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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welcher Reifendruck (Schlauch) empfehlenswert ?



natascha
29.11.2015, 10:19
Hallo zusammen,

an meinem neuen Rennrad fahre ich jetzt Schlauchreifen.
Hinten 25mm competition und vorne 22mm
Welcher Reifendruck ist da bei 61kg empfehlenswert?
Im Trockenen und bei Nässe?

Vorher 23mm 4000 SII chlincher
Diese lief mit 6,5 bei Nässe und 7,5 im Trockenen einwandfrei.

italex
29.11.2015, 11:46
würde ich einfach ausprobieren, denn da spielen noch andere Faktoren als dein Gewicht mit rein!

Hirschturbo
29.11.2015, 12:01
Der Wahre Grund für Schlauchreifen ist, dass man sie höher aufpumpen kann. Reifenbreite und Fahrkomfort bzw. Einsatzzweck spielen natürlich auch eine Rolle.

Leute die damit eine LD-Triathlon machen wollen, würden schon 10 bar in 22 mm reintun. 25 mm 1 bar weniger.
Training kann dann nochmal 1 bar weniger sein.
Wenn das gehoppe und die Steifheit einem auf die Nerven geht nochmal 1 bar weniger.

gögo
29.11.2015, 12:02
Ich würde bei deinem Gewicht (darf man das bei 61 kg überhaupt so nennen :krabben:) nicht viel mehr als 6,5 bar draufgeben. Ob im Trockenen oder Nassen. Und wie Italex schrieb, ausprobieren was sich gut anfühlt.

Vejnemojnen
29.11.2015, 12:36
Google für "tyre pressure weight chart".

Ich finde weniger druck besser, dann es ist mehr komfortabel und ich dachte dass die rollerwiederstand ist nich so höher.

http://i.stack.imgur.com/O9WIL.jpg

http://www.williambenedict.com/bikes/images/tire-pressure-big.gif

Die zweite ist für "wheel load", so, deine gewicht+radgewicht sammelt, und cca. 40-60% für die vorder und hinterrad.

norman68
29.11.2015, 13:03
Fahr die 25er Compe. bei netto 75kg mit 6,5 bar. Finde das einfach komfortabler. Fahr aber auch keine Rennen oder der Gleichen.

141p
29.11.2015, 13:04
Da http://bikeboard.at/Board/Die-schnellsten-Reifen-der-Welt-Pt.-2-th217501 stehen auch einige Ergebnisse mit Schlauchreifen.

"Einsparung von ca. 1,25 Watt bei 11 vs. 9 Bar (Tubular)"

Fahrrad-Cyclist
29.11.2015, 16:43
Zuerst brauchen wir das Gesamtgewicht.
Die Gewichtsverteilung vorne/hinten liegt üblicherweise bei 35% zu 65%.

vorne also: 25kg hinten 46kg (+ Fahrard/Kleidung)

bisher wäre vorne 4,1 bar** und hinten 7 bar optimal gewesen.

** der Mindestdruck liegt aber bei 7,5 bar....
Mit deinen bisherigen Werten liegst du also richtig.

neu:
vorne 22mm : 4,3 bar bzw. Mindestdruck 8 bar (bis 12bar)
hinten 25mm: 5,9 bar bzw. Mindestdruck 8 Bar (bis 12 bar).

Also beides mal 8 bar. Hinten solltest du jetzt spürbar härter fahren....

In wie weit man den Mindestdruck reduzieren kann/darf, müsste man diskutieren.
Es gibt Reifen, die darunter schwammig sind bzw. nicht so recht in der Felge halten


https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwic_eac_LXJAhWEDCwKHc_6BbUQFgglMAA&url=http%3A%2F%2Fwww.bikequarterly.com%2Fimages%2F TireDrop.pdf&usg=AFQjCNGL_6p-7qkIU4Jd555EVfa1UXs5Lg

natascha
29.11.2015, 17:17
Danke erstmal für die Antworten!!

Also ich habe jetzt auf meinem lrs (enve 1.25) die Conti 4000 sII als tubular 22mm und bin diesen nur paar mal gefahren und war überhaupt nicht begeistert. Bin diesen mit 8-9 bar gefahren. Gerade weil ich dachte, tubular kannste ja schön aufpumpen....im Training hatte ich schon das Gefühl, dass der Reifen beim Bremsen super schnell blockiert und sich recht hart fährt.
Dann bin ich mit dem Satz ein rennen gefahren und hatte danach auch schon direkt einen bremsplatten.

Das habe ich mit den clinchern in 23 oder 25mm (4000sII) noch nie gehabt.

Irgendwie kommt es mir so vor, als würde mein Gewicht nicht ausreichen um genügend Druck beim Bremsen auf den Reifen zu bekommen.

Für das neue Rad habe ich wie oben dann die competition Kombi in 25 und 22mm geplant...kann ich den Conti competition denn in 6,5 bar problemlos fahren? Wie fahrrad cyclist ja sagt, gibt es bei gewissen Modellen ja Beschränkungen bezüglich der Bar Untergrenze.

Fahrrad-Cyclist
29.11.2015, 17:35
lore ipsum:
80% der Bremskraft liegen auf dem Vorderreifen.
Da das Gewicht beim bremsen nach vorne verlagert wird.

Bei schmalen Reifen + Hinterradbremse hab ich die gleichen Erfahrungen gemacht, keine Reaktion oder blockieren.

Dazwischen gibt es nichts. 25mm sind da imho ein gewaltiger Unterschied für Hinterradbremser.
Ich hab mir die Vorderbremse auf den rechten STI gelegt und mir so das richtige Bremsen angewöhnt.



Conti competition denn in 6,5 bar problemlos fahren?

Hat einer ne Idee?

(7,2 bar sind 10%, das sollte drin sein. Aber 20% weniger... rein von der Logik her eher nicht. Ich würde zwischen7 und 8 bar experimentieren)

edit: da es sich um Schlauchreifen handelt wird da auch nichts aus der Felge springen...
Von daher würde ich bei 6,5 bar höchstens einen geringeren Pannenschutz sowie einen höheren Verschleiß an der Reifenflanke erwarten.
Von daher: ausprobieren ob es in der Kurve nicht schwammig ist und dann ohne Bedenken fahren.

Becki
29.11.2015, 17:42
Dass man Schlauchreifen in der Regel deutlich strammer aufpumpen darf als Faltreifen, ohne die Felge zu überlasten ist richtig. Das heißt natürlich überhaupt nicht, dass Du mit höheren Drücken fahren musst.

Natürlich ist ein Druck von 6,5 Bar bei Deinem Körpergewicht mehr als nur „ausreichend“, insbesondere bei Deinem 25er Hinterreifen. Auch 5,5 würden da mit Sicherheit noch ohne Probleme funktionieren. Bei Deinem 22er vorn ist das sicher etwas grenzwertig. Aber 6 werden auch da reichen.

Ich persönlich bin ein Jahr lang mit 25er Schlauchreifen mit knapp 8 Bar bei 83 kg Körpergewicht gefahren, nachdem mir zuerst der Händler meine Reifen mit 10 bar aufgepumpt hat. Notwendig war das ganz sicher nicht. Ich habe mir aber immer einen geringeren Rollwiderstand eingeredet als mit kleineren Drücken.

Was den Pannenschutz betriff: da ich keine Lust hatte, im Pannenfall einen Schlauchreifen zu wechseln, bin ich die Reifen mit Dichtmilch gefahren. Hat auch funktioniert. Das Theater damit (notwendige Erneuerung oder Ergänzung nach wenigen Monaten) hat mich aber dazu gebracht, wieder auf "normale" Laufräder und und Reifen umzusteigen. Einen Schlauchwechsel finde ich einfach leichter.

captain hook
29.11.2015, 18:14
Probier doch einfach mal aus, bei welchem Druck der Reifen sich anfängt komisch anzufühlen. Dann kennst Du die Grenze nach unten schonmal. Ich wette, dass diese für Dich weder bei 8, noch bei 7,5 Bar liegt. Einfach mal ne ruhige Straße suchen und aggressiv Slalom fahren. Je nach Rennen und Anfoderung musst Du dann eh variieren. Kommt es bei Topasphalt auf Rollwiderstand an? Fährt Du Kopfsteinpflaster? Wie sitzt Du auf dem Rad? Gibt ja Leute die fahren mit vollem Körpereinsatz auf jede Unebenheit und schlagen durch, wenn andere nur den Kopf schütteln. In den Rennen, die keine EZF sind, kommt es meiner Meinung nach nicht immer auf den gerings möglichen Rollwiderstand an. Diese "Einstellung" erfodert nämlich häufig Abstriche im Komfort und im Grip (nicht nur auf der Bremse) - und damit in der Gesamtperformance.

Ob der Reifen auf der Felge bleibt hängt in erster Linie darauf an, ob er ordentlich geklebt ist. Schlauchreifen bleiben zb im Cross auch dann auf der Felge, wenn man sie so fährt, dass man quasi die ganze Zeit knapp vorm Durchschlagen ist.

natascha
29.11.2015, 18:35
Jep, ich werde es dann man mit verschiedenen Varianten ausprobieren und berichten.

Hinzu kommt, dass ich mir gerade noch überlege, für das Trainingslager im Frühjahr (Malle) und jetzige Temperaturen und straßenverhältnisse, den Sprinter gatorskin in 25mm draufziehe. Priorität wäre hier Pannenschutz und guter grip bei Nässe.
Hat dieser hier die deutlich besseren oben genannten Eigenschaften als der competition ?

Fahrrad-Cyclist
29.11.2015, 19:45
ich seh da bezogen auf den Luftdruck keinen Unterschied (gleiche min/max).

Die einen haben die bekannte BlckChilli Mischung (deswegen kauft man Conti).. die Gator Skin
haben dafür einen Seitenwandschutz und sollen besonders abriebsfest sein.

Ich würde davon ausgehen (Erfahrung blackchilli 4000s), dass die competition bei Nässe besser sind. Ich seh da keinen Sinn zu tauschen.

Du muss nur von 6,5/7/7,5 bar testen, 8 bar ist bereits härter als das was du bereits getestet hast.
Meiner Meinung nach eine gelungene Wahl.

Mobi
29.11.2015, 19:49
Der Wahre Grund für Schlauchreifen ist, dass man sie höher aufpumpen kann. Reifenbreite und Fahrkomfort bzw. Einsatzzweck spielen natürlich auch eine Rolle.

Leute die damit eine LD-Triathlon machen wollen, würden schon 10 bar in 22 mm reintun. 25 mm 1 bar weniger.
Training kann dann nochmal 1 bar weniger sein.
Wenn das gehoppe und die Steifheit einem auf die Nerven geht nochmal 1 bar weniger.

Ich finde sie gut weil man sie weniger aufpumpen muss ohne Gefahr von Durchschlägen. Häufig fahre ich sie nur mit 6.5 bar (bei 80 kg).

Mobi
29.11.2015, 19:53
Jep, ich werde es dann man mit verschiedenen Varianten ausprobieren und berichten.

Hinzu kommt, dass ich mir gerade noch überlege, für das Trainingslager im Frühjahr (Malle) und jetzige Temperaturen und straßenverhältnisse, den Sprinter gatorskin in 25mm draufziehe. Priorität wäre hier Pannenschutz und guter grip bei Nässe.
Hat dieser hier die deutlich besseren oben genannten Eigenschaften als der competition ?

Der normale Sprinter reicht sicher auch. Er hat einen sehr guten Pannenschutz. Aber ob ich mit Schlauchreifen ins Trainingslager oder im Wintertraining fahren würde ?

natascha
29.11.2015, 21:03
Der normale Sprinter reicht sicher auch. Er hat einen sehr guten Pannenschutz. Aber ob ich mit Schlauchreifen ins Trainingslager oder im Wintertraining fahren würde ?

Da kann man sicherlich drüber diskutieren.
Dann muss ich mich aber auch fragen welches Rad ich mitnehme;-)
Entweder das pinarello Dogma mit den xentis squad 4.2 clinchern oder halt das zweitrad, dass jetzt in den nächsten Wochen eintrudelt. Das wird ein vpace und damit fahr ich nächstes Jahr meine rennen und es soll gleichzeitig auch mein winterrad sein.
Das Dogma ist für die Rennen einfach zu schade...und für ein Trainingslager damit eigentlich auch.
Perfekt wäre hier natürlich ein dritter Winter lrs für drahtreifen. Aber jetzt war erstmal das zweitrad wichtiger.
Naja und ob Draht oder Schlauch ist ja auch immer die elende Diskussion.
Die einen sagen so und die anderen halt so...:-))
Ich denke, da muss ich jetzt mal meine eigenen Erfahrungen machen um da urteilen
Zu können.
Ich hoffe einfach mal, dass meine Pannenquote weiterhin tip top bleibt. In zwei Jahren 1 Platten und einen schlauchplatzer. Den platzer hatte ich auf der sa calobra Abfahrt. Relativ am Anfang. Also nichts mit heiß gebremst. Glücklicherweise steckte ein Bus in der Kurve fest und ich musste dahinter warten. Plötzlich knallte es....danach wurde mir ganz anders und ich dachte mir, was wäre, wenn das ganze eine Minute später passiert wäre...:-0...vor allem ist die fahrbahnbegrenzung auch nicht wirklich vollständig.....und da geht's ja teilweise schon ziemlich tief runter.
Da wäre natürlich ein Schlauchreifen besser gewesen ;-)...es gibt also viel dafür und dagegen.