PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vorteil einen Radhändler/ Zweiradmechaniker vor Ort zu haben



Opa-Bernie
10.10.2004, 20:10
Bei den Preisunterschieden zwischen dem Händler vor Ort und den großen Versendern könnte man schnell zum Schluss kommen, dass die Händler/ Zweiradmechaniker vor Ort überflüssig sind.

Ich will deshalb mal ein Beispiel geben, warum solche erfahrenen Mechaniker meiner Meinung nach sehr sinnvoll sind.

Also...

... an meinem uralt Trekkingrad (ca. 70.000 km), dass ich bei Regen und im Winter bei Streusalz und Schnee benutze, wollte ich die Pedale wechseln. Caramba und das Heißmachen mit einem Brenner haben nichts bewirkt. Die Biester saßen fest und mein 15er Gabelschlüssel war ruiniert.

Mit den abgezogenen Kurbeln natürlich inklusive der Pedale bin ich zum Radhändler hier am Ort. Der ließ mich wie sonst auch in die Werkstatt und ich spannte die Kurbel in den Schraubstock und versuchte mit einem etwas größeren 15er Schlüssel und einem Hammer den Biestern zu Leibe zu Rücken. Ohne Erfolg....

Der Radhändler hat dem "Treiben" schon aus dem Augenwinkel zugeschaut und nahm nun die Sache in die Hand. Zuerst spannte er die Rurbel wieder aus dem Schraubstock aus und klopfte mit dem Hammer von außen auf die Kurbel, an der Stelle, an der das Pedal eingeschraubt ist. Dann kam ein noch etwas längerer 15er Schlüssel aus der Schublade und ohne Hammer hat er die Pedale rausgedreht. Ich war platt und begeistert.

Eigentlich hätte er sich die Sache auch leicht machen können. Nach einem kurzen Blick hätte er ja auch festellen können: Da ist wohl ein neuer Kurbelsatz nötig. Und ich hätte ihm das auch sofort geglaubt.

Fazit: Es geht doch nichts über einen ordentlichen Handwerker mit jeder Menge Erfahrung. (P.S. ich bin Ingenieur ... peinlich, oder)

Gruß Bernd

Kathrin
10.10.2004, 20:15
Klasse. Du Glücklicher mit einem fähigen Radhändler vor Ort!!!

diddlmaedchen
10.10.2004, 20:15
Und - nach der Aktion mit dem Schraubstock ist jetzt keine neue Kurbel fällig ? :rolleyes: ;)

Brainstormer3
10.10.2004, 20:17
Bei den Preisunterschieden zwischen dem Händler vor Ort und den großen Versendern könnte man schnell zum Schluss kommen, dass die Händler/ Zweiradmechaniker vor Ort überflüssig sind.

Ich will deshalb mal ein Beispiel geben, warum solche erfahrenen Mechaniker meiner Meinung nach sehr sinnvoll sind.

Also...

... an meinem uralt Trekkingrad (ca. 70.000 km), dass ich bei Regen und im Winter bei Streusalz und Schnee benutze, wollte ich die Pedale wechseln. Caramba und das Heißmachen mit einem Brenner haben nichts bewirkt. Die Biester saßen fest und mein 15er Gabelschlüssel war ruiniert.

Mit den abgezogenen Kurbeln natürlich inklusive der Pedale bin ich zum Radhändler hier am Ort. Der ließ mich wie sonst auch in die Werkstatt und ich spannte die Kurbel in den Schraubstock und versuchte mit einem etwas größeren 15er Schlüssel und einem Hammer den Biestern zu Leibe zu Rücken. Ohne Erfolg....

Der Radhändler hat dem "Treiben" schon aus dem Augenwinkel zugeschaut und nahm nun die Sache in die Hand. Zuerst spannte er die Rurbel wieder aus dem Schraubstock aus und klopfte mit dem Hammer von außen auf die Kurbel, an der Stelle, an der das Pedal eingeschraubt ist. Dann kam ein noch etwas längerer 15er Schlüssel aus der Schublade und ohne Hammer hat er die Pedale rausgedreht. Ich war platt und begeistert.

Eigentlich hätte er sich die Sache auch leicht machen können. Nach einem kurzen Blick hätte er ja auch festellen können: Da ist wohl ein neuer Kurbelsatz nötig. Und ich hätte ihm das auch sofort geglaubt.

Fazit: Es geht doch nichts über einen ordentlichen Handwerker mit jeder Menge Erfahrung. (P.S. ich bin Ingenieur ... peinlich, oder)

Gruß Bernd

Ingenieure sind eh die Schlimmsten.Wissen alles besser und haben nur Daumen an den Händen. :D :D :D

Thunderbolt
10.10.2004, 23:06
Und jetzt noch die Erklärung für die Elektrotechniker unter uns:

Stahlschrauben (= Pedalachse) in Aluminiuminnengewinde (Pedalachse) das gibt über kurz oder lang immer fein Korrosion.

Weil wie wir aus dem Chemiebuch wissen: Beim Vorhandensein eines Elektrolyten (Wasser, Salzwasser) geht der Unedlere der Kontaktpartner in Lösung. Wird das ganze öfter mal warm wie bei Stahlschrauben in Aluminiumgehäusen, dann gehts noch schneller.
Also korrodiert sich die Schraube in dem Aluminium fest. Also immer fein Fett drauf, besonders wenn man die Pedale länger drinlassen will. Und nicht sinnlos anknallen.

Die Schlüsselfläche der Pedalachsen sind nicht besonders breit und gute Pedalschlüssel selten. Den Innensechskant in der Achse kann man auch eigentlich vergessen. Also zwei Methoden:

Warmmachen, das Alu dehnt sich schneller als der Stahl. Hat bei Pedalen aber seine Grenzen, weil man ja das Pedal mitsamt Fett, Dichtungen und Kunstoffteilen nicht übel mitspielen will.

Also das Gewinde einmal kräftig prellen, bei Fahrradkurbeln bitte im ausgebauten Zustand, damit das Tretlager nichts abkriegt. Beim Prellen muss immer Masse als wiederstand da sein. Würde die Kurbel auf einen Hartholzklotz und auf den Schraubstock legen. Schöner wird die Kurbel dadurch auch nicht. Das Prellen nützt das Spiel in den Gewindeflanken, die Korrosionsschicht reisst und siehe das das Teil geht auf.

Irgendwelche Zaubermittelchen wie WD40 durchdringen die Korrosion meistens nicht.

Wenn das nichts hilft, hätte ich das Pedal abgeflext und den Gewindebolzenrest rausgebohrt. Bei hochwertigen Kurbeln wäre das auch die einzige Methode.


CU
Ralf (Trotz fehlendem Daumen und Maschinenbaustudium noch schrauberisch begabt)

Windfänger
10.10.2004, 23:17
Kenne Gegengeschichte:

Der Radhändler hat es nicht geschafft, mein Innenlager zum Tausch auszubauen trotz allem nötigen Spezialwerkzeug (Was mir fehlte - es war kein innenverzahntes Patronenlager, sonst hätte ich es ja gleich selbst gemacht) und pneumatischem Hilfsgerät.

Ich aber schon! Durch intelligenten Einsatz von Flex, Rostlöser (Caramba Rasant) statt Kriechöl (WD40, Caramba Super usw.), Schraubstock und dosierter Gewalt!

s.sentials
10.10.2004, 23:39
Da kann ich nur zustimmen. Hab zum Glück auch so einen Händler gefunden.

Schlechte Erfahrungen hab ich mit Händlern von irgendwelchen Ketten gemacht (ZEG zB) - aber die stehen wahrscheinlich mehr unter Profit-Druck.

Opa-Bernie
11.10.2004, 23:58
Ingenieure sind eh die Schlimmsten.Wissen alles besser und haben nur Daumen an den Händen. :D :D :D


Noch besser sind die promovierten Ingeniuere, die können dann noch so schön erklären, warum es nicht gehen kann. Eine gewisse Selbstironie darf an dieser Stelle erlaubt sein, oder. ;) ;) ;)

Zu meiner Rechtfertigung muss ich sagen, dass ich aus der E- und nicht M- Fraktion komme. Also da darf ich schon mal einen Fehler machen.

@diddlemaedchen
Die Kurbel hatte nur kleine Kratzer. Daran war ich aber selbst schuld, weil ich die Alu-Schraubstockbacken vergessen habe. Der "Meister" hat natürlich diesen Mangel auch gleich erkannt und den Fehler behoben.

@Ralf
Schöne Erklärung mit der Elektrokorrosion, der ich nur zustimmen kann. An den Rädern wird ohnehin ein Materialmix betrieben, bei dem Korrosion an der Tagesordnung zu sein scheint. Es fehlt nur noch, dass Kupfer und Bronze für die Teile verwendet. Dann würde es erst richtig gammeln.

Erhitzen und vor dem Einbau ordentlich Fetten habe ich alles gemacht. Wenn man die Teile meiner Meinung nach aber nicht einmal im Jahr ausbaut und bei Streusalz mit Schnee mit dem Rad fährt, hilft zumindest dass Fetten nichts mehr. Das Salz- Wassergemisch scheint auch in die kleinsten Gewindespalten reinzukommen.

Gruß Bernd

Opa-Bernie
12.10.2004, 00:08
Da kann ich nur zustimmen. Hab zum Glück auch so einen Händler gefunden.

Schlechte Erfahrungen hab ich mit Händlern von irgendwelchen Ketten gemacht (ZEG zB) - aber die stehen wahrscheinlich mehr unter Profit-Druck.


Auch diesem Punkt kann ich nur zustimmen. Meiner Meinung leisten viele kleine Zweiradmechaniker solide Arbeit.

Die Mechaniker in den Ketten/ großen Radläden stehen unter enormen Zeitdruck und haben i.d.R. auch keinen Kontakt zum Kunden. So etwas muss nicht zu schlechter Arbeit führen, wird aber häufig dazu führen, dass man der Zeit eine höhere Priorität einräumt als der Qualität der Arbeit.

Gruß Bernd

AndreasIllesch
12.10.2004, 00:08
Fazit: Es geht doch nichts über einen ordentlichen Handwerker mit jeder Menge Erfahrung.

oder über einen wirklich langen pedalschlüssel. :Applaus:

UK_Uli
12.10.2004, 01:09
Wichtig ist bei so was: gutes Werkzeug... Baumarktqualität ist nicht genau.. und du kannst dir schnell die Radteile beschädigen

BlueSteel
12.10.2004, 11:52
Hab Jahrelang mit einem recht einfachen Schraubenschlüssel + Rohr eines alten Sataubsaugers als verlängerung gearbeitet. Nach einem Unfall letzten Winter wollte ich die Pedale vom Schrottreifen Alltagsrad entfernen, dabei hab ich dann den Schraubenschlüssel zerstört. Jetzt hab ich einen etwas längeren speziell fürs Fahrrad, die Pedale hab ich trotzdem nicht abbekommen, aber für die anderen Räder geht's jetzt viel einfacher.

Thunderbolt
12.10.2004, 21:08
Weil wir gerade so schön beim Thema sind:

Weiss jemand einen richtig guten Pedalschlüssel für solche hartnäckigen Fälle?

Habe einen von ELDI glaube ich, sieht richtig gut aus, ist aber breiweich.
Und die anderen sind meistens nur gestanzt, das kann ja nix sein.

Oder muss man sich aus einem guten 15er Gedore- oder HazetSchlüssel einen rausschleifen?

CU
Ralf

Opa-Bernie
12.10.2004, 21:23
Weil wir gerade so schön beim Thema sind:

Weiss jemand einen richtig guten Pedalschlüssel für solche hartnäckigen Fälle?

Habe einen von ELDI glaube ich, sieht richtig gut aus, ist aber breiweich.
Und die anderen sind meistens nur gestanzt, das kann ja nix sein.

Oder muss man sich aus einem guten 15er Gedore- oder HazetSchlüssel einen rausschleifen?

CU
Ralf


Meiner Meinung nach müßte ein solches Werkzeug ein recht breites "Gabelmaul" haben, damit die Kraft auf die Werkzeugflanken und auf die Pedalachse klein bleiben.

Meinen Pedalschlüssel habe ich übrigens nicht im Baumarkt oder gar bei Aldi/ Lidl gekauft sondern in einem spezilaisierten Werkzeugladen.

Ich bin auch davon überzeugt, dass man nicht alles mit gutem Werkzeug lösen kann sondern auch ein paar Tricks aus der Praxis braucht, die keiner aufschreibt, sondern die nur in einer ordentlichen Lehre oder durch Mundpropaganda vermittelt werden.

Vor Urzeiten hat mir z.B. ein Flugzeugmechaniker bei der Demontage eines Motorgehäuses eines Motorrades geholfen. Er hat vor dem ersten Schraubversuch erst einmal den Schrauben einen kleinen axialen bis leicht schrägen Schlag mit dem Hammer verpaßt. Ohne diesen Trick wären mir sonst bestimmt die langen Schraben im Motorblock abgerissen oder der Schraubenkopf wäre im A-rsch gewesen.

Gruß Bernd

Proracer
12.10.2004, 22:13
... und wenn sie nicht gestorben sind. Fakt ist leider, dass der größte Teil der Radhändler ziemlich ahnungslos sind und sich auch mehr auf Alltagsräder verstehen. Da muss man schon richtig Glück haben, einen guten Schrauber zu finden. Ausnahmen bestätigen die Regel. Deshalb sage ich mir, selbst ist der Mann. Denn so ein kompliziertes Wunderwerk der Technik sind das Fahrrad und seine Komponenten nun auch wieder nicht. Mit der richtigen Literatur und etwas Geduld kann aus der Schrauberei sogar ein wunderschönes Hobby werden.

Kathrin
12.10.2004, 22:21
was sagte Klacks (Ernst Leverkus; Legende bei Motorradfahrern) schon vor vielen Jahren: gute Werkstätten sind Oasen!!

Thunderbolt
12.10.2004, 23:04
Von diesem Tag an begann ich, jeden entbehrliche Mark in gutem Werkzeug anzulegen, denn mir wurde klar, daß die Ansichten des Handels sehr oft entgegen den Ansichten der Kunden stehen würden, daß man darum die Schlosserpraxis höchtswahrscheinlich auch in großen Gegensätzen erleben könnte.

Ernst Leverkus, Meine Motorräder, 1986

Oder auch lesenswert
Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten, Rober M. Pirsig

siggi
12.10.2004, 23:13
Fest sitzende Pedale???
Wenn das Pedal so wie so Schrott ist, den Pedalkäfig zerstören, Pedalachse in den Schraubstock spannen und die Kurbel als Hebel benutzen. Beim Gewinde prellen immer auf die Pedalachse mit einem stumpfen Dorn schlagen (Kurbel unterlegen), niemals auf die Kurbel. Beim warm machen nur an zwei gegenüberliegenden Punkten erwärmen niemals den gesammten Umfang.
Coca Cola ist ein guter Rostlöser durch die, darin enthaltenen, Phosphate.

Opa-Bernie
13.10.2004, 00:14
... ich wollte noch einmal auf mein ursprüngliches Anliegen zurückkommen. Mein Aussage war, dass man sich ohne Menschen/ Erfahrungen/ Beziehungen bei solchen Reparaturarbeiten schwer tut. Ein neues oder durch Pflege verwöhntes Fahrrad macht meist keine Probleme. Aber ein Alltagsrad, dass achtlos bei Wind, Regen, Schnee und Salz seinen Arbeit verrichten muss, zeigt meist doch ganz andere Gebrauchsspuren als die Edelrenner, die vielleicht (wie meins) noch im Schlafzimmer geparkt werden.

Versender können diese Erfahrungslücke nicht schließen. Vielleicht sind solche Foren wie das Tour-Forum zukünftig die Drehscheibe für diese Art von Informationsaustausch. Denn eins ist wohl sicher: Keiner kann von allem detaillierte Ahnung haben. Und dass ist wiederum "erfrischend" und menschlich zugleich. Erfahrungen und Wissen ist viel wert und bisher kaum durch "neue Geschäftformen" wie Internetvertrieb zu ersetzen sind.

Gruß Bernd

pinguin
13.10.2004, 07:53
Dann nutze ich mal eben schnell euren Erfahrungsschatz: Was brauche ich für Werkzeug, um ein Innenlager zu öffnen? Das Lager ist von Shimano, vielleicht 15 Jahre alt und hat in Fahrtrichtung gesehen links einen Ring/Deckel mit gleichmäßig verteilten Nuten. Rechts dagegen einen Ring/Deckel (Oder heißt das Lagerschale oder wie oder was?) mit zwei gegenüberliegenden Abflachungen. So, als ob da ein schmaler Schraubenschlüssel mit riesen Maulweite passen müsste.

Hoffe, ihr versteht, was ich meine?

Und zweite Baustelle: Weiß einer die Maulweite von Mutter und Kontermutter eines klassischen Steuersatzes für Schaftvorbauten?

Das Innenlager ist das (vorletzte?) Geheimnis am Rad, das ich noch nicht gelüftet habe. Da ich jetzt ein demontiertes Rad im Keller stehen habe, bei dem eh nix mehr am Innenlager kaputt zu machen ist, möchte ich es öffnen, um zu sehen, wie man das macht.

Gruß
p.

Kathrin
13.10.2004, 07:57
Und zweite Baustelle: Weiß einer die Maulweite von Mutter und Kontermutter eines klassischen Steuersatzes für Schaftvorbauten?
30/32/34/36 Maulweiten können es sein. Kommt auf den Vorbau an.

Innenlager: da braucht man einen anderen Schlüssel als heutzutage.

pinguin
13.10.2004, 07:59
30/32/34/36 Maulweiten können es sein. Kommt auf den Vorbau an. *reich den Schlüssel rüber*

Ja sauber... Können die nicht mal was einheitlich machen? Wollt heut' mal eben in der Stadt Werkzeug kaufen gehen... Muss ich mir vorher wohl einen Messschieber organisieren. Das Radl hab' ich ja dabei...

Prince 62
13.10.2004, 12:15
Mal wieder was zum Thema. Auch ich lege auf eine gute Werkstatt in der Umgebung viel Wert, hatte gerade gestern nach 6 km Pech, der Schaltzug gerissen, schnell zum Händler und neu gekauft am Abend eingebaut, jetzt kann ich wieder auf die Piste.

Werde mein Pinarello diesen Winter auf Ultegra 10-fach umrüsten und dies ebenfalls vom Händler erledigen lassen, da kommen wir beide auf unseren Vorteil, ich habe eine richtig und korrekt eingebaute Schaltgruppe und mein Händler kommt besser über den Winter und verdient auch was dabei.

Auch wenns ein bißchen teurer als vom Versender werden wird, das ist es mir wert.

Da bleibt die Verbindung auch in der Zukunft bestehen.

Windfänger
13.10.2004, 12:31
Dann nutze ich mal eben schnell euren Erfahrungsschatz: Was brauche ich für Werkzeug, um ein Innenlager zu öffnen? Das Lager ist von Shimano, vielleicht 15 Jahre alt und hat in Fahrtrichtung gesehen links einen Ring/Deckel mit gleichmäßig verteilten Nuten.
Das wird vermutlich nur der Konterring sein. Den kanns Du mit Hammer und Meissel runterschlagen (Richtung "normal"). Schwieriger wird die
Schale selbst. Ich musste da bei mit der Flex bei gehen um mehr Angriffsfläche zu schaffen.


Rechts dagegen einen Ring/Deckel (Oder heißt das Lagerschale oder wie oder was?) mit zwei gegenüberliegenden Abflachungen. So, als ob da ein schmaler Schraubenschlüssel mit riesen Maulweite passen müsste.
So wie auf dem Bild rechts? Das war früher usus. Da gibt es auch Spezialschlüssel für, z.B. Parktool HCW4.



Und zweite Baustelle: Weiß einer die Maulweite von Mutter und Kontermutter eines klassischen Steuersatzes für Schaftvorbauten?
Da gibt es verschiedene, 30mm, 32mm, 36mm, 40mm...
Mein Steuersatzschlüssel hat jedenfalls vier verschiedene Griffweiten.
32mm ist bei 1" Gewindegabeln glaube ich am üblichsten. Hast Du keinen Messschieber?



Das Innenlager ist das (vorletzte?) Geheimnis am Rad, das ich noch nicht gelüftet habe. Da ich jetzt ein demontiertes Rad im Keller stehen habe, bei dem eh nix mehr am Innenlager kaputt zu machen ist, möchte ich es öffnen, um zu sehen, wie man das macht.
Na dann viel Spass. Und immer daran denken, bei BSA-Gewinde lösen sich die Schalen in Tretrichtung, also links "normales" Gewinde und rechts andersherum. Macht zwar auf den ersten Blick keinen Sinn, ist aber so!

Veloce
13.10.2004, 12:43
Dann nutze ich mal eben schnell euren Erfahrungsschatz: Was brauche ich für Werkzeug, um ein Innenlager zu öffnen? Das Lager ist von Shimano, vielleicht 15 Jahre alt und hat in Fahrtrichtung gesehen links einen Ring/Deckel mit gleichmäßig verteilten Nuten. Rechts dagegen einen Ring/Deckel (Oder heißt das Lagerschale oder wie oder was?) mit zwei gegenüberliegenden Abflachungen. So, als ob da ein schmaler Schraubenschlüssel mit riesen Maulweite passen müsste.

Hoffe, ihr versteht, was ich meine?

Und zweite Baustelle: Weiß einer die Maulweite von Mutter und Kontermutter eines klassischen Steuersatzes für Schaftvorbauten?

Das Innenlager ist das (vorletzte?) Geheimnis am Rad, das ich noch nicht gelüftet habe. Da ich jetzt ein demontiertes Rad im Keller stehen habe, bei dem eh nix mehr am Innenlager kaputt zu machen ist, möchte ich es öffnen, um zu sehen, wie man das macht.

Gruß
p.

Für die rechte Lagerschale des alte Shimano Innenlagers gibt es ein preiswertes Taxc Werkzeug .
Das ist ein Aufsatz für den 36 mm Zweiflach bzw Schlüsselfläche den du außen aufsetzt und der
in der Mitte ein Gewinde hat . In dieses Gewinde wird von der linken Seite ( Lagerschale , Welle
und Kugelringe müssen schon demontiert sein ) der Gegenhalter eingeschraubt . So befestigt
kannst du auf das am Aufsatz angebrachte Flacheisen eine Verlängerung aufsetzen oder mit einen kurzen trocknen Hammerschlag die Lagerschale ( im Uhrzeigersinn ) lösen . Der Sch...... sitzt meistens ziemlich fest .
Linke Kontermutter entweder mit Hakenschlüssel ( gibt`s für verschiedene Durchmesser )
oder Gelenk Hakenschlüssel oder guter Knipex Rohrzange ( linksrum ) lösen .

Schlüsselweite für 1" Gewindesteuersatz ist üblicherweise 32 mm bei billigen Rädern auch mal
30 mm . Taxc hat da ganz brauchbare Steuersatzschlüssel .

pinguin
13.10.2004, 12:49
@Windfänger: So wie auf dem Bild rechts.

@Veloce: Danke! Das hilt mir sehr!

p.