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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Carbonlaufräder Gebirge sinnvoll ?



kaeptnepo
03.11.2014, 08:36
Hallo Gemeinde,

weil es so interessant und meistens auch so kontrovers ist, die Frage an euch, ob ihr mit euren Carbonlaufrädern ins Gebirge geht. Ist die Technik mittlerweile unproblematisch ? Ich war dieses Jahr in den Pyrenäen und meine, bei den Hobbyfahrern fast nur Alu gesehen zu haben.

rumplex
03.11.2014, 08:43
Oha. Bitte ruhig bleiben, und erst mal durchatmen, bevor Ihr dazu was schreibt.:D

Grand Pedaleur
03.11.2014, 08:45
Kann man im Gebirge überhaupt ohne Carbon-Laufräder fahren?? :confused:

Quarkwade
03.11.2014, 09:06
Ist alles eine Frage des Budgets. Wer kann, der kann... :D

marvin
03.11.2014, 09:51
Geht garnich. Völlig unfahrbar. Kreuzgefährlich. Teufelszeug. Null Bremsleistung. Sofortige Delamination bis hin zur spontanen Selbstentzündung.




...sagt marvin, der total traumatisiert ist und den ein oder anderen Ötztaler und die ein oder andere Transalp nur mit grösster Mühe überlebt hat und dem heute noch der Angstschweiss ausbricht, wenn er auch nur daran denkt, bergab zu fahren.

Efix
03.11.2014, 09:54
Hallo Gemeinde,

weil es so interessant und meistens auch so kontrovers ist, die Frage an euch, ob ihr mit euren Carbonlaufrädern ins Gebirge geht. Ist die Technik mittlerweile unproblematisch ? Ich war dieses Jahr in den Pyrenäen und meine, bei den Hobbyfahrern fast nur Alu gesehen zu haben.

Gehen tut das schon. Ist aber die gleiche Frage, obs ein Mercedes (Lupine) sein muss. Eine Kasten-Ente (China-Nachbau) tuts genauso... :D

Hansi.Bierdo
03.11.2014, 09:57
Wer Angst hat fährt vorne Alu. Aber nicht mit Latexschlauch, weil die im Gebirge ja auch zu spontanen Selbstzündungen neigen. ;)

girofan
03.11.2014, 10:30
Das passiert dir mit den normalen Schläuchen auch :D. Am allerbesten eine 36 Loch alukastenfelge mit Schlauchreifen. Aber immer wieder uberprufen , nicht dass der Schlauchreifen wandert und dir das Ventil abreißt ;D

woolee
03.11.2014, 10:37
Ich fahre aus Budget-Gründen Alu, aber dachte bisher auch, dass es mit Carbonflanke keine Probleme geben dürfte.
Jetzt hat mir ein Freund eine Geschichte erzählt, die mich nachdenken lässt:

Er fuhr vor ein paar Monaten den Mortirolo (Stilfserjoch oder irgendwas in der Ecke) hinab, volles Tempo, recht weit unten gab es irgendwo ein Schotterstück wegen einer Baustelle. Er fuhr ganz langsam weiter, da gab es hinter ihm einen Knall, ein anderer Radler hatte sich einen Platten geholt. 30 Sekunden später der nächste. Da er kein Risiko eingehen wollte stieg er ab, um das Rad zu schieben, da meinte einer der beiden anderen Radler, dass er das nicht müsse, da es nicht am Schotter läge, er einen Alu-LRS fahre und die Flanke sich nicht so aufheizen würde wie bei ihren Carbonfelgen, die zum Schaden geführt hätten.

Krasse Geschichte, vorher noch nie sowas gehört, ist das was dran oder waren da zwei Pechvögel/Falschbremser, die es aufs Material geschoben haben?

rumplex
03.11.2014, 10:50
Geht garnich. Völlig unfahrbar. Kreuzgefährlich. Teufelszeug. Null Bremsleistung. Sofortige Delamination bis hin zur spontanen Selbstentzündung.




...sagt marvin, der total traumatisiert ist und den ein oder anderen Ötztaler und die ein oder andere Transalp nur mit grösster Mühe überlebt hat und dem heute noch der Angstschweiss ausbricht, wenn er auch nur daran denkt, bergab zu fahren.

Mit Scheibenbremsen erledigt sich ein Großteil der Diskussion und auch der Schadensfälle an Carbon-LR. Auch in Sachen Bremsleistung.

http://www.zedler.de/zedler-aktuell/carbon/carbon-einzelansicht/ansicht/bremsprobleme-sind-nicht-geloest-1/?tx_ttnews[pointer]=3&tx_ttnews[backPid]=2015&cHash=0d1cfaef04fcd713c476b88c02206964

http://www.zedler.de/zedler-aktuell/carbon/carbon-einzelansicht/ansicht/zu-bloed-zum-fahren/?tx_ttnews[pointer]=3&tx_ttnews[backPid]=2015&cHash=da94e22cac249120c47382f47a97dcf2

http://www.zedler.de/zedler-aktuell/carbon/carbon-einzelansicht/ansicht/bergwertung/?tx_ttnews[pointer]=3&tx_ttnews[backPid]=2015&cHash=d7c41f76c81558255362753224e4b95b

Chris_2014
03.11.2014, 10:56
Mit Scheibenbremsen erledigt sich ein Großteil der Diskussion und auch der Schadensfälle an Carbon-LR. Auch in Sachen Bremsleistung.

http://www.zedler.de/zedler-aktuell/carbon/carbon-einzelansicht/ansicht/bremsprobleme-sind-nicht-geloest-1/?tx_ttnews[pointer]=3&tx_ttnews[backPid]=2015&cHash=0d1cfaef04fcd713c476b88c02206964

http://www.zedler.de/zedler-aktuell/carbon/carbon-einzelansicht/ansicht/zu-bloed-zum-fahren/?tx_ttnews[pointer]=3&tx_ttnews[backPid]=2015&cHash=da94e22cac249120c47382f47a97dcf2

http://www.zedler.de/zedler-aktuell/carbon/carbon-einzelansicht/ansicht/bergwertung/?tx_ttnews[pointer]=3&tx_ttnews[backPid]=2015&cHash=d7c41f76c81558255362753224e4b95b

Bei Scheibenbremsen kommt es zu Fading und die Alu-Kerne der Ice-Tech Scheiben neigen zum Schmelzen. :rolleyes:

rumplex
03.11.2014, 11:01
Bei Scheibenbremsen kommt es zu Fading und die Alu-Kerne der Ice-Tech Scheiben neigen zum Schmelzen. :rolleyes:

Daran kann man ja arbeiten.

An der Bremsleistung von Felgenbremsen mit Carbon-LR sehr viel weniger.

Für mich ist die Kernfrage: Welchen außerordentlichen Nutzen sollen Carbon-LR für einen Hobbyfahrer haben?

Dem steht ja nicht entgegen, das zu machen, weil´s schön leicht ist und schick aussieht.

Meine Erfahrungen mit Carbon_LR auf Abfahrten bei Nässe sagen: Ist es nicht wert.

bernhard67
03.11.2014, 11:08
Omeiomei - solche Probleme! Bremsscheiben schmelzen, Carbonfelgen verbrennen, Latexschläuche in Alufelgen explodieren, ebenso Butylschläuche, bei Schlauchreifen reißt das Ventil ab .... Da bleib ich am besten im Büro hocken. :applaus:

Sagt mal, was stellt Ihr mit Euren Rädern an? Ich bin schon als Jugendlicher sicher mit Schlauchreifen alle Alpenpässe runter gekommen - ggf. mußte ich den Reifen nach einer Tour neu kleben, weil die Ventile nicht mehr ganz gerade waren, mehr aber nicht. Seit den 90ern fahre ich Faltreifen und Alufelgen und mir ist noch nie ein Schlau explodiert, weder Butyl noch Latex.

Was mach ich blos falsch?

Ziggi Piff Paff
03.11.2014, 11:11
...

Was mach ich blos falsch?

frag Medias

Pedalierer
03.11.2014, 11:17
Was mach ich blos falsch?

Vielleicht wiegts DU einfach keine 90 Kilo und kannst auch noch abfahren? Ich hab auch nie ne Felge so heiß bekommen dass ich sie nicht mehr anfassen könnte, bin aber alpin auch nie in großen Gruppen gefahren oder im Verkehr gehangen.

marvin
03.11.2014, 11:17
Mit Scheibenbremsen erledigt sich ein Großteil der Diskussion und auch der Schadensfälle an Carbon-LR. Auch in Sachen Bremsleistung.

http://www.zedler.de/zedler-aktuell/carbon/carbon-einzelansicht/ansicht/bremsprobleme-sind-nicht-geloest-1/?tx_ttnews[pointer]=3&tx_ttnews[backPid]=2015&cHash=0d1cfaef04fcd713c476b88c02206964

http://www.zedler.de/zedler-aktuell/carbon/carbon-einzelansicht/ansicht/zu-bloed-zum-fahren/?tx_ttnews[pointer]=3&tx_ttnews[backPid]=2015&cHash=da94e22cac249120c47382f47a97dcf2

http://www.zedler.de/zedler-aktuell/carbon/carbon-einzelansicht/ansicht/bergwertung/?tx_ttnews[pointer]=3&tx_ttnews[backPid]=2015&cHash=d7c41f76c81558255362753224e4b95b
Auch Dirk Zedlers berufliche Zukunft steht und fällt mit den Umsatzprognosen im Fahrradhandel.

Luigi_muc
03.11.2014, 11:18
Natürlich sind Carbonlaufräder im Gebirge sinnvoll. Nämlich dann, wenn sie leichter als Aluderivate sind. Sprich Tubular.
Wer nicht bremsen kann, macht auch Schläuche in Alufelgen kaputt. Und bei Neutralisationen und ähnlichem haben alle gleich verkackt, wobei Tubular dort noch im Vorteil sein könnte.
Delaminationen sollte es bei richtiger Bremsbelagwahl nicht geben.

Alu würde ich dann fahren, wenn ich vorher schon weiß, dass die Abfahrt sehr nass wird. Wenn ich einen Alusatz hätte:D
Aber auch dann reicht im Notfall vorausschauendes Fahren, um die Flanke etwas trocken zu halten (frühzeitig schleifen lassen).

Muckel
03.11.2014, 11:42
Natürlich sind Carbonlaufräder im Gebirge sinnvoll. Nämlich dann, wenn sie leichter als Aluderivate sind. Sprich Tubular...

Die Ausgangsfrage bezog sich auf Hobbyradler, da sollte der Gewichtsnachteil (lass es mal gaaaanz großzügig ein Pfund für Vorder- und Hinterrad zusammen sein) zu vernachlässigen sein.

Cubeteam
03.11.2014, 11:51
Die Ausgangsfrage bezog sich auf Hobbyradler, da sollte der Gewichtsnachteil (lass es mal gaaaanz großzügig ein Pfund für Vorder- und Hinterrad zusammen sein) zu vernachlässigen sein.

im flachem Norden vielleicht :D

Pedalierer
03.11.2014, 12:10
Der Gewichtsvorteil ist wohl auch nicht mehr sehr groß. Aluclincher mit 1,3 Kg sind machbar, fahre ich selber auch. Ob da Plastetubulars noch 150 g leichter sind bringt mir auch in den Bergen keinen nennenswerten Vorteil gegenüber den Kröten die man dafür schlucken müsste: schlechtes Nassbremsverhalten, 3x so teuere Anschaffung, Reifenwechselmehraufwand bei Tubular, teurere Bereifung. Wenn man einen Ersatzreifen mitführt ist der Gewichtsvorteil im übrigen auch komplett weg (Ersatzreifen ca 250 g, Ersatzschlauch Clincher 70 g)

Das Delaminaton kein Thema mehr sei, mag ich kaum glauben bei den Berichten die man so liest. Mag sein dass das bei Tubulars seltener ist.

rumplex
03.11.2014, 12:13
Auch Dirk Zedlers berufliche Zukunft steht und fällt mit den Umsatzprognosen im Fahrradhandel.

Du meinst, dass er dann die teuren Carbondinger kritisieren sollte?;)

Der Blick auf´s Material ist sicher ein anderer, wenn man permanent mit den Schadensfällen beschäftigt ist.

Cubeteam
03.11.2014, 12:18
Der Gewichtsvorteil ist wohl auch nicht mehr sehr groß. Aluclincher mit 1,3 Kg sind machbar, fahre ich selber auch. Ob da Plastetubulars noch 150 g leichter sind bringt mir auch in den Bergen keinen nennenswerten Vorteil gegenüber den Kröten die man dafür schlucken müsste: schlechtes Nassbremsverhalten, 3x so teuere Anschaffung, Reifenwechselmehraufwand bei Tubular, teurere Bereifung. Wenn man einen Ersatzreifen mitführt ist der Gewichtsvorteil im übrigen auch komplett weg (Ersatzreifen ca 250 g, Ersatzschlauch Clincher 70 g)

Das Delaminaton kein Thema mehr sei, mag ich kaum glauben bei den Berichten die man so liest. Mag sein dass das bei Tubulars seltener ist.

Naja, "Plaste tubulars", die das 3 fache Kosten wiegen zum Teil nur 900 Gramm, ich denke das macht sich schon bemerkbar.

Hansi.Bierdo
03.11.2014, 12:20
schlechtes Nassbremsverhalten

Weil Alu ja auch so viel doller bremst im Regen... :rolleyes:

Wie immer muss man erst mal das Wasser runterbremsen, dann klappt's auch mit der Verzögerung. Modulation ist das Zauberwort. Aber meistens erzählen Leute, die noch nie Carbon im Nassen gefahren sind anderen Leuten wie schlecht das bremst.

Ich finde Carbonfelgen bremsen sich sehr geil und bin jedesmal wieder bei der ersten Fahrt mit Alu überrascht und schaue nach, ob die Bremsen überhaupt greifen. ;)

marvin
03.11.2014, 12:24
Du meinst, dass er dann die teuren Carbondinger kritisieren sollte?;)...
Was ich meine ist, dass die Branche davon lebt, neue Trends zu etablieren und dadurch entsprechende Kaufanreize für Neuerwerbungen zu generieren.
So funktioniert der Markt. Das ist Fakt.
Dirk Zedler ist genauso Teil dieses Marktes. Aber natürlich auch alle Hersteller, Händler und nicht zuletzt die schreibende Zunft der einschlägigen Fachmagazine. ;-)

In der MTB-Branche sind diese Mechanismen noch viel ausgeprägter zu beobachten. Die RR-Ecke ist davon lange Zeit verschont geblieben - allein schon wegen der tendentiell konservativen Klientel. Aber man arbeitet intensiv daran, auch dort die Hype-Gläubigkeit zu steigern.

Schlaffe Wade
03.11.2014, 12:28
Hallo Gemeinde,

weil es so interessant und meistens auch so kontrovers ist, die Frage an euch, ob ihr mit euren Carbonlaufrädern ins Gebirge geht. Ist die Technik mittlerweile unproblematisch ? Ich war dieses Jahr in den Pyrenäen und meine, bei den Hobbyfahrern fast nur Alu gesehen zu haben.

ich würde prinzipiell davon abraten, mit dem rad "ins gebirge zu gehen". gerade in der nun beginnenden jahreszeit ein sehr heikles unterfangen. letztendlich kann man hier nur hoffen zu dem einen drittel zu gehören, welches eine abfahrt unbeschadet übersteht. 2. drittel felgendelaminierung, 3. drittel schlauch / mantel / beides platzt, wurde alles schon längst hieb - und stichfest belegt und bewiesen und tritt auch unwiderruflich ein. jetzt stehst du dort oben, es wird dunkel, leichter schneefall beginnt. unabhängig davon, daß dir dann hoffentlich keine wilden birkhühner begegnen (es wurden natürlich auch schon bären und wölfe gesichtet), was machst du dann ohne licht ? bzw. du hast licht, es ist aber keine lupine ?
du merkst hoffentlich selbst, daß das einfach keine gute idee ist. mit alufelgen schon mehr als waghalsig, vll. gar tollkühn, aber mit carbonfelgen definitiv russisches raqulette. kann man nur hoffen und beten bei solchen vorhaben.

rumplex
03.11.2014, 12:35
Weil Alu ja auch so viel doller bremst im Regen... :rolleyes:

Wie immer muss man erst mal das Wasser runterbremsen, dann klappt's auch mit der Verzögerung. Modulation ist das Zauberwort. Aber meistens erzählen Leute, die noch nie Carbon im Nassen gefahren sind anderen Leuten wie schlecht das bremst.

Ich finde Carbonfelgen bremsen sich sehr geil und bin jedesmal wieder bei der ersten Fahrt mit Alu überrascht und schaue nach, ob die Bremsen überhaupt greifen. ;)

http://www.lambda-racing.de/fragen.html#Bremsverhalten

http://www.canyon.com/supportcenter/article.html?supportcenter_articles_id=70

Und auch mal die Konkurrenz:

http://www.roadbike.de/test/parts/carbon-laufraeder-im-test-bremsleistung-besser.658811.9.htm

rumplex
03.11.2014, 12:42
ich würde prinzipiell davon abraten, mit dem rad "ins gebirge zu gehen". gerade in der nun beginnenden jahreszeit ein sehr heikles unterfangen. letztendlich kann man hier nur hoffen zu dem einen drittel zu gehören, welches eine abfahrt unbeschadet übersteht. 2. drittel felgendelaminierung, 3. drittel schlauch / mantel / beides platzt, wurde alles schon längst hieb - und stichfest belegt und bewiesen und tritt auch unwiderruflich ein. jetzt stehst du dort oben, es wird dunkel, leichter schneefall beginnt. unabhängig davon, daß dir dann hoffentlich keine wilden birkhühner begegnen (es wurden natürlich auch schon bären und wölfe gesichtet), was machst du dann ohne licht ? bzw. du hast licht, es ist aber keine lupine ?
du merkst hoffentlich selbst, daß das einfach keine gute idee ist. mit alufelgen schon mehr als waghalsig, vll. gar tollkühn, aber mit carbonfelgen definitiv russisches raqulette. kann man nur hoffen und beten bei solchen vorhaben.

Endlich mal kein überzeichnetes Szenario.:D

Frühaufsteher
03.11.2014, 12:46
Mann, mann, mann, der arme Fragesteller wird ja mit unklaren Antworten nur so zugeschüttet.

Es geht einfacher.

Rauf vielleicht runter nein.

rumplex
03.11.2014, 12:52
Was ich meine ist, dass die Branche davon lebt, neue Trends zu etablieren und dadurch entsprechende Kaufanreize für Neuerwerbungen zu generieren.
So funktioniert der Markt. Das ist Fakt.
Dirk Zedler ist genauso Teil dieses Marktes. Aber natürlich auch alle Hersteller, Händler und nicht zuletzt die schreibende Zunft der einschlägigen Fachmagazine. ;-)

In der MTB-Branche sind diese Mechanismen noch viel ausgeprägter zu beobachten. Die RR-Ecke ist davon lange Zeit verschont geblieben - allein schon wegen der tendentiell konservativen Klientel. Aber man arbeitet intensiv daran, auch dort die Hype-Gläubigkeit zu steigern.

Wo ist der Hype, wenn Hersteller, Anbieter, Sachverständige und Fachmagazine auf das schlechtere Bremsverhalten bei Nässe und auf die Gefahr von Delaminationen verweisen?

Aber ich hab´s mir ja gleich gedacht, dass das wieder Geballer gibt, hier.

man kann auch einfach nüchtern Vor- und Nachteile aufzeigen und dann kann sich der Fragesteller vielleicht etwas besser entscheiden.:)

Pumare
03.11.2014, 12:55
..
Es geht einfacher.
...

Stimmt:

Wenn man kein totaler Abfahrtslegastheniker mit schwerem Übergewicht ist, dann kann man auch mit Carbonfelgen heil im Tal ankommen.

Es sieht geil aus.
Es ist leicht.
Es bremst trocken genauso gut, nass marginal schlechter.

rumplex
03.11.2014, 12:57
Stimmt:

Wenn man kein totaler Abfahrtslegastheniker mit schwerem Übergewicht ist, dann kann man auch mit Carbonfelgen heil im Tal ankommen.

Es sieht geil aus.
Es ist leicht.
Es bremst trocken genauso gut, nass marginal schlechter.

Jo.

"So lange das nicht der Fall ist, rate ich allen Sportlern, die nicht so leicht sind wie Radprofis und nicht deren Fahrkönnen besitzen, diese Mode auszulassen. "

http://www.tour-magazin.de/technik/ratgeber/bruch-bei-carbonfelgen/a1995.html

Pumare
03.11.2014, 13:02
Jo.

"So lange das nicht der Fall ist, rate ich allen Sportlern, die nicht so leicht sind wie Radprofis und nicht deren Fahrkönnen besitzen, diese Mode auszulassen. "

http://www.tour-magazin.de/technik/ratgeber/bruch-bei-carbonfelgen/a1995.html

"Die Felgenhörner seiner Carbon-Drahtreifenfelge waren auf zehn Zentimeter Länge eingerissen."

Ok, an Carbonclincher habe ich garnicht erst gedacht, weil eine solche Konstruktion in meinen Augen keinen Sinn hat.
Bei Carbontubulars von tickenden Zeitbomben zu reden ist etwas übertrieben, meinst Du nicht?

Matt_8
03.11.2014, 13:02
Wo ist der Hype, wenn Hersteller, Anbieter, Sachverständige und Fachmagazine auf das schlechtere Bremsverhalten bei Nässe und auf die Gefahr von Delaminationen verweisen?

Aber ich hab´s mir ja gleich gedacht, dass das wieder Geballer gibt, hier.

man kann auch einfach nüchtern Vor- und Nachteile aufzeigen und dann kann sich der Fragesteller vielleicht etwas besser entscheiden.:)

Dagegen spricht ja nichts. Es ist aber komisch auf Scheibenbremsen zu verweisen, wo doch Alu-Felgen die viel einfachere Lösung sind.

C 59
03.11.2014, 13:03
Mit ist (vor 2 Jahren im Mai) ein Continental "Light-Schlauch" am Feldberg im Schwarzwald mit Alu-Bremsflanken bei voller Fahrt während dem anbremsen vor der letzten Kurve am sogenannten "Fahler Loch" geplatzt. Horrorunfall für jeden Rennradler.
Ich bin froh das ich noch lebe. Nach meiner Ankunft mit dem Helikopter in Freiburg im Krankenhaus, haben die mich wieder zusammen geflickt. Der Rest der Saison war nix mehr mit Radfahren oder ähnlichem.
Drei Operationen Oberarmkopf Mehrfragment-Fraktur usw., habe heute noch "Probleme" damit, meine Zeitfahrleidenschaft kann ich inzwischen komplett vergessen. Radfahren geht wieder einigermaßen, bergab nur noch mit "Kopfkino". Alu-Bremsflanken sind für mich im Gebirge absolutes Nogo inzwischen, nur noch Schlauchreifen, Carbonlaufräder oder am besten für lange Abfahrten "nur noch DISC-Laufräder!

Gruß Ralf und immer gute und sichere Ab-fahrten für alle Leser.



Ich fahre aus Budget-Gründen Alu, aber dachte bisher auch, dass es mit Carbonflanke keine Probleme geben dürfte.
Jetzt hat mir ein Freund eine Geschichte erzählt, die mich nachdenken lässt:

Er fuhr vor ein paar Monaten den Mortirolo (Stilfserjoch oder irgendwas in der Ecke) hinab, volles Tempo, recht weit unten gab es irgendwo ein Schotterstück wegen einer Baustelle. Er fuhr ganz langsam weiter, da gab es hinter ihm einen Knall, ein anderer Radler hatte sich einen Platten geholt. 30 Sekunden später der nächste. Da er kein Risiko eingehen wollte stieg er ab, um das Rad zu schieben, da meinte einer der beiden anderen Radler, dass er das nicht müsse, da es nicht am Schotter läge, er einen Alu-LRS fahre und die Flanke sich nicht so aufheizen würde wie bei ihren Carbonfelgen, die zum Schaden geführt hätten.

Krasse Geschichte, vorher noch nie sowas gehört, ist das was dran oder waren da zwei Pechvögel/Falschbremser, die es aufs Material geschoben haben?

girofan
03.11.2014, 13:05
mein ich schon. Meine tubulars haben auch schon viele Abfahrten (rossfeld, die steile Abfahrt mit verdammt viel Verkehr; grosglockner) und da gabs nie probleme. Selbst bei regen und Schnee nicht. Und ich zähle mich nicht zu den technisch super abfahrern

rumplex
03.11.2014, 13:07
Dagegen spricht ja nichts. Es ist aber komisch auf Scheibenbremsen zu verweisen, wo doch Alu-Felgen die viel einfachere Lösung sind.

Wenn sich das explizit mit Carbon beschäftigt, dann wäre das ne Lösung für Carbon.

Alu wird da ja nicht behandelt.

Letztlich wirst Du aber rein vom Bremsverhalten her bei Nässe auch mit Alu besser liegen, wenn Du Scheibenbremsen verwendest. Mit den natürlich damit einhergehenden Nachteilen.

Ich bleib dabei, einfach die Vor- und Nachteile aufzeigen und dann daraus eine Entscheidung treffen.

Aber zu behaupten, dass Carbon-LR ja bei Nässe kein Probem hätten, man müsse nur nicht so blöd, nicht "richtig" bremsen zu können, ist irreführend, vor allem, weil auch nch Niemand weiß, welcher Typ Radfahrer der Fragesteller ist.

Möglicherweise können sich einige dann etwas praktischer damit befassen.

Pumare
03.11.2014, 13:11
Mich würde mal interessieren, von wie viel Problemen mit überhitzten discs man lesen würde,
wenn alle nur noch mit discs rumfahren.
Bremst doch mal nen 15-20 km Pass im Hochsommer mit soner Mimitaurscheibe wie am RR verwendet runter.
Mal gespannt was davon so übrig bleibt.

schmadde
03.11.2014, 13:12
Weil Alu ja auch so viel doller bremst im Regen... :rolleyes:

Tut es definitiv und zwar gewaltig viel besser. Wobei man mit gelben Swissstop wenigstens ein bisschen langsamer wird.

Würde aber auch sagen: wenn man nur bei Trockenheit fährt, leicht ist und gut abfahren kann (i.e. wenig bremst) gehen Carbonfelgen schon. Ich fahr da aber lieber Alu.

Pumare
03.11.2014, 13:15
...
Aber zu behaupten, dass Carbon-LR ja bei Nässe kein Probem hätten...


Aber es ist doch so:
bei der passenden Kombi von Felge und Belag bremst Carbon doch wirklich gut.
Das hat noch nicht mal was mit Bremstechnik zu tun.

avis
03.11.2014, 13:15
Der Gewichtsvorteil ist wohl auch nicht mehr sehr groß. Aluclincher mit 1,3 Kg sind machbar, fahre ich selber auch. Ob da Plastetubulars noch 150 g leichter sind bringt mir auch in den Bergen keinen nennenswerten Vorteil gegenüber den Kröten die man dafür schlucken müsste: schlechtes Nassbremsverhalten, 3x so teuere Anschaffung, Reifenwechselmehraufwand bei Tubular, teurere Bereifung. Wenn man einen Ersatzreifen mitführt ist der Gewichtsvorteil im übrigen auch komplett weg (Ersatzreifen ca 250 g, Ersatzschlauch Clincher 70 g)

Das Delaminaton kein Thema mehr sei, mag ich kaum glauben bei den Berichten die man so liest. Mag sein dass das bei Tubulars seltener ist.

Das trifft es irgendwie ziemlich!
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Carbon bergab im Gebirge geht, aber eben nicht so gut wie Alu.
Bremskraft ist höher, aber vorallem habe ich eine viel bessere Modulation.
An manchen Abfahrten muss man einfach viel und stark bremsen, auch als bester Abfahrer der Welt, weil der Verkehr und Strecke es nicht anders zulassen (Ventoux im Sommer zB.)
Und da sehe ich auch nicht ein wegen 150gr Nachteile beim Bremsen zu riskieren.
Interessant ist es übrigens schon, dass man an den gängigen Anstiegen zu 99% Alufelgen sieht.
Nur am Geld wird das nicht liegen, denn ne Dura Ace oder Red sieht man deutlich häufiger.

rumplex
03.11.2014, 13:15
Mich würde mal interessieren, von wie viel Problemen mit überhitzten discs man lesen würde,
wenn alle nur noch mit discs rumfahren.
Bremst doch mal nen 15-20 km Pass im Hochsommer mit soner Mimitaurscheibe wie am RR verwendet runter.
Mal gespannt was davon so übrig bleibt.

Ja, v.a. mit den gebotenen Scheibengrößen für RR.

Jedes System hat nu mal seine Schwächen. Und seine Vorteile. Je nach Fahrverhalten, Topo usw. muss man halt für sich wählen.

855
03.11.2014, 13:37
ich würde prinzipiell davon abraten, mit dem rad "ins gebirge zu gehen". gerade in der nun beginnenden jahreszeit ein sehr heikles unterfangen. letztendlich kann man hier nur hoffen zu dem einen drittel zu gehören, welches eine abfahrt unbeschadet übersteht. 2. drittel felgendelaminierung, 3. drittel schlauch / mantel / beides platzt, wurde alles schon längst hieb - und stichfest belegt und bewiesen und tritt auch unwiderruflich ein. jetzt stehst du dort oben, es wird dunkel, leichter schneefall beginnt. unabhängig davon, daß dir dann hoffentlich keine wilden birkhühner begegnen (es wurden natürlich auch schon bären und wölfe gesichtet), was machst du dann ohne licht ? bzw. du hast licht, es ist aber keine lupine ?
du merkst hoffentlich selbst, daß das einfach keine gute idee ist. mit alufelgen schon mehr als waghalsig, vll. gar tollkühn, aber mit carbonfelgen definitiv russisches raqulette. kann man nur hoffen und beten bei solchen vorhaben.

:D

Pedalierer
03.11.2014, 13:54
Naja, "Plaste tubulars", die das 3 fache Kosten wiegen zum Teil nur 900 Gramm, ich denke das macht sich schon bemerkbar.

Nun ja ein 900 Gramm Satz möchte ich nicht in den Bergen fahren, auf so windelweichen LR da wird das Kurven fahren und anbremsen zum Eiertanz.

Lassen wir mal Speichen und Naben außen vor, da gibt es technische keine Unterschiede zwischen beiden Felgentypen. Bleibt übrig dass man mit Alu um 400 g und mit Carbon um ca 300 g halbwegs steife Felgen hinbekommt. Gewicht von Faltreifen + Schlauch ist in etwa gleich wie ein kompletter „alltagstauglicher“ Schlauchreifen. Geht also um grob 200 g Differenz die größtenteils vom Ersatzschlauchreifen wieder getilgt werden (ohne kann man wohl kaum in die Berge fahren, im Pannenfall wird das Taxt dann recht teuer).

Wozu soll man da so viel Geld in die Hand nehmen? Mein Alu-Clincher mit 1.320 g hat mich knapp 400 € gekostet, da bekomme ich gerade mal eine Carbonfelge für.

avis
03.11.2014, 13:59
Wobei ich mit Clinchern auch noch tendenziell leichterer, also weniger haltbare Reifen fahre, da Wechsel viel schneller und einfacher sowie billiger.
Berücksichtige ich das, habe ich nahezu Gleichstand.

kaeptnepo
03.11.2014, 14:21
An manchen Abfahrten muss man einfach viel und stark bremsen, auch als bester Abfahrer der Welt, weil der Verkehr und Strecke es nicht anders zulassen (Ventoux im Sommer zB.)
Und da sehe ich auch nicht ein wegen 150gr Nachteile beim Bremsen zu riskieren.
Interessant ist es übrigens schon, dass man an den gängigen Anstiegen zu 99% Alufelgen sieht.
Nur am Geld wird das nicht liegen, denn ne Dura Ace oder Red sieht man deutlich häufiger.

Genau die Beobachtung habe ich auch gemacht. Liegt es daran, dass da nur Hobbyfahrer unterwegs sind, die sich das Material nicht leisten können oder ist es doch so, dass die meisten für lange Passabfahrten Alu bevorzugen. Das war ja auch in etwa meine Frage.

schlauchtreifen
03.11.2014, 14:39
Das Drama mit durchgeschmirgelten Alufelgen, geplatzten Schläuchen, Snake-Bites usw hat sich bei mir seit 2009 erledigt. Nur noch Carbon und Schlauchreifen. Seitdem ist Ruhe und ich fühle mich absolut sicher. Mit Carbon, teilweise auch im Regen gefahren: Ötztaler, Arber, 3-LänderGiro usw. Alles komplett mit 0 Pannen.

Pumare
03.11.2014, 14:39
Genau die Beobachtung habe ich auch gemacht. Liegt es daran, dass da nur Hobbyfahrer unterwegs sind, die sich das Material nicht leisten können oder ist es doch so, dass die meisten für lange Passabfahrten Alu bevorzugen. Das war ja auch in etwa meine Frage.

Man merkt ja auch hier die Tendenz eher Alu zu fahren.
Ich denke aber viele habens noch nie mit Carbon ausprobiert und sind schon im Vorhinein zu verunsichert.

avis
03.11.2014, 14:40
Genau die Beobachtung habe ich auch gemacht. Liegt es daran, dass da nur Hobbyfahrer unterwegs sind, die sich das Material nicht leisten können oder ist es doch so, dass die meisten für lange Passabfahrten Alu bevorzugen. Das war ja auch in etwa meine Frage.

Sicherlich spielt das Geld auch eine Rolle.
Aber wie ich schon sagte, nur daran kann es bei weitem nicht liegen, denn Dura Ace, Di2, teure Carbonrahmen, Assos, Giro etc sieht man durchaus oft.

schlauchtreifen
03.11.2014, 14:44
Man merkt ja auch hier die Tendenz eher Alu zu fahren.
Ich denke aber viele habens noch nie mit Carbon ausprobiert und sind schon im Vorhinein zu verunsichert.

Carbon-Laufräder kosten halt am Anfang erstmal viel mehr, die Reifen haben auch fast 100% Aufschlag und dann muss der gemeine Radler auch noch zum Händler, damit der die Reifen drauf pappt. Da haben viele entweder nicht das nötige Kleingeld über oder schlicht keine Lust drauf. Die flicken dann später lieber während der RTF an ihren Schläuchen rum :)

avis
03.11.2014, 14:49
nomen est omen...
Gerade der Pannenfall ist mit Clinchern einfacher.

rumplex
03.11.2014, 15:09
Man merkt ja auch hier die Tendenz eher Alu zu fahren.
Ich denke aber viele habens noch nie mit Carbon ausprobiert und sind schon im Vorhinein zu verunsichert.

Wenn ich nur die Wahl habe, einen einzigen LRS zu fahren, bspw. wenn ich im Urlaub unterwegs bin, und kein Platz für einen zweiten LRS: Alu.

Wenn ich verschiedene LRS zur Auswahl habe, dann eben je nach Bedarf. Ist doch eigentlich ganz einfach.

Wenn ich weiß, es wird nass und bergig: Alu
Wenn ich weiß, es wird bergig und wahrscheinlich nicht nass: Carbon.

Ansonsten auch Carbon. Wer mag.;)

Das Argument gegen SR wegen Pannendingens kann ich nicht ganz nachvollziehen, so pannensicher, wie die heute sein können.

Hansi.Bierdo
03.11.2014, 15:14
http://www.lambda-racing.de/fragen.html#Bremsverhalten

Ja, super, das steht's ja auch:


Hier ergaben Messungen einen um bis zu 30% längeren Bremsweg. Bei niedrigen Geschwindigkeiten bis 30 km/h ist das kein Problem. Bei einer Abfahrt mit 60 km/h und 10% Gefälle sind es jedoch ca. 10 Meter mehr Bremsweg. Hierzu muss aber auch gesagt werden, dass die Bremsleistung wieder gut ist sobald die Felge trocken gebremst ist. Der Übergang zwischen nasser und trockener Carbon-Felge kann unterschiedlich schnell erfolgen was das Bremshandling erschwert.


Tut es definitiv und zwar gewaltig viel besser. Wobei man mit gelben Swissstop wenigstens ein bisschen langsamer wird.

Würde aber auch sagen: wenn man nur bei Trockenheit fährt, leicht ist und gut abfahren kann (i.e. wenig bremst) gehen Carbonfelgen schon. Ich fahr da aber lieber Alu.

Ich hab mit meinen Carbonios keine Bremsprobleme und bin auch schon mit Alus im Regen erst sehr viel später zum Stehen gekommen, trotz lachsroten Koolstops. Bin Saarländer im Schwabenland lebend mit 194cm und Gewichten zwischen 85-95kg. Und jetzt? Testreihe international und empirisch genug? ;)

bikeomania
03.11.2014, 15:15
Wenn ich nur die Wahl habe, einen einzigen LRS zu fahren, bspw. wenn ich im Urlaub unterwegs bin, und kein Platz für einen zweiten LRS: Alu.

Wenn ich verschiedene LRS zur Auswahl habe, dann eben je nach Bedarf. Ist doch eigentlich ganz einfach.

Wenn ich weiß, es wird nass und bergig: Alu
Wenn ich weiß, es wird bergig und wahrscheinlich nicht nass: Carbon.

Ansonsten auch Carbon. Wer mag.;)

Das Argument gegen SR wegen Pannendingens kann ich nicht ganz nachvollziehen, so pannensicher, wie die heute sein können.

Wobei, wenn ich deine Links (danke hierfür) richtig verstehe, ist auch im Trockenen die Bremsleistung von Carbon nicht die von Alu?!

Armitager
03.11.2014, 15:28
42.

um dem Ganzen hier ein Ende zu bereiten.

Meine subjektive, nicht alle Fragen beantwortende, Meinung lautet: ja, ist sinnvoll. (Ich rede von Carbon-tubular, Reynolds 32, bremst trocken wie nass toll)

wolan64
03.11.2014, 15:37
Für den nicht leichten Hobbyfahrer der im Hochgebirge nicht sicher ist würde ich nur Schlauchreifen empfehlen.
Richtig geklebt wandert der kein mm. Und ein guter SR ist genau so Pannensicher wie ein Clincher.
Das größte Problem beim Schlauchreifen ist mMn nach beim Defekt den geklebten Reifen von der Felge zu bekommen.
Meine Empfehlung für die Unsicheren. Ambrosio Nemesis mit Vittoria Schlauchreifen. Da kann nichts schiefgehen.

rumplex
03.11.2014, 16:10
Wobei, wenn ich deine Links (danke hierfür) richtig verstehe, ist auch im Trockenen die Bremsleistung von Carbon nicht die von Alu?!

Das dürfte dann wohl von den LR-Bremsgummi-Kombis abhängig sein.

Meine Bora mit gelben Kools-Stopps (oder waren´s Swiss-Stopps?) standen trocken wie ne eins. Fast schon besser als Alu.

OCLV
03.11.2014, 16:23
Naja, "Plaste tubulars", die das 3 fache Kosten wiegen zum Teil nur 900 Gramm, ich denke das macht sich schon bemerkbar.

So einen Satz wollte ich mir ursprünglich für das Serotta bauen.
Nach der ersten Fahrt mit einem 1200g Carbon-LRS war klar: das lasse ich besser. Der Laufradsatz wäre ZU LEICHT.
Dann wird die Lenkung sehr nervös und es macht keinen Spass mehr. Schon in der Ebene nicht mehr.

Ich fahre seit ca. 4 Jahren nur noch Carbon-Lrs. Ohne irgendwelche Probleme mit den Reifen, dem Bremsvehalten oder Verschleiß.
Bei 1000g für nen Satz ist bei mir das Limit. Und dann muss die Lenkgeometrie und Sitzposition das noch zulassen. Sonst wird es zu kippelig.

avis
03.11.2014, 16:26
Das dürfte dann wohl von den LR-Bremsgummi-Kombis abhängig sein.

Meine Bora mit gelben Kools-Stopps (oder waren´s Swiss-Stopps?) standen trocken wie ne eins. Fast schon besser als Alu.

Und bzgl. Modulation, Handkräfte etc auch gleich?

rumplex
03.11.2014, 16:46
Und bzgl. Modulation, Handkräfte etc auch gleich?

Jo. Carbon fast bissiger.

Alumini
03.11.2014, 17:00
Alu-Bremsflanken sind für mich im Gebirge absolutes Nogo inzwischen

:eek:
Diskussion: Reset to Anfang!

Schwarzwaldyeti
03.11.2014, 17:08
Jo. Carbon fast bissiger.

Kann ich bzgl. meiner Hyperons mit roten Campa-Belägen nur bestätigen. Im Trockenen bremsen die besser als meine Shamals mit Swiss-Stop schwarz.
Ich halte es wie Rumplex:
Berg + nass Alu
Berg + trocken+ nicht zu steil Carbon
unklares Gelände und/oder viel Verkehr am Berg Alu
sonst immer Carbon

Hansi.Bierdo
03.11.2014, 17:19
Jo. Carbon fast bissiger.

Genau. Das ist nämlich immer die Überraschung beim Rückwechsel auf Alu. Kein "Wumms, ich stehe", sondern eher ein "Kommt da heut noch was...?" :eek:

Yishun mit Basalt-Beschichtung und Black Prince.

B115
03.11.2014, 17:30
Bin mit meinen Carbon Clincher (Xentis) schon alles gefahren. 2x Tour-Transalp, Ötzi und hatte noch nie Probleme damit.

marvin
03.11.2014, 17:57
Wo ist der Hype, wenn Hersteller, Anbieter, Sachverständige und Fachmagazine auf das schlechtere Bremsverhalten bei Nässe und auf die Gefahr von Delaminationen verweisen?...
Na komm, Rumpel.
Hast Du nur nicht verstanden, was ich geschrieben habe, oder hast Dus garnicht gelesen?
Ich muss Dir doch nicht wirklich erklären, wie Meinungsbilder innerhalb homogener Interessengruppen entstehen?!

"Absprache" ist definitiv ein zu böses Wort dafür und findet auch mit Sicherheit nicht statt. Aber "gemeinsame Interessen" können ja auch so einiges erreichen.


Und noch am Rande:
Wenn ich "pro Carbonfelgen" votiere, dann meine ich immer Schlauchreifen. Carbon-Clincher sind vom Konstruktiven her betrachtet ausgemachter Blödsinn.

Frühaufsteher
03.11.2014, 18:00
Seit ich Plastikräder tubular hab, fahre ich sie ausgesprochen gern. Fährt einfach smooooth trotz hohem Druck und rollt wunderbar leicht.
Den Berg schnell runterfahren kann ich normalerweise auch, obwohl ich die 100km/h-Schallmauer noch nicht geknackt hab. Aber Kurven zielgenau anzubremsen ist ein fröhliches Gänsehautgefühl :D

Im direkten Vergleich Alu gegen Carbon finde ICH Alu deutlich kalkulierbarer, komme aber mit beidem klar. Mangelnde Bremsleistung hatte ich komischerweise nie, obwohl ich beim Wetter nicht empfindlich bin. Weder geschmolzene Butylschläuche noch delaminierte Bremsflanken sind mir bislang begegnet.

Wenn ich mir auf langer Alpenstrecke keine Gedanken über Bremsleistung machen will aber trotzdem leicht rollen will, nehm ich (forenpolizeilich streng verboten) vorn Alu und hinten Plastik

Leitifax
03.11.2014, 18:12
Ich fahre aus Budget-Gründen Alu, aber dachte bisher auch, dass es mit Carbonflanke keine Probleme geben dürfte.
Jetzt hat mir ein Freund eine Geschichte erzählt, die mich nachdenken lässt:

Er fuhr vor ein paar Monaten den Mortirolo (Stilfserjoch oder irgendwas in der Ecke) hinab, volles Tempo, recht weit unten gab es irgendwo ein Schotterstück wegen einer Baustelle. Er fuhr ganz langsam weiter, da gab es hinter ihm einen Knall, ein anderer Radler hatte sich einen Platten geholt. 30 Sekunden später der nächste. Da er kein Risiko eingehen wollte stieg er ab, um das Rad zu schieben, da meinte einer der beiden anderen Radler, dass er das nicht müsse, da es nicht am Schotter läge, er einen Alu-LRS fahre und die Flanke sich nicht so aufheizen würde wie bei ihren Carbonfelgen, die zum Schaden geführt hätten.

Krasse Geschichte, vorher noch nie sowas gehört, ist das was dran oder waren da zwei Pechvögel/Falschbremser, die es aufs Material geschoben haben?
klingt nach 10 bar Druck und dauerbremsung... ;) habe das wunderbar mal bei 3lg erlebt auf der abfahrt stilfaer joch... heisser tag, voll aufgepumpt und dauerbremsung. da sind sogar im ziel noch Schläuche geplatzt ohne dass gebremst wurde...!

Rolf1
03.11.2014, 18:21
Nun ja ein 900 Gramm Satz möchte ich nicht in den Bergen fahren, auf so windelweichen LR da wird das Kurven fahren und anbremsen zum Eiertanz.

Lassen wir mal Speichen und Naben außen vor, da gibt es technische keine Unterschiede zwischen beiden Felgentypen. Bleibt übrig dass man mit Alu um 400 g und mit Carbon um ca 300 g halbwegs steife Felgen hinbekommt. Gewicht von Faltreifen + Schlauch ist in etwa gleich wie ein kompletter „alltagstauglicher“ Schlauchreifen. Geht also um grob 200 g Differenz die größtenteils vom Ersatzschlauchreifen wieder getilgt werden (ohne kann man wohl kaum in die Berge fahren, im Pannenfall wird das Taxt dann recht teuer).

Wozu soll man da so viel Geld in die Hand nehmen? Mein Alu-Clincher mit 1.320 g hat mich knapp 400 € gekostet, da bekomme ich gerade mal eine Carbonfelge für.

Hallo,

so sehe ich das auch! Ich setze aber noch einen drauf:
Es ist mühelos möglich, einen dauerhaft benutzbaren Laufradsatz für Clincher mit Alufelgen (28/32 Speichen) mit 1200 - 1250g zu realisieren. Bei reduzierter Speichenzahl (24/28) und ein wenig eigenem Tuning kommt man in die Nähe von 1100g. Damit fahre ich seit 2 Jahren ohne Probleme und sehe ich kaum noch einen technischen Vorteil für Laufräder mit Schlauchreifen und Carbonfelgen. Man muss bestenfalls zugeben, dass die Carbonfelgen besser aussehen, was man aber mit einem gewaltigen Mehrpreis erkauft. Aber bei einem derart sicherheitstechnisch kritischen Bauteil bin ich konservativ und bleibe bei Alu.

Ciao Rolf

rumplex
03.11.2014, 18:29
Na komm, Rumpel.
Hast Du nur nicht verstanden, was ich geschrieben habe, oder hast Dus garnicht gelesen?
Ich muss Dir doch nicht wirklich erklären, wie Meinungsbilder innerhalb homogener Interessengruppen entstehen?!

"Absprache" ist definitiv ein zu böses Wort dafür und findet auch mit Sicherheit nicht statt. Aber "gemeinsame Interessen" können ja auch so einiges erreichen.


Und noch am Rande:
Wenn ich "pro Carbonfelgen" votiere, dann meine ich immer Schlauchreifen. Carbon-Clincher sind vom Konstruktiven her betrachtet ausgemachter Blödsinn.

Ehrlich gesagt verstehe ich die "Homogenität" dessen nicht: Fachleute weisen auf Mängel an dem hin, das andere verkaufen wollen.

Wo ist denn da ein gemeinsames Interesse an der Sache Carbonlaufräder?

OCLV
03.11.2014, 18:32
Und mit diesem weichen (Titanspeichen oder Superspoke) LRS soll dann ein 90kg Fahrer, der sein Rad nicht nach jeder Ausfahrt genauestens inspiziert jahrelang problemlos fahren?

Ziemlich realitätsfern. Nicht jeder wiegt 65-70kg. ;)
Mit Campa Hyperon klappt das jedenfalls.

marvin
03.11.2014, 18:35
Ehrlich gesagt verstehe ich die "Homogenität" dessen nicht: Fachleute weisen auf Mängel an dem hin, das andere verkaufen wollen.

Wo ist denn da ein gemeinsames Interesse an der Sache Carbonlaufräder?
Ah. Ok.
Da haben wir aneinander vorbei geschrobt.
Das gemeinsame Interesse erkenne ich im Hypen von Scheibenbremsen, von denen hier im Thread ja auch ganz schnell die Rede war.

bernhard67
03.11.2014, 18:58
Nachdem Scheibenbremsen als Sorgloslösung genannt wurden: habt ihr das Video von den geschmolzenen ICE-Tech-Scheiben auf der tour-Seite gesehen? Ist das real? Ich habe am MTB Avid Vollstahl. Die Teststrecke kenne ich. Wenn man von Nußdorf Richtung Erl fährt, geht zwischen Heuberg und Kranzhorn rechts ein paar hundert Höhenmeter eine Teerstraße Richtung Euzenauer Alm rauf. Da haben sie den Schmelztest gemacht.

Ich hab da vor ein paar Tagen da extra mit dem Rennrad einen Abstecher rauf gemacht (jo, das heißt es reintreten) und bin da runtergeheizt. Mit Felgenbremsen. Meine Felgen waren zwar unten gut warm, aber nichts ist passiert.

avis
03.11.2014, 18:59
Jo. Carbon fast bissiger.

Ok...ich hatte bislang auf Alu den Eindruck besser dosieren zu können.

marvin
03.11.2014, 19:06
Ok...ich hatte bislang auf Alu den Eindruck besser dosieren zu können.
Kommt IMHO aufs Tempo an.
Bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten leidet bei Carbon die Dosierbarkeit unter dem typischen Rubbeln und partiellem "Kleben" der Beläge. Im normalen Betrieb ist das nicht wirklich relevant.

rumplex
03.11.2014, 19:11
Ah. Ok.
Da haben wir aneinander vorbei geschrobt.
Das gemeinsame Interesse erkenne ich im Hypen von Scheibenbremsen, von denen hier im Thread ja auch ganz schnell die Rede war.

Da sehe ich das aber auch nicht. Natürlich betrachten Magazine Neuentwicklungen.

Allerdings wird das Thema - wie in vergangenen Ausgaben nachzulesen - durchaus kritisch betrachtet, was manchen auf Herstellerseite auch nicht gerade erfreut.

magicman
03.11.2014, 19:55
Beachtlich wie sich die kürzeren Tage bemerklich machen :D

Luigi_muc
03.11.2014, 20:43
Wie die Entwicklung des Threads halt absehbar war. Is ja nicht der erste...

Wer behauptet, 3-400g Gewichtsvorteil (Carbontubular zu Alu bei gleicher Steifigkeit) sei für den Hobbyradler vernachlässigbar sein, mag Recht haben. Dann brauch der gleiche Fahrer aber auch nicht mehr als eine 105, ein Alurahmen, wenn nicht Stahl usw.

Der Preis zählt als Argument eh nur bedingt, weil der bei vielen einfach keine Rolle spielt (Hobby). Meist kann man sich für die gesparten Euros nämlich nix anderes Sinnvolleres fürs Rad mehr kaufen. Alufelgen verschleißen zudem viel früher.

Carbontubular gefährlich? Vllt. Weil jeder, der sich die zerstört, hier einen riesen Thread aufmacht.
Alufelgen gehen durch normalen Verschleiß regelmäßig übern Jordan. Das ist aber schon immer so, also schreit keiner danach. Sollte man jetzt also Alufelgen für gefährlich halten, weil sie verschleißen? Ich glaube nicht.

Ansonsten um noch was beizutragen:
-Bremsen ist eigentlich nicht mehr der Stress bei Carbonfelgen. Geht, nur die Tour bekommts wieder kaputt:D
-Carbonclincher gibts auch gute, dennoch halte ich deren Einsatz im Gebirge für unsinnig. Dort brauchts niedrigeres Profil, da sind Carbonclincher nicht leichter als Alufelgen, Tubular machen eh Sinn wegen Notlaufeigenschaften und wegfallendes Durchschlagrisiko (nicht bei allen Fahrern relevant, für so manchen Hobbyisten aber schon)
-In der Ebene würde ich auch Carbonclincher fahren. Aber auch dort finde ich Tubular einfach schöner.
-Was man in den Bergen braucht ist Seitenwindunanfälligkeit, gewisse Steifigkeit und niedriges Gewicht. Wenn nicht dort, wo dann. Ich fahre 960g-Laufräder, halte die dort für ausreichend (bis 75kg), was steiferes (zB Archetype-LRS) ist bergab aber definitiv im Vorteil.

Pedalierer
03.11.2014, 20:56
Wie die Entwicklung des Threads halt absehbar war. Is ja nicht der erste...

Wer behauptet, 3-400g Gewichtsvorteil (Carbontubular zu Alu bei gleicher Steifigkeit)

Da baust Du die wohl deine eigene Welt? Wo bitte ist eine 200 g Tubular-Felge mit einer 400 g Alufelge vergleichbar steif? Die Rechnung machst du hier allen ernstes auf und dich in meinen Augen total lächerlich.

Bitte zeige mir Tubular-Felgen die bei 200 g!!!!! vergleichbar steif sind wie wie eine Ryde Pulse Sprint oder eine Xr19W. Die kann man beide problemlos in 20/24 unter 80 Kg fahren.

Das Thema Ersatzreifen wird bei der Wunschrechnung auch gleich mal raus gerechnet.

avis
03.11.2014, 20:56
@Luigi
Nunja....400gr ist aber arg hoch gegriffen.
Mehr als 200gr sind das doch wirklich nicht, bei gleichem Segment.
Dura Ace z.B. da liegen ziemlich genau 200gr zwischen, bei Campa Neutron-Hyperion ebenso.
Da kommt man dann mit leichteren Reifen, leichtem Felgenband teils auf 150gr Differenz.
Mit Ersatzreifen oder Milch noch weniger, bzw. es kehrt sich um.
Und dabei sind die genannten Beispiele kein wirklicher Leichtbau, R-sys oder Selbstaufbau ist noch mehr möglich.

girofan
03.11.2014, 21:12
dann hat man aber auch nur einen flachen satz alufelgen / carbonfelgen. wenn man richtung 40 bzw. 50mm geht, werden alufelgen doch schon recht schwer

Luigi_muc
03.11.2014, 21:13
Da baust Du die wohl deine eigene Welt? Wo bitte ist eine 200 g Tubular-Felge mit einer 400 g Alufelge vergleichbar steif? Die Rechnung machst du hier allen ernstes auf und dich in meinen Augen total lächerlich.

Bitte zeige mir Tubular-Felgen die bei 200 g!!!!! vergleichbar steif sind wie wie eine Ryde Pulse Sprint oder eine Xr19W. Die kann man beide problemlos in 20/24 unter 80 Kg fahren.

Das Thema Ersatzreifen wird bei der Wunschrechnung auch gleich mal raus gerechnet.

Na dann nimm halt nicht die 400 sondern die 300g. Wenn du bei AX ins Regal greifst, kannst noch schön Speichen reinpacken, um auf das Gewicht einer Pulse Sprint zu kommen.

Ich meinte aber auch das Gesamtgewicht aus LRS und Reifen. Clincher können leichter, ich würde aber sagen, dass Tubularreifen beim entsprechendem Reifenpendant ohne Ultraleichtschläuche noch etwas leichter sind.
Klar, da kommt der Ersatzreifen ins Spiel. Naja, meiner wiegt 114g.

avis
03.11.2014, 21:16
dann hat man aber auch nur einen flachen satz alufelgen / carbonfelgen. wenn man richtung 40 bzw. 50mm geht, werden alufelgen doch schon recht schwer

Klar, aber das sind dann in beiden Fällen eher Aerosätze, bei denen das Gewicht ohnehin wenig relevant ist.

Luigi_muc
03.11.2014, 21:18
dann hat man aber auch nur einen flachen satz alufelgen / carbonfelgen. wenn man richtung 40 bzw. 50mm geht, werden alufelgen doch schon recht schwer

Das stimmt. Umso niedriger das Profil, desto geringer der Gewichtsunterschied. Das ist auch schon bei 30mm so, musst erst garnicht in den Hochprofilbereich gehn.
Aber ich geb ja zu, mit den aktuell verfügbaren Alufelgen wie Ryde Pulse Sprint, vergleichbares gab es vorher ja nicht wirklich, relativiert sich das ganze so nach und nach. Auch, wenn ich nur 18 Speichen vorne fahre statt 20:ä:D

QuickNik
03.11.2014, 21:20
Standard-Antwort: Zonda oder Racing 3 und den Rest für nen schönen Trip:rolleyes:

avis
03.11.2014, 21:26
DURA-ACE WH-9000-C35-TU vs. DURA-ACE WH-9000-C35-CL:
1362gr vs. 1488gr, also 126gr Differenz. Sind bei entsprechender Bereifung nur noch 100. Ersatzschlauch wiegt etwa so viel wie Milch, ein ganzer Ersatzreifen kehrt das Verhältniss wieder um.
Viel ist das also wirklich nicht mehr, auch noch im 30mm Bereich.

Luigi_muc
03.11.2014, 21:40
DURA-ACE WH-9000-C35-TU vs. DURA-ACE WH-9000-C35-CL:
1362gr vs. 1488gr, also 126gr Differenz.

Das sind aber Aerolaufräder. Oder zumindest Semi-Aero. Schwere Felge, wenig Speichen.

Wenn man leicht will, nimmt man eine leichte Felge und etwas mehr Speichen. Dafür vllt dünnere.
Da kann ja jeder gerne mal bei AX schaun, was es so an leichten Felgen gibt. Vllt hat ja auch mal einer die Chance, sowas zu fahren. Denn sonst kann man eh keine Aussagen machen.

Ich sprach von 3-400g. Ok, ich ruder zurück, lassen wir es bei 300g:D
Jetzt nimmt man leichte Carbontubular. Bei AX haben die 800g. Meine haben 960g, da schwerere Naben und Felgen. Man packe jeweils 300g drauf. Wird schon schwer da was bis 85kg fahrbares zu bekommen. Packe ich bei mir Ryde Pulse Sprint rein, 20/24 statt 18/24 Speichen, sind das genau 319g mehr, mit den Herstellerangaben von Ryde (noch keine gewogen, würde mich wundern, wären die nicht noch n Ticken schwerer). Zwischen den Conti Schlauchreifen und Clinchern liegen genau 65g. Zum Competition nur 55g. Da muss man dann also die Ultraleichtschläuche fahren, sonst sind die Clincher noch schwerer.
(Kleber und Felgenband wiegen sich ungefähr auf)
Mein Ersatzreifen wiegt 114g (inkl Klebeschicht). Das ist aber keine beschleunigte Masse, und er hilft auch bei einem Cut im Reifen.

Also ich würd sagen, wenn man sich bei Leichtbauteilen bedient, dürften die 300g schon grob hinkommen. Bei R-Sys, Shimano C35 und dem Campa-Pendant ist es deutlich weniger zwischen Tubular und Clincher, aber leicht geht mit Systemlaufrad eh nicht.

avis
03.11.2014, 21:53
Hm, wirklich deutlich leichter werden individuell aufgebaute aber auch nur, wenn man ein sehr leichter Fahrer ist.
Und Ax ist nunmal ziemlicher Leichtbau, da gibts ja auch bei den Clinchern Spezialisten, die sich was mit 1200gr aufbauen.
Ich verglich ja Systemtubular vs. Systemclincher, da ist es-wie du auch sagst- ein sehr geringer Abstand.
Force & Attack spart z.B. 30gr, allerdings wirklich nur mit Verwendung von Supersonic.
Wo aber ja nichts gegen spricht.
Jedoch ziehe ich am Clincher auch hinten mal gerne einen sehr leichten Reifen wie GP TT auf, was ich bei Tubulars nicht tue.
Siehe Nachbarthread, die Fummelei mit der Kleberei.
So kriege ich dann auch bei den anderen Modelln schonmal 30gr Gewinn am Reifen, wenn ich CL fahre.

Luigi_muc
03.11.2014, 21:57
Ich verglich ja Systemtubular vs. Systemclincher, da ist es-wie du auch sagst- ein sehr geringer Abstand.

Richtig. Aber kein Leichtbauer fährt Systemlaufradsätze. Die sind für 100-110kg-Fahrer ausgelegt, manche sogar für noch mehr.
Bin ja selbst die R-Sys gefahren. Tolle Laufräder, aber für meine 73kg waren die einfach deutlich zu schwer:D (und Aero soll ja auch schlecht sein)

avis
03.11.2014, 22:04
Bleibt die Differenz nicht etwa gleich?!
So etwa 1000 zu 1200-1250 Gramm.

855
03.11.2014, 22:06
ich habe mich mit meinen Reynolds 46 Clinchern lange schwer getan, eh ich sie mir gekauft habe.
jetzt gebe ich sie nicht mehr her. im Gebirge würde ich sie allerdings zu Hause lassen.

mehr kann und möchte ich zum Thema nicht beitragen...

Luigi_muc
03.11.2014, 22:13
Bleibt die Differenz nicht etwa gleich?!
So etwa 1000 zu 1200-1250 Gramm.

Naja, mit Carbon kommst leicht unter 1000g. Ins Extreme getrieben kommst auf fahrbare 800g.
Mit Alu wird was 200g-250g schwereres schnell unfahrbar, gebremst werden sollte dann am besten auch nicht mehr zu viel.

Shimano baut in deren Laufräder wenige Speichen. Das macht die schwer. Campa verbaut glaub in den Niedrigprofilsätzen 22/24 Speichen. Die kenn ich leider nicht ausreichend. Ist da der Unterschied zu den leichtesten Aluclinchern auch so gering?

avis
03.11.2014, 22:29
Klar. Nur wirklich uneingeschränkt alltagstauglich sind diese 900gr Carbonräder auch nicht mehr.
Wie meinst du, Shimanos Räder würden schwer? Die Felgen sind da auch sehr leicht, dafür haben die Naben leicht Übergewicht, was ja auch sinnvoll so ist.
Ja, wie ich meinte, Neutron-Hyperon liegen 200gr zwischen.

Luigi_muc
03.11.2014, 22:53
Klar. Nur wirklich uneingeschränkt alltagstauglich sind diese 900gr Carbonräder auch nicht mehr.
Wie meinst du, Shimanos Räder würden schwer? Die Felgen sind da auch sehr leicht, dafür haben die Naben leicht Übergewicht, was ja auch sinnvoll so ist.
Ja, wie ich meinte, Neutron-Hyperon liegen 200gr zwischen.

Naja, doch, würde ich schon sagen. Meine 960g-Laufräder sind meine Alltagslaufräder. Ich wiege 73kg. Und die Naben sind Bitex, also da geht noch was mit mehr Geld. Vllt nicht ganz 900g, aber gut unter 1000 schon.
Wenn man Alltagstauglichkeit anders definiert, muss man zu Zondas und Co greifen. Die wiegen aber 600g mehr.

Die Shimano-Felgen sind relativ schwer. So wie fast alle Felgen von Systemlaufrädern mit wenig Speichen. Geht sich sonst nicht aus, 16/20 Speichen und Zulassung für schwere Fahrer.
Die Naben ok, sind mir persönlich in der Tat auch zu schwer. Aber da bin ich offensichtlich definitiv ein anderer Typ also du. Wir würden wohl nie irgendein Gleichteil fahren:D

avis
03.11.2014, 23:07
Joa, und einen 1200gr Clincher könntest du wahrscheinlich auch fahren. (Ich wiege ca. das selbe)
In irgendnem Tourtest und auch Roadbike wurden die Felgen als sehr leicht bemessen, weiß grad nicht mehr in welchen...eben durch die Konstruktion mit Aluskelett und Carbonfüllung
Wie meinst du das? Ich versuche auch immer so leicht wie möglich, steif wie nötig^^
Ach ja....welcher Schlauchreifen wiegt mit Klebeschicht 114gr???

Luigi_muc
03.11.2014, 23:12
Wie meinst du das? Ich versuche auch immer so leicht wie möglich, steif wie nötig^^


Naja ich würde nie sagen, dass das Gewicht bei den Shimano-Naben gut investiert ist. Bei mir halten nämlich auch leichtere Naben; so was schweres wie Shimano-Naben kommt mir zumindest nicht an die Topräder:D



Ach ja....welcher Schlauchreifen wiegt mit Klebeschicht 114gr???

Mein Tufo Elite <135g als 22mm-Version. Vllt hatte ich da viel Glück.
War aber bisher nie im Einsatz, denke aber, heim kommt man damit.

avis
03.11.2014, 23:16
http://www.bikerumor.com/2012/05/31/2013-shimano-road-wheels-new-aero-clincher-tubeless-tubular-options/
Hier ist die Hinterradfelge mit 380gr angegeben, das ist doch sehr leicht für Alu.
Das Übergewicht der Naben wird eben genutzt um wenige Speichen (aero) und leichte Felgen(agileres Fahren) realisieren zu können.
Insofern finde ich das sinnvoll.

Luigi_muc
03.11.2014, 23:30
Aber was bringt das Gewicht der Naben in Bezug auf das Gewicht der anderen Parts?

Sind ja auch nicht übermäßig hochflanschig oder mit besonders weit auseinander liegenden Flanschen. Die Shimano-Naben sind in erster Linie haltbar. Gut, brauch ich persönlich nicht. Damit bleiben sie für mich nur noch teuer:D

Ich müsste mal schaun, was ich gemessen hatte. Aber an sub 400g oder gar 383g kann ich mich echt nicht erinnern. Waren aber die Vorgänger, vllt hat sich da auch soviel getan. 380g mit so wenig Speichen ist definitiv nicht viel, auch wenn Carbon dabei ist.

avis
04.11.2014, 06:01
Hatte ja oben den Link gepostet.
In der Tour stand mal ähnliches.
http://www.competitivecyclist.com/shimano-dura-ace-9000-c24-carbon-clincher-wheelset
Hier ist das mal erklärt...ob sinnvoll kann ich nicht beurteilen, bin kein Ingenieur.
Aber anscheinend ja, das System ist ja seit vielen Jahren sehr bewährt.
Generell denke ich dass, wenn zwischen System Tu-Cl 200gr liegen, dass auch bei individuellen Sachen der Fall ist...wieso sollte auch da der Abstand größer werden...

mendel
04.11.2014, 11:36
Für die Bremskraft ist die Kombination Bremsbelag - Felge entscheidend.

Da gibt es dann in beiden Lagern ( Alu und Carbon ) Kombis die hervorragend funktionieren, und welche die gar nicht gehen.

Bei Carbon gibt es auch noch Bremsbeläge, die die Felge deutlich mehr aufheizen als andere.

Letztendlich kann man m.E. nicht pauschal sagen, Alu ist zwangsläufig besser.

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Fulcrum Racing Speed und den neuen roten Campa Bremsbelägen gemacht.

Brauche ich die als Hobbyfahrer in den Bergen?

Nö!

Genauso wenig, wie ich einen Carbonrahmen brauchen würde, oder eine Record.

Macht aber mehr Spaß so!

Marin
04.11.2014, 13:58
Bei Carbon gibt es auch noch Bremsbeläge, die die Felge deutlich mehr aufheizen als andere.

Ich habe das auch schon gehört, die Physik dahinter ist mir aber heillos unklar. Wo soll bei gleicher Bremswirkung (von mir aus muss ich beim einen Belag mehr ziehen als beim anderen) die kinetische Energie hin wenn nicht in Wärme? Ultraschallwellen?

Ich fahre übrigens Carbonfelgen mit hundsnormalen SRAM Force by Swisstop Belägen. Quietschen ein bisschen, bremsen aber wie die Hölle, auch in den Alpen. 5-Seen-Marathon mit Abfahrt von der Postalm/Pass Gschütt u.ä. kein Problem.

coopera
04.11.2014, 16:05
[...), er einen Alu-LRS fahre und die Flanke sich nicht so aufheizen würde wie bei ihren Carbonfelgen, die zum Schaden geführt hätten.


also ich hab bezüglich solcher Geschichten auch mal vorsicht walten lassen und bin die ersten mal des öfteren stehen geblieben und hab mit der hand Temperatur gefühlt...

mehr als Warm brachte ich die Felgen nicht...im gegensatz zu "nichtmehr gefahrlos greifbar" bei der ZTR Alpha und wenn "du draufgreift hast du keine Haut mehr" in den früheren MTB zeiten...

ich hab aber keinerlei vergleiche zu anderen Carbonlaufrädern und eiere mit Xentis squad 2,5 und swissstop black prince runter, die wirklich gut bremsen, eigentlich besser als die ZTR und Campabeläge

Roli

igliman
11.04.2016, 11:06
Ich hole den Thread noch einmal aus den Tiefen des Raums hervor.

Habe hier nun viel gelesen und für mich die wichtigsten Punkte mal notiert, welche ich als absolut wichtig empfinde beim Kauf von Carbonlaufrädern und dem Einsatz im Gebirge.
- Die Kombination aus Carbonflanke und dem richtigen Belag
- Schlauchreifen sind bei Carbonlaufrädern mit Carbonbremsflanke vorzuziehen
- Die richtige Bremstechnik (die aber auch bei Aluflanken zu berücksichtigen ist)
- Abfahrt, vor der Kurve hart bremsen, laufen lassen
- nicht schleifen lassen
- bei Regen oder nassen Bedingungen bedenken, dass die Flanke vorher trocken gebremst werden muss
- nur hier ist ein kurzes "schleifen lassen" erlaubt, um die Flanke trocken zu bekommen, ca. 2-3 Radumdrehungen
- das Systemgewicht sollte maximal 100 kg nie nicht überschreiten, sonst eher Alu

- Jetzt stellt sich noch die Frage, Klebeband oder richtig kleben?

Und um nun mich ins Spiel zu bekommen.
Ich überlege mir einen Carbonlaufradsatz zu kaufen. Habe auch einiges gesehen, gelesen und für mich sortiert.
Aktuell interessiert mich ein ZIPP 303 FC Tubular aus 2014, ein Mavic CC 40 oder ein Mavic CC SLE (Exalith Aluflanke).
3 komplett unterschiedliche Laufräder.
Am meisten juckt es mich beim ZIPP 303. Nicht zu hohes Profil, Tubular (obwohl ich bei dem Thema noch Newbie bin, aber man kann alles lernen auch das kleben), läuft bei sehr vielen Fahrern.
Ich bin auch schon in den Alpen einige Male unterwegs gewesen, auch sowas wie das Rossfeld, den Ötztaler, Hahntennjoch usw. Auch bei unterschiedlichen Bedingungen, Hitze, Sonne, Regen. Alles habe ich bislang mit Alu-Clinchern überlebt und nie Probleme gehabt. Ich achte auch sehr darauf dass ich vor den Kurven hart bremse und es dann sauber durch die Kurven laufen lasse.
Mit 75-80 kg bin ich nun kein Leichtgewicht, aber auch nicht so schwer, aber eben kein echter Bergfahrer und Leichtgewicht im weitesten Sinne.

Trotzdem, was meint ihr?

Angst, na ja. Würde auch vorher testen und einfahren, eh klar. Man kauft keine Carbonlaufräder in der Woche vor einem Event und fährt diese das erste Mal am Event, wenn man noch keine Erfahrungen damit hat.

Boniperti
11.04.2016, 11:17
1000e fahren damit - sind das alles Kamikazefahrer?

Pedalierer
11.04.2016, 11:24
Viele von denen wissen nicht was sie tun und was das Material aushält. Ist schon gut dass nicht alle von denen im Hochgebirge rumgurken.

igliman
11.04.2016, 11:25
1000e fahren damit - sind das alles Kamikazefahrer?

Sicher nicht. Bin eben Neuling im Thema Vollcarbon LRS und Tubular und stelle mir die Frage.
Und fundierte Meinungen von Experten die sowas auch fahren, wie hier im Forum eben zu Haufe, sind deswegen auch mit entscheidend.

mendel
11.04.2016, 11:35
Du machst dir ja Gedanken, was das Material aushält und was nicht.
Von daher sehe ich da überhaupt kein Problem.

Ich wohne in den Alpen, habe vergleichbares Gewicht, und fahre seit 2 Jahren nur noch Carbon-Tubular.

Problem sind meist die Leute, die sich nicht mit den Materialien und deren Eigenschaften auseinandersetzen und für den hohen Preis ein Rundum-Sorglospaket zu erhalten.

Boniperti
11.04.2016, 12:08
Die Punkte sind aber alle schon beantwortet (wobei ich bei den 2-3 RadU lachen musste ;))

Die Frage warum es Carbon sein muß und die Einschätzung der Abfahrfähigkeiten (im Straßenverkehr) kann dir keiner abnehmen.

igliman
11.04.2016, 12:19
Die Punkte sind aber alle schon beantwortet (wobei ich bei den 2-3 RadU lachen musste ;))

Die Frage warum es Carbon sein muß und die Einschätzung der Abfahrfähigkeiten kann dir keiner abnehmen.

Die 2-3 RadU waren auch nur zum Verständnis für mich. Erst kurz trocken kriegen die Flanke und dann kommt die Bremswirkung, das muss man wissen - das ist der Grund hinter der Info.

Und meine Abfahrtfähigkeiten kenne eh nur ich und wenn ich mal mit einem Kollegen fahren würde, dieser dann...

Warum muss es Carbon sein? Warum muss es eine RED/DA/SR sein? Warum muss es ein Carbon Rahmen sein? Warum mit ASSOS/Rapha/Castelli fahren?
Ich will auf Schlauchreifen umsteigen. Ich will die bessere Laufperformance selbst erfahren. Ich will das bessere Gefühl noch ein geringes bisschen mehr Sicherheit bei einer Panne zu haben. Ich will einen schnellen LRS haben, mit genug Alltagstauglichkeit auch mal für das Training. Ich will einen LRS den ich im welligen fahren kann, aber auch schnell im Flachen. Und, NATÜRLICH, nun muss dieses Argument kommen, ich will einen geilen LRS mit Medium-Hochprofil.

Pedalierer
11.04.2016, 12:24
Fürs „bessere“ Fahrgefühl brauchts keine Carbon-Tubulars. Einfach Veloflex mit Latex und den Rest der Kohle in Radurlaub investieren.

Schampus
11.04.2016, 12:35
Über die Abfahrt vom Berg wurde schon reichlich argumentiert.
Mein Grund auf leichte Felgen mit geringer Speichenzahl und/oder Säbelspeichen zu verzichten liegt in der ungleichmässigen Belastung im kleinen Gang bergauf. Mein Gewicht: 87 kg
Speziell im Wiegetritt an der Rampe arbeiten meine Hinterrad Speichen enorm.

Ob das Glücksgefühl als Erster oben zu sein die Angst bei der anschliessenden Talfahrt übersteigt muss wohl jeder individuell entscheiden. ;)

Sui77
11.04.2016, 12:37
MEin Tip ist immer noch sich einen gebrauchten Radsatz wie den Dura Ace C35 zu besorgen.
Bekommst aktuell in der Börse für 400 Euro.
Sehr leicht, langlebig und meiner Erfahrung nach etwas unkritischer hinsichtlich der Hitzeproblematik beim Bremsen.
Die 11er Kassetten kann man auf 10er Freiläufe anpassen, besseres P/L-Verhältnis ist schwer zu finden.

Habe die 7850 C24 in voll-CFK und die taugen mir, wiegen 1250gr.

Sui77
11.04.2016, 12:38
Fürs „bessere“ Fahrgefühl brauchts keine Carbon-Tubulars. Einfach Veloflex mit Latex und den Rest der Kohle in Radurlaub investieren.

Oder Vittoria Open Corsa.
Latex merkt man aber in jedem Fall.

tschabippe
11.04.2016, 13:20
bin fast jedes WE im "Gebirge" mitm RR....und i hab garkeine andern LR als Carbon.....

tango@team_bt
11.04.2016, 13:44
Ganz sicher kannst du Carbon-Schlauch-LR in den Bergen fahren - rauf und runter ;) Wenn du die Teile gut einschätzen kannst (soll heißen: in unkritischen Situationen Erfahrungen gesammelt hast, so wie du ja schon selbst schriebst), dann auch unter eher extremen Bedingungen. Gleiches gilt in ähnlicher Form übrigens auch für Alu-LR: die bremsen bei Regen auch schlechter, laufen auch heiß... nur delaminieren können sie nicht.
Ich hatte bei der Etape du Tour 2014 eine Abfahrt vom Tourmalet, die war ziemlich eklig: Dauerregen, dunkel, eiskalt. Das ganze in einem Feld von 10.000 Teilnehmern... da kannst du letztlich gar nicht anders, als über lange Strecken dauerbremsen. War einfach viel zu gefährlich, die Hand von der Bremse zu nehmen. Ich auf Alu Clinchern, um mich rum aber viele auf Carbon-Schlauchis. Haben alle überlebt. (Bevor jetzt die Fragen kommen, wie ich das bei Piss und Dunkelheit mit verminderter Sicht und beschlagener Brille sehen konnte: beim Hochfahren und oben sammeln hab ichs gesehen.) Für mich ganz klar: kauf sie dir, fahr sie (und dich) ein, gewöhnt euch aneinander und dann machen sie dir auch in den Bergen Spaß. (Kleb Conti Competition drauf, für pannenfreie Fahrt. Ich persönlich finde auch den Gatorskin klasse.)

tacoma
11.04.2016, 13:47
Maybe it helps!

http://bikeboard.at/Board/showthread.php?threadid=221035

tri-top
11.04.2016, 14:01
Bezüglich des Zipp LRS solltest Du noch bedenken, dass es hier noch einen Rückruf für die Naben des VR gibt.

Du müsstest also wahrscheinlich das VR über einen Händler einschlichen lassen und könntest es eine weile nicht fahren.

igliman
11.04.2016, 14:09
Ganz sicher kannst du Carbon-Schlauch-LR in den Bergen fahren - rauf und runter ;) Wenn du die Teile gut einschätzen kannst (soll heißen: in unkritischen Situationen Erfahrungen gesammelt hast, so wie du ja schon selbst schriebst), dann auch unter eher extremen Bedingungen. Gleiches gilt in ähnlicher Form übrigens auch für Alu-LR: die bremsen bei Regen auch schlechter, laufen auch heiß... nur delaminieren können sie nicht.
Ich hatte bei der Etape du Tour 2014 eine Abfahrt vom Tourmalet, die war ziemlich eklig: Dauerregen, dunkel, eiskalt. Das ganze in einem Feld von 10.000 Teilnehmern... da kannst du letztlich gar nicht anders, als über lange Strecken dauerbremsen. War einfach viel zu gefährlich, die Hand von der Bremse zu nehmen. Ich auf Alu Clinchern, um mich rum aber viele auf Carbon-Schlauchis. Haben alle überlebt. (Bevor jetzt die Fragen kommen, wie ich das bei Piss und Dunkelheit mit verminderter Sicht und beschlagener Brille sehen konnte: beim Hochfahren und oben sammeln hab ichs gesehen.) Für mich ganz klar: kauf sie dir, fahr sie (und dich) ein, gewöhnt euch aneinander und dann machen sie dir auch in den Bergen Spaß. (Kleb Conti Competition drauf, für pannenfreie Fahrt. Ich persönlich finde auch den Gatorskin klasse.)

THX...


Maybe it helps!

http://bikeboard.at/Board/showthread.php?threadid=221035

Habs mit großem Interesse gelesen, Danke für den Link...


Bezüglich des Zipp LRS solltest Du noch bedenken, dass es hier noch einen Rückruf für die Naben des VR gibt.

Du müsstest also wahrscheinlich das VR über einen Händler einschlichen lassen und könntest es eine weile nicht fahren.
Oh ja, das müsste ich definitiv noch klären.

kaeptnepo
01.05.2016, 08:55
Maybe it helps!

http://bikeboard.at/Board/showthread.php?threadid=221035

dass die Black Prince Beläge übermässigen Verschleiss an den Felgen hervorrufen lässt mich schon wieder an deren Robustheit zweifeln