PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der fröhliche Fahrrad-Navi Frage Fred



Netzmeister
09.08.2016, 12:21
Moin :),

mein Outing: ich bin derjenige, der noch ohne Fahrrad-Navi unterwegs ist und daher ein Fragen hat. Daher dieser Fred - natürlich auch für andere Fragen zum Fahrrad-Navi (Referenz/Basis: Edge 705).

Gebrauchte Geräte gibt es ja viele und zu ihrer Zeit waren die sicher auf der Höhe der Technik.
1. Was sprich dafür/dagegen, für viel Geld ein neues oder für weniger Mäuse ein gebrauchtes Gerät zu erwerben?
2. Welche Funktionen sollten vorhanden sein und
3. was ist "Nice to have" aber nicht unbedingt nötig?
4. Was schaffen die Geräte, was ein Smartphone nicht kann?

Das wären die ersten Fragen und ich freue mich auf Eure Antworten.

Dierk
09.08.2016, 12:33
4. Das Display lässt sich auch bei Sonne im Zenit noch ablesen, und vom Akku her bessere Autonomie. Stellt man das Display vom Smartphone auf max. Helligkeit, ist der Akku nämlich ratzfatz leer (und kann es trotzdem schlechter ablesen).

dr3do
09.08.2016, 12:38
Gebrauchte Geräte gibt es ja viele und zu ihrer Zeit waren die sicher auf der Höhe der Technik.
1. Was sprich dafür/dagegen, für viel Geld ein neues oder für weniger Mäuse ein gebrauchtes Gerät zu erwerben?
Wenn du dein Wunschgerät, also das Gerät, was deinen tatsächlichen Bedürfnissen entspricht, gebraucht zu einem feinen Preis (in feinem Zustand) kaufen kannst… nur zu. Aus Prinzip ein altes "Topgerät" zu kaufen, das würde ich nicht machen, weil die Technik (Chips, Displays, Laufzeiten, Empfang, Koppelung an Kartenmaterial) sich halt schon "zu schnell" entwickelt. Kaufste heute ein neues "Topmodell" ist's sowieso schon bald "veraltet" – überspitzt ausgedrückt.


2. Welche Funktionen sollten vorhanden sein und
3. was ist "Nice to have" aber nicht unbedingt nötig?
Kommt auf die/deine Zielsetzung an. Was schwebt dir grundsätzlich vor? Was willst du damit machen können?


4. Was schaffen die Geräte, was ein Smartphone nicht kann?
https://www.fahrradnavi24.de/fahrrad-navi-oder-smartphone/

Netzmeister
09.08.2016, 12:43
Wenn du dein Wunschgerät, also das Gerät, was deinen tatsächlichen Bedürfnissen entspricht, gebraucht zu einem feinen Preis (in feinem Zustand) kaufen kannst… nur zu. Aus Prinzip ein altes "Topgerät" zu kaufen, das würde ich nicht machen, weil die Technik (Chips, Displays, Laufzeiten, Empfang, Koppelung an Kartenmaterial) sich halt schon "zu schnell" entwickelt. Kaufste heute ein neues "Topmodell" ist's sowieso schon bald "veraltet" – überspitzt ausgedrückt.

Kommt auf die/deine Zielsetzung an. Was schwebt dir grundsätzlich vor? Was willst du damit machen können?

https://www.fahrradnavi24.de/fahrrad-navi-oder-smartphone/

Eigentlich würde eine reine Navigation reichen, denn für die Aufzeichnung habe ich schon div. Radcomputer und zur Trainingssteuerung ein Pulsmesser (der leider jetzt defekt ist und von Polar auch nicht mehr unterstützt wird).

Spannend wäre ergo ein Gerät, dass alles das (Navigation, Dokumentation und Pulsmessung) in einem Gerät vereint.

dr3do
09.08.2016, 13:09
Die Schwierigkeit/Herausforderung ist, dass es nicht das Gerät schlechthin gibt. D.h. wir müssen einen für dich passablen Kompromiss unter den ganzen Krücken finden.

Welche Ansprüche/Anforderungen an die Navigation hast du? Planst du deine Strecken an Karte/Computer und willst du das dann genau so nachfahren? Willst du spontan von A nach B kommen – immer auf der perfekten Radroute? Kennst du dich grundsätzlich navigationsmäßig gut aus und brauchts eher was zur groben Ortsbestimmung, weil du deine Fahrt von lokalen Gegebenheiten abhängig machst. Ist dir leichte Bedienung wichtiger oder bist du bereit mehr "Frickeln" in Kauf zu nehmen.

Je mehr du in deinen eigenen Worten (dabei spielt es keine Rolle ob du die richtigen Termini kennst) rüberbringen kannst was du genu suchst bzw. damit machen willst, desto besser kann man dir helfen einen "passablen Kompromiss" für dich einzugrenzen.

Netzmeister
09.08.2016, 13:39
Ehrlich gesagt, stehe ich (noch) nicht vor einer direkten Kaufentscheidung (limitierender Faktor ist derzeit Geld).

Grundsätzlich stehen die im Eingangspost gestellten Fragen im Vordergrund - also was kann ein neues Navi, was ein altes (zu seiner Zeit) nicht konnte?
Einsatzzweck ist das Aufzeichnen von selbst gefahrenen Strecken, Abfahren von (aus dem Netz) übertragenen Tracks und ggf. Dokumentation (Funktionen wie bei einem Radcomputer).
Das Planen von Mehr-Tages-Touren und Zielfahrten ist nicht der primäre Einsatz.

klemmi86
09.08.2016, 13:40
Gebrauchte Geräte gibt es ja viele und zu ihrer Zeit waren die sicher auf der Höhe der Technik.
1. Was sprich dafür/dagegen, für viel Geld ein neues oder für weniger Mäuse ein gebrauchtes Gerät zu erwerben?
habe selbst einen Edge 810 im Supersale gekauft, war nicht viel teuerer als die Angebote hier zur gleichen Zeit im Biete-Bereich. Auf Malle ging das Ding aber ständig aus und da ich Erstbesitzer war und Rechnung auf meinen Namen vorweisen konnte, wurde mir der 810er gegen einen 1000er getauscht aus Kulanz. Das Altgerät war bis dahin 1,5 Jahre in Gebrauch. Da es bei der Garantie um eine freiwillige Leistung handelt, könnte Garmin (oder andere) von solcher Regelung bei Zweitbesitzern Abstand nehmen. Meine Empfehlung: neu kaufen, aber nicht zum Tage des Releases, sondern auf Angebote warten.

2. Welche Funktionen sollten vorhanden sein und
Kartendarstellung frei skalierbar, Karte updatebar und ggf. alternative Karte einspielbar (eine für RR, eine für MTB/Gravel). Navigation (also mehr als nur GPX-Tracks abfahren - "bring mich schnellstmöglich nach hause etc.)

3. was ist "Nice to have" aber nicht unbedingt nötig?
alles was mit Bluetooth und der Smartphoneanbindung zu tun hat (sms lesen, livetracking etc.)
4. Was schaffen die Geräte, was ein Smartphone nicht kann?
längere Akkulaufzeit und bei Sonne besser ablesbar, wahrscheinlich kleiner



habs oben ergänzt

los vannos
09.08.2016, 13:57
...

