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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ein abgefahrenes Ritzel in der Ritzelkasette



Opa-Bernie
18.12.2002, 22:56
Bei meinen beiden letzten Ritzelkasetten ist sehr schnell immer das dritte (13 er) Ritzel abgefahren gewesen.

Zugegeben, ich fahre viel in der Ebene oder auf leicht hügeligem Gelände und da benutze ich eben vorzugsweise dieses Ritzel.

Da die Standzeiten des Ritzels aber nur ca. 3000 km betragen, also vergleichbar mit der Laufleistung der Kette ist, finde ich das schon recht ärgerlich.

Kennt ihr auch solche Probleme? Lohnt sich das Auswechseln einzelner Ritzel? Wenn ja wer bietet vernüftige Ritzel- Kits an.

Eure Meinung hierzu würde mich sehr interessieren.


Gruß Bernd

messenger
19.12.2002, 00:50
Als Shimano-Fahrer solltest Du mal nen Blick in den Rose-Katalog werfen: Da gibts für 7 - 9 fach so ziemlich jedes Ritzel einzeln für billig Geld, z.B 13er DA/Ultegra 5,60/4,60€.
Ich kauf da zentnerweise Ritzel und tausche grundsätzlich nur jene aus, die nach Kettenwechsel springen.
52/17 ist übrigens bei fast gleicher Übersetzung materialschonender als 39/13, hat angeblich einen etwas besseren Wirkungsgrad und läßt mehr Spielraum für eigene oder zu konternde Attacken :D .

Gruß mess.

knut
19.12.2002, 07:04
1. Fährst du dann 53/13 oder 39/13?

2. Wie oft wechselst und pflegst du die Kette?

3. Hast du vorne tripple?

Diese Fragen sind für deine Problemlösung ausschlaggebend.

Windfänger
19.12.2002, 13:42
Original geschrieben von messenger

Ich kauf da zentnerweise Ritzel und tausche grundsätzlich nur jene aus, die nach Kettenwechsel springen.
52/17 ist übrigens bei fast gleicher Übersetzung materialschonender als 39/13, hat angeblich einen etwas besseren Wirkungsgrad und läßt mehr Spielraum für eigene oder zu konternde Attacken :D .

Bei mir ist es genau andersherum, dort is das 17er runtergenudelt, darum fahre ich jetzt öfter 40-13/14 statt 52-17.

Blöd nur, dass 17er nicht einzeln zu haben sind...

Der bessere Wirkungsgrad lässt sich vielleicht dadurch erklären, dass die Kettengelenke weniger Hin-und-hergebogen werden, da die Kette nicht so schnell rumläuft und die Radien um Zahnkranz und Ritzel größer sind. Die 0,05% Energieersparnis bringen wertvolle Sekundenbruchteile und können sich über die Plazierung(*) entscheidend auswirken!

(*)in der Warteschlange vor dem Klo, wenn der Darm drückt;)

messenger
19.12.2002, 13:59
Stimmt, 17er gibts für 9f. nicht einzeln, ein Grund mehr, bei den verschleißintensiven Kurierrädern so lange wie möglich bei achtfach zu bleiben.
Ich behaupte ja nicht, daß das mit dem Wirkungsgrad so stimmt, war halt die mehrheitliche Meinung hier in einer vergangenen Diskussion. Ich finde eher, wenn man die Kurbel rückwärts dreht, geht die Variante mit den kleinen Kränzen einen Fliegenschiß leichter. ;)

Gruß mess.

Windfänger
19.12.2002, 14:15
Original geschrieben von messenger
Ich behaupte ja nicht, daß das mit dem Wirkungsgrad so stimmt, war halt die mehrheitliche Meinung hier in einer vergangenen Diskussion.
Ich widerspreche Dir bzw. der Meinung ja gar nicht, ich denke ja auch, dass das stimmt. Zumindestens passt es in mein physikalisches Weltbild.

Nur - wie Du wohl auch - halte ich solche Überlegungen eben für rein theoretisch und in der Praxis ist der Vorteil wohl kaum meßbar - geschweige denn spürbar, das wollte ich ja mit meiner (versucht) ironischen Einlage zum Ausdruck bringen.

Und um diese Gedankenexperimente weiter zu spinnen: Man sollte mal ausrechen, wieviele Kilometer man fahren müßte, dass die Energie, die man beim Umschalten von der einen in die andere Kombination aufwendet, durch geringeren Verluste wieder reingeholt werden ;)

schwochhaxla
20.12.2002, 19:28
Wenn Du Deine Kette 3000 km fährst ist durch den höheren Verschleiß der Ritzel auch das Ritzel zu tauschen.
Bei öfterem Wechsel der Kette hält üblicherweise das Ritzelpaket deutlich länger.

Opa-Bernie
23.12.2002, 22:44
... zunächst mal vielen Dank für Eure Rätschläge. Ich war einige Tage krank und komme jetzt erst wieder dazu im Forum zu stöbern.

Bisher habe ich mich nicht so recht getraut einzelne Ritzel zu wechseln, war mir auch ehrlich nicht so bekannt, dass dies einfach möglich ist.

Um so mehr freut es mich von Dir messenger zu hören, dass Du fast ausschließlich Einzelritzel tauschst. Also werde ich das einfach mal ausprobieren.

Einige von Euch habe nach der Pflege der Kette und der Ausstattung gefragt. Die Probleme habe ich bei meinem Trekkingrad (Shimano LX), dass ich als Alltagsrad für die Fahrt zur Arbeit (34 km) und als Schlechtwetter- Winterrad auch für Wochendtouren verwende. Daran kann man schon gut erkennen, dass für die Pflege der Kette nur wenig Zeit bleibt und diese eine entsprechende Schmutzschicht aufweist. Aber eine Kette sollte meiner Meinung nach schon 3000 km durchhalten und die Ritzelkassetten, so waren wenigstens meine früheren Erfahrungen, sollten schon 3 Ketten überstehen.

Mit den großen Übersetzungen (was man eben bei einem Trekkingrad schon groß nennt z.B. 44:13) fahre ich ohnehin, um den Antrieb zu schonen. Bin aber mit den Standzeiten absolut gesehen nicht zufrieden.

Nochmals vielen Dank für Eure Beiträge und entschuldigt meine späte Reaktion.

Gruß

Bernd