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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bikefitting - pro, contra, Erfahrungen...



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captain hook
28.09.2015, 13:30
Als Zeitfahrer ist man ja immer irgendwie auf der Suche möglichst viel Speed aus möglichst wenig Watt zu machen.

Ich würde sagen, da bin ich auch nicht so schlecht sortiert. :D

Andererseits ist ja immer die Frage, ob man aus den eigenen Möglichkeiten die Watt rausholt die man rausholen könnte (also so rein biomechanisch). Oder ob man im Zuge der Watt/kmh Optimierung irgendwas übertrieben hat oder irgendwo Löcher im Bewegungsablauf hat, die man selber garnicht so richtig mitbekommt.

Selbst von erfahrenen Zeitfahrern hört man ab und an, dass sie nochmal richtig nen Schub machen konnten, als sie sich tiptop vermessen und messtechnisch optimiert auf den Bock gehockt haben.

Einfach nur Kamera und anschauen ist ja schon fast banal. Was man da so alles findet. Von elektrischer Muskelaktivitätsmessung, Pedaldruckanalysen, Sitzknochenvermessung und was weiß ich noch alles.

Nun könnte man natürlich einfach hingehen und machen lassen und wenn es nicht gefällt, schraubt man es halt zurück. Problem dabei: Man ist schnell mit hohen dreistelligen Beträgen dabei wenn man das rundum Programm bucht und man muss am Hightech Boliden rumschrauben, was ja nur bedingt ein Spass ist bei den vollintegrierten Lösungen.

Was bringt was, was ist sinnlos, wie sind eure Erfahrungen?

Ich wohne übrigens in Berlin. Ansonsten hätte ich vermutlich schon einen Termin in Bensheim gemacht. Aber das scheint mir zumindest solange dann doch etwas übertreiben zu sein mit der zusätzlichen Anreise bis mich jemand eines besseren belehrt. :-)

Ich bin gespannt.

res
28.09.2015, 13:38
Für mich besser investeirtes Geld als für einen Powermeter.
Es gibt hier im Forum einen King of PM, wenn ich jedoch sehe wie der sein Rad eingestellt hat.:ä

captain hook
28.09.2015, 13:44
Für mich besser investeirtes Geld als für einen Powermeter.
Es gibt hier im Forum einen King of PM, wenn ich jedoch sehe wie der sein Rad eingestellt hat.:ä

Ich hab ja zum Glück kein Bild meiner Position gezeigt. :D (aber am TT Bike mag ich meinen PM auch. :-) )

res
28.09.2015, 13:46
Es gibt viele Anbieter, nich jedem würde ich vertrauen.

Becki
28.09.2015, 13:51
Bikefitting besteht aus mehreren aufeinander folgenden Schritten:

Vermessung des Körpers,
Beweglichkeitsanalyse,
Fahr-Analyse auf einem frei verstellbaren Rad, das auf einem Rollentrainer befestigt wird. Nach einer Videoaufzeichnung werden dann Feinjustierung der Rahmengeometrie vorgenommen.

Ergebnis ist dann eine Rahmengeometrie, die man entweder mit einem Standardrahmen, dessen Geometriewerte man durch Veränderung der Lenker- Vorbau-Kombination und der Sattelverstellmöglichkeiten weitgehend realisiert oder durch einen Maßrahmen, der nach den Vorgaben gebaut wird.

Bei meinem Rad war das Bikefitting Bestandteil des Rahmenpreises. Die Arbeiten wurden bei Synergy Protraining in Berlin gemacht. Ich fand den Laden sehr professionell und das Ergebnis hervorragend. Sie haben u.a. eine Reihe von Profis beraten.

http://www.synergy-protraining.de

captain hook
28.09.2015, 14:09
Es gibt viele Anbieter, nich jedem würde ich vertrauen.

Das ist gerade mein Problem. :D

Genau mit diesem hier zB


Bikefitting besteht aus mehreren aufeinander folgenden Schritten:

Vermessung des Körpers,
Beweglichkeitsanalyse,
Fahr-Analyse auf einem frei verstellbaren Rad, das auf einem Rollentrainer befestigt wird. Nach einer Videoaufzeichnung werden dann Feinjustierung der Rahmengeometrie vorgenommen.

Ergebnis ist dann eine Rahmengeometrie, die man entweder mit einem Standardrahmen, dessen Geometriewerte man durch Veränderung der Lenker- Vorbau-Kombination und der Sattelverstellmöglichkeiten weitgehend realisiert oder durch einen Maßrahmen, der nach den Vorgaben gebaut wird.

Bei meinem Rad war das Bikefitting Bestandteil des Rahmenpreises. Die Arbeiten wurden bei Synergy Protraining in Berlin gemacht. Ich fand den Laden sehr professionell und das Ergebnis hervorragend. Sie haben u.a. eine Reihe von Profis beraten.

http://www.synergy-protraining.de

Da hab ich schon Sachen gesehen, da wäre ich fast zusammengebrochen. Vielleicht können die was, bei den beiden bei denen ich das begutachten konnte war es eine Katastrophe. Von anderen vernahm ich Empfehlungen zu Bikes, die nicht passen konnten.

Grundsätzlich weiß ich um was es geht. Ich habe auch nicht das Problem ein neues Rad zu kaufen und nicht im Ansatz zu wissen was ich zu tun habe. Es geht um eine Optimierung einer durchaus soliden Basis wenn ich das so sagen kann. :-) Wenn man den Internetseiten glaubt, sind das alles Profis, sie haben alle Profis als Referenzen und natürlich sind alle die Besten. Aber ich will ja den finden, der der Beste ist. Nicht den, der am besten erzählt.

Was hab ich von tollen Profis, die in 10h einen Profi vielleicht gut aufn Bock setzen, aber mich in 2h halt nach 08/15 Schema. Da bin ich dann so selbstbewusst und sag: um mir davon meine Position verstellen zu lassen ist sie zu gut.

Marin
28.09.2015, 14:18
Wenn du dich schon halbwegs gut auskennst ist es besser, dir noch mehr Wissen anzueignen (Bücher, Internet, Kollegen) und selber zu experimentieren. Bei Bikefitting ist auch - wie fast überall - extrem viel Hokuspokus dabei.

captain hook
28.09.2015, 14:29
Wenn du dich schon halbwegs gut auskennst ist es besser, dir noch mehr Wissen anzueignen (Bücher, Internet, Kollegen) und selber zu experimentieren. Bei Bikefitting ist auch - wie fast überall - extrem viel Hokuspokus dabei.

Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass zum identifizieren von "Löchern" im Bewegungsablauf und gewissen muskulären Zusammenhängen (sowas wie: wenn die Hüfte so steht blockiert sie Muskel XY, der dann in dieser Phase nicht optimal arbeiten kann...) eine entsprechende Fachkenntnis sicher hilfreich sein kann.

Deshalb hab ich ja auch keinen Bock auf "der Kniewinkel muss bei jedem 145°, der Armwinkel muss 90° haben und XYZ muss so und so."

Marin
28.09.2015, 14:51
Das halte ich auch keinesweg für ausgeschlossen!

Das Problem ist halt wem für gute Tips viel Geld zu geben dem man nicht von vorneherein vertraut.

captain hook
28.09.2015, 15:00
Das Problem ist halt wem für gute Tips viel Geld zu geben dem man nicht von vorneherein vertraut.

Deshalb hoffe ich auf den Schwarm. ;-)

Becki
28.09.2015, 15:12
Ich kann nicht mehr tun, als Dir von meinen Erfahrungen zu berichten.

Siggerl
28.09.2015, 15:14
Das Problem ist halt wem für gute Tips viel Geld zu geben dem man nicht von vorneherein vertraut.

Jo, wenn man das immer wüßte - da gehört neben aller Programmatik auch eine Portion Erfahrung dazu.

Radkollege hat mir vor ein paar Monaten euphorisch erzählt, dass er nach einem Bikefit 20% effektiver fährt. Weis nicht, wo sowas herkommt, der saß auch vorher nicht wie ein Affe auf ner Schaukel, insofern halte ich solche Zahlen nicht für seriös.

Seine Sitz-/Beinposition blieb nahezu gleich, vorne greift er nun deutlich höher und kürzer und sitzt vergleichsweise aufrecht. Nach meiner Ansicht ist das einer gewissen Unbeweglichkeit im Rumpf geschuldet. Man kann natürlich den Ist-Zustand nehmen und das Material darauf abstimmen, das ist der einfache Weg. Würde annehmen, das war ne Firlefanz-Adresse, drum frag ich im Sinne des TE auch nicht nach :Angel:

captain hook
28.09.2015, 15:37
Was da immer so versprochen wird... Bei den einen spart man 20% Luftwiderstand im Rahmen, beim nächsten tritt man 20% effektiver. Welchen Aussagewert hat sowas?

Ich werfe mal den Namen Machacek in den Ring. Zumindest eine imposante Referenzliste...

captain hook
28.09.2015, 15:43
Ich kann nicht mehr tun, als Dir von meinen Erfahrungen zu berichten.

Und ich kann nur sagen was ich von denen gesehen habe. :-) Deshalb ja auch der Hinweis darauf, dass es anders sein mag, wenn die wirklich tun was sie können. Aber wer sagt mir dann, was für einen Tag sie haben wenn ich dort erscheine? Einen 08/15 Tag oder einen, wo sie mich individuell optimal platzieren? Offensichtlich geht beides. Welches der Vermessungspakete hattest Du gewählt (geht ja von 100-500€)? Die bieten ja zB auch sowas an wie "elektromyograph. Analyse der Arbeitsmuskulatur" oder "sitzpositionsabhängige Maximalkraftmessungen". Mir sind so analytische Verfahren ja eigentlich sympathisch wenn sie was taugen.

captain hook
28.09.2015, 15:45
Wen meinst du? Beispiel?

Tragt eure Spielereien und persönlichen Scharmützel doch irgendwoanders aus. Ich habe Interesse an Austausch zum Thema. Vielen Dank. :)

res
28.09.2015, 15:47
Was da immer so versprochen wird... Bei den einen spart man 20% Luftwiderstand im Rahmen, beim nächsten tritt man 20% effektiver. Welchen Aussagewert hat sowas?

Ich werfe mal den Namen Machacek in den Ring. Zumindest eine imposante Referenzliste...

Den würde ich nicht nehmen, war auch schon hier vertreten, hat mich gar nicht überzeugt.

captain hook
28.09.2015, 16:01
Den würde ich nicht nehmen, war auch schon hier vertreten, hat mich gar nicht überzeugt.

Nunja, es gibt ja nicht sooooviele die einem fürs umfassende Programm einfallen inkl. Messen.

Radlabor Freiburg ggf noch, Cyclefit natürlich ganz oben auf der Liste...

Fraglich halt, was noch was bringt und wo die Grenzen sind.

Synergy ist soeben übrigens ausgeschieden. Die können im Moment nicht alles anbieten was die Seite bewirbt.

Wenn Du Machacek nicht gut findest... wen findest Du denn gut? Und besonders: warum?

Masematte
28.09.2015, 16:04
Mit gebioMized aus Münster haben eigentlich alle im Bekanntenkreis die da waren nur positive Erfahrungen gemacht!

res
28.09.2015, 16:05
Ach damals hat er einfach die Kunden etwas zentrierter gesetzt plus Pedalplatten angeguckt.
Buchstaler würde ich mal gucken.
Ich verfolge das Thema seit langem, ich brauche es nicht, ist aber intressant.
Ich würde zu Cyclefit gehen.

supa66
28.09.2015, 16:14
Als Zeitfahrer ist man ja immer irgendwie auf der Suche möglichst viel Speed aus möglichst wenig Watt zu machen.

Ich würde sagen, da bin ich auch nicht so schlecht sortiert. :D

Andererseits ist ja immer die Frage, ob man aus den eigenen Möglichkeiten die Watt rausholt die man rausholen könnte (also so rein biomechanisch). Oder ob man im Zuge der Watt/kmh Optimierung irgendwas übertrieben hat oder irgendwo Löcher im Bewegungsablauf hat, die man selber garnicht so richtig mitbekommt.

Selbst von erfahrenen Zeitfahrern hört man ab und an, dass sie nochmal richtig nen Schub machen konnten, als sie sich tiptop vermessen und messtechnisch optimiert auf den Bock gehockt haben.

Einfach nur Kamera und anschauen ist ja schon fast banal. Was man da so alles findet. Von elektrischer Muskelaktivitätsmessung, Pedaldruckanalysen, Sitzknochenvermessung und was weiß ich noch alles.

Nun könnte man natürlich einfach hingehen und machen lassen und wenn es nicht gefällt, schraubt man es halt zurück. Problem dabei: Man ist schnell mit hohen dreistelligen Beträgen dabei wenn man das rundum Programm bucht und man muss am Hightech Boliden rumschrauben, was ja nur bedingt ein Spass ist bei den vollintegrierten Lösungen.

Was bringt was, was ist sinnlos, wie sind eure Erfahrungen?

Ich wohne übrigens in Berlin. Ansonsten hätte ich vermutlich schon einen Termin in Bensheim gemacht. Aber das scheint mir zumindest solange dann doch etwas übertreiben zu sein mit der zusätzlichen Anreise bis mich jemand eines besseren belehrt. :-)

Ich bin gespannt.

ich bin auch gespannt :D,
Gehe auch seit einiger Zeit mit der Idee schwanger, sowas mal in Berlin zu machen. Bei mir mit dem Leckerchen, das ich bedingt durch ne kleine Hüftfehlstellung gefühlt ein Bein länger als das andere habe. Das kurbelt man sich dann Kilometer für Kilometer rein. Ist mal die Frage, ob man sowas durch Schuhplattengeschiebe oder sonstwas wegjustiert oder ob man das als gegeben hinnimmt.
Aber allein schon das Thema Cleats, wenn ich da mal neue montiere und die nen Milimeter zu weit rechts links oben unten sind ist Spass vorprogrammiert :D
Das liebste wäre mir, jemand mit u.a. orthopädischen Sachverstand schraubt mich auf meiner Gurke so hin, das Nacken, Hintern, Rücken und der ganze restliche Körpersalat "in die Hände klatschen"und man sich im Nachgang fragt, warum man dies nicht schon längst mal gemacht hat. Ne bikefittende Wollmilchsau oder so.

captain hook
28.09.2015, 16:23
Naja, Probleme hab ich eigentlich (zum Glück) keine. Ich will einfach nur schneller fahren. :-)

Gosy
28.09.2015, 17:15
ich bin auch gespannt :D,
Gehe auch seit einiger Zeit mit der Idee schwanger, sowas mal in Berlin zu machen. Bei mir mit dem Leckerchen, das ich bedingt durch ne kleine Hüftfehlstellung gefühlt ein Bein länger als das andere habe. Das kurbelt man sich dann Kilometer für Kilometer rein. Ist mal die Frage, ob man sowas durch Schuhplattengeschiebe oder sonstwas wegjustiert oder ob man das als gegeben hinnimmt.
Aber allein schon das Thema Cleats, wenn ich da mal neue montiere und die nen Milimeter zu weit rechts links oben unten sind ist Spass vorprogrammiert :D
Das liebste wäre mir, jemand mit u.a. orthopädischen Sachverstand schraubt mich auf meiner Gurke so hin, das Nacken, Hintern, Rücken und der ganze restliche Körpersalat "in die Hände klatschen"und man sich im Nachgang fragt, warum man dies nicht schon längst mal gemacht hat. Ne bikefittende Wollmilchsau oder so.


Meine Hüfte ist auch schief, aber die Beine Gleichlang . Sind muskuläre Ungleichgewichte. War auch bei cyclefit. der hat ein krasses Fach und Praxiswissen.

Ziggi Piff Paff
28.09.2015, 17:20
Hallo,

deine Ansprüche sind ja etwas höher als meine. Ich war zweimal beim Bikefitting. Einmal mit dem Rennrad und einmal mit dem Triathlon Rad. Meine Radeinstellungen hatte ich vorher nach Beinlänge und diversen Formeln eingestellt. Von den Pedalplatten ausgehend.


Mit dem Rennrad war ich in Bad Soden bei Machacek. Der Mitarbeiter hat sich viel Mühe gegeben und mich eingehend befragt und vermessen inclusive Druckverteilung in den Schuhen. Der Sattel kam etwas höher und nach vorne. Das war es eigentlich an Veränderung. Die Druckverteilung war sehr ungleichmässig rechts und links. Das war nach dem Einstellen der Pedalplatten und der Veränderung am Rad sichtbar besser.
http://machacek-fitting.com/radbiometrie-zentren.html


Mit dem Triathlon Rad war ich bei Fritz Buchstaller. Auch hier wurde ich eingehend befragt aber nicht grossartig vermessen. Mein Wunsch war eine nicht zu gestreckte Sitzposition für die Langdistanz. Erst wurden die Pedalplatten eingestellt und dann der Sattel. Danach der Vorbau bzw. Lenker.
Es lief ungefähr so ab wie in diesem Video von Triathlon Szene.de Incluive des Arm Gegenhalt Test. :)
http://www.radsport-buchstaller.de/index.php/vermessung/videos.html


Auf beiden Rädern fühle ich mich gut. Ob das jetzt aber an den Veränderungen lag oder eher psychisch bedingt ist kann ich nicht beurteilen. Auf dem Triathlon Rad gefällt mir die kompaktere Sitzposition gut.



Beide Vermessungen haben ca. 2 Stunden gedauert so genau weiß ich es nicht mehr. Ich hatte bei beiden das Gefühl gut betreut zu werden. Etwas mehr Mühe hat sich meiner Meinung nach der Mitarbeiter von Macharek gegeben. Fritz Buchstaller musste doch ab und an mal mit Kai Hundertmark telefonieren.

Gosy
28.09.2015, 17:24
Nach vorne und hoch hab ich schonmal gehört das macht er mit allen....

AstroZombie
28.09.2015, 17:25
http://machacek-fitting.com/radbiometrie-zentren.html


hier war ich auch. beratung und vermessung war super, auf alle fragen konnte eingegangen werden --> war sehr zufrieden.
vorbau wurde 1cm kürzer, etwas weniger überhöhung und sattel etwas nach vorn.
und es hat sich wirklich gelohnt.

captain hook
28.09.2015, 17:26
und es hat sich wirklich gelohnt.

Woran machst Du das fest?

Casul
28.09.2015, 17:33
Naja, Probleme hab ich eigentlich (zum Glück) keine. Ich will einfach nur schneller fahren. :-)

Du möchtest, dass der dich behandelt wie einen Profi.
Du bist keiner.
Wärest du einer, würdest du nicht rund 250 Euro zahlen, sondern ihn 10 Stunden buchen. Und 10 Stunden bezahlen. Das willst du aber nicht. Jeder Kunde möchte 100% Zuwendung wie ein Profi? Geht nicht. Machst du auch nicht im Beruf, amcht keiner, behaupte ich.
Fahr nach Bensheim und sag ihm, dass du wie ein Profi ausgemessen werden willst, frag ihn nach dem Preis und bezahle ihn.
Bei mir hat er eine Leistungssteigerung in geringerem Umfang hinbekommen, aber bei gleicher Leistung habe ich jetzt weniger Belastung. Und weniger Beschwerden. Und sitze eigentlich etwas höher als vorher. Das, was "man" so allgemein annimmt, hat sich für mich ohne seine Worte bereits selbst während des Tests als falsch erwiesen. Konnte ich ja selbst sehen, wie sich das verändert.
Machaczek: War ein Freund gewesen Für die Katz. Kam wieder und meinte, das könne er ganz sicher nicht fahren. Position wieder zurückgestellt.
Buchstaller macht Esoterik. Muss man mögen. Die kinesiologischen Tests sind für viele Hokuspokus. Aber er weiß schon, wie es geht - aber auch er hatte schlechte Tage, kann man ja bei den Erfahrungsberichten nachlesen. Und er ist zu den top Fahrern wohl auch anders.
Jo Spindler soll ebenfalls sehr gute Arbeit machen, ist aber weit, die Anreise aus Berlin.
Was ist mit Teutenberg (oder/und sein Bruder), Radrennbahn Büttgen? Hat der Frommhold und Raelert eingestellt? Außerdem die aerodynamischen Tests? Aber der ist ganz sicher nicht billig. Er ist Profi. Und man muss ihn wie ein Profi bezahlen. Willst du das?

captain hook
28.09.2015, 17:41
Du möchtest, dass der dich behandelt wie einen Profi.
Du bist keiner.
Wärest du einer, würdest du nicht rund 250 Euro zahlen, sondern ihn 10 Stunden buchen. Und 10 Stunden bezahlen. Das willst du aber nicht. Jeder Kunde möchte 100% Zuwendung wie ein Profi? Geht nicht. Machst du auch nicht im Beruf, amcht keiner, behaupte ich.
Fahr nach Bensheim und sag ihm, dass du wie ein Profi ausgemessen werden willst, frag ihn nach dem Preis und bezahle ihn.
Bei mir hat er eine Leistungssteigerung in geringerem Umfang hinbekommen, aber bei gleicher Leistung habe ich jetzt weniger Belastung. Und weniger Beschwerden. Und sitze eigentlich etwas höher als vorher. Das, was "man" so allgemein annimmt, hat sich für mich ohne seine Worte bereits selbst während des Tests als falsch erwiesen. Konnte ich ja selbst sehen, wie sich das verändert.
Machaczek: War ein Freund gewesen Für die Katz. Kam wieder und meinte, das könne er ganz sicher nicht fahren. Position wieder zurückgestellt.
Buchstaller macht Esoterik. Muss man mögen. Die kinesiologischen Tests sind für viele Hokuspokus. Aber er weiß schon, wie es geht - aber auch er hatte schlechte Tage, kann man ja bei den Erfahrungsberichten nachlesen. Und er ist zu den top Fahrern wohl auch anders.
Jo Spindler soll ebenfalls sehr gute Arbeit machen, ist aber weit, die Anreise aus Berlin.
Was ist mit Teutenberg (oder/und sein Bruder), Radrennbahn Büttgen? Hat der Frommhold und Raelert eingestellt? Außerdem die aerodynamischen Tests? Aber der ist ganz sicher nicht billig. Er ist Profi. Und man muss ihn wie ein Profi bezahlen. Willst du das?

Bist Du auf der falschen Seite aus dem Bett gestiegen?

Habe ich irgendwo erwähnt, dass ich etwas nicht bezahlen wollte von dem was ich erwarte?

Welche Rolle soll das mit dem Profi spielen? Ich hab Spass an meinem Hobby und glaube dafür komme ich ganz gut zurecht. ;-)

Casul
28.09.2015, 17:54
Bist Du auf der falschen Seite aus dem Bett gestiegen?
;-)

hast du was falsch verstanden? War freundlich gemeint.
Wüsst ja noch mehr, aber bin dann besser draußen.

captain hook
28.09.2015, 17:58
hast du was falsch verstanden? War freundlich gemeint.
Wüsst ja noch mehr, aber bin dann besser draußen.

Ich zitier Dich einfach mal:

"(...)Wärest du einer, würdest du nicht rund 250 Euro zahlen, sondern ihn 10 Stunden buchen. Und 10 Stunden bezahlen. Das willst du aber nicht. (...)"

Das stimmt halt nicht. Wenn ich mir sicher wäre, dass es mich weiterbringt wäre ich bereit das zu bezahlen.

Warum Du raus sein willst hab ich zwar nicht verstanden, aber ich wünsche Dir trotzdem einen tollen Abend.

Ziggi Piff Paff
28.09.2015, 17:59
hast du was falsch verstanden? War freundlich gemeint.
Wüsst ja noch mehr, aber bin dann besser draußen.

schade,

aber du hast recht mit deinem Post weiter oben. Auch wenn er eher unfreundlich klingt.

Für mich als Hobbyfahrer haben die 2 Stunden volle Aufmerksamkeit ausgereicht. Ich hatte auch den Eindruck bei Captain Hook könnte das etwas länger dauern da er möglicherweise schon sehr gut auf dem Rad sitzt.

willerw
28.09.2015, 18:05
Meine Hüfte ist auch schief, aber die Beine Gleichlang . Sind muskuläre Ungleichgewichte. War auch bei cyclefit. der hat ein krasses Fach und Praxiswissen.

Wir haben hier auch das Problem von identischen Beinlängen aber schiefer Hüfte.
Was hat der an Deiner Sitzposition verändert?
Hat er Dir auch Gymnastik oder irgend welche Übungen mit Gewichten empfohlen?

Mr.Faker
28.09.2015, 18:33
Ach damals hat er einfach die Kunden etwas zentrierter gesetzt plus Pedalplatten angeguckt.
Buchstaler würde ich mal gucken.
Ich verfolge das Thema seit langem, ich brauche es nicht, ist aber intressant.
Ich würde zu Cyclefit gehen.

Ich war bei Cyclefit. Weiß aber nicht was ich davon halten soll.

res
28.09.2015, 18:35
Tja, gibt sicher keiner der das Wissen hat ,in dem Bereich.
Was war bei dir Unklar?

Mr.Faker
28.09.2015, 18:48
Tja, gibt sicher keiner der das Wissen hat ,in dem Bereich.
Was war bei dir Unklar?

Bei mir war nichts unklar, ich wollte einfach die beste Position für mich rausfinden. 220Euro hat der Spaß damals gekostet.

a.) wie ich am meisten Druck habe
b.) am aerodynamischsten sitze

Alles andere ist für mich nebensächlich. Seitdem ich auf mein Gefühl höre, dieses mit der Leistungsfähigkeit abgleiche und von anderen ehemaligen älteren und aktuellen Rennfahrern die Meinung einhole und mit meinem Gefühl zusammenwerfe habe ich einen guten Kompromiss gefunden.
Ich bin eben der Meinung mit einmal einstellen ist es nicht getan.

res
28.09.2015, 18:51
Ja einmal genügt nicht, dazu kommt noch je nach Jahreszeit eine leicht geänderte Posi.
Seht gut ist immer noch wenn man sich bei einer Ausfahrt von einem Erfahrenen Kollegen beobachten lässt.

captain hook
28.09.2015, 18:56
Bei der versammelten Erfahrung hier könnte ich ja nen Video auf der Rolle aus verschiedenen Perspektiven machen und hier rein stellen. ;-) was denkt ihr?

res
28.09.2015, 18:59
Hmmm. Auf der Strasse sitzt man anders, besser zu beobachten. Klar wenn einer ganz falsch sitzt, kann man so erste Korrekturen vornehmen.

Mr.Faker
28.09.2015, 19:01
Ja einmal genügt nicht, dazu kommt noch je nach Jahreszeit eine leicht geänderte Posi.
Seht gut ist immer noch wenn man sich bei einer Ausfahrt von einem Erfahrenen Kollegen beobachten lässt.

