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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Befestigung obere Schaltrolle



cyan
25.03.2016, 13:16
Hallo,

ich stehe nach dem Tausch meiner Schaltrollen (Ultegra 6500) vor der Frage, wie fest die obere Schaltrolle angeschraubt werden soll. Drehe ich die Schraube ganz rein, sodass sie fest sitzt, ist die Schaltrolle viel zu schwergängig und quietscht. Man sieht auch, dass das untere Ende der Schraube leicht übersteht.
Drehe ich die Schraube wieder ein kleines Stück raus, bis das Ende der Schraube bündig mit dem Befestigungsblech abschließt, läuft die Schaltrolle schön leicht und leise. Aber die Schraube sitzt eben nicht so fest.

Wäre Variante 2 mit Schraubensicherung der richtige Weg? Vielleicht kann mir jemand kurz einen Tipp geben.

PAYE
25.03.2016, 13:20
Hallo,

ich stehe nach dem Tausch meiner Schaltrollen (Ultegra 6500) vor der Frage, wie fest die obere Schaltrolle angeschraubt werden soll. Drehe ich die Schraube ganz rein, sodass sie fest sitzt, ist die Schaltrolle viel zu schwergängig und quietscht. Man sieht auch, dass das untere Ende der Schraube leicht übersteht.
Drehe ich die Schraube wieder ein kleines Stück raus, bis das Ende der Schraube bündig mit dem Befestigungsblech abschließt, läuft die Schaltrolle schön leicht und leise. Aber die Schraube sitzt eben nicht so fest.

Wäre Variante 2 mit Schraubensicherung der richtige Weg? Vielleicht kann mir jemand kurz einen Tipp geben.

Ja, Variante 2 mit Schraubensicherung.
Normalerweise kann man diese Schraube zwar kräftig festziehen ohne Beeinträchtigung des Leichtlaufs, doch wenn dies nicht so ist hilft Schraubensicherungskleber.
Rausdrehen der Schraube ist unwahrscheinlich wenn sie bündig eingeschraubt und gesichert wird.

marvin
25.03.2016, 13:22
Wenn die Schaltrolle bei zunehmendem Anzugsmoment schwergängier wird, ist sie definitiv falsch zusammengebaut oder es fehlt ein Teil.

Ziggi Piff Paff
25.03.2016, 13:25
hast du vielleicht diese Keramik Lager vergessen? Teil 12 /13 dritte von rechts

http://www3.big.or.jp/~number-1/Image.ShimanoRDM735RP.gif

die sind etwas breiter, so das das Schaltröllchen immer leicht drehbar ist.

cyan
25.03.2016, 13:26
Ah ok, vielen Dank! :)

Was nimmt man denn da am besten für eine Schraubensicherung? Hab festgestellt, dass ich gar keine im Haus hab. :ü

prince67
25.03.2016, 13:26
Welche Schaltrollen hast du?
Bei den Originalschaltrollen hat das obere seitliches Spiel, dh die innere Lagerschale ist breiter als die Rolle. Da kann es nicht sein, dass durch das Festziehen der Schraube dir Rolle klemmt.

cyan
25.03.2016, 13:30
Wenn die Schaltrolle bei zunehmendem Anzugsmoment schwergängier wird, ist sie definitiv falsch zusammengebaut oder es fehlt ein Teil.


hast du vielleicht diese Keramik Lager vergessen? Teil 12 /13 dritte von rechts

http://www3.big.or.jp/~number-1/Image.ShimanoRDM735RP.gif

die sind etwas breiter, so das das Schaltröllchen immer leicht drehbar ist.

Nee, hab eigentlich nix vergessen. Ich hab die Rolle auch nochmal ausgebaut und extra kontrolliert, es ist alles wie auf der Zeichnung. Und gedreht hab ich sie auch mal, hat aber nix gebracht. Soweit ich weiß, spielt das doch auch keine Rolle (:D), wie rum man sie einbaut.

PAYE
25.03.2016, 13:31
Könnte eine Dichtung (an der Abdeckungsscheibe) eingezwickt sein?

PAYE
25.03.2016, 13:32
Ah ok, vielen Dank! :)

Was nimmt man denn da am besten für eine Schraubensicherung? Hab festgestellt, dass ich gar keine im Haus hab. :ü

Ich verwende Loctite 243 mittelfest.
Über den Literpreis sollte man erst gar nicht nachdenken! :D

https://www.rosebikes.de/artikel/loctite-243-schraubensicherung/aid:22104

cyan
25.03.2016, 13:36
Welche Schaltrollen hast du?
Bei den Originalschaltrollen hat das obere seitliches Spiel, dh die innere Lagerschale ist breiter als die Rolle. Da kann es nicht sein, dass durch das Festziehen der Schraube dir Rolle klemmt.

Ja, sind die Originalschaltrollen für Ultegra. Kann es sein, dass diese Gummidichtung irgendwie für die Schwergängigkeit mitverantwortlich ist, wenn der seitliche Druck durchs Festziehen zu groß wird? Kam mir erst irgendwie so vor.

Ziggi Piff Paff
25.03.2016, 13:37
ja von einer Laufrichtung bei den Schaltröllchen hab ich auch noch nichts gelesen.

Da weiß ich leider auch nicht weiter. Nur das man die Schrauben sehr fest anziehen kann das hab ich selbst schon gemacht.

Und die Dichtungen kann man die verdrehen. Die haben ja so einen Absatz für die kleinen Blechdeckel (Teil eins von Rechts)


Und kannst du es so fest anziehen das du das Röllchen nicht mehr drehen kannst oder nur mit erheblichem Kraftaufwand. ?

PAYE
25.03.2016, 13:37
Ja, sind die Originalschaltrollen für Ultegra. Kann es sein, dass diese Gummidichtung irgendwie für die Schwergängigkeit mitverantwortlich ist, wenn der seitliche Druck durchs Festziehen zu groß wird? Kam mir erst irgendwie so vor.

Bau die Rollen mal probehalber ohne Dichtung ein und probiere es aus.



ja von einer Laufrichtung bei den Schaltröllchen hab ich auch noch nichts gelesen.

...

Hier geht es dann in der Regel nicht um die Drehrichtung sondern um eine Asymmetrie der Rolle, die beim verkehrten Einbau nicht so positioniert ist wie vorgesehen.
Hatte ich schon mal, erinnere bloß nicht mehr bei welchem Schaltwerk.

cyan
25.03.2016, 13:38
Könnte eine Dichtung (an der Abdeckungsscheibe) eingezwickt sein?

Hat sich mit dem Vorpost überlagert. :D

Wie gesagt, hab ich extra nochmal überprüft und sah auch erst so aus. Aber sollte jetzt eigentlich nicht mehr so sein.

Ziggi Piff Paff
25.03.2016, 13:43
mir fällt gerade ein, ich hatte mal Blech 14 verdreht. Also mit der kleinen Nase nach oben.

PAYE
25.03.2016, 13:58
mir fällt gerade ein, ich hatte mal Blech 14 verdreht. Also mit der kleinen Nase nach oben.

Fast schon so gut wie Holgi. :)

Was mir noch einfällt:
man könnte u.U. die Abdeckscheiben der Röllchen falsch in die Dichtung einlegen. Normalerweise ist es so dass die Dichtung noch von außen zu sehen ist mit einem schmalen Steg um die Metallkappe drum herum. Sie sollte also nicht ganz "unsichtbar" sein.

cyan
25.03.2016, 14:17
Fast schon so gut wie Holgi. :)

Was mir noch einfällt:
man könnte u.U. die Abdeckscheiben der Röllchen falsch in die Dichtung einlegen. Normalerweise ist es so dass die Dichtung noch von außen zu sehen ist mit einem schmalen Steg um die Metallkappe drum herum. Sie sollte also nicht ganz "unsichtbar" sein.

Ja, war genauso. Und auch schön gleichmäßig, also die Gummidichtung nirgends eingeklemmt, verkantet oder schief drin.

Aber...



Bau die Rollen mal probehalber ohne Dichtung ein und probiere es aus.

das hab ich jetzt mal gemacht und die Schraube richtig festgezogen. Damit läuft die Schaltrolle eigentlich erwartungsgemäß, das Keramiklager hat ja im Vergleich zur kugelgelagerten Rolle eh so einen leichten Grundwiderstand. Aber das würd so passen, denk ich. Spricht was dagegen, die Dichtungen einfach wegzulassen und die Rolle regelmäßig zu reinigen? Z.B. beim Kettenwechsel, damit es nicht so ein Gefummel wird. :D
Regenfahrten kann man vernachlässigen, hab ich mit dem Rad nicht so.

marvin
25.03.2016, 14:20
...Spricht was dagegen, die Dichtungen einfach wegzulassen...
Mindestens Deine Schrauberehre sollte dagegen sprechen.
Zigtausende von Schaltwerken funktionieren weltweit problemlos MIT den Dichtungen.
Ich bleib dabei - irgendwas haste da falsch zusammengesetzt.
Ich habs jedenfalls noch nie erlebt, dass korrekt montierte Shimano-Schaltröllchen beim Festdrehen schwergängiger geworden wären.

cyan
25.03.2016, 14:34
Mindestens Deine Schrauberehre sollte dagegen sprechen.

