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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neue Regeln für Widerruf und Rücksendungen ab 13.06.2014



pro99
20.06.2014, 11:24
Beim Onlineshopping gelten neue Regeln. Kunden können die Bestellung nach Erhalt der Ware zwar immer noch 14 Tage lang widerrufen.

Aber nun dürfen die Händler ihnen immer die Kosten für die Rücksendung aufbrummen. Bisher galt das nur bis zum Preis von 40 Euro und beim Kauf auf Rechnung.

Wie sieht es künftig bei den Bikeshops aus? Verzichten einige auf die Versandkosten?

H&S
"Sie tragen die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Waren."
http://www.bike-discount.de/de/agb

bike-components
"Sie tragen die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Waren.
Gerne schicken wir Ihnen eine DHL Rücksendemarke zu. Besuchen Sie dazu www.bike-components.de. Dieser Service ist für Rücksendungen aus Deutschland, Belgien, Luxemburg, Niederlande und Österreich kostenfrei. Aus anderen EU Ländern berechnen wir für die Rücksendemarke € 5,00. Der Betrag wird mit der retournierten Ware verrechnet. Die Rücksendemarken sind lediglich ein Service von uns und nicht Voraussetzung für die Ausübung Ihres Widerrufsrechts - dieses steht Ihnen auf jeden Fall zu."
http://www.bike-components.de/content/coID/43

4thebike
Sie haben die regelmäßigen Kosten der Rücksendung zu tragen, wenn die gelieferte Ware der bestellten entspricht und wenn der Preis der zurückzusendenden Sache einen Betrag von 40 Euro nicht übersteigt oder wenn Sie bei einem höheren Preis der Sache zum Zeitpunkt des Widerrufs noch nicht die Gegenleistung oder eine vertraglich vereinbarte Teilzahlung erbracht haben. Anderenfalls ist die Rücksendung für Sie kostenfrei.
http://www.4thebike.de/agb

Reisender
20.06.2014, 11:41
Aktuell bike24;
Wir tragen die Kosten der Rücksendung der Waren.

ka1111
20.06.2014, 11:44
Heute im Newsletter:

Rose:

Kostenfreie Rücksendung
Wir bieten euch weiterhin besten Service, der über die neue Verbraucherrichtlinie der EU hinausgeht. Ihr habt nach wie vor die Möglichkeit, neue und unbenutzte Waren innerhalb von 30 Tagen kostenfrei zurückzusenden, denn die neue Richtlinie erlaubt es, Online- und Versandhändler bei retournierten Waren die Rücksendekosten dem Kunden in Rechnung zu stellen. Nicht bei uns. Wir bieten euch den bestmöglichen Service und übernehmen die Kosten für die Retoure.

Rügi
20.06.2014, 11:46
Bei Rose weiterhin 30 Tage kostenfrei,
laut einer Email, die ich heute von Rose erhalten habe.

EDIT

da war gerade jemand schneller

Schmittler
20.06.2014, 12:02
Hihi, alle bisher genannten Klauseln sind (rein rechtlich gesehen) falsch. :Applaus:

Aber man sieht: Läden, die sowieso schon sehr knapp kalkulieren, legen die Kosten dem Kunden auf. Läden, die sowieso nicht auf den letzten Cent rechnen, übernehmen die Kosten als Service. Finde ich ok.

Weißer Hirsch
20.06.2014, 12:04
Hihi, alle bisher genannten Klauseln sind (rein rechtlich gesehen) falsch. :Applaus:

Erzähle mal. Meiner Ansicht nach hat der Händler die Möglichkeit, die Rücksendekosten an den Kunden zu übertragen. Er muss diesen Spielraum aber nicht ausnutzen und kann seine AGB gern verbraucherfreundlicher gestalten.

Schmittler
20.06.2014, 12:10
Spielt für Dich als Kunden keine Rolle, für Dich ist es ganz einfach: Du zahlst (wie es auch zulässig ist) oder muss eben nicht zahlen.

Ich meinte rechtlich. Aber damit dürfen sich schlussendlich die Gerichte beschäftigten.

Rügi
20.06.2014, 12:18
Hihi, alle bisher genannten Klauseln sind (rein rechtlich gesehen) falsch. :Applaus:

Aber man sieht: Läden, die sowieso schon sehr knapp kalkulieren, legen die Kosten dem Kunden auf. Läden, die sowieso nicht auf den letzten Cent rechnen, übernehmen die Kosten als Service. Finde ich ok.

Sehe ich auch so.

Und bei Radsachen schickt man eh am häufigstem Klamotten zurück.
Die hätte man bei vielen Läden, die nun Rücksendegebühren verlangen, eh auf Vorkasse bestellen müssen.
Also habe ich dort so schon selten diese Produktkategorie bestellt.

Wenn es letzendlich dazu führt, dass unnötige Fahrten verhindert werden, finde ich die neue Regelung ok.

Außerdem, jenseits des Versandhandels sind die Kosten der eigenen Mobilität für den Einkauf häufig noch höher.

pro99
20.06.2014, 12:20
Leverve
Sie haben die regelmäßigen Kosten der Rücksendung zu tragen, wenn die gelieferte Ware der bestellten entspricht und wenn der Preis der zurückzusendenden Sache einen Betrag von 40 Euro nicht übersteigt oder wenn Sie bei einem höheren Preis der Sache zum Zeitpunkt des Widerrufs noch nicht die Gegenleistung oder eine vertraglich vereinbarte Teilzahlung erbracht haben. Anderenfalls ist die Rücksendung für Sie kostenfrei.
http://www.leverve.de/Widerrufsbelehrung

Ich denke H&S Bikediscount muss bei den Rücksendekosten auch noch nachlegen...

Weißer Hirsch
20.06.2014, 12:26
Spielt für Dich als Kunden keine Rolle, für Dich ist es ganz einfach: Du zahlst (wie es auch zulässig ist) oder muss eben nicht zahlen.

Ich meinte rechtlich. Aber damit dürfen sich schlussendlich die Gerichte beschäftigten.

Ja, ist klar. Ich habe entfernt beruflich damit zu tun und interessiere mich auch deshalb. Was ist da nicht ok?

PS: In meiner Branche geht es soweit, das ein Kunde der nicht ins Haus kam sondern auf dem Vorplatz etwas angeschaut hatte und dann vom Verkäufer angesprochen und ins Haus gebeten wurde, unter Umständen auch die Rechte des FAG geltend machen kann. Schon lustig...

Schmittler
20.06.2014, 12:47
Ja, ist klar. Ich habe entfernt beruflich damit zu tun und interessiere mich auch deshalb. Was ist da nicht ok?

Hab die AGB nochmal kurz überflogen, die einzelnen Sätze sind teils aus der Musterwiderrufsbelehrung. Passt insofern noch so halbwegs, auch wenn ich hier oder im Zusammenhang mit den Erweiterungen, die teilweise gemacht wurden, eine gewisse Unbestimmtheit sehen würde. 4thebike hat übrigens noch die veraltete Belehrung. :rolleyes:


PS: In meiner Branche geht es soweit, das ein Kunde der nicht ins Haus kam sondern auf dem Vorplatz etwas angeschaut hatte und dann vom Verkäufer angesprochen und ins Haus gebeten wurde, unter Umständen auch die Rechte des FAG geltend machen kann. Schon lustig...

Würde ich persönlich (ohne die Branche zu kennen) eher verneinen.

G.Fahr
20.06.2014, 16:20
Ja, ist klar. Ich habe entfernt beruflich damit zu tun und interessiere mich auch deshalb. Was ist da nicht ok?

PS: In meiner Branche geht es soweit, das ein Kunde der nicht ins Haus kam sondern auf dem Vorplatz etwas angeschaut hatte und dann vom Verkäufer angesprochen und ins Haus gebeten wurde, unter Umständen auch die Rechte des FAG geltend machen kann. Schon lustig...

Gebrauchtwagenhändler und Zuhälter laufen Sturm.

Weißer Hirsch
20.06.2014, 16:26
Hab die AGB nochmal kurz überflogen, die einzelnen Sätze sind teils aus der Musterwiderrufsbelehrung. Passt insofern noch so halbwegs, auch wenn ich hier oder im Zusammenhang mit den Erweiterungen, die teilweise gemacht wurden, eine gewisse Unbestimmtheit sehen würde. 4thebike hat übrigens noch die veraltete Belehrung. :rolleyes:



Würde ich persönlich (ohne die Branche zu kennen) eher verneinen.

Ist auch umstritten. Es gibt Händler, die sich aber schon einmal eine Zusatzunterschrift geben lassen in der das Inhouse-Geschäft vom Kunden bestätigt wird. Naja, ist alles noch sehr neu und wird sich einspielen.

pro99
22.06.2014, 10:19
Stadler

• Wir tragen die Kosten der Rücksendung der Waren.
http://www.zweirad-stadler.com/service/rueckgaberecht.html

Netzmeister
22.06.2014, 11:12
Finde ich okay.

