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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rennräder versichern gegen Diebstahl



supertester
02.07.2012, 11:03
Nachdem mir letztes Jahr Rad aus Laden geklaut wurde, mir man bei der Tour nun Autoscheibe einschlug, will ich meinen Fuhrpark gerne sinnvoll versichern.

Mein Hausratsversicherer geht maximal bis 10.000 für Fahrräder.

Hat jemand von euch eine wirksame Hausratsversicherung?
Wichtig wäre mir insbesondere, dass die Räder entsprechend bewertet werden. Ich habe Fahrzeuge, die ich privat erwarb, aber durchaus netten Wert haben. Unkundiger Prüfer im Schadensfall wird sich da sicherlich querstellen.
Daher möchte ich aus Erfahrung nun vorsorgen.

Für Rat wäre ich dankbar. :)

The Scrub
02.07.2012, 15:05
Meine Hausrat lehnt es ab.Bzw., würden nur den normalen Satz zahlen, der ja nichtmal annähernd dem Wert der Räder entspricht. Als ich denen dann erzählt habe, was eine Neuanschaffung kosten würde, haben sie abgewunken.

los vannos
02.07.2012, 15:33
Soweit ich weiß, machen die Versicherungen da nur bei "normalen" Fahrrädern mit.
Aber für unsere Hobel kann man nur einzelne, teure Zusatzversicherungen abschließen.

OCLV
02.07.2012, 15:44
Allianz Optimal, HUk24, Janitos oder OVAG bieten ausreichenden Schutz auch bei teureren Rädern.
Ne separate Zusatzversicherung ist meist sehr teuer, da kann ich locker 1x im Jahr nach Malle mit fliegen und hab immer noch Geld über...

bikethemike
02.07.2012, 15:49
Lloyd's, versichert alles.:D

M*A*S*H
02.07.2012, 15:51
Provinzial hat die RR ausreichend in unsere Hausrat einbezogen...allerdings hat er mehrfach nach dem Wert gefragt weil er davon ausging sich verhört zu haben :D

Birdman
02.07.2012, 15:54
Allianz Optimal, HUk24, Janitos oder OVAG bieten ausreichenden Schutz auch bei teureren Rädern.
Bist Du da ganz sicher? Hab' gerade zufällig bei huk24 nachgesehen, dort kann man die Räder gegen Diebstahl bis maximal 5% der Versicherungssumme versichern. Wenn die vom TO genannten € 10.000 nicht reichen, dann müsste man also eine Gesamt-Versicherungssumme von mind. € 200.000 ins Auge fassen!

@TO: Eine Hauptschwierigkeit der Diebstahl-Versicherung über die Hausrat dürften unabhängig von der Versicherungssumme genau die von Dir erlebten Fälle sein. Denn in der Regel ist Diebstahl nur versichert, wenn die Räder mit einem Schloss gesichert sind. Wie soll dies funktionieren, wenn das Rad in der Werkstatt steht? Den Schlüssel ebenfalls dort zu deponieren dürfte am Ende dazu führen, dass die Versicherung die Regulierung ablehnt, wenn nicht sichergestellt ist, dass der Schlüssel nicht woanders als in der Werkstatt aufbewahrt wird.

Und bei Diebstählen aus KFZ sind die Versicherungen mittlerweile auch sehr zurückhaltend bzw. haben eine Menge Ausschlußkriterien.

OCLV
02.07.2012, 16:03
Bist Du da ganz sicher? Hab' gerade zufällig bei huk24 nachgesehen, dort kann man die Räder gegen Diebstahl bis maximal 5% der Versicherungssumme versichern. Wenn die vom TO genannten € 10.000 nicht reichen, dann müsste man also eine Gesamt-Versicherungssumme von mind. € 200.000 ins Auge fassen!

Hatte mal Ende letzten Jahres geschaut, da war das noch so. Kann natürlich sein, dass die jetzt auch auf 5% runter geregelt haben...

supertester
02.07.2012, 17:07
@TO: Eine Hauptschwierigkeit der Diebstahl-Versicherung über die Hausrat dürften unabhängig von der Versicherungssumme genau die von Dir erlebten Fälle sein. Denn in der Regel ist Diebstahl nur versichert, wenn die Räder mit einem Schloss gesichert sind. Wie soll dies funktionieren, wenn das Rad in der Werkstatt steht? Den Schlüssel ebenfalls dort zu deponieren dürfte am Ende dazu führen, dass die Versicherung die Regulierung ablehnt, wenn nicht sichergestellt ist, dass der Schlüssel nicht woanders als in der Werkstatt aufbewahrt wird.



Die Räder stehen bei mir hinter 2 Türen, die mit Schloss gesichert sind.
Unterwegs werden die Sachen am PKW angekettet. Wenns dennoch weg kommt, Pech für mich. Aber da ist dann auch "nur" ein Rad weg, nicht alle.
Mir gehts um Einbruch bzw. ggf. Feuer.

Die 5% Klausel haben wohl alle, zumindest die von mir befragten Versicherer. Hieße also für 50.000 verträumte 1.000.000 Summe. Was das kostet und welche Ansprüche da gestellt werdne, kann man sich denken. Alles hin bis zur Selbstschussanlage.
Ich will nur einen Gegenstand versichern, keinen Hausrat. Für den Rest, um halbwegs wieder leben zu können, sollten 50.000 genügen.

Grumpensumpf
02.07.2012, 18:07
Kennt hier schon jemand das noch recht neue Feature "Ähnliche Themen"?
Das ist manchmal echt super.

OCLV
02.07.2012, 18:32
Es gibt andere Foren, da werden verwandte Themen sogar schon angezeigt, wenn man den Thread-Titel eingegeben hat. Also noch bevor der eigentliche Beitrag geschrieben ist.

Warum der DK Verlag sowas nicht hinbekommt (und das Forum z.T. unterirdisch langsam ist), ist mir ein Rätsel. Kommt vielleicht mit der nächsten Preiserhöhung auf 5,10 € oder so...

deodato
02.07.2012, 18:44
Hallo ich war mal bei der ENRA es ist eine Vericherung aus Holland. http://www.enraverzekeringen.de. Online geht wie bei vielen ab Betrag X nichts mehr, nur noch per Mail und FAX/Brief. Meine Räder hatte ich auch in änlicher Höhe versichert, die haben ca. 750.- im Jahr gekostet. Im Vertrag war noch eine Reparatur Pauschale dabei. Ich brauchte damals wegen meiner Wohnlage eine Versicherung gottseidank heute wohl eher nicht mehr. :)

clekilein
02.07.2012, 19:04
http://www.ovag-online.de/haftpflicht/


bei denen sind fahrrader 100% mit in der Deckungssumme. Das heisst bereits in der kleinsten Hausratsversicherungsvariante von reichlich 20.000€ sind die Räder auch bis 20.000€ versichert. - macht 5€ im monat oder so.

Pluto70
02.07.2012, 21:29
Die Räder stehen bei mir hinter 2 Türen, die mit Schloss gesichert sind.
Unterwegs werden die Sachen am PKW angekettet. Wenns dennoch weg kommt, Pech für mich. Aber da ist dann auch "nur" ein Rad weg, nicht alle.
Mir gehts um Einbruch bzw. ggf. Feuer.

Die 5% Klausel haben wohl alle, zumindest die von mir befragten Versicherer. Hieße also für 50.000 verträumte 1.000.000 Summe. Was das kostet und welche Ansprüche da gestellt werdne, kann man sich denken. Alles hin bis zur Selbstschussanlage.
Ich will nur einen Gegenstand versichern, keinen Hausrat. Für den Rest, um halbwegs wieder leben zu können, sollten 50.000 genügen.

Kurze Frage, die Räder stehen in Deiner Wohnung bzw. im Keller und sollen da versichert sein?

Dann sind die Prozentangaben im Vertrag doch gar nicht relevant, die beziehen sich doch auf einen Diebstahl ausserhalb der Wohnung. Innerhalb des Hausstandes (Wohnung/Keller) zählen Räder zum Hausrat und sind damit in der "normalen" Versicherungssumme enthalten...

arrakis
02.07.2012, 21:36
Kurze Frage, die Räder stehen in Deiner Wohnung bzw. im Keller und sollen da versichert sein?

