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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kleine Sitzpositionsanalyse



Schmittler
11.11.2012, 21:45
Leider habe ich Knieschmerzen. Ich fahre nicht erst seit ein paar Tagen Rad, hatte bisher aber keine Probleme. Leider macht mich nun seit mehreren Wochen mein rechtes Knie verrückt. 1-2 Stunden gehen mit leichtem Zwicken, ab 2-3 Stunden geht es überhaupt nicht mehr. Selbst wenn ich nur mit dem linken Bein drücke und das rechte lediglich ohne Druck mitbewege, ist es ein Drama.

Normalerweise habe ich meine Räder immer so eingestellt, dass ich mich "wohlgefühlt habe". Da es aber trotz Pause einfach nicht besser geworden, habe ich mal ein paar Sachen vermessen, probiert und gemacht und getan und bin möglicherweise auf einen Sache aufmerksam geworden, die nicht so wirklich nach Lehrbuch ist. Könnt ihr euch bitte mal zu meiner Sitzposition äußern? Danke!

http://fstatic2.mtb-news.de/f/fv/su/fvsu8njtmkv7/medium_IMG_6052.JPG?0 (http://fotos.mtb-news.de/p/1254770)

http://fstatic3.mtb-news.de/f/zm/cu/zmcu45yonlmv/medium_IMG_6054.JPG?0 (http://fotos.mtb-news.de/p/1254771)

http://fstatic0.mtb-news.de/f/dw/lo/dwlo1tvg0kfc/medium_IMG_6059.JPG?0 (http://fotos.mtb-news.de/p/1254772)

Hansi.Bierdo
11.11.2012, 21:48
Auf den Bildern sieht es aus, als ob du zu weit hinten sitzen würdest. Das Knielot kommt ja gar nicht hin.

Allerdings sitzt man während der Fahrt i.d.R. anders, als wenn man sich an eine Wand anlehnt. :Angel:
Kannst du mal nem Kumpel Bilder machen "befehlen", wenn du am fahren (rollen) bist und so draufsitzt, wie du draufsitzt. ;)

Axo: Wie äußern sich deine Kniebeschwerden?

Matt_8
11.11.2012, 21:53
Ich würde auch sagen dass der Sattel weiter vor muss und evtl. auch etwas weiter runter.

Ziggi Piff Paff
11.11.2012, 21:56
weiter runter denke ich nicht aber etwas weiter vor.

gute Besserung.

Schmittler
11.11.2012, 21:58
Richtig, Knielot kommt ca. 4 cm hinter der Pedalachse runter. Habe mich nie darum gekümmert, einfach nur alles zusammengeschraubt, bisschen gefahren, da was geschoben, hier was geschoben und dann wars gut. Auf dem MTB fahre ich schon seit Jahren so. Was natürlich nicht heißt, dass es "gut" war. Irgendwann will der Körper eben nicht mehr. Sattel könnte noch 1-2 cm vor, ohne dass ich schlechtes Gewissen ums Gestellt hätte. Aber dann wars das auch.

Ich bin 184 cm groß, Schrittlänge 89 cm, Sitzhöhe 78,5 cm. Gleiche Sitzhöhe auf drei Rädern, alle mit den gleichen Pedalen, gleiche Schuhe. Rahmenhöhe ist M/L.

Schmerzen sind ca. auf Höhe, knapp unter dem Meniskus.

Algera
11.11.2012, 21:58
Vielleicht ist die Sitzposition gar nicht die Ursache für die Kniebeschwerden, sondern die Fußstellung im Pedal.

Stell' Dich mal gerade hin und schau', wie Deine Füße ausgerichtet sind. Bei den meisten Menschen zeigen die Fußspitzen nach außen. Wenn Du die Fußplatten aber so eingestellt hast, daß die Füße nicht in ihrer natürlichen Position im Pedal stehen, sondern parallel zum Rad, kann das zu Knieschmerzen führen.

So ist es jedenfalls bei mir. Ich muß die Cleats sehr sorgfältig entsprechend meiner natürlichen Fußstellung ausrichten. Um dem Fuß dazu noch etwas Spiel zu lassen, verwende ich die roten oder grauen Look Platten, aber niemals die schwarzen. Ich fahre Look Kéo Pedale.

medias
11.11.2012, 22:00
Patellasehne?

Hansi.Bierdo
11.11.2012, 22:08
Richtig, Knielot kommt ca. 4 cm hinter der Pedalachse runter. Habe mich nie darum gekümmert, einfach nur alles zusammengeschraubt, bisschen gefahren, da was geschoben, hier was geschoben und dann wars gut. Auf dem MTB fahre ich schon seit Jahren so. Was natürlich nicht heißt, dass es "gut" war. Irgendwann will der Körper eben nicht mehr. Sattel könnte noch 1-2 cm vor, ohne dass ich schlechtes Gewissen ums Gestellt hätte. Aber dann wars das auch.

Ich bin 184 cm groß, Schrittlänge 89 cm, Sitzhöhe 78,5 cm. Gleiche Sitzhöhe auf drei Rädern, alle mit den gleichen Pedalen, gleiche Schuhe. Rahmenhöhe ist M/L.

Schmerzen sind ca. auf Höhe, knapp unter dem Meniskus.


Ich bin da selber ganz empfindlich. Zu weit hinten = Schmerzen. Auf ne falsche Sitzhöhe reagier ich wesentlich unempfindlicher. Das ist scheinbar nicht bei jedem so. Manche Biometriker sprechen auch von ungünstigen Kräften auf die Kniescheibe, die zu Schäden führen kann, wenn man so "von hinten drückt". Auf jeden Fall hab ich auch mehr Druck aufm Pedal, wenn ich von oben drücke.

Die Schmerzen kannst du noch weiter beschreiben. Innen? Außen? Wann tut es weh? Beim Drücken? Hast du die Schmerzen auch bei normalen Bewegungen? Warst du schon mal beim Arzt? Wenn du keine medizinische Indikation hast, gönn dir mal ne Biometrie. Wirkt Wunder.

Schmittler
11.11.2012, 22:15
Vielleicht ist die Sitzposition gar nicht die Ursache für die Kniebeschwerden, sondern die Fußstellung im Pedal.

Stell' Dich mal gerade hin und schau', wie Deine Füße ausgerichtet sind. Bei den meisten Menschen zeigen die Fußspitzen nach außen. Wenn Du die Fußplatten aber so eingestellt hast, daß die Füße nicht in ihrer natürlichen Position im Pedal stehen, sondern parallel zum Rad, kann das zu Knieschmerzen führen.

So ist es jedenfalls bei mir. Ich muß die Cleats sehr sorgfältig entsprechend meiner natürlichen Fußstellung ausrichten. Um dem Fuß dazu noch etwas Spiel zu lassen, verwende ich die roten oder grauen Look Platten, aber niemals die schwarzen. Ich fahre Look Kéo Pedale.

Ich fahre Eggbeater. Die Dinger haben sehr viel Bewegungsspielraum.

Der Schmerz ist vor ein paar Wochen das erste Mal bei einer Runde von ca. 200 km und 4500 hm aufgetreten. Hatte es da auf Kälte und völlige Überbelastung geschoben. Konnte Abends kaum noch Treppen hochsteigen, Treppen runter gingen nur noch Schrittchenweise. Besonders heftig war es, wenn ich das Knie ganz leicht verdreht habe. Am nächsten Tag war es wieder super, als wäre nie etwas gewesen. Seitdem ist es aber jedes Mal das gleiche: 1-2 Stunden gehen, dann wird es doof. Letzte Woche war ich unterwegs, gleiches Spiel. Da konnte ich allerdings nicht einmal mehr das rechte Bein ohne Druck eingeklickt und das Bein nur die Bewegung machen lassen. Ich habe rechts ausgeklickt und bin die letzten 30 km mit dem linken Bein nach Hause. Spannende Sache sage ich euch. Treppen hoch wieder das gleiche Drama. Nur haben die Schmerzen da 3 Tage angehalten. Nun ist es wieder gut.

Ich weiß, dass ich ein Plicasyndrom habe. Das hatte mir mal eine Zeitlang zu schaffen gemacht, ist aber mittlerweile durch gezieltes Krafttraining vollständig verschwunden. Auch haben sich diese Schmerzen anders geäußert.

Natürlich könnte ich jetzt wieder zum Arzt rennen, MRT, Roentgen, das ganze Programm. Wenn die Schmerzen allerdings einfach nur durch die Sattelstellung hervorgerufen werden, fahre ich den falschen Rahmen. Denn wirklich weiter vor, komme ich nicht mehr...

Abstrampler
11.11.2012, 22:18
Auf den Bildern sieht es aus, als ob du zu weit hinten sitzen würdest. Das Knielot kommt ja gar nicht hin.


Seh ich auch so. Viel zu weit hinten (!) und eventuell auch noch leicht zu tief.
Das Knie darf ganz durchgestreckt sein, wenn das Pedal in tiefster Stellung ist und der Fuß waagerecht steht.

An das Pedalsystem würde ich erst gehen, wenn die Sitzposition stimmt und nach einiger Zeit keine Verbesserung eintritt.

rumplex
11.11.2012, 22:20
Einfach mal Stück nach vorne, ausprobieren. 1cm kann schon einen großen Unterschied machen.

Oliver73
11.11.2012, 22:20
Seh ich auch so. Viel zu weit hinten (!) und eventuell auch noch leicht zu tief.
Das Knie darf ganz durchgestreckt sein, wenn das Pedal in tiefster Stellung ist und der Fuß waagerecht steht.

zu tief?

auch nicht leicht finde ich. Da mit dem ganz durchstrecken, warum?

medias
11.11.2012, 22:23
Seh ich auch so. Viel zu weit hinten (!) und eventuell auch noch leicht zu tief.
Das Knie darf ganz durchgestreckt sein, wenn das Pedal in tiefster Stellung ist und der Fuß waagerecht steht.

