PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rennrad - wieviel Speed mehr?



Mika
22.01.2003, 16:46
Hallo zusammen,

seit geraumer Zeit dümpel ich mit meinem Trekking Rad durch die Gegend. Da ich mir (hoffentlich) demnächst ein Rennrad zulegen werde, beschäftigt mich eine Frage: was bringt mir das geringere Gewicht, der geringere Rollwiderstand und die Sitzposition an Geschwindigkeitszuwachs? Mein Rad wiegt so 12kg.
Habt Ihr damit praktische Erfahrungen gemacht?
Meine Hoffnung ist ja durch ein paar Kilo weniger plötzlich einen sensationellen Geschwindigkeitssprung zu machen. :)

Grüße, Mika

greyscale
22.01.2003, 16:56
Hi,

ich fahre nach wie vor beide Fahrradsorten: Beide haben ihre Begründung. Der Renner ist bei gleicher Leistung vielleicht 2 km/h schneller, wobei ich sagen muss, dass ich auf dem Trekker Spinaccis dran habe. Die Geschwindigkeit ist es also nicht. Der Renner geht allerdings erheblich besser in die Kurve, fährt sich einfach gieriger. Wenn du in der Gruppe mit anderen Rennern fahren willst brauchst du auch einen, mit dem Trekkingrad stehst du dann dauernd im Wind.
Der Renner ist stärker rückenbelastend.
Ich fahr beides gern.

Gruß

Phaseshift

Alexander(DS)
22.01.2003, 16:59
nimm doch nen Rucksack mit 3 Kilo extra Gewicht mit und check ob du damit langsamer bist.
Andersrum hast du die zu erwartende Geschwindigkeitssteigerung

kaskades
22.01.2003, 18:04
kommt natürlich nicht nur aufs Gewicht, sondern auf Naben, Felgen, Speichen, Reifen, Reifendruck, Innenlager, Sitzpostion, Gewicht usw. an. Auch wenn mich gleich hier ein paar Leute auffressen, so 15-20% machts im optimalen Fall schon bei gleicher Leistung aus.

tcr-giant
22.01.2003, 18:06
bis letztes jahr bin ich auch nur trekkingrad auf der strasse gefahren und habe mir wie du immer überlegt ob ich mir ein rennrad kaufen soll, ob sich das lohnt und SO:
der einzige tip, den ich dir geben kann: MACH ES!!!! es ist ein absoluter quantensprung, soviel spaß beim fahren hatte ich nie (habe etwa 4x soviel kilometer gefahren letztes jahr) es ist vielleicht nicht so sehr die höhere geschwindigkeit, obwohl die auch etwas höher ist, sondern das ganze feeling, das du dabei hast, ich kann mir nur in den ******* beißen, daß ich mir nicht schon früher einen renner gekauft hab.
also, je eher je besser! hoffe, dir mit diesem kleinen erfahrungsbericht die entscheidung etwas erleichtert zu haben :D

Mika
22.01.2003, 18:41
Stimmt, den rein psychologischen Einfluß hatte ich vergessen. Ich glaube auch das es immens viel ausmacht, ob man mit einem Trekking- oder mit einem Rennrad durch die Gegend kurbelt.
Außerdem brauche ich ja auch noch die innere Rechtfertigung wieso ich beim Händler meine sauer verdienten Euros lasse. :)

silkroad
22.01.2003, 19:06
Original geschrieben von tcr-giant
bis letztes jahr bin ich auch nur trekkingrad auf der strasse gefahren und habe mir wie du immer überlegt ob ich mir ein rennrad kaufen soll, ob sich das lohnt und SO:
der einzige tip, den ich dir geben kann: MACH ES!!!! es ist ein absoluter quantensprung, soviel spaß beim fahren hatte ich nie (habe etwa 4x soviel kilometer gefahren letztes jahr) es ist vielleicht nicht so sehr die höhere geschwindigkeit, obwohl die auch etwas höher ist, sondern das ganze feeling, das du dabei hast, ich kann mir nur in den ******* beißen, daß ich mir nicht schon früher einen renner gekauft hab.
also, je eher je besser! hoffe, dir mit diesem kleinen erfahrungsbericht die entscheidung etwas erleichtert zu haben :D


Kann Dir nur beipflichten, Trekkingrad ist gegen RR wie Traktorfahren gegen Sportwagen - kein Vergleich.

hollandrad
22.01.2003, 19:09
kauf dir eins, es macht einfach Spaß, du bist viel flotter unterwegs ohne dich mehr anzustrengen. Sogar Steigungen werden 'flacher'.
Wenn ich den Unterschied nicht erleben würde, würde ich es nicht glauben.

körti
22.01.2003, 19:16
mit dem rennrad biste auf jeden fall viel schneller!!!!
lohnt sich auf jeden fall ein rennrad zu holen!!
cu körti

SF_
22.01.2003, 20:43
Du kannst auch überlegen, ob Du beim Kauf des RR darauf achtest, daß es eines ist, welches man mit wenig Aufwand zum "Tourenrennrad" erweitern kann (Gepäckträger, Beleuchtung, evtl. Schutzbleche, evtl. Lowrider). Mir würde jedenfalls keine größere Radtour mehr Spaß machen, wenn das Rad kein rennradartiges Fahren ermöglichte. Dein Tourenrad kannst Du dann als Stadtrad in Pension schicken.

Es gibt hierbei auch Nachteile: du kannst keinen 1,2 kg-Leichtbauwegwerfrahmen fürs RR nehmen und Du brauchst einen stabileren Laufradsatz (z. B. 36 anstatt 32 Speichen) bzw. zwei Laufradsätze.

luftschwimmer
22.01.2003, 20:48
www.kreuzotter.de ausrechnen

Richie392
22.01.2003, 23:08
Sehr schön, das Berechnungsprogrämmchen!

*Lob* :D

Endlich mal was niveauvolles im Netz! ;)

f_freeloader
22.01.2003, 23:14
Hallo,

ein leichtes und stabiles Rennrad ist schon ein tolles Teil, keine Frage.
In der Ebene kommt die höhere Geschwindigkeit vor allem durch die gebeugte oder flache Haltung zustande ("american position" als Extremfall ). Daran muß man sich aber erst mal gewöhnen. Gewicht des Rads, Güte der Lager und anderes spielt keine so große Rolle wie der Luftwiderstand. Vor allem wenn man schnell unterwegs ist - bist Du aber ganz sicher ;)

Trotzdem Rennrad kaufen empfiehlt freundlich

f_freeloader

capricorn
23.01.2003, 00:04
Als ich das erste Mal auf einem Rennrad saß, war mir klar: bei gleicher Anstrengung 5 km/h schneller als mit Touren- oder Trekkingrad.

ScapinVS
23.01.2003, 08:47
Original geschrieben von Mika
Hallo zusammen,

seit geraumer Zeit dümpel ich mit meinem Trekking Rad durch die Gegend. Da ich mir (hoffentlich) demnächst ein Rennrad zulegen werde, beschäftigt mich eine Frage: was bringt mir das geringere Gewicht, der geringere Rollwiderstand und die Sitzposition an Geschwindigkeitszuwachs? Mein Rad wiegt so 12kg.
Habt Ihr damit praktische Erfahrungen gemacht?
Meine Hoffnung ist ja durch ein paar Kilo weniger plötzlich einen sensationellen Geschwindigkeitssprung zu machen.

Grüße, Mika

Ich bin nach einem Unfall einige Monate mit einem Trekkingrad rumgenüllt und war echt frustriert über meinen 23/24er Schnitt. Dachte es liegt an mir und meinem schlechten Trainingszustand.

Als ich dann mein neues RR (8,6kg - also gar nicht mal so leicht) das erste Mal gefahren bin bin ich nach 1,5 Stunden und nem 30er Schnitt mit nem Grinsen vom Gesicht abgestiegen, das kannst du mir glauben wie breit das war. Ungefähr so: :D :D

Ich denke der Unterschied kommt weniger vom Gewicht als mehr von der Reifenbreite und dem Reifenprofil und ausserdem den Laufrädern die sich besser beschleunigen lassen. Ausserdem macht die Sitzposition sehr viel aus, meiner Meinung nach, da die auf dem Trekkingrad denkbar schlecht ist.

Gruss
Scap

Mika
23.01.2003, 20:34
Danke für die vielen Tipps und Erfahrungsberichte!

Ich habe mir die Berechnungsseite mal angeschaut und ich muß sagen: die Formeln beeindrucken mich! :)

Aber im Ernst: ich habe spaßeshalber mal meine Werte eingegeben und mir scheint es, als ob gerade beim Wechsel von der Oberlenker- zur Unterlenkerposition der größte Geschwindigkeitszuwachs liegt. Vorrausgesetzt das die Formeln auch in ihrer grauen Theorie richtig sind. Ich erinnere mich dunkel an einen Artikel in der Tour über Liegeräder, in dem auch auf den Luftwiderstand aufgrund der Liegeposition eingegangen wurde.

Im übrigen suche ich ja nur nach einer Möglichkeit schneller fahren zu können ohne eine Minute mehr trainieren zu müssen. :)
So kommt mir ja der Wechsel von Trekking- zu Rennrad entgegen.

SF_
23.01.2003, 21:40
Original geschrieben von PeterS.
Ich halte pauschale Urteile wie ein Rennrad ist schneller als ein Trekingrad für unhaltbar.
Es kommt allein auf das gewählte Material an. Es gibt Rennradreifen, die absolut schlecht abrollen, als auch sehr schnelle Trekingreifen. Auch Top Trekingräder können um die 8 kg leicht sein und eine sportliche Sitzweise gestatten.
Letztendlich zählt die Power, die auf das Pedal kommt und die Aerodynamik des Systems. Faßt man den geraden Lenker nah am Vorbau, fährt man auch aerodynamisch günstig.

Grüße

Die unterschiedliche Beurteilung mag daraus resultieren, daß der Begriff "Trekkingbike" unterschiedlich aufgefasst wird. Ich kann mir kein Trekkingrad vorstellen, das 8 kg wiegt, weil nach meinem Verständnis ein solches Rad z. B. eine komplette Beleuchtungsausrüstung, mindestens einen stabilen Gepäckträger, Schutzbleche usw. enthält. Wenn sich jemand ein gutes Rennrad kauft, hinten ein kurzes Schutzblech einsteckt, stabile 23er Reifen aufzieht und einen Rucksack mitnimmt und dies dann zum Trekkingrad erklärt, ist klar, daß dies nicht schlechter sein muß als ein preisgünstiges Rennrad.

Es gibt auch Trekkingräder, die einen Rennlenker haben und zur Herabsetzung des Luftwiderstandes einen geringen Abstand zwischen Tretlagergehäuse und Boden. In diesem Fall kann man zwar nicht schnell um Kurven fahren, hat aber auf geraden Strecken mit viel Gegenwind durchaus Vorteile. (Für mich wäre das allerdings nichts, auf Abfahrten wäre mir das zu lästig.)

Graf Cannondale
23.01.2003, 22:10
Original geschrieben von PeterS.
Ich halte pauschale Urteile wie ein Rennrad ist schneller als ein Trekingrad für unhaltbar.
Es kommt allein auf das gewählte Material an. Es gibt Rennradreifen, die absolut schlecht abrollen, als auch sehr schnelle Trekingreifen. Auch Top Trekingräder können um die 8 kg leicht sein und eine sportliche Sitzweise gestatten.
Letztendlich zählt die Power, die auf das Pedal kommt und die Aerodynamik des Systems. Faßt man den geraden Lenker nah am Vorbau, fährt man auch aerodynamisch günstig.

