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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eine Brems-Frage an die Motor-Biker unter Euch...



Accelerator
21.12.2004, 23:03
Vielleicht ein wenig OT, aber ich frage mich als Nicht-Motorradfahrer, ob es für engagierte Vielfahr-Motorbiker, die gleichzeitig auch begeistert MTB oder RR fahren, ein Prblem ist, dass die Vorderradbremse (zumindest nach meinem Verständnis) mit unterschiedlichen Händen zu bedienen ist - am Motorrad rechts und am Velo meist links.

Hmmm... wenn man nicht nur zum Einkaufen fährt sondern auch anspruchsvollere Strecken / Tracks / Trials, schraubt man sich dann auf Velo die Bremsgriffe um, damit im Reflex die rechte Hand auf jedem Zweirad immer garantiert das Vorderrad bremst?
Oder ist das wie Autofahren mit Automatik und Schaltgetriebe - man legt im Hinterkopf einfach den Schalter um?

Fragen über Fragen - bin gespannt auf Eure Kommentare!

A.

P.S.
Hier geht's um Brems-Technik (nicht um Bremsen-Technik), also habe ich mal das Technik-Forum ausgeguckt... :ü

pinguin
21.12.2004, 23:09
Bekannter von mir kommt vom Moto-Cross. Der hat sich an seiner Enduro bzw. Freerider die Bremsanlagen vertauscht hingebaut. Bin mit einem seiner Bikes mal ein paar Meter gefahren und dann mal gebremst... :D Zum Abgewöhnen... Bin bald über den Lenker abgestiegen. Gustav M mit der großen Scheibe und Stahlflexleitung und ein brachialer Druckpunkt. Mir ein Rätsel, wie man da dosiert bremsen kann.

p.

knuster
21.12.2004, 23:12
Bekannter von mir kommt vom Moto-Cross. Der hat sich an seiner Enduro bzw. Freerider die Bremsanlagen vertauscht hingebaut. Bin mit einem seiner Bikes mal ein paar Meter gefahren und dann mal gebremst... :D Zum Abgewöhnen... Bin bald über den Lenker abgestiegen. Gustav M mit der großen Scheibe und Stahlflexleitung und ein brachialer Druckpunkt. Mir ein Rätsel, wie man da dosiert bremsen kann.

p.
naja digitales bremsen halt.
Mir gehts ja schon so beim umstieg shimano 105 am winterrad mit ultegra belägen auf SD Ti mit Swissstop.

Accelerator
21.12.2004, 23:26
Also bei massvollem Krafteinsatz empfinde ich meine Gustave M durchaus als sehr "analog", will sagen dosierbar. Andererseits binn ich auch schon RR-Bremsen gefahren, die eher naja, irgendwie "halb-digital" waren - da konnte man wählen zwischen den Zustandsformen "bremstnicht" und "bremstfastnicht". :) :)

A.

plutonas
21.12.2004, 23:30
.

5,78
21.12.2004, 23:30
Schon immer fahre ich auf dem Crossrad die Vorderbremse rechts. War vor 20 Jahren so üblich, dass die andersherum montiert worden sind. Man sagte damals, damit man mit der linken Hand beim Abspringen noch das Hinterrad abbremsen kann (nicht das Vorderrad, das lässt das Radheck steigen). Keine Ahnung ob "man" das heute noch so macht. Ich hatte mich so daran gewöhnt, dass ich das MTB später genauso gebremst habe.
Nach ein paar Kilometern Straßenrad gehts wieder normal... Jedenfalls bei mir, ich hab keine Probleme mit dem Umgewöhnen.
Motorrad früher war ja wieder eine ganz andere Liga. Da musste man ja Hand und Fuß koordinieren, locker bremsen Fuß, scharf bremsen Hand.

