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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lenkkopfsteifigkeit vs Schwingungsneigung



Bastler
27.12.2002, 08:00
Ich will hier mal eine Diskussion anregen und besonders die Physiker und Ingenieure unter Euch fordern.

Tour setzt generell die Lenkkopfsteifigkeit als Mass für die Schwingungsneigung ein. Meines Erachtens ist das nur bedingt richtig. Wichtig wäre, zu wissen, wo die Eigenfrequenz des Rahmens liegt. Hier spielen ausser der Steifigkeit (Federkonstante) auch Gewicht und Geometrie (Eigendämpfung) eine wesentliche Rolle.

Es wäre auch interessant, herauszufinden, welche Massen (Fahrer, Laufräder) die Eigenfrequenz direkt beeinflussen und in welche Richtung, und welche eher nur dämpfend wirken (vermutlich der Fahrer).

Mit solchen Daten kann man dann direkt beurteilen, ob Aufschwingen ein Problem werden kann oder nicht, da ja die Drehzahl der Laufräder die einzige wirkende Erregerfrquenz darstellt.

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Bastler

messenger
27.12.2002, 11:09
Ist auch meine Vermutung, daß die Flatterneigung wesentlich komplexer betrachtet werden muß, als auf die Steifigkeit beschränkt. Zu komplex, fürchte ich, wenn man sinnvollerweise den Fahrer mit ins Boot nimmt (Gewicht, Sitzposition,Gegenreaktion), als daß man außer allgemeinen Trends noch etwas konkretes sagen könnte.

Daran anschließend drängt sich auch die Frage nach der Tretlagersteifigkeit auf: Welchen Einfluß hat sie auf den Wirkungsgrad des Antriebs? Das sollte sich doch mit SRM-System zumindest grob abschätzen lassen.

Gruß mess.

hanky
27.12.2002, 11:34
Ob ein Rahmen flattert hängt nicht nur von der Rahmensteifigkeit. Die Eigenfrequemz vom Rahmen, vom Lenker, von der Gabel und vom Vorbau müssen zusammenpassen. Die Eigenfrequenzen mussen möglichst weit auseinanderliegen.

cu hanky

PS Der Sinn ist ist dem Buch ,,Fahrradphysik und Biomechanik´´ von Michael Gressmann entnommen.

Bastler
27.12.2002, 13:39
Klar, dass Fahrer, Lenker, Laufräder etc eine Rolle spielen, wie ich bereits Eingangs erwähnt habe. Ich stelle mir aber vor, dass der Rahmen die tiefste Eigenfrequenz hat, d.h., dort schlottert´s zuerst.

Ich denke, dass für ein technisches Prüflabor solche Messungen einfach zu machen sind und man könnte Eigenfrequenz und Dämpfungsfaktor gleichzeitig darstellen. Das ging seinerzeit bei Tonarmen von Plattenspielern auch und war sehr aussagekräftig.

Bastler