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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Effizienz des SPINNING-Trainings



Roland_G
13.01.2003, 16:32
Hallo miteinander,

mit MP3, Pulsfrequenzmesser und umgebauten SPD-Schuhen habe ich nun endlich der Winterdepression den Kampf angesagt und trete nun regelmäßig im Fitnessstudio meine Stunden.
auf das "Rudeltraining" stehe ich dabei nicht so sehr, vielmehr versuche ich mit Kontrolle meiner Herzfrequenz Grundlagenausdauer sowie Kraftausdauer (im Intervalltraining) zu trainieren. Meine Frage: Neulich erzählte mir jemand das eine Stunde Training auf dem Spinner entsprächen mehr als 2 Stunden realem Fahren. Ist da was dran?

ciao,
Roland

Alexander(DS)
13.01.2003, 17:28
Meiner Erfahrung nach hängt auch auf dem Spinning Bike alles vom Grad der Belastung ab und damit von der HF. Der Unterschied zum "Outdoor" radeln liegt in der homogeneren Beanspruchung. Ohne Störungen durch Verkehr oder Steigungen kannst du eine Stunde lang spezielle Muskelpartien bei gleichbleibender Belastung trainieren.

kaskades
13.01.2003, 18:09
Original geschrieben von Roland_G
Hallo miteinander,

mit MP3, Pulsfrequenzmesser und umgebauten SPD-Schuhen habe ich nun endlich der Winterdepression den Kampf angesagt und trete nun regelmäßig im Fitnessstudio meine Stunden.
auf das "Rudeltraining" stehe ich dabei nicht so sehr, vielmehr versuche ich mit Kontrolle meiner Herzfrequenz Grundlagenausdauer sowie Kraftausdauer (im Intervalltraining) zu trainieren. Meine Frage: Neulich erzählte mir jemand das eine Stunde Training auf dem Spinner entsprächen mehr als 2 Stunden realem Fahren. Ist da was dran?

ciao,
Roland

Da ist ganz sicher was dran, kommt aber darauf an, wie Du trainierst. Nur draufsitzen und stur treten 60 Minuten bringt gar nichts. Auf der Rolle und Spinningmaschine bringt nur Intervall etwas, entweder über Drehzahl oder wechselnder Widerstand!

Mondwanderer
13.01.2003, 18:43
Original geschrieben von kaskades


Da ist ganz sicher was dran, kommt aber darauf an, wie Du trainierst. Nur draufsitzen und stur treten 60 Minuten bringt gar nichts. Auf der Rolle und Spinningmaschine bringt nur Intervall etwas, entweder über Drehzahl oder wechselnder Widerstand!

Bei einer Rolleneinheit von 60m Minuten magst du vielleicht Recht haben. Aber wenn man 90 Minuten aufwärts, also 2 Stunden und mehr Grundausdauer, mit der entsprechenden Herzfrequenz trainiert, hat die Rolle den gleichen Effekt wie eine Ausfahrt.
achja, in der letzten Tour stand, dass man die Kilometer auf der Rolle im Vergleich zur Strasse zwischen 1,5 und 1,8 multiplizieren muss, je nach Gewohnheiten und Strecke. Z.B. in flachem Gelände musst du ständig kurbeln, weil wenig Abfahrten vorkommen, in dem Fall nur *1,5 multiplizieren.

thunderbee
13.01.2003, 19:11
es macht auf jeden Fall jede Menge Spass und man macht auf jeden Fall mal was im Winter. Ich bin (noch) nicht der harte Radler, der auch im Winter noch raus auf die Strasse geht und sene Kilometer fährt!

Nordkurbler
23.01.2003, 17:23
Spinning
ist ein herzfrequenzorientiertes Radsporttraining und kann je nach Trainingsziel im Ausdauerbereich bei 65% oder auch Intervalltraining (65-92%) mit simulierten Bergen sein.