Das ist u.a. auch ein Argument das ich ständig einwerfe. Gut auf ein paar Dinge kann man verzichten, ich fahre im Winter kaum Unterlenker, im Rennen kann ich aber 2h Anschlag im Unterlenker fahren, oder auch 4h im Training. Nur im Winter ein No-Go.
Rollenvideos wirken immer anders, auch statisch. Ich habe schon die selbe Erfahrung gemacht, manche glauben dann dass Rollen und Straßenposition eine andere ist :D

Gosy
28.09.2015, 19:01
Nix. Cyclefit bietet genau deshalb an die Position zu testen und wenn was nicht passt in 4 Wochen wieder hin ohne kosten.
Es sind muskuläre Ungleichgewichte und Verkürzungen . Bin sehr unbeweglich und arbeite dran. Rad wurde nicht verstellt war gut eingestellt .pedalplatten hat er korrigiert.

captain hook
28.09.2015, 19:14
Die fitter messen doch auch auf der Rolle?!

res
28.09.2015, 19:20
Ja.
Aber man sitzt nicht so wie beim normalen fahren auf der Strasse.
Ich war ja vor vielen Jahren bei Bianchi, da gab es einen älteren Herrn, der hat von Argetin, Pantani, Ullrich alle eingestellt.
Zuerst das Gepräch was für ein Fahrer man sei, dann einstellen, dann 2 Std fahren. Später Korrekturen.

supa66
28.09.2015, 19:26
Es sind muskuläre Ungleichgewichte und Verkürzungen . Bin sehr unbeweglich und arbeite dran.

in die Richtung geht das bei mir auch. Bin seit Jahrzehnten 3-4 die Woche in der Muckilette, dazu 3-4 auf dem Rad. Stretchen, Yoga oder sowas nie gemacht. Im kommenden Jahr steht die 50 ins Haus und momentan habe ich gerade ein paar "Anwendungen" für den Rücken und die Dame meint, der ganze krempelkram Rücken wäre hart und verspannt und was weiss ich. Wahrscheinlich muss ich langsam mal anfangen, an der Beweglichkeit zu arbeiten :rolleyes:

captain hook
29.09.2015, 08:47
Ja.
Aber man sitzt nicht so wie beim normalen fahren auf der Strasse.
Ich war ja vor vielen Jahren bei Bianchi, da gab es einen älteren Herrn, der hat von Argetin, Pantani, Ullrich alle eingestellt.
Zuerst das Gepräch was für ein Fahrer man sei, dann einstellen, dann 2 Std fahren. Später Korrekturen.

Jepp, gibt da ja auch die Leute die stundenlang vorm Haus vom Walser auf und ab fahren mussten. ;-)

Der aktuelle Stand sieht statisch ungefähr so aus: http://www.radkampftage.de/index.php/archiv/2015/galerie-zeitfahrtag-2015#46

enasnI
29.09.2015, 09:26
in die Richtung geht das bei mir auch. Bin seit Jahrzehnten 3-4 die Woche in der Muckilette, dazu 3-4 auf dem Rad. Stretchen, Yoga oder sowas nie gemacht. Im kommenden Jahr steht die 50 ins Haus und momentan habe ich gerade ein paar "Anwendungen" für den Rücken und die Dame meint, der ganze krempelkram Rücken wäre hart und verspannt und was weiss ich. Wahrscheinlich muss ich langsam mal anfangen, an der Beweglichkeit zu arbeiten :rolleyes:

BlackRoll. Tut weh, aber bringt's.

Mr.Faker
29.09.2015, 09:30
in die Richtung geht das bei mir auch. Bin seit Jahrzehnten 3-4 die Woche in der Muckilette, dazu 3-4 auf dem Rad. Stretchen, Yoga oder sowas nie gemacht. Im kommenden Jahr steht die 50 ins Haus und momentan habe ich gerade ein paar "Anwendungen" für den Rücken und die Dame meint, der ganze krempelkram Rücken wäre hart und verspannt und was weiss ich. Wahrscheinlich muss ich langsam mal anfangen, an der Beweglichkeit zu arbeiten :rolleyes:

Bei jedem Mensch wird man etwas finden, war bei mir auch. Gestört oder an der Leistung hat mich noch nichts gehindert :D
Das ist doch auch der Grund, warum ein Stages PM nicht funktionieren kann, unterschiedlich lange Beine/Dysbalancen und und.
Ich glaube das gehört auch zum 0815 Programm, das jemand erstmal gesagt bekommt welche muskuläre Probleme er hat. Dann bekommt man ein paar Übungen gezeigt und das wichtigste wird am weniger wichtigsten behandelt :D
MFT Disc und BlackRoll schaden aber nicht.

REIZEND
29.09.2015, 09:49
Jepp, gibt da ja auch die Leute die stundenlang vorm Haus vom Walser auf und ab fahren mussten. ;-)

Der aktuelle Stand sieht statisch ungefähr so aus: http://www.radkampftage.de/index.php/archiv/2015/galerie-zeitfahrtag-2015#46

Du machst doch regelmäßig Materialtests auf einer Referenzstrecke. Warum dehnst Du das nicht einfach auf Positionstests aus? Mit Tacho, Puls- und Leistungsmessung, sollte das doch machbar sein. So viele (sinnvolle) Parameter für Änderungen gibt es doch auch nicht. BTW sieht die Position vom aerodynamischen her für meinen laienhaften Blick schon ziemlich optimal aus. Ich würde zunächst mal testen, ob ich aufrechter sitzend evtl. genügend mehr Watt treten könnte, um dann mit schlechterer Aerodynamik trotzdem schneller zu fahren.

Ein Bekannter (Zeitfahr-WM in seiner AK) hat gute Erfahrungen bei Komsport gemacht. Die Verbesserungen waren zwar nicht exorbitant, wichtig war für ihn aber auch die Bestätigung, optimal zu sitzen. Wahrscheinlich wirst Du für Dein Geld genau das bekommen.

MrEidechse
29.09.2015, 09:56
Ich war vor einigen Jahren bei Machacek, habe dort sowohl mein RR für Triathlon anpassen lassen (Auflieger, Sattelstütze, Vorbau, etc.) als auch meinen Crosser dabei gehabt. Hr. M war freundlich, es wurde auf mich eingegangen, ich kam mir nicht "abgefertigt" vor. Ich wurde vermessen, fahren war auf der Rolle mit Videoaufzeichnung (wohl das übliche Programm), anschließende Beratung bzw. Auswertung und Anpassung der Hardware. Hr. M machte einen kompetenten Eindruck auf mich.

In den folgenden Monaten und Jahren habe ich am meinem RR mit diesem Setup mein Training und mehrere Wettkämpfe bestritten (SD, OD, MD). Hatte nie Rücken-, Fuß-, oder sonstige Probleme. Daher sage ich mal, dass das Setup für mich funktioniert hat. Ob das auch ohne das Fitting von Herrn M so gewesen wäre weis ich natürlich nicht. Für den Crosser war das Ganze einfacher, der war eigentlich schon gut auf meine Geo eingestellt gewesen, daher eben auch kaum Änderungsbedarf nötig (Sattel ein wenig nach vorn).

Mein Fazit für mich:

Mit einem Zeitfahrrad oder einen an Triathlon anzupassenden RR würde ich wahrscheinlich wieder zu einem Fitter gehen, mit meinem RR eher nicht. Da habe ich bzgl. der Anpassung an meine Geo auf mein Körpergefühl und den zwischenzeitlich erworbenen Wattmesser vertraut und fahre damit meinem Gefühl nach auch gut.

Gruß
MrE

frankfurt
30.09.2015, 11:50
Hast Du Dich denn entschieden? Gibt es einen Fitter? Oder sparst Du lieber Dir das Geld?

martinek1977
30.09.2015, 11:57
in die Richtung geht das bei mir auch. Bin seit Jahrzehnten 3-4 die Woche in der Muckilette, dazu 3-4 auf dem Rad. Stretchen, Yoga oder sowas nie gemacht. Im kommenden Jahr steht die 50 ins Haus und momentan habe ich gerade ein paar "Anwendungen" für den Rücken und die Dame meint, der ganze krempelkram Rücken wäre hart und verspannt und was weiss ich. Wahrscheinlich muss ich langsam mal anfangen, an der Beweglichkeit zu arbeiten :rolleyes:

Und dabei soll das fitting den Durchbruch bringen ? Klingt eher nach normalen Problemen. Stretchen usw. kannst ja auch so.

supa66
30.09.2015, 12:08
BlackRoll. Tut weh, aber bringt's.

so ne rosa Faszienrolle :D hat meine Frau mal begeistert aus nem Wellnessurlaub mitgebracht, das werde ich mal testen und mal bei youtube nach gescheiten Benutzungsanregungen schauen

captain hook
30.09.2015, 12:28
Hast Du Dich denn entschieden? Gibt es einen Fitter? Oder sparst Du lieber Dir das Geld?

Ich hab mal nen Termin gemacht. Frag ich Depp dann noch, dass es nicht um Triathlon und so ginge und ob sie das mit der UCI auf dem Schirm haben (hat ja durchaus Auswirkungen auf die freie Entfaltungsmöglichkeit des Fitters). Voll peinlich... die Antwort lautete nämlich, dass sie schon viele Weltmeister dagehabt hätten und sich noch nie einer beschwert hätte. So kann man sich anschei**en.

Und... nein, ich sage noch nicht wo ich hingehen werde. Ich werde aber im Anschluss berichten. Vorlauf als "Normalo" allerdings enorm. Termin Mitte November.

Ich mach mir schon ins Hemd, dass die mir das ganze Rad verstellen... wobei... an meinem Shiv mit den ganzen integrierten Lösungen bin ich mal gespannt was am Ende geht und was nicht.

Da ich allerdings zu meinen Duathlonzeiten schonmal bei einem Anbieter aus der gleichen Ecke ne Bewegungsanalyse fürs Laufen hab machen lassen und sehr zufrieden war (sowohl mit der Art des Vorgehens als auch mit dem Ergebnis und den Aufgaben) habe ich da schon vertrauen, dass sie das auch auf dem Rad gut hinbekommen.

captain hook
30.09.2015, 12:29
so ne rosa Faszienrolle :D hat meine Frau mal begeistert aus nem Wellnessurlaub mitgebracht, das werde ich mal testen und mal bei youtube nach gescheiten Benutzungsanregungen schauen

Blackroll ist mehr oder weniger unersetzbar und Gold wert! Ich würde soweit gehen zu behaupten, dass es sich ggf sogar lohnt nen bisschen spezifische Trainingszeit zu opfern und sich dieser Sache zu widmen.

MrEidechse
30.09.2015, 12:38
Blackroll ist mehr oder weniger unersetzbar und Gold wert! Ich würde soweit gehen zu behaupten, dass es sich ggf sogar lohnt nen bisschen spezifische Trainingszeit zu opfern und sich dieser Sache zu widmen.

+1

enasnI
30.09.2015, 12:40
Blackroll ist mehr oder weniger unersetzbar und Gold wert! Ich würde soweit gehen zu behaupten, dass es sich ggf sogar lohnt nen bisschen spezifische Trainingszeit zu opfern und sich dieser Sache zu widmen.

Man kann sagen, eine Black Roll ist für uns Hobbysportler das, was der Profi nach jeder harten Einheit durch einen Psyiotherapeuten bekommt. Nur wir haben in der Regel keinen Therapeuten oder wollen ihn nicht bezahlen. Ich kann als relativ große Person sagen, dass sich verklebende und verkürzende Faszien dramatische Auswirkungen haben. Am linken Bein hat sich dadurch schon mal die gesamte Muskelkette so stark verkürzt, dass ein Rückenwirbel einen Nerv geklemmt hat, weil er so weit aus seiner eigentlichen Position gezogen wurde. Und simples, dennoch schmerzhaftes Gerolle über eine Blackroll hat dieses Problem in Luft aufgelöst. Seitdem nie mehr ohne.

martl
30.09.2015, 12:51
Radkollege hat mir vor ein paar Monaten euphorisch erzählt, dass er nach einem Bikefit 20% effektiver fährt.

Ah verstehe, der original Möve BikeFit, nur echt mit der Rückgewinnung sinnlos verschleuderter Kräfte, Momente und Energien :D

Gosy
30.09.2015, 13:10
Bei jedem Mensch wird man etwas finden, war bei mir auch. Gestört oder an der Leistung hat mich noch nichts gehindert :D
Das ist doch auch der Grund, warum ein Stages PM nicht funktionieren kann, unterschiedlich lange Beine/Dysbalancen und und.
Ich glaube das gehört auch zum 0815 Programm, das jemand erstmal gesagt bekommt welche muskuläre Probleme er hat. Dann bekommt man ein paar Übungen gezeigt und das wichtigste wird am weniger wichtigsten behandelt :D
MFT Disc und BlackRoll schaden aber nicht.

Durch ständiges wiederholen wird es nicht besser. Das stages funktioniert zeigen die Tests lieber Chris.

captain hook
30.09.2015, 13:19
Durch ständiges wiederholen wird es nicht besser. Das stages funktioniert zeigen die Tests lieber Chris.

Biomechanisch ist es total uninteressant ob die Kurbel misst oder nicht. Solange sie die richtige Länge hat. :-)

Ich hab auf jeden Fall schonmal auf dem Schirm schonmal im Vorfeld mit ein paar Übungen anfangen. Inzwischen weiß man ja wie sowas abläuft und grundsätzlich kann man ja schonmal etwas vorarbeiten, damit man nicht wie ein Depp da steht bei dem sich dann wenn man dann endlich anfängt was zu machen alle 3 Wochen was verändert wo man eigentlich wieder nachbessern müsste. So gesehen schonmal ne gute Motivation den inneren Schweinehund bezüglich dieser (für mich) unliebsamen Sachen etwa anzugehen. Ansonsten lautet das Urteil erstmal: Zu unstabil, große r/l Diff, zu unbeweglich, zu wenig Stützmuskulatur... Neeeeee, das muss man dort nicht feststellen. Eigentlich weiß ich es jetzt schon. :-P

Gosy
30.09.2015, 13:22
Ich hatte mein Rad ja nach Gefühl eingestellt nachdem ich Probleme hatte und erst war genau so richtig so das nichts verstellt wurde

bentonit2006
30.09.2015, 13:34
Gehe seit Jahren mit allen Rädern regelmäßig zu KOM-Sport; Radeinstellungen, Überprüfung und Einlagen. Ist wie ein Besuch beim Hausarzt. Die kennen mich, meine Fahrweise und können auf Veränderungen adäquat reagieren, wie beispiesweise auf eine Veränderung meines Beckenschiefstandes.

frankfurt
30.09.2015, 14:25
Ich hab mal nen Termin gemacht. Frag ich Depp dann noch, dass es nicht um Triathlon und so ginge und ob sie das mit der UCI auf dem Schirm haben (hat ja durchaus Auswirkungen auf die freie Entfaltungsmöglichkeit des Fitters). Voll peinlich... die Antwort lautete nämlich, dass sie schon viele Weltmeister dagehabt hätten und sich noch nie einer beschwert hätte. So kann man sich anschei**en.

Und... nein, ich sage noch nicht wo ich hingehen werde. Ich werde aber im Anschluss berichten. Vorlauf als "Normalo" allerdings enorm. Termin Mitte November.

Ich mach mir schon ins Hemd, dass die mir das ganze Rad verstellen... wobei... an meinem Shiv mit den ganzen integrierten Lösungen bin ich mal gespannt was am Ende geht und was nicht.

Da ich allerdings zu meinen Duathlonzeiten schonmal bei einem Anbieter aus der gleichen Ecke ne Bewegungsanalyse fürs Laufen hab machen lassen und sehr zufrieden war (sowohl mit der Art des Vorgehens als auch mit dem Ergebnis und den Aufgaben) habe ich da schon vertrauen, dass sie das auch auf dem Rad gut hinbekommen.

Boah...das ist jetzt aber gemein. Raus mit der Sprache....

Superman_No1
30.09.2015, 22:23
Nabend zusammen,

habe mir sehr interessiert den Thread durchgelesen.

Ich glaube, dass für die meisten hier von uns die "großen Bikefitter" nicht die richtige Anlaufstelle sind.
Wenn ich sehe, dass jemand mit dem Einstellen von Profis Werbung macht, dann gruselt es mich immer ein bisschen.
Es sollte sich ja mittlerweile rumgesprochen haben, dass Profis aus ergonomischer Sicht vollkommen falsch auf zu kleinen Rädern sitzen. Die entstehenden körperlichen Beschwerden werden auf Grund der (angeblich) erhöhten Leistungsfähigkeit in Kauf genommen. Allerdings brauchen die dann auch eine zweistündige Massage nach einer 250km Etappe.

Sollte jemand von euch Lust auf einen "ergonomischen" Ansatz beim Einstellen des Rades haben, kann er sich gerne an mich wenden. Ich gebe dann gerne den Kontakt zu einem Ergonomieberater im Raum Hamburg weiter.

PS: Sollte sich jemand fragen warum ich den Kontakt nicht öffentlich mache ist das leicht zu beantworten.
Der Berater ist mein Bruder und ich habe habe keine Lust, dass sich hier evtl. einige unqualifiziert auslassen.
Ich möchte, falls Interesse besteht, einfach gerne helfen.

Gosy
30.09.2015, 22:46
Die Fitter kennen den Unterschied schon zwischen einem pro und hobbyfahrer .

Efix
30.09.2015, 23:24
Was ist mit Teutenberg (oder/und sein Bruder), Radrennbahn Büttgen? Hat der Frommhold und Raelert eingestellt? Außerdem die aerodynamischen Tests? Aber der ist ganz sicher nicht billig. Er ist Profi. Und man muss ihn wie ein Profi bezahlen. Willst du das?
Lars Teutenberg und Alex Bauer geben sich ungern bis gar nicht mit Hobetten ab. Und Büttgen ist bis auf weiteres nicht mehr nutzbar.

ich würde (als TE) eher zum Lloyd nach Bensheim fahren

frankfurt
09.11.2015, 15:47
Und lieber Captain Hook,

hast den Termin bereits wahr genommen und kannst uns berichten?

LG

captain hook
09.11.2015, 15:49
Und lieber Captain Hook,

hast den Termin bereits wahr genommen und kannst uns berichten?

LG

Donnerstag Abend. :)

frankfurt
09.11.2015, 16:33
Donnerstag Abend. :)

:gut:

Coloniago
09.11.2015, 17:10
Liebe Leute,
ein kurzer Bericht aus einem Bike-Fitting bei Staps in Köln:
Ich war da im März und insgesamt ganz zufrieden. Mein Rad wurde vermessen und die Maße auf ein Ergometer übertragen. Dann wurde der ist-Zustand der Kräfte an den Pedalen gemessen und ein starker Unterschied rechts zu links festgestellt. An mir wurde nur der Beinwinkel vermessen, keine anderen Körpermaße genommen. Dann die Sitzhöhe angespasst (+1cm) und die Pedalplatte auf einer Seit angepasst. Dann neue Messung und nahezu keine re/li-Abweichung mehr, spürbar runderer Tritt.

Das Ganze hat eine gute Stunde gedauert, das Ergebnis ist gut, ich fühle mich besser auf dem Rad. Mir waren alle Schritte klar und transparent. Ich hatte vorher keine Schmerzen, wohl aber das Gefühl, dass ich eine komische Drehtbewegung mit dem linke Knie am oberen Punkt der Bewegung mache. Das ist weg.

In meiner Erinnerung habe ich 149,- Euro bezahlt, heute nochmal im www geschaut und da stehen 179,- für die einfachste Version. Jetzt bin ich nicht mehr sicher...

Steiger
09.11.2015, 17:44
Liebe Leute,
ein kurzer Bericht aus einem Bike-Fitting bei Staps in Köln:

Das Ganze hat eine gute Stunde gedauert, das Ergebnis ist gut, ich fühle mich besser auf dem Rad. Mir waren alle Schritte klar und transparent. Ich hatte vorher keine Schmerzen, wohl aber das Gefühl, dass ich eine komische Drehtbewegung mit dem linke Knie am oberen Punkt der Bewegung mache. Das ist weg.

In meiner Erinnerung habe ich 149,- Euro bezahlt, heute nochmal im www geschaut und da stehen 179,- für die einfachste Version. Jetzt bin ich nicht mehr sicher...
Ich finde, das Geld ist gut angelegt.:gut:
Wenn man bedenkt, für welchen Schnickschnack wir sonst so unser Geld ausgeben.
Das Problem ist auch, dass sich Fehlstellungen, welcher Art auch immer, oft später sehr gravierend auswirken. Ich weiß von einem Juniorenfahrer, bei dem die Knieschmerzen aufgrund eines (etwas) zu großen Rahmens chronisch wurden. Ich selbst konnte mit 18 Jahren auf einem 60er Rahmen ohne Probleme 200km runterreißen. (Fahre heute einen 56er) Inzwischen habe ich auf dem 60er nach einer Stunde Knieschmerzen, nach zwei Stunden Rückenprobleme.
Die Endlosexperimente mit der Cleateinstellung und Sitzposition habe ich nun langsam satt und werde in Kürze auch ein Bike-Fitting machen. Bringt sicher mehr als 350,-EUR für den ultimativen Carbonsattel.

Coloniago
10.11.2015, 11:31
Ich finde, das Geld ist gut angelegt.:gut:
.

Fand ich auch, wenn das anders klang ist es missverständlich, ich war mir nur unsicher über die Kosten... :6bike2:

Die Rahmenhöhe war in meinem Fall kein Faktor, das passt grundsätzlich.:Applaus:

frankfurt
13.11.2015, 12:23
Donnerstag Abend. :)

Wie wars? Und wo? Und, und, und etc ;)

captain hook
13.11.2015, 13:09
Wie wars? Und wo? Und, und, und etc ;)

Alda bist Du ungeduldig. :D

Ich hab mich natürlich nicht mit meinem heiligen Shiv hingetraut (und das war auch gut so). Jemanden den ich noch nie gesehen hab - völlig egal wie seine Referenzen sind - lasse ich nicht daran herumschrauben!

Also erstmal mit dem RR hingegangen und mal geschaut was so "abgeht".

"Leider" gab es ein rel. grundsätzliches Problem, was den Rest etwas "schwierig" gestaltete. Meine Radschuhe, mit denen ich seit Jahren gerne und gut fahre sind objektiv zu eng im Vorfuß. Also nicht ein bisschen, sondern massiv. Das es am Limit ist, war mir natürlich bewusst (mit dickeren Socken zB geht da nix), aber ich hab da wenig Gedanken drann verschwendet. In der Folge drückt es natürlich den Fuß zusammen, was ein ziemlich beklopptes Bild auf der Kraftmesssohle hinterlässt. Da war natürlich in dem Moment wenig drann zu machen und alles was damit zusammenhing war dann natürlich nur im relativ groben Rahmen möglich, weil die Fußstellung eh keine wirklich anständigen Messungen zulies. Da die Nummer offensichtlich war, hab ich gestern Abend dann noch bei einem englischen Shop rel. günstig einen Bont Schuh (Vaypor S) bestellt, bei dem ich bei allen Breiten und Längenangaben gut im Zielfenster lande. Außerdem hab ich ja schon etwas Erfahrung im Thermoanpassen, da wir das früher bei den CarbonSkates eh schon immer gemacht haben. Besten Dank an den Faker und dem Tipp da mal in England zu schauen. Sowohl bei der Verfügbarkeit als auch beim Preis kein Vergleich mit den deutschen Shops. Aber zumindest wurden die Platten besser in den Bewegungsablauf zentriert. Vorher zeigten die Messsohlen eine ziemlich wirres geeier. Was übrigens auch meinem Gefühl entsprach, dass ich besonders unter Druck nicht immer so richtig sauber "auf den Punkt getroffen" hab.

Beim Rest waren es eher homöopathische Anpassungen. Durch die weiter vorne platzierte Platte kam der Sattel etwas hoch und da ich zu weit vorne auf dem selbigen saß, wurde mir die eigentliche Sitzfläche unter den Hintern, also nach vorne geschoben. Das beruhigte dann auch die doch rel. ausgeprägte Bewegung im Beckenbereich.

Bin dann heute morgen ein bisschen extensiv Tempo gefahren und hab im Anschluss die Schuhplatten nochmal leicht an die Praxis angepasst. Mit der justierten V-Stellung (Ferse zeigte leicht nach innen, die Füße ein bisschen entenwatschelig nach außen) kam ich jedenfalls nicht so gut klar. Jetzt steht der Fuß wieder grade auf dem Pedal.

Der Rest der Anpassungen fühlte sich ganz gut an. Jedenfalls hab ich jetzt am Unterlenker eher das Gefühl "wie festgemauert" zu sitzen wie am TT Bike.

Natürlich gab es auch einige Hausaufgaben. Und natürlich betrafen die auch den unteren Rücken. Auch das hatte ich eigentlich schon vorher vermutet und auch schon mit der Arbeit begonnen. Sonst hätte der noch viel ärgeres gesehen.

Daheim hab ich dann festgestellt, dass die Einstellung meines Crossers interessanterweise schon immer quasi so war, wie das, was nun vermessen wurde.

Nun ist natürlich die Frage ob ich denke, dass sich sowas lohnt. Schwierig. Wenn man selber nachdenken würde oder so wie der Faker und Bala mal ne Videosession macht und sich vielleicht mal ein paar Meinungen von Außenstehenden anhört die Erfahrung haben, dann denke ich, dass man damit extrem weit kommen kann (zumal ja zB die theoretisch richtige Fußposition für mich auf Dauer nicht fahrbar ist und angepasst werden musste - was natürlich auch am Schuh liegen kann). Wenn man dann weiß, worauf man achten sollte und wo die großen Knackpunkte liegen... Lange Rede kurzer Sinn... Es war ein interessanter Austausch und einige Positionen die ich eh im Auge hatte oder die ich auch selber hätte sehen müssen (!!) waren dann auch fällig. Trotz jeder Menge Messtechnik wird an vielen Stellen auch nur mit Wasser gekocht.

Beim Schuh muss ich dann mal sehen. Ich war eigentlich schon immer ein Einlagentyp. Vielleicht mach ich da nochmal was. Aber jetzt gilt es erstmal zu sehen, wie der neue Schuh überhaupt ist und wie es damit aussieht.

Marin
13.11.2015, 13:16
Erfahrungsbericht von einem Radfahrkollegen:

http://www.dieketterechts.com/2015/11/bikefitting-mageregelt-durch-veletage.html

captain hook
13.11.2015, 13:27
Zitate aus dem Artikel:

"Die Abweichungen sind echt minimal."

"Alles mutiert jetzt zu einer philosophischen Frage"

"Mein Rennrad passt also"

"PS: Das bikefitting bei Veletage in Wien kann ich echt empfehlen. Egal wer, egal wann. Wir können das Rad an uns anpassen. Weil wir viele Möglichkeiten haben. Diese sollten wir nutzen. Josh hat sich sehr viel Zeit genommen. Mich informiert. Mir alle Fragen gewissenhaft beantwortet. Seine Präzision und Akribie sind bemerkenswert. Die Suche nach der idealen Sitzposition ist ein Geheimnis. Josh von Veletage Wien kennt dieses."

Seltsame Schlussfolgerung. So groß scheint das Geheimnis nicht gewesen zu sein, wenn das Rad schon vorher passte und die kleinen Änderungen eher eine philosophische Frage waren. Liest sich eher wie ne nett gemeinte Werbung.

chickenz
17.11.2015, 10:25
Hallo,

ich "denke" auch darüber nach mich so einer "Prozedur" zu unterziehen. Seit dem Kauf eines Vial Evo bin ich mir irgendwie nicht mehr sicher was die Satttelstellung anbelangt...
Ich hätte in der näheren Umgebung zwei Anbieter zur Auswahl:
1. Machacek Fitting - Saikls BIKES und MORE - Meckenbeuren (http://www.saikls-meckenbeuren.de/bikes-more/vermessung.html)
2. Body Geometry bei Radsport Heiss in Memmingen (http://www.rad-heiss.de/fahrrad/specialized%20-%20body%20geometry%20fit.html) (dort habe ich den Rahmen gekauft...)
Was ratet ihr mir, bzw. was gibt's sonst noch für Alternativen im Allgäu?

Gruß
Thomas

enasnI
17.11.2015, 10:52
Was ich nicht verstehe ist, dass du eine veränderte Fußstellung schon nach einer oder ein paar Ausfahrten wieder über den Haufen wirfst. Klar kann sich das erstmal nicht gleich besser anfühlen, weil du dich über Jahre muskulär an das gewöhnt hast, was du immer gefahren bist. Eine direkte Verbesserung ohne Anpassungsphase wird vermutlich nur ein Anfänger mit wenig Lebenskilometern spüren, wenn er zudem noch massiv falsch auf dem Rad saß.

captain hook
17.11.2015, 11:13
Was ich nicht verstehe ist, dass du eine veränderte Fußstellung schon nach einer oder ein paar Ausfahrten wieder über den Haufen wirfst. Klar kann sich das erstmal nicht gleich besser anfühlen, weil du dich über Jahre muskulär an das gewöhnt hast, was du immer gefahren bist. Eine direkte Verbesserung ohne Anpassungsphase wird vermutlich nur ein Anfänger mit wenig Lebenskilometern spüren, wenn er zudem noch massiv falsch auf dem Rad saß.

Die Fußstellung führte bereits nach wenigen KM zu massiven Knieschmerzen. Außerdem machte das Knie schon rein optisch in dieser Stellung innerhalb der Kurbelumdrehung völlig irre Schlenker. Irgendwie logisch wenn man versucht eine Kreisbewegung durchzuführen, wenn der Fuß nach außen gedreht auf dem Pedal steht, oder? Versuch es mal aus (oder es dir vorzustellen). Ich habe den Fuß lediglich wieder gerade aufs Pedal gestellt. Die nunmehr weiter vorgerückte Cleatposition hab ich erstmal gelassen. Auch, weil ich Deine Meinung durchaus teile, dass man sich erstmal drann gewöhnen muss (obwohl die Belastung auf die Wade natürlich erstmal höher und etwas komisch ist). Dafür fühlt es sich im Rücken nämlich deutlich besser an.

enasnI
17.11.2015, 11:18
Die Fußstellung führte bereits nach wenigen KM zu massiven Knieschmerzen. Außerdem machte das Knie schon rein optisch in dieser Stellung innerhalb der Kurbelumdrehung völlig irre Schlenker. Irgendwie logisch wenn man versucht eine Kreisbewegung durchzuführen, wenn der Fuß nach außen gedreht auf dem Pedal steht, oder? Versuch es mal aus (oder es dir vorzustellen). Ich habe den Fuß lediglich wieder gerade aufs Pedal gestellt. Die nunmehr weiter vorgerückte Cleatposition hab ich erstmal gelassen. Auch, weil ich Deine Meinung durchaus teile, dass man sich erstmal drann gewöhnen muss (obwohl die Belastung auf die Wade natürlich erstmal höher und etwas komisch ist). Dafür fühlt es sich im Rücken nämlich deutlich besser an.

Klar, wenn die Auswirkungen so massiv sind, muss man das wieder rückstellen. Das ist glaube ich auch das Schwierige beim fitten von Personen, die schon relativ speziell über Jahre auf einem Rad sitzen. Veränderungen gehen dann nur langsam und stückweise, wenn sie überhaupt gehen. Manchmal sollte man dann vielleicht auch einfach nicht eingreifen und es erstmal so lassen wie es ist. Zum Beispiel dann wenn der erwartete Effizienzzuwachs minimal ist.

captain hook
17.11.2015, 12:14
Klar, wenn die Auswirkungen so massiv sind, muss man das wieder rückstellen. Das ist glaube ich auch das Schwierige beim fitten von Personen, die schon relativ speziell über Jahre auf einem Rad sitzen. Veränderungen gehen dann nur langsam und stückweise, wenn sie überhaupt gehen. Manchmal sollte man dann vielleicht auch einfach nicht eingreifen und es erstmal so lassen wie es ist. Zum Beispiel dann wenn der erwartete Effizienzzuwachs minimal ist.

Ich werde die Powermeterkurbel mal vom TT Bike ins RR bauen und mal sehen was jetzt "unten ankommt". Dann Entscheidung übers weiter Vorgehen. Die Bont Schuhe sind auch schon im Anflug.

rolleur
10.12.2015, 08:11
Die Fußstellung führte bereits nach wenigen KM zu massiven Knieschmerzen. Außerdem machte das Knie schon rein optisch in dieser Stellung innerhalb der Kurbelumdrehung völlig irre Schlenker. Irgendwie logisch wenn man versucht eine Kreisbewegung durchzuführen, wenn der Fuß nach außen gedreht auf dem Pedal steht, oder? Versuch es mal aus (oder es dir vorzustellen). Ich habe den Fuß lediglich wieder gerade aufs Pedal gestellt. Die nunmehr weiter vorgerückte Cleatposition hab ich erstmal gelassen. Auch, weil ich Deine Meinung durchaus teile, dass man sich erstmal drann gewöhnen muss (obwohl die Belastung auf die Wade natürlich erstmal höher und etwas komisch ist). Dafür fühlt es sich im Rücken nämlich deutlich besser an.

Ich hole das nochmal hoch, weil es mich interessiert.

Kannst du sagen wo der Fußballen vorher im Verhältnis zur Pedalachse stand und wie es jetzt ist? Was waren die Gründe für die vorgerückte Cleatposition?

Vielen Dank vorab. :)

I am Nietzsche
10.12.2015, 08:24
Kurz
Beste Investition die ich je getätigt habe .
War bei cyclefit, beste Beratung von Britta & Lloyd.
Denke nicht umsonst gehen da auch so viele pro's hin .

res
10.12.2015, 09:11
Und was haben sie gemacht?

I am Nietzsche
10.12.2015, 09:17
Und was haben sie gemacht?

Nach dem Statiktest und der retülvermessung wanderte der Sattel 5mm nach oben und 1cm nach vorn wenn ich mich recht entsinne .

Die Hauptarbeit wurde an den Schuhen / Cleats gemacht .
Ich hatte immer das Gefühl immer nur mit der Innenseite Druck aufs Pedal zu Bringen , was sich auch beim Statik Test erwies , ich bin nach innen gekippt .
Es wurden 1mm Shims unter die Platten verbaut mit der "aufpolstetung" nach innen . Was das abkippen nach innen verhindert .
Das war's eigentlich

res
10.12.2015, 09:23
Danke.

I am Nietzsche
10.12.2015, 09:49
Danke.

P.S das war 2011
Fahre die Einstellung seit damals und projeziere sie auf jedes Rad.
Fahre ohne Probleme seitdem ...

captain hook
10.12.2015, 10:07
Kurz
Beste Investition die ich je getätigt habe .
War bei cyclefit, beste Beratung von Britta & Lloyd.
Denke nicht umsonst gehen da auch so viele pro's hin .

Wie bist Du zu der Position gekommen, in der Du vorher gefahren bist? Wieviel Watt bringst Du jetzt mehr aufs Pedal? Wieviel Stunden fährst Du so pro Woche?



Ich hole das nochmal hoch, weil es mich interessiert.

Kannst du sagen wo der Fußballen vorher im Verhältnis zur Pedalachse stand und wie es jetzt ist? Was waren die Gründe für die vorgerückte Cleatposition?

Vielen Dank vorab. :)

Ich bin vorher die Schuhplatten immer ganz hinten gefahren, weil ich irgendwann mal irgendwo gelesen hab, dass das fürs EZF gut sein soll. Bin damit immer ganz gut gefahren. Manchmal nen bisschen Rückenprobleme, sonst alles tutti.

In der Zeitlupe sah man dann aber gut, dass sich das Bein da ziemlich eirig bewegt, zumal ich ja wegen der UCI nicht soweit vorrutschen kann, dass ich wieder von oben aufs Pedal drücke. Vielmehr sitze ich dann bei -5 weit hinten, was bei dieser Einstellung zu einem wirklich lustigen Bewegungsablauf führt. Jetzt kommt der Klassiker der Neuzeit und der Triathleten... vorschieben. Darf ich aber nicht. Wenn die Schuhplatten weiter vorne sind wird die Bewegung in sich wesentlich runder. Ich hab auch beim Fahren ein bisschen rumprobiert jetzt und frag mich, wie ich ueberhaupt solange so fahren konnte. Außerdem kann ich so mit dem Sattel leicht hoch. Das bringt mir in TT Position etwas mehr Freiraum zwischen Oberschenkel und Oberkörper.

Aktuell ist allerdings wenig mit weiter probieren. Mit nem mehrfachen Schulterblattbruch ist die Sitzposition insgesamt bescheiden.

Ich werde mir das aber wenn es geht selber noch mehrfach selber auf der Rolle aufnehmen und weiter verfeinern. Mit etwas eigenem Tun und eigenem Grips ist in meinen Augen der Besuch beim Fitter für fast jeden komplett überflüssig.

I am Nietzsche
10.12.2015, 10:09
Ich habe keinen powermeter .
2013 13000km
2014 8000 km
Dieses Jahr komme ich gerade noch auf 6500 km.
Die Liebe Arbeit

Meine alte Position vor 2011 habe ich mit einem Bekannten ermittelt der einen Radläden betreibt .

Meine Intension war eher ohne Probleme ( Zipperlein hier und da ) zu radeln .

Ich bin Hobby Fahrer ...

captain hook
10.12.2015, 10:24
Ich habe keinen powermeter .
2013 13000km
2014 8000 km
Dieses Jahr komme ich gerade noch auf 6500 km.
Die Liebe Arbeit

Meine alte Position vor 2011 habe ich mit einem Bekannten ermittelt der einen Radläden betreibt .

Meine Intension war eher ohne Probleme ( Zipperlein hier und da ) zu radeln .

Ich bin Hobby Fahrer ...

Ist halt immer schwierig ein Urteil zu fällen, wenn man den Zugewinn nicht wirklich erheben kann.

Hattest du vorher Probleme die du jetzt nicht mehr hast? Um sozusagen wenigstens bei den weichen Faktoren Punkte notieren zu können?!

Hobbyfahrer sind wir fast alle. ;-)

I am Nietzsche
10.12.2015, 10:31
Ist halt immer schwierig ein Urteil zu fällen, wenn man den Zugewinn nicht wirklich erheben kann.

Hattest du vorher Probleme die du jetzt nicht mehr hast? Um sozusagen wenigstens bei den weichen Faktoren Punkte notieren zu können?!

Hobbyfahrer sind wir fast alle. ;-)

Ja ich hatte regelmäßig Probleme / schmerzen .

captain hook
10.12.2015, 10:40
Ja ich hatte regelmäßig Probleme / schmerzen .

Ok, dann waren wir aus unterschiedlichen Beweggründen beim Fitting. Meinst Du nicht, du wärst mit etwas probieren auch auf den grünen Zweig gekommen?

martinek1977
10.12.2015, 10:43
P.S das war 2011
Fahre die Einstellung seit damals und projeziere sie auf jedes Rad.
Fahre ohne Probleme seitdem ...

Jetzt machst du mich bei ähnlicher Spezifikation neugierig. Mit den Cleats und Pedaleinstellungen kann ich mir ja vorstellen, bzw. betrachte das als machbar. Wie projezierst du das auf unterschiedliche Räder ? Sitzhöhe ist klar, aber ergeben sich wenn man es so wissenschaftlich betrachtet nicht auch andere Winkel ?

I am Nietzsche
10.12.2015, 10:43
Ok, dann waren wir aus unterschiedlichen Beweggründen beim Fitting. Meinst Du nicht, du wärst mit etwas probieren auch auf den grünen Zweig gekommen?

Wie hätte ich Zugriff auf diese Shims haben sollen bzw auf die Idee kommen sollen das da mit der Hund begraben liegt .
Ich habe dir meine Erfahrungen mitgeteilt . Mehr kann ich nicht dazu sagen .

BerlinRR
10.12.2015, 10:54
Jetzt machst du mich bei ähnlicher Spezifikation neugierig. Mit den Cleats und Pedaleinstellungen kann ich mir ja vorstellen, bzw. betrachte das als machbar. Wie projezierst du das auf unterschiedliche Räder ? Sitzhöhe ist klar, aber ergeben sich wenn man es so wissenschaftlich betrachtet nicht auch andere Winkel ?

Musst halt alle Maße iterativ abgleichen.
Geht der Sattel hoch/runter -> Setback korrigieren, Überhöhung korrigieren
Setback korrigiert -> Reach korrigieren
usw. bis alles passt

Ich beginne immer mit der Sattelhöhe, dann Setback, dann Rest.

BerlinRR
10.12.2015, 10:56
Wie hätte ich Zugriff auf diese Shims haben sollen bzw auf die Idee kommen sollen das da mit der Hund begraben liegt .
Ich habe dir meine Erfahrungen mitgeteilt . Mehr kann ich nicht dazu sagen .

Sehe ich auch so, ein Fitter hat einfach alles da, Shims, Sättel, Vorbauten, Lenker, usw usw
Dazu die Erfahrung was man am ehesten mal probieren kann.
Wenn man erst mal anfängt verschiedene Sättel, Shims usw zu kaufen ist man beim Preis ja sehr schnell bei dem vom Fitter.

rolleur
10.12.2015, 11:04
@captain hook

Du hast also Erfahrungen mit verschiedenen Cleateinstellungen (weiter vor/weiter zurück) gemacht. Wie würdest du die Belastung auf die Knie bei den verschiedenen Positionen (vor/zurück) sehen? Hattest du bei einer Position mal Schmerzen?

captain hook
10.12.2015, 11:07
@captain hook

Du hast also Erfahrungen mit verschiedenen Cleateinstellungen (weiter vor/weiter zurück) gemacht. Wie würdest du die Belastung auf die Knie bei den verschiedenen Positionen (vor/zurück) sehen? Hattest du bei einer Position mal Schmerzen?

Ja, mit der Cleateinstellung des Fitters hatte ich Knieschmerzen. Weit vorne plus V-Stellung mit Hacken nach innen.

martinek1977
10.12.2015, 11:13
Ja, mit der Cleateinstellung des Fitters hatte ich Knieschmerzen. Weit vorne plus V-Stellung mit Hacken nach innen.

Also tendierst du eher zum Contra ?

captain hook
10.12.2015, 11:17
Also tendierst du eher zum Contra ?

mindestens zu einer geraden Fußstellung.

martinek1977
10.12.2015, 11:20
mindestens zu einer geraden Fußstellung.
Salomonisch gesprochen. :)

captain hook
10.12.2015, 11:27
Salomonisch gesprochen. :)

Ist glaube ich ziemlich individuell.

rolleur
10.12.2015, 11:36
Nach dem Statiktest und der retülvermessung wanderte der Sattel 5mm nach oben und 1cm nach vorn wenn ich mich recht entsinne .

Die Hauptarbeit wurde an den Schuhen / Cleats gemacht .
Ich hatte immer das Gefühl immer nur mit der Innenseite Druck aufs Pedal zu Bringen , was sich auch beim Statik Test erwies , ich bin nach innen gekippt .
Es wurden 1mm Shims unter die Platten verbaut mit der "aufpolstetung" nach innen . Was das abkippen nach innen verhindert .
Das war's eigentlich

Kann man das so verstehen, dass sich auch dein Knie vorher nach innen zum Rahmen bewegt hat?

btw:
Ich frage soviel weil ich seit Ewigkeiten Probleme mit den Knien habe, die jetzt durch neue Cleats wieder akut geworden sind.
Was ich sehe, dass sich mein rechtes Knie etwas nach innen bewegt in der Druckphase.
Dazu kommt ein Hallux Valgus links und vermutet unterschiedlich lange Beine. Alles nicht ganz so einfach bei mir.
Links bin ich trotz des Hallux Valgus beschwerdefrei. Rechts fühlt es sich so an, als ob ich höher sitzen müsste und deshalb das Knie nach innen in der Druckphase wandert.

BerlinRR
10.12.2015, 11:40
Ist glaube ich ziemlich individuell.

Mein Fitter meinte der Winkel ist 100% Individuell und Pedalachse vorne/hinten macht er zu 80% nach Einsatzzweck.

frankfurt
10.12.2015, 11:41
Da finde ich zB die Time-Pedale sinnvoll. Hier sucht sich der Fuß seine Stellung.

BerlinRR
10.12.2015, 11:42
Ich frage soviel weil ich seit Ewigkeiten Probleme mit den Knien habe, die jetzt durch neue Cleats wieder akut geworden sind.

Geh doch einfach mal zum Fitter. Ich hab mich auch eine ganze Saison mit Problemen geplagt, vieles getestet, nichts hat langfristig geholfen.
Dann 2h beim Fitter und die Probleme waren deutlich geringer, dann hab ich mich paar Wochen an die Position gewöhnt, jetzt vollkommen beschwerdefrei.

Advanced_SL
10.12.2015, 11:43
Nach dem Statiktest und der retülvermessung wanderte der Sattel 5mm nach oben und 1cm nach vorn wenn ich mich recht entsinne .

Die Hauptarbeit wurde an den Schuhen / Cleats gemacht .
Ich hatte immer das Gefühl immer nur mit der Innenseite Druck aufs Pedal zu Bringen , was sich auch beim Statik Test erwies , ich bin nach innen gekippt .
Es wurden 1mm Shims unter die Platten verbaut mit der "aufpolstetung" nach innen . Was das abkippen nach innen verhindert .
Das war's eigentlich
Sind wedges. Shims sollen Beinlängen ausgleichen.

I am Nietzsche
10.12.2015, 11:46
Entschuldige

Advanced_SL
10.12.2015, 11:47
Ist ja kein Problem. Wollte es nur korrigieren. Da entsteht oft Verwirrung.

BerlinRR
10.12.2015, 11:49
Da finde ich zB die Time-Pedale sinnvoll. Hier sucht sich der Fuß seine Stellung.

Kann man so generell nicht sagen. Viele brauchen auch halt damit sie nicht in Fußpositionen abdriften die auf Dauer schlecht sind. War bei mir auch so.

Advanced_SL
10.12.2015, 11:52
Wenn der Fuß richtig eingestellt ist, wandert der nicht merklich. Dann kannst du speedplay ohne Rotationslimit fahren und der Fuß bewegt sich nicht (oder fast nicht). Keine Bewegung ist da eigentlich unmöglich.

rolleur
10.12.2015, 11:58
Geh doch einfach mal zum Fitter. Ich hab mich auch eine ganze Saison mit Problemen geplagt, vieles getestet, nichts hat langfristig geholfen.
Dann 2h beim Fitter und die Probleme waren deutlich geringer, dann hab ich mich paar Wochen an die Position gewöhnt, jetzt vollkommen beschwerdefrei.

Ich will es erstmal selbst versuchen. So eine Shim- Schuheinlage kann man sich auch schnell zum Testen selbst basteln.
Erstens soll mein rechtes Knie nicht mehr nach innen wandern, zweitens möchte ich gefühlt zwei gleich lange Beine haben. Damit wäre ich schon zufrieden.

BerlinRR
10.12.2015, 11:59
Wenn der Fuß richtig eingestellt ist, wandert der nicht merklich. Dann kannst du speedplay ohne Rotationslimit fahren und der Fuß bewegt sich nicht (oder fast nicht). Keine Bewegung ist da eigentlich unmöglich.

Hatte schon Speedplay und mein Hacken wanderte damit immer weiter nach außen. ;)
Die Haltemuskulatur um den Fuß gerade zu halten erschöpfte dann immer weiter und es wurde schmerzhaft.

Dann habe ich die Begrenzung so stark reingedreht, dass kein "zu weit nach außen" mehr möglich war und nach einem halben jahr ist die Feder im Cleat gebrochen, weil da richtig Kräfte gegen gearbeitet haben.

frankfurt
10.12.2015, 12:00
Kann man so generell nicht sagen. Viele brauchen auch halt damit sie nicht in Fußpositionen abdriften die auf Dauer schlecht sind. War bei mir auch so.

Aber bei den meisten entstehen doch erst die Knieprobleme, weil sie entgegen ihrer natürlichen Fußposition die Schuhe zB gerade einstellen.

Advanced_SL
10.12.2015, 12:00
Deshalb soll ja der Fuß richtig stehen. Dann passiert das nicht.

Wenn die Fußmuskulatur den Fuß in einer Position halten muss, stimmt was nicht.
Die posturale Muskulatur darf auf dem Rad nicht stark strapaziert werden.

BerlinRR
10.12.2015, 12:00
Ich will es erstmal selbst versuchen. So eine Shim- Schuheinlage kann man sich auch schnell zum Testen selbst basteln.
Erstens soll mein rechtes Knie nicht mehr nach innen wandern, zweitens möchte ich gefühlt zwei gleich lange Beine haben. Damit wäre ich schon zufrieden.

Kann man wie der Captain schon sagt alles selbst probieren, hab ich ja auch getan.
Im Nachhinein wäre ich aber einfach ein Jahr vorher zum Fitter hätte viel Frust, Zeit und Geld gespart.

BerlinRR
10.12.2015, 12:01
Deshalb soll ja der Fuß richtig stehen. Dann passiert das nicht.

Er stand richtig, aber halt nach 1-2h Belastung nicht mehr.
Hab die gleiche Position jetzt mit Shimano nachgebaut -> traumhaft.

Mr.Faker
10.12.2015, 12:04
Ich möchte mal den Spielverderber spielen.
Bei mir fühlten sich verschiedene Positionen der Cleats einmal gut und einmal schlecht an, aber mehr oder weniger Leistung stand auch nicht auf dem Display.
Mein Fazit ist, wer keine Probleme hat, für den ist es völlig egal wie das Cleat steht :D

Advanced_SL
10.12.2015, 12:05
Wenn das nach zwei Stunden passiert, stimmt auch etwas nicht. Und der Umbau auf Shimano hat was geändert. Stichpunkt Propriozeption.

BerlinRR
10.12.2015, 12:08
Wenn das nach zwei Stunden passiert, stimmt auch etwas nicht. Und der Umbau auf Shimano hat was geändert. Stichpunkt Propriozeption.

Ich weiß nicht worauf du hinaus willst. Mein Fuß braucht "Halt", bekommt er den ist alles gut, bekommt er keinen Halt hat er sich nicht unter Kontrolle. :D
Hab scheinbar ein Problem in der Wahrnehmung zwischen gefühlt optimaler Position und optimaler Position.

enasnI
10.12.2015, 12:09
Ich möchte mal den Spielverderber spielen.
Bei mir fühlten sich verschiedene Positionen der Cleats einmal gut und einmal schlecht an, aber mehr oder weniger Leistung stand auch nicht auf dem Display.
Mein Fazit ist, wer keine Probleme hat, für den ist es völlig egal wie das Cleat steht :D

Vielleicht ist der Denkfehler da, dass die Änderung einer Leistung nicht sofort auf deinem Display steht, sondern erst nach längerer Eingewöhnung der Umstellung zum tragen kommt? Ich mein, wenn da jetzt Muskelketten anders angesprochen werden, dann brauchen die schon ein wenig, sich anzupassen. Von viel reden wir da sicher nicht und ein echtes Thema wird das wohl auch erst im Profibereich sein, aber ich glaube kaum, dass bei einem guten Profi jemand der Meinung ist, dass es ****** egal ist, wo der Cleat am Schuh steht.

Advanced_SL
10.12.2015, 12:12
Worauf ich hinaus will ist folgendes: du musst deinen Fuß nicht in eine Position zwingen. Du musst deinen Schuh, cleats usw so einstellen, daß die optimale Position ohne Zwang erreicht wird. Wenn du jetzt nicht gegen eine Feder ankämpfst, ist alles gut.

BerlinRR
10.12.2015, 12:17
Worauf ich hinaus will ist folgendes: du musst deinen Fuß nicht in eine Position zwingen. Du musst deinen Schuh, cleats usw so einstellen, daß die optimale Position ohne Zwang erreicht wird. Wenn du jetzt nicht gegen eine Feder ankämpfst, ist alles gut.

Und wie erklärst du dann meine Probleme mit Speedplay und freier Winkelwahl?

Am Ende von langen Touren war meine Ferse immer sehr weit nach außen gedreht, das sah nicht mehr schön aus und ich hatte Schmerzen. Jetzt ist der Fuß in einer Stellung fixiert, die Muskulatur die für die Drehung/Fixierung verantwortlich ist wird nicht mehr beansprucht und ermüdet jetzt nicht mehr.

exotec
10.12.2015, 12:23
ich habe mir für 2016 ein sehr sportliches Ziel bei einem EZF gesetzt und werde daher mit meinem Zeitfahrhobel zu einem Fitter gehen im Jänner

Advanced_SL
10.12.2015, 12:31
Und wie erklärst du dann meine Probleme mit Speedplay und freier Winkelwahl?

Am Ende von langen Touren war meine Ferse immer sehr weit nach außen gedreht, das sah nicht mehr schön aus und ich hatte Schmerzen. Jetzt ist der Fuß in einer Stellung fixiert, die Muskulatur die für die Drehung/Fixierung verantwortlich ist wird nicht mehr beansprucht und ermüdet jetzt nicht mehr.

Habe ich doch. Verkehrte Einstellung. Wenn der Wechsel auf shimano eine 100% Kopie ist, hast du die Antwort. Propriozeption.

Edit: wenn die Ferse nach außen dreht, hast du eine Innenrotation im Hüftgelenk. Die Ursachen dafür können, müssen aber nichts mit den cleats zu tun haben.

Das kann also auch sein, daß du eine mangelnde Stabilität im Becken kompensiert hast und dadurch dein Bein nach Ermüdung nach innen rotierte. Wenn du eine andere Propriozeption hast, kannst du andere Muskeln triggern und es besteht keine Grund für eine Kompensation.
Ganz einfach.

captain hook
10.12.2015, 12:31
ich habe mir für 2016 ein sehr sportliches Ziel bei einem EZF gesetzt und werde daher mit meinem Zeitfahrhobel zu einem Fitter gehen im Jänner

ich wollte mit meinem heiligen Shiv hingehen und hab kurz vorher entschieden mir erstmal das RR einstellen zu lassen um mal zu schauen was die machen. Was für ein Glück! Mit einem TT würde ich aus weiteren Gründen nicht mehr zum Fitter gehen. Da spielt die Aerodynamik eine Rolle, ggf das Reglement.

Für Dein TT Ziel würde ich mal mit Werkzeug in der Tasche losfahren und ein bisschen probieren. Vielleicht nimmst Du noch wen mit mit ner Kamera.

exotec
10.12.2015, 12:43
ich wollte mit meinem heiligen Shiv hingehen und hab kurz vorher entschieden mir erstmal das RR einstellen zu lassen um mal zu schauen was die machen. Was für ein Glück! Mit einem TT würde ich aus weiteren Gründen nicht mehr zum Fitter gehen. Da spielt die Aerodynamik eine Rolle, ggf das Reglement.

Für Dein TT Ziel würde ich mal mit Werkzeug in der Tasche losfahren und ein bisschen probieren. Vielleicht nimmst Du noch wen mit mit ner Kamera.

wie sagt man bei uns im Waldviertel so schön? Probieren tun die Hund bzw. vom probieren kommen Kinder.

nein, habe ich für mich ausgeschlossen und das ist es mir Wert.

captain hook
10.12.2015, 12:51
wie sagt man bei uns im Waldviertel so schön? Probieren tun die Hund bzw. vom probieren kommen Kinder.

nein, habe ich für mich ausgeschlossen und das ist es mir Wert.

Was soll ich Dir sagen... mit der von mir beschriebenen Methode bin ich rel. weit gekommen. :D Mit dem Fitting gab es weniger als Verunsicherung darüber obs wirklich so toll war.

BerlinRR
10.12.2015, 12:57
Was soll ich Dir sagen... mit der von mir beschriebenen Methode bin ich rel. weit gekommen. :D Mit dem Fitting gab es weniger als Verunsicherung darüber obs wirklich so toll war.

Kommt aber auch auf den aktuellen Stand an, wenn er das ZFR nur "grob" eingestellt hat ist der Fitter doch eine feine Sache. Danach kann man ja immer noch Anpassungen vornehmen.
Wenn du schon Stunden/Tage in deine Position investiert hast ist das ja ein ganz anderes Thema. ;)

martinek1977
10.12.2015, 13:07
Kommt aber auch auf den aktuellen Stand an, wenn er das ZFR nur "grob" eingestellt hat ist der Fitter doch eine feine Sache. Danach kann man ja immer noch Anpassungen vornehmen.
Wenn du schon Stunden/Tage in deine Position investiert hast ist das ja ein ganz anderes Thema. ;)

Das ein Fitter mich auf mein Rad gut einstellt glaube ich schon. Die Frage ist dann nur, ob ich das in 2 Jahren bei einem anderem Rad mit anderer Geometrie problemlos übertragen kann ( mir erscheint der Abgleich mit STR usw. recht kompliziert ) und was z.B. mit Stadträdern im Winter mit Plattformpedalen usw. passiert ? Interessant finde ich die Geschichte schon, da ich problemlos meine Trainingsrunden schmerzfrei absolvieren kann, es bei längeren Distanzen aber auch hier und da zwickt. Ob das nun mangelhafter Trainingszustand, Altersverschleiß ist, oder doch irgendwo an der Einstellung hängt,naja.

exotec
10.12.2015, 13:15
Was soll ich Dir sagen... mit der von mir beschriebenen Methode bin ich rel. weit gekommen. :D Mit dem Fitting gab es weniger als Verunsicherung darüber obs wirklich so toll war.

ich kenne ein paar positive Beispiele bei denen das Fitting sehr viel und das vor allem beim Zeitfahren gebracht hat - 2 davon spielen definitiv in einer anderen Liga als ich, weil im Amateurbereich unter Österreichs schnellsten EZF, aber wenn es mir nur einen Bruchteil davon bringt, bin ich schon zufrieden.

BerlinRR
10.12.2015, 13:19
Das ein Fitter mich auf mein Rad gut einstellt glaube ich schon. Die Frage ist dann nur, ob ich das in 2 Jahren bei einem anderem Rad mit anderer Geometrie problemlos übertragen kann ( mir erscheint der Abgleich mit STR usw. recht kompliziert ) und was z.B. mit Stadträdern im Winter mit Plattformpedalen usw. passiert ? Interessant finde ich die Geschichte schon, da ich problemlos meine Trainingsrunden schmerzfrei absolvieren kann, es bei längeren Distanzen aber auch hier und da zwickt. Ob das nun mangelhafter Trainingszustand, Altersverschleiß ist, oder doch irgendwo an der Einstellung hängt,naja.

Wie gesagt, das Übertragen ist mit Zollstock und Lot kein Problem.
Bei meinem Winterrad hab ich einfach den Sattel minimal nach oben korrigiert da ich dickere Pedalen und Sohlen hab und den Reech durch den Vorbau bisschen verkürzt. Man muss sich ja nicht sklavisch an die Millimeter vom Fitter halten, ich hab auf jeden Fall Erkenntnisse gewonnen obwohl ich schon viele, viele Jahre auf dem Rennrad sitze und Lizenzrennen fahre.

Und mal ehrlich 100-200€ gibt man für andere Sachen so schnell aus...

exotec
10.12.2015, 13:21
Und mal ehrlich 100-200€ gibt man für andere Sachen so schnell aus...

genau, das ist auch meine Meinung dazu. und im Wiener Raum soll es da echt einen guten geben

captain hook
10.12.2015, 13:24
ich kenne ein paar positive Beispiele bei denen das Fitting sehr viel und das vor allem beim Zeitfahren gebracht hat - 2 davon spielen definitiv in einer anderen Liga als ich, weil im Amateurbereich unter Österreichs schnellste EZF, aber wenn es mir nur einen Bruchteil davon bringt, bin ich schon zufrieden.

Welche beiden meinst Du? Kenn ich bestimmt. :-)

captain hook
10.12.2015, 13:27
Für 100-200€ gibt es garantiert 08/15 und nix individuell vermessen und verifiziertes (speziell nicht, wenn aero noch ne Rolle spielt). 50/50 Chance.

captain hook
10.12.2015, 13:29
genau, das ist auch meine Meinung dazu. und im Wiener Raum soll es da echt einen guten geben

Der letztens um den beschriebenen Betrag jemanden im BB seine Position vermessen und bestätigt hat? :D

exotec
10.12.2015, 13:39
ok, captain hook verstanden. bei dir hats nicht funktioniert, bei anderen hats, wo ich auch abseits der internet Anonymität das Ergebnis dazu kenne.

wollen wir es dann mal so stehen lassen

exotec
10.12.2015, 13:40
Welche beiden meinst Du? Kenn ich bestimmt. :-)

ja vermutlich

exotec
10.12.2015, 13:43
Für 100-200€ gibt es garantiert 08/15 und nix individuell vermessen und verifiziertes (speziell nicht, wenn aero noch ne Rolle spielt). 50/50 Chance.

als Narzisst berichte ich dann gerne ausführlich über Ausgangssituation, Preis, Ergebnis was auch immer ich loswerden kann :D

BerlinRR
10.12.2015, 13:45
Für 100-200€ gibt es garantiert 08/15 und nix individuell vermessen und verifiziertes (speziell nicht, wenn aero noch ne Rolle spielt). 50/50 Chance.

Ja, ZFR kostet immer bisschen Aufpreis.
Da der Name oft gefallen ist in dem Thread hab ich schnell mal bei Cyclefit auf der HP geguckt, 220€ mit:
CycleFit.de Funktion Movement Screening, Flexibilitätstest
Pedalplatteneinstellung
MotionLogic3D Motion Capture or Retül 3D System
Computrainer SpinScan

Also 20€ über meinem Rahmen und ich denke mal das sollte schon was taugen ;)

Mi67
10.12.2015, 15:33
... bei Cyclefit auf der HP
... Funktion Movement Screening, ...
MotionLogic3D Motion Capture or Retül 3D System
Computrainer SpinScan
Viele, toll klingende Anglizismen. Das muss gut sein! :D

Gosy
10.12.2015, 16:18
Auch ein Fitter hat mal einen schlechten Tag ;) man darf halt nicht alles blind glauben .

captain hook
10.12.2015, 16:46
Auch ein Fitter hat mal einen schlechten Tag ;) man darf halt nicht alles blind glauben .

Glaube ich nicht. Die Ursache ist die Vorgehensweise und der kommerzielle Ansatz. Ist wie mit den modernen, kommerziellen Leistungsdiagnostiken... Eine an sich gute Sache wird so kommerziell hingezogen, dass am Ende nicht mehr viel übrig bleibt als Fragmente einer tollen Idee. Das Ergebnis liegt dann zwischen raten und messen. Wenn man dann Glück hat und ins Standardfenster passt ists ggf besser als vorher. Dass so das Optimum getroffen wird halte ich für ausgeschlossen.

Gosy
10.12.2015, 17:36
Was soll er auch machen ? Mit der software wird deine beinachse gecheckt .dazu spuckt die software die Winkel raus und einiges weiß er hält aus Ausbildung und software. Das beste war für mich das er ein muskuläres Problem was mich 2 mal zu Aufgaben zwang lösen konnte . Das schaffte der Arzt nicht.

exotec
10.12.2015, 17:37
Glaube ich nicht. Die Ursache ist die Vorgehensweise und der kommerzielle Ansatz. Ist wie mit den modernen, kommerziellen Leistungsdiagnostiken... Eine an sich gute Sache wird so kommerziell hingezogen, dass am Ende nicht mehr viel übrig bleibt als Fragmente einer tollen Idee. Das Ergebnis liegt dann zwischen raten und messen. Wenn man dann Glück hat und ins Standardfenster passt ists ggf besser als vorher. Dass so das Optimum getroffen wird halte ich für ausgeschlossen.

Wenn du schwarz sehen willst, dann gibt es für dich keine Farbe mehr

captain hook
10.12.2015, 17:50
Wenn du schwarz sehen willst, dann gibt es für dich keine Farbe mehr

Du irrst.

Ist mir aber egal. Bin raus. Kostet Geld, ist hip, muss was bringen. Systembedingte Schwächenanalyse nicht gewünscht. Wenn die machten wie sie könnten.... ihr würdet euch wundern. Vielleicht ein Problem wenn man schonmal sehen durfte was geht wenn es nicht um die kommerzielle Variante geht.

Gosy
10.12.2015, 17:56
Dazu müsstest du erstmal 10 Fitter besuchen um dir ein echtes Bild zu machen .

exotec
10.12.2015, 18:03
Du irrst.

Ist mir aber egal. Bin raus. Kostet Geld, ist hip, muss was bringen. Systembedingte Schwächenanalyse nicht gewünscht. Wenn die machten wie sie könnten.... ihr würdet euch wundern. Vielleicht ein Problem wenn man schonmal sehen durfte was geht wenn es nicht um die kommerzielle Variante geht.

was bist du so zimperlich?

wie bei allem wird es da auch gute und weniger gute geben. Fangt schon beim Radlhändler an, der dem Unerfahrenen eine falsche Größe verkauft, weils im Lager steht. Macht aber auch nicht jeder so.

Und wie du oben schreibst, dürftest aber doch auch schon ein erfolgreiches Fitting gesehen bzw. erlebt haben.

Ich finde es nur nicht ok, allen Unfähigkeit und nur rein kommerzielles Interesse zu unterstellen - klar will jeder "Unternehmer" etwas verdienen.

Ich habe dir ja auch nicht abgesprochen, dass deine Methode nicht funktioniert

Schrotty
20.01.2016, 16:14
Hallo Zusammen,

hol den Thread mal raus weil er der neueste zu dem Thema ist.
Kurze Eileitung:

Hab vor mir ein neues Rad zuzulegen. Nach längerer Findungsphase und Ausschluss vieler Kandidaten sind folgende Kandidaten übrig geblieben. Cervelo R3 und Ridley Fenix SL. Bin ziemlich unentschieden zwischen beiden Rädern.
Einer der beiden Cerveleohändler die einigermasen in meiner Nähe sind ist Radsport Buchstaller. Das Angebot für das R3 wär i.O (Wobei das R3 für mich eigenlich generell immer etwas über meinem Budget liegt) als „Zuckerl“ würde man bei einem Radkauf ein Fitting vom Chef Fritz Buchstaller umsonst dazu bekommen. Bin jetzt unsicher ob ich meine Entscheidung davon zumindest ein bisschen beeinflussen lassen soll.

Direkten Bedarf für ein Fitting hab ich eigentlich nicht aber die Oberschenkelaussenseite zwickt schon immer ein bisschen. War da auch schon bei ein paar Physios und keiner hat so recht was bezweckt. Aber mit Dehnen und Blackroll hab ich es eigentlich recht gut im Griff und ist eigentlich keine großes Problem. Vor einem Jahr war ich schon mal beim Specihändler wo ich das dort angebotene Specialiced Body Fit Fitting gemacht hab. Dabei ist rausgekommen das mein Rad bereits sehr gut eingestellt war und es wurde fast nichts verändert.

Ich kannte natürlich den Namen Buchstaller im Bezug auf Bikefitting schon länger, hab mich aber nie näher damit auseinandergesetzt. Ich bin dahin gefahren weil er Cervelohändler ist.
Hab nun ein bisschen recherchiert, Erfahrungsberichte gelesen usw. Vor allem in einem Triathlonforum und das was hier bei uns die SUFU ausgespuckt hat. Auf den ersten Seiten dieses Threads viel sein Name ja schon des öfteren.
Es gibt ja recht unterschiedliche Meinungen zu im. Die Negativen sind hauptsächlich das er bei Hobbyfahrer unmotivierter ist als bei seinen Toptriathleten, schon mal schludert und die Hobbyluschen einfach nicht so ernst nimmt. Auch das er bei Rennrädern nicht so der Topmann ist wie bei Triathlon und Zeitfahtrrädern.

Mann liest auch immer wieder das er sehr viel mit Keilen und Shimps unter den Pedalplatten arbeitet und auch oft Felgenbänder als Ausgleich direkt in die Schuhe klebt. Wens hilft is ja i.O aber was ist wenn ich die Pedalplatten wechsle oder mir neue Schuhe kaufe ?? Muss ich dann wieder zu ihm und das ganze Fitting wiederholen ??? Oder kann man das dann relativ gut selber auf die neuen Sachen übertragen ???
Auch von seiner Kinesiologie weis ich nicht so recht was ich halten soll…..

Gibt’s hier bei uns im Forum noch mehr Leute die schon bei ihm waren und Erfahrungen berichten können ???

Gosy
20.01.2016, 17:53
Nachdem er zuletzt schrieb keine Vorbauten über 90 mm zu verbauen kam er in die Kiste guruzauber .

Skadieh
20.01.2016, 19:33
Nachdem er zuletzt schrieb keine Vorbauten über 90 mm zu verbauen kam er in die Kiste guruzauber .

Ist doch irgendwie konsequent, sofern das R3 nicht die Geometrie in den letzten 2 Jahren verändert hat. :D

Schöner Rahmen, aber die Steuerrohrlänge ist schon beträchtlich. Ob man für die Sitzposition eines Choppers einen "Fitter" braucht, sei dahingestellt.

peppone
20.01.2016, 22:58
Hallo Zusammen,

hol den Thread mal raus weil er der neueste zu dem Thema ist.
Kurze Eileitung:

Hab vor mir ein neues Rad zuzulegen. Nach längerer Findungsphase und Ausschluss vieler Kandidaten sind folgende Kandidaten übrig geblieben. Cervelo R3 und Ridley Fenix SL. Bin ziemlich unentschieden zwischen beiden Rädern.
Einer der beiden Cerveleohändler die einigermasen in meiner Nähe sind ist Radsport Buchstaller. Das Angebot für das R3 wär i.O (Wobei das R3 für mich eigenlich generell immer etwas über meinem Budget liegt) als „Zuckerl“ würde man bei einem Radkauf ein Fitting vom Chef Fritz Buchstaller umsonst dazu bekommen. Bin jetzt unsicher ob ich meine Entscheidung davon zumindest ein bisschen beeinflussen lassen soll.

Direkten Bedarf für ein Fitting hab ich eigentlich nicht aber die Oberschenkelaussenseite zwickt schon immer ein bisschen. War da auch schon bei ein paar Physios und keiner hat so recht was bezweckt. Aber mit Dehnen und Blackroll hab ich es eigentlich recht gut im Griff und ist eigentlich keine großes Problem. Vor einem Jahr war ich schon mal beim Specihändler wo ich das dort angebotene Specialiced Body Fit Fitting gemacht hab. Dabei ist rausgekommen das mein Rad bereits sehr gut eingestellt war und es wurde fast nichts verändert.

Ich kannte natürlich den Namen Buchstaller im Bezug auf Bikefitting schon länger, hab mich aber nie näher damit auseinandergesetzt. Ich bin dahin gefahren weil er Cervelohändler ist.
Hab nun ein bisschen recherchiert, Erfahrungsberichte gelesen usw. Vor allem in einem Triathlonforum und das was hier bei uns die SUFU ausgespuckt hat. Auf den ersten Seiten dieses Threads viel sein Name ja schon des öfteren.
Es gibt ja recht unterschiedliche Meinungen zu im. Die Negativen sind hauptsächlich das er bei Hobbyfahrer unmotivierter ist als bei seinen Toptriathleten, schon mal schludert und die Hobbyluschen einfach nicht so ernst nimmt. Auch das er bei Rennrädern nicht so der Topmann ist wie bei Triathlon und Zeitfahtrrädern.

Mann liest auch immer wieder das er sehr viel mit Keilen und Shimps unter den Pedalplatten arbeitet und auch oft Felgenbänder als Ausgleich direkt in die Schuhe klebt. Wens hilft is ja i.O aber was ist wenn ich die Pedalplatten wechsle oder mir neue Schuhe kaufe ?? Muss ich dann wieder zu ihm und das ganze Fitting wiederholen ??? Oder kann man das dann relativ gut selber auf die neuen Sachen übertragen ???
Auch von seiner Kinesiologie weis ich nicht so recht was ich halten soll…..

Gibt’s hier bei uns im Forum noch mehr Leute die schon bei ihm waren und Erfahrungen berichten können ???

"If it ain't broke, don't fix it."

Es gibt keine objektiv "richtige" Position für alle - was das Thema Fitting irgendwie auch ein wenig sinnlos macht. Das was für den einen funktioniert kann für den anderen eine Katastrophe sein. Und: Das was vor 2 Jahren perfekt gepasst hat muss dieses Jahr (bspw. durch Gewichtsverlust bedingt) nicht immer noch passen. Für mich hat das teilweise was von der Jagd nach dem rosa Kaninchen.

Wenn Du eine Position hast, mit der Du zurecht kommst würde ich sie beibehalten und ggf. kleinere Modifikationen ggf. per trial and error testen. Und vor allem würde ich das Rad kaufen dass Deiner jetzigen Position am nächsten kommt.

Silentbob
20.01.2016, 23:32
Hallo Zusammen,

hol den Thread mal raus weil er der neueste zu dem Thema ist.
Kurze Eileitung:

Hab vor mir ein neues Rad zuzulegen. Nach längerer Findungsphase und Ausschluss vieler Kandidaten sind folgende Kandidaten übrig geblieben. Cervelo R3 und Ridley Fenix SL. Bin ziemlich unentschieden zwischen beiden Rädern.
Einer der beiden Cerveleohändler die einigermasen in meiner Nähe sind ist Radsport Buchstaller. Das Angebot für das R3 wär i.O (Wobei das R3 für mich eigenlich generell immer etwas über meinem Budget liegt) als „Zuckerl“ würde man bei einem Radkauf ein Fitting vom Chef Fritz Buchstaller umsonst dazu bekommen. Bin jetzt unsicher ob ich meine Entscheidung davon zumindest ein bisschen beeinflussen lassen soll.

@ Schrotty: Wirklich reiner Zufall, dass ich hier schon wieder in Deinem Windschatten auftauche :-)

Da Du Deine Position schon kennst und damit zufrieden zu sein scheinst, klingt der Vorschlag vernüftig, sich daran zu orientieren bei der Qual der Wahl. Und sollte es das R3 werden, dann ist das "Zuckerl" vielleicht weniger wert als ein besserer Preis fürs Rad woanders.

@ all:
Ich als Einsteiger bin nun auch auf einen Händler gestoßen, der bei Radkauf mit Gratisvermessung auf Basis folgender Methoden wirbt:
http://www.bikefitting.com/
Trek precision fit
Ohne Radkauf verlangt er für das Basispaket 95,- (Gespräch, Beweglichkeitsanalyse, Cleat-Einstellung, Körpermaße und Analyse, was der Computer dann als Idealmaße ausspuckt).

Nach Studium des Threads bin ich etwas skeptisch, ob das den vsl. geringeren Nachlass auf das Rad wert ist. A) scheinen mir einige der Punkt Teil einer normal guten Beratung, B) befürchte ich in Schema F gepresst zu werden ohne (für den Preis mögliche) Analyse der körperlichen Abweichungen (längeres Bein usw.).

Bei der Rahmengröße bin ich mir durch ein paar Tests/Probesitzen in verschiedenen Läden recht sicher. Aber die jeweilige Geometrie ist wohl ausschlaggebender. Ausprobieren und notfalls 95,- zu viel investieren, oder hilft nicht einfach Rad kaufen Lehrgeld in Form von km zahlen?

SiriusB
21.01.2016, 08:26
Also ohne hier auch nur annähernd alles gelesen zu haben: ich weiß nicht wie teuer sein Rahmen sein wird aber setzte mal 95 Euro in Relation dazu und schaue dann ob es dir immer noch teuer vorkommt. Wenn ich einen Rahmen um 3000 Euro kaufen würde würde ich locker die 95 bezahlen, damit es perfekt passt.

Schrotty
21.01.2016, 09:33
Nachdem er zuletzt schrieb keine Vorbauten über 90 mm zu verbauen kam er in die Kiste guruzauber .
Hab ich auch gelesen und kam mir bisschen komisch vor. Nix über 110 hätt ich mir noch eingehn lassen aber kleiner 90 ist schon arg......

Schrotty
21.01.2016, 09:42
Ist doch irgendwie konsequent, sofern das R3 nicht die Geometrie in den letzten 2 Jahren verändert hat. :D

Schöner Rahmen, aber die Steuerrohrlänge ist schon beträchtlich. Ob man für die Sitzposition eines Choppers einen "Fitter" braucht, sei dahingestellt.

Genau wegen der Steuerrohlänge und Chopper Position kams in meine Auswahl........
Auch die Ausrichtung auf eher Langstrecke /Marathon etwas Entspanntere Sitzposition, etwas Dämpfungskomfort ist das was ich suche. Auch das Einsatzgebie würde passen.
Allerdings sollte der Rahmen schon noch Racer Gene haben, Das R3 erfüllt für mich all diese Vorraussetzungen.

Will bei meinem neuen Rad in etwa meine jetzigen Sattelüberhöhung erreichen aber vom riesigen Spacerturm wegkommen. (Bin Langbeiner) zu einem reinen Chopper ala Speci Rubaix wollte ich dann doch icht greiffen....

wildcoyote
21.01.2016, 11:15
Aus eigener Erfahrung : ich war beim Machacek, Lloyd Thomas (cyclefit) und Buchstaller. Die Qualitätsreihenfolge ist schon richtig einsortiert. Das Radlabor kenne ich auch.

Für mich hat Machacek die beste Arbeit gemacht. Leichte Veränderungen am Rad, Vorbau etwas kürzer, die Schuhe richtig eingestellt und das wars im großen und ganzen. Ansonsten wahnsinnig ehrlich, trotz der Tatsache dass er gelernter Orthopädie-Schuhmachermeister ist hat er mir trotz meines Senkfußes keine Sohlen angedreht weil es bei mir gut kompensiert ist und man da nichts machen müsste. Außerdem ist er Physiotherapeut, sprich genau die Person wo man hinrennt wenn die Beschwerden aufkreuzen. Für zwei Räder und ca 3 Stunden hatte ich dann weniger als 200 Euro bezahlt, mehr als fair.

Beim Lloyd war ich vor drei Jahren. War ebenfalls ganz gut jedoch ist der Typ, m.M.n. eher was für den Profi-Bereich. Die Keile in den Schuhplatten hatte ich gleich wieder rausgemacht da sie eher gestört hatten. Aber insgesamt hat er schon Ahnung von dem was er tut, eher für mehrere Sitzungen interessant.

Buchstaller - war ich vor Ewigkeiten. War im Rahmen des Vereins damals gesponosored. Was soll man da sagen, wenn man mit dem Typ zurecht kommt (sowohl als Mensch als auch Oberfranke :ä ) dann kann es klappen, ansonsten viel zu viel Hokuspokus und "eminenzbasierte Erkentnisse" ("Des habn mer scho immer so gemacht"). Wäre ich böse würde ich schreiben - für Triathleten ausreichend :D

Mit den Radlabor-Leuten hatte ich aufm Lehrgang zu tun gehabt, die Jungs sind ja sehr kollegial und haben an meiner Position einfach so gefeilt :ä war aber nicht viel. Ansonsten sind die sehr gut, lassen es aber auch gut bezahlen. Aber Ahnung haben die massiv.

Fazit - (wurde schon oben geschrieben) muss man sehen mit wem man zurecht kommt und was man bereit ist zu investieren. Für Beginner ist es sicherlich gut dass einer mal drüber schaut und alles erstmal "ordentlich" einstellt.
Für ambitionierte Fahrer (15-20 Tkm) ist es sicherlich mit einer Messung nicht getan, sollte auch jedem klar sein. Man kan auch mit den meisten gut reden und ein Saisondeal abschließen wo man für Summe X dann 5-6 mal zum nachjustieren kommt, was dann ca 20-30 min dauert.

Schrotty
21.01.2016, 11:42
Aus eigener Erfahrung : ich war beim Machacek, Lloyd Thomas (cyclefit) und Buchstaller. Die Qualitätsreihenfolge ist schon richtig einsortiert. Das Radlabor kenne ich auch.

Für mich hat Machacek die beste Arbeit gemacht. Leichte Veränderungen am Rad, Vorbau etwas kürzer, die Schuhe richtig eingestellt und das wars im großen und ganzen. Ansonsten wahnsinnig ehrlich, trotz der Tatsache dass er gelernter Orthopädie-Schuhmachermeister ist hat er mir trotz meines Senkfußes keine Sohlen angedreht weil es bei mir gut kompensiert ist und man da nichts machen müsste. Außerdem ist er Physiotherapeut, sprich genau die Person wo man hinrennt wenn die Beschwerden aufkreuzen. Für zwei Räder und ca 3 Stunden hatte ich dann weniger als 200 Euro bezahlt, mehr als fair.

Beim Lloyd war ich vor drei Jahren. War ebenfalls ganz gut jedoch ist der Typ, m.M.n. eher was für den Profi-Bereich. Die Keile in den Schuhplatten hatte ich gleich wieder rausgemacht da sie eher gestört hatten. Aber insgesamt hat er schon Ahnung von dem was er tut, eher für mehrere Sitzungen interessant.

Buchstaller - war ich vor Ewigkeiten. War im Rahmen des Vereins damals gesponosored. Was soll man da sagen, wenn man mit dem Typ zurecht kommt (sowohl als Mensch als auch Oberfranke :ä ) dann kann es klappen, ansonsten viel zu viel Hokuspokus und "eminenzbasierte Erkentnisse" ("Des habn mer scho immer so gemacht"). Wäre ich böse würde ich schreiben - für Triathleten ausreichend :D

Mit den Radlabor-Leuten hatte ich aufm Lehrgang zu tun gehabt, die Jungs sind ja sehr kollegial und haben an meiner Position einfach so gefeilt :ä war aber nicht viel. Ansonsten sind die sehr gut, lassen es aber auch gut bezahlen. Aber Ahnung haben die massiv.

Fazit - (wurde schon oben geschrieben) muss man sehen mit wem man zurecht kommt und was man bereit ist zu investieren. Für Beginner ist es sicherlich gut dass einer mal drüber schaut und alles erstmal "ordentlich" einstellt.
Für ambitionierte Fahrer (15-20 Tkm) ist es sicherlich mit einer Messung nicht getan, sollte auch jedem klar sein. Man kan auch mit den meisten gut reden und ein Saisondeal abschließen wo man für Summe X dann 5-6 mal zum nachjustieren kommt, was dann ca 20-30 min dauert.

War schon mal recht aufschlussreich. Danke.

Das "das "nachjustieren" schreckt mich halt. Bei jedem Pedalpalttenwechsel die Keile neu justieren, Bei neuen Schuhen sowieso, und wenn dann auch noch Tapes direkt in die Schuhe geklebt werden usw......Dafür dann jedesmal wieder hinfahren, ich weis nicht :hmm:
Mein Anfahrtsweg wär nicht so dramatisch, aber trotzdem......

craze
21.01.2016, 12:47
Das mit dem Nachjustieren ist ja wirklich was für (semi-)Profis.

M. E. ist es schon wichtig, dass man Grundsätzliches mal klärt. Insbesondere Sitzhöhe und -länge und Sattelposition zum Tretlager.

Obwohl ich mittlerweile fast 30 Jahre Rennrad fahre, habe ich erst jetzt, bei der Vermessung anlässlich meines Maßrahmens festgestellt, dass ich als Langbeiner (wie Du) immer viel zu lange Rahmen gefahren habe. Ich hab mich nur immer gewundert, warum mir am Anfang der Saison immer die Hände eingeschlafen sind. Sobald ich dann im Training war, ist es besser geworden, weil man sich dann ja adaptiert hat.

Über die Jahre haben mich natürlich immer wieder mal Radhändler auf Fahrräder gesetzt, die mir einen Rahmen verkauft haben. Aber nie hat einer mal gesagt, "hör zu, Du brauchst einen kürzeren Rahmen oder kürzeren Vorbau".

Vor 30 Jahren wurde eh nur die Schritthöhe gemessen, in die Tabelle geschaut und dann hieß es, Du brauchst nen 59er!

Jetzt nach der Vermessung stelle ich meine Räder so peu a peu auf die vermessenen Werte ein, soweit es geht. Die Sitzhöhe hat schon bis auf ein paar Millimeter gepasst, wobei sie früher auch viel niedriger war. Aber die Sattelposition zum Tretlager war eher Glückssache (einfach soweit hinter wie's geht, ohne Rücksicht auf Sitzrohrwinkel) und der reale Reach immer viel zu groß.

Nachdem ich jetzt meine vorhandenen Räder (und auch im Fitnessstudio beim Spinning) genau eingestellt habe, fühle ich mich so wohl wie noch nie auf den Rädern.

Mein Maßrahmen hat verglichen mit Rädern von der Stange seltsame Werte aber ich freue mich wie ein kleines Kind darauf. Witzigerweise kommt ein Cannondale Synapse in Größe 54 diesen Werten sehr nahe. Dabei habe ich aber eine Überhöhung von über 10 cm, weil ich die Sattelstütze so weit herausziehen muss.

Und Sprüche wie Chopperrahmen zeigen nur, dass man keine Ahnung hat. Für uns Langbeiner ist die Sitzposition auf einem sogenanten Komfortrahmen nämlich allemal sehr sportlich, wenn man ohne Spacer arbeiten will.

Alleine wegen dieser grundsätzlichen drei Werte (Offset, Sitzhöhe und Sitzlänge) hätte sich vor 30 Jahren eine echte professionelle Vermessung gelohnt. Ich hätte mir damit viele Beschwerden erspart.

Und der normale, auch auf Rennräder spezialisierte Radhändler hat diese Kompetenz aus meiner Sicht eben nicht!

Silentbob
21.01.2016, 14:35
Und der normale, auch auf Rennräder spezialisierte Radhändler hat diese Kompetenz aus meiner Sicht eben nicht!

Den Eindruck gewinne ich bei meiner Suche auch langsam... oder er hat zumindest nicht die Motivation. Bei früheren Käufen "normaler" Räder und auch jetzt bei meiner Suche nach einem geeigneten Rennrad haben die Radläden immer nur die Schrittlänge (96,5 cm bei 194 Körpergröße) betrachtet (egal ob in Deutschland oder jetzt hier in Belgien).

Bei meiner Annäherung an geeignete Modelle habe ich selbst mehr oder weniger genau ermittelte Maße hinzugezogen (Körperlänge, Armlänge, Rumpflänge). Ergebnis: Eindeutiger Langbeiner.

Daher werde ich die 95,- investieren. Besser das ggf. in den Sand setzen, als den falschen Rahmen kaufen oder mich an eine falsche Position gewöhnen. Wobei mich bisher alle immer auf den "61er" Rahmen gesetzt haben. Das passte etwa beim Scott Solace, aber auch beim Bianchi Infinito CV auf den ersten Eindruck ganz gut (bei letzerem ggf. mit etwas kürzerem Vorbau).

Bin mal gespannt, wie gut ich nach der Analye auf das avisierte Fenix SL passe.

Vielen Dank für das Teilen der jahrelangen Erfahrung!

dr3do
21.01.2016, 15:08
Und Sprüche wie Chopperrahmen zeigen nur, dass man keine Ahnung hat. Für uns Langbeiner ist die Sitzposition auf einem so genannten Komfortrahmen nämlich allemal sehr sportlich, wenn man ohne Spacer arbeiten will.
Ich ignoriere solche Sprüche einfach. Schaue einfach, dass ich halt im Rahmen meiner Möglichkeiten (welch' Wortspiel :D) so sportlich wie möglich sitzend meine Haxen sinnvoll unterbringe.


Und der normale, auch auf Rennräder spezialisierte Radhändler hat diese Kompetenz aus meiner Sicht eben nicht!
+100

Schrotty
21.01.2016, 15:36
Das is klar mind. 80% der Radhändler, auch wenn sie auf Rennräder sezialisiert sind und ihre Modellpalette generell sehr sportlich ausgerichtet sind haben diese Kompetenz nicht !

Daher ja auch mein Gedanke meine Rad / Händlerentscheidung auch zumindest ein bisschen von dem gratis Fitting abhängig zu machen wenn ich das R3 beim Buchstaller kaufe.

Allerdings haben mich meine genaueren Recherchen über seine Arbeits- Herangehensweise und die vielen wiedersprüchlichen Meinungen über ihm im Netz unsicher gemacht obs das was er mach wirklich bringt für mich.
Ich will schon noch die Pedalplatten selber wechseln können ohne jedesmal zu Fitter zu rennen weil die kleinen Keilchen wieder aufs 10`tel genau positioniert werden müssen. Beim Schuh Neukauf fängt man dann sowieso wider ganz von vorne an. Fahr auch mehrere Schuhe, ich weis man könnte auch 2 Paar zum Fitting mitnehmen aber auf der rolle fahr ich z.B mit meinen ganz alten weil ich da immer schwitze wie Sau und mir die guten dafür zu schade sind. Aber die Rollenschuhe jetz auch noch mit Tapes usw. zu präparieren rentiert sich wirklich nicht mehr

die Grundsätzlichen Sachen müssten passen bei mir, hab auch keine großen Probleme. Wie schon erwähnt hab ich ja vor 1 Jahr schon mal das Specialiced Body Geometrie Fitting gemacht. Ob das was taugt, keine Ahnung. Raus kam das mein Rad und die Cleats relativ gut eingestellt waren. Es wurde fast nichts verändert. Die leichten Beschwerden die ich hab wurden nicht besser und nicht schlechter.

Das ein Komfortrahmen für mich das Beste ist davon bringt mich keiner mehr ab. Mein derzeitiges Rad, ein 07 oder 08 er Cube HTC in RH 60 ist für mich nur mit 30 mm Spacer und, ich traus mich kaum schreiben aber ist halt so, mit Vorbau 6° + fahrbar. Selbst so komm ich auf fast 11 cm Sattelüberhöhung. die 11 cm sind für mich i.O aber tiefer kann und will ich nicht. Damals gabs halt noch nicht die Auswahl an verschieden Geometrien.
Bei meinem neuen Rad will ich die Vorbau/Spacerkombi nicht mehr haben, das kann ich nur über die passende Geo des Rahmens erreichen. Trotz dieser Geo kann man mit den von mir gewählten Kandidaten als Hobbyfahrer immer noch so schnell und sportlich unterwegs sein das es dicke reicht.
Und gefallen tun sie mir auch sehr gut, völlig unabhängig von der Geo.

sherzig
22.01.2016, 21:53
Fritz ist ein Gott und Guru! Du musst nur daran glauben was er dir sagt.

phonak zwerg
08.02.2016, 15:45
bei Komsport habe ich Anfangs Gutes, anschließend schlechtes erlebt, da unseriöses Auftreten und vereinbarte Preisabsprachen nicht eingehalten wurden. Geht gar nicht.

Flojo13
18.02.2016, 09:23
Hey Leute, habe mich bisher wenig mit dem Thema Bikefitting auseinandergesetzt. Da meine Freundin und mich aber seit geraumer Zeit Sitzbeschwerden plagen, würden wir gern eine Analyse mit Radeinstellung machen, nur eben wo?

Kann jemand einen guten "Bikefitter" in Hessen empfehlen? Raum Hanau wäre perfekt.

BerlinRR
18.02.2016, 09:33
Hey Leute, habe mich bisher wenig mit dem Thema Bikefitting auseinandergesetzt. Da meine Freundin und mich aber seit geraumer Zeit Sitzbeschwerden plagen, würden wir gern eine Analyse mit Radeinstellung machen, nur eben wo?

Kann jemand einen guten "Bikefitter" in Hessen empfehlen? Raum Hanau wäre perfekt.

Das "riecht" nach Cyclefit, er macht im Standardprogramm auch eine Messung des Satteldrucks/Druckverteilung.

cat07
18.02.2016, 09:42
Hey Leute, habe mich bisher wenig mit dem Thema Bikefitting auseinandergesetzt. Da meine Freundin und mich aber seit geraumer Zeit Sitzbeschwerden plagen, würden wir gern eine Analyse mit Radeinstellung machen, nur eben wo?

Kann jemand einen guten "Bikefitter" in Hessen empfehlen? Raum Hanau wäre perfekt.

Kann dir den empfehlen:
http://machacek-fitting.com/

Ich war persönlich bei ihm (im Bad Soden) und auch einige meiner Vereinskollegen, waren alle sehr zufrieden.

Tom
27.01.2018, 17:04
Ich würde diesen Thread gerne mal wieder ausgraben.

Haltet Ihr ein professionelles bkefitting für Spielerei / nice to have / sinvoll / notwendig?
Früher wurde man von Fachhändler, vom Trainer oder vom "Experten" in der Radgruppe auf's Rad gesetzt: Sattel nach hinten, Lenker runter, Sattelhöhe vernünftig. Was kann ein bikefitter, das ein fitter biker nicht kann?
Wer hat welche Erfahrungen mit bikefitting gemacht?

enasnI
27.01.2018, 18:10
Ich denke, die meisten Bikefitter machen einen guten Job. Hier und da sprießt mal einer aus dem Boden, der vielleicht zu wenig Erfahrung hat, von Seite der Kunden gibt es aber auch sicherlich Fälle, die mit falschen Erwartungen zu einem Fitting gehen. Ein fitter ist kein Orthopäde, im besten Fall jemand mit physiotherapeutischem Wissen.

Einen großen Nachteil sehe ich für manchen Kunden darin, dass sie weite Wege auf sich nehmen und viel Geld bezahlen, sollte es aber dazu kommen, dass der Fitting-Prozess erstmal nicht das gewünschte Ergebnis bringt, dann wird es ein wenig schwierig mit der Nachbetreuung.

Ebenso problematische Fälle sind sehr integrierte Räder (Madone, Venge und co) oder Zeitfahrräder. Wenn hier ein Fitter so was nicht vorher abfragt und mit offenen Karten spielt, was seine Möglichkeiten angeht, dann passt es auch nicht.

Gute Fittings in Radläden sterben mehr und mehr aus. Expertentum rund um das Rennrad wird im normalen Laden weniger. Aber ist auch eine schwierige Sache. Es ist zeitaufwendig und muss daher Geld kosten. Die meisten Kunden sind aber nicht zwingend bereit, dies auch in einem "normalen" Radladen zu zahlen. Es sei denn, man ballert sich da Retül, BGM oder Precision Fit hin. Ob das dann aber ein Zeichen dafür ist, dass man was kann, ist eine andere Sache.

Das ist vermutlich sowieso das schwierigste an der ganzen Sache. Qualität kann man oft nicht so einfach von außen erkennen. Ich arbeite in einem Radladen, wo wir uns mit aufwendigeren Fittings beschäftigen. Bei Radkauf gibt es die dazu, sonst gegen Kosten. Man merkt, dass mehr und mehr Rennrandkunden wert drauf legen. Man merkt, dass vielen Leuten irgendwann mal eine nicht passende oder zu große Geometrie verkauft wurde. Man merkt, dass einige Läden sich mit einer Anpassung keine Mühe geben, dies nicht anbieten. Man merkt, dass hier und da mal Leute schon bei einem Fitter waren, der für das, was er bietet meiner Meinung nach zu teuer ist. Grundlegend ist das Feedback für unsere Arbeit positiv, aber es gibt auch immer mal Kunden, mit denen kommt man nicht auf einen Nenner. Erwartungen, Zwischenmenschlichkeit, Kritikfähigkeit von beiden Seiten und solche Dinge sind oft sehr wichtige Komponenten.

Sag mal einem Fritz Buchstaller, dass du etwas anders siehst, als er es dir vorgebetet hat. Ich wäre gerne dabei. :D

Schlussendlich kann ich unterm Strich als Erkenntnis der letzten Jahr sagen, dass 80% der Leute von einem Fitting profitieren, weil sie wirklich falsch auf dem Rad sitzen. Bei den anderen 20% geht es um Optimierung hinsichtlich Aerodynamik oder Biomechanik. Da würde ich sagen, ist die Erfolgsquote geringer, was das Ineinklangbringen von Erwartungen und Möglichkeiten angeht. Sehe diese Personen auch eher bei reinen Fitting-Experten besser aufgehoben. Aber auch da muss das nicht immer eine Verbesserung produzieren. Captain Hook hier aus dem Forum ist doch ein gutes Beispiel für diese Personengruppe.

Lange Rede, kurzer Sinn, den meisten bringt es was.

Voreifelradler
28.01.2018, 05:58
Ich habe letztes Jahr ein Fitting gehabt, welches am Anfang Verbesserungen brachte, aber letztendlich nicht den gewünschten Erfolg brachte.
Dieses Jahr, nach fast 2 Jahren mit Schulter- und und leicht verbesserten Rückproblemen machte ich mir einen Termin bei Komsport in Köln. Zuerst wurden meine Schuhe und die Cleatstellung überprüft und dieses weiter nach außen gestellt.
Danach wurde ein Fußscan gemacht, die Druckstellen ausgewertet und danach überprüft, ob ich einen "festen" Stand habe. Meine orthopädischen Einlagen wurden nun mit zwei kleinen Keilen angepasst, welche eine Verbesserung beim Stand brachten. Das ganze dauerte 20 Minuten, was mich schon sehr beeindruckte.
In der Zwischenzeit wurde in einem anderen Raum mein Rad aufgebaut und ich radelte los. Der "Fußmensch" bewertete dort noch die Cleatstellung, stellte fest, dass meine Einstellung die richtige war, korrigierte dies und übergab mich dann an den eigentlichen Fitter. Dessen erste Feststellung:"Kein Wunder, dass du Probleme mit der Schulter hast."
Nun wurde sukzessive Sattelhöhe, der Nachsitz, der Abstand Sattel - Lenker und Sattel - STI angepasst. Kurzum, ich saß zu lang, mit zuviel Nachsitz und kann tiefer mit dem Lenker als ich dachte.
Wer also Probleme auf dem Rad hat sollte nicht zu lange warten, ich tat dies...

Rad_Thom
28.01.2018, 08:33
Ich habe mir vor rund 15 Jahren einen Maßrahmen für Triathlon machen lassen.

Da war eine Art Bikefitting dabei. Und der Mann hatte Erfahrung. Immerhin hat sich Rolf Aldag dort auch Rahmen machen lassen.

Norbert Ziemen. Leider hat er sein Geschäft dann bald geschlossen. Vor allem weil dann die Carbonrahmen in breiter Masse verkauft wurden.

Was soll ich sagen. Es ist eindeutig mein bestes Rad und ich habe niemals vorher oder nachher besser gesessen.

Allerdings habe ich relativ ungewöhnliche Abmaße. Sehr lange Beine und kurzer Oberkörper.

Ich würde nicht zuviel von einen Bikefitting erwarten.

Fritz Buchstaller kenne ich auch. Sehr guter Mann mit sehr viel Erfahrung mit Triaprofis und auch selbst ein guter Zeitfahrer. Früher war das "Bikefitting" Teil der Verkaufsgespräche und man hat nichts dafür bezahlt.

Und auch im Profibereich gibt es beim Bikefitting Dinge die nach hinten losgehen. Z.B. gab es im letzten Jahr eine Reportage über Frodeno. Flacher, flacher, flacher und noch geringere Angrifffläche von vorne. Aktive Kopfhaltung. Also noch flacher. Um Hawaii ein drittes Mal in Folge zu gewinnen. Ergebnis konnte man bei der Übertragung sehen. Ständig auf den Sattel hin und hergeruscht. Die beste Radzeit hatte übrigens Cameron Wurf, der sehr aufrecht gesessen hat und auch kein sehr hohes Felgenprofil gefahren hat. Die Sitzhaltung von Sanders ging auch eher gegen Rundrücken und dabei recht aufrecht. Lange sitzt wiederrum recht flach, obwohl der "nur" das Ziel hat auf dem Rad mitzufahren und nicht zuviel zu verlieren.

Im Profiradsport gibt es auch sehr viele verschiedene Sitzhaltungen.

Was ich eigentlich sagen will. Ein Bikefitting kann immer nur eine Art Grundeinstellung sein. Zumindest wenn man Messungen nicht unter gleichen Bedingungen wiederholen kann. Und das ist zwingend notwendig.

Viele Wege führen nach Rom. Das Bikefitting ist sicherlich eine interesante Geschäftsidee.

Zumindest im Triathlon sitzen viele Leute zu flach. Das sieht man immer auf der zweiten Runde in Frankfurt oder Roth, wenn dann Obrlenker gegriffen wird.

Vieles kann man auch selbst machen. Foto von der Seite und von vorne. Position bewerten. Eventuell verändert und dann auf der Rolle eine Stunde treten ohne die Position zu verändern und bewerten wie man sich fühlt bzw. ob sich die Leistung bei gleicher Pulsfrequenz verändert hat. Foto natürlich vom Stativ und Höhe und Abstand der Linse notieren, damit man beim nächten Mal die Positionen auch vergleichbar hat.

Noch ein letzter Punkt. Irgendwo vorne steht, das man durch ein Fitting X% Leistung einspart. Das dürfte in den allermeisten Fällen einer Messung nicht standhalten.

So genug geschrieben, es wird hell, Wetter ist gut also eine Sonntagsrunde
Thomas

Herr Sondermann
28.01.2018, 09:32
Ich war vor einger Zeit nach vielen Jahren auf dem Rennrad beim Bikefitting, ohne eigentlich Probleme mit der Sitzposition zu haben, sondern rein aus Neugier. Nach dem Motto "vielleicht geht ja noch was und ich erlebe ungeahnte Höhenflüge" :D.

Empfohlen wurde der Fitter von zwei Radkumpels, einer davon auch hier im Forum sehr aktiv. Beide hatten sehr gute Erfahrungen mit ihm gemacht, hatten aber zuvor auch konkrete Probleme beim längerne Sitzen auf dem RR.

Ich fand den Termin sehr gut und spannend.
Die neue Position (deutlich weiter vorne) fühlte sich zunächst auch sehr gut an. Der Tritt war subjektiv kräftiger und es fühlte sich alles "effektiver" an, was ich auf dem Rad tat.
Damit kann ich (wieder rein subjektiv) sagen: der Fitter scheint aus biomechanischer Sicht alles richtig sortiert zu haben.
Leider hat mein Körper auf die neue Haltung nach sehr kurzer Zeit mit massiven Knieproblemen reagiert.
Bin dann wieder auf die alte Position gegangen, mit der ich jahrelang schmerzfrei klar gekommen bin.

Will sagen: Ein Bikefitter setzt dich so aufs Rad, wie er es für am besten hält und es gelernt hat. Das kann sich gut anfühlen und auf Dauer passen, kann aber auch, wie in meinem Fall, schief gehen.

Da kann der fitter nichts für, hätte mein Körper mitgespielt, wäre es eine bessere Sitzposition gewesen, als zuvor und nun wieder.
Nach meiner Erfahrung bin ich also zwiegespalten und würde selber nur noch dann ein Bikefitting in Erwägung ziehen , wenn ich a) totaler Anfänger wäre oder b) Probleme hätte.

Herr Sondermann
28.01.2018, 09:36
"If it ain't broke, don't fix it."

Es gibt keine objektiv "richtige" Position für alle - was das Thema Fitting irgendwie auch ein wenig sinnlos macht. Das was für den einen funktioniert kann für den anderen eine Katastrophe sein. Und: Das was vor 2 Jahren perfekt gepasst hat muss dieses Jahr (bspw. durch Gewichtsverlust bedingt) nicht immer noch passen. Für mich hat das teilweise was von der Jagd nach dem rosa Kaninchen.

Wenn Du eine Position hast, mit der Du zurecht kommst würde ich sie beibehalten und ggf. kleinere Modifikationen ggf. per trial and error testen. Und vor allem würde ich das Rad kaufen dass Deiner jetzigen Position am nächsten kommt.

Das hab ich grad erst gelesen: :goodpost:

Herr Sondermann
28.01.2018, 09:50
wie konnten die Veteranen vor 20 jahren nur ohne Puls, GPS und Bikefitting fahren ? :)


ich sehe es beim Laufen, die Technik wird immer besser, jeder misst seinen Puls und GPS usw, aber das Niveau wird immer schlechter :confused:

Naja, wie gesagt, wenn einer Probleme hat, kann es schon eine sehr sinnvollte Sache sein und wenn man Glück hat, kommt man der Lösung mittels Videoanalyse auf die Spur.

Ansonsten sehe ich es grundsätzlich auch so, wie von dir beschrieben - man muss sein Leben nicht zwingend übertechnisieren und darf auch gerne mal seinem "gesunden Menschenverstand" vertrauen. :rolleyes:

Wissenschaft ist nicht alles, was zählt, ist die Praxis.
Werde nie vergessen, wie die Zimmerleute sich bei der Sanierung unseres 100 Jahre alten, denkmalgeschützten Dachstuhls über die Berechnungen des Statikers totgelacht haben, der meinte, man müsse was an der Statik verändern, denn es sei so nicht richtig (wie gesagt: Es hatte bereits 100 Jahre gehalten). Die waren die Praktiker, der andere der Akademiker, der es theoretisch sicher alles korrekt und mit 7facher Sicherheit berechnet hat.

rkocher
28.01.2018, 10:11
Beim Thema Bikefitting haben wir leider ein Henne/Ei-Problem. Ein Bikefitting kann nur so gut sein, wie es jeweilige körperliche Disposition zulässt. D.h. ein Körper, der z.B. durch eine mehrjärige sitzende Tätigkeit vorbelastet wurde und nun mit dem spezifischen monotonen körperlichen Bewegungsmuster des Radfahrens konfrontiert wird, kann beim Bikefitting auch nur so engestellt werden, wie es die jeweilige körperliche Disposition zulässt. Kurzfritig wird die vorgenommene Änderung (oft z.B. Vorbau verkürzen, Cleats anders einstellen etc....) als Linderung oder vermeintliche Besserung wahrgenommen - in Wahrheit befindet man sich aber in einer Abwärtsspirale, solange man die körperlichen oder auch athletischen Voraussetzungen nicht substanziell verbessert. Wahrscheinlich waren die Radfahrer von früher - bedingt durch auch durch eher körpliches und nicht sitzendes Arbeiten - körperlich besser aufgestellt, als das heute der Fall ist.

Wünschen würde ich mir in diesem Zusammenhang, dass Bikefitter vielmehr auf die athletischen Voraussetzungen achten und einen potenziellen Kunden auch wieder heimschicken, bevor Sie einen ahtletisch mangelhaft "ausgebildeten" Kunden vermeintlich aufs Bike "fitten".

BerlinRR
28.01.2018, 10:50
Ich denke wenn man nicht komplett sche*** drauf sitzt ist es mehr oder weniger Glücksspiel ob der Besuch beim Fitter was bringt.
Sieht man zum Beispiel am Beitrag #168 von Micha0707, der eine Besuch war nichts, beim anderen Fitter war es besser.

Jeder Fitter hat seine eigenen Ansichten und Methoden, aber die 1-4h sind nun mal sehr beschränkt für die etlichen Variablen der Sitzposition. Entweder die Herangehensweise passt dann zum eigenen Körper oder nicht.

Um wirklich was rauszuholen bräuchte man einen sehr erfahrenen Fitter, den man dann regelmäßig besucht, so wie es auch die Profis machen. Dann hat man die Möglichkeiten erst mal die ersten Stellschrauben zu drehen und anschließend zu beobachten wie der Körper reagiert.
z.B.
1. leichte Anpassungen am Rad und Kräftigung als Hausaufgaben
beim 2. Besuch dann Sattelwahl optimieren
usw.

Tom
28.01.2018, 11:14
Ehrlich gesagt halte ich "Sattel nach vorn, Lenker runter" für einen billigen Trick.
Auf der Rolle für 'ne halbe Stunde fährt so fast jeder schneller und fühlt sich leistungsstärker.
Aber der Druck auf's Kniegelenk nimmt bekanntermaßen zu, und viele können in so einer Position weder lang noch bergauf fahren.

Voreifelradler
28.01.2018, 11:20
Wenn du das so pauschal beschreibst stimmt das natürlich.
Wenn das Knie aber optimal zur Pedalachse eingestellt wird und dann alles andere angepasst wird (ruhige Hüfte, gerade Schultern usw.), ist das keine Scharlatanerie.

at59
28.01.2018, 11:26
Ehrlich gesagt halte ich "Sattel nach vorn, Lenker runter" für einen billigen Trick.
Auf der Rolle für 'ne halbe Stunde fährt so fast jeder schneller und fühlt sich leistungsstärker.
Aber der Druck auf's Kniegelenk nimmt bekanntermaßen zu, und viele können in so einer Position weder lang noch bergauf fahren.

1+ :Applaus:
und nebenbei noch von großen Radhäusern gesponserten Fitter nichtmal den Unterschied zwischen Shimano und Look Platten kennen:heulend:

plusminus
28.01.2018, 12:55
"Das" Bikefitting gibt es nicht. kann es gar nicht geben, da jeder Proband anders ist. Nicht nur jeweils andere körperliche Voraussetzungen, sondern oft auch andere Zielsetzungen. "Schmerzfrei" ist z.B. maximal weit weg von "optimale Aeroposition" finden.

Allgemein kann man sagen: gute Fitter können einiges zum Guten verändern. Es ist aber in aller Regel nichts, was ein erfahrener Fahrer oder Händler auch verändern könnte. Und das ohne Videoanalysen und dem ganzen Pipapo.

Ausnahme tatsächlich Fahrer, bei denen es vor allem darum geht, noch ein paar Watt mehr zu finden. Da muss man schon ganz tief in die Details schauen, um vielleicht noch was finden ...


Wer einen Fitter sucht, sollte genau hinschauen, was im Service drin ist - die Unterschiede sind teilweise gravierend.

Coloniago
28.01.2018, 13:53
Vor ein paar Jahren hatte ich ein Fitting und da wurden alle möglichen Parameter angesehen, aber eigentlich nur die Position der Pedalplatten verändert, sehr zu meinem Vorteil. Fand ich gut. Patentrezepte gibt es sicher nicht.

Zeta
28.01.2018, 19:17
Ehrlich gesagt halte ich "Sattel nach vorn, Lenker runter" für einen billigen Trick.
Auf der Rolle für 'ne halbe Stunde fährt so fast jeder schneller und fühlt sich leistungsstärker.
Aber der Druck auf's Kniegelenk nimmt bekanntermaßen zu, und viele können in so einer Position weder lang noch bergauf fahren.


+1

Wobei: "Billig" ist der Trick nur für den Anbieter...


Zeta

Hansi.Bierdo
28.01.2018, 19:44
Ehrlich gesagt halte ich "Sattel nach vorn, Lenker runter" für einen billigen Trick.
Auf der Rolle für 'ne halbe Stunde fährt so fast jeder schneller und fühlt sich leistungsstärker.
Aber der Druck auf's Kniegelenk nimmt bekanntermaßen zu, und viele können in so einer Position weder lang noch bergauf fahren.

Das so zu pauschalisieren is ja Käse. Sattel zu weit hinten war z.B. genau ein Teil meiner Knieschmerzen. Ich bin übrigens der eine Kollege von Herrn Sondermann und mir hat der Fitter nochmal eine ganz andere Dimension von Radfahren ermöglicht.

Die Videoanalyse ergab einen nach innen kippenden Fuß, der das Knie dann auf einer sichelförmigen Bahn bewegte, was zu Sehnenschmerzen am Knie führte, weil da immer Zug drauf war. Stabilisierende Einlage vor Ort bekommen, nochmal Video gemacht und innerhalb von drei Tagen war ich schmerzfrei. Dann saß ich zu weit hinten und zu hoch. Später konnte ich dann von mir aus noch ein wenig mit Lenker runter. Vor allem hat er mir alles so erklärt, dass ich meine Räder jetzt selber fitten kann. Aus meiner Sicht hat sich das voll gelohnt.

Und die körperlichen Voraussetzungen (Beweglichkeit) wurden überprüft und festgehalten, auch Empfehlungen für aufbauende Übungen und vor allem Dehnen ausgesprochen. Mit letzterem konnte ich meine Posi weiter verändern und nach einer Radpause merke ich immer wieder, wie sehr die Beweglichkeit als Schreibtischtäter sich verschlechtert. Und Rattfaarn is ja zu nix nütze außer Rattfaarn. :Angel:

Tom
28.01.2018, 22:35
Das so zu pauschalisieren is ja Käse.

Ja, pauschalieren wäre Käse.
Ich formuliere es mal so ausgewogen wie möglich:
Wenn fast jeder Kunde nach vorn gesetzt wird, dann ist das tendenziell unseriös. Denn den (kurzfristigen) Effekt kennen die meisten von uns seit Jahrzehnten.
Daß es im Einzelfall die richtige Mmaßnahme sein kann, ist entweder Gauss oder der Beweis, daß es auch seriöse Fitter gibt.

Wenn Du meine Beiträge noch mal liest, wirst Du feststellen, daß ich nicht geschrieben habe, was Du gelesen zu haben glaubst :D

proek
29.01.2018, 09:10
Ich wurde nach hinten gesetzt. Und nun?

the_brain_mave
29.01.2018, 09:28
Ein Problem ist, dass aufgrund der Veränderung unser Gesellschaft zu Individualisten die eher nach einer solo Tour Ihre Strava und GoPro Daten „teilen“ :rolleyes:, als nach einer gruppenfahrt hinterher noch an der Eisdiele zu halten, sehr viel Expertise verloren geht bzw. Nicht ausgetauscht werden kann.
Perfektioniert wird dieser know How Verlust durch die Abkehr vom Sportverein (nicht zu letzt durch Ganztagsschule und Arbeitszeiten bis 18 Uhr+) Das Wort sozial ist heutzutage aber leider nur noch in Kombination mit „Medien“ hip und nicht mit „Engagement“.
Aber das Sterben von radabteilungen bedauere ich sehr. Da sind die Leute nämlich noch richtig aufs Rad gesetzt worden und mussten sich an die richtige Position heran arbeiten. Wenn heute jemand hier und da ein zwicken hat, wird das Rad um den Körper gebaut, bis es nicht mehr als Rennrad erkennbar ist und der „Kunde“ seinen Körper behalten kann. (Letzteres ist natürlich übertrieben dargestellt).

pinguin
29.01.2018, 11:40
+1

Sehr gut formuliert.

enasnI
29.01.2018, 14:01
Wenn heute jemand hier und da ein zwicken hat, wird das Rad um den Körper gebaut, bis es nicht mehr als Rennrad erkennbar ist und der „Kunde“ seinen Körper behalten kann. (Letzteres ist natürlich übertrieben dargestellt).

Aber genau das ist je nach Alter, Zeitbudget und sonstigen Ambitionen durchaus oft nötig und auch vollkommen ok so. Es sieht heute nicht jeder sein Radsporthobby als seine neue Berufung, in der er sein halbes Leben investieren möchte. Auch da ist ok so. Es gibt glücklicherweise viele neue, teils komfortablere Radgeometrien, die da viele Möglichkeiten bieten.

Tom
29.01.2018, 14:31
Aber genau das ist je nach Alter, Zeitbudget und sonstigen Ambitionen durchaus oft nötig und auch vollkommen ok so.

Sehe ich auch so: Das Rad sollte zum Fahrer passen. Wenn seine Sitzposition seltsame Lösungen am Rad erfordert, dann ist das eben so.

Gelbwurstbrot
29.01.2018, 15:01
War letztens hier: https://mariokummer.com

kann ich sehr empfehlen.
Hat sich viel Zeit genommen. Insgesamt hat es sogar länger gedauert und ich habe einen größeren Leistungsumfang als vereinbart erhalten, aber dennoch den veranschlagten Preis bezahlt.

Auf Grund der guten Erfahrung hab ich auch gleich noch einen Termin für eine Leistungsdiagnostik ausgemacht und mir danach einen Trainingsplan erstellen lassen.

Das ganze war auch keine einmalige Sachen. Er beantwortet weiterhin Fragen und gibt Hilfestellung. Ebenso wurde mir ein kostenloser Nachtermin zum Fitting angeboten, da ich auf dem Sattel nach vorn gerutscht bin. Es hat sich aber herausgestellt, dass während meiner Tour die Sattelstütze in den Rahmen gerutscht ist und daher die Sitzposition dahin war.

Lange Rede ....

Absolut empfehlenswert.
Bin reiner Hobbyfahrer und es hat mir und bringt mir immer noch sehr viel

the_brain_mave
29.01.2018, 15:21
Aber genau das ist je nach Alter, Zeitbudget und sonstigen Ambitionen durchaus oft nötig und auch vollkommen ok so. Es sieht heute nicht jeder sein Radsporthobby als seine neue Berufung, in der er sein halbes Leben investieren möchte. Auch da ist ok so. Es gibt glücklicherweise viele neue, teils komfortablere Radgeometrien, die da viele Möglichkeiten bieten.


Sehe ich auch so: Das Rad sollte zum Fahrer passen. Wenn seine Sitzposition seltsame Lösungen am Rad erfordert, dann ist das eben so.

Ihr missversteht mich. Es geht darum, dass Rennradfahren (eigentlich) ein Sport ist. Ein Sport den man in verschiedenen Facetten betreiben kann. Anders als 100m in der Leichtathletik. Natürlich muss ich mit dem Rennrad - anders als ein Leichtathlet - nicht nur trainieren. Dennoch sehen wir hier Rennradfahren als sportliche Herausforderung, oder? Sollte es anders sein, ignoriert alles was ich schreibe, dann ist das hier ein großes Missverständnis.

Ein 100m Sprinter wird, nachdem ihm die Finger im Startblock schmerzen, weil er 20-30s Sekunden mit 70% seines Körpergewichts drüber hängt und die Position zu finden nicht sagen "Das ist mir hier irgendwie zu unkomfortabel, ich starte lieber im Sitzen". Er wird sich nach sportlichem Gedanken an das Optimum heran tasten. Vielleicht erreicht er nicht die Position von Usain Bolt, aber er kauft auch nicht einen bequemeren Startblock. Er wird sich langsam an sein Optimum heran tasten.

Ich lese in letzter Zeit immer häufiger, dass Anfänger Räder kaufen sollen, auf denen sie 5-6 Stunden sitzen können müssen. Ich habe auf meinem ersten Rad eine Stunde gesessen und bin dann nach 28km vom Rad gekrochen und fand es total g**l. Natürlich hätte ich weinend zum Fitter gehen können, dass er mir den Lenker höher stellt und den Vorbau verkürzt, dann hätte ich sicher 2 Stunden mit einem 25er Schnitt fahren können und wäre damals als Student eine Menge Geld los gewesen.

Es ist doch schon mehrmals gesagt worden: Wer schon lange fährt und Probleme hat, für den ist jemand fachkundiges genau richtig (den gebe es aber auch im Sportverein ->falls es sowas noch gibt).
Wenn jemand 3 mal im Monat aufs Rennrad geht, sind Schmerzen vorprogrammiert oder das Rad ist bald kein Rennrad mehr :5bike:

at59
29.01.2018, 16:14
Ich glaube ,das Problem liegt in der Beratungsresistenz. Was nix kostet ist nix, also muß ein Fitter her der von 150€ aufwärts nimmt.
Ich habe ein paar Lehrgänge für U17 Fahrer gehalten und war nur für Kampf und Sprinttechnik zuständig. Meine Kollegen die für Medizin, Sitzposition und Trainingslehre zuständig waren haben nach 3Lehrgängen das Handtuch geschmissen(incl. mir).
Die Meisten fühlten sich schon als Stars, wußten alles besser und nahmen von uns "alten Hasen"kaum mehr Ratschläge an. Die Frage : was habt ihr damal genommen wurde oft gestellt, wahrscheinlich weil wir ein zu großes Vertrauensverhältnis aufgebaut hatten. Sitzpositionen waren die Fürchterlichsten dabei, alles auf Empfehlung irgendwelcher Vereinsmeier die nie ein Rennen gewonnen hatten aber aber beim Vereinstraining den dicken Max raushängen liesen. Die meisten Empfehlungen wurden aus Foren(Radsport at zb.) abgekupfert ohne den eigenen Körper zu beachten, sondern nur auf schlechte Beschreibung. Ich bin der Meinung , das man Sitzpositionen nur hinter oder seitlich des Fahrers beurteilen kann, alles Andere ist Glaskugel.

855
29.01.2018, 16:22
Ein Problem ist, dass aufgrund der Veränderung unser Gesellschaft zu Individualisten die eher nach einer solo Tour Ihre Strava und GoPro Daten „teilen“ :rolleyes:, als nach einer gruppenfahrt hinterher noch an der Eisdiele zu halten, sehr viel Expertise verloren geht bzw. Nicht ausgetauscht werden kann.
Perfektioniert wird dieser know How Verlust durch die Abkehr vom Sportverein (nicht zu letzt durch Ganztagsschule und Arbeitszeiten bis 18 Uhr+) Das Wort sozial ist heutzutage aber leider nur noch in Kombination mit „Medien“ hip und nicht mit „Engagement“.
Aber das Sterben von radabteilungen bedauere ich sehr. Da sind die Leute nämlich noch richtig aufs Rad gesetzt worden und mussten sich an die richtige Position heran arbeiten. Wenn heute jemand hier und da ein zwicken hat, wird das Rad um den Körper gebaut, bis es nicht mehr als Rennrad erkennbar ist und der „Kunde“ seinen Körper behalten kann. (Letzteres ist natürlich übertrieben dargestellt).

Daumen hoch!

fischerx
29.01.2018, 16:36
Mal wieder on-topic: ich war bei cyclefit und war zufrieden. Woran ich das festmache: ich kam mit einer spezifischen Problemstellung (nach Rücken-OP im LWS und einhergehender geringe Beweglichkeit in diesem Bereich) - darauf wurde eingegangen. Der Ablauf erschien systematisch und professionell und ich fühlte mich als "Hobbyfahrer" auch als solcher eingeschätzt und beraten: also keine extreme Position, nicht die letzten 5% rausgeholt - sondern so, dass ich einfach besser, bequemer und belastungsärmer auf dem Rad sitze.

Kein Zeitdruck. Kein Firlefanz, angenehme Atmosphäre etc.

Ich habe schon viel Geld für Carbonteile etc. ausgegeben - das Geld für Cyclefit war eindeutig besser angelegt...


Viel Erfolg!

moskito
29.01.2018, 16:53
Ein Problem ist, dass aufgrund der Veränderung unser Gesellschaft zu Individualisten die eher nach einer solo Tour Ihre Strava und GoPro Daten „teilen“ :rolleyes:, als nach einer gruppenfahrt hinterher noch an der Eisdiele zu halten, sehr viel Expertise verloren geht bzw. Nicht ausgetauscht werden kann.
Perfektioniert wird dieser know How Verlust durch die Abkehr vom Sportverein (nicht zu letzt durch Ganztagsschule und Arbeitszeiten bis 18 Uhr+) Das Wort sozial ist heutzutage aber leider nur noch in Kombination mit „Medien“ hip und nicht mit „Engagement“.
Aber das Sterben von radabteilungen bedauere ich sehr. Da sind die Leute nämlich noch richtig aufs Rad gesetzt worden und mussten sich an die richtige Position heran arbeiten. Wenn heute jemand hier und da ein zwicken hat, wird das Rad um den Körper gebaut, bis es nicht mehr als Rennrad erkennbar ist und der „Kunde“ seinen Körper behalten kann. (Letzteres ist natürlich übertrieben dargestellt).

Teil I stimme ich ja zu, der Schlussfolgerung in Bezug auf Fitting und seinen Sinn und Nutzen aber nicht mehr so sehr. Und zwar auch und gerade dann, wenn ich Rennradfahren wie du in erster Linie "als sportliche Herausforderung" definieren würde. Ein gutes Fitting mit einem ambitionierten Fahrer bis hin zum Pro zielt ja darauf ab, dass man die optimale Balance zwischen sich mitunter widersprechenden Prämissen findet (z.B. kurz gesagt Aerodynamik und Komfort), um am Ende das beste herauszuholen, nicht damit es wirklich nie und nimmer mehr auch nur irgendwo mal zwickt.
Und ich denke, bei jedem nur halbwegs sportlich Ambitionierten wird es letztlich nicht darum gehen, mit der größtmöglichen Bequemlichkeit auf dem Rad zu hocken. Wenn du schreibst, dass das "Rad um den Körper gebaut" wird, ist das nicht zwangsläufig eine falsche, aber eine nicht immer zulässig abgekürzte Sichtweise. Denn natürlich ist das zwar oft der Fall, sollte dann aber sicher auch immer die Folge dessen sein, dass das Fitting entsprechend der Bedürfnisse und Ziele des zu Fittenden erfolgt. Und diese sind nunmal höchst unterschiedlich.
Ich kenn persönlich keine Profis, aber seit Jahren ein paar der Leute ganz gut, die einst nur Pfeifen wie mich, aber mittlerweile einen Degenkolb, Martin oder Frodeno aufn Bock setzen. Das ist dann das eine Fahnenstangenende ihrer Tätigkeit. Am anderen Ende wartet halt der 48Jährige, der vielleicht seit 5 Jahren RR und bestenfalls 2500km im Jahr fährt (und ich hab des Öfteren gehört, dass der so ungefähr der größte Kundeanteil ist). Dazwischen ist dann eine sehr große Bandbreite, an die es sich sicher auch als Fitter anzupassen gilt und für die so pauschale Aussagen wohl heikel sind.

Unterm Strich würde ich deine Aussage bzgl. des Untergangs von Vereinen, sozialen Austausches und damit Fachwissens also eher modifizieren: Und zwar dahingehend, dass letzteres in der Breite leider wohl tatsächlich einen Schwund erlebt hat, dafür aber in der Spitze bei einigen Experten ein mindestens ebenso enormes Know How "neu" gewachsen ist. Und irgendwelche "Scharlatane" hat es früher in den Vereinen sicher ebenso gegeben wie heute andernorts.

pinguin
29.01.2018, 17:07
Ich selber brauche BF nicht, da ich viel zu viele, völlig unterschiedliche, Fahrräder besitze. Und mit allen bestens zurecht komme. BF würde ich mir vllt. mal gönnen, wenn ich Rennen fahren würde und im Wesentlichen nur auf einem Rad sitzen würde.

Cleat Commander
29.01.2018, 17:38
@ Micha0707: Wurde beim Fitting die Ursache für deine Schulterprobleme konkret benannt, also welcher Aspekt der Sitzposition dafür verantwortlich war?
Nach längeren Fahrten, besonders mit vielen Anstiegen und Abfahrten bekomme ich ab 80km aufwärts auch Probleme im Schulter und Nackenbereich, fühlt sich dann an als wäre alles in diesem Bereich übelst verspannt. Das seltsame ist, dass dies sowohl bei einem Rad mit 56er Rahmen auftritt, dass mir eigentlich wie angegossen passt und eine Überhöhung von 13cm aufweist, Abstand Sattelspitze - Lenker 54,5cm, als auch bei meinem alten Alubock mit 58er Rahmen, der aufgrund von Spacer und Vorbaustellung gerade mal 1cm Überhöhung hat, Abstand Sattelspitze - Lenker 53cm, also eine viel aufrechtere Sitzposition besitzt.

Hab auch an ein Fitting gedacht, aber hab hier in der Gegend keinen Fitter gefunden, der einen halbwegs vernünftigen Eindruck macht, wobei sich dieser Eindruck auf Über Google gefunde Homepages beschränkt.

Voreifelradler
29.01.2018, 18:35
... Dessen erste Feststellung:"Kein Wunder, dass du Probleme mit der Schulter hast."
Nun wurde sukzessive Sattelhöhe, der Nachsitz, der Abstand Sattel - Lenker und Sattel - STI angepasst. Kurzum, ich saß zu lang, mit zuviel Nachsitz.


@ Micha0707: Wurde beim Fitting die Ursache für deine Schulterprobleme konkret benannt, also welcher Aspekt der Sitzposition dafür verantwortlich war?


Die Schultern waren immer nach vorne gezogen, weil die STI zu weit weg waren und der Nachsitz zu lang war. Insgesamt waren es 3,5cm. Diese wurden durch das korrekte Knielot und durch Verstellen der STI (bei gleicher Vorbaulänge und Lenker) erreicht.

felixthewolf
29.01.2018, 19:08
@ Micha0707: Wurde beim Fitting die Ursache für deine Schulterprobleme konkret benannt, also welcher Aspekt der Sitzposition dafür verantwortlich war?
Nach längeren Fahrten, besonders mit vielen Anstiegen und Abfahrten bekomme ich ab 80km aufwärts auch Probleme im Schulter und Nackenbereich, fühlt sich dann an als wäre alles in diesem Bereich übelst verspannt. Das seltsame ist, dass dies sowohl bei einem Rad mit 56er Rahmen auftritt, dass mir eigentlich wie angegossen passt und eine Überhöhung von 13cm aufweist, Abstand Sattelspitze - Lenker 54,5cm, als auch bei meinem alten Alubock mit 58er Rahmen, der aufgrund von Spacer und Vorbaustellung gerade mal 1cm Überhöhung hat, Abstand Sattelspitze - Lenker 53cm, also eine viel aufrechtere Sitzposition besitzt.

Hab auch an ein Fitting gedacht, aber hab hier in der Gegend keinen Fitter gefunden, der einen halbwegs vernünftigen Eindruck macht, wobei sich dieser Eindruck auf Über Google gefunde Homepages beschränkt.

Ich hätte da eine Idee, was es sein könnte, aber das ist die reinste Kaffeesatzleserei, wenn man den Fahrer nicht vor Ort hat und auf dem Bike, bzw. den Bikes sitzen hat und in der Bewegung sieht.
Das ist zumindest immer das Problem, das ich erkenne, wenn in Foren Fitting-Radschläge gegeben werden.
Bei der Radanpassung geht es um ein Gesamtbild des Fahrers auf dem Bike, einzelne Zahlenwerte sind wichtig aber wir merken bei der Anpassung immer, dass der direkte Blick zum Gesamten extrem essentiell ist.
Das macht häufig auch den Unterscheid zwischen gutem und schlechtem Fitting aus. Wenn ich z.b. nur nach Checkliste in deinem Fall die Lenkerhöhe weiter erhöhe, bis das mit den Schultern klar geht, aber nicht gucke, wie du den Rest des Körpers auch auf Sattel und Pedalen abstützen kannst, werde ich dir wenig helfen können, im schlimmsten Fal dein problem nur verlagern.
Bevor wir mit einem Fitting beginnen, nehmen wir uns mind. 30min Zeit um den Ist-Zustand festzuhalten und die Zielsetzung abzuklären. Dabei ist die induviduelle Traingshistorie genauso wichtig, wie die sonstige körperliche Verfassung und sogar die Tagesform oder mögliche Vorverletzungen.
Zudem muss auch noch die Chemie passen. Es gibt Kunden, die trauen sich selbst nicht, und auch anderen nicht - hier ist zu Zusammenarbeit etwas schwieriger. Ein Fahrer der sich, wie z.b. @855 , durch jahrelange Erfahrung auf dem Rad selbst kennt, kann mir detaillierte Aussagen zu seiner Position und dem Wohlbefinden auf dem Bike machen. Ich bekomme direkts Feddback und s geht zügig vorran.
Auch dafür nutzen wir die 30min bevor es eigentlich los geht und legen erst dann fest, in welchem Umfang wir das eigentliche Fitting starten. So ist von "du sitzt bestens aus dem Rad, probier aber nochmal 2mm mehr Sattelvorschub und gib nochmal bescheid wie es sich anfühlt, tschüss und guten Tag" bis, "alles klar wir machen das volle Program, das dauert X Stunden, wir sollten auf jeden Fall das, das und das angucken und wenn du dann noch Zeit/Lust/Geld hast, gehen wir hier, hier und dort noch ans Feintuning und wiederholen und verfeineren das regelmäßig im Laufe des anstehenden Trainings bis zum Saisonhöhepunkt" alles möglich.

Ich kann aber jeden verstehen, der sich schwer damit tut, einen guten Fitter von einem schlechtem Fitter im Vorfeld zu unterscheiden. Hier erlangt man Sicherheit nur durch klare Empfehlungen von anderen, oder probierts halt aus.
Auch deswegen haben wir uns ganz bewusst gegen Pauschalen oder Pakete entschieden (der Anreiseaspekt für weiter wegwohnende bleibt natürlich trotzdem).

Felix

Tom
29.01.2018, 19:38
Ich selber brauche BF nicht, da ich viel zu viele, völlig unterschiedliche, Fahrräder besitze. Und mit allen bestens zurecht komme. BF würde ich mir vllt. mal gönnen, wenn ich Rennen fahren würde und im Wesentlichen nur auf einem Rad sitzen würde.

Dich hatte ich ja schon im Eröffnungspost ausdrücklich erwähnt :D
Ausnahmsweise sogar lobend, obwohl das sonst gar nicht meine Art ist.
Ich glaube, mancher Körper (samt Motorik) ist so robust, daß er mit allem klarkommt, sich auf alles einstellt und sich immer ziemlich wohlfühlt.
Solange da nichts schmerzt, sehe ich da keinerlei handlungsbedarf. Ich glaube nicht mal, daß Dich eine Optimierung der Sitzposition schneller machen würde.

Tom
29.01.2018, 19:45
Ihr missversteht mich. Es geht darum, dass Rennradfahren (eigentlich) ein Sport ist. Ein Sport den man in verschiedenen Facetten betreiben kann. Anders als 100m in der Leichtathletik. Natürlich muss ich mit dem Rennrad - anders als ein Leichtathlet - nicht nur trainieren. Dennoch sehen wir hier Rennradfahren als sportliche Herausforderung, oder? Sollte es anders sein, ignoriert alles was ich schreibe, dann ist das hier ein großes Missverständnis.

Ein 100m Sprinter wird, nachdem ihm die Finger im Startblock schmerzen, weil er 20-30s Sekunden mit 70% seines Körpergewichts drüber hängt und die Position zu finden nicht sagen "Das ist mir hier irgendwie zu unkomfortabel, ich starte lieber im Sitzen". Er wird sich nach sportlichem Gedanken an das Optimum heran tasten. Vielleicht erreicht er nicht die Position von Usain Bolt, aber er kauft auch nicht einen bequemeren Startblock. Er wird sich langsam an sein Optimum heran tasten.

1.) Auch der 100m-Sprinter optimiert seine Position im Startblock nach seinen individuellen Bedürfnissen. Dazu gehört "schnell", aber auch "so lange wie erforderlich halten können - und zwar in jedem TTraining und in jedem Wettkampf". Wenn der Sprinter schon vor dem Startschuss mit erschöpften Schultermuskeln aus dem Startblock kippt, war sein Fitting untauglich :D
2.) bei 10s im Startblock und 12s auf der Bahn ist Bequemlichkeit wurscht. Wenn ich aber 4 Tage die Woche 3 Stunden lang schlecht auf dem Rrad sitze, bin ich wahrscheinlich bald ein Kunde für den Orthopäden.


Ich lese in letzter Zeit immer häufiger, dass Anfänger Räder kaufen sollen, auf denen sie 5-6 Stunden sitzen können müssen. Ich habe auf meinem ersten Rad eine Stunde gesessen und bin dann nach 28km vom Rad gekrochen und fand es total g**l.

Ehrlich gesagt erkennne ich den Mehrwert von Schmerzen nach 28km noch nicht.
M.E. ist es für einen Anfänger wesentlich sinnvoller, ohne Schmerzen und mögliche Langzeitschäden erst mal die Umfänge steigern zu können. Parallel dazu kann man dann auch an einer effizenteren Sitzposition arbeiten.
"Sport" und "Qual" sind keine Synonyme.

BerlinRR
29.01.2018, 19:53
Ehrlich gesagt erkennne ich den Mehrwert von Schmerzen nach 28km noch nicht.
M.E. ist es für einen Anfänger wesentlich sinnvoller, ohne Schmerzen und mögliche Langzeitschäden erst mal die Umfänge steigern zu können. Parallel dazu kann man dann auch an einer effizenteren Sitzposition arbeiten.
"Sport" und "Qual" sind keine Synonyme.

Lass doch dem armen mave seine "früher war alles besser"-Romantik!
Warum soll ich 5h fahren können, wenn ich schon nach 1h platt sein kann, ist doch viel effektiver.

Cattie
29.01.2018, 20:40
Das so zu pauschalisieren is ja Käse. Sattel zu weit hinten war z.B. genau ein Teil meiner Knieschmerzen. Ich bin übrigens der eine Kollege von Herrn Sondermann und mir hat der Fitter nochmal eine ganz andere Dimension von Radfahren ermöglicht.

Die Videoanalyse ergab einen nach innen kippenden Fuß, der das Knie dann auf einer sichelförmigen Bahn bewegte, was zu Sehnenschmerzen am Knie führte, weil da immer Zug drauf war. Stabilisierende Einlage vor Ort bekommen, nochmal Video gemacht und innerhalb von drei Tagen war ich schmerzfrei. Dann saß ich zu weit hinten und zu hoch. Später konnte ich dann von mir aus noch ein wenig mit Lenker runter. Vor allem hat er mir alles so erklärt, dass ich meine Räder jetzt selber fitten kann. Aus meiner Sicht hat sich das voll gelohnt.

Und die körperlichen Voraussetzungen (Beweglichkeit) wurden überprüft und festgehalten, auch Empfehlungen für aufbauende Übungen und vor allem Dehnen ausgesprochen. Mit letzterem konnte ich meine Posi weiter verändern und nach einer Radpause merke ich immer wieder, wie sehr die Beweglichkeit als Schreibtischtäter sich verschlechtert. Und Rattfaarn is ja zu nix nütze außer Rattfaarn. :Angel:

Wo warst du?

Generell stehe ich mittlerweile auf dem Standpunkt, dass ein Fitting ohne eingehende physiotherpeutische Untersuchung von einem Experten, und nicht einem Laien der mal ein paar Gelenke bewegt um die Beweglichkeit zu testen, für mich totale Zeitverschwendung ist.
In Kombination mit einer Videoanalyse und Bewegungsanalyse und Satteldruckmessung sollte sich dann schon ein klares BIld ergeben.
Ein Folgetermin ist imho auch Pflicht. Genauso wie sich 2-3 Wochen mit ruhigem Training an die neue Position zu gewöhnen.
Ebenso disqualifiziert sich jeder Fitter für mich automatisch sofort, der mir irgendwelche Shims zum Beinlängenausgleich andrehen will.

Komsport fand ich persönlich zwar sehr nett und zuvorkommend, aber mein wackliges Knie haben sie nicht gesehen. Der Test im Stehen zur Stabiltät ist zwar nett, aber ob sich diese Stabilität dann auch automatisch auf eine völlig andere Sitzposition überträgt halte ich mittlerweile auch für fragwürdig.

Herr Sondermann
29.01.2018, 20:45
Lass doch dem armen mave seine "früher war alles besser"-Romantik!
Warum soll ich 5h fahren können, wenn ich schon nach 1h platt sein kann, ist doch viel effektiver.

Absichtlich (?) falsch verstehen scheint grad megahip zu sein... :rolleyes:

Cleat Commander
29.01.2018, 20:49
Die Schultern waren immer nach vorne gezogen, weil die STI zu weit weg waren und der Nachsitz zu lang war. Insgesamt waren es 3,5cm. Diese wurden durch das korrekte Knielot und durch Verstellen der STI (bei gleicher Vorbaulänge und Lenker) erreicht.
Danke. Ich hab auch den Eindruck, dass ich eher zu lang als zu kurz sitze und die Schultern nach vorne/oben wandern, wenn ich dem nicht bewusst gegensteuere. Bei Gelegenheit werd ich mal einen Lenker mit kürzerem Reach testen, beim derzeitigen kann ich mit den STIs nicht weiter hoch. Einen kürzeren Vorbau als 100mm will ich nicht unbedingt montieren.
Vermutlich wäre ein kleinerer Rahmen (54) besser, allerdings wird dann die Überhöhung schon recht gross und Spacerturm sollte vermieden werden. Da ich aber demnächst eh noch einen Rahmen "brauche", für ein Allwettertrainingsrad, bin ich echt am hadern. Verdammte Langbeinerei...



Ich hätte da eine Idee, was es sein könnte, aber das ist die reinste Kaffeesatzleserei, wenn man den Fahrer nicht vor Ort hat und auf dem Bike, bzw. den Bikes sitzen hat und in der Bewegung sieht.
Das ist zumindest immer das Problem, das ich erkenne, wenn in Foren Fitting-Radschläge gegeben werden.
Bei der Radanpassung geht es um ein Gesamtbild des Fahrers auf dem Bike, einzelne Zahlenwerte sind wichtig aber wir merken bei der Anpassung immer, dass der direkte Blick zum Gesamten extrem essentiell ist.

Dresden ist leider sehr weit weg. Welche Idee wäre es denn, möchtest du das verraten?

Hansi.Bierdo
29.01.2018, 21:20
Wo warst du?

Generell stehe ich mittlerweile auf dem Standpunkt, dass ein Fitting ohne eingehende physiotherpeutische Untersuchung von einem Experten, und nicht einem Laien der mal ein paar Gelenke bewegt um die Beweglichkeit zu testen, für mich totale Zeitverschwendung ist.
In Kombination mit einer Videoanalyse und Bewegungsanalyse und Satteldruckmessung sollte sich dann schon ein klares BIld ergeben.
Ein Folgetermin ist imho auch Pflicht. Genauso wie sich 2-3 Wochen mit ruhigem Training an die neue Position zu gewöhnen.
Ebenso disqualifiziert sich jeder Fitter für mich automatisch sofort, der mir irgendwelche Shims zum Beinlängenausgleich andrehen will.

Komsport fand ich persönlich zwar sehr nett und zuvorkommend, aber mein wackliges Knie haben sie nicht gesehen. Der Test im Stehen zur Stabiltät ist zwar nett, aber ob sich diese Stabilität dann auch automatisch auf eine völlig andere Sitzposition überträgt halte ich mittlerweile auch für fragwürdig.

Ich war im Sommer 2011 bei Philipp Scheller von Aktin Diagnostik (http://www.aktin-diagnostik.de/index.php). Damals war er noch in anderen Räumlichkeiten. Den Tip bekam ich von einem anderen Freund, dem er bei seinen Sitz- und Nackenproblemen sehr gut helfen konnte und mittlerweile weiß ich von ein paar ambitionierteren Fahrern (Lizenz, Marathons) die ihre Trainingsplanung von ihm machen lassen.

Keine Ahnung was beim Herrn Sondermann damals schiefgelaufen ist, vllt. hätte er auch einfach nochmal melden müssen? Mir wurde prophezeit, dass ich die nächsten 10 Tage Adaptionsschmerzen haben würde und langsam machen soll. Auch dass ich mich nochmal melden soll, wenn die nicht innerhalb von 14 Tagen weg seien. Er empfahl mir damals auch die Blackroll und Dehnungsübungen. Aber es ging sogar schneller und 2011 war der beste Radsommer seit langem. Vorher hatte ich mich mit Tips und Ausprobieren in eine so dermaßen seltsame Postition manövriert, dass ich echt nicht mehr selber klar kam.

harry1337
29.01.2018, 23:26
Hallo,

ich hatte mir ebenfalls überlegt zu einem Bikefitting zu gehen. Möchte jetzt keinen neuen Thread aufmachen, daher frage ich mal hier. Gibt auch zwei Dinge die mir aufgefallen sind, die ich gerne korrigieren lassen würde:


Mein rechter kleiner Finger wird taub / schläft ein. Egal ob mit oder ohne Handschuhe. Auf der Rolle fahre ich natürlich immer ohne.
Nach ca. 45 Minuten bekomme ich Gesäßschmerzen und meine Geschlechtsteile werden taub. Das ist mir jetzt vor allem beim Wintertraining auf der Rolle aufgefallen, da ich 60+ Minuten in der selben Position fahre. Ich denke draußen habe ich das Problem weniger, weil ich da deutlich öfter in den Wiegeschritt gehe.


Ich habe im Moment noch meinen Standard Stevens Sattel drauf, welcher schon komplett nach vorne gestellt ist. Hatte am Anfang mit Knieproblemen zu kämpfen, welche ich damit und niedrigerer Sitzposition gelöst bekommen habe. Ich dachte jetzt eben, dass ich ein Bikefitting mache und dort einen passenden Sattel finden kann, statt online zig verschiedene zu bestellen.

VG

moskito
30.01.2018, 00:16
Hallo,

.....Ich denke draußen habe ich das Problem weniger, weil ich da deutlich öfter in den Wiegeschritt gehe...
VG

Eine einfache feste Rolle, bei der du ja keinerlei Bewegung des Rades, keine Gewichtsverlagerung, keine Topographie usw hast, verschärft gerade Sitzprobleme natürlich (ich hab trotz Maßsattel & Co seit Jahren keine mehr angeschaut)

Wie jemand gerade ein paar Beiträge vorher schon richtig anmerkte: Per Ferndiagnose kann man da aber nur sehr leidlich was sagen. Klingt halt so, als ob Nerven im Gesäßbereich über Gebühr belastet werden.

Unterm Strich: wenn du das nicht spürbar besser mithilfe ein paar der üblichen ergooglebaren Artikel/Videos verbessern kannst, halte ich ein Fitting da definitiv für angeraten. V.a. wenns dir um die Auswahl eines Sattels, vielleicht mit Option Massanfertigung geht: gebiomized (http://concept-lab.gebiomized.de). Gibt‘s mittlerweile neben Münster auch in Köln, Nürnberg und München.

Voreifelradler
30.01.2018, 06:39
Danke. Ich hab auch den Eindruck, dass ich eher zu lang als zu kurz sitze und die Schultern nach vorne/oben wandern, wenn ich dem nicht bewusst gegensteuere. Bei Gelegenheit werd ich mal einen Lenker mit kürzerem Reach testen, beim derzeitigen kann ich mit den STIs nicht weiter hoch. Einen kürzeren Vorbau als 100mm will ich nicht unbedingt montieren.
Vermutlich wäre ein kleinerer Rahmen (54) besser, allerdings wird dann die Überhöhung schon recht gross und Spacerturm sollte vermieden werden. Da ich aber demnächst eh noch einen Rahmen "brauche", für ein Allwettertrainingsrad, bin ich echt am hadern. Verdammte Langbeinerei...


Hör auf soviel zu probieren! Das kostet unnötig Geld, welches Du gleich in ein gutes Fitting stecken könntest. Ich selbst habe x-Sättel, Vorbauten, Lenker, Lenkerbänder verbraten, dazu Sattel vor zurück, hoch runter, Spacer rein und raus usw.

Hätte ich mir alles sparen können....

Ja ja, der Wissende...ist ja nicht jeder so ein Held, wie Du und kann alles.
Nein, ich möchte mit dir nicht um die Wette fahren...

Patrice Clerc
30.01.2018, 08:23
Lass doch dem armen mave seine "früher war alles besser"-Romantik!
Warum soll ich 5h fahren können, wenn ich schon nach 1h platt sein kann, ist doch viel effektiver.

:applaus:

moskito
30.01.2018, 08:41
Manche, wie du, übertreiben es halt.
Einfach fahren und nicht soviel rummachen.

Das ist genau das Gleiche, wie bei den Leuten mit Kindern, die anderen Leuten mit Kindern erklären müssen, wie‘s geht. Im festen Glauben, dass ja alle Kinder so funktionieren müssten wie die eigenen. Manchen fällt es irgendwie einfach irre schwer zu akzeptieren, dass man selbst als objektiver Masstab für alle anderen nur sehr bedingt bis gar nicht taugt.

BerlinRR
30.01.2018, 08:57
Scheint hier im Forum eben dazu zu gehören, sorry. Jeder braucht ständig ein Bike-Fitting, das beste und teuerste Rad und 10 Wattmesser, ohne alles geht es nicht.
Radfahren (und auch schnell) kann so einfach sein, einfach mal probieren.
Sollte nur ein Tipp sein, sich nicht unnötig Zeit zu vergeuden.

Der war gut. :D
Besonders von jemandem der einen halben Keller als Carbon Arsenal hat und selbst schon nach Bensheim zum Fitter gerannt ist. :D :D :D

RS1325
30.01.2018, 09:12
Ich habe im Moment noch meinen Standard Stevens Sattel drauf, welcher schon komplett nach vorne gestellt ist.

Irgendwie hört sich dass nach falscher Rahmengröße oder total verkorkster Sitzposition an.....

the_brain_mave
30.01.2018, 09:32
Ehrlich gesagt erkennne ich den Mehrwert von Schmerzen nach 28km noch nicht.
M.E. ist es für einen Anfänger wesentlich sinnvoller, ohne Schmerzen und mögliche Langzeitschäden erst mal die Umfänge steigern zu können. Parallel dazu kann man dann auch an einer effizenteren Sitzposition arbeiten.
"Sport" und "Qual" sind keine Synonyme.

Wo habe ich was von Schmerzen gesagt? Falls es für einige hier nicht deutlich genug war. Ich meinte eine erschöpfte Muskulatur, die bei einem Anfänger auch gerne erschöpft sein darf!

Mein Zitat von weiter oben
Ich habe auf meinem ersten Rad eine Stunde gesessen und bin dann nach 28km vom Rad gekrochen und fand es total g**l.

Aber bald versprechen sich die Leute noch von einem Fitter, dass die Beine nicht "schmerzen" dürfen, wenn man 2h Anschlag Rennrad gefahren ist und am Ende nochmal eine 300m Rampe im Stehen hoch jagd.

Nach 1h Rad fahren Langzeitschäden merkste selber, oder?


Lass doch dem armen mave seine "früher war alles besser"-Romantik!
Warum soll ich 5h fahren können, wenn ich schon nach 1h platt sein kann, ist doch viel effektiver.


Absichtlich (?) falsch verstehen scheint grad megahip zu sein... :rolleyes:

Danke.

Patrice Clerc
30.01.2018, 09:52
Meine Güte, bist du engstirnig. Die Leute sollen damit fahren, was ihnen taugt und Spass macht.

moskito
30.01.2018, 09:58
Scheint hier im Forum eben dazu zu gehören, sorry. Jeder braucht ständig ein Bike-Fitting, das beste und teuerste Rad und 10 Wattmesser, ohne alles geht es nicht.
Radfahren (und auch schnell) kann so einfach sein, einfach mal probieren.
Sollte nur ein Tipp sein, sich nicht unnötig Zeit zu vergeuden.

Siehst du. Schon wieder so pauschale Aussagen. Ich für meinen Teil brauche - selbst wenn ich es mir leisten könnte - nicht das teuerste Rad (sehr oft gefallen mir "die" teuersten gar nicht so). Einen PM besitze ich nicht, weil ich zu strukturiertem Training schon seit Jahren nicht mehr die notwendigen Zeitfenster habe, aber ja, bei Fittern (oben genannten in MS) war ich vor Jahren diverse Male. Allerdings oft auch nur auf'n Kaffee, weil ich sie privat kenne und/oder auch schon mal als Proband am Start war usw. Und ich hab dabei ein wenig zugehört und ein klein bisserl gelernt und stelle seit Jahren meine Räder zu 99% selbst ein. Alles was ich darüber hinaus gerne mitnehme, sind meine Maßsättel. Und natürlich bekommt man über die Jahre beim Probieren ein Gefühl für vieles.

Bin ich aber überzeugt, dass ich, wenn ich mir mal 3 Stunden Zeit nehmen würde, da noch einiges rausholen könnte? Ja, bin ich absolut. Die Jungs und Mädels (ok, m.W. immer noch nur eine Frau - die im Übrigen richtig gut ist) wissen mittlerweile ziemlich gut, was sie tun, denke ich - solche Kundschaft fällt einem auch nicht einfach vor die Tür.
Brauche ich das aber aktuell? Nein, ich komme für meine derzeit vergleichsweise popeligen Bedürfnisse weitgehend klar und habe schon vor Jahren akzeptiert, dass ich halt selten völlig beschwerdefrei fahren kann (hier würde ich dir eben zustimmen, wenn du sagen wolltest, dass das eben halt mitunter auch dazugehört).

Richtig ist, dass schnell Radfahren einfach sein kann. Die Betonung liegt aber auf dem "kann". D.h. dass es das nicht für alle IST. Wie bereits versucht zu schildern, weil manche eben Probleme haben, für deren Bewältigung sie - aus welch Gründen auch immer - Hilfe brauchen. Zum anderen weil nicht jeder im zarten Jugendalter das Fahren anfängt. Und drittens, weil es halt welche gibt, die in ihrem Spitzenbreich auf der Suche nach den letzten 1, 2 % oder paar Watt sind, die es u.U. weder mit Training noch Erfahrung gibt. Die Masse liegt halt irgendwo dazwischen und ja richtig, viele fallen im Prinzip gar nicht darunter.

Ich kannte vor vielen Jahren mal einen, der ist Radhosen ohne Einsatz gefahren. Der saß einfach über 4 Stunden vollkommen ohne Probleme so auf einem RR-Sattel. Und zwar irgendeinem, über den er sich gar nicht groß Gedanken gemacht hatte. Man könnte sagen, das Gegenteil von mir. Aber weder er noch ich kommen deswegen auf die Idee, uns jeweils als Maßstab des Machbaren für alle anderen zu sehen.

Gosy
30.01.2018, 10:51
Der war gut. :D
Besonders von jemandem der einen halben Keller als Carbon Arsenal hat und selbst schon nach Bensheim zum Fitter gerannt ist. :D :D :D

Danke :D


Klar kann man sich seine Position selbst einstellen mit etwas einlesen oder einem Freund . Wenn man sich aber erstmal verrannt hat und nur noch am versuchen ist kann ein fitter einen heilen ;)

felixthewolf
30.01.2018, 11:04
Scheint hier im Forum eben dazu zu gehören, sorry. Jeder braucht ständig ein Bike-Fitting, das beste und teuerste Rad und 10 Wattmesser, ohne alles geht es nicht.
Radfahren (und auch schnell) kann so einfach sein, einfach mal probieren.
Sollte nur ein Tipp sein, sich nicht unnötig Zeit zu vergeuden.

Das ist doch Quatsch! Wer behauptet denn, dass jeder ein Bikefitting braucht?
Aber wenn einer Beschwerden auf dem Rad hat und selbst nicht mehr weiterkommt, dann kann ein Fitting sehr viel helfen, wieder Spass am Bike zu gewinnen. Wenn einer Sein Traiing schon ausgefeilt hat, aber gern noch etwas besser auf dem Rad sitzen möchte, dann kann ihm ein Fitting helfen.
genauso wie ihm ein leistungsbasiertes Training oder ein leichtes steifes Carbonrad dabei helfen kann,schneller zu werdne und seine Ziele zu erreichen.
In den letzten Jahren haben wir vor allem den Kunden zu mehr Komfort auf dem Bike verholfen, in dem mit einer Anpassung der Kontaktpunkte akute Probleme behoben und langfristige schäden vermieden werden konnten. Und auf einmal ist eine ganz neue Motivation auf em Rad da und die leistung steigt mit dem Fahrspass.
Das braucht nicht jeder, aber viele geben viel Geld für teure Parts aus, schlimmstenfalls für eine Maßrahmen, sitzen dann aber nicht ideal drauf und haben selbst mit nobelstem Zeug weniger Spass.

Gruss, Felix

BerlinRR
30.01.2018, 11:16
Aber bald versprechen sich die Leute noch von einem Fitter, dass die Beine nicht "schmerzen" dürfen, wenn man 2h Anschlag Rennrad gefahren ist und am Ende nochmal eine 300m Rampe im Stehen hoch jagd.

Du schreibst dir einen Mist zusammen...

Tom
30.01.2018, 11:28
Wo habe ich was von Schmerzen gesagt? Falls es für einige hier nicht deutlich genug war. Ich meinte eine erschöpfte Muskulatur, die bei einem Anfänger auch gerne erschöpft sein darf!

:confused:
Sorry, aber jetzt wird's albern.
Was hat "auspowern" mit den Thema hier zu tun?
Ehrlich gesagt habe ich den Eindruck, Du drehst es jetzt hin, wie es passt.

[/quote]Aber bald versprechen sich die Leute noch von einem Fitter, dass die Beine nicht "schmerzen" dürfen, wenn man 2h Anschlag Rennrad gefahren ist und am Ende nochmal eine 300m Rampe im Stehen hoch jagd. [/quote]

und gleich noch mal: Thema verfehlt.

Ich schrieb:


ohne Schmerzen und mögliche Langzeitschäden erst mal die Umfänge steigern zu können
Nach 1h Rad fahren Langzeitschäden merkste selber, oder?

...und schon wieder am Thema vorbei.
Merkste selber, oder?
Du hast 'n bißchen dick aufgetragen, Dich etwas verrant. Das hat man gemerkt.
Laß es doch einfach damit gutsein.

captain hook
30.01.2018, 11:37
Beim Fitter gibt's glaube ich zwei Möglichkeiten zum Erfolg zu kommen:

1. Man hat viel Glück und landet bei einem, der zufällig die Schiene verfolgt, die am Besten zu einem selbst passt. Dann laufen die Verbesserungen in die richtige Richtung und der Fitter hat vielleicht genau in dieser Richtung dann auch genau das richtige Gefühl und Augenmaß.

2. Man gerät an einen Fitter, der neben dem technischen Wissen und dem guten Auge auch noch ein halbwegs anständiger Psychologe ist und damit in der Lage, das gewünschte Ergebnis erst mal auch zu erfassen. Komfort, Leistung, Aerodynamik, Beschwerden beseitigen... in den seltensten Fällen ist es eindimensional. Und die wenigsten Leute sind in der Lage genau zu äußern was genau sie eigentlich wollen.

Es gibt aber auch echt schlechte Fitter... in erster Linie solche, die eine bestimmte Philosophie verfolgen (am besten an starren, vorgegebenen Messwerten orientiert) und diese ohne Auge, Sinn und Verstand beim "Opfer" als alleineseeligmachend anzuwenden.

Die Auswahl des Fitters ist also in jedem Fall von entscheidender Bedeutung. Je nachdem ob man dabei erfolgreich war, kann das Ergebnis dann fantastisch oder unterirdisch sein. Und das kann sogar von Person zu Person anders wahrgenommen werden (oder es real und rational auch sein).

Nun muss man also ggf unerfahren und auf der Suche aber bei diesem Thema in der Lage sein hierbei die richtige Entscheidung zu treffen... gar nicht so einfach. Mancher fährt hunderte Kilometer um festzustellen, dass einer, von dem jemand im Forum perfekt begeistert war zu einem selbst gar nicht passen mag. Einfach weil man nicht auf der selben Wellenlänge war.

the_brain_mave
30.01.2018, 14:00
:confused:
Sorry, aber jetzt wird's albern.
Was hat "auspowern" mit den Thema hier zu tun?
Ehrlich gesagt habe ich den Eindruck, Du drehst es jetzt hin, wie es passt.

...und schon wieder am Thema vorbei.
Merkste selber, oder?
Du hast 'n bißchen dick aufgetragen, Dich etwas verrant. Das hat man gemerkt.
Laß es doch einfach damit gutsein.

Es hat ganz gewiss etwas damit zu tun, nämlich das manche (viele?) den Unterschied, zwischen erschöpfter Muskulatur die schmerzen darf nach einer gewissen Zeit im Sattel und Schmerzen in Knie, Hüfte oder falsch belasteter Haltemuskulatur nicht kennen.

Ich glaube, dass ich mit diesem Hinweis einen wichtigen Aspekt benannt habe. Wenn du das nicht nachvollziehen oder akzeptieren kannst, kann ich damit leben.
Das ich hier nun (nicht nur von dir) persönlich angegangen werde ist überflüssig.

PS: Wenn ich von einmal 1h Rad fahren spreche, ist es mir weiterhin schleierhaft was du mit Langzeitschäden meinst - es sei denn du malst dir eine völlig andere Situation aus, als die von der ich schrieb.

So mach 's gut hier :zwaai007:

harry1337
06.02.2018, 22:05
Irgendwie hört sich dass nach falscher Rahmengröße oder total verkorkster Sitzposition an.....

Ich war jetzt beim Bikefitting bzw. nennen wir es eher Sattelfitting (wurde auch so klar kommuniziert). Es wurde dann erst mal mit meinem aktuellen Sattel ein Druckbild erstellt welches in Ordnung aussah. Also es gab keinen Bereich wo zu viel Druck drauf lastete, auch nicht in der Problemzone Dammbereich. Wir haben dann verschiedene Sättel probiert und davon Druckbilder erstellt. Der Selle SMP Dynamic hatte auf Grund des großen "Cutouts" gar keine Belastung im Dammbereich. Freundlicherweise durfte ich diesen nun zum Testen mit nach Hause nehmen.

Ich habe nun 3 Fahrten auf dem Tacx Neo hinter mir, 2 davon mit geradem Sattel und bei einer Fahrt hatte ich den Sattel um 8-9 Grad nach vorne geneigt, was eine doofe Idee war, weil ich danach Schmerzen in den Knien hatte. Ich bin während des Fahrens immer nach vorne gerutscht.

Die Einheiten gingen jeweils eine Stunde, Schmerzen im Dammbereich hatte ich keine, dafür drückt es etwas mehr an den Sitzknochen (aber nicht schmerzhaft bisher). Meine Genitalien werden aber dennoch taub. Könnte das also wirklich eher mit einer falschen Sitzposition zu tun haben?

Ferndiagnosen sind natürlich kaum möglich, aber denke, dass ich die richtige Sattelhöhe / Sattelposition gefunden habe. Hatte ganz am Anfang immer Knieschmerzen, die ich dann lösen konnte in dem ich den Sattel tiefer stellte und mal diesen "Lot-Test" gemacht habe und den Sattel ganz nach vorne gemacht habe.

Lediglich der Abstand von Sattel zu Lenker könnte wohl noch ein Thema sein. Gibt es da auch eine "Faustregel" oder messbares?

Noch ein paar Infos zu mir:

Größe: 186cm
Schrittlänge: 86cm

Rahmengröße: 58cm
Sattelhöhe= 76cm
Abstand Sattel / Lenker: 57cm

Vielen Dank schon mal

MiracleMan
06.02.2018, 22:30
Klingt fast so als wärst du einfach zu unflexibel für deine Sitzposition.
Unterer Rücken zu unflexibel, deswegen rotiert die Hüfte zu weit nach vorne und es entsteht druck an Stellen wo besser keiner sein sollte...
In so einer Position verlagert man auch mehr Gewicht auf den Lenker, daher die tauben Finger.

harry1337
06.02.2018, 22:42
Klingt fast so als wärst du einfach zu unflexibel für deine Sitzposition.
Unterer Rücken zu unflexibel, deswegen rotiert die Hüfte zu weit nach vorne und es entsteht druck an Stellen wo besser keiner sein sollte...
In so einer Position verlagert man auch mehr Gewicht auf den Lenker, daher die tauben Finger.

Danke, das könnte durchaus sein. Ich gehe neben dem Radtraining zwei mal die Woche ins Gym und mache da u.a. Kreuzheben und Hyperextensions.

Light-Wolf Fit
07.02.2018, 11:16
Ferndiagnosen sind natürlich kaum möglich, aber denke, dass ich die richtige Sattelhöhe / Sattelposition gefunden habe. Hatte ganz am Anfang immer Knieschmerzen, die ich dann lösen konnte in dem ich den Sattel tiefer stellte und mal diesen "Lot-Test" gemacht habe und den Sattel ganz nach vorne gemacht habe.


Hi

es ist schade, dass sich bei dem "fitting" welches du gemacht hast, so sehr, oder ggf auschließlich auf den Sattel und die Druckmesstechnik konzentriert wurde. denn dein Fall zeigt, dass die bunten Bildchen zwar schön anzusehen und und sicher auch ab und an mal eine wichtige Indikation mitbringen, aber dein Problem nicht gelöst haben. Was ist denn zu viel Druck? das ist doch von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Da wo sich der eine noch nichts abdrückt, kribbelt dem anderen bereits nach wenigen Minuten das Gemächt. Die Druckmesstechnik eignet sich, sauberst angewendet, um auf Symmetrie hinzuarbeiten, also zu schauen, ob du gerade auf dem Sattel sitzt. Häufig sieht man aufbauten, da schaut der Fahrer aber auf einen Bildschim, nehmen ihm und er hat eine schöne Drehung um ganzen Körper bis zum Becken runter - eine solche Messung hat dann kaum noch Aussagekraft.
Zwar halten auch wir einen passenden Sattel für essentiell, bevor wir uns im Detail mit der genauen Lenkerposition und der Einstellung der Cleats beschäftigen. Allerdings finde ich nicht den passenden Sattel, wenn die Füße kreuz und quer auf den Padalen stehen oder der Lenker in einer Position ist, die nie und nimmer beim Fahren eingenommen wird.
Hier ist immer erstmal eine Bestandsaufnahme vorab mit einer ganzheitlichen Herangehensweise gefragt und nicht das ausschließliche Fokussieren auf eine Stelle (in deinem Fall der Sattel als angenommener Grund für Taubheitsgefühle im Intimbereich).

Gruss, Felix

Alumini
07.02.2018, 13:32
Lediglich der Abstand von Sattel zu Lenker könnte wohl noch ein Thema sein. Gibt es da auch eine "Faustregel" oder messbares?
Der ideale Abstand Sattel-Lenker ist eine Resultierende aus Deiner individuellen Sitzposition und der Körperhaltung. Eine sinnvolle Faustregel in "cm" kann es daher nicht geben.


Die Einheiten gingen jeweils eine Stunde, Schmerzen im Dammbereich hatte ich keine, dafür drückt es etwas mehr an den Sitzknochen (aber nicht schmerzhaft bisher). Meine Genitalien werden aber dennoch taub. Könnte das also wirklich eher mit einer falschen Sitzposition zu tun haben?
Ja. Kann sich aber um Kleinigkeiten im Verstellbereich handeln (Vor/zurück/hoch/runter). Zwei Gedanken dazu. Erstens: Wasserwaage über die Schnellspanner VR/Neo legen und schauen, ob das Rad tatsächlich waagerecht steht. Kleine Unterschiede können zu veränderten Druckverhältnissen führen (Hände, Sitzknochen). Zweitens: Bei etwas zuviel Druck auf den Sitzknochen, probier mal die Sattelspitze ein klein wenig nach Oben anzuheben, statt nach Unten zu neigen.

plusminus
07.02.2018, 14:26
Es hat ganz gewiss etwas damit zu tun, nämlich das manche (viele?) den Unterschied, zwischen erschöpfter Muskulatur die schmerzen darf nach einer gewissen Zeit im Sattel und Schmerzen in Knie, Hüfte oder falsch belasteter Haltemuskulatur nicht kennen.

Das ist ohne Zweifel so. Heute will man am liebsten als Anfänger sofort 200 KM-Etappen mit 3 Hammer-Pässen fahren und das, ohne was dafür zu tun.

Klappt das nicht sofort und schmerzfrei, sagt man sich nicht "ich muss eben mehr trainieren", sondern sucht eine andere schnellere und bequemere Lösung. Das führt zu immer mehr E-Bikes - und eben auch zu Fittings, Doping etc ...

Light-Wolf Fit
07.02.2018, 14:50
Das ist ohne Zweifel so. Heute will man am liebsten als Anfänger sofort 200 KM-Etappen mit 3 Hammer-Pässen fahren und das, ohne was dafür zu tun.

Klappt das nicht sofort und schmerzfrei, sagt man sich nicht "ich muss eben mehr trainieren", sondern sucht eine andere schnellere und bequemere Lösung. Das führt zu immer mehr E-Bikes - und eben auch zu Fittings, Doping etc ...

Also was eine angepasste und dadurch schmerz- und beschwerdefreie Sitzposition mit der E-Motorisierung oder gar mit Doping zu tun hat, muss man nicht verstehen, oder?
Mir ist noch kein Anfnager untergekommen, der sich daran stört, nicht gleich 200km mit 3 Pässen fahren zu können und das ganze dann durch Fitting, Motor oder gar Doping kompensieren wollte. Daher frage ich mich, was kennst du denn für Leute?
Vielmehr begegnen mir Sportler, die teilweise keine 50km schmerzfrei auf dem Bike verbringen können, den irgend jemand mal eingeredet hat, dass Radfahren halt weh tut bzw. tun muss.
Das ist maximaler Blödsinn und verkennt vollständig den Kern des Sport. Natürlich können und müssen beim training die Beine brennen und die Lunge rasseln, es darf auch mal nach Blut schmecken. Das alles hat aber nichts damit zu tun, dass man ordentlich auf dem Bike sitzen sollte um ohne Schmerzen und Beschwerden (an Gelenken und Sehnen und Bändern) überhaupt Bock auf hartes Training zu bekommen.

Felix

plusminus
07.02.2018, 16:47
Also was eine angepasste und dadurch schmerz- und beschwerdefreie Sitzposition mit der E-Motorisierung oder gar mit Doping zu tun hat, muss man nicht verstehen, oder?

Die meisten Probleme, die ein Fitter behandelt, wären ganz einfach und ohne Extra-Kosten lösbar mit: Mach mehr Sport. Natürlich will das keiner der Betroffenen hören - und der Fitter verdient damit auch kein Geld. Ergo wird am Bike optimiert.

Vielleicht 10 % der normalen Radfahrer, die zum Fitter gehen, kommen wegen Problemen, die anders nicht oder nur schwer zu beheben wären. Sie suchen eine schnelle Lösung, um den einfachen - aber eben dummerweise unbequemen - Lösungsweg abzukürzen. Wie der E-BNiker oder Doper auch - was zugegeben eine bewusste Überspitzung war.


Das Du das anders sehen musst, ist klar - aber Du postest hier ja auch zu Werbezwecken.

Abstrampler
07.02.2018, 17:09
Du musst aber lange in dem Bereich tätig gewesen sein, dass Du mit so exakten Zahlen hantieren kannst.
Ich wäre da weniger selbstsicher... :rolleyes:

at59
07.02.2018, 17:26
Mehr Minus als Plus.

Gosy
07.02.2018, 17:42
Wenn du dich auf dem bike wohlfühlst hat der fitter alles richtig gemacht , bei mir wurde das Rad gar nicht verstellt.
Meine Einstellungen waren bereits sehr gut und er hat mir die Schwächen am Körper gezeigt und wie,ich sie behebe .
Wenn man das nicht alleine kann oder nicht merkt ob der der Sattel zu hoch tief oder sonst was ist kann man doch den Service nutzen

plusminus
07.02.2018, 18:47
Du musst aber lange in dem Bereich tätig gewesen sein, dass Du mit so exakten Zahlen hantieren kannst.
Ich wäre da weniger selbstsicher... :rolleyes:

Wir haben zum einen einen der renommiertesten Anbieter über 3 Monate begleitet, sind immer wieder bei Sitzungen dabei gewesen etc. und zum anderen komme ich dauernd mit ziemlich vielen Radfahrern zusammen. Auf dem Rad, aber auch daneben. Wegen mir lass das Verhaltnis auch 85/15 sein - der typische Bikefittingkunde hat die Beweglichkeit einer Bahnschranke und meistens keine lange Rennradfahrer-Historie.

martinek1977
07.02.2018, 18:56
Also was eine angepasste und dadurch schmerz- und beschwerdefreie Sitzposition mit der E-Motorisierung oder gar mit Doping zu tun hat, muss man nicht verstehen, oder?
Mir ist noch kein Anfnager untergekommen, der sich daran stört, nicht gleich 200km mit 3 Pässen fahren zu können und das ganze dann durch Fitting, Motor oder gar Doping kompensieren wollte. Daher frage ich mich, was kennst du denn für Leute?
Vielmehr begegnen mir Sportler, die teilweise keine 50km schmerzfrei auf dem Bike verbringen können, den irgend jemand mal eingeredet hat, dass Radfahren halt weh tut bzw. tun muss.
Das ist maximaler Blödsinn und verkennt vollständig den Kern des Sport. Natürlich können und müssen beim training die Beine brennen und die Lunge rasseln, es darf auch mal nach Blut schmecken. Das alles hat aber nichts damit zu tun, dass man ordentlich auf dem Bike sitzen sollte um ohne Schmerzen und Beschwerden (an Gelenken und Sehnen und Bändern) überhaupt Bock auf hartes Training zu bekommen.

Felix

Naja. Hier hilft vielleicht eher ein Orthopäde oder Schmerztherapeut? Die Wahrheit liegt wohl irgendwo zwischen dir und plusminus. Ich verstehe was er meint.

harry1337
07.02.2018, 20:35
Also erst mal vielen Dank für die zahlreichen Antworten!



Zwei Gedanken dazu. Erstens: Wasserwaage über die Schnellspanner VR/Neo legen und schauen, ob das Rad tatsächlich waagerecht steht. Kleine Unterschiede können zu veränderten Druckverhältnissen führen (Hände, Sitzknochen).

Mein VR war tatsächlich ca. 2cm höher. Habe jetzt mal den Neo mit etwas Pappe unterlegt. Evtl. muss ich noch etwas mehr nehmen. Bin eben wieder ne Session gefahren, ganz weg war die Taubheit nicht, aber gefühlt besser. Werde es weiter beobachten und auch mal meinen Originalsattel testen.



Wir haben zum einen einen der renommiertesten Anbieter über 3 Monate begleitet, sind immer wieder bei Sitzungen dabei gewesen etc. und zum anderen komme ich dauernd mit ziemlich vielen Radfahrern zusammen. Auf dem Rad, aber auch daneben. Wegen mir lass das Verhaltnis auch 85/15 sein - der typische Bikefittingkunde hat die Beweglichkeit einer Bahnschranke und meistens keine lange Rennradfahrer-Historie.

Ich weiß, dass ich ein Rennradanfänger bin (fahre seit Sommer 2016) und die Jahre davor hauptsächlich im Fitnessstudio war, dazu etwas Basketball und Volleyball gespielt habe. Das Pumpen wird meinen Rücken wohl eher nicht flexibel gemacht haben und ich werde wohl noch einige Stunden auf dem Rad verbringen müssen und dazu entsprechendes Core-Training ausüben, um diese Flexibilität zu bekommen.

Dennoch ist doch eine richtige Sitzposition wichtig und ich verstehe nicht warum man gleich alle pauschal als unbewegliche Weicheier verurteilen muss. Wenn die Muskeln brennen freue ich mich, wenn man aber sein bestes Stück nicht mehr spürt und Schmerzen hat, dann darf man sich ja wohl mal Input holen und besorgt sein.

enasnI
07.02.2018, 21:32
Du musst aber lange in dem Bereich tätig gewesen sein, dass Du mit so exakten Zahlen hantieren kannst.
Ich wäre da weniger selbstsicher... :rolleyes:

Wusstest du nicht, dass er grundlegend eigentlich alles weiß? Hätte einem bei seinen ganzen Beiträgen doch mal auffallen können. :)

Meddy Erckx
07.02.2018, 21:35
Also bei mir persönlich haben sich 2 Varianten herauskristallisiert.
Endweder auf dem Dammbereich sitzen oder auf den Sitzknochen. So wähle ich letzteres. Der Kompromiss von ein bisschen auf Dammbereich und ein bisschen auf den Sitzknochen ist auch nur die kleine Schwester von *******.

Nach langer Pause dann so 2000 km mit ziemlich dünnem Polster das Sitzfleisch gequält, bis es keinerlei Schmerzen mehr gibt. Für mich persönlich ist der bisher geeignetste Sattel der Selle SMP. Der ermöglicht mir nach Eingewöhnungszeit ein problemfreies Fahren.

Als Indikator für einen Schnelltest hat sich als Radhose eine Sprinthose ohne Polster erwiesen.
Sitze ich falsch, ist es nach 5 min schon eine Quälerei und ich weiß dann genau wo es drückt. Mit einem Windelpolster merkt man es viel zu spät.
Bin mal 2 h in Rennhaltung nur mit Turnhose gefahren und nix war hinterher taub.
Vor dem Bikefitting bin ich mal einen 600 km Marathon gefahren und spürte mein bestes dann Stück 3 Tage lang so gut wie gar nicht.

Muss ja auch nicht bei jedem funktionieren.

Grüße

harry1337
07.02.2018, 21:46
Hi Meddy,

fährst du den Selle SMP dann "gerade" oder etwas nach vorne geneigt?

Werde das auch mal probieren, mit ner normalen Sporthose (Sprinthose ohne Polster habe ich nicht) für jeweils 5 Minuten zu fahren und die Position anpassen bis es hinhaut.

Grüße

Light-Wolf Fit
07.02.2018, 22:31
Die meisten Probleme, die ein Fitter behandelt, wären ganz einfach und ohne Extra-Kosten lösbar mit: Mach mehr Sport. Natürlich will das keiner der Betroffenen hören - und der Fitter verdient damit auch kein Geld. Ergo wird am Bike optimiert.

Vielleicht 10 % der normalen Radfahrer, die zum Fitter gehen, kommen wegen Problemen, die anders nicht oder nur schwer zu beheben wären. Sie suchen eine schnelle Lösung, um den einfachen - aber eben dummerweise unbequemen - Lösungsweg abzukürzen. Wie der E-BNiker oder Doper auch - was zugegeben eine bewusste Überspitzung war.


Das Du das anders sehen musst, ist klar - aber Du postest hier ja auch zu Werbezwecken.

Wenn einer schlecht auf seinem Bike sitzt, weil er die falsche Größe oder eine vermurkste Einstellung fährt, dann kann er noch so viel trainieren und riskiert dabei sogar noch bleibende Schäden.
In allen Sportarten ist es unglaublich wichtig, dass Bewegungen "richtig" ausgeführt werden, weil sonst verletzungen drohen - das ist auf dem Bike doch nicht anders.
Natürlich kann eine Positionsoptimierung auf dem Rad kein Training ersetzen. Es kann ein Training aber durchaus erst ermöglichen. Wenn du nicht gut auf dem Rad sitz, es zwickt und drück, dir was einschläft, hast du keinen Bock aufs Fahren und Trainieren.
Ich sehe meine Aufgabe nicht darin, ein zielgerechtes training zu ersetzen. Mein ziel ist es, dass sich der Fahrer wohl auf dem Rad fühlt, mehr, länger und auch härter fahren kann.
Natürlich kommt der Großteil unserer Kunden zu uns, weil ihnen was weh tut und den Spass auf dem Rad vermasselt. Dann ist es aber nicht meine Aufgabe ihn erst einmal ins Bootcamp zu schicken, wenn ich sehe, dass ihm das Knie weh tut weil er zu tief sitzt. Dann setze ich ihn hoch und kann ihm dann imernoch anraten, mehr Muskeln aufzubauen und/oder Ausdauer zu trainingen um fiesere Berge zu bezwingen.

Felix

Gosy
07.02.2018, 22:49
Ein guter fitter solltet auch physio sein . Dazu hat mein fitter viel Erfahrung da er selbst teile entwickelt und viele Profis seit Jahren begleitet. Warum machen die es denn ;-)

Meddy Erckx
07.02.2018, 22:50
Der Bikefitter hatte den mit der Wasserwaage eingestellt und ich habe ich vorne ein ganz kleines bisschen runtergestellt.
Habe mich für dünnes Leder entschieden als Bezug. Auf Carbon hat man - jedenfalls ich - ja gar keinen Halt.

Wahrscheinlich werde ich noch einmal einen bisschen breiteren probieren. Könnte mir vorstellen der ist dann noch bequemer nach der Anpassungsphase die ich wieder mal vor mir habe.

Grüße

harry1337
10.02.2018, 16:02
Hallo zusammen,

bin heute wieder mit dem alten Sattel gefahren. Taubheit im Genitalbereich war wieder da, also gleich wie beim Selle. Schmerzen erst mal keine, habe den Neo noch mal etwas höher gemacht. Das Rad sollte jetzt gerade stehen.

Insgesamt fühl ich mich auf dem flachen Original Sattel einfach wohler und hab das Gefühl ich trete runder und bekomme mehr Power auf die Pedale. Natürlich hab ich den Selle SMP nur eine Woche getestet, eventuell muss man sich erst dran gewöhnen.

Ich habe mal bewusst auf die Sitzknochen geachtet und gefühlt wo die auf dem Sattel sind. Ich habe das Gefühl der Sattel könnte etwas breiter sein. Kann das ebenfalls ein Thema sein? Hätte das nicht bei diesem Druckbild beim Sattel-Fitting auffallen müssen?

Ich habe mal eben diesen "auf ne Pappe setzen"-Test gemacht und den Abstand der Sitzknochen gemessen. Ich komme auf ca. 13cm. Der Stevens Sattel hat genau 13cm. Wenn man so Empfehlungen liest sollte man nen Sattel nehmen der nochmal 1-2cm extra Platz bietet.

Was meint ihr?

Viele Grüße

Alois-m.
10.02.2018, 16:39
Ein guter fitter solltet auch physio sein . Dazu hat mein fitter viel Erfahrung da er selbst teile entwickelt und viele Profis seit Jahren begleitet. Warum machen die es denn ;-)

Die meisten Fittings finden bei Händlern statt - leider. Und natürlich auf am besten den dort angebotenen Rädern. Ich habe bei bisher drei Händlern gesehen, dass sie sehr professionelle Fitting Möglichkeiten haben, bei lediglich 2 wurde es mir angeboten, beim dritten aktiv nachgefragt, aber der hatte für ein Rad für lediglich 2000 Euro keinen Bock drauf das Specialized Gerät anzustellen, der andere hatte keine Ahnung und hat mich verzweifelt auf ein Stevens gezwängt.

Naja, viel Glücksache, das beste ist gute Stabilität und Dehnung und selber ausprobieren, gutes eigenes Körperempfinden. Das kann leider kein Fitter ersetzen. Zumindest meine Erfahrung.

mwiron
10.02.2018, 21:24
Hallo Zusammen,

gibt es eine Empfehlung für den Großraum Berlin.
Würde gern auch eins vor Beginn der Saison machen.

VG

storckvonorg
10.02.2018, 21:29
Hallo zusammen,

bin heute wieder mit dem alten Sattel gefahren. Taubheit im Genitalbereich war wieder da, also gleich wie beim Selle. Schmerzen erst mal keine, habe den Neo noch mal etwas höher gemacht. Das Rad sollte jetzt gerade stehen.

Insgesamt fühl ich mich auf dem flachen Original Sattel einfach wohler und hab das Gefühl ich trete runder und bekomme mehr Power auf die Pedale. Natürlich hab ich den Selle SMP nur eine Woche getestet, eventuell muss man sich erst dran gewöhnen.

Ich habe mal bewusst auf die Sitzknochen geachtet und gefühlt wo die auf dem Sattel sind. Ich habe das Gefühl der Sattel könnte etwas breiter sein. Kann das ebenfalls ein Thema sein? Hätte das nicht bei diesem Druckbild beim Sattel-Fitting auffallen müssen?

Ich habe mal eben diesen "auf ne Pappe setzen"-Test gemacht und den Abstand der Sitzknochen gemessen. Ich komme auf ca. 13cm. Der Stevens Sattel hat genau 13cm. Wenn man so Empfehlungen liest sollte man nen Sattel nehmen der nochmal 1-2cm extra Platz bietet.

Was meint ihr?

Viele Grüße

Ja, Sattel muss 1-2cm breiter seinals der Sitzknochenabstand, je aufrechter Du sitzt desto breiter. Triathlonrad ca. 1cm, Rennrad ca. 2cm, MTB ca. 3cm. Kommt aber immer auf die Sattelüberhöhung an.

captain hook
10.02.2018, 21:50
Hallo Zusammen,

gibt es eine Empfehlung für den Großraum Berlin.
Würde gern auch eins vor Beginn der Saison machen.

VG

Synergy Pro Training.

http://www.synergy-protraining.de/

mwiron
10.02.2018, 22:03
Danke.
Dann werde ich da mal einen Termin machen.

VG

Light-Wolf Fit
10.02.2018, 22:27
Ich habe mal bewusst auf die Sitzknochen geachtet und gefühlt wo die auf dem Sattel sind. Ich habe das Gefühl der Sattel könnte etwas breiter sein. Kann das ebenfalls ein Thema sein? Hätte das nicht bei diesem Druckbild beim Sattel-Fitting auffallen müssen?

Können ja, müssen nein. Das ist ja die Schweirigkeit des Druckbildes. Ausgehend, von einer sauber ausgelegten und nicht verrutschenden Messfolie eignet sich die Technik, um Symmetrie zu überprüfen. Absolute Werte zum punktuellem Druck bekommt man raus, aber die Bewerting ist wie alles beim Fitting maximal individuell. Der eine merkt nix, der andere sprint vor Schmerz hoch - die Folie zeigt dabei die selbe Farbe auch den Bildschirm.
Erahrungsgemäß sind Sälltel eher zu schmal als zu breit. Das hängt aber auch mit modernen Geoemtrien zusammen, die mit weniger Überhöhung gefahren werden. Je aufrechter du sitzt, desto breiter muss der Sattel sein.


gutes eigenes Körperempfinden. Das kann leider kein Fitter ersetzen. Zumindest meine Erfahrung.

Kein Fitter sollte sich anmaßen über das Körperempfingen des Fahrers hinweg zu entscheiden. Es ist ein Glücksfall, wenn der Fahrer fundierte Rückmeldung geben kann. Das beste Ergebnis kommt meiner Meinung nach aus aus dem Zusammenspiel der Erfahrung des Fitters und dem Feedback des Fahrers.


Gruss, Felix

Luzbert
26.11.2018, 19:27
Hallo zusammen,

kann mir jemand erklären, warum der hier häufiger gelobte Machacek deutlich günstiger ist, als z.B. Radlabor oder IQ Athletik?
Gibt es dabei Unterschiede im Leistungsspektrum, die ich auf Anhieb nicht erkenne?

Hat grundsätzlich jemand eine Sitzpositionanalyse bei IQ Athletiks vornehmen lassen und kann berichten?

Gosy
27.11.2018, 16:12
Hallo zusammen,

kann mir jemand erklären, warum der hier häufiger gelobte Machacek deutlich günstiger ist, als z.B. Radlabor oder IQ Athletik?
Gibt es dabei Unterschiede im Leistungsspektrum, die ich auf Anhieb nicht erkenne?

Hat grundsätzlich jemand eine Sitzpositionanalyse bei IQ Athletiks vornehmen lassen und kann berichten?

Gelobt ? Cyclefit da wirst du geholfen .;)

Luzbert
28.11.2018, 13:51
Gelobt ? Cyclefit da wirst du geholfen .;)

Weißt Du, inwiefern sich das von den anderen abhebt?