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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Anbauteile nach 10 Jahren tauschen ?



é-racing
15.03.2016, 10:26
Hallo

Ich fahre nun seit 10 Jahren und 50.000 KM meinen Cervelo Alu Rahmen, immer noch mit den ersten Anbauteilen.

Wäre es sinnvoll bzw. empfehlenswert Lenker (Alu), Vorbau (Alu) , Sattelstütze (Carbon) aus Sicherheitsgründen zu tauschen ?

Was meint Ihr ?

Kees52
15.03.2016, 10:31
Nicht sinnvoll....

BerlinRR
15.03.2016, 10:34
Ich würde es machen, mir ist schon mal ein Alulenker weggeknickt. Vorher noch eine kleine Abfahrt gefahren, und dann im Stand bisschen daraufgelehnt (nicht bewusst) und dann hatte ich einen zweiteiligen Lenker.

PAYE
15.03.2016, 10:45
Na ja, nach 10 Jahren Nutzungsdauer könnte man diesen -preislich überschaubaren- Austausch durchaus vollziehen.
Gibt ein besseres Gefühl und verhindert evt. Ermüdungsbrüche bei den verbauten Anbauteilen (wie wahrscheinlich diese sind möchte ich nicht beurteilen; denkbar sind sie vermutlich wohl schon).

Die Altteile können immer noch in der Börse angeboten werden. ;)

prince67
15.03.2016, 10:52
Wenn die Anbauteile getauscht werden müssen, dann sollte man vielleicht auch daran denken, den Rahmen zu tauschen.



Sattelstütze (Carbon)
Gab es vor 10 Jahren schon Carbonsattelstützen?

é-racing
15.03.2016, 10:59
Na ja, nach 10 Jahren Nutzungsdauer könnte man diesen -preislich überschaubaren- Austausch durchaus vollziehen.
Gibt ein besseres Gefühl und verhindert evt. Ermüdungsbrüche bei den verbauten Anbauteilen (wie wahrscheinlich diese sind möchte ich nicht beurteilen; denkbar sind sie vermutlich wohl schon).

Die Altteile können immer noch in der Börse angeboten werden. ;)

naja, preislich überschaubar ist relativ, insgesamt komme ich auf ca. 540 Euro
teuer ist die Cervelo Aero Sattelstütze für heftige 190 Euro,
Vorbau und Lenker würde ich wieder von Syntace nehmen, Sattel von Fizik

é-racing
15.03.2016, 10:59
Wenn die Anbauteile getauscht werden müssen, dann sollte man vielleicht auch daran denken, den Rahmen zu tauschen.



Gab es vor 10 Jahren schon Carbonsattelstützen?

yes, gab es schon

BerlinRR
15.03.2016, 10:59
Gab es vor 10 Jahren schon Carbonsattelstützen?

Dir ist nicht entgangen, dass wir 2016 schreiben, man also 2006 meint? :ü
Canyon und Konsorten haben 2006 Carbonsattelstützen schon reihenweise serienmäßig reingepackt.

prince67
15.03.2016, 11:06
OK, ich glaubs euch.
Ich hab die Dinger erst seit ca 6 Jahren auf dem Schirm. Meine erste hab ich erst vor 2 Jahren gekauft.

rumplex
15.03.2016, 11:15
Gab es vor 10 Jahren schon Carbonsattelstützen?

:confused:

Die ersten sind bereits in den 90ern gebrochen.:D

rumplex
15.03.2016, 11:25
naja, preislich überschaubar ist relativ, insgesamt komme ich auf ca. 540 Euro
teuer ist die Cervelo Aero Sattelstütze für heftige 190 Euro,
Vorbau und Lenker würde ich wieder von Syntace nehmen, Sattel von Fizik

Sind 54 Euro pro Jahr.;)

Ich würds machen, wenn es Leichtbauteile wie F99 sind.

PAYE
15.03.2016, 11:27
...

Ich würds machen, wenn es Leichtbauteile wie F99 sind.

Falls es um einen Syntace F99 Vorbau gehen sollte: da habe ich noch 120mm und 105mm neu rumliegen auf Halde... ;)

BerlinRR
15.03.2016, 11:32
Ich würds machen, wenn es Leichtbauteile wie F99 sind.

Mein gebrochener Lenker war ein 0815 Alulenker (knapp 300g) mit 8 Jahren. An einen Sturz mit dem Lenker kann ich mich nicht erinnern.

RS1325
15.03.2016, 11:34
Lenker und Vorbau würde ich schon mal wechseln.

BerlinRR
15.03.2016, 11:35
PS: die Stütze brauchst du natürlich nicht tauschen, Carbon ermüdet nicht wie Alu.

Also einfach neuen Vorbau, neuen Lenker wenn du auf Nummer Sicher gehen willst. Sollte für 200€ machbar sein.

PAYE
15.03.2016, 11:37
...

Also einfach neuen Vorbau, neuen Lenker wenn du auf Nummer Sicher gehen willst. Sollte für 200€ machbar sein.

Syntace F109 + Syntace CDR Alu hatten wir hier schon als Preisdiskussion. Ab 150 € zusammen zu finden bei sorgfältiger Suche, unter 200 € immer.

rumplex
15.03.2016, 11:58
Mein gebrochener Lenker war ein 0815 Alulenker (knapp 300g) mit 8 Jahren. An einen Sturz mit dem Lenker kann ich mich nicht erinnern.

Klar, kann auch.

Also grundsätzlich: Vorbau/Lenker austauschen, 54 Euro pro Jahr ist nicht die Welt.;)

BerlinRR
15.03.2016, 12:08
Also grundsätzlich: Vorbau/Lenker austauschen, 54 Euro pro Jahr ist nicht die Welt.;)

Die 540 von ihm waren glaube mit Sattel und Stütze. 10-20€ pro Jahr sind dann erst recht nicht die Welt.

3RAUM
15.03.2016, 13:11
Lenker und Vorbau sollten eigentlich Dauerschwingfest ausgelegt sein. Also eine Materialermüdung sollte da nicht passieren. Aber Korrosion setzt halt Aluminium ziemlich zu, dann noch Rissverhalten und in 10 Jahren bekommen die Teile doch Macken-->
austauschen

Pedalierer
15.03.2016, 13:35
Ohne Sturz würde ich einen Carbon-Lenker auch nach 15 Jahren noch nicht austauschen.

Der Faktor Handschweiß mag bei manchem transpirierenden Fahrern bei Alu ein Faktor sein, bei CFK ist das egal.

altmeister
15.03.2016, 13:36
Ich würde die genannten Teile (Lenker, Vorbau, Sattelstütze) im Zweifel demontieren und einer genauen Sichtkontrolle unterziehen:

Lenker:

- hat der Lenker Quetschungen oder Einkerbungen im Klemmbereich des Vorbaus?
- unter dem Lenkerband: ist Korrosion feststellbar?
- im Bereich der Klemmschellen der Bremshebel Verformungen, kleine Dellen, oder Abrieb?
- ist der Lenker sonstwie verformt? Gab es heftige Stürze?

Vorbau:

- sind die Schrauben korrodiert oder verzogen?
- ist der Vorbau mal zu stark angeknallt worden, Drehmomente weit überschritten?
- zeigen sich Risse im Bereich der Klemmungen, Vorbaudeckel?

Sattelstütze Carbon:

- Klemmbereich im Rahmen: Quetschungen, Einkerbungen sichtbar?
- Risse sichtbar?

wenn ja, weg damit. Wenn nicht, kann das Zeug m.E. weiter benutzt werden.
Meiner bescheidenen Erfahrung nach gehen die Teile vor allem durch falsche Montage, schlechte Passungen oder eben Crash kaputt, nicht durch normalen Gebrauch. Das gilt für alle Materialen.

Gruß
Altmeister

Alpenmonster
15.03.2016, 14:10
Lenker und Vorbau sollten eigentlich Dauerschwingfest ausgelegt sein. Also eine Materialermüdung sollte da nicht passieren. Aber Korrosion setzt halt Aluminium ziemlich zu, dann noch Rissverhalten und in 10 Jahren bekommen die Teile doch Macken-->
austauschen

Nein, das kannst Du vergessen. Aluminium ist von seinen Eigenschaften her auch bei bescheidenen Lastspitzen eben nicht dauerfest - das sieht bei Stahl (sofern die Legierung richtig gewählt wurde) und Carbon anders aus. Wenn noch Korrosion dazukommt, dann wird das natürlich nicht besser, das stimmt schon. Die Hersteller raten ja dazu, Lenker und Vorbau sowieso alle zwei Jahre zu tauschen bzw. bei hohen Kilometerleistungen auch noch deutlich früher. Nun wollen die natürlich auf der sicheren Seite sein, ist ja klar - und böse Zungen sagen, sie wollten gerne noch etwas mehr verkaufen. Aber nach der Laufleistung und der Zeitdauer wäre ein Ersatz von Vorbau und Lenker wohl nicht verkehrt.

rumplex
15.03.2016, 14:20
F99 gibts in 120 grad für 17,90 bei Ebay:

http://www.ebay.de/itm/like/171851282825?lpid=106&chn=ps&ul_noapp=true

prince67
15.03.2016, 14:31
Die Hersteller raten ja dazu, Lenker und Vorbau sowieso alle zwei Jahre zu tauschen
Warum gibt dann Syntace 10 Jahre Garantie?

Und wenn das alles so zutrifft, warum soll das dann beim Rahmen (Alu) anders sein?

Außerdem hängt das alles nicht von einem bestimmten Zeitraum ab, sondern von Lastwechseln und den Umwelteinflüssen (Schweiß). Darum ist die blose Angabe "alle zwei Jahre tauschen" erstmal Unsinn. Der TE hat 50tkm in 10 Jahren, andere fahren das in zwei.

EDIT: Ein bisschen Hirn einschalten und die Teile regelmäßig einer Sichtprüfung unterziehen ist viel sinnvoller.

Marco Gios
15.03.2016, 14:36
... Die Hersteller raten ja dazu, Lenker und Vorbau sowieso alle zwei Jahre zu tauschen bzw. bei hohen Kilometerleistungen auch noch deutlich früher. Nun wollen die natürlich auf der sicheren Seite sein, ist ja klar - und böse Zungen sagen, sie wollten gerne noch etwas mehr verkaufen. ...

Die "bösen Zungen" erhalten natürlich dadurch Nahrung, dass z.B. Syntace 10 Jahre Garantie (ausdrücklich ohne km-Begrenzung) gibt - ob das nun besonders sorgfältiger Verarbeitung und Qualitätskontrolle, einer Wunder-Legierung oder schlechtem Geschäftsinn geschuldet ist weiß ich allerdings nicht.

Alpenmonster
15.03.2016, 14:43
Warum gibt dann Syntace 10 Jahre Garantie?

Und wenn das alles so zutrifft, warum soll das dann beim Rahmen (Alu) anders sein?

Außerdem hängt das alles nicht von einem bestimmten Zeitraum ab, sondern von Lastwechseln und den Umwelteinflüssen (Schweiß). Darum ist die Angabe "alle zwei Jahre tauschen"erstmal Unsinn. Der TE hat 50tkm in 10 Jahren, andere fahren das in zwei.

Etwas widersprüchlich, was Du da gerade schreibst. Syntace gibt 10 Jahre Garantie, aber gleichzeitig behauptest Du, dass der Zeitraum gar keine Rolle spiele... Material altert auch, wenn es wenig oder nicht gefahren wird, je nach Pflege und Lagerort mehr oder weniger. Und ja, es gibt Hersteller, die den Austausch alle zwei Jahre oder spätestens nach 15-20000km empfehlen.
Ich habe nirgendwo behauptet, dass das sinnvoll sei, sondern im Gegenteil noch eine kritische Bemerkung dazu gemacht. Ich habe so etwas jedenfalls noch nie nach zwei Jahren ausgetauscht.

Rahmen sind übrigens wieder eine andere Geschichte, was die Belastung angeht. Vor allem aber ist ein Bruch selten derart fatal wie wenn ein Lenker, Vorbau oder Gabelschaft bricht. Das kündigt sich in der Regel bei einem Alu-Rahmen an, oft über Tage und Wochen. Anders als beim Cockpit können die anderen Rohre da meistens einen Teil der Aufgabe des versagenden Rohres übernehmen.

BerlinRR
15.03.2016, 14:51
Anders als beim Cockpit können die anderen Rohre da meistens einen Teil der Aufgabe des versagenden Rohres übernehmen.

+1
Mein Alulenker ging ab wie ein Stück morsches Holz.

prince67
15.03.2016, 14:52
Etwas widersprüchlich, was Du da gerade schreibst.

Überhaupt nicht, weil ich nicht behauptet habe, dass die Angabe von Syntace sinnvoll ist. Auch die Teile muss man beobachten und nicht sturr auf die 10 Jahre verlassen.

EDIT: Wenn du geschrieben hättest, "einige Hersteller empfehlen", hätte ich wahrscheinlich nichts dazu geschrieben. Syntace ist eben auch ein Hersteller und empfiehlt das nicht.

Alpenmonster
15.03.2016, 14:52
Die "bösen Zungen" erhalten natürlich dadurch Nahrung, dass z.B. Syntace 10 Jahre Garantie (ausdrücklich ohne km-Begrenzung) gibt - ob das nun besonders sorgfältiger Verarbeitung und Qualitätskontrolle, einer Wunder-Legierung oder schlechtem Geschäftsinn geschuldet ist weiß ich allerdings nicht.

Ja, das ist die Geschäftsstrategie von Syntace (irgendwie muss man ja Produkte der eher teureren Art auch bewerben). Die haben ja auch einen Prüfstand, mit dem sie Lastwechsel simulieren können und wissen also, wieviele das Zeug mindestens verträgt. Sie gehen nun einfach davon aus, dass niemand innerhalb von 10 Jahren die Zahl an Lastwechseln hinbekommt, für die sie garantieren wollen/können. Warum sie 10 Jahre nennen, dürfte auch rechtliche Gründe haben: 10 Jahre ab Kaufdatum sind sauber belegbar, 100000km hingegen nicht. Da könnte mancher kommen und sagen, dass er die noch nicht runter hat, auch nach 20 Jahren nicht. Bei sowas wachsen Anwälten graue Haare.

Trotzdem hindert einen Hersteller ja nichts daran, den Austausch alle 2 Jahre und alle 15000km zu empfehlen - das tut ihm rechtlich nicht weh...

Alpenmonster
15.03.2016, 14:55
+1
Mein Alulenker ging ab wie ein Stück morsches Holz.

Ja, und mein Rahmen knackte bei irgendwelchen Unebenheiten über 2-3 Wochen immer stärker. Irgendwann sah ich dann den Riss in der Kettenstrebe... war schon ca. 1/3 des Umfangs gerissen, aber gespürt hat man davon noch nichts.

eylot
15.03.2016, 19:59
Neben den tatsächlichen Verschleißteilen, Reifen, Kette etc. gibt es an einem Fahrrad so ziemlich kein Bauteil, das nicht sicherheitsrelevant ist. Also kurzum, theoretisch empfehlen ja einige Hersteller in der Tat den Tausch alle 2-3 Jahre, bis auf zB Syntace. Meinen MTB Lenker von Syntace fahre ich jetzt im 8. Jahr, aber mit sehr sehr wenig Kilometern, weil das Rad halt im Jahr weniger als 500km bewegt wird, von daher ist der Lenker faktisch wie neu.

Praktisch aber kommst du vermutlich kostengünstiger weg, wenn du dir alle 5 Jahre ein komplett neues Rad kaufst, als dass du alles ersetzt. Denn auch der Rahmen und erst recht die Gabel sind Verschleißteile.

Trotzdem kann ichs verstehen, ich fahre meinen RR Rahmen im vierten Jahr, hab neulich auch Lenker und Vorbau getauscht, aus Sicherheitsgründen, obwohl ich sicher bin, dass der alte Lenker es auch noch getan hätte.

Frühaufsteher
15.03.2016, 20:14
Wäre es sinnvoll bzw. empfehlenswert Lenker (Alu), Vorbau (Alu) , Sattelstütze (Carbon) aus Sicherheitsgründen zu tauschen ?

Meine Meinung?

Nö.

Don Crustie
15.03.2016, 20:53
Auch wenn gleich die Steine fliegen, ich würd auf nen China Aerocarbonlenker upgraden...ca. 35 ! -50€
die Verarbeitung bei einem vergleichsweise einfach herzustellenden Bauteil ist heute auf einem sehr hohen Niveau
und du kannst dir 2-3 Watt Erleichterung- und ein bisschen Federung einreden....is doch was...

Thunderbolt
15.03.2016, 20:55
Nein, das kannst Du vergessen. Aluminium ist von seinen Eigenschaften her auch bei bescheidenen Lastspitzen eben nicht dauerfest - das sieht bei Stahl (sofern die Legierung richtig gewählt wurde) und Carbon anders aus. Wenn noch Korrosion dazukommt, dann wird das natürlich nicht besser, das stimmt schon. Die Hersteller raten ja dazu, Lenker und Vorbau sowieso alle zwei Jahre zu tauschen bzw. bei hohen Kilometerleistungen auch noch deutlich früher. Nun wollen die natürlich auf der sicheren Seite sein, ist ja klar - und böse Zungen sagen, sie wollten gerne noch etwas mehr verkaufen. Aber nach der Laufleistung und der Zeitdauer wäre ein Ersatz von Vorbau und Lenker wohl nicht verkehrt.

Stimmt, Alu und rostfreier Stahl sind nie dauerfest.

An einem Fahrzeug, besonders einem mit Leichtbau ist fast nichts dauerfest dimensioniert. Da ist alles zeitfest ausgelegt.

Den Lenker würde ich mir auf jeden Fall mal genau am Übergang zum Vorbau genau ansehen, besonders wenn Du starker Lenkerreisser im Sprint bist. Nimmst Du den Lenker nur zum Schalten oder zum Hände-Ablegen und schwitzt nicht, kann der lange halten.

faggin10
15.03.2016, 21:49
Wurde hier schon das Thema "Kurbelaufsetzer" erwähnt? Wenn nicht, dann ebenfalls wechseln! Die Kette könntest man ebenfalls erneuern, wenn du schon dabei ist. :D Also wenn du auf Nummer sicher gehen willst, dann Wechsel alles bis auf Laufräder, falls noch ok, funktionierendes Innenlager, Sattelstütze ( sind i. d. Regel auf einige kg Körpergewicht + Belastungsspitzen ausgelegt) und gut dimensionierten Vorbau. Sonst auch selbigen. Und natürlich das Lenkerband! Wirst dich wundern wie schön dein Rad danach aussieht. ;)
Faggin10

Superhenni
15.03.2016, 22:56
ich denke auf jedenfall, sind alles Verschleißteile. Lenkerbrüche habe ich einige miterlebt, wenn auch schon einige Jahre her, als es mit der Zuverlässigkeit noch nicht soo lange her ist. Mir selbst ist vor 5 Jahren mal ne Carbon Sattelstütze komplett ohne Vorankündigung unterm Arsch weggebrochen. Ich saß auf der Straße, das Rad fuhr weiter. Und ja, sauberes Sitzrohr und mit passendem Drehmoment angezogen, keinen Sturz, da vorher am Zeitfahrrad montiert.

rolleur
16.03.2016, 07:35
Stimmt, Alu und rostfreier Stahl sind nie dauerfest.

An einem Fahrzeug, besonders einem mit Leichtbau ist fast nichts dauerfest dimensioniert. Da ist alles zeitfest ausgelegt.

Den Lenker würde ich mir auf jeden Fall mal genau am Übergang zum Vorbau genau ansehen, besonders wenn Du starker Lenkerreisser im Sprint bist. Nimmst Du den Lenker nur zum Schalten oder zum Hände-Ablegen und schwitzt nicht, kann der lange halten.

Warum genau kann man Alu nicht dauerfest auslegen?

é-racing
16.03.2016, 10:11
Vielen Dank für Eure zahlreichen Antworten.

Grundsätzlich bin ich mit dem Rahmen noch immer sehr zufrieden und werde den noch ein paar Jahre fahren.
Ich tausche dann erst einmal Vorbau und Lenker um "Safe" zu sein.

3RAUM
16.03.2016, 10:26
Man kann Bauteile aus Aluminium dauerschwingfest auslegen. Definiert ist das nach der Wöhlerkurve bei 107 Lastwechseln. Ist alles eine Frage der Dimensionierung, Legierung, Sauberkeit, Verarbeitung. Wobei bei der Erstellung von Wöhlerkurven eine Menge an Annahmen zum tragen kommen. Also der Handschweiß kommt i.d.R. nicht zum Einsatz. Wobei Syntace wohl unter korrosiven Medien testet.
Da wo es auf jedes Gramm ankommt z.B. Flugzeuge, sind die meisten Bauteile nur zeitfest ausgelegt und werden in Intervallen getauscht.
Ganz eng wird es für Aluminium wenn im plastischen Bereich verformt wird, Risswachstum (Kerbwirkung mit Spannungsspitzen) und Korrosion vorliegt.
Da z.B. Syntace 10 Jahre Garantie ohne km-Begrenzung gibt, gehe ich mal davon aus, daß die unter Laborbedingungen 107 Lastwechsel erreichen.

Alpenmonster
16.03.2016, 12:39
Man kann Bauteile aus Aluminium dauerschwingfest auslegen. Definiert ist das nach der Wöhlerkurve bei 107
Da z.B. Syntace 10 Jahre Garantie ohne km-Begrenzung gibt, gehe ich mal davon aus, daß die unter Laborbedingungen 107 Lastwechsel erreichen.

Davon gehe ich natürlich aus. Je nachdem, wie man die Teile behandelt, wird es damit dann aber eben doch nichts, sagst Du ja im Prinzip auch: Da etwas Korrosion, dort ein wenig Kerbwirkung und dann noch ein knackiger Sturz... und wenn das Zeug dann eben auch noch Leichtbau war, dann verträgt es die Art von Fehlbelastung und Fehlbehandlung in der Regel einfach schlecht. Deswegen sage ich ja, dass man sich zumindest Lenker und Vorbau ab einem gewissen Alter/einer gewissen Laufleistung schon sehr genau anschauen sollte. Ein Rahmen hingegen bricht einem selten vorwarnungslos komplett unter dem Hintern zusammen - regelmäßiges Putzen und Anschauen schadet trotzdem nicht. So bin auch ich drauf gekommen, wo das merkwürdige Knacken an meinem Rad her kam (ich hatte selbstverständlich zuerst mal das Tretlager in Verdacht).

Kees52
16.03.2016, 13:19
Keiner kann voraus sagen wie lang ein Teil haltet, es gibt einfach zuviel Variabelen, es kann 2 Monate sein oder 30 Jahre.
Deshalb wechsele ich nur etwas wenn es kaputt ist oder beschädigt.

Alpenmonster
16.03.2016, 13:56
Keiner kann voraus sagen wie lang ein Teil haltet, es gibt einfach zuviel Variabelen, es kann 2 Monate sein oder 30 Jahre.
Deshalb wechsele ich nur etwas wenn es kaputt ist oder beschädigt.

Ist jetzt hoffentlich nicht Dein Ernst... Es gibt da schon gewisse Wahrscheinlichkeiten. Mal abgesehen von (seltenen) Produktionsfehlern, die in der Regel zu einem sehr frühen Versagen des Bauteils führen, steigt die Wahrscheinlichkeit für ein Versagen mit zunehmender Nutzung/zunehmendem Alter. Ich würde jedenfalls sicher nicht bei jedem Bauteil einfach mal abwarten, bis es mir um die Ohren fliegt, dafür ist mir meine Gesundheit zu kostbar.

martl
16.03.2016, 14:08
PS: die Stütze brauchst du natürlich nicht tauschen, Carbon ermüdet nicht wie Alu.

Das güldet genau dann, wenn das Teil *Vollcarbon* ist, also nicht etwa ein Klemmkopf aus Alu eingeklebt ist. *Wenn* das Teil Vollcarbon ist, wäre ich erst recht mißtrauisch wegen der Klemmstelle...

Oliver73
16.03.2016, 14:09
10 Jahre sind im Tourforum doch mindestens 5 neue Räder......

BerlinRR
16.03.2016, 14:13
Das güldet genau dann, wenn das Teil *Vollcarbon* ist, also nicht etwa ein Klemmkopf aus Alu eingeklebt ist. *Wenn* das Teil Vollcarbon ist, wäre ich erst recht mißtrauisch wegen der Klemmstelle...

Naja, die Klemmung im Rahmen ist dann im Carbonbereich und auch dort wird der meiste Flex stattfinden. Aber klar, es könnte auch eine Klemme kaputt gehen. Aber das sehe ich lange nicht so kritisch wie ein abknickender Vorbau oder Lenker.

BerlinRR
16.03.2016, 14:14
10 Jahre sind im Tourforum doch mindestens 5 neue Räder......

Aber die alten behält man doch. :D

martl
16.03.2016, 14:26
Naja, die Klemmung im Rahmen ist dann im Carbonbereich und auch dort wird der meiste Flex stattfinden. Aber klar, es könnte auch eine Klemme kaputt gehen. Aber das sehe ich lange nicht so kritisch wie ein abknickender Vorbau oder Lenker.

Carbon ist stark, wenn auf Zug belastet. Oder als Rohr. CFK-Flachbauteil, auf Biegung belastet, wie bei einer Klemmung unvermeidbar, nicht so. Siehe Clincher-Bremsflanken.

BerlinRR
16.03.2016, 14:28
Carbon ist stark, wenn auf Zug belastet. Auf Biegung, wie bei einer Klemmung unvermeidbar, nicht so. Siehe Clincher-Bremsflanken.

Nur da ist Biegung und Hitze.
Mir ging es jetzt nur um die Ermüdung von Alu, das hat man nun mal bei Carbon in der Form nicht. Entweder es kommt eine Lastspitze, die zu viel ist, oder eben nicht.

105
16.03.2016, 14:34
Lenker und Vorbau würde ich austauschen; wenn Du beim Fahren mal plötzlich den Lenker frei in der Hand hältst, wirds deutlich teurer und tut auch übel weh :ü Beim Kumpel ist letztes Jahr sogar ein Schaftvorbau mittig durchgebrochen...

Die Stütze würd ich wohl nicht tauschen.

Alpenmonster
16.03.2016, 14:49
Carbon ist stark, wenn auf Zug belastet. Oder als Rohr. CFK-Flachbauteil, auf Biegung belastet, wie bei einer Klemmung unvermeidbar, nicht so. Siehe Clincher-Bremsflanken.

Das ist schon richtig und ein solches Teil möchte ich auch nicht haben. Es gibt gute Gründe, warum Canyon das z.B. aus Alu fertigt, obwohl man nicht bestreiten kann, dass sie den Umgang mit Carbon im Griff haben. Eine Stütze aus Alu oder auch eine mit Carbonrohr und Alu-Klemmkopf wird, korrekte Behandlung und Pflege vorausgesetzt, aber auch selten von einem auf den anderen Moment so versagen, dass es zum Sturz führt. Ich weiß von solchen Vorfällen, betraf aber meistens den MTB-Bereich. Lenker/Vorbau halte ich da für sehr viel kritischer.

martl
16.03.2016, 16:01
Nur da ist Biegung und Hitze.
Mir ging es jetzt nur um die Ermüdung von Alu, das hat man nun mal bei Carbon in der Form nicht. Entweder es kommt eine Lastspitze, die zu viel ist, oder eben nicht.

ich bin da auch eher unbesorgt, fuhr Use-Stütze, aktuell eine alte, sogar gebraucht gekaufte Campa Record. Aber ich fahre auch freihändig bergab auf original ausgestatteten Rädern unbekannten Vorlebens aus den 70ern und älter. Und ich kenne ein paar CFK-Rahmenbesitzer, die wegen lockerer Tretlagerhülsen diverse Rahmenumtäusche hinter sich haben, von Marken, denen man abkauft, dass sie die Sache im Griff haben (Trek, Kestrel). Der Ing in mir sagt, Klebung ist ok, das Gefühl sagt mir, der Sache ist auf Dauer nicht so zu trauen wie was ordentlich Geschweißtem, Gelötetem oder Geschraubtem :D

Kees52
16.03.2016, 17:04
Ist jetzt hoffentlich nicht Dein Ernst... Es gibt da schon gewisse Wahrscheinlichkeiten. Mal abgesehen von (seltenen) Produktionsfehlern, die in der Regel zu einem sehr frühen Versagen des Bauteils führen, steigt die Wahrscheinlichkeit für ein Versagen mit zunehmender Nutzung/zunehmendem Alter. Ich würde jedenfalls sicher nicht bei jedem Bauteil einfach mal abwarten, bis es mir um die Ohren fliegt, dafür ist mir meine Gesundheit zu kostbar.

Ja, es ist mein Ernst.
In 40 Jahre ist mir niemals etwas sicherheitrelevantes kaputt gegangen.
Es gibt wahrscheinlichkeiten, aber welche?
Wenn du es mir sagen kannst, bitte.
Ist doch alles angsthaserei.
Wenn ich meine Wagen 200000 km fahre ohne der Zahnriemen zu wechseln (ausgelegt fur 120000) und der platzt, ja DAS kann man vorhersagen.
Am Fahrrad gibt's kein Teile wobei man nur annahernd etwas sagen kann.
An meinen Klassiker gibt's Teile die sind 35-40 Jahre alt und die fahre ich mit Spass ohne Gedanken.

PAYE
16.03.2016, 17:38
Keiner kann voraus sagen wie lang ein Teil haltet, es gibt einfach zuviel Variabelen, es kann 2 Monate sein oder 30 Jahre.
Deshalb wechsele ich nur etwas wenn es kaputt ist oder beschädigt.

Na ja, das Versagen eines Bauteils kann ja von ganz unterschiedlichen Ursachen herrühren.


Materialfehler
Beschädigung
unsachgemäßer Einbau od. Gebrauch (da fallen mir immer die Kiddies ein wo einer auf dem Radlenker mitfährt und trotzdem nix bricht :D)
Überlastung
Korrosion
Materialermüdung

...

Auf Beschädigung, sachgemäßen Einbau, Korrosion und Überlastung kann man vermutlich relativ leicht selbst achten, bei Materialfehler und Materialermüdung wirds schon schwieriger. Dass Letzteres eher nach langem als nach kurzem Gebrauch auftreten *könnte* liegt wohl in der Natur der Sache.
Inwieweit ein Rad "auf Kante konstruiert" wurde bzw. noch solide Sicherheitsreserven gegen Materialversagen hat kann man sich wohl selbst ganz nüchtern überlegen. Bei sehr alten Rädern dürften die Stahlrahmen und Stahlteile verhältnismäßig solide ausgeführt worden sein (von Bohr-Exzessen sehen wir hier mal ab).

Alpenmonster
16.03.2016, 18:04
Ja, es ist mein Ernst.
In 40 Jahre ist mir niemals etwas sicherheitrelevantes kaputt gegangen.

Wow, noch nicht mal ein Reifenplatzer? Woran das wohl liegen mag? Einfach nur Glück? Oder so wenig gefahren?


Es gibt wahrscheinlichkeiten, aber welche?
Wenn du es mir sagen kannst, bitte.

Ja, kann ich. Vorbauten, deren Hersteller mit einem Buchstaben aus der ersten Hälfte des Alphabets beginnt, haben ab dem 5. Jahr der Nutzung eine Wahrscheinlichkeit von 32%, dass sie brechen. Diese Wahrscheinlichkeit nimmt jedes weitere Jahr um einen Faktor 1,032 zu, verringert sich aber um die Hälfte, wenn das Produkt aus Alter und Gewicht des Fahrers weniger als 1500 beträgt. Bei Herstellern, deren Name mit einem Buchstaben aus der zweiten Hälfte des Alphabets beginnt, nimmt brechen Vorbauten schon ab 4 Jahren, jedoch nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 21% pro Jahr und diese nimmt auch nicht weiter zu. Selbstverständlich muss man aber noch die Wetterbedingungen berücksichtigen, denn bei mehr al 180 Regentagen pro Jahr steigt das Risiko um den Faktor 1,13 - es verringert sich aber wieder, wenn die Wetterfee, die die Regentage angesagt hat, hübscher ist als 85% ihrer Berufskolleginnen.

Manchmal hilft gesunder Menschenverstand im Leben ganz enorm.


Ist doch alles angsthaserei.

Wenn man nur den Deich entlang fährt, dann kann man gut große Töne spucken. Wer öfter mal jenseits der 70km/h unterwegs ist, der macht sich entweder vorher Gedanken oder es ist dann auch egal.



Wenn ich meine Wagen 200000 km fahre ohne der Zahnriemen zu wechseln (ausgelegt fur 120000) und der platzt, ja DAS kann man vorhersagen.

Echt? Nicht, dass ich wüsste. Da mag es im Unterschied zu Fahrrädern zwar tatsächlich besseres Zahlenmaterial geben, aber im Einzelfall vorhersagen kann man das auch nicht. Der Hersteller empfiehlt den Tausch halt zu einem Zeitpunkt, wo so gut wie alle von den Dingern noch funktionieren. Das bedeutet aber nicht, dass ich mit meinem nicht auch 50% länger fahren könnte. Kann man ja probieren, wenn man kein Angsthase ist.


Am Fahrrad gibt's kein Teile wobei man nur annahernd etwas sagen kann.
An meinen Klassiker gibt's Teile die sind 35-40 Jahre alt und die fahre ich mit Spass ohne Gedanken.

Jo, super Argument. Churchill rauchte und soff wie blöd, machte keinen Sport und wurde 90. Sollten wir also unbedingt auch so machen.
Was Du hier machst, ist genau so unsinnig wie die ganzen Diskussionen Helm tragen oder nicht oder Drehmomentschlüssel ja/nein. Ich brauche keine exakt bis auf die Stelle nach dem Komma bezifferbare Wahrscheinlichkeit für meine Entscheidung. Gesunder Menschenverstand und ein wenig Physikkenntnisse reichen völlig aus. Jedenfalls dann, wenn man schon Unfälle wegen Materialversagens miterleben "durfte".

Alpenmonster
16.03.2016, 18:19
Inwieweit ein Rad "auf Kante konstruiert" wurde bzw. noch solide Sicherheitsreserven gegen Materialversagen hat kann man sich wohl selbst ganz nüchtern überlegen. Bei sehr alten Rädern dürften die Stahlrahmen und Stahlteile verhältnismäßig solide ausgeführt worden sein (von Bohr-Exzessen sehen wir hier mal ab).

Das ist genau der Punkt: Leichtbau ist nicht zwingend weniger steif, aber in aller Regel ist die Haltbarkeit geringer und die Empfindlichkeit bei nicht vorgesehenen Belastungen deutlich höher. Ich habe hier noch einen Alurahmen mit Original-Anbauteilen, der 20 Jahre alt ist (steht auf der Rolle). Das Ding hält wunderbar, wiegt aber mit Gabel schon mal 2,5kg :eek: Die Sattelstütze gut 300g, der Vorbau 280g, der Lenker 320g. Wenn man eine am Limit konstruierte Cola-Dose aus den späten 90ern mit entsprechenden Anbauteilen hat, dann braucht man keinen Spezialisten um zu wissen, dass das Ding in der Regel einfach früher den Geist aufgeben wird. Die einzige Frage, die man sich noch stellen kann: Kommt so etwas nur in der Theorie (Bruch nach 5 statt erst nach 7Mio km) vor oder auch in der Praxis (Bruch nach 30000 statt nach 300000 km)? Wenn man das mal live gesehen hat, dann ist auch die beantwortet.

Kees52
16.03.2016, 18:26
1-Ja, kann ich. Vorbauten, deren Hersteller mit einem Buchstaben aus der ersten Hälfte des Alphabets beginnt, haben ab dem 5. Jahr der Nutzung eine Wahrscheinlichkeit von 32%, dass sie brechen. Diese Wahrscheinlichkeit nimmt jedes weitere Jahr um einen Faktor 1,032 zu, verringert sich aber um die Hälfte, wenn das Produkt aus Alter und Gewicht des Fahrers weniger als 1500 beträgt. Bei Herstellern, deren Name mit einem Buchstaben aus der zweiten Hälfte des Alphabets beginnt, nimmt brechen Vorbauten schon ab 4 Jahren, jedoch nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 21% pro Jahr und diese nimmt auch nicht weiter zu. Selbstverständlich muss man aber noch die Wetterbedingungen berücksichtigen, denn bei mehr al 180 Regentagen pro Jahr steigt das Risiko um den Faktor 1,13 - es verringert sich aber wieder, wenn die Wetterfee, die die Regentage angesagt hat, hübscher ist als 85% ihrer Berufskolleginnen.


2-Wenn man nur den Deich entlang fährt, dann kann man gut große Töne spucken. Wer öfter mal jenseits der 70km/h unterwegs ist, der macht sich entweder vorher Gedanken oder es ist dann auch egal.



1-Du kannst also nichts sinnvolles sagen oder mit konkreten Zahlen kommen, nur Quatsch, wie ich schon vermutete.

2-Ich bin ofters unterwegs in Abfahrten.....
Die Chance das ich eine Kurve verpasse und im Abgrund das Leben lasse schatze ich viel hoher ein als die Chance das irgendein Teil bricht und ich dadurch das Leben lasse.
Brauch ich noch zu sagen das ich niemals eine Kurve verpasst habe?
Ich bleibe dabei, Angsthaserei, es gibt sooo viel mehr Chancen ungesund zu werden als durch versagende Fahrradteile...

Alpenmonster
16.03.2016, 18:49
1-Du kannst also nichts sinnvolles sagen oder mit konkreten Zahlen kommen, nur Quatsch, wie ich schon vermutete.

2-Ich bin ofters unterwegs in Abfahrten.....
Die Chance das ich eine Kurve verpasse und im Abgrund das Leben lasse schatze ich viel hoher ein als die Chance das irgendein Teil bricht und ich dadurch das Leben lasse.
Brauch ich noch zu sagen das ich niemals eine Kurve verpasst habe?
Ich bleibe dabei, Angsthaserei, es gibt sooo viel mehr Chancen ungesund zu werden als durch versagende Fahrradteile...

Das zeigt nur, dass Du ein Angsthase bist, der immer langsam fährt. Ist jedenfalls mindestens so wahrscheinlich wie der Unsinn, den Du hier von Dir gibst.

Nur um es nochmal ganz deutlich herauszuarbeiten: Du hast überhaupt keine Zahlen, die irgend etwas belegen, verlangst aber von anderen, dass sie alles mit wissenschaftlichen Studien beweisen sollen. Tatsache ist, dass diese Anbauteile nicht für die Ewigkeit ausgelegt sind und auch nicht ewig halten. Die Physik besagt ohne jeden Zweifel, dass ein Bauteil, das nicht dauerfest ist, bei einer koninuierlichen Belastung über einen Zeitraum x eine geringere Wahrscheinlichkeit hat zu versagen, als über einen Zeitraum 2x, 3x oder 10x. Je älter das Bauteil, desto wahrscheinlicher tritt der Fall ein. Das ist im Gegensatz zu Deinen Behauptungen kein Geschwätz, sondern einfach Physik. Wenn man jetzt noch ein bisschen gesunden Menschenverstand dazu nimmt, dann sind die Folgerungen für die Praxis gar nicht so schwer zu ziehen. Du musst das natürlich nicht machen, aber erzähl anderen hier doch bitte nicht diesen realitätsfremden Mist.

Hansi.Bierdo
16.03.2016, 19:04
Fragt sich echt wer hier der Angsthase ist und bei wem der gesunde Menschenverstand noch vorhanden ist... :rolleyes:

Ich würd nix tauschen, wenn kein bestätigter Verdacht vorliegt.

res
16.03.2016, 19:13
Fahre Vorbauten und Lenker die sind sicher über 40 Jahre alt. Sehe da Null Probleme.

Alpenmonster
16.03.2016, 19:35
:ligtdubbe
Fragt sich echt wer hier der Angsthase ist und bei wem der gesunde Menschenverstand noch vorhanden ist... :rolleyes:

Ich würd nix tauschen, wenn kein bestätigter Verdacht vorliegt.

:ligtdubbe Der ist echt gut. Wenn sich der Verdacht bestätigt, dann liegst Du, ja. So gesehen liegst dann eher Du vor - aber keine Angst, ist für mich nicht weiter schlimm.

Don Crustie
16.03.2016, 19:41
ich erinner mich an einen Tour-Zerstörertest "Alulenker" , so etwa ende 90er-
Ritchey tsx und Syntace waren
-mit Kugelgestahlter (verdichtetet) Oberfläche und sinnvoller 3 fach Konifizierung
bis zu viermal !! so testzyklen-resistent, wie ihre vornehmlich italienischen Pendants ( 3T Forma sl usw.),
welche ich auch bedenkenlos aber nicht ohne feinsinnige Dauerkontrolle an meinen Oltimern -auch mit 80 bergab...-fahre.
Ich bin aber auch ein oldaged 62 kg "Männlein"

Alpenmonster
16.03.2016, 19:45
Fahre Vorbauten und Lenker die sind sicher über 40 Jahre alt. Sehe da Null Probleme.

Ja. Bestreitet ja auch niemand, dass ein Vorbau oder ein Lenker so lange halten können. Je nach Fahrleistung, Fahrer, Nutzungszweck, Fahrkünsten, Wetterbedingungen und Pflege absolut möglich. Gibt sicher Räder, die hundert Jahre alt sind und noch gefahren werden könnten. Daraus abzuleiten, dass das generell ginge, ist hingegen abenteuerlich. Es gibt auch Kühlschränke, die 25 Jahre halten. Die Frage ist nur, ob sich ein intelligenter Mensch darauf verlassen sollte bzw. ob er in jedem Fall wartet, bis das Ding kaputt geht. Beim Kühlschrank: Warum nicht, das Risiko ist überschaubar. Das ist beim Cockpit eines Rennrades schon ein wenig anders.

Hansi.Bierdo
16.03.2016, 21:52
Genauso abenteuerlich ist es wegen ein paar gebrochener Teile das Gegenteil herzuleiten.
Fakt ist das die Mehrzahl aller Fahrradteile deutlich mehr aushält als die üblichen Verdächtigen hier im Board bereit sind anzunehmen.
Einfach mal selber versuchen ein Stück Carbonrohr oder ein Aluteil mutwillig kaputtzumachen. Erweitert den Horizont sehr.

Hansi.Bierdo
16.03.2016, 21:59
Ja. Bestreitet ja auch niemand, dass ein Vorbau oder ein Lenker so lange halten können. Je nach Fahrleistung, Fahrer, Nutzungszweck, Fahrkünsten, Wetterbedingungen und Pflege absolut möglich. Gibt sicher Räder, die hundert Jahre alt sind und noch gefahren werden könnten. Daraus abzuleiten, dass das generell ginge, ist hingegen abenteuerlich. Es gibt auch Kühlschränke, die 25 Jahre halten. Die Frage ist nur, ob sich ein intelligenter Mensch darauf verlassen sollte bzw. ob er in jedem Fall wartet, bis das Ding kaputt geht. Beim Kühlschrank: Warum nicht, das Risiko ist überschaubar. Das ist beim Cockpit eines Rennrades schon ein wenig anders.

Bist du sicher, das du das richtige Hobby hast?
Dein Vorbau könnte morgen brechen, ein Reifen platzen, ein Chainsuck einen Sturz provozieren und und und
In 38 Jahren Rennrad fahren wurden meine Verletzungen oder Stürze niemals von Materialbrüchen verursacht.

Alpenmonster
16.03.2016, 22:31
Genauso abenteuerlich ist es wegen ein paar gebrochener Teile das Gegenteil herzuleiten.
Fakt ist das die Mehrzahl aller Fahrradteile deutlich mehr aushält als die üblichen Verdächtigen hier im Board bereit sind anzunehmen.
Einfach mal selber versuchen ein Stück Carbonrohr oder ein Aluteil mutwillig kaputtzumachen. Erweitert den Horizont sehr.

Sorry, das ist Unsinn. Nur weil einmal mit dem Fuß gegen ein eingespanntes Werkstück treten nicht reicht, bedeutet das gar nichts. Es ist die Kombination von Lastspitzen, Fehlbelastungen, Umwelteinflüssen und Dauerbelastungen unterhalb der eigentlich verkraftbaren Grenze, welche am Schluss zum Versagen führt. Dass es ein Einzelereignis ist, ist bei Alu eher selten bzw. muss dieses schon ganz massiv sein.

Alpenmonster
16.03.2016, 22:43
Bist du sicher, das du das richtige Hobby hast?
Dein Vorbau könnte morgen brechen, ein Reifen platzen, ein Chainsuck einen Sturz provozieren und und und
In 38 Jahren Rennrad fahren wurden meine Verletzungen oder Stürze niemals von Materialbrüchen verursacht.

Ja, bin ich. Wo steht, dass man das Hirn abgeben muss, wenn man aufs Rad steigt? Ja, ich kann wegrutschen, umgefahren werden, einen Reifenplatzer haben etc. - kann alles Verletzungen verursachen oder sogar tödlich sein. Ich bin mir des Risikos bewusst. Aber was ist die Schlussfolgerung daraus? Dass es egal ist, wie ich mit meinem Material umgehe? Dass ich den Helm auch weglassen kann? Dass ich im Rennen in jede noch so kleine Lücke reinfahre, weil man ja auch mit defensiverer Fahrweise stürzen kann? Gurte ich mich im Auto nicht an, weil das sowieso nichts nützt, wenn mich ein LKW frontal erwischt? Wie gesagt, es ist am Ende eine Frage des gesunden Menschenverstandes, und der rät weder dazu, Material nach drei Ausfahrten grundsätzlich zu tauschen noch es zu fahren, bis es versagt. Bei 10 Jahren und 50000km ist ein Tausch von Lenker und Vorbau sicher nicht abwegig oder überängstlich.

Schampus
16.03.2016, 22:49
Habe dies bei einer Passabfahrt beim Anbremsen auf eine Kehrkurve bei meinem Vordermann beobachten können.
Ging zu Boden wie ein Stein, Unterarmbruch und der Alulenker am Vorbau rechts sauber abgeschert.
Seither habe ich meinen Lenker an der Vorbau Klemmung immer wieder einmal optisch kontrolliert.

Von Syntace ist mir erst einmal ein C3 Clip am Rohr nach einem Sturz gebrochen. (sehr wenig Wandstärke)

3RAUM
18.03.2016, 10:52
Am Ende muß ja jeder selber wissen, was einem die Sicherheit seines Sportgerätes wert ist. Die aktuellen Alu-Lenker, welche schön gewichtsoptimiert sind, sind nicht für die Ewigkeit gedacht.
Eine Laborprüfung und die daraus folgende Lebensdauerextrapolation kann niemals die Realität vollständig wiedergeben, sie gibt immer nur Anhaltspunkte wann mit einer erhöhten Versagenswahrscheinlichkeit zu rechnen ist. Jeder muß selber wissen, wann einem das Risiko zu hoch wird.
Mir ist ein Standard-Alulenker an der Allwetter-"Schlampe" nach 9 Jahren einfach abgebrochen, hatte bisher nie einen Sturz gesehen. Hatte sicherlich die 50.000 km erreicht und wurde einmal pro Jahr demontiert und genau angeschaut. Kurz vor der Frühjahrsdemontage habe ich auf der Schnauze gelegen. Da hat die Korrosion + Wechselbelastung +ggf. kleinste Kerben zugeschlagen.
Man kann natürlich davon ausgehen, daß man immer stürzen kann. Ich bemühe mich aber gerne die Stürze auf das Unvermeidbare zu reduzieren. Nachher zu ärgern, daß man den Lenker hätte vielleicht vorher tauschen können, bringt nix. Ich fahre am Auto die Reifen auch nicht ewig runter, nach dem Motto, der fliegt nicht so schnell weg.