PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 1-fach



greyscale
21.08.2017, 09:28
Moin,
die Suche hat zu dem Thema nichts hergegeben...
der von mir eigentlich sehr geschätzte Gerard Vroomen geht davon aus, dass sich in fünf Jahren der Einfach-Antrieb am Rennrad durchgesetzt haben wird (Quelle: Aktuelle Tour-Beilage).

Ich persönlich möchte das mal ganz stark bezweifeln, allerdings sieht man bei den Mounty-Produktfotos fast nur noch Einfach-Antriebe. Der Sinn dahinter verstellt sich mir etwas.

Hat das Forum dazu eine Einschätzung?

g.

prince67
21.08.2017, 09:34
Wenn es nach solchen Aussagen geht, dann müssten heute alle elektronisch und mit Disc-Brakes durch die Gegend fahren.

QuickNik
21.08.2017, 09:34
Bei den Crossern findet man auch überwiegend 1fach.
Obs beim RR kommt?

Da wird ja immer mit der feinen Abstufung der Gänge argumentiert...

prince67
21.08.2017, 09:43
Geht man davon aus, dass selbst wenig trainierte RR-Fahrer, 50-12 treten können (bergab), dann braucht es min ein 46T Kettenblatt in Verbindung mit 11T Ritzel. Dann betrachtet man sich das andere Ende mit 34-32, dann braucht man mit einem 46T Kettenblatt ein 44T Ritzel. :confused:

greyscale
21.08.2017, 09:51
Bei den Crossern findet man auch überwiegend 1fach.
Obs beim RR kommt?

Da wird ja immer mit der feinen Abstufung der Gänge argumentiert...

Bei den Crossern gibt es das schon dreißig Jahre. Hat da (zumindest im Renneinsatz) auch seinen Grund. Trotzdem habe ich mich bei meiner letzten Querrad-Anschaffung sehr bewusst für 2-fach (mit Bashguard) entschieden.

Ich sehe, wie gesagt, schon am Mounty eher keine Vorteile. Am Rennrad nervt mich schon, wenn mir 52/17 und 52/15 das 16er fehlt. Aber vielleicht bin ich ja auch eine Mimose.

g.

greyscale
21.08.2017, 09:53
Wenn es nach solchen Aussagen geht, dann müssten heute alle elektronisch und mit Disc-Brakes durch die Gegend fahren.

Den Kollegen Vroomen schätze ich aber nicht als Marketing-Hanserl, sondern eher als Techniker;).

g.

felixthewolf
21.08.2017, 09:58
Moin,
Ich persönlich möchte das mal ganz stark bezweifeln, allerdings sieht man bei den Mounty-Produktfotos fast nur noch Einfach-Antriebe. Der Sinn dahinter verstellt sich mir etwas.


Probier es am MTB mal aus, dann erschließt sich dir das ganz fix.
1fach spart hier Gewicht, senkt den wartungsaufwand, schafft Platz am Lenker (für neue Hebel, z.b. für die versenkbare Stütze) und vor allem Kapazitäten im Kopf. Letzteres ist für mich, nicht weil ich sonst permanent überfordert bin, sehr wichtig. Nur einen Schalter bedienen zu müssen fühlt sich deutlich freier und einfacher an, da man nicht mehr drauf achten muss, nicht quer zu schalten.
Auch am Cross/Touren-Rad fahre ich 1fach und arrangiere mich mit der geringeren Übersetzungsbandbreite.

Am Renner fahre ich noch zweifach, und kann mir aber gerade noch nicht vorstellen, den Umwerfer wegzulassen und stattdessen hinten einen Pizzateller zu montieren.
Wobei wenn man überlegt, dass man für die gleiche Bandbreite von 50/34 zu 11-32 lediglich 46 zu 10-42 braucht, klingt das gar nicht so schlimm. Das dann als 12fach mit 12 sauber abgestuften Gängen. 2x11 hat, wenn man sinnvoll schaltet und Dopplungen auslässt, 16 brauchbar schaltbare Gänge. Bleibt also immer noch jeweils ein größerer Gangsprung bei 1x12fach.

