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KlaR
31.05.2016, 13:48
Hallo zusammen,
Kann jemand etwas zur Bremsleistung der beiden Systeme sagen? Ist die Bremsleistung der hydraulischen Scheibenbremsen besser? Ist der Mehrpreis für hydr. Bremsen gerechtfertigt?
Von TRP gibt es ja noch so einen Zwitter, bei dem die hydr. Bremse via Seilzug betätigt wird. Wie sieht hier der Vergleich aus?
Danke für eure Antworten.

Sigi Sommer
31.05.2016, 14:22
Hallo zusammen,
Kann jemand etwas zur Bremsleistung der beiden Systeme sagen? Ist die Bremsleistung der hydraulischen Scheibenbremsen besser? Ist der Mehrpreis für hydr. Bremsen gerechtfertigt?
Von TRP gibt es ja noch so einen Zwitter, bei dem die hydr. Bremse via Seilzug betätigt wird. Wie sieht hier der Vergleich aus?
Danke für eure Antworten.

Erfahrung nach BB7 (mech), TRP Spyre SLC (mech) und HyRd (mech/hyd):

Alle 3 Systeme bremsen bei mir ähnlich gut, etwa auf Niveau einer ordentlichen FB - ich fand die HyRd nicht besser als die rein mechanischen Varianten.

Die Spyre müßte aufgrund der beidseitigen Ansteuerung ggü. der BB7, die nur von links gegen eine starre Seite zieht, einen Vorteil haben, ist zumindest für mich nicht spürbar.

Aktuell fahre ich die Spyre, weil sie sexy aussieht, die günstigere und etwas klobige BB7 kann leistungsmäßig aber mithalten.

Hydraulische Disc mit ähnlichen Scheibengrößen (160 mm) fahre ich an meinem Cube Travel SL Stadtrad in Form einer sehr einfachen BR-355 - Bremskraft und Dosierbarkeit sind klar auf höherem Niveau.

Marco Gios
31.05.2016, 14:36
Solange wir hier von Rennrädern mit 23-28 mm Reifen sprechen kann man wohl sagen: Reine Bremsleistung ist kein Thema, haben alle mehr als genug.

Vorteile bei der Hydraulik sind halt bei der Dosierbarkeit (speziell wenn die Züge/Hüllen der mechanischen altern), autom. Belagnachstellung und wie erwähnt beidseitige Kolbenbetätigung.

Früher (DOT bei Sram) oder später (Mineralöl bei Shimano) muss man auch das Öl mal wechseln und entlüften. Nach Erfahrungen im MTB-Bereich würde ich da niemalsnichtmehr eine DOT-befüllte Bremse nehmen.

KlaR
31.05.2016, 14:42
Danke für die fundierten Antworten.

MonsieurF
31.05.2016, 15:01
Beidseitige Kolbenbetätigung ist aus meiner Sicht eher neutral zu werten.

Ich fahre u.a. die BB7, die Entfernung der Beläge lassrn jeweils separat von Hand regeln, was die Feinjustage sehr vereinfacht, da die Scheibe nicht zwingend mittig liegen muss. Bremsenleistung ist aus meiner Sicht besser als Felgenbremse und ubabhängig vom Rundlauf der Felge. Von Verschleiß ganz abgesehen, da es ihn ja bei der Felge nicht gibt.

Die Gunsha R1 ist eine interessante Hybridlösung, die ich am Rennrad fahre.

Take5
31.05.2016, 15:12
Fahre am Reiserad (Crosser) auch BB7, haben die Tour durch die französischen Alpen mit Gepäck und 20.000 Höhenmeter ohne Probleme mitgemacht mit immer guter Bremsleistung.

http://www.amodul.de/bilder/galibier_1.jpg

FlyingDutchman
31.05.2016, 15:12
Solange wir hier von Rennrädern mit 23-28 mm Reifen sprechen kann man wohl sagen: Reine Bremsleistung ist kein Thema, haben alle mehr als genug.

Vorteile bei der Hydraulik sind halt bei der Dosierbarkeit (speziell wenn die Züge/Hüllen der mechanischen altern), autom. Belagnachstellung und wie erwähnt beidseitige Kolbenbetätigung.

Früher (DOT bei Sram) oder später (Mineralöl bei Shimano) muss man auch das Öl mal wechseln und entlüften. Nach Erfahrungen im MTB-Bereich würde ich da niemalsnichtmehr eine DOT-befüllte Bremse nehmen.

+1
am Renner sind m.E. hinsichtlich der Leistung nicht die Bremsen der limitierende Faktor, sondern das wenige Gummi, das die Bremsleistung auf die Straße übertragen muss.

Fahre am Monstercrosser die BB7 und fand diese immer ausreichend. Für den neuen Crosser hatte ich jetzt die Hayes CX Pro gewählt. Nur wenig teurer, ähnlich einfache Installation, aber deutlich hübscheres Finish. Und mir gefällt hier auch die Dosierbarkeit besser. Fahre beide Systeme mit mit Campa Ergos und druckstabilen Hüllen. Einfach und nahezu wartungsfrei.

Bin von einem Freund den Crosser mit Shimano 785 hydraulisch gefahren. Die Bremsleistung ist beeindruckend - wäre mir aber für einen Crosser schon fast zu viel und zu giftig. Der einzige Grund für einen Wechsel wären für mich die geringeren Bedienkräfte.
Bis auf weiteres bleibe ich bei mechanisch: Unkritisch im Winter, einfache Wartung, preiswert und angemessene Bremsleistung. Und möglich mit Campa Ergos :D

Marco Gios
31.05.2016, 15:19
Beidseitige Kolbenbetätigung ist aus meiner Sicht eher neutral zu werten.


