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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Chinakracher mit SChaltproblemen



krisskross1969
12.05.2014, 21:29
Kürzlich habe ich den folgenden Chinakracher mit interner Schaltzugführung erstanden.

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Während des Aufbaus war ich äußert erfreut, dass sich die Schaltzüge völlig problemfrei und ohne Liner durch den Rahmen legen ließen.

Nach dem Aufbau kam dann aber die Ernüchterung, dass die Schaltung nicht so wollte, wie sie eigentlich soll.

Ich habe aktuell folgende Komponenten am Start:

Schalthebel Dura Ace 7800 (Wäscheleine 10-fach)
Schaltwerk 105 5700 10-fach
Umwerfer Ultegra 6600 10-fach
Kette Tiagra 10-fach Neu
Kassette CS5600 12-27 Neu
Kurbel Dura Ace 53/39 7700 Octalink mit entsprechendem Innenlager
Zughüllen Promax
Endkappen Jagwire Alu
Zug Rose Teflon beschichtet

Diese Komponenten waren in dieser Kombination bereits an einem anderen Rad verbaut und haben einwandfrei harmoniert.

Wenn ich nun schalte, werden die Gänge entweder gut nach oben oder unten geschaltet aber nicht in beide Richtungen.
Den Schalthebel rechts und das Schaltwerk habe ich bereits nacheinander getauscht. Ohne Erfolg.
Das Schaltauge habe ich penibelst ausgerichtet. Ohne Erfolg.
Auch die B-Screw ist nach Vorschrift eingestellt.
Die Züge habe ich nur mit dem guten Shimano Silikonfett geschmiert.
Die Schalthebel wurden ebenfalls zunächst mit WD40 gespült und dann mit Silikonspray geschmiert.

Da ja jeweils in eine Richtung gut geschaltet werden kann und die Zughüllen neu sind, verdächtige ich die Zugführung im inneren des Rahmens bzw. die Anschlägen für die Zugendkappen am Rahmen

Ich habe schon überlegt, ob es nicht eine Option ist, eine Schaltzughülle vom Schalthebel bis zum Schaltwerk zu verlegen. Wenn das im Rahmen passieren soll muss ich aber die Anschläge aufbohren. Da ich aber nicht weiß, ob genügend Platz im Rahmen für die Zughülle ist, habe ich bis jetzt die Finger davon gelassen.

Weiß jemand von Euch welchen Druchmesser die Zugführung im Rahmen hat? Bekommt man da eine Schaltzughülle durch?
Macht das überhaupt Sinn?

frankie-w
12.05.2014, 21:38
Hi,

original Shimano Zughüllen nehmen.
Alles andere ist Murcks bei Innenverlegung.

meint der frankie

bauing
12.05.2014, 21:39
Eine Idee: Kannst du ausschließen, dass die innenverlegten Züge sich im Rahmen nicht kreuzen und dadurch das Schaltverhalten negativ beeinflußen?

krisskross1969
12.05.2014, 21:48
Hi,

original Shimano Zughüllen nehmen.
Alles andere ist Murcks bei Innenverlegung.

meint der frankie

Die Schaltzughüllen werden nicht im Rahmen verlegt sondern nur bis zur Eintrittsöffung am Oberrohr bzw. ab Austrittsöffnung an der Kettenstrebe. Auf das, an dem sich der Zug im inneren reibt, habe ich keinen Einfluss.

Es muss aber ein Zugführung im Inneren geben, sonst könnte ich den Zug nicht einfach einführen und durch den Rahmen schieben, er kommt ja jedes Mal widerstandlos an der Austrittsöffnung an, ohne sich im Rahmeninneren zu "verirren".

G.Fahr
12.05.2014, 22:02
Experimentiere damit im Inneren: http://www.roseversand.de/artikel/teflonhuelle/aid:119647

Superhenni
12.05.2014, 22:33
oder Nokon Züge, die laufen komplett durch mit dem Liner, würde aber vorher probieren, ob die interne Zugführung den Durchmesser auch her gibt

sysiphus
12.05.2014, 22:37
Spontaner Verdacht auf nicht satt anliegende Außenhüllen. Entweder ist in den Endtüllen noch etwas Spiel zur Aussenhülle bzw. diese ist nicht gerade abgelängt worden oder die Endtüllen sitzen nicht korrekt in den Anschlägen.
Es kann auch sein, dass die Anschläge am Rahmen keinen sauberen Sitz zulassen, weil sie nicht korrekt ausgeformt sind.

Unbedingt mal überprüfen.

Iwanow
12.05.2014, 22:44
Vermutlich liegt das Problem weniger am China-Rahmen als an der internen Zugführung überhaupt. Der Zug muss halt über seine gesamte Länge in einer Hülle geführt werden, die, so gut sie auch sein mag, immer Reibung erzeugt. Ich selbst habe auch einen China-Rahmen mit interner Zugführung. Die Probleme sind bei mir nicht so gravierend wie von Dir beschrieben, aber im Prinzip die gleichen: Beim Schalten aufs kleinere Ritzel will die Kette nicht so recht, weil die Federkraft am Schaltwerk nicht ausreicht, den Zug entsprechend zu ziehen. Es fehlt immer das letzte bisschen. Wenn ich die Einstellschraube ein wenig reindrehe geht's besser, dafür macht das Schalten aufs größere Ritzel Probleme. Ich habe eine Einstellung gefunden, mit der ich leben kann. Schaltvorgänge in Sekundenbruchteilen, wie ich sie von Rädern mit externer Zugführung gewohnt bin, sind es aber nicht. Ich hoffe nur, dass sich das ganze nicht verschlimmert, wenn im Laufe der Zeit Feuchtigkeit und Staub eindringen.

krisskross1969
17.05.2014, 12:00
Vielen Dank erst mal für Eure Tipps.

Ich habe das Problem jetzt durch den Austausch der Schaltzughüllen und Schaltzüge minimiert.
Dabei habe ich auf die Produkte des japanischen Marktführers zurückgegriffen und mich für die teuren polymerbeschichteten Züge entschieden.
Außerdem habe ich die Zugführung im Rahmen mit Siliconöl "gespült".
Jetzt ist das Problem zwar noch latent vorhanden, aber die Schaltung tut schon deutlich besser das, was sie tun soll.

Was mir aber keine Ruhe lässt, ob es nicht möglich ist die Schaltzugegenhalter aufzubohren und die Schaltzughülle durch den ganzen Rahmen vom Hebel bis zum Schaltwerk zu führen?

Weiß jemand zufällig, ob es dafür überhaupt genügend Platz im Innern des Rahmen gibt?
Gerade im Bereich über dem Tretlager könnte es ja eng werden.
Der Zug ließ sich ja relativ einfach durch den Rahmen fädeln, daher gehe ich davon aus dass es keine allzu starken Biegungen geben dürfte.

Timbox
17.05.2014, 12:10
Wenn du den Rahmen aufbohrst, musst du auch noch die Liner entfernen (die sind ja sonst im Weg).
Ob die verklebt sind kann dir nur der Hersteller sagen.

AM Lager kannst du einfahc mit einem Stück Bremshülle testen.