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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Werkstatt für CANYON in Düsseldorf/Meerbusch gesucht



Der_Fortunist
26.07.2017, 11:39
Hallo Experten,
der Kauf meines CANYON ist getätigt, jetzt warte ich auf den DHL Boten. Nun möchte ich schon heute mal in Erfahrung bringen, wer aus der Region seine "Probleme" lokal lösen bzw. das Rad warten lässt und nicht die CANYON-Servicewerkstatt benutzt? Dort hat man offenbar zu oft zu viele Probleme, als dass ich das Risiko eingehen möchte, dass ich mein Fahrrad dorthin sende und dann ewige Wochen warten muss. Aufgrund der extrem schlechten Erreichbarkeit per Telefon oder Chat sowie der sehr langen Reaktionszeit bei Emails ist das vermutlich nur in Garantiefällen relevant.
Ich habe gehört, dass es Werkstätten gibt, die keine Versandhändler-Räder warten bzw. reparieren wollen. Nach dem Motto "Support your local dealer". Ist gut und ich verstehe es vollkommen, wenn das Rad auch lokal angeboten würde, z.B. Cannondale - kann ich lokal und im Netz kaufen. Bei CANYON gibt es aber keine lokalen Händler und somit erübrigt sich dann diese Abwägung.
Welche Werkstätten kennt Ihr denn, die Ihr empfehlen würdet? Der kluge Mann baut vor...
Ich freue mich über Vorschläge hier als Posting oder auch als PN, dann kann eben niemand sonst mitlesen (was ja auch schade wäre).
Ich danke schon jetzt für Eure Tipps und sage: Kette rechts!

M*A*S*H
26.07.2017, 11:44
der beste Weg ist " support your own knowledge " und lerne selber schrauben - das macht nicht nur Spass
sondern spart auf Dauer viel Zeit und Geld - und als Gegenwert hat man immer einen schönen Werkzeugkoffer stehen.
Bei Fragen hilft google/youtube/Tourforum

BerlinRR
26.07.2017, 11:49
der beste Weg ist " support your own knowledge " und lerne selber schrauben - das macht nicht nur Spass
sondern spart auf Dauer viel Zeit und Geld - und als Gegenwert hat man immer einen schönen Werkzeugkoffer stehen.
Bei Fragen hilft google/youtube/Tourforum

+1
Gerade mit einem "Versenderrad" spart man sich da viel Zeit und Nerven.
Weder regelmäßig Einsenden, noch die "Konfrontation" mit dem Einzelhändler würde ich auf Dauer mitmachen wollen.

Ich finde es schon extrem schwierig eine fähige und "nette" Werkstatt zu finden, die lokal gekaufte Räder repariert. Hab schon viel bei lokalen Händlern gekauft, aber bei Reparaturen und/oder Problemen im Nachgang war ich nie 100% zufrieden.

Der_Fortunist
26.07.2017, 11:51
Danke Euch beiden für die schnellen Antworten.
Ich denke schon, dass ich ganz gut selber schrauben kann. Aber wie es so oft ist im Leben: das Gegenteil von "gut gemacht" ist "gut gemeint". Insofern schließt das eine das andere nicht aus.
U.a. könnte es ja zB eine Art Wartung/Inspektion sein, die ich mal machen lassen möchte. Um es mit Deichkind zu sagen: "Alles muss man selber machen lassen..."

M*A*S*H
26.07.2017, 11:57
gerade Wartung/Inspektion solltest Du selber können..das sind ja gerade die einfachen Sachen wie Ketten wechseln usw...
da kassierern leider viele Händler dicke ab.
Habe hier mal life mitbekommen wie für einen Reifenwechsel 60€ verlangt wurde ( 30€ Reifenwert ) ...

Ich würde eher mal fragen ob ein nettes Forumsmitglied aus der Ecke etwas Hilfestellung gibt...


Danke Euch beiden für die schnellen Antworten.
Ich denke schon, dass ich ganz gut selber schrauben kann. Aber wie es so oft ist im Leben: das Gegenteil von "gut gemacht" ist "gut gemeint". Insofern schließt das eine das andere nicht aus.
U.a. könnte es ja zB eine Art Wartung/Inspektion sein, die ich mal machen lassen möchte. Um es mit Deichkind zu sagen: "Alles muss man selber machen lassen..."

BerlinRR
26.07.2017, 12:01
U.a. könnte es ja zB eine Art Wartung/Inspektion sein, die ich mal machen lassen möchte. Um es mit Deichkind zu sagen: "Alles muss man selber machen lassen..."

Ganz im Ernst:
Ich hab mir schon öfter aus Neugierde angeguckt was alles zu einer "Inspektion" gehört, war meist ein absoluter Witz...

Gucken ob die Bremsgummis noch da sind, gucken ob die Reifen abgefahren sind, Steuersatz einstellen, Schaltung bisschen justieren.
Kann man schneller selbst tun als zu einem Laden laufen/fahren zu müssen und das Rad danach wieder abzuholen...

Jim Bob
26.07.2017, 12:01
Das ist halt ein Versenderrad. Der Hersteller spart sich Vertriebs- und Werkstattnetz und das Rad wird dadurch billiger.

Ich hab gestaunt, als einer der großen hiesigen Markenhändler meinte, er würde jederzeit auch Versenderräder reparieren - einzig bei der Warteliste stünden die eigenen Kunden natürlich vorne... und das heisst: in der Saison keine Auftragsannahme, im Winter nur 2-3 Wochen Voranmeldung :D

Insofern: du hast ein günstiges Versenderrad - nutz die Chance und baue Kompetenzen und Werkzeugsammlung auf. Das ist wenigstens nachhaltig und wenn was kaputtgeschraubt ist, gibts keine Diskussionen.
Tipp: Wer billig kauft, kauft dreimal: schlechtes Werkzeug, gutes Werkzeug und das Ersatzteil für das kaputtgeschraubte Teil am Rad.

PS: Falls Canyon eine Erstinspektion zur Bedingung für die Garantie macht, müsstest du trotzdem einschicken.

deco
26.07.2017, 12:09
Aus persönlicher Erfahrung würde ich Westside empfehlen, schrauben können'se, kreativ sein auch (Falls Du Andy von Hopper kennen solltest, der treibt sich seit neustem auch da herum). Termintreue hat bislang bei keinem Schrauber den ich hier aus der Ecke kenne geklappt, da muss man dann schonmal ein bisschen telephonieren. Kleinkram würde ich tatsächlich auch einfach selber machen, aber sowas wie Lager tauschen, Bremsen entlüften und so... achnä.

ciclistarapido
26.07.2017, 12:38
Ich kann nicht sagen wie erfreut oder nicht erfreut die Jungs von Custom Cycle Culture in Duisburg von deinem Canyonbesuch sind, aber dass sind die mir einzigen bekannten fähigen Schrauber in der Gegend um Duisburg.

Es wäre für dich vielleicht noch "schicke Mütze" in DDorf interessant.

Der_Fortunist
26.07.2017, 12:38
Aus persönlicher Erfahrung würde ich Westside empfehlen, schrauben können'se, kreativ sein auch (Falls Du Andy von Hopper kennen solltest, der treibt sich seit neustem auch da herum). Termintreue hat bislang bei keinem Schrauber den ich hier aus der Ecke kenne geklappt, da muss man dann schonmal ein bisschen telefonieren. Kleinkram würde ich tatsächlich auch einfach selber machen, aber sowas wie Lager tauschen, Bremsen entlüften und so... achnä.

Danke, sehr guter Tipp. Westside ist direkt um die Ecke von meinem Büro!
"Andy vom Hopper"???? Wer ist das? Wo tummelt der sich rum?

Der_Fortunist
26.07.2017, 12:40
Ich kann nicht sagen wie erfreut oder nicht erfreut die Jungs von Custom Cycle Culture in Duisburg von deinem Canyonbesuch sind, aber dass sind die mir einzigen bekannten fähigen Schrauber in der Gegend um Duisburg.

Es wäre für dich vielleicht noch "schicke Mütze" in DDorf interessant.

Vielen Dank für diesen Tipp. Die "Schicke Mütze" hat schon mitgeteilt, dass sie keine Versenderräder reparieren wollen. Das habe damit zu tun, dass man "anders ticke" und auch an eine lokale Händlerstruktur glaube.

Gut, jedem das Seine!

M*A*S*H
26.07.2017, 12:58
ein wenig Recht haben sie damit ja auch....günstig im Netz kaufen und bei nem Kettenwechsel dann bei denen vor der Tür stehen - würde ich (wenn ich mich selbstständig machen würde) auch nicht anders machen.

Also, Bike24 etc....schönen Werkzeugkoffer bestellen ! ;)


Vielen Dank für diesen Tipp. Die "Schicke Mütze" hat schon mitgeteilt, dass sie keine Versenderräder reparieren wollen. Das habe damit zu tun, dass man "anders ticke" und auch an eine lokale Händlerstruktur glaube.

Gut, jedem das Seine!

deco
26.07.2017, 12:59
Danke, sehr guter Tipp. Westside ist direkt um die Ecke von meinem Büro!
"Andy vom Hopper"???? Wer ist das? Wo tummelt der sich rum?

Ah, dem Namen nach hatte ich Dich zu Hopper Cycling nach Oberkassel gesteckt. Thekenmannschaft in Hellblau, oder so. Wenn Du den nicht kennst, hilft Dir das als Referenz aber auch nicht weiter.

Kürzer
26.07.2017, 13:21
Wenn Du den nicht kennst, hilft Dir das als Referenz aber auch nicht weiter.
Wer ist das? Smile?

deco
26.07.2017, 13:23
Ach, ja, richtig, diese Internetnomenklatur. Richtig, Smile.

bugfix
26.07.2017, 13:42
Im Zweirad Haus Eller kommst du in der Werkstatt auch ran, wenn das Rad nicht aus dem Laden stammt. War früher z.B. hin und wieder mit einem Radon MTB da.
Die Frage ist, was du für Leistungen zu benötigen gedenkst. Ich mach am Rad alles selbst bis auf Lager einpressen und Laufräder justieren, die meisten Arbeiten sind ja eigentlich auch pillepalle.

BerlinRR
26.07.2017, 13:49
Ich mach am Rad alles selbst bis auf Lager einpressen und Laufräder justieren...

Das dachte ich mir bis vor wenigen Jahren auch, bis mir dann ein Fachhändler mein Pressfit Lager mit Hammer und Schlitz-Schraubendreher rausgeprügelt hat und dabei noch das Rad vom Montageständer gefallen ist, weil er zu faul war es richtig fest zu machen.

Eigentlich bin ich nur zum Fachhändler weil ich davon ausgegangen bin, dass er Spezialwerkzeug hat und ich mir damit die Anschaffung sparen wollte...

Das einzig gute war, dass ich direkt davor das Rad bei ihm erworben hatte, konnte er den Sche**haufen direkt behalten. :D

x3m
26.07.2017, 14:05
ein wenig Recht haben sie damit ja auch....günstig im Netz kaufen und bei nem Kettenwechsel dann bei denen vor der Tür stehen - würde ich (wenn ich mich selbstständig machen würde) auch nicht anders machen.
[...]
Gerade das verstehe ich nicht. Die bekommen für ihre Arbeit doch das Geld, das ihnen zusteht. Ein Händler meinte einmal zu mir, dass sie da aus rechtlichen Gründen (Garantie) nicht ran gehen. Diese Aussage habe ich aber noch nicht auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft. Jedenfalls hat mich die ablehnende Haltung der Händler zu einem mündigen Käufer gemacht. Ich habe mir nach und nach das nötige Werkzeug gekauft (über das Internet natürlich) und mir im Internet das entsprechende Know-How angeeignet. Insofern muss ich ihnen direkt dankbar sein. Ich würde empfehlen: selbst ist der aktive Fahrer. Die Händler sollen die rostigen und dreckigen Stadtschaukeln warten, an den schönen Rädern legt man selbst Hand an.

Kürzer
26.07.2017, 14:07
In Meerbusch würde ich keinem der Radhändler mein Rennrad geben (auch wenn ich einigen damit vielleicht unrecht antue).

