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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schaltungsproblem



Radfahrender
05.07.2004, 00:58
N'Abend zusammen,

Ich hoffe ihr könnt mir bei folgendem Problem helfen:

Wenn ich hinten auf ein kleineres Ritzel schalten will, bleibt der Schalthebel (105er STI BJ 00) 'hängen' und muss manuell von rechts in die Ausgangslage zurückgedrückt werden, bevor die Kette rüberspringt. Ich habe bereits so ziemlich überall am Schalthebel und am Schaltwerk Öl verteilt; Leider ohne Erfolg. Das erste mal aufgetreten sind diese Hängenbleiber nach einer Regenfahrt.

Ich hoffe doch, dass die Züge an sich nicht rosten oder angammeln können...

Für sachdienliche Hinweise wäre ich dankbar :D

Grüsse
Markus

P.S.: K.A. ob es damit zu tun hat, aber der gleiche STI rappelt auch auf rauhem Belag. Sobald man einen Finger an den kleinen Schalthebel legt ist Ruhe... Nur so als Ergänzung...

chubika
05.07.2004, 11:33
Hallo,

evt. hat sich die Rueckholfeder im STI verabschiedet/ausgehaengt.
Rueckstellung funktioniert dann eben nur noch durch die Kraft des Schaltwerkes und bei verschlissenen Zuegen reicht das dann wohl nicht mehr.
Wie alt sind Deine Zuege? Vielleicht wird es ja wirklich mal Zeit zum Tausch?
Ansonsten STI zerlegen und nach schauen, ob irgenwo eine Feder ausgehaengt oder zerbroeselt ist.

Ciao
Der Frosch
C.

Radfahrender
05.07.2004, 13:20
Hallo,

erstmal Danke für den Tip. Das mit der Rückholfeder würde vielleicht auch das Geklappere erklären... Vom Schwierigkeitsgrad her klingt Züge neu verlegen jedenfalls einfacher als den STI zu zerlegen (2 linke Hände, ihr wisst schon...)

Was würde ich neben dem neuen Schaltzug noch an Material/Werkzeug benötigen? Denke mal neues Lenkerband macht Sinn, und eine Zange um die Endhülsen zu quetschen aber was noch?

Gibt es besonders empfehlenswerte Züge?

Grüsse
Markus

Inspector
05.07.2004, 15:40
Hallo,

erstmal Danke für den Tip. Das mit der Rückholfeder würde vielleicht auch das Geklappere erklären... Vom Schwierigkeitsgrad her klingt Züge neu verlegen jedenfalls einfacher als den STI zu zerlegen (2 linke Hände, ihr wisst schon...)

Was würde ich neben dem neuen Schaltzug noch an Material/Werkzeug benötigen? Denke mal neues Lenkerband macht Sinn, und eine Zange um die Endhülsen zu quetschen aber was noch?

Gibt es besonders empfehlenswerte Züge?

Grüsse
Markus

JA, Dura Ace Züge. Du brauchst kein spezielles Werkzeug. Einfach nur die Züge in die passende Länge abschneiden

Knobi
05.07.2004, 15:52
Hallo!

Du musst den Hebel also zurück drücken, aber er rastet schon noch ein?

Dann dürfte die eigentliche Mechanik noch in Ordnung sein.

Vergammelte Züge - das kann stimmen.

Ausgehängte oder abgebrochene Rückstellfeder kann auch sein - die sitzt relativ gut zugänglich unter der Staubkappe (105 SC), oder, etwas fummeliger, zwischen dem großen (Brems-)Hebel und der Schaltmechanik (5500... Serien).
Ist sie futsch, gibt es dieses Teil natürlich nicht einzeln - sondern nur die komplette Mechanik zum 2/3-Preis eines kompletten Satzes neue STI.

Da das Fett innerhalb der eigentlichen Schaltmechanik gern mal verharzt (seltsamerweise NICHT bei der Dura Ace...), kann auch das schon der Grund sein. Dann musst Du die Plastikkappe oberhalb der Schaltmechanik (also bei gezogenem Bremshebel) anlupfen, und den ganzen Dreck mehrfach geduldig mit Caramba o.ä. spülen.

Außerdem kann Verschleiß am Innenleben des Hebels dazu führen, dass der Auslösemechanismus des kleinen Hebels sich zu weit bewegt, um noch exakt auszulösen.

Oder (5500...) das Kugellager, auf dem sich die gesamte Hebelage bewegt, hat Spiel, und verkantet. Symptom hierfür wäre aber eher ein leichtgängig "durchrutschender" Hebel, der nicht schaltet.

Da der Hebel aber klappert, könnte es auch sein (5500...), dass eine kleine Kreuzschlitzschraube, die den Träger des kleinen Hebels mit dem großen Hebel verbindet, rausgefallen ist (samt einer nicht unwichtigen Unterlegscheibe). Dann müsste zumindest der kleine Hebel auch deutlich wackeln (in allen Richtungen). Guckst Du "von hinten", also vom Lenkerbogen aus unterhalb des Griffkörpers, auf die Hebelage, siehst Du, was ich meine.

Klappern kann aber auch eine lockere Staubkappe. Und das nicht zu knapp.

Ist halt eine komplexe Angelegenheit.

Viel Glück,
Sven

chubika
05.07.2004, 16:40
Hallo nochmal,

beim Zuege neu Verlegen, nicht nur die Zuege wechseln, sondern natuerlich auch die Huellen.

Zum Ablaengen Saitenschneider oder spezielle Kabelzugzange.
Die Enden vor dem Einbau schoen begradigen. (Ich halte sie dazu kurz an eine Schleifscheibe.)

Ciao
Der Frosch
C.

Tyler_Durden
05.07.2004, 17:27
Auch wenn's nicht weiterhilft, ich habe genau dasselbe Problem. Vermutlich sind's wirklich die jetzt 5 Jahre alten Züge. Das Problem triit irrsinnigerweise immer erst nach 80km auf :mad: !

Radfahrender
05.07.2004, 22:55
Danke nochmals für die Hilfe! Werde mir erst einmal Züge besorgen und schauen ob's hilft. Wenn nicht, sitze ich euch bestimmt bald wieder auf dem Schoß :ä :P

Hellas!
markus

P.S.: @Knobi: Du bist nicht zufällig Zweiradmechaniker, oder?

Knobi
06.07.2004, 10:32
P.S.: @Knobi: Du bist nicht zufällig Zweiradmechaniker, oder?

Nööö.... Grafiker.

Aber ich habe vor einiger Zeit einen Ultegra-STI-Bausatz bekommen - komplett zerlegt! "Sproing" - alle Federchen, Sperrklinken, u.s.w. einzeln...

Nur so aus Spaß habe ich mich mal dran gemacht, das Funktionsprinzip zu durchschauen. Grundsätzlich ist mit das nach ca. 4 Stunden auch gelungen (wäre ich doch Uhrmacher geworden) - der rechte Hebel hat aber auch noch so seine Probleme.

Viel Glück!