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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neueinsteiger in den Radsport - Rennrad oder doch MTB?



FitnessFreak
31.07.2017, 18:35
Hallo zusammen,
ich (25, m, 195cm) möchte etwas für meine Gesundheit tun und mir ein vernünftiges Fahrrad zulegen. Allerdings bin ich mir noch sehr unsicher, was am meisten Sinn macht. Anfangs haben mich v.a. MTB-Fullys interessiert, mittlerweile frage ich mich aber, ob ich dafür überhaupt die geeigneten Strecken fahre und ob die Wartung nicht zu aufwendig ist. Ich erhoffe mir von euch v.a. Erfahrungsberichte, inwieweit sich Begegnungen zwischen Autos und Rennrädern vermeiden lassen, da das meine größte Sorge bei Rennrädern ist. :rolleyes: Die Berichte von absichtlichen Scheibenwaschanlagenduschen klingen jetzt nicht so toll, ich habe lieber Natur als Abgase und bei Berichten von Kollisionen zwischen Auto und Rad vergeht mir dann komplett die Lust...

Ich bin im Münchner Süden angesiedelt und würde dann regelmäßig 1-3 stündige Touren machen wollen, also insbesondere Richtung Forstenrieder Park, Starnberger See, etc. Ab und zu natürlich auch mal eine längere Tour. Also sagen wir mal ich fahre wie von Komoot vorgeschlagen nach Wolfratshausen, werde ich da Autos so gut wie möglich ausweichen können oder gibt es nur rennradtaugliche Strecken mit zu viel Verkehr?

Mir geht es dabei um etwas Kreislauftraining und eventuell auch meinen Rücken (--> ist da die ungefederte, tiefe Rennradposition vielleicht schlechter als die MTB-Position?), aber natürlich auch den Spaß am Fahren. Ich bin sicher kein Downhill-Typ, im MTB-Bereich wären also max. kleinere Sprünge dabei. Am Rennrad würde mich stören, wenn ich mich ständig mit Autos auseinandersetzen müsste - ich bin lieber in der Natur und es ist mir zu gefährlich, wenn mich andauernd Autos mit geringem Abstand und hoher Geschwindigkeit überholen. Gibt es da in der Region genügend rennradtaugliche Strecken ohne / mit sehr wenig Verkehr? Dann gäbe es noch die Cyclocrosser / Gravel Bikes, die ich aber noch gar nicht einschätzen kann. Ist nicht ein Fully bei der Fahrt über kleinere Wurzeln bereits viel angenehmer als ein Cyclocrosser? Aber was für MTB-Strecken gibt es in der Region? Und ist das ein gutes Training? Gefühlt kann man auf der Straße halt doch deutlich besser Ausdauer trainieren, da man mit gleichmäßiger Intensität fährt?
Wie ist die Wartung eines Fullys? Ich habe mich schon etwas eingelesen, 1x / Jahr Gabel und Dämpfer zu warten kostet schon einiges, sieht für mich aber auch in Eigenarbeit machbar aus. Die Dropper Posts sehen da eher aufwendiger aus, könnte man aber eventuell auch selbst warten. Ein Hardtail MTB wäre sicher auch noch eine Überlegung wert, aber da ich noch nie ein Fully hatte, reizt mich das schon. (Insbesondere da die heutzutage anscheinend keinen Lockout mehr brauchen und oft schneller als Hardtails - auch bergauf - sein sollen.)
Bei einem Rennrad wären das dann wohl eher die Endurance-Modelle (da etwas komfortabler als die Racemaschinen). Interessant finde ich zum Beispiel das Specialized Roubaix, da sind Sattel und Lenker leicht gefedert. (Ich bin jetzt ein paar Mal mit einem Single Gear Fahrrad ganz ohne Federung und flexiblen Rahmen gefahren - das ist schon sehr sehr hart.) Wie sicher fährt sich denn so ein Rennrad, also rutschen die dünnen Reifen deutlich öfter als ein MTB-Reifen? Ich will nicht nur bei strahlendem Sonnenschein fahren.

Ich habe daran gedacht max. 2000€ auszugeben, ich denke damit sollte aber schon etwas drin sein, was für meine Zwecke reicht.


Was würdet ihr mir raten? Ich werde auf jeden Fall mal versuchen ein paar Räder probezufahren. Ich hoffe das geht, denn bei so einem Betrag will ich dann nicht nur eine Runde um den Block fahren, sondern schon etwas ausführlicher testen.

P.S: Sorry, war nicht ganz sicher, in welches Subforum das gehört. Bitte ggf. verschieben.

wxyz
31.07.2017, 18:51
Beides :D

PAYE
31.07.2017, 18:56
Es wird keine eindeutige Antwort auf deine vielen Fragen geben.

Allerdings möchte ich es mal persönlich so beantworten:
bei nunmehr etwa 250.000 km in bald 30 Jahren Radsport sind wohl 90% davon auf Rennradreifen erfolgt. Null Unfälle mit Autos, null Vorkommnisse wegen "dünnen/profillosen Reifen".

Rennradfahren ist einfach geil!
(wenn man damit leben kann dass es auch motorisierte Verkehrsteilnehmer auf Asphalt gibt; man wählt halbwegs verkehrsarme Routen im Regelfall)

MTB fahren ist eine ganz andere Spielart. Ich hatte beim MTB fahren immer wieder Stürze, habe ich dabei also gravierend häufiger verletzt als am Rennrad, was an Wurzeln, Steinen, dem Terrain etc. liegt.

Am besten einfach mal ein Rennrad ausleihen und ein Wochenende testen! Danach bist du schlauer...
Viele von uns haben ja mehrere Gattungen Räder daheim. Was am meisten bewegt wird muss man dann sehen...
Für mich ganz klar das Rennrad!

hahnru
31.07.2017, 18:57
Ist auch interessant

https://gesund.co.at/rad-fahren-ruecken-12508/

kleinerblaumann
31.07.2017, 19:19
Hi!

Nur mal stichpunktartig:

Ich wohne auch in München und fahre hier deutlich weniger Rennrad als zuvor im Münsterland. Ich finde es einfach nervig, die langen Wege aus der Stadt raus zu fahren. Mich stört Autoverkenr weniger als andere, schön ist es aber nicht. Isarradweg schön und gut, aber am Wochenende bei schönem Wetter ist das mega nervig. Ich fahre jetzt viel mehr MTB, häufig nur die Schotterwege an der Isar entlang, aber auch immer mehr Trails abseits der Schotterwege. Wenn du keinen weiten Weg aus der Stadt raus hast, ist der Münchner Süden auch zum Rennradeln sehr schön. Würde ich sehr viel häufiger machen, wenn ich da schneller wäre.

Dem Rücken kommt MTB nach meiner Erfahrung eher entgegen. Zum einen ist die Sitzposition in der Regel entspannter, zum anderen sind MTBs deutlich komfortabler, zum dritten hat MTB fahren im Gelände einen besseren Trainingseffekt für die Rumpfmuskulatur als Rennrad fahren.

Ich hatte ein Fully, fahre jetzt aber nur noch Hardtail. Ich lese regelmäßig im MTB Forum mit und habe im Freundeskreis MTBler. Mir wäre ein Fully auf Dauer zu wartungsintensiv. Vor allem, weil ich eben auch viel einfach nur auf Schotterwegen fahre, wo die Hinterbaugelenke des Fullys unnötige Betriebsstunden bekommen. Ein Hardtail braucht zwar auch mal einen Service für die Gabel, aber das hält sich in Grenzen, man hat eben nur diesen einen Punkt. Wenn man vermehrt im Gelände fahren möchte, kann ich eine absenkbare Sattelstütze wärmstens empfehlen, auch am Hardtail, wobei da die Auswahl aufgrund der Sattelstützdurchmesser begrenzt ist, für 27,2 gibts kaum absenkbare Stützen. Der Komfort leidet darunter etwas ist aber durch die breiten Reifen noch immer besser als beim Rennrad.

Wenn du dein Herzkreislaufsystem trainieren willst, ist es viel weniger effektiv, wenn du lange gleichmäßig fährst, als wenn du sehr intensive weniger intensive Belastungen im Wechsel hast. Auch hier bietet sich das MTB an, weil die Rhytmuswechsel häufig durch das Gelände vorgegeben werden. Ich merke das immer zu Beginn der Saison. Zwei Wochen intensiv MTB und ich merke eine starke Verbesserung. Das geht mit dem Rennrad natürlich auch, fällt mir aber schwerer, weil man es eben nicht muss. Auf Trails im Gelände fährt es sich halt häufig deutlich besser, wenn man schneller über die Wurzeln etc. fährt. Das motiviert mich mehr als auf der Straße.

Als MTB-Strecken kann ich dir die Isartrails empfehlen, südlich vom Tierpark gehts los und zieht sich an beiden Uferseiten bis nah Schäftlarn, noch weiter südlich kenne ich mich nicht aus.

Hardtail oder Fully? Beim Hardtail muss man selbst mehr machen, eher aus dem Sattel, mehr Arbeit mit dem Oberkörper. Mir gefällt es sehr gut, ich mag Fullys aber auch. Bei der Wartung geht es nicht nur um die Dämpfer, auch um die Gelenke des Hinterbaus. Da sind auch gerne mal Wechsel fällig. Das ist wie oben schon gesagt ziemlich nervig. Denn wenn man da zu lange wartet, ist das nicht gut für den Rahmen. Ein Kollege musste deshalb neulich den Rahmen wechseln. Ob das ein verbreitetes Phänomen ist, weiß ich nicht genau, aber man lies es immer wieder. Alle 3000km die Lager wechseln oder so. Was mich vor allem im Sommer am Fully genervt hat, war dass nur eine Flasche dran ging. Und mit Rucksack zu fahren hatte ich keine Lust. Für mich sind Trails im Gelände anstrengender als mit dem Rennrad auf der Straße. Und da ist eine Flasche sehr schnell zu wenig.

