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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nabendynamo - Funktionsweise ?



LKG
05.01.2003, 19:00
Hallo,

Wie funktionieren eigentlich Nabendynamos ?

Es müßte doch auch bei ausgeschaltetem Licht ein permanenter Widerstand gegeben sein, oder ?
Ist der groß, bzw. spürbar ?

Zu den Teilen von Shimano (SON ist mir zu teuer)
Ist die Technik anfällig und sind die Dinger zu warten ?

Gruß LKG

Firecycle
05.01.2003, 19:11
HAllo,

funktionieren tun sie im groben wie ein normaler Dynamo.
Widerstand ist immer vorhanden, bei Licht an halt mehr durch die Leistungsabnahme.
Bei Renak kann man Ihn ausschalten, Getriebe, von diesem rate ich aber dringend ab.
Der Son hat die beste Licht(Strom)ausbeute bei allen Geschwindigkeiten und gesetzlichen Vorgaben.
Der Shimano ist ok, hier kann man bei ausgeschalteten Dynamo die Mehrkraft beim Treten erahnen, beim SON merkt man keinen Unterschied.
Wartung brauchen beide eigentlich nicht.

Den Shimano würde ich als Winterlaufrad empfehlen, welches man dann je nach Jahreszeit ein und ausbaut. Den SON kann man das ganze Jahr fahren.

Ivo
05.01.2003, 20:17
Firecycle hat die wichtigsten Sachen schon genannt. Der SON zielt auf ein anderes Publikum als der Shimano. Der SON ist gebaut fuer sportliche Fahrer. Viele Randonneure fahren dan auch SON. Der Shimano ist mehr fuer Altagsraeder gebaut. Dementsprechend unterschiedlich sind auch die Leistungsprofile und Qualitaet.
Der Renak ist sehr gut als Reservesystem, wenn das Hauptsystem eine Akkubeleuchtung ist.

Ivo (SON-Fahrer)

siggi
05.01.2003, 20:27
Hallo

Wenn Du eine gute Beleuchtung mit Nabendynamo suchst, dann schau Dir hier http://siggiruehl.bei.t-online.de/12_v_lampe.htm meine Umbauanleitung an.

siggi

Ivo
05.01.2003, 21:01
Das der SON bei etwa 20km/h 12V liefert sehe ich als einer der groessten Vorteile des SON's. Diese 12V kann man auf mehrerlei Weise benuetzen. Wenn man weiss das man fast immer ueber 20km/h faehrt, dan ist das von dir beschriebene System sehr sinvoll. Wer regelmaessig unter 20km/h faehrt (also nicht jeden Berg auf den 52-er erstuermen kann), ist besser bedient mit 2 2.4W Lampen als Abblendlicht und Fernlicht.

Ivo

siggi
05.01.2003, 21:13
Original geschrieben von Ivo
Das der SON bei etwa 20km/h 12V liefert sehe ich als einer der groessten Vorteile des SON's. Diese 12V kann man auf mehrerlei Weise benuetzen. Wenn man weiss das man fast immer ueber 20km/h faehrt, dan ist das von dir beschriebene System sehr sinvoll. Wer regelmaessig unter 20km/h faehrt (also nicht jeden Berg auf den 52-er erstuermen kann), ist besser bedient mit 2 2.4W Lampen als Abblendlicht und Fernlicht.

Ivo

Hallo

Nicht nur der SON auch der Shimano und alle anderen Dynamos liefern ab 20 Km/h etwa 12 Volt. Das ist technisch bedingt, da der Gesetzgeber ab 10 Km/h 6 Volt, von einem Dynamo verlangt. Der SON bietet aber noch den Vorteil, daß man ihn für verschiedene Laufradgrößen bekommt. Ein 28" Dynamo in einem 26" oder 20" Laufrad macht bestimmt immer gutes Licht.
Das mit 2 2,4W Lampen ist gut aber für das Rennrad eine aufwendige Sache. 20 Km/h sind gar nicht nötig man hat schon ab etwa 15 Km/h eine höhere Lichtleistung gegenüber 6V wenn man nur mit einer 12V Lampe fährt.

siggi

Ivo
05.01.2003, 22:46
Original geschrieben von siggi
Das mit 2 2,4W Lampen ist gut aber für das Rennrad eine aufwendige Sache. 20 Km/h sind gar nicht nötig man hat schon ab etwa 15 Km/h eine höhere Lichtleistung gegenüber 6V wenn man nur mit einer 12V Lampe fährt.

Das montieren ist nicht so aufwendig. Der Marten Gerritsen liefert ja einen kompletten Satz hierzu. Ich habe es mich aber komplizierter gemacht weil ich die Shimano Schalter benuetze, und alles ohne technische Infos geliefert bekam.
Den grossen Vorteil von 2 Lampen finde ich die flexibilitaet. Ich kann die Lampen unabhaenig von einander einstellen, in der Stadt ist ein gutes Fernlicht ja ziemlich blendend fuer andere Fahrer, auf der Landstrasse sehr notwendig. Und als Lichthupe ist das Fernlicht einfach genial, darauf reagieren die Autofahrer sehr gut.

Ivo

PS als du deinen Beitrag am schreiben warst, sprach ich gerade mit der Steffi ueber dich ;-)

Windfänger
06.01.2003, 00:03
Original geschrieben von Ivo
Firecycle hat die wichtigsten Sachen schon genannt. Der SON zielt auf ein anderes Publikum als der Shimano. Der SON ist gebaut fuer sportliche Fahrer.
Dem widersprechen aber die Tests auf Seite http://tandem-fahren.de/Technik/Dynamo/
Dort hat ab 30km/h der Shimano Inter-L ohne den Schalter mit der Spannungsbegrenzung einen besseren Wirkungsgrad als der SON.

Windfänger
06.01.2003, 00:26
Original geschrieben von siggi
Nicht nur der SON auch der Shimano und alle anderen Dynamos liefern ab 20 Km/h etwa 12 Volt. Das ist technisch bedingt, da der Gesetzgeber ab 10 Km/h 6 Volt, von einem Dynamo verlangt. Der SON bietet aber noch den Vorteil, daß man ihn für verschiedene Laufradgrößen bekommt. Ein 28" Dynamo in einem 26" oder 20" Laufrad macht bestimmt immer gutes Licht.
Das mit 2 2,4W Lampen ist gut aber für das Rennrad eine aufwendige Sache. 20 Km/h sind gar nicht nötig man hat schon ab etwa 15 Km/h eine höhere Lichtleistung gegenüber 6V wenn man nur mit einer 12V Lampe fährt.

Um das mal etwas zu präzisieren: Klauenpolgeneratoren, wie sie die meisten Dynamos sind (Ausnahme:
Dynosys lightSpin (http://www.dynosys-ag.ch/indexd.html)) funktionieren in ihrem Arbeitsbereich anähernd wie Konstantstromquellen, denn das erwies sich wohl als einfachste Methode, bei unterschiedlichen Drehzahlen ungefähr gleiche Spannungen zu liefern - ohne Regelelektronik oder dergleichen.
Das bedeutet, halbiert sich der Lastwidersand, verdoppelt sich die Spannung. Schaltet man zu den 2.4+0.6 Watt der "normalen" Beleuchtung noch eine 3Watt Beleuchtung in Serie, liefert der Dynamo statt 6Volt, 12Volt sofern die Drehzahl hoch genug ist, und man hat 3Watt zusätzlich herausgekitzelt. Das ganze ist irgendwo im Web auch noch mal ausführlicher erklärt, aber ich hab' das Link gerade nicht zur Hand.

Allerdings funktiniert das nur, wenn der Dynamo nicht über einen Überspannungsschutz verfügt (Im einfachsten Fall zwei Zenerdioden), den müßte man vorher ausbauen/deaktivieren.

(Wo wir schon dabei sind, tschuldigung wenn ich langweile...)

Darum brennt bei der einfachen, traditionellen Beleuchtung ohne solche Schutzverkehrungen ja auch hinten so leicht das Birnchen durch, wenn vorne der Scheinwerfer ausfällt: Ohne die parallel geschaltete 2,4Watt Last steigt sofort die Spannung an, um den gleichen Strom, der vorher durch beide Lampen floß, durch das hintere Birnchen allein zu pumpen. Selbst bei einigen LED-Lampen, wie denen von BUMM z.B. muß man da vorsichtig sein, wenn die kaputt gehen wird das richtig teuer.

effedeluxe
06.01.2003, 00:32
Original geschrieben von Windfänger

Um das mal etwas zu präzisieren: Klauenpolgeneratoren, wie sie die meisten Dynamos sind (Ausnahme:
Dynosys lightSpin (http://www.dynosys-ag.ch/indexd.html)) funktionieren in ihrem Arbeitsbereich anähernd wie Konstantstromquellen, denn das erwies sich wohl als einfachste Methode, bei unterschiedlichen Drehzahlen ungefähr gleiche Spannungen zu liefern - ohne Regelelektronik oder dergleichen.
Das bedeutet, halbiert sich der Lastwidersand, verdoppelt sich die Spannung. Schaltet man zu den 2.4+0.6 Watt der "normalen" Beleuchtung noch eine 3Watt Beleuchtung in Serie, liefert der Dynamo statt 6Volt, 12Volt sofern die Drehzahl hoch genug ist, und man hat 3Watt zusätzlich herausgekitzelt. Das ganze ist irgendwo im Web auch noch mal ausführlicher erklärt, aber ich hab' das Link gerade nicht zur Hand.

Allerdings funktiniert das nur, wenn der Dynamo nicht über einen Überspannungsschutz verfügt (Im einfachsten Fall zwei Zenerdioden), den müßte man vorher ausbauen/deaktivieren.

(Wo wir schon dabei sind, tschuldigung wenn ich langweile...)

Darum brennt bei der einfachen, traditionellen Beleuchtung ohne solche Schutzverkehrungen ja auch hinten so leicht das Birnchen durch, wenn vorne der Scheinwerfer ausfällt: Ohne die parallel geschaltete 2,4Watt Last steigt sofort die Spannung an, um den gleichen Strom, der vorher durch beide Lampen floß, durch das hintere Birnchen allein zu pumpen. Selbst bei einigen LED-Lampen, wie denen von BUMM z.B. muß man da vorsichtig sein, wenn die kaputt gehen wird das richtig teuer.

AHA - ich geh jetzt besser pennen:D
viel zu kompliziert zu später stund :-)

machts gut....

effe

Windfänger
06.01.2003, 01:25
Nicht das was ich gemeint hatte, aber auf Schmidts (dem S in SON) Homepage gibt's auch ein paar Infos dazu:
http://www.nabendynamo.de/12vinfo.htm

Ivo
06.01.2003, 10:38
Original geschrieben von Windfänger

Dem widersprechen aber die Tests auf Seite http://tandem-fahren.de/Technik/Dynamo/
Dort hat ab 30km/h der Shimano Inter-L ohne den Schalter mit der Spannungsbegrenzung einen besseren Wirkungsgrad als der SON.

Da interpretiere ich die Testresultate doch anders. Nur in einen kleinen Teil vom Leistungsspektrum ist Shimano besser, nachts ueber 30km/h. Und das nur im Vergleich mit einer Lampe. Tagsueber bei gleicher Geschwindigkeit liegt die Sache eindeutig anders, und in den anderen Geschwindigkeitsbereichen auch. Und dan reden wir noch nicht von der Verarbetung.
Uebrigens kan man bei der Shimano Lichtschaltung ganz einfach die Zenerdiode de-aktivieren. Einer der 2 Kabeln ohne Kabelschuh nicht anschliessen, und die Diode ist aus den Stromkreis herausgelassen. Der andere Kabelschuhloser Kabel zusammen mit einer der Kabelshuhe am Dynamo anschliessen, Kabelshchu 2 an der Lampe. Shimano benuetzt der Rahmen als Masseverbindung, SON ist Isoliert. Bei benuetzung eines Shimano Schalters mit SON Dynamo ist also ein extra Massenkabel notwendig.

Ivo

siggi
06.01.2003, 21:49
Hallo Ivo

Der Shimano Dynamo hat seit etwa zwei Jahren auch ein Massekabel und eine zweiploige Steckverbindung.

siggi