Spannend wäre ergo ein Gerät, dass alles das (Navigation, Dokumentation und Pulsmessung) in einem Gerät vereint.

Also mein Garmin Edge 810 kann das alles.
Und auch noch einiges mehr, zumindest mit den entsprechenden Zusatzgeräten wie Leistungsmessung usw.

Ich habe mein Gerät in der Basisversion mit original Kartenmaterial (als Beilage) für 200€ gebraucht gekauft. War auch erst ein halbes Jahr alt und hatte demnach noch Garantie. Bin auch immer noch schwer begeistert von dieser eierlegenden Wollmilchsau. Bis auf telefonieren kann das Teil alles und ist demnach sein Geld wirklich wert.

Zu Punkt 4:
Reine Navis sind unempfindlicher, spritzwasserfest und kleiner, der Akku hält länger und besser ablesbar. Außerdem bin ich mit nem Smartphone auch übers Handynetz und dem eigeschalteten GPS dann überall ortungsfähig, was ja auch nicht jeder mag.

seankelly
09.08.2016, 14:09
Einsatzzweck ist das Aufzeichnen von selbst gefahrenen Strecken, Abfahren von (aus dem Netz) übertragenen Tracks und ggf. Dokumentation (Funktionen wie bei einem Radcomputer).
Das Planen von Mehr-Tages-Touren und Zielfahrten ist nicht der primäre Einsatz.

Da es bald den ROX 11 gibt, kannste den ROX 10 schon jetzt sehr günstig neu kaufen. Er macht genau, was du angegeben hast (jedenfalls meistens ;))
Vorteile: klein (nicht so'n Klotz am Lenker), gutes Display, logisch-intuitive Menuführung, gute Anbindung ans Sigma Data Center, leicht zu erstellende tracks, viele vorhandene tracks lassen sich supereinfach aufs Gerät übertragen (gpsies ist ins Data Center integriert), rel. leicht, relativ günstig, ideal für RR-tracks übers Land.
Nachteile: funktioniert nicht immer zu hundert Prozent zuverlässig, bei komplizierten Kreuzungen oder im städtischen Raum wirds leicht unübersichtlich.

PNB
09.08.2016, 14:23
4. Das Display lässt sich auch bei Sonne im Zenit noch ablesen, und vom Akku her bessere Autonomie. Stellt man das Display vom Smartphone auf max. Helligkeit, ist der Akku nämlich ratzfatz leer (und kann es trotzdem schlechter ablesen).

War das ein Apfelzeug?

Ich verwende seit einer Weile als reines Navi auf Rad und in den Bergen (Sommer wie Winter) ein LG L70.
Lesbarkeit für mich ausreichend.
Auf Off-Line gestellt hält der Akku locker 14h aus.
Davor hatte ich ebenso jahrelang ein Motorola Defy, mit den gleichen Ergenisse.
Beim L70 ist das Display ein Stückchen größer (4,5 statt 3,7") und die Bedienbakeit von Android 4+ ist etwas besser als 2.2.
Auf dem Defy hatte ich auch 4.0 in Form von CM10 installiert und es geht schon, aber mit gewissen Einschränkungen.

Wenn man die ganze Zeit aufs Display starren will, kann es zu Engpässe kommen, aber ich schaue nur drauf, wenn ich unschlüssig/unsicher bin.
Mit ApeMap und OCM Karten hat man alles dabei, was man brauchen kann zu Nulltarif.

Als Radcomputer verwende ich ein getrenntes Gerät.

Aragami
09.08.2016, 15:35
ich stand vor kurzem vor derselben Frage und habe mich für Smartphone entschieden, obwohl ich durchaus bereit gewesen wäre, Geld für ein Radl-Navi auszugeben.

Vorgeschichte: vor 2 Jahren habe ich Sigma ROX 10 ausprobiert und es wieder abgestoßen, die Navigation war mir nicht gut genug.

Nun, nach einigen Recherchen, hat mich bei den Radl-Navis in der ersten Linie abgeschreckt, daß keines (ob Garmin, Teasi/BikePilot, Mio) dauerhaft zuverlässig läuft, ALLE haben mit SW-bugs zu kämpfen, frieren ein, stürzen ab etc. Bei den neuen am Markt sind die Fehler noch nicht ausgemerzt, bei den alten immer noch nicht und werden nicht mehr ausgemerzt, weil schon neuere Nachfolger da sind.

Was für die Smartphone Lösung Ausschlag gab (ich installierte GPSIES):
+ kost nix, auch Kartenmaterial umsonst, keine Kompabilität- bzw. Konvertierungsproblemme von Tracks ausm I-net
+ das Samrtphone habe ich sowieso mit (wegen Notruf z.B.), also spare ich Gewicht
+ das Problem der Akku-Laufzeit löse ich ggf. durch ein Akku-Pack, das bequem Platz in der Rahmentasche (hinter Vorbau) neben Müsli-Riegel findet. (OK, es wiegt soviel wie ein Radl-Navi und hebt das Gewichts-Argument auf, aber ich habe es eh schon.)

bee
09.08.2016, 16:03
ich nutze Locus mit Openandromaps. Fantastisch. Ich hatte mir für Malle die komplette Karte draufgeladen. Mein Mitfahrer hatte ein älteres Garmin Fahrradnavi. Er konnte aufgrund des schlechten Kartenmaterials kaum navigieren, vor allem, wenn wir "off track" waren. Ich konnte mich immer viel schneller orientieren. Seit dieser Erfahrung zweifle ich nicht mehr, ob Fahrradnavi oder Handy. Würde mir sogar nur für diesen Zweck ein Handy kaufen (robust, guter GPS...).
Dazu kann ich die "Hardware" (Handy) upgraden, ohne die Anwendung zu wechseln. Sieht auf altem+neuen Handy genauso aus wie auf dem Pad. Akkulaufzeit ok, ich schalte allerdings das Display ab, wenn ich weiss, wo es langgeht. Ich hatte Zusatzakkus im Rucksack, aber während des Tages nie benötigt.

snowmaxx
09.08.2016, 16:44
ich nutze Locus mit Openandromaps. Fantastisch. Ich hatte mir für Malle die komplette Karte draufgeladen. Mein Mitfahrer hatte ein älteres Garmin Fahrradnavi. Er konnte aufgrund des schlechten Kartenmaterials kaum navigieren, vor allem, wenn wir "off track" waren. Ich konnte mich immer viel schneller orientieren. Seit dieser Erfahrung zweifle ich nicht mehr, ob Fahrradnavi oder Handy. Würde mir sogar nur für diesen Zweck ein Handy kaufen (robust, guter GPS...).
Dazu kann ich die "Hardware" (Handy) upgraden, ohne die Anwendung zu wechseln. Sieht auf altem+neuen Handy genauso aus wie auf dem Pad. Akkulaufzeit ok, ich schalte allerdings das Display ab, wenn ich weiss, wo es langgeht. Ich hatte Zusatzakkus im Rucksack, aber während des Tages nie benötigt.

Da muss der Mitfahrer aber schon ein wirklich altes Garmin verwendet haben. Sollte mit aktuellen Fahrrad-Navis kein Problem darstellen, da man dort einfach sein Wunsch-Kartenmaterial aufspielen und bei Bedarf auch immer wieder aktualisieren kann. Zumindest bei den aktuellen Garmins (z.B. ab 800er Edge).

loellipop
09.08.2016, 17:59
Wenn du ein Smartphone hast, davon gehe ich aus, dann probiere es doch einfach mal damit aus.
Kostet nix.
Sämtliche speziellen anderen Navigationsgeräte (und deren Befürworter) stammen aus der "Vor-Smartphone Zeit",
ist noch nicht so lange her, aber die Daseinsberechtigung spreche ich diesen Teilen inzwischen weitestgehend ab.

los vannos
09.08.2016, 19:06
...

Wenn man die ganze Zeit aufs Display starren will, kann es zu Engpässe kommen, aber ich schaue nur drauf, wenn ich unschlüssig/unsicher bin.
Mit ApeMap und OCM Karten hat man alles dabei, was man brauchen kann zu Nulltarif.

...

Ein Garmin zeigt durchgehend ein lesbares Display an, ohne das man mit der Hand rauftippen muss um es zu aktivieren.
Wenn ich wissen will (also bei Tageslicht), wo ich grad bin, oder wie schnell, oder anderweitig Daten ablesen will, muss ich zumindest bei der grad aufgerufenen Seite nur einmal kurz aufs Display kucken.

Beim Smartie geht das zwar auch, aber dann muss ich mir Sorgen um den Akku machen.

Smartphones sind nicht schlecht, und in der Stadt nehme ich auch mal gerne das Smartphonme, allein weil über Google Maps die Navifunktion auch über Kopfhöreransage abrufbar ist, was bei massiven Verkehrsaufkommen schon vorteilhaft sein kann, aber das Fahrradnavi hat im direkten Vergleich schon das bessere Gesamtpaket.

MrBurns
09.08.2016, 19:12
wenn du denn irgendwann mal das Geld hasben solltest, kannst du ja noch mal nachfragen... auf diesem Gebiet geht die technische Entwicklung ja auch nicht spurlos vorbei...

Ansonsten mein Rat... kaufe die einen Garmin Edge, z.B. den 1000. Im Gegensatz zu einigen anderen Leutchen habe ich persönlich mit dem 1000er keine Probleme, und wenn, dann lag es meistens an mir...

Allerdings ist die ganze Materie nicht so trivial zu begreifen und zu beherrschen, wie man es vielleicht von anderen technischen Dingen (oder dem Auto - Nav) her gewohnt ist. Aber wenn man sich intensiv mit dem Ding befasst, macht es einem viel Spass und man möchte es bald nicht mehr missen.

Netzmeister
10.08.2016, 14:22
Danke für Eure Antworten. :gut:

Allerdings ist mir immer nicht ganz klar, was nun ein (damals) gutes "Altgerät" von einem Nach-Nach-Nachfolge-Gerät unterscheidet :confused:.
Tracks aufzeichnen und aufspielen ging doch sicher von Anfang an, oder? Und die Funktionen die ein einfacher Radcomputer bietet (Geschwindigkeit, Max-Geschw., Durchschnitts-Geschw.; Tages-/Gesamt-Km, Uhrzeit, evtl. Trittfreq., evtl. Puls), gab es - so weit mir bekannt ist - auch schon bei einem Gerät wie dem Edge 705.

Das Edge 705 ist auch die Basis meiner o.g. Fragen.

deco
10.08.2016, 14:25
Allerdings ist mir immer nicht ganz klar, was nun ein (damals) gutes "Altgerät" von einem Nach-Nach-Nachfolge-Gerät unterscheidet :confused:.
Tra

Sieht man recht schnell, wenn man mal um 'ne Kurve fährt. :)

dr3do
10.08.2016, 14:52
Allerdings ist mir immer nicht ganz klar, was nun ein (damals) gutes "Altgerät" von einem Nach-Nach-Nachfolge-Gerät unterscheidet :confused:.
Du benutzt doch sicherlich auch noch anderes Elektronik-Zeugs (Smartphones, Laptops, Compis, WiFi-Router, Bildschirme, Fernseher, Beamer usw.) oder?

Tipp: Bei den Navis ist's auch so.



wenn du denn irgendwann mal das Geld hasben solltest, kannst du ja noch mal nachfragen... auf diesem Gebiet geht die technische Entwicklung ja auch nicht spurlos vorbei...
+1

snowmaxx
10.08.2016, 15:26
Danke für Eure Antworten. :gut:

Allerdings ist mir immer nicht ganz klar, was nun ein (damals) gutes "Altgerät" von einem Nach-Nach-Nachfolge-Gerät unterscheidet :confused:.
Tracks aufzeichnen und aufspielen ging doch sicher von Anfang an, oder? Und die Funktionen die ein einfacher Radcomputer bietet (Geschwindigkeit, Max-Geschw., Durchschnitts-Geschw.; Tages-/Gesamt-Km, Uhrzeit, evtl. Trittfreq., evtl. Puls), gab es - so weit mir bekannt ist - auch schon bei einem Gerät wie dem Edge 705.

Das Edge 705 ist auch die Basis meiner o.g. Fragen.

Ich hatte den Edge 705 auch mal.

Gibt schon erhebliche Verbesserungen bei den neuen Geräten, z.B.:
- Einfachere Bedienung, z.B. über Touchscreen (für beim 705er teilweise umständlich über den kleinen Joystick)
- Deutlich schneller (Anzeige der Karte, Zoomen in der Karte, Einschalten, GPS-Signalerkennung)
- Eigenes Kartenmaterial aufspielbar (z.T. mehrere Karten parallel)
- Bessere Displays
- Bessere GPS-Genauigkeit
- Connectivity über Bluetooth oder WLAN mit diversen Online-Funktionen
- Temperaturanzeige
- Besseres Befestigungssystem
...

Jim Bob
10.08.2016, 15:49
Einsatzzweck ist das Aufzeichnen von selbst gefahrenen Strecken, Abfahren von (aus dem Netz) übertragenen Tracks und ggf. Dokumentation (Funktionen wie bei einem Radcomputer).

Ich mach das per Smartphone und Orux (www.oruxmaps.com).


Das Planen von Mehr-Tages-Touren und Zielfahrten ist nicht der primäre Einsatz. Geht aber auch, sogar offline mitten im Wald. Entweder per Orux mit BRouter oder Osmand (kostenlos mit Kartenmaterial aus www.f-droid.org).

Schöner Nebeneffekt an o.a. Lösungen: Man ist nicht der Produktpolitik eines Herstellers ausgeliefert, a lá "dieses Gerät wird von unserer Software nicht mehr unterstützt."

Vorschlag: sammle Erfahrungen mit der kostenlosen Variante, dann weißt du irgendwann, was du ganz konkret vermisst.

sskopnik
10.08.2016, 16:15
Ich hatte den Edge 705 auch mal.

Gibt schon erhebliche Verbesserungen bei den neuen Geräten, z.B.:
- Einfachere Bedienung, z.B. über Touchscreen (für beim 705er teilweise umständlich über den kleinen Joystick)
- Deutlich schneller (Anzeige der Karte, Zoomen in der Karte, Einschalten, GPS-Signalerkennung)
- Eigenes Kartenmaterial aufspielbar (z.T. mehrere Karten parallel)
- Bessere Displays
- Bessere GPS-Genauigkeit
- Connectivity über Bluetooth oder WLAN mit diversen Online-Funktionen
- Temperaturanzeige
- Besseres Befestigungssystem
...

Dem kann ich nur zustimmen und dabei dringend vom Erwerb eines vermeintlich günstigen 705er abraten. Wenn du es wirklich für Navigation und nicht nur als besseren Tacho nutzen möchtest wirst du damit nicht glücklich!
Habe mich selbst ein paar Jahre damit rumgeärgert und bin dann auf das 800er umgestiegen. Mit dem habe ich mich dann auch rumgeärgert, aber auf ganz anderem Niveau :D
Das 705er ist einfach "Navi-Steinzeit". Routenberechnung dauert ewig, die Hardware ist zum Teil schlicht überfordert und die Kartenverwaltung umständlich. Also ein 810er sollte es schon mindestens sein. Den gibt's inzwischen auch für um die 300€. Vom 820er würde ich nach den ersten Berichten hier auch abraten... Dann besser gleich das 1000er

pinguin
10.08.2016, 16:40
Ehrlich gesagt, stehe ich (noch) nicht vor einer direkten Kaufentscheidung (limitierender Faktor ist derzeit Geld).

Grundsätzlich stehen die im Eingangspost gestellten Fragen im Vordergrund - also was kann ein neues Navi, was ein altes (zu seiner Zeit) nicht konnte?
Einsatzzweck ist das Aufzeichnen von selbst gefahrenen Strecken, Abfahren von (aus dem Netz) übertragenen Tracks und ggf. Dokumentation (Funktionen wie bei einem Radcomputer).
Das Planen von Mehr-Tages-Touren und Zielfahrten ist nicht der primäre Einsatz.

Kaufe dir eine gute Multisportuhr. Die macht das, was du möchtest und zwar dezent.

Ich selbst habe mittlerweilen kein Interesse mehr, irgendeine Mickimaus am Lenker zu haben, will aber flexibel sein.

D.h., ich nehme meine Garmin Fenix 2, spiele dort ein GPX-File (oder mehrere) auf und navigiere nach der "Brotkrumenspur". Die Fenix mache ich am Oberlenker fest (Verdickung desselben dann durch in Stück Heizungsrohrisolierung (dezentes Grau, fällt unter der Uhr überhaupt nicht auf, quasi kostenlos) und kann mir so die Spur anschauen oder andere Daten abrufen, wenn ich möchte.

Da ich beim Radeln aus Sicherheitsgründen eh ein Telefon dabei habe, habe ich den Track dort auch dabei (Oruxmaps als App) und kann dort, falls es die Brotkrumenspur an Eindeutigkeit vermissen läßt, anhand der Offline-Vektorkarte genau sehen, was los ist.

Ich teile also auf in 90% Einfachheit und 10% Unterstützung, falls überhaupt erforderlich. Nebeneffekt: Backup der Technik, denn es soll schon Navis gegeben haben, die ausgestiegen sind... (Garmin kann das super :rolleyes: )

heckantrieb
10.08.2016, 16:47
Das haengt wirklich davon ab, was du machen willst und wie.

Ich benutze immer noch ein steinaltes Garmin etrex Legend.
Das ist eigentlich ein Outdoor-Navi. Nicht wirklich gross, aber dick. Dafuer macht's mit Standard-Akkus so 20h, ist wasserfest. Kein Touchscreen, sondern Knoepfe (finde ich auf dem Rad gut). Die "Spezielle Halterung" ist eine Klettband-Rucksackhalterung, mit der es am Vorbau festgezurrt wird. Navigieren lasse ich das Ding nie, ich fahre nur heruntergeladene oder selbstgebaute Strecken ab bzw. zeichne auf. Helferleins wie Abbiegehinweise finde ich umstaendlicher als einfach der Kruemelspur auf der Karte nachfahren, Trittfrequenz, Puls, etc. will ich gar nicht haben.

Wenn dein angedachter Einsatzzweck aehnlich rudimentaer ist kann man das machen.

Nachteile:
- Das Geraet ist lahm und hat ein kleines Display. Im oben beschriebenen Einsatzzweck stoert das gar nicht, aber wenn du unterwegs nach einer Alternativroute gucken willst ist das ein bisschen wie Tetris spielen.
- Aufspielen neuer Tracks geht auf Windows nur mit spezieller Garminsoftware
- Groesse/Gewicht. Es gibt auch neue Geraete, die aehnlich klein wie ein klassischer Tacho sind und Aehnliches leisten. Allerdings ist die Laufzeit da geringer.

Der Vorteil eines Smartphones ist natuerlich, dass man kein zusaetzliches Geraet mitschleppt (wenn das Smartphone eh mit soll).

Edit:
Guck dir den Post vom pinguin an. Das ist die Loesung, die bei Gelegenheit meine jetzige abloesen wird.

roman-t
10.08.2016, 17:02
Interessanter Faden mal wieder:

Was tun die Smartphone-Verfechter eigentlich unterwegs gegen die anderen eingehenden Informationen?
Klar, ich habe auch unterwegs eins dabei, wegen Notfall etc. Allerdings meist im Flugmodus oder ganz aus, da ich in der Regel erst am Nachmittag aufs Rad komme und der Tag bis dahin am Akku gesaugt hat.

Ich genieße auf jedne Fall die Zeit ohne die Infos und Anrufe am Lenker die sonst so eingehn.

Netzmeister
10.08.2016, 17:13
Ich habe mir von ein paar Jahren mal Naviki (http://www.naviki.org/)aufs Handy geladen. Eigentlich ganz gut zu verwenden, aber saugt so viele Saft vom Smartphone, dass spätestens nach 2 Stunden "Ende Gelände" ist.

Ich muss mal recherchieren, wie ich ein iPhone 4S so konfigurieren kann, dass nur Naviki Ressourcen verbraucht - und eine Halterung fürs alte iP4S ist nicht einfach zu finden.
Ein wenig Angst habe ich davor, dass sich bei einer Bodenwelle mein Handy vom Vorbau/Lenker verabschiedet.

pinguin
10.08.2016, 17:15
Telefon am Lenker: Hab's mit nem Motorola Defy mal ausprobiert (wegen wetterfest und wechselbarem Akku) und gleich wieder gelassen, denn das Display spiegelte unheimlich. Ein 4s nutze ich beruflich und würde mal sagen, das spiegelt auch stark.

Netzmeister
10.08.2016, 17:21
Telefon am Lenker: Hab's mit nem Motorola Defy mal ausprobiert (wegen wetterfest und wechselbarem Akku) und gleich wieder gelassen, denn das Display spiegelte unheimlich. Ein 4s nutze ich beruflich und würde mal sagen, das spiegelt auch stark.
Das stimmt. Kann man das vllt. mit einer Display-Schutzfolie lindern?

Eine verfügbare Sprachsteureung würde den Blick aufs Display zwar nicht überflüssig machen, aber vllt. die Häufigkeit verringern.
Sprechen die Fahrrad-Navis auch mit mir?

pinguin
10.08.2016, 17:25
Ja, die sprechen auch mit dir. Aber, das nervt... Und, wenn es mal wichtig wäre, dann hörst du es nicht. D.h. ein Knopf im Ohr wäre erforderlich.

Habe damit auch schon experimentiert. Ich will beim Radeln meine Ruhe, von daher war das gleich wieder ad acta gelegt.

roman-t
10.08.2016, 17:40
Ja, die sprechen auch mit dir. Aber, das nervt... Und, wenn es mal wichtig wäre, dann hörst du es nicht. D.h. ein Knopf im Ohr wäre erforderlich.

Aber nur Fahrrad-Navi-Apps...

Ein Garmin Edge spricht nicht.
Wenn man will pieps er entsprechend laut zum Hinweis auf dem Display.

Gangkal
10.08.2016, 17:43
Ich hab vielleicht überlesen wie alt Du bist. Warum ich das erwähne? Nun, die Edge-Modelle 705, 800 und 810 (820 hab ich noch nie in Händen gehabt) kann ich ohne Lesebrille beim Fahren nicht mehr ablesen! Klingt vielleicht komisch - ist es aber nicht wenn man mehr als 2 Anzeigen auf einer Displayseite haben will. Deshalb: Wenn Du schon eine Lesebrille brauchst oder im relevanten Alter um die 45 oder älter bist dann solltest Du auf die Displaygröße achten! Ich stand vor der Wahl Garmin Edge 1000 und Mio Cyclo 505 und habe mich schließlich für letzteren entschieden habe. Das übertragen von gefahrenen Touren auf den PC oder von geplanten Touren vom PC über WIFI - also Kabellos - geht mit beiden Geräten und ist wie ich finde ein tolles Ausstattungsmerkmal.
Im übrigen finde ich den 705 nicht für so schlecht wie hier teilweise geschrieben wurde. Das Teil hat mir lange gedient und ich war immer zufrieden damit. Die "Joystickbedienung" ist wie ich finde (meine subjektive Meinung) auch besser als die Touchscreenbedienung der 800/810 Modelle bei welchen gleichzeitig ein größeres Display vorgetäuscht als tatsächlich vorhanden.

MrBurns
10.08.2016, 18:06
Ich hab vielleicht überlesen wie alt Du bist. Warum ich das erwähne? Nun, die Edge-Modelle 705, 800 und 810 (820 hab ich noch nie in Händen gehabt) kann ich ohne Lesebrille beim Fahren nicht mehr ablesen! Klingt vielleicht komisch - ist es aber nicht wenn man mehr als 2 Anzeigen auf einer Displayseite haben will. Deshalb: Wenn Du schon eine Lesebrille brauchst oder im relevanten Alter um die 45 oder älter bist dann solltest Du auf die Displaygröße achten! Ich stand vor der Wahl Garmin Edge 1000 und Mio Cyclo 505 und habe mich schließlich für letzteren entschieden habe. Das übertragen von gefahrenen Touren auf den PC oder von geplanten Touren vom PC über WIFI - also Kabellos - geht mit beiden Geräten und ist wie ich finde ein tolles Ausstattungsmerkmal.
Im übrigen finde ich den 705 nicht für so schlecht wie hier teilweise geschrieben wurde. Das Teil hat mir lange gedient und ich war immer zufrieden damit. Die "Joystickbedienung" ist wie ich finde (meine subjektive Meinung) auch besser als die Touchscreenbedienung der 800/810 Modelle bei welchen gleichzeitig ein größeres Display vorgetäuscht als tatsächlich vorhanden.

das mit dem gucken ist natürlich für dich ein Problem, das sehe ich ein. Und sicherlich ist der 705er kein schlechtes Gerät gewesen, aber inzwischen völlig technisch überholt...
Selbst zwischen meinem Backup Edge 800 und dem 1000 liegen schon Weltenm Hinblick auf Performance und vor allem Display.
Also bevor jemand noch Geld für ein uralt Gerät investiert, sollte er das leiber als "Anzahlung " für ein zeitgemäßes Gerät (egal, von welchem Hersteller) hernehmen.

Jim Bob
10.08.2016, 21:35
Was tun die Smartphone-Verfechter eigentlich unterwegs gegen die anderen eingehenden Informationen? [...] meist im Flugmodus oder ganz aus [...]
Flugmodus oder "nicht stören"-Modus (Android 6).

Gangkal
11.08.2016, 00:18
@MrBurns
Ich habe in keinster Weise angeraten ein Uraltmodell zu kaufen! Ich habe lediglich - nach meiner Meinungsäusserung zur TE-Frage - darauf hingewiesen dass der 705 ein klasse Gerät ist und die Kritiken nicht gerechtfertigt sind und dass der einzige effektive Unterschied zu den Modellen 800 und 810 der Touchscreen ist.
Das würde für mich im Bedarfsfalle heissen ich kauf mir lieber einen 705 als einen 800/810 weil ich auf die Touchscreenfunktion verzichten kann. Da ich keinen Bedarf habe und mit meinem Mio zufrieden bin würde ich noch den Edge 520 ins Rennen schicken.

snowmaxx
11.08.2016, 08:54
@MrBurns
Ich habe in keinster Weise angeraten ein Uraltmodell zu kaufen! Ich habe lediglich - nach meiner Meinungsäusserung zur TE-Frage - darauf hingewiesen dass der 705 ein klasse Gerät ist und die Kritiken nicht gerechtfertigt sind und dass der einzige effektive Unterschied zu den Modellen 800 und 810 der Touchscreen ist.
Das würde für mich im Bedarfsfalle heissen ich kauf mir lieber einen 705 als einen 800/810 weil ich auf die Touchscreenfunktion verzichten kann. Da ich keinen Bedarf habe und mit meinem Mio zufrieden bin würde ich noch den Edge 520 ins Rennen schicken.

Hast du einen 800/810er schon einmal im Einsatz gehabt? Kann ich mir nicht vorstellen.

sskopnik
11.08.2016, 11:53
@MrBurns
..darauf hingewiesen dass der 705 ein klasse Gerät ist und die Kritiken nicht gerechtfertigt sind und dass der einzige effektive Unterschied zu den Modellen 800 und 810 der Touchscreen ist. ...


Nö, das stimmt einfach nicht! Werde die Begründung hier jetzt aber nicht wiederholen... Klar früher war man mit wenig zufrieden, aber ich kenne niemanden (im Verein und darüber hinaus) der in 2016 noch "glücklich" mit seinem 705er navigiert. Das Ding war ein "Krampf" !!!