An das Pedalsystem würde ich erst gehen, wenn die Sitzposition stimmt und nach einiger Zeit keine Verbesserung eintritt.

Das Knie sollte nie durchgestreckt sein
Verändern würde ich immer alles nur in 0.5 cm Schritten.

Hansi.Bierdo
11.11.2012, 22:24
Seh ich auch so. Viel zu weit hinten (!) und eventuell auch noch leicht zu tief.
Das Knie darf ganz durchgestreckt sein, wenn das Pedal in tiefster Stellung ist und der Fuß waagerecht steht.


Sitzhöhe hängt auch stark noch von der Fußstellung _beim Fahren_ ab. Da gibt es große Unterschiede, deshalb auch keine Fotos, wo man sich anlehnt. Besser auf der Rolle oder beim richigen Fahren draußen.

Schmittler
11.11.2012, 22:28
Seh ich auch so. Viel zu weit hinten (!) und eventuell auch noch leicht zu tief.
Das Knie darf ganz durchgestreckt sein, wenn das Pedal in tiefster Stellung ist und der Fuß waagerecht steht.

An das Pedalsystem würde ich erst gehen, wenn die Sitzposition stimmt und nach einiger Zeit keine Verbesserung eintritt.

Bein ist durchgestreckt:

http://fstatic1.mtb-news.de/f/6e/ja/6ejamr1whcvc/medium_IMG_6057.JPG?0 (http://fotos.mtb-news.de/p/1254801)

Weiter runter ist jetzt zum ausprobieren nicht ganz so prickeln: ISP. :ü


Einfach mal Stück nach vorne, ausprobieren. 1cm kann schon einen großen Unterschied machen.

Habe ich sogar mit 2 cm ausprobiert: Leichter Schmerz schon nach wenigen Kilometern. Genauso fing es auch sonst an.

Abstrampler
11.11.2012, 22:28
Das mit dem ganz durchstrecken, warum?

Warum weiß ich nicht. Es deckt sich aber sehr genau mit der nach Formel errechneten Sitzhöhe. Und da ich keinen Bock habe, ständig zu rechnen... :D

@medias: Beim Treten ist das Knie ja nicht durchgestreckt. ;)


Sitzhöhe hängt auch stark noch von der Fußstellung _beim Fahren_ ab. Da gibt es große Unterschiede, deshalb auch keine Fotos, wo man sich anlehnt. Besser auf der Rolle oder beim richigen Fahren draußen.

Richtig.

medias
11.11.2012, 22:31
Skeptisch, weil meistes sitzen die Hobbyfahrer zu hoch und die Flexibilität fehlt. Am Bildschirm sowieso keine richtige Diagnose möglich.

Abstrampler
11.11.2012, 22:31
Bein ist durchgestreckt:

http://fstatic1.mtb-news.de/f/6e/ja/6ejamr1whcvc/medium_IMG_6057.JPG?0 (http://fotos.mtb-news.de/p/1254801)


So passt´s grob. Ich würde (für mich) zwar trotzdem noch 0,5 höher gehen da der Fuß nicht waagerecht steht, ist aber nicht erheblich.

Hansi.Bierdo
11.11.2012, 22:32
Habe ich sogar mit 2 cm ausprobiert: Leichter Schmerz schon nach wenigen Kilometern. Genauso fing es auch sonst an.

Mach mal den Payr-Test auf Innenmeniskusriss:


Erzeugt das Herunterdrücken des Oberschenkels im Schneidersitz Schmerzen am medialen Gelenkspalt ( Payr-Zeichen), so weist dies auf eine Innenmeniskusläsion hin.

Wenn das wehtut, geh zum Arzt. Würde ich dir aber generell empfehlen. Knie ist nicht so lustig, da hat man schnell ein chronisches Problem, wenn man nachlässig ist...

Oliver73
11.11.2012, 22:32
Warum weiß ich nicht. Es deckt sich aber sehr genau mit der nach Formel errechneten Sitzhöhe. Und da ich keinen Bock habe, ständig zu rechnen... :D



Achso, ich arbeite nicht mit Formeln:Angel:

Wenn ich mit dem Hintern auf dem Sattel beim Treten hin und her rutsche wäre er zu hoch.

Alles andere ist mir dann wurscht.

Schmittler
11.11.2012, 22:55
Mach mal den Payr-Test auf Innenmeniskusriss:

Wenn das wehtut, geh zum Arzt. Würde ich dir aber generell empfehlen. Knie ist nicht so lustig, da hat man schnell ein chronisches Problem, wenn man nachlässig ist...

Ich habe absolut keine Schmerzen gerade. Ich kann springen, mein Knie verdrehen, einseitig belasten, alles kein Problem. Auch der Payr-Test verursacht keine Schmerzen.

W49
11.11.2012, 23:04
Ich bin 184 cm groß, Schrittlänge 89 cm, Sitzhöhe 78,5 cm.

Schmerzen sind ca. auf Höhe, knapp unter dem Meniskus.

Moin,
Grösse identisch , Schrittlänge 91, Sitzhöhe 80 mit Kurbel 172,5mm mit SPD-Pedal
und Sattelspitze hinter Tretlagermitte 6 zurück.
komm da gut mit zurecht und merke Meniskus ( war mal verletzt wurde vor 25 Jahren operiert) nicht.

Fahre aber nicht Deine Umfänge ( 2-3 Stunden max) und der Lenker ist wesentlich höher (Senioren-Comfort ;)

Deine Sitzposition scheint so verkehrt nicht - ich bin auch etwas nach hinten gegangen in kleinen mm -Schritten rantasten an den Wohlfühlpunkt.
Für Dein Knie benötigst Du fachlichen Rat -viel Erfolg wünscht
W

Matt_8
11.11.2012, 23:08
So passt´s grob.

Zu hoch.

Schmittler
11.11.2012, 23:17
Moin,
Grösse identisch , Schrittlänge 91, Sitzhöhe 80 mit Kurbel 172,5mm mit SPD-Pedal
und Sattelspitze hinter Tretlagermitte 6 zurück.
komm da gut mit zurecht und merke Meniskus ( war mal verletzt wurde vor 25 Jahren operiert) nicht.

Fahre aber nicht Deine Umfänge ( 2-3 Stunden max) und der Lenker ist wesentlich höher (Senioren-Comfort ;)

Deine Sitzposition scheint so verkehrt nicht - ich bin auch etwas nach hinten gegangen in kleinen mm -Schritten rantasten an den Wohlfühlpunkt.
Für Dein Knie benötigst Du fachlichen Rat -viel Erfolg wünscht
W

Sattelspitze zu Tretlagermitte sind bei mir 9,5 cm. Aber da wir wahrscheinlich nicht den gleichen Sattel fahren, sind die Maße nur schlecht zu vergleichen. Das was ich im Internet bisher gelesen habe geht von 4-11 cm. Alles leider nicht so aussagekräftig...


Zu hoch.

Du hast mich ja live gesehen, ist dir da zufällig was aufgefallen? Auf dem Giant kann ich schlecht einfach mal runter und ausprobieren. Auf dem MTB habe ich allerdings schon viel ausprobiert, da die Leute meinen, dass ich eine recht extreme Sitzposition hätte. Ich habe Sitzhöhe verändert, Vorbaulänge, Überhöhung, Sattelposition. Und immer bin ich wieder auf genau diese Maße gekommen und war glücklich.

backstrokeboy
11.11.2012, 23:27
Sicherlich wäre eine genaue Lokalisierung des Schmerzes förderlich.
Könnte Patella sein. Treppe und damit verbunden Problem könnte passen.
Das sind aber alles Mutmaßungen.
Wo genau sitzt denn der Schmerz? Foto mit Fingerzeig?

Ich hatte mal stechende Schmerzen im Knie nach einem km laufen.
Sonst nix. Erst patella diagnostiziert.
Schmerz blieb aber bei Belastung.
Zwei MRT' s am Knie sagten "alles super im Knie".
Ursache lag aber im Rücken. Wirbel verdreht...

Soll heissen: Es muss nicht das Knie sein...

Die sitzposition ansich finde ich anhand der fotos echt ok, Tobias.

Matt_8
11.11.2012, 23:29
Sattelspitze zu Tretlagermitte sind bei mir 9,5 cm. Aber da wir wahrscheinlich nicht den gleichen Sattel fahren, sind die Maße nur schlecht zu vergleichen. Das was ich im Internet bisher gelesen habe geht von 4-11 cm. Alles leider nicht so aussagekräftig...

Fang mit dem an was die üblichen Daumenregeln sagen, die haben nämlich ihre Berechtigung. Danach kann man immernoch nach eigenen Wünschen justierungen vornehmen.

Also:
Knielot bzgl. Sattel vor/zurück
Ferse bei ausgestrecktem Bein auf Pedal bei Kurbel auf ca. 5* Uhr bzgl. Sitzhöhe
(* besser gesagt entfernteste Stellung von Pedal zu Sattel)

Ich persönlich schaue bei mir auch, dass ich beim kurbeln im UT mein Fußgelenk nicht bewege, also meinen Fuß nicht strecken muss.




Du hast mich ja live gesehen, ist dir da zufällig was aufgefallen?

Sorry, da habe ich mir deine Sitzposition nicht näher angeschaut.

Hansi.Bierdo
12.11.2012, 00:22
Ich habe absolut keine Schmerzen gerade. Ich kann springen, mein Knie verdrehen, einseitig belasten, alles kein Problem. Auch der Payr-Test verursacht keine Schmerzen.

Das ist ja schonmal gut. Dann stell dein Rad mal nach den gängigen Regeln ein:

- Knielot durch Pedalachse
- Sitzhöhe = Schrittlänge x 0,885 (SL mit Wasserwaage, ich nehm den Mittelwert mit und ohne Schuhe)

Dann musst du schauen, wo du landest. Wer viel Überhöhung fährt, kann das Knielot vor der Pedalachse haben, weil er sich ums Tretlager herum nach vorne dreht.