Grüße

Das sehe ich ähnlich! Die Reifen und die Power in den Beinen sind entscheidend. Bis 30Km/h gibt es keinen Unterschied zwischen einem Trekkingrad und einem Rennrad. Wenn ich auf einem Trekkingrad gute Rennradreifen draufziehe kann ich locker bei jeder RTF mitfahren. Natürlich meine ich jetzt ein sportliches Trekkingrad und keines mit Schutzblechen oder so einen ******! Es gibt da schöne Trekkingräder von Koga! Mit denen kann man richtig Speed machen oder auch mal einen Waldweg langbrettern!
Ich habe mal auf meinem Uraltmountainbike (mit Straßenbereifung) so ein paar Rennraddeppen (im gelben Trikot) gezeigt wo es lang geht. Die Brüder haben anschließend dämlich geguckt, mußten anhalten und sich erst einen Beutel Energiegel reinziehen!

Prost Graf Cannondale:D :D

SF_
23.01.2003, 22:43
Original geschrieben von Graf Cannondale


Es gibt da schöne Trekkingräder von Koga! Mit denen kann man richtig Speed machen oder auch mal einen Waldweg langbrettern!
Ich habe mal auf meinem Uraltmountainbike (mit Straßenbereifung) so ein paar Rennraddeppen (im gelben Trikot) gezeigt wo es lang geht. Die Brüder haben anschließend dämlich geguckt, mußten anhalten und sich erst einen Beutel Energiegel reinziehen!

Prost Graf Cannondale:D :D

- Mit den richtigen Reifen kannst Du auch mit einem geeigneten Rennrad im Wald herumfahren. Das sollte dann nur kein Ultraleicht-RR sein.
- Klar kann ein leistungsfähigerer Fahrer mit MTB oder Trekkingrad einen weniger fitten RR-Radler überholen. Niemand hat das Gegenteil behauptet.
- Warum Leute, die ein gelbes Trikot anziehen, Deppen sind, ist mir nicht klar. Ich finde Farben wie gelb, rot oder orange als Trikotfarben sehr empfehlenswert, damit man frühzeitig von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen wird. Ob auf dem Trikot "Tour de France", "Aldi" oder "Greenpeace" aufgedruckt ist, ist in diesem Zusammenhang absolut egal.

SF_
23.01.2003, 22:56
Original geschrieben von PeterS.
Hallo SF!

Durchaus nachvollziehbar. Daher müßte man eigentlich eine Rechnung aufstellen, wieviel die Einzelteile das Rad ausbremsen.
Ich glaube, dass das Gewicht ausser von den Laufrädern relativ nebensächlich bei der Bewertung ist.
Wie sieht es bei Schutzblechen aus? Wird dort die Verwirbelung reduziert bei der Anströmung von vorne oder gesteigert?
Denn mit meinem Winterrennrad mit Chromoplastik-Schutzblechen
fahre ich gefühlsmässig nicht langsamer als mit dem Sommerrad.

Grüße

Aerodynamik ist ein schwieriges Thema. Es kommt auf die Strömungsverhältnisse an, die sehr geschwindigkeitsabhängig sind. Für den Fahrradbereich gibt es z. B. einige wenige Werte unter:

www.lustaufzukunft.de/pivit/aero/aerodynamik.html

Ich selber muß allerdings eingestehen, daß ich immer mit Schutzblechen fahre (- außer ein dicker Ast o. ä. hat es gerade vom Fahrrad "demontiert" - kam aber in den letzten Jahren nicht mehr vor).

Bike_R
24.01.2003, 19:36
Ich fahre nur auf meinem Mountainbike (Gewicht letztes Jahr: 9,5kg; dieses Jahr ca. 10 kg).
Ich habe letztes Jahr aber zum Spaß einmal ein Rennrad ausprobiert (keine Ahnung wie schwer das war; ich schätze so ca. 8kg).
Mit dem Rennrad bin ich in der Ebene locker 10km/h schneller gewesen als mit meinem MTB (MTB ~28km/h; Rennrad fast 40 km/h; Fahrzeit jeweils 190 min).
Wichig ist natürlich auch noch die Bereifung (bei meinem "Vergleichstest" am MTB 2.1 Conti Pro Explorer Reifen).

fkugler
24.01.2003, 20:28
Original geschrieben von Bike_R
Ich fahre nur auf meinem Mountainbike (Gewicht letztes Jahr: 9,5kg; dieses Jahr ca. 10 kg).
Ich habe letztes Jahr aber zum Spaß einmal ein Rennrad ausprobiert (keine Ahnung wie schwer das war; ich schätze so ca. 8kg).
Mit dem Rennrad bin ich in der Ebene locker 10km/h schneller gewesen als mit meinem MTB (MTB ~28km/h; Rennrad fast 40 km/h; Fahrzeit jeweils 190 min).
Wichig ist natürlich auch noch die Bereifung (bei meinem "Vergleichstest" am MTB 2.1 Conti Pro Explorer Reifen).

da war wohl dein tacho falsch eingestellt ;-)))

aber mal im ernst: 2kg gewichtsunterschied sind in der ebene sowieso vernachlässigbar und wenn du mit dem rennrad über 190min nen 40er schnitt hinlegst bist du ja quasi schon profi. also irgendwas stimmt da nicht...

Bike_R
24.01.2003, 20:48
das der Tacho gestimmt hat, kann ich natürlich nicht garantieren ;)
Mit einem Profi kann man das auf keinen Fall vergleichen, da ich nach so einer Fahrt (im übrigen muss ich korrigieren: nicht 190 min sondern 130 min!) total kaputt bin, und den nächsten Tag vergessen kann.

Opa-Bernie
25.01.2003, 00:57
Original geschrieben von Phaseshift
Hi,

ich fahre nach wie vor beide Fahrradsorten: Beide haben ihre Begründung. Der Renner ist bei gleicher Leistung vielleicht 2 km/h schneller, wobei ich sagen muss, dass ich auf dem Trekker Spinaccis dran habe. Die Geschwindigkeit ist es also nicht. Der Renner geht allerdings erheblich besser in die Kurve, fährt sich einfach gieriger. Wenn du in der Gruppe mit anderen Rennern fahren willst brauchst du auch einen, mit dem Trekkingrad stehst du dann dauernd im Wind.
Der Renner ist stärker rückenbelastend.
Ich fahr beides gern.

Gruß

Phaseshift

.... meine Erfahrung bezüglich der Erhöhung der Durchschnittsgeschwindigkeit sind sehr ähnlich. Wenn ich meine Tabellen so anschaue liegt der Unterschied zwischen einem guten und leichten Trekkingrad und einem RR bei ca. 2 - 3 km/h. Das ist aber schon eine ganze Menge. Das Trekkingrad fahre ich mit Klickpedalen aber mit einer etwas geringeren Sattelüberhöhung

Das Schöne beimm RR- Fahren ist aber auch die bessere Wendigkeit. Man kann schneller Beschleunigen, das Rad reagiert sensibler auf Lenkbewegungen u.a.m..

Was ich noch festgestellt habe ist, dass ich hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten mit dem RR längere Strecken fahren kann. Woher das kommt, kann ich nicht erklären, habe es aber schon mehrmals festgestellt.

Gruß Bernd

7Times
10.06.2005, 07:46
Bin gestern Abend die erste intensivere Testrunde mit meinem neuen RR gefahren. Im Vergleich zum Trekkingrad ist das wirklich ein Quantensprung.

Da ich mit dem Trekkingrad schon immer schnell unterwegs war, fahr ich auch immer sehr Kraft betont. Jetzt mit dem Renner musste ich immer höher schalten um gleiche Belastungen zu erreichen. Problem ist nur, das mir die 53x12 ein wenig klein vorkommt.

Die aerodynamische Sitzhaltung, geringerer Rollwiderstand und der bessere kühlende Fahrwind haben bei mir einen Geschwindigkeitszuwachs von ca. 7-8km/h (Durchschnitt) ergeben. Ohne angeben zu wollen, hat es mich sehr stark überrascht, das ich die erste Testrunde schon mit einem 33er Schnitt gefahren bin.

Einfach GENIAL so ein Rennrad ;D

Was mich noch ein bischen stört, ist das schwamige Gefühl wenn man in den Wiegetritt geht. Hab immer das Gefühl, das hinten einer dranhängt. Hoffe das geht bald weg.

Highp
10.06.2005, 08:02
Problem ist nur, das mir die 53x12 ein wenig klein vorkommt.

Ja, is klar ne.
Wenn Du die in der flachen schön rund kurbeln würdest, kämst Du auch nicht "nur" mit nem 33er Schnitt heim...

7Times
10.06.2005, 08:20
Wer sagt denn das ich irgendwas rund trete? hab ne trittfrequenz von geschätzen 60-70 gehabt. bin gerade mal 60km gefahren. -> Null Erfahrung.

DerBergschreck
10.06.2005, 08:23
Hallo zusammen,

seit geraumer Zeit dümpel ich mit meinem Trekking Rad durch die Gegend. Da ich mir (hoffentlich) demnächst ein Rennrad zulegen werde, beschäftigt mich eine Frage: was bringt mir das geringere Gewicht, der geringere Rollwiderstand und die Sitzposition an Geschwindigkeitszuwachs? Mein Rad wiegt so 12kg.
Habt Ihr damit praktische Erfahrungen gemacht?
Meine Hoffnung ist ja durch ein paar Kilo weniger plötzlich einen sensationellen Geschwindigkeitssprung zu machen. :)

Ein Bekannter von mir ist mit seinem Trekkingrad mit 37er Profilreifen ein paar mal in unserer Rennradgruppe mitgefahren und hatte immer Probleme, wenn es im Flachen über die 30 km/h geht. Nun hat er sich 25er Conti Grand Prix draufgemacht und ist sowas von begeistert und kann auch viel besser in der Gruppe mitrollen.

Nur bei heftigem Gegenwind bekommt er Probleme, weil bei seinem geraden Lenker ja keine tiefe Griffposition möglich ist. Wenn er das Geld zusammen hat, will er sich aber auf jeden Fall ein Rennrad zulegen.

DerBergschreck
10.06.2005, 08:30
Wer sagt denn das ich irgendwas rund trete? hab ne trittfrequenz von geschätzen 60-70 gehabt. bin gerade mal 60km gefahren. -> Null Erfahrung.

Dann fahr doch einfach mal ein paar tausend Kilometer mit einer Trittfrequenz von 90-100 und laß Dich überraschen, was passiert. Ansten mal hier nach den Stichworten "Grundlagenausdauer" bzw. "GA1" suchen.

Minifutzi
10.06.2005, 08:32
Objektiv bin ich nicht viel schneller mit dem RR als mit meinem Trekkingrad. Bei einer Tour über 100km komme ich mit dem Trekker auf ca. 22km/h Schnitt, mit dem RR sind es 25km/h. Wobei ich nicht weiss wie stark die paar Ampelstops den Schnitt nivelieren.

Am RR genieße ich die Fahrt viel mehr. Da ist das knochenharte Rad. Man spürt jede Bewegung und bekommt die kleinsten Fahrzustandsänderung mit während beim Trekker alles schwammig anfühlt. Außerdem lässt sich das RR viel präziser steuern.

Die Highlights sind aber die Laufräder. Sie sind so leicht, dass sich ein Tritt sofort als Geschwindigkeitsänderung mitteilt. Am Anfang dachte ich mein Tacho wäre kaputt weil er wild zwischen 20km/h und 35km/h hin und her sprang. Beim Trekker sah man wie der Tacho allmählich nach oben ging, bzw. nach unten.

Die Erfahrung, dass Steigungen subjektiv flacher werden, habe ich auch gemacht.

Nicht zu vergessen sind die Beine. Egal welches Rad, sie sind die wichtigsten Komponenten wenn es um schnellfahren geht. So werde ich an Steigungen regelmäßig von spindeldürren Kerlen mit Spargelbeinchen auf 15kg Fullys versägt. Mit dem Trekker wäre es weniger tragisch, aber auf dem Renner reift die Erkenntnis, dass es immer einen (Einer? Alle!) gibt, der schneller ist als man selbst und wie begrenzt mein Talent ist. Am Training kann es ja leider nicht mehr liegen, denn überraschenderweise liege ich wenn es um Trainingsumfang geht, über dem Durchschnitt. Meine Ausrede ist noch der 8kg Rettungsring, aber wenn der mal aufgebraucht ist, dann wird es mit der Suche nach "Entschuldigungen" eng. :)

Highp
10.06.2005, 08:38
Wer sagt denn das ich irgendwas rund trete? hab ne trittfrequenz von geschätzen 60-70 gehabt. bin gerade mal 60km gefahren. -> Null Erfahrung.
Die Formulierung "würdest" weist darauf hin, dass ich davon ausgehe das Du das nicht machst. Nur würde ich halt mal anfangen kleinere Gänge sinnvoll zu fahren und treten zu können , bevor ich ich drüber nachdenke, dass die grossen Gänge die ich gar nicht rund treten kann zu kurz übersetzt sind.

maximgold
10.06.2005, 09:06
Nur bei heftigem Gegenwind bekommt er Probleme, weil bei seinem geraden Lenker ja keine tiefe Griffposition möglich ist. Wenn er das Geld zusammen hat, will er sich aber auf jeden Fall ein Rennrad zulegen.Rat Deinem Bekannten mal zu langen Lenkerhörnchen. Vorne an den Hörnchen festhalten, Unterarme auf den Lenker auflegen; so ist die Position auf jeden Fall strömungsgünstig genug, um auch bei höheren Geschwindigkeiten mit den Rennradfahrern mithalten zu können.

Gruß

Maxim

gradzfahrer
10.06.2005, 09:33
Hallo,

der Fred interessiert mich, fand bei kürzlich doch gerade der geschilderte Wechsel vom Treckingrad (16 kg) zum Rennrad (8 kg) statt.

Die Folgen:

- zuerst einmal ein seltsames Fahrgefühl, wie wendig und spritzig so ein RR ist :new_smile

- dann schnell die ersten Grinser bei der Beschleunigung :D

- und schnell die Erkenntnis, dass kleine Steigungen jetzt als Abfahrten empfunden wurden :tongue:

- dann die tolle Erkenntnis, dass ein RR (Carbon) genauso komportabel sein kann wie ein Tourenrad mit gefederter Sattelstütze und Federgabel; von tiefen Schlaglöchern mal abgesehen. :smile:

- wieder einmal am Treckingrad dann der Schock: mein zuvor gutes Fahrgefühl wurde als schwammig und schwergängig empfunden (irgendwie logisch), zudem kam mir der Lenker so hoch vor :hmm:

- dann die Berge: hier wird's eng, denn mein Treckingrad hat Übersetzungen (22-34), wo ich praktisch überall hinaufkomme, wenn auch sehr langsam. Beim RR ist schnell schluss, und bei > 12% wird's ganz schön schwer, trotz der Gewichtsersparnis :jaaaaaa:

- und der Gegenwind: der ist auch am RR spürbar, trotz Unterlenkehaltung, die ohnehin nicht dauerhaft gefahren werden kann; zumindest nicht von mir. Mal sehen. Mit Rückenwind tanzt man dagegen am RR! :liefdedan

- und die blöden Staßenbahnschienen in der Stadt: ich hasse sie!! :viking:

Fazit: Ein RR ist schlicht uns einfach geiler; und auch was für's Ego. Denn für's RR muss natürlich auch das Outft passen, das sieht dann gleich viel schneller aus. :rolleyes:

Dass man mit RR-Schuhen nicht gescheit gehen, sollte vielleicht auch noch erwähnt werden... :D

Grüße

Robert


ps: Und im Tourforum kann man auch gscheiter posten! :D

pps: Und darf sogar mit :ytrikot: fahren!

7Times
10.06.2005, 09:40
hauptsache man übt vorher das ausklicken mit den schuhen. ;D

7Times
10.06.2005, 09:41
Die Formulierung "würdest" weist darauf hin, dass ich davon ausgehe das Du das nicht machst. Nur würde ich halt mal anfangen kleinere Gänge sinnvoll zu fahren und treten zu können , bevor ich ich drüber nachdenke, dass die grossen Gänge die ich gar nicht rund treten kann zu kurz übersetzt sind.

alles klar... wir sehen uns beim ötzi :Applaus:

7Times
10.06.2005, 09:46
Nur würde ich halt mal anfangen kleinere Gänge sinnvoll zu fahren und treten zu können , bevor ich ich drüber nachdenke, dass die grossen Gänge die ich gar nicht rund treten kann zu kurz übersetzt sind.

vielleicht hab ich auch zuviel ulle geguckt oder war immer zu eilig mit dem trekkingrad unterwegs... ich werde mich zwingen das 39 zu fahren,.. das ist sooo verdammt schwer!!!

Highp
10.06.2005, 09:47
alles klar... wir sehen uns beim ötzi :Applaus:
Ne, dies Jahr nicht. Die Strecke kenn ich mittlerweile Auswendig, da hab ich mir für dieses Jahr die wirklich schwierigen Sachen vorgenommen...

Beezle
10.06.2005, 10:05
Also ich finde die Kombination Trekking zu RR schon geil. Mein RR wiegt um die 8,5kg ist klein und wendig, beschleunigt wie die Sau und all das, was die Anderen hier auch schon gesagt haben.

An die Arbeit fahre ich allerdings mit dem Trekkingrad. Auf der Strecke, die ich fahre, hätte ich mit dem Rennrad lediglich auf den Hindernisfreien Teilen Vorteile. Sonst ist der Weg, wer aus Augsburg kommt kennt die Weldenbahn, mit Gittern, Hunden und ihren (teils) merkbefreiten Haltern, Skatern, anderen Radfahrern usw. praktisch übersäht. Macht mir nicht wirklich Spass mit dem Rennrad dort zu fahren. Es gäbe zwar eine Alternative, die gefällt mir aber wegen des Verkehrs nicht so gut.

Das Trekkingrad dient meinem Krafttraining. Auf dem Weg von/zur Arbeit kann ich dann richtig knallen, Laktattoleranz steigern. Lustig ist, wenn sich dann RR-Fahrer dranhängen. :D 16kg beschleunigen halt doch ein wenig zäher als 9.

Ich fahre zwar bei Weitem mehr Kilometer auf dem Rennrad, aber auf das Trekkingrad mag ich nicht verzichten.

Ab morgen habe ich Urlaub. Mit Freundin auf dem (eigenen) Rad die Donau entlang. Würde ich mit dem Rennrad auch nicht allzugern machen. Wenn ich nur an die Gepäckberge denke, die auf dem Rad Platz finden müssen. :D

toxy
10.06.2005, 11:30
Hallo


Aber im Ernst: ich habe spaßeshalber mal meine Werte eingegeben und mir scheint es, als ob gerade beim Wechsel von der Oberlenker- zur Unterlenkerposition der größte Geschwindigkeitszuwachs liegt. Vorrausgesetzt das die Formeln auch in ihrer grauen Theorie richtig sind. Ich erinnere mich dunkel an einen Artikel in der Tour über Liegeräder, in dem auch auf den Luftwiderstand aufgrund der Liegeposition eingegangen wurde.

Im übrigen suche ich ja nur nach einer Möglichkeit schneller fahren zu können ohne eine Minute mehr trainieren zu müssen. :)
So kommt mir ja der Wechsel von Trekking- zu Rennrad entgegen.

Ja, der Luftwiderstand machts in der Ebene, das Gewicht am Berg. Gute Reifen sollte man natürlich trotzdem haben, schmaler rollt zwar schlechter und ist unkomfortabler, verträgt aber üblicherweise mehr Druck und ist leichter. Dir geht es ja vorrangig um die Geschwindigkeit und nicht um vergleichbares Material, deshalb würde ich Dir wenigstens zu nem ordentlichen Triathlonlenker raten, das bringt ne Menge und ist sehr bequem.
Gute Liegeräder bieten noch etwas bessere Aerodynamik, aber das hat mit Radfahren im herkömmlichen Sinne dann nichts mehr zu tun. Ist ungefähr so wie Snowboard und Skier, eigentlich fast das gleiche, aber es fühlt sich ganz anders an. Ausserdem sind Liegeräder vergleichsweise teuer, noch teurer wenn sie nicht zu schwer sein sollen.

Felix

DerBergschreck
10.06.2005, 11:58
Rat Deinem Bekannten mal zu langen Lenkerhörnchen. Vorne an den Hörnchen festhalten, Unterarme auf den Lenker auflegen; so ist die Position auf jeden Fall strömungsgünstig genug, um auch bei höheren Geschwindigkeiten mit den Rennradfahrern mithalten zu können.

Nur beim Schalten ist das unkomfortabel, weil man dann ja jedesmal umgreifen muß.

Brunolp12
10.06.2005, 12:30
Hi,

zu aerodynamik & Fahrwiderständen ist alles gesagt, glaub ich... - wie ichs erlebe (allerdings Wechsel von MTB auf Renner):

Dynamik & Beschleunigung: - Unterschiede, die Spass machen !

Das typische Reisetempo ist deutlich höher als es der Schnitt am Schluss suggeriert, deshalb würd ich den nicht als Grund sehen.
Im GA(2) - Bereich (ok, vielleicht knapp darüber) mit 33 bis 37 km/h Dauertempo (wenn die Verhältnisse günstig sind, d.h. keine Steigung, evtl. leichter Rückenwind, gute Fahrbahn) - schafft man das aufm Trekker ?

Die Tempo-Extreme: Wenns mans krachen lässt, kommt man doch müheloser auf ziemliche Geschwindigkeiten (sei es auch nur kurzzeitig) - das macht Spass.

Die kompromisslosere Auslegung (Sitzposition, Gewicht des Materials, Art des Fahrens & Trainierens, Abstufung der Ritzel): Mir scheint es sinnvoll, sich darauf einzulassen - 2 Räder lassen sich dann eher rechtfertigen, wenn man bewusst auf diese Kontraste "abfeiert" (deshalb hab ich auch 2 fach am Renner & es bisher nicht bereut).

MFG
Bruno

Minifutzi
10.06.2005, 13:06
- wieder einmal am Treckingrad dann der Schock: mein zuvor gutes Fahrgefühl wurde als schwammig und schwergängig empfunden (irgendwie logisch), zudem kam mir der Lenker so hoch vor :hmm:

- und der Gegenwind: der ist auch am RR spürbar, trotz Unterlenkehaltung, die ohnehin nicht dauerhaft gefahren werden kann; zumindest nicht von mir. Mal sehen. Mit Rückenwind tanzt man dagegen am RR! :liefdedan

- und die blöden Staßenbahnschienen in der Stadt: ich hasse sie!! :viking:


Als ich das erste mal wieder auf den Trekker saß, nachdem ich einige Tage nur mit dem neuen RR unterwegs war, ebenfalls Schock. Meine Arme waren nicht lang genug um an die Hörnchen zu kommen. Hatte das Gefühl ich müsste meine Arme wie Jesus zur Seite strecken, um gerade noch an die Hörnchen zu kommen.

Am Anfang hatte ich auch Probleme mit der Unterlenkerhaltung. Ich hatte das Gefühl meine Knie knallen immer gegen die Wampe. Kam mir wie Homer Simpson vor und erwägte die Eigenfrequenz der Fettpolster zu bestimmen, um bei angepasster Trittfrequenz einen ordentlichen Schups nach unten auf die Knie mitzunehmen. :)
Nun kann ich auch etwas länger im Unterlenkerhaltung fahren, bis meine Nackenmuskulatur mein Kopf nicht mehr oben halten kann.

Für die quer verlaufende Straßenbahnschienen habe ich sogar die Sprungtechnik trainiert. Es klappt eigentlich ganz gut aber ich muss wahrscheinlich noch weitere ca. 100 Sprünge hinter mich bringen um die Sprünge perfekt zu timen, die Sprunghöhe exakt zu dosieren und den ganzen Ablauf als Reflex abrufen zu können. Fragt sich nur, was belastet die Laufräder mehr? Das drüberkrachen über die Schienen oder die mehr oder weniger unsanfte Landung bei einem Sprung.

Jense
10.06.2005, 13:11
Sehr schön, das Berechnungsprogrämmchen!

*Lob* :D

Endlich mal was niveauvolles im Netz! ;)

Interresant ist allerdings, dass man (bei Beibehaltung aller anderen Parameter) gerade einmal 0,1 Km/h schneller fährt, wenn man das Gewicht des Rades um 1 Kilo reduziert :( !

Was wieder mal zeigt, dass die ganzen Diskussionen um Leichtbau und das Gefeilsche um Gewichtsreduzierung im einstelligen Gramm-Bereich total für den Popo ist :ü !!!! Wenn ich dann noch ca. 1 Euro je Gramm Gewichtsreduktion bezahlen muss. Da spar ich mir doch lieber mein Bierchen, nehm drei Kilo ab und fahr für das gesparte Geld in Urlaub.

Oder aber das komische Programm taugt nix?!

Minifutzi
10.06.2005, 13:27
Interresant ist allerdings, dass man (bei Beibehaltung aller anderen Parameter) gerade einmal 0,1 Km/h schneller fährt, wenn man das Gewicht des Rades um 1 Kilo reduziert :( !

Was wieder mal zeigt, dass die ganzen Diskussionen um Leichtbau und das Gefeilsche um Gewichtsreduzierung im einstelligen Gramm-Bereich total für den Popo ist :ü !!!! Wenn ich dann noch ca. 1 Euro je Gramm Gewichtsreduktion bezahlen muss. Da spar ich mir doch lieber mein Bierchen, nehm drei Kilo ab und fahr für das gesparte Geld in Urlaub.

Oder aber das komische Programm taugt nix?!

Wenn Du noch 3kg Reserve hast, dann warum nicht? :) Einige haben wohl keine Reserven, aber leider gehöre ich nicht zu der Fraktion. :)

Nicht-Rennfahrern ist es nicht wichtig, ob sie für eine Etappe 5h brauchen oder 5h5m. Für einen Rennfahrer bedeutet ein solcher Rückstand, dass er seine Siegchancen vertan hat.

Brunolp12
10.06.2005, 13:30
Interresant ist allerdings, dass man (bei Beibehaltung aller anderen Parameter) gerade einmal 0,1 Km/h schneller fährt, wenn man das Gewicht des Rades um 1 Kilo reduziert :( !

Wer ein bisschen nachdenkt, den mag das KEINESWEGS überraschen, Schulphysik 5. Klasse: Die Masse (="Gewicht") spielt nur beim beschleunigen und bergauf ne Rolle (hier sicher 1000 fach erklärt) !



Was wieder mal zeigt, dass die ganzen Diskussionen um Leichtbau und das Gefeilsche um Gewichtsreduzierung im einstelligen Gramm-Bereich total für den Popo ist :ü !!!!

Nicht, dass ich ein Gramm-Junkie wär, aber die Argumente fürs Gewicht - sparen sind eben nicht (und waren nie): "Ich schaff dann in der Ebene 3 km/h mehr" !

greyscale
10.06.2005, 13:31
Interresant ist allerdings, dass man (bei Beibehaltung aller anderen Parameter) gerade einmal 0,1 Km/h schneller fährt, wenn man das Gewicht des Rades um 1 Kilo reduziert :( !

Äh, was hast du erwartet? Gewicht bringt in der Ebene "nur" eine andere Beschleunigbarkeit...



Was wieder mal zeigt, dass die ganzen Diskussionen um Leichtbau und das Gefeilsche um Gewichtsreduzierung im einstelligen Gramm-Bereich total für den Popo ist :ü !!!!


Was zeigt denn da was?



Wenn ich dann noch ca. 1 Euro je Gramm Gewichtsreduktion bezahlen muss. Da spar ich mir doch lieber mein Bierchen, nehm drei Kilo ab und fahr für das gesparte Geld in Urlaub.


Da schließe ich mich an...



Oder aber das komische Programm taugt nix?!

Es wird natürlich mit einigen Näherungen gearbeitet. Aber für den Normalsterblichen reicht das für ordentliche Richtwerte.

g.

toxy
10.06.2005, 13:35
Hallo


Interresant ist allerdings, dass man (bei Beibehaltung aller anderen Parameter) gerade einmal 0,1 Km/h schneller fährt, wenn man das Gewicht des Rades um 1 Kilo reduziert :( !

Ja, auf der Bahn! Topfeben und Beschleunigen zählt nicht. Wer auch mal auf Strassen oder losfährt kommt auf ganz andere Ergebnisse. Nur 1 kg bringt allerdings praktisch wirklich kaum Vorteile, es fühlt sich vielleicht anders an. Ich hab letztens für den Weg zur Arbeit mal den Laptop zuhause gelassen :Applaus: das ging ab auf einmal.

Felix

toxy
10.06.2005, 13:39
Hallo

[QUOTE=Brunolp12]Wer ein bisschen nachdenkt, den mag das KEINESWEGS überraschen, Schulphysik 5. Klasse: Die Masse (="Gewicht") spielt nur beim beschleunigen und bergauf ne Rolle (hier sicher 1000 fach erklärt) !

Auch wenn ich 10 % Steigung einsetze bleibt der Unterschied 0,1 km/h für 1 kg. Ist dann nur anteilig höher ;)

Felix

drjones
10.06.2005, 14:00
Auch wenn ich 10 % Steigung einsetze bleibt der Unterschied 0,1 km/h für 1 kg. Ist dann nur anteilig höher

:confused: :confused: :confused: :confused:

jenne
10.06.2005, 14:39
Was wieder mal zeigt, dass die ganzen Diskussionen um Leichtbau und das Gefeilsche um Gewichtsreduzierung im einstelligen Gramm-Bereich total für den Popo ist :ü !!!!

Klar, in der Ebene zählt die Aerodynamik viel mehr als das Gewicht. Selbst bei welliger Strecke macht die Aerodynamik den größten Anteil aus. Ich bin letztes Wochenende bei einer Liegeradveranstaltung im 3 Stundenrennen mitgefahren. Eine Runde hatte 4,2x km (Formel1-Kurs in Zandvoort/NL). Die Strecke ist recht wellig, so dass ich bergauf manchmal nur 15 km/h drauf hatte. Gleichzeitig waren auch die (Alltags-)Velomobile "Quest" (auch im Kreuzotter-Rechner auszuwählen) auf der Strecke. Diese wiegen ca. 30 kg, haben aber eine viel bessere Aerodynamik. Die Dinger sind uns Unverkleideten so "um die Ohren" gefahren, waren trotz des hohen Gewichtes deutlich schneller unterwegs (klar, kommt auch auf den Fahrer an). Dass sie mich auch bergauf überholt haben könnte jedoch auch daran liegen, dass man bei manchen Aufwärts-Abschnitten noch etwas Schwung vom letzten Abwärtsfahren mitnehmen kann. Bei echter langer Bergauffahrt dürften die 30 kg aber dann doch deutlich bremsen. Man muss also immer die ganze Strecke berücksichtigen.
Aber zum Ursprung des Threads zurück: Man kann bei RR und Trekkingrad ja die gleichen Reifen aufziehen. Somit bleibt nur noch die Aerodynamik als Unterschied. Ich denke, dass der Trekking-Lenker breiter ist als der RR-Lenker und somit auch gegenüber der Obenhaltung am RR eine schlechtere Aerodynamik bringt. Ist aber nur Theorie. Könnte man mal mit einem Rolldown-Test (ohne Treten vom Hügel rollen, Speed-Max. messen) vergleichen.
j.

Brunolp12
10.06.2005, 14:44
Gleichzeitig waren auch die (Alltags-)Velomobile "Quest" (auch im Kreuzotter-Rechner auszuwählen) auf der Strecke. Diese wiegen ca. 30 kg, haben aber eine viel bessere Aerodynamik. Die Dinger sind uns Unverkleideten so "um die Ohren" gefahren, waren trotz des hohen Gewichtes deutlich schneller unterwegs (klar, kommt auch auf den Fahrer an).

Soviel ich weiss, ist es durch die Sitzposition ausserdem möglich viel kräftiger zu treten - kommt nicht nur durch Aerodynamik !

jenne
10.06.2005, 14:57
Soviel ich weiss, ist es durch die Sitzposition ausserdem möglich viel kräftiger zu treten - kommt nicht nur durch Aerodynamik !

Aber ich war ja in der gleichen Sitzposition unterwegs :-).
j.

PS: Habe dort auch Bilder geschossen: www.effendibikes.de/cv2005, bin auf S. 11 zu sehen (fotografiert von einem Kumpel, dem ich während meines Rennens meine Kamera gab).

Brunolp12
10.06.2005, 15:01
Aber ich war ja in der gleichen Sitzposition unterwegs :-).

ach so, die waren "unverkleidet" vs. "verkleidet" und nicht "konventionell" vs. "Liegerad" unterwegs... Dann mag noch Übung, minimal verschiedene Sitzposition usw. ne Rolle spielen, aber die Aerodynamik kommt in dem Fall sicher stärker ins Spiel, klaro.

MrCavity
12.06.2005, 11:14
MACH ES!!!! es ist ein absoluter quantensprung, soviel spaß beim fahren hatte ich nie

"Der Quantensprung" = "kleinste mögliche Veränderung" ;)

greyscale
12.06.2005, 11:16
"Der Quantensprung" = "kleinste mögliche Veränderung" ;)

Würde ich so simpel nicht sehen, es ist in jedem Fall der Wechsel auf ein anderes Niveau...

g.

MrCavity
17.06.2005, 01:26
ja, schon klar... ein großer sprung eben... nur bedeutet quantensprung nicht großer sondern sehr kleiner sprung...

Minifutzi
17.06.2005, 02:10
ja, schon klar... ein großer sprung eben... nur bedeutet quantensprung nicht großer sondern sehr kleiner sprung...

Ist es in der Umgangssprache nicht eher ein sehr grosser Sprung, auch wenn er in Physik eine andere Bedeutung hat? In etwa von 0 auf 1 anstatt der analogen "Mist" wie von 0 auf 0.0000000000001, dann auf 0.000000000002 etc.?