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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ST-7801 + RD-952GS + CS-6700 12-30: schlechtes Schaltverhalten



Kurbelbieger
17.11.2015, 12:28
Hallo zusammen,

die Schaltung an meinem Rennrad ist auf den kleinen Ritzeln unpräzise. Es schaltet so, als on zu viel Reibung im System wäre. Dies ist jedoch nicht der Fall (neue Schaltzüge + Hüllen, Teflonröhrchen unter dem Tretlager).

Schalthebel (3.000 km) und Schaltwerk (50.000 km) sind gebraucht.

Der Umbau auf ein neueres Schaltwerk (RD-7800, 3.000 km) brachte keinen Erfolg.
Kann es sein, dass Schalthebel "altern" und mit der Zeit unpräzise werden?

Ich habe versucht, die Mechanik der ST-7801 nachzuschmieren, allerdings ist sie von außen praktisch nicht erreichbar.

Wie sind denn im Allgemeinen so die Erfahrungen mit der Shimano 10-fach Schaltpräzision?
Können neue Schalthebel oder ein neues Schaltwerk das Problem lösen?

Danke.

Grüße

GT56
17.11.2015, 13:16
unpräzise in beide richtungen ?

Cyclomaster
17.11.2015, 13:32
Ab 100 000km kann man bei DA 7800 über einen Tausch der STI nachdenken

50000 sind für ein MTB Schaltwerk schon odentlich

showdown
17.11.2015, 14:03
Die Schaltpräzision der STI kann (außer bei richtiggehenden Beschädigungen) nur schwer abnehemen. Schon gar nicht über nur einen bestimmten Bereich. Wer schon mal diese STI zerlegt hat, kann sich das eher schwer vorstellen.

Mit zunehmendem Betrieb neigen einige Schmierungen zum Verkleben, das ist auch fies, ja, aber das beeinträchtigt nur die Auslösung eines Schaltvorgangs an sich, aber nicht die Schaltpräzision, wenn der Schaltvorgang einmal durchgeführt ist.

Also STI kannste mal außen vor lassen. Die sind´s mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht.
Ich würde mir eher Schaltwerk und Schaltauge ansehen. Und auch Züge können trotz neu auch mal fehlerhaft sein, auch mal etwas flott abgelängt, so ist es auch nicht.

Wie steht denn das Schaltwerk in seitlicher Orientierung relativ zu den Ritzeln, die nur unpräzise angesteuert werden, je nachdem, ob Du hoch oder runter drauf geschaltet hast ? Gleich oder unterschiedlich ?

finisher
17.11.2015, 14:28
Schaltzug richtig geklemmt ?

http://www.rennrad-news.de/forum/attachments/kabelklemmung-png.47290/

PAYE
17.11.2015, 17:22
Ich habe mich bei einem meiner Rennräder mit ST-7801 STI und RD-6700-A Schaltwerk rund 2 Jahre damit rumgeärgert, dass die Schaltung oft auf den kleineren Ritzeln unpräzise schaltete.
Alle mir bekannten Tricks angewendet, nix half dauerhaft.


Erst als ich ein Shimano Polymer Schaltzugset aus Verzweiflung ("Wäscheleinen-STI brauchen sowas doch eigentlich nicht...") verbaute lief es schlagartig einwandfrei. Und blieb seither einwandfrei!

Keine Ahnung woran es tatsächlich liegt bei diesem Rad & Setup?!
Schaltauge war schon vorher gerichtet worden, Schaltwerk getauscht, STI getauscht, Innen- und Außenzüge erneuert und geschmiert, alles schien leicht zu laufen...
Ein anderes baugleiches Rad von mir mit identischem Setup läuft mit Edelstahlzügen einwandfrei seit Ewigkeiten! :krabben:

=> probiere bei dir die Polymer Züge als komplettes Zugset inkl. der langen Endtüllen aus! Ich bin mir fast 100%ig sicher dass du damit deine Probleme beheben können wirst und es nicht bereust!

Nebenbei bemerkt:
das Ultegra RD-6700-A GS Schaltwerk schaltet als Rennrad-Schaltwerk 12-30 Z Kassetten.
das 105 RD-5701 GS Schaltwerk schaltet als Rennrad-Schaltwerk sogar 12-32 Z Kassetten.
Insofern könnte dein RD-M952 GS in Rente geschickt werden...

showdown
21.11.2015, 02:29
Ich habe mich bei einem meiner Rennräder mit ST-7801 STI und RD-6700-A Schaltwerk rund 2 Jahre damit rumgeärgert, dass die Schaltung oft auf den kleineren Ritzeln unpräzise schaltete.
Alle mir bekannten Tricks angewendet, nix half dauerhaft.


Erst als ich ein Shimano Polymer Schaltzugset aus Verzweiflung ("Wäscheleinen-STI brauchen sowas doch eigentlich nicht...") verbaute lief es schlagartig einwandfrei. Und blieb seither einwandfrei!

Keine Ahnung woran es tatsächlich liegt bei diesem Rad & Setup?!
Schaltauge war schon vorher gerichtet worden, Schaltwerk getauscht, STI getauscht, Innen- und Außenzüge erneuert und geschmiert, alles schien leicht zu laufen...
Ein anderes baugleiches Rad von mir mit identischem Setup läuft mit Edelstahlzügen einwandfrei seit Ewigkeiten! :krabben:
...Heute ähnlichen Fall vom Kollegen hier gehabt.

Normale Edelstahl-Züge, lt. Ausasge Kollege von Werkstatt neu gemacht, Performance Wäscheleine tatsächlich richtig mies.

Da noch außenverlegte Züge, konnte man leicht durch einfaches Ziehen am Zug merken, dass die erhöhte Reibung irgendwo ab vorderem Gegenhalter Richtung hinten liegen musste. Also entweder

- Zugführung am Tretlager
- letztes Stück Außenhülle zum Schaltwerk incl. Kappen
- Durchführung durchs Schaltwerk

Zugführung am Tretlager lief noch wie ein Babypopo, das also schon mal nicht. Dann also fix mal das hintere Stück Außenhülle entfernt. Mannomann, da quoll nur so die Soße raus (Fachwerkstatt ! :D ), also das mal direkt neu und auch mal drei Zentimeter länger, damit der Bogen nicht ganz so scharf wird. Innenzug mit Benzin von allem Schmier-Gedöhns gereinigt, nen kleinen Strich Silikonfett drauf und den mit der Außenhülle so lange verrieben, bis diese perfekt glatt und nicht mehr fettig lief. Aha. Ergebnis schon mal ne ganze Ecke besser. Aber noch nicht perfekt. Irgend eine rubbelige Reibung war da immer noch beim ziehen am Zug.

Also zusätzlich aus nem Nokon Teflon-Liner diese kleine Führungshülse für die Schltwerksdurchführung geschnitten, wie sie auch neuerdings im Polymer-Set enthalten ist. Trichterförmigen Kopf für das Ende zur Justierschraube nachgebildet und rein damit.

Et voilà: nix mehr rubbelige Reibung. Perfekt leichtgängige und präzise Wäscheleine.

Also Fazit I: wie so oft lag es an der zu hohen Reibung, und diese wiederum entsteht wie so oft im letzten Bogen, hier vmtl durch hemmungslose Überdosierung von vielleicht auch falschem Schmiermittel. Und zusätzlich rieb der Zug gerade im Bereich der kleineren Ritzel an der metallischen Durchführung durch´s Schaltwerk, wo man einfach durch eine Kunststoff-Führung Abhilfe schaffen kann.

Und Fazit II: Schönen Gruß auch an die Fachwerkstatt. :D

Cyclomaster
21.11.2015, 07:28
Ich hatte mal ein ähnliches Problem.

Nach langem suchen wirklich langem suchen wrde der Übeltäter gefunden.

Der Freilauf in der Novatec Nabe war nicht in der Mitte.

Also nicht falsch montiert, sondern der Nabenkörper war nicht korrekt verarbeitet. Es waren nur ein paar 1/10 und mit dem Auge nicht zu erkennen.

Komisch war nur das der Abzieher für die Kassette etwas straff drauf ging, mit ganz genauem Blick konnte man dann die unterschiedliche Wandstärke am Nabenkörper erkennen.

Das Ergebniß war das einige Gänge gut schalteten aber immer wieder zu Anfang oder Ende der Kassette hat es gehackelt.

Neues Laufrad und alles war IO

Hatte ich bislang auch noch nicht.

Kurbelbieger
21.11.2015, 12:38
Vielen Dank für Eure Antworten.

Das Schaltverhalten fühlt sich so an, als ob dem Schaltwerk auf den äußeren Ritzeln die Puste (Federvorspannung) ausgeht. Von daher könnte eine geringere Schaltzugreibung den gewünschten Erfolg bringen.

An den Anschlagschrauben sehe ich, dass das Schaltwerk sehr weit nach innen schwenken muss, um das größte Ritzel noch bedienen zu können. Für das Schalten der kleinen Ritzel sollte das eher ein Vorteil sein.

Grüße