Die Techniken sind vergleichbar dem Radsport und bilden nicht nur eine Übergangslösung ("Wintertraining"). Sie bringen sie eine Verbesserung des runden Tritts und bessere Konzentration auf die Technik/Atmung. Ideal vor allen Dingen als Basis für Einsteiger auf dem Rennrad.
Die Motivation in der Gruppe über Musik und Trainingsziele ist auf jeden Fall spannender als ein vergleichbares Rollentraining im Keller auf der Rolle. Ich fahr Spinning schon seit 5 Jahren mit kleinen Unterbrechungen und bin froh mich bewegen zu können, ohne die ganze Apparatur aufbauen zu müssen.

Wenn das Wetter mal wieder zu schlecht hier im Norden ist....was leider fast permanent so ist, fahr ich schnell ins Studio und mach eine Stunde bzw. mittlerweile geb ich sie sogar als Trainer.

Wer Spinning noch nicht ausprobiert hat, sollte es schleunigst mal nachholen....das Fitnesslevel und der Kalorienbedarf werden nochmal um einiges verbessert :-))).
Empfehlenswert ist es, auf die Ausbildungsrichtung der Trainer des Studios zu gucken...hier gilt es die Spreu vom Weizen zu trennen....also...

..ausprobieren und dann entscheiden...Gruß, Sven

Spinninkocki
23.01.2003, 18:03
Hallo,
ich bin Spinninginstruktor. In meinen Kursen sind sehr häufig Rennradsportler. Da ich selber auch Rennrad fahre weiss ich wie ich eine bestimmte Strecke mit Musik unterlegen und in der Stunde nachfahre. Es ist "nicht" stupide und langweilig wie auf dem Ergometer oder der Rolle. Du fährst in der Gruppe und nicht
alleine.
Da du auf dem Spinningbike keinen Freilauf hast musst du die Stunde über fahren und kannst nicht rollen lassen. Die Erholungsphase ist nicht so gegeben wie draußen.
Natürlich sollte das Training über die HF erfolgen.
Man kann das Training von der Intensitöät unterschiedlich gestalten. 60-75 % der MHF, 75-85 % der MHF usw.

Gruß Spinningkocki:D :D

kaskades
23.01.2003, 18:20
ich fahre derzeit täglich auf der TACX Rolle immer 1 Stunde, manchmal auch 2 x früh und abends. Ich fahre mit starrer Übersetzung 52:16 wie auf der Bahn. Ich mache da Intervalltraining, die Intervalle immer bis max. HF und in der Spitze bis 160 U . Vor dem Rollentraining mache ich 1 Stunde Krafttraining.

lenni
23.01.2003, 20:34
Erfahrung beim Spinning Training.

1) Kenne in der Regel keine Spinning Stunden
die sich durch gezieltes Radrenntraining auszeichnet.

2) In der Regel möchten Sie 9o % der Leute
in der Stunde auspowern, nach dem Motto auf die
Plätze fertig los....

3) Wenn man sich da "anstecken" lässt und mitmacht
kann die ganze Saison "im Eimer" sein...

4) Oberstes Gebot, so schön das ist mit Musik und in der Gruppe,
HF äusserst diszipliniert beachten.

5) Letztes Jahr GA 1/GA 2 und EB drei Monate lang
trainiert und schon sehr gut im März auf die Straße
gekommen.
( Vor zwei Jahren das Gegenteil, ich war sowas von
kaputt durch f a l s c h e s Spinning, das ich im Mai
zum Arzt ging weil ich geacht habe ich bin Krank.
Übertraining wars.

sportinform
24.01.2003, 16:22
so, jetzt muß ich meinen senf auch noch dazu tun, obwohl die beiden beiträge zuvor schon höchst qualifiziert waren.

ich bin absolut gegen ein spinning für radsportler, jedenfalls gegen sowas, wie es gewöhnlich in fitneßcentern ausgeführt wird. so wie es praktiziert wird, ist es ein ausschließliches krafttraining, für die meisten probanden sogar im eb-bereich oder darüber.

kein terrain für einen gestandenen radsportler, der sich mit der trainingslehre auseinandergesetzt hat. da gibt es echt effektivere und sinnvollere methoden, die sich zudem bewährt haben. moden kommen und gehen. spinning vergeht. der radsport bleibt !

Germanbiker
24.01.2003, 19:21
Spinning ist aus meiner Sicht eine angenehme Abwechslung zum Rollenfahren, dem sicherlich keiner etwas abgewinnen kann.
Ich habe in vielen Studios an Spinningkursen teilgenommen und kann nur bestätigen, daß ein Kurs mit dem Instructor steht und fällt.Den teilweise völlig unnötigen Oberkörperübungen bei 100+upm kann ich allerdings nichts abgewinnen auch die oft vorkommende Vermutung der gesamte Oberkörper müsse mit eingesetzt werden (beim Sitzen fahrend wohlgemerkt) um steiles Bergauffahren zu simulieren kann ich nicht nachvollziehen. Bei mir kommt die Kraft eigentlich woanders her aber egal.
Spinning hilft auf jeden Fall den (leider immer) einsetzenden Verfall der Ausdauerleistung über die Wintermonate nicht ins bodenlose fallen zu lassen. Entsprechende Intensität, Inhalte (Intervalle etc.) und ausreichende Dauer der Kurse vorausgesetzt. In dem jetzigen Studio in dem ich trainiere setzen sich mehr und mehr 2 stündige Kurse durch. Manchmal auch "Marathons" mit 3,5 und 10 Stunden!
Dieses Jahr bin ich dann auch die Kurse etwas "härter" gefahren als sonst und merke nach den ersten Ausfahrten draußen, daß der "Schaden" gar nicht so groß ist dieses Jahr. Das läßt hoffen;-))

__________________________________________________ _
may the wind be always at your back;-)

SchlomOZ
25.01.2003, 10:54
Ok, wir haben da die Meinung eines Spinning trainers. Ich meine der spiegelt ganz schön die Einstellung bzw. das wissen vieler Instruktoren wieder.

Im Winter also wenn schnee liegt und Eis (das ist ja vorübergehend und keine lange Zeitspanne) dann geht es nur darum den Tritt beizubehalten. Dafür reichen 20 Minuten auf der rolle und das ohne Widerstand mit 120 oder mehr UPM.

Sich auf den Spinner zu setzen bringt da nichts. Der Tritt verschlammt durch den nicht vorandenen Freilauf.

Ausserdem geht es beim Radsport auch um Härte und Charakter. Den lernt man nur dadurch auch im Winter bei 0 Grad zu fahren oder so. Da bringt ein Spinner nichts. Viele Leute vergessen das immer und denken mit 2 Stunden Spinner sind sie bereits champs und kommen dann nich mal im langsamen Renntempo irgend einen kurzen Hügel hoch.

SchlomOz

felice gimondi
25.01.2003, 19:21
Hallo Rennradkollegen!
Auch ich besuche den Winter über regelmäßig ein Fitnessstudio, und das schon seit 8 Jahren.
Es ist ein tolles und ziemlich teures Studio mit sehr gut ausgebildeten Trainern.
Nur meine anfängliche Begeisterung zum Spinning ist in letzter Zeit ziemlich abgekühlt.
Ich glaube das Spinning mit Radtraining nicht wirklich etwas gemein hat. Die Trainerin tritt Frequenzen bis 140 bei den sogenannten Sprints und das im Stehen! Der Puls erreicht nie gekannte Höhen. Vom Aufwärmen (höchstens 5min) über die Höchstbelastung, bis zum Cooldown, wird alles in die eine Stunde hineingequetscht. Und das das bei überwiegend brüllender Musik.
Es stimmt schon nach dieser Stunde ist man total ausgepowert und hat keinen trockenen Faden mehr am Leib.
Oft habe ich auch am nächsten Tag noch einen gestörten Flüssigkeitshaushalt.
Der einzige für mich wirklich gute Effekt des Spinnings ist die Technik (runder Tritt, Körperhaltung beim Wiegetritt usw.).
Lustigerweise steht im Trainingsplan bei dieser Spinningstunde die Anmerkung: Fettverbrennung!
Für mich persönlich halte ich jedenfalls das pulsgeteuerte Ergometertraining, über den Winter für besser.
Viele Grüße aus Wien, Felice

Roland_G
26.01.2003, 09:52
Original geschrieben von SchlomOZ


Sich auf den Spinner zu setzen bringt da nichts. Der Tritt verschlammt durch den nicht vorandenen Freilauf.

Ausserdem geht es beim Radsport auch um Härte und Charakter. Den lernt man nur dadurch auch im Winter bei 0 Grad zu fahren oder so. Da bringt ein Spinner nichts. Viele Leute vergessen das immer und denken mit 2 Stunden Spinner sind sie bereits champs und kommen dann nich mal im langsamen Renntempo irgend einen kurzen Hügel hoch.

SchlomOz

Das ist doch sehr polemisch und auch nicht richtig: Den runden Tritt übt man auch im traditionellen Radsport ohne Freilaufnabe, da "verschlammt" nix, eher gewöhnt man sich an die parallele Zug- und Druck-Arbeit der Beine. Dass man Härte für's radfahren braucht ist unwidersprochen: Doch als Berufstätiger im Winter bei völliger Dunkelheit die notwendigen 2- oder gar 3-Stunden-Runden zu drehen, is' nun mal unter der Woche nicht drin'.

C.K
26.01.2003, 10:19
Original geschrieben von SchlomOZ
Der Tritt verschlammt durch den nicht vorandenen Freilauf.




Das habe ich ja noch nie gehört !

Ein Rennradtraining im Winter mit "starrer Nabe" schult den runden Tritt !
Frag mal alte erfahrene Trainer !
Nur heutzutage, im Zeitalter von >STI< kennt das kaum noch einer.

Und was ist mit den ganzen Bahnspezialisten ? Haben die auch einen "verschlammten Tritt" ?

Doch wohl eher nicht, je sauberer der Tritt, desto effektiver, was man bei Winterbahnrennen doch wohl sehr schön sehen kann !

Gruß,

C.K

lenni
26.01.2003, 13:16
aber einige haben falsche Informationen bzw.
lesen nicht sehr aufmerksam die Beiträge.

Möchte nochmal was dazu sagen

Sportinform spricht von "Krafttraining" bei Spinning,
das kann ich nun garnicht nachvollziehen.


Das man den Runden tritt"verschlampt" stimmt auf keine Fall,
denn einen runden Tritt trainiert man am besten auf
einer starren Hinderradnabe, und genau das ist es was
man auf einem Spinningrad findet.

Jawohl, besser als nix bzw. angenehme Abwechslung, vor allem
für die Leute die in den "Bergen"wohnen.

Nicht nur die Wintertemperaturen im Jan/Feb sind der
Gesundheit nicht sehr zuträglich sondern auch die Sturzgefahr
bei Eis und Schnee. Da meint man die Strasse wäre Eisfrei
und schon liegt man auf der Nase, mehrmals gehabt !!!!

Und Felice Gemondi, mein Tip.

Nimm das Gruppenerlebnis und die (meistens) schöne Musik
während einer Spinningstunde mit, mach auch die gleichen
Übungen ABER mache Sie in DEINEM Pulsbereich
Dann bis Du nicht ausgepowert sondern hast GA 1 oder 2
trainiert, das hängt doch nur davon ab wie stark Du die
"Bremse" einstellst.......

Ich geh jetzt zu Fitniss....... 2o min Laufband, 9o Min Spinning
und danach noch 3o/45 Kraftausdauer an den schönen
Maschinchen......

Schönen Sonntag noch...........

Plauschfahrer
28.01.2003, 14:14
Also auch ich gehe in das Fitnesscenter vor allem im Winter.
Das Spinning reizt mich überhaupt nicht weil ich diese Musik nichtausstehen kann und dann das ewige Geschreie.
Ich bevorzuge meine individuelle Stunde so habe ich meinen Puls besser unter Kontrolle und mit meinem MP3 Player höre ich die Musik welche mir auch gefällt.
Gewöhnlich fahre ich 60 Minuten und muss sagen , dass ich danach auch tital durchgeschwitzt bin und mich komplett wechseln muss bevor ich dann das Krafttraining abolviere.
Nu schon auf dem Homtrainer verbrenne ich um die 700-740 Kalorien. (bin schon 54 Jahre jung)
Das Schönste aber ist natürlich mit dem Rad draussen wieder zu radeln.

saluti a tutti