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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vorbaulänge und Fahrverhalten



Biks
10.09.2004, 10:06
Mich würde mal interessieren wie sich die Vorbaulänge auf das Fahrverhalten auswirkt. 130 bzw. 80cm. Es gibt ja auch durch die Körperhaltung eine andere wenn auch leichte Gewichtsverlagerung.
Wenn ich mal übertreibe in meiner Vorstellung: Ein Vorbau von 500cm würde ja mehr Schwenken bedeuten und gar kein Vorbau eine direkte Lenkung. Klar diese Längen sind unfug und waren nur zum Verständnis.
Wenn ein 64 Rahmen nun doch zu groß wäre und das bei einem 130 Vorbau und ich dann einen 80 z.B. dranbauen würde.... was meint Ihr wie könnte sich das auf das Lenkverhalten auswirken. Hat das schon mal jemand von euch probiert?
Grüße Biks (einer der noch keine Erfahrung mit einem RR hat)

jagen
10.09.2004, 10:13
Ich habe in der Eingewöhnungsphase statt nem 110er einen 90er Vorbau drangeschraubt. Das Lenkverhalten fand ich viel nervöser/kippeliger/direkter. Hat mir gar nicht gefallen.
Andererseits könnte es bei einem zu langen Vorbau passieren, dass man bergab das Gefühl bekommt man kippt vorne über.
Also: der Rahmen (Oberrohrlänge) muss schon passen!

Abbath
10.09.2004, 10:43
bzgl. der überschlagsgefühle:

die frage ist ja nicht, wie lang der vorbau ist, sondern wo der schwerpunkt ist.
deshalb würde ich, schauen ob eine stärker gekröpfte sattelstütze (-> flacherer sitzrohrwinkel -> knieproblemen??) evntl. als ergänzung der verlängerung des sattel-lenker-abstandes sinnvoll ist.

sensole
10.09.2004, 10:59
Die Frage habe ich mir auch gestellt und bin mehr oder weniger zum gleichen Ergebnis gekommen.

Oxi
10.09.2004, 11:14
Bei mir stellt sich die Frage andersrum: Habe den Sattel durch eine gekröpften Stütze ziemlich weit hinten. Bei kräftigen Antritten v.a. am Berg wird das Vorderrad manchmal recht leicht und steigt auch schonmal. Habe zwar bereits einen 120er Vorbau, überlege aber, ob ich einen 130er drauftue und den Sattel etwas nach vorne schiebe. Das Lot von Kniescheibe zu Pedalachse ist auch etwas nach hinten verschoben. Würde mir das helfen?

Oxi

Abbath
10.09.2004, 11:23
das problem ist halt, daß du nicht allein den schwerpunkt veränderst sondern auch die position des beins (bei mir ist das lot auch hinter der pedalachse), was natürlich zu knieproblemen führen kann. gleiches gilt natürlich für den Rücken, es sei denn du schiebst den sattel genau um die verlängerung des vorbaus nach vorne. selbst dann ist die frage wie sich die veränderung des "winkels zur hüfte" auswirkt...

das ansteigen des vorderrades stellst du vermutlich mit dem verstellen des sattels und dem verlängern des vorbaus ab.*

ich hatte auch mal ein seltsames rr (colnago) bei dem das vr gerne gestiegen ist - hat mich aber nicht gejuckt, solange das hr auf dem boden bleibt... :applaus:




*vielleicht brauchst du auch einfach ne schwerere gabel :p

PAYE
10.09.2004, 11:53
Andererseits könnte es bei einem zu langen Vorbau passieren, dass man bergab das Gefühl bekommt man kippt vorne über.
Also: der Rahmen (Oberrohrlänge) muss schon passen!

Es gibt ja so eine Faustregel, die wohl oft auch hilfreich ist:

in der normalen Sitzposition mit Händen auf den Bremschaltgriffen sollte man die Vorderradnabe genau vom Oberlenker verdeckt [nicht] sehen.

Für mich stimmt diese Faustregel relativ gut, es mag aber durchaus individuelle Abweichungen davon geben.

Abbath
10.09.2004, 12:02
für mich stimmt die überhaupt nicht* - 135er vorbau ist wohl zu lang...

*bei o.g. colnago passte sie und jetzt sitze ich 10x besser auf dem rad.

ghostracer
10.09.2004, 13:30
Ich fahre einen 58er Ghost Rahmen mit einer leicht gekröpften Sattelstütze und einem 110er Vorbau bei einer Körpergröße von 182. Das bedeutet eine ziemlich gestreckte Körperhaltung auf dem RR. Neben der Geschichte mit dem Knielot ist es meines Erachtens auch wichtig, wie gestreckt der Oberkörper auf dem Rad liegt und wie sich jeder wohlfühlt. Meiner Meinung nach sollte im Race-Griff der Oberarm mit dem Unterarm ca. einen 90° Winkel bilden. So fühle ich mich zumindest wohl.

Race your life.

Oxi
10.09.2004, 13:46
Ich fahre einen 58er Ghost Rahmen mit einer leicht gekröpften Sattelstütze und einem 110er Vorbau bei einer Körpergröße von 182. Das bedeutet eine ziemlich gestreckte Körperhaltung auf dem RR. Neben der Geschichte mit dem Knielot ist es meines Erachtens auch wichtig, wie gestreckt der Oberkörper auf dem Rad liegt und wie sich jeder wohlfühlt. Meiner Meinung nach sollte im Race-Griff der Oberarm mit dem Unterarm ca. einen 90° Winkel bilden. So fühle ich mich zumindest wohl.

Race your life.

Habe auch den Ghost Scandium mit 58 cm und bin selbst 183, Schrittlänge 89. Dazu die Ritchey WCS Sattelstütze und wie gesagt 120er Vorbau. Also auch ziemlich gestreckt. Meine Üerlegung ist, wenn ich den Sattel vorschiebe und dafür einen längeren Vorbau nehme, sollte der Beugungswinkel Oberschenkel zu Rumpf etwas geringer ausfallen. Dies muesste eigentlich angenehmer sein. Die Frage nur, ob das dann nicht zu sehr auf die Handgelenke geht weil so ja mehr Gewicht nach vorne verlagert wird.

Oxi

chubika
10.09.2004, 22:12
Hallo,

gibt da auch so eine alte Radfahrerweisheit:
Der Vorbau ist die Servolenkung des Rennrades.

Aber das kam in den vorangegangenen Postings ja schon genuegend zum Ausdruck.

Ciao
Der Frosch
C.

Asmodeus
10.09.2004, 22:17
Hab in diesem Zusammenhang mal ne kleine Frage:

Kann ich den Sattel (SLR gel flow) so weit nach hinten schieben wie ich will, oder laufe ich dann Gefahr, dass sich die Rohre verbiegen? Also, kann ich den Sattel verstellen wie ich will, oder ist das der Haltbarkeit abträglich?

Bergsprinter
10.09.2004, 22:23
...also, ich kann da nur ne Erfahrung aus dem Mountainbikebereich zum Besten geben: Als ich noch "jung" war, bin ich 4 Jahre Mountainbikerennen für ein Team damals aus Niedersachsen gefahren. Im Training sind wir wegen der direkteren Lenkung und den geringeren "Hebeln" sowie einer entspannteren Haltung eher kurze Vorbauten so um die 110-130mm gefahren. Im Rennen wurden die dann schon mal auf 140-150mm gewechselt, um mehr Hebel in schwerem Boden zu haben und ein frühzeitiges Aufrichten des Vorderrades zu vermeiden. Mit einigem Abstand zweifle ich aber mittlerweile aber selbst am Sinn solcher Aktionen!?
BS

Abbath
11.09.2004, 10:37
@bergsprinter ich hatte früher auch nen 150er vorbau am mtb, allerding weil das drecksteil einfach viel zu kurz gebaut war. jetzt hab ich einen 120er und das rad klettert trotzdem 100x besser (und fährt auch noch besser bergab :eek:). ist imho alles eine frage des richtig (zentral? - dann kann man nämlich am besten durch bewegung auf dem rad "umdisponieren") gesetzten schwerpunkt.

und bevor jetzt kommt, daß wir hier über rr sprechen: am mtb merkt man solche unausgeglichenheiten nun einmal wesentlich stärker, einfach weil die gefälle extremer sind.

@asmodeus offiziell darfst du den sattel vermutlich nur im bereich des verstellbereichs auf den streben verstellen.

ojo del culo
11.09.2004, 17:31
Kann ebenfalls etwas dazu sagen...

Ich habe mir vor ein paar Wochen ein neues Rad geholt, der Händler bot an den Vorbau so lange zu tauschen, bis alles passt.

Das Angebot nahm ich natürlich dankend an.

Da ich im VH zur Schrittlänge (92 cm bei 183 cm Körpergröße) einen kurzen Oberkörper habe, begann ich mit 100 mm und bin mitlerweile bei 80 mm gelandet. Bei den Fahreigenschaften ergeben sich himmelweite Unterschiede. Direkt nach dem Wehcsel von 100 auf 80 war das Rad extrem nervös zu fahren. Das hat sich dann nach 50 km relativiert und die Freude über die angenehmere Position überwiegt. Das Rad ist allerdings defintitiv agiler...

Abbath
11.09.2004, 17:33
@ojo cdale (schließe ich einfach mal aus dem avatar) hat ja auch nicht gerade kurze (wenn auch im rr bereich nicht extrem lange) oberrohre. zb im vergleich zu stock und scott.

babygang
11.09.2004, 22:12
Möchte hier die gelegenheit nutzen um mein ersten Beitrag zu veröffentlichen.

Das mit dem Einfluß der Vorbaulänge durfte ich letztes Jahr auch erfahren.
Bin bis jetzt immer Rahmen von der Stange gefahren. Rahmen nach maß kosten einfach zu viel.
Da die Rahmenhöhe durch die Schrittlänge bestimmt wird, hatte ich immer 54cm, aber letztes Jahr bemerkte der Verkäufer das mein Oberkörper relativ lang ist (was höflicher ist als "du hast kurze Beine")
Habe dann 130mm Vorbau bekommen, Lenkung war irgendwie träge, aber ich saß super auf dem Rad. Habe es auch so gelassen.
Das Fahrvehalten ist aber nicht davon beeinträchtigt.

Abbath
12.09.2004, 10:44
@babygang
1. willkommen im club.
2. sobald man seine optimale kennt, kauft man rr (und crosser, mtbs) primär nach der oberrohrlänge. die höhe kann man wesentlich besser durch sattelstütze, vorbau und spacer ausgleichen.

babygang
13.09.2004, 21:32
Danke für die willkommens grüße
Du hast schon recht, aber ich bin eben so schlecht gebaut das wenn ich RH56 genommen hätte dann wäre der Sattel nur noch ein paar cm über dem
Oberrohr rausgeragt (wie damals, als ich mit 12 mein ersten Renner vom cousin bekommen habe).
mit RH54 war es noch slooping, mit RH56 gerade geometrie.
Und der Vorbau wäre auch nur 110mm lang geworden, wollte aber eine gestreckte Position.

ojo del culo
13.09.2004, 22:36
@abbath

richtig, bei mir ist´s ein caad5 in der Rahmenhöhe 56, das Oberrohr also ebenfalls 56 cm...

Da gibt´s deutlich Längere... ;))

Werde den 80er mit einem 90er tauschen...
Dann müßte es passen.

so long

odc