Netzmeister
11.08.2016, 11:59
Okay.
Ich sehe ein, dass es sich wenig lohnt für "´n Appel und´n Ei" ein gebrauchtes "Ex-Top-Navi" zu kaufen. Es kauft ja heute auch niemand einen PC mit Windows XP.

Da ich ohnehin einen neune Pulsmesser benötige, schränkt die Auswahl an Navis weiter ein.

Aragami
11.08.2016, 13:26
Was tun die Smartphone-Verfechter eigentlich unterwegs gegen die anderen eingehenden Informationen?.

Ignorieren?

pinguin
11.08.2016, 14:23
Da ich ohnehin einen neune Pulsmesser benötige, schränkt die Auswahl an Navis weiter ein.

Falls du auch läufst, wanderst, evtl. ein Auge auf eine neue Uhr hast: Multisport-Uhr.

Ich muss hier echt mal ein bisschen Werbung für diese Geräte machen, gerade, wenn man vielseitig interessiert ist und dezent unterwegs sein möchte.

Garmin Fenix 3
Suntoo Ambit

würde ich mir mal anschauen, siehe hierzu auch DC Rainmaker und seine Tests.

Tristero
11.08.2016, 15:32
Nö, das stimmt einfach nicht! Werde die Begründung hier jetzt aber nicht wiederholen... Klar früher war man mit wenig zufrieden, aber ich kenne niemanden (im Verein und darüber hinaus) der in 2016 noch "glücklich" mit seinem 705er navigiert. Das Ding war ein "Krampf" !!!


"Krampf" würde ich nicht sagen, das Gerät aber auch nicht zum Kauf empfehlen. Die Hauptschwächen waren in meinen Augen jedoh andere, als die oben Genannten. Display, GPS-Empfang und Bedienung gingen nämlich durchaus in Ordnung und wären auch heute noch annehmbar.

Wesentlicher Nachteil ist, wenigstens für meine Begriffe, hingegen die Kombination aus folgenden drei Eigenschaften:

1. Die Engine ist zu schwach für Routing über längere Strecken. => Wäre für sich alleine genommen akzeptabel, da man ja Tracks verwenden könnte. Letzteres würde ich ohnehin vorziehen, ist aber natürlich Geschmackssache.
2. Tracks können max. 500 Trackpunkte haben.
3. Es können max. 20 Tracks auf dem Gerät gespeichert werden. => Das ist totaler Mist!!! Man muss dann nämlich die Trackpunkte reduzieren, die Reduktion kontrollieren, die Tracks teilen oder gleich ganz von Hand nachzeichnen. In der Praxis läuft das bei längeren Unternehmungen (z.B. Alpencross) normalerweise auf eine Kombination all dessen hinaus. Und das ist schlichtweg sehr zeitaufwendig und total nervig.

Außerdem werden die Geräte nicht "für'n Appel und nen Ei" gehandelt, sondern kosten noch richtig Geld. Das sollte man in was Besseres investieren.



Falls du auch läufst, wanderst, evtl. ein Auge auf eine neue Uhr hast: Multisport-Uhr.

Ich muss hier echt mal ein bisschen Werbung für diese Geräte machen, gerade, wenn man vielseitig interessiert ist und dezent unterwegs sein möchte.

Garmin Fenix 3
Suntoo Ambit

würde ich mir mal anschauen, siehe hierzu auch DC Rainmaker und seine Tests.

Verstehe nicht, was daran gut sein soll, es sei denn, man will seine Aktivitäten dokumentieren. Kann man auf die Karte verzichten, geht dezent auf dem Rad wesentlich günstiger und auch leichter mit dem Edge 20/25. Und Wandern ohne Kartendarstellung? Wozu soll das nützlich sein? Dann müsste man ja vorher immer erst einen Track aufspielen? Könntest du mir das noch mal ausführlich erklären? Würde mich echt interessieren.

pinguin
11.08.2016, 16:44
Wandern besteht für mich aus ner Papierkarte im Rucksack. Ehrlich, ich lach' mich innerlich jedesmal schlapp, wenn einer mit nem Telefon/GPS-Receiver in der Hand durch die Wallachei latscht...

Die Unterstützung, die ich nutze: Abgleich der Höhe mit den Infos, die eine klassische Wanderkarte hergibt. Das unterstützt die Orientierung bei kniffligeren Fragestellungen in irgendwelchen Geröllfeldern deutlich.

Wandern im Gebirge und digitale Karten auf relativ empfindlichen Geräten geht für mich nicht zusammen. Ich bin da ein Dinosaurier und halte Papier plus vertrauenswürdige Höheninformation (also barometrisch, mit gelegentlichem Abgleich mit ner GPS-Höhe oder nem Schild) für essentiell.

Ich habe mit ner Multisport-Uhr die Zeit, die Höhe, geografische Koordinaten wetterfest und vor Verlust geschützt an der Hand. Die Gerätelaufzeit kann z.B. bei einer Fenix auf Tage ausgedehnt werden, das schafft ein Telefon/Edge usw. nicht.

Nebeneffekt bei Unsicherheiten/Problemen: Speichern von Positionen und Kompassnavigation dorthin.

Hat mit Fahrrad-Navi alles nix zu tun, aber wenn man jetzt nicht so eindimensional investieren möchte, dann eben so ne Uhr - meine Empfehlung und Erfahrung. Natürlich auch lehrberuflich/studiert geprägt. Als Vermesser sieht man solche Technologien häufig nochmal anders, gerade, wenn man mit der GPS-Technik der 90er Anfangsjahre begonnen hat (das, was heute ein 10 Euro China-GPS kann, dass haben wir damals in zwei Reisekoffern am Bahngleis entlang geschleppt).

PNB
11.08.2016, 17:20
Wandern besteht für mich aus ner Papierkarte im Rucksack. Ehrlich, ich lach' mich innerlich jedesmal schlapp, wenn einer mit nem Telefon/GPS-Receiver in der Hand durch die Wallachei latscht...


Bei Kräuterwanderungen mag es auch was drinnen sein.
Viel Spaß bei einem Whiteout am Gletscher im Sommer sowie mit Tourenski im Winter.

roman-t
11.08.2016, 17:24
Und ganz ehrlich, dafür dass die Edge Geräte reine Fahrrad-"Tachos" sind, machen sie sich beim Wandern sehr gut - vor allem Nachts. Der Edge 1000 hat sogar ne Handschlaufe :D ...und für mich ist das auch der einzig sinnvolle Nutzen der Displaysperre - in der Tasche.

pinguin
11.08.2016, 17:43
Bei Kräuterwanderungen mag es auch was drinnen sein.
Viel Spaß bei einem Whiteout am Gletscher im Sommer sowie mit Tourenski im Winter.

Na ja - relative Extreme aus dem Hut zaubern könnt' ich auch... :D (Tourenski hab' ich nicht und was soll ich im Sommer auf nem Gletscher? :krabben: )

Tristero
12.08.2016, 13:08
Wandern besteht für mich aus ner Papierkarte im Rucksack. Ehrlich, ich lach' mich innerlich jedesmal schlapp, wenn einer mit nem Telefon/GPS-Receiver in der Hand durch die Wallachei latscht...

Die Unterstützung, die ich nutze: Abgleich der Höhe mit den Infos, die eine klassische Wanderkarte hergibt. Das unterstützt die Orientierung bei kniffligeren Fragestellungen in irgendwelchen Geröllfeldern deutlich.

Wandern im Gebirge und digitale Karten auf relativ empfindlichen Geräten geht für mich nicht zusammen. Ich bin da ein Dinosaurier und halte Papier plus vertrauenswürdige Höheninformation (also barometrisch, mit gelegentlichem Abgleich mit ner GPS-Höhe oder nem Schild) für essentiell.

Ich habe mit ner Multisport-Uhr die Zeit, die Höhe, geografische Koordinaten wetterfest und vor Verlust geschützt an der Hand. Die Gerätelaufzeit kann z.B. bei einer Fenix auf Tage ausgedehnt werden, das schafft ein Telefon/Edge usw. nicht.

Nebeneffekt bei Unsicherheiten/Problemen: Speichern von Positionen und Kompassnavigation dorthin.

Hat mit Fahrrad-Navi alles nix zu tun, aber wenn man jetzt nicht so eindimensional investieren möchte, dann eben so ne Uhr - meine Empfehlung und Erfahrung. Natürlich auch lehrberuflich/studiert geprägt. Als Vermesser sieht man solche Technologien häufig nochmal anders, gerade, wenn man mit der GPS-Technik der 90er Anfangsjahre begonnen hat (das, was heute ein 10 Euro China-GPS kann, dass haben wir damals in zwei Reisekoffern am Bahngleis entlang geschleppt).

Danke für die ausführliche Antwort!

Papierkarte stimmt schon. Aber gerade für ganz einfache Touren mit Familie oder nicht so bergsportaffinen Freunden ist ein GPS mit Kartendarstellung oder mit Abstrichen auch ein Handy ganz praktisch - braucht man nämlich die Karte erst gar nicht. Ist mir nicht zu dumm, auch wenn's dumm ausschaut. :D

Barometrische Höhe am Handgelenk finde ich auch überaus praktisch. Aber das kann jede entsprechende 20-Euro Uhr vom Discounter genauso gut. Renne seit Ewigkeiten mit einer ungelabelten Oregon Scientific vom Lidl durch die Botanik. Tut super.

Position brauche ich höchstens in absoluten Ausnahmefällen. Und wenn's doch mal soweit kommen sollte, wäre Kartendarstellung schon gut. Also würde ich immer das Handy oder mein Etrex rausziehen.

On so'ne Uhr teuer ist oder nicht, ist natürlich Ansichtssache. Ich finde die ziemlich teuer. Nicht unbedingt gemessen an der gebotenen Technik, aber an dem Nutzen, der sich mir so erschließt.

So ist jeder Jeck wohl anders. Du hattest das Etrex ja auch mal, wenn ich das richtig im Kopf habe.


Bei Kräuterwanderungen mag es auch was drinnen sein.
Viel Spaß bei einem Whiteout am Gletscher im Sommer sowie mit Tourenski im Winter.

Bei richtigem Whiteout auf'm Gletscher ist im Vorfeld schon was extrem schief gelaufen. Mit GPS ist natürlich besser als ohne, schon klar. Aber das darf einfach nicht passieren. Ich war mal mit Ski auf dem Tödi, da ist der Gletscher so richtig zerrissen. Als wir uns für die Abfahrt bereit gemacht hatten, zog eine Wolke durch. Mein lieber Scholli, auch mit GPS hätteste da nicht viel werden können.

pinguin
12.08.2016, 13:24
Danke für die ausführliche Antwort!


gerne :)



So ist jeder Jeck wohl anders. Du hattest das Etrex ja auch mal, wenn ich das richtig im Kopf habe.


Habe ich auch noch. Liegt in der Schublade, ich bin mittlerweilen einfach zu faul, mir Karten, Tracks usw. dafür zu präparieren. Die Faszination der damaligen Zeit ist einfach der allgemeinen Zeitknappheit gewichen. Bei mir geht alles, was "elektrisch" ist, nur noch KISS. Ich vermeide Abhängigkeiten von Produkten wie z.B. Cloud, ich hasse Geräte, die mich permanent zwingen, irgendwas daran zu machen, ich will einfach nur meine Ruhe vor dieser Ganzen Gängelei...

Etrex ist an sich simpel, nützlich, aber benötigt wg. der Kapazitätsbeschränkungen zuviel Vorbereitungsaufwand.

Die neuen Generationen (Edges aller Versionen) habe ich nie in der Hand gehabt, da bereits Touchbedienung für mich Quatsch ist.

Und auch die Fenix, so gern ich damit arbeite und lebe (ist zunächst mal schlicht eine Alltagsuhr für mich, ich trage das Ding 7x24) hat ihre Mucken... Wie so oft im Leben: Zu Beginn des Besitzes eines solchen Geräts regt man sich furchtbar auf, verstellt dauernd irgendwas, um ein irgendwie geartetes Optimum zu finden. Dann kommt der Tag, ab dem man sagt: "Hmmm... Mist, dass geht jetzt nicht, aber weiste was? Das ich jetzt gerade die Temperatur nicht einsehen kann, eigentlich egal. In der nächsten Ortschaft hängt eh irgendwo ein Thermometer." Und ja, dann kommt der Tag, wo man sagt: "Aktuelle Temperatur? Wozu will ich das eigentlich wissen?"

Wie gesagt, KISS beherrscht mich da schon lange und deswegen mag ich das Konzept der Brotkrumenspur, die Verfügbarkeit von richtigen Knöpfen, die versteckte Mitführung eines Nur-Fast-Alleskönners wieder richtig gut leiden.

PNB
12.08.2016, 14:03
Bei richtigem Whiteout auf'm Gletscher ist im Vorfeld schon was extrem schief gelaufen.


Wenn Du es sagst.

Netzmeister
12.08.2016, 14:19
[...]
Wie gesagt, KISS beherrscht mich da schon lange und deswegen mag ich das Konzept der Brotkrumenspur, die Verfügbarkeit von richtigen Knöpfen, die versteckte Mitführung eines Nur-Fast-Alleskönners wieder richtig gut leiden.
Die ganzen Funktionen, die im Laufe der Zeit in die Geräte (deglicher Art) eingeflossen sind, hat man häufig nicht vermisst - eine Kaffeemaschine sollte heißen Kaffee zubereiten und brauchte weder Zeitschaltuhr noch Kommunikation mit dem Kühlschrank.
Früher musste ich am Rad alles Mögliche haben - heute fahre ich mit meinem Yougtimer ohne Computer und Pulsuhr, dafür 8-fach mit Rahmenschalthebeln spazieren, genieße das Rasseln des Freilaufs und mal wieder schmale Bremshebel in den Handel zu halten.

Wahrscheinlich hat selbst das günstigste Fahrrad-Navi (Neuware) heute einige Funktionen, die man nicht benötigt, aber mitkauft - und/oder erst mit der Zeit zu schätzen lernt.:)

Tristero
13.08.2016, 14:16
Habe ich auch noch. Liegt in der Schublade, ich bin mittlerweilen einfach zu faul, mir Karten, Tracks usw. dafür zu präparieren. Die Faszination der damaligen Zeit ist einfach der allgemeinen Zeitknappheit gewichen. Bei mir geht alles, was "elektrisch" ist, nur noch KISS. Ich vermeide Abhängigkeiten von Produkten wie z.B. Cloud, ich hasse Geräte, die mich permanent zwingen, irgendwas daran zu machen, ich will einfach nur meine Ruhe vor dieser Ganzen Gängelei...

Etrex ist an sich simpel, nützlich, aber benötigt wg. der Kapazitätsbeschränkungen zuviel Vorbereitungsaufwand.

Die neuen Generationen (Edges aller Versionen) habe ich nie in der Hand gehabt, da bereits Touchbedienung für mich Quatsch ist.



Das sehe ich genauso! :eek::) Deshalb würde mich eine Uhr stören, die ständig aufgeladen werden muss.

Am Mounty habe ich das Etrex einfach dran und lasse nur die Karte mitlaufen. Zur groben Orientierung habe ich einige Fernwanderwege als Tracks ständig aktiviert. Dazu im Speicher einige von mir gebastelte Runden, die ich bei Bedarf zuschalte. Dann erkennt man leicht den groben Verlauf und kann darauf variieren. Für mich eine tolle Lösung, die mir ungemein dabei hilft, Neues zu entdecken. In nicht allzu hügeligem Terrain finde ich auch das Luftlinienrouting sehr praktisch - sei es auf dem Renner oder dem MTB. Mehr KISS geht mE gar nicht.

Für längere Unternehmungen sind die Beschränkungen im Trackspeicher beim Vista HCx allerdings wirklich mistig. Ist aber beim neueren Etrex 30 abgestellt. Das kann auch mehrere Karten verwalten. In meinen Augen ist das echt ein empfehlenswertes Gerät, wenn man auf den Strava- und Trainingskram verzichten kann. Leider erfolgt der Kartenaufbau immer noch nicht schneller. D.h. Karte mal eben großräumig verschieben wie am Handy ist nicht. Blöd, wenn man großräumig umplanen möchte. Den Fall hatte ich in den Pyrenäen mal, als ein Unwetter aufzog. Mit dem Etrex 30 hätte ich da aber von vornherein einen Alternativtrack gehabt. Passte aufs Vista leider nicht mehr drauf. So waren wenigstens die Papierkarten nicht ganz umsonst mitgeschleppt. Jedenfalls darf man daraus wohl schließen, dass der Prozesser immer noch der Gleiche ist (erstaunlich, woher Garmin die wohl bezieht; meine Theorie lautet ja. dass die die Restbestände aus der Commodoreinsolvenz aufgekauft haben. :ä) Dementsprechend dürfte sich das Autorouting auch nicht sehr verbessert haben. Wäre mir aber aus oben genannten Gründen egal.

pinguin
13.08.2016, 17:23
Das sehe ich genauso! :eek::) Deshalb würde mich eine Uhr stören, die ständig aufgeladen werden muss.


Die Uhr hält über eine Woche, wenn kein Sport damit getrieben wird. Ausfahrten mit einer Länge von 12-15 Stunden gehen problemlos. Dadurch, dass die Fenix während des Betriebs geladen werden kann ist sie erste Wahl bei den Ultra-Runners. Die sind ja gerne mal 100 km unterwegs.

D.h. das USB-Kabel wird am Arm entlang in den Trinkrucksack geführt und die Klammer, die am Uhrenboden angreift, stört beim Laufen/Fahren nicht.

Kapazitätsprobleme, was Stromversorgung angeht, gibt es nicht. Trackaufzeichnung geht auch bis zu 20 MB, da kannst du ganze Radurlaube mit erfassen/vorbereiten, ohne dass man Daten auf einen PC auslagern müsste.

magicman
13.08.2016, 21:19
Ich hab vielleicht überlesen wie alt Du bist. Warum ich das erwähne? Nun, die Edge-Modelle 705, 800 und 810 (820 hab ich noch nie in Händen gehabt) kann ich ohne Lesebrille beim Fahren nicht mehr ablesen! Klingt vielleicht komisch - ist es aber nicht wenn man mehr als 2 Anzeigen auf einer Displayseite haben will. Deshalb: Wenn Du schon eine Lesebrille brauchst oder im relevanten Alter um die 45 oder älter bist dann solltest Du auf die Displaygröße achten! Ich stand vor der Wahl Garmin Edge 1000 und Mio Cyclo 505 und habe mich schließlich für letzteren entschieden habe. Das übertragen von gefahrenen Touren auf den PC oder von geplanten Touren vom PC über WIFI - also Kabellos - geht mit beiden Geräten und ist wie ich finde ein tolles Ausstattungsmerkmal.
Im übrigen finde ich den 705 nicht für so schlecht wie hier teilweise geschrieben wurde. Das Teil hat mir lange gedient und ich war immer zufrieden damit. Die "Joystickbedienung" ist wie ich finde (meine subjektive Meinung) auch besser als die Touchscreenbedienung der 800/810 Modelle bei welchen gleichzeitig ein größeres Display vorgetäuscht als tatsächlich vorhanden.

kann für eine Sportbrille mit Lesefunktion sprechen.
https://www.lesehilfen-diko.de/LeseSonnenbrillen/Sportbrillen-mit-Lesehilfe/
oder wenn günstig
http://www.ebay.de/itm/Schutzbrille-Sicherheitsbrille-Arbeitsschutzbrille-Pyramex-V2-Reader-Clear-2-5-/122073216037?


zum eigentlichen Thema

bin auch nah drann mir ein Fahrrad Navi zu kaufen , bin heute auch eine große Schleife gefahren in einer Gegend wo ich nicht ortskundig bin.
Geplant waren 210 Km am ende 251 :D

H2O
09.11.2016, 13:05
War das ein Apfelzeug?

Ich verwende seit einer Weile als reines Navi auf Rad und in den Bergen (Sommer wie Winter) ein LG L70.
Lesbarkeit für mich ausreichend.
Auf Off-Line gestellt hält der Akku locker 14h aus.
Davor hatte ich ebenso jahrelang ein Motorola Defy, mit den gleichen Ergenisse.
Beim L70 ist das Display ein Stückchen größer (4,5 statt 3,7") und die Bedienbakeit von Android 4+ ist etwas besser als 2.2.
Auf dem Defy hatte ich auch 4.0 in Form von CM10 installiert und es geht schon, aber mit gewissen Einschränkungen.

Wenn man die ganze Zeit aufs Display starren will, kann es zu Engpässe kommen, aber ich schaue nur drauf, wenn ich unschlüssig/unsicher bin.
Mit ApeMap und OCM Karten hat man alles dabei, was man brauchen kann zu Nulltarif.

Als Radcomputer verwende ich ein getrenntes Gerät.

Wie hast du das Smartphone ans Rad gemacht,
wie wetterfest gemacht?
LG Tom