Andre.T
21.12.2004, 23:41
Eine Umgewöhnung ist das schon. Als ich mit dem Rennradfahren angefangen habe hab ich mir die Vorderbremse erst mal nach rechts gelegt.
Ist mit der Zugverlegung aber nicht so der Hit.
Mittlerweile fahr ich vorne-links und hab mich daran gewöhnt.
Greife aber immer noch intuitiv zuerst zum rechten Bremshebel.

Crissl
22.12.2004, 00:02
Ich hab an allen meinen Fahrrädern die Vorderradbremse nach nach rechts gelegt, ist mir sonst zu heikel. Ich hab einfach durchs Motorradfahren den Bewegungsablauf so verinnerlicht, das ich mich auf "normalen" Rädern beim bremsen komisch fühle.
:new_xmas:

lelebebbel
22.12.2004, 00:24
ich fahre viel motorrad, mtb und rennrad.
für mich ist aber das motorradfahren mit einem völlig anderen fahrgefühl verbunden als das fahrradfahren, so dass ich niemals umgewöhnungsprobleme hatte - obwohl an meinen fahrrädern die vorderradbremse immer links war und ist.

für mich persönlich ist das im hirn so getrennt wie z.b. motorrad und autofahren - auf dem motorrad würde ich auch nicht versuchen, mit dem rechten fuss gas zu geben, oder im auto mit dem blinkerschalter zu kuppeln.

ich musste zwar grad kurz nachdenken, was wie wo ist, aber beim fahren ist immer instinktiv alles klar.

mit fahrrädern, bei denen die VR bremse wie beim motorrad rechts montiert ist, komme ich auch einigermassen klar - hab aber in schwierigen situationen dann doch probleme.

ich bin übrigens links/beidhänder, vielleicht spielt das auch noch ne rolle?

Veloce
22.12.2004, 00:37
Vielleicht ein wenig OT, aber ich frage mich als Nicht-Motorradfahrer, ob es für engagierte Vielfahr-Motorbiker, die gleichzeitig auch begeistert MTB oder RR fahren, ein Prblem ist, dass die Vorderradbremse (zumindest nach meinem Verständnis) mit unterschiedlichen Händen zu bedienen ist - am Motorrad rechts und am Velo meist links.

Hmmm... wenn man nicht nur zum Einkaufen fährt sondern auch anspruchsvollere Strecken / Tracks / Trials, schraubt man sich dann auf Velo die Bremsgriffe um, damit im Reflex die rechte Hand auf jedem Zweirad immer garantiert das Vorderrad bremst?
Oder ist das wie Autofahren mit Automatik und Schaltgetriebe - man legt im Hinterkopf einfach den Schalter um?

Fragen über Fragen - bin gespannt auf Eure Kommentare!

A.

P.S.
Hier geht's um Brems-Technik (nicht um Bremsen-Technik), also habe ich mal das Technik-Forum ausgeguckt... :ü


Alle meine Zweiräder ob mit oder ohne Motor haben die Vorderradbremse rechts .
Kunden die Motorrad fahren frage ich auch beim Neuaufbau ob der VR Bremshebel rechts sein soll .

curry
22.12.2004, 00:39
fahre auch mopped und es ist wirklich was ganz anderes; und habe somit auch keinerlei umstellungsprobleme beim wechsel zum rennrad

Nomade
22.12.2004, 01:19
Hab da nie drüber nachgedacht. Geht ganz automatisch. Und da ich auch im Winter bei Schnee mit meinem Roller erst mal richtig Spaß hab, muss ich mich auch nicht umgewöhnen, bin ja immer in Übung. :)

Marco Gios
22.12.2004, 09:18
Ist überhaupt kein Problem, das klappt irgendwie automatisch. Es ist auch schon ein kleiner Unterschied, ob man auf leicht bekleidet und gebückt auf einem knapp 9 kg leichten Rennrad sitzt oder recht kommod in voller Monour auf einem knapp 5 Zentner schweren u. 103 PS starken englischen Dreizylinder durch die Gegend dampft.
Die Umstellung macht mir genausowenig Schwierigkeiten wie der Wechsel vom Moped aufs Auto, wo ja auch die Anordnung von Gas, Kupplung u. Bremse völlig anders ist.

1234321
22.12.2004, 11:10
imho können die meisten Leute eh nicht bremsen. Jeder, der sagt, er könne ohne regelmässige Übung ne Vollbremsung machen ("im Notfall passt das schon") lügt sich selber was in die Tasche. Ich bin beidhänder, als ich noch regelmässig mopped gefahren bin, hab ich am MTB die VR-Bremse rechts gehabt. Am RR wars egal (mit dem RR ist ausweichen eh meist besser). Bremsen tu ich mit dem Fahrrad, wie beim Mopped: Wenn es irgendwie geht die Karre aufrichten und geradeaus fahren. Dann Hinterrad dichtmachten, d.h. blockieren und NUR auf vorne konzentrieren und versuchen, dort die maximale Bremsleistung ohne blockieren/überschlag zu realisieren. Aufgrund der dynamischen Lastverteilung beim Bremsen kann man die Hinterradbremse (ausser bei Vepsas, Harleys und anderen Arschlastigen teilen) eh fast knicken. Bei meiner Sattelüberhöhung ist auf trockener Strasse eh der Überschlag das Limit und das Hinterrad überträgt vernachlässigbar wenig bremsleistung. Wenn es rutschig ist, dann blockiert hinten eh..den Arsch "aufs Hinterrad werfen" tu ich im Gelände schon, allerdings werd ich das wohl nie in einer Schrecksituation im Strassenverkehr hinbekommen. will heissen: ****** auf die Hinterradbremse beim RR.

a x e l
22.12.2004, 11:49
Hallo,

Umstellung klappt problemlos. Wie die Vorschreiber schon erwähnten, ist es eine völlig andere Umgebung, was Haltung Griffe ect. angeht.

Vermisse auf dem RR nur das ABS von der BMW ;-)).

Gruß

Axel

Marco Gios
22.12.2004, 12:39
Vermisse auf dem RR nur das ABS von der BMW ;-)).

Ein bisschen Öl auf die Felge, schon blockiert´s nicht mehr! :D

pinguin
22.12.2004, 12:45
Also bei massvollem Krafteinsatz empfinde ich meine Gustave M durchaus als sehr "analog", will sagen dosierbar. Andererseits binn ich auch schon RR-Bremsen gefahren, die eher naja, irgendwie "halb-digital" waren - da konnte man wählen zwischen den Zustandsformen "bremstnicht" und "bremstfastnicht". :) :)

A.

Ich hab' die Gustav mit der 180er (?, die kleinere der beiden halt) am Tandem mit der normalen Kunststoffleitung. Die ist nicht so digital wie die große Schwester, oder vielleicht liegt das an dem hohen Gesamtgewicht von mehr als 160-180 Kilo?

p.

P.S.: Ich weiß, ist off-topic... :D

pinguin
22.12.2004, 12:52
[...] Wenn es rutschig ist, dann blockiert hinten eh..den Arsch "aufs Hinterrad werfen" tu ich im Gelände schon, allerdings werd ich das wohl nie in einer Schrecksituation im Strassenverkehr hinbekommen. will heissen: ****** auf die Hinterradbremse beim RR.

Wollte auch mal auf die Hinterradbremse an einem RR (dem singlespeeder) verzichten. Bin froh, dass ich es nicht getan habe. Es gibt Situationen, da kannst du nur hinten bremsen. Z.B. bei Rauhreif auf der Strasse oder schmierigem Dreck. Vorne führt i.d.R. sofort zum Sturz. Lieber mit der HR-Bremse ein blockierendes Hinterrad provozieren und mit einer Art "Powerslide" rum ums Hinderniss, wenn möglich...

Bei trockenen Bedingungen bremse ich eigentlich zu 70% vorne. Wenn es sehr steil bergab geht, dann natürlich hinten auch entsprechend.

Habe mal gehört, dass normale Stadträder und so mit der VR-Bremse rechts ausgerüstet werden. Warum?

p.

a x e l
22.12.2004, 13:00
Ein bisschen Öl auf die Felge, schon blockiert´s nicht mehr! :D

"andiestirnklatsch"

Mensch, wieso bin ich da nicht alleine drauf gekommen?? - Danke für den Tipp!!

Gruß

Axel

greyscale
22.12.2004, 13:07
Habe mal gehört, dass normale Stadträder und so mit der VR-Bremse rechts ausgerüstet werden. Warum?

p.

Kann man so sicher nicht verallgemeinern, aber zum Beispiel Gudereit macht das so. Ich kann es mir nur so erklären, dass auch bei Rädern mit Rücktrittbremse die Vorderbremse rechts liegt.

Ist trotzdem dämlich.

P.

Bergsieger
22.12.2004, 14:05
Mopped und Rad kann man schon gut auseinanderhalten.

Ich bremse bei allen eigentlich nur mit dem rechten Handbremshebel.
Beim Mopped halt vorn, bei den Bikes hinten.

Schwierig ist wahrscheinlich eine Umstellung bei gleichen Fahrzeuggattungen.
Ich habe keine Umstellungsprobleme zwischen Motorrad, MTB und RR.
Alle 4 (?) haben unterschiedliche Bremsleistungen.
Ich habe ein MTB mit Scheibe, eins mit Magura HS33.
Bei Letzterem werden die ersten Kurven immer sehr eng.... ;)
Passiert mir bei den anderen Gattungen nicht, obwohl Mopped 3 Nummern
besser bremst und das RR 3 Nummern schlechter, bezogen auf MTB/Scheibe.

1234321
22.12.2004, 16:11
Wollte auch mal auf die Hinterradbremse an einem RR (dem singlespeeder) verzichten. Bin froh, dass ich es nicht getan habe. Es gibt Situationen, da kannst du nur hinten bremsen...
klar...im Moment im Wald könnt ich dir VR-Bremse abklemmen *g* insbesondere, wenn nen bissel eis unter dem Laub ist. Letzten Endes kann man aber nur eine Bremse dosieren. dann halt die HR-Bremse.

Accelerator
22.12.2004, 16:27
Es ist auch schon ein kleiner Unterschied, ob man auf leicht bekleidet und gebückt auf einem knapp 9 kg leichten Rennrad sitzt oder recht kommod in voller Monour auf einem knapp 5 Zentner schweren u. 103 PS starken englischen Dreizylinder durch die Gegend dampft.

Schon klar, aber es gibt ja auch Leute, die Enduro und MTB im Wechsel fahren, da erscheinen mir die Unterschiede im Vergleich nicht so krass!

A.

interph8ze
22.12.2004, 18:03
Lieber mit der HR-Bremse ein blockierendes Hinterrad provozieren und mit einer Art "Powerslide" rum ums Hinderniss, wenn möglich...


Der "Powerslide" hat mich schon öfters vor bösen Unfällen gerettet. Wenn zum Beispiel ein Auto quer vor einem rausfährt und man merkt, dass Bremsen nicht mehr reicht, ist es IMHO besser erst soviel wie möglich mit Vorder und Hinterradbremse runterzubremsen um dann im letzen Augenblick die Vorderbremse aufzumachen, das Hinterrad zu blockieren und seitlich gegen das Auto zu brettern. Hab beides schon ausprobieren müssen, und ich fand den seitlichen Aufprall wesentlich angenehmer als den Frontalaufprall :D
War beides mal mit einem MTB-Lenker, da geht das natürlich viel einfacher.

1234321
22.12.2004, 18:54
ist dann nicht-bremsen und ausweichen besser?

interph8ze
22.12.2004, 20:18
ist dann nicht-bremsen und ausweichen besser?

Na logisch :D

Ich ramme bestimmt nicht freiwillig Autos wenn der Abstand noch zum Ausweichen ausreicht :kiespijn: