PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : was macht der Unterschied Kurbellänge 172,5 zu 175 mm?



Richard V.
12.03.2013, 00:08
Hallo,

kurze Frage. Worin liegt da der Unterschied? Gerade mal 2,5 mm pro Seite. Insg. also 5 mm größerer Durchmesser bei der 175er.

Frage dass, weil ich evtl. eine gebrauchte Kurbel kaufen möchte. Die hat 172,5 mm Kurbellänge. Bin 187 cm groß und fahre normalerweise 175er.

Nun meine Frage, s.o.

VG

niconj
12.03.2013, 00:10
Nix.

Nico.

medias style response. :D

Patrice Clerc
12.03.2013, 10:00
Ein Aufsätzchen zum Thema aus meinem Blog:
http://rennerei.blogspot.ch/2010/10/kurbellange.html#!/2010/10/kurbellange.html

Beast
12.03.2013, 10:05
Hallo,

kurze Frage. Worin liegt da der Unterschied? Gerade mal 2,5 mm pro Seite. Insg. also 5 mm größerer Durchmesser bei der 175er.

Frage dass, weil ich evtl. eine gebrauchte Kurbel kaufen möchte. Die hat 172,5 mm Kurbellänge. Bin 187 cm groß und fahre normalerweise 175er.

Nun meine Frage, s.o.

VG

Den Unterschied würdest Du nur im Kopf merken. ;)

i-flow
12.03.2013, 10:09
(...) Bin 187 cm groß und fahre normalerweise 175er. (...)
Dann duerfte 172.5 auf die lange Strecke gerechnet zu kurz sein.
Fuer Alltags-, Schlechtwetterreserverad oder dgl. waere es aber sicher wurscht.

LG ... Wolfi ;)

wüdi
12.03.2013, 10:34
@patrice: bist du immer noch auf den 170ern unterwegs oder wieder umgestiegen auf längere Kurbeln?? wenn umgestiegen, warum? vielen Dank...

Patrice Clerc
12.03.2013, 10:57
@patrice: bist du immer noch auf den 170ern unterwegs oder wieder umgestiegen auf längere Kurbeln?? wenn umgestiegen, warum? vielen Dank...

Immer noch auf 170 mm, mittlerweile auf allen Rädern (ausser Stadtrad). Warum? Weil ich auf der Bahn, die damals mein Hauptziel war, 170 mm fahren wollte (das macht man dort "einfach" so) und ich auf dem Strassen-(trainings)-Rad die gleiche Länge nutzen wollte. Ich bin mir nicht bewusst, deswegen irgendwo einen Nachteil gehabt zu haben - im Gegenteil, ich vermute, dass selbst bei meinen 1.84 m und eher langen Beinen (Mass gerade entfallen), die 170 mm gut passen.

Die physikalische Hebel-Theorie ist IMO ohnehin zweifelhaft:

Man ist beim Radfahren nicht kraft-, sondern leistungslimitiert. Da bringt die die Verlängerung eines Hebels nichts.
Wenn man doch mal kraftlimitiert sein sollte, z. b. an super steilen Aufstiegen, dann bringt eine angepasste Übersetzung wesentlich mehr - die typischen Kurbellängen untersheiden sich gerade mal um ein paar Prozent; von 175 mm nach 170 mm sind bloss ca. 3 %; bei 175 nach 172.5 nur noch die Hälfte...
Ich vermute weiter, dass kürzere Kurbeln allgemein einen geschmeidigeren Tritt ermöglichen, im Zweifelsfall auch mit (leicht) höhreren Trittfrequezen
Deshalb vermute ich auch, dass damit Gelenkprobleme tendenziell weniger werden.

Nachträglich habe ich den Eindruck, längere Kurbeln seien v.a. eine, 'schuldigung: Potenzprothese - "Ich bin ja so ein grosser, starker Mann -ich fahre mit 180 mm Kurbeln oder sogar mit noch längeren Custom-Kurbeln"; eine schlüssige Begründung für lange Kurbeln konnte ich nie lesen und ich habe viele solche Texte gelesen (man google mal nach "Zinn" und "crank length", IIRC).

Wie geschrieben, kann ich das meiste nicht beweisen oder nachvollziehbar zeigen, sondern bloss vermuten.

wüdi
12.03.2013, 11:25
danke für die Info...

Marco Gios
12.03.2013, 12:15
...Nachträglich habe ich den Eindruck, längere Kurbeln seien v.a. eine, 'schuldigung: Potenzprothese - "Ich bin ja so ein grosser, starker Mann -ich fahre mit 180 mm Kurbeln oder sogar mit noch längeren Custom-Kurbeln"; eine schlüssige Begründung für lange Kurbeln konnte ich nie lesen und ich habe viele solche Texte gelesen (man google mal nach "Zinn" und "crank length", IIRC). ...

Schön ausgedrückt, ähnliche Gedankengänge hatte ich gelegentlich auch schon mal. ;)


Ich bin selbst mit 172,5er an den Rennern und 175er am Mounty unterwegs. (182 cm, ~85 cm SL ... glaube ich...)
Lässt sich nun auch wegen der unterschiedlichen Pedalsysteme und Q-Faktoren nicht 1:1 vergleichen, aber beim Kurbeln auf dem Mounty fühle ich mich weniger wohl.
Bei mehreren Rädern gleichen Typs (hier Renner) würde ich aber immer Wert darauf legen, dass alle mit identischer Länge ausgestattet sind.

Tuesday
12.03.2013, 12:19
Ich bin ebenfalls der Meinung, daß bei der Kurbellängenbestimmung der physikalische Ansatz nicht zu Ziel führt.
Ich denke allerdings, daß es gleichwohl unter biomechanischen Aspekten geeignete und weniger geeignete Kurbellängen abhängig von der vorliegenden Beinlänge gibt.

Sieht man sich Kinderräder an, stellt man fest, daß die hier verbauten Kurbeln deutlich kürzer sind als solche an Erwachsenenrädern - es scheint also einen direkten Zusammenhang zu geben zwischen Beinlänge und Kurbellänge.

Wenn man sich nun vor Augen führt, daß lange Beine zwar kurze Kurbeln technisch bedienen können, kurze Beine aber nicht lange, die über eine bestimmte Maximallänge hinausgehen, man aber trotzdem mit steigender Beinlänge längere Kurbeln verbaut, scheint sich zumindest die Tendenz abzuzeichnen, daß es sinnvoll ist, daß längere Beine längere Kurbeln fahren.

Die Frage die sich damit stellt ist, welche maximale (korrekte) Kurbellänge eine bestimmte Beinlänge biomechanisch optimal bedient.
Leider kenne ich keine wirklich aussagefähige Studie hierzu .

fitting12
12.03.2013, 12:25
Hallo,

kurze Frage. Worin liegt da der Unterschied? Gerade mal 2,5 mm pro Seite. Insg. also 5 mm größerer Durchmesser bei der 175er.

Frage dass, weil ich evtl. eine gebrauchte Kurbel kaufen möchte. Die hat 172,5 mm Kurbellänge. Bin 187 cm groß und fahre normalerweise 175er.

Nun meine Frage, s.o.

VG

Gab es diese Frage nicht erst vor 2 Tagen - mit netten Antworten vom pinguin, der vermutlich (?) zur Zeit seiner Antwort(en) gerade dabei war Bier oder Wein zu testen? Mag mich da irren.

Warum nutzt der Frager nicht die Suchfunktion?:heulend:


Hallo,

kurze Frage. Worin liegt da der Unterschied? Gerade mal 2,5 mm pro Seite. Insg. also 5 mm größerer Durchmesser bei der 175er.

VG

Ja, es sind nur 2,5 mm.


Hallo,

Frage dass, weil ich evtl. eine gebrauchte Kurbel kaufen möchte.

Nun meine Frage, s.o.

VG

Das Problem hatte der Frager im anderen thread auch. Billig billig. Da wird das Bewährte schnell, schnell sinnlos und abmontiert obwohl es noch funktioniert..:Bluesbrot

Was sagt eigentlich Eddy Merckx dazu? Ich meine der echte Eddy Merckx und nicht der hiesige Forenuser Eddy Merckx.

Hirschturbo
12.03.2013, 12:31
Der einzige Unterschied den ich merke ist, je länger der Kurbelarm, umso tiefer muss ich den Fuss senken.

Ist ja nicht schlimm den Fuss tief zu senken. Jedoch, wenn man eine optimale Sitzhöhe haben will, bei der die Kraftentfaltung am besten ist, muss die Kurbelarmlänge so sein dass man nicht auf dem Sattel wippt, weil man den Fuss jetzt 0,5 mm tiefer bringen muss.

Extrembeispiel dazu: kurze Beine und langer Kurbelarm. Hier sieht man deutlich wie jemand wippt, wenn die Kurbel viel zu lang ist. Justiert man die Sattelhöhe entsprechend ist die Kraftentfaltung nicht mehr die gleiche.

Die (nicht unbedingt für jeden geltende) Grundformel ist Schrittlänge x 20-21%. Das wäre bei dir grob geschätzt bei 90 cm Schrittlänge eher 180 mm.

Du kannst es auch ausprobieren, nutze die google Produktsuche nach der Ultegra 6600 Kurbel. Die kriegst du in der Rennversion als Restposten nachgeschmissen. 50-75 Euro. Werkzeug 10 Euro. Demontage/Montage ist verglichen mit anderen Systemen ein Kinderspiel und man kann nichts dabei kaputtmachen.

medias
12.03.2013, 12:38
Gab es diese Frage nicht erst vor 2 Tagen - mit netten Antworten vom pinguin, der vermutlich (?) zur Zeit seiner Antwort(en) gerade dabei war Bier oder Wein zu testen? Mag mich da irren.

Warum nutzt der Frager nicht die Suchfunktion?:heulend:



Ja, es sind nur 2,5 mm.
Das Problem hatte der Frager im anderen thread auch. Billig billig. Da wird das Bewährte schnell, schnell sinnlos und abmontiert obwohl es noch funktioniert..:Bluesbrot

Was sagt eigentlich Eddy Merckx dazu? Ich meine der echte Eddy Merckx und nicht der hiesige Forenuser Eddy Merckx.

Eddy fur 175 und beim ZF 180. Eperimentierte aber immer mit der SH.

AOWL
12.03.2013, 12:58
Kann sein, daß ich mich irre, aber m. E. ist die Frage nach der richtigen Kurbellänge nicht eine Frage der Schrittlänge. Vielmehr sind wichtiger die Länge der Oberschenkel im Verhältnis zur Schrittlänge und die Schuhgröße im Verhältnis zur individuellen Trettechnik.

Sind die Oberschenkel relativ lang und somit die Unterschenkel eher kurz, werden längere Kurbeln sinnvoll sein, weil im Fuß bzw. auf dem Pedal eine "größere Kreisbewegung ankommt". Die Schuhgröße ist wichtig, da bei großen Füßen eine andere Position resultiert als bei kleinen Füßen, wobei zu berücksichtigen ist, ob in der Tretbewegung die Bewegung des Fußes im Knöchel eher ausgeprägt ist oder eher weniger stark ist.

Arm Lancestrong
12.03.2013, 13:13
Immer noch auf 170 mm, mittlerweile auf allen Rädern (ausser Stadtrad). Warum? Weil ich auf der Bahn, die damals mein Hauptziel war, 170 mm fahren wollte (das macht man dort "einfach" so) und ich auf dem Strassen-(trainings)-Rad die gleiche Länge nutzen wollte. Ich bin mir nicht bewusst, deswegen irgendwo einen Nachteil gehabt zu haben - im Gegenteil, ich vermute, dass selbst bei meinen 1.84 m und eher langen Beinen (Mass gerade entfallen), die 170 mm gut passen.

Die physikalische Hebel-Theorie ist IMO ohnehin zweifelhaft:

Man ist beim Radfahren nicht kraft-, sondern leistungslimitiert. Da bringt die die Verlängerung eines Hebels nichts.
Wenn man doch mal kraftlimitiert sein sollte, z. b. an super steilen Aufstiegen, dann bringt eine angepasste Übersetzung wesentlich mehr - die typischen Kurbellängen untersheiden sich gerade mal um ein paar Prozent; von 175 mm nach 170 mm sind bloss ca. 3 %; bei 175 nach 172.5 nur noch die Hälfte...
Ich vermute weiter, dass kürzere Kurbeln allgemein einen geschmeidigeren Tritt ermöglichen, im Zweifelsfall auch mit (leicht) höhreren Trittfrequezen
Deshalb vermute ich auch, dass damit Gelenkprobleme tendenziell weniger werden.

Nachträglich habe ich den Eindruck, längere Kurbeln seien v.a. eine, 'schuldigung: Potenzprothese - "Ich bin ja so ein grosser, starker Mann -ich fahre mit 180 mm Kurbeln oder sogar mit noch längeren Custom-Kurbeln"; eine schlüssige Begründung für lange Kurbeln konnte ich nie lesen und ich habe viele solche Texte gelesen (man google mal nach "Zinn" und "crank length", IIRC).

Wie geschrieben, kann ich das meiste nicht beweisen oder nachvollziehbar zeigen, sondern bloss vermuten.

Keine Ahnung was mache so motiviert, aber wie du schon richtig erwähnt hast, sind länger Kurbeln gem. den Hebelgesetzen der Physik mit weinger Kraftaufwand zu treten. Dem entsprechend habe ich für mein Bergrad schon bewußt eine 175er gewählt. Mit einer 170er merkt man dann doch einen Unterschied wenn die Steigungsprozente 2 stellig werden.

Tuesday
12.03.2013, 15:23
Kann sein, daß ich mich irre, aber m. E. ist die Frage nach der richtigen Kurbellänge nicht eine Frage der Schrittlänge. Vielmehr sind wichtiger die Länge der Oberschenkel im Verhältnis zur Schrittlänge und die Schuhgröße im Verhältnis zur individuellen Trettechnik.

Sind die Oberschenkel relativ lang und somit die Unterschenkel eher kurz, werden längere Kurbeln sinnvoll sein, weil im Fuß bzw. auf dem Pedal eine "größere Kreisbewegung ankommt". Die Schuhgröße ist wichtig, da bei großen Füßen eine andere Position resultiert als bei kleinen Füßen, wobei zu berücksichtigen ist, ob in der Tretbewegung die Bewegung des Fußes im Knöchel eher ausgeprägt ist oder eher weniger stark ist.

Interessanter Aspekt.
Grundsätzlich denke ich allerdings, daß es an der grundsätzlichen These, daß lange Beine längerer Kurbeln bedürfen, keinen Abbruch tut.

Man müßte dann eben im Einzelfall untersuchen, ob die grundsätzlichen Proportionen von Ober- zu Unterschenkel zu Schuhgröße gravierend vom statistischen Mittel abweichen, wobei ich nicht weiß, ob ein solches je erhoben wurde.

Auch die Frage, ob es eine biomechanisch optimale Kurbellänge für den sitzenden Radfahrer und eine für den stehend Fahrenden (Wiegetritt etc.) gibt, würde hier hereinspielen.

AOWL
12.03.2013, 15:34
Interessanter Aspekt.
Grundsätzlich denke ich allerdings, daß es an der grundsätzlichen These, daß lange Beine längerer Kurbeln bedürfen, keinen Abbruch tut.

Man müßte dann eben im Einzelfall untersuchen, ob die grundsätzlichen Proportionen von Ober- zu Unterschenkel zu Schuhgröße gravierend vom statistischen Mittel abweichen, wobei ich nicht weiß, ob ein solches je erhoben wurde.

Auch die Frage, ob es eine biomechanisch optimale Kurbellänge für den sitzenden Radfahrer und eine für den stehend Fahrenden (Wiegetritt etc.) gibt, würde hier hereinspielen.

Natürlich hast Du Recht, ich hätte schreiben müssen:


"Kann sein, daß ich mich irre, aber m. E. ist die Frage nach der richtigen Kurbellänge nicht ALLEIN eine Frage der Schrittlänge."

Aber bei einer langen Schrittlänge dürften sich "automatisch" lange Oberschenkel und große Füße ergeben (Ich kenne aber einen männlichen Radfahrer, der hat bei einer Schrittlänge von 92 Schuhgröße 42 - das dürfte eher selten sein). Es wäre in der Tat interessant, die jeweiligen Verhältnisse Oberschenkel, Unterschenkel, Fußlänge statistisch für die Bestimmung der Kurbellänge zu erfassen.

Richard V.
12.03.2013, 21:14
Hallo,

schon mal danke für die Rückmeldungen. Der Unterschied von 0.5 cm im Durchmesser ist also zu vernachlässigen und wird sich wohl nicht bemerkbar machen.

Patrice Clerc
13.03.2013, 09:45
Hallo,

schon mal danke für die Rückmeldungen. Der Unterschied von 0.5 cm im Durchmesser ist also zu vernachlässigen und wird sich wohl nicht bemerkbar machen.

Doch - macht sich bemerkbar. Es ist i.a.R. fühlbar anders, aber nicht unbedingt besser oder schlechter. Ob dich das stört, v.a., wenn du viel hin und her wechselst (unterschiedliche) Räder, kannst hingegen nur du entscheiden. Für die Leistungsfähigkeit wird's aber, so meine Meinung, keinen erkennbaren Einfluss haben (ausser über Placebo).

Arm Lancestrong
13.03.2013, 10:40
Hallo,

schon mal danke für die Rückmeldungen. Der Unterschied von 0.5 cm im Durchmesser ist also zu vernachlässigen und wird sich wohl nicht bemerkbar machen.

Dann hast du irgendwie nicht richtig gelesen, es gibt wohl genau so viele, die es merken, wie welche die es nicht merken. Bei 0,25 cm kann man dem bedingt zustimmen, aber dass jemand den Unterschied zwischen einer 170er zu einer 175er nicht merkt, halte ich für ein Gerücht.

supertester
13.03.2013, 10:44
Der einzige Unterschied den ich merke ist, je länger der Kurbelarm, umso tiefer muss ich den Fuss senken.

Ist ja nicht schlimm den Fuss tief zu senken. Jedoch, wenn man eine optimale Sitzhöhe haben will, bei der die Kraftentfaltung am besten ist, muss die Kurbelarmlänge so sein dass man nicht auf dem Sattel wippt, weil man den Fuss jetzt 0,5 mm tiefer bringen muss.




Ich bevorzuge 175mm ganz klar. Hatte mit 172.5mm immer das Gefühl, den Hebel des Oberschenkels nicht voll anbringen zu können. Hielt das aber einfach für normal, da ich keinen Vergleich hatte.
Das Anpassen der Sitzhöhe erlaubt in der Trittphase jedoch spitzere Fußstellung, die ich persönlich ebenfalls bevorzuge.

Ich weiß, dass es gewisse Untersuchungen gibt, die wissenschaftlich den Unsinn langer Kurbeln erklären wollen. Ich war 172,5mm gewöhnt, habe 175mm ausprobiert und fuhr sofort besser damit. Muskulär fühlt es sich einfach besser an.

Pedalierer
13.03.2013, 11:14
Ich bin 1,88 und fahre auch lieber die 175er. Ist kein gewaltiger Unterschied aber war für mich schon spürbar. Warum bei Kurbeln eine Einheitslänge reichen soll erschliesst sich mir nicht. Alle anderen Teile am Rad sind schließlich auch passend gewählt, sei es nun Rahmen, Lenker, Stütze/Versatz/Knielot.

fitting12
13.03.2013, 12:34
Ich bevorzuge 175mm ganz klar. Hatte mit 172.5mm immer das Gefühl, den Hebel des Oberschenkels nicht voll anbringen zu können. Hielt das aber einfach für normal, da ich keinen Vergleich hatte.
Das Anpassen der Sitzhöhe erlaubt in der Trittphase jedoch spitzere Fußstellung, die ich persönlich ebenfalls bevorzuge.

Ich weiß, dass es gewisse Untersuchungen gibt, die wissenschaftlich den Unsinn langer Kurbeln erklären wollen. Ich war 172,5mm gewöhnt, habe 175mm ausprobiert und fuhr sofort besser damit. Muskulär fühlt es sich einfach besser an.

Du fuhrst sofort besser damit?

Nibali, der Radprofi und nicht der Tour-Forenuser, hat in einem Interview 2012 gesagt, das er mit seinem neuen Cannondale nach den Rennen viel erholter vom Rad steigt. Wär das nicht was für Dich? In Kombi mit den neuen Pedalen müßte das doch toll sein. Nibali, der Radprofi (180 cm gross) und nicht der Tour-Forenuser, radelt übrigens mit 172,5 er Kurbeln und lässt es ziemlich flott drehen wenn er im Feld fährt, das war gut bei Tirreno zu sehen. Der dreht fünf bis zehn Mal mehr als die Konkurrenz im gleichen Zeitraum. Was macht der falsch?

Pedalierer
13.03.2013, 12:57
Hier geht nicht um falsch oder richtig, sonder darum was zu einem passt. Der eine mag es halt hochfrequent und mit kurzer Kurbel, der andere halt nicht. Und was Profi XY so macht ist für mich doch so was von egal, das hilft mir doch kein Stück weiter.

Und mit 1,80 und ggf relativ kurzen Beinen kann man 172,5 doch auch gut fahren, mit knapp 1,90 m werden das wohl nur die wenigsten noch machen.

Bronks
13.03.2013, 13:01
... 1.84 m und eher langen Beinen (Mass gerade entfallen) ...
Was das auch immer bedeuten soll?


... Ich bin selbst mit 172,5er an den Rennern und 175er am Mounty unterwegs. (182 cm, ~85 cm SL ... glaube ich...) ...
Wow, Deine Beine sind deutlich kürzer, als Deine halbe Körpergröße. Aber ist doch toll, denn Deine Kurzen passen lt. der bekannten Formeln exakt zu einer 170er Kurzstummelkurbel ...


... Schrittlänge von 92 Schuhgröße 42 - das dürfte eher selten sein). Es wäre in der Tat interessant, die jeweiligen Verhältnisse Oberschenkel, Unterschenkel, Fußlänge statistisch für die Bestimmung der Kurbellänge zu erfassen.
Die Oberschenkellänge macht es überwiegend aus.

Meine 188cm mit 96er Schrittlänge und 44er Schuhgröße müssten die beiden o.g. Kollegen erstmal auftreiben, um zwischen fühlbar, bemerkbar und spaßfördernd zu unterscheiden, wenn es um Kurbellängen geht.

Es ist immer das gleiche: Leute deren Bauchnabel sich auf der Höhe meiner Eier befindet, erzählen mir etwas darüber, daß alle Kurbellängen > 175 überflüssig sind und man sowieso keinen Unterschied merkt.

DröVoSu
13.03.2013, 13:05
Minimaler Unterschied

Ich bilde mir ein die Berge mit 175 mm ein mü angenehmer bezwingen zu können.
(83 cm SL, wohl lange Oberschenkel)

supertester
13.03.2013, 13:10
Du fuhrst sofort besser damit?

Nibali, der Radprofi und nicht der Tour-Forenuser, hat in einem Interview 2012 gesagt, das er mit seinem neuen Cannondale nach den Rennen viel erholter vom Rad steigt. Wär das nicht was für Dich? In Kombi mit den neuen Pedalen müßte das doch toll sein. Nibali, der Radprofi (180 cm gross) und nicht der Tour-Forenuser, radelt übrigens mit 172,5 er Kurbeln und lässt es ziemlich flott drehen wenn er im Feld fährt, das war gut bei Tirreno zu sehen. Der dreht fünf bis zehn Mal mehr als die Konkurrenz im gleichen Zeitraum. Was macht der falsch?

Dass der Kurze 172,5mm fährt, glaube ich. :D
Was fuhr denn Ulle oder Cancellara vor diesem 170mm-Trend auf seiner Rennmaschine? Das wäre von der körperlichen Anlage (!) eher Vergleich für mich.

Dass Nibali so fühlte, kann durchaus real so gewesen sein. Ich hatte nach Bänderriss übelste Hüftrotation drin. Umgehend aufs Frühjahrsrad mit ordentlicher Überhöhung gewechselt und zur Entspannung (!) Unterlenker gefahren. Null Probleme mehr im Rücken. Oberkörpermuskulatur kann das problemlos halten. Wnen im die Geo passte, dann fühlte er sich eben gut damit.



Es ist immer das gleiche: Leute deren Bauchnabel sich auf der Höhe meiner Eier befindet, erzählen mir etwas darüber, daß alle Kurbellängen > 175 überflüssig sind und man sowieso keinen Unterschied merkt.

Ist ja nicht nur bei Kurbeln so. Spontane andere Reizthemen hier:
Ovale Kettenblätter, Reifen, Laufräder, Rahmen, Schuhe, Einlagen, Lenker, Schaltung.

Ich bin raus. :)

klaus.viper
13.03.2013, 13:46
...Leute deren Bauchnabel sich auf der Höhe meiner Eier befindet...
...Eier in Hüfthöhe?... bereiten zumindest auf dem Sattel keine Probleme!:D

nix für unguat;)
klausi

Holsteiner
13.03.2013, 14:47
Ich (184 cm KL, 91 cm SL, Schuhgröße 47 in Radschuhen (wenn wichtig :kweetnie:)) bevorzuge auch die 175er Länge.

Bei mir ist es jedoch so, dass ich eher ein "Langsam-Pedalierer" bin. Über 90er Kadenz komme ich nur selten hinaus. Und da fühlt sich die 175er Kurbel für mich richtiger an, als die 172,5er.

Soll es von der Kadenz wesentlich schneller werden, so wäre die 172,5er Kurbel für mich schöner zu treten.

Warum? Weiß ich nicht, ist bei mir eben so.

Und...ich spüre den Unterschied deutlich (körperlich, nicht kopfmäßig)!

Patrice Clerc
13.03.2013, 15:03
Was das auch immer bedeuten soll?Die Frage kannst auch du selber klären. So behämmert bist du nicht.



Die Oberschenkellänge macht es überwiegend aus.

Meine 188cm mit 96er Schrittlänge und 44er Schuhgröße müssten die beiden o.g. Kollegen erstmal auftreiben, um zwischen fühlbar, bemerkbar und spaßfördernd zu unterscheiden, wenn es um Kurbellängen geht.

Es ist immer das gleiche: Leute deren Bauchnabel sich auf der Höhe meiner Eier befindet, erzählen mir etwas darüber, daß alle Kurbellängen > 175 überflüssig sind und man sowieso keinen Unterschied merkt.

Es ist nicht die Frage, ob man's merkt. Es ist die Frage, ob es auf die Leistung einen Einfluss hat. Vermutlich hat's keine, sonst könnten Leute, die 8 % kürzere Beine als du haben, mit 145 mm Kurbeln beim stehenden Start nicht gleich schnell beschleunigen wie mit längeren (getestet wurden mehrere Zwischenstufen bis 190 mm, IIRC). Beim stehenden Start wäre der Hebeleffekt am ehesten nützlich. Wenn's nicht mal dort wichtig ist, dann wird's auch beim Ausdauerradsport (Renndauer 3 Minuten und länger) nicht relevant sein.

Tuesday
13.03.2013, 15:50
Ohne im einzelnen zu wissen, nach welchen Gesichtspunkten die verschiedenen Tests zur Differenzierung verschiedener Kurbellängen gestaltet werden, lassen sich vermutlich sowohl für oder gegen die Verwendung von kurzen/langen Kurbeln entsprechende Argumente finden.
So könnte man bei Beschleunigungstests zum Beispiel hinterfragen, ob aus dem Stand im Stehen oder Sitzen beschleunigt wurde oder besser, welche Position man bei welcher Trittfrequenz eingenommen hat.

Daß die Kurbellänge keinen Einfluß auf die zu leistende Arbeit hat, ist wohl unstrittig
Fraglich bleibt, ob der Fahrer trotzdem leistungsfähiger mit einer angepassten Kurbellänge ist, und nach welchen Gesichtspunkten sich eine solche Anpassung richten sollte.

Wenn wir davon ausgehen, daß die Bedienung einer kurzen Kurbel für Langbeinige auf Grund der geringeren Auslenkung der Beine zumindest kein Problem darstellen sollte und die Gelenkbelastung geringer ist, stellt sich aber die Frage, warum keine deutlich kürzeren Kurbeln als 170mm empfohlen werden, z.B 150er oder eben jede Kurbellänge größer 0.
Mit solch einer kurzen Kurbel fährt niemand, also liegt der Schluß nahe, daß alleine die Verkürzung der Kurbellänge alleine auch gegenteilige Auswirkungen haben muß.

Man kann es vielleicht mit Treppensteigen vergleichen:
Der Kurzbeinige wird eine niedrigere Treppenstufenhöhe als tauglich empfinden, als der Langbeinige , der vielleicht gleich zwei Stufen auf einmal nimmt.

Ich denke weiterhin, daß vor diesem Hintergrund weiterhin nicht der Ansatz der Bevorzugung der kürzesten Kurbel der richtige ist, da man diesen ja problemlos umsetzen könnte.
In meinen Augen richtig ist die Bevorzugung der biomechanisch sinnvoll längsten Kurbel.

Die Frage müsste dann lauten, nach welchen Kriterien sich dieses Maximalmaß der Kurbel bestimmen ließe, ganz unabhängig davon, ob das Maximalmaß beispielsweise für einen Sportler mit 90cm Schritthöhe dann bei 200, 180, oder 170mm zu finden wäre.

pinguin
13.03.2013, 16:47
Gab es diese Frage nicht erst vor 2 Tagen - mit netten Antworten vom pinguin, der vermutlich (?) zur Zeit seiner Antwort(en) gerade dabei war Bier oder Wein zu testen? Mag mich da irren.

Irren entschuldigt nichts. Solltest mal an deiner Alkoholthematik arbeiten.

Bronks
13.03.2013, 17:09
... So behämmert bist du nicht ...
Ich nicht, denn ich habe meine Abmessungen schließlich nicht vergessen.


... Es ist nicht die Frage, ob man's merkt. Es ist die Frage, ob es auf die Leistung einen Einfluss hat ...
Wer hat die Frage gestellt? Wenn Du in diesem Thread nach dem Wort "Leistung" suchst, dann wirst Du herausfinden, daß es nur in Deinen Posts vorkommt.

Sich bei gleicher Leistung auf dem Radl wohler fühlen ist eher ein Thema, denn dass Leute mit längeren Kurbeln nicht unbedingt schneller fahren sieht man in jedem Rennen.


... 145 mm Kurbeln ...
Schon selbst mit sowas gefahren, außer auf Deinem Kinderradl? Evtl. sogar längere Zeit bergauf?

heckantrieb
13.03.2013, 18:04
5mm Unterschied merke ich - 2,5mm nicht.
Mit 175 faellt mir die gleiche Uebersetzung bergauf leichter, mit 170 fallen mir sehr schnelle Trittfrequenzen leichter.
180 fuehlt sich fuer mich spontan falsch an, 165 sind mir im Wiegetritt zu kurz.

Detaillierter betrachten kann ich das nicht.

Patrice Clerc
13.03.2013, 18:06
Ich nicht, denn ich habe meine Abmessungen schließlich nicht vergessen.Die Angabe 1.84, eher lange Beine für die Körpergrösse, ist präzise genug. Das werden weder 85 cm kurze noch 95 cm lange Beine sein, sondern ungefähr in der Mitte. Das müsste selbst einem Korinthenkacker reichen.



Wer hat die Frage gestellt?Ich



Wenn Du in diesem Thread nach dem Wort "Leistung" suchst, dann wirst Du herausfinden, daß es nur in Deinen Posts vorkommt.Das reicht ja.



Sich bei gleicher Leistung auf dem Radl wohler fühlen ist eher ein Thema,"Wohler fühlen" ist eine Frage der Gewohnheit. Wenn jemand zu hoch sitzt, dann fühlt er sich dabei erstmal ebenfalls wohler, als wenn man ihm den Sattel auf die richtige Höhe bringt. Dito mit Kurbellängen. Langfristig, also nach Angewöhnung, wird das aber anders aussehen.



denn dass Leute mit längeren Kurbeln nicht unbedingt schneller fahren sieht man in jedem Rennen.Das sieht man leider so eindeutig nicht, sonst würd's gar keine Diskussion geben. Insbesondere sieht man nicht, ob die guten Leuten mit längeren oder kürzeren Kurbeln noch besser wären; sinngemäss dito für schlechtere Fahrer.

Was man hingegen sieht, ist die Tatsache, dass fast 100 % aller Profis, egal ob 1.60 oder 1.95, mit Kurbeln im Bereich 17 bis 18 cm fahren, also identisch lange mit einer Abweichung von +/- 3 % und das bei Körpergrössenunterschieden von +/- 10 % und vermutlich noch grösseren relativen Beinlängenunterschieden. Man könnte das Zahlenbeispiel noch radikalisieren: >= 90 % aller Fahrer fahren mit 17 bis 17.5 cm - also noch +/- 1.5 % Differenz. So gesehen könnte man auch jeden auf 172.5 setzen und gut ist.

Oder anders geschrieben: Kurbel- und Beinlängen korrelieren nur schwach.



Schon selbst mit sowas gefahren, außer auf Deinem Kinderradl? Evtl. sogar längere Zeit bergauf?Nein. Aber andere und ich habe keinen Anlass, denen zu misstrauen.

Patrice Clerc
13.03.2013, 18:16
Wenn wir davon ausgehen, daß die Bedienung einer kurzen Kurbel für Langbeinige auf Grund der geringeren Auslenkung der Beine zumindest kein Problem darstellen sollte und die Gelenkbelastung geringer ist, stellt sich aber die Frage, warum keine deutlich kürzeren Kurbeln als 170mm empfohlen werden, z.B 150er oder eben jede Kurbellänge größer 0.

a) Irgend wann wird's zu kurz; das wird aber nicht bei 170 mm sein, sonst wäre 175 auch spürbar ungünstig
b) Die heute verbreiteten Kurbellänge stammen aus Zeiten, als man noch Eingang gefahren ist und damit an steileren Bergen sehr hohe Widerstände überwinden musste; Übersetzungen, die nur schon an mittel steilen, langen Bergen TFs über 60 RPM zulassen, sind relativ neu (abhängig vom Fahrer-Niveau ca. 70er bis 90er- oder gar 0er-Jahre).
c) These I: Wenn man signifikant kürzere Kurbeln fährt, dann wird man auch kleinere Übersetzungen fahren (müssen).
c) These II: Die Kombination aktueller Kurbellängen mit gängigen Übersetzungen ist damit eher Tradition.



Man kann es vielleicht mit Treppensteigen vergleichen:
Der Kurzbeinige wird eine niedrigere Treppenstufenhöhe als tauglich empfinden, als der Langbeinige , der vielleicht gleich zwei Stufen auf einmal nimmt.
Treppensteigen ist ein guter Vergleich. Wenn eine Stufe z. B. 25 cm hoch wäre, dann würde auch niemand auf die Idee kommen und an einem Treppenlauf jammern, seine Trainingstreppe sei halt 25.7 und nicht 25 cm hoch gewesen (der Unterschied ist proportional zu 17.5 cm vs. 17 cm), er sei darum im Nachteil gewesen.

Bis unterschiedliche Treppenhöhen einen auf die Leistung wirksamen Einfluss haben, müssen mehrere Zentimeter Differenz vorhanden sein (ich tippe mal auf mehr als 5 cm).



Ich denke weiterhin, daß vor diesem Hintergrund weiterhin nicht der Ansatz der Bevorzugung der kürzesten Kurbel der richtige ist, da man diesen ja problemlos umsetzen könnte.
In meinen Augen richtig ist die Bevorzugung der biomechanisch sinnvoll längsten Kurbel.Dafür sehe ich keinen Grund: für den Bewegungsapparat sind längere Kurbeln eher heikel (aber nicht zwingend) und einer flüssigen Tretbewegung sind sie auch nicht zuträglich.

Hinzu kommt, dass längere Kurbel eher am Boden aufsetzen würden oder dass das Tretlager weiter nach oben versetzt werden müsste.

avis
13.03.2013, 18:23
Bis unterschiedliche Treppenhöhen einen auf die Leistung wirksamen Einfluss haben, müssen mehrere Zentimeter Differenz vorhanden sein (ich tippe mal auf mehr als 5 cm).

Dafür sehe ich keinen Grund: für den Bewegungsapparat sind längere Kurbeln eher heikel (aber nicht zwingend) und einer flüssigen Tretbewegung sind sie auch nicht zuträglich.

Hinzu kommt, dass längere Kurbel eher am Boden aufsetzen würden oder dass das Tretlager weiter nach oben versetzt werden müsste.

denke, das trifft es gut.

Bronks
13.03.2013, 18:47
Die Angabe 1.84, eher lange Beine für die Körpergrösse, ist präzise genug. Das werden weder 85 cm kurze noch 95 cm lange Beine sein, sondern ungefähr in der Mitte.
Wenn Du mit einer 90 Innenbeinlänge auf einer 170er Kurbel unterwegs bist, dann liegt das wohl noch in Deiner Toleranz. Im 3satz auf meine SL hochgerechnet wäre das dann eine 181,33er Kurbel.



Ich ... Das reicht ja ...
Achso! Ich habe das alles als Antworten angesehen. Mein Fehler!



... "Wohler fühlen" ist eine Frage der Gewohnheit ... Angewöhnung, wird das aber anders aussehen ...
Ich habe mir 5000 km zum eingewöhnen gegeben und es hat nichts gebracht.


... Was man hingegen sieht, ist die Tatsache, dass fast 100 % aller Profis, egal ob 1.60 oder 1.95, mit Kurbeln im Bereich 17 bis 18 cm fahren, also identisch lange mit einer Abweichung von +/- 3 % und das bei Körpergrössenunterschieden von +/- 10 % und vermutlich noch grösseren relativen Beinlängenunterschieden. Oder anders geschrieben: Kurbel- und Beinlängen korrelieren nur schwach ...
Ja, da paßt alles zusammen, denn welcher von den Profis hat wirklich lange Beine? Einige Profis sind groß, aber haben echt keine langen Beine.

Tuesday
13.03.2013, 18:50
a) Irgend wann wird's zu kurz; das wird aber nicht bei 170 mm sein, sonst wäre 175 auch spürbar ungünstig
b) Die heute verbreiteten Kurbellänge stammen aus Zeiten, als man noch Eingang gefahren ist und damit an steileren Bergen sehr hohe Widerstände überwinden musste; Übersetzungen, die nur schon an mittel steilen, langen Bergen TFs über 60 RPM zulassen, sind relativ neu (abhängig vom Fahrer-Niveau ca. 70er bis 90er- oder gar 0er-Jahre).
c) These I: Wenn man signifikant kürzere Kurbeln fährt, dann wird man auch kleinere Übersetzungen fahren (müssen).
c) These II: Die Kombination aktueller Kurbellängen mit gängigen Übersetzungen ist damit eher Tradition.




Treppensteigen ist ein guter Vergleich. Wenn eine Stufe z. B. 25 cm hoch wäre, dann würde auch niemand auf die Idee kommen und an einem Treppenlauf jammern, seine Trainingstreppe sei halt 25.7 und nicht 25 cm hoch gewesen (der Unterschied ist proportional zu 17.5 cm vs. 17 cm), er sei darum im Nachteil gewesen.

Bis unterschiedliche Treppenhöhen einen auf die Leistung wirksamen Einfluss haben, müssen mehrere Zentimeter Differenz vorhanden sein (ich tippe mal auf mehr als 5 cm).

Dafür sehe ich keinen Grund: für den Bewegungsapparat sind längere Kurbeln eher heikel (aber nicht zwingend) und einer flüssigen Tretbewegung sind sie auch nicht zuträglich.

Hinzu kommt, dass längere Kurbel eher am Boden aufsetzen würden oder dass das Tretlager weiter nach oben versetzt werden müsste.

Daß Kurbellängen traditionell einer bestimmten Länge folgen scheint auch mir wahrscheinlich - ebenso die Möglichkeit, mit aktuellen kleinen Übersetzungen kürzere Kurbeln überhaupt sinnvoll am Berg fahren zu können.

Der entscheidende Unterschied in unserer Argumentation:
Wenn die Länge (Kürze) einer Kurbel alleine durch die Rahmengeometrie und die erreichbare Minimalübersetzung limitiert würde, müsste in Abhängigkeit davon jede Kurbel die sich der Länge 0 annähert, besser geignet sein, und zwar unabhängig von den Beinlänge des Sportlers.

Im Selbstversuch wird spontan zwar jeder zugegeben müssen, daß zumindest 170er Kurbeln für die meisten Erwachsenen problemlos fahrbar sind, Kurbeln unter 15 oder gar 10 cm kann sich aber wohl niemand selbst mit Moutainbikeübersetzungen vorstellen.
Du räumst selber ein, daß es irgendwann zu kurz wird - aber wo und unter Berücksichtigung welcher Bedingungen soll das sein?

Deshalb scheint für mich auch wegen der lebensnähe der Ansatz besser, die Kurbellänge mit der Beinlänge wachsen zu lassen.
Ob diese maximale Größe nun Deiner Vorstellung von einer kurzen Kurbel entspricht, halte ich inzwischen für möglich.

Holsteiner
13.03.2013, 19:15
Endlich ist Würze im Thema! :D