Ich habe am Crosser auch die BB7 und es funktioniert in der Praxis auch wunderbar, aber im Prinzip verbiegt der äußere Belag die Scheibe plastisch und drückt sie damit gegen den inneren Belag. Das ist schon ein kleines bisschen grobschlächtig gelöst und am ungleichmäßigen Belagverschleiß innen/außen sieht man ganz gut, dass die Lösung noch nicht so ganz der Gipfel der Ingenieurskunst ist. Dafür aber überschaubare Technik die sich im Falle eines Falles mit Hammer und Meißel reparieren lässt. So quasi jedenfalls.

PNB
31.05.2016, 15:41
Ich habe am Crosser auch die BB7 und es funktioniert in der Praxis auch wunderbar, aber im Prinzip verbiegt der äußere Belag die Scheibe plastisch und drückt sie damit gegen den inneren Belag. Das ist schon ein kleines bisschen grobschlächtig gelöst und am ungleichmäßigen Belagverschleiß innen/außen sieht man ganz gut, dass die Lösung noch nicht so ganz der Gipfel der Ingenieurskunst ist. Dafür aber überschaubare Technik die sich im Falle eines Falles mit Hammer und Meißel reparieren lässt. So quasi jedenfalls.

Meinst Du da evt. "elastisch"?
Plastisch würde bedeuten, dass die Scheibe sich permanent verformt i.e. auch nach Entfallen der biegenden Kraft.

Patrice Clerc
31.05.2016, 15:44
+1
am Renner sind m.E. hinsichtlich der Leistung nicht die Bremsen der limitierende Faktor, sondern das wenige Gummi, das die Bremsleistung auf die Straße übertragen muss.
Gerade weil die Haftreibung begrenzt ist, ist die feine Dosierbarkeit wichtig. Punkt für die Scheibenbremsen, v.a. die hydraulischen. Ich bin soeben 60 km mit dem Crosser mit SRAM Hydro Discs gefahren. Diese Bremsen sind einfach geil. Sind sie nötig? Nö. Machen sie Spass? Ja, sind ja geil. :D

PNB
31.05.2016, 15:45
Fahre am Reiserad (Crosser) auch BB7, haben die Tour durch die französischen Alpen mit Gepäck und 20.000 Höhenmeter ohne Probleme mitgemacht mit immer guter Bremsleistung.


Danke, das ist für mich recht interessant zu erfahren.
Habe die BB7 am "Stadtcrosser" und soweit bin ich zufrieden.
Ich hätte mir aber nicht so getraut, eine lange und steile Abfahrt damit zu fahren.

Marco Gios
31.05.2016, 15:45
Blödsinn ich schrub - Ja klar, wie Plaste & Elaste: Latürnich wird die Scheibe nicht bleibend verbogen ... :frusty2:

MonsieurF
31.05.2016, 16:16
Danke, das ist für mich recht interessant zu erfahren.
Habe die BB7 am "Stadtcrosser" und soweit bin ich zufrieden.
Ich hätte mir aber nicht so getraut, eine lange und steile Abfahrt damit zu fahren.

Deine Aussage verwundert mich, schließlich ist die BB7 für ihre Zuverlässigkeit und Belastbarkeit bekannt. Weswegen hättest du Bedenken gehabt bzw. In welche Bremse hättest du mehr Vertrauen bei dieser Abfahrt?

PNB
31.05.2016, 16:27
Deine Aussage verwundert mich, schließlich ist die BB7 für ihre Zuverlässigkeit und Belastbarkeit bekannt. Weswegen hättest du Bedenken gehabt bzw. In welche Bremse hättest du mehr Vertrauen bei dieser Abfahrt?

Mit RR und Felgenbremsen habe zig Tausende hm zurückgelegt unter ziemlich unterschiedlichen Bedingungen und da -bilde mir ein- kenne ich mich ein bisschen aus.
Mit mech. Scheibenbremsen war ich soweit nun im Flachland unterwegs

pinguin
31.05.2016, 18:44
Hä? Wieso die BB7 nicht in den Alpen? Ich hab' damit schon viele Tausende hm vernichtet... Für mich gibt's nix an der Leistung und Zuverlässigkeit zu rütteln. Fahre BB7 seit 2008.

Zu der Vergleicherei: Man kann sich ne Hydro beschissen ans Rad dengeln lassen und natürlich auch ne Draht. Man kann sich die eine optimieren und die andere verbasteln... Auf der Basis sind Vergleiche nicht fair.

Ich würde z.B. niemals eine Draht-Anlage fahren, die ich nicht selber optimiert habe. Genauso gibt es Hydro-Spezln, die erstmal alles auseinanderrupfen und neu aufbauen.

Von daher behaupte ich mal: Ne Hydro frisch aus der Schachtel + Einbremsen ist nicht immer automatisch besser als ne Draht und umgekehrt.

Ich fahre z.B. am Schlumpf (29er Eisen-MTB) eine Draht-Anlage von Tekro: Das Ding bremst wie der Teufel.

Pit
31.05.2016, 19:02
Wie sind eure Erfahrungen mit den Belägen? Benutzt ihr die gesinterten (Metall) oder die organischen? Wie sieht es mit dem Verschleiß aus? Mit welchen habt ihr die besten Erfahrungen?

Mifri
31.05.2016, 19:21
Warum ein Mix aus mechanisch und hydraulisch nehmen, wenn es hydraulisch schon komplett gibt? Erstere war im Prinzip doch nur eine Zwischenlösung, um am Bremssattel hydraulisch Bremsen zu können und nun gibt es von Sram und Shimano komplett hydraulische Systeme sowohl mit mechanischer und elektrischer Schaltung. Da überlegt man doch nicht lange.

Luigi_muc
31.05.2016, 20:04
Eventuell eine Preissache;)

Tom
31.05.2016, 20:20
Ich hänge mich hier mal dran:

Die BB7 am PlanetX Kaffenback bremsen zwar absolut ausreichend, sind aber für meinen Geschmack zu weich und haben zu viel Weg (an Shimano Dura-Ace 9-fach STIs)
Sie lassen sich gerade so schleiffrei einstellen, dann kann man die Bremshebel aber bis zum Lanker durchziehen, bis irgendwas blockiert.
Zughüllen sind bei dem Rad durchgehend.
Ist das normal? Abhilfe? Zusatzfedern für die BB7?

MonsieurF
31.05.2016, 20:25
Die Enrscheidung gegen eine vollhydraulische Lösung kann auch von der Ästhetik geleitet sein. Wer eibe seilzugbetriebene Schaltumg möchte, muss auf die übergroßen STI von Shimano zurückgreifen.

Hat man einmal die filigranen STI der Dura Ace gefahren, möchte man sie nicht mehr missen. Auch kann man in vielen Regionen von Deutschland auf das letzte Quentchen an Modulation verzichtet, sodass die Hybridlösungen durchaus ein Optimum in der Summe der Eigenschaften darstellen können.

pinguin
31.05.2016, 20:29
@ Tom: beschäftige dich bitte nur mal mit der VR-Bremse (wg. kurzem Zug, wenig Einfluss auf die Leistung dadurch). Ist das weiche/teigige Gefühl da auch gegeben? Wenn ja, dann hast du nur diese Möglichkeiten:

a) Bremssattel so ausrichten, dass der innere (feststehende) Belag möglichst nahe an die Scheibe kommt (Verbiegen der Scheibe wird dadurch logischerweise minimiert) und der Belag wirklich parallel an die Scheibe gefahren wird.

b) Wechsel der Zughülle durch etwas Druckstabileres.

c) Wechsel des Zuges durch eine Version, die bereits vorgedehnt ist.

Wenn danach der Hebel immer noch weich/teigig erscheint, dann liegt es an der Kombination Hebel - BB7.

Wenn du durch die Maßnahmen die VR-Bremse i.O. gebracht hast, dann mal hinten schauen. Wenn nicht, dann isses witzlos.


Ich selbst fahre Campa-Hebel + BB7 (MNT-Version) mit ROAD-Innereien. Das ist m.E. die beste Kombination, die man herstellen kann und die steht in der Bremsleistung dem, was meine Force-Hydro am BBB kann, nur wenig bis nichts nach.

Die Umbaubeschreibung findet sich (glaube ich), wenn man auf mein 'p.' weiter unten klickt.

MonsieurF
31.05.2016, 20:30
Ich hänge mich hier mal dran:

Die BB7 am PlanetX Kaffenback bremsen zwar absolut ausreichend, sind aber für meinen Geschmack zu weich und haben zu viel Weg (an Shimano Dura-Ace 9-fach STIs)
Sie lassen sich gerade so schleiffrei einstellen, dann kann man die Bremshebel aber bis zum Lanker durchziehen, bis irgendwas blockiert.
Zughüllen sind bei dem Rad durchgehend.
Ist das normal? Abhilfe? Zusatzfedern für die BB7?

Das könnte an deinen STI liegen. Die Seilzug der 11-fach ist größer, weswegen die Bremse früher zupackt.

Ich hatte erst die BB7 S an meinem Randonneur geprüft. Nach einem Drittel Weg zum Lenker ist die volle Bremswirkung erreicht, schleiffrei.

PNB
31.05.2016, 21:14
Ich hänge mich hier mal dran:

Die BB7 am PlanetX Kaffenback bremsen zwar absolut ausreichend, sind aber für meinen Geschmack zu weich und haben zu viel Weg (an Shimano Dura-Ace 9-fach STIs)
Sie lassen sich gerade so schleiffrei einstellen, dann kann man die Bremshebel aber bis zum Lanker durchziehen, bis irgendwas blockiert.
Zughüllen sind bei dem Rad durchgehend.
Ist das normal? Abhilfe? Zusatzfedern für die BB7?

An meinem Rose Crosser mit aktueller 105 Austattung und BB7 Bremsen bleibt die Hebel seblst bei einer Vollbremsung vom Lenker weit entfernt.

eylot
31.05.2016, 21:15
Ich kenne leider nur die mechanische Variante der Avid BB5. Zuvor bin ich Mini V Brakes und Cantis gefahren, um mal beim direkten Vergleich zu bleiben beschränke ich mich auf den Crosser, da die Rennradbremsen meines Erachtens allesamt bissiger sind als meine anderen Bremsen.

Gegenüber den Felgenvarianten bremst sogar die BB5 deutlich besser, speziell eben bei Nässe und ich mache mir auch bei längeren Abfahrten über kochend heiße Felgen keine Sorgen mehr.

Allerdings ist die BB5 nicht wirklich resistent gegenüber bereits sehr leichten Schlägen an der Scheibe, also justiert hat man sie binnen 1 Minute, aber ebenso schnell schleift auch schon wieder irgendwas, einmal kräftig gebremst am Crosser im Wald auf Unebenheiten hast du ggf ein Schleifen drinnen, das du auch wieder "abschleifen" kannst, aber durch die enge Einstellung hat man das deutlich schneller als bei Felge.

Fazit für mich ist: Die nächste Bremse wird keine mechanische mehr, sondern diese Mischvariante, weil ich die BB5 für ok aber meilenweit entfernt von gut halte. Die BB7 soll besser sein. Die BB5 war damals bei mir ab Werk installiert und ich fahre sie, weil ich keine Lust habe sie umzubauen.

KlaR
31.05.2016, 21:35
Na, dann scheint ja die TRP Spire eine gute mechanische Bremse zu sein, da hier beide Beläge angesprochen werden, wenn cih das richtig verstanden habe.

eylot
31.05.2016, 21:53
Na, dann scheint ja die TRP Spire eine gute mechanische Bremse zu sein, da hier beide Beläge angesprochen werden, wenn cih das richtig verstanden habe.

Bei den meisten Systemen rein mechanischer Art steht eine Seite starr und die andere wird bewegt per Zug. die Starrseite musst du nach und nach eben justieren, meist mit einer Schraube oder per Hand raus drehen, wenn Belag gebraucht wurde. Der BB5 sagte man im Winter einen sehr hohen Verschleiß nach, kann ich nicht bestätigen, allerdings hängt das auch stark vom Belag ab, ich habe immer Koolstop verwendet, keine Originalen.

Ich würde was Bremsen angeht bei einem neuen Bike versuchen, eine halbwegs neue Technik zu bekommen, wobei ich die voll hydraulischen wie beim MTB etwas scheue, da ich keine Lust habe, noch mehr Teile am Rad zu haben, die entlüftet, gewartet werden müssen, daher hab ich sogar am MTB noch normale mechanische Bremsen belassen

Onkel Hotte
31.05.2016, 21:54
Habe die ganz einfache Shimano 317 am Kaffenback 2. Shimano Bremshülle, Serienbeläge Resin. Bremshebel Cane Creek Scr 5, da ich mit Bar Ends schalte. Also im Prinzip ein Hebel der von der Übersetzung nicht ganz passt, Hülle nicht druckstabil und Beläge so lala. Das war richtig mies. Hatte schon die BB7 hier liegen zum Tausch. Habe das System aber nochmal optimiert.

- Kool Stop D635 Beläge
- Jagwire Braided Zughülle (= Sram Slick Wire)

Richtig gut. Auch wenn die Hebel eigentlich nicht das optimale Übersetzungsverhältnis haben. Die Bremse kommt dadurch aber auch nicht zu bissig, erreicht aber durch die Jagwire Hüllen dennoch volle Power ohne das der Hebel bis zum Lenker kommt. BB7 werde ich beim nächsten Projekt einbauen. Will sagen: Ran tasten und optimieren. Bin auch schon Hydraulik am MTB gefahren. Andere Welt. Brauche ich am Jeden Tag Crosser aber nicht.

pinguin
31.05.2016, 21:59
Ich habe seit ein paar Tagen ne Force Hydro an nem Crosser. Im Endeffekt muss man in qualitativ hochwertiges Entlüftungszubehör investieren. Die einfache Version (25 Euro statt derer 45) taugt nicht. Somit habe ich da schon mal Geld sinnlos vernichtet.

M.E. ist es zwingend, das Entlüften selbst zu beherrschen - davon bin ich aktuell also noch entfernt und Böcke, mich damit eingehender zu beschäftigen habe ich eigentlich auch nicht. Diese Video-Manie ist auch so ne Sache. Nicht alles, was gezeigt wird, stimmt mit dem, was ein anständiger Mechaniker im Alltag macht, überein. Bzw. selbst die Video-Vorführbuben machen es unterschiedlich, obwohl aus dem gleichen Stall.

Ab davon: Wenn ich im Urlaub mit Hydro ein Problem habe, stehe ich da wie der letzte Depp. Draht ist einfach handzuhaben und auch im Winter hat dieses System immer noch seine Berechtigung.

BB5 fahre ich am Stadtrad. Ja, das ist empfindlich einzustellen. Aber wenn's mal geschafft ist, dann beißt diese Billigbremse auch sehr schön zu.

cadoham
01.06.2016, 00:27
Ab davon: Wenn ich im Urlaub mit Hydro ein Problem habe, stehe ich da wie der letzte Depp. Draht ist einfach handzuhaben und auch im Winter hat dieses System immer noch seine Berechtigung.


Urlaub
Welches Problem erwartest du denn im Urlaub? :confused:
Bei einem Defekt am Bremssattel, brauchst du auch mit einer mech. Disc Ersatz,
sodass du ohnehin bei einem Händler vorstellig werden musst.
Sollte durch einen schweren Sturz die hydrl. Leitung beschädigt sein,
möchte ich nicht den restl. Teil vom Bike sehen.

Die Leitungen sind schliesslich sehr robust.

Winter
Ich fahre meinen Crosser auch bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.
Sicherlich ändert sich leicht die Viskosität vom Öl,
aber einen merklich veränderten Druckpunkt konnte ich bei der 785er von Shimano nicht feststellen.

Wenn du mit Seilzug durch Nässe / Schnee fährst, kann dir im Worstcase auch der Bremszug einfrieren. :D

Abstrampler
01.06.2016, 00:38
Ab davon: Wenn ich im Urlaub mit Hydro ein Problem habe, stehe ich da wie der letzte Depp. Draht ist einfach handzuhaben und auch im Winter hat dieses System immer noch seine Berechtigung.


Seh ich auch so.
Im Winter Hydrodisc ist schon etwas speziell. Druckpunkt und Hebelweg ändern sich bei richtig tiefen Temperaturen schon deutlich.

pinguin
01.06.2016, 07:46
Urlaub
Welches Problem erwartest du denn im Urlaub? :confused:
[...]
Die Leitungen sind schliesslich sehr robust.


Sind sie leider nicht... Hatte schon Leitungsabriss durch Ast, ohne Sturz oder sonstige andere Probleme. Einer Freundin ist jetzt erst im Urlaub ähnliches passiert, Leitungsbruch knapp am Hebel, ohne Sturz aber natürlich durch Fremdeinwirkung.

Wenn mir sowas (Knick im Zug, hatte ich natürlich auch schon) mit Draht passiert, dann halte ich an, ziehe die Endkappe ab, löse eine Schraube, fädle den Zug aus der Hülle, nehme mein Taschenmesser und trenne die Knickstelle komplett auf (Die Säge vom Schweizer Messer hält das aus). Dann nehme ich einen Zughüllenverbinder (quasi zwei Endkappen, die gegeneinander stehen, wenige ct teuer, dieser Artikel) und baue das System vollfunktionsfähig wieder auf, unterwegs, im Wald.

Winter: Siehe Abstrampler. Zudem kann einem da die automatische Belagnachstellung einen Strich durch die Rechnung machen.

Alles in Allem bringt Hydraulik (und natürlich auch Elektrik) am Rad eine unnötige Komplexität ins Spiel. Obwohl ich am Tandem, an einem MTB und an einem Crosser Hydraulik fahre heisst das noch lange nicht, dass ich die Systeme besser als Draht finde.

Beides hat Vor-/Nachteile, für mich überwiegen die Vorteile der Drahtbetätigung immer noch deutlich, gerade wenn man an Rennrad/Crosser denkt.

cadoham
01.06.2016, 08:59
Das Rad der Freundin, wird ein MTB gewesen sein?

Ianus
01.06.2016, 09:08
Wenn mir sowas (Knick im Zug, hatte ich natürlich auch schon) mit Draht passiert, dann halte ich an, ziehe die Endkappe ab, löse eine Schraube, fädle den Zug aus der Hülle, nehme mein Taschenmesser und trenne die Knickstelle komplett auf (Die Säge vom Schweizer Messer hält das aus). Dann nehme ich einen Zughüllenverbinder (quasi zwei Endkappen, die gegeneinander stehen, wenige ct teuer, dieser Artikel) und baue das System vollfunktionsfähig wieder auf, unterwegs, im Wald.




Zuviel MacGyver geguckt?;):D

Fahre die BB7, am MTB und am Crosser. In beiden Fällen die originalverbaute Hydro demontiert.

Thorsten
01.06.2016, 09:14
a) Bremssattel so ausrichten, dass der innere (feststehende) Belag möglichst nahe an die Scheibe kommt (Verbiegen der Scheibe wird dadurch logischerweise minimiert) und der Belag wirklich parallel an die Scheibe gefahren wird.

b) Wechsel der Zughülle durch etwas Druckstabileres.

c) Wechsel des Zuges durch eine Version, die bereits vorgedehnt ist.


ich bin mal so frei und ergänze noch einen wichtigen Punkt für die BB7:

d) Seilzug unter Vorspannung verschrauben.
Damit ist folgendes gemeint: am beweglichen Teil der Bremszange wird der Seilzug mit der Innensechskantschraube geklemmt. Wenn man nun diesen beweglichen Schenkel per Hand schon mal in Betätigungsrichtung (das, was normalerweise der Seilzug beim Betätigen des Bremshebels erledigt) bewegt und dann den Seilzug klemmt, hat man einen kürzeren Leerweg am Hebel.

Das kann bei einigen, ungünstigen Kombinationen zum STI helfen.

derluebarser
01.06.2016, 09:22
ich bin mal so frei und ergänze noch einen wichtigen Punkt für die BB7:

d) Seilzug unter Vorspannung verschrauben.
Damit ist folgendes gemeint: am beweglichen Teil der Bremszange wird der Seilzug mit der Innensechskantschraube geklemmt. Wenn man nun diesen beweglichen Schenkel per Hand schon mal in Betätigungsrichtung (das, was normalerweise der Seilzug beim Betätigen des Bremshebels erledigt) bewegt und dann den Seilzug klemmt, hat man einen kürzeren Leerweg am Hebel.

Das kann bei einigen, ungünstigen Kombinationen zum STI helfen.


.....was ich bei ALLEN mechanischen Scheibenbremsen zwingend empfehlen kann sind hochwertige und druckstabile Außenzüge.

Hatte an meinem Crosser für viele km ebenfalls die BB7....und war uneingeschränkt zufrieden.
Gefahren mit Sram Slickwire Zügen und semimetallischen Belägen.

Es gab für mich in der Nutzungszeit keine Veranlassung auf ein hydraulisches System upzugraden.....

Im Alltagsbetrieb läge ein Vorteil allerdings in der automatischen Belag-Nachstellung.....

Marco Gios
01.06.2016, 09:55
Zuviel MacGyver geguckt?;):D

Nee - dann bräuchte er für all das nur eine Büroklammer. ;)

Quereinsteiger1
01.06.2016, 10:49
.......

Es gab für mich in der Nutzungszeit keine Veranlassung auf ein hydraulisches System upzugraden.....

Im Alltagsbetrieb läge ein Vorteil allerdings in der automatischen Belag-Nachstellung.....

Die "automatische Belag-Nachstellung" kann auch bei Unachtsamkeit zu einem unangenehmen (unterwegs - sehr ärgerlichen) Problem werden.
(Wie bei einem Freund unterwegs passiert - der bei ausgebautem Laufrad den Bremshebel betätigt hat!!)


Wer hat eigentlich bei der Felgenbremse eine automatische Belag-Nachstellung je vermisst?...
Sicher Disc-Beläge verschleißen schneller als Bremsgummis einer Felgenbremse, aber so viel Aufwand ist es normalerweise nicht!?

cadoham
01.06.2016, 11:43
Die "automatische Belag-Nachstellung" kann auch bei Unachtsamkeit zu einem unangenehmen (unterwegs - sehr ärgerlichen) Problem werden.
(Wie bei einem Freund unterwegs passiert - der bei ausgebautem Laufrad den Bremshebel betätigt hat!!)


Wer hat eigentlich bei der Felgenbremse eine automatische Belag-Nachstellung je vermisst?...


Darum gibt es extra Abstandhalter, die in den Bremssattel eingesetzt werden sollen, wenn man das Laufrad ausbaut.
So bleibt dir jegliches Missgeschick erspart, wenn man sich sonst unsicher fühlt,
oder "unbedacht" den Bremshebel zieht.

Bei einer mechanischen Felgenbremse verstellt man die Vorspannung vom Bremszug,
wenn die Beläge dünner werden.
Das ist bei einer hydrl. Scheibenbremse nicht möglich, sodass man sich hier der automatischen
Belagverstellung mit Hilfe eines Ausgleichsbehälter bedient.

Manchmal hilft es, Technik verstehen zu wollen. ;)

Quereinsteiger1
01.06.2016, 11:57
...Bei einer mechanischen Felgenbremse verstellt man die Vorspannung vom Bremszug,
wenn die Beläge dünner werden.
Das ist bei einer hydrl. Scheibenbremse nicht möglich, sodass man sich hier der automatischen
Belagverstellung mit Hilfe eines Ausgleichsbehälter bedient.

Manchmal hilft es, Technik verstehen zu wollen. ;)

Ist schon klar, hier geht es um einen Vergleich zw. mech. und hydr. Scheibenbremse.
Es sollte meinerseits nur eine Überlegung (Hinweis) sein, ob man die autom. Belag-Nachstellung bei einer mech. Scheibenbremse wirklich vermisst....
Ob es ein Gewinn an Alltagstauglichkeit (Komfort) bei einer hydr. Scheibenbr. bedeutet - wenn man jedes mal bei einem Laufrad-Ausbau "Abstandhalter" einbaut (und sie immer dabei hat) - muss jeder für sich entscheiden.
Es sollte aber auch fairerweise kommuniziert werden....

Es ist mir schon klar, dass es eine hydr. Scheibenbremse ohne eine autom. Belag-Nachstellung sinnvollerweise nicht gibt, oder geben kann....?????

derluebarser
01.06.2016, 12:07
Bei einer mechanischen Felgenbremse verstellt man die Vorspannung vom Bremszug,
wenn die Beläge dünner werden.
Manchmal hilft es, Technik verstehen zu wollen. ;)

und was machst du beispielweise mit dem Belag des feststehenden Kolbens...? ( den wohl 99 % der auf dem Markt befindlichen, mechanischen Scheibenbremsen haben....)

den musst du direkt an der Bremse nachstellen.....wenn nicht, spürst du das an schwindender Bremsleistung ;)
bei der CX75 brauchtest du dafür sogar zwei verschiedene Inbus-Schlüssel!:rolleyes:


Als mech. Zweikolbenbremse wäre mir nur die Spyre bekannt.....die zwei bewegliche Kolben hat.

cadoham
01.06.2016, 12:18
Die Frage bzgl. Belagnachstellung bei einer mech. Felgenbremse kam von dir!
Darauf bin ich lediglich eingegangen.

Wie oft und warum, baust du denn im Alltag deine Laufräder aus?
Einen Abstandhalter verwende ich ausschliesslich beim Transport im Auto,
wenn aus Platzmangel das VR raus muss.

Für den Wechsel von Schlauch oder Reifen, habe ich in den letzten 12 Jahren
noch nie einen Abstandhalter montiert.
Ich zieh dann einfach nicht am Bremshebel ...

Meinst du denn, das Alltagsfahrer, die an soetwas nicht denken,
immer rechtzeitig ihre Beläge an der mech. (Scheiben-)Bremse nachstellen? :D

cadoham
01.06.2016, 12:26
@derluebarser
Du hast schon gelesen, über welche Bremsenart ich in dem zitierten Satz geschrieben habe?
Es ging um eine mech. Felgenbremse.

derluebarser
01.06.2016, 12:57
@derluebarser
Du hast schon gelesen, über welche Bremsenart ich in dem zitierten Satz geschrieben habe?
Es ging um eine mech. Felgenbremse.

nein, habe ich überlesen......;)
weil die ganze Zeit von Scheibenbremsen die Rede war......

Tom
01.06.2016, 14:00
@ Tom: beschäftige dich bitte nur mal mit der VR-Bremse (wg. kurzem Zug, wenig Einfluss auf die Leistung dadurch). Ist das weiche/teigige Gefühl da auch gegeben? Wenn ja, dann hast du nur diese Möglichkeiten:

a) Bremssattel so ausrichten, dass der innere (feststehende) Belag möglichst nahe an die Scheibe kommt (Verbiegen der Scheibe wird dadurch logischerweise minimiert) und der Belag wirklich parallel an die Scheibe gefahren wird.

b) Wechsel der Zughülle durch etwas Druckstabileres.

c) Wechsel des Zuges durch eine Version, die bereits vorgedehnt ist.

Wenn danach der Hebel immer noch weich/teigig erscheint, dann liegt es an der Kombination Hebel - BB7.

Wenn du durch die Maßnahmen die VR-Bremse i.O. gebracht hast, dann mal hinten schauen. Wenn nicht, dann isses witzlos.


Ich selbst fahre Campa-Hebel + BB7 (MNT-Version) mit ROAD-Innereien. Das ist m.E. die beste Kombination, die man herstellen kann und die steht in der Bremsleistung dem, was meine Force-Hydro am BBB kann, nur wenig bis nichts nach.

Die Umbaubeschreibung findet sich (glaube ich), wenn man auf mein 'p.' weiter unten klickt.

Vielen Dank für die vielen nützlichen Tips.
Werde dem mal nach und auf den Grund gehen ;)

Goldfinger10
01.06.2016, 16:05
Wie sind eure Erfahrungen mit den Belägen? Benutzt ihr die gesinterten (Metall) oder die organischen? Wie sieht es mit dem Verschleiß aus? Mit welchen habt ihr die besten Erfahrungen?

Seit neuestem die gesinterten Swissstop in der BB7. Sie haben die Leistung deutlich erhöht.

ab Hydraulik: Ich habe seit kurzem die XT 785 am Mtb. Bremsen tut sie gut, aber Liebe auf den ersten Blick ist es nicht. Meine Hände sind Mechanik gewohnt, Hydraulik durfte immer nur an den Fuss.

Goldfinger10
01.06.2016, 16:07
Bei einer mechanischen Felgenbremse verstellt man die Vorspannung vom Bremszug,
wenn die Beläge dünner werden.

Genau das macht man nicht ! Man stellt einfach die Beläge nach.:rolleyes:

Abstrampler
01.06.2016, 16:14
Und wodurch? Durch die Vorspannung des Zuges. ;)

Ianus
01.06.2016, 17:43
Und wodurch? Durch die Vorspannung des Zuges. ;)

Nein.... die BB7 hat dafür keine Vorrichtung. Da werden die Beläge mittels eines Stellrades justiert.

Goldfinger10
01.06.2016, 17:54
Und wodurch? Durch die Vorspannung des Zuges. ;)

Eben nicht ! Sondern durch werkzeugloses nachdrehen der 2 großen roten Schrauben ! Irgendwann kommt dann eine Verschleissanzeige, und dann gehören die Beläge getauscht.;)

Und dies, obwohl der BB7-Road ein Zugeinsteller beiliegt. Ältere Versionen hatten ihn direkt am Sattel, wie die MTB-Version.
Aber der Zugeinsteller wirkt nicht auf den inneren Belag.

Mifri
01.06.2016, 18:04
Bzgl. Entlüften einer Hydraulik Disc.

Wir haben 3 CX (1x 2,5 u. 2x 1,5 Jahre alt) mit der Shimano Hydraulik Disc vom Händler montierten lassen. Bisher musste ich weder die Flüssigkeit wechseln oder irgendetwas entlüften.

Dieses Argument entfällt also bei dem Vergleich mechanisch zu hydraulisch. Ebenso, dass irgendwelche Druckpunkte im Winter wandern, selbst bei -10 Grad nicht.

Goldfinger10
01.06.2016, 18:14
Dann hast du Glück gehabt !
Ich sehe mich meine XT beim nächsten Schlechtwettereinbruch entlüften und Öl nachfüllen - der Druckpunkt ist viel zu nahe beim Lenker wenn man die Griffweite eng stellt.

Luigi_muc
01.06.2016, 18:39
Ich hab mit RR-Hydros wenig Erfahrung, aber gute MTB-Bremsen muss man auch nur selten bis nie entlüften. Auch meine Formula-Dot-Bremse entlüfte ich nie. Shimano im Haus ebenfalls pflegeleicht.

Das seh ich also nicht als Nachteil, auch egal ob Dot oder Öl. Der Nachteil ist halt eher, dass man das nicht so einfach mit einfachsten Mitteln selbst machen kann (Neuverlegung, Kürzen), wohingegen einen Zug fast jeder hinbekommt. Auch gibts Züge wohl weltweit (für Reiseradler), Entlüftungssets eher weniger.
Alles in allem kein starkes Argument gegen Hydros. Ein starkes Argument war bei mir die Form der STI/DT (Ergonomie und Optik!) und auch der deutlich höhere Preis.

Mifri
01.06.2016, 18:41
Dann hast du Glück gehabt !
Ich sehe mich meine XT beim nächsten Schlechtwettereinbruch entlüften und Öl nachfüllen - der Druckpunkt ist viel zu nahe beim Lenker wenn man die Griffweite eng stellt.


XT ist meines Wissens MTB und nicht RR oder CX. Daher ist ein solcher Vergleich sicherlich nicht ganz korrekt.

Abstrampler
01.06.2016, 19:07
Nein.... die BB7 hat dafür keine Vorrichtung. Da werden die Beläge mittels eines Stellrades justiert.


Eben nicht ! Sondern durch werkzeugloses nachdrehen der 2 großen roten Schrauben ! Irgendwann kommt dann eine Verschleissanzeige, und dann gehören die Beläge getauscht.;)

Und dies, obwohl der BB7-Road ein Zugeinsteller beiliegt. Ältere Versionen hatten ihn direkt am Sattel, wie die MTB-Version.
Aber der Zugeinsteller wirkt nicht auf den inneren Belag.

Jungs, was genau ist denn an "bei einer mechanischen Felgenbremse" nicht zu verstehen? :D

Goldfinger10
01.06.2016, 19:20
XT ist meines Wissens MTB und nicht RR oder CX. Daher ist ein solcher Vergleich sicherlich nicht ganz korrekt.

785 gibts doch auch fürs RR ? Und wesentliche Unterschiede gibt es keine zwischen MTB und RR, d.h. allenfalls der kleinere AGB der RR-Hebel - und das würde die Lage verschärfen und nicht entspannen.

Seit wann diskutieren wir hier mechanische Felgenbremsen in einem Scheibenbremsthread ? :eek: Die sind am RR das Optimum und bedürfen keiner Diskussion.:rolleyes: Wir können aber auf die hydraulischen Felgenbremsen von SRAM übergehen :D Die wo die Nachteile aller Systeme vereinen.

Abstrampler
01.06.2016, 19:20
Nein.... die BB7 hat dafür keine Vorrichtung. Da werden die Beläge mittels eines Stellrades justiert.

Das ist übrigens so nicht richtig. Die BB7 hat unten am Hebelarm eine Mini-Inbusschraube, die genau dafür (Vorspannung erhöhen) da ist.
Wissen viele nicht.
Klar, die Beläge stellt man natürlich mit den Rädchen, bzw den inneren mit Inbus ein. ;)

Goldfinger10
01.06.2016, 19:23
Das ist übrigens so nicht richtig. Die BB7 hat unten am Hebelarm eine Mini-Inbusschraube, die genau dafür (Vorspannung erhöhen) da ist.
Wissen viele nicht.
Klar, die Beläge stellt man natürlich mit den Rädchen, bzw den inneren mit Inbus ein. ;)

Auch um das innere Schräubchen gibt es ein großes rotes Rädchen zum einstellen ;) Und ich fürchte es wäre alternativ T25 und nicht Inbus.:ü

Abstrampler
01.06.2016, 19:24
Richtig. Torx.
Das innere Rädchen lässt sich ohne Torx aber nur schwer bewegen. ;)

Und außerdem sind meine nicht rot. :D

pinguin
01.06.2016, 19:26
Das Innere wird mit der Zeit sperrig... Wenn man es mit der Hand nicht gedreht bekommt, dann passen ein Schraubendreher, ein Inbus und ein Torx, je nach Verfügbarkeit und Größe. Ich hab' da schon alles Mögliche reingesteckt und dran gedreht. Da darf man nicht so empfindlich sein :D

Tante Edith sagt: Mit'm Hausschlüssel, Garagentorschlüssel usw. geht das Einstellen auch. Irgendwas passt immer.

Was natürlich ab und an mal gut ist: Rad ausbauen, inneres Einstellrädchen komplett runter und die zwei, drei Gewindegänge ganz leicht fetten. Hilft je nach Witterung/Dreckpackung ne ganze Weile.

Abstrampler
01.06.2016, 19:30
Ach, guck.
Ich hatte gedacht, das wäre Absicht, dass sich das nur mit Werkzeug einfach einstellen lässt.
Irgendwas mit Sicherheit oder so.
Die Bengal hat für den inneren Belag ja sogar noch eine extra Madenschraube zur Sicherung, deswegen hat mich das bei der BB7 nicht gewundert, dass es nicht mit der Hand ging.

pinguin
01.06.2016, 19:43
Nee, nee... Die Idee ist, dass du händisch justierst. Wenn du am Rädchen drehst, spürst du Rastungen. Diese sollen verhindern, dass sich der Belag unbeabsichtigt von der Scheibe wegdreht. Das funktioniert auch, führt aber je nach Dreck dazu, dass es halt mal zu schwergängig ist.

Wenn man gar nix dabei hat und trotzdem justieren will und keine Bauarbeiterpfoten besitzt, dann kann man immer noch das LR rausnehmen und kommt dann so gut an das Rädchen dran, dass man dann auch diesen Widerstand mit Handkraft überwinden kann.

Die Tektro am Schlumpf hat innenseitig z.B. nur nen Inbus, keinerlei Rastung/Sicherung. Das Verdreht sich auch nicht unbeabsichtigt, läuft auch bei übelstem Dreck schön sauber (k.A., wie die das gemacht haben, aber das ist unverwüstlich/dreckresistent). Wenn ich mal eben justieren will und ich habe kein echtes Werkzeug/Multitool dabei, dann nehme ich i.d.R. irgendeinen Schlüssel vom Schlüsselbund und drehe damit nach.

Abstrampler
01.06.2016, 20:16
Okay. Als Campafahrer hat man zwar eh den passenden Torx am Tool, aber gut zu wissen, dass man den eigentlich nicht braucht. :D

3RAUM
01.06.2016, 21:03
den einzigen Vorteil der mech. Scheibenbremse sehe ich darin, daß ich die im Defektfall im Wald mitm Minitool schon mal wieder fit bekomme.
Ansonsten haben die mech. Systeme nur Nachteile. Modulation, Bremskraft, Handkraft, Belagnachstellung, Zugverschleiß...
Ok, die hydraulischen sind leider ein bißchen teurer. Wer das orginal Öl verwendet sollte bei Magura und Shimano uch keine Probleme bis -20°C bekommen.

Und die ganzen Vorurteile bzgl. Wartung komplex... Das sagen nur Leute, die noch nie eine hydraulische Scheibenbremse komplett zerlegt haben. Baut mal eine komplett auseinander, da ist keine Rocketscience drin. Ein Shimano hydro Bremssattel hat 7 Teile! Jede SLR-Felgenbremse besteht aus mehr Teilen und ist viel schwerer zu zerlegen. Auch im Geber ist nicht viel Besonderes drin.
Entlüftungskits sind Geldmacherei: Schlauch, Spritze vom DM + der Anschlußnippel tuts genauso.

Nur eine Sauerei ist die Geldmacherei mit der Bremsflüssigkeit. Vermutlich kostet die bei Shell im Faß unter 0,2€/l.