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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Berglaufradsatz gesucht bis maximal 2000€



Kalli.Flicker
16.02.2016, 11:57
Hallo Forengemeinde,

ich möchte mir ein leichtes Rad für die Berge bzw. Bergzeitfahren aufbauen.
Rahmenset soll das neue Canyon Ultimate SLX werden. Zieht mich jetzt nicht wegen dem Liefertermin auf :-)

Mir fehlt noch ein Leichter, stabiler und möglichst günstiger Laufradsatz bis 1800€ mein Wettkampfgewicht liegt bei 73-74 kg (183 cm klein).

Was könnt Ihr mir empfehlen ob Carbon oder Aluminium ist mir egal. Clincher bevorzugt und für 11x Kassetten.
Für Lightweight fehlt definitiv die Kohle. Zähneknirschend könnte ich max. 2000€ locker machen (hoffe meine Frau liest nicht mit).

Unter leicht verstehe ich < 1250g. Die Ryde Pulse Sprint Felgen sind mir bereits ein Begriff.

Habt Ihr Ideen für mich ?

Grüße und Danke

Kalli

Luigi_muc
16.02.2016, 12:12
Clincher oder Tubular?
Bei dem Budget kann man ja klar Carbon nehmen, auch wenn du mit den Pulse Sprint dein Gewichtsziel locker schaffst.

craze
16.02.2016, 12:14
Ich würde mal eine PN an die bekannten drei (?) Laufradbauer hier im Forum schreiben.
Bei dem Budget bekommst Du allemal was tolles, feines, preiswerteres und besseres als die Fertigpizzen der großen Hersteller :)

Kalli.Flicker
16.02.2016, 12:18
Clincher oder Tubular?
Bei dem Budget kann man ja klar Carbon nehmen, auch wenn du mit den Pulse Sprint dein Gewichtsziel locker schaffst.

Guter Hinweis, hatte ich vergessen. Clincher wäre bevorzugt. An Schlauchreifen möchte ich mich nicht unbedingt versuchen.

dr3do
16.02.2016, 12:20
Habt Ihr Ideen für mich ?
150gr. beim Gesamtgewicht draufpacken und dafür 900.- EUR einsparen, keine Option?

Beispielsweise: 38/50 (Vollcarbon) mit 1400gr für 945.- EUR (http://lambda-racing.de/clincher_voll_carbon.html)

Pedalierer
16.02.2016, 12:21
1.250 mit Ryde Sprint wird schon eng. Da muss man schon zu echten Leichtbaunaben mit allen Nachteilen greifen.

Mein Tip: wenn Clincher, dann pack nochmal 70 g drauf und nimm haltbare Naben die im Set so 300 g wiegen. Dann bist du deutlich unter 1000 € und bergauf keine Sekunde langsamer aber mit schwererem Portemonait.;)

Luigi_muc
16.02.2016, 12:30
Was wird da eng? So schlecht sind die Tune Naben nicht. Die bekommt er mit dem Gewicht net kaputt.

Exil-Schwabe
16.02.2016, 12:32
Campagnolo Hyperon Clincher!

Wenn Du das Budget nicht zwingend ausschöpfen möchtest, nimm den Tip mit den Laufradbauern an. Sind allesamt nette Jungs und beraten gern und kompetent. Ich habe bei einem einen Satz 29er geordert und bin absolut glücklich.

Kalli.Flicker
16.02.2016, 12:35
Die Ryde hatte ich schon mit Tune Mig/Mag "ins" Auge gefasst.

Das es finanzieller "Schwachsinn" ist, noch leichter als die 1250g investieren zu wollen ist mir klar :-)

Bin aktuell geil auf was leichteres. Kennt Ihr doch sicherlich :-)

Zumal ich noch umgefahrene Reynolds Vollcarbon (46er) an der Wand hängen habe.

martin86
16.02.2016, 12:38
von den ryde felgen bin ich persönlich nicht so überzeugt, hatte bei 2 oder 3 felgen risse an den speichenlöchern, bei 84kg und keinen 5000km auf der uhr, bei dem letzten laufrad war aber der hauptgrund der reklamation die gebrochene acros vorderradnabe und bei genaueren begutachten dann auch wieder risse entdeckt.

Luigi_muc
16.02.2016, 12:44
Also ich würd mir dann die CSS-beschichteten Felgen ansehen, das wär aktuell so mein Traumlaufradsatz sub 1000€ und leicht. Leichter gehts sicher mit den leichteren Tune, Extralite und anderen, beim Schönwetterlaufradsatz evtl auch eine Überlegung wert.

Ich denke, Carbonfelgen wären schicker, aber bis auf Ausnahmen wohl nicht leichter. Aber da werden dich die Laufradbauer sicher beraten. Interessant vllt die Enve SES 2.2. Nicht leichter als die Ryde, aber mei. Dazu die Enve-Carbonnaben, und dein Budget ist gesprengt:Applaus:

Luigi_muc
16.02.2016, 12:46
von den ryde felgen bin ich persönlich nicht so überzeugt, hatte bei 2 oder 3 felgen risse an den speichenlöchern, bei 84kg und keinen 5000km auf der uhr, bei dem letzten laufrad war aber der hauptgrund der reklamation die gebrochene acros vorderradnabe und bei genaueren begutachten dann auch wieder risse entdeckt.

Aha? Warum war davon bislang nichts zu lesen hier?
Davon kann ich bisher nicht berichten, sollten sich die Berichte mehren, wäre das sicher nicht so toll. Allerdings relativierst du das ganze durch die gebrochene Nabe auch gleich wieder. Die sind nämlich sicher nicht schlecht, sprich man könnte ultraschlechten Aufbau oder Misuse unterstellen.

martin86
16.02.2016, 12:55
Aha? Warum war davon bislang nichts zu lesen hier?
Davon kann ich bisher nicht berichten, sollten sich die Berichte mehren, wäre das sicher nicht so toll. Allerdings relativierst du das ganze durch die gebrochene Nabe auch gleich wieder. Die sind nämlich sicher nicht schlecht, sprich man könnte ultraschlechten Aufbau oder Misuse unterstellen.

glaube nicht das es auf schlechten aufbau zurück zuführen ist, lag wohl eher an einer mischung von körpergewicht, laufradsatzgewicht und leistungsspitzen. an sich war ich mit den laufradsatz zufrieden. die gebrochene nabe ändert ja auch nichts dran das am selben laufrad auch risse in der felge waren. der laufradsatz wurde dann auch komplett zurück genommen und in stabileres material gesetzt und bis jetzt toi toi toi

Luigi_muc
16.02.2016, 13:10
Ja, nun ist Acros aber kein Ultra-Leichtbauer und besondere Defektanfälligkeit wär mir nicht bekannt. Daher denke ich, gehört schon was dazu, diese Naben kaputt zu bekommen. So ultra schwer bist du ja auch nicht.

Das Gewichtslimit für die Ryde hätte ich jetzt eher so bei 90kg gezogen, darüber macht das dann kein Sinn mehr.

Marin
16.02.2016, 13:14
Risse an den Speichenlöchern riecht aber nach zuviel Spannung, das kommt nicht von Überlast.

Marin
16.02.2016, 13:17
Ich fahre übrigens einen Satz 23x25mm Farsports-Carbonfelgen (Clincher) mit Bitex RAR 09 -> 1219g, fühlen sich für mich mit 77kg absolut unauffällig an. Mit Extralites oder sowas schaffst du ein 11xx-Gewicht.

martin86
16.02.2016, 13:18
laufradsatz war auch bis 90kg ausgelegt mit 24/28 speichen.

Wasi
16.02.2016, 13:36
laufradsatz war auch bis 90kg ausgelegt mit 24/28 speichen.

waren unterlegscheiben verbaut? wenn ja, tippe ich auch auf zu hohe speichenspannung

martin86
16.02.2016, 13:40
soweit ich weis nicht, bin mir da aber auch nicht zu 100% sicher.

tschabippe
16.02.2016, 13:48
habe mir die Cosmic Carbone Ultimate gekauft (gebraucht in neuwertigem Zustand) unter 1000€, werde sie am WE zum ersten Mal ausfahren.
Laut Tests und Erfahrungen, alles was einen leichten Berg LR ausmacht....mal schaun....

FreshAirJunkie
16.02.2016, 14:02
Campagnolo Hyperon Clincher!


:goodpost:

Granfondo
16.02.2016, 14:12
habe mir die Cosmic Carbone Ultimate gekauft (gebraucht in neuwertigem Zustand) unter 1000€, werde sie am WE zum ersten Mal ausfahren.
Laut Tests und Erfahrungen, alles was einen leichten Berg LR ausmacht....mal schaun....

Ja berichte dann mal, bin gespannt!
Diesen Laufradsatz habe ich auch auf meinem Radar!
Und für mich sind bei Carbon-LR Schlauchreifen pflicht ;-)

Kalli.Flicker
16.02.2016, 14:23
Campagnolo Hyperon Clincher!

Wenn Du das Budget nicht zwingend ausschöpfen möchtest, nimm den Tip mit den Laufradbauern an. Sind allesamt nette Jungs und beraten gern und kompetent. Ich habe bei einem einen Satz 29er geordert und bin absolut glücklich.

Mit ner Shimano Dura ACE Gruppe knallt mich die Stylepolizei direkt vom Bock.....

Wie nennt Fulcrum die Dinger ?

Kalli.Flicker
16.02.2016, 14:25
Ich fahre übrigens einen Satz 23x25mm Farsports-Carbonfelgen (Clincher) mit Bitex RAR 09 -> 1219g, fühlen sich für mich mit 77kg absolut unauffällig an. Mit Extralites oder sowas schaffst du ein 11xx-Gewicht.

Bekommt man die in Deutschland bei einem Laufradbauer ?

Luigi_muc
16.02.2016, 14:29
Bekommt man die in Deutschland bei einem Laufradbauer ?

Wasi aka Slowbuild

Aber die anderen haben mittlerweile glaub auch alle China-Felgen im Programm. Normal sind die aber nicht so leicht, mich wundert das Gewicht.

Exil-Schwabe
16.02.2016, 14:36
Mit ner Shimano Dura ACE Gruppe knallt mich die Stylepolizei direkt vom Bock.....

Wie nennt Fulcrum die Dinger ?

Fulcrum Racing Light!

Schlicht, stilvoll, hochwertig, steif und trotzdem deútlich komfortabler als Hochprofil. Seit ich die Hyperon habe, stehen die Boras in der Ecke.

Und nun zum Missverständnis: die Stylepolizei knallt Dich sicher nicht wegen der Hyperon vom Bock - die übrigens keine G3 Einspeichung haben - sondern wegen der Dura Ace!

Meine Empfehlung: kauf Dir nen Satz Hyperon und gleich noch ne vernünftige Gruppe - Record! An was für nen Rahmen soll das Ganze? Canyon? Schon mal Gedanken zu nem schönen Rahmen gemacht? :D

So, wieder ernsthaft: Ich sehe kein Problem Hyperon oder Racing Light mit ner Dura Ace zu kombinieren. Die beiden LR sind über jeden Zweifel erhaben und schmücken jedes Rad - ein Canyon mit Shimano machen sie erst zu einem Rennrad.....

avis
16.02.2016, 14:52
Campa wie Fulcrum liegen aber doch gut über den angestrebten 1250gr?!

Marin
16.02.2016, 15:09
Wasi aka Slowbuild

Aber die anderen haben mittlerweile glaub auch alle China-Felgen im Programm. Normal sind die aber nicht so leicht, mich wundert das Gewicht.

Noch ohne Felgenband (das macht die 3g):

http://fstatic2.mtb-news.de/f3/18/1850/1850126-jgt70wwncc86-img_20150102_115849_01-medium.jpg (http://fotos.mtb-news.de/p/1850126)


Felge 375g http://www.farsports.com/product/detail.php/id-228.html CLINCHER

Speichen ca. 4.3g, Nippel ca. 0.35g * 44
Naben ca. 66 + 191g

Kann aber sein dass ich hinten rechts dickere Speichen hab, das macht 25g Unterschied.

Wenn jemand in Europa die oder ähnliche Felgen hat macht es total Sinn sich die Dinger hier bauen zu lassen.

Kalli.Flicker
16.02.2016, 15:40
Fulcrum Racing Light!

Schlicht, stilvoll, hochwertig, steif und trotzdem deútlich komfortabler als Hochprofil. Seit ich die Hyperon habe, stehen die Boras in der Ecke.

Und nun zum Missverständnis: die Stylepolizei knallt Dich sicher nicht wegen der Hyperon vom Bock - die übrigens keine G3 Einspeichung haben - sondern wegen der Dura Ace!

Meine Empfehlung: kauf Dir nen Satz Hyperon und gleich noch ne vernünftige Gruppe - Record! An was für nen Rahmen soll das Ganze? Canyon? Schon mal Gedanken zu nem schönen Rahmen gemacht? :D

So, wieder ernsthaft: Ich sehe kein Problem Hyperon oder Racing Light mit ner Dura Ace zu kombinieren. Die beiden LR sind über jeden Zweifel erhaben und schmücken jedes Rad - ein Canyon mit Shimano machen sie erst zu einem Rennrad.....

Top Post, genau meinen Humor getroffen :-)

Kalli.Flicker
16.02.2016, 15:45
Campa wie Fulcrum liegen aber doch gut über den angestrebten 1250gr?!

Habe mal kurz geklimpert, Hibike gibt die Teile mit 1226g an. Daher zu schwer :-) (ich muss nen Schaden haben)

Daher sind die raus.

Habe aus Dresden ne schöne Mail mit Teilen bekommen.... Man kann sich was schönes bauen lassen.
Die Farsports LR finde ich noch interessant.

Danke für Eure Mithilfe, wenn nich wer Ideen hat immer raus damit.

Grüße

avis
16.02.2016, 16:19
Sollten es nicht Clincher sein?! Darauf bezog ich mich jedenfalls...

garaventa
18.02.2016, 06:26
Wie sieht´s denn aus mit Zipp 202 Carbon Clincher?

Die sind wohl etwas schwerer, bieten aber dafür noch ein wenig Aero und die neue Geneation hat nun auch perfekte Naben und die CX-Sprint-Speichen von Sapim.

Kalli.Flicker
18.02.2016, 07:21
Habe mir mal ein Angebot zu den Farsport mit Extralite und Tune MIG/Mag angefordert.
Zusätzlich habe ich eine Teileliste von Light-Wolf mit Gewichten und Preise erhalten.
Außerdem scheint der Markt von gebrauchten Lightweight gerade preislich günstig zu sein.

Kumpel von mir hat die Ryde Pulse Sprint (20/24 cxray) mit DTSwiss Naben von Wasi, die werde ich einmal am Berg testen.
In der Ebene bin ich die einmal gefahren. Klar in der Ebene bekommt man die nicht zum schleifen. Bin daher auf einen 11 km Anstieg gespannt ob die da für mich taugen.

Wenn alle Stricke reißen und ich mich für keinen Satz entscheiden kann, fahre ich die Reynolds 46 die über 1400g wiegen.
Die Teile werden seit einem Jahr geschont und hängen im Keller an der Decke :-(

Voreifelradler
18.02.2016, 07:26
Ich lese solche Threads ja immer mit einem breiten Grinsen im Gesicht und wundere mich dann immer wieder, warum Menschen bereit sind bis zu 2000€ für einen LRS auszugeben, nur um die letzten paar Gramm rauszuholen.
Weiterhin wundere ich mich nicht, dass im Winter hier und in einem anderen Thread die Shimano - Campa Disskusion auf kommt.

However, darf ich mal nach dem Gewicht und der Größe des TE fragen?

Marin
18.02.2016, 08:02
mal nach dem Gewicht und der Größe des TE fragen

Du darfst fragen, aber du könntest auch seinen 1. Beitrag lesen

Voreifelradler
18.02.2016, 08:22
Du darfst fragen, aber du könntest auch seinen 1. Beitrag lesen

Ups, überlesen.

enasnI
18.02.2016, 08:23
Jetzt haben wir das breite Grinsen. :D

Topic:
Wenn schon Geld, würde ich bei so was glaube ich so einen ENVE SES 2.2 mit einer Chris King Nabe in betracht ziehen. Das sind schon edle Dinger.

Aber natürlich kann man sich in der Preisklasse alternativ was vom Laufradbauer zusammenstellen lassen, evntl ja auch mit der ENVE Felge. Gerade für das angestrebte Terrain haben die sehr gute Bremseigenschaften.

the_brain_mave
18.02.2016, 08:28
Tatsächlich muss man aber sagen, dass es auch zu leicht gibt. Irgendwann sind so wenig kreiselkräfte vorhanden, dass sich das komisch anfühlt. Dann "kippt" das Vorderrad bei Antritten schnell ab und man fährt eher Schlangenlinien außerdem wird das freihändig fahren schwieriger.
Wo da für einen die Grenze liegt muss man aber wohl selbst heraus finden.

Marin
18.02.2016, 08:52
Man kann ja extra schwere Reifen montieren um dem entgegenzuwirken :D

Rolf1
18.02.2016, 08:53
Ich lese solche Threads ja immer mit einem breiten Grinsen im Gesicht und wundere mich dann immer wieder, warum Menschen bereit sind bis zu 2000€ für einen LRS auszugeben, nur um die letzten paar Gramm rauszuholen.


Hallo,

genau so geht es mir auch, wenn auch aus anderen Gründen. Ich praktiziere konsequenten Leichtbau und bin bereit, selbst Hand anzulegen und in aufwändiger Heimarbeit ein paar Teile zu tunen (das ist Teil meines Hobbys). Mein Laufradsatz besteht aus Extralite-Naben, Alufelgen und 24 / 28 Speichen, wiegt nur 1099g und das für < 1000€. Für 2000€ kratzt man selbst mit Clincherfelgen an der 1000g Grenze, nur eben niemals mit Systemlaufrädern (viel zu teuer, viel zu schwer). Insofern kann ich das breite Grinsen bestätigen. Natürlich machen mich die letzten gesparten Gramm weder schneller noch glücklicher, aber die psychologische Wirkung ist ungeheuer....


Ciao Rolf

Rolf1
18.02.2016, 09:01
Tatsächlich muss man aber sagen, dass es auch zu leicht gibt. Irgendwann sind so wenig kreiselkräfte vorhanden, dass sich das komisch anfühlt. Dann "kippt" das Vorderrad bei Antritten schnell ab und man fährt eher Schlangenlinien außerdem wird das freihändig fahren schwieriger.
Wo da für einen die Grenze liegt muss man aber wohl selbst heraus finden.

Hallo,

da ist was dran. Bei böigem Seitenwind sind superleichte Laufräder in der Tat gewöhnungsbedürftig. Das liegt nicht nur an der reduzierten Steifigkeit sondern wie beschrieben wesentlich am reduzierten polaren Trägheitsmoment (> kleine Kreiselkräfte). Aber man gewöhnt sich daran und außerdem: Muss man wirklich bei jedem Mistwetter radfahren? Im Übrigen haben die leichtesten Laufradsätze für Schlauchreifen nur ca. 800g und werden auch benutzt. Irgendwie scheint es doch zu gehen.


Ciao Rolf

Pedalierer
18.02.2016, 09:29
Bei böigem Seitenwind bin ich lieber mit flachen 1,3 Kg Clinchern unterwegs als mit schweren Hochprofilern. Die Kreiselkräfte reichen auch bei sub400 g Felgen aus um steil bergauf ohne Geschlängel voran zu kommen.

Marin
18.02.2016, 10:25
Ich bin bei böigem Seitenwind lieber mit bauchigen Hochprofilern (ok, 38er halt) unterwegs als mit flachen Felgen.

Überrascht mich selbst, aber die bauchigen sind bei mir fast komplett neutral, die flachen nicht ganz.

Rolf1
18.02.2016, 11:05
Bei böigem Seitenwind bin ich lieber mit flachen 1,3 Kg Clinchern unterwegs als mit schweren Hochprofilern. Die Kreiselkräfte reichen auch bei sub400 g Felgen aus um steil bergauf ohne Geschlängel voran zu kommen.

Hallo,

das ist doch selbstverständlich. Aber in diesem Zusammenhang muss man 3 Dinge auseinander halten:
1. Steifigkeit
Leichte Laufräder haben insbesondere bei nur wenig Speichen natürlich auch eine reduzierte Steifigkeit.
2. Kreiselkräfte
Je leichter die Laufräder sind, um so geringer sind die Kreiselkräfte, die das Radfahren erst möglich machen. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass Massen um so mehr wirken, je weiter außen sie sind. Wer auf ein ultraleichtes Laufrad normale Reifen und Schläuche montiert statt entsprechend leichten Teilen, der kompensiert zumindest einen Teil des geringeren Kreiselmomentes der Laufräder an sich.
3. Windangriffsfläche
Bei böigem Seitenwind sind Hochprofiler natürlich problematisch und flache Felgen vorzuziehen.

Bei geringen Geschwindigkeiten bergauf ist das aber alles kein Problem, bergab bei hohem Tempo aber u.U. schon. Ich habe deshalb gelegentlich bergab auf gerader Strecke gebremst, weil mir die Sache nicht geheuer war.

Ciao Rolf

•Žarko
18.02.2016, 11:28
Als Carbon würde ich, wie immer und zurecht auch, Tubulars empfehlen.

denn sonst:

sind Ryde Sprint die besseren 'Carbonfelgen' ;) Die Nicht-CSS Version liegt zirka 40-50g leichter im Satz.
Zudem gibt/gab es die CSS bislang nur in 24/28

Mit flachen, breiten Carbontubulars und 240er Naben landest du bei 1050g
Mit Tune Naben (fürs Rennrad absolut OK für die meisten Fahrer) bei 990g

Hochwertige, breite und bauchige 38mm CarbonTubulars kämen 200g schwerer.

Für die Clincher Versionen lässt sich nochmal zirka 100g beaufschlagen. Pro Felge! Wobei ich die echte Sinnhaftigkeit solcher schon immer fragwürdig fand.


Das Budget sollte damit weit unterschritten werden.

Für ein Quäntchen mehr Verarbeitungsqualität bekommt man bei manchen Herstellern aus meiner Sicht sogar schlechtere Bremsperformance und/oder Steifigkeit, oder einen Preis vorgesetzt, für den man locker zwei bis drei dieser Sätze finanzieren könnte. Ausgehend vom Listenpreis.

Gute Importfelgen entsprechen der Qualität vieler 'namhafter' deutscher und internationaler Firmen. Nicht selten sogar etwas darüber. Ist nunmal so.

Kalli.Flicker
18.02.2016, 11:32
Ich lese solche Threads ja immer mit einem breiten Grinsen im Gesicht und wundere mich dann immer wieder, warum Menschen bereit sind bis zu 2000€ für einen LRS auszugeben, nur um die letzten paar Gramm rauszuholen.
Weiterhin wundere ich mich nicht, dass im Winter hier und in einem anderen Thread die Shimano - Campa Disskusion auf kommt.

However, darf ich mal nach dem Gewicht und der Größe des TE fragen?

73-74 kg bei 1,83 m FTP kurz vor 4,5 W/kg. Ich komme recht anständig Anstiege hoch.
Wollte mich mal an Bergzeitfahren versuchen.

craze
18.02.2016, 11:35
Als Carbon würde ich, wie immer und zurecht auch, Tubulars empfehlen.

denn sonst:

sind Ryde Sprint die besseren 'Carbonfelgen' ;) Die Nicht-CSS Version liegt zirka 40-50g leichter im Satz.
Zudem gibt/gab es die CSS bislang nur in 24/28

Mit flachen, breiten Carbontubulars und 240er Naben landest du bei 1050g
Mit Tune Naben (fürs Rennrad absolut OK für die meisten Fahrer) bei 990g

Hochwertige, breite und bauchige 38mm CarbonTubulars kämen 200g schwerer.

Für die Clincher Versionen lässt sich nochmal zirka 100g beaufschlagen. Pro Felge! Wobei ich die echte Sinnhaftigkeit solcher schon immer fragwürdig fand.


Das Budget sollte damit weit unterschritten werden.

Für ein Quäntchen mehr Verarbeitungsqualität bekommt man bei manchen Herstellern aus meiner Sicht sogar schlechtere Bremsperformance und/oder Steifigkeit, oder einen Preis vorgesetzt, für den man locker zwei bis drei dieser Sätze finanzieren könnte. Ausgehend vom Listenpreis.

Gute Importfelgen entsprechen der Qualität vieler 'namhafter' deutscher und internationaler Firmen. Nicht selten sogar etwas darüber. Ist nunmal so.


:goodpost:

Kalli.Flicker
18.02.2016, 11:38
Jetzt haben wir das breite Grinsen. :D

Topic:
Wenn schon Geld, würde ich bei so was glaube ich so einen ENVE SES 2.2 mit einer Chris King Nabe in betracht ziehen. Das sind schon edle Dinger.

Aber natürlich kann man sich in der Preisklasse alternativ was vom Laufradbauer zusammenstellen lassen, evntl ja auch mit der ENVE Felge. Gerade für das angestrebte Terrain haben die sehr gute Bremseigenschaften.

Danke für den Tip, schaue ich mir an.


Hallo,

genau so geht es mir auch, wenn auch aus anderen Gründen. Ich praktiziere konsequenten Leichtbau und bin bereit, selbst Hand anzulegen und in aufwändiger Heimarbeit ein paar Teile zu tunen (das ist Teil meines Hobbys). Mein Laufradsatz besteht aus Extralite-Naben, Alufelgen und 24 / 28 Speichen, wiegt nur 1099g und das für < 1000€. Für 2000€ kratzt man selbst mit Clincherfelgen an der 1000g Grenze, nur eben niemals mit Systemlaufrädern (viel zu teuer, viel zu schwer). Insofern kann ich das breite Grinsen bestätigen. Natürlich machen mich die letzten gesparten Gramm weder schneller noch glücklicher, aber die psychologische Wirkung ist ungeheuer....


Ciao Rolf

Cooler Post,

kannst Du mir mal Zutaten für nen Clinchersatz kleiner < 1200g senden.
Habe von der Materie keine Ahnung, habe ja deswegen den Thread eröffnet.
Ob Systemrad oder vom Laufradbauer ist mir eigentlich egal. Die 1800€-2000€ müssen nicht mit Gewalt rausgehauen werden. Wenn es leicht und günstig und sogar stabil geht nehme ich das gerne an :-)

Danke Dir

Marin
18.02.2016, 11:59
Unter 1200g Clincher wird die Luft -sehr- dünn bei deinem Gewicht bzw. deiner Power. Ich bewege mich auch in der Gegend und habe einen Haufen halbwegs leichter Laufradsätze, von daher trau ich mich das so sagen.

Ich möchte aus verschiedensten Gründen keine Schlauchreifen fahren, aber wenn ich mir welche zulegen würde, dann nur um einen LRS unter 1000g fahren zu können :)

avis
18.02.2016, 12:04
Sehe das auch so.
Selbst 1200gr halte ich schon für grenzwertig, wenn ein 75kg Fahrer auch mal wirklich mit Druck aus dem Sattel gehen will.
Wie sagte Marcel Wüst mal sinngemäß:..." solange man entspannt die Landstraße entlang rollt, funktioniert alles ganz gut, aber wenn dann wirklich Druck aufs Pedal kommt, merkt man die Unterschiede..."

Rolf1
18.02.2016, 12:56
Danke für den Tip, schaue ich mir an.



Cooler Post,

kannst Du mir mal Zutaten für nen Clinchersatz kleiner < 1200g senden.
Habe von der Materie keine Ahnung, habe ja deswegen den Thread eröffnet.
Ob Systemrad oder vom Laufradbauer ist mir eigentlich egal. Die 1800€-2000€ müssen nicht mit Gewalt rausgehauen werden. Wenn es leicht und günstig und sogar stabil geht nehme ich das gerne an :-)

Danke Dir

Hallo,

ich nehme mal an, dass Du Dir nicht die Mühe machen willst, Felgen und Speichen dünner zu schleifen, so wie ich das tue. Aber unter 1200g zu kommen, ist überhaupt kein Problem:
Naben: Extralite Cyber Rear (136,8g) und HyperFront (heute CyberFront) 48 - 49g. 24 Speichen vorne Sapim CX-Super (ca 4g radial, bei mir beschliffene Titanspeichen 3,2g) und 28 Speichen tangential 3-fach gekreuzt hinten (links CX-Super 4,2g, rechts CX-Ray 4,8g, bei mir links und rechts CX-Super abgeschliffen auf 3,46g bzw. 3,92g), Nippel Alu, 3,4g. Als Felgen benutze ich KinLin XR200. Wenn man die bei xx-light-bikes.de bestellt, wiegen sie nur um 370g, anderswo bis 385g. Auf diese Weise landet man dann bei etwa 1165g und zahlt dafür weit unter 1000€. Jetzt braucht man nur noch Jemanden, der das zusammenbaut, was kein Hexenwerk ist und auch nicht viel kostet. Ich mache das immer selbst. Wenn Du Dir das nicht zutraust, dann gibt es dafür Spezialisten, die das gerne übernehmen.
Aber:
Das ist dann ein wirklich leichter Laufradsatz für Leute, die wie ich nicht allzu schwer sind (76kg netto ohne Frühstück) und die eine ruhige Fahrweise haben. Wer mit Vorliebe bergauf im Wiegetritt fährt benötigt vermutlich dickere Speichen, möglicherweise sogar stabilere Felgen. Ich mache das fast nie und daher ist das für mich kein Problem. Aber selbst mit etwas schwereren Teilen bleibt man mühelos unter 1200g.

Ciao Rolf

•Žarko
18.02.2016, 13:02
Mit bewährten Komponenten, die auch mal eine Regenfahrt abkönnen oder einen Sprint dazu vielleicht, wird es schon etwas schwerer etwas zu zaubern.

Vermutlich ist man auch selten schneller damit....

Pedalierer
18.02.2016, 13:06
Hallo,

Bei geringen Geschwindigkeiten bergauf ist das aber alles kein Problem, bergab bei hohem Tempo aber u.U. schon. Ich habe deshalb gelegentlich bergab auf gerader Strecke gebremst, weil mir die Sache nicht geheuer war.

Ciao Rolf

Gerade bei hohem Tempo spielt die Felgenmasse keine Rolle mehr, da dann die Kreiselkräfte immer sehr hoch sind. Wenns bei dir bergab unsicher wird, dann wohl weil deine LR nicht steif genug sind. Die Kreiselkräfte haben damit nix zu tun.

Bei 76 Kg und richtig Druck auf dem Pedal würde ich nicht zu sehr Richtung Leichtbau schielen, das geht in der Performance shcnell nach hinten los. Im Zweifelsfall bist du auch bergauf mit Deinem 1,4 Kg Aerosatz schneller oben als mit dem 1,1 Kg Quark-LR. Hier gehts um 200-300 g, in der Systemmasse also mal 3 pro Mille.

Bergab ist der Unterschied dann noch größer, wer vor jeder Kehre den LR zum schwimmen bringt verliert das vielfache dessen was ein paar Gramm an wenigen Sekunden bergab halfen. Da können dann eben mal Minuten verloren gehen.

•Žarko
18.02.2016, 13:56
Gerade bei hohem Tempo spielt die Felgenmasse keine Rolle mehr, da dann die Kreiselkräfte immer sehr hoch sind. Wenns bei dir bergab unsicher wird, dann wohl weil deine LR nicht steif genug sind. Die Kreiselkräfte haben damit nix zu tun.

Bei 76 Kg und richtig Druck auf dem Pedal würde ich nicht zu sehr Richtung Leichtbau schielen, das geht in der Performance shcnell nach hinten los. Im Zweifelsfall bist du auch bergauf mit Deinem 1,4 Kg Aerosatz schneller oben als mit dem 1,1 Kg Quark-LR. Hier gehts um 200-300 g, in der Systemmasse also mal 3 pro Mille.

Bergab ist der Unterschied dann noch größer, wer vor jeder Kehre den LR zum schwimmen bringt verliert das vielfache dessen was ein paar Gramm an wenigen Sekunden bergab halfen. Da können dann eben mal Minuten verloren gehen.

Wie wahr

avis
18.02.2016, 14:01
Gerade bei hohem Tempo spielt die Felgenmasse keine Rolle mehr, da dann die Kreiselkräfte immer sehr hoch sind. Wenns bei dir bergab unsicher wird, dann wohl weil deine LR nicht steif genug sind. Die Kreiselkräfte haben damit nix zu tun.

Bei 76 Kg und richtig Druck auf dem Pedal würde ich nicht zu sehr Richtung Leichtbau schielen, das geht in der Performance shcnell nach hinten los. Im Zweifelsfall bist du auch bergauf mit Deinem 1,4 Kg Aerosatz schneller oben als mit dem 1,1 Kg Quark-LR. Hier gehts um 200-300 g, in der Systemmasse also mal 3 pro Mille.

Bergab ist der Unterschied dann noch größer, wer vor jeder Kehre den LR zum schwimmen bringt verliert das vielfache dessen was ein paar Gramm an wenigen Sekunden bergab halfen. Da können dann eben mal Minuten verloren gehen.

1+ in jedem Aspekt.
Wer mit 75kg auch mal dynamisch aus dem Sattel gehen will, dem würde ich keinen sub 1200gr Satz empfehlen. (Clincher)


Der Punkt ist eben wirklich, dass selbst auf sehr bergigen Strecken son Satz mit 21mm hoher Felge und 24 Speichen vorne in der Summe deutlich langsamer ist, als einer der 150gr mehr wiegt aber gute Aerodynamik hat.
Selbst an nem Alpenpass, wo man in flacheren Abschnitten auch mal über 15km/h kommt und evtl. Wind weht, wird der Aeronachteil die 150gr locker aufwiegen.
Da muss man sich eben fragen, was man will.
Wenn einfach maximaler Leichtbau als Selbstzweck das Ziel ist, um irgendein willkürlich gestecktes Gewicht zu erreichen, kann man das machen.
Will man hingegen den Satz, der wirklich am effizientesten ist, dann sind solche Konstruktionen de facto Unsinn.
Es sei denn man fährt praktisch nur den Angliru rauf und runter...:ä

Marin
18.02.2016, 14:43
Hallo,.....28 Speichen.....KinLin XR200....76kg ....

Das meine ich mit dünner Luft, die schmalen Alufelgchen mit wenig Speichen sind alles andere als steif und für halbwegs starke Fahrer nicht mehr bedingungslos empfehlenswert.

Ich würde auch nix unter 23mm Breite fahren wollen.

Pedalierer
18.02.2016, 14:59
Also 13C würde ich auch nicht mehr fahren wollen, aber normale 15C mit Außenbreite 20 mm sind absolut wettkampftauglich.

Das 17/18C Felgen wirklich besser rollen glaube ich nicht, hat auch noch keiner mit Messwerten belegen können. Ich fahre auch Ryde Sprint wie auch diverse 15C Felgen. Einen Performance-Unterschied kann ich nicht ausmachen, die breiten Felgen haben halt ein anderes Kurvenverhalten und sind mit weniger Druck fahrbar – das ist für mich alles was da über bleibt. Für schwere Fahrer oder auf schlechtem Untergrund haben sie echte Vorteile, sonst in typischem RR-Betrieb ist der Unterschied marginal.

Marin
18.02.2016, 15:43
Die Farsports 25x23mm sind auch eher 15c, aber irgendwo muss das Material ja hin, und die Bremsflanken sind schon ein guter Platz.

Ich denke halt dass die Seitensteifigkeit mit der Profilbreite steigt.

Pedalierer
18.02.2016, 15:50
Die Seitensteifigkeit bringt einem ab einem gewissen Level gar nichts mehr. Ich bin jahrelang alte Zondas gefahren (knapp 1,7 kg), die waren brutal steif in alle Richtungen. Alle leichteren Aufbauten mit 1,3 -1,4 kg kamen da nur zu 60-70% ran, aber beim fahren konnte ich mit 71 Kg keinen Nachteil mit den leichteren LR erkennen. Nix schliff, keine Probleme bei Kurven, Anbremsen oder Pflaster. Die Zondas war für mich einfach überdimensioniert.

Ich persönlich fahre gerne flache leichte Aluprofile, einfach wegen des Fahrgefühles. Beim Thema Seitenwind kann ich aber schwer glauben das heutige Hochprofiler da ran kommen, egal wie die Felge auch geformt ist. Die Physik setzt da Grenzen, die Windangriffsfläche ist einfach erheblich größer bei einer 50er Felge.

Alpenmonster
18.02.2016, 16:07
Hallo,

ich nehme mal an, dass Du Dir nicht die Mühe machen willst, Felgen und Speichen dünner zu schleifen, so wie ich das tue.

Muss er doch gar nicht - durchgebremste Felgen gibt es bei ebay ab 1€...

Wenn der Satz dauerhaft halten und so um die 1100g wiegen soll, dann führt m.E. kein Weg an Schlauchreifen vorbei - da gibt es dann aber wieder reichlich Auswahl, auch für unter 2000. Vermutlich ist der TE mit einem individuellen Aufbau am besten bedient.

Ach ja, wie sagte doch Onkel Sheldon: Aus leicht, steif und billig wähle zwei... Stimmt grundsätzlich immer noch.

Sui77
18.02.2016, 17:07
DURA-ACE WH-7850 C24 TU 1230g

Wär das nix?

Alpenmonster
18.02.2016, 17:19
DURA-ACE WH-7850 C24 TU 1230g

Wär das nix?

Er will ja keine für Schlauchreifen...

Rolf1
18.02.2016, 17:22
Muss er doch gar nicht - durchgebremste Felgen gibt es bei ebay ab 1€...

Wenn der Satz dauerhaft halten und so um die 1100g wiegen soll, dann führt m.E. kein Weg an Schlauchreifen vorbei - da gibt es dann aber wieder reichlich Auswahl, auch für unter 2000. Vermutlich ist der TE mit einem individuellen Aufbau am besten bedient.

Hallo,

damit es da keine Missverständnisse gibt:
Ich schleife nur im Felgenbett. Selbst bei einer Innenbreite von nur 13mm ergeben 0,3mm Abtrag 18g Gewichtseinsparung. In der Realität habe ich bisher max 14 - 15g erreicht. In der Vergangenheit hat ich auch schon außen und damit auf den Bremsflanken geschliffen. Das ist aber wesentlich anspruchsvoller, weil das hinterher penibel poliert werden muss. Das Auge fährt schließlich mit. Aber auch hier kann man ohne Probleme 0,2mm auf der Bremsflanken abschleifen. Das reduziert die Lebensdauer kaum und reduziert das Gewicht um ca. 17g. Eine KinLin XR200 bekommt man auf diese Weise von 370 auf knapp 340g. Wem diese Felge zu weich ist, der kann ja auch eine American Classic RD2218 nehmen. Die ist viel breiter und damit steifer als die KinLin und nur 5g schwerer.

Zur Dauerhaltbarkeit:
Das ist natürlich ein wenig Try and Error. Beim Vorderrad habe ich den optimalen Zustand bereits gefunden. Mein Vorderrad wiegt nackt (ohne Spanner und Felgenband) nur 492g. Das hat bisher problemlos mehrere Jahre und über 11000km trotz abgeschliffener Felge und abgeschliffenen Titanspeichen gehalten. Was will man mehr. Beim Hinterrad ist das ein wenig komplizierter. Da hoffe ich, dass ich jetzt das Optimum ausgereizt habe (607g). Fakt ist aber, dass kein abgeschliffenes Teil jemals dort gebrochen ist, wo ich geschliffen habe. Wenn überhaupt, dann sind nur Speichen ganz vorschriftsmäßig im Speichenbogen gebrochen und das auch immer erst nach einigen tausend Kilometern. Vollkommen falsch kann also die Dimensionierung nicht gewesen sein.
Und natürlich gilt in diesem Zusammenhang immer: Probieren geht über Studieren! Ich wundere mich, dass hier im Forum so viele Leute ganz genau wissen, dass etwas nichts taugt, obwohl sie es nie auch nur von Ferne gesehen, geschweige denn ausprobiert haben.....

Ciao Rolf

res
18.02.2016, 19:01
Es gibt hier Fahrer die rollen nicht nur dahin, da geht es auch mal zur Sache.:rolleyes:

Mr.Faker
18.02.2016, 19:03
Es gibt hier Fahrer die rollen nicht nur dahin, da geht es auch mal zur Sache.:rolleyes:

Ich wollte es nicht so direkt schreiben.
Letztes Jahr habe ich für einen Hersteller so einen leichten Laufradsatz mit ein bisschen mehr Reserven getestet, nach nicht einmal einem Monat und 2700km waren beide Laufräder kaputt.

dacrazy1
18.02.2016, 19:20
Ich wollte es nicht so direkt schreiben.
Letztes Jahr habe ich für einen Hersteller so einen leichten Laufradsatz mit ein bisschen mehr Reserven getestet, nach nicht einmal einem Monat und 2700km waren beide Laufräder kaputt.

Mit 82 kg auch nicht verwunderlich; 2700km in nicht mal einem Monat?! Respekt: Wären dann circa 80 Std. Profi-Niveau.

•Žarko
18.02.2016, 19:26
Der Rolf, der meint das gut. Und ich finde die Wertangaben zum Thema Schleifen auch sehr interessant!
Für Projekt-Leichtbau, also auch meine eigenen Räder, wenn ich denn Zeit für so etwas hätte, durchaus interessant.

Vielerorts ist jedes Gramm bares Geld wert. Und die leichten, käuflichen Teile sind meistens auch nur leicht, weil reduziert in alle Richtungen.

Finde es schön, wenn man Spaß daran hat und das ihn jemand hat.

Hatte z.B damals auch Löcher in meine Umwerferleitbleche gedremelt. Relativ sinnfrei im Nachhinein betrachtet.

Das Schleifen von Speichen oder Felge jedoch jemandem zu empfehlen, halte ich für falsch.

res
18.02.2016, 19:46
Du als Profi solltest wissen, dass LR auch zu leicht sein können, Nutzen lassenwir mal aussen vor.Nette Spielerei, mehr nicht.
Aber das Forum verkommt ja sowieso immer mehr zum Poser Forum.
Die schönsten, die Farbigen, Räder die ich nochmals zeigen wollte. Hols der Geier.

avis
18.02.2016, 20:02
Mit 82 kg auch nicht verwunderlich; 2700km in nicht mal einem Monat?! Respekt: Wären dann circa 80 Std. Profi-Niveau.

Dabei fährt er doch nur bei schönem Wetter :D

Pedalierer
18.02.2016, 20:44
Wenn überhaupt, dann sind nur Speichen ganz vorschriftsmäßig im Speichenbogen gebrochen und das auch immer erst nach einigen tausend Kilometern. Vollkommen falsch kann also die Dimensionierung nicht gewesen sein.
Ciao Rolf

Wer findet den Fehler?
Also mir ist am RR noch nie n Speiche gebrochen. So viel dazu.

Rolf1
18.02.2016, 21:05
Der Rolf, der meint das gut. Und ich finde die Wertangaben zum Thema Schleifen auch sehr interessant!
Für Projekt-Leichtbau, also auch meine eigenen Räder, wenn ich denn Zeit für so etwas hätte, durchaus interessant.

Vielerorts ist jedes Gramm bares Geld wert. Und die leichten, käuflichen Teile sind meistens auch nur leicht, weil reduziert in alle Richtungen.

Finde es schön, wenn man Spaß daran hat und das ihn jemand hat.

Hatte z.B damals auch Löcher in meine Umwerferleitbleche gedremelt. Relativ sinnfrei im Nachhinein betrachtet.

Das Schleifen von Speichen oder Felge jedoch jemandem zu empfehlen, halte ich für falsch.

Hallo,

ich empfehle niemandem, hochbelastete Bauteile noch dünner zu machen und habe das dem Threadersteller auch nicht geraten. Ich zeige nur, was alles geht. Ich selbst bin Berechnungsingenieur mit tiefem werkstofftechnischen Hintergrundwissen und kann daher einschätzen, was ich da mache. Ich rate jedem, der das entsprechende Wissen nicht hat, die Finger davon zu lassen. Für mich persönlich stelle ich allerdings fest, das es funktioniert. Wenn ab und zu (d.h. alle paar Jahre mal) mal eine Speiche im Speichenbogen bricht, dann ist das für mich kein Problem, weil ich Speichen als Verbrauchsmaterial betrachte und selbst ersetzen kann.

Im Übrigen gilt:
Wenn Berta Benz nicht vor vielen Jahren die damals geradezu perverse Idee gehabt hätte, mit einem bizarren Vehikel von Mannheim nach Pforzheim zu fahren, dann hätten wir vielleicht heute noch keine Autos. Man muss sich einfach halt trauen, mal was auszuprobieren und sei es nur, um den Spieltrieb des Ingenieurs auszuleben.

Ciao Rolf

Alpenmonster
18.02.2016, 21:06
Mit 82 kg auch nicht verwunderlich; 2700km in nicht mal einem Monat?! Respekt: Wären dann circa 80 Std. Profi-Niveau.

Die Profis rollen einfach zu viel rum - das lässt sich sicher uach in 60h erledigen.

res
18.02.2016, 21:08
Wusste gar nicht das die Berta das Auto konstruiert hat.

dr3do
18.02.2016, 21:15
ich empfehle niemandem, hochbelastete Bauteile noch dünner zu machen und habe das dem Threadersteller auch nicht geraten. Ich zeige nur, was alles geht. Ich selbst bin Berechnungsingenieur mit tiefem werkstofftechnischen Hintergrundwissen und kann daher einschätzen, was ich da mache. Ich rate jedem, der das entsprechende Wissen nicht hat, die Finger davon zu lassen. Für mich persönlich stelle ich allerdings fest, das es funktioniert. Wenn ab und zu (d.h. alle paar Jahre mal) mal eine Speiche im Speichenbogen bricht, dann ist das für mich kein Problem, weil ich Speichen als Verbrauchsmaterial betrachte und selbst ersetzen kann.
:respekt:

Alpenmonster
18.02.2016, 21:17
Der Rolf, der meint das gut. Und ich finde die Wertangaben zum Thema Schleifen auch sehr interessant!
Für Projekt-Leichtbau, also auch meine eigenen Räder, wenn ich denn Zeit für so etwas hätte, durchaus interessant.

Vielerorts ist jedes Gramm bares Geld wert. Und die leichten, käuflichen Teile sind meistens auch nur leicht, weil reduziert in alle Richtungen.

Richtig - und deshalb halte ich es mit den Werten des TE auch nicht für sinnvoll, einen Clincher-Satz zu suchen, der ja nach seinen Posts doch deutlich unter 1250g wiegen soll. Haltbarkeit und/oder Steifigkeit werden spürbar leiden. Und ein windelweiches Hinterrad wird die Kraft auch eher schlecht übertragen, u.U. also sogar langsamer sein als ein Satz, der 150g mehr wiegt. Und sofern es nicht nur berghoch, sondern auch in vernünftigem Tempo runtergehen soll, dann haben wir den Salat erst recht. Für einen leichten LRS, der dennoch vernünftige Werte aufweist, kommt man an Schlauchreifen eigentlich nicht vorbei.

Alpenmonster
18.02.2016, 21:26
Hallo,

ich empfehle niemandem, hochbelastete Bauteile noch dünner zu machen und habe das dem Threadersteller auch nicht geraten. Ich zeige nur, was alles geht. Ich selbst bin Berechnungsingenieur mit tiefem werkstofftechnischen Hintergrundwissen und kann daher einschätzen, was ich da mache. Ich rate jedem, der das entsprechende Wissen nicht hat, die Finger davon zu lassen. Für mich persönlich stelle ich allerdings fest, das es funktioniert.

Das ist ja schön, bringt dem TE aber absolut nichts. Für ihn geht es damit nämlich nicht. Mal ganz davon abgeshen, dass Dir kein Produzent und kein Laufradbauer auf derart "getuneten" LR noch irgendwelche Gewährleistung/Garantie geben wird. Für Dich vielleicht egal, für den TE aber nicht. Er ist auf Material von der Stange angewiesen. Zudem soll der Satz zu dem Preis ja vielleicht auch einen Moment halten, da ist radikale Reduktion von Wandstärken etc. wohl eher nicht das Mittel der Wahl. Entweder betreibe ich etwas als Projekt, weil ich einfach wissen will, was geht, oder ich lege mir etwas zu, was tatsächlich mit realen Bedingungen längerfristig funktioniert (das schließt dann ausgefräste Alukassetten und Konsorten halt aus).

breeze
19.02.2016, 01:03
Rolf (und natürlich alle anderen auch)
Ich habe lange Zeit mit den KinLin 200 Felgen geliebäugelt, da ich auch immer mal einen leichten Draht-LRS bauen wollte, aber dann vor einem Jahr die Ryde Sprint mit 370-378g gekauft. Wenn man sich das betrachtet, wo gibt es noch eine Existenz bzw. Vorteil für eine KinLin? Ich finde die breite Felge, aber auch die asymmetrisch hintere Felge sehr sehr gut und nach vielen Jahren endlich mal was Neues im Bereich leichten Drahtfelgen.
Wie sieht Ihr das?

Kalli.Flicker
19.02.2016, 04:33
@Rolf: Ich finde es cool wie Du an das Thema Leichtbau rangehst. Es muss niemand Angst haben das ich das nachmachen werde. Könnte ich überhaupt nicht :-)

Bis dato sind einige interessante Angebote eingegangen. Das Thema Schlauchreifen was ich für mich eigentlich ausgeschlossen habe wird aufeinmal auch wieder interessanter. Schlauchreifen hatte ich ausgeschlossen da ich mir kaum vorstellen kann, dass ich den Schlauchreifen ordentlich aufgeklebt bekomme. Habe es aber auch noch nie ausprobiert. Ich möchte dieses Jahr Kriterien und bei Bergzeitfahren starten. Wenn man im Wettbewerb nen Platten bekommt ist es ja eigentlich egal ob bei einem Schlauchreifen oder Drahtreifen ein Loch ist. Ist sowieso Feierabend....

Bei einer "Tour" sind Clincher sicherlich einfacher zu Habdhaben. Wenn ich 120 km entfernt der Heimat mit einem Schlauchreifen liegen geblieben bin muss ich sicherlich richtig kotzen.

Taugt die Dichtmilch für Schlauchreifen etwas ?
Ist es wirklich so schwer den verflixten Schlauchreifen aufzuziehen ?

Bevor ich letztendlich ne Entscheidung treffe werde ich wie schon erwähnt die Ryde Pulse Sprint (20/24) mit DTSwiss Naben meines Kumpels am Berg testen.

Ein interessante Felge ist in meinen Augen die 77 Composites Roadrunner 25c, fährt die hier einer ?
Mit den Felgen kann locker mein Gewichtsziel erreichen, und der Hersteller gibt die für bis zu 90 kg Körpergewicht frei.
Sollten daher ausreichend stabil bzw. steif sein.

Danke für die aufschlussreiche Diskussion,

Grüße aus der Sonne

chickenz
19.02.2016, 07:27
Ein interessante Felge ist in meinen Augen die 77 Composites Roadrunner 25c, fährt die hier einer ?
Mit den Felgen kann locker mein Gewichtsziel erreichen, und der Hersteller gibt die für bis zu 90 kg Körpergewicht frei.
Sollten daher ausreichend stabil bzw. steif sein.

Grüße aus der Sonne

ja mein Kumpel fährt die seit Herbst 2015. Von der Steifigkeit, Qualität und natürlich Gewicht ist er zufrieden.
Wo er sich schwer tut ist, die richtigen Bremsbeläge zu finden. Entweder quitschen, lautes schleifen, oder rubbeln.
Richtig glücklich ist er damit noch nicht.

Gruß
Thomas

Mr.Faker
19.02.2016, 08:09
Mit 82 kg auch nicht verwunderlich; 2700km in nicht mal einem Monat?! Respekt: Wären dann circa 80 Std. Profi-Niveau.

Hallo, ich bin kein Profi, daher waren es 94h. Ich eier aber auch viel rum und bin nicht schnell.

http://www.strava.com/athlete/calendar/2015#Dez

Aber um nochmal das wichtige zu erwähnen, solche Leichtbaudinger sind nicht für jeden geeignet. Gerade wenn durch Schlaglöcher gefahren werden muss weil man keine Chance hat sie zu sehen.

Kalli.Flicker
19.02.2016, 08:22
Hallo, ich bin kein Profi, daher waren es 94h. Ich eier aber auch viel rum und bin nicht schnell.

http://www.strava.com/athlete/calendar/2015#Dez

Aber um nochmal das wichtige zu erwähnen, solche Leichtbaudinger sind nicht für jeden geeignet. Gerade wenn durch Schlaglöcher gefahren werden muss weil man keine Chance hat sie zu sehen.

Achso, kommst evtl. falsch rüber. Für die Kriterien habe ich genug Marerial. Mit der Zeit sammelt sich ja einiges an :-)

Gefahr von Schlaglöchern sehe ich daher nicht. Es sei denn ich schaue mir Flugzeuge oder Vögel an :-)

Rolf1
19.02.2016, 08:49
Rolf (und natürlich alle anderen auch)
Ich habe lange Zeit mit den KinLin 200 Felgen geliebäugelt, da ich auch immer mal einen leichten Draht-LRS bauen wollte, aber dann vor einem Jahr die Ryde Sprint mit 370-378g gekauft. Wenn man sich das betrachtet, wo gibt es noch eine Existenz bzw. Vorteil für eine KinLin? Ich finde die breite Felge, aber auch die asymmetrisch hintere Felge sehr sehr gut und nach vielen Jahren endlich mal was Neues im Bereich leichten Drahtfelgen.
Wie sieht Ihr das?

Hallo,

es ist mir vollkommen klar, das sich die Wenigsten die Mühe machen werden, Laufradteile nachträglich zu tunen. Professionelle Laufradbauer haben dazu keine Zeit und könnten auch nicht die Garantie übernehmen (das ist doch klar, das kann man nur für sich selbst machen). Dann bleibt bestenfalls noch der etwas geringere Preis der KinLin´s gegenüber moderneren, d.h. breiteren Felgen, die nur geringfügig schwerer sind. Auch die Verfügbarkeit von leichten Felgen mit geringer Lochzahl könnte ein Thema sein. Übrigens habe ich schon ein Bild der American Classic RD2218 auf der Waage gesehen, wo die sogar nur 364g gewogen hat. Da würde ich es mir auch überlegen, ob ich noch was abschleife. Bei meinen alten AM Classic Spint 350 (355g) habe ich auch nicht im Felgenbett geschliffen, weil da der Querschnitt schon sehr dünn war und ich bei Aufpumpen der Reifen die Felge nicht auseinander reissen wollte!

Es stellt sich auch die grundsätzliche Frage nach den Anforderungen:
Ich fahre fast nie im Wiegetritt und meide Tage mit starkem Wind. Eine geringere seitliche Steifigkeit ist für mich daher kaum ein Problem, könnte es aber für Andere sehr wohl sein. Die vertikale Steifigkeit reicht vollkommen, ich würde bei meinem Gewicht nur nicht weniger als 24 / 28 Speichen haben wollen. Die von mir abgeschliffenen Speichen haben übrigens immer noch einen ähnlichen Querschnitt wie Superspokes, daher verstehe ich den Aufschrei nicht! Im Nachbarthread geht es um Laufräder mit 16 / 21 Speichen für einen Fahrer mit 80kg, das erscheint mir viel kritischer.

Ciao Rolf

Jo_Wal
19.02.2016, 09:32
Vor zwei Jahren habe ich mir zum ersten Mal einen leichten Clincher Berglaufradsatz aus einem Simplon ersteigert: Taiwan-Naben mit No Tubes Alpha Felgen in 20/24 mit 1320g. Das Bergische Land ist zwar kein Mittelgebirge, aber steile Anstiege haben wir hier auch und bis zum Sauerland ist es nicht weit. Mit 67 kg sah ich da kein Risiko und die Colnago EPS kam genau auf 6800g. Mit ist aber neben dem Gewicht, auch die Bremsleistung sehr wichtig und da gibt es ja große Unterschiede.

Ich hatte keine Probleme mit abspringenden Reifen bei den NoTubes Felgen, habe aber trotzdem, wie empfolen, das doppelte Felgenband draufgemacht. Das fährt sich gut und dstabil. Die Umstellung von einem Campa Nucleon LRS war deutlich spürbar und brachte viel Spaß. Aerodynamisch sowieso dasselbe. Bremsleistung natürlich OK, da Alu-Felgen.

Danach kam ein Satz Edco Neggia ins Haus mit 1200g. Die bestehen aus Edco Naben mit umgelabelten Xentis Felgen in 24mm als Carbon Tubular. Drauf kamen GP4000. Und das setzte tatsächlich noch mal einen drauf vom Fahrgefühl. Pannen.... keine. ich fahre gerne mal schnell ab und konnte bei der LRS-Reifen-Kombination keinerlei Unruhe feststellen. Bremsleistung super, aber die Beschichtung frist Bremsbeläge!

Für meinen modernisierten GIOS Klassiker nutze ich eine Kombination Tune Naben mit Mavic Reflex Tubular & Sapim Speichen, der auch nur 1350g hat und Conti Sprinter Reifen beklebt ist. Der beschleunigt auch nicht wirklich schlechter, bremst aber genauso gut sie der Edco mit den beschichteten Xentis-Felgen.

Zum Jahreswechsel konnte ich einen Satz AX-Lightness mit 42mm tubular Felgen und 940g bekommen. Darauf Schwalbe HT Reifen. Für mich sind die absolut steif genug. Der Aero-Vorteil der höheren felgen ist im direkten Vergleich spürbar und vor allem bei meinen hausabfahrten auch messbar. Gegenübern den Edcos bringen die locker 5-6 km/h. Wie viel es im flachen ist, kann ich nicht sagen, aber es gibt ja genug Testberichte dazu. Die Bremsleistung ist gut, aber kommt nicht an die Xentis oder an Alu heran. Bei Regen möchte ich die nicht herausholen, aber auf der Sterecke kann es einen ja treffen. Dann werde ich wohl mal etwas vorsichtiger sein. Ansonsten Traum-LRS bislang, weil eine gute Kombi aus Gewicht und Aerodynamik.

felixthewolf
19.02.2016, 09:37
Hallo,
Übrigens habe ich schon ein Bild der American Classic RD2218 auf der Waage gesehen, wo die sogar nur 364g gewogen hat.

Hast du diese Felge schon mal in einem Laufrad verbaut?
Dagehen ist die XR200 als steif zu bezeichnen und die Pulse Sprint meilenweit überlegen.
Wir musste alle unseren RD2218 wegen Verarbeitungsmängeln zurücksenden. Die Felgen sind am Stoß aufgegangen und es ist ohnehin kaum möglich, damit steife Laufräder zu bauen. Mit einem Spannungslimit von 1000N antriebsseitig ergibt sich mit normalen 11fach-Naben eine Spannung um die 500N auf der Gegenseite. Ein stramm sitzende Tubeless-Reifen senkt die Speichenspannung um 30% ab und das Laufrad zerlegt sich auf der ersten Runde von selbst. Auch für leichte Fahrer ist es selbst mit Überspannung (ohne Reifen) und Nippelsicherung kaum möglich, ausreichend steife Laufräder damit zu bauen. Da ist eine Pulse Sprint in 20/24L steifer und leichter gerade zu bekommen.

Felix

Rolf1
19.02.2016, 12:40
Hast du diese Felge schon mal in einem Laufrad verbaut?
Dagehen ist die XR200 als steif zu bezeichnen und die Pulse Sprint meilenweit überlegen.
Wir musste alle unseren RD2218 wegen Verarbeitungsmängeln zurücksenden. Die Felgen sind am Stoß aufgegangen und es ist ohnehin kaum möglich, damit steife Laufräder zu bauen. Mit einem Spannungslimit von 1000N antriebsseitig ergibt sich mit normalen 11fach-Naben eine Spannung um die 500N auf der Gegenseite. Ein stramm sitzende Tubeless-Reifen senkt die Speichenspannung um 30% ab und das Laufrad zerlegt sich auf der ersten Runde von selbst. Auch für leichte Fahrer ist es selbst mit Überspannung (ohne Reifen) und Nippelsicherung kaum möglich, ausreichend steife Laufräder damit zu bauen. Da ist eine Pulse Sprint in 20/24L steifer und leichter gerade zu bekommen.

Felix

Hallo,

vielen Dank für den Hinweis. Wegen der größeren Felgenbreite hätte ich vermutet, dass die Felge auch steifer ist, aber so kann man sich irren. Maximal 1000N hinten rechts sind wirklich wenig.

Ciao Rolf

Pedalierer
19.02.2016, 12:43
Die RD2218 soll auch in Punkto Reifenmontage eine Katastrophe sein. Da ist im Welgenbett so eine Wulst zur Mitte hin über die man die Reifenwulst nur schwerst gedrückt bekommt. Und ohne die Wulst in die Mitte zu drücken bekommt man bei Tubelessfelgen Reifen kaum montiert.

Luigi_muc
19.02.2016, 20:01
Spielt alles keine Rolle mehr in Zeiten der modernen Felgen. Ich seh es genauso, wenn man die Pulse Sprint haben kann, gibt es absolut keinen Grund mehr, eine 200er Kinlin zu kaufen. Die Ryde ist in allen Punkten überlegen, sogar das minimale Mehrgewicht lässt sich durch 4 Speichen weniger ausgleichen (ist damit immernoch steifer).

•Žarko
19.02.2016, 23:41
Und auf die Gefahr hin, dass es weiter oben falsch verstanden wurde:

Ich würde selbst die Ryde Sprint selbst für leichtere Fahrer meistens mit 24/28 statt 20/24 empfehlen.

Eine gute Gewichtsinvestition. Direkter. Schneller. Haltbarer. Aerodynamisch irrelevant in dem Kontext.

Nimmt man bei 24 am Hr ohnehin dickere, also 1,8er Speichen rechtsseitig, ist der Gewichtsvorteil von ca 40g auch wieder geschrumpft auf eher 30g. Denn Supercomp oder D-lights reichen im Vergleich dazu bei 28 Loch rechtsseitig locker.

Rolf1
20.02.2016, 09:07
Spielt alles keine Rolle mehr in Zeiten der modernen Felgen. Ich seh es genauso, wenn man die Pulse Sprint haben kann, gibt es absolut keinen Grund mehr, eine 200er Kinlin zu kaufen. Die Ryde ist in allen Punkten überlegen, sogar das minimale Mehrgewicht lässt sich durch 4 Speichen weniger ausgleichen (ist damit immernoch steifer).

Hallo,

das sehe ich aber nicht so. Die Ryde wird mit 395g angegeben, die KinLin gibt es real mit ca 370g. 4 Superspokes oder CX-Super wiegen mit Nippel ca 4,5 * 4 = 18g. Der Gewichtsvorteil ist also mit weniger Speichen nicht ganz auszugleichen, zumal man dann dickere Speichen braucht und zumindest auf CX-Ray wechseln muss.
KinLin: 2*370g + (24 + 28) * 4,5 = 974g
Ryde: 2*395 * (20 + 24) * 5,1 = 1014g

Die Differenz ist also mindestens 40g. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die seitliche Steifigkeit maßgebend von Querschnitt und Anzahl der Speichen beeinflusst wird und 20 CX-Ray haben sogar etwas weniger Querschnitt und damit Steifigkeit wie 24 Superspokes oder CX-Super. Die Differenz müsste also sogar noch höher sein.

Ciao Rolf

OCLV
20.02.2016, 11:11
Die allermeisten XR-200 wiegen aber eben nicht 370 Gramm, sondern eher 380-385 Gramm. Die weißen sowieso noch mehr.
Somit ist das Gewicht in der Realität praktisch gleich.

•Žarko
20.02.2016, 11:32
Die meisten meiner Rydes liegen bei 375g. Manchmal bei knapp über 380. In 24/28

Rolf1
20.02.2016, 14:47
Die meisten meiner Rydes liegen bei 375g. Manchmal bei knapp über 380. In 24/28

Hallo,

die KinLin´s können wirklich bis 385g haben, wenn man sie irgendwo kauft (das ist mir auch schon passiert). xx-light-bikes bietet sie (etwas teurer) aber dafür mit 368 +/-5g an und -o Wunder- das haben sie dann auch. Wenn die Ryde´s wirklich real nur 375 - 380g wiegen obwohl sie breiter sind, dann sind sie in der Tat die bessere Wahl.

Ciao Rolf

•Žarko
20.02.2016, 16:02
Dann sind sie aber so oder so. Alleine schon wegen des Offsets, nebst ohnehin wirklich gutem Stiffness/weight Faktor.

Sui77
20.02.2016, 17:56
Das mal leicht

http://www.ebay.de/itm/Laufradsatz-ax-lightness-Premium-24T-extralite-ultralight-lightweight-carbon-/301874332244?hash=item46491cc254:g:uxMAAOSwPc9Wwwb c

andi96
20.02.2016, 18:12
der hier ist noch leichter :eek:
http://www.ebay.de/itm/Laufradsatz-Rennrad-Extralite-77-Composite-T25-Carbon-Sapim-763g-28-Tubular-/231729475248?hash=item35f4272eb0:g:PngAAOSw3KFWdbt 8

breeze
20.02.2016, 20:26
Ich persönlich mag die Extralite Produkte sehr, habe mir vor 2 Jahren eine Ultrarear SL Nabe eingespeicht, die ist wirklich toll.
Zwei Fragen dazu:
1. Wo seht Ihr den Vorteil für Straightpull-Speichen? Sind die eigentlich leichter? Zumindest die Cyber-Naben sind in SL und SP Version ja fast gleich schwer. Sind die SP Speichen so entscheidend stabiler, wenn der Bogen fehlt? (Mir ist 26 Jahren nur eine einzige, recht betagte DT Revo Speiche am Hinterrad rechts am Bogen gerissen, sonst nie irgendwelche Ausfälle gehabt, deswegen habe ich da wenig Erwartung/Bedarf bzgl. Stabilitätsverbesserung...). Wie werden die eigentlich auf der Nabenseite gegen Verdrehen gesichert?

2. Habt Ihr eine günstige Bezugsquelle für die Cyber-Naben?

Rolf1
21.02.2016, 07:58
Ich persönlich mag die Extralite Produkte sehr, habe mir vor 2 Jahren eine Ultrarear SL Nabe eingespeicht, die ist wirklich toll.
Zwei Fragen dazu:
1. Wo seht Ihr den Vorteil für Straightpull-Speichen? Sind die eigentlich leichter? Zumindest die Cyber-Naben sind in SL und SP Version ja fast gleich schwer. Sind die SP Speichen so entscheidend stabiler, wenn der Bogen fehlt? (Mir ist 26 Jahren nur eine einzige, recht betagte DT Revo Speiche am Hinterrad rechts am Bogen gerissen, sonst nie irgendwelche Ausfälle gehabt, deswegen habe ich da wenig Erwartung/Bedarf bzgl. Stabilitätsverbesserung...). Wie werden die eigentlich auf der Nabenseite gegen Verdrehen gesichert?

2. Habt Ihr eine günstige Bezugsquelle für die Cyber-Naben?

Hallo,

die Qualität bzw. Festigkeit der Speichen ist in den letzten Jahren immer besser geworden und vernünftig gespannte Stahlspeichen brechen mittlerweile kaum noch. Ich fahre seit 38 Jahren Rennrad und kann sagen, das war früher deutlich anders. Das ist aber auch eine Frage der Beanspruchung. Ein ehemaliger Mitarbeiter von mir (90 - 100kg) berichtete, dass er seine Speichen alle paar 1000km ersetzen muss, weil sie anfangen, im Speichenbogen zu reissen, was bei Straight-Pull wohl eher nicht der Fall wäre. Außerdem gibt es die Tendenz, immer weniger Speichen zu nehmen. 24/28 Speichen waren vor 30 Jahren eine extrem exotische Ausnahme, heute gibt es sogar 16/20 Speichen, die dann natürlich entsprechend höher belastet sind, ohne an der Stelle der höchsten Beanspruchung (Speichenbogen) dicker zu sein. Last but not least gibt es auch ultraleichte Titanspeichen. Da ist die Festigkeit geringer als bei Stahl und da ist es zumindest beim Hinterrad geradezu ein Muss, Straight-Pull zu nehmen.
CyberRear:
Extralite ist was für Freaks und die Teile werden in kleinen Stückzahlen verkauft. Sie kosten daher nach meiner Erfahrung bis auf geringe Unterschiede überall gleich viel.

Ciao Rolf

Kalli.Flicker
24.02.2016, 18:36
Hallo Jungs,

ich bin aus dem Urlaub zurück und heute war Testtag :D
Habe zwei Veränderungen am Rad durchgeführt. Zuerst kamen Rotor Q-Rings (53/38) auf den P2M Spider und ich habe die Laufräder meines Kumpels getestet (Ryde Pulse 20/24, Sapim cx-ray mit 240er DTSwiss-Naben).

Konnte zeittechnisch keinen langen Anstieg fahren, bin daher einen 300m Bergaufsprint (8% Anstieg im Durchschnitt) gefahren, und diesen im Schnitt mit 608W "hochgeballert". Die Laufräder habe ich nicht spürbar zum Schleifen gebracht.
Muss aber eingestehen das die Bremsklötze am Hinterrad jeweils ca. 3 mm "Spiel" hatten (Vorne 1-2 mm).

Fazit: Die QRings sind nicht übel :) Und die Ryde Pulse finde ich auch ganz gut, nur die Optik mit den silbernen Bremsflanken ist nicht so der burner :-)

Bin jetzt genauso Schlau wie vorher..... :D So einen richtigen Kaufimpuls habe ich noch nicht erfahren, ob jetzt Tubular, Clincher, Ryde, Vollcarbon etc. :mad:

Grüße

avis
24.02.2016, 18:38
Na was hast du denn erwartet?
Dass du durch 250gr mehr oder weniger berghoch nen Gang dicker treten kannst? :D

res
24.02.2016, 18:58
Wer nie kauft ist nie dabei.;)

el_tribun
16.04.2016, 17:50
gibts hier noch neuere Er"fahr"ungen mit den Ryde Pulse Sprint oder CSS?

Bin ja nun auch auf der Suche nach einem leichten Satz für meine 71Kg, und was ich bisher gelesen habe, klingt ja nicht sooo schlecht. Frage mich jetzt nur, ob ich 20/24 oder 24/28 aufbauen lassen sollte,
wer fährt hier welche Variante mit welchem Körpergewicht und kann dazu speziellere Aussagen machen zur Steifigkeit, Schleifen im Wiegetritt etc.?

zu den CSS wirds ja wohl noch immer keine großen Infos geben?!

Luigi_muc
16.04.2016, 18:03
20/24 mit hinten rechts dickere Speichen reicht
Fahr ich auch mit aktuell 80kg, war aber gekauft als 75kg-Fahrer
Keine schleifprobleme oder so

felixthewolf
16.04.2016, 22:17
Wir verbauen und empfehlen die Sprint für den "Roulleur" bis 70kg in 20/24L, für Sprinter bis 65kg.
Darüber lohnt es schlicht die 35gr mehr einzuplanen. Das macht den LRS deutlich steifer und robuster.

Von den Felgen mit CSS sind bisher immer nur Samples rausgegeben worden.
Eine richtige Serie gibts scheinbar noch nicht, da die Beschichtung einer so leichten Felge wohl nicht so trivial ist.
Erfahrung gibt es hier höchstens kurzzeitige. Bis vor kurzem stand ja sogar noch die Frage nach den passenden Bremsbelägen im Raum.

Felix

breeze
17.04.2016, 08:23
20/24 sollten reichen, ich fahre sie mit 70 kg auch so, auch bei Antritten und harten Intervallen bisher unkritisch, und ab heute für 2 Wochen im Test in den Ardennen...

Quakeltiki
17.04.2016, 13:32
Hallo,

ich habe die CSS Felgen seit ca. Anfang Dezember für ca. 2000km bewegt. Aufbau über slowbuild.
Mit meinen 65kg kann ich der 20/24 Variante mehr als ausreichende Steifigkeit bestätigen.

Die Beschichtung hält bis jetzt auch was sie verspricht. Alle 2 Wochen den Bremsstaub mit einem Lappen entfernt bleibt die Felge gleichmäßig grau. Die ersten 2-300km zeigte sich ein leichtes Quietschen beim Bremsen - ist mittlerweile aber gänzlich verschwunden.

Gruß