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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 20 Jahre altes BASSO vs. neue (Carbon-)Radtechnik: schneller?



atp50
15.06.2014, 21:33
Ich fahre seit fast 2 Jahrzehnten als Hobbyradler ein BASSO und bin damit immer noch zufrieden. Ca. 3 mal in der Woche fahre ich leicht hügelig zwischen 40 und 90 Kilometern bei einem Schnitt von ca. 25-28 km/h.

Gibt es Erfahrungsberichte und Vergleiche von Fahrern, die den Leistungsunterschied von Rädern von über 10 bis 20 Jahren zu heute, beispielsweise Carbonrädern, feststellen konnten? Gibt es überhaupt messbare Vorteile? Falls ja, von wie viel Prozent kann ausgegangen werden?

Ich freue mich über Antworten.

Viele Grüße,
Torsten

G.Fahr
15.06.2014, 21:47
Schneller nicht, aber: Nach 20 Jahren braucht es doch keine rationalen Argumente, um mal auf was Neues zu setzen. Kaufen! Man lebt nur einmal.

Oliver73
15.06.2014, 21:51
Schneller nicht, aber: Nach 20 Jahren braucht es doch keine rationalen Argumente, um mal auf was Neues zu setzen. Kaufen! Man lebt nur einmal.

Wenn ich wählen dürfte zwischen Carbon und nochmal 20 Jahre jünger, ich würde mich fürs reduzierte Alter entscheiden.

Alter kann man nicht trainieren. Schneller fahren mit Alu als mit Carbon geht immer:D

Dunkler Keiler
15.06.2014, 22:06
In Anbetracht der permanent schlechter werdenden Straßen in D bin ich mit Carbon, Niedrigprofil-LR mit 25mm Reifen messbar schneller. Älter jedoch wird jeder. Das ist nicht einzurechnen, denn ich überhole genauso oft jüngere wie ich von von alten Säcken mit Finisher-Trikots aus den 80'ern gnadenlos versägt werde.

atp50
15.06.2014, 22:12
Schneller nicht, aber: Nach 20 Jahren braucht es doch keine rationalen Argumente, um mal auf was Neues zu setzen. Kaufen! Man lebt nur einmal.

Ei sischer, ABER: mit Carbon "muss" man mich überholen, mit meinem Basso "kann" ich überholen. Aber im Ernst: gibt es keine Vergleiche? Wenn da nicht einige Prozente schneller drin sind, dann fühle ich mich auf meinem Basso, dass es nur einmal gibt, weiterhin wohl.

Wer kann mich auf der Basis von Fakten überzeugen, dass die Carbonies schneller sind?

Dr.Hannibal
15.06.2014, 22:24
Borg dir mal ein aktuelles Carbon Rad aus und fahr damit. Du wirst sehen um wieviel das besser geht. Ich hab es auch nicht geglaubt. Das geht ab wie Schwein!

Nordlys
15.06.2014, 22:33
Auf meiner Hausrunde bin ich mit Alu, Stahl und Carbon gleich schnell und dass obwohl mehr als 2 kg Differenz Radgewicht dazwischen liegen. Da die Tagesform die entscheidendere Rolle spielt, hat die Investition in eine bessere Matratze mich schneller gemacht als das Tuning an den Rädern.

Tom vom Deich
15.06.2014, 22:38
Wenn du bisher einen 25-28er Schnitt gefahren bist, wird sich daran durch Carbon auch nichts ändern. Das alte Basso ist aerodynamischer als jeder Alu- oder Carbonrahmen, der nicht speziell auf Aero getrimmt wurde. Ob du jetzt 3sec früher an der roten Ampel stehst oder nicht macht auch keinen Unterschied. Wenn man mit mehreren fährt, kommt man eh mit denen auch an, egal, was man fährt, macht man zwischendurch mal einen Tritt mehr um dran zu bleiben. Als Hobbyfahrer kann man sich das ganze Marketinggelaber ersparen, wenn da was Wahres dran wäre, würden manche Räder schon von selber losrollen, soviel Watteinsparung wollen die Hersteller einem vorgaukeln.
Es gibt sogar inzwischen eine Anti Schnell unterwegs Bewegung, um den Trainingseffekt zu erhöhen. Dazu lässt man sich ein Stahlrad extra aus schweren, voluminösen, unnachgiebigen Rohren bauen mit einem Steuerrohr Trum, der wie ein Monolith im Wind steht. Klar, dass so ein Rad auch bei Bodenwellen hüpft.
Also fahr dein Basso weiter und erfreue dich daran.

FlyingDutchman
15.06.2014, 22:49
Ei sischer, ABER: mit Carbon "muss" man mich überholen, mit meinem Basso "kann" ich überholen. Aber im Ernst: gibt es keine Vergleiche? Wenn da nicht einige Prozente schneller drin sind, dann fühle ich mich auf meinem Basso, dass es nur einmal gibt, weiterhin wohl.

Wer kann mich auf der Basis von Fakten überzeugen, dass die Carbonies schneller sind?

Ich fahre ähnlich hügelige Profile wie Du, ca. 600 hm auf 60 km.
Mal mit Alu (10J, 1700gr), ein Colnago C40 (12J alter Carbon 1250 gr), Titan (5J, 1300 gr) und Carbon (2J, 960 gr). Die Unterschiede sind nicht messbar. Präsizer gesagt: nicht verlässlich unter gleichen Bedingungen reproduzierbar. Wind und Tagesform sind m.E. deutlich signifikantere Faktoren. Ich habe immer einen Schnitt 26-29, egal, welches Rad.

Meine beiden alten Stahlrenner fallen dagegen sichtbar ab. Da schaffe ich einen Schnitt von 25-26.
Ich vermute jedoch, dass sich - zumindest bei mir - Ursache und Wirkung schneiden. Ich nehme einen Stahlrenner, wenn ich es gemütlich angehen lassen will :) und gebe halt nicht Vollgas.

Ungeachtet der "echten" Geschwindigkeiten spielt das psychologische Moment eine große Rolle. Die modernen Rahmen mit modernen Komponenten vermitteln ein Gefühl von Steifigkeit und Schnelligkeit. Selbst wenn ich gar nicht schneller bin - ich habe den Eindruck, dass ich es bin. Und diese psychologische Faktor kann gleichzeitig mehr Leistung aus mir herauskitzeln, so dass ich am Ende tatsächlich schneller bin. Aus dieser Perspektive "lohnt" ein modernes Rad allemal.

Ein dritte Aber, das ich bei mir festgestellt habe. Ich baue alle meine Räder selbst auf, bin bei jedem Aufbau sehr gespannt, wie es sich fahren wird. Und meine Erwartung ist wohl jedesmal zu hoch, so dass ich bei den ersten Ausfahrten eher immer enttäuscht bin. Tendenziell hatte ich immer einen größeren Unterschied zu dem vorhergehenden Rad erwartet, den es dann nicht gab. Erst nach vielen weiteren Ausfahrten spüre ich dann deutlich zurückhaltender die unterschiedlichen Nuancen.

Aber vermutlich ist das alles Quatsch - ich habe immer noch nicht ausreichend gutes Material :D und sowieso nicht genügend Bums in den Beinen :D

Quarkwade
16.06.2014, 08:39
Such Dir die passende Antwort aus:

1. Ja, neue teure Rennräder bringen zusätzlichen Speed und Spaß. Außerdem Distinktionsgewinne von anderen Radlern. Alte Räder haben meist "weichgetretene" Rahmen;) und taugen höchstens noch als Winterrad. Da aber sind sie unersetzbar - "Denn der Sommersportler wird im Winter gemacht".:applaus:

2. Nein, alles Quatsch. Du springst nur dem Marketinggesülze der Industrie auf. Das alte Rad ist genau so schnell wie es der Fahrer will. Investier den angedachten Kaufpreis lieber in Trainingslager oder in Blumen für die Gattin, damit sie nicht allzu sauer ist wenn Du ständig trainierst. :eek: Dann wirst Du schneller sein als die meisten Carbon- Aficionados.:applaus:

marathonisti
16.06.2014, 09:04
Wenn ich wählen dürfte zwischen Carbon und nochmal 20 Jahre jünger, ich würde mich fürs reduzierte Alter entscheiden.

Alter kann man nicht trainieren. Schneller fahren mit Alu als mit Carbon geht immer:D

Genauso siehts aus :D

Herwig
16.06.2014, 09:16
Servus,

meine Erfahrung diesbezüglich (Stahlrahmen vs. hochsteifen Alurahmen):

der Rahmen hat beim Umstieg nicht spürbar schneller gemacht. Allerdings der Umstieg von Rahmenschalthebel auf STIs , das ist eine andere Welt. Das hat echt schneller gemacht.

Viele Grüße
Herwig

lucabrasi
16.06.2014, 10:05
grundsätzlich kann man eine 25-28 km/h runde auch auf einem trekkingrad absolvieren

oder man kann drei stunden mit 200 watt auf einem passend eingestellten klapprad fahren, trainingseffekt ist identisch zu einer 200 watt fahrt auf einem 10t € rad

die frage ob und warum man bei gleicher leistung schneller sein möchte muss sich jeder selber beantworten

einer der urgesteine der profiteamchefs, ich glaube lefevre wars, hat mal gesagt, dass der enorme anstieg der durchschnittsgeschwindigeit bei der tour in den 90ern und 00ern nur zum teil auf doping sondern größtenteils aufs material zurückzuführen sei....

ich habe auch noch mein altes colnago von 1982 das gelegentlich bewegt wird, ich bin immer wieder über die sensationelle materialentwicklung erstaunt wenn ich da drauf sitze.....

serum
16.06.2014, 10:17
Ei sischer, ABER: mit Carbon "muss" man mich überholen, mit meinem Basso "kann" ich überholen. Aber im Ernst: gibt es keine Vergleiche? Wenn da nicht einige Prozente schneller drin sind, dann fühle ich mich auf meinem Basso, dass es nur einmal gibt, weiterhin wohl.

Wer kann mich auf der Basis von Fakten überzeugen, dass die Carbonies schneller sind?

Wenn du deine Zeit rauf nach Alpe d'Huez verbessern willst, dann kauf dir einen leichten Carbonrahmen.

Allgemein werden Rahmen nach meiner Erfahrung sehr überschätzt. Gute Laufräder halte ich für wichtiger, die machen eher einen Unterschied - viel schneller aber auch nicht.

salo k.
16.06.2014, 10:22
....die Antwort

http://radstars.at/36122/haiminger-bergrennen-wahnsinn-k-steinkeller-siegt-mit-moser-rennrad-nosig-2-traxl-3/

schs
16.06.2014, 10:29
Ich kann im direkten Vergleich zwischen einem Radl aus den 70er Jahren und aktuellem Zeugs feststellen, dass v.a. gute Bremsen schneller machen :) Auf Abfahrten auf meinen Hausrunden ist schon ein erheblicher Unterschied, ob ich kurz vor Kurven knackig anbremsen kann oder ob ich dauernd etwas an der Bremse hänge. In Steigungen bin ich selbst der limitierende Faktor, nicht das Radl (Stichwort "Quarkwade"), da hilf auch kein Carbon :D

lucabrasi
16.06.2014, 10:32
....die Antwort

http://radstars.at/36122/haiminger-bergrennen-wahnsinn-k-steinkeller-siegt-mit-moser-rennrad-nosig-2-traxl-3/

...auf was ?

äpfel und birnen

salo k.
16.06.2014, 10:52
...auf was ?

äpfel und birnen



Thema: 20 Jahre altes BASSO vs. neue (Carbon-)Radtechnik: schneller?

lucabrasi
16.06.2014, 11:01
Thema: 20 Jahre altes BASSO vs. neue (Carbon-)Radtechnik: schneller?

ja, der sieger eines rennen fuhr ein altes rad, was willst du damit belegen?
dass altes räder schneller sind ?
dass das material egal ist?

oder dass der sieger an dem tag soviel watt mehr getreten hat als die anderen, dass er den materialnachteil kompensieren konnte?

relevant wäre dein psot nur, wenn der sieger die gleiche strecke mit der gleichen wattzahl auf einem anderen rad nochmal hochgefahren wäre


wenn sich mehr als zwei parameter eines vergleichs ändern, kann man keinen rückschluss mehr auf einen parameter ziehen,


sollte man wissen....

accattone
16.06.2014, 11:07
Um mal etwas Sachlichkeit in die Diskussion zu bringen , denke ich , dass es hier kein entweder oder gibt.
Ein 20 Jahre altes Rad hat seine Berechtigung , genauso wie auch ein Modernes.
Und Alles dazwischen , drüber und drunter auch.

Vielleicht auch ein Grund , warum bei vielen die Kellertür kaum noch aufgeht , vor lauter Rädern.


Mit einem aktuellen Carbonrad , selbst aus der Einsteigerversenderliga, kannst du evtl. deinen Radius etwas erhöhen, nicht weil du unbedingt schneller bist, sondern weil es einfach viel komfortabler zu fahren ist.
Mein "Aluklassiker" ist einfach bretthart, sicher kann man das mit Anbauteilen alles entschärfen, hab mir dann aber doch eine Carbonrakete gekauft und es nicht bereut.

PuigMajor
16.06.2014, 11:37
Da muß ich jetzt auch mal meinen Senf zu loswerden ..
Fahre seit über 20 Jahren, bis zu 10tkm im Jahr, 2x pro Jahr Trainingslager auf Malle und habe z.Z. fünf Räder, die ich alle selbst zusammengestellt und aufgebaut habe.
Wenn ich zum Training fünf mal nacheinander zügig den gleichen Hügel hochfahre kommen mit unterschiedlichen Rädern bestimmt ein paar Sekunden Differenz raus. Mache ich mit Freunden eine entspannte Sontagsausfahrt ist es völlig egal auf welchem Rad ich sitze.
Viel wichtiger ist doch aber das Gesamtkonzept und das erkennt man m. M. nach erst nach längeren Fahrten. So nach 150km Solofahrt bei ordentlich Wind im Januar auf Malle gibt es groß Unterschiede, die sich natürlich auf die Zeit auswirken. Stichwort: Komfort
Da sind zwei Dinge für mich entscheidend:
1. Wie fühlt sich ein Rahmen an, wie liegt er auf der Strasse.
Ein knallharter dünnwandiger Alurahmen (z.B. Principia) aus 2002 fährt sich völlig anders als ein aktueller Carbonrahmen.
2. Wie ist die Gesamtgeometrie, wie sitze ich auf dem Rad. Mit der riesen Auswahl an unterschiedlichen Anbauteilen (Vorbau,Lenker,Sattel,Sattelstütze) lassen sich ähnliche Rahmen sehr unterschiedlich verwirklichen.
Allein schon der Vergleich von alten STI,s zu den aktuell geformten Teilen ist für mich ein großer Unterschied und verändert das Sitzgefühl immens.
Im Prinzip ist es aber eine Typfrage, ich habe Freunde, die interssiert das alles nicht und fahren einfach. Manche davon garnicht schlecht und mit viel Freude. Andere verzweifeln das ihr neuer LRS sie auch nicht schneller macht ..
So ist das einfach, und jeder wie er will ..
MEINE MEINUNG

fluppy
16.06.2014, 14:05
Den größten Unterschied werden die ganzen Anbauteile machen. Allein der Unterschied zwischen einer ultegra 6600 und der aktuellen super record ist schon enorm. Bremst wesentlich besser.

Bin grad von einem alulenker auf deda carbon umgestiegen. Das merkt man nach 500 metern. Der carbonlenker hat eine viel bessere dämpfung und fängt die ganzen schläge ab. Fährt sich viel angenehmer.

Ebenso der wechsel von alulaufrädern zu leichten carbonfelgen. Das rad war auf einmal viel wendiger.

Fahr mal ein aktuelles rad zur Probe. Wirst sofort den Unterschied merken. Ob das messbar schneller macht kann ich nicht sagen. Ist aber eine andere (schöne) neue welt.

tonio
16.06.2014, 14:24
Habe mein altes Alu-Bike immer geliebt. Im Nachhinein muss ich sagen, dass es einfach zu hart war. Anbauteile habe ich weitestgehend übernommen, daran lag es nicht. Der Apperat war einfach bretthart. Hatte auch was, aber mein alter Stützapperat freut sich über den neuen Rahmen, möglicherweise auch über das längere Steuerrohr.

Superhenni
16.06.2014, 14:52
Schneller ist man mit einem aktuellen Rad, abgesehen vom Gewicht schon, was zu einem kleinen Teil sicher der Aerodynamik geschuldet ist, zum erheblicherenjadoh, dass weniger Antriebsenergie im System stecken bleibt. Das spielt aber alles nur eine Rolle, wenn man das Rad wirklich einigermaßen am Limit bewegt. Ein erheblicher vorteil guter aktueller rahmen, ob nun Alu oder Carbon ist meiner Meinung nach, dass die Rahmen wehsentlich steifer sind, gerade im Vergleich mit alten Stahlrahmen. Gerade beim Bergabfahren oder hohen Geschwindigkeiten, waren die doch sehr Flatteranfällig. Ich bin in der Zeit viele verschiedene gefahren und wirklich befriedigend war nix davon. Von der warte bringt meiner Meinung nach ein aktueller Rahmen mehr Fahrsicherheit. Dass ist sicher für die Meisten der eigentliche Vorteil.

atp50
18.06.2014, 08:47
Vielen Dank für die Berichte und Meinungen.

Unerwähnt sollte nicht der Hinweis des Inhabers einer deutschen Edelradschmiede im Taunus sein, dem ich ebenfalls dieser Tage diese Frage gestellt habe: "10 bis 15%" schneller seien da bestimmt für mich drin!

Das Geld habe ich nunmehr in eine sehr gute Matratze und in ein Blumen-Abo für meine Frau investiert; zudem in einen kleinen Aufkleber "Carbonsäger", der hinten auf die Sattelstütze kommt.

FlyingDutchman
18.06.2014, 08:52
Das Geld habe ich nunmehr in eine sehr gute Matratze und in ein Blumen-Abo für meine Frau investiert; zudem in einen kleinen Aufkleber "Carbonsäger", der hinten auf die Sattelstütze kommt.

Keine schlechte Entscheidung. Vielleicht ein bisschen spaßfrei, aber mindestens genauso sinnvoll :D

Tom vom Deich
18.06.2014, 11:17
Schneller ist man mit einem aktuellen Rad, abgesehen vom Gewicht schon, was zu einem kleinen Teil sicher der Aerodynamik geschuldet ist, zum erheblicherenjadoh, dass weniger Antriebsenergie im System stecken bleibt. Das spielt aber alles nur eine Rolle, wenn man das Rad wirklich einigermaßen am Limit bewegt. Ein erheblicher vorteil guter aktueller rahmen, ob nun Alu oder Carbon ist meiner Meinung nach, dass die Rahmen wehsentlich steifer sind, gerade im Vergleich mit alten Stahlrahmen. Gerade beim Bergabfahren oder hohen Geschwindigkeiten, waren die doch sehr Flatteranfällig. Ich bin in der Zeit viele verschiedene gefahren und wirklich befriedigend war nix davon. Von der warte bringt meiner Meinung nach ein aktueller Rahmen mehr Fahrsicherheit. Dass ist sicher für die Meisten der eigentliche Vorteil.

Zur Flatteranfälligkeit kann ich nichts sagen, das hatte ich selbst mit dürren 531 Reynolds Rahmen noch nie. Auch dass die Energie im System verpuffte nicht, hatte mehrfach schon den Rahmen auf rot glühende Stellen untersucht, nicht einmal kleinste Erhitzungen im Tretlagerbereich waren eruierbar. Was müssen noch in den 90ern für Wahnsinnskerle unterwegs gewesen sein, die bei der Tour mit Energie verpuffenden Stahlrahmen Etappenschnitte auf ähnlichem Schnitt-Niveau wie heute fuhren.

Fidelity
18.06.2014, 11:28
Was müssen noch in den 90ern für Wahnsinnskerle unterwegs gewesen sein, die bei der Tour mit Energie verpuffenden Stahlrahmen Etappenschnitte auf ähnlichem Schnitt-Niveau wie heute fuhren.

Ähhh, EPO? :D

Zur Eingangsfrage: letztes Jahr vom allerdings etwas älteren (25 Jahre) Casati, SLX, C-Rcord/Dura Ace gemixt (doch, doch, damals ging das noch) auf ein Bianchi Oltre mit Record 11 gewechselt.

Ich liebe mein Casati, aber da liegen fahrtechnisch gesehen Welten zwischen. Fürs Posen immer das Casati, zum schnell fahren (was für mich schnell ist ;)) nur noch das Bianchi.

Patrice Clerc
18.06.2014, 11:30
Servus,

meine Erfahrung diesbezüglich (Stahlrahmen vs. hochsteifen Alurahmen):

der Rahmen hat beim Umstieg nicht spürbar schneller gemacht. Allerdings der Umstieg von Rahmenschalthebel auf STIs , das ist eine andere Welt. Das hat echt schneller gemacht.Aber auch nur in einem Rennen (wo du z.B. in einem Feld fährst). Im Training macht nicht mal das was aus.

