer Richtung. Ist ja schön, dass man sich aussuchen kann, was man wie fahren will. Ich persönlich komm mit der Kombi aus Rahmen nur 2cm länger als beim Rennrad, dafür halt Vorbau nochmal 1cm mehr (damit 130mm Länge)super zurecht.
Trends gibts halt erstmal, um was neues zu verkaufen. Sag als Händler den Kunden mal, dass sich eigentlich in den letzten 20 Jahren nix getan hat. Wenn der nicht unbedingt was neues will wird der sich fragen, wieso er dann was neues kaufen soll.

Naja, es hat sich schon viel getan in diesem Sektor. Hab 1994 mein erstes MTB gekauft. Kein Vergleich zu heute.

Mein Hardtail ist 3cm länger (OR) als mein Rennrad. Da kann man einen relativ kürzen Vorbau fahren, was dem Fahrgefühl gut tut. Ist Geschmackssache, aber lange Vorbauten sieht man nicht mehr viele... vielleicht ist das bereits mehr als ein Trend. Ebenso wie breitere Lenker und Reifen.

Der Vergleich hinkt natürlich ein wenig, aber mit 140mm hat Ullrich die härtesten Straßenrennen gefahren.

Brünhild
23.06.2012, 18:56
Ich glaub aber, daß erst mal die richtige Sitzposition zu finden entscheidender ist.
zwar auch etwas älter, aber trotzdem gut:
http://www.1abiker.ch/index.php?active=f_168&file=22
http://www.1abiker.ch/user_files/downloads/So%20finden%20Sie%20Ihre%20opimale%20Sitzposition. pdf

medias
23.06.2012, 19:05
Hätte noch 2x 170 Vorbauten im Keller, Sonderanfertigung für einen Pro.