So werden die Knalltüten sich zweimal überlegen müssen, ob sie sich jedes Paar Schuhe und jedes Kleidungsstück in drei Größen schicken lassen müssen, nur um später 2/3 der Ware kostenfrei Retour gehen zu lassen. :rolleyes:
Zalando hat ja recht schnell gemerkt, dass sein Slogan "Schrei vor Glück oder schick´s zurück" nach hinten losgegangen ist. Später wurde nur der erste Teil des Slogans beibehalten.

Cyclomaster
22.06.2014, 13:14
Finde ich okay.

So werden die Knalltüten sich zweimal überlegen müssen, ob sie sich jedes Paar Schuhe und jedes Kleidungsstück in drei Größen schicken lassen müssen, nur um später 2/3 der Ware kostenfrei Retour gehen zu lassen. :rolleyes:
Zalando hat ja recht schnell gemerkt, dass sein Slogan "Schrei vor Glück oder schick´s zurück" nach hinten losgegangen ist. Später wurde nur der erste Teil des Slogans beibehalten.

Eben, das Rückporto ist nur ein kleiner Denkanstoß auch um Missbrauch zu vermindern.
Die Retourekosten sind weit aus höher als das mickrige Porto.

Beezle
22.06.2014, 13:26
Finde ich okay.

So werden die Knalltüten sich zweimal überlegen müssen, ob sie sich jedes Paar Schuhe und jedes Kleidungsstück in drei Größen schicken lassen müssen, nur um später 2/3 der Ware kostenfrei Retour gehen zu lassen. :rolleyes:Wie soll das deiner Meinung nach bei Klamotten, die ich vorher nicht anprobieren kann, sonst funktionieren? :confused: Seltsame Ansichten. Das wäre dann nämlich der Todesstoß für jeden Anbieter von Klamotten. Aber zum Glück richten die sich nicht nach deinen Ansichten. :Applaus:

Luigi_muc
22.06.2014, 13:34
H&S
"Sie tragen die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Waren."
http://www.bike-discount.de/de/agb


Damit wären sie als einer meiner Haupthändler erstmal raus. Schade. Aber wenn andere hier günstiger sind...
(außer natürlich ich bestelle nichts zum anprobieren mit, dann ises ja egal)

Bei Hibike analog (da bestellte ich schon arg regelmäßig, um nicht zu sagen ständig)

Bleibt für mich Rose:)

Magico
22.06.2014, 13:35
Ich finde das absolut i.o. dass der kunde nun das Rückporto übernehmen muss. Ich habe mehere Onlineshops und das bisherige Widerrufsrecht wurde oft missbraucht. Da gibts kunden die eine und denselben artikel von mehreren Händlern schicken lassen und wer als erster liefert macht das Rennen. Selbst wenn der Kunde das Rückporto zahlen muss hat er gegenüber dem Laden immer noch die Möglichkeit das Produkt 14 Tage lang zu probieren was auch gerne mal übertrieben wird. In den Laden zu gehen kostet den Kunden auch Geld (sprit parkplatz usw) daher sind Rückporto absolut gerechtfertigt.

Ich bestelle auch gerne im Netz Sachen und habe auch manchmal das Rückporto freiwillig übernommen.

Alpenmonster
22.06.2014, 15:13
Ich finde das absolut i.o. dass der kunde nun das Rückporto übernehmen muss. Ich habe mehere Onlineshops und das bisherige Widerrufsrecht wurde oft missbraucht. Da gibts kunden die eine und denselben artikel von mehreren Händlern schicken lassen und wer als erster liefert macht das Rennen. Selbst wenn der Kunde das Rückporto zahlen muss hat er gegenüber dem Laden immer noch die Möglichkeit das Produkt 14 Tage lang zu probieren was auch gerne mal übertrieben wird. In den Laden zu gehen kostet den Kunden auch Geld (sprit parkplatz usw) daher sind Rückporto absolut gerechtfertigt.

Ich bestelle auch gerne im Netz Sachen und habe auch manchmal das Rückporto freiwillig übernommen.

Man muss es auch mal unter dem Aspekt sehen, dass es das Verhältnis zwischen online-Handel und em Händler an der Ecke ein ganz klein wenig geraderückt. Beim Händler vor Ort kann man anprobieren und der Service kostet dann auch etwas (manchmal zu viel, das ist auch klar). Dafür kann ich da zehn verschiedene Schuhmodelle in je drei Größen anziehen und mir das aussuchen, das mir am besten passt. Wenn ich nun das gleiche online auch will, dann lasse ich mir halt 30 Paar Schuhe schicken und sende 29 wieder zurück. Es ist klar, dass dieses Geschäftsmodell nicht aufgehen kann. Entweder muss der online-Handel die Preise generell erhöhen oder aber nur für die Kundschaft, welche sich den halben Laden nach Hause schicken lässt. Ich finde Letzteres gerechter. Und vielleicht ist es ja ein Denkanstoß, ob man Dinge wie Kleidung, Schuhe und anderes, das nicht einfach genormt ist (wie z.B. Ketten, Züge etc.) tatsächlich online kaufen will. Vom ökologischen Unsinn dieser Paketschieberei fange ich lieber gar nicht erst an.

Magico
22.06.2014, 15:52
Du hast da sicherlich Recht. Ich würde auch lieber im Handel kaufen. Aber da ist es meist so, daß er entweder meine Größe gar nicht da hat oder nur eine ganz kleine Auswahl. Und wenn ich im Handel was bestelle, muss ich es als Kunde abnehmen. Online hat da schon sehr viele Vorteile, gerade für Leute, die keine 0815 Maße haben.

Meine neue Assos habe ich im Handel vor Ort gekauft. Bei einem solchen Produkt nehme ich auch gerne den Service der Beratung in Anspruch. Zudem war der preisunterschied bei 0 zum Netz.

Zum anderen ist es so, daß gerade bei Klamotten nichts genormt ist. Das eine XL fällt aus wie ein L, das andere wie XXL. Bei den Schuhen genau so. Ich habe z.B. 48 Schuhgröße. Ich finde da im Handel gar nichts. Bestelle ich dann Online passt im Schnitt 1 von 5 Schuhen. Das nicht nur in Radsportspezifischen Sachen (Wobei es da extrem auffällt) sondern auch bei normalen Einheitsklamotten. Und die Unterschiede nicht selten noch innerhalb der Marke.

Auch bei Standard Rad Teilen ists im Fachhandel nicht so ohne. Meist ist das gesuchte (hochwertige Teil) nicht lagernd, muss extra bestellt werden. Das oft zu längeren Wartezeiten, Abnahmepflicht und die Paketschieberei ist dadurch trotzdem da. Zudem muss ich dann 2x extra zum Händler fahren. Da bestell ichs lieber im Netz. Gerade Ersatzteile bestelle ich gerne im Bulk. Ne Kette, Kettenschlösser, Schläuche oder so kann man auch mal mehr bestellen und sich das selbst hin legen. So machs ich auf jeden Fall, dann lohnt sich der Onlineversand auf jeden Fall.

pro99
22.06.2014, 16:10
Die Rechtslage ist ja für alle Online-Shops gleich.

Nun gibt es einige, die die Versandkosten bei der Rücksendung übernehmen, andere nicht.

Da bestelle ich doch bei Klamotten, wo es auf der Webseite keine vernünftigen Maßangaben gibt, künftig bei den Händlern, die die Rücksendung übernehmen.

Wie Magico schon schrieb sind die angegebenen Größen eine Katastrophe. Selbst bei der gleichen Marke fallen sie unterschiedlich aus, vermutlich wie sie gerade in Fernost produziert werden.

Bei Teilen etc. wo ich genau weiß was ich benötige ist es natürlich anders.

Alpenmonster
22.06.2014, 16:20
An meine beiden Vorposter: Genau deswegen kaufe ich ja höchst selten Kleidungsstücke online - vielleicht mal ein Paar Socken oder so. Da gehe ich dann einmal im Jahr zu einem großen Händler in der Gegend und nehme mit, was ich brauche. Händler die nix vor Ort haben und nur gegen Abnahmegarantie bestellen, bieten mir keinen Mehrwert aka Service und haben es m.E. auch verdient, wenn sie vom online-Handel verdrängt werden. Wenn man Sondermaße hat, dann wird es natürlich immer schwierig, das ist schon klar.
Standard-Teile wie Ketten, Kassetten, Reifen etc., bei denen ich keine Beratung brauche, kaufe ich gerne im Netz. Ich kenne mich aber auch aus und schicke danach nicht die Züge wieder zurück, weil sie doch nicht passen. In den letzten Jahren kam es bei mir deshalb nie vor, dass ich etwas wieder zurückgeschickt hätte.
Es gibt halt online-Händler, welche genug Marge drin haben, damit sie die Retouren auch künftig übernehmen können. Wer eng kalkuliert, dem dürfte das hingegen schwer fallen. Mit den Konsumenten braucht man hier gewiss kein Mitleid zu haben, es kann ja jeder da kaufen, wo ihm die Bedingungen passen. Die Auswahl ist groß genug.

Cyclomaster
22.06.2014, 17:02
Wie soll das deiner Meinung nach bei Klamotten, die ich vorher nicht anprobieren kann, sonst funktionieren? :confused: Seltsame Ansichten. Das wäre dann nämlich der Todesstoß für jeden Anbieter von Klamotten. Aber zum Glück richten die sich nicht nach deinen Ansichten. :Applaus:

Und was so schlimm daran für eine Leistung, die man in Anspruch genommen hat wenigstens zu einem Teil zu bezahlen?

