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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Einfahrrolle oder fixe Rolle zum Training im Winter



Leitifax
05.10.2004, 18:21
Hallo zusammen!

Ich stehe vor der Wahl: einweder eine Einfahrrolle oder eine fixe Rolle fürs Training im Winter.
Erstere hat den Vorteil, man steht frei drauf. Nachteil: man steht frei drauf. Aber der Rahmen wird geschont. Sowas gibts auch mit Bremse. Brauchts die?
Fixe Rolle: man fällt nicht um, der Rahmen ist aber eingespannt. Kompaktes Design.

Somit zu den Rahmenbedigungen. Hat jemand schon Praxiserfahrung mit beiden Systemen gemacht? Wovon rät der erfahrene RR-Fahrer ab, wozu rät man mir? Hat wer ein paar Eindrücke für mich?

Vielen Dank,
Leitifax

deshoog
05.10.2004, 19:43
Highlightifax (Achtung: Wortspiel :D )

Ich hab mir in diesem Sommer ne freie Rolle von Tacx zugelegt (bei eBay). Bislang habe ich noch nicht soo viel darauf trainiert, es sind aber schon einige Stunden zusammengekommen. Ich wollte keine feste Rolle, da mich der Gedanke, das so ein graziles Rennrad fest eingeklemmt wird und das Material ganz schön beansprucht wird (v.a. Hinterbau), gestört hat.

Auf so einer freien Rolle zu stehen ist für Rollen-Anfänger nicht leicht, so jedenfalls meine Erfahrung. Solange die Räder stillstehen, kann man stehen, aber kaum tritt man in die Pedale, "schwimmt" man richtig los, diese Erfahrung habe ich zumindest gemacht. Ich hab mich anfangs nur mit einer Hand an nem Stuhl festgehalten, allerdings bin ich einmal "von der Rolle" gewesen :D, und seitdem stelle ich mich immer zwischen einen Türrahmen und stütze mich mit den Ellenbogen ab. Das klingt zwar etwas umständlich, geht aber ganz gut. Leider habe ich nicht so ein perfektes Gleichgewichtsgefühl, ich kann daher auch nicht freihändig radfahren :ü :heulend:. Alternativ gibts natürlich für solche Rollen auch sogenannte "Idiotenbügel", wo der vordere Teil des Rades stabil gehalten wird.
Vielleicht fällt es anderen leichter, auf der Rolle zu fahren, ohne sich abstützen zu müssen, die meisten Profis können das ja schließlich auch. Sicher spielt auch die Erfahrung und Gewöhnung daran eine Rolle.
Eine Bremse für die freie Rolle würde ich auf jeden Fall empfehlen. Für ein lockeres pedalieren gehts auch ohne, aber die Tatsache, dass man auf der Rolle ohne extreme Anstrengungen auf über 75km/h kommt, spricht Bände ;).

Wenn du die Möglichkeit hast, bei einem Radhändler mal so eine Rolle auszuprobieren, mach das. Am besten, du bildest dir selbst ein Urteil darüber.


Gruß und "freie" Fahrt
deshoog

hannes_loehr
05.10.2004, 20:03
Ich hab seit letztem Winter auch eine freie Rolle von Tacx. Die erste Viertelstunde war etwas gewöhnungsbedürftig, aber dann klappte es ganz gut. Ich schaue immer eine DVD dabei und konzentrationsmäßig klappt das auch. Zum anfahren halte ich mich auf der einen Seite immer am Fensterbrett fest, steige auf und fange dann an zu kurbeln. Was ich bisher nur kurz getestet und dann gleich wieder gelassen habe, war der Versuch auf einem Syntace C2 auf der Rolle zu fahren, da hats mich nach 20 Sekunden doch runtergerissen.

Ich hätte alternativ noch eine 10 Jahren alten Kettler Heimtrainer, aber mit dem Ding machts keinen Spass. So auf der freien Rolle fühlt man sich fast wie auf der Straße.

Gruss
Hannes

Stewwi
05.10.2004, 20:48
Ich hab beides.
Bei der freien Rolle läufts ohne Bremse wirklich etwas zu leicht. Ich hab die erfahrung gemacht , dass das Fahren bei höherer geschwindigkeit leichter ist. Da kann ich auch lange zeit freihändig fahren.

Bei der anderen Rolle fühlt es sich von dem Wiederstand viel mehr nach straße an,aber das Fahrgefühl... :ü

vielleicht hat einer deiner Freunde ja jeweils eines von beiden und dann kannste´s ma ausprobieren und für dich entscheiden.

Grüße steffi14 :)

Stewwi
05.10.2004, 20:54
Ach ja! Benutz doch einfach mal die Suchfunktion. Da kommt bestimmt massig!
steffi14
:Bluesbrot

secundo
05.10.2004, 21:39
@ Leitifax

Freie Rolle ist cool. Aber man muss es mögen.
Du musst dich die ganze Zeit über konzentrieren sonst machst du 'nen Abflug.
Bei den eingespannten Versionen ist es bestimmt relaxter. Aber wie gesagt: man muss es mögen.

Mit dem Ausprobieren ist es so eine Sache, denn: das "freie Rolle fahren" muss man erst lernen.

viel Spass

s.

Leitifax
07.10.2004, 07:34
hallo an alle schreiberlinge!

danke für eure informationen, das hilft mir auf jeden fall weiter. die fixe rolle kenne ich schon, aber ich denke, dass der umstieg auf die straße von einer freien rolle einfach leichter fällt. ich hab mich immer geärgert, dass ich plötzlich viel mehr "arbeiten" musste beim radeln weil gleichgewicht halten und so, und dass ich mir das "richtige" radln fast wieer "angewöhnen" musste. mal schaun zu was ich mich hinreissen lasse...

danke an alle,
leitifax

pinguin
07.10.2004, 07:40
Hab' beides. Fahre fast nur noch freie Rolle ohne Zusatzwiderstand. Macht einfach mehr Spaß und den Konzentrationsaufwand finde ich sehr positiv.

Übrigens: Wenn du freie Rolle oft genug fährst, machen die weissen Strassenbegrenzungslinien auf einer Ausfahrt plötzlich auch Spaß. Man kann nämlich plötzlich recht lange auf so einer Linie fahren, ohne "runterzufahren". Fast wie auf einem Seil balancieren... :piano:

p.

fausto-coppi
07.10.2004, 10:03
empfehlenswert auf der freien rolle sind in meinen augen etwas schwerere laufräder (vor allem mit ner schweren felge). das stabilisiert das ganz rad ungemein, so von wegen kreiselkräfte und so was (bin kein besonders guter physiker :D ). mit meinen shamal kann ich freihändig fahren, mit meinen leichten laufrädern nicht.
p.s.: der reifenverschleiß ist auf der freien rolle geringer.

gregor74
07.10.2004, 23:59
Habe auch beides und fahre auch lieber auf der freien Rolle.
Das Problem ist nur, daß mein Untermieter die als viel lauter empfindet als die feste Rolle :heulend: . Kommt wahrscheinlich von der hohen Geschwindigkeit auf der freien Rolle.

ion
08.10.2004, 12:17
Hallo,

welche Firmen stellen freie Rollen mit Bremse her und wie heißen die Modelle?

Gruß
Hauke

gregor74
08.10.2004, 13:55
Tacx macht das, wird einfach an die Rolle geschraubt und über einen Riemen mit angetrieben.