Dann sind die Prozentangaben im Vertrag doch gar nicht relevant, die beziehen sich doch auf einen Diebstahl ausserhalb der Wohnung. Innerhalb des Hausstandes (Wohnung/Keller) zählen Räder zum Hausrat und sind damit in der "normalen" Versicherungssumme enthalten...

richtig!

supertester
03.07.2012, 15:56
richtig!

Seh ich genau so. Eben nochmal Stunde telefoniert.

Problem bei mir ist, dass nicht einfach Neupreis-Abnutzung=Zeitwert gerechnet wird.
Das Wertvolle habe ich über privat gekauft und hat mehr Wert als der Neupreis, weil es selten oder einzigartig ist.


Ich mache den Spaß ja gerade juristich durch, weil der Mechaniker, bei dem ein Rad war, beklaut wurde.
Aus einem wirklich einzigartigen Prototypen wird da mal schnell von ollem Rad gesprochen.
Vom eigentlichen locker fünftstelligen Wert, den das Profiradt selbst nach Listenpreis gehabt hätte (nicht mal 1000km gefahren), sehe ich maximal die Hälfte wieder. Verlust am Rad unterm Strich fünfstellig. Die zusätzlich verlorene Zeit taxiere ich nochmal so.

Am Ende bei einem Rad mal eben Schaden im Wert von schönem deutschen Mittelklasse-Neuwagen, auf dem ich sitzen bleibe. Wenn ich vor Gericht siegreich bin... Das bei einem Rad!

Daher will ich nun vorsorgen. Die Räder sind gut gesichert, entsprechend untergestellt im Innenraum von Immobilie. Aber es scheint sehr schwer, wen zu finden, der das taxiert.
Ich setze da als beispiel an, damit es für Außenstehende verständlich ist, dass ich das Rad habe, auf dem Eddy Merckx seine 5te Tour gewann. Restwert vielleicht 50 Euro.
Gegenwert im sporthistorischen Sinne X-faches. Bei einem Picasso ist der Materialwert auch gegen Null gehend.

Für Kunst gäbe es Gutachter, aber nicht für Rennräder. Man würde wohl Internetpreise heranziehen. heißt für mich, dass hier wer mit 1 Beitrag ankommt und fragt, was Rad von Profi XY wert ist, dass er angeblich bei Rennen Z nutzte. Dann sagt Typ A einen Preis, Typ B ist Sora-Fahrer und nennt 50% von dem, was sein Vorredner sagte. Am Ende steht dann Wert, den ich auch durch Würfeln ähnlich sinnvoll ermitteln könnte.


Was tut man da? Ich denke mal, dass ich hier nicht der einzige bin, der auch was anderes als Stangenware hat und sich ehrlicher Weise mehr als Aficionado als als Halbprofi sieht.

PS: Andere Threads hier kenne ich. Aber Lösung boten die mir nicht.

OCLV
03.07.2012, 16:07
Wenn du so viele teure Räder hast (aber keinen Mechaniker, der dir den Umwerfer einstellen kann), dann sprich mal mit deiner Versicherung. Die sollen dir ein Angebot über den Wiederbeschaffungswert machen, da Zeitwert zwar billiger ist, aber eben hier genau gar nichts bringt. Ein Kunstobjekt wird auch nicht über den Zeitwert versichert. Wobei ich dein damaliges Trek jetzt auch nicht als Kunst bezeichnen würde...


Wenn du schon den Wert des einen Rades mit >10 k€ bezifferst, sollte dir klar sein, dass du im Jahr so um die 2000-5000 € an Versicherung nur für die Räder rechnen kannst. Je nach dem, wieviele Gurken du da noch stehen hast.

OCLV
03.07.2012, 16:17
Gibt auch Gutachter für Fahrräder. Z.B. Dirk Zedler.
Der kann sicherlich auch den Wert der Räder schätzen. Das Gutachten musst du dann zahlen.

Internetpreise werden bei so exklusiven Material wie du es angibst zu haben eher selten herangezogen. Da geht ein Versicherungsvertreter auch schon mal zu entsprechenden Händlern.

Ein Profirad im Werte eines deutschen Mittelklassewagens (also 35-40000 €). Hm, nur mal so als Anhaltspunkt: Armstrongs Rad (eins davon) von der Tour 2004 wurde mal für ~ 60.000 USD versteigert. Das war in den USA und für wohltätige Zwecke. Ulles Bianchi hat mal irgendwas um die 10.000 € gebracht. Auch für Charity.
Sentimentale Werte von Einzelpersonen (dir) zählen da für die Versicherung genau gar nichts.

Birdman
03.07.2012, 16:59
Mir gehts um Einbruch bzw. ggf. Feuer.
Das ist natürlich eine ganz andere Kiste, im Eingangsbeitrag sprachst Du von "Diebstahl". Wie schon angemerkt, gibt es bei Einbruch oder Feuer als Obergrenze "nur" die vereinbarte Versicherungssumme, und da müssten Deine Räder auf jeden Fall drunter sein. Dies gilt übrigens auch bei vorübergehenden (also nicht dauerhaften) Aufenthalten außerhalb Deines Wohnortes. Deine Räder sind also auch im Urlaub versichert, wenn sie dort durch Einbruchdiebstahl entwendet werden. Zumindest bei der HUK ist der Versicherungswert der Wiederbeschaffungswert in neuwertigem Zustand (Neuwert).

Vor 5 Jahren wurden uns 2 Räder im Wert von rund € 10.000.- aus dem abgeschlossenen, eigenen Keller (kein Fahrradkeller) gestohlen. Die Hausratversicherung hat anstandslos den Neuwert (lt. Rechnung) ersetzt, inkl. höherwertiger Laufräder und allem Zubehör, die durch separate Rechnung nachgewiesen wurden.

Edit: Jetzt sehe ich es erst: Du willst ein paar "Picasso"-Räder versichern. Da nützt Dir der Neuwert wirklich nichts.

supertester
03.07.2012, 17:05
Meine Versicherung stellt sich da völlig quer. Das Thema Wiederbeschaffungswert vs. Zeitwert wurde lang und breit diskutiert. Genau darum dreht sich auch der Rechtstreit.
Wobei ich ausdrücklich nicht gegne meine Versicherung klage, sondern gegen den Händler, der den Wert freiweillig nicht erstattet.
Im Nachhinein ist so ein Wiederbeschaffungswert natürlich schwer definierbar. Das Rad war so schnell weg, dass ich es nicht versichern konnte.

@oclv: Ich schraube da selbst dran, weil ich genug Defekte durch unfähige Mechaniker hatte. Spitze war der, der das Rad drapiert vorne im Laden durch Einbruch "verlor".
Das Trek wurde auch nicht geklaut. Das war normales Rad von der Stange, das ich hier im Forum verkaufte.
Aus Schaden wird man klug.

M.E. müsste es gehen, wie OCLV schreibt. Man fertigt Gutachten an, das ich zahle.
Die Räder werden einfach über die Hausrat mitversichert. Für diese darf man aber offenbar nichts Wertvolles besitzen. Es geht da wirklich nur um Hausrat.

Dürfte ich fragen, bei welcher Versicherung Du bist, Birdman?

OCLV
03.07.2012, 17:33
Tipp fürs nächste Mal: wenn du wieder sowas teures kaufst: direkt ein Gutachten machen lassen und dass der Versicherung mitteilen.
Dazu noch eine Versicherung suchen (also von der jetzigen wechseln) die das/die Gutachten anerkennt und das ganze über den Wiederbeschaffungswert laufen lässt.
Kostet auch wieder Zeit und Nerven, dafür kannst du dann Nachts ruhig schlafen.

supertester
03.07.2012, 18:03
Das werde ich tun. Bzw. das tue ich ja gerade.
Die Frage ist nur, wer das versichert? :confused: