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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Abweichung beim Radumfang.



Zeeroo
22.07.2004, 12:16
Moin moin,
da hab ich jetzt einen neuen BC1600 bekommen, weil der alte eine etwas eigenartige Anzeige hatte und ich den zu Sigma schicken sollte. (Zeeroo berichtete) (http://www.dk-forenserver.de/tour/showthread.php?t=27401&highlight=Syntax+Error)

Da der neu ist, musste ich ja den Radumfang neu einstellen und habe mit der Methode, 2 Klebestreifen im Abstand von 2 m auf den Boden kleben, aufs Rad setzen und gerade rüberrollen, dann den Abstand der 2 Kanten ausmessen und zuaddiren, ausgemessen.

Das Ergebnis: 2095 mm

Wenn ich in der Beschreibung nachschaue und den Wert nehme der für meine Reifengröße in der Tabelle steht, müsste ich 2133 eingeben.

Das ist eine Abweichung von 28 mm bzw. 2,8 cm pro Radabrollen.
Sind auf einen Km etwa 14 m.

Ist das normal dass da solche Differenzen sind?

Was habt ihr da für Erfahrungen mit gemacht?

stahlwade
22.07.2004, 13:01
Hi.
habe gerade erst 2105 mm gemessen. passt aber auch irgendwie nicht, habe zumindest den Eindruck dass ich 1-2 km/h schneller fahre als der Computer anzeigt (VDO 1.0 mit Höhenmesser)

pinguin
22.07.2004, 13:23
2095 mm habe ich auch. Felge: FIR mast, Reifen: Vottoria Rubino Slick Pro in 23 mm. Mehrfach gemessen und auf 2095 gemittelt. Das passt für meinen Fall einwandfrei. Dann der andere LRS. CXP30 mit Schwalbe in 25 mm ergibt 2125 mm. Und wenn ich noch einen 23er GP3000 verwenden würde auf der CXP30, dann wären es 2115 mm. Also: Das Ganze hängt von Details wie Reifen, Luftdruck und Mantel ab. Weiterhin, ob du beim Messen auf dem Bock hockst oder nicht.

Und wegen 14 m Differenz auf 1000 m würde ich mir wirklich keine Sorgen machen. Beim Auto interessiert das doch auch keinen...

p.

23x6
22.07.2004, 16:26
Wieso rechnest Du es nicht einfach aus? Ist die einfachste und genaueste Methode. Einfach Laufrad aus der Gabel, Radius bis Mantelkante messen und dann:

Umfang = 2 * Pi * Radius.

Fertig.

Zeeroo
22.07.2004, 16:34
Wieso rechnest Du es nicht einfach aus? Ist die einfachste und genaueste Methode. Einfach Laufrad aus der Gabel, Radius bis Mantelkante messen und dann:

Umfang = 2 * Pi * Radius.

Fertig.

Die Methode habe ich auch ausprobiert, gestaltet sich aber als etwas schwiriger.
Ich hab einen Winkel an die Wand gestellt und dann das Laufrad unter den Winkel gestellt und gemessen. Allerdings ist es dann d * Pi .
Da kommt auch ein anderer Wert raus, weil die Messmethode zu ungenau ist.
Leider hab ich keinen so großen Messschieber.

Ich denke aber mit den 2095mm kann ich gut leben. Lieber weniger als zuviel.

23x6
22.07.2004, 16:49
Die Methode habe ich auch ausprobiert, gestaltet sich aber als etwas schwiriger.
Ich hab einen Winkel an die Wand gestellt und dann das Laufrad unter den Winkel gestellt und gemessen. Allerdings ist es dann d * Pi .
Da kommt auch ein anderer Wert raus, weil die Messmethode zu ungenau ist.
Leider hab ich keinen so großen Messschieber.

Ich denke aber mit den 2095mm kann ich gut leben. Lieber weniger als zuviel.

Nimm doch einfach ein zwei Meter langes Maßband, dass Du von Reifenkante zu Reifenkante über die Nabe ziehst. So habe ich es auch gemacht, komme bei den Ksyrium Equipe dann auf 2177 mm.

Zeeroo
22.07.2004, 17:02
Nimm doch einfach ein zwei Meter langes Maßband, dass Du von Reifenkante zu Reifenkante über die Nabe ziehst. So habe ich es auch gemacht, komme bei den Ksyrium Equipe dann auf 2177 mm.