Timbox
26.07.2017, 14:37
der beste Weg ist " support your own knowledge " und lerne selber schrauben - das macht nicht nur Spass
sondern spart auf Dauer viel Zeit und Geld - und als Gegenwert hat man immer einen schönen Werkzeugkoffer stehen.
Bei Fragen hilft google/youtube/Tourforum

Als ich nach Düsseldorf gezogen bin, war ich mal bei Magno. Der Chef hat mir gesagt, dass er keine Räder repariert, die nicht bei ihm gekauft wurden.

Seitdem schraube ich selber.
Da weiß ich, dass alles ordentlich ist und es ist auch günstiger.


gerade Wartung/Inspektion solltest Du selber können..das sind ja gerade die einfachen Sachen wie Ketten wechseln usw...
da kassierern leider viele Händler dicke ab.
Habe hier mal life mitbekommen wie für einen Reifenwechsel 60€ verlangt wurde ( 30€ Reifenwert ) ...

Ich würde eher mal fragen ob ein nettes Forumsmitglied aus der Ecke etwas Hilfestellung gibt...

Würde ich auch so machen.
Man kann aber auch Glück haben.
Bei Zweirad Niemeyer in Kaiserswerth (nördlich von Düsseldorf) bin ich mal mit plattem Hinterrad (durch eine Scherbe aufgeschlitzt) und ohne Geld kurz vor Feierabend rein.
Die hatten zwar nicht den Mantel da, den ich vorher hatte, sondern einen einfachen Schwalbe Durano, aber den haben die mir sofort und auf Zusage, dass ich wegen Bezahlung nochmal wiederkomme, mit einem neuen Schlauch montiert.
Ich hab denen meinen Namen, Adresse und Telefonnummer aufgeschrieben.
Schlauch war 7 Euro irgendwas, Mantel 5€ mehr, als online und Montage für lau.

Bei der Montage hab ich zugesehen. Die sind sehr pfleglich mit dem Rad umgegangen.
Wenn ich was hätte machen lassen müssen, wäre ich wieder zu denen gegangen.

ciclistarapido
26.07.2017, 14:41
Seitdem schraube ich selber.
Da weiß ich, dass alles ordentlich ist und es ist auch günstiger.


Auch wenn keinem Tour-Forum Mitglied je ein Fehler unterlaufen würde, aber meinst du nicht dass ordentlich und ordentlich Auslegungssache ist?

Timbox
26.07.2017, 16:18
Ja klar ist das Auslegungssache.

Cubeteam
26.07.2017, 16:24
Scheint ja echt üble Werkstätten zu geben, was man so liest :eek:

[k:swiss]
26.07.2017, 16:36
OT: Weiss ja nicht wie es euch da geht, aber das "selber schrauben" ist doch das Salz in der Suppe beim Thema Rennrad.
Nur fahren und wegen jedem pubs das Rad zum Service bringen, das wär nix für mich..

bugfix
26.07.2017, 16:58
Ich kann verstehen, wenn man sich damit nicht befassen will, wozu gibt's schließlich Fahrradmechaniker.

Kürzer
26.07.2017, 17:16
;5549462']OT: Weiss ja nicht wie es euch da geht, aber das "selber schrauben" ist doch das Salz in der Suppe beim Thema Rennrad.
Nur fahren und wegen jedem pubs das Rad zum Service bringen, das wär nix für mich..
Schon. Aber wenn ein Werkzeug, was ich einmal in 5 Jahren brauche, unverhältnismäßig teuer ist, darf der Fahrradmechaniker ran, solange er nicht mit Hammer und Schraubenzieher losklopft.

Skadieh
26.07.2017, 17:58
Hallo Experten,
der Kauf meines CANYON ist getätigt, jetzt warte ich auf den DHL Boten. Nun möchte ich schon heute mal in Erfahrung bringen, wer aus der Region seine "Probleme" lokal lösen bzw. das Rad warten lässt und nicht die CANYON-Servicewerkstatt benutzt? Dort hat man offenbar zu oft zu viele Probleme, als dass ich das Risiko eingehen möchte, dass ich mein Fahrrad dorthin sende und dann ewige Wochen warten muss. Aufgrund der extrem schlechten Erreichbarkeit per Telefon oder Chat sowie der sehr langen Reaktionszeit bei Emails ist das vermutlich nur in Garantiefällen relevant.


Service ist eine potentielle Kehrseite der Medaille beim Versand. Das I-Net-Forum enthält naturgemäß eine hohe Anzahl Selbstschrauber. Wunder Wunder empfehlen diese selbst zu schrauben mit Teilen aus dem Online-Versand.

Nach dem Erwerb des Canyons ist dies ist nun Deine Truppe. :);)

Wem das nicht zusagt, sollte umso mehr Wert auf einen zuverlässigen Mecanico legen. Etwaige Gruselgeschichten aus den Werkstätten unterstreichen nur den Wert guter Zweiradmechaniker. Diese gilt es zu finden und wertzuschätzen.

Genau an diesem Punkt zeigen Charme, Empathie, Trinkgelder, etc ihre Wirkung. Bei manchen Pfennigfuchsern sind solche Mittel schon längst eingespart worden - nur die eigene Erwartungshaltung nicht. :rolleyes:

[k:swiss]
26.07.2017, 18:09
... solange er nicht mit Hammer und Schraubenzieher losklopft.

Da hätten wir schon problem#1..;)

Cubeteam
26.07.2017, 19:04
Nö, ich bin mir sicher dass es im Umkreis von max. 50 km IMMER zumindest einen fähigen Mechaniker gibt!

Vordrängler
26.07.2017, 19:27
Nö, ich bin mir sicher dass es im Umkreis von max. 50 km IMMER zumindest einen fähigen Mechaniker gibt!

das würde bei uns hier schon eng....:D

Zeta
26.07.2017, 20:08
Scheint ja echt üble Werkstätten zu geben, was man so liest :eek:


Es gibt üble Werkstätten - aber richtig üble.
Ich kenne keine Branche, in der eine derart grosse Chance für den Kunden besteht, an echte Pfuscher zu geraten.
Der, der darauf angewiesen ist, macht die Erfahrung immer dann, wenn er sie vorher hätte gebrauchen können.
Und es ist dabei ganz wurscht, ob Edelladen oder ZEG-Klitsche, ob Meisterbetrieb oder Schrauberhöhle im Hinterhof.



Zeta

Der_Fortunist
26.07.2017, 20:27
Es gibt üble Werkstätten - aber richtig üble.
Ich kenne keine Branche, in der eine derart grosse Chance für den Kunden besteht, an echte Pfuscher zu geraten.
Der, der darauf angewiesen ist, macht die Erfahrung immer dann, wenn er sie vorher hätte gebrauchen können.
Und es ist dabei ganz wurscht, ob Edelladen oder ZEG-Klitsche, ob Meisterbetrieb oder Schrauberhöhle im Hinterhof.
Zeta

Deswegen habe ich hier ja um Erfahrungen und Tipps gebeten, um mir genau solche Erfahrungen zu ersparen.

speedy gonzalez
26.07.2017, 21:37
Danke Euch beiden für die schnellen Antworten.
Ich denke schon, dass ich ganz gut selber schrauben kann. Aber wie es so oft ist im Leben: das Gegenteil von "gut gemacht" ist "gut gemeint". Insofern schließt das eine das andere nicht aus.
U.a. könnte es ja zB eine Art Wartung/Inspektion sein, die ich mal machen lassen möchte. Um es mit Deichkind zu sagen: "Alles muss man selber machen lassen..."

während der normalen garantiezeit würde ich alle inspektionen bei canyon machen lassen! sollte für dich ja kein problem sein, wenn du beruflich eh regelmäßig in der ecke unterwegs bist!

ansonsten kann man daraus natürlich auch eine raketenwissenschaft machen, einfach bei laden xy anfragen, es haben da nicht alle linke hände oder lehnen entsprechende räder ab. es gibt auch hier, wie überall im leben leute, die schwören auf laden xy, andere wiederrum würden dort nicht mal ihr lenkerband wechseln lassen!

einfach mal vor ort einen laden aufsuchen, eventuell da eh was einkaufen, wie helm oder bekleidung, mit den leuten ein wenig schnacken und mal ganz locker anfragen. in der regel wird dann auch ein rad angenommen, was nicht dort gekauft wurde. teils ist man halt kunde zweiter klasse, was ja auch verständlich ist, stammkunden haben halt vorrang.

ansonsten wie von m*a*s*h bereits geschrieben, du musst dir eh nach und nach werkzeug anschaffen und hier und da auch selber was machen.

Vordrängler
26.07.2017, 22:27
Es gibt üble Werkstätten - aber richtig üble.
Ich kenne keine Branche, in der eine derart grosse Chance für den Kunden besteht, an echte Pfuscher zu geraten.
Der, der darauf angewiesen ist, macht die Erfahrung immer dann, wenn er sie vorher hätte gebrauchen können.
Und es ist dabei ganz wurscht, ob Edelladen oder ZEG-Klitsche, ob Meisterbetrieb oder Schrauberhöhle im Hinterhof.



Zeta

ich kenne im Umkreis von 50km bei uns wirklich keinen Laden, wo ich ein Rad reparieren lassen würde, glücklicherweise kann ich alles selber.
Über die Gründe könnte man jetzt stundenlang reden, das geht off topic. Nur mal so als Denkansatz: Kunden sind sofort bereit, bei einer Autowerkstatt 120€/h abzudrücken, bei einem Hightec-Rennrad werden 30€ schon als Wucher betrachtet, die Ausbildungszeit eines Azubis ist in beiden Handwerken aber gleich lang.

Cubeteam
26.07.2017, 23:05
Vllt wohnst du ja auch eher im ländlichen Gebiet. Aber im Bereich von Bonn bis zum nördlichen Ruhrgebiet is das wirklich kein Problem.

Zeta
26.07.2017, 23:06
ich kenne im Umkreis von 50km bei uns wirklich keinen Laden, wo ich ein Rad reparieren lassen würde, glücklicherweise kann ich alles selber.
Über die Gründe könnte man jetzt stundenlang reden, das geht off topic. Nur mal so als Denkansatz: Kunden sind sofort bereit, bei einer Autowerkstatt 120€/h abzudrücken, bei einem Hightec-Rennrad werden 30€ schon als Wucher betrachtet, die Ausbildungszeit eines Azubis ist in beiden Handwerken aber gleich lang.


Das ist sicher etwas dran - andererseits: Ich habe gerade einen Rahmen im Keller stehen (gehört einem Freund), den mal ein "Zweiradmechaniker" aufgebaut hat. Die gesamte Montage fand vor ein paar Jahren ohne einen Hauch von Fett statt; weder auf irgendeinem Gewinde noch sonstwo, wo es hingehört, die Züge eingeschlossen, buchstäblich knochentrocken direkt aus dem Karton montiert. Jetzt, nach etwas über sieben Jahren, ist alles festgegammelt, was festgammeln kann: Zugführung, Lagerpatrone, Stellschrauben, Steuersatzschalen, Sattelstütze. Und Qualitätsarbeit dieser Sorte sehe ich echt nicht zum ersten Mal an Rennrädern. Keine Ahnung, was der "Aufbau" mal gekostet hat - es war jedenfalls zuviel.

Und: Lass dreimal eine Reparatur für je 200,00 Euro ausführen und du hast den Preis des wichtigsten Werkzeugs heraus.
Und um Raketentechnik geht es nicht wirklich. Und im Zeitalter der Fertiglaufräder ist die übelste Baustelle aller üblen Zweiradmechanikerbaustellen ja weitgehend abgeräumt: Der Laufradbau. Was ich da so im Laufe der Jahre zu Gesicht bekommen habe, schlägt dem Fass den Boden aus.

Und weil es sowieso schon OT ist: Ich habe mal in einem Bielefelder "Zweiradfachgeschäft" einen Verkäufer miterlebt, der vor meiner Nase einem Kunden erklärt hat, seine Campa Ergopower seien leider irreparabel und er müsse neue kaufen.
Der Mann hatte die allseits bekannten ausgeleierten G-Federn im rechten Griff und keine Ahnung, wo der Fehler liegen könnte. Das war dann die Antwort... (ich habe ihn vor der Tür über die Grössenordnung des Problems aufgeklärt).


Sorry für OT,

Zeta

Zeta
26.07.2017, 23:10
Auch wenn keinem Tour-Forum Mitglied je ein Fehler unterlaufen würde,


Dafür gibt es sogar einen Fred: "Eure peinlichsten Montagefehler".


Zeta

Cubeteam
26.07.2017, 23:15
Dann solltest du dein Auto allerdings auch Leiber selber reparieren. Im ersten Jahr war ich mit den KFZlern zusammen in der Berufsschule. Keine von denen würde ich mein Auto oder mein Rad anvertrauen.

Und viele, die selber am Rad Schrauben, meinen es wirklich drauf zu haben. Die lesen auch alles im Forum nach, stehen dann aber doch irgendwann bei mir in der Werkstatt. Was da rum gepfuscht wird hält du im Kopf nicht aus :D

Zeta
26.07.2017, 23:23
Dann solltest du dein Auto allerdings auch Leiber selber reparieren. Im ersten Jahr war ich mit den KFZlern zusammen in der Berufsschule. Keine von denen würde ich mein Auto oder mein Rad anvertrauen.

Und viele, die selber am Rad Schrauben, meinen es wirklich drauf zu haben. Die lesen auch alles im Forum nach, stehen dann aber doch irgendwann bei mir in der Werkstatt. Was da rum gepfuscht wird hält du im Kopf nicht aus :D


Das glaube ich gerne. Und die KFZ-Branche ist kein Jota besser, da hast du wohl recht.
Ich durfte das gerade wieder zur Kenntnis nehmen.


Zeta

speedy gonzalez
26.07.2017, 23:30
Und: Lass dreimal eine Reparatur für je 200,00 Euro ausführen und du hast den Preis des wichtigsten Werkzeugs heraus.
Und um Raketentechnik geht es nicht wirklich. Und im Zeitalter der Fertiglaufräder ist die übelste Baustelle aller üblen Zweiradmechanikerbaustellen ja weitgehend abgeräumt: Der Laufradbau. Was ich da so im Laufe der Jahre zu Gesicht bekommen habe, schlägt dem Fass den Boden aus.



für 200,00 euro hast du aber in der regel dann aber einen komplettaufbau oder es wurden gleichzeitig noch entsprechende teile bei einer inspektion mit getauscht oder ähnliches.

aber bei rädern verhält es sich ähnlich wie bei autos oder mechanischen uhren, je teurer und komplizierter die technik, desto teurer nun mal die wartung.:rolleyes:

entweder man beschäftigt sich ein wenig damit oder akzeptiert es.

ein gebrauchsgegenstand will nicht nur gewartet, sondern auch ein wenig gepflegt werden! von daher sollte man meiner meinung nach ein wenig hand anlegen können.

ich kann da nur für mich sprechen, aber wenn ich es drauf hätte, würde ich auch alles selbst machen.

lenkerband wickeln überlasse ich nach wie lieber leuten, die das regelmäßig machen. kette und kassette montieren ist weniger ein problem, hollowtech lagertausch war auch immer kein thema, bei den neuen press-fit dingern würde ich aber auch eher einen schrauber mit werkzeug ans rad lassen.

wenn man die zeit hat, geht ansonsten einiges. aber es gibt so dinge, wenn ich die zeit nicht habe und keinen bock, dann lass ich da jemand dran, der vom fach ist.

in sachen dämpfer am mtb würde ich z.b. selbst nach wie vor nix selber machen...hab dazu irgendwie keinen bezug.

kronzo
27.07.2017, 00:30
Welche Werkstätten kennt Ihr denn, die Ihr empfehlen würdet? Der kluge Mann baut vor...
Die kompetente Erstinspektion meines Internetversandhandelrades (Wilier GTR Team) habe ich linksrheinisch in Neuss bei Arno's Bikestore ausführen lassen. Ausnahmsweise, weil ich selber zu faul war.

Zeta
27.07.2017, 01:08
für 200,00 euro hast du aber in der regel dann aber einen komplettaufbau oder es wurden gleichzeitig noch entsprechende teile bei einer inspektion mit getauscht oder ähnliches.

aber bei rädern verhält es sich ähnlich wie bei autos oder mechanischen uhren, je teurer und komplizierter die technik, desto teurer nun mal die wartung.:rolleyes:

entweder man beschäftigt sich ein wenig damit oder akzeptiert es.

ein gebrauchsgegenstand will nicht nur gewartet, sondern auch ein wenig gepflegt werden! von daher sollte man meiner meinung nach ein wenig hand anlegen können.


Mein Reden...

Aber ich will den Thread nicht noch weiter in's OT führen und bin 'raus.



Zeta

BerlinRR
27.07.2017, 08:22
Nö, ich bin mir sicher dass es im Umkreis von max. 50 km IMMER zumindest einen fähigen Mechaniker gibt!

Nur wie viele Räder muss man sich kaputtschlagen lassen bis man diesen einen Mechaniker findet.

Ist ja schwieriger als Partnersuche. :eek:

Der_Fortunist
27.07.2017, 09:21
Die kompetente Erstinspektion meines Internetversandhandelrades (Wilier GTR Team) habe ich linksrheinisch in Neuss bei Arno's Bikestore ausführen lassen. Ausnahmsweise, weil ich selber zu faul war.
Danke für den Tipp!

ciclistarapido
27.07.2017, 09:24
Ich hab gestern mein Canyon MTB bei einem Händler vor Ort abgegeben für eine Inspektion von Bremsen und Schaltung, keine Zeit aktuell dafür. Er hat mein Focus Rennrad so gemacht, hat aber beim Eintreten in den Laden zu mir gesagt "Ach... ne... hätte ich das vorher gewußt."

Der_Fortunist
27.07.2017, 09:27
während der normalen garantiezeit würde ich alle inspektionen bei canyon machen lassen! sollte für dich ja kein problem sein, wenn du beruflich eh regelmäßig in der ecke unterwegs bist!



Na, das ist nicht wirklich so und der offenbar wahnsinnig schlechte Service bei Canyon ist ja nicht gerade eine Einladung.
Ich will keinesfalls so lange warten müssen. Leider ist ja schon wie oft formuliert die Erreichbarkeit des Service unterirdisch - da werden Nachfragen zum stand einer Inspektion oder Wartung oder Reparatur definitiv zu keinem vergnügungssteuerpflichtigem Erlebnis.

Timbox
27.07.2017, 09:34
für 200,00 euro hast du aber in der regel dann aber einen komplettaufbau oder es wurden gleichzeitig noch entsprechende teile bei einer inspektion mit getauscht oder ähnliches.

Mir hat ein Radladen gesagt, dass sie 64 € für das Zentrieren eines Laufrades haben wollen.
-> 128 € nur für beide Laufräder. Bei 200 € ist man dann schnell.


lenkerband wickeln überlasse ich nach wie lieber leuten, die das regelmäßig machen. kette und kassette montieren ist weniger ein problem, hollowtech lagertausch war auch immer kein thema, bei den neuen press-fit dingern würde ich aber auch eher einen schrauber mit werkzeug ans rad

Die werden die Lager rausprügeln. Es ist ja nicht deren Rahmen.
Speziell sowas würde ich IMMER selber machen!

Caadologe
27.07.2017, 10:27
Um noch mal zur Ausgangsfrage der Threaderstellers zu kommen:
Die gleiche Frage wurde vor einigen Tagen in der Facebook-Gruppe Radsport Düsseldorf gestellt.
Meistgenannte Antworten:

Ricci Sports (http://ricci-sports.com/) im Zooviertel

La Bici (http://www.labici.de/) in Oberkassel

RadKim (http://www.radkim.de/) in Gerresheim

Mein nächstes Rad wird wahrscheinlich auch ein CANYON (nach 6-monatiger Bedenkzeit) und ich stehe vor der gleichen Frage. Einfach keine Zeit, Lust und Talent mich mit der Reparatur von teilweise sicherheitsrelevanten Komponenten herumzuschlagen. Kleinere Sachen mache ich aber auch selber.

norman68
27.07.2017, 10:41
... Einfach keine Zeit, Lust und Talent mich mit der Reparatur von teilweise sicherheitsrelevanten Komponenten herumzuschlagen. Kleinere Sachen mache ich aber auch selber.

Was sind denn das sicherheitsrelevante Komponenten?

Timbox
27.07.2017, 10:45
Bremse zum Beispiel.

greyscale
27.07.2017, 10:56
[...] ich stehe vor der gleichen Frage. Einfach keine Zeit, Lust und Talent mich mit der Reparatur von teilweise sicherheitsrelevanten Komponenten herumzuschlagen. Kleinere Sachen mache ich aber auch selber.

Damit beschreibst du mbMn sehr gut das Herangehen der meisten dafür bezahlten Schrauber:D.

g.

BerlinRR
27.07.2017, 11:20
Damit beschreibst du mbMn sehr gut das Herangehen der meisten dafür bezahlten Schrauber:D.

g.

:Applaus::Applaus::Applaus:

Ich hatte ähnliche Gedanken, hätte es aber in der Form so nicht zu "Papier" gebracht. :D

Zeta
27.07.2017, 12:02
Mir hat ein Radladen gesagt, dass sie 64 € für das Zentrieren eines Laufrades haben wollen.
-> 128 € nur für beide Laufräder. Bei 200 € ist man dann schnell.


Lach - das kann ich noch toppen: 65,00 je Laufrad, aber nur, wenn der Kunde die Speichen zuvor komplett einzieht und vorspannt(!), weil das "sonst zu lange dauern" würde. Das (reklamierte) Endergebnis hatte 2-3 mm Seitenschlag, 2-3 mm Höhenschlag und nicht eine Speiche von 64 vorhandenen hatte wenigstens annähernd ähnliche Spannung. Da war alles dabei - von ganz schlapp bis knallhart.


Jetzt aber wirklich...


Zeta

BerlinRR
27.07.2017, 13:20
...aber nur, wenn der Kunde die Speichen zuvor komplett einzieht und vorspannt(!) ... Endergebnis hatte 2-3 mm Seitenschlag, 2-3 mm Höhenschlag und nicht eine Speiche von 64 vorhandenen hatte wenigstens annähernd ähnliche Spannung. Da war alles dabei - von ganz schlapp bis knallhart.

Da ist ja mein Ergebnis nach dem Einziehen und Vorspannen oft schon besser. :D

Kürzer
27.07.2017, 13:28
Lach - das kann ich noch toppen: 65,00 je Laufrad, aber nur, wenn der Kunde die Speichen zuvor komplett einzieht und vorspannt(!),
Dauert ja auch lange. Vor allem, wenn man das nicht so oft macht. ;)

Cubeteam
27.07.2017, 13:31
Aber daran sieht man es wieder. Ein Canyon ist nur auf dem ersten Blick günstig. Bei uns ist die erste Inspektion grundsätzlich kostenfrei. Laufrad zentrieren kosten 10-20€, je nach Aufwand.

Also lieber vernünftiges Rad vor Ort kaufen wenn man nicht selber Schrauben kann.

craze
27.07.2017, 13:56
Um noch mal zur Ausgangsfrage der Threaderstellers zu kommen:
Die gleiche Frage wurde vor einigen Tagen in der Facebook-Gruppe Radsport Düsseldorf gestellt.
Meistgenannte Antworten:



RadKim (http://www.radkim.de/) in Gerresheim

Mein nächstes Rad wird wahrscheinlich auch ein CANYON (nach 6-monatiger Bedenkzeit) und ich stehe vor der gleichen Frage. Einfach keine Zeit, Lust und Talent mich mit der Reparatur von teilweise sicherheitsrelevanten Komponenten herumzuschlagen. Kleinere Sachen mache ich aber auch selber.

Kimi ist sicher eine absolute Top-Adresse. Der zerreißt sich für seine Kunden.
Ist auch auf Facebook unterwegs.

Caadologe
27.07.2017, 15:48
Aber daran sieht man es wieder. Ein Canyon ist nur auf dem ersten Blick günstig. Bei uns ist die erste Inspektion grundsätzlich kostenfrei. Laufrad zentrieren kosten 10-20€, je nach Aufwand.

Also lieber vernünftiges Rad vor Ort kaufen wenn man nicht selber Schrauben kann.

Naja.
Wenn ich das mal an meinem Beispiel widerlegen darf.

Anforderungsprofil:

Carbon-Rahmen
Unter 8 kg
Endurance-Geometrie
Scheibenbremsen (vorne und hinten mit 160 mm Scheiben)
Ultegra oder Potenza
Coole Optik, für mich scheidet da ROSE aus, aber ist natürlich absolut subjektiv

Budget: 3000 Euro

Heraus kommt das CANYON Endurace CF SL DISC 9.0 SL (https://www.canyon.com/road/endurace/endurace-cf-sl-disc-9-0-sl.html)

Die potenziellen Konkurrenten
CANNONDALE SYNAPSE
Weit über 4000 Euro, also selbst nicht als Vorjahresmodell auch nur für 3000 Euro zu ergattern. Außerdem nur als Hi-Mod Variante unter 8 kg. Außerdem ist nie eine Gewichtsangabe bei der Beschreibung zu finden. Unschön. Obwohl ich großer CANNONDALE-Fan bin.

Genau wie das SIMPLON Pavo Gran Fondo Disc (http://www.simplon.com/index.php?id=886&Preset=PavoGFDisc&Ausstattung=40000009539)
Preis siehe oben.

Noch dazu kommt, dass ich nicht gewillt bin über 4000 Euro für ein Rad auszugeben, welches mit einem billigen LRS ausgestattet ist. Bei beiden würde ich den auswechseln wollen, was noch mal mit 400 Euro (Zondas oder Fulcrum 3) zu Buche schlagen würde.

Das CANYON kommt mit einem LRS für ca. 700 Euro daher, also mehr als angemessen für den Preis.

Ich verstehe die Problematik der lokalen Händler, die natürlich bei den Neurad-Preisen mit den Versendern nicht mithalten können. Ich wäre auch gerne bereit. 300 Euro mehr zu bezahlen und bei einem lokalen Händler zu kaufen. Alleine um einen vollständigen und sauberen Werkstatt-Support für die folgenden Jahre zu genießen.

Aber letztendlich ist die Preisersparnis so groß, dass ich keine Alternative habe und den eventuell mangelnden Support der örtlichen Werkstätte hinnehme. Irgendein fähiger Schrauber (ist nicht despektierlich gemeint) wird sich schon finden. Und so oft benötige ich den Service *klopsaufsholz* hoffentlich auch nicht. Wie gesagt: kleine Sachen mache ich selbst.

Klar kann man sagen: „Bei dem Budget sind deine Ansprüche zu hoch!“ Aber es geht ja, wie das oben genannte Beispiel zeigt.

Cubeteam
27.07.2017, 19:07
Bis auf die Bremse alles was du möchtest (ob man 160mm wirklich braucht ist fraglich).
https://www.giant-bicycles.com/de/defy-advanced-pro-1

Dazu 25 Jahre Garantie auf Rahmen und Gabel sowie die deutlich bessere Sattelstütze.

Normalerweise bekommt man beim Händler vor Ort immer seine %.

Macht also 2800-3100€, je nach Verhandlungsgeschick.

Ich nehme jetzt mal nen Standort zum durchrechnen der weiteren Kosten:

Canyon
Anfahrt pro Inspektion: (4 x 115 Km): 55€
1 Inspektion: 49,95€
jede weitere Inspektion: 69,90€

Händler vor Ort: (4x 10 Km): 3€
1 Inspektion: kostenlos
jede weitere Inspektion: 40€

Jetzt erkläre mir gerne nochmal an deinem Beispiel, dass Canyon günstiger ist.

Wie gesagt, selber Schrauber können gerne bei Versendern bestellen, allen anderen rate ich davon ab.

Der_Fortunist
27.07.2017, 19:15
Danke an alle, die konkrete Tipps gegeben haben.

Warum es bei mir kein Giant wurde? Ganz einfach: Im Düsseldorfer Store hatte man nicht so recht Interesse an mir als Kunden und sagte, dass in meiner Größe die Modelle bis 2.000€ ausverkauft sind. Ich solle einfach mal in Jeans und mit Turnschuhen wiederkommen. Offenbar war mein Anzug nicht optimal für eine Beratung samt Proberunde auf dem Hof.

Schicke Räder, ja.
Kundenbetreuung- eher keine.
Alle Argumente (Garsntie etc.) treffen zu.
Dennoch hatte ich beim Kauf nicht das höhere Budget, somit schieden die empfohlenen Modelle mehr als aus.

Ich bin dann mal raus hier. Schönes Wochenende und Kette rechts!

Cubeteam
27.07.2017, 19:21
Schade dass wegen einem Händler eine ganze Marke ausscheidet. Bei uns hättest du gerne im Anzug fahren dürfen ;)

Caadologe
27.07.2017, 19:23
@Cubeteam

Okay, damit hast du mich!

Natürlich fiel das GIANT auch mit in die Auswahl, zumal ich von dem Düsseldorfer GIANT Store sehr angetan bin.
Aber irgendwie gefallen mir die Räder nicht so richtig, da macht es einfach nicht "Klick". Ein Rennradkauf hat ja auch immer eine emotionale Komponente.

Aber rein sachlich hast du Recht: entspricht meinem Budget und Profil und das ganze beim Fachhändler.

enasnI
27.07.2017, 19:28
Normalerweise bekommt man beim Händler vor Ort immer seine 10%.


Das kann natürlich jeder halten wie er will, aber wenn man wirklich guten Service abfeuert, dann gibt es meiner Meinung nach keinen Grund für Rabatte.

Macht man im Bereich Rennrad komplexere Fittings, kompromislose Anpassung (Tausch von Teilen auch nach dem Kauf), bietet dazu noch schnellen und unkomplizierten Service (Leihlaufräder, schnelle Reparaturen vor Wettkämpfen und wichtigen Events), dann wüsste ich nicht, warum man nur einen Cent Rabatt geben sollte.

Eine richtige Herangehensweise ist dann meiner Meinung nach, dass man einen Rabatt gibt, aber dann weder ein Fitting dazu verschenkt, noch kostenlos Teile tauscht.

Timbox
27.07.2017, 19:47
Lach - das kann ich noch toppen: 65,00 je Laufrad, aber nur, wenn der Kunde die Speichen zuvor komplett einzieht und vorspannt(!), weil das "sonst zu lange dauern" würde. Das (reklamierte) Endergebnis hatte 2-3 mm Seitenschlag, 2-3 mm Höhenschlag und nicht eine Speiche von 64 vorhandenen hatte wenigstens annähernd ähnliche Spannung. Da war alles dabei - von ganz schlapp bis knallhart.


Jetzt aber wirklich...


Zeta

Ich habe von 64 Euro für das Nachzentrieren von einem gebrauchten Rad gesprochen. Kein Neuaufbau.



Normalerweise bekommt man beim Händler vor Ort immer seine 10%.

Ich war bei Giant im Düsseldorfer Store.
Die wollten mir null Euro Rabatt geben. Egal wie ich zahle (nicht finanziere).
Der Knaller war der Aufpreis für eine andere Kassette.

Doppelter Preis, als bei bike24.
Mit dem Unterschied, dass ich bei bike24 auch noch die Basiskassette gehabt hätte.

Ich habe dann bei einer anderen Marke gekauft. Damit bin ich zufrieden. Giant ist mir inzwischen egal.
Als Kunden wollten die mich ja nicht.

Cubeteam
27.07.2017, 19:52
Ich habe von 64 Euro für das Nachzentrieren von einem gebrauchten Rad gesprochen. Kein Neuaufbau.



Ich war bei Giant im Düsseldorfer Store.
Die wollten mir null Euro Rabatt geben. Egal wie ich zahle (nicht finanziere).
Der Knaller war der Aufpreis für eine andere Kassette.

Doppelter Preis, als bei bike24.
Mit dem Unterschied, dass ich bei bike24 auch noch die Basiskassette gehabt hätte.

Ich habe dann bei einer anderen Marke gekauft. Damit bin ich zufrieden. Giant ist mir inzwischen egal.
Als Kunden wollten die mich ja nicht.

Wie oben schon gesagt, nicht Giant wollte dich nicht, der eine Händler wollte dich nicht. Auch der Conceptstore in Düsseldorf ist nicht mit Giant Deutschland gleich zu setzen.

Cubeteam
27.07.2017, 19:54
Das kann natürlich jeder halten wie er will, aber wenn man wirklich guten Service abfeuert, dann gibt es meiner Meinung nach keinen Grund für Rabatte.

Macht man im Bereich Rennrad komplexere Fittings, kompromislose Anpassung (Tausch von Teilen auch nach dem Kauf), bietet dazu noch schnellen und unkomplizierten Service (Leihlaufräder, schnelle Reparaturen vor Wettkämpfen und wichtigen Events), dann wüsste ich nicht, warum man nur einen Cent Rabatt geben sollte.

Eine richtige Herangehensweise ist dann meiner Meinung nach, dass man einen Rabatt gibt, aber dann weder ein Fitting dazu verschenkt, noch kostenlos Teile tauscht.

Grundsätzlich richtig. Wir hauen auch nicht direkt Rabatte raus, aber wenn jemand freundlich fragt, ob am Preis noch was geht, hab ich da kein generelles Problem mit. Die Rabatte werden auch nicht auf das Rad an sich sondern auf zusätzliches Zubehör gewährt.

Bis auf die Leihlaufräder machen wir das auch alles.

greyscale
27.07.2017, 20:57
Naja.
Wenn ich das mal an meinem Beispiel widerlegen darf.

Anforderungsprofil:

Carbon-Rahmen
Unter 8 kg
Endurance-Geometrie
Scheibenbremsen (vorne und hinten mit 160 mm Scheiben)
Ultegra oder Potenza
Coole Optik, für mich scheidet da ROSE aus, aber ist natürlich absolut subjektiv

Budget: 3000 Euro

Heraus kommt das CANYON Endurace CF SL DISC 9.0 SL (https://www.canyon.com/road/endurace/endurace-cf-sl-disc-9-0-sl.html)

[...]

Entschuldige bitte: Ich hatte gerade bei der Abendrunde eins in der Gruppe *woistderKotzSmileywennmanihnbraucht?*. Die Dinger sind so aufsehenerregend hässlich. Das ist nicht elegant, das ist auch nicht cool, das sieht einfach nur sche!ße aus.

Dazu kommt, dass es Canyon irgendwie schafft, an dem Rad die Scheibenbremsen optisch zu betonen, was den ohnehin hässlichen Bock noch unansehnlicher macht. Dazu dann auch noch mattschwarz, eine Unfarbe irgendwo zwischen Oberproll und ungeputzt.

Das Ding würde ich nicht mal fahren, wenn man mich dafür bezahlen würde.

g.

Timbox
27.07.2017, 21:22
Ich würde mir auch kein Canyon kaufen.
Allerdings nicht wegen des Designs.
Da finde ich fast jedes Rad aus Italien hässlicher.

serum
27.07.2017, 22:03
nochmal zum thema zurück: ich würde einfach mal zu einem der empfohlenen persönlich hingehen und freundlich fragen. cleverer händler/schrauber denk vielleicht weiter und hofft künftigen kunden zu gewinnen.

grosser nachteil des versandhandels ist eben der fehlende service. da wird kein örtlicher händler erfreut sein wenn er hier für einen konkurrenten in die bresche springen soll.

ist schon lange her dass ich ein komplettrad beim örtlichen händler gekauft habe. aber erinnere mich noch gut an den prima service. ausführliche probefahrt, andere kassette, kürzerer vorbau zum testen ausgeliehen, alles ohne aufpreis und sogar beim rad noch einen rabatt bekommen

speedy gonzalez
27.07.2017, 22:56
Mir hat ein Radladen gesagt, dass sie 64 € für das Zentrieren eines Laufrades haben wollen.
-> 128 € nur für beide Laufräder. Bei 200 € ist man dann schnell.



Die werden die Lager rausprügeln. Es ist ja nicht deren Rahmen.
Speziell sowas würde ich IMMER selber machen!


Aber daran sieht man es wieder. Ein Canyon ist nur auf dem ersten Blick günstig. Bei uns ist die erste Inspektion grundsätzlich kostenfrei. Laufrad zentrieren kosten 10-20€, je nach Aufwand.

Also lieber vernünftiges Rad vor Ort kaufen wenn man nicht selber Schrauben kann.


also hier vor ort sind die preise eher wie von cubeteam beschrieben. bei den von dir geschilderten preisen würde ich schon mal nachfragen, ob die speichen dann eventuell auch vergoldet werden.:rolleyes:


Danke an alle, die konkrete Tipps gegeben haben.

Warum es bei mir kein Giant wurde? Ganz einfach: Im Düsseldorfer Store hatte man nicht so recht Interesse an mir als Kunden und sagte, dass in meiner Größe die Modelle bis 2.000€ ausverkauft sind. Ich solle einfach mal in Jeans und mit Turnschuhen wiederkommen. Offenbar war mein Anzug nicht optimal für eine Beratung samt Proberunde auf dem Hof.

Schicke Räder, ja.
Kundenbetreuung- eher keine.
Alle Argumente (Garsntie etc.) treffen zu.
Dennoch hatte ich beim Kauf nicht das höhere Budget, somit schieden die empfohlenen Modelle mehr als aus.

Ich bin dann mal raus hier. Schönes Wochenende und Kette rechts!

da müssten dann hier einige händler bei uns schliessen.


Das kann natürlich jeder halten wie er will, aber wenn man wirklich guten Service abfeuert, dann gibt es meiner Meinung nach keinen Grund für Rabatte.

Macht man im Bereich Rennrad komplexere Fittings, kompromislose Anpassung (Tausch von Teilen auch nach dem Kauf), bietet dazu noch schnellen und unkomplizierten Service (Leihlaufräder, schnelle Reparaturen vor Wettkämpfen und wichtigen Events), dann wüsste ich nicht, warum man nur einen Cent Rabatt geben sollte.

Eine richtige Herangehensweise ist dann meiner Meinung nach, dass man einen Rabatt gibt, aber dann weder ein Fitting dazu verschenkt, noch kostenlos Teile tauscht.

mal gut das du keinen laden betreibst, der würde bei solchen dingen nicht lange laufen. rabatte gehören bei solchen geschäften dazu, ist in anderen branchen nicht anders, niemand zahlt da den preis, für den die produkte ausgewiesen werden, wobei das eh unverbindliche preisempfehlungen sind. hausieren muss man aber als verkäufer nicht direkt damit.

so etwas muss sich einfach im gespräch ergeben, gerade wenn man sich noch nicht kennt. zur beratung gehört das meiner meinung nach auch dazu, wenn wir dann vom punkt finanzierung reden(wird ja auch gerade in dem bereich immer mehr angeboten).

das ganze ist nun mal ein geben und nehmen, läuft hier jedenfalls im landkreis ähnlich, dadurch sichert man sich stammkunden.

hier hatten wir mal einen laden, da hat ein ex-inhaber mal in der zeitung so etwas rausgehauen wie, durch den internet-handel wurde unsere preise kaputt gemacht, beratung hier im laden, dann im netz gekauft. da haben einige echt nur mit dem kopf geschüttelt. ist halt doof, wenn man da so argumentiert, die marken, die man aber im portfolio hat, in der regel auch im netz zum uvp angeboten werden usw.

man dann aber gerne verschweigt, dass man sich lieber mit freunden unterhält, anstatt mögliche kunden zu bedienen und wenn das dann noch häufiger vorkommt, dumm gelaufen halt.

ähnlich wie wenn man in einer beratung dann mit dummen sprüchen kommt, weil kunde xy ein budget vorgibt, was in der passenden grösse haben will und verkäufer xy dann mal ein rad in der passenden grösse zeigt, im nachsatz aber nicht mehr die vom kunden angepeilten 2.000 euro erwähnt, sondern mal eben von 4.000 euro spricht und das rad könnte man dann auch die woche drauf gleich abholen.

für solche gespräche müsste man als kunde eigentlich noch geld einfordern, wenn man sich die zeit nimmt und da trotzdem schmerzbefreit ist, weil man dort eigentlich ein rad kaufen möchte.

geil wird es dann noch, wenn man gerade so dinge wie zubehör ins spiel bringt, der verkäufer da aber auch taub ist.

wie gesagt, hier im landkreis läuft es da anders und die händler dort schütteln nur selber mit dem kopf, vertickern auch gerne mal zubehör über ebay und freuen sich über jeden kunden aus der stadt.

bugfix
27.07.2017, 23:26
Das kann natürlich jeder halten wie er will, aber wenn man wirklich guten Service abfeuert, dann gibt es meiner Meinung nach keinen Grund für Rabatte.

Macht man im Bereich Rennrad komplexere Fittings, kompromislose Anpassung (Tausch von Teilen auch nach dem Kauf), bietet dazu noch schnellen und unkomplizierten Service (Leihlaufräder, schnelle Reparaturen vor Wettkämpfen und wichtigen Events), dann wüsste ich nicht, warum man nur einen Cent Rabatt geben sollte.

Eine richtige Herangehensweise ist dann meiner Meinung nach, dass man einen Rabatt gibt, aber dann weder ein Fitting dazu verschenkt, noch kostenlos Teile tauscht.

Naja gut, wie viele Händler können das leisten und wie viele Kunden nehmen es in Anspruch? Ein richtiges fitting können wohl die allerwenigsten Händler, gleichwohl fahren die wenigsten Kunden Rennen und brauchen dann nicht mal schnell Service vor Events. Was hat der Ottonormalkunde dann als Zugewinn, wenn das Wunschrad am Ende trotzdem bestellt wird? Wird der Ottonormalhändler andersrum arm, wenn er Räder repariert, die anderswo gekauft wurden? Ich bin jetzt wahrlich kein Nomade, in den letzten zehn Jahren aber oft genug kreuz und quer durch die Republik gezogen. Ich kann doch nicht immer direkt ein neues Rad kaufen um die Händler der Umgebung friedlich zu stimmen, nur weil ich meinen Lebensmittelpunkt verlagere.

Skadieh
28.07.2017, 01:36
Ich war bei Giant im Düsseldorfer Store.
Die wollten mir null Euro Rabatt geben. Egal wie ich zahle (nicht finanziere).
Der Knaller war der Aufpreis für eine andere Kasserte.


Frag mal bei Canyon auch nur nach einem anderen Vorbau:

Das Material von der Stange "wird schon passen!!"

Bei einem Rad für über 5000€.

Dann halt nicht. Nur kratzen solche Albernheiten am sorgsam gepflegten Nimbus.

John Wayne
28.07.2017, 06:26
Frag mal bei Canyon auch nur nach einem anderen Vorbau:

Das Material von der Stange "wird schon passen!!"

Bei einem Rad für über 5000€.

Dann halt nicht. Nur kratzen solche Albernheiten am sorgsam gepflegten Nimbus.
+1
Zumal es GERADE in Düsseldorf noch einige andere Läden gibt - von der näheren Umgebung mal hab zu schweigen...

Timbox
28.07.2017, 07:33
Eine richtige Herangehensweise ist dann meiner Meinung nach, dass man einen Rabatt gibt, aber dann weder ein Fitting dazu verschenkt, noch kostenlos Teile tauscht.

Wenn du damit zufrieden bis, dann ist das okay. Wenn ich ein Rad mit einer Ultegra Gruppe kaufe und für den Austausch der Kassette 120€ zahlen soll, bin ich raus.
Die Kassette kostet ~65€.
Für den Verkäufer ist das (materialmäßig) ein Nullsummenspiel.
Er behält die Kassette, die auf dem Rad ist (Wert: ~65€) und verbaut eine andere (Wert ~65€).

Das soll daran 120€ kosten? Das dauert 5 Minuten.

Wenn mir ein Händler solche Preise macht, bin ich aus Prinzip raus.

Tobi82
28.07.2017, 09:09
So ganz, muss ich sagen verstehe ich die Leute mit Ihren Canyons nicht.. da kauft Ihr im Netz, ohne Beratung ohne alles, wisst mal mehr mal weniger was Ihr tut, werft bei Problemen dem Fachhandel Eure Klamotten vor die Füße und wundert Euch, das das nicht gut ankommt ? Das das Niveau der Schrauber sinkt?

Ich bin ja froh das ich meinen Laden habe, seit über 30 Jahren arbeiten wir gut zusammen. Man kennt sich, Weihnachten gibts mal Plätzchen für die Mitarbeiter von mir; und auch immer ein nettes Wort zwischendurch.
Und wenn mal was nicht 100 % ist, dann redet man drüber anstatt irgendwo im Netz eine negative Bewertung zu schreiben.

Irgendwie ist mir Eure Strava/Facebook/Canyon etc Welt sehr sehr fremd und gehe lieber ein Bier nach das Ausfahrt trinken...

Ach ja, mein Schrauber hat im Notfall sogar mal Sonntags den Laden aufgemacht, um mein Rad fit zu bekommen (Montags ging der Flieger nach Malle..).

Aber sowas muss man sich auch erarbeiten. Nur ein paar Taler auf den Tisch legen, reicht nicht...

Ganz ehrlich, wenn bei mir im Laden einer mit seinem Canyon vorbei kommt, würde ich auch streng nach Vorschrift kassieren und alle Räder,die bei mir gekauft wurden, schneller reparieren.

MonsieurF
28.07.2017, 09:26
Es lohnt sich selber das Schrauben beizubringen, umso mehr je länger man den Sport betreiben möchte.

Ohne dass ich eine Grundsatzdiskussion entfachen möchte, ist für mich der große Vorteil die Unabhängigkeit von einer Werkstatt. Keine Terminabsprache oder Fahrtwege, Wartezeiten. Den finanziellen Faktor blende ich dabei aus.

Für Routinearbeiten wie Reifenwechsel oder Kettewechsel, Bremsklötzerwechsel braucht man keine Werkstatt. Meine Meinung.

Herr Sondermann
28.07.2017, 09:35
Frag mal bei Canyon auch nur nach einem anderen Vorbau:

Das Material von der Stange "wird schon passen!!"

Bei einem Rad für über 5000€.

Dann halt nicht. Nur kratzen solche Albernheiten am sorgsam gepflegten Nimbus.
Da hab ich ganz andere Erfahrungen: Angerufen wegen anderen Vorbaulängen für das neue Endurace CF von meiner Frau, da der serienmäßige 80mm Vorbau zu krz war.
Antwort: Kein Problem, wir schicken dir einen 90er und 100er Vorbau zu. Den, den du nicht brauchst nehmen wir zurück und erstatten das Geld."

War überhaupt kein Thema!

rogma84
28.07.2017, 09:40
Aber wo ist da jetzt ein Service ?
Du hast einen 80er und einen 90er oder 100er bezahlt?

Service wäre zb wenn man einen 100er Pinarello Vorbau mitbekommt das man das Rad aufbauen kann (einfach so) .
einen 90er und 80er Vorbau nachgereicht bekommt und sich durchprobiert und erst wenn man sicher ist welchen man mag einen
einzigen bezahlt. Danke an meinen Händler übrigens ;)

lg

Herr Sondermann
28.07.2017, 10:24
Aber wo ist da jetzt ein Service ?
Du hast einen 80er und einen 90er oder 100er bezahlt?

Service wäre zb wenn man einen 100er Pinarello Vorbau mitbekommt das man das Rad aufbauen kann (einfach so) .
einen 90er und 80er Vorbau nachgereicht bekommt und sich durchprobiert und erst wenn man sicher ist welchen man mag einen
einzigen bezahlt. Danke an meinen Händler übrigens ;)

lg
Ich hab die beiden Wechselvorbauten erst mal bezahlt und dann hätte ich die nicht passenden zurücksenden können und das Geld erstattet bekommen. Ich habe nun aber bloß den (natürlich noch neuen und ungefahrenen) 80er zurückgeschickt, Erstattung war kein Thema.
Die anderen behält meine Frau, um beide Optionen in Ruhe fahren und ausprobieren zu können.
:)

Keita
28.07.2017, 14:08
So ganz, muss ich sagen verstehe ich die Leute mit Ihren Canyons nicht.. da kauft Ihr im Netz, ohne Beratung ohne alles, wisst mal mehr mal weniger was Ihr tut, werft bei Problemen dem Fachhandel Eure Klamotten vor die Füße und wundert Euch, das das nicht gut ankommt ? Das das Niveau der Schrauber sinkt?

Wieso "vor die Füße werfen"? Der Kunde möchte doch nichts geschenkt haben, sondern will eine angebotene Dienstleistung in Anspruch nehmen. Und wieso sollte dadurch das Niveau der Schrauber sinken?

Tobi82
28.07.2017, 22:11
Wieso "vor die Füße werfen"? Der Kunde möchte doch nichts geschenkt haben, sondern will eine angebotene Dienstleistung in Anspruch nehmen.

Genau Deine Denkweise ist das Problem, warum es zwischen Kunde und Händler oft nicht stimmt.

x3m
28.07.2017, 22:47
Genau Deine Denkweise ist das Problem, warum es zwischen Kunde und Händler oft nicht stimmt. Verstehe ich nicht, wie meinst du das? Ich denke genauso wie Keita und sehe da kein Problem. Warum du nun Facebook und Strava mit in die Diskussion wirfst, erschließt sich mir überhaupt nicht. Außerdem finde ich es so gar nicht toll, wenn der Händler seine langjährigen Spezl besser behandelt als Kunden, die das erste Mal mit einem fremden Bike auf der Matte stehen. Muss ich mich als Kunde anbietern, wenn angemessenes Entgelt für eine Leistung mittlerer Art und Güte nicht mehr ausreicht?

Keita
29.07.2017, 02:34
Genau Deine Denkweise ist das Problem, warum es zwischen Kunde und Händler oft nicht stimmt.

Stimmt, ist schon *******, wenn ein Nicht-Kunde uneingeladen auf der Matte steht und etwas von einem will.

Da ich noch nie auf die Idee gekommen bin, ein Fahrrad in eine Werkstatt zu bringen, kenne ich solche "Dienstleister" nicht. Mir fällt aber spontan auch keine andere Branche ein, in der sowas (wie scheinbar in der Zweiradbranche nicht selten) praktiziert wird.

ChristophBM
29.07.2017, 09:07
Moin,

spannende Unterhaltung - die sich im Kern auch um die Frage dreht, ob der Mann [die Frau] hinter der Ladentheke [an der Werkbank] als erstes den Kunden [die Kundin] "sieht", oder das Rad . . .

Ich selbst fand schon als 12jähriger, daß ich mein Rad selbst zu warten und reparieren habe . . . hat mir neben reichlich gezahltem "Lehrgeld" später auch einen gut bezahlten Studentenjob beim örtlichen Fahrradhändler beschert . . . wo ich dann gleichzeitig mit dem Lehramtsstudium noch eine regelrechte Zweiradmechanikerausbildung mit externer Gesellenprüfung [Note: 1] machen konnte ;-) - das war in den 80ern.

Es war ein sehr großer Händler, und wir haben JEDES Fahrrad repariert, egal ob bei "uns" gekauft, oder nicht. Und wir haben immer dieselbe Sorgfalt walten lassen, uns immer dieselbe Mühe gegeben, und wir haben der Reihe nach repariert, so wie die Kunden [Kundinnen] reinkamen. Und wenn es Notfälle gab, dann haben wir die immer irgendwie reingenommen. Der Kunde ist König war die Devise. Und Könige [Königinnen] benehmen sich auch anständig, wenn sie anständig bedient werden.

Was ich sagen will: geschätzte 80-90% eines CANYON-Rades sind doch ebenso Anbauteile aus dem Standard-Repertoire der Rad-Industrie wie bei jedem anderen Rad . . . also sähe ich als Fahrradhändler vor Ort vor allem das Potenzial hier einen guten Job zu machen, der immer auch zu anständigen Preisen vonstatten geht.

Vielleicht ist der nächste Kunde [Kundin] mit einem CANYON [womöglich in 2. Hand: gebraucht erworben] ja auch der erste Neukunde nach dem CANYON. Und wenn nicht, dann habe ich hoffentlich meine Preise für Service, Wartung, Reparatur, Ersatzteilverkauf so anständig kalkuliert, daß sie betriebswirtschaftlich hinhauen.

Klar, wenn ich auf die Margen aus dem Neuverkauf so sehr angewiesen bin, daß ich auf hohem Niveau stets Sorgen habe sie nicht zu erreichen, dann habe ich nicht anständig [dem Betrieb gegenüber] kalkuliert. Und dann betrachte ich womöglich jedes "Fremdrad" als wirtschaftliches Betriebsrisiko - und den Kunden [die Kundin] ebenso.

Gruß, Christoph

P.S.: ich habe mir übrigens jüngst ein CANYON gebraucht ersteigert. Ein 2011er Modell. Ein CF SLX mit Campa SR 11. Ist´n feines Rad. Und ich habe zu schätzen gelernt, daß CANYON auf seiner website sehr ausführlich informiert zu allen Eigenheiten und generellen Verfahrensweisen im Umgang mit dem Carbon-Rahmen. Sämtliche Anbauteile sind ja Fremdfabrikate, und da gibt es sehr dienliche Hinweise seitens CANYON.

Besser hat das auch mein seinerzeitiger Händler von COLNAGO, GAZELLE und MERCKX nicht hinbekommen.

potu931
29.07.2017, 10:15
Es gibt doch in unserer heutigen, modernen Welt viel schwierigere Teile zu reparieren, zu warten, "upzudaten", als so ein ganz gewöhnliches Fahrrad. Auch ein hochwertiges Rennrad gehört für mich dazu. Wenn man nur ganz gewöhnliche Reparaturen oder Einstellarbeiten ausführen muss reicht doch eine minimale Anzahl von Werkzeugen und ein wenig Kenntnis von der Marterie völlig aus.
Es wird auch hier von einigen so getan, als sei das Reparieren eines Fahrrad das schwierigste der Welt! Dem ist leider nicht so, da kann ich einige beruhigen. :eek:

Wenn ich als Händler an einem Canyon die Schaltung einstellen soll, dann stelle ich doch in fast 100% der Fälle eine Shimano Schaltung ein und nicht eine "Canyon"-Schaltung, bei der ich vorher ein von Roman empfohlenes Seminar besucht haben muss. Dasselbe gilt für die Einstellung der Bremse, das Wechseln der Kette/Kassette, des Reifens, usw.
Am Rahmen und an der Gabel muss doch ein örtlicher Händler zurecht nichts machen. Von mir aus kann auch noch der Steuersatz von der "Reparaturpflicht" ausgenommen werden, aber der Rest ist doch Stangenware, die sich auch an den sogenantten Fachhandelsmarken finden lassen.

serum
29.07.2017, 12:10
stimme ich dir voll bzw. im prinzip zu. die konkurrenzsituation ist heute durch den online handel aber eine andere.

dennoch würde ich es so machen wie dein damaliger händler. interessieren würde mich ob es den laden heute noch gibt.


Moin,

spannende Unterhaltung - die sich im Kern auch um die Frage dreht, ob der Mann [die Frau] hinter der Ladentheke [an der Werkbank] als erstes den Kunden [die Kundin] "sieht", oder das Rad . . .

Ich selbst fand schon als 12jähriger, daß ich mein Rad selbst zu warten und reparieren habe . . . hat mir neben reichlich gezahltem "Lehrgeld" später auch einen gut bezahlten Studentenjob beim örtlichen Fahrradhändler beschert . . . wo ich dann gleichzeitig mit dem Lehramtsstudium noch eine regelrechte Zweiradmechanikerausbildung mit externer Gesellenprüfung [Note: 1] machen konnte ;-) - das war in den 80ern.

Es war ein sehr großer Händler, und wir haben JEDES Fahrrad repariert, egal ob bei "uns" gekauft, oder nicht. Und wir haben immer dieselbe Sorgfalt walten lassen, uns immer dieselbe Mühe gegeben, und wir haben der Reihe nach repariert, so wie die Kunden [Kundinnen] reinkamen. Und wenn es Notfälle gab, dann haben wir die immer irgendwie reingenommen. Der Kunde ist König war die Devise. Und Könige [Königinnen] benehmen sich auch anständig, wenn sie anständig bedient werden.

Was ich sagen will: geschätzte 80-90% eines CANYON-Rades sind doch ebenso Anbauteile aus dem Standard-Repertoire der Rad-Industrie wie bei jedem anderen Rad . . . also sähe ich als Fahrradhändler vor Ort vor allem das Potenzial hier einen guten Job zu machen, der immer auch zu anständigen Preisen vonstatten geht.

Vielleicht ist der nächste Kunde [Kundin] mit einem CANYON [womöglich in 2. Hand: gebraucht erworben] ja auch der erste Neukunde nach dem CANYON. Und wenn nicht, dann habe ich hoffentlich meine Preise für Service, Wartung, Reparatur, Ersatzteilverkauf so anständig kalkuliert, daß sie betriebswirtschaftlich hinhauen.

Klar, wenn ich auf die Margen aus dem Neuverkauf so sehr angewiesen bin, daß ich auf hohem Niveau stets Sorgen habe sie nicht zu erreichen, dann habe ich nicht anständig [dem Betrieb gegenüber] kalkuliert. Und dann betrachte ich womöglich jedes "Fremdrad" als wirtschaftliches Betriebsrisiko - und den Kunden [die Kundin] ebenso.

Gruß, Christoph

P.S.: ich habe mir übrigens jüngst ein CANYON gebraucht ersteigert. Ein 2011er Modell. Ein CF SLX mit Campa SR 11. Ist´n feines Rad. Und ich habe zu schätzen gelernt, daß CANYON auf seiner website sehr ausführlich informiert zu allen Eigenheiten und generellen Verfahrensweisen im Umgang mit dem Carbon-Rahmen. Sämtliche Anbauteile sind ja Fremdfabrikate, und da gibt es sehr dienliche Hinweise seitens CANYON.

Besser hat das auch mein seinerzeitiger Händler von COLNAGO, GAZELLE und MERCKX nicht hinbekommen.

ChristophBM
29.07.2017, 13:13
Es wird auch hier von einigen so getan, als sei das Reparieren eines Fahrrad das schwierigste der Welt!

Da stimme ich nur teilweise zu.

Schon "früher" stimmte das nicht in jeder Hinsicht.

Erstes Gegenbeispiel: die korrekte Montage inklusive Einstellung [von Lagerspiel/Schaltkette/etc.] der 3-Gang-Trommelbrems-Sturmey-Archer-Nabe war nicht vollkommen trivial . . . im Vergleich zur Sachs-Torpedo . . . ich darf mit Fug und Recht behaupten, daß ich als "Spezialist" dafür gelten durfte, und so manchem Kollegen [Kolleginnen gab es damals nicht] "Nachhilfe" erteilte . . . ein Teil des Problems war/ist: wenn man es nicht 100%ig machte funktionierte die Nabe durchaus auch eine ganze Weile . . . erreichte aber keine wirklich gute Funktion, und vor allem: die Nabe zerstörte sich allmählich selbst . . . was dann häufig unzulässig generalisierend auf die "englische" Herkunft zurückgeführt wurde ;-)

Zweites Gegenbeispiel: Laufradbau im Rennradbereich für "übergewichtige" Sprintertypen . . . da hatte ich das Glück, daß mir ein überaus kompetenter, ehemaliger Bahnfahrprofi als Mechaniker alle jene "alten" Kniffe vermittelte, die ein Laufrad bombenstabil machten, inklusive binden/löten der Kreuzungspunkte . . . das lernte man nicht in der "normalen" Lehre.

Es gäbe viele weitere zu schildernde "Kniffe", die auch früher schon zwar keine "Raketenwissenschaft" aus der Fahrradwartung/Reparatur machten, dennoch dazu angetan waren ein gewisses Optimierungspotenzial zu nutzen. Sicher hat mir immer auch geholfen, daß ich selbst Rennen fuhr und mein damaliges Idol Eddy Merckx dafür bekannt war aus dem Material eine Wissenschaft zu machen . . . :-)

Gleichzeitig gilt: mit einem natürlichen Maß an Feingefühl und einer Grundmenge an Verständnis für Mechanik und Werkstoffe kann man praktisch jedes Fahrrad gut warten und reparieren. Allerdings gehöre ich zu jenen [aus Erfahrung bin ich halbwegs klug geworden], die grundsätzlich zunächst auch die Bedienungsanleitungen etc. lesen . . . speziell im Umgang mit Carbonteilen/Rahmen aus Carbon habe ich da doch einiges dazugelernt, das sich mit bloßem Gefühl kaum hätte auf Anhieb richtig bewerkstelligen lassen, ein Stichwort lautet hier: "Drehmoment" :-)

Anderes Beispiel aus jüngster Zeit: eine Campa-11fach-Kette zu vernieten ist zwar kein Hexenwerk, gegenüber der Vernietung einer Regina-5fach-Kette aber immerhin fast ein "Akt" . . . ;-)

Der allergrößte Teil der Mechanik an einem heutigen "state-of-the-art"-Fahrrad ist doch gegenüber von vor 30-40 Jahren deutlich "feiner" konstruiert . . . fragiler gebaut . . . da muß der 1000-Gramm Hammer meistens in der Ecke liegen bleiben . . . ;-)




stimme ich dir voll bzw. im prinzip zu. die konkurrenzsituation ist heute durch den online handel aber eine andere.

dennoch würde ich es so machen wie dein damaliger händler. interessieren würde mich ob es den laden heute noch gibt.


Ja, der Händler existiert noch, und ist erfolgreich geblieben.
Die beiden Söhne der Gründerfamilie teilen sich den kaufmännischen und den technischen Bereich,
und es läuft offensichtlich weiter gut.

Allerdings hat man sich schon vor etlichen Jahren von der einstigen Motorrad-Abteilung getrennt,
und sich in eine überregionale Vertriebsorganisation hineinbegeben.

Gruß, Christoph

potu931
29.07.2017, 19:26
Da stimme ich nur teilweise zu.

Schon "früher" stimmte das nicht in jeder Hinsicht.

Erstes Gegenbeispiel: die korrekte Montage inklusive Einstellung [von Lagerspiel/Schaltkette/etc.] der 3-Gang-Trommelbrems-Sturmey-Archer-Nabe war nicht vollkommen trivial . . . im Vergleich zur Sachs-Torpedo . . . ich darf mit Fug und Recht behaupten, daß ich als "Spezialist" dafür gelten durfte, und so manchem Kollegen [Kolleginnen gab es damals nicht] "Nachhilfe" erteilte . . . ein Teil des Problems war/ist: wenn man es nicht 100%ig machte funktionierte die Nabe durchaus auch eine ganze Weile . . . erreichte aber keine wirklich gute Funktion, und vor allem: die Nabe zerstörte sich allmählich selbst . . . was dann häufig unzulässig generalisierend auf die "englische" Herkunft zurückgeführt wurde ;-)

Zweites Gegenbeispiel: Laufradbau im Rennradbereich für "übergewichtige" Sprintertypen . . . da hatte ich das Glück, daß mir ein überaus kompetenter, ehemaliger Bahnfahrprofi als Mechaniker alle jene "alten" Kniffe vermittelte, die ein Laufrad bombenstabil machten, inklusive binden/löten der Kreuzungspunkte . . . das lernte man nicht in der "normalen" Lehre.

Es gäbe viele weitere zu schildernde "Kniffe", die auch früher schon zwar keine "Raketenwissenschaft" aus der Fahrradwartung/Reparatur machten, dennoch dazu angetan waren ein gewisses Optimierungspotenzial zu nutzen. Sicher hat mir immer auch geholfen, daß ich selbst Rennen fuhr und mein damaliges Idol Eddy Merckx dafür bekannt war aus dem Material eine Wissenschaft zu machen . . . :-)

Gleichzeitig gilt: mit einem natürlichen Maß an Feingefühl und einer Grundmenge an Verständnis für Mechanik und Werkstoffe kann man praktisch jedes Fahrrad gut warten und reparieren. Allerdings gehöre ich zu jenen [aus Erfahrung bin ich halbwegs klug geworden], die grundsätzlich zunächst auch die Bedienungsanleitungen etc. lesen . . . speziell im Umgang mit Carbonteilen/Rahmen aus Carbon habe ich da doch einiges dazugelernt, das sich mit bloßem Gefühl kaum hätte auf Anhieb richtig bewerkstelligen lassen, ein Stichwort lautet hier: "Drehmoment" :-)

Anderes Beispiel aus jüngster Zeit: eine Campa-11fach-Kette zu vernieten ist zwar kein Hexenwerk, gegenüber der Vernietung einer Regina-5fach-Kette aber immerhin fast ein "Akt" . . . ;-)

Der allergrößte Teil der Mechanik an einem heutigen "state-of-the-art"-Fahrrad ist doch gegenüber von vor 30-40 Jahren deutlich "feiner" konstruiert . . . fragiler gebaut . . . da muß der 1000-Gramm Hammer meistens in der Ecke liegen bleiben . . . ;-)





Stimme dir da eigentlich nicht zu.
Jemand hat hier gefragt wo er sein "stinknormales" Canyon Rennrad in seiner Umgebung (Niederrhein) eventuell reparieren lassen kann, wenn in naher Zukunft etwas daran sein sollte.
Canyon Rennrad besteht aus dem Rahmenset, der Gruppe (wahrscheinlich Shimano) und einem Laufradsatz (Mavic oder DT Swiss).
Mehr ist da nicht dran, "überspitzt gesagt", auch wenn du meinst es sei heute alles feiner konstruiert.
All die Beispiele die du bringst sind wieder Extrembeispiele (3-Gang-Trommelbrems-Sturmey-Archer-Nabe, verlötete speichen, usw.).
Als Krönung bringst du noch die Montage einer 11-fach Campa Kette. Da müsste ich aber in meiner Umgebung ziemlich weit laufen, um da einen normalen Radhändler zu finden, der so etwas mit dem passenden Werkzeug vernieten kann. Da fällt mir aber hier auch nur ein einziger Händler ein, der so etwas "wol" kann.

In der Diskussion hier geht es doch darum, dass die klassischen Radhändler ein Canyon Rad zum Teil verweigern zu reparieren. Dies zum Teil mit eben fadenscheinigen Begründungen, obwohl die Technik ja die gleiche ist, wie die an den Rädern die sie im Shop stehen haben.
Oder habe ich hier etwas nicht richtig verstanden?

ChristophBM
29.07.2017, 21:07
Ich denke wir können hier ganz gut damit umgehen, daß es durchaus unterschiedliche Standpunkte zu ein- und demselben Thema/Frage gibt. Solange wir sachlich argumentieren und konkrete Beispiele benennen und darstellen kann sich jeder seinen Teil daraus ableiten, und sein Urteil bilden.

Wo habe ich überlesen, daß es sich um ein "stinknormales" CANYON-Rad handelt? Und was bedeutet das genau?

Was du als Extrembeispiel kategorisierst war zu der fraglichen Zeit "täglich Brot" [Sturmey] hier in Münster, wo sehr viele Holland-Räder mit eben diesen Naben bestückt wurden [u.a. Gazelle], vielleicht lag es auch daran, daß Münster einst britische Garmisonsstadt war, und es daher viel britische Kundschaft hatte :-)

Und aktuell ist es z.B. eine 11fach kette von Campa . . . kein Hexenwerk, und ich würde niemals annehmen, daß ein gestandener Zweiradmechaniker das nicht astrein hinbekommt . . . aber vielleicht nicht gleich beim ersten Versuch . . . ;-)

Ich stimme Dir zu, daß es ein Unding ist, wenn mit fadenscheinigen Begründungen ein Canyon-Kunde vom örtlichen Händler/Mechaniker abgewiesen würde; da hat dann jemand den Schuß noch nicht gehört :-)

Aber wie heißt es so schön: Des Menschen Wille ist sein Himmelreich. Zwingen kann man niemanden. Ist schließlich ein freies Land.

Best, Christoph

Skadieh
30.07.2017, 02:28
Aber wie heißt es so schön: Des Menschen Wille ist sein Himmelreich. Zwingen kann man niemanden. Ist schließlich ein freies Land.

Best, Christoph

Oh TF, am Anfang fragte der TE nach Werkstätten für sein kommendes Canyon.

Tobi82
30.07.2017, 13:21
Verstehe ich nicht, wie meinst du das? Ich denke genauso wie Keita und sehe da kein Problem. Warum du nun Facebook und Strava mit in die Diskussion wirfst, erschließt sich mir überhaupt nicht. Außerdem finde ich es so gar nicht toll, wenn der Händler seine langjährigen Spezl besser behandelt als Kunden, die das erste Mal mit einem fremden Bike auf der Matte stehen. Muss ich mich als Kunde anbietern, wenn angemessenes Entgelt für eine Leistung mittlerer Art und Güte nicht mehr ausreicht?

Du siehst das als "Dienstleistung", und der Schrauber und Händler hat gefälligst zu funktionieren. Aber es geht halt oft auch um Zwischenmenschliches, was in unserer heutigen Zeit, in der so viel online passiert, nicht mehr gesehen wird.
Ihr kauft alle online, und wundert euch, dass immer mehr kleine/alteingessene Händler (und deren Know How) verschwinden. Die guten Schrauber können halt momentan Ihre Kunden aussuchen, ist bei Autos/Handwerk nix anderes.

Skadieh hat es am Anfang gut beschrieben:



Service ist eine potentielle Kehrseite der Medaille beim Versand. Das I-Net-Forum enthält naturgemäß eine hohe Anzahl Selbstschrauber. Wunder Wunder empfehlen diese selbst zu schrauben mit Teilen aus dem Online-Versand.

Nach dem Erwerb des Canyons ist dies ist nun Deine Truppe. :);)

Wem das nicht zusagt, sollte umso mehr Wert auf einen zuverlässigen Mecanico legen. Etwaige Gruselgeschichten aus den Werkstätten unterstreichen nur den Wert guter Zweiradmechaniker. Diese gilt es zu finden und wertzuschätzen.

Genau an diesem Punkt zeigen Charme, Empathie, Trinkgelder, etc ihre Wirkung. Bei manchen Pfennigfuchsern sind solche Mittel schon längst eingespart worden - nur die eigene Erwartungshaltung nicht. :rolleyes:

Es geht nicht um anbiedern oder so, sondern einfach mal wieder in der realen Welt nett sein, anstatt bei Facebook auf gefällt mir klicken.

Ich bin ja öfters mal im Laden, was da einige Kunden für eine Erwartungshaltung haben..sorry, wir sind doch nicht bei bike24 oder bei canyon auf der homepage. Nicht mal "Guten Tag" sagen die meisten Leute, geschweige denn "bitte" und "danke"; und dann wissen viele noch alles besser, man hat ja schließlich das Tour Magazin abonniert, und die müssen es ja wisssen..

KaRPe
30.07.2017, 13:40
Und vielleicht ist es bei einigen Händlern (die es sich erlauben können) auch keine unternehmerische, sondern ethische Entscheidung ala "Wer im Netz kauft, um möglichst viel für wenig zu bekommen, soll dann auch da bleiben".

Mal ganz ehrlich, viele Internetkäufer sind einfach nur Schmarotzer. Anschauen, Test und Beratung im niedergelassenen Handel, dann im Netz bestellen, die Nachbarn werden für die Paketannahme genervt......und wenn es Probleme gibt, sollen die Niedergelassenen aber bitte (wieder...) strammstehen. Ich arbeite im beratungsintensiven Vertrieb. Für Internetgeizhälse, die bei Problemen plötzlich persönliche Ansprechpartner wünschen, steht mein Know-How (mit ausdrücklichem Verweis darauf) auch nicht zur Verfügung, u.A. weil diese Kunden meist eher unangenehm sind.

enasnI
30.07.2017, 14:38
mal gut das du keinen laden betreibst, der würde bei solchen dingen nicht lange laufen. rabatte gehören bei solchen geschäften dazu, ist in anderen branchen nicht anders, niemand zahlt da den preis, für den die produkte ausgewiesen werden, wobei das eh unverbindliche preisempfehlungen sind. hausieren muss man aber als verkäufer nicht direkt damit.

so etwas muss sich einfach im gespräch ergeben, gerade wenn man sich noch nicht kennt. zur beratung gehört das meiner meinung nach auch dazu, wenn wir dann vom punkt finanzierung reden(wird ja auch gerade in dem bereich immer mehr angeboten).

das ganze ist nun mal ein geben und nehmen, läuft hier jedenfalls im landkreis ähnlich, dadurch sichert man sich stammkunden.


Ich arbeite in einem Radladen und wir handhaben das dort sehr erfolgreich so. Es gibt ja auch den Rabatt-Weg, nur erfolgt dann lange nicht mit dem vollumfänglichen Aufwand, den man sonst betreibt. Die Gespräche rund um diese Handhabung sind natürlich sensibel zu führen, weil die Branche rabatt-versaut ist und generell der Deutsche ein wenig preisfokussierter funktioniert. Wenn man das Gespräch richtig gestaltet und gut darstellen kann, was man bei einem Radkauf zusätzlich leistet, dann wählen die meisten genau diesen Weg und zahlen dafür gerne.

Mag Regionen in Deutschland geben, wo das nicht funktionieren würde, sicherlich auch bei provinziellerer Lage nicht immer möglich. Und natürlich auch gibt es Kunden, die nicht in unsere Prozessuierung passen und dann auch kein Kunde werden. Aber das passiert so oder so immer wieder mal. Man kann sich nicht für jedes Gemüt verbiegen, das kostet einfach zu viel wertvolle Zeit.


Naja gut, wie viele Händler können das leisten und wie viele Kunden nehmen es in Anspruch? Ein richtiges fitting können wohl die allerwenigsten Händler, gleichwohl fahren die wenigsten Kunden Rennen und brauchen dann nicht mal schnell Service vor Events. Was hat der Ottonormalkunde dann als Zugewinn, wenn das Wunschrad am Ende trotzdem bestellt wird? Wird der Ottonormalhändler andersrum arm, wenn er Räder repariert, die anderswo gekauft wurden? Ich bin jetzt wahrlich kein Nomade, in den letzten zehn Jahren aber oft genug kreuz und quer durch die Republik gezogen. Ich kann doch nicht immer direkt ein neues Rad kaufen um die Händler der Umgebung friedlich zu stimmen, nur weil ich meinen Lebensmittelpunkt verlagere.

Man staunt manchmal. Videovermessung (Ermittlung der Körperproportionen Sitzriese/Langbeiner), Ergonomische Anpassungen und Teiletausch für danach nehmen fast alle in Anspruch. Rad mit dick Rabatt kaufen und am Ende beschissen drauf sitzen, das kann Lucky Bike um die Ecke erledigen. Tun sie auch oft. Wenn Kunden von dort kommen und den Unterschied kennen lernen, dann bereuen sie den Kauf dort oft.

Sportive Kunden haben wir sehr viele, aber das ist auch unser Profil. Da wird dann die Anpassung deutlich komplexer, weil wir auch als Serviceleistung ohne Radkauf komplette, aufwändigere Fittings machen. Und hier merkt man schnell, dass wenn man diesen Service in allem Umfang abfeuert, man einfach nicht mehr mit Rabatt arbeiten kann. 3% fürs Gefühl kann man mal machen, ein wenig mehr für die Sportvereine, die wir sponsorn, aber sonst muss man das flach halten. Die gesamte Beratung, Anpassung weiterführende Betreuung muss einfach ihr Geld kosten.

Aber noch zum Thema. Natürlich verarzten wir auch kompent und nett jeden Canyon- oder Rosekunden. Oft machen wir Fittings mit so Bikes, die am Ende bei 500-600€ enden, weil Sattel, Schuhe etc. an dem Rad getauscht werden. Wer sollte da nein sagen? Die Erfolgsquote ist da hoch und einige dieser Kunden haben danach ein Rad bei uns gekauft und ihr Canyon zum Winterbock degradiert oder verkauft. Gibt aber auch durchaus besagten Kundenschlag, der in der Hochsaison quasi meckert, weil er sein Rad nicht in 3 Tagen repariert bekommt. Da lässt er sich schon mal darauf hinab, den stationären Handel zu besuchen, ruft vorher nicht wegen Termin an und ist dann danach in einer Meinung bestätigt, dass er nicht gewollt wird. Kann man manchmal nix machen.

Wer bei Versendern zickt, oder diese gar nicht annimmt, hat es nicht verstanden. Wer allerdings den umgekehrten Weg geht und Kunden bei Shimano, Conti und co. mit Netzpreisen verarztet, hat es ebensowenig verstanden. Ware für EK + Mehrwert wegzufeuern, nur um dem Kunden gerecht zu werden, ist typisch für die Branche, führt aber zu nix. Da denkt der Kunde nämlich am Ende, dass man damit doch Geld verdient und heimlich einen Porsche in der Tiefgarage stehen hat, weil man so fette Margen einfährt. Ist natürlich nicht so. Zubehör muss Marge bringen, sonst kann man wirtschaftlich schwer arbeiten. Ausnahmen gibt es immer, aber da handelt es sich oft um relativ große Buden, die viel durchfeuern, der goldene Weg ist es dann aber auch nicht.

Crstn
30.07.2017, 20:13
Interessante Diskussion.
Da wir am Anfang mit der Mütze genannt werden möchte ich mich auch noch mal kurz äußern. Wir verstehen uns ja mit Café und allem, was wir sonst so anbieten, als Ort fürs Rad, für RadfahrerInnen. Wir wären schön doof, wenn wir da VersenderräderbesitzerInnen mobben, uns geht es ja in erster Linie ums Radfahren. In den letzten drei Jahren haben wir schon einigen Canyon-Kunden geholfen, von Inspektionen bis Nothilfe war alles dabei. Aktuell hängt das Kraftwerk-Canyon im NRW-Forum an einem Halter, der von uns kommt, Canyon-Vertriebsleute trinken gerne bei uns nen Kaffee, außerdem haben wir trotz großer Klamottenabteilung gerade eine große erfolgreiche Koop mit Rapha im Rahmen des Grand Départ durchgeführt. Wir haben keine Angst vorm Netz und den dort dominierenden Firmen, wir nutzen ja selbst soziale Medien und transportieren so unsere Inhalte und Botschaften.
Aber wir sind halt real, ein echter Laden. Und da macht es immer einen gewaltigen Unterschied, ob jemand vor mir steht und die Frage stellt oder nur anruft. Vor allem, wenn man den Eindruck hat, ich hoffe ich tue dem TE jetzt nicht Unrecht, dass der Mann einfach mal alle Werkstätten anruft, die so in Frage kommen. Mitten in der Saison, wenn wir alle extrem viel zu tun haben und auch die Stammkunden länger warten müssen, gibt es halt keine Absolution, einfach mal das Rad im Netz zu kaufen und dann bei Problemen vorbei zu bringen.
Für manche Kunden wirkt so ein Verhalten 2017 wahrscheinlich prähistorisch, aber damit können wir ein Stück weit leben. Wir haben schon Situationen gemeistert, in denen Versenderkunden mit dem Versandkarton vorm Laden stehen und nach Werkzeug fragen, um das Rad aufzubauen. Der Mann war am Ende glücklich, weil er neben ehrlicher Worte sogar Hilfe bekommen hat. Und zum Kunden wurde.

Jeder, der immer erzählt wie toll und wichtig er die Arbeit des lokalen Händlers vor Ort findet, sollte auch bereit sein, sich das etwas kosten zu lassen. Wer die Unterstützung einfach nur im Akt des Einkaufs zum "Best-Price" im Netz sieht, hat die Zusammenhänge nicht verstanden.

Schönen Sonntagabend,

Carsten

Der_Fortunist
31.07.2017, 10:42
Guten Morgen in die Runde!
Ich bin überrascht, dass meine vermeintlich harmlose Frage eine solch lange Diskussion zur Folge hat!
Mir fällt auf, dass die Diskussion hier mittlerweile in zwei Richtungen läuft. Die ursprüngliche Frage meinerseits war ja, wer in Düsseldorf gute Werkstätten für Rennräder empfehlen kann. Zudem hatte ich dann um konkrete Tipps gebeten.
Der andere Teil der Diskussion hier dreht sich um die Frage, ob lokale Werkstätten oder Händler mit angeschlossener Werkstatt die Räder von Herstellern, die kein Filialnetz betreiben, reparieren möchte.
Als ich mein erstes Rennrad gekauft habe (mein letzter Fahrradkauf davor ist über 20 Jahre her), war ich mehr als überrascht zu erfahren, dass es mittlerweile einen interessanten und vermeintlich erfolgreichen Versandhandel gibt. Die Räder meiner Frau, meiner Kinder und für mich stammen alle aus dem stationären Handel. Was macht also ein Erstkäufer, den Rennrad Sport für sich entdeckt zu haben glaubt?
Ich habe mit denjenigen Menschen gesprochen, die ich kenne und von denen ich weiß, dass sie aktiv Rennrad fahren. Diese habe ich um Empfehlungen gebeten zwecks: wo kaufe ich ein Rennrad? Welches Material ist empfehlenswert? Welche Komponentengruppen sind gut oder zu gut? Dabei kamen lokale Händler als Empfehlung so wie ein Hersteller aus Bonn, Bocholt und Koblenz. Mit dem Blick auf mein Konto habe ich entschieden, dass mein Budget maximal 1200 € sein können. Damit habe ich mich dann auf die Suche nach Modellen, Herstellern und Angeboten gemacht. Dabei war ich auch zu Gast in der "Schicke Mütze". Alles dort hat mich total angesprochen, leider aber musste ich mitnehmen, dass ich mit weniger als 1500 Euro dort kein Rennrad für mich finde. Bei La Bici war es ähnlich, das Einsteigermodell dort liegt bei 1500 €.
Mein Erlebnis bei Giant habe ich geschildert, das bei Magno auch ( siehe Frage zur Kaufberatung CAAD 12).
Ich habe jeden Versandhändler am Stützpunkt besucht und mir ein Bild gemacht. Dann habe ich verschiedene Aspekte gegeneinander abgewogen und mich am Ende für ein Einsteigermodell eines Versandhändlers entschieden. Insofern denke ich, dass ich nicht der typische (Aus-)Kundschafter per Telefon bin, von dem hier zuletzt auch die Rede war.

Nun zu meiner Frage nach der Werkstatt: immer wieder hatte ich hier gelesen, dass es eben Vorbehalte gibt von Werkstücken. Leider vermute ich (die Diskussion hat das auch bestätigt) eine grundsätzliche Ablehnung des Direktvertriebs. Jeder Händler und jede Werkstatt darf das natürlich für sich entscheiden wie sie mit Produkten des Wettbewerbs umgehen möchte. Eine Bewertung meinerseits nehme ich hier nicht vor. Aber meine Frage nach einer unvoreingenommenen Werkstatt ist ja per se nicht schlimm, denke ich jedenfalls. Deswegen war ich überrascht zu lesen, dass es grundsätzliche Diskussionen über: mache ich selber oder muss/will ich es machen lassen gibt.
Es ist natürlich sinnvoll und nachvollziehbar, dass im Falle von Garantieansprüchen direkt der Hersteller in Anspruch genommen werden sollte. Auch wenn die von mir vernommenen Geschichten hinsichtlich der Qualität und Geschwindigkeit des Service beim Coblenza Versender mich hoffen lassen, dass es nicht zu einem Garantiefall kommen wird.
Sollte ich also Werkstätten gegen Honorar aufsuchen müssen, dann freue ich mich in jedem Fall über persönliche Gespräche, Austausch und auch Unvoreingenommenheit.