Aber mal sehen, was die Zeit bringt...

Felix

the_brain_mave
21.08.2017, 10:01
Beim Mounty macht es Sinn, da

1. Voll gefederte Rahmen auf ein Kettenblatt hin optimiert werden. Auf dieses Kettenblatt (kann auch ein virtuelles sein, was zwischen 2 Kettenblättern liegt) wird Pedalrückschlag und Wippen berechnet. Bei einem Kettenblatt ist der Antrieb also optimal.

2. Kein Kettengeklappere am Umwerfer

3. Größere Kettenspannung bedingt schlechten Schaltkomfort bei großen Sprüngen (Vorne)

4. Durch versenkbare Sattelstützen und blockierbare Dämpfer (ferngesteuert) ist der Lenker eh schon überladen.

5. (Vielleicht der wichtigste Grund) Im Gelände hat man viele Strecken wo kurze Abfahrten sich mit Gegenanstiegen abwechseln. Wenn man da alle 70 m das Blatt wechselt und ordentlich gegenschalten muss nervt das extrem.

greyscale
21.08.2017, 10:11
[...]

5. (Vielleicht der wichtigste Grund) Im Gelände hat man viele Strecken wo kurze Abfahrten sich mit Gegenanstiegen abwechseln. Wenn man da alle 70 m das Blatt wechselt und ordentlich gegenschalten muss nervt das extrem.

Man verliert aber auch die Option "Sofortiges Schalten", die über den Umwerfer möglich ist. Hinten benötigt man immer eine halbe Hinterradlänge.

g.

Timbox
21.08.2017, 10:21
Geht man davon aus, dass selbst wenig trainierte RR-Fahrer, 50-12 treten können (bergab), dann braucht es min ein 46T Kettenblatt in Verbindung mit 11T Ritzel. Dann betrachtet man sich das andere Ende mit 34-32, dann braucht man mit einem 46T Kettenblatt ein 44T Ritzel. :confused:

Am MTB gibts Kassetten, die (kleinstes Ritzel) 10 Zähne haben.
50-12 ist dann 41,6-10
Mit 42-10 hast du also schon einen Gang mit größerer Übersetzung.

Das größte Ritzel hat 50 Zähne.
42-50 ist wesentlich einfacher, als 32-35.

los vannos
21.08.2017, 10:28
Es kommt ganz darauf an, wo man wohnt und was man fahren möchte.


Hier im flachen Norden komme ich überwiegend mit 52/36 und 11/27 aus.
Meistens hängt die Kette auch beim "klettern" auf dem Großen.
Ich schalte nur an steileren Rampen wie am Hansingberg, Waseberg oder Falkensteiner Weg,
die zwischen 15-20% zwar steil aber auch recht kurz sind, auf das kleine Blatt.
Aber eigentlich könnte ich das auch mal mit 1Fach dort hoch testen.

Bei kurzen Steigungen mit dem 52er und einer 32er Kassette dürfte das je nach Trainingsstand kein sehr großes Thema sein.
Eine Tour durch die Alpen würde ich so aber ungern machen.

Beim Crosser ist zwar 1 Fach nicht unbedingt schlecht, bin ich auch ne Zeit lang im Rennen gefahren.
Es fehlte aber schon etwas an steilen Hängen bei einem zu großen KB.
Oder eben an Abfahrten und langen Geraden, wenn das KB wiederum zu klein war.

Der Kösterberg mit 52-16 fixed ist kein Thema, macht aber auch keinen großen Spaß...

Und am MTB hatte ich 3 Fach schon immer als Unsinn empfunden (obwohl mein eigenes 3 Fach hat - fahre es aber auch sehr selten)
2 Fach ist aber doch schöner als 1 Fach, da die Gänge je Kassette schöner beieinander sind.
Kommt aber auch hier wieder individuell drauf an, was man haben/fahren will.

prince67
21.08.2017, 10:33
Am MTB gibts Kassetten, die (kleinstes Ritzel) 10 Zähne haben.
50-12 ist dann 41,6-10
Mit 41-10 hast du also schon einen Gang mit größerer Übersetzung.

Das größte Ritzel hat 50 Zähne.
41-50 ist wesentlich einfacher, als 32-35.

Mir schon klar, dass es das gibt. Nur wer will sowas am RR fahren?
Ich will das nichtmal am MTB (Hardtail). Da fahr ich 3fach mit RR Kassette.

cadoham
21.08.2017, 10:42
Ich bin 2016 ausschliesslich 1x11 gefahren, was hier oben im Norden auch weniger ein Problem darstellt. :D
Es funktioniert und kann auch am RR ausreichend sein, wenn die Gegebenheiten passen.

Mir sind sind allerdings 2 Dinge immer wieder störend aufgefallen.

Antriebsgeräusche
Jeder 2te Zahn ist bei den Narrow Wide Kettenblättern breiter geformt, um den Sitz der Kette auf dem KB zu verbessern.
Sobald die Kette nun etwas schräger läuft, schleifen die Innenlaschen eher an diesen breiteren Zähnen,
als es bei einem gewöhnlichen Kettenblatt der Fall ist.

Bisher waren Praxis Works und TA Specialites montiert und beide KB waren hörbar lauter.
Mag vielleicht andere KB Optionen geben, die leiser laufen ... :hmm:

Mich haben diese "lauteren" Antriebsgeräusche immer gestört, weil ich es auf dem RR/CX vorziehe,
nur ein leises Surren der Kette zu hören.
Beim MTB klappert es bei entsprechendem Terrain sowieso, weshalb ich da weniger Wert drauf legen würde.

Gangsprünge
Bei einer 11-32 Kassette muss man bereits mit vielen Gangsprüngen von +2 Zähnen leben,
aber eine 10-42 Kassette setzt da wenigstens nochmal 1 Zahn zusätzlich drauf.

Wäre mir im Norden definitiv zu grob.

BerlinRR
21.08.2017, 10:47
Am MTB kann ich mir nichts besseres vorstellen als 1x11. Wenn ich mit bisschen Form damit auf der Straße fahre nervt es mich allerdings, da ich dann recht konstant das 10er oder 11er drauf habe.

Über die Schaltgeschwindigkeit kann ich nicht klagen. Der Kettenblattwechsel war bei zweifach immer kritisch.

Timbox
21.08.2017, 10:49
Mir schon klar, dass es das gibt. Nur wer will sowas am RR fahren?
Ich will das nichtmal am MTB (Hardtail). Da fahr ich 3fach mit RR Kassette.

Ich finde das ganz interessant.
Weniger Material, keine Überschneidungen bei den Gängen...

Oben war das Beispiel mit 34 (vorne) und 32 (hinten).
Mir wäre das viel zu einfach. Ich fahre 39 (vorne) und 28 (hinten).

Theoretisch würde mir passen:

42 (vorne), 11-31 (hinten)

Also hinten 3 Zähne mehr im größten Ritzel und vorne nur noch 1 Blatt.

LINN
21.08.2017, 10:53
... Gerard Vroomen geht davon aus, dass sich in fünf Jahren der Einfach-Antrieb am Rennrad durchgesetzt haben wird (Quelle: Aktuelle Tour-Beilage).

Kommunikation und Verständnis sind ja immer nur so genau wie die Sprache, die man verwendet.
Das ist natürlich nicht von mir, sondern Wittgenstein, falls ich mich richtig erinnere.

Für mich ist klar, dass ein Rennrad 2 Kettenblätter hat. Und dass ein Rennrad Felgenbremsen hat. Und für die Strasse gemacht ist. Und keine Federungen hat. Und einen Rennlenker hat. Und keinen Motor hat.
Etwas das 3 Kettenblätter hat, oder nur ein Kettenblatt, oder Discbremsen, oder Federungen, oder geraden Lenker, oder einen Motor: Das ist garantiert kein Rennrad nach meinem Verständnis. Geht mir also am Arsch vorbei, was sich da irgend so ein Kasper wieder ausdenkt.;)

Aber 1fach ist dann eben wieder so ein Thema, über das wir streiten können.
Und ich werde mir wieder wünschen, dass sich alle Mountainbiker auf ihren Singletrails verfahren hätten und nicht zurück gekommen wären, um uns Rennradfahrern die Rennräder zu "verbessern". :rolleyes:

Tom
21.08.2017, 10:53
Beim Mounty macht es Sinn, da...

...aber nur, wenn man das Mountainbike nicht als Bergfahrrad verwendet.
Im Rennen kann 1fach Sinn machen, aber bei Anstiegen mit variabler Steigung hier in der Umgebung mit > 1000hm ist die Vorstellung amüsant :)

BerlinRR
21.08.2017, 10:56
...aber nur, wenn man das Mountainbike nicht als Bergfahrrad verwendet.
Im Rennen kann 1fach Sinn machen, aber bei Anstiegen mit variabler Steigung hier in der Umgebung mit > 1000hm ist die Vorstellung amüsant :)

Da man 1-Fach am leichtesten Gang ausrichten muss, also die Wahl des Kettenblatts, gerät die Sache natürlich an seine Grenzen wenn der Fahrer Schwach und/oder der Anstieg sehr steil.

prince67
21.08.2017, 11:02
Es ging darum, ob sich der 1fach Antrieb durchgesetzt.
Für einzelne, kann der 1fach Antrieb sinnvoll sein. Ich hab mich an den RR orientiert, die heute verkauft werden. Und die kommen mit 11-28 oder 11-32 (neuerdings sogar 11-34). Damit wird ein Markt abgedeckt, der scheinbar vorhanden ist. Das mit 1fach abzudecken wird schwer.
Das ist auch nicht verwunderlich. Für viele RR Fahrer gehört eine Woche in den Alpen uä zum RR Fahren. Manche haben aber keine Lust, deshalb extra die Antrieb umzubauen bzw ein eigenes RR vorzuhalten. Für einen Flachländer muss also ein RR mit einer Übersetzung sowohl überwiegend flach und lange Anstiege und schnelle Abfahrten abdecken.

Timbox
21.08.2017, 11:08
Es ging darum, ob sich der 1fach Antrieb durchgesetzt.
Für einzelne, kann der 1fach Antrieb sinnvoll sein. Ich hab mich an den RR orientiert, die heute verkauft werden. Und die kommen mit 11-28 oder 11-32 (neuerdings sogar 11-34). Damit wird ein Markt abgedeckt, der scheinbar vorhanden ist. Das mit 1fach abzudecken wird schwer.


Nö. Das ist gar nicht schwer.

Am Rennrad ist 53-11 der härteste gängigste Gang (ich lasse jetzt 54 Zähne Kurbeln aussen vor).

Fürs MTB gibts schon Kassetten, die 9 Zähne im kleinsten Ritzel haben:

https://www.bike-components.de/de/e-thirteen/TRS-Kassette-11-fach-Auslaufmodell-p47082/

Mit einer 44er Kurbel hat man mit dieser Kassette (44/9) eine größere Übersetzung, als bei 53/11.
Bei gleicher Trittfrequenz ist man hier schneller.

Jetzt das andere Ende der Kassette:
44 Zähne. Das wäre ein 1:1 Antrieb (vorne 44, hinten 44).

Der Gang ist einfacher bzw genauso einfach, wie der leichteste Gang in deinen Ausführungen (34/34).

prince67
21.08.2017, 11:13
Fährst du nur mit dem leichtesten und schwersten Gang durch die Gegend?
Dazwischen braucht man auch Gänge, die passen müssen, bei leichtem Gegenwind, bei starkem Gegenwind, bei 4% Steigung, bei 6% Steigung, bei... und das nicht nur auf kurzen Strecken, sondern wenns sein muss auch stundenlang. Da braucht man (ich) einen Gang der genau passt und nicht nur ungefähr.

cadoham
21.08.2017, 11:16
Nun kommt sicher wieder das Argument mit der flexiblen Trittfrequenz .. :D

Tom
21.08.2017, 11:18
Nun kommt sicher wieder das Argument mit der flexiblen Trittfrequenz .. :D

Dafür habe ich das Fixie.
Aber wenn ich mit (aktueller) Schaltung rumfahre, will ich auch die passenden Gänge.

Timbox
21.08.2017, 11:39
Fährst du nur mit dem leichtesten und schwersten Gang durch die Gegend?
Dazwischen braucht man auch Gänge, die passen müssen, bei leichtem Gegenwind, bei starkem Gegenwind, bei 4% Steigung, bei 6% Steigung, bei... und das nicht nur auf kurzen Strecken, sondern wenns sein muss auch stundenlang. Da braucht man (ich) einen Gang der genau passt und nicht nur ungefähr.

Natürlich nicht.
Mit 1x11 hast du aber 11 nutzbare Gänge mit gleichmäßig sinnvoller Abstufung.

Bei 2x11 mit 53/39 und 11/28 hat man nicht 22 Gänge, sondern 15 nutzbare Gänge (Extremgänge und Überschneidungen rausgerechnet).

Man spart sich den Kettenblattwechsel und das Angleichen des Ritzels.
Je nachdem wo man das Kettenblatt wechselt, ist der Sprung anders, als beim Gang davor/dahinter.

Von 39/19 auf 53/25 zu schalten, macht zum Beispiel keinen Sinn. Der Sprung ist minimal.

Sinnvoll ist von 39/17 auf 53/21 oder von 39/14 auf 53/17 zu schalten.

3RAUM
21.08.2017, 11:41
1x11 funktioniert am MTB schon ziemlich gut. Mich würde aber auch der lautere rauere Lauf der Kette am RR stören. Denke das bekommt eine Shimano/SRAM aber noch besser hin.
Bzgl. der Übersetzungsbandbreite gibts doch keine Probleme. Außerdem baut man bevor man in die Alpen fährt, oder ein besonderes Rennen vor der Brust hat, doch sowieso die Kassette um. Ich gondel doch hier nicht mit einem 30er Ritzel rum, was ich sowieso nie auflege. An die Optik am RR muß man sich aber mit einem 40er Teller in den Alpen aber gewöhnen.

Außerdem ist das Thema der Gangsprünge bei 1x11 am RR schon so eine Sache, ob man sich da dran gewöhnen kann? Auf vielen Rennkursen bestimmt, wenn man schaltet, dann meistens sowieso gleich über 2-3 Ritzel.

Traditionalisten sollten sich sowieso nicht mehr auf ein aktuelles RR setzen: geslopte Geometrie, mehr als 5 Ritzel hinten, Rasterschaltung und noch nicht mal am Rahmen, keine Körbchen, am Lenker verlegte Züge, Sättel für die kein Rindvieh mehr sein Leben lassen mußte...

Timbox
21.08.2017, 11:53
Traditionalisten sollten sich sowieso nicht mehr auf ein aktuelles RR setzen: geslopte Geometrie, mehr als 5 Ritzel hinten, Rasterschaltung und noch nicht mal am Rahmen, keine Körbchen, am Lenker verlegte Züge, Sättel für die kein Rindvieh mehr sein Leben lassen mußte...

Es ist wirklich schlimm, was in den letzten Jahren passiert ist.
Mittlerweile gibts sogar noch weiteres Teufelszeug:

Carbon
Innenverlegte Züge
Elektroschaltungen
integrierte Steuersätze
Scheibenbremsen
Rahmen ohne Muffen

Manche Leute fahren das ganz dreist und schämen sich nichtmal!

baron
21.08.2017, 11:59
Beim Mounty macht es Sinn, da

1. Voll gefederte Rahmen auf ein Kettenblatt hin optimiert werden. Auf dieses Kettenblatt (kann auch ein virtuelles sein, was zwischen 2 Kettenblättern liegt) wird Pedalrückschlag und Wippen berechnet. Bei einem Kettenblatt ist der Antrieb also optimal.

2. Kein Kettengeklappere am Umwerfer

3. Größere Kettenspannung bedingt schlechten Schaltkomfort bei großen Sprüngen (Vorne)

4. Durch versenkbare Sattelstützen und blockierbare Dämpfer (ferngesteuert) ist der Lenker eh schon überladen.

5. (Vielleicht der wichtigste Grund) Im Gelände hat man viele Strecken wo kurze Abfahrten sich mit Gegenanstiegen abwechseln. Wenn man da alle 70 m das Blatt wechselt und ordentlich gegenschalten muss nervt das extrem.

6. Man sitzt mit einem kleinen Kettenblatt an Absätzen und querliegenden Baumstämmen nicht so leicht auf.

baron
21.08.2017, 12:03
Und ich werde mir wieder wünschen, dass sich alle Mountainbiker auf ihren Singletrails verfahren hätten und nicht zurück gekommen wären, um uns Rennradfahrern die Rennräder zu "verbessern". :rolleyes:

Ich dachte eigentlich die Zeit der Grabenkämpfe und Abgrenzungen zwischen Rennradlern und Mountainbikern wäre vorbei. Die meisten fahren doch beides, RR und MTB.

prince67
21.08.2017, 12:10
B Außerdem baut man bevor man in die Alpen fährt, oder ein besonderes Rennen vor der Brust hat, doch sowieso die Kassette um. Ich gondel doch hier nicht mit einem 30er Ritzel rum, was ich sowieso nie auflege.



Ja, du. Bei den meisten, die ich kenne, wird das nicht gemacht. Die fahren immer mit der gleichen Übersetzung rum. Da wird auch 11 Monate ein 32T Ritzel durch die Gegend geschleppt, nur weil sie es für 2 Wochen in den Alpen brauchen.

greyscale
21.08.2017, 12:10
Es ist wirklich schlimm, was in den letzten Jahren passiert ist.
Mittlerweile gibts sogar noch weiteres Teufelszeug:

Carbon
Innenverlegte Züge
Elektroschaltungen
integrierte Steuersätze
Scheibenbremsen
Rahmen ohne Muffen

Manche Leute fahren das ganz dreist und schämen sich nichtmal!

Ich nehme alles mit, das mir Vorteile bringt. Außer E'schaltung hat meine letzte Anschaffung alles, was du nennst.

E'schaltung kann ich nach Abwägen noch verstehen. Für mich halten sich da Vor- und Nachteile etwa die Waage.

1-fach wäre für mich zu einschränkend. Auch wenn man sich aussuchen kann, ob es oben, unten oder in der Mitte zwickt.

g.

LINN
21.08.2017, 12:38
Ich dachte eigentlich die Zeit der Grabenkämpfe und Abgrenzungen zwischen Rennradlern und Mountainbikern wäre vorbei. Die meisten fahren doch beides, RR und MTB.

Ich habe den Grabenkampf nie betrieben. Leben und Leben lassen. Auch ich habe ein Hardtail.

Es wäre halt schon praktikabel, wenn mancher mal akzeptieren würde, dass ein Rennrad kein Mountainbike ist und Mountainbike-Technik öfter mal keine Verbesserung fürs Strassen-Rennrad bedeutet, sondern eine Verschlechterung.
Dann müssten sie sich auch nicht wundern, dass Radprofis noch Schlauchreifen, Felgenbremsen und so altmodisch grosse Kettenblätter fahren. ;)

Und mein Vorschlag noch mal konkreter: Wir sollten öfter (vor allem vor den ewigen Diskussionen) über Begriffe und unterschiedliche Nutzung reden. Ein "Gravel-Bike" ist kein Rennrad. Ein Reiserad welcher Art auch immer ist eher kein Mountainbike. Und so weiter und so fort. Sich ans Allzweck-Freizeit-Touren-Rad ein Mono-Kettenblatt schrauben macht ja vielleicht Sinn, vielleicht auch nur im Flachland oder am Stadtrad. Wenn dann da ein Rennlenker dran ist, dann ist es aber trotzdem kein Rennrad in meinem Sinne.

Die Wortspalterei hat schon ihren Sinn, ansonsten wