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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Scheibenbremse Magura



Pit
15.10.2004, 18:58
ist zwar nicht das MTB-Forum aber ich denke auch hier sind genügend Mountainbiker. Ich wollte mir ein neues Moutainbike mit Scheibenbremse kaufen. Standardmässig dran ist die neue 2005 Julie. Ich bin am Überlegen ob ich statt der Julie die Magura-Louise nehmen soll. Wie sind eure Erfahrungen. Lohnt sich der Aufpreis.

Kranich
15.10.2004, 19:00
ist zwar nicht das MTB-Forum aber ich denke auch hier sind genügend Mountainbiker. Ich wollte mir ein neues Moutainbike mit Scheibenbremse kaufen. Standardmässig dran ist die neue 2005 Julie. Ich bin am Überlegen ob ich statt der Julie die Magura-Louise nehmen soll. Wie sind eure Erfahrungen. Lohnt sich der Aufpreis.


Ich halte gar nichts mehr von Scheibenbremsen! Nimm ne gescheite V-Brake zB die HS33 von Magura da bist du besser mit bedient! ;)

poki
15.10.2004, 19:03
Ich halte gar nichts mehr von Scheibenbremsen! Nimm ne gescheite V-Brake zB die HS33 von Magura da bist du besser mit bedient! ;)
Da hast Du aber auch sowas von Recht!! Als ich mein Giant-MTB hatte, waren da erst die Giant-Scheibenbremsen dran, die ich dann gegen Magura Julie getauscht habe. Das war wie "vom Regen in die Traufe"; es wurde sogar schlimmer. Es hat nur noch gezwitschert, gequietscht, gezischt und gepfiffen. Sowas von nervig!! Da kannst Du jeden Tag dransitzen und Beläge nachstellen. Die automatische Belagnachstellung war auch für´n Ar***...
Aber: andere haben sicher andere Erfahrungen gemacht.

Kranich
15.10.2004, 19:07
Ich fahre die Magura Marta SL! Schweine teuer und bringt nichts (nagut besere Bremsleistung bei Nässe!). Ich habs schon mal erwähnt ich wechsel die Belege Halbjährlich und die Scheiben jährlich macht alles in allem €150 an folgekosten pro Jahr bei einer Fahrleistung von etwa 1.500 km und 30.000Hm mit dem Bike!
Ich bereue es das mein Bike keine anlötstellen für ne V-Brake hat sonst könntest Du meine Magura Marta kaufen!

Edit: Was ich vergessen habe zu erwähnen: die einstellarbeiten nach nem Platten im Wald ist die Krönung!!! Da lob ich mir die guten alten V-Brakes aushängen - einhängen ein bischen nach rechts ein bichen nach links: passt! Bei der Scheibe dauert der reifenwechsel 5 minuten und das einstellen ne 3/4 Stunde! :ybel:

roadrunner77
15.10.2004, 19:33
ist zwar nicht das MTB-Forum aber ich denke auch hier sind genügend Mountainbiker. Ich wollte mir ein neues Moutainbike mit Scheibenbremse kaufen. Standardmässig dran ist die neue 2005 Julie. Ich bin am Überlegen ob ich statt der Julie die Magura-Louise nehmen soll. Wie sind eure Erfahrungen. Lohnt sich der Aufpreis.


wer baut die bremsen dran? du oder der händler?

Pit
15.10.2004, 19:43
wer baut die bremsen dran? du oder der händler?

Wird vom Händler gemacht. Ich hoffe mal das er genügend Erfahrung und das richtige Werkzeug hat. Denn ich denke die Montage der Scheibenbremse ist wesentlich schwieriger und wenn sie nicht richtig montiert ist hat man wohl wirklich keine Freude dran.

Ich wollt hier eigentlich keine Grundsatzdiskussion über Scheibenbremsen (ist in etwa das gleiche als wenn ich Frage: Was haltet ihr vom GP300). Ich wollte nur mal Erfahrungswerte bezüglich der Bremskraft und der Haltbarkeit.

ritzeldompteur
15.10.2004, 19:45
(sehr) viele erfahrungswerte wirst du wohl kriegen, wenn du im IBC-forum in der suckfunktion louise oder julie eingibts (hab ich auch schon gemacht, hast du was zu lesen für diese nacht :D ) ...

Pit
15.10.2004, 19:56
Da hab ich schon geschaut. Aber dort wird die Julie ja geradezu niedergemacht. Im gossen und ganzen hab ich eh das Gefühl das die dort nicht allzu viel von Magura halten. Aber da gehen die Meinung wie bei vielen weit Ausseinander.

Ich hab mich nach längerem Überlegen dazu entschlossen eine Disk zu kaufen. Wollte dann aber doch eine haben, die eben speziell bei nässe und Dreck auch noch richtig arbeitet. Denn sonst kann ich mir gleich V-Brakes kaufen. Denn bei Trockenheit funktionieren die mit entsprechenden Belägen gut genug.

greyscale
15.10.2004, 20:04
Referenz vorweg: Ich habe die 04er Julie (ohne gewellte Scheiben). Würde ich wieder nehmen. Bremsen wie Tier, Verschleiß ist erträglich, so 2000 km hält ein hinterer Belag, der vordere länger.

Die Julie ist ein bißchen schwerer als die "besseren" Magura-Scheiben, ich hatte im Sommer ein Pärchen Louise FR zu einem Superpreis in der Hand. Aber, ehrlich gesagt, sollte die besser bremsen, hätte ich Angst davor;).

Ach ja, unter gar keinen Umständen Shimano-Scheiben kaufen. Da scheinen die Beläge so etwa 600 km zu halten.

P.

ritzeldompteur
15.10.2004, 20:11
wieso hält ein vorderer länger als ein hinterer? normalerweise bremst man doch vorne stärker ... oder sind da andere beläge drin?

Kadikater
15.10.2004, 20:44
wieso hält ein vorderer länger als ein hinterer? normalerweise bremst man doch vorne stärker ... oder sind da andere beläge drin?


nö, sind keine anderen beläge drinne. beim mtb arbeitet man viel, gerade im schweren gelände mit der hinteren bremse, durch gewichtsverlagerung. ansonsten geht halt übern lenker oder das vorderrad geht einem abhanden.

gruss

karsten

Helius
16.10.2004, 10:07
Die Frage Scheibe oder V-Brake stellt sich bei Mountainbikes heute nicht mehr.
Eine Magura LouiseFR 2004 ist mit Abstand die beste Bremse für Mountainbikes, kein vergleich zu einer V-Brake.
Wer sagt er hätte lieber eine V-Brake anstatt einer Scheibenbremse der neuen Generation hat entweder von Mountainbikes null Ahnung oder ein so schlechtes Fahrkönnen das eine V-Brake auch ausreicht.
Kauf dir eine Magura LouiseFR 2004 und du wirst begeistert sein.

Toni
16.10.2004, 10:23
Die Frage Scheibe oder V-Brake stellt sich bei Mountainbikes heute nicht mehr.
Eine Magura LouiseFR 2004 ist mit Abstand die beste Bremse für Mountainbikes, kein vergleich zu einer V-Brake.
Wer sagt er hätte lieber eine V-Brake anstatt einer Scheibenbremse der neuen Generation hat entweder von Mountainbikes null Ahnung oder ein so schlechtes Fahrkönnen das eine V-Brake auch ausreicht.
Kauf dir eine Magura LouiseFR 2004 und du wirst begeistert sein.

Liebes Helium
Da lehnste dich aber ganz schön weit aus dem Fenster.Deiner Aussage nach kann also jeder, der keine Scheibe fährt auch nicht MTB fahren.
Lass mal etwas Helium ab, dann klappt´s auch mit dem Denken wieder. ;)

TiVo
16.10.2004, 10:40
Die Frage Scheibe oder V-Brake stellt sich bei Mountainbikes heute nicht mehr.
Eine Magura LouiseFR 2004 ist mit Abstand die beste Bremse für Mountainbikes, kein vergleich zu einer V-Brake.
Wer sagt er hätte lieber eine V-Brake anstatt einer Scheibenbremse der neuen Generation hat entweder von Mountainbikes null Ahnung oder ein so schlechtes Fahrkönnen das eine V-Brake auch ausreicht.
Kauf dir eine Magura LouiseFR 2004 und du wirst begeistert sein.
Das (http://www.cyclingnews.com/photos/2004/olympics04/men_mtb/AbsaloncloseOG804-008.jpg) stimmt (http://www.cyclingnews.com/photos/2004/olympics04/men_mtb/HermidaOG804-011.jpg)!!!

ritzeldompteur
16.10.2004, 11:16
Die Frage Scheibe oder V-Brake stellt sich bei Mountainbikes heute nicht mehr.
Eine Magura LouiseFR 2004 ist mit Abstand die beste Bremse für Mountainbikes, kein vergleich zu einer V-Brake.
Wer sagt er hätte lieber eine V-Brake anstatt einer Scheibenbremse der neuen Generation hat entweder von Mountainbikes null Ahnung oder ein so schlechtes Fahrkönnen das eine V-Brake auch ausreicht.
Kauf dir eine Magura LouiseFR 2004 und du wirst begeistert sein.


:lol:


irgendwie kommt da so der tenor der mountain-bike-zeitschrift durch, die ja immer wieder darauf hinweist, daß man ohne disc schon gar nimmer aus dem haus gehen sollte :eek:


im ernst: beide systeme haben ihre spezifischen vor- und nachteile, keine ist überall besser als die andere, auch wenn du das jetzt nicht glaubst.
daher muß jeder selber entscheiden, welches system für seine einsatzzwecke, etc am besten geeignet ist.

Kranich
16.10.2004, 12:05
Die Frage Scheibe oder V-Brake stellt sich bei Mountainbikes heute nicht mehr.
Eine Magura LouiseFR 2004 ist mit Abstand die beste Bremse für Mountainbikes, kein vergleich zu einer V-Brake.
Wer sagt er hätte lieber eine V-Brake anstatt einer Scheibenbremse der neuen Generation hat entweder von Mountainbikes null Ahnung oder ein so schlechtes Fahrkönnen das eine V-Brake auch ausreicht.
Kauf dir eine Magura LouiseFR 2004 und du wirst begeistert sein.


Muahhhhhh! Schenkelklopfer! Wenn Du groß bist erzähle ich Dir mal wie, was und wo ich Bike! :2up:

greyscale
16.10.2004, 12:19
Aber wir können uns darauf verständigen, dass eine hydraulische Bremse besser zu dosieren ist als eine mit Seilzug, oder?

P.

Kranich
16.10.2004, 12:24
Aber wir können uns darauf verständigen, dass eine hydraulische Bremse besser zu dosieren ist als eine mit Seilzug, oder?

P.


Meinst Du mich? :confused: Ich würde auch keine V-Brake mit Seilzug haben wollen die HS33 ist auch eine hydraulische Bremse. Für die Scheibe spricht nur noch die Bremskraftentfaltung und das bessere Stehvermögen der Bremsanlage bei Matsch und Schnee.

Edit: was aber nicht die Mehrkosten rechtfertigt!

greyscale
16.10.2004, 12:48
Mein Brüderchen hat die Magura Blue (Vorläufer(?) der HS-33am Cannondale. Vom Bremsgefühl fand ich das so überragend, dass ich am Geländegänger auch unbedingt was hydraulisches haben wollte.

Es sind halt Scheiben geworden, an meinem Mounty waren die Julies dran;).

Die Julies sind übrigens kaum teurer als die HS 33. Allerdings im Unterhalt, da ist die 33er mit Sicherheit überlegen.

P.

thkolz
16.10.2004, 12:56
Ich hab an meinem MTB die Magura Clara 03. Die ist jetzt nicht mehr im Programm und war zwischen Julie und Louise angesiedelt.

Ich würde mir nur noch Scheibenbremsen kaufen. Super Verzögerung und der Verschleiß hält sich auch in Grenzen. Wenn es nass ist und V-Brakes nur noch Quietschtöne von sich geben, da bremst meine Bremse noch super...

Das Einzige, was für eine V-Brake spricht, ist das Gewicht, aber das kann man vernachlässigen, denke ich.

Habe das Teil übrigens selbst eingebaut (ohne Fräsarbeiten etc.) und hatte noch nie Probleme. Auch beim Reifenwechsel nicht. Rad rein - bremsen - lösen - bremsen - weiterfahren...

Kranich
16.10.2004, 13:03
Mein Brüderchen hat die Magura Blue (Vorläufer(?) der HS-33am Cannondale. Vom Bremsgefühl fand ich das so überragend, dass ich am Geländegänger auch unbedingt was hydraulisches haben wollte.

Es sind halt Scheiben geworden, an meinem Mounty waren die Julies dran;).

Die Julies sind übrigens kaum teurer als die HS 33. Allerdings im Unterhalt, da ist die 33er mit Sicherheit überlegen.

P.

Ich wollte damals auch unbedingt Scheiben haben! Jeder Hersteller hatte an den Topmodellen nur Scheiben dran und das Zeug wurde unendlich hochgelobt. In diesem Jahr hatten die meisten Ihre Topmodelle wieder mit V-Brakes ausgestattet. Seltsam!
Naja die Scheibenbremsen sind ja nicht so schlecht wenn Du im nahegelegenen Wald rumgondelst. Ich würde nicht mehr mit ner Scheibenbremse eine Alpenüberquerung fahren bzw. dort fahren wo ich keine Möglichkeiten habe kurzfristig an Ersatzteile für das tolle Teil zu kommen!

@thkolz: was heißt für dich der verschleiß hält sich in grenzen??? Mach mal genauere Angaben!

michl
16.10.2004, 13:05
Also Helius hat bei Gott keine Unwahrheiten geschrieben (bis auf das mangelnde Fahrkönnen, der mit V-Brakes zurechtkommt..).
Fakt ist, dass eine V-Brake mit Scheibenbremsen heute nicht mehr zu vergleichen ist. Vorteile für V-Brakes sind nur mehr das geringere Gewicht (wobei hier der Unterschied auch nicht mehr allzu groß auffällt) und die deutlich geringeren Anschaffungskosten.
Ansonsten sind es zwei Welten.
Eine gut eingestellte Scheibenbremse (fast egal von welchem Hersteller) hat Vorteile bei Nässe, bei Trockenheit, bei einer Deformation der Felge, sekundenschneller Ausbau des Laufrades, evtl. Fading (Nachlassen der Bremskräfte bei längeren Abfahrten) tritt kaum auf, geringe Handkräfte, ...
Eine HS33 ist wohl ein akzeptabler Mittelweg, allerdings auch schon in die Jahre gekommen und nicht mehr günstiger und leichter als eine
Scheibenbremse.

Eine Julie könnte ich schon empfehlen, eine Louise ebenso, schau dich aber evtl. nach einer Hayes umd, die auch nicht merklich teurer ist. Oder vielleicht nach anderen herstellern ala Grimecca. Hope ist wohl Klassensieger in allen Bereichen, allerding sehr teuer.

Wer sich heute noch als ambitionierter Mountainbiker V-Brakes zulegt, ist entweder Purist oder Gewichts-Fetischist..

Kranich
16.10.2004, 13:18
Also Helius hat bei Gott keine Unwahrheiten geschrieben (bis auf das mangelnde Fahrkönnen, der mit V-Brakes zurechtkommt..).
Fakt ist, dass eine V-Brake mit Scheibenbremsen heute nicht mehr zu vergleichen ist. Vorteile für V-Brakes sind nur mehr das geringere Gewicht (wobei hier der Unterschied auch nicht mehr allzu groß auffällt) und die deutlich geringeren Anschaffungskosten.
Ansonsten sind es zwei Welten.
Eine gut eingestellte Scheibenbremse (fast egal von welchem Hersteller) hat Vorteile bei Nässe, bei Trockenheit, bei einer Deformation der Felge, sekundenschneller Ausbau des Laufrades, evtl. Fading (Nachlassen der Bremskräfte bei längeren Abfahrten) tritt kaum auf, geringe Handkräfte, ...
Eine HS33 ist wohl ein akzeptabler Mittelweg, allerdings auch schon in die Jahre gekommen und nicht mehr günstiger und leichter als eine
Scheibenbremse.

Eine Julie könnte ich schon empfehlen, eine Louise ebenso, schau dich aber evtl. nach einer Hayes umd, die auch nicht merklich teurer ist. Oder vielleicht nach anderen herstellern ala Grimecca. Hope ist wohl Klassensieger in allen Bereichen, allerding sehr teuer.

Wer sich heute noch als ambitionierter Mountainbiker V-Brakes zulegt, ist entweder Purist oder Gewichts-Fetischist..


naja ne Magura Marta war auch nicht wirklich preiswert seinerzeit. aber dafür auch die leichteste im Magura Angebot. Die Anschaffungskosten sind mir egal wenn ich ein vernünftiges System bekomme! Und das bekomme ich nicht mit der Scheibenbremse!
Die Scheiben rasseln, die Bremszylinder hängen einseitig abwechselnd vo, ht. fest, (der Verschleiß ist extrem hoch - wobei das nebensächlich ist da ich ja auch einen extremen Nutzen mit dem Bike habe!), der Öldruck nimmt soweit ab das die Bremsgriffe am Lenker anliegen oder 2-3 mal gepumpt werden muß bis gescheite Zugkraft vorhanden ist. Ich habe das Rad jetzt bei 3 Händlern gehabt die alle die Bremse neu eingestellt, entlüftet haben( einer auch neu belegt hat) und die Probleme sind nach 2-3 Fahrten wieder da. :ybel:

Helius
16.10.2004, 13:38
Ich glaube das es für dich wirklich besser ist mit V-Brakes oder einer hydraulischen Felgenbremse zu fahren.
Für alle anderen halte ich eine Scheibenbremse für die weitaus bessere Bremse, da einfach besser zu dosieren ist und noch dazu deutlich mehr Bremskraft hat.

Kranich
16.10.2004, 13:45
Ich glaube das es für dich wirklich besser ist mit V-Brakes oder einer hydraulischen Felgenbremse zu fahren.
Für alle anderen halte ich eine Scheibenbremse für die weitaus bessere Bremse, da einfach besser zu dosieren ist und noch dazu deutlich mehr Bremskraft hat.


ja ja du wirst es schon wissen!

TiVo
16.10.2004, 13:57
Ich glaube das es für dich wirklich besser ist mit V-Brakes oder einer hydraulischen Felgenbremse zu fahren.
Für alle anderen halte ich eine Scheibenbremse für die weitaus bessere Bremse, da einfach besser zu dosieren ist und noch dazu deutlich mehr Bremskraft hat.
Beide Bremstypen haben unbestrittene Vor- aber auch Nachteile!
+ Scheibe: Die Scheibe ist kräftig und schwerer durch Schmutz und Schnee zu beeindrucken.
- Scheibe: Sie ist teuer, relativ schwer, belastet Gabel und Speichen stärker und hat eine aufwendige Technik, welche im Falle eines Falles ohne Werkstatt nicht zu reparieren ist.

+ V-Brake: Leichter, simpel, preiswert, fast immer sehr gute Bremsleistung, belastet Speichen und Gabel viel weniger
- V-Brake: bremst nicht so brachial, anfälliger bei Eis und Schnee, zerraspelt die Felge

+ HS33: recht leicht, unverwüstlich, sehr gute Bremsleistung
- HS33: zerraspelt die Felge, anfälliger bei Eis und Schnee

Wer was braucht ist und bleibt vom Einzelfall abhängig. Wer mit dem MTB durch die Karpaten will, nimmt wohl lieber keine Scheibe, die Händlerdichte dort ist überschaubar.

Andere mögen sie nicht missen.

Jedem wie er denkt, bremsen kann man, vernünftige Einstellung vorausgesetzt, mit allen Bremsen!

Karoo
16.10.2004, 13:58
abfällige Äußerungen in Punkto V-Brakes und Fahrkönnen sind einfach voll daneben und gehen in Richtung Pubertäts-Schublade. :ybel:
Bin selber Purist und fahre seit 90zig MTB. Ich habe mich schon oft darüber amüsiert, wenn meinen Kumpels die blanke Verzweiflung im Gesicht stand, wenn wieder mal was an der Scheibe nicht funktionierte...

michl
16.10.2004, 14:07
Und das bekomme ich nicht mit der Scheibenbremse!
Die Scheiben rasseln, die Bremszylinder hängen einseitig abwechselnd vo, ht. fest, (der Verschleiß ist extrem hoch - wobei das nebensächlich ist da ich ja auch einen extremen Nutzen mit dem Bike habe!), der Öldruck nimmt soweit ab das die Bremsgriffe am Lenker anliegen oder 2-3 mal gepumpt werden muß bis gescheite Zugkraft vorhanden ist. Ich habe das Rad jetzt bei 3 Händlern gehabt die alle die Bremse neu eingestellt, entlüftet haben( einer auch neu belegt hat) und die Probleme sind nach 2-3 Fahrten wieder da. :ybel:

Nun, die Bremsscheibe ist mit Torx-Schrauben an der Nabe angeschraubt-diese Schrauben festzuziehen beseitigt ein etwaiges "rasseln", falls ein Bremszylinder festhängt, liegt evtl. eine Passungenauigkeit vor, die unbedingt vom Hersteller behoben werden muss. Magura ist hier sehr kulant..
Für extreme Beanspruchung gibt es spezielle Beläge und falls der Öldruck abnimmt, da Luft im geschlossenen System ist und dies kein MTB-Mechaniker beheben kann, würde ich überlegen selbst Hand anzulegen..

Sicherlich sind Probleme an einem komplexeren System schwieriger selbst zu beheben, allerdings überwiegen die Vorteile an einem hydraulischen System..

Kranich
16.10.2004, 14:19
Nun, die Bremsscheibe ist mit Torx-Schrauben an der Nabe angeschraubt-diese Schrauben festzuziehen beseitigt ein etwaiges "rasseln",
nur kurzfristig!


falls ein Bremszylinder festhängt, liegt evtl. eine Passungenauigkeit vor, die unbedingt vom Hersteller behoben werden muss. Magura ist hier sehr kulant..
ist keine passungenauigkeit sondern standard! Läßt sich beheben in dem man den losen kolben zurückhält und die bremse betätigt! das löst den festen kolbe und wird auch auf der Magura HP so beschrieben!


Für extreme Beanspruchung gibt es spezielle Beläge
...sind die organischen beläge von Magura drauf. fremdhersteller werde ich nicht verwenden da das die kulanz einschränkt!


und falls der Öldruck abnimmt, da Luft im geschlossenen System ist und dies kein MTB-Mechaniker beheben kann, würde ich überlegen selbst Hand anzulegen..

...ja klar: ich fahre mit einem funktionsfähigem system los und habe während der ersten Ausfahrt druckverlust irgendwo im Wald am A.rsch der Welt. Da reicht es schon unterwegs den hängenden kolben zu lösen!


Sicherlich sind Probleme an einem komplexeren System schwieriger selbst zu beheben, allerdings überwiegen die Vorteile an einem hydraulischen System..

Fakt ist das ich mein bike sicherlich extrem Beanspruche aber keinen Wettkämpfen aussetze (was eine noch höhere Beanspruchung bedeuten würde!)
Fakt ist auch das wenn ich alle Ersatzteile am Bike (inklusive Ketten, Ritzel, Kettenblätter und Schaltwerk) berücksichtige ist und bleibt die Scheibenbremse das teuerste System am Rad was einen äußerst hohen Ersatzteilverschleiß hat!

pinguin
16.10.2004, 16:25
Die Frage Scheibe oder V-Brake stellt sich bei Mountainbikes heute nicht mehr.
Eine Magura LouiseFR 2004 ist mit Abstand die beste Bremse für Mountainbikes, kein vergleich zu einer V-Brake.
Wer sagt er hätte lieber eine V-Brake anstatt einer Scheibenbremse der neuen Generation hat entweder von Mountainbikes null Ahnung oder ein so schlechtes Fahrkönnen das eine V-Brake auch ausreicht.
Kauf dir eine Magura LouiseFR 2004 und du wirst begeistert sein.

So einen Mumpitz habe ich schon ganz lange nicht mehr gelesen. Ich kenne mindestens einen, der fährt mit einer Cantibremse oder V-Brake immer noch besser als viele, viele andere Menschen mit irgendwas am Rad. Der lacht sich reglmässig einen Ast über die Technikverliebtheit der Hobby-Biker.

Persönlich bin ich kein Freund von Scheibenbremsen am MTB. Felgenbremsen reichen völlig. Das Gelände anständig lesen und konseqent fahren und nicht dauernd bremsen.

p.

Stoenggi
16.10.2004, 17:06
Ich spiele im Moment auch mit dem Gedanken, ein neues MTB anzuschafen.
Zur Zeit fahre ich ein Freeride MTB (also Fully), 4-Gelenker etc. mit V-Brakes. Ich werde mir beim neuen aber wieder ein Fixie holen, da ich eigentlich nie extremst Downhillen gehe (und wenn, dann kann ich noch immer das Freeride MTB nehmen). Ich fahre mit dem Ding aber oft im Winter, Schnee teilweise bis rauf zur Nabe. Da ists halt schon schei**** wenn ich mal bremsen muss, die Felge warm wird, dann gefriert das Wasser auf den Flanken und bei der naechsten Bremsung gehts dann ab in den Acker, weil einfach nichts mehr bremste...
Allerdings werde ich mit dem MTB im naechsten Sommer auch mal durch die Alpen fahren (Mehrtagestour), da will ich schon eher ein leichtes Rad, ergo keine Scheibenbremsen. Darum denke ich, dass ich mir beim neuen Rad Hydraulische Felgenbremsen und keine Tubeless kaufen werde, da ich mir von denen die bessere Wartbarkeit im Pannenfall erwarte. BTW: Wuerden die Scheibenbremsen nicht auch einfrieren und dadurch die Bremsleistung verlieren?

ritzeldompteur
16.10.2004, 17:09
Da ists halt schon schei**** wenn ich mal bremsen muss, die Felge warm wird, dann gefriert das Wasser auf den Flanken und

die logik kapier ich nicht :confused:

Stoenggi
16.10.2004, 17:14
Wollts kurz darstellen :ü

Ich fahre einen verschneiten Feldweg runter und muss ab und am bremsen. Beim Bremsen wird die Felge ja warm, also schmilzt der Schnee kurzfristig. Anschliessend gehe ich wieder von der Bremse runter, geht aber noch immer abwaerts. Unten kommt so eine "T" Kreuzung, geht also nur links oder rechts, nach einer kleinen Kurve, so dass ich das nicht einsehen konnte. Fuer diese Kurve war ich viel zu schnell, also bremsen. Nur, da war keine Bremswirkung vorhanden, da die Felgen mit einer duennen Eisschicht ueberzogen waren, also bin ich Kopfueber in den Acker gefallen. Zum Glueck hatte es viel Schnee und ich fiel sanft :) :Applaus:
Ist eine der weniger schoenen Erfahrungen, die man machen kann...
Aber eben, ich glaube, dieses Problem haette ich doch auch mit Scheiben gehabt, oder irre ich mich? (Bin noch nie mit Scheiben gefahren)

PS: Ja, das war Eis an der Felge, die war nicht nur nass oder so.

ritzeldompteur
16.10.2004, 17:24
jetzt kapier ich! ;)

das "problem" hab ich im winter auch zuweilen mitm mtb ... v.a. wenn man vorher noch durchs hohe hochwasser bei uns gefahren ist :eek: und das bei knapp untern 0 grad :D da hat das ganze zeuch ja festfrieren müssen ...
in meinem fall damals wäre auch ne scheibe festgefroren ...

Kranich
16.10.2004, 20:48
[Edit: Was ich vergessen habe zu erwähnen: die einstellarbeiten nach nem Platten im Wald ist die Krönung!!! Da lob ich mir die guten alten V-Brakes aushängen - einhängen ein bischen nach rechts ein bichen nach links: passt! Bei der Scheibe dauert der reifenwechsel 5 minuten und das einstellen ne 3/4 Stunde! :ybel:

Hallo!

Warum muß man die Bremse nach einem Reifentausch neu einstellen?

Habe noch keine Scheibenbremse gefahren und weiß daher nicht, was es beim Reifenwechsel zu beachten gilt.

Gruß,
Christian[/QUOTE]


Nein die Scheibenbremse muß nicht neu eingestellt werden. Das Problem ist aber das Rad wieder so einzuhängen das die Scheibe nicht schleift und wieder sauber läuft. Bei einer V-Brake ist das kein Akt aber bei Scheibe hast du rechts und links 1-2mm Platz (ehr 1mm) damit du die Scheibe mittig zwischen die Klötze setzt!

bike2003
17.10.2004, 10:30
Ich fahre seit Anfang 92 MTB und habe bis jetzt alle Bemssysteme mitgemacht. Angefangen mit den alten cantis, dann die erste v-brake (XT von Shimano, ja ich weiß, erfunden hat sie eigentlich Florian Wiesmann), dann eine HS33 und schließlich eine Magura Louise (Modell 2001). Von der Bremsleistung und Dosierbarkeit ist die disc auf alle Fälle unschlagbar. Was, wie schon erwähnt, nervt ist das Schleifen der Scheibe wenn der Einbau nicht 100% korrekt ist. Das Problem mit schleifen nach radwechsel habe ich leider auch...
Nichts nervt mehr wenn beim fahren die Bremse schleift ... :mad:
Wenn man viel im Schlamm fährt, ist eine Scheibenbremse schon von Vorteil, da kein Felgenverschleiß. Bei meinem ersten mtb habe ich relativ schnell mehrere Felgen durchgebremst, da ich bei jedem Wetter gefahren bin und das Rad nie sauber gemacht habe :eek:

Mein persönliches Fazit: Ich bin nicht völlig überzeugt von einer disc, da ich manchmal das Problem mit dem Schleifen habe.

lambertd
17.10.2004, 10:59
Allerdings werde ich mit dem MTB im naechsten Sommer auch mal durch die Alpen fahren (Mehrtagestour), da will ich schon eher ein leichtes Rad, ergo keine Scheibenbremsen. Darum denke ich, dass ich mir beim neuen Rad Hydraulische Felgenbremsen und keine Tubeless kaufen werde, da ich mir von denen die bessere Wartbarkeit im Pannenfall erwarte. BTW: Wuerden die Scheibenbremsen nicht auch einfrieren und dadurch die Bremsleistung verlieren?

Da brauchst Du nicht mal zu warten, bis es kalt wird.
Aus http://www.seracjoe.de/html/pannenstatistik_2002.HTM:



SCHEIBENBREMSEN

… Bei fast allen Modellen (Shimano Deore) enorm hoher Bremsbelagverschleiss. Ich habe bei meiner Marta in der Sommersaison 2002 (100 000 Höhenmeter) hinten und vorne 18 Sätze bis aufs Metall abgefahren, insgesamt 28 mal die Beläge gewechselt!!!!! … Weiterhin hatten wir bei mehr als der Hälfte aller Scheibenbremsen (nicht bei Shimano) Probleme mit wandernden Druckpunkten bis hin zum Totalausfall.

Magura Luise 2002 – ständig Probleme mit wandernden Druckpunkten, besonders bei Bikern mit grösserem Kampfgewicht, mehrmals war Luft im System, der von Magura empfohlene Wechsel der Bremsflüssigkeit (Royal Blood) hat eine gewisse Verbesserung gebracht, das Problem aber nicht beseitigt.

Magura Marta 2002 – (im Test zwei 4 Bremsen mit einer Testdauer von jeweils etwa 50 000 Höhenmeter) ohne Vorwarnung Bremse ohne Funktion, kein Bremsdruck – aber keine Luft im System, nach Belagwechsel wieder einwandfreie Funktion der Bremse, ist der Bremsbelag dann etwa zur Hälfte abgefahren wieder Probleme mit Druckpunkt, weiterhin werden die Beläge nicht mehr symmetrisch zurückgezogen, die Bremse schleift, werden die Beläge erneuert, wieder einwandfreie Funktion der Bremse ohne Schleifen.

Shimano Deore 2002 … einziges Manko: sehr schwer!

Hayes 2002 – 7 mal unvermittelt kein Druck mehr auf der Bremse, besonders nach langen Abfahrten, Ursache: Luft im System, Belagwechsel nur mit Spitzzange möglich.

michl
17.10.2004, 15:30
Am besten zwei Räder mit unterschiedlichen Bremsanlagen ausstatten. Eins mit Cantileverbremsen und das andere mit einem aktuellen Satz 05er Magura. Egal welches Modell.
Diese beiden Räder testen und ich bin mir sicher, es besteht kein grund mehr für Eure Vorliebe zu Felgenbremsen.. :)

Pit
17.10.2004, 15:51
Ich habe mich jetzt doch einfach mal für Julie 2005 entschieden. Werde wohl einfach mal meine eigenen Erfahrungen machen müssen. Bin auf jeden Fall mal gespannt.

Hier das Bike:

Rahmen: MTB SL5.0 Pulverbeschichtet 19"
Gabel: Manitou Skareb Super Lockout
Bremse: Magura Julie 2005
Kurbel + Innenlager: Deore XT
Schalthebel Deore XT
Schaltwerk: Deore XT
Umwerfer: Deore XT
Naben: Deore XT
Felgen Mavic X223
Steuersatz: Ritchey Pro
Vorbau: Ritchey Pro
Lenker: Ritchey Pro
Sattelstütze: Ritchey Pro

Tristero
17.10.2004, 16:54
Da brauchst Du nicht mal zu warten, bis es kalt wird.
Aus http://www.seracjoe.de/html/pannenstatistik_2002.HTM:



SCHEIBENBREMSEN

… Bei fast allen Modellen (Shimano Deore) enorm hoher Bremsbelagverschleiss. Ich habe bei meiner Marta in der Sommersaison 2002 (100 000 Höhenmeter) hinten und vorne 18 Sätze bis aufs Metall abgefahren, insgesamt 28 mal die Beläge gewechselt!!!!! … Weiterhin hatten wir bei mehr als der Hälfte aller Scheibenbremsen (nicht bei Shimano) Probleme mit wandernden Druckpunkten bis hin zum Totalausfall.

Magura Luise 2002 – ständig Probleme mit wandernden Druckpunkten, besonders bei Bikern mit grösserem Kampfgewicht, mehrmals war Luft im System, der von Magura empfohlene Wechsel der Bremsflüssigkeit (Royal Blood) hat eine gewisse Verbesserung gebracht, das Problem aber nicht beseitigt.

Magura Marta 2002 – (im Test zwei 4 Bremsen mit einer Testdauer von jeweils etwa 50 000 Höhenmeter) ohne Vorwarnung Bremse ohne Funktion, kein Bremsdruck – aber keine Luft im System, nach Belagwechsel wieder einwandfreie Funktion der Bremse, ist der Bremsbelag dann etwa zur Hälfte abgefahren wieder Probleme mit Druckpunkt, weiterhin werden die Beläge nicht mehr symmetrisch zurückgezogen, die Bremse schleift, werden die Beläge erneuert, wieder einwandfreie Funktion der Bremse ohne Schleifen.

Shimano Deore 2002 … einziges Manko: sehr schwer!

Hayes 2002 – 7 mal unvermittelt kein Druck mehr auf der Bremse, besonders nach langen Abfahrten, Ursache: Luft im System, Belagwechsel nur mit Spitzzange möglich.


Absolut geniale Seite! Danke! Kennst Du von der Sorte noch andere?

lambertd
17.10.2004, 18:16
Absolut geniale Seite! Danke! Kennst Du von der Sorte noch andere?

Bin mir nicht sicher, was Du mit "von der Sorte" meinst, aber einige informative Links findest Du nachstehend. Sind allerdings alle auf englisch.

http://draco.acs.uci.edu/rbfaq/FAQ/index.html
http://yarchive.net/bike/index.html
http://sheldonbrown.com/articles.html
http://analyticcycling.com/
http://www.paloaltobicycles.com/alps_photos.html
http://listproc.ucdavis.edu/archives/spokes/log0402/att-0014/01-The_Bicycle_Wheel__Jobst_Brandt_.pdf
http://www.google.de/groups?safe=images&ie=UTF-8&as_ugroup=rec.bicycles.tech&lr=&num=30&hl=en
http://www.cyclingnews.com/
http://www.bbinstitute.com/BM5%20chap%2037.pdf
http://www.bbinstitute.com/manual.htm
http://www.dself.dsl.pipex.com/MUSEUM/TRANSPORT/rocketbicycle/rocketbicycle.htm

lambertd
17.10.2004, 18:37
Diese beiden Räder testen und ich bin mir sicher, es besteht kein grund mehr für Eure Vorliebe zu Felgenbremsen..

Ich fahre ja erst seit 1990 MTB, deshalb freue ich mich immer, wenn mir jemand sagt, was ich fahren soll.

Kein Bremssystem ist bisher ohne Nachteile, die Vor- und Nachteile der jeweiligen Systeme sind weitgehend – wenn auch teilweise verzerrt – bereits dargestellt worden. Bei der Auswahl des für die eigenen Ansprüche am besten geeigneten Systems halte ich es für das beste, sich an eben diesen zu orientieren, entsprechend zu gewichten und dann zu einer Entscheidung zu kommen. Ich selbst verwende Cantilever hinten und (mangels Anbaumöglichkeit an der Federgabel) V-Brake vorne. Die Bremsleistung ist mehr als ausreichend und ich sehe keinen Grund, ein einfaches, kostengünstiges und zuverlässiges System gegen ein komplexes, teures und möglicherweise unzuverlässiges zu ersetzen. Sollte irgendwann ein Bremssystem angeboten werden, das nicht die erwähnten Nachteile besitzt, bin ich durchaus aufgeschlossen. Bis dahin können mir irgendwelche Zeugen Jehovas den Buckel herunterrutschen.

Kranich
17.10.2004, 18:42
Ich fahre ja erst seit 1990 MTB, deshalb freue ich mich immer, wenn mir jemand sagt, was ich fahren soll.

:Applaus:

MODDERMAN
18.10.2004, 10:44
Die Frage Scheibe oder V-Brake stellt sich bei Mountainbikes heute nicht mehr.
Eine Magura LouiseFR 2004 ist mit Abstand die beste Bremse für Mountainbikes, kein vergleich zu einer V-Brake.
Wer sagt er hätte lieber eine V-Brake anstatt einer Scheibenbremse der neuen Generation hat entweder von Mountainbikes null Ahnung oder ein so schlechtes Fahrkönnen das eine V-Brake auch ausreicht.
Kauf dir eine Magura LouiseFR 2004 und du wirst begeistert sein.



Ja nee is klar, die predigen auch schon seit Jahren, dass ohne Fullys quasi gar nix mehr geht ! Deshalb fuhren bei Olympia auch die meisten Hardtails und nicht wenige Felgenbremsen :eek:
Hab letztes Jahr ne MTB-TransAlp gefahren.
(Traumhaftes Erlebnis, mal nebebei, echt schöner als mit'm Rennrad über Asphaltpässe fand ich)
Ich hab ein No!-Suspension Hardtail :eek: mit Magura HS33 und das war auch gut so. Kein "Luftverlust im Dämpfer" oder "meine Gabel schlägt durch" oder dies Gewabbel bergauf was es ja eigentlich gar nicht mehr gibt.

Bei langen, technischen Abfahrten waren die Jungs mit den Scheiben jedoch klar im Vorteil, keine heissen Felgen mit wandernden Reifen.

Kranich
18.10.2004, 13:46
Ja nee is klar, die predigen auch schon seit Jahren, dass ohne Fullys quasi gar nix mehr geht ! Deshalb fuhren bei Olympia auch die meisten Hardtails und nicht wenige Felgenbremsen :eek:
Hab letztes Jahr ne MTB-TransAlp gefahren.
(Traumhaftes Erlebnis, mal nebebei, echt schöner als mit'm Rennrad über Asphaltpässe fand ich)
Ich hab ein No!-Suspension Hardtail :eek: mit Magura HS33 und das war auch gut so. Kein "Luftverlust im Dämpfer" oder "meine Gabel schlägt durch" oder dies Gewabbel bergauf was es ja eigentlich gar nicht mehr gibt.

Bei langen, technischen Abfahrten waren die Jungs mit den Scheiben jedoch klar im Vorteil, keine heissen Felgen mit wandernden Reifen.


Ja ne is is'n guter Beitrag! Aber wenn du über die Alpen fährst mit nem No!-Suspension Hardtail mit No!Discs dann ist das auf den Einsatzzweck bezogen. Wenn Du aber ein Rad brauchst zum Bäcker um die Ecke zu fahren dann kannste dich damit aber nicht sehen lassen! Dafür brauchts du dann schon ein Fully mit U-Turn und Lockout und der neuen Scheibenbremse. Denn auf den 10 km Asphalt rasseln die Scheiben sicherlich nicht und die Dämpferluft geht dir ebenfalls nicht aus!

Karoo
18.10.2004, 15:57
@lamberdt
der Nagel auf dem Kopf...... :Applaus:

Wonko
18.10.2004, 16:21
Da brauchst Du nicht mal zu warten, bis es kalt wird.
Aus http://www.seracjoe.de/html/pannenstatistik_2002.HTM:


[....]

Gerade bei Scheibenbremsen hat es seit 2002 allerdings einige Fortschritte gegeben. Und auf der von Dir genannten Website ist unter
<http://www.seracjoe.de/html/ausrustung-internet_2004.HTM> auch Folgendes (Hervorhebung durch Fettschrift stammt von mir):




> bei Felgenbremsen ist zu beachten: Wegen den sehr aggressiven Bremsbelägen sind V-Brakes zu Felgenkillern geworden. Dies gilt vor allem bei schlechten Witterungsbedingungen, bei denen sich die Bremsbeläge zusammen mit Dreck, Nässe und Belagabrieb zu Schleifsteinen entwickeln. Felgen deshalb vor der Tour nach Rissen absuchen und Seitenwandstärke kontrollieren. Wegen der enormen Hitze verschleißen die Felgenbänder schneller, deshalb vor jeder langen Tour erneuern. Stand der Technik sind heute Scheibenbremsen. Ihr Einsatz hat sich beim Alpencross inzwischen bewährt. Durchgebremste Felgen, Hitzeprobleme und wandernde Ventile gehören bei der Verwendung von Discs der Vergangenheit an. Zudem ist das Bremsverhalten bei allen Witterungsverhältnissen gleich gut.



Eh wir uns noch weiter Zitate um die Ohren hauen: die Meinung des "Serac-Joe"-Machers ist letztlich halt auch nur eine Meinung und kein Evangelium.

Stoenggi
18.10.2004, 19:37
Was ich mich schon eine ganze Weile frage:

Da um Geschwindigkeit abzubauen IMHO primaer vorne gebremst wird, fuer technische Anwendungen aber auch hinten mal was gebremst werden muss, warum kombiniert man nicht beide Systeme?
Vorne fuer starke Verzoegerungen Scheibe, die zwar eher schwer und ab und an auch recht bockig sein kann und hinten eine leichte und einfach zu bedienende VBrake. So sollte doch der wandernde Druckpunkt, der scheinbar sogar zum Totalausfall fuehren kann, nur vorne auftauchen. Im "Notfall" hat man aber noch immer die VBrake hinten. Der Felgenverschleiss haelt sich aber ich in Massen, da mit der Scheibe am meisten Energie zu Waerme gewandelt wird. Vorteil 2: Wenn ich ne 8 in der Felge habe, dann hinten. So ist die hintere "Verschleissfelge" auch weniger Zentriervorgaengen ausgesetzt.

michl
18.10.2004, 19:52
Ich fahre ja erst seit 1990 MTB, deshalb freue ich mich immer, wenn mir jemand sagt, was ich fahren soll.

Kein Bremssystem ist bisher ohne Nachteile, die Vor- und Nachteile der jeweiligen Systeme sind weitgehend – wenn auch teilweise verzerrt – bereits dargestellt worden. Bei der Auswahl des für die eigenen Ansprüche am besten geeigneten Systems halte ich es für das beste, sich an eben diesen zu orientieren, entsprechend zu gewichten und dann zu einer Entscheidung zu kommen. Ich selbst verwende Cantilever hinten und (mangels Anbaumöglichkeit an der Federgabel) V-Brake vorne. Die Bremsleistung ist mehr als ausreichend und ich sehe keinen Grund, ein einfaches, kostengünstiges und zuverlässiges System gegen ein komplexes, teures und möglicherweise unzuverlässiges zu ersetzen. Sollte irgendwann ein Bremssystem angeboten werden, das nicht die erwähnten Nachteile besitzt, bin ich durchaus aufgeschlossen. Bis dahin können mir irgendwelche Zeugen Jehovas den Buckel herunterrutschen.

.. Ich fahre auch schon seit über 10 Jahren Mountainbike, doch was bedeutet das im Zusammenhang mit Technikinovationen?

stephse
18.10.2004, 20:19
Beim MTB-Olympiarennen war ich erstaunt, wie viele Fahrer OHNE Disc unterwegs waren! Das zeigt, dass die Felgenbremse keinesfalls out ist und für bestimmte Einsatzzwecke nach wie vor 1. Wahl darstellt.

Zu meinen eigenen Erfahrungen:

Ich habe an meinem aktuellen MTB (vorher nur normale Felgenbremsen, die nie Probleme machten) die Magura Julie 2003.
In gut einem Jahr hatte ich folgende Probleme, die mich fast zur Verzweiflung trieben und zu dem Schluss kamen ließen, dass ich die Scheiben NICHT empfehlen kann:

- vordere Scheibe: Unwucht (Rubbeln beim Anbremsen), Schleifen, schlechte Bremswirkung
- hintere Scheibe: Quietschen, Schleifen, schlechte Bremswirkung

Nach mehrfacher Reparatur quietscht und schleift jetzt auch wieder die vordere Schiebe, beide Scheiben entfalten eine zurzeit erschreckend schwache Bremswirkung... :mad:
Ergebnis: Ich hatte bisher zu keinem Zeitpunkt eine VORNE UND HINTEN gleichzeitig zufriedenstellend funktionierende Bremse - das sagt wohl alles!

Veto
18.10.2004, 20:19
.. Ich fahre auch schon seit über 10 Jahren Mountainbike, doch was bedeutet das im Zusammenhang mit Technikinovationen?


wohl das er schon viel hat kommen und gehen sehen...
Mtb ist genauso imagelastig wie RR.
Was glaubst Du wieviele eine Julie schlechter finden als eine Louise ohne jemals mit den Dingern gefahren zu sein? Preis hoch=Ware gut?

Meine Erfahrung (MTBler seit 1986) ist das bei Scheiben unabhängig von Preis und Marke die Einstellung und Montage das A+O ist-und da haperts meistens.
Als völlig unerfahrener Biker mit erst 100 MTB-Rennen und 30 Marathons brauche ich halt nur eine Julie-die erstaunlicherweise weder schleift noch quitscht. ;-)

greyscale
18.10.2004, 20:30
Diese leidige Verschleißgeschichte bei Scheiben ist wohl auch vom Bremsstil abhängig. Schleifbremsungen habe ich mir weitgehend abgewöhnt.

Die Kiste darf laufen. Und dann wird kurz, aber hart 'reingelangt, wenn's sein muss.

Den Stil kann man dann auf den Renner übernehmen;). Bergab bin ich mittlerweile ziemlich gut:).

P.

michl
18.10.2004, 21:34
[/QUOTE] Meine Erfahrung (MTBler seit 1986) ist das bei Scheiben unabhängig von Preis und Marke die Einstellung und Montage das A+O ist-und da haperts meistens.
Als völlig unerfahrener Biker mit erst 100 MTB-Rennen und 30 Marathons brauche ich halt nur eine Julie-die erstaunlicherweise weder schleift noch quitscht. ;-)[/QUOTE]

Seit 86´ :Applaus:

Da fährst Du wohl schon länger MTB als es erst erfunden wurde..

Egal, vielleicht sollte jeder die beste Bremse für sich selber finden..

ritzeldompteur
18.10.2004, 21:39
Seit 86´ :Applaus:

Da fährst Du wohl schon länger MTB als es erst erfunden wurde..

Egal, vielleicht sollte jeder die beste Bremse für sich selber finden..


tja, da bist du wohl etwas falsch informiert :rolleyes:

das mtb in der heutigen form gibt es seit ende der 70er, das erste mtb-buch seit 1984 ...
quelle: ein mtb-buch ;)


:applaus:

benjorito
18.10.2004, 22:43
Lustig finde ich in diesem Zusammenhang, daß die Scheibenbremsen- und Fully-Gegner hier als Hauptargument die Räder von Crosscountry-Profis anführen! Es sei aber doch bitte die Frage gestattet, für wieviel Prozent der Hobby-MTBler diese Bikes auch überhaupt geeignet sind...

Fakt ist, auf Scheibenbremsen und Vollfederung wird beim CC-Rennen ausschließlich wegen des Gewichts verzichtet, und bestimmt nicht wegen der Wartungs- und Einstellarbeit, dafür gibts nämlich Mechaniker. Auch wäre das, zumindest was die Scheibenbremse anbetrifft, mit Kanonen auf Spatzen geschossen, denn im klassischen CC-Rennen gibt es keinen richtigen Downhill, der eine solche Bremse erforderlich machen würde.

Doch betrifft dies alles mich, der ich mit Rucksack über die Alpen gondele, oder ab und an mal einen Bike-Marathon auf Ankommen mitfahre (und das sind bestimmt 75% aller Biker)? Nein, ich brauche ein gewisses Maß an Komfort, und zwar was sowohl Geometrie als auch Federung anbetrifft, eine wirklich leistungsstarke und auch nach 30 min. Bergab standfeste Bremse und weniger die 1000 Gramm weniger Gewicht, die ich sowieso auf den Hüften zuviel habe.

Und Wartung und Aufwand beim Einstellen sind für mich kein Argument, denn meine Räder sind mein Hobby, und ich schraube gerne an ihnen herum.

lambertd
18.10.2004, 22:51
Seit 86´ Da fährst Du wohl schon länger MTB als es erst erfunden wurde..

http://www.breezerbikes.com/history-seo.html


In 1981 Sinyard bought a couple of Ritchey MountainBikes, one for himself and one for his friends to ride. His designer, Tim Neenan, suggested they do a Specialized mountain bike. Sinyard eventually took his Ritchey to their factory in Japan. This became the model for the first Specialized Stumpjumper, which made its debut in September 1981 at a bicycle trade show. Its first model year was 1982. With a price of $750 and wider availability the bike made the sport accessible to more people. Thousands of Stumpjumpers were sold within a couple of years.

From then on, every name in the bike business and then some jumped into the fray. Mountain bike sales tripled every year for several years. Around 1985 or 1986, mountain bike sales surpassed road bike sales.

Gerolf
18.10.2004, 23:15
Ich kenne mindestens einen, der fährt mit einer Cantibremse oder V-Brake immer noch besser als viele, viele andere Menschen mit irgendwas am Rad. Der lacht sich reglmässig einen Ast über die Technikverliebtheit der Hobby-Biker.

Ich möchte bitte mitlachen (vielleicht auch ein Stück über mich selbst).

Zugegebenermaßen zieht es mich tendenziell eher zu den klassischen und schlichten Lösungen. Trotzdem versuch ich mal objektiv zu sein: Ich bin am Samstag einen MTB-Marathon mitgefahren und hatte wirklich nicht erwartet, so viele quietschende und schleifende Scheiben zu hören (nicht alle aber einige). Ich bin noch nie eine gefahren und kann die Stärken nicht wirklich beurteilen, den Sound einer schlechten Scheibe kenne ich jetzt aber. Zweite Erkenntnis: Wippende Hinterbauten. Wie oft ich in der Bike schon von "antriebsneutralen Hinterbauten" gelesen habe...das sah für mich in der Praxis anders aus.

Keep it simple

Gerolf

lambertd
18.10.2004, 23:55
Lustig finde ich in diesem Zusammenhang, daß die Scheibenbremsen- und Fully-Gegner hier als Hauptargument die Räder von Crosscountry-Profis anführen! Es sei aber doch bitte die Frage gestattet, für wieviel Prozent der Hobby-MTBler diese Bikes auch überhaupt geeignet sind...

Das Argument (m.E. keineswegs das Hauptargument) widerlegt nur die Behauptung, daß kein ernsthafter Fahrer mehr mit Felgenbremsen fährt.

Den Aspekt, den Du aufwirfst, finde ich aber beachtenswert, insbesondere weil man die Frage auch andersherum stellen kann: Für wieviel Prozent der Hobby-MTBler ist eine Scheibenbremse sowohl sinnvoll einsetzbar als auch technisch (nicht fahrtechnisch) beherrschbar? Wenn die Fragen, die im Forum gestellt werden, ein Anhaltspunkt sind, haben viele Fahrer bereits mit weitaus trivialeren Angelegenheiten Probleme.


Und Wartung und Aufwand beim Einstellen sind für mich kein Argument, denn meine Räder sind mein Hobby, und ich schraube gerne an ihnen herum.

Demnach könntest Du auch mit ungedichteten Lagern eine Menge Spaß haben. Wartung und Aufwand beim Einstellen mögen für Dich kein Argument sein, aber andere sind Radfahren und Schrauben zwei verschiedene Hobbies.

michl
19.10.2004, 06:47
Ich möchte bitte mitlachen (vielleicht auch ein Stück über mich selbst).

Zugegebenermaßen zieht es mich tendenziell eher zu den klassischen und schlichten Lösungen. Trotzdem versuch ich mal objektiv zu sein: Ich bin am Samstag einen MTB-Marathon mitgefahren und hatte wirklich nicht erwartet, so viele quietschende und schleifende Scheiben zu hören (nicht alle aber einige). Ich bin noch nie eine gefahren und kann die Stärken nicht wirklich beurteilen, den Sound einer schlechten Scheibe kenne ich jetzt aber. Zweite Erkenntnis: Wippende Hinterbauten. Wie oft ich in der Bike schon von "antriebsneutralen Hinterbauten" gelesen habe...das sah für mich in der Praxis anders aus.

Keep it simple

Gerolf

Keep it simple?? :confused: Beim Rennradsport wird versucht an den U-Brakes soviel wie möglich Balast abzuwerfen, wegen ein paar Gramm? Bei Carbongabeln wird inzwischen der Schaft aus dem selbigen Material angefertigt, wegen ein paar Gramm? Bei den Gewichtsangaben auf manchen Herstellerseiten im Internet, wir darauf verwiesen, dass die Angaben ohne Lenkerband zu rechnen sind, und hier wird geredet, von keep it simple?

Ich denke, als versierter Rennradfahrer fällt es einem viiieeel schwerer über Inovationen im Mountainbikesport zu reden, weil es ein anderer Einsatzbereich ist. Denn ich glaube nicht, dass jetzt ernsthaft über Gerolf seiner Aussage zu "antriebsneutralen Hinterbauten" weiter diskutiert werden sollte. Dieses Problem ist VERGANGENHEIT.. (auch wenn seltene namhafte Hersteller noch immer Eingelenker mit hohem Drehpunkt anbieten..)

Und das Stumpjumper wurde wirklich 1983 erfunden, aber sein wir uns mal ehrlich.. wie weit ist ein Crossbike mit 1,5" Reifen und Kunststoffpedalen mit heutigen MTB zu verglaichen?

lambertd
19.10.2004, 10:53
Beim Rennradsport wird versucht an den U-Brakes
Du meinst Seitenzugbremsen (caliper brakes). U-brakes sitzen auf Anlötsockelnsehen und so aus:

http://www.bigboysports.de/BBS-Magazin/Workshops/u-brake/ubrake5.jpg
http://www.sheldonbrown.com/gloss_u-v.html


soviel wie möglich Balast abzuwerfen, wegen ein paar Gramm? Bei Carbongabeln wird inzwischen der Schaft aus dem selbigen Material angefertigt, wegen ein paar Gramm? Willst Du behaupten, daß (übertriebener) Leichtbau bei MTBs nie ein Thema war? Charakteristisch für unsinnige Technikdiskussionen ist, daß sie sich zunehmend um das Mittel (leichter, mehr Federweg etc.) und immer weniger um den Zweck (Radfahren, Einsatzzweck, Anwender) drehen.


… als versierter Rennradfahrer fällt es einem viiieeel schwerer über Inovationen im Mountainbikesport zu reden, weil es ein anderer Einsatzbereich ist. Logisch, wir können alle keine Ahnung haben, da wir ja immer nur auf der Straße unterwegs sind… Klingt so, als würden Dir die Argumente ausgehen. Wahrer Glaube mag ohne Argumente auskommen, aber um Skeptiker zu missionieren braucht es schon welche.


Und das Stumpjumper wurde wirklich 1983 erfunden …Das ist weder semantisch noch inhaltlich zutreffend.

thkolz
19.10.2004, 11:33
Komische Diskussion ist das hier.

Irgendwie unnötig.

Es ist halt ein darwinistischer Selektionsprozess: Irgendwann wird sich die bessere Lösung halt durchsetzen.

War doch genauso bei Federgabeln: Am Anfang schreit jeder wie beschissen die Teile sind, und nach ein paar Jahren und einer gehörigen Weiterentwicklung wird wohl keiner mehr von euch ein MTB ohne Federgabel fahren wollen.
Ach ja, wie viele Pros sind bei Olympia eigentlich damit rumgefahren? Und das, obwohl die Teile doch ein gehöriges Mehrgewicht haben. Ts ts.

Genauso wird es sich wohl bei den Bremsen verhalten: Die Scheibenbremse wird ihre Kinderkrankheiten besiegen und in zwei bis drei Jahren wird es kaum noch MTBs ohne geben. Nicht mal bei den Die-Hard-V-Brake-Fans. Und das zurecht!

Go with the flow!

Gerolf
19.10.2004, 11:46
Keep it simple?? :confused: Beim Rennradsport wird versucht an den U-Brakes soviel wie möglich Balast abzuwerfen, wegen ein paar Gramm? Bei Carbongabeln wird inzwischen der Schaft aus dem selbigen Material angefertigt, wegen ein paar Gramm? Bei den Gewichtsangaben auf manchen Herstellerseiten im Internet, wir darauf verwiesen, dass die Angaben ohne Lenkerband zu rechnen sind, und hier wird geredet, von keep it simple?

Ich denke, als versierter Rennradfahrer fällt es einem viiieeel schwerer über Inovationen im Mountainbikesport zu reden, weil es ein anderer Einsatzbereich ist. Denn ich glaube nicht, dass jetzt ernsthaft über Gerolf seiner Aussage zu "antriebsneutralen Hinterbauten" weiter diskutiert werden sollte. Dieses Problem ist VERGANGENHEIT.. (auch wenn seltene namhafte Hersteller noch immer Eingelenker mit hohem Drehpunkt anbieten..)

Und das Stumpjumper wurde wirklich 1983 erfunden, aber sein wir uns mal ehrlich.. wie weit ist ein Crossbike mit 1,5" Reifen und Kunststoffpedalen mit heutigen MTB zu verglaichen?

Och Mensch, ich habe doch nur beschrieben was ich gesehen habe, und das waren nun mal wippende Canyons, Rotwilds etc. und ein paar schleifende Scheiben. Optische und akustische Täuschung? Und ich mag simple Lösungen, ja. Ich hab auch kein Carbonrädchen, vielleicht irgendwann mal. Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn jemand Carbon, Scheiben und Fully fährt. Aber zu behaupten, in zwei Jahren wären V-Brakes ausgestorben? Leute, fühlt Euch doch nicht gleich angegriffen wenn jemand nicht das gleiche Spielzeug wie Ihr hat.

Und weil ich so stolz drauf bin verrate ich Dir noch was: Ich bin den Marathon ohne Schaltung gefahren, mit 38/18. Und habe am Berg einige Schalter stehenlassen. It was simple!

Gerolf

thkolz
19.10.2004, 11:53
Und weil ich so stolz drauf bin verrate ich Dir noch was: Ich bin den Marathon ohne Schaltung gefahren, mit 38/18. Und habe am Berg einige Schalter stehenlassen. It was simple!
Gerolf
Fährst du mit oder ohne Schaltung schneller?

bike2003
19.10.2004, 11:56
Willst Du behaupten, daß (übertriebener) Leichtbau bei MTBs nie ein Thema war? Charakteristisch für unsinnige Technikdiskussionen ist, daß sie sich zunehmend um das Mittel (leichter, mehr Federweg etc.) und immer weniger um den Zweck (Radfahren, Einsatzzweck, Anwender) drehen.


:toppiejop :tekst-top

Gerolf
19.10.2004, 12:03
Fährst du mit oder ohne Schaltung schneller?

Am Berg ohne Schaltung eindeutig schneller! Man kann halt nicht auf 22/32 runterschalten und dann hochspulen. Runterwärts ist es eh egal und in der Ebene kam ich gut mit, brauchst halt ne hohe Frequenz. Und nach einigen Kilometern in den Beinen bolzen auch die meisten Schalter in der Ebene nicht mehr. Ich war wirklich überrascht!

(Nur mal so: Der Sinn von Federgabeln hat sich mir durchaus erschlossen, ich hatte nämlich keine...ging auch, bis auf den Wurzeltrail, da war´s schon ruppig.)

lambertd
19.10.2004, 13:39
War doch genauso bei Federgabeln … nach ein paar Jahren und einer gehörigen Weiterentwicklung wird wohl keiner mehr von euch ein MTB ohne Federgabel fahren wollen.

Die Weiterentwicklung, die mich bei Federgabeln am meisten beeindruckt hat, ist Lock-out.


Go with the flow!

Schon wieder einer, der meine Anforderungen besser kennt als ich selbst. Nur tote Fische schwimmen immer mit dem Strom.

Karoo
19.10.2004, 14:46
Zitat von thkolz
Genauso wird es sich wohl bei den Bremsen verhalten: Die Scheibenbremse wird ihre Kinderkrankheiten besiegen und in zwei bis drei Jahren wird es kaum noch MTBs ohne geben. Nicht mal bei den Die-Hard-V-Brake-Fans. Und das zurecht!

Komisch wenn ich mich recht erinnere habe ich sowas vor 2 oder 3 Jahren schon mal in irgend einer bike Ausgabe lesen können.
Egal sicher scheint mir, dass ich auch über die nächsten 3 Jahre hinaus auf meinen MTB Radreisen mit einem wartungsarmen simplen Bremssystem unterwegs sein werde.

michl
19.10.2004, 15:51
Die Weiterentwicklung, die mich bei Federgabeln am meisten beeindruckt hat, ist Lock-out.



Schon wieder einer, der meine Anforderungen besser kennt als ich selbst. Nur tote Fische schwimmen immer mit dem Strom.

Lock out ist eine der unsinnigsten Erfindungen und wird daher nicht mehr weiterentwickelt, da meist beim Bergabfahren darauf vergessen wird, es wieder zu entsperren und beim Bergauffahren keinen Restfederweg besitzt.
Wird evtl. bei Racern an Hardtails verbaut bei Strecken mit Strassenetappen..
Intelligente Gabeln und Dämpfer erkennen nun, ob Du im Wiegetritt fährst oder die Erschütterungen von etwaigen Bodenunebenheiten kommen..

Ach ja, hatte mich geirrt.. 1982 kam das Stumpjumper.. wie kam ich doch nur auf 1983?? ;)

thkolz
19.10.2004, 16:06
Die Weiterentwicklung, die mich bei Federgabeln am meisten beeindruckt hat, ist Lock-out.
Guter Witz! :rolleyes:

Egal sicher scheint mir, dass ich auch über die nächsten 3 Jahre hinaus auf meinen MTB Radreisen mit einem wartungsarmen simplen Bremssystem unterwegs sein werde.
Wenn du so auf Zuverlässigkeit und Wartungsarmut stehst, dann darfst du aber auch keine Kettenschaltung fahren, sondern musst auf Nabenschaltung umsteigen...
Oder wie wär's mit Tretantrieb :)

Hm, begraben wir hiermit einfach die Diskussion.

Mein FAZIT: Neuerungen haben es immer schwer, manche weniger manche mehr. Doch stimmt erstmal die Funktion, hat jeder sie bald schon... :D

MODDERMAN
19.10.2004, 16:11
[Intelligente Gabeln und Dämpfer erkennen nun, ob Du im Wiegetritt fährst oder die Erschütterungen von etwaigen Bodenunebenheiten kommen..

Echt jetzt ??? Glaub ich nix von !
Sowas sind doch Werbefloskeln !?
Hab das auch schon oft gelesen, aber noch nie gesehen.
Ich hab letzten Sommer ein teures Rotwild-Fully probefahren dürfen.
War wirklich überrascht, was das Rad so an Unebenheiten ausbügelt, ehrlich,
aber im Wiegetritt gab das Sytem genauso nach, nix mit ScienceFictionDämpfer der weiss was Fahrer wollen..... !!!

michl
19.10.2004, 19:45
[Intelligente Gabeln und Dämpfer erkennen nun, ob Du im Wiegetritt fährst oder die Erschütterungen von etwaigen Bodenunebenheiten kommen..

Echt jetzt ??? Glaub ich nix von !
Sowas sind doch Werbefloskeln !?
Hab das auch schon oft gelesen, aber noch nie gesehen.
Ich hab letzten Sommer ein teures Rotwild-Fully probefahren dürfen.
War wirklich überrascht, was das Rad so an Unebenheiten ausbügelt, ehrlich,
aber im Wiegetritt gab das Sytem genauso nach, nix mit ScienceFictionDämpfer der weiss was Fahrer wollen..... !!!

Informier Dich ein wenig unter specialized.com, danach lies ein wenig im google über swinger-way, brain-Dämpfung, ...
Ein "teures Rotwild-Fully" aus der Vorsaison war evtl. noch nicht mit diesen "ScienceFictionDämpfer" ausgestattet..

Ich glaube, über Scheibenbremsen sollte sich jeder selbst ein subjektives Bild machen und nicht von den Erfahrungen von Freunden oder Internetforen ausgehen, selbst wenn man schon seit 14 Jahren MTB fährt und völlig zufrieden mit sorglosen Cantileverbremsen bremst :smileknik ..

nimmersatt
19.10.2004, 20:07
aber für mich ist auch nach 15 Jahren und vielen verschiedenen Bikes eine gute V-Brake immer noch die unkompliziertere, einfachere, leichtere, preiswertere und damit bessere Bremse!

ja ich habe auch Scheibe, im Gegensatz zu dieser ist für mich als Nur-in-den-Bergen-und-viele-Höhenmeter Fahrer eine Avid Supreme oder meine Avid Ti mit Swissstop Grün und Bontrager Ceramic Felgen im Vergleich eine Klasse für sich!
Vor allem fallen diese nicht dauernd aus...

Beide haben Vorteile, beide haben Nachteile.
Für mich überwiegen bei leichten Bikes immer noch die Vorteile der V-Brakes!

nimmersatt
19.10.2004, 20:13
die Super- und Wunderdämpfer sind doch in erster Linie dazu da kinematisch unzulängliche Hinterbausysteme wieder hinzukriegen....

:D

Gerolf
19.10.2004, 20:15
Informier Dich ein wenig unter specialized.com

Eine wirklich unabhängige Quelle!

greyscale
19.10.2004, 20:22
Ihr diskutiert hier ja mittlerweile echt hart an den Grundlagen.

Der meistverkaufte Rahmen ist wohl ein 28" holländischer Machart, Singlespeed mit Kettenkasten. recht angenehm federnde Gabel.

Geht jemand mit sowas in den Wald? Funktionieren würde es.

P.

Karoo
19.10.2004, 20:36
Zitat von thkolz
Wenn du so auf Zuverlässigkeit und Wartungsarmut stehst, dann darfst du aber auch keine Kettenschaltung fahren, sondern musst auf Nabenschaltung umsteigen...Oder wie wär's mit Tretantrieb

Erstens hatten wir doch das Thema Bremsen...und zweitens trifft deine Aussage so nicht zu. Vorausgesetzt man kann seine Schaltung selber einstellen braucht man nicht mehr als ab und zu einen Lappen und ein bißchen Kettenfett. Minimalwerkzeug und Ersatzzug gehören u.a. auf einer Mehrtagestour sowieso mit ins Gepäck.
"Wartungsintensiv" sind für mich andere Dinge im Leben... ;)

nimmersatt
19.10.2004, 20:39
also von Canti's hatt ich schon vor 12 jahren die Schnauze voll
ich bin meine erste Alpenüberquerung anno '92 mit Cantis und starr gefahren, das brauch ich wirklich nicht mehr, Federgabeln sind schon fein

aber wie gesagt, bei einem 10kg Rad sehe ich bei weitem keine Scheibe in Sicht, die so gut und problemlos funktioniert wie meine V-Brakes

die letzte längere Tour hat ich das Vergnügen 2300Hm mit einer HR Bremse bergab rumzueiern die keine Bremse mehr war - hatte Luft gezogen
ihr Name: Marta

michl
19.10.2004, 22:13
also von Canti's hatt ich schon vor 12 jahren die Schnauze voll
ich bin meine erste Alpenüberquerung anno '92 mit Cantis und starr gefahren, das brauch ich wirklich nicht mehr, Federgabeln sind schon fein

aber wie gesagt, bei einem 10kg Rad sehe ich bei weitem keine Scheibe in Sicht, die so gut und problemlos funktioniert wie meine V-Brakes

die letzte längere Tour hat ich das Vergnügen 2300Hm mit einer HR Bremse bergab rumzueiern die keine Bremse mehr war - hatte Luft gezogen
ihr Name: Marta

Und auch Magura bietet für die verschiedenen Anforderungen unterschiedliche Systeme an. 2300 Hm Downhills mit der grazilen Marta ist gleichzusetzen wie eine GustavM auf eine SID zu montieren.. dann wohl lieber einen vernünftigen Allrounder.. ;)

lambertd
19.10.2004, 23:27
Lock out ist eine der unsinnigsten Erfindungen …

Es ist neu, also muß es gut sein!

Fortschrittsverweigerer! Spalter!

lambertd
19.10.2004, 23:51
Der meistverkaufte Rahmen ist wohl ein 28" holländischer Machart … Ja, wenn man ein paar Milliarden Chinesen und Inder außen vor läßt.


Geht jemand mit sowas in den Wald? Funktionieren würde es.Übersetzung, Sitzposition und Stempelbremsen würden den Spaß durchaus einschränken, aber für den Vietkong hat's gereicht.

Ich sehe die Lösung aber nicht in irgendwelchen Extremen, sondern in der Abwägung, welches Werkzeug unter Abwägung der jeweiligen Vor- und Nachteile für eine bestimmte Anwendung und einen bestimmten Nutzer am besten geeignet ist. Das Ergebnis mag je nach Anwender durchaus unterschiedlich ausfallen, und letztendlich finde ich es eigentlich gut, überhaupt die Möglichkeit zu haben, zwischen verschiedenen Systemen wählen zu können.

Veloce
20.10.2004, 08:24
Es ist neu, also muß es gut sein!

Fortschrittsverweigerer! Spalter!

Jo volle Zustimmung !

mountainbiker
20.10.2004, 08:38
Wie sagt mein Opa immer:

Der eine ist gern Bibbiliskäs, der andre geht gern in d'Kirch...

nimmersatt
20.10.2004, 20:40
Und auch Magura bietet für die verschiedenen Anforderungen unterschiedliche Systeme an. 2300 Hm Downhills mit der grazilen Marta ist gleichzusetzen wie eine GustavM auf eine SID zu montieren.. dann wohl lieber einen vernünftigen Allrounder.. ;)

2300Hm auf 75km ist für mich eine absolut normale Tour, da war einiges zum Rollen dabei

das Gelände war nur teilweise schwierig - die Bremse hats auch locker weggesteckt (ich musste halt dauernd pumpen mit der rechten Hand, damit da Druck drauf war)
ja wenn ich nicht gleich am Anfang beim Ablegen (zum Fotografieren) und Schieben am Schrofenpass die gute Marta sich einen Schluck Luft gegönnt hätte

möglicherweise war die "Sackkarrentechnik" schuld - vgl. Bild

rumplex
22.10.2004, 10:48
Ich habe mich jetzt doch einfach mal für Julie 2005 entschieden. Werde wohl einfach mal meine eigenen Erfahrungen machen müssen. Bin auf jeden Fall mal gespannt.

Hier das Bike:

Rahmen: MTB SL5.0 Pulverbeschichtet 19"
Gabel: Manitou Skareb Super Lockout
Bremse: Magura Julie 2005
Kurbel + Innenlager: Deore XT
Schalthebel Deore XT
Schaltwerk: Deore XT
Umwerfer: Deore XT
Naben: Deore XT
Felgen Mavic X223
Steuersatz: Ritchey Pro
Vorbau: Ritchey Pro
Lenker: Ritchey Pro
Sattelstütze: Ritchey Pro


Würd mich interessieren, da ich gerade auch auf der Suche nach einme neuen MTB bin.
Ich steht gerade bei ähnlicher Ausstattung wie Deiner, allerdings mit HS33 (meine Müchner MTB-Freunde haben mich von einer Scheibenbremse abgebracht, obohl sie selber größtenteils eine fahren :) )

Kranich
22.10.2004, 11:13
So mal wieder 50 Euronen in die Klötzefressende Magura Marta investiert! Als Leistung schlagen 1.300km und 30.000Hm zu buche um 2 Sätze zu verschleißen. Da die Bike Saison aber gerade erst ihren Höhepunkt erreicht wird wohl noch ein 3. Satz drauf gehen da Schmutz und Nässe auf die Bremsklötze wirken wie ein heißes Messer auf Butter!
Trotz entlüfteter Bremse und neuen Klötzen muß ich weiterhin pumpen (a la Nimmersatt) damit ich 100% Bremswirkung erlange! :heulend:

Edit: Ich habe aber feststellen dürfen das nicht alle Scheibenbremsen zum :ybel: sind. Wenn jemand nicht aufs Gewicht schaut scheint die Gustav oder Luise FR eine Lösung zu sein. Die Gustav bin ich gefahren zur Luise kann ich nur das sagen was mein Händler gesagt hat. Auch habe ich die Gustav nicht so hergeprügelt wie ich meine Marta knechte!

tourist
09.03.2005, 16:18
was ist denn mit der HS 33, Nachteile von V mit denen von Scheiben kombiniert?
wie siehts denn mit der (Rahmen) Geometrie aus,- kann ich die Rennradwerte übernehmen, nicht RH ist klar, aber Oberrohr- Vorbaulänge, Überhöhung, oder doch ganz anders?
Ich bin 165 kurz, Schrittlänge 77,5
Geo Renner RH 51, OL 54, Vorbau 10, Überhöhung Sattel-Lenker ca. 8,
Lenkerbreite 40

orca
09.03.2005, 16:22
was ist denn mit der HS 33, Nachteile von V mit denen von Scheiben kombiniert?
wie siehts denn mit der (Rahmen) Geometrie aus,- kann ich die Rennradwerte übernehmen, nicht RH ist klar, aber Oberrohr- Vorbaulänge, Überhöhung, oder doch ganz anders?
Ich bin 165 kurz, Schrittlänge 77,5
Geo Renner RH 51, OL 54, Vorbau 10, Überhöhung Sattel-Lenker ca. 8,
Lenkerbreite 40

:confused:
What he says?

mountainbiker
09.03.2005, 16:30
:confused:
What he says?

Ich glauben er fragen nach Bremsleischdung und Zufärlessickeid von den HS33 Prämßen. Und dann au noch der richtigen Geometrie für einen Bike Rahmen für sich.

Wollen wir ihm helfen? :D

tourist
09.03.2005, 16:34
ich möchte gern wissen, ob eine HS 33 zwar fast so schwer wie eine Scheibenbremse ist, dafür aber wie eine V- Bremse Felgen verschleisst und Nässe und Matsch- anfälliger ist als eine Scheibe, oder ob es evtl. auch gute Gründe für die HS 33 gibt,-
ausserdem hätte ich gerne Empehlungen zwecks Rahmen/Vorbau-Höhe-Länge,- Lenkerbreite,- und habe deshalb mal Grössenangaben gemacht, bzw. die Einstellungen meines Renners angegeben,- ah ja Gewicht (ich) 64kg

orca
09.03.2005, 16:35
Ich glauben er fragen nach Bremsleischdung und Zufärlessickeid von den HS33 Prämßen. Und dann au noch der richtigen Geometrie für einen Bike Rahmen für sich.

Wollen wir ihm helfen? :D

Erstmal danke ich Dir für die Übersetzung...
Meinte er das wirklich??

Habe schon überlegt, wo es Probleme von der Kombi HS33 und unterschiedlicher RR-Geo gibt, außer natürlich fehlenden Canti-Sockeln...

orca
09.03.2005, 16:37
ich möchte gern wissen, ob eine HS 33 zwar fast so schwer wie eine Scheibenbremse ist, dafür aber wie eine V- Bremse Felgen verschleisst und Nässe und Matsch- anfälliger ist als eine Scheibe, oder ob es evtl. auch gute Gründe für die HS 33 gibt,-
ausserdem hätte ich gerne Empehlungen zwecks Rahmen/Vorbau-Höhe-Länge,- Lenkerbreite,- und habe deshalb mal Grössenangaben gemacht, bzw. die Einstellungen meines Renners angegeben,- ah ja Gewicht (ich) 64kg

Aha!

Nun - Gewicht läßt sich über die Magura-HP rausfinden - fast so schwer wie irgendeine Scheibe wird sie schon sein, leichter als manche auch und schwerer durchaus.

Handkraftübertragung ist besser als bei V, aber das ist auch Geschmackssache - siehe meine Postings und die von Abbath in älteren Threads zum Thema...
Felge verschleißt natürlich, wenn man sie zum Bremsen benutzt...genauso, wie bei V

Scheiben quitschen gerne - HS33 sind idiotensicher

tourist
09.03.2005, 16:44
zur HS 33, ich hatte ein bisschen den Eindruck, da? sie zwischen der Entscheidung V-Brake oder gleich Scheibe rausfällt, aber "idiotensicher" ist doch schon mal eine sehr klare Aussage

orca
09.03.2005, 16:48
zur HS 33, ich hatte ein bisschen den Eindruck, da? sie zwischen der Entscheidung V-Brake oder gleich Scheibe rausfällt, aber "idiotensicher" ist doch schon mal eine sehr klare Aussage

Einmal installiert hast Du so gut wie keine Wartung. Bremsbelagtausch geht einfach und die Bremse muß nicht wieder ausgerichtet werden (Booster in jedem Fall verwenden).
Bin mit dem Teil auch bei Nässe sehr zufrieden.
preislich schlägt sie jedes Scheibensystem.
Das Verschleissnachstellsystem vom Bremshebel aus ist ebenfalls eine gute Idee (im Gegensatz zur V, denn manche Scheibe hat das auch).

(Ich spreche, was Leistung angeht, für die Kombi HS33 mit schwarzen Belägen auf Mavic X517).

mountainbiker
09.03.2005, 16:49
ich möchte gern wissen, ob eine HS 33 zwar fast so schwer wie eine Scheibenbremse ist, dafür aber wie eine V- Bremse Felgen verschleisst und Nässe und Matsch- anfälliger ist als eine Scheibe, oder ob es evtl. auch gute Gründe für die HS 33 gibt,-
ausserdem hätte ich gerne Empehlungen zwecks Rahmen/Vorbau-Höhe-Länge,- Lenkerbreite,- und habe deshalb mal Grössenangaben gemacht, bzw. die Einstellungen meines Renners angegeben,- ah ja Gewicht (ich) 64kg

Orca hat zu der HS 33 eigentlich schon alles gesagt. Bei Nässe und Matsch haben alle Felgenbremsen ihre liebe Not, hier sind Scheibenbremsen im Vorteil.
Rahmengröße dürfte für dich ein 44er bzw 46er Rahmen das richtige sein. Mußt du mal ausprobieren. Oberrohrlänge gleich bzw. 0,5 - 1cm kürzer als beim Renner.
Lenkerbreite: Momentan gibt's die Tendenz die immer breiter zu bauen (hier sei mal "dankend" die Bike erwähnt). Bei deiner Körpergröße würde ich den Lenker auf 54cm kürzen oder noch kürzer (Ich bin knapp 1,80 und fahr ein 56er).
Gruß
MTBler

tourist
09.03.2005, 16:53
und Vorbaulänge 100 mm wie beim Rennrad?

mountainbiker
09.03.2005, 17:00
und Vorbaulänge 100 mm wie beim Rennrad?

Du mußt mal schauen was dein auserwählter Rahmen für eine Oberrohrlänge hat. Dann kannst du auch die Länge des Vorbaus bestimmen. Ich fahre ungefähr die gleiche Länge (Oberrohr + Vorbau) bei MTB wie Renner. Ich krieg's sonst nämlich auf längeren Touren ins Kreuz. Ach so beachte auch den Einfluß der Lenkerbiegung. Syntace fabriziert ja so lustige 9 - 12° Lenker wenn du so einen verwendest darfst du zum Vorbau nochmals 1 cm dazu rechnen.
Gruß
MTBler

orca
09.03.2005, 17:07
lustige 9 - 12° Lenker
Gruß
MTBler

...die ich nur empfehlen kann - die Kröpfung kommt der natürlichen Handhaltung doch sehr entgegen, wie ich finde.

mountainbiker
09.03.2005, 17:10
...die ich nur empfehlen kann - die Kröpfung kommt der natürlichen Handhaltung doch sehr entgegen, wie ich finde.

Alles über 3° ist was für Weicheier! Früher hat's auch nicht's anderes gegeben und deshalb möcht ich auch gar nix anderes! :D :D :D :D
Ich hab meinen 3° Lenker aber wirklich lieb!

orca
09.03.2005, 17:15
Ich hab meinen 3° Lenker aber wirklich lieb!

Darfst Du ja...

vielleicht liegts aber auch am Federungsangebot?
v.a. noch mit Starrgabel habe ich mit Stangenlenker immerwieder Handgelenksprobleme (bin mit einem schaden aber prädestiniert) bekommen - war besser, als ich einen 9°-er verwendet habe... den hab ich jetzt lieb, ich Weichei :D