Ich fahre - u.a. - zwei Velos mit Unterrohrschalthebel (Peugeot mit klassischem Stahlrahmen und Cannondale 2.8). Damit bin ich im Rahmen der üblichen Schwankungen gleich schnell, wie mit aktuellem Carbon und STIs. Einzig bei den Bremsen bilde ich mir leichte Verbesserung im Laufe der letzten 30 Jahre ein, aber messbar schneller macht das - wiederum im Rahmen der üblichen Schwankungen - ebenfalls nicht.

G.Fahr
18.06.2014, 11:33
Das Geld habe ich nunmehr in eine sehr gute Matratze und in ein Blumen-Abo für meine Frau investiert.

Sehr gute Kombination und sehr, sehr sinnvolle Entscheidung. Nicht, dass Frau auf die Idee kommt, nach 20 Jahren auf dem alten Stahlbock sich nach etwas Jüngerem, Carbonigerem mit mehr Harz umzusehen, nur damit die Feierabendrunde etwas schneller und mit mehr Leistung absolviert wird.

Superhenni
18.06.2014, 17:54
Zur Flatteranfälligkeit kann ich nichts sagen, das hatte ich selbst mit dürren 531 Reynolds Rahmen noch nie. Auch dass die Energie im System verpuffte nicht, hatte mehrfach schon den Rahmen auf rot glühende Stellen untersucht, nicht einmal kleinste Erhitzungen im Tretlagerbereich waren eruierbar. Was müssen noch in den 90ern für Wahnsinnskerle unterwegs gewesen sein, die bei der Tour mit Energie verpuffenden Stahlrahmen Etappenschnitte auf ähnlichem Schnitt-Niveau wie heute fuhren.

Ich meinte ja auch, das spielt nur eine Rolle, wenn man sich im Grenzbereich von Maschine und Mensch bewegt. Dazu muss man dies natürlich auch tun. Und wie gesagt, ich kann zu allen Rahmen sagen, gegen dass was heute ein normaler Durchschnittsrahmen bitet, war alles, was ich gefahren bin, ob nun Basso, Moser, De Rosa, Cinelli etc. Butterweich im Tretlager Steuerrohrbereich.

philipber
18.06.2014, 18:06
Keine schlechte Entscheidung. Vielleicht ein bisschen spaßfrei, aber mindestens genauso sinnvoll :D

In dieser Kombination (Frau, gute Matratze und Blumen Abo) kann man doch durchaus auch Spaß haben.... 😉😜

salo k.
18.06.2014, 18:37
Sehr gute Kombination und sehr, sehr sinnvolle Entscheidung. Nicht, dass Frau auf die Idee kommt, nach 20 Jahren auf dem alten Stahlbock sich nach etwas Jüngerem, Carbonigerem mit mehr Harz umzusehen, nur damit die Feierabendrunde etwas schneller und mit mehr Leistung absolviert wird.




.......super ! :Applaus::Applaus::drinken2:

Arm Lancestrong
18.06.2014, 18:50
Stahl ist schneller, deswegen fahren ja alle Pro's immer noch mit Stahl durch die Gegend.
Ich glaube mache Fragen beantworten sich von selbst. Ich fahre alle Materialen, obwohl von meinen 18 Räder nur 4 nicht aus Stahl sind.
Bin ich mit schnellen Leuten unterwegs und es wird gehackt, fällt meine Wahl auf Alu oder Carbon. Auf meiner 52 km Hausrunde liegt der Unterschied zwischen 3-5 Minuten.

Arm Lancestrong
18.06.2014, 18:56
Zur Flatteranfälligkeit kann ich nichts sagen, das hatte ich selbst mit dürren 531 Reynolds Rahmen noch nie. Auch dass die Energie im System verpuffte nicht, hatte mehrfach schon den Rahmen auf rot glühende Stellen untersucht, nicht einmal kleinste Erhitzungen im Tretlagerbereich waren eruierbar. Was müssen noch in den 90ern für Wahnsinnskerle unterwegs gewesen sein, die bei der Tour mit Energie verpuffenden Stahlrahmen Etappenschnitte auf ähnlichem Schnitt-Niveau wie heute fuhren.

Ich meine mich zu erinnern, dass ich mal eine Statistik gelesen habe, aus der hervor ging, dass der Schnitt von Stahl über Alu bis zu Carbon, von ca. 38 km/h zu 44 km/h im Gesamt Tourmittel sich entwickelt hat.
Gerade wenn man schnell unterwegs ist sind moderne Gefährte überlegen. Bei der hausrunde mit 27er Schnitt ist das schon eher lattenhagen.

Tom vom Deich
18.06.2014, 19:17
Ich meine mich zu erinnern, dass ich mal eine Statistik gelesen habe, aus der hervor ging, dass der Schnitt von Stahl über Alu bis zu Carbon, von ca. 38 km/h zu 44 km/h im Gesamt Tourmittel sich entwickelt hat.
Gerade wenn man schnell unterwegs ist sind moderne Gefährte überlegen. Bei der hausrunde mit 27er Schnitt ist das schon eher lattenhagen.

Die Unterschiede sind viel geringer, selbst 1993 fuhren viele noch Stahlrahmen von zb Merckx. Schau dir mal die Schnitte hier an, da hat sich die letzten 25 Jahre nicht wirklich viel getan, egal ob Stahl, Alu oder Carbon
http://bikeraceinfo.com/tdf/tdfstats.html

Alpenmonster
18.06.2014, 19:42
Ebenso der wechsel von alulaufrädern zu leichten carbonfelgen. Das rad war auf einmal viel wendiger.

Definitiv nein. Die Wendigkeit des Rades hängt vom Radstand ab, die Laufräder spielen dabei keine Rolle. Leichte Felgen führen lediglich dazu, dass es sich agiler (negativ formuliert: nervöser) anfühlt und die Beschleunigung etwas besser ist.

Alpenmonster
18.06.2014, 19:45
Ich meine mich zu erinnern, dass ich mal eine Statistik gelesen habe, aus der hervor ging, dass der Schnitt von Stahl über Alu bis zu Carbon, von ca. 38 km/h zu 44 km/h im Gesamt Tourmittel sich entwickelt hat.
Gerade wenn man schnell unterwegs ist sind moderne Gefährte überlegen. Bei der hausrunde mit 27er Schnitt ist das schon eher lattenhagen.

Wenn man sich mal klar macht, wieviele Watt das sein müssten, kommt man sehr rasch zur Erkenntnis, dass dies nicht sein kann. Den größten Einfluss auf die Geschwindigkeit hat die Materialentwicklung der letzten 25 Jahre mit Sicherheit auf die Geschwindigkeiten im Einzelzeitfahren.

FlyingDutchman
18.06.2014, 22:52
In dieser Kombination (Frau, gute Matratze und Blumen Abo) kann man doch durchaus auch Spaß haben.... 😉😜

drei Gedanken gleichzeitig:
1. ich bin zu alt, ich erinnere mich nicht mehr
2. ich erinnere mich, da war mal was, aber ich weiß nicht mehr, wie es geht
3. habe alle Kinder, die ich will. Ich bin mit dem Schmuddelkram fertig.
:D

philipber
19.06.2014, 07:10
drei Gedanken gleichzeitig:
1. ich bin zu alt, ich erinnere mich nicht mehr
2. ich erinnere mich, da war mal was, aber ich weiß nicht mehr, wie es geht
3. habe alle Kinder, die ich will. Ich bin mit dem Schmuddelkram fertig.
:D

Armer alter Mann.... 😉😉😉😉

Arm Lancestrong
19.06.2014, 07:58
Wenn man sich mal klar macht, wieviele Watt das sein müssten, kommt man sehr rasch zur Erkenntnis, dass dies nicht sein kann. Den größten Einfluss auf die Geschwindigkeit hat die Materialentwicklung der letzten 25 Jahre mit Sicherheit auf die Geschwindigkeiten im Einzelzeitfahren.

Naja, dann ist es ja nur noch eine Frage der Zeit, bis die ersten Proteams wieder mit Stahlrahmen auf die Etappenrennen gehen.
Bin mal gespannt.

Alpenmonster
19.06.2014, 11:14
Willst Du mich nicht verstehen? Natürlich sind heutige Carbonrahmen einem Stahlrahmen aus den 80ern überlegen. Aber das macht keine 6km/h aus, nie und nimmer. Das würde ja bedeuten, dass heute jeder Amateur schneller fahren würde als damals Fignon, Lemond und Konsorten - vergiss es, ein Profi fährt einem Amateur auch mit schlechterem Material gewaltig um die Ohren.
Man sollte nicht immer jedes "Verkaufsargument" glauben, das einem aufgetischt wird. Wer noch einen alten Alu- oder Stahlrahmen hat, kann ja den Test selber machen: An zwei windstillen Tagen in ausgeruhtem Zustand zweimal eine halbe Stunde (meinetwegen auch eine ganze) Vollgas im coupierten Gelände ohne Ampeln etc., und dann mal schauen, wie weit man kommt. Mehr als 1-2km/h Unterschied werden es nicht sein. Was man mit Extremkonstruktionen tatsächlich um etwa 6km/h verbessern konnte, war der Stundenweltrekord. Das lag aber auch nur zum kleinsten Teil am Rahmenmaterial, viel wichtiger waren Laufräder und Position. Die Position auf dem normalen Strassenrad hat sich in den letzten 30 Jahren im Vergleich aber nicht so gewaltig verändert. Wie ich schon schrieb, im Einzelzeitfahren macht sich die Materialentwicklung am stärksten bemerkbar. Und wieviele Prozent einer Rundfahrt macht das Einzelzeitfahren aus? Eben.

Test.O.Steron
19.06.2014, 14:52
Wer einen alten Stahlrahmen hat, sollte Folgendes nicht nachmachen: Ich fahre mit meinem Tarmac bergab bei circa 60 Km/h problemlos freihändig, kein Knie am Oberrohr, und schlage mit der flachen Hand an den Steuerkopf: Ein kurzes Zucken und fertig. Hier liegt meines Erachtens der größte Fortschritt, wenn man von der Halbierung (mindestens) des Rahmengewichts und des gesteigerten Komforts absieht.;)

Alpenmonster
19.06.2014, 15:35
Wer einen alten Stahlrahmen hat, sollte Folgendes nicht nachmachen: Ich fahre mit meinem Tarmac bergab bei circa 60 Km/h problemlos freihändig, kein Knie am Oberrohr, und schlage mit der flachen Hand an den Steuerkopf: Ein kurzes Zucken und fertig. Hier liegt meines Erachtens der größte Fortschritt, wenn man von der Halbierung (mindestens) des Rahmengewichts und des gesteigerten Komforts absieht.;)

Das Beschriebene halte ich zwar auch mit einem modernen Carbonrahmen für gefährlichen Blödsinn, aber im Kern stimmt es: Die Stabilität im Bereich von Lenkkopf und Tretlager sind bei einem guten Carbonrahmen merklich besser als bei Stahl und Alu - obwohl man auch damit sehr flott runterfahren konnte, man tut dies in der Praxis ja nicht freihändig. Zudem würde ich die Leistung heutiger Bremsen als enormen Fortschritt betrachten. Das geringere Gewicht der Rahmen bringt bergauf sicher auch noch etwas, macht aber eben nie soviel aus, wie man anhand des Gefühls glauben würde. Insgesamt gab es in den lezten 30 Jahren also an allen Ecken und Enden kleinere und grössere Verbesserungen. Aus der durchschnittlichen Hobbygurke von damals wird damit aber heute noch lange keine Rakete (selbst wenn sie nicht 30 Jahre gealtert wäre). Wer ein neues Rad kauft, weil er glaubt, damit dann auf der Trainingsrunde viel schneller zu sein, der wird enttäuscht werden - wer es kauft, weil er mehr Komfort und Fahrspass möchte, der hat gute Aussichten.

Hirschturbo
19.06.2014, 15:37
Wer kann mich auf der Basis von Fakten überzeugen, dass die Carbonies schneller sind?

Die Tour könnte da schon einen interessanten Artikel daraus machen. Es gab ja schon mal ein "Was passiert wenn Faris Al-Sultan mit der Komponente und dann mal mit der anderen Komponente konstant 45 km/h auf der Bahn fährt". Das war auf neuzeitliche Triathlon-Komponenten bezogen. Könnte man mit einem alten RR gegen ein modernes RR genauso machen.
Und auch andere Tests mit abbremsen/beschleunigen, Berg rauf/runter.

Das Fazit spricht geschätzt für das neuzeitliche RR. Aber nicht wegen dem Carbon als Rahmenmaterial, sondern wegen dem Gewicht des LRS und dem Gesamtgewicht.