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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leukopenie und Neutropenie



Test.O.Steron
22.03.2016, 19:28
Bei mir, 46 Jahre, wurden vor zwei Jahren anlässlich einer Blutuntersuchung im Rahmen eines Leistungstests ein Mangel an Leukozyten und an neutrophilen Granulozyten festgestellt. In den letzten beiden Jahren wurden alle drei Monate ein großes Blutbild erstellt und weitere Untersuchungen vorgenommen. Geändert hat sich seit dieser Zeit nichts. Trotz dieser diagnostizierten Leukopenie und Neutropenie betreibe ich weiter intensiv Radsport und kann bei den Masters 2 ganz gut mithalten. Hat jemand im Forum ähnliche Erfahrungen oder Diagnosen? Gerne auch PN!

cg75
22.03.2016, 20:46
Wie ausgeprägt sind denn die Leuko- und Neutropenie und wurde das mal noch weiter aufgeschlüsselt?

Test.O.Steron
23.03.2016, 11:54
Ursachenforschung ist sehr schwer. Bis hin zur Rückenmarkpunktion wurde eigentlich alles untersucht. Das Rückenmark war ohne Befund. Die Neutrophilen und die Leukozyten sind immer stark unterhalb der unteren Grenzwerte. Trotz allem geht es mir gut und auch der Winter wurde ohne Grippe etc. überstanden. Eine leichte Splenomegalie (Milzvergrößerung) wurde auch noch festgestellt.

Frühaufsteher
23.03.2016, 18:24
Ohne halbwegs detaillierte Werte keine Einschätzung. Eine große Milz macht mehr Blut-Mauserung und führt zu Zytopenien. Ich hoffe aber, man hat ins Knochen- und nicht ins Rückenmark gestochen? Da wäre auch der Detaillierte Bericht wichtig.

cg75
23.03.2016, 19:53
+1

Test.O.Steron
23.03.2016, 22:14
Natürlich war es eine Knochenmarkpunktion! Mir ging es eigentlich auch nicht um eine medizinische Einschätzung oder neue Diagnosen, sondern eher darum Sportler kennenzulernen, die ähnliche medizinische Befunde haben und weiterhin ihren Sport betreiben. Das man aus der Ferne ohne differenzierte Angaben keine Diagnosen erstellen kann, sollte klar sein.

Frühaufsteher
23.03.2016, 22:17
No, es geht eher um die Einschätzung, ob ein Laborbefund eine Krankheit ist oder eine Zahl.
Dazu muss man halt die Kostellation kennen.

Test.O.Steron
23.03.2016, 22:30
Das ist natürlich richtig! Da ich mich eigentlich gesund fühle, sehe ich die Befunde eher als Zahl, denn als Krankheit. Auch medizinisch fühle ich mich von meinem Hämatologen gut betreut, aber mich würde es trotzdem interessieren, ob es Radkollegen mit den gleichen Befunden im Forum gibt.

bike_andy
24.03.2016, 15:17
Dein Bericht ist sehr interessant, da ich in letzter Zeit ähnliche Aussagen von verschiedenen Menschen, Sportler und Nicht-Sportler, höre.

Die einen Ärzte reagieren voller Panik und lassen ihre Patienten alle möglichen Untersucheungen machen, bis hin zur Knochenmarks Punktion.

Bei anderen Ärzten scheint eine Leukopenie im Bereich von unter 3.0 keine Sorgen zu machen.
Auch die rechts Verschiebung des Weißen Blutbilds zu schlechter Neubildung stört die einen kaum und macht den anderen Angst.

Aber bislang keinen mit dieser Diagnose getroffen, dem es gravierend schlecht ging:
keine erhöhte Infektanfälligkeit, keine schlechte Regeneration, keine extreme Müdigkeit oder sonstwas

Daher finde ich die Anfrage hier interessant.

wifi
24.03.2016, 15:53
Aufgrund meiner CED Erkrankung dämpfe ich mein Immunsystem mit Immunsuppressiva was zu einer Reduktion der Leukozyten führt. Niedrigster Wert der letzten Jahre war 2300 (oder 2.3), aber meist um 3000-3500, selten höher als 4000.
Ich habe bei mir keinerlei erhöhte Infektanfälligkeit gespürt, bin praktisch nie krank/verkühlt etc.
Einzig eine erhöhte allergische Sensibilität spüre ich bei Frühblühern, aber das sind etwa 4 Wochen im Jahr (Ende Winter).
Leistung ist natürlich bei mir etwas reduziert, aber das kommt von den Blutungen und den damit verringerten Werten Hkt, Hb etc.

Test.O.Steron
24.03.2016, 20:38
Die Leukozyten liegen bei mir meist knapp über 3.0, aber die neutrophilen Granulozyten lagen auch schon unter 1.5. Trotzdem bin ich selten krank, soll aber bei Fieber, nach Aussage der Hämatologen, vorsichtig sein ( Neutropenes Fieber).