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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Falco V - Triathlonrad



Bluesmobile
11.07.2014, 10:13
Hallo zusammen,

ich habe die Suchfunktion benutzt und hier bisher noch nichts zu Falco V von Falco Bike gefunden. Da es zumindest bei meinen Freunden auf reges Interesse stößt, dachte ich, ich teile hier mal meine ersten Erfahrungen zu dem Rad. Vielleicht interessieren meine Erfahrungen hier ja auch den ein oder anderen.

Full disclosure: die Firma sponsort mich (zumindest teilweise). Ich werde aber trotzdem berichten, was mir negativ auffällt oder wenn was nicht klappt.

Genug der Vorrede, ab zum Rad:

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Alles wirkte sehr gut verpackt und kam absolut unbeschadet an. Da mein Zeitplan etwas knapp ist (will am 20.07. in Roth schon darauf fahren), hatte ich mich für express Versand entschieden (160$) und nach 5 Tagen war das Paket aus Hong Kong da. Beim Zoll hat auch alles problemlos geklappt: 14% Zoll + 19% Mwst.

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Wir hatten uns eigentlich auf ein Paket aus Rahmen, Gabel, Lenker (3T Aura Pro) und Bremsen (TRP TTV/TRP 922.1) geeinigt. Dummerweise wurde die Bremsen vergessen. Die Problemlösung hat dann aber gut geklappt. Die Bremsen wurden noch am Tag der Beschwerde per DHL Express losgeschickt (2 Tage) Laufzeit und sollen heute ankommen (laut Tracking).

Um möglichst schnell eine Idee zu bekommen wie das fertige Rad aussehen wird, hab ich mal alles lose zusammengesteckt:

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Ich find die Optik einfach großartig. Meine Freunde sind zwiegespalten. Etwa zwei Drittel lieben es, der Rest hasst es abgrundtief. Bin gespannt was ihr denkt?!

Zum ersten Eindruck: auf den ersten Blick wirkt alles sehr sauber verarbeitet. Mir ist nirgends ein Grat aufgefallen oder ein Kratzer. Die Zugverlegung ist komplett mit Guide Röhrchen vorbereitet. Stabil wirkt auch alles. Das wirkt sich allerdings aufs Gewicht aus. Mein Rahmen in L wiegt satte 2033 g (Küchenwaage). Aber das Rad ist hauptsächlich für flache bis wellige Wettkämpfe gedacht, das sollte also nicht so dramatisch sein.

Heute abend gehts mit dem eigentlichen Aufbau los und ich werde berichten ob mir irgendwas auffällt, es Probleme gibt oder irgendwelche besonders cleveren Lösungen.

BerlinRR
11.07.2014, 10:16
Direkt aus der Hölle.

atg68
11.07.2014, 10:28
sieht ja furchtbar aus :D

aber jedem das seine.....

doofe frage, ist diese rahmenform überhaubt UCI konform. das ist ja nicht unwichtig,wenn du wettkämpfe fahren willst..

Quarkwade
11.07.2014, 10:28
Erfahrungsgemäß tauchen die Probleme beim Zusammenbau oder der ersten Probefahrt auf.

Designmäßig erinnert es stark an die Tri-Rahmen der 90er wie softride oder Total Eclipse. Mir gefällt´s

BerlinRR
11.07.2014, 10:31
doofe frage, ist diese rahmenform überhaubt UCI konform. das ist ja nicht unwichtig,wenn du wettkämpfe fahren willst..

Natürlich nicht.
Aber Tria hat auch nichts mit der UCI zu tun.

Weißer Hirsch
11.07.2014, 10:55
Coole Sache. Habe das Falco schon auf Fuerteventura bei Jens Toft bewundert. Super Ding! Bin gespannt, was Du zum Fahrverhalten schreibst.

Kurz vor Roth ein komplett neues Bike ist mutig. Naja, in der Taperingzeit hast Du zumindest für den Aufbau Zeit... :D

BerlinRR
11.07.2014, 10:57
Bekommt man überhaupt den Sattel weit genug nach vorne?
Sieht so aus als wäre er sehr weit hinter dem Tretlager, eher wie beim TT Rad.

triphi
11.07.2014, 11:13
Ist auch nicht so ganz meins, aber sicherlich Geschmackssache.
Aber eine Woche vor ner LD ein komplett neues Rad.. ich weiß nicht. Viel Erfolg ;)

Bluesmobile
11.07.2014, 11:16
Also UCI konform ist es natürlich nicht, aber bei Triathlon ist das ja fast überall egal.

Das mit dem neuen Rad direkt vor Roth ist in der Tat spannend, aber wenn es wirklich so toll ist, wie die Ergebnisse von Jens Toft oder auch Chris Kemp vermuten lassen, lohnt sich das Risiko wahrscheinlich. Ich hatte davor ein Planet X Rad, kein schlechtes Rad, aber halt kein Toprad ;-)

Das mit dem Sattel sollte klappen. Man kann die Klemme auf der Sattelstütze auf der gesamten Breite verschieben und mit dem Sattel bekommt man dann ja noch einen Freiheitsgrad.
Hier mal ein Detailbild:

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BerlinRR
11.07.2014, 11:20
Wie weit vor/hinter Lot Tretlager sitzt du denn?
Kannst ja mal berichten ob das einzustellen geht. (wenn du vor oder auf Lot sitzt)

strwd
11.07.2014, 11:21
Passiert mir ja selten, bin gerade neidisch geworden.

Viel Spaß mit dem Teil. :Applaus:

los vannos
11.07.2014, 11:38
Mir gefällt es, allein deshalb, weil es kein Mainstream ist.
Tolles Teil, ich fand aber auch die Softride nicht wirklich schlecht...

Das Gewicht, ist das mit Gabel gemessen, oder ist es das nakte Rahmengewicht?

g-force
11.07.2014, 12:09
Irgendwie muss ich gerade an den Film "TRON" denken...;)

Voreifelradler
11.07.2014, 20:09
Kestrel hatte mal auch einen solchen Rahmen.
Mir persönlich hat das Ding zu wenig mit Rad zu tun.

G.Fahr
11.07.2014, 20:38
Sieht aus wie ein Pro Superbike ohne Auspuff und Motor. Welche Rückspiegel verbaust du?

la devinette
11.07.2014, 20:39
Ich hätte ja Angst, daß das Ding mich beißt, wenn ich nach der Trinkflasche greifen würde.:9confused

Bluesmobile
14.07.2014, 12:48
@la devinette: Na toll! JETZT hab ich die Angst auch :D

Aber immerhin ein paar Leuten gefällt es ja, das ist Balsam für die Seele.

Unterdessen steht das gute Stück. Hier mal ein Schnappschuss von der ersten Testfahrt:

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Zum Aufbau: Eigentlich sollte es ja Freitag Abend schon losgehen. Aber es gab erstmal zwei kleinere Stolpler. Zum einen musste man die Lager des Steuersatzes nicht wirklich einpressen. Man konnte sie total einfach "einlegen". Das hat mich ziemlich irritiert. Deshalb haben wir das erstmal beiseite gelassen und ne Mail an den Hersteller geschickt. Ergebnis: das ist so gedacht, die Lager sind unten so angewinkelt, dass es zum Steuerrohr passt und sie sich dann selber festziehen. Puh!

Das andere Problem war ein Kapitel von "wer lesen kann, ist klar im Vorteil": Ich wollte die Komponenten meines alten Rades hier dran bauen. Dummerweise hatte ich da BB30 Lager und das Falco hat BB86. Also kann ich meine schöne FSA Vision Trimax mit Keramiklagern nicht fahren (jemand Interesse daran? ;-) ). Als Notlösung wurde jetzt erstmal das Rennrad geplündert und am nächsten Morgen ein passendes Lager gekauft. Also vergebt mir bitte die Kompaktkurbel an einem Triathlonrad.

Samstag ging es dann also richtig los und im großen und ganzen war der Aufbau recht erfolgreich. Innenverlegte Züge sind ja etwas tricky. Vor allem wenn man keine Erfahrung damit hat. Beim nächsten mal hab ich einen Tandemschaltzug vorrätig.
Ein richtiges Problem war bei einem Zug, als das Guideröhrchen beim Herausziehen an irgendeinem inneren Grat verhakte und sich nicht mehr vor und zurück bewegte. Das war etwas fummelig. Ganz cool ist dabei die Tatsache gewesen, dass das Fach der Di2 Batterie (unter der Trinkflasche) direkten Zugriff zum inneren des Rahmen gewährt, wo auch die Züge verlaufen.
Insgesamt haben wir ca 6 Stunden gebastelt, was für 2 im Aufbau von Zeitfahrrädern unerfahrene Jungs (mein altes hatte ich komplett gekauft), glaube ich nicht schlecht ist.

Erster Eindruck vom Fahrverhalten: Ich bin gestern nur mal 20 km gefahren. Eine längere Regenpause hab ich leider nicht erwischt. Bisher bin ich absolut begeistert. Ich hab mich irgendwie sofort wohlgefühlt. Eigentlich wollte ich nur ganz vorsichtig rollen, aber dann hab ich sehr schnell Zutrauen gefasst und hab es teilweise fliegen lassen. Und das obwohl es sehr windig war und zwar in Böen. Auf einer Strecke mit ca 1% Prozent Steigung bin ich relativ locker einen 35er Schnitt gefahren, wo ich mit meinem alten Rad üblicherweise mit ca 32er Schnitt unterwegs war. Da steckt sicher auch noch Adrenalin wegen des neuen Rades mit drin, aber beeindruckt war ich schon.
Das beste ist aber der Komfort. Das Rad ist nicht weich und ich hab immer den Eindruck, dass meine Kraft auch auf die Straße geht, aber bei Schlaglöchern oder Gullideckeln merkt man schon, dass der Arm was absorbiert. Auf der Teststrecke sind einige richtig üble Schläge, bei denen mir auf meinem alten Rad fast die Bandscheibe rausgesprungen ist (und ich bin erst 27 ;-) ). Auf dem Falco merkt man natürlich noch, dass da was ist. Es ist ja kein Fully. Aber es ist deutlich weniger schmerzhaft und ich habe das Gefühl, dass es auch weniger bremst. Auch wenn ich mir das physikalisch nicht wirklich erklären kann. Jedenfalls werde ich das weiter beobachten.

Soviel erstmal auf die Schnelle.

Falls es jemanden interessiert, kann ich die nächsten Tage mal noch ein paar Detailbilder des Rades schießen. Vom Cockpit und der Zugverlegung und so.

Achja: @BerlinRR: Mit der Einstellung auf dem Bild sitze ich etwa 1cm vor Lot und da ist noch reichlich Luft in beide Richtungen.

los vannos
14.07.2014, 13:02
Ne Mischung aus Tron und nem Superbike



http://www.bikeracing.it/wp-content/uploads/2010/03/mfj_kawasaki_ninja_zx10r_teamgreen_2010.jpg

los vannos
14.07.2014, 13:20
...

Falls es jemanden interessiert, kann ich die nächsten Tage mal noch ein paar Detailbilder des Rades schießen. Vom Cockpit und der Zugverlegung und so.

...

Unbedingt, Detailbilder und auch besser geknipst, also wenn möglich mit ner besseren Kamera als mit dem Handy.

Kleiner Tipp, forumskonform bist Du, wenn Du

A. Immer von der Antriebsseite aus
B. Die Kurbel nach Kettenstrebe ausrichtest
C. Die Kette dabei auf dem großen Blatt und mittleres Ritzel (Kette oben/unten parallel)
D. Ohne irgendwo gegenzulehnen (kleiner Stock, Trinkflasche o.ä. unter/an Kurbel als Behelfs-Ständer)
E. Die Ventile VR/HR immer gleich (oben oder unten - Keine Ventilkappen)
F. Flaschen, Tacho, Satteltaschen immer abnehmen
G. Kette/Antrieb wenn möglich sauber
H. Ein schöner Hintergrund, passend zum Bike, bzw. als guter Kontrast ist immer schöner
I. Dein eigenen Schatten nicht mitfotografieren
J. Verwackelt oder unscharf, über & unterbelichtet sollte man auch vermeiden


Ist zwar schon etwas übertrieben, aber manches kann man davon ja trotzdem beherzigen, sieht einfach besser aus.
Besonders im Neuzustand machen gute Aufnahmen auch dem Betrachter richtig Spaß.
Bei diesem Rad würden sehr gute Bilder das ges. Bike noch mal etwas hervorheben.

Und eine Antwort wegen dem Gewicht hab ich auch noch nicht ;)


Das Gewicht, ist das mit Gabel gemessen, oder ist es das nakte Rahmengewicht?

Luigi_muc
14.07.2014, 13:41
Krasses Rad. Ist an dem Rahmen irgendwas aerodynamisch oder soll es die Konkurrenz nur verschrecken (oder auffressen?:D)

Ich würds aber auch fahren, gefällt mir irgendwie schon. Lediglich das Gewicht wär für mich fraglich, da sind andere Triathlon-Räder schon besser aufgestellt und whs nicht schlechter.

Willst du in Roth mit Kompaktkurbel starten oder kommt da noch eine Aerokurbel dran?

BerlinRR
14.07.2014, 13:58
Danke für die Info mit dem Lot, dann hat das optisch durch die Stütze ordentlich getäuscht.

Kompaktkurbel sieht zwar nicht prickelnd aus, aber sollte für Triathlon doch eigl. von der Übersetzung her reichen?

Bluesmobile
14.07.2014, 14:16
@los vannos: Danke für die Tipps. Diese Woche komme ich da wohl nicht mehr dazu Bilder zu machen. Es geht für mich schon am Donnerstag nach Roth und bis dahin ist noch viel zu tun.

Das Thema Gewicht: Die 2kg waren tatsächlich nur der Rahmen ohne Gabel. So aufgebaut komme ich jetzt auf 8,8kg (Personenwaage). Das ist schon nicht ohne. Fairerweise muss ich sagen, dass die Laufräder aber auch alles andere als Lightweights sind ;-) Ich habe sie damals mit 1950g gemessen. Also kann man mit richtig guten Laufrädern schon an die 8kg rankommen.
Die nächste Tuningmaßnahme wäre dann der Vorbau. Der im Winkel verstellbare Vorbau ist sackschwer. Im Moment ist der mir aber ganz recht. Ich will das Rad jetzt erstmal so bequem wie möglich haben um Roth überhaupt zu überleben. Dann werd ich mich immer weiter "runterarbeiten" bis ich den Winkel habe, den ich will und mir dann einen leichten Vorbau für die Position kaufen.
Jetzt musste das Ding aber einfach mal so schnell wie möglich stehen und funktionieren. Deshalb auch die Kurbel ;-) Wenn jemand grad ne passende Aerokurbel für einen guten Preis rumliegen hat, kann er sich gerne melden. Von der Übersetzung her ist die Kurbel für Roth vielleicht sogar ganz geschickt. Ich bin bei meiner Besichtigung dort nur eine der zwei Runden gefahren und da wirkten alle Berge recht harmlos. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass ich das auf der zweiten Runde ganz anders sehen werde. Dann ist es bestimmt toll sooo ein kleines kleines Blatt zu haben.

Die Parallele zum Superbike hatte ich so übrigens noch gar nicht gesehen. Mit der Bebilderung aber schon. Vielleicht kauf ich mir sicherheitshalber mal einen Vollvisierhelm ;-)

los vannos
14.07.2014, 14:30
Das Gewicht haut schon ganz schön rein, aber irgendwie muss das fehlende Sitzrohr kompensiert werden.
Zum Bike passende Laufräder (also nur etwas mehr Grün in den Decals) währen imho etwas schöner.
Runden das Gesamtbild besser ab ;)

Aber die Tron-Optik, die hinter der Gabel sitzende Bremse der Komfort und die Verstellmöglichkeit vom Sattel sagen mir sehr zu. Ich find das Rad weiterhin echt klasse. Allein deshalb freu ich mich auf bessere Bilder.

Wenn es geht, dann versuch mal in Roth Aufnahmen von Dir während der Fahrt hinzubekommen.
Ich wünsch Dir viel Spaß und Erfolg dort, auf das die Kompaktkurbel dort auch passend gewählt ist.
Aber so wie ich das Profil dort gesehen habe, ist die Zwangs-Wahl nicht unbedingt schlecht gewählt.

Bluesmobile
15.07.2014, 21:09
Hey, nachdem die heutige Abendplanung ausgefallen ist, hab ich mal ein paar Bilder gemacht. Mit einem schönen Hintergrund kann ich zwar nicht dienen, aber ich habe mein Bestes gegeben die restlichen Tipps zu beherzigen.

Hier also mal das ganze Rad:

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Das ist, was der Wind sieht. Nicht viel ;-):

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Die Frontbremse haben wir mit einem Nokon Außenzug angeschlossen. Mit den mitgelieferten Alu-Einfädelhilfen wurde der Bogen so groß, dass das Zug-in-der-Gabel-verlegen ad absurdum geführt worden wäre.

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Über dem Ausgang des hinteren Bremszuges ist eine Abdeckung, die das ganze noch besser verstecken soll:

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Und so sieht es ohne aus:

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Der Lenker:

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Der Eingang der Züge in den Rahmen:

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Ich hoffe das gibt schonmal einen Eindruck von ein paar Details. Das ist alles, was ich im Rahmen meiner fotografischen Fähigkeiten (und Ausrüstung) hinbekomme. Nach der Challenge steht ein kleines Photoshooting mit professioneller Fotografin geplant. Dann kommen liefer ich noch ein paar bessere Bilder nach.

thorstengerber
15.07.2014, 21:26
Ich finde es HAMMERGEIL!!!!

Nicht der übliche Einheitsbrei. Was kostet denn das Rahmenset üblicherweise?

los vannos
15.07.2014, 21:58
Wow....Da gefallen mir so einige Details ;)

BerlinRR
15.07.2014, 22:13
Die Pedale passen perfekt zu einem Tri-Rad. :D

Von vorn sieht es wirklich schön schnell aus.
Die Nokon Lösung gefällt mir.

Bluesmobile
16.07.2014, 07:36
Jetzt hab ich gestern doch tatsächlich mein persönliches Highlight vergessen :/

Unter der integrierten Aero Trinkflasche ist eine kleine Abdeckung, unter der man die Batterie verstecken kann wenn man zB eine Di2 Schaltung an das Rad montiert. Da ich mechanisch unterwegs bin, habe ich das Fach bisher nicht benötigt. Gestern bin ich dann auf die Idee gekommen es als Stauraum zu nutzen und siehe da: im Rahmen verschwindet ein kompletter Schlauchreifen (Conti Sprinter), sogar mit Ventilverlängerung. Damit habe ich nochmal einen Flaschenhalter mehr frei. Da es am Sonntag bei der Challenge Roth sehr heiß werden soll, kommt mir das sehr gelegen.

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@thorstengerber: Der Listenpreis ist 4000$ also knapp 3000€ für Rahmen, Gabel, Sattelstütze, Vorbau und die Aero Flasche. Wenn du Interesse hast, kannst du dich aber bei mir melden, dann kriegen wir das auch günstiger hin ;-).

@BerlinRR: Ja, mit den Pedalen schäme ich mich auch immer ein bisschen. Die haben an so einem Rad eigentlich wirklich nichts zu suchen. Aber ich hab damals beim Einstieg in den Radsport SPD-Pedale und -Schuhe gekauft und ich liebe meine Schuhe einfach. Solange die nicht auseinanderfallen kann ich leider nicht umsteigen ;-)

Bluesmobile
25.07.2014, 13:58
So, die Challenge Roth 2014 ist vorbei und ich freue mich berichten zu können, dass sie für mich sehr erfolgreich verlaufen ist. Ich hab mein erstes Langdistanzfinish geschafft :)

Und da die 180km auf dem Rad ja sozusagen meine erste ernstzunehmende Testfahrt auf dem Falco waren, dachte ich, ich berichte nun mal.

Spoiler: es war toll ;-)

Nachdem ich anfangs noch extrem vorsichtig gefahren bin, da ich ja noch sehr wenig Handlingerfahrung hatte und es doch recht windig war, kam sehr schnell Freude auf. Ab etwa der Mitte des ersten "Drückerstücks" nach ca 20km, hab ich mich dann richtig wohl auf dem Rad gefühlt und hab angefangen mal in höheren Geschwindigkeitsbereiche vorzustoßen. Ich muss dazu sagen, dass ich ohne Tacho gefahren bin um mich vor mir selbst zu schützen. Ich hatte nur die Pulsuhr an und bin streng nach Puls gefahren. Wenn ich eine Geschwindigkeit vor mir sehe, die zu niedrig für meinen Geschmack ist, fang ich an mich zu stressen und dann verbrenn ich mich. Das wollte ich nicht riskieren.
Ich kann hier also nicht von absoluten Geschwindigkeitswerten berichten, sondern immer nur relativ zu meinem Umfeld. Und da war ich schnell. Quasi die kompletten nächsten 80km war ich nur noch am Überholen. Die einzigen, die mich überholten waren Startnummern unter 100 (Profifeld) auf ihrer zweiten Runde und Staffelradler. Vor allem bei schnellen Bergabpassagen, die man nicht mehr mittreten konnte, konnte ich immer einige Plätze gut machen, was für eine gute Aerodynamik spricht. Natürlich spielen da auch noch andere Dinge wie Gewicht und Rollwiderstand rein, aber ein Anzeichen kann das glaub schon sein.
Nachteile hatte ich natürlich am Berg. Mit zusätzlichem Schlauch im Rahmen, Werkzeugflasche im Halter, und immer gut gefüllten Wasservorräten (es war verdammt heiß), hatte ich bestimmt etwas über 10kg unterm Hintern, wo andere nur 8-9 bewegen mussten. Da kam mir meine Kompaktkurbel dann zugute. Vielleicht darf die sogar bleiben :D
Insgesamt habe ich dem Rad immer vertraut, auch auf schnellen Abfahrten und mein Grinsen wurde immer breiter. Bis bei ca Kilometer 130 die Schmerzen losgingen. Da rächte sich die mickrige Fittingzeit und vor allem die wenige Trainingszeit in dieser Haltung. Ich musste fortan sehr oft am Basislenker fahren um meinen Nacken zu entspannen. Aber selbst in der Haltung konnte ich noch einige Leute Aerohaltung kassieren. Dadurch wurde diese Phase nicht allzu frustrierend.
Meine Radzeit war dann mit 5:52:23 Stunden ziemlich genau im Mittelfeld und für meinen aktuellen Trainingsstand und meine sehr defensive Strategie bei der Challenge absolut genial.
Beim Wechsel aufs Laufen bin ich dann die ersten ca 500m gegangen um mich in Ruhe zu verpflegen und abzukühlen und habe dann ziemlich gute Beine vorgefunden. Deutlich besser als ich sie nach den Radstints auf meinem alten Trirad hatte. So hab ich den abschließenden Marathon in 4:55:18 Stunden geschafft (zur Einordnung: meine Bestzeit bei einem reinen Marathon ist 4:16 Stunden). Damit bin ich auch absolut zufrieden.

Hier sind mal ein paar Bilder (bessere vom Rad einfach von der Seite hab ich leider nicht):

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Für mehr Bilder könnt ihr auch auf mein Facebook Profil gehen:

https://www.facebook.com/fabian.mueller.triathlete

Es gibt von einigen stationären Kameras entlang der Strecke auch ein paar Videoschnipsel, wo man das Rad in Bewegung sehen kann. Wenn Interesse besteht, kann ich die auch mal irgendwo hochladen :)

BerlinRR
25.07.2014, 14:08
Optisch wäre es absolut nicht mein Ding, aber wenn es dir Spaß macht.
->optimal

Dann viel Freude noch beim weiteren Anpassen.

PS: Das mit der Kurbel hab ich ja schon vorher gesagt, selbst Kompaktkurbel auf der Distanz sinnvoll durchtreten braucht schon ordentlich Power. 50/13 mit 90er TF sind schon 43,6Km/h.