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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stabiles Hinterrad für MB?



Waldoblau
13.06.2012, 23:27
Nachdem ich jetzt regelmäßig einmal jährlich Speichen in meinem Originalhinterrad von Canyon Grand Canyon (Baujahr 98/99, 9,5 kg, auf leicht getrimmt) abreiße, denke ich ein neues Hinterrad wäre sinnvoller als immer wieder Speichen einsetzen zu lassen. Richtig?

Was ist von dem Hinterrad Shimano-Mavic MTB Disc Hinterrad Deore XT FH-M756 - XM 319 zu halten? Die Speichen sind Sapim Race 2.0-1.8-2.0.

Oder ist es mehr oder weniger normal, beim Mountainbiken Speichen zu verlieren?

Ich bin 80 kg schwer und fahre schon mal auch recht "ungestüm" im Gelände.

Danke für Tipps!

Amigo123
14.06.2012, 09:53
Ich habe noch niemals irgendwelche Probleme mit MTB-Laufrädern gehabt, trotz billigem zeug.

Joe_Shithead
14.06.2012, 10:12
Meiner Meinung nach brechen Speichen, wenn das Laufrad eine stark ungleichmässige Speichenspannung aufweist. Einige Speichen sind dann vor allem unter Belastung sehr locker auf anderen lastet eine hohe Zugspannung. Zu können starke Lastspitzen auf einzelne Speichen entstehen, was letzendlich zum Speichenbruch führen kann.

An der von dir genannten (mittelpreisigen) Konfiguration ist nichts ausszusetzen. Sofern der Aufbau (gleichm. Speichenspannung) gut ausgeführt ist, wird sie an einem Hardtail im XC- und Marathonbereich sicherlich funktionieren.

Alternativ kannst du über einen Systemlaufradsatz nachdenken. Z.B.

Mavic Crossride
Fulcrum Red Metal 5

Solche Systemlaufradsätz sind nicht unumstritten. Sie haben in der Regel weniger Speichen, werden von einigen Fahrern als weich beschrieben (und sind auch kaputtzukriegen).

Kjeld
14.06.2012, 10:55
Erhöhe die Speichenzahl auf 36 und verwende DT Alpine III oder Sapim Force als Speichen. Die haben einen größeren Durchmesser am Bogen (2,34 mm bzw. 2,2 mm) und halten mehr aus, in der Mitte verjüngen sie sich auf 1,8 mm, genau wie Sapim Race, sie sind kaum schwerer.

Vernünftig eingespeicht werden muß das Rad natürlich trotzdem.

twobeers
14.06.2012, 10:57
Ich hatte ein ähnliches Problem, die Speichenbrüche häuften sich. Grund war am Ende die durchgebremste Felge. Durch ständiges Zentrieren war die Spannung stark unterschiedlich.

Twobeers

Kjeld
14.06.2012, 10:58
Diese Ursache können wir hier wohl ausschließen ...

Clouseau
14.06.2012, 11:03
Erhöhe die Speichenzahl auf 36 und verwende DT Alpine III oder Sapim Force als Speichen.
Vernünftig eingespeicht werden muß das Rad natürlich trotzdem.

36 Speichen halte ich für übertrieben.

A und O ist der gute Aufbau


Meiner Meinung nach brechen Speichen, wenn das Laufrad eine stark ungleichmässige Speichenspannung aufweist. Einige Speichen sind dann vor allem unter Belastung sehr locker auf anderen lastet eine hohe Zugspannung. Zu können starke Lastspitzen auf einzelne Speichen entstehen, was letzendlich zum Speichenbruch führen kann.

An der von dir genannten (mittelpreisigen) Konfiguration ist nichts ausszusetzen. Sofern der Aufbau (gleichm. Speichenspannung) gut ausgeführt ist, wird sie an einem Hardtail im XC- und Marathonbereich sicherlich funktionieren.

Alternativ kannst du über einen Systemlaufradsatz nachdenken. Z.B.

Mavic Crossride
Fulcrum Red Metal 5

Solche Systemlaufradsätz sind nicht unumstritten. Sie haben in der Regel weniger Speichen, werden von einigen Fahrern als weich beschrieben (und sind auch kaputtzukriegen).

:goodpost:

Kjeld
14.06.2012, 12:08
Es spricht jedenfalls nichts dagegen, an einem scheibengebremsten, im Gelände bewegten und mit sehr niedrigen Übersetzung / sehr hohen Drehmomenten belasteten Hinterrad ein Mehrgewicht von 50 g in Kauf zu nehmen und 4 Speichen mehr zu verbauen. :rolleyes:

greyscale
14.06.2012, 12:34
Du tauschst immer einzelne Speichen? Damit ist ja eigentlich schon der Grundstein für den nächsten Speichenriss gelegt.

Ich würde einfach einmal alle Speichen gegen neue ersetzen, dann sollte Ruhe im Karton sein.

g.

Goldfinger10
14.06.2012, 13:22
Bei Speichenbrüchen auch die benachbarten Speichen wechseln, die könnten etwas abbekommen haben.
Bei dem ehrwürdigen Alter darf aber schon ab und an einmal eine in Pension gehen.

Clouseau
14.06.2012, 13:31
Es spricht jedenfalls nichts dagegen, an einem scheibengebremsten, im Gelände bewegten und mit sehr niedrigen Übersetzung / sehr hohen Drehmomenten belasteten Hinterrad ein Mehrgewicht von 50 g in Kauf zu nehmen und 4 Speichen mehr zu verbauen. :rolleyes:

Ich weiß was mountainbiken ist... :D :ü

...und habe bisher noch nie daran gedacht 36 Speichen zu verbauen.
36 Speichen für ein Normalbiker sind meiner Ansicht nach einfach ÜBERTRIEBEN.

(Oder nimmt du für eine Radtour immer auch ein Biwaksack mit könnte ja sein das du irgendwo übernachten musst).

Joe_Shithead
14.06.2012, 14:40
Ich weiß was mountainbiken ist... :D :ü

...und habe bisher noch nie daran gedacht 36 Speichen zu verbauen.
36 Speichen für ein Normalbiker sind meiner Ansicht nach einfach ÜBERTRIEBEN.

(Oder nimmt du für eine Radtour immer auch ein Biwaksack mit könnte ja sein das du irgendwo übernachten musst).

Sehe ich auch so.

Meine Überlegung wäre:

=>Canyon Grand Canyon (Baujahr 98/99, 9,5 kg, auf leicht getrimmt)
Disk-Brakes, vermutlich Schnellspanner ?
=> 80 kg schwer und fahre schon mal auch recht "ungestüm" im Gelände.

=> Hinterrad kaputt, Vorderrad evtl. 13 Jahre alt ?

Für das dieses Bike würde "ich persönlich" einen Fulcrum Red Metal 5 oder 10 Systemlaufradsatz kaufen, 2.2 Zoll breite Reifen mit ca. 2.1 bar Luft drauf machen und beim "recht ungestüm im Gelände" fahren versuchen, locker im Knie zu stehen.

Ein solcher Laufradsatz ist für 120 bis 180 Euro zu kriegen, man hat ein neues Vorderrad mit neuen Lagern.

Wenn es dann kaputt geht, ist es halt so.

Waldoblau
14.06.2012, 19:55
Meiner Meinung nach brechen Speichen, wenn das Laufrad eine stark ungleichmässige Speichenspannung aufweist. Einige Speichen sind dann vor allem unter Belastung sehr locker auf anderen lastet eine hohe Zugspannung. Zu können starke Lastspitzen auf einzelne Speichen entstehen, was letzendlich zum Speichenbruch führen kann.



Jemand nannte als mögliche Ursache einen Achter in der Felge, der über die Speichen herauszentriert wurde, was zu einer erhöhten Spannung bei einer Speiche führte, die nun immer wieder reißt.

Klingt plausibel, oder?

bernhard67
14.06.2012, 22:39
Jemand nannte als mögliche Ursache einen Achter in der Felge, der über die Speichen herauszentriert wurde, was zu einer erhöhten Spannung bei einer Speiche führte, die nun immer wieder reißt.

Klingt plausibel, oder?
Wenn wirklich ein echter Achter (also eine verbogene Felge) rauszentriert wurde, ist das Murks und kein Wunder, daß dann dauernd Speichenbrüche auftreten. Dann solltest Du eine neue Felge mit neuen Speichen verwenden. Wobei sich dann die Frage stellt, ob Du nicht gleich ein komplett neues Hinterrad z.B. bei Rose kaufst.

schnellerpfeil
15.06.2012, 00:23
Erhöhe die Speichenzahl auf 36 und verwende DT Alpine III oder Sapim Force als Speichen. Die haben einen größeren Durchmesser am Bogen (2,34 mm bzw. 2,2 mm) und halten mehr aus, in der Mitte verjüngen sie sich auf 1,8 mm, genau wie Sapim Race, sie sind kaum schwerer.
Vernünftig eingespeicht werden muß das Rad natürlich trotzdem.

Das halte ich auch für unnötig. Ich habe noch nie ein Laufrad mit mehr als 32 Speichen verbaut. Selbst aktuelle Downhill Felgen gibt es nur in 32-Loch. Wenn es das Budget hergibt, sind auch Superspoke mit 1.8-1.4mm durchaus haltbar. Seit es die Sapim D-Light gibt, gerät die Race immer weiter in den Hintergrund. Die verbaue ich fast nur noch in RR Laufrädern hinten rechts. Penible Angleichung der Speichenvorspannung ersetzt ganz sicher die dicken Dinger. Auch wenn es hier wieder einen Aufschrei gibt, das geht meiner Meinung nur vernünftig mit einem Tensiometer.


Du tauschst immer einzelne Speichen? Damit ist ja eigentlich schon der Grundstein für den nächsten Speichenriss gelegt.

Ich würde einfach einmal alle Speichen gegen neue ersetzen, dann sollte Ruhe im Karton sein.

g.
Gibt es denn für diesen Mythos irgend einen Beweis? Wenn eine Speiche am Bogen bricht, tut sie das mit großer Wahrscheinlichkeit, weil sie nicht stark genug vorgespannt war. Dann kann es schon durchaus sein, das benachbarte Speichen durch diesen Zustand vorgeschädigt wurden. Pauschal zu behaupten, das benachbarte Speichen in der Lebensdauer beeinträchtigt sind, halte ich für falsch. Von den letzten ca. 25-30.000 Speichen, die ich verbaut habe, sind genau 3 Stück (meines Wissens) ohne erkennbare Vorschädigung gebrochen. Davon 2 in einem Laufrad. Das waren Sapim Race, die im verjüngten Teil gerissen sind. Eine davon ist bei Sapim zur Untersuchung. Die andere war eine cnSpoke, die am Gewinde gerissen ist. Die anderen sind durch Astkontakt zerstört worden
. Die habe ich einzeln ersetzt, ohne das weitere gerissen sind.

@TE : Ich würde Dir eine FRM/BOR 388 mit einer 775 empfehlen, wenn Centerlock kein Problem darstellt und einer Speichenkombi aus Laser/D-Light/Alu-Nippel. Da sparst Du locker 250g gegenüber der XM319/Race/756-6-Loch/Messing.

Tom vom Deich
15.06.2012, 00:52
Das halte ich auch für unnötig. Ich habe noch nie ein Laufrad mit mehr als 32 Speichen verbaut. Selbst aktuelle Downhill Felgen gibt es nur in 32-Loch.

Je stabiler die Felge und weniger verformbar ist, desto weniger Speichen kann man verwenden. Eine schwere steife DH Felge als Laufrad mit 32 Speichen ist viel stabiler als eine 400g XC Felge im Laufradverbund mit 36 Speichen.

Ich verbaue öfter 36 Loch Naben, besonders bei Scheibenbremsen limitieren oft ausreissende Felgenböden oder Ösen die Langzeithaltbarkeit und wenn dann die Kräfte auf mehrere Ösen verteilt sind, halt der Verbund länger.
Je nach Nabe und Durchmesser der Löcher würde ich auch Sapim Force nehmen.

DröVoSu
15.06.2012, 01:00
Ich würde eine breitere Felge als 19 C nehmen.


Darauf sitzen breite Reifen besser:

Durchschlagswahrscheinlichkeit sinkt und die das Lenken bei geringen Drücken wird besser


Ob 32 oder 36 Speichen ist egal.

36 Speichen schadet jedoch nicht.

Bei 36 Speichen gibt es halt mehr Reserven sollte der LRS eine nicht ausreichend hohe Spannung haben, eine ungleichmäßige Speichenspannung haben oder die Speichen nicht ausreichend vorgedehnt worden sein (und so die Speichenspannung nachlässt).


Ich verbaue 36 Speichen nur noch am Hinterrad meines Reiserades.
( Oder halt bei meinen noch vorhandenen 36 Loch Naben, die einfach nicht kaputt gehen wollen. :D)

schnellerpfeil
15.06.2012, 07:11
Je stabiler die Felge und weniger verformbar ist, desto weniger Speichen kann man verwenden. Eine schwere steife DH Felge als Laufrad mit 32 Speichen ist viel stabiler als eine 400g XC Felge im Laufradverbund mit 36 Speichen.


Das war ja die Erkenntnis schlechthin;) Moderne Felgen, die für den DH vom Hersteller freigegeben sind, gibt es schon ab 500g und die sind ungeöst. Die halten auch!




Ich verbaue öfter 36 Loch Naben, besonders bei Scheibenbremsen limitieren oft ausreissende Felgenböden oder Ösen die Langzeithaltbarkeit und wenn dann die Kräfte auf mehrere Ösen verteilt sind, halt der Verbund länger.
Je nach Nabe und Durchmesser der Löcher würde ich auch Sapim Force nehmen.

Kenne ich zB. überhaupt nicht. Felgen mit 32- Löchern, auf die die Kräft gleichmäßig verteilt werden halten auch. Aber jeder wie er will. Sicher ist ein Verbund aus 36 Speichen stabiler als einer aus 32. Ein Laufrad mit 32 Speichen und homogen gespannten Speichengerüst schlägt in der Dauerhaltbarkeit trotzdem eines mit gleichen Komponenten, 36 Speichen und ungleichmäßiger Vorspannung.