Beezle
23.06.2014, 06:55
Und was so schlimm daran für eine Leistung, die man in Anspruch genommen hat wenigstens zu einem Teil zu bezahlen?
Ähhh, sorry. Wenn der Händler sowas nicht von vornherein mit einkalkuliert, sollte der noch ein paar BWL Stunden nehmen. Bislang hat diese Methode ja wohl auch irgendwie funktioniert. Bei beinahe jedem anderen Artikel sehe ich das noch ein, ich muss mir z.B. nicht 10 Fernseher schicken lassen, um dann den besten zu behalten.

Aber hier geht es um Klamotten. Und der Händler weiß doch ganz genau, dass Klamotten anprobiert werden möchten. Welcher Kunde kauft Klamotten, die ihm nicht passen. Ich habe den Versand von Klamotten nicht erfunden. Aber z.B. Otto arbeitet so ja auch schon seit ich denken kann.

Wie gesagt, wenn der Händler dabei draufzahlt, macht er was falsch. :)

Magico
23.06.2014, 08:30
Ähhh, sorry. Wenn der Händler sowas nicht von vornherein mit einkalkuliert, sollte der noch ein paar BWL Stunden nehmen. Bislang hat diese Methode ja wohl auch irgendwie funktioniert. Bei beinahe jedem anderen Artikel sehe ich das noch ein, ich muss mir z.B. nicht 10 Fernseher schicken lassen, um dann den besten zu behalten.

Aber hier geht es um Klamotten. Und der Händler weiß doch ganz genau, dass Klamotten anprobiert werden möchten. Welcher Kunde kauft Klamotten, die ihm nicht passen. Ich habe den Versand von Klamotten nicht erfunden. Aber z.B. Otto arbeitet so ja auch schon seit ich denken kann.

Wie gesagt, wenn der Händler dabei draufzahlt, macht er was falsch. :)

Warum soll die Allgemeinheit der Kunden für den Rücksendewahn zahlen bei einer Umlage? Die Preise im Netz sind schon so knapp kalkuliert, daß eine Rücksendung nicht selten die Marge frisst oder der Händler bei manchen Produkten drauf zahlt.

Leute wie Du meinen einfach, daß die Margen so groß sind, daß man locker alles mit einkalulieren kann, Kostenloser Übernacht Versand, kostenlose Retoure, Service, Beratung etc.
Die Margen sind recht klein (je nach Produkt) und Plattformen wie Ebay, Amazon, Idealo, Google schlagen auch noch mal kräftig zu. Da sind >15% Provision keine Seltenheit. Beim eigenen E-Shop sind die Wartungskosten auch nicht ohne. Und dann kommt noch König Kunde, der meint, immer alles noch billiger haben zu müssen und immer nur den günstigsten Anbieter wählt.

Rücksendequoten von über 50% sind keine Seltenheit mehr, wie soll man das vernünfitg einpreisen? Kleine Händler bekommen auch von den Versendern keine Rabatte. Viele davon arbeiten mit Onlinefrankierung. Da kostet das Paket 5,99 und der Rückversand noch mal 5,99. Das sind schon 12Euro an Kosten. Dazu Verpackung, aufgerissene und angebrauchte Produkte, Wiedereinlagerungskosten, Vorfinanzierung usw.

Bisher wurde man als Händler gezwungen, das so zu machen, ausgesucht hat sich das keiner. Amazon und die großen Versender arbeiten dann halt um das ab zu federn dann mit Zeitarbeiter oder Leuten aus dem Ostblock, die unter Tarif bezahlt und in Baracken zusammen gepfercht werden wie Tiere und kassiert bei den Händlern ne fette Provision ab.

Internethandel ist ein schweres Pflaster geworden, Wettbewerb, Margen und noch der Kunde der sich oft völlig daneben aufführt.

Also noch mal: Wenn man eine Leistung in Gebrauch nimmt (Ware mehrfach zu bestellen um dann nach 14 tagen "Test" wieder den Großteil davon zurück zu senden, verursacht man Kosten die man auch zu bezahlen hat. Billig Billig + voller Service geht nicht.

Netzmeister
23.06.2014, 08:49
Wie soll das deiner Meinung nach bei Klamotten, die ich vorher nicht anprobieren kann, sonst funktionieren? :confused: Seltsame Ansichten. Das wäre dann nämlich der Todesstoß für jeden Anbieter von Klamotten. Aber zum Glück richten die sich nicht nach deinen Ansichten. :Applaus:

Ich zumindest kenne meine Größe und muss deswegen keine 34er und 38er Hose zusätzlich bestellen, wenn ich weiß, dass ich eine 36er brauche. Dito bei Schuhen.
Ansonsten gibt es ja auch noch Geschäft im Realleben.

sconic
23.06.2014, 09:08
Achso, und du kaufst ja auch seit Jahren Größe 36 einer einzigen Marke. Schonmal mitbekommen dass sich die Schnitte der einzelnen Marken stark unterscheiden? Und deine 36er Hose bei einer anderen Marke vielleicht eher eine 38 ist. Was machste dann? Eine zu enge Hose tragen weil du ja bloß nichts zurück schicken willst? Ist doch völlig normal das man zwei Größen zur Auswahl haben möchte.

Und zum "Realleben":
Man geht ja auch nicht mit einer Größe in die Umkleidekabine um sich dann nach dem Anprobieren die passendere Größe ausm Regal zu nehmen und diese dann ohne erneutes Anprobieren zu kaufen. Wer macht denn sowas?!

Von daher bestelle ich gründsätzlich Größe S und Größe M damit ich mir sicher sein kann, dass mir eine von den Größen passt. Manchmal sind die Unterschiede aber auch so groß, dass S viel zu klein ist und M sehr locker sitzt.

La Gaffe
23.06.2014, 09:22
Achso, und du kaufst ja auch seit Jahren Größe 36 einer einzigen Marke. Schonmal mitbekommen dass sich die Schnitte der einzelnen Marken stark unterscheiden? Und deine 36er Hose bei einer anderen Marke vielleicht eher eine 38 ist. Was machste dann? Eine zu enge Hose tragen weil du ja bloß nichts zurück schicken willst? Ist doch völlig normal das man zwei Größen zur Auswahl haben möchte.

Und zum "Realleben":
Man geht ja auch nicht mit einer Größe in die Umkleidekabine um sich dann nach dem Anprobieren die passendere Größe ausm Regal zu nehmen und diese dann ohne erneutes Anprobieren zu kaufen. Wer macht denn sowas?!

Von daher bestelle ich gründsätzlich Größe S und Größe M damit ich mir sicher sein kann, dass mir eine von den Größen passt. Manchmal sind die Unterschiede aber auch so groß, dass S viel zu klein ist und M sehr locker sitzt.

Nein, normal ist das nicht. Ich bestelle eine Größe, und wenn die mal nicht passen sollte (was selten vorkommt) dann tausche ich in die passende Größe. Hatte dieses mehrere-Größen-zusammen-bestellen bisher nur als Randphänomen von weiblichen Teenagern wahrgenommen. Um so richtiger, dass die Kostenverteilung jetzt gesetzlich angepasst wird.

Cyclomaster
23.06.2014, 09:59
Ähhh, sorry. Wenn der Händler sowas nicht von vornherein mit einkalkuliert, sollte der noch ein paar BWL Stunden nehmen. Bislang hat diese Methode ja wohl auch irgendwie funktioniert. Bei beinahe jedem anderen Artikel sehe ich das noch ein, ich muss mir z.B. nicht 10 Fernseher schicken lassen, um dann den besten zu behalten.

Aber hier geht es um Klamotten. Und der Händler weiß doch ganz genau, dass Klamotten anprobiert werden möchten. Welcher Kunde kauft Klamotten, die ihm nicht passen. Ich habe den Versand von Klamotten nicht erfunden. Aber z.B. Otto arbeitet so ja auch schon seit ich denken kann.

Wie gesagt, wenn der Händler dabei draufzahlt, macht er was falsch. :)

Dieses einkalkulieren muss der Markt erstmal zulassen.
Eine für den Kunden kostenlose Retoure ist niemals kostenlos. Oder denkst du DHL und Co transportieren das dann umsonst und wer trägt dann deren kosten?

Was ich sagen will ist, einer hat die Kosten zu tragen, der Mitarbeiter, der Lieferant, die Arbeiter beim Lieferanten, der Staat.

Zalando und Co, warum die eine "kostenlose Retoure" anbieten können ist ja sicherlich bekannt. Auch der Aufschrei dagegen ist relativ groß aber die 5€ für die Retoure hat in Deutschland keiner, aber mit dem Finger zeigen.

Wenn es dafür 1cent gäbe könnten wir den Welthunger besetigen.

Wenn du dir Klamoten kommen lässt die Anschauen, Anprobieren kannst hast du eine Leistung in Anspruch genommen, ich verstehe beim besten willen nicht warum man dann nicht wenisgten eine Teil der Kosten übernehmen kann. Wenn man in den Laden fährt bekommt man das auch nicht bezahlt.

supertester
23.06.2014, 10:52
Finde ich okay.

So werden die Knalltüten sich zweimal überlegen müssen, ob sie sich jedes Paar Schuhe und jedes Kleidungsstück in drei Größen schicken lassen müssen, nur um später 2/3 der Ware kostenfrei Retour gehen zu lassen. :rolleyes:
Zalando hat ja recht schnell gemerkt, dass sein Slogan "Schrei vor Glück oder schick´s zurück" nach hinten losgegangen ist. Später wurde nur der erste Teil des Slogans beibehalten.

Zalando ist auch kein Unternehmen mit einer direkten Gewinnabsicht. Da gehts darum den Umsatz irgendwie zu pushen, um den Laden zu verhökern.
Ich finds sehr fair wie es nun läuft. Ich kam mir immer etwas komisch vor, einfach lässig 3 Paar Schuhe zurück zu senden. Bin selbst Onlinehändler. So ist das für alle fair und macht endlich Schluss mit diesem perversen Zurücksenden. War zuletzt so derb, dass ich bike24 das Paket bezahlte, weil ich dankbar war, dass die mir die Schuhe geschickt hatten. Woche drauf bekam ich das Porto erstattet. Super Service und super Buchhaltung. Dabei wollte ich doch extra den Versand bezahlen... :D

PS: An Die "BWLer" hier. Eine Retoure kostet nicht nur Porto. Dazu kommen verpackungskosten, Personalkosten (Zeit für Verbuchung, Sortierung, Prüfung) sowie ggf. mangelnde Verfügbarkeit und dadurch entgangener Gewinn sowie natürlich Schäden an der Ware selbst bzw. Wertminderung im Allgemeinen. Man kann das pauschal auf alle umlegen und dann Etikettenschwindel betreiben ("kostenloser" Versand) oder den Verursacher zahlen lassen, wodurch sich bei selbigem auch noch die Motivation und damit der Gesamtaufwand reduziert.
Mein Respekt daher an die Rechenkünste von H&S.

Magico
23.06.2014, 11:00
Zalando ist auch kein Unternehmen mit einer direkten Gewinnabsicht. Da gehts darum den Umsatz irgendwie zu pushen, um den Laden zu verhökern.
Ich finds sehr fair wie es nun läuft. Kam mir immer etwas komisch vor einfach lässig 3 Paar Schuhe zurück zu senden. Bin selbst Onlinehändler. So ist das für alle fair und macht endlich Schluss mit diesem perversen Zurücksenden.

PS: An Die "BWLer" hier. Eine Retoure kostet nicht nur Porto. Dazu kommen verpackungskosten, Personalkosten (Zeit für Verbuchung, Sortierung, Prüfung) sowie ggf. mangelnde Verfügbarkeit und dadurch entgangener Gewinn sowie natürlich Schäden an der Ware selbst bzw. Wertminderung im Allgemeinen. Man kann das pauschal auf alle umlegen und dann Etikettenschwindel betreiben ("kostenloser" Versand) oder den Verursacher zahlen lassen, wodurch sich bei selbigem auch noch die Motivation und damit der Gesamtaufwand reduziert.
Mein Respekt daher an die Rechenkünste von H&S.

Ich sende auch einiges zurück weil wie gesagt die Größen krass unterschiedlich ausfallen. Gerade bei Radklamotten oder Schuhen und weil ich mit XL, XXL und Schuh 48 nicht die Radfahrertypischen Größen habe. Dazu noch die beschränkte Auswahl beim Händler vor Ort und Abnahmezwang bei bestellen. Ich habe aber kein Problem damit, dann die Rücksendung zu zahlen was ich in Vergangenheit jauch schon freiwillig teilw. gemacht habe.

Cyclomaster
23.06.2014, 11:19
PS: An Die "BWLer" hier. Eine Retoure kostet nicht nur Porto. Dazu kommen verpackungskosten, Personalkosten (Zeit für Verbuchung, Sortierung, Prüfung) sowie ggf. mangelnde Verfügbarkeit und dadurch entgangener Gewinn sowie natürlich Schäden an der Ware selbst bzw. Wertminderung im Allgemeinen. Man kann das pauschal auf alle umlegen und dann Etikettenschwindel betreiben ("kostenloser" Versand) oder den Verursacher zahlen lassen, wodurch sich bei selbigem auch noch die Motivation und damit der Gesamtaufwand reduziert.
Mein Respekt daher an die Rechenkünste von H&S.

Selbst das sind kinkerlitzchen, wenn du für einen Kunden extra Ware bestellst für vielleicht 2000€ und der schickt alles zurück hast du mal eben einen Monat umsonst gearbeitet und kannst zur Tafel gehen.

Alpenmonster
23.06.2014, 11:56
Es ist doch einfach so wie immer im Leben: Was nichts kostet, wird bedenkenlos in Anspruch genommen - selbst dann, wenn man es eigentlich nicht bräuchte. Man wäre doch schön blöd, ist ja umsonst...

Nein, umsonst ist das alles eben nicht. Dafür, dass man anprobieren kann, hat der Händler ums Eck Kosten in Form von Ladenmiete (und noch ein paar andere dazu). Diese Kosten rechnet er natürlich in den Verkaufspreis seiner Produkte ein. Wenn König Kunde jetzt kommt und sich den online-Shop einmal komplett nach Hause schicken lässt, um dann am Schluss ein paar Handschuhe für 29,90 zu behalten und den Rest zurückzuschicken, dann kann das für den Händler gar nicht mehr aufgehen, egal wie der rechnet. Also baut man eine Bremse ein für Leute, die dieses Rücksendeangebot über Gebühr in Anspruch nehmen: Sie zahlen, was sie konsumieren (nämlich eine Dienstleistung). Das wäre nicht nötig, wenn nur 2% der bestellten Ware zurückgeschickt würde, dann könnte man das anders abfedern. Das ist aber nicht die Realität. Selbstverständlich deckt dieser kleine Obulus, zu dem man den Kunden nun verdonnern kann, nicht annähernd die Kosten des Händlers für eine Retoure - aber sie dürfte das Bewusstsein beim Kunden schärfen, dass man eben nicht wild einmal alles überall bestellen kann und das dann keine Folgen hat. Das finde ich nicht nur für die Händler fair, sondern auch für Kunden wie mich, die kaum je etwas zurückschicken und dabei faktisch für die anderen mitbezahlen.

supertester
23.06.2014, 12:01
Aber deshalb als "pervers" tituliert zu werden finde ich gehörig daneben!:mad:

:Applaus: Lustig, dass Du Dich angesprochen fühlst. Aus der Schilderung meiner Schuhkäufe sollte aber klar sein, dass ich solche Auswahlkäufe nicht grundsätzlich als "pervers" abtue bzw. mich selbst mit dem Adjektiv bezeichnen müsste.
Ich spielte auf Nutzung des Widerrufsrecht hart an der Grenze zum Missbrauch an. (Die Leute, die amazon inzwischen rauswirft.)
Ich denke da eher an die, welche massig Zeugs kaufen, Packungen aufreißen, Hosen probe fahren etc. und dann alles zurücksenden. Das Verhalten muss die Allgemeinheit der Kunden tragen.
Gegen eine Anprobe wie sie etwa in Ladengeschäft möglich gewesen wäre, ist ja nichts zu sagen.
Ich plädiere lediglich dafür, den Service der Händler, der mir das Zeug überlässt, als Besondere Leistung wert zu schätzen.


Selbst das sind kinkerlitzchen, wenn du für einen Kunden extra Ware bestellst für vielleicht 2000€ und der schickt alles zurück hast du mal eben einen Monat umsonst gearbeitet und kannst zur Tafel gehen.

Das ist natürlich worst case. Ich ging von lagernder Katalogware aus.
Wenn ich 3 Paar Schuhe bestelle, muss mir bewusst sein, dass der Händler die 3 Paar in der Zeit nicht verkaufen kann. Rückporto zu zahlen, ist also völlig fair, zumal die Hinsendekosten ja weiterhin vom Händler getragen werden.

Magico
23.06.2014, 14:10
:Applaus: Lustig, dass Du Dich angesprochen fühlst. Aus der Schilderung meiner Schuhkäufe sollte aber klar sein, dass ich solche Auswahlkäufe nicht grundsätzlich als "pervers" abtue bzw. mich selbst mit dem Adjektiv bezeichnen müsste.
Ich spielte auf Nutzung des Widerrufsrecht hart an der Grenze zum Missbrauch an. (Die Leute, die amazon inzwischen rauswirft.)
Ich denke da eher an die, welche massig Zeugs kaufen, Packungen aufreißen, Hosen probe fahren etc. und dann alles zurücksenden. Das Verhalten muss die Allgemeinheit der Kunden tragen.
Gegen eine Anprobe wie sie etwa in Ladengeschäft möglich gewesen wäre, ist ja nichts zu sagen.
Ich plädiere lediglich dafür, den Service der Händler, der mir das Zeug überlässt, als Besondere Leistung wert zu schätzen.


Gut, das hatte ich dann falsch aufgenommen. Da hast Du völlig recht.