Wenn du es nicht selber hinkriegst, gönn dir ne Biometrie. Ich hatte danach keine Nacken-, Rücken- und Knieprobleme mehr.

855
12.11.2012, 00:34
wie lange bist du in der gewohnten Position gefahren? und bisher keine Beschwerden?
was hat sich sonst geändert in der letzten Zeit? ungewohnte Tätigkeiten?

erstmal alles abchecken, bevor es an die Sitzposition geht, die bisher scheinbar gepasst hat.
wenn du ein gutes Körpergefühl hast, würde ich erstmal darauf vertrauen...

obisk
12.11.2012, 00:35
Ich glaube auch, dass es nicht die Sitzposition ist!
Die Sitzposition kann effektiver oder weniger effektiv sein.
Aber die Schmerzen können tatsächlich von der Fußstellung kommen.

Ich hatte das auch bei Speci-Schuhen mit BodyGeometry!!!
Da ist der fuß leicht nach Außen gekippt, da die Sohle leicht schräg nach außen abfällt.
War nur ein wenig seltsam beim Treten im Knie. Nach 150km merkte ich dann ein Ziehen im rechten Knie.
Nach weiteren Fahrten kam das dann im linken Knie auch.
"Normalen" Schuh verwendet ohne schräger bodyGeometry-Sohle und alles war wieder ok.
Könnte mir auch eine leichte Verdrehung vorstellen, die Schmerzen verursacht.

Was fährst Du für Schuhe?

p. pennes
12.11.2012, 08:28
mein Senf:
Du sitzt nicht zu tief.
Ich bin 0,5 cm größer, gleiche Sitzhöhe.

Dass du zu weit hinten sitzt, wurde hier ja nun schon mehrfach gesagt - sehe ich auch so. Der Tipp, in kleinen Schritten sich anzunähern, scheint mir genau richtig. Also Sattel vor.

Backstrokeboy bringt da einen sinnvollen Hinweis: Ich würde mir einen guten Physio/Osteopathen suchen: Möglicherweise liegt eine Blockade vor, der Schmerz entsteht aber im Knie.

Außerdem würde ich mich vor der Ausfahrt konzentriert aufwärmen, so dass Schweiß fließt (was weiß ich, lauf dich zwei km ein. Im Anschluss daran würde ich kurz vor dem Aufsteigen noch mal 50-100 Kniebeugen durchführen (ohne Gewicht) - um die Beinmuskulatur zu aktivieren. Danach dehnst du Quadr. und ischioc. ganz gezielt . Dann auf das Rad. Und den Sattel etwas weiter vor.
Mal schauen, was das Knie sagt.
Sollte das Problem weiter bestehen: Der Ratschlag weiter oben mit der chronischen Erkrankung ist Ernst zu nehmen. Physio/Osteopath und Sitzpositionsanalyse....

Patrice Clerc
12.11.2012, 08:42
So weit man das über die Bilder beurteilen kann, sitzt du deutlich zu hoch und ganz sicher ein bisschen zu hoch.

Also:
Sattel ein bisschen runter, dann geht automatisch auch das Knie weiter nach vorne, was die 4 cm (Kniescheibe vs. Pedealachse) deutlich verkürzen dürfte.

Schmerzen gehen deswegen aber nicht automatisch weg. Einerseits werden die gereizten Sehnen (oder was immer es ist) nicht sofort OK sein, zum anderen werden durch die Positionsveränderung andere Sehnen erstmal mehr belastet. Der Herbst bietet sich als Zeitpunkt aber an, notwendige Veränderungen an der Sitzposition vorzunehmen.

Die zahlreichen Voten, die Sitzposition passe schon, belegen Medias' Meinung: die meisten Hobbyisten sitzen zu hoch.

joerg72
12.11.2012, 08:54
mein Senf:
Backstrokeboy bringt da einen sinnvollen Hinweis: Ich würde mir einen guten Physio/Osteopathen suchen: Möglicherweise liegt eine Blockade vor, der Schmerz entsteht aber im Knie.


Kann das nur unterstützen. Hatte auch mal nach einer längeren Tour recht starke Schmerzen am Knie aussen, die nach ein paar Tagen wieder komplett weg waren. Bei der nächsten Tour waren sie aber wieder da, meist erst nach 2-3 Stunden, manchmal auch nach recht kurzer Zeit. Nach 5 Stunden im Sattel ging nichts mehr. Vor der langen Tour war immer alles ok, absolut keine Probleme.

Dann erstmal versucht, an der Sitzposition zu drehen - kein Erfolg. Dann von Arzt zu Arzt - im Knie alles ok. Mit "Diagnose" ITBS dann zum Physio, der eine ISG-Blockade festgestellt hat. Nachdem diese gelöst war, war wieder alles ok.

supertester
12.11.2012, 11:55
Zur Höhe: Fahr mal und streck in exakt der Position, die Du dann hast, das Bein komplett durch. Dein Po sollte dann gerade noch sitzen, aber kein großer Druck mehr auf dem Sitzknochen sein.
Rest wurde ja diskutiert. Nachsitz scheint deutlich zu groß, Sitzhöhe hängt aber voll von der Fußstellung und rückseitigen Muskulatur ab. Teste einfach mal.
Zumindest Rollenrad bekomme ich so gut eingestellt, dass ich keine Probleme bekomme.

Zu Blockade: Ich kenne sowas, wenn ich beim Krafttraining den GLuteus Maximus und darüber liegende Gruppen zu forciert einsetze. Kann in Deinem Fall definitiv helfen, da Deine Position zumindest mir auf die Bandscheibe ginge.

Rysva
12.11.2012, 15:27
Richtig, Knielot kommt ca. 4 cm hinter der Pedalachse runter. Habe mich nie darum gekümmert, einfach nur alles zusammengeschraubt, bisschen gefahren, da was geschoben, hier was geschoben und dann wars gut. Auf dem MTB fahre ich schon seit Jahren so. Was natürlich nicht heißt, dass es "gut" war. Irgendwann will der Körper eben nicht mehr. Sattel könnte noch 1-2 cm vor, ohne dass ich schlechtes Gewissen ums Gestellt hätte. Aber dann wars das auch.

Ich bin 184 cm groß, Schrittlänge 89 cm, Sitzhöhe 78,5 cm. Gleiche Sitzhöhe auf drei Rädern, alle mit den gleichen Pedalen, gleiche Schuhe. Rahmenhöhe ist M/L.

Schmerzen sind ca. auf Höhe, knapp unter dem Meniskus.

Ich bin 1,83cm groß mit 92cm Schrittlänge und habe diesselbe Sitzhöhe wie Du (785mm). ich würde also auch sagen, dass Du etwas zu hoch sitzt. Probier mal 760mm.

Mike Stryder
12.11.2012, 15:44
....oder du zu tief *g*

ich habe auch so 89ig schrittlänge und sitze bei 79....79,3 in dem dreh.

OCLV
12.11.2012, 17:50
Warum kauft man sich einen Rahmen an dem man sägen muss, wenn man seine Sitzposition nicht zu 100 % kennt?

Vordrängler
12.11.2012, 17:57
mal ein ganz anderer Ansatz :

mir ist im Leben folgendes schon öfters passiert :

ich schlag mir irgendwo ziemlich heftig das Knie an (bei mir wars zB ein enges Brückengeländer und ein andermal die Ecke meines Betts). Du hast keine äusserlichen Verletzungen und keinen blauen Fleck, und da wir Radler nicht besonders schmerzempfindlich sind
vergisst du den Vorfall einfach wieder. Bei mir kam dann der Schmerz ähnlich wie bei dir bei längeren Einheiten zurück, ohne das ich einen Bezug zum kleinen Unfall in Erinnerung hatte. Im schlimmsten Fall hatte ich drei Monate damit zu kämpfen. Eine Kniebandage half mir beim Fahren und hielt das Knie warm. Irgendwann wars dann weg.
Ich wünsche dir genauso viel Glück, denn einen guten Arzt fürs Knie zu finden wird wohl sehr schwer.

Schmittler
12.11.2012, 18:49
Vielen, vielen Dank für die vielen Antworten!


Fang mit dem an was die üblichen Daumenregeln sagen, die haben nämlich ihre Berechtigung. Danach kann man immernoch nach eigenen Wünschen justierungen vornehmen.

Also:
Knielot bzgl. Sattel vor/zurück
Ferse bei ausgestrecktem Bein auf Pedal bei Kurbel auf ca. 5* Uhr bzgl. Sitzhöhe
(* besser gesagt entfernteste Stellung von Pedal zu Sattel)

Ich persönlich schaue bei mir auch, dass ich beim kurbeln im UT mein Fußgelenk nicht bewege, also meinen Fuß nicht strecken muss.

Ich werde mal versuchen das Knielot soweit es geht anzupassen. Die Sitzhöhe ist zufälligerweise (ohne dass ich je gerechnet habe) fast auf den Millimeter genau die Formelhöhe: 89 x 0,885 = 78,765. Meine Sitzhöhe 78,5 cm. Ich senke laut Aussagen von Kollegen auch mein Becken beim Treten nicht. Vielleicht muss ich die Sitzhöhe nochmal ein bisschen korrigieren, wenn ich das Lot anpasse.


Sorry, da habe ich mir deine Sitzposition nicht näher angeschaut.

Hätte ja so ganz zufällig sein können. ;)


Das ist ja schonmal gut. Dann stell dein Rad mal nach den gängigen Regeln ein:

- Knielot durch Pedalachse
- Sitzhöhe = Schrittlänge x 0,885 (SL mit Wasserwaage, ich nehm den Mittelwert mit und ohne Schuhe)

Dann musst du schauen, wo du landest. Wer viel Überhöhung fährt, kann das Knielot vor der Pedalachse haben, weil er sich ums Tretlager herum nach vorne dreht.

Wenn du es nicht selber hinkriegst, gönn dir ne Biometrie. Ich hatte danach keine Nacken-, Rücken- und Knieprobleme mehr.

