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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ENVE Smart 6.7 tubular - Bergab- und Alltagstauglichkeit



gwuerzer1
21.12.2014, 09:51
Hab mir einen Satz ENVE 6.7 tubular bestellt, der schon beim Radhändler auf mich wartet.

Frage, insbesondere auch bzgl. des letzten Tour-Bergab-Tests mit diversen Carbon-LRS: hat jemand die Laufräder im Einsatz?
Lt. diversen Testberichten sollen sie ja im Verhältnis gut als "every day on" Laufräder sein. Kann man die auf den Dolomiten-Passstraßen, wo ich zuhause bin (bergab) fahren, ohne gleich Angst haben zu müssen, dass sie delaminieren/explodieren, o.Ä. (ich wiege 69 kg)?

OCLV
21.12.2014, 09:57
Fragt man sowas nicht, bevor man sich einen solchen Satz bestellt? ;)


Hängt, wie immer, von der Bremstechnik ab. Kaputt bekommt man alles, wenn man will. Bei deinem Gewicht aber eher unwahrscheinlich.

•Žarko
21.12.2014, 09:58
Witzig, das Gleiche habe ich mir gerade auch gedacht,,,,

gwuerzer1
21.12.2014, 10:00
Fragt man sowas nicht, bevor man sich einen solchen Satz bestellt? ;)


Da es "die 100% zuverlässige Antwort" normalweise eh nicht gibt und Tests & Händler sie als "überdurchschnittlich alltagstauglich" beschrieben, kann man auch gleich vorher bestellen... (wahrscheinlich war ich auch nur zu ungeduldig ;))

Edit: der TOUR-Artikel kam auch erst nachdem ich die Dinger schon bestellt hatte.

Trotzdem würd mich interessieren, was jemand sagt, der die ENVE LR (evtl. auch andere Modelle davon) bereits im Einsatz hatte.

etxebarria
21.12.2014, 13:19
Da es "die 100% zuverlässige Antwort" normalweise eh nicht gibt und Tests & Händler sie als "überdurchschnittlich alltagstauglich" beschrieben, kann man auch gleich vorher bestellen... (wahrscheinlich war ich auch nur zu ungeduldig ;))

Edit: der TOUR-Artikel kam auch erst nachdem ich die Dinger schon bestellt hatte.

Trotzdem würd mich interessieren, was jemand sagt, der die ENVE LR (evtl. auch andere Modelle davon) bereits im Einsatz hatte.

Der tour Artikel bezieht sich meines Wissens doch vor allem auf clincher carbon Laufradsatz!?
Tubular Sätze sind diesbzgl. sicher weniger anfällig... für hügeliges / bergiges Terrain hätte ich allerdings die 3.4 bevorzugt...

Fabianinduplo
21.12.2014, 17:34
Tour Artikel bezieht sich nur auf Clincher. Carbon Tubulars sind mW unproblematisch. Bei den Clinchern liegt es an der anderen Felgenform.

gwuerzer1
21.12.2014, 23:42
für hügeliges / bergiges Terrain hätte ich allerdings die 3.4 bevorzugt...

Wohne in der Nähe von Bozen, da ist auch viel flaches Gelände. Für die Berge leg ich mir evtl. noch ein leichtes Vorderrad zu.

Danke für die Tipps. Werd mich mal vorsichtig an die längeren Abfahrten mit > 1.000 Hm herantasten, dann hoff ich, wird`s kein Problem geben.

lucabrasi
22.12.2014, 05:30
ich fahr diesen lr-satz sehr gerne, hat imho keine nachteile, fahr damit auch in den bergen, völlig unproblematisch,
btw was soll sich bei einem großvolumigen tubularsatz delaminieren ???

•Žarko
22.12.2014, 11:12
ich fahr diesen lr-satz sehr gerne, hat imho keine nachteile, fahr damit auch in den bergen, völlig unproblematisch,
btw was soll sich bei einem großvolumigen tubularsatz delaminieren ???

Hat man auch schon des öfteren gesehen. Großvolumig, bleibt Carbon und auch min. so dünnwändig wie zuvor.

Kohlefaser ist nicht in der Lage Wärme abzuleiten. In diesem Rahmen sind clincher eben anfälliger.

Ich würde mir jedoch auch keine Sorgen machen.

Kaputt bekommt man alles, solange es sich dreht - Frage der Technik und des Belags.

hate_your_enemy
22.12.2014, 11:56
bei der Dolomiten-Radrundfahrt würde ich die Dinger auf den Abfahrten im Pulk nur ungern fahren. (Hab den Fehler dieses Jahr gemacht, im Pulk mitzufahren – meine Laufräder haben es überstanden, aber megaheiß geworden, der Kleber ist ganz schön geschmurgelt (Corima Korkbeläge, Yishunbike Felgen, 70kg) – es war aber einfach ein überflüssiges Gebremse). Wenn du alleine unterwegs bist sehe ich – vernünftige Bremstechnik vorausgesetzt – keine Probleme.

felixthewolf
26.12.2014, 21:59
Bei den SES habe ich erst 2 defekte Felgenflanken erlebt.
3.4 tubular vorn mit Lunker im Material - Austausch auf Garantie
3.4 clincher vorn mit verglastem Belag und ohne Pflege über mehrere tausend KM totgebremst - 50% Crash-Replacement

Kaputt bekommt man alles, der Hersteller kümmert sich aber drum.

avis
26.12.2014, 23:22
Der tour Artikel bezieht sich meines Wissens doch vor allem auf clincher carbon Laufradsatz!?
Tubular Sätze sind diesbzgl. sicher weniger anfällig... für hügeliges / bergiges Terrain hätte ich allerdings die 3.4 bevorzugt...


Tour Artikel bezieht sich nur auf Clincher. Carbon Tubulars sind mW unproblematisch. Bei den Clinchern liegt es an der anderen Felgenform.


ich fahr diesen lr-satz sehr gerne, hat imho keine nachteile, fahr damit auch in den bergen, völlig unproblematisch,
btw was soll sich bei einem großvolumigen tubularsatz delaminieren ???

Wenn das Fasergeflecht an einer Clincherfelge durch die Bremshitze delaminiert, dann müsste es das doch auch bei einer Tubularfelge tun, oder??
(gesetzt, dass Fasern, Harze und die zu erwärmende Masse gleich sind)
Der Unterschied ist natürlich der, dass bei der Clincherfelge dann die Flanke wegbrechen kann /eingedrückt werden kann, was Schlauchplatzen/Reifenabspringen nach sich zieht -> kapitaler Sturz.
Bei Tubulars ist das so nicht, der Reifen beibt auf der Felge, daher sind sie sicherer*, der initiale Schaden durch Hitze müsste aber ähnlich schnell entstehen?!
Oder habe ich jetzt falsch gedacht?

* (es sei denn der Kleber löst sich, ist ja aber sehr selten)

felixthewolf
26.12.2014, 23:43
Ich würde sogar so weit gehen, dass Clincher an den Flanken, also da wo es kritisch wird, wenn es kritisch wird, mehr Fleisch zur Aufnahme von Bremshitze haben.
Zur Aufnahme des Reifendrucks muss die Flanke hier dicker ausgeführt sein als bei Tubulars.
Und so wundere ich mich hier über Aussagen von bekennenden Carbon-Kritikern, dass tubular, dort wo clincher schon länngst versagen, kein Problem sind.

Felix

Cyclomaster
27.12.2014, 19:56
Ich würde sogar so weit gehen, dass Clincher an den Flanken, also da wo es kritisch wird, wenn es kritisch wird, mehr Fleisch zur Aufnahme von Bremshitze haben.
Zur Aufnahme des Reifendrucks muss die Flanke hier dicker ausgeführt sein als bei Tubulars.
Und so wundere ich mich hier über Aussagen von bekennenden Carbon-Kritikern, dass tubular, dort wo clincher schon länngst versagen, kein Problem sind.

Felix

Meine Vermutung:

Die Belastung auf einer Clincher Felge ist höher als bei einer Tubular.
Kommt die Felge in einem kritischen Temperaturbreich, kann eine Clincher Felge versagen (Bremfläche bekommt Wellen weil sie dem Reifendruck nicht mehr standhält) und eine Tubular ist aufgrund der geringeren Belastung noch unbeeindruckt.

avis
27.12.2014, 21:16
Klar,wenn das Karbongeflecht durch Hitze sehr instabil geworden ist, entstehen durch Luftdruck oder Druck der Bremsen bei der Clincherfelge dann besagte (stärkeren) Schadensbilder.
Aber das voran gegangene Delaminieren des Karbongeflechts müsste die Tubularfelge auch ereilen, und wenn ich dann Bremse habe ich starkes Rubbeln, Schäden etc.
Siehe #12.

lucabrasi
27.12.2014, 23:04
tubular bremsflanken haben innenseitig luft, clincher bremsflanken haben innenseitig einen reifen/ schlauch, die hitze staut sich am reifen und kann nicht abgeführt werden

avis
27.12.2014, 23:17
Hmmm....wo ist da jetzt bei der Tubularfelge mehr Luft?
http://jamesonking.files.wordpress.com/2010/12/tubular-vs-clincher-rim.jpg
http://i01.i.aliimg.com/img/pb/166/219/416/416219166_449.jpg
http://www.bikerumor.com/wp-content/uploads/2011/09/20110912-092800.jpg

Wenige mm evtl. je nach Modell...zudem, ein Schlauch hat ja Luft in sich.
Mehr Material zur Energieaufnahme hat wiederrum die Clincherfelge.

•Žarko
28.12.2014, 00:32
Die Materialstärke dürfte kaum eine Rolle spielen, da Carbon schlecht Wärme ableitet,
was die Schädigung der Fläche als solches angeht. Da wird wohl noch in zehn Jahren an der richtigen Mischung experimentiert.

Für den Komplettausfall bleibt Clincher aus meiner Sicht jedoch anfälliger. Nicht nur der Hitze wegen.


Aber das weiß hier vermutlich schon jeder, oder?

Tom vom Deich
28.12.2014, 01:46
Die Materialstärke dürfte kaum eine Rolle spielen, da Carbon schlecht Wärme ableitet,
was die Schädigung der Fläche als solches angeht. Da wird wohl noch in zehn Jahren an der richtigen Mischung experimentiert.

Für den Komplettausfall bleibt Clincher aus meiner Sicht jedoch anfälliger. Nicht nur der Hitze wegen.


Aber das weiß hier vermutlich schon jeder, oder?

Im Westen jeder..

Rolf1
28.12.2014, 07:50
Ich würde sogar so weit gehen, dass Clincher an den Flanken, also da wo es kritisch wird, wenn es kritisch wird, mehr Fleisch zur Aufnahme von Bremshitze haben.
Zur Aufnahme des Reifendrucks muss die Flanke hier dicker ausgeführt sein als bei Tubulars.
Und so wundere ich mich hier über Aussagen von bekennenden Carbon-Kritikern, dass tubular, dort wo clincher schon länngst versagen, kein Problem sind.

Felix

Hallo,

richtig ist, dass Clincherfelgen auf Biegung beansprucht werden und daher in der Tat an der Bremsfläche mehr Wanddicke brauchen. Leider ist die Wärmeleitung in Carbonmaterial schlecht und daher führt die höhere Wanddicke zu größeren Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenoberfläche. Das führt zu hohen Scherspannungen, die letztlich die Delaminationen auslösen.
Also:
Gerade die höhere Wanddicke führt zusammen mit der höheren Beanspruchung (Biegung durch Innendruck) dazu, dass bei Clincherfelgen die Schäden schneller auftreten.
Aber:
Wer braucht eigentlich Clincherfelgen aus Carbon, wenn man mühelos auch mit Alufelgen unter 1200g kommt? Nur der Optik wegen? Sorry, ich werde nie verstehen, wieso man mehr Geld ausgibt, um etwas schlechteres zu bekommen..... Bei Schlauchreifen sehe ich den Sinn von Carbonfelgen noch ein, aber das ist ein anderes Kapitel.

Ciao Rolf

Cyclomaster
28.12.2014, 09:56
Hallo,

richtig ist, dass Clincherfelgen auf Biegung beansprucht werden und daher in der Tat an der Bremsfläche mehr Wanddicke brauchen. Leider ist die Wärmeleitung in Carbonmaterial schlecht und daher führt die höhere Wanddicke zu größeren Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenoberfläche. Das führt zu hohen Scherspannungen, die letztlich die Delaminationen auslösen.
Also:
Gerade die höhere Wanddicke führt zusammen mit der höheren Beanspruchung (Biegung durch Innendruck) dazu, dass bei Clincherfelgen die Schäden schneller auftreten.
Aber:
Wer braucht eigentlich Clincherfelgen aus Carbon, wenn man mühelos auch mit Alufelgen unter 1200g kommt? Nur der Optik wegen? Sorry, ich werde nie verstehen, wieso man mehr Geld ausgibt, um etwas schlechteres zu bekommen..... Bei Schlauchreifen sehe ich den Sinn von Carbonfelgen noch ein, aber das ist ein anderes Kapitel.

Ciao Rolf

Zeig mnir bitte mal einen Aero- Disc Clincher Satz aus Alu unter 1200g?

Cubeteam
28.12.2014, 10:09
Dazu kommt, das eine Carbon Felge meist deutlich steifer als eine extrem Leichtbau Alu Felge ist.

Rolf1
28.12.2014, 12:36
Zeig mnir bitte mal einen Aero- Disc Clincher Satz aus Alu unter 1200g?

Hallo,

wo ist das Problem??? Gerade für Scheibenbremsen ist das geradezu extrem einfach:
Naben Extralite (48 + 134g), Felgen Ryde Pulse Comp Disk (2* 335g), Speichen Sapim CX-Rax (24 + 28Stück, 4,75g +0,35g Nippel) ergibt zusammen 1117,2g. Ein leichter Fahrer könnte noch auf 20 / 24 Speichen heruntergehen und/oder Superspoke bzw. CX Super verwenden. Dann kommt man sogar unter 1100g und das zu einem Preis, der weit unter dem eines Laufradsatzes mit Carbonfelgen liegt. Noch Fragen?

Natürlich ist die Steifigkeit von Carbonfelgen höher als bei Alufelgen, insbesondere weil deren Wanddicken erheblich größer sind. Aber die wichtigere und beim Wiegetritt maßgebliche Steifigkeit (seitliche Steifigkeit) wird wesentlich durch die Speichen beeinflusst und wenn man nur wenig Speichen hat, dann ist das Laufrad halt etwas weicher. Das muss jeder für sich entscheiden. Mein Laufradsatz wiegt nur ca. 1110g und ich habe trotz 75kg nicht das geringste Problem bezüglich Steifigkeit.

Ciao Rolf

felixthewolf
28.12.2014, 17:18
Hallo,

wo ist das Problem??? Gerade für Scheibenbremsen ist das geradezu extrem einfach:
Naben Extralite (48 + 134g), Felgen Ryde Pulse Comp Disk (2* 335g), Speichen Sapim CX-Rax (24 + 28Stück, 4,75g +0,35g Nippel) ergibt zusammen 1117,2g. Ein leichter Fahrer könnte noch auf 20 / 24 Speichen heruntergehen und/oder Superspoke bzw. CX Super verwenden. Dann kommt man sogar unter 1100g und das zu einem Preis, der weit unter dem eines Laufradsatzes mit Carbonfelgen liegt. Noch Fragen?


ja, so einige!

Wie bremst man auf einer Felge ohne Flanke und/oder Naben ohne Bremsaufnahme?
Die Kombination ist einwenig Quatsch, die du da aufführst.
Eine leichte Felge für Felgenbremsen wiegt dann schnell mal um 400gr (Ryde Pulse Sprint oder ZTR Alpha) - also im Satz 130gr mehr. Und dann ist das immernoch ein LRS mit höchst empfindlichen Naben, der auch nicht für jede Gewichts- und Leistungsklasse geeignet ist.
Bleibt man bei disc, habe ich letztens mit den Extralite Cyberhubs SPD, den Ryde Pulse Comp Disc und 24/24CX-Ray einen LRS mit 1120gr gebaut. Der LRS ist so windig, dass damit kaum einer über 60kg fahren kann und sollte - aber natürlich wunderschön leicht.
Wenn wir dann aber schon bei disc sind, können wir ja auch wieder Carbon nehmen, weil die Felge keine Bremshitze abbekommt.

Felix

Mountainbiker
28.12.2014, 18:04
tubular bremsflanken haben innenseitig luft, clincher bremsflanken haben innenseitig einen reifen/ schlauch, die hitze staut sich am reifen und kann nicht abgeführt werden

Aha, seit wann ist den Luft ein guter Wärmeleiter? Das Gegenteil ist der Fall, u.a. auch deswegen werden Backsteine mit jede Menge Luftkammern versehen. so etwas lernt man doch eigentlich schon in der Schule. Würde deine Erklärung Sinn ergeben, würden Schlauchreifenfelgen noch eher die Grätsche machen.

Wärmeleitfähigkeiten in W/(m*K) mal so zum Vergleich:
Luft: 0,0262
Gummi: 0,16
Carbonfaser: 17(!)
Alu: 236

Rolf1
28.12.2014, 18:14
ja, so einige!

Wie bremst man auf einer Felge ohne Flanke und/oder Naben ohne Bremsaufnahme?
Die Kombination ist einwenig Quatsch, die du da aufführst.
Eine leichte Felge für Felgenbremsen wiegt dann schnell mal um 400gr (Ryde Pulse Sprint oder ZTR Alpha) - also im Satz 130gr mehr. Und dann ist das immernoch ein LRS mit höchst empfindlichen Naben, der auch nicht für jede Gewichts- und Leistungsklasse geeignet ist.
Bleibt man bei disc, habe ich letztens mit den Extralite Cyberhubs SPD, den Ryde Pulse Comp Disc und 24/24CX-Ray einen LRS mit 1120gr gebaut. Der LRS ist so windig, dass damit kaum einer über 60kg fahren kann und sollte - aber natürlich wunderschön leicht.
Wenn wir dann aber schon bei disc sind, können wir ja auch wieder Carbon nehmen, weil die Felge keine Bremshitze abbekommt.

Felix

Hallo,

sorry, da habe ich mich vertan. Natürlich braucht man für Scheibenbremsen die bereits genannten Naben, die insgesamt 32g schwerer sind. Dafür spart man dann aber wieder 4 Speichen, weil es die Hinterradnabe nur mit 24 Loch gibt und dann landet man tatsächlich knapp über 1100g.

Aber zu diesen Felgen habe ich mal eine ganz ernst gemeinte Frage:
Hat schon jemand probiert, diese Felge für normale Felgenbremsen zu verwenden? Natürlich hat man da relativ wenig Fleisch und wenn man bergab in den Regen kommt ist die Felge schnell hinüber. Aber ich bin reiner Schönwetterfahrer auf Strecken ohne große Abfahrten (in der Pfalz gibt es kaum wirklich steile Strecken) so dass meine Bremsflanken noch nach Jahren wie neu aussehen. Kann man dann riskieren eine Diskfelge zu nehmen oder muss man mangels überdrehter Bremsfläche mit starkem Rubbeln rechnen?? Was die Steifigkeit betrifft: Das sehe ich locker, da ich selbst mit getunten KinLin XR200 dank ruhiger Fahrweise (kaum Wiegetritt) keinerlei Probleme habe.

Ciao Rolf

felixthewolf
28.12.2014, 18:21
Hallo,

Aber zu diesen Felgen habe ich mal eine ganz ernst gemeinte Frage:
Hat schon jemand probiert, diese Felge für normale Felgenbremsen zu verwenden? Natürlich hat man da relativ wenig Fleisch und wenn man bergab in den Regen kommt ist die Felge schnell hinüber. Aber ich bin reiner Schönwetterfahrer auf Strecken ohne große Abfahrten (in der Pfalz gibt es kaum wirklich steile Strecken) so dass meine Bremsflanken noch nach Jahren wie neu aussehen. Kann man dann riskieren eine Diskfelge zu nehmen oder muss man mangels überdrehter Bremsfläche mit starkem Rubbeln rechnen?? Was die Steifigkeit betrifft: Das sehe ich locker, da ich selbst mit getunten KinLin XR200 dank ruhiger Fahrweise (kaum Wiegetritt) keinerlei Probleme habe.

Ciao Rolf

Ich fürchte hier wirst du mangelsüberdrehter bremsflanke fürchterliches Ruckeln und schlechte Bremswerte haben.
Vom Verschleiß der ohnehin schon hauchzarten Flanken mal angesehen.
Ich habe noch recht leichte AMC-felge mit 24L und nur 315gr - mal sehen, was die so können.
Aber jetzt entfernen wir uns viel zu sehr vom Thema.

Felix

Cyclomaster
28.12.2014, 20:13
Hallo,

wo ist das Problem??? Gerade für Scheibenbremsen ist das geradezu extrem einfach:
Naben Extralite (48 + 134g), Felgen Ryde Pulse Comp Disk (2* 335g), Speichen Sapim CX-Rax (24 + 28Stück, 4,75g +0,35g Nippel) ergibt zusammen 1117,2g. Ein leichter Fahrer könnte noch auf 20 / 24 Speichen heruntergehen und/oder Superspoke bzw. CX Super verwenden. Dann kommt man sogar unter 1100g und das zu einem Preis, der weit unter dem eines Laufradsatzes mit Carbonfelgen liegt. Noch Fragen?

Natürlich ist die Steifigkeit von Carbonfelgen höher als bei Alufelgen, insbesondere weil deren Wanddicken erheblich größer sind. Aber die wichtigere und beim Wiegetritt maßgebliche Steifigkeit (seitliche Steifigkeit) wird wesentlich durch die Speichen beeinflusst und wenn man nur wenig Speichen hat, dann ist das Laufrad halt etwas weicher. Das muss jeder für sich entscheiden. Mein Laufradsatz wiegt nur ca. 1110g und ich habe trotz 75kg nicht das geringste Problem bezüglich Steifigkeit.

Ciao Rolf

Die Ryde Comp Disk ist aber weit weg von einem modernen Aeroprofil.
:rolleyes:

Luigi_muc
28.12.2014, 20:22
Aero, Alu und Disc lässt sich mit den aktuell angebotenen Felgen nicht leicht realisieren.
Wobei ja ursprünglich garkeine Discs gefordert waren oder?

Aero, Alu, Clincher und Felgenbremse lässt sich relativ leicht aufbauen. Bei Clincher bringen die Carbonfelgen kaum Gewichtsersparnis (würde sagen insgesamt 8 Speichen bei gleichem Felgengewicht)

Aber da ja auch Tubular gefragt waren, frage ich mich, wozu die Diskussion.
Ich halte fast jede Tubular-Felge für alltags- und bergtauglich. Kommt auf die Bremsbeläge an.
Nur wer bei Nässe genauso gut bremsen will, der braucht aggressivere Beläge oder Aluflanken.

Edit: Die Felgenhöhe wurde bisher nicht beachtet. Die wär mir für die Berge und Alltag too much. Aber das ist glaub sehr fahrerabhängig.

avis
29.12.2014, 19:33
Hallo,

richtig ist, dass Clincherfelgen auf Biegung beansprucht werden und daher in der Tat an der Bremsfläche mehr Wanddicke brauchen. Leider ist die Wärmeleitung in Carbonmaterial schlecht und daher führt die höhere Wanddicke zu größeren Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenoberfläche. Das führt zu hohen Scherspannungen, die letztlich die Delaminationen auslösen.
Also:
Gerade die höhere Wanddicke führt zusammen mit der höheren Beanspruchung (Biegung durch Innendruck) dazu, dass bei Clincherfelgen die Schäden schneller auftreten.
Aber:
Wer braucht eigentlich Clincherfelgen aus Carbon, wenn man mühelos auch mit Alufelgen unter 1200g kommt? Nur der Optik wegen? Sorry, ich werde nie verstehen, wieso man mehr Geld ausgibt, um etwas schlechteres zu bekommen..... Bei Schlauchreifen sehe ich den Sinn von Carbonfelgen noch ein, aber das ist ein anderes Kapitel.

Ciao Rolf

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Hmm....wenn ich da jetzt von der Bremsflanke aus horizontal nach innen gehe....so wirklich viel weniger Carbon ist bei der Tubularfelge aber nicht an der Stelle....zudem kommt ja noch der Kleber dazu, der auch kaum gut leiten dürfte.
Dass die letztlich sicherer sind ist klar, mir gings mal darum ob Delaminationen etc. die ja Wegbrechen etc vorangehen ansich auch erst viel später auftreten.
Ist eben auch grundsätzlich dir Frage, sorgt mehr Masse für mehr Energie Absorbtion oder hindert im Gegenteil schnelles Abkühlen...