:eek: :eek: :eek: :eek: :eek:

Das kann aber nicht richtig sein, weil du dann ja keine Gerade mehr hast wenn du von Reifenkante zu Reifenkant über die Narbe gehst.
2177 ist sehr viel.

Die Abrollmehthode finde ich schon am genauesten, weil man ja auch noch auf dem Rad sitzt und Druck auf dem Reifen hat.

greyscale
22.07.2004, 17:09
Wieso rechnest Du es nicht einfach aus? Ist die einfachste und genaueste Methode. Einfach Laufrad aus der Gabel, Radius bis Mantelkante messen und dann:

Umfang = 2 * Pi * Radius.

Fertig.

Sorry,

untauglichste Methode.

Theroetischer Ablesefehler: +/- 1 mm, multipliziert sich wegen 2Pi um ~ den Faktor 6,3.
Dazu kommt, dass man a.) im rechtwinkligen Dreieck (Laufläche-Nabenmitte-Nabenaußenseite) die Hypotenuse misst, aber eigentlich die längere Kathede möchte und b.) die exakte Mitte der Achse schwierig zu erfassen ist.

Exaktest möglich Methode: Zweite Person dazunehmen, Kreidestriche an Reifen und Boden, draufsetzen, schieben lassen, Kreidestrich. Differenz messen.

Aber wie war das mit dem Grenzwertnutzen: Selbst mit der Methode von 23x6 liegt der Fehler unter einem Prozent. Ich nehme immer den Wert aus der Bedienungsanleitung.

P.

Maulwurf
22.07.2004, 17:19
das auszurechnen halte ich nicht mehr für sooo genau. Habe es früher auch errechnet, aber da kam immer etwas anderes raus. Zwar waren es meist nur 2 bis 4 mm aber immerhin.

Grimpeur76
22.07.2004, 18:05
der Raddurchmesser schwankt in Abhängigkeit vom Luftdruck, also ist wichtig:

Außentemperatur
Sonneneinstrahlung auf Reifen
Gewichtsverteilung auf Rad

man kanns also übertreiben, genau wird es nie.

Die Angaben in den Begleitheftchen sind meistens zu hoch. Am besten und sehr einfach finde ich noch die draufsetz 2 Klebestreifen-Methode.

23x6
22.07.2004, 20:27
a.) im rechtwinkligen Dreieck (Laufläche-Nabenmitte-Nabenaußenseite) die Hypotenuse misst, aber eigentlich die längere Kathede möchte

Du misst die Nabenaussenseite doch gar nicht, weil die keine Rolle für den Kreisumfang spielt. Entscheidend ist nur der Kreismittelpunkt, also die Nabenmitte. Radius = Strecke zwischen Nabenmitte und und Mantel"oberkante".

BTW: Wenn mich nicht alles täuscht: a²+b²=c². Wie soll da bitte eine der Katheten länger sein als die Hypothenuse? Für sehr kleine a und sehr große b (oder umgekehrt) ist c genauso lang wie die längere der beiden Katheten.

Und wieso sollte man die Kathete überhaupt messen wollen? Man misst die Hypotenuse, also den direkten Weg von Mittelpunkt zum Kreisbogen. An- und Gegenkathete würde man nehmen, wenn man den Radius nicht kennt und daher mit zwei Strecken und einem rechten Winkel arbeiten muss und dann den Radius mittels Pythagoras errechnen.

Das enspricht in der Ebene dann (m = Mittelpunkt):

(x - xm)² + (y - ym)² = r² (kathesisches Koordinatensystem, d. h. die Koordinatenachsen sind rechtwinklig zueinander)

Wenn Du im Kreis den Radius als Kathete anlegst, brauchste deren zwei, damit das mit dem rechten Winkel hinkommt. D. h. erster Radius a auf "12 Uhr", zweiter Radius b auf "Drei Uhr": Rechter Winkel zwischen beiden, damit handelt dann ist die Hypotenuse aber nunmal nicht der Radius, sondern die Strecke zwischen den Kreispunkten a und b.

a=b=r; r²+r²=c²

Wie Du den Radius als Kathete anlegen willst, ohne dabei den Kreis entweder mit der Hypotenuse oder der anderen Kathete verlassen zu müssen, würde mich echt mal interessieren. Mit welchem bekannten Wert willst Du dann rechnen, die Länge der Hypotenuse kennst Du ja nunmal nicht.


b.) die exakte Mitte der Achse schwierig zu erfassen ist.

Das stimmt, ist aber...


Aber wie war das mit dem Grenzwertnutzen: Selbst mit der Methode von 23x6 liegt der Fehler unter einem Prozent.

...deswegen vernachlässigenswert.

Im Übrigen gibt der Ritzelrechner bei 700x23c einen Radumfang von 2120 mm an, bei größerem Nabendurchmesser oder hohen Felgen dürfte der dementsprechend höher sein. Daher halte ich 2177 für durchaus realistisch.

messenger
22.07.2004, 20:36
Du

Im Übrigen gibt der Ritzelrechner bei 700x23c einen Radumfang von 2120 mm an, bei größerem Nabendurchmesser oder hohen Felgen dürfte der dementsprechend höher sein. Daher halte ich 2177 für durchaus realistisch.

:Applaus: :Applaus: Mit ner extralangen Sattelstütze würde ich ihn sogar auf 2788mm schätzen...

Gruß mess.

23x6
22.07.2004, 20:41
:Applaus: :Applaus: Mit ner extralangen Sattelstütze würde ich ihn sogar auf 2788mm schätzen...

Wie was? :confused: Im Vergleich zum Ritzelrechner macht das eine Differenz im Radius von 1 cm.

[EDIT]

Hab' eben nochmal ganz genau mit Lehre, Wasserwaage etc. nachgemessen, am liegenden, ausgebauten Laufrad: 2121,87 mm Umfang. Muss mich gestern wohl vermessen haben. War auch schon spät.

messenger
22.07.2004, 21:15
Nun ja, die Länge der Sattelstütze hat eben mit dem Radumfang so viel zu tun, wie die Nabe oder das Profil der Felge : nämlich garnix!

Und messen muß man schon mit Fahrer drauf, weil sich der Radius eben unter Belastung verringert.

23er Drahtreifen haben so im Bereich 2090 - 2110mm Umfang, da biste schon über 3% Abweichung. So viel muß ja nicht sein...

Gruß mess.

PS. Ah ja, mit 2120 ist ja schon nicht schlecht! Wenn wir jetzt noch 3mm weniger Radius durch das Fahrergewicht annehmen, muß man 2 x 3mm x pi = 20mm abziehen und schon bist Du auch bei 2.100mm. Alles wird gut...

23x6
22.07.2004, 21:21
Sigma selbst gibt für 700x23c einen Umfang von 2133 mm an. Mit Nabe und Felgenprofil hast Du natürlich völlig recht, es muss ja immer der Umfang von 700x23c sein, sonst passt irgendwann der Mantel nicht mehr drüber. *g*

[EDIT]

Messung unter Belastung (9 bar): 2120, auf den Millimeter. :D

greyscale
22.07.2004, 22:14
BTW: Wenn mich nicht alles täuscht: a²+b²=c². Wie soll da bitte eine der Katheten länger sein als die Hypothenuse? Für sehr kleine a und sehr große b (oder umgekehrt) ist c genauso lang wie die längere der beiden Katheten.



Da war ich nicht ganz präzise, hätte: "... die längere der beiden Katheten..." heißen müssen, tschulligung.



Und wieso sollte man die Kathete überhaupt messen wollen? Man misst die Hypotenuse, also den direkten Weg von Mittelpunkt zum Kreisbogen. An- und Gegenkathete würde man nehmen, wenn man den Radius nicht kennt und daher mit zwei Strecken und einem rechten Winkel arbeiten muss und dann den Radius mittels Pythagoras errechnen.


Denk' noch mal drüber nach;).




Das enspricht in der Ebene dann (m = Mittelpunkt):

(x - xm)² + (y - ym)² = r² (kathesisches Koordinatensystem, d. h. die Koordinatenachsen sind rechtwinklig zueinander)


Kann ich so nicht nachvollziehen (Variablen nicht deklariert).

Aber lassen wir's dabei, der von dir beschriebene Ansatz erinnert mich irgendwie an eine dieser beliebten Eierköpfmaschinen: Es geht (nicht besonders gut) und ist maximal kompliziert:D.

Entweder die "Kreidemethode", die eigentlich auch schon unnötig kompliziert ist, oder Blick in die Bedienungsanleitung...

Within the order of a magnitude:D.

P.

chubika
22.07.2004, 22:26
HAllo,

ich empfehle Methode Refferenzstrecke:
Bekannt lange Strecke abfahren, Differenz ermitteln und EInstellung entsprechend anpassen.
Refferenzstrecke kann man sich evtl. mal von einem Bekannte Markscheider auf einer halbwegs geraden Strasse abmessen lassen.

Ausserdem gibt es mittlerweile GPS. GPS (ausleihen) ans Rad, Aufzeichnung und Bikecomputer starten und nach hinreichend weiter Fahrt Differenz ermitteln und Einstellung am Bikecomputer korrigieren.

Ciao
Der Frosch - Conti GP3000 auf Mavic Open4CD: 2082
C.

Zeeroo
23.07.2004, 00:33
Messung unter Belastung (9 bar): 2120, auf den Millimeter. :D


:eek: Du fährst mit Balonreifen??

23x6
23.07.2004, 00:40
Da war ich nicht ganz präzise, hätte: "... die längere der beiden Katheten..." heißen müssen, tschulligung.

Allright!


Denk' noch mal drüber nach;).

Hab' ich schon, vielleicht komme ich einfach nicht auf Deinen Ansatz. Kannste nicht mal 'ne Skizze posten? ;)


Kann ich so nicht nachvollziehen (Variablen nicht deklariert).

Na, Du wirst doch wohl ein kathesisches Koordinatensystem kennen! :eek:


Entweder die "Kreidemethode", die eigentlich auch schon unnötig kompliziert ist, oder Blick in die Bedienungsanleitung...

Wenn die Bedienungsanleitungen mal stimmen würden. Ciclosport und Sigma schreiben für 700x23c einen Umfang von 2133 mm rein. Das ist dann doch ein bißchen viel.

23x6
23.07.2004, 00:41
:eek: Du fährst mit Balonreifen??

Nö. Schwalbe Stevio. :D

ritzenflitzer
23.07.2004, 05:51
abrollmethode belastet/unbelastet

bei faltreifen z.b. veloflex oder conti 3000 werte zwischen 2.095 und 2.115

schlauchreifen so um die 2.100

2.170 oder so meines erachtens viel zu hoch und unrealistisch

sik
23.07.2004, 08:33
Hallo,

den Radumfang habe ich über zwei Methoden ermittelt (Felgen sind Mavic
Open Pro, Reifen: Hutchinson Fusion Comp, gefahren mit 8,5 bar am VR):

1. Aufs Rad setzen, eine Umdrehung abrollen und Abstand
der zwei Punkte messen. Da komme ich auf 2108 mm.

2. Mit dieser Einstellung im HAC4 wurde mehr Strecke angezeigt
als in der Digitalkarte Bayern 3DSüd berechnet waren. Diese Karte
berechnet die Weglängen sehr genau, das wird von
Vermessungsingenieuren bestätigt. Deswegen den Radumfang im Tacho
verringert, liegt jetzt bei 2104. Damit stimmt es bei 100 km auf 100-300 m
genau - die erreichte Genauigkeit reicht mir.

Durch Temperaturschwankungen im Reifen (Lufttemp., Erwärmung
der Felgen durch Bremsen bei längeren Abfahrten usw.) und damit
Druckschwankungen im Reifen wird es wohl auch nicht mehr viel genauer
gehen ... Bei den Geschwindigkeitsmessanlagen wird jetzt endweder
der gleiche Wert wie bei mir auf dem Tacho oder ein leicht höherer
(1 km/h) angezeigt... ;)

SIK

axo
23.07.2004, 08:54
man kann die genauigkeit noch erhöhen, indem man das rad mehrfach abrollt, mit einem 10m maßband kann man z.b. 4 volle radumdrehungen messen und dadurch ablesefehler erheblich minimieren. ich persönlich bin aber auch mit den angaben aus der anleitung immer gut gefahren...

Raymund
23.07.2004, 08:55
HAllo,

ich empfehle Methode Refferenzstrecke:
Bekannt lange Strecke abfahren, Differenz ermitteln und EInstellung entsprechend anpassen.
C.

... ist es, auf der Straße anhand der Begrenzungspfosten zB 1 km abfahren und mit Tacho vergleichen.

Ich hab es übrigens noch nie geschafft, Umf oder rad mm-genau zu messen :icon_redf . Deshalb immer vom großen zum kleinen, eliminiert die Meßfehler.

Ciao, R.