Wenn ich jetzt nicht zeitnah eine Besserung erreiche, werde ich mal wieder zum Arzt müssen. Ich habe da einen wirklich renommierten Spezialisten an der Hand. Wenn auch der nichts finden sollte, werde ich mir eine Vermessung gönnen.


wie lange bist du in der gewohnten Position gefahren? und bisher keine Beschwerden?
was hat sich sonst geändert in der letzten Zeit? ungewohnte Tätigkeiten?

erstmal alles abchecken, bevor es an die Sitzposition geht, die bisher scheinbar gepasst hat.
wenn du ein gutes Körpergefühl hast, würde ich erstmal darauf vertrauen...

Bisher keine Beschwerden bzw. keine gleichartigen Beschwerden. Hatte ja schon geschrieben, dass ich im letzten Jahr ein paar Probleme mit der medialis plica hatte, welches ich sehr gut durch Krafttraining unterdrücken kann. In der gewohnten Position fahre ich auf dem Rad so ziemlich genau ein halbes Jahr. Dabei waren kurze Runden von 1-2 Stunden mit mehren Tagen Pause, bis zu Runden von 6 Stunden plus x ohne großartige Pause über Zeiträume von 2-3 Wochen am Stück. Alles problemlos! Es ging erst vor einem guten Monat mit der 200 km Runde in den Bergen los.

Ungewohnte Tätigkeiten nicht dass ich mich erinnern kann. :confused:


Ich glaube auch, dass es nicht die Sitzposition ist!
Die Sitzposition kann effektiver oder weniger effektiv sein.
Aber die Schmerzen können tatsächlich von der Fußstellung kommen.

Ich hatte das auch bei Speci-Schuhen mit BodyGeometry!!!
Da ist der fuß leicht nach Außen gekippt, da die Sohle leicht schräg nach außen abfällt.
War nur ein wenig seltsam beim Treten im Knie. Nach 150km merkte ich dann ein Ziehen im rechten Knie.
Nach weiteren Fahrten kam das dann im linken Knie auch.
"Normalen" Schuh verwendet ohne schräger bodyGeometry-Sohle und alles war wieder ok.
Könnte mir auch eine leichte Verdrehung vorstellen, die Schmerzen verursacht.

Was fährst Du für Schuhe?

Sidi Dragon 2 SRS, MTB-Schuhe. Eine gescheite Sohle wäre wahrscheinlich nicht allzu verkehrt, wobei ich eigentlich am Fuß direkt keine Problem hatte.


dir aufgrund der bilder 0,5 cm rauf- oder runter zu empfehlen ist, ehrlich gesagt unsinnig.

was mir auffällt: 9,5 cm sattelspitze hinter tretlagermitte ist schon recht weit hinten, das bestätigen auch die 4 cm, die dein knielot hinter der pedalachse liegt.

aber ob das der grund für die schmerzen ist? ich würde den sattel halt mal ein wenig vorschieben (und im gegenzug ein bißchen die sattelstütze weiter raus) und sehen ob das die schmerzen verringert.

am sinnvollsten wäre es aber, gleich zum fachmann zu gehen, wenn du eh noch nie eine sitzpositionsanalyse machtest, dürfte das für dich prinzipiell, auch ohne schmerzen, nur von vorteil sein.

du wohnst in augsburg? wenn es dort nichts dsbzgl. brauchbares gibt würde ich eine der folgenden adressen in muc empfehlen

http://www.radlabor.de/standorte/muenchen.html

http://www.radsportmorasch.de/

Danke! Ich habe schon Google bemüht, in Augsburg direkt jedoch nichts gefunden, was sich vertrauenswürdig anhört. Aber München ist ja auch gleich ums Eck.


So weit man das über die Bilder beurteilen kann, sitzt du deutlich zu hoch und ganz sicher ein bisschen zu hoch.

Also:
Sattel ein bisschen runter, dann geht automatisch auch das Knie weiter nach vorne, was die 4 cm (Kniescheibe vs. Pedealachse) deutlich verkürzen dürfte.

Schmerzen gehen deswegen aber nicht automatisch weg. Einerseits werden die gereizten Sehnen (oder was immer es ist) nicht sofort OK sein, zum anderen werden durch die Positionsveränderung andere Sehnen erstmal mehr belastet. Der Herbst bietet sich als Zeitpunkt aber an, notwendige Veränderungen an der Sitzposition vorzunehmen.

Die zahlreichen Voten, die Sitzposition passe schon, belegen Medias' Meinung: die meisten Hobbyisten sitzen zu hoch.

Ich werde es am MTB testen, bevor ich am Dom herumsäge.


Warum kauft man sich einen Rahmen an dem man sägen muss, wenn man seine Sitzposition nicht zu 100 % kennt?

Kluger Spruch. ;) Ich hatte über viele Jahre keine Probleme mit meiner Position. Mein anderes RR hat die gleiche Sitzhöhe, mein MTB auch. Ich habe mich sehr wohlgefühlt. Kleine Änderungen mochte mein Körper nicht. Warum sich also Gedanken über ein Problem machen, welches nicht da ist?


Sicherlich wäre eine genaue Lokalisierung des Schmerzes förderlich.
Könnte Patella sein. Treppe und damit verbunden Problem könnte passen.
Das sind aber alles Mutmaßungen.
Wo genau sitzt denn der Schmerz? Foto mit Fingerzeig?

Ich hatte mal stechende Schmerzen im Knie nach einem km laufen.
Sonst nix. Erst patella diagnostiziert.
Schmerz blieb aber bei Belastung.
Zwei MRT' s am Knie sagten "alles super im Knie".
Ursache lag aber im Rücken. Wirbel verdreht...

Soll heissen: Es muss nicht das Knie sein...

Die sitzposition ansich finde ich anhand der fotos echt ok, Tobias.

Ich werde trotzdem mal testweise den Sattel verschieben und eine Runde drehen und ein Foto machen.


mal ein ganz anderer Ansatz :

mir ist im Leben folgendes schon öfters passiert :

ich schlag mir irgendwo ziemlich heftig das Knie an (bei mir wars zB ein enges Brückengeländer und ein andermal die Ecke meines Betts). Du hast keine äusserlichen Verletzungen und keinen blauen Fleck, und da wir Radler nicht besonders schmerzempfindlich sind
vergisst du den Vorfall einfach wieder. Bei mir kam dann der Schmerz ähnlich wie bei dir bei längeren Einheiten zurück, ohne das ich einen Bezug zum kleinen Unfall in Erinnerung hatte. Im schlimmsten Fall hatte ich drei Monate damit zu kämpfen. Eine Kniebandage half mir beim Fahren und hielt das Knie warm. Irgendwann wars dann weg.
Ich wünsche dir genauso viel Glück, denn einen guten Arzt fürs Knie zu finden wird wohl sehr schwer.

Wäre schön, wenn es so etwas wäre! Habe jetzt den ganzen Tag drüber nachgedacht, aber mir fällt nichts derartiges ein. Gut, vielleicht habe ich es einfach wie du sagst auch schon "vergessen". Einen guten Arzt hätte ich an der Hand.

Herr Sondermann
12.11.2012, 18:57
Zu hoch sitzt du meiner Meinung nach nicht.
Ich habe eine SL von ebenfalls 89cm und ich sitze sogar 79.5cm hoch. Seit 25 Jahren problemlos.

Kniebeschwerden bekomme ich dann und auch sehr schnell, wenn der Sattel zu niedrig eingestellt ist und /oder zu weit nach hinten steht.

WENN die Probleme wirklich von der Sitzpostition herrühren sollten (was ich auch nicht so recht glauben mag), würde ich allenfalls den Sattel etwas weiter vorschieben.

Meine Frau ist übrigens schmerzfrei im Knie, seit sie sich eine orthopädische Einlage hat anfertigen lassen. War nur auf einer Seite nötig.


Am Ende ist hier aber doch alles Kaffeesatzleserei, leider. ;)

Holsteiner
12.11.2012, 19:29
Zu weit hinten, dadurch Probleme mit Patella. Überhöhung ist schon deftig. Lieber durch Armbeugen während der Fahrt ausgleichen, wenn aerodynamisch erforderlich.
Wenn du so in Unterlenker viel fährst und dir dabei evtl. etwas die Flexibilität in Hüfte oder hinteren Oberschenkel/Gesäß fehlt, kann es auch zu Problemnen im Knie durch Dysbalanzen in der Oberschenkelmuskulatur kommen.

tigerchen
12.11.2012, 21:53
Ich würde mal doch versuchen, den Sattel 1 - 1,5 cm abzusenken.

Hansi.Bierdo
12.11.2012, 23:11
Wenn ich jetzt nicht zeitnah eine Besserung erreiche, werde ich mal wieder zum Arzt müssen. Ich habe da einen wirklich renommierten Spezialisten an der Hand. Wenn auch der nichts finden sollte, werde ich mir eine Vermessung gönnen.

Ich habe schon Google bemüht, in Augsburg direkt jedoch nichts gefunden, was sich vertrauenswürdig anhört. Aber München ist ja auch gleich ums Eck.


Oder nimm die andere Richtung. Kann dir in Leonberg den Herrn Scheller empfehlen, der hat uns bis jetzt alle schmerzfrei gekriegt. Spannt dein Rad in nen cyclus II, und läßt dich auch mal mit mehr Watt treten. Macht auch gute Leistungstests.
http://www.aktin-diagnostik.de/Bewanalyse/BA_Radsport.html

jojo456
13.11.2012, 09:47
ich war dort wegen einer sitzpositionsanalyse in Verbindung mit einer satteldruckmessung. Schmerzen habe ich noch die gleichen, allerdings habe ich mir noch keine solestar Einlage (200€) anfertigen lassen. Empfohlen wurden mir eben diese Einlage und Stabilitäts Übungen.

ginob
13.11.2012, 09:54
Also meiner Meinung hast du ziemlich eindeutig einen zu kleinen Rahmen:
.) Sattel anscheinend weit nach hinten geschoben um das zu kurze Oberrohr auszugleichen (Das Knielot!!! Nicht, dass es milimetergenau passen muss, aber du bist schon arg weit hinter der Achse)
.) Prinzipiell eine deftige Sattelüberhühung! Halte dich hier mehr an die Erfahrung der Rennfahrer hier.

j o g o
13.11.2012, 10:22
...
Danke! Ich habe schon Google bemüht, in Augsburg direkt jedoch nichts gefunden, was sich vertrauenswürdig anhört. Aber München ist ja auch gleich ums Eck.
...


Oder näher an Augsburg: Steindorf: http://www.berchtold-bikes.de/fahrart_011.htm

Schmittler
13.11.2012, 10:23
ich war dort wegen einer sitzpositionsanalyse in Verbindung mit einer satteldruckmessung. Schmerzen habe ich noch die gleichen, allerdings habe ich mir noch keine solestar Einlage (200€) anfertigen lassen. Empfohlen wurden mir eben diese Einlage und Stabilitäts Übungen.

Ich kenne Leute, die sind vorher die Specialized Sohlen gefahren und dann auf Solestar umgestiegen und würden nie wieder soviel Geld für das nahezu gleiche Produkt ausgeben.


Also meiner Meinung hast du ziemlich eindeutig einen zu kleinen Rahmen:
.) Sattel anscheinend weit nach hinten geschoben um das zu kurze Oberrohr auszugleichen (Das Knielot!!! Nicht, dass es milimetergenau passen muss, aber du bist schon arg weit hinter der Achse)
.) Prinzipiell eine deftige Sattelüberhühung! Halte dich hier mehr an die Erfahrung der Rennfahrer hier.

Zu kleinen Rahmen würde ich ausschließen. Mit dem größeren Rahmen kommt das Steuerrohr nochmal 2 cm hoch und ich hätte den Dom ein ziemlich großes Stück absägen müssen. Der Sattel klemmt absolut mittig auf seinem Gestellt, hat nach vorne genau den gleichen Bewegungsspielraum wie nach hinten. Der Stubby ist auch ohne Versatz montiert. Mit der Überhöhung habe ich schon sehr viel am MTB experimentiert. Immer mit dem Ergebnis, dass ich weniger Überhöhung einfach nicht mag.

Wenn überhaupt (und das will ich nicht absolut ausschließen) passt der Rahmen mit seiner Giant-Special-Super-Kompakt-Geometrie und dem Sitzrohrwinkel nicht zu meiner Körpergeometrie.

fitting12
13.11.2012, 13:23
Das Knie sollte nie durchgestreckt sein
Verändern würde ich immer alles nur in 0.5 cm Schritten.

Sag das mal dem Philippe Gilbert. Wenn Du nicht weisst wer das ist, das ist der amtierende Weltmeister. Vielleicht lässt der sich Deinen Tipp zur Korrektur seiner Sitzposition ein paar Tausender kosten. Dann wärste aber aus Hartz IV raus.

medias
13.11.2012, 13:29
Der hat seine Position wieder angepasst, nachdem er anfangs Saison ziemlich höher sass.

PS In der Schweiz lebt es sich gut, wir brauchen keine Harz Geschichten, darum kommen immer mehr Deutsche und suchen Arbeit hier.

Patrice Clerc
13.11.2012, 13:33
Sag das mal dem Philippe Gilbert. Wenn Du nicht weisst wer das ist, das ist der amtierende Weltmeister. Vielleicht lässt der sich Deinen Tipp zur Korrektur seiner Sitzposition ein paar Tausender kosten. Dann wärste aber aus Hartz IV raus.

Spätestens wenn Gilbert über Knieprobleme klagen würde, würde ich ihm empfehlen, den Sattel so einzustellen, dass das Knie bei horizontaler Fussstellung bei tiefster Kurbelstellung nicht gestreckt ist. (Keine Ahnung wie er heute sitzt, spielt für die Diskussion aber auch keine Rolle.)

Hansi.Bierdo
13.11.2012, 16:19
ich war dort wegen einer sitzpositionsanalyse in Verbindung mit einer satteldruckmessung. Schmerzen habe ich noch die gleichen, allerdings habe ich mir noch keine solestar Einlage (200€) anfertigen lassen. Empfohlen wurden mir eben diese Einlage und Stabilitäts Übungen.

Hm, du bist ehrlich gesagt, der erste von dem ich sowas Negatives höre und ich kenne ein paar Leute die dort waren. Der arbeitet ja auch für den WRSV.

Ich hab ganz normale Einlagen und die empfohlenen Stabiübungen fürs Sprunggelenk gemacht, seitdem keine Probs mehr im Knie. Da war ne Sehne gereizt, weil der Fuß nach innen abkippte. Dann hat er mich anders aufs Rad gesetzt, weiter vor, viel tiefer, kürzerer Vorbau, und seitdem hab ich keine Nacken bzw. Rückenprobleme mehr. Ich konnte schon nach ein paar Tagen Anpassung 6h schmerzfrei fahren. Mehr Druck war auch wieder da.

jojo456
13.11.2012, 16:55
Will nicht sagen, dass es schlecht ist, aber bei mir hat sich noch nichts getan :ü
Vielleicht kommt das ja noch mit der Zeit... Braucht ja seine Zeit und bei mir ist das gerade mal 1,5 Monate her und in der Zeit bin ich kaum noch gefahren.

Advanced_SL
13.11.2012, 17:09
Von einem statischen Bild kann man absolut keine Aussage über die Sitzposition machen. Formeln sind auch Käse. Verkürzte m. semitendinosus, m. semimembranosus und m. biceps femoris brauchen bei gleicher Schrittlänge, Fußlänge etc. eine tiefere Sitzposition.
Schmerzen im Knie deuten fast immer auf einen verkehrten Bewegungsablauf hin. Das Knie kann nicht viel an Bewegung machen. Wenn es nicht in seiner Bewegungsebene bleibt, macht es irgendwann Probleme. Das erste zum Ansetzen ist die richtige Fußstellung usw.

Wenn man Aussagen machen soll, braucht man ein Video unter Last. Von allen Seiten. Und, wichtig, von hinten oben gefilmt. Die SIPS müssten frei sein und am besten markiert.

Eine zu große Belastung des m. quadriceps femoris kann auch Knieschmerzen verursachen. Deshalb sollte man versuchen, die Ischios mehr einzusetzen. Vor allem für die Kniestreckung (Geht, nennt sich Lombard´sches Paradoxon).

Algera
13.11.2012, 20:11
Sag das mal dem Philippe Gilbert. Wenn Du nicht weisst wer das ist, das ist der amtierende Weltmeister. Vielleicht lässt der sich Deinen Tipp zur Korrektur seiner Sitzposition ein paar Tausender kosten. Dann wärste aber aus Hartz IV raus.

Und sonst? Alles in Ordnung? Familie gesund? :rolleyes:

Rysva
14.11.2012, 11:20
Sag das mal dem Philippe Gilbert. Wenn Du nicht weisst wer das ist, das ist der amtierende Weltmeister. Vielleicht lässt der sich Deinen Tipp zur Korrektur seiner Sitzposition ein paar Tausender kosten. Dann wärste aber aus Hartz IV raus.

Und sonst? Alles in Ordnung? Familie gesund? :rolleyes:

...aber ehrlich! von dem was fitting12 so raucht hätte ich auch gerne mal ne prise... :D

Patrice Clerc
14.11.2012, 11:50
Der müsste halt für sich selber wieder mal ein Fitting durchführen (braucht ja nicht 12 mal zu sein). Vielleicht würde er anschliessend wieder fitter. Auch wenn er sich zu hoch einstellen würde. :Bluesbrot

Herr Sondermann
14.11.2012, 17:29
...aber ehrlich! von dem was fitting12 so raucht hätte ich auch gerne mal ne prise... :DIch nicht. Das Zeug macht einsam... http://www.smileygarden.de/smilie/Rauchend/67.gif (http://www.smileygarden.de)

Schmittler
14.11.2012, 21:53
Leider habe ich die letzten Tage zu nichts Zeit gefunden. Dafür hatte ich heute kurz das Vergnügen beim Treppensteigen den gleichen Schmerz zu bemerken. Habe auf dem Foto mal die Stelle markiert, damit man sieht, dass es direkt unterhalb des Meniskus, am Knochen ist. Ich konnte den Schmerz in dem Moment sogar dadurch verstärken, dass ich meine Füße parallel gestellt und mit der Hüfte eine Rotationsbewegung nach links gemacht habe:

http://fstatic0.mtb-news.de/f/mp/nu/mpnu2yt07aom/medium_Knie1.jpg?0 (http://fotos.mtb-news.de/p/1256616)

Hansi.Bierdo
14.11.2012, 22:50
Dann ab zum Doc. Lass den mal nachkucken. Drück dir die Daumen!

Meddy Erckx
14.11.2012, 23:03
Leider habe ich die letzten Tage zu nichts Zeit gefunden. Dafür hatte ich heute kurz das Vergnügen beim Treppensteigen den gleichen Schmerz zu bemerken. Habe auf dem Foto mal die Stelle markiert, damit man sieht, dass es direkt unterhalb des Meniskus, am Knochen ist. Ich konnte den Schmerz in dem Moment sogar dadurch verstärken, dass ich meine Füße parallel gestellt und mit der Hüfte eine Rotationsbewegung nach links gemacht habe:

http://fstatic0.mtb-news.de/f/mp/nu/mpnu2yt07aom/medium_Knie1.jpg?0 (http://fotos.mtb-news.de/p/1256616)



Gehe einfach mal in dich und gebe so 200 € für eine Sitzpositionsanalyse beim Profi aus. Und wenn der nicht ist beim nächsten. Das Finden des Richtigen liegt in deiner Verantwortlichkeit. Alles andere ist beschissene Kaffeesatzleserei.

Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass du bei deiner Sitzfehlstellung optimal Kraft auf das Pedal bringen kannst.

Grüße

hate_your_enemy
15.11.2012, 08:47
ich bin lange Zeit mit nem viel zu großen Rahmen rumgefahren – Knielot war ähnlich hinter der Pedalachse wie beim TE. (wusste damals als Teen noch nix, wie man aufm Rad sitzen soll etc. hab einfach ein MTB günstig bekommen und das gefahren bis ich mir ein Rennrad gekauft hab)
Ich kann daher sagen, dass in meinen Augen lediglich die Kraftübertragung suboptimal war – Knieschmerzen hatte ich zumindest nie (eher Nackenschmerzen bei langen Fahrten). Bei dem MTB hab ich dann mal die Sattelstütze nach vorne gedreht (sah bescheiden aus) hat aber in meinen Augen sehr viel gebracht – der Rahmen war zwar immer noch zu groß ... :D


Wenn die Schmerzen auch beim Treppensteigen kommen würd ich zum Arzt gehn und mich zum Physio überweisen lassen ... kann gut sein, dass es gar nicht an deiner Sitzposition liegt.

medias
15.11.2012, 10:09
Da der Körper ziemlich anpassungsfähig ist was eine evt. falsche Position betrifft, würde ich zuerst zum Arzt und nachher mir Gedanken machen zur Position.
Jetzt im Winter hat man ja Zeit um zu tüffteln.
Wie konnte man früher RR fahren ohne eine Professionelle Positionanalyse?

Abstrampler
15.11.2012, 10:21
Leider habe ich die letzten Tage zu nichts Zeit gefunden. Dafür hatte ich heute kurz das Vergnügen beim Treppensteigen den gleichen Schmerz zu bemerken. Habe auf dem Foto mal die Stelle markiert, damit man sieht, dass es direkt unterhalb des Meniskus, am Knochen ist. Ich konnte den Schmerz in dem Moment sogar dadurch verstärken, dass ich meine Füße parallel gestellt und mit der Hüfte eine Rotationsbewegung nach links gemacht habe:
...

Die Schmerzen und die Probleme gerade beim Treppensteigen und beim Fahren in den Bergen hatte ich kurzzeitig auch.
Hab's auf zu viel Krafteinleitung in einem für's Knie schlechten Winkel geschoben. Dadurch Überlastungssymptome.
Bei mir tat's ebenfalls die Korrektur der Sitzposition nach vorne und nach oben in Verbindung mit einer höheren Trittfrequenz am Berg. Hat aber einige Fahrten gedauert, bis ich nichts mehr gespürt habe.

Wenn das bei mir seinerzeit nichts gebracht hätte, wäre ich auch zum Arzt gegangen. ;)

de_muur
15.11.2012, 11:59
Ich finde es immer wieder faszinierend, wieviele Leute hier meinen, im Knie waere ein Lot eingebaut.

Das waere eigentlich mal ein Thema fuer einen Tour-Mythen-Und-Maerchen-Bericht, aber vielleicht sind ja auch die Tourredakteure Anhaenger dieser Glaubensrichtung ;-)

Gruss
Torsten

Hansi.Bierdo
15.11.2012, 12:07
Ich finde es immer wieder faszinierend, wieviele Leute hier meinen, im Knie waere ein Lot eingebaut.

Es ist "just a good point to start with". Evidenzbasiert passt er für die meisten Radler mit normalen Proportionen.

OCLV
15.11.2012, 12:32
Wie konnte man früher RR fahren ohne eine Professionelle Positionanalyse?

Steinzeitmenschen waren das... :D

Ist so wie heute mit dem Auto: ESP, 80 Airbags und Spurhalteassistent.
Wie konnte man früher nur die normale Autofahrt überleben?

Patrice Clerc
15.11.2012, 13:14
Ich finde es immer wieder faszinierend, wieviele Leute hier meinen, im Knie waere ein Lot eingebaut.Wenn du schon so fasziniert bist: was ist denn die genau Anzahl Leute, die das findet? :Bluesbrot



Das waere eigentlich mal ein Thema fuer einen Tour-Mythen-Und-Maerchen-Bericht, aber vielleicht sind ja auch die Tourredakteure Anhaenger dieser Glaubensrichtung ;-)

Das mit dem Knielot ist meiner Ansicht nach nicht zwingend zu 100 % umzusetzen. Aber bei einer korrekt eingestellten Maschine (im Sinne von effizient, effektiv und nicht gesundheitsschädigend) ergibt sich auf dem Massenstart-Rennrad halt dennoch eine Position, bei der das Knie bei horizontaler Kurbelstellung ungefähr über dem Pedal ist.

Viel entscheidender ist es IMO hingegen, ungefähr die richtige Sitzhöhe zu haben, bei der das Bein maximal nur ca. 90 % gestreckt ist. Andernfalls rotiert der Unterschenkel bei der Reststreckung gegenüber dem Oberschenkel, was gemäss allgemeiner Erkenntnis nicht gesund ist und auch die beschriebenen Beschwerden erzeugen kann.

Und der Kollege scheint gemäss dem gezeigten Bild deutlich zu hoch zu sitzen. Die Überprüfung der Sitzhöhe und entsprechende Anpassung scheint also sehr ratsam (dass dabei vermutlich das Knie von alleine ungefähr über das Pedal kommt, dürfte nur noch eine Fussnote wert sein).

Tuesday
15.11.2012, 13:59
Meiner Meinung nach dient die Knie-Lot Methode nicht in erster Linie dazu, eine biomechanisch bessere Position in Bezug auf den Bewegungsablauf beim Treten einzunehmen, sondern vielmehr eine Annäherung an eine ausgeglichene Lastverteilung auf dem Rennrad sicherzustellen.

Demnach müssten Rennfahrer mit gestreckter / flacher Sitzposition durch die Verschiebung des Köperschwerpunktes nach vorne bei einer angestrebten Lastverteilung von ca. 50 bis 55 Prozent des Systemgewichtes auf dem Hinterrad auf dem Rad bei gleichbleibender und korrekter Sitzlänge den Sattel nach hinten stellen, so daß dann das Lot vermutlich hinter die Pedalachse fallen würde.

Hansi.Bierdo
15.11.2012, 14:18
Meiner Meinung nach dient die Knie-Lot Methode nicht in erster Linie dazu, eine biomechanisch bessere Position in Bezug auf den Bewegungsablauf beim Treten einzunehmen, sondern vielmehr eine Annäherung an eine ausgeglichene Lastverteilung auf dem Rennrad sicherzustellen.

Demnach müssten Rennfahrer mit gestreckter / flacher Sitzposition durch die Verschiebung des Köperschwerpunktes nach vorne bei einer angestrebten Lastverteilung von ca. 50 bis 55 Prozent des Systemgewichtes auf dem Hinterrad auf dem Rad bei gleichbleibender und korrekter Sitzlänge den Sattel nach hinten stellen, so daß dann das Lot vermutlich hinter die Pedalachse fallen würde.

Und warum sitzen die Trias dann soweit vorne? viel flacher/gestreckter geht ja gar nicht mehr.

supertester
15.11.2012, 14:23
Und warum sitzen die Trias dann soweit vorne? viel flacher/gestreckter geht ja gar nicht mehr.

Weil sie nur im Flachen fahren. Außerdem harmoniert die Position nach meiner Erfahrung besser mit dem Muskelapparat, wenn man nebenher läuft.

Rysva
15.11.2012, 14:29
Meiner Meinung nach dient die Knie-Lot Methode nicht in erster Linie dazu, eine biomechanisch bessere Position in Bezug auf den Bewegungsablauf beim Treten einzunehmen, sondern vielmehr eine Annäherung an eine ausgeglichene Lastverteilung auf dem Rennrad sicherzustellen.

Demnach müssten Rennfahrer mit gestreckter / flacher Sitzposition durch die Verschiebung des Köperschwerpunktes nach vorne bei einer angestrebten Lastverteilung von ca. 50 bis 55 Prozent des Systemgewichtes auf dem Hinterrad auf dem Rad bei gleichbleibender und korrekter Sitzlänge den Sattel nach hinten stellen, so daß dann das Lot vermutlich hinter die Pedalachse fallen würde.

:confused:

...versteh ich nicht: wenn die sitzlänge korrekt ist und daher gleich bleiben soll aber du den sattel nach hinten schiebst müsstest du die vorbaulänge entsprechend kürzen. das aber verändert u.a. das lenkverhalten usw...

wer sagt denn überhaupt, das auf dem hr 50-55% der systemlast sein müssen? demnach dürfte ich ja dann gar nicht mehr in den wiegetritt gehen! :heulend:

Tuesday
15.11.2012, 14:42
:confused:

...versteh ich nicht: wenn die sitzlänge korrekt ist und daher gleich bleiben soll aber du den sattel nach hinten schiebst müsstest du die vorbaulänge entsprechend kürzen. das aber verändert u.a. das lenkverhalten usw...

wer sagt denn überhaupt, das auf dem hr 50-55% der lastverteilung sein müssen? demnach dürfte ich ja dann gar nicht mehr in den wiegetritt gehen! :heulend:


Richtig - würde man meiner These folgen müsste bei gleicher Sitzlänge auch die Vorbaulänge verändert werden.

Ein stabiles Fahrverhalten setzt im Allgemeinen eine ausgewogene Lastverteilung voraus.
Beim Wiegetritt verschiebt sich der Körperschwerpunkt in der Tat nach vorne und dann lasten vermutlich diese 55 Prozent auf dem Vorderrad.
Man bringt damit den Köperschwerpunkt (nicht das Knielot) möglichst direkt über die Pedalachse des vorderen Pedals, um möglichst wenig statische Haltearbeit während dieser Bewegung leisten zu müssen.
Das Fahrverhalten wird dadurch allerdings kopflastig und gewöhnlich würde niemand in dieser Position eine schnelle, kurvige Abfahrt versuchen zu meisten - es ist also in der Regel eine Ausnahmeposition für einen definierten Einsatzzweck.

Advanced_SL
15.11.2012, 16:37
Viel entscheidender ist es IMO hingegen, ungefähr die richtige Sitzhöhe zu haben, bei der das Bein maximal nur ca. 90 % gestreckt ist. Andernfalls rotiert der Unterschenkel bei der Reststreckung gegenüber dem Oberschenkel, was gemäss allgemeiner Erkenntnis nicht gesund ist und auch die beschriebenen Beschwerden erzeugen kann.



Hi,
wenn ich dich richtige verstehe, darf die Tibia sich bei der Knieextension nicht gegenüber dem Femur drehen. Warum ist eine physiologische Bewegung schlecht für ein Gelenk? Das Knie kann ohne eine Rotationsbewegung keine endgradige Flexion oder Extension machen. Also ist eine Rotation kein Problem...

Patrice Clerc
15.11.2012, 16:50
Hi,
wenn ich dich richtige verstehe, darf die Tibia sich bei der Knieextension nicht gegenüber dem Femur drehen. Warum ist eine physiologische Bewegung schlecht für ein Gelenk? Spielt's ne Rolle, "warum"? Reicht's nicht, dass?

Wenn der Unterschenkel gedreht wird, aber der Fuss durch die Schuh-Pedal-Verbindung fest in eine Ebene gespannt ist, dann wird das nicht ganz unproblematisch sein.



Das Knie kann ohne eine Rotationsbewegung keine endgradige Flexion oder Extension machen.Eben: darum sitzt man ja so, dass das Bein nicht ganz gestreckt wird. Dann gibt's auch keine Rotation, denn diese tritt erst zum Ende der Bein-Streckung auf.


Also ist eine Rotation kein Problem...
Wenn man richtig sitzt, dann tritt die Rotation nicht auf und dann ist sie in der Tat kein Problem.

spoke
15.11.2012, 17:17
Und warum sitzen die Trias dann soweit vorne? viel flacher/gestreckter geht ja gar nicht mehr.

Die Balance wird zugunsten einer besseren Aerodynamik und eines offenen Hüftwinkels vernachlässigt.
Der offene Hüftwinkel erleichtert wiederum Atmung und Nahrungsaufnahme und erleichtert das Aufstehen und Laufen.

Advanced_SL
15.11.2012, 17:19
Mir ging es um eine Erklärung über das Problem der Rotation. Die Schlußrotation im Knie ist so gering, dass ein richtig eingestellter Cleat keine Probleme macht. Vor allem nicht bei Eggbeater. Wie hoch ein Sattel eingestellt werden soll, weiß ich. ein zu hoher Sattel macht nicht aufgrund der Schlußrotation Probleme.
Wenn der Fuß in einer Ebene fixiert ist, kann auch der Femur nach innen rotieren, um eine entsprechende Schlußrotation (Außenrotation) zu gewährleisten.

Eine forcierte Rotation ist immer ein Problem. Die Rotation, die Aufgrund der Gelenkform entsteht, ist nicht forciert.

Das "Warum" ist immer wichtig.

Patrice Clerc
15.11.2012, 17:36
Mir ging es um eine Erklärung über das Problem der Rotation. Die Schlußrotation im Knie ist so gering, dass ein richtig eingestellter Cleat keine Probleme macht. Vor allem nicht bei Eggbeater.Die meisten fahren aber mit Platten, die nur mit Widerstand gedreht werden können (und Platten mit grösserer Bewegungsfreiheit, aber ohne Reibbremse, haben ihre eigenen Probleme aus Sicht des Fuss- und Kniegelenks). Und die Platte 1 bis 2 mal pro Sekunde gegen Widerstand hin und her drehen führt eben zu Problemen.

Bloss der Vollständigkeit halber: bei 90 RPM müsste man den Fuss pro Sekunde 1.5 mal gegen Widerstand in die eine und 1.5 mal in die andere Richtung drehen; es wären also pro Fuss im Durchschnitt alle 0.3 Sekunden eine Ausgleichsbewegung notwendig. Das macht man so nicht. Eher versucht man den Fuss im Schuh selber etwas zu bewegen; zum anderen sieht man gelegentlich auch rotierende Knie. OK, ich kann dir nicht beweisen, dass beides ungesund ist. Aber es erscheint mir so naheliegend, dass ich da auch ohne (halb-)wissenschaftliche Erklärungen zufrieden bin. Und die langjährige empirische Erfahrung widerspricht ebenfalls nicht - im Gegenteil.



Wie hoch ein Sattel eingestellt werden soll, weiß ich. ein zu hoher Sattel macht nicht aufgrund der Schlußrotation Probleme.Nicht nur, richtig, aber auch.



Wenn der Fuß in einer Ebene fixiert ist, kann auch der Femur nach innen rotieren, um eine entsprechende Schlußrotation (Außenrotation) zu gewährleisten.

Eine forcierte Rotation ist immer ein Problem. Die Rotation, die Aufgrund der Gelenkform entsteht, ist nicht forciert.Aber die Fixierung durch die Schuhplatte ist forciert. Aus Sicht des Gelenks ist das gleiche. Es wird nicht der Fuss "forciert" gedreht, sonder forciert zurückgehalten.



Das "Warum" ist immer wichtig.Erstmal ist das "was" wichtig. Nur weil man etwas nicht verstanden hat, heisst das nicht, dass das Phänomen nicht existiert.

Advanced_SL
15.11.2012, 18:01
Bei deiner Aussage interessiert mich, aus eigenem Interesse, warum die Schlußrotation Probleme macht. Erkläre das bitte, oder lasse es sein.
Um mehr geht es nicht.

Außerdem wissen wir alle nicht, wie weit der TE seine Füße unter Last dorsiflektiert. Deshalb kann man mit einem Bild keine endgültige Aussage über die Sitzhöhe machen. Wir wissen also nicht, ob er überhaupt in einen Extensionsbereich kommt, bei dem eine Schlußrotation Probleme macht.

Wenn bei zu hoher Sitzhöhe die Rotation auf den letzten paar Grad der Extension zu Problemen führt, dann stimmt aber schon ziemlich viel nicht...

Patrice Clerc
15.11.2012, 18:47
Bei deiner Aussage interessiert mich, aus eigenem Interesse, warum die Schlußrotation Probleme macht. Erkläre das bitte, oder lasse es sein.
Um mehr geht es nicht. So weit notwendig, wurde es erklärt, sogar aufbauend auf deiner Aussage - "forcierte Drehung ist immer schlecht". Und das habe ich erweitert in "auch eine forcierte Behinderung einer natürlicherweise durchgeführten Drehung ist schlecht". Das ist spätestens nach deiner Aussage, die ihrerseits übrigens nicht weiter begründet, aber für mich hinreichend naheliegend ist, logisch.



Außerdem wissen wir alle nicht, wie weit der TE seine Füße unter Last dorsiflektiert. Deshalb kann man mit einem Bild keine endgültige Aussage über die Sitzhöhe machen. Wir wissen also nicht, ob er überhaupt in einen Extensionsbereich kommt, bei dem eine Schlußrotation Probleme macht.

Wenn bei zu hoher Sitzhöhe die Rotation auf den letzten paar Grad der Extension zu Problemen führt, dann stimmt aber schon ziemlich viel nicht...Die Rotation des Unterschenkels findet bei vollständiger Streckung immer statt. Die Drehung ist problematisch (siehe oben). Und auf den Bildern hat's so ausgesehen, als müsste er den Fuss nach unten strecken um die Tretbewegung durchzuführen.

Sollte das nicht so sein (das Bein also deutlich weniger gestreckt als das Bild suggerierte), dann sind meine diesbezüglichen Aussagen für den vorliegenden Fall natürlich gegenstandslos. Grundsätzlich stimmen sie aber.

Schmittler
01.12.2012, 16:33
Kurzer Zwischenstand:

Ich habe jetzt noch zweimal Testrunden mit verstelltem Sattel von 1-2 Stunden gemacht. Absolut keine Besserung. Nach einer halben Stunde zwickt es schon gelegentlich, nach 1-1,5 Stunden schmerzt es schon spürbar.

Hinzu kommt mittlerweile ein regelmäßig auftretender Schmerz im Alltag. Teilweise beim Treppensteigen, teilweise wenn ich mich im Bett drehe. Super. Habe bei meinem Orthopäden leider erst in zwei Wochen einen Termin bekommen, dann schauen wir mal weiter. In der Zwischenzeit werde ich noch irre, weil ich nicht aufs Rad darf. :(

billabong2k
05.12.2012, 06:53
Hi,

kenne deine Verzweiflung...
Kämpfe selber mit misteriösen Knieproblemen :heulend:

http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?267345-Schmerzen-am-Fibulak%F6pchen-%28Wadenbeink%F6fchen%29&highlight=fibular

lass ma hören was dein Orthopäde gesagt hat...
habe nächste woche auch einen Othopädentermin. mal sehen obs weiterhilft.

Abstrampler
05.12.2012, 07:21
Verstellter Sattel bedeutet was genau?

Schmittler
05.12.2012, 10:44
Sattel bis zum Anschlag nach vorne geschoben. So würde ich zwar nicht dauerhaft fahren wollen, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass das die Streben aushalten. Das Lot ist aber erst dann so ziemlich genau durch die Pedalachse gefallen.

kettenteufel
05.12.2012, 11:13
Mach erstmal eine ausgedehnte Winterpause!!!
Ich bin kein Arzt, aber in deinem Knie ist irgentetwas "kaput" , das muss erstmal heilen.
Vorher bringt auch keine Sitzposition Veränderung etwas.

Zur Sitzposition, du musst eindeutig nach vorne, auch um den Schwerpunkt weiter nach vorne zu schieben für eine bessere Kurvenlage.

Patrice Clerc
05.12.2012, 11:23
Sattel bis zum Anschlag nach vorne geschoben. So würde ich zwar nicht dauerhaft fahren wollen, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass das die Streben aushalten. Das Lot ist aber erst dann so ziemlich genau durch die Pedalachse gefallen.

Das Lot bringst du immer durch die Pedalachse, wenn der Sattel dafür auf der "richtigen" Höhe steht - das alleine ist kein Qualitätskriterium:
- wenn der Sattel vorne ist, dann muss er dazu oben stehen
- wenn der Sattel hinten ist, dann muss er dazu weiter unten stehen
Aber gut sind die Positionen deswegen noch lange nicht.

Warum stellst du den Sattel nicht einfach sinnvoll ein? Z. B. so, dass das Knie bei der maximalen Streckung leicht gedehnt bleibt, und das Knielot immer noch ungefähr (!) durch die Pedalachse geht.

Im weiteren hat mein Vorschreiber bezüglich Pause natürlich recht: wenn schon das Liegen Knieschmerzen verursacht, dann sind sicherlich Pause und Regeneration angesagt. Aber ich denke, auch aktive Regeneration gehört dazu. Z. B. eine Stunde mit tiefer Intensität und mittleren bis eher hohen Trittfrequenzen fahren (90 bis 100 RPM).

Abstrampler
05.12.2012, 11:59
Sattel bis zum Anschlag nach vorne geschoben. So würde ich zwar nicht dauerhaft fahren wollen, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass das die Streben aushalten. Das Lot ist aber erst dann so ziemlich genau durch die Pedalachse gefallen.

Dann wundert mich das nicht.
Nachdem Du eh schon eher zu tief gesessen hast, hast Du es nun noch schlimmer gemacht.
Du gehst in die falsche Richtung.
Sattel höher und wieder etwas zurück.

billabong2k
05.12.2012, 12:31
Das lot muss durch die Kniescheibe auf die Pedalachse fallen. Ist das nicht so dann geht mehr Energie im Knie verloren und das Knie wird mehr beansprucht. Folge Knieschmerzen. Eine Radbiometrie wird dir das Bestätigen.

Schmittler
05.12.2012, 18:33
Wenn ich noch höher sitzen würde, fängt mein Becken an zu kippeln. Das kann ja wohl kaum Sinn der Sache sein. Die Sattelhöhe ist laut Faustformel (ohne, dass ich die Höhe je nach Formel eingestellt hätte) sogar fast auf den Millimeter meine "Wohlfühlhöhe" seit Jahren.

Klar mache ich gerade eine Pause, keine Sorge.


Das Lot bringst du immer durch die Pedalachse, wenn der Sattel dafür auf der "richtigen" Höhe steht - das alleine ist kein Qualitätskriterium:
- wenn der Sattel vorne ist, dann muss er dazu oben stehen
- wenn der Sattel hinten ist, dann muss er dazu weiter unten stehen
Aber gut sind die Positionen deswegen noch lange nicht.

Warum stellst du den Sattel nicht einfach sinnvoll ein? Z. B. so, dass das Knie bei der maximalen Streckung leicht gedehnt bleibt, und das Knielot immer noch ungefähr (!) durch die Pedalachse geht...

Verstehe nicht so ganz, was du meinst? Wie kann ich denn ein Knie dehnen?

Hansi.Bierdo
05.12.2012, 18:45
Verstehe nicht so ganz, was du meinst? Wie kann ich denn ein Knie dehnen?

Er meint wohl "nicht voll gestreckt".

Schmittler
05.12.2012, 18:57
Er meint wohl "nicht voll gestreckt".

Gut, das ist ja sowieso klar.

Schauen wir mal, was der Orthopäde sagt. Vorher probiere ich eh nichts mehr aus.

Schmittler
16.12.2012, 13:56
So, am Freitag war ich im MRT. Das Ding hat leider mehr gesehen, als ich wissen wollte...

Läuferknie, Entzündung der Kapsel und der Meniskus hat auch schon diverse Vorschädigungen. Therapiert werden kann es zunächst noch mit Physiotherapie. Wenn ich dauerhaft Ruhe haben will, werde ich aber nicht um dauerhafte Physiotherapie oder regelmäßige Besuche im Fitnessstudio drumherumkommen. Lange Belastungen sollte ich nicht mehr von jetzt auf gleich machen oder von Frühling bis Herbst jedes Wochenende an Rennen teilnehmen. Große Belastungen sind zwar kein tabu oder auch Trainingslager sind noch möglich. Aber alles bei weitem nicht mehr so ausgiebig.

Positionsvermessung und evtl. Einlagen sind der nächste Schritt.

Patrice Clerc
16.12.2012, 16:00
Er meint wohl "nicht voll gestreckt".

Richtig, ich meinte "nicht voll gestreckt". Es ist mir völlig unklar, wie das "gedehnt" da rein gekommen ist. Vermutlich hatte ich parallel an einer langweiligen Telefon-Konferenz teilgenommen. :Angel:

Spätzle
16.12.2012, 16:16
Kenne niemanden, bei dem nach MRT kein Meniskusschaden diagnostiziert wurde.
Mein Bruder sollte vor 3 Monaten noch operiert werden. 6 Wochen Trainingspause und schon waren die Symptome verschwunden.

Mach einfach mal bissl ruhiger, bis die Entzündung raus ist. Physio schadet nie.
Bis zum Frühjahr wird das schon wieder.

Mit hilft es immer Spannung zu reduzieren. Will sagen, ohne regelmäßiges Stretching bekomme ich Knieprobleme.

Gute Besserung

Patrice Clerc
16.12.2012, 16:19
Kenne niemanden, bei dem nach MRT kein Meniskusschaden diagnostiziert wurde.
Mein Bruder sollte vor 3 Monaten noch operiert werden. 6 Wochen Trainingspause und schon waren die Symptome verschwunden.

Mach einfach mal bissl ruhiger, bis die Entzündung raus ist. Physio schadet nie.
Bis zum Frühjahr wird das schon wieder.

Mit hilft es immer Spannung zu reduzieren. Will sagen, ohne regelmäßiges Stretching bekomme ich Knieprobleme.

Gute Besserung

Ich habe keine Erfahrung mit MRT, aber abgesehen davon denke ich das gleiche.

Hansi.Bierdo
16.12.2012, 17:05
Völlig richtig die Aussage mit dem Meniskus. Da wird viel zu oft und zu schnell operiert, ist leicht verdientes Geld.

ALso, wie schon gesagt, nicht den Kopf hängen lassen, finde nen guten Physio, der dir auch alles erklärt und Rede und Antwort steht. Da kann man selber unheimlich viel zum eigenen Wohlergehen beitragen und als Rennradfahrer setze ich die nötige Disziplin zum Sichquälenkönnen einfach mal voraus. :quaeldich

Das wird schon wieder! Hau rein! :D

Sorgi
16.12.2012, 17:09
So, am Freitag war ich im MRT. Das Ding hat leider mehr gesehen, als ich wissen wollte...

Läuferknie, Entzündung der Kapsel und der Meniskus hat auch schon diverse Vorschädigungen. Therapiert werden kann es zunächst noch mit Physiotherapie. Wenn ich dauerhaft Ruhe haben will, werde ich aber nicht um dauerhafte Physiotherapie oder regelmäßige Besuche im Fitnessstudio drumherumkommen. Lange Belastungen sollte ich nicht mehr von jetzt auf gleich machen oder von Frühling bis Herbst jedes Wochenende an Rennen teilnehmen. Große Belastungen sind zwar kein tabu oder auch Trainingslager sind noch möglich. Aber alles bei weitem nicht mehr so ausgiebig.

Positionsvermessung und evtl. Einlagen sind der nächste Schritt.

Blöde Diagnose, aber ich hoffe wie meine Vorredner auch, dass ein ruhiger Winter mit Physio da Abhilfe schaffen kann.

Kannst du ausschließen, dass die - offenbar ja einseitigen Probleme - durch unterschiedlichen Beinlängen bzw. Schenkellängen herrühren könnten?

rumplex
16.12.2012, 19:30
So, am Freitag war ich im MRT. Das Ding hat leider mehr gesehen, als ich wissen wollte...

Läuferknie, Entzündung der Kapsel und der Meniskus hat auch schon diverse Vorschädigungen. Therapiert werden kann es zunächst noch mit Physiotherapie. Wenn ich dauerhaft Ruhe haben will, werde ich aber nicht um dauerhafte Physiotherapie oder regelmäßige Besuche im Fitnessstudio drumherumkommen. Lange Belastungen sollte ich nicht mehr von jetzt auf gleich machen oder von Frühling bis Herbst jedes Wochenende an Rennen teilnehmen. Große Belastungen sind zwar kein tabu oder auch Trainingslager sind noch möglich. Aber alles bei weitem nicht mehr so ausgiebig.

Positionsvermessung und evtl. Einlagen sind der nächste Schritt.

********..... meine Anteilnahme....aber geht, man muss sich halt im Kopf ein wenig "ummodeln".

billabong2k
16.12.2012, 20:04
****** Diagnose...

Bei mir lag das Problem in einem schiefen Beckenstand.
Ein Osteopath hat mir daraufhin das Becken wieder gerade gestellt und weg wars...

jojo456
16.12.2012, 20:16
Ich will mich auch mal einmischen.... Habe auch einseitig Knieprobleme. Ich trete einseitig und meine Muskeln sind auch stark ungleich. Laut Orthopäde habe ich 9mm Beinlängendifferenz.
Hat jemand Erfahrungen damit gemacht wie man so etwas am besten ausgleicht?
Specialized bietet z.b das hier an...
http://www.specialized.com/de/de/ftr/shoes/equipsparepartsshoes/bgfitcleatstackers

Holsteiner
16.12.2012, 21:33
Ist nur zu hoffen, dass nach der Beinlängenangleichung nicht die Probleme vom Knie in den Rücken wandern.

Ansonsten ist das von Speci Angebotene eine gute Sache, wenn es passt.