Was schneller ist? Kommt auch drauf an, wie lange man fährt. Ermüdungserscheinungen hat man beim Hardtail natürlich früher. Je ruppiger das Gelände ist, desto eher kommt sowas. Je weniger ruppig, desto egaler ist es, ob Fully oder Hardtail. Hier gibts einen Vergleichstest:
https://www.youtube.com/watch?v=s7qjODdT2v0

Wenn es ein MTB wird, würde ich auf jeden Fall dazu raten, nur mit einem Kettenblatt zu fahren, hinten dann 11 oder 12 Gänge. Seit kurzem gibts die Sram GX Eagle. Die ist erschwinglich und wird sicher bald an vielen Rädern zu finden sein. Nur ein Kettenblatt deshalb, weil gegenschalten im Gelände ziemlich nervig ist. Außerdem hat man Platz am Lenker z.B. für den Hebel der Sattelstütze. Größere Gangsprünge finde ich im Gelände super, auf flachen Strecken ist das manchmal anders. Aber dafür ist ein MTB ja eigentlich auch nicht gemacht.
Ein super Angebot ist das hier:
https://www.canyon.com/mtb/grand-canyon/grand-canyon-al-slx-9-9-trail.html
Es hat die m.E. sinnvollste Schaltung (sogar eine der hochwertigeren Ausführungen), eine absenkbare Sattelstütze, einen soliden Alurahmen für zwei Flaschenhalter und gute Bremsen.

Das war jetzt vielleicht ein bisschen durcheinander, sorry dafür. Vielleicht kannst du damit ja was anfangen.

domanitor
31.07.2017, 19:49
Hol dir doch so n gravel bike. Mit dünnen Reifen sind die fast so schnell wie ein RR und mit dickeren Reifen kannst du auch gut in Schotter / Wald fahren.

Mifri
31.07.2017, 19:52
Wie sieht es denn mit Cyclocross aus? Einfach ausgedrückt hättest Du damit ein Rennrad für Querfeldein, sprich Du bist nicht an Asphalt und mehr oder weniger guten Straßen gebunden und kannst damit dann auch auf Wald-Feldwegen, sowie leichten Schotter fahren. Reifenbreiten so um die 31-33mm. Im Zweifel könntest Du auch 25er oder 28er RR-Pneus montieren. Cyclocross-Räder haben mittlerweile auch hydraulische Scheibenbremsen, die wirklich fast keine Wartung bedürfen.

Marco Gios
31.07.2017, 20:15
Wie sieht es denn mit Cyclocross aus? ...

Plus Eins.

Matt_8
31.07.2017, 20:45
Der Münchner Süden ist der ideale Ausgangspunkt für Rennrad-Touren. Es gibt da sehr viele kleine geteerte Wege, die sich hervorragend zu Touren ohne nennenswerten Autoverkehr kombinieren lassen. Von der Topologie her ist es flach bis leicht wellig. Deswegen ist es mit dem MTB auf Dauer auch langweilig von München aus eine Runde zu fahren. Oft sind es Waldwege auf denen es geradeaus und flach durch den Wald oder einem Bach entlang geht :new_sleep
Da fährt man lieber mit dem Auto oder Zug an die Berge (Bad Tölz, Lenggries, Tegernsee, Mittenwald, etc.). Da hat man dann richtig gute MTB-Touren.

cg75
31.07.2017, 20:56
Plus Eins.
+2
CrossRad ist definitiv das Ding für Dich! Wenn Du Spaß an der Sache findest hats Du nach paar Jahren eh 3-6 Räder , aber ein Cross oder Gravel Rad (ist eigentlich im Prinzip das selbe) mit 2 LRS oder zumindest 2 Reifensätzen deckt fast alles ab.

Mifri
31.07.2017, 21:10
+2
CrossRad ist definitiv das Ding für Dich! Wenn Du Spaß an der Sache findest hats Du nach paar Jahren eh 3-6 Räder , aber ein Cross oder Gravel Rad (ist eigentlich im Prinzip das selbe) mit 2 LRS oder zumindest 2 Reifensätzen deckt fast alles ab.

+3

und mit einem Cyclocross wird der Winter auch nicht langweilig. Da braucht es dann auch keinen Rollentrainer. Nur Licht am Rad.

magicman
31.07.2017, 21:15
Cross oder Gravel wie gesagt ziemlich egal , würde ich nach passender Sitz geo entscheiden.

wie schon erwähnt , 2 LRS wär nicht ohne .
Ua sind ist die Gegend um Bad Tölz, Lenggries, Tegernsee, Mittenwald usw. wie Matt erwähnt
DIE schönste was Deutschland auch im Rennradbereich zu bieten hat.

DTS
31.07.2017, 21:50
Ich würde gerade beim MTB erstmal eine Proberunde durchs Gelände machen, ob dieses doch sehr techniklastige fahren überhaupt Spaß macht. Meins war es nicht und das MTB war schnell wieder weg. Wirklich vorher mal probieren, ist doch was ganz anderes, also z.B. mit dem Trekkingrad irgendwelche Waldwege gemütlich entlang zu rollen. Wäre schade um das ansonsten verbrannte Geld;)

pinguin
31.07.2017, 21:52
Crossrad und fertig.

Krauser
31.07.2017, 22:15
Crossrad und fertig.

+ 20

Ben.W
31.07.2017, 22:32
Jo, schönen Crosser bzw. Gravelbike...bist unglaublich flexibel damit

lutz2112
31.07.2017, 22:45
Meine Rad Welt fing mit dem Mountainbike an.
Bekannte haben mir vom Rennrad abgeraten. Der Straßenverkehr
zügige Autofahrer :) wären nichts für mich.

Viele Jahre bin ich dann mit meinen Nicolai durch die Wälder geradelt.

Doch der Rennrad Gedanke ließ mich nicht los. Vor einigen Jahren habe ich mir
dann ein Rennrad gekauft.
Was war das für ein tolles Gefühl, schnell und leise. Das kannte ich vom Mtb überhaupt nicht.

Das war meine Welt, schnell und leise.

Seitdem stehe die Mtb´s bei mir mehr in de Garage. Überwiegend wird das Rennrad benutzt.

Wobei ich ehrlich anmerken muß. Erst mit der Raderfahrung vom Mtb bin ich mit dem Rennrad
glücklich geworden. Das Mtb brachte mir Kondition und Fahrgefühl.

speedy gonzalez
31.07.2017, 22:47
crosser!

kleinerblaumann
31.07.2017, 23:02
Die vielen Empfehlungen in Richtung Crosser oder Gravel scheinen nachvollziehbar, weil es zwischen Rennrad und MTB ein sehr guter Kompromiss zu sein scheint. Das dachte ich mir auch mal und habe mir für Schotterwege und Waldautobahnen einen Crosser zugelegt, nichts besonderes, solides Teil. Der Crosser wurde von mir keine 500km gefahren, war überhaupt nicht mein Fall. Ich habe dann noch einen anderen Crosser getestet, welcher eine andere Geometrie hatte, aber auch das hat nichts geändert. Ich bleibe beim Rennrad und MTB-Hardtail und fühle mich auf beiden Rädern sauwohl, die Kompromisslösung Crosser war nichts für mich. Mit dem Crosser konnte ich zwar auch mal auf einen Geländetrail abbiegen, aber mit dem MTB macht das einfach vieeeel mehr Spaß!

Lentola
31.07.2017, 23:09
Wenn du Straße und unbefestigte Radwege (davon gibt es viele und sehr schöne rund um München) oder Waldweg fahren möchtest, bist du mit ein Gravel gut bedient, weil du beide machen kannst. Mantel Wechsel und das ist.
Wenn du lieber in der Berge sein möchtest (auch mit S-Bahn oder Zug aus München erreichbar) und vielleicht anspruchsvolle Gelände fahren möchtest, dann ist MTB besser.

Straße + Wald und Forstwege => Gravel
Berge und Pfade => MTB

Wenn die Gelände sehr ruppig ist, finde ich persönlich Gravel nicht so toll. Ich vermisse die Gabel vorne: viele Erschütterungen im Kopf und Schulter (bin aber kein super Fahrer mit einwandfrei Technik und bin viel älter als du daher auch empfindlicher)

Hard Tail oder Fully bei MTB ist Geschmack Sachen und hängt von Schwierigkeit der Gelände ab.

Leider es ist so, das man selbst testen und ausprobieren muss, was man lieber hat.
Was sagt dein Herz?

kleinerblaumann
31.07.2017, 23:18
Was sagt dein Herz?

Zeitfahrrad, Aerorad, Bergrad, Marathonrenner, Gravel, XCO Hardtail, XCO Fully, Fatbike, Enduro. Keine Diskussion, braucht man alles!

Lentola
31.07.2017, 23:26
Zeitfahrrad, Aerorad, Bergrad, Marathonrenner, Gravel, XCO Hardtail, XCO Fully, Fatbike, Enduro. Keine Diskussion, braucht man alles!

Rennrad, TT, MTB das reicht :ü... aber in mehrfach Ausführungen :D

Dierk
31.07.2017, 23:44
Fully? Komfortfreak?

Schau dir einfach mal das hier an :D:Applaus:

https://youtu.be/47cGzu6-q40

und das hier :eek::quaeldich

https://youtu.be/Wx2e9jSSK6E

bikeomania
01.08.2017, 00:08
Würde auch ganz klar zum Crosser raten!
Unwahrscheinlich vielseitig, alles ist drin.
Ich mag, dass man noch wirklich selber fahren muss und nicht alles von der Federung weggebügelt wird.
Letztlich kenne ich nur sehr wenige Hobbyletten, die ein MTB auch wirklich zweckgerecht nutzen.
Bei den allermeisten ist es das Fahrrad für Feldwege und damit meist völlig überdimensioniert.

pinguin
01.08.2017, 06:27
Die vielen Empfehlungen in Richtung Crosser oder Gravel scheinen nachvollziehbar, weil es zwischen Rennrad und MTB ein sehr guter Kompromiss zu sein scheint.[...]

Für jemanden, der gerade ins Business einsteigt ist das CX- oder Schotterrad (Gravel ist ein Dreckswort...) m.E. dennoch die beste Wahl. Denn häufig kennt dieser Personenkreis 28" Räder mit geradem Lenker und ist das vllt. auch schon mal im Rahmen von Familienausflügen usw. gemischt gefahren, also Radweg, Straße, Schotterweg, Waldweg. Das Übliche halt, wenn man so im eigenen Revier rumgondelt.

Von daher ist das Crossrad mit dem Dropbar der nächste Schritt Richtung Geschwindigkeit, ohne gleich die Flexibilität der Wahl des Untergrundes zu verlieren (Rennrad) oder eben halt zu spezifisch (MTB, relativ langsam, schwer, etc.) zu werden.

Wenn man so ein CX dann mal ne Weile gefahren ist, dann sollten sich Vorlieben entwickeln. Falls das Richtung Straße geht, kann man das CX immer noch als Straßenrad konfigurieren und weiter auf Basis eines rel. günstigen Systems Erfahrung sammeln.

Jorbi
01.08.2017, 07:32
Für jemanden, der gerade ins Business einsteigt ist das CX- oder Schotterrad (Gravel ist ein Dreckswort...) m.E. dennoch die beste Wahl.

Wenn man so ein CX dann mal ne Weile gefahren ist, dann sollten sich Vorlieben entwickeln. Falls das Richtung Straße geht, kann man das CX immer noch als Straßenrad konfigurieren und weiter auf Basis eines rel. günstigen Systems Erfahrung sammeln.

Etwa so in etwa bin ich vom Trekkingrad zum CX gekommen. Ich habe mich da allerdings nicht weiter entwickelt sondern inzwischen 3 davon. :) Eins mit festem Licht und Schutzblechen zum Berufspendeln, eins für die Stadt und den Kurzstreckenbetrieb sowie das 3te für den sportlichen Freizeitteil. Für das Freizeitgerät habe ich insgesamt 3 Laufradsätze, mit denen ich alle Eventualitäten abdecke.

Das Trekkingrad habe ich inzwischen verkauft und mag nichts mehr ohne Dropbar fahren. Für mich sind die CX-Räder sowas wie die eierlegende Wollmilchsau.

Dierk
01.08.2017, 09:03
Wenn man so ein CX dann mal ne Weile gefahren ist, dann sollten sich Vorlieben entwickeln. Falls das Richtung Straße geht, kann man das CX immer noch als Straßenrad konfigurieren und weiter auf Basis eines rel. günstigen Systems Erfahrung sammeln.

Dann aber eines mit Scheibenbremsen, die klassischen Crossradbremsen sind zu schwach für die Strasse.

BerlinRR
01.08.2017, 09:06
Dann aber eines mit Scheibenbremsen, die klassischen Crossradbremsen sind zu schwach für die Strasse.

Ich würde auch kein Crossrad mehr kaufen ohne Disc, aber nicht weil die anderen Bremsen zu schwach sind, sondern weil die Verfügbarkei/Auswahl stark eingeschränkt ist.

Flashy
01.08.2017, 09:06
Dann aber eines mit Scheibenbremsen, die klassischen Crossradbremsen sind zu schwach für die Strasse.

aha. :D



Nun gut, wie habe ich damals nur überlebt.

Trotzdem: CX mit Scheibe. Fertig.

pinguin
01.08.2017, 09:10
Dann aber eines mit Scheibenbremsen, die klassischen Crossradbremsen sind zu schwach für die Strasse.

??? Wieso denn? :eek:

Matt_8
01.08.2017, 09:25
Och nö. Nicht auch hier eine Bremsendiskussion anfangen...

deco
01.08.2017, 09:33
Naja, ist vielleicht auch ein bisschen die Frage, wo der Fokus der Möhre liegen soll.

Ich hab mir mal irgendwann ein CX als "Winterschlampe" aufgebaut, irgendwann hab ich dann Spaß am Gelände gefunden, jetzt freue ich mich über die Scheibenbremsen, hätte aber gerne Steckachsen. Wenn man öfter mal Wurzeln mitnimmt steht auch schonmal irgendwann ein Laufrad schief im Rahmen, hab ich das Gefühl.

Andersrum, wenn man eher Waldautobahn fährt und nicht die Ambition hat das Rad in etwas schwereres Gelände zu fahren, hat ein klassischer Crosser natürlich den Vorteil späterer Kompatibilität mit'm Renner - und deutlich weniger Wartungsaufwand. Meiner steht grad wieder in der Werkstatt, 2.000km, Ritzel fertig, Kette fertig, Schaltröllchen fertig, Lager fertig, Züge fertig, Bremsbeläge weg. Spaß macht die Gurke ja, aber Rennrad is schon günstiger als ein CX im Dreck.

Edit: Dem TE sei gesagt, daß ich tatsächlich eher auf den Renner als auf den Crosser verzichten wollte. Mit Straßenreifen verliere ich auch nicht wirklich viel auf den Renner, einiger meiner persönlichen Bestzeiten sind tatsächlich mit leichten Stollen auf der Straße entstanden.

rumplex
01.08.2017, 09:35
Mein Senf noch: Man muss unterscheiden zwischen CX und Gravel, jedenfalls bei wirklich auf den Einsatzzweck ausgerichteten Geometrien. CX-Rahmen sind sportlich ausgelegt, Gravel-Rahmen eher komfortabel. Ein ausgemachtes Gravelrad dürfte für Dich vor allem für den Einstieg eigentlich perfekt sein (Stichwort Rücken usw.). damit kannst Du auch leichtes Gelände jenseits von Waldautobahen fahren und bei Bedarf auf Straßenreifen wechseln.

Aber aufpassen, denn manche Hersteller labeln ihre (sportlichen) CX-Rahmen gerne einfach um, ohne die Geometrie entsprechend anzupassen.

Disc oder nicht: Die mittlerweile bessere Angebotssituation für Disc-Ersatzteile sprich wohl dafür, aber gute V-Brakes tuns auch auf der Straße gut.

Hier findest Du einiges zum Einlesen. Aber auf jeden Fall selbst testen!

hholgi
01.08.2017, 09:37
Vielleicht nochn kleiner Praxisbericht:

Ich bin nach über 25 Jahren reinen Rennradfahrens mit 52 zusätzlich aufs MTB. Kam so durch Zufall.
Nach und nach auch in technischeres Terrain. Letztes Jahr dann sogar Trails in Saalbach/Hinterglem usw.

Was soll ich sagen: MTB im Gelände ist Äkschion und macht Laune:D
Aber es belastet den Körper doch mehr. Und ja, man kann sich auch mal auf die Nase legen. :Applaus: Und mein 30 Jahre altes Knieleiden (vom Badminton) ist dadurch auch nich gerade besser geworden.
Trotzdem macht es echt Laune, sogar wenn man den Trailground Brilon zum X-ten Male rundfährt.:) Hätt ich 10-15 Jahre früher damit angefangen, hätte ich mich auch noch auf Rennen eingelassen.

In deinem Alter mein Tipp:
1. MTB fahren und ein wenig Technik von Fachmann zeigen lassen
2. Dann langsam in MTB Hobbyrennen einsteigen
3. Dafür dann mit Rennrad die Fitness/Grundlagen trainieren

Grüsse Holgi

Dierk
01.08.2017, 11:21
??? Wieso denn? :eek:

Ich fahre dieses und die serienmäßigen Bremsen sind für Gelände optimiert.

http://www.roadbikereview.com/cat/latest-bikes/cyclocross-bike/bianchi/axis/prd_290957_5670crx.aspx

Der Druckpunkt ist weich (beim Crosser erwünscht) aber die Verzögerung eher schwach, Umrüsten auf bessere Beläge hat das Problem etwas entschärft. Beim Abfahren von 20-25% Steigung auf Strasse kriegt man trotzdem Bammel, weil die Handkraft kaum ausreicht. Dauernd schleifen lassen würde die Felgen überhitzen. Kein Vergleich zu Rennradbremsen, mit denen vor Kurven korrekt angebremst werden kann.

accattone
01.08.2017, 11:28
Mit einem Crosser kann man in der Tat alles fahren, aber es ist eben fast immer ein Kompromiss.
Ideal für eher flaches Terrain wie Benelux oder Norddeutschland.
Länger hoch und runter ist nicht so toll...

Ich lese aus dem Eingangspost heraus, dass der TE scharf auf ein Fully ist...

In so perfekten und abwechslungsreichen Bikerevieren wie Oberbayern würde ich eher 2 Räder empfehlen:

Ein gutes Allroundfully und dazu noch ein gebrauchtes Alurennrad.
Da kann man mit 2000 Euro hinkommen.
In den nächsten Wochen und Monaten lassen sich auf jeden Fall gute Schnäppchen machen.

Aufs Rennrad robuste 25mm Reifen aufziehn und man kann auch mal flachen, leichten Schotter fahren...
Spd-Pedale und Schuhe und los gehts...

Flashy
01.08.2017, 11:37
Dem stimme ich zu: Wenns im Gelände länger berghoch geht, könnte die typische CX-Übersetzung problematisch sein.

kleinerblaumann
01.08.2017, 12:17
Von daher ist das Crossrad mit dem Dropbar der nächste Schritt Richtung Geschwindigkeit, ohne gleich die Flexibilität der Wahl des Untergrundes zu verlieren (Rennrad) oder eben halt zu spezifisch (MTB, relativ langsam, schwer, etc.) zu werden.


Ich finde nicht, dass ein MTB-Hardtail zu spezifisch ist. Natürlich ist man auf der Straße damit langsamer, aber mit Straßenreifen rollt das schon auch gut. Und nicht vergessen, der TE hat Sorge um seinen Rücken und fürchtet den Straßenverkehr. Ein MTB ist am Sattel konfortabler als ein RR oder CX. Und meine Erfahrung ist, dass gerade Anfänger sich auf einem MTB viel sicherer fühlen als auf einem RR. Breitere Reifen verzeihen mehr Unachtsamkeiten und ein breiterer Lenker gibt auch mehr Sicherheit. Deshalb würde ich bei aller Vielseitigkeit eines CX dem TE immer noch ein Hardtail empfehlen. Und wenn man mal einen Ausflug in die Berge machen will, gibt die Übersetzung das auch her.

Aber mal die Frage an den TE: Bist du schon schlauer geworden?

noam
01.08.2017, 13:09
Richtiges MTB fahren (also klassisches AllMountain, was neumodisch ja nun Enduro heißt) erfordert schon gewisse Voraussetzungen, damit es auch wirklich richtig Spaß macht. Zum einen muss man eine gewisse Grundlagenausdauer mitbringen, da man das, was man gern herunterfahren möchte, natürlich erst einmal hinnauf muss. Zu dem erfordern die Abfahrten je nach Schwierigkeit ein gewisses Maß an Fahrfertigkeiten, die man nur ausbilden kann, wenn man regelmäßig viel fährt, wozu man natürlich wieder die Ausdauer benötigt :) Zu dem braucht man fürs MTBn ordentlich Ortkenntnisse, ansonsten bleibt man nämlich auf den Waldautobahnen hängen und findet die schönen (meist illegalen) Trails nicht.

Der TE muss sich einmal bewusst werden was er möchte.

magicman
01.08.2017, 13:23
Der TE muss sich einmal bewusst werden was er möchte.


er hat ja in Post 1 erwähnt was er möchte.

1bis 3 std von der Stadt München aus Radfahren , Forstenrieder Park, Starnberger See
von daher bietet sich ein Crosser/Gravel wie sehr oft vorgeschlagen an.


Wird der TE Spass am Radsport finden , bleibts eh nicht bei dem einem Rad:)

Sigi Sommer
01.08.2017, 13:36
Vom Münchner Süden aus kann man wunderbar Richtung Starnberger See, Wolfratshausen on road und auch entlang der Isartrails fahren. Geht beides mit einem Crosser ganz trefflich, daher ganz klar meine Empfehlung, wenn man noch kein Rad für den Sporteinsatz hat und noch nicht weis, wohin der Zeiger ausschlägt. Sehe ich auch insofern nicht als Kompromiß, weil man beides kombinieren kann.

Mache ich auf meinen Südrunden auch immer wieder - vorwiegend auf Straße unterwegs ... auf einmal sieht man eine Lücke im Busch und muss da rein - männliches Triebgen :D - Spaß ohne Ende :drinken2:;):Angel:

kleinerblaumann
01.08.2017, 13:38
Richtiges MTB fahren (also klassisches AllMountain, was neumodisch ja nun Enduro heißt) erfordert schon gewisse Voraussetzungen, damit es auch wirklich richtig Spaß macht. Zum einen muss man eine gewisse Grundlagenausdauer mitbringen, da man das, was man gern herunterfahren möchte, natürlich erst einmal hinnauf muss. Zu dem erfordern die Abfahrten je nach Schwierigkeit ein gewisses Maß an Fahrfertigkeiten, die man nur ausbilden kann, wenn man regelmäßig viel fährt, wozu man natürlich wieder die Ausdauer benötigt :) Zu dem braucht man fürs MTBn ordentlich Ortkenntnisse, ansonsten bleibt man nämlich auf den Waldautobahnen hängen und findet die schönen (meist illegalen) Trails nicht.

Der TE muss sich einmal bewusst werden was er möchte.

Ich weiß nicht, ob sich das auf meinen Post bezog, aber ich schrieb ja von einem Hardtail. Und die Isartrails vom Münchner Süden bis nach Schäftlarn oder noch weiter sind eher ein stetiges Wechseln von kurzen Auf- und Abpassagen. Wenn man da nicht mehr kann, wechselt man auf den Schotterweg am Ufer. Und die Trails dort hat man sich auch schnell erschlossen. Zwischen Isarufer und Anstieg raus aus dem Isartal ist es nicht soo unübersichtlich, dass man sich da verfährt. Da findet man immer was. Und in Bayern darf man auf jedem Wanderweg auch Radfahren.

Jim Bob
01.08.2017, 13:43
Und in Bayern darf man auf jedem Wanderweg auch Radfahren.Gibts etwa Gegenden, wo das verboten ist? :eek:
Downhillrennen auf Spazierwegen würde ich verstehen, aber normal im Wald rumfahren... ?

pistolpitt
01.08.2017, 13:54
Der TE muss sich einmal bewusst werden was er möchte.

Die User hier beschäftigen ?

pistolpitt
01.08.2017, 13:54
Gibts etwa Gegenden, wo das verboten ist? :eek:
Downhillrennen auf Spazierwegen würde ich verstehen, aber normal im Wald rumfahren... ?

ja, in Baden-Würtemberg wenn der Weg schmäler als 2m ist.

Jim Bob
01.08.2017, 14:06
ja, in Baden-Würtemberg wenn der Weg schmäler als 2m ist.Au weia... ist wenigstens die Hundeleinenlänge auf Wegen>2m auf <1m limitiert, zwecks Unfallverhütung? :rolleyes:

pistolpitt
01.08.2017, 14:18
Au weia... ist wenigstens die Hundeleinenlänge auf Wegen>2m auf <1m limitiert, zwecks Unfallverhütung? :rolleyes:

Würd mich auch mal interessiern ob diese überlangen Hundeleinen überhaupt zulässig sind.
Ich melde mich in einem Hundeforum an, starte einen Thread und werde berichten.

Lentola
01.08.2017, 14:21
... Und in Bayern darf man auf jedem Wanderweg auch Radfahren.


Aber damit man macht viel kaputt :(

FitnessFreak
01.08.2017, 15:20
Die User hier beschäftigen ?

Haha keine Sorge, darum geht es mir nicht. :)

Vielen Dank für die zahlreichen Antworten, mit so viel Feedback in so kurzer Zeit habe ich nie und nimmer gerechnet. :applaus:


Ich nehme mir später die Zeit und gehe auf die einzelnen Beiträge noch ausführlicher ein, aber so auf die Schnelle lese ich mal heraus, dass ich mind. 2, besser 5 Fahrräder benötige... (deckt sich mit meinem Wunsch, hätte am liebsten zumindest Fully und Rennrad, aber widerspricht leider der Vernunft und dem Geldbeutel)

Ich habe anfangs tatsächlich zum Fully tendiert - wahrscheinlich weil da die Videos am interessantesten sehen und ich ein Technikfreak bin und deswegen Freude an Dämpfer etc habe (ändert sich vielleicht schnell, wenn man raus will, aber erst den Dämpfer warten muss..) - zunehmend halte ich aber RR oder CX (oder Gravel, genauer Unterschied ist mir noch nicht klar und wohl auch herstellerspezifisch) für interessanter. Das werde ich aber sicher auch probefahren müssen, deswegen bevor ich mich später noch ausführlicher melde die Frage: Kann man denn solche Fahrräder in einem gehobenen Preisbereich dann auch etwas ausführlicher probefahren? 10 Min werden da ja kaum reichen..

Schöne Grüße

Flashy
01.08.2017, 15:22
Bei manchen Radhändlern geht das.

Dämpfer braucht man meiner Meinung nach nur, wenn man derbe Wurzeltrails fahren will.

Der Unterschied vom Crossen zum MTB ist auch der: Ein MTBler heizt über Hindernisse, während die Kunst beim Crosser besteht, die Hindernisse zu umfahren.

Wenn du längere Aufstiege im Gelände machen willst, ist wohl ein MTB auch besser.
Zumindest wenn einem die Kurbelei mit letztlich nur noch 7km/h fetzt.

rumplex
01.08.2017, 16:19
...oder CX (oder Gravel, genauer Unterschied ist mir noch nicht klar und wohl auch herstellerspezifisch) für interessanter.

Ja, mach das so, und wenn Dich der Virus gepackt hat, hast Du damit halt eine - v.a. für München rum - optimale zweite Basis, solltest Du Dir noch ein reines RR zulegen.

Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Geometrien muss man wirklich, vor allem mangels Erfahrung mit Geometriedaten, selbst erfahren. Es hat sich auch bei CX viel getan, hier findet man im Gegensatz zu noch vor rund 10 Jahren auch viele stärker auf Komfort getrimmte Modelle. Andererseits gibt es auch Anbieter, die ein eigentliches CX lediglich mit "komfortablen" Anbauteilen versehen, und dann heißt das Gravel. In der aktuellen TOUR ist ein Test mit Gravel-Bikes unter 2000 Euro, das könnte auch schon mal orientieren.

Was ausgiebiges Testen in und um München anbelangt: Vom Specialized-Laden in der Leopoldstr. weiß ich, dass man da für eine kleine Gebühr übers Wochenende testen kann. Ansonsten am besten erst mal die Läden in München telefonisch abklappern, ob die was anbieten. Und ich würde es, zumal Richtung Ende der Saison nicht scheuen, auch mal beim Lucky-Bike im Euro-Industriepark reinzuschauen. Die haben oft hammerreduzierte Schnäppchen.

avis
01.08.2017, 16:46
Ich habe anfangs tatsächlich zum Fully tendiert - wahrscheinlich weil da die Videos am interessantesten sehen und ich ein Technikfreak bin und deswegen Freude an Dämpfer etc habe (ändert sich vielleicht schnell, wenn man raus will, aber erst den Dämpfer warten muss..) - zunehmend halte ich aber RR oder CX (oder Gravel, genauer Unterschied ist mir noch nicht klar und wohl auch herstellerspezifisch) für interessanter. Das werde ich aber sicher auch probefahren müssen, deswegen bevor ich mich später noch ausführlicher melde die Frage: Kann man denn solche Fahrräder in einem gehobenen Preisbereich dann auch etwas ausführlicher probefahren? 10 Min werden da ja kaum reichen..

Schöne Grüße

Gut, dass du das so selbstkritisch reflektierst.
Ich sehe das tendenziell auch so, dass sehr viele sich ein Fully kaufen, weil sie die Technik beeindruckt und Sicherheit sowie Action verspricht.
Da fahren, wo diese Räder für gemacht sind, nämlich wirklich quer den Waldabhang runter, über Wurzeln und Steine, halt komplett offroad tun dann aber die allerwenigsten.
Und dann hat man ein 13kg Fully mit wartungsintensiver Technik, das man nur über Feld/Waldwege fährt, wozu es völlig überdimensioniert ist.
Crosser/Gravel würde ich für den Einstieg auch sehr empfehlen, dann kannst du sehen was dir liegt.
Denn generell stehen MTB und Rennrad halt für völlig verschiedene Fahrstile und Schwerpunkte, Technik offroad auf der einen, Geschwindigkeit und Reichweite auf der anderen Seite.
Sich durch einen vermatschten Trail mit Steinen, Wurzeln und Löchern zu kämpfen oder eben pfeilschnell und mühelos 50km fahren.

Dierk
01.08.2017, 16:52
Ich sehe das tendenziell auch so, dass sehr viele sich einen SUV kaufen, weil sie die Technik beeindruckt und Sicherheit sowie Action verspricht.
Da fahren, wo diese Fahrzeuge für gemacht sind, nämlich wirklich quer den Waldabhang runter, über Wurzeln und Steine, halt komplett offroad tun dann aber die allerwenigsten.
Und dann hat man ein 2300 kg SUV mit wartungsintensiver Technik, das man nur in der Innenstadt/Autobahn fährt, wozu es völlig überdimensioniert ist.

Avis, habe deinen Post etwas auf Münchner Verhältnisse angepasst :D

avis
01.08.2017, 16:55
:Applaus: Ja, genau das selbe Prinzip ;)

schmadde
01.08.2017, 17:01
Der Münchner Süden ist der ideale Ausgangspunkt für Rennrad-Touren.
Seh ich auch so. Hatte da auch nie Probleme, auch wenn Gegenden mit gar keinem KFZ-Verkehr dann doch selten sind. Vom Münchner Süden aus kommt man mit dem Rennrad praktisch ohne Verkehr aus der Stadt raus und kann bis in die Berge und zurück fahren.

MTB Fahren macht nur in den Bergen wirklich Spass und da muss man von München schon noch eine Weile fahren. Immer nur Isartrails ist auch langweilig und auch seit einigen Jahren verboten. Ich komme nur noch selten zum MTB fahren, weil mit An- und Abreise dann doch ein Tag dafür drauf geht.

Ob Crosser oder RR ist Geschmackssache. Ein Crosser ist universeller, aber mit dünnen Reifen fahren macht schon mehr Spass und erhöht die Reichweite. Kannst ja mit nem Crosser und Rennradreifen anfangen und dann noch einen richtigen Renner kaufen ;)

Lentola
01.08.2017, 21:21
Mir ist nicht 100% klar wo ein RR anfängt und wo ein Crosser ... was ist im eure Augen die Inissio GF von Simplon? Ich meine damit fahre ich Straße (25') aber auch einfache Gelände (28'). ...schwierigere Gelände ohne Gabel vorne empfinde ich zu schmerzhaft.

Mifri
01.08.2017, 21:51
Mir ist nicht 100% klar wo ein RR anfängt und wo ein Crosser ... was ist im eure Augen die Inissio GF von Simplon? Ich meine damit fahre ich Straße (25') aber auch einfache Gelände (28'). ...schwierigere Gelände ohne Gabel vorne empfinde ich zu schmerzhaft.

Offensichtlich verwendet Simplon auch dieses Rahmenset für das Inissio CX. Grundsätzlich hat ein CX-Rahmenset eine weniger extreme Renngeo, damit der Oberkörper etwas höher kommt. Stack/Reach ist etwas komfortabler. Desweiteren hat ein CX an gewissen Stellen Verstärkungen, um die etwas höheren Belastungen aufzunehmen. Bei den Reifen werden normalerweise 31-33mm (33mm max. zulässige Breite bei Lizenzrennen) Breiten gefahren. Der Druck kann dabei zwischen 1.5 Bar (Tubular) bis >2.0 Bar (Tubular / Clincher) liegen. Max. sollte 2.5 Bar ausreichen. Wer mit 3-4 Bar fährt darf sich nicht wundern, wenn es im Gelände zu sehr holpert.

Um bei Dir also eine ausreichende Dämpfung zu erreichen, probiere mal CX-Reifen mit den entsprechenden Breiten und Drücken aus. Bei 25mm wirst Du sicherlich mit 7-7.5 Bar und bei 28mm mit 5-6 Bar unterwegs sein.

Bei Paris-Roubaix fahre ich z.B. 27mm Pneus mit 4.5-5.0 Bar.

cadoham
01.08.2017, 22:02
Ob Crosser oder RR ist Geschmackssache. Ein Crosser ist universeller, aber mit dünnen Reifen fahren macht schon mehr Spass und erhöht die Reichweite. Kannst ja mit nem Crosser und Rennradreifen anfangen und dann noch einen richtigen Renner kaufen ;)

Der Unterschied zwischen einem Cyclocrosser mit 25mm Reifen und einem Rennrad,
ist für einen Freizeitsportler und vorallem Einsteiger doch marginal.

Vorallem bei Rennräder mit Komfortgeometrie sehe ich max. noch einen Gewichtsvorteil von 0.5-0.7kg
gegenüber dem Cyclocrosser, sofern hier Felgenbremse vs. Disc verglichen wird.
Das wirkt sich allerdings kaum merklich auf einen Geschwindigkeitsvorteil aus,
sofern jetzt nicht direkt mit langen Bergetappen argumentiert wird. :ä

Dagegen steht die Flexibilität, die man mit einem Cyclocrosser gewinnt.
Mit einem Schwalbe G-One Speed ist man noch zügig auf der Strasse unterwegs,
aber hat die Freiheit jederzeit auf Feld- und Waldwege abzubiegen.

Andere besitzen 2 Laufradsätze mit Slicks und CX-Reifen,
und wechseln nach Einsatzzweck und Laune.

Am Ende zählt ausschliesslich die Kondition, die man nur bekommt,
wenn man Spass am Fahren findet.

Lentola
01.08.2017, 22:15
...
Um bei Dir also eine ausreichende Dämpfung zu erreichen, probiere mal CX-Reifen mit den entsprechenden Breiten und Drücken aus. Bei 25mm wirst Du sicherlich mit 7-7.5 Bar und bei 28mm mit 5-6 Bar unterwegs sein.
....

Als 28' fahre ich die Scwalbe x one (mit Schlauch) und 6 Bar ist glaube Maximum.
Ich bin sehr leicht 49kg daher pumpe ich 5-5,5 Bar, ich finde es trotzdem hart wenn die Gelände zu "wurzelig" ist...

Ich bin schwach :(

FitnessFreak
02.08.2017, 23:41
Also mit den Probefahrten wird es erkältungsbedingt diese Woche leider nichts mehr, trotzdem hätte ich noch ein paar kurze Fahrten:

Es heißt ab und zu, dass RR nur etwas für Trainiertere ist, da die Haltung schon ein gewisses Grundmaß an Rückenmuskulatur erfordert. Ist da ein Crossrad dann rückenschonender, da man vermutlich etwas aufrechter sitzt?

Um auch mal schon etwas spezifischer zu werden: Bei Specialized würde im Roadsektor dann doch Roubaix, Diverge oder Crux in Frage kommen. Roubaix ist die Rennmaschine mit vergleichsweise komfortabler Position und Crux der Crosser - und Diverge ordnet sich dann wo ein? Dann gleich Crux, da breitere Reifen möglich?
Ausstattunstechnisch würde nach dem was ich bisher gelesen habe wohl 105 als auch Ultegra passen, die Materialfrage scheint typabhängig zu sein (Cross eher Aluminium, RR zunehmend nur noch Carbon), wobei in dem Preisbereich Aluminium anscheinend (beziehe mich da u.a. auf ein paar TOUR-Testartikel, die ich die letzten Tage gelesen habe) oft sogar besser ist, da dann die Komponenten hochwertiger und somit auch leichter sind.
Eigentlich hätte ich schon ganz gerne Scheibenbremsen, möglichst hydraulisch. Wenn ich das zwischen den Zeilen richtig lese, ist das hier ein Endlosthema, für mich lesen sich die Artikel zu dem Thema aber so, dass es fast nur Vorteile gibt. Aber: bei Specialized gibt es hydraulische zumindest bei den RR nur über meinem Budget, da ist zum Beispiel bei Canyon anscheinend dann doch deutlich mehr drin. Nur würd ich dann schon gerne die lokalen Händler unterstützen, wenn ich dort probefahre.


Momentan kann ich mir nicht so recht vorstellen (zu rutschig/unsicher und unbequem) mit einem Cross zum Beispiel so zu fahren und würde vermuten, dass da ein MTB (egal ob Hardtail oder Fully) deutlich komfortabler ist: https://www.youtube.com/watch?v=ZYDQwa4mirI
Aber da freue ich mich auf die Testfahrt und weitere Erkenntnisse ;)
Außerdem - auch wenn der Channel jetzt sicher keine wissenschaftlichen Standards erfüllt - ist es schon ganz interessant, dass ein MTB auf Kopfsteinpflaster schneller als RR und Cross sind: https://www.youtube.com/watch?v=QvO74sZxVs4
Aber so ein Belag dürfte sich hier auch leicht vermeiden lassen.


"null Vorkommnisse wegen "dünnen/profillosen Reifen"."
https://www.youtube.com/watch?v=ibFvn_Ia35A (sicher falscher Untergrund?)
https://www.youtube.com/watch?v=smmKkiOnMXk (2:20) (Falsch gebremst - aber bei Anfängern wohl nicht auszuschließen?)
https://www.youtube.com/watch?v=Gr89ku-K2WU (ein Tempo das ich nie fahren würde, trotzdem heftig, wie es dem den Reifen wegzieht)
Das sind so Videos, die mir etwas Angst machen und bei denen ich mich dann frage, ob ein MTB nicht deutlich sicherer ist. Berechtigt?


"Ich finde es einfach nervig, die langen Wege aus der Stadt raus zu fahren."
Ich bin momentan direkt an der A95, wäre also sofort auf der Olympiastr, die bei RR sehr beliebt zu sein scheint.


"Dem Rücken kommt MTB nach meiner Erfahrung eher entgegen. Zum einen ist die Sitzposition in der Regel entspannter, zum anderen sind MTBs deutlich komfortabler, zum dritten hat MTB fahren im Gelände einen besseren Trainingseffekt für die Rumpfmuskulatur als Rennrad fahren. "
War auch etwas meine Vermutung, andererseits ist ein RR-Lenker vielleicht ergonomischer und es gibt weniger Stürze.


"kann ich eine absenkbare Sattelstütze wärmstens empfehlen"
aber hast du dann nicht fast schon den Fullywartungsaufwand? Eine Reverb-Wartung klingt deutlich aufwendiger als eine Dämpferwartung.


"Wie sieht es denn mit Cyclocross aus?"
Das scheint hier wirklich die generelle Empfehlung zu sein - ich bin da sehr auf die Probefahrt gespannt. Momentan kann ich es mir wie gesagt noch nicht ganz vorstellen, dass es mir gefällt damit auch mal über ruppigeres Gelände zu fahren, aber die Sitzposition könnte vielleicht für den Anfang besser als RR zu sein.


"und mit einem Cyclocross wird der Winter auch nicht langweilig."
liest man immer wieder - vermutlich blöde Frage, aber ist da ein MTB mit den breiteren Reifen nicht noch besser geeignet?


"Was sagt dein Herz?"
"Ich lese aus dem Eingangspost heraus, dass der TE scharf auf ein Fully ist..."
Anfangs Fully - jetzt reizt mich RR oder Crosser immer mehr. Ich glaube beim MTB könnte es so eine "kindische" Begeisterung sein, die kurz mal da ist, dann aber schnell wieder weggeht, da kein passendes Gelände und größere Sprünge eh nicht meins sind.


"Dem stimme ich zu: Wenns im Gelände länger berghoch geht, könnte die typische CX-Übersetzung problematisch sein."
Interessanter Punkt, habe ich noch nicht beachtet. Was für Unterschiede gibt es da zwischen RR, Gravel und Cross?


"Ich finde nicht, dass ein MTB-Hardtail zu spezifisch ist. Natürlich ist man auf der Straße damit langsamer, aber mit Straßenreifen rollt das schon auch gut. Und nicht vergessen, der TE hat Sorge um seinen Rücken und fürchtet den Straßenverkehr. Ein MTB ist am Sattel konfortabler als ein RR oder CX. Und meine Erfahrung ist, dass gerade Anfänger sich auf einem MTB viel sicherer fühlen als auf einem RR. Breitere Reifen verzeihen mehr Unachtsamkeiten und ein breiterer Lenker gibt auch mehr Sicherheit. Deshalb würde ich bei aller Vielseitigkeit eines CX dem TE immer noch ein Hardtail empfehlen. Und wenn man mal einen Ausflug in die Berge machen will, gibt die Übersetzung das auch her."

Das trifft meine Gedanken ganz gut.


"In der aktuellen TOUR ist ein Test mit Gravel-Bikes unter 2000 Euro, das könnte auch schon mal orientieren."
Danke - schon gesehen, aber noch nicht gelesen.


"Was ausgiebiges Testen in und um München anbelangt: Vom Specialized-Laden in der Leopoldstr. weiß ich, dass man da für eine kleine Gebühr übers Wochenende testen kann. Ansonsten am besten erst mal die Läden in München telefonisch abklappern, ob die was anbieten. Und ich würde es, zumal Richtung Ende der Saison nicht scheuen, auch mal beim Lucky-Bike im Euro-Industriepark reinzuschauen. Die haben oft hammerreduzierte Schnäppchen."

Danke für die Tipps!


"Avis, habe deinen Post etwas auf Münchner Verhältnisse angepasst "
:applaus:


Vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen!:applaus:

avis
03.08.2017, 02:52
Ein MTB, auch Hardteil auf der Straße zu fahren halte ich für relativ unsinnig, um es liebevoll zu sagen ;)
Klar geht alles...aber schön ist anders.
Man kann auch in Gummistiefeln Marathon laufen...

Storckie
03.08.2017, 06:51
Ich finde die ganzen tipps zwar gut gemeint aber letztlich sinnlos. Setz dich ein mal auf ein Rennrad und dreh ne Runde. Dann willst du sicher kein MB mehr.

BerlinRR
03.08.2017, 07:23
Ich finde die ganzen tipps zwar gut gemeint aber letztlich sinnlos. Setz dich ein mal auf ein Rennrad und dreh ne Runde. Dann willst du sicher kein MB mehr.

Kommt drauf an wo man die Runde dreht. :ü
Wenn man ihn erst im Gewerbegebiet auf ein Rennrad setzt und anschließend einen sehr leichten Trail mit MTB fahren lässt wird er sich eher für das MTB entscheiden.
(Im Alltag muss man zu solch schönen Strecken aber erst hinkommen :ü)


Ich sehe es hier aber so wie 95% der Poster, um in den Sport rein zu kommen taugt ein Crosser am besten.
Danach kann irgendwann der 2. Laufradsatz kommen und schon hat man quasi gleichzeitig ein Rennrad. Ob dann irgendwann ein MTB "nötig" ist wird sich zeigen, dass kann man hier eher nicht voraussehen.

schmadde
03.08.2017, 08:40
Der Unterschied zwischen einem Cyclocrosser mit 25mm Reifen und einem Rennrad,
ist für einen Freizeitsportler und vorallem Einsteiger doch marginal.

Ja, blos wenn man eh mit 25er Slicks fährt ist man mit dem Rennrad besser bedient. Die Laufräder sind idR mehr aero, die Bremsen funktionieren besser, die Rad ist etwas wendiger und die Geometrie mehr auf Schnellfahren ausgerichtet. Gewicht lass ich mal weg, das interessiert nicht so besonders.



Andere besitzen 2 Laufradsätze mit Slicks und CX-Reifen,
und wechseln nach Einsatzzweck und Laune.

Das hab ich auch mal gedacht. Mein erstes richtiges Rennrad nach dem Wiedereinstieg war ein Crosser, den ich dann zunächst mit Strassenreifen gefahren bin. Das Wechseln von Laufradsätzen war stets ein Riesen-Akt. Vorne hatte ich auf Mini-V umgerüstet weil die Cantis zu schwachbrüstig waren, da ist so wenig Spiel zwischen Felge und Bremsklotz, dass ich immer den Bremszug aushängen musste oder später mit Pipes ewig dranrumdrehen. Das nervt auch beim Laufraudausbau für den Transport. Und die Felgen waren nie aussen gleich breit, sodass ich bei jedem Wechsel die Bremse neu einstellen musste.

Ich habe letztlich damals nur zwei Mal die LRS getauscht: am Anfang und am Ende des Winters.

Heute, wo man am Crosser Scheibenbremse hat, ist es etwas einfacher, aber ehrlich gesagt möchte ich am Renner keine Scheibenbremse haben und noch sind die guten RR-Laufradsätze (und fast alles auf dem Gebrauchtmarkt) meist für 130er Einbaubreite, würden also in einen Disc-Crosser nicht reinpassen.

Den Crosser hab ich immer noch, aktuell sind da immer 25er Slicks drauf, nutze das als Winterrad und um zur Arbeit zu fahren. Den Zweit-LRS mit den Cross-Reifen hab ich einmal draufgehabt.

Will sagen: einen Crosser zu kaufen kann sinnvoll sein, wenn man aber eh nur auf der Strasse fahren will, dann lieber ein Rennrad.

Lentola
03.08.2017, 08:42
Kommt drauf an wo man die Runde dreht. :ü
Wenn man ihn erst im Gewerbegebiet auf ein Rennrad setzt und anschließend einen sehr leichten Trail mit MTB fahren lässt wird er sich eher für das MTB entscheiden.
(Im Alltag muss man zu solch schönen Strecken aber erst hinkommen :ü)


Ich sehe es hier aber so wie 95% der Poster, um in den Sport rein zu kommen taugt ein Crosser am besten.
Danach kann irgendwann der 2. Laufradsatz kommen und schon hat man quasi gleichzeitig ein Rennrad. Ob dann irgendwann ein MTB "nötig" ist wird sich zeigen, dass kann man hier eher nicht voraussehen.

Falls du dich für ein Hybrid entscheidest, kann ich dir die Inisso von Simplon empfeheln
Du kannst sie mit beide Laufradsatz fahren und du kannst sogar Gepäckträger drauf montieren, falls du auf Reise damit willst. Scheibenbremsen und Steckachse finde ich auch gut.
Wie gesagt es ist ein Hybrid. Leider ist es teuer aber viellecht findest du es gebraucht.

kleinerblaumann
03.08.2017, 09:58
Es heißt ab und zu, dass RR nur etwas für Trainiertere ist, da die Haltung schon ein gewisses Grundmaß an Rückenmuskulatur erfordert. Ist da ein Crossrad dann rückenschonender, da man vermutlich etwas aufrechter sitzt?


Mittlerweile ist Rennrad nicht mehr gleich Rennrad und Crosser nicht mehr gleich Crosser. Es gibt Crosser, die eine deutlich sportlichere Sitzposition fordern als so manches Marathonrennrad. Gravelbikes haben meist eine entspanntere Sitzposition als Crosser - aber aufpassen, manche Hersteller verkaufen einen Rahmen unter beiden Kategorien. Du muss man einfach bei jedem Rahmen auf die Geometriedaten schauen.

An deiner Stelle würde ich auf jeden Fall alles mal testen! Theoretische Überlegungen helfen da nur bedingt. Denn aus solchen heraus habe ich mir mal ein Crossrad zusammen gebaut, das mittlerweile wieder ausgedient hat. Übrigens, weil ich es am Rücken gemerkt habe ;) Zudem ging es mir mega auf die Nerven, dass ich im Gelände ständig mit den Schuhspitzen an den Vorderreifen kam. Aber wie gesagt, alles mal testen. Du bist leider zu groß, sonst hätte ich dir nen Crosser und ein Hardteil leihen können.

Sigi Sommer
03.08.2017, 10:17
... um in den Sport rein zu kommen taugt ein Crosser am besten.
Danach kann irgendwann der 2. Laufradsatz kommen und schon hat man quasi gleichzeitig ein Rennrad. Ob dann irgendwann ein MTB "nötig" ist wird sich zeigen, dass kann man hier eher nicht voraussehen.

Dito. Im Münchner Umland kann man mit einem Crosser jedes Gelände befahren, für MTB ist keine Not. Vor 5 Jahren habe ich MTB gegen Crosser getauscht und mein hübsches Liteville seither nicht mehr vermisst. Wenn alles wehtut, stimmt die Fahrtechnik noch nicht und man hat noch Luft nach oben :D denn nur die Harten kommen .... ok, lassen wir das :ä

CX wäre nochmals mein Tipp für DIE versatile Gerätschaft, mit 2. LRS kann man sich für on oder off-road ideal rüsten.

Lentola
03.08.2017, 10:41
.... Wenn alles wehtut, stimmt die Fahrtechnik noch nicht und man hat noch Luft nach oben ......denn nur die Harten kommen ....

Typisch ...:rolleyes:...:praise:

Sigi Sommer
03.08.2017, 11:33
Typisch ...:rolleyes:...:praise:

Naja - wenn nix wehtut, liege ich entweder schlafend auf dem Sofa oder der Boandlkramer hat sein Kartenspiel gegen mich gewonnen :D

Lentola
03.08.2017, 11:40
...Boandlkramer hat sein Kartenspiel gegen mich gewonnen



https://de.wikipedia.org/wiki/Boanlkramer

:eek:

Ich kannte das Wort nicht, wieder was gelernt.

Danke :)


https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Brandner_Kaspar

Ben.W
03.08.2017, 12:25
So schnell is a zuagroasta entlarvt :Applaus:

Kürzer
03.08.2017, 12:26
Ich kannte das Wort nicht, wieder was gelernt.

Bei dem Wort hätte ich auch Google fragen müssen. Haben die wieder auf? :D

Lentola
03.08.2017, 12:35
Bei dem Wort hätte ich auch Google fragen müssen. Haben die wieder auf? :D

Ja ich habe der Link in Favorite wiedergefunden

:toppiejop
...

:ligtdubbe

FitnessFreak
03.08.2017, 12:36
Danke für die Antworten!


Ich finde die ganzen tipps zwar gut gemeint aber letztlich sinnlos. Setz dich ein mal auf ein Rennrad und dreh ne Runde. Dann willst du sicher kein MB mehr.

Ja, wird wohl so sein. Ich hoffe ich bin morgen auskuriert und dann werde ich mich auf ein paar Räder schwingen. :)


Die Laufräder sind idR mehr aero, die Bremsen funktionieren besser, die Rad ist etwas wendiger und die Geometrie mehr auf Schnellfahren ausgerichtet. Gewicht lass ich mal weg, das interessiert nicht so besonders.

[...]

Heute, wo man am Crosser Scheibenbremse hat, ist es etwas einfacher, aber ehrlich gesagt möchte ich am Renner keine Scheibenbremse haben

Kannst du mir die Geometrie kurz erklären? Ich habe gerade mal Cross und Endurance verglichen (Canyon Inflite vs Endurace CF SL, Specialized Crux vs Roubaix) und ich schätze RR ist wendiger, da der Radstand geringer ist. Das ist genau das Gegenteil von dem, was ich erwartet hätte... Sorgt nicht ein längerer Radstand für mehr Stabilität und ist deswegen bei schneller Geradeausfahrt sinnvoller als im abwechslungsreichen Cross-Parcours? Und warum gibt es bei Specialized am Roubaix Dämpfer, am Crux, welches in rauerem Gelände bewegt wird, aber nicht? Da mehr auf Rennen und weniger auf Komfort ausgelegt?
Jetzt muss ich wohl doch kurz in die Bremsendiskussion einsteigen... wieso sind die Bremsen am RR besser, v.a. vor dem Hintergrund, dass du da Felgenbremsen wählen würdest? An Crossern sind doch meistens hydraulische Scheibenbremsen, am RR auch zunehmend (bei meinem Canyon Vergleich waren es sogar an beiden Rädern genau die gleichen), aber auch oft Felgen- oder mech. Scheibenbremsen. Sind die hydraulischen Scheibenbremsen in Sachen Performance nicht das Nonplusultra, höchstens mit dem Nachteil des höheren Preises und geringen Mehrgewichtes?


Falls du dich für ein Hybrid entscheidest, kann ich dir die Inisso von Simplon empfeheln
Du kannst sie mit beide Laufradsatz fahren und du kannst sogar Gepäckträger drauf montieren, falls du auf Reise damit willst. Scheibenbremsen und Steckachse finde ich auch gut.
Wie gesagt es ist ein Hybrid. Leider ist es teuer aber viellecht findest du es gebraucht.

Danke für den Tipp, du meinst dann den Inisso Crosser oder? Die haben zwei Inisso. Interessant, dass man bei denen kaum etwas konfigurieren kann. Neu ist das wohl etwas über meinem Budget. Wie empfehlenswert ist denn ein Gebrauchtkauf? Ursprünglich wollte ich schon lieber ein Neues, gerade auch, da ich als Anfänger die Qualität kaum einschätzen kann.



Mittlerweile ist Rennrad nicht mehr gleich Rennrad und Crosser nicht mehr gleich Crosser. Es gibt Crosser, die eine deutlich sportlichere Sitzposition fordern als so manches Marathonrennrad. Gravelbikes haben meist eine entspanntere Sitzposition als Crosser - aber aufpassen, manche Hersteller verkaufen einen Rahmen unter beiden Kategorien. Du muss man einfach bei jedem Rahmen auf die Geometriedaten schauen.

An deiner Stelle würde ich auf jeden Fall alles mal testen! Theoretische Überlegungen helfen da nur bedingt. Denn aus solchen heraus habe ich mir mal ein Crossrad zusammen gebaut, das mittlerweile wieder ausgedient hat. Übrigens, weil ich es am Rücken gemerkt habe ;) Zudem ging es mir mega auf die Nerven, dass ich im Gelände ständig mit den Schuhspitzen an den Vorderreifen kam. Aber wie gesagt, alles mal testen. Du bist leider zu groß, sonst hätte ich dir nen Crosser und ein Hardteil leihen können.

Danke für das Angebot und die Hinweise! Also ich mach mich ans Testen. :)

FitnessFreak
03.08.2017, 12:38
So schnell is a zuagroasta entlarvt :Applaus:

Schande über mich ... koa zuagroasta und kannte es trotzdem ned :ü

baron
03.08.2017, 12:44
Die vielen Empfehlungen in Richtung Crosser oder Gravel scheinen nachvollziehbar, weil es zwischen Rennrad und MTB ein sehr guter Kompromiss zu sein scheint. Das dachte ich mir auch mal und habe mir für Schotterwege und Waldautobahnen einen Crosser zugelegt, nichts besonderes, solides Teil. Der Crosser wurde von mir keine 500km gefahren, war überhaupt nicht mein Fall. Ich habe dann noch einen anderen Crosser getestet, welcher eine andere Geometrie hatte, aber auch das hat nichts geändert. Ich bleibe beim Rennrad und MTB-Hardtail und fühle mich auf beiden Rädern sauwohl, die Kompromisslösung Crosser war nichts für mich. Mit dem Crosser konnte ich zwar auch mal auf einen Geländetrail abbiegen, aber mit dem MTB macht das einfach vieeeel mehr Spaß!

Das kann ich bestätigen. Crosser hatte mich immer schon interessiert. Coole Optik und flexibler bei den Untergründen.

Ich kann zwar nur auf die Erfahrungen aus einer ausgedehnten Probefahrt zurückgreifen fand aber sehr schnell heraus, dass das nichts für mich ist. Speziell Bergab war für mich der schmale Rennlenker ein Graus. Geht zwar schon, aber nicht vergleichbar mit einem MTB. Schneller, sicherer und....
vieeeel mehr Spaß!

Für den Münchner Süden wird so ein Crosser natürlich trotzdem sinnvoll sein.

Ben.W
03.08.2017, 12:56
Ich fahr mit meinem Crosser inzwischen fast lieber als mit den "Rennfeilen".....Sitz entspannter, Reifen sind breiter (Challenge Strade Bianca)....kann also auch ohne Probs einen Abstecher durch Schotter und über unbefestigte Wege machen wenn mir danach ist (oder ich mich mal wieder verfahren hab :D)

Grad in Muc gibts so viel "unten" an der Isar wo ein Crosser wirklich ein super Gerät und ein MTB eigentlich "too much" ist....

schmadde
03.08.2017, 13:08
Kannst du mir die Geometrie kurz erklären?

Crosser haben idR ein etwas kürzeres Oberrohr und haben ein längeres Steuerrohr. Dadurch sitzt man aufrechter - das ist schlecht für die Aerodynamik i.e. ist bei gleicher Leistung schneller. Das ist durchaus spürbar. Aber wie die anderen schon sagen, da muss man konkrete Modelle vergleichen. Kann auch vorteilhaft sein (ich hab z.B. lange Beine und fahre daher mit kurzen Rahmen besser).



Jetzt muss ich wohl doch kurz in die Bremsendiskussion einsteigen... wieso sind die Bremsen am RR besser, v.a. vor dem Hintergrund, dass du da Felgenbremsen wählen würdest? An Crossern sind doch meistens hydraulische Scheibenbremsen, am RR auch zunehmend (bei meinem Canyon Vergleich waren es sogar an beiden Rädern genau die gleichen), aber auch oft Felgen- oder mech. Scheibenbremsen. Sind die hydraulischen Scheibenbremsen in Sachen Performance nicht das Nonplusultra, höchstens mit dem Nachteil des höheren Preises und geringen Mehrgewichtes?

Also noch sind hydraulische Scheibenbremsen nicht der Normalfall, schon gar nicht im Einsteigersegment. Der Normalfall waren immer Cantileverbremsen und da muss man schon ordentlich zudrücken, um gescheite Bremskraft zu generieren. Bei Gebrauchträdern wirst Du noch viel Cantis oder Mini-Vs finden (letztere sind auch nicht ohne Probleme). Bei Neurädern gibts schon sehr viel mechanische und neuerdings auch hydraulische Discs und am Crosser den man in Matsch und Schlamm fährt ergeben die auch durchaus Sinn.

Am Rennrad haben Discs IMHO nur Nachteile und keine Vorteile, aber da gibts unterschiedliche Vorlieben. Wer ausschliesslich Pässe im Starkregen fährt, kann bei Scheiben evtl. einen Vorteil sehen, ich hatte bisher noch nie Probleme mit normalen RR-Bremsen. Dafür kann ich meine radial gespeichte Aero-Laufräder fahren die mit Disc nicht möglich sind, schleppe kein unnützes Mehrgewicht rum und muss mich nicht mit schmelzenden Mini-Bremsscheiben auseinandersetzen.

schmadde
03.08.2017, 13:09
Grad in Muc gibts so viel "unten" an der Isar wo ein Crosser wirklich ein super Gerät und ein MTB eigentlich "too much" ist....
Ist mittlerweile fast alles verboten und gesperrt, teilweise mit riesigen Baumstämmen verbarrikadiert :(
Man kann mit dem Crosser mehr fahren, aber zumindest im südlichen Umland, wo ich halt rumfahre ist so viel asphaltiert, dass einem die Strecken nicht ausgehen. Mit Crossbereifung fahr ich mittlerweile nur noch zur Arbeit.

Ben.W
03.08.2017, 13:27
Ist mittlerweile fast alles verboten und gesperrt, teilweise mit riesigen Baumstämmen verbarrikadiert :(


:eek: ...ach ja, die Radlerhauptstadt und Weltstadt mit Herz....
Ich war ja früher immer im Bombenkrater bzw. Grünwalddownhill.....wurd ja dann auch gesperrt....

Lentola
03.08.2017, 13:34
:eek: ...ach ja, die Radlerhauptstadt und Weltstadt mit Herz....
Ich war ja früher immer im Bombenkrater bzw. Grünwalddownhill.....wurd ja dann auch gesperrt....

Ja es ist traurig aber wenn so viele Leute durch die Pfade fahren, geht viel kaputt.
Schau auch in Gebirge wie die Dirty Parks ausschauen.

Die Parks zum Glück begrenzen die Schaden:

1. Nur bestimmte Fläche werden erodiert
2. Die Parks Betreiber "pflegen" die Abfahrten

rumplex
03.08.2017, 16:45
:eek: ...ach ja, die Radlerhauptstadt und Weltstadt mit Herz....
Ich war ja früher immer im Bombenkrater bzw. Grünwalddownhill.....wurd ja dann auch gesperrt....

Naja, das wurde mit der Zeit aber auch zu viel. Ist nicht alles gesperrt, und die Sperrungen dort wurden auch unter Mitarbeit von Radsport-Vertretern entwickelt.

Sigi Sommer
03.08.2017, 18:07
Crosser haben idR ein etwas kürzeres Oberrohr und haben ein längeres Steuerrohr. Dadurch sitzt man aufrechter - das ist schlecht für die Aerodynamik i.e. ist bei gleicher Leistung schneller. Das ist durchaus spürbar. Aber wie die anderen schon sagen, da muss man konkrete Modelle vergleichen. Kann auch vorteilhaft sein (ich hab z.B. lange Beine und fahre daher mit kurzen Rahmen besser).

Tretlager sitzt meist auch höher, daher Vorsicht beim Vergleich von Steuerrohrlängen zwischen RR und CX - vergißt man schnell :Angel:

Ich fahre nicht mehr viel Isar, die zunehmenden Blockaden nerven mich auch wobei ich den Naturschutzgedanken schon verstehen kann in unserem Ballungsraum. Bei mir im Osten habe ich vor Kurzem viele gute Strecken entdeckt - z.B. ab Zornedeing Richtung EBE-Forst und Steinsee herum.

Und das beste: alles hundstrümmerfrei wie man bei den südöstlichen Nachbarn sagt :Bluesbrot


https://www.youtube.com/watch?v=QAOy_VGSg1s

domanitor
03.08.2017, 19:17
"null Vorkommnisse wegen "dünnen/profillosen Reifen"."
Das sind so Videos, die mir etwas Angst machen und bei denen ich mich dann frage, ob ein MTB nicht deutlich sicherer ist. Berechtigt?
Setz dich mal drauf auf so n Rad. Nach ganz kurzer Zeit wirst du merken dass es überhaupt kein Problem ist mit so dünnen Reifen zu fahren. Du musst ja auch nicht so schnell fahren wie bei der Tour



Und warum gibt es bei Specialized am Roubaix Dämpfer, am Crux, welches in rauerem Gelände bewegt wird, aber nicht? Da mehr auf Rennen und weniger auf Komfort ausgelegt?
Jetzt muss ich wohl doch kurz in die Bremsendiskussion einsteigen... wieso sind die Bremsen am RR besser, v.a. vor dem Hintergrund, dass du da Felgenbremsen wählen würdest? An Crossern sind doch meistens hydraulische Scheibenbremsen, am RR auch zunehmend (bei meinem Canyon Vergleich waren es sogar an beiden Rädern genau die gleichen), aber auch oft Felgen- oder mech. Scheibenbremsen. Sind die hydraulischen Scheibenbremsen in Sachen Performance nicht das Nonplusultra, höchstens mit dem Nachteil des höheren Preises und geringen Mehrgewichtes?

Die Kopfsteinpflaster von Paris Roubaix sind deutlich ruppiger als jedes Cross Gelände. Auch wenn durchaus hinterfragt werden darf, wie sinnvoll der ist.

Bei Scheibenbremsen kann man nicht pauschal sagen dass die besser als Felgenbremsen sind. Eine gut gewartete Dura Ace Bremse mit Alu Felgen bremst vermutlich besser als eine Einsteiger Disc mit 140mm Scheiben.

cadoham
04.08.2017, 00:04
Bei Scheibenbremsen kann man nicht pauschal sagen dass die besser als Felgenbremsen sind. Eine gut gewartete Dura Ace Bremse mit Alu Felgen bremst vermutlich besser als eine Einsteiger Disc mit 140mm Scheiben.

Was die Verzögerung bei Trockenheit betrifft, zieht bereits die Disc auf 105er Niveau (BR-RS505) mind. gleich,
wobei ein hydrl. System gegenüber einem Seilzug bei Bedienkräfte und Modulation immer im Vorteil ist.

Sobald Nässe ins Spiel kommt, oder Carbonfelgen montiert sind, hat die Dura Ace das nachsehen,
auch wenn es für erfahrene Fahrer kein Problem darstellt.

Sogesehen kann man natürlich über die Notwendigkeit debattieren, ob es eine Disc braucht,
oder eine Felgenbremse nicht ausreichend ist, aber man sollte sich kein Urteil erlauben,
wenn man das System noch nie gefahren ist.

schmadde
04.08.2017, 08:26
Ich bin schon alle möglichen Felgenbremsen gefahren - Wenn man ein gewisses Mindestniveau nicht unterschreitet (105/Veloce, vielleicht auch Tiagra) gibts da von der Funktion keine Unterschiede (Ausnahme: hintere Bremse bei manchen Campas sind single-pivot), nur Gewicht/finish. Wichtiger sind da welche Gummis und welche Felge verwendet werden.

Sich auf Bremsen zu versteifen halte ich für Unsinn - wann bremst man schonmal mit dem Rennrad? Bei Passabfahrten vielleicht, aber hier sind genügend Leute jahrelang mit Carbonfelgen gefahren, die bekanntermassen ein beschissenes Bremsverhalten haben. Würde man einen Teil des Zusatzgewichts von Disc-Systemen in Alufelgen investieren, hätte man kein Problem mehr.

schmadde
04.08.2017, 08:37
Ich war ja früher immer im Bombenkrater bzw. Grünwalddownhill.....wurd ja dann auch gesperrt....
Bombenkrater wurde IIRC schon vor vielen Jahren komplett eingeebnet. Hatte gerüchteweise vor allem mit Versicherungsfragen im Lichte von Unfällen mit bleibenden Schäden, die es dort wohl gab zu tun - offiziell gabs nur eine Begründung die auf Wahrung des damals neu ausgewiesenen FFH Gebiets zu tun ("Naturschutz"). Das war dann auch Begründung für die spätere Sperrung der Isartrails, die wohl auf Initiative das recht einflussreichen Isartalvereins zurückging.

Warum dann aber der breite Uferweg zwischen Tierpark und Grünwalder Brücke gesperrt wurde ist mir ein Rätsel. Das war ein von jedermann gerne genutzer Weg aus der Stadt raus. Angeblich besteht dort "Hangrutschgefahr", kann ich aber nicht nachvollziehen, die Hänge sind dort recht weit vom Weg entfernt. Da die Sperrung nun schon ein paar Jahre her ist, rechne ich nicht mit einer Änderung des Status quo.

Da das für mich der direkte Weg aus der Stadt nach Hause ist, find ich das schon schade. o.k. es gibt genug alternativen, aber keine so ruhigen. Zum fahren in der Freizeit wär mir das allerdings doch zu langweilig. Das MTB ist hier halt doch ein Gefährt für Wochenendtouren oder den Urlaub direkt in den Bergen. Drum steht das bei mir fast nur noch im Schuppen rum.

Lentola
04.08.2017, 09:57
...
Warum dann aber der breite Uferweg zwischen Tierpark und Grünwalder Brücke gesperrt wurde ist mir ein Rätsel. Das war ein von jedermann gerne genutzer Weg aus der Stadt raus. Angeblich besteht dort "Hangrutschgefahr", kann ich aber nicht nachvollziehen, die Hänge sind dort recht weit vom Weg entfernt. Da die Sperrung nun schon ein paar Jahre her ist, rechne ich nicht mit einer Änderung des Status quo.....


...ich weiss auch nicht was da los ist, ich laufe immer durch...
Ansonsten fahre ich auf die andere seite aber besser wäre, wenn sie saniert und wieder aufgemacht wird..