Im Prinzip schon, ja. :D



Zigtausende von Schaltwerken funktionieren weltweit problemlos MIT den Dichtungen.
Ich bleib dabei - irgendwas haste da falsch zusammengesetzt.
Ich habs jedenfalls noch nie erlebt, dass korrekt montierte Shimano-Schaltröllchen beim Festdrehen schwergängiger geworden wären.

Ich hab gerade eben vor dem Rausmachen der Dichtungen die Rolle mal etwas fester zwischen zwei Finger genommen und gedreht. Selbst da ist ein ziemlicher Laufwiderstand spürbar. Aber ich habs mir bei der Gelegenheit auch nochmal genauer angeschaut. Die einzelnen Teile saßen eigentlich perfekt, sowohl die Abdeckungen als auch die Dichtungen.
Das kann doch eigentlich nur heißen, dass die Dichtung irgendwo, wo die Rolle normalerweise ihr Spiel hat, durch das Zusammendrücken minimal blockiert. Wie schwergänging darf denn die Rolle im Normalzustand sein?

:confused:

Ziggi Piff Paff
25.03.2016, 14:36
... Wie schwergänging darf denn die Rolle im Normalzustand sein?

:confused:

teste es an einem anderen Schaltwerk wie die Rollen da laufen.

So leicht wie ein Laufrad laufen die nicht.

marvin
25.03.2016, 14:38
teste es an einem anderen Schaltwerk wie die Rollen da laufen.

So leicht wie ein Laufrad laufen die nicht.
Yepp.
So von wegen "Anschubsen und dreht sich eine Minute" is nich.
Die gedichteten Röllchen bleiben fast unmittelbar nach dem Anschubsen wieder stehen. Das ist normal.

cyan
25.03.2016, 14:43
Ja, damit könnte ich eigentlich auch leben. Nur das Quietschen bzw. Zwitschern darf nicht sein.
Also dann doch eher die Lösung mit Dichtung und nicht ganz so fest, dafür mit Schraubensicherung, anziehen?

marvin
25.03.2016, 15:01
Ja, damit könnte ich eigentlich auch leben. Nur das Quietschen bzw. Zwitschern darf nicht sein.
Also dann doch eher die Lösung mit Dichtung und nicht ganz so fest, dafür mit Schraubensicherung, anziehen?
Nein. Die Schrauben gehören korrekt angezogen. Ein "verlorenes" Schaltröllchen kann Dich schlimmstenfalls das komplette Schaltwerk und ggf. auch noch das Schaltauge kosten.

cyan
25.03.2016, 15:50
Ja, das möcht ich eben auch vermeiden. Aber nachdem ich es jetzt nochmal ein- und ausgebaut und mir ganz genau angeschaut hab und alles an der Rolle soweit passt, also Dichtungen und Abdeckungen, es aber trotzdem meiner Meinung nach zu viel Widerstand hat und außerdem nach wie vor quietscht/zwitschert, lass ich die Dichtungen jetzt vorerst dann doch mal weg. Ist halt ein Kompromiss, aber so lange es technisch keine negativen Auswirkungen aufs Schaltverhalten etc. hat, kann ich damit leben. Im Gegensatz zu dem Gequietsche, das geht gar nicht. :D

PAYE
25.03.2016, 16:46
Ja, das möcht ich eben auch vermeiden. Aber nachdem ich es jetzt nochmal ein- und ausgebaut und mir ganz genau angeschaut hab und alles an der Rolle soweit passt, also Dichtungen und Abdeckungen, es aber trotzdem meiner Meinung nach zu viel Widerstand hat und außerdem nach wie vor quietscht/zwitschert, lass ich die Dichtungen jetzt vorerst dann doch mal weg. Ist halt ein Kompromiss, aber so lange es technisch keine negativen Auswirkungen aufs Schaltverhalten etc. hat, kann ich damit leben. Im Gegensatz zu dem Gequietsche, das geht gar nicht. :D

Campa hatte lange Zeit keine Dichtungen dort. Auch als Record. :Angel:

cyan
25.03.2016, 16:56
:D

supertester
26.03.2016, 03:45
Ja, das möcht ich eben auch vermeiden. Aber nachdem ich es jetzt nochmal ein- und ausgebaut und mir ganz genau angeschaut hab und alles an der Rolle soweit passt, also Dichtungen und Abdeckungen, es aber trotzdem meiner Meinung nach zu viel Widerstand hat und außerdem nach wie vor quietscht/zwitschert, lass ich die Dichtungen jetzt vorerst dann doch mal weg. Ist halt ein Kompromiss, aber so lange es technisch keine negativen Auswirkungen aufs Schaltverhalten etc. hat, kann ich damit leben. Im Gegensatz zu dem Gequietsche, das geht gar nicht. :D


Tu mal etwas Fett dazwischen oder Kettenöl drauf.
Wenn die Rollen bei normalem Drehmoment ala 3NM festsitzen, fehlt Teil.
Wegen der geringen Schwungmasse drehen die Röllchen natürlich nicht großartig nach.

Kees52
26.03.2016, 09:44
Ja, das möcht ich eben auch vermeiden. Aber nachdem ich es jetzt nochmal ein- und ausgebaut und mir ganz genau angeschaut hab und alles an der Rolle soweit passt, also Dichtungen und Abdeckungen, es aber trotzdem meiner Meinung nach zu viel Widerstand hat und außerdem nach wie vor quietscht/zwitschert, lass ich die Dichtungen jetzt vorerst dann doch mal weg. Ist halt ein Kompromiss, aber so lange es technisch keine negativen Auswirkungen aufs Schaltverhalten etc. hat, kann ich damit leben. Im Gegensatz zu dem Gequietsche, das geht gar nicht. :D

ist doch alles Quatsch mann, kaufe dir eine Satz Tacx Rollchen und weg mit diese Murks.

cyan
27.03.2016, 16:19
Tu mal etwas Fett dazwischen oder Kettenöl drauf.
Wenn die Rollen bei normalem Drehmoment ala 3NM festsitzen, fehlt Teil.
Wegen der geringen Schwungmasse drehen die Röllchen natürlich nicht großartig nach.

Um das Nachdrehen gehts mir gar nicht, das ist schon ok so, dass es das kaum tut. Aber mir war der Widerstand bei angezogener Schraube einfach zu groß und dann war da eben das besagte Quietschen. An Fett/Öl dachte ich zuerst auch, aber ich fürchte, das wird das Quietschen nicht dauerhaft beseitigen. Das Problem hatte ich ja mit den alten Schaltrollen schon. Immer wieder geölt, aber trotzdem nie dauerhaft Ruhe und irgendwann nervts einfach. Dachte ja, mit den neuen Rollen hätte sich das erledigt, aber dem ist leider überhaupt nicht so.
Außerdem will ich an der Stelle kein Fett oder Öl haben, das zieht mir zu viel Dreck mit dem feinen Staub von der Straße. Ich denke, die Leitrolle ist für den Trockenlauf gemacht, also möchte ich das auch so lassen. Ohne die Dichtungen funktioniert das Teil einwandfrei, mit nur leichtem Widerstand, etwas seitlichem Spiel und ohne Gequietsche. :D

marvin
27.03.2016, 19:01
Und Du bist sicher, dass das Gequietsche von den Schaltröllchen kam?
Nach meiner Erfahrung kommt das eher von der Kette.

Und ja. Natürlich gehören die Schaltröllchen vor dem Zusammenbau geölt.

cyan
27.03.2016, 22:28
Ja, bin mir schon sicher, dass es die Rollen waren.

Muss es unbedingt Öl sein oder ist Teflon Schmiermittel ausreichend?

Ziggi Piff Paff
27.03.2016, 22:33
Ja, bin mir schon sicher, dass es die Rollen waren.

Muss es unbedingt Öl sein oder ist Teflon Schmiermittel ausreichend?

nein geht nur Öl und da auch nur das spezielle Dynamics Schaltröllchen Smoth & Smart Oil

cyan
27.03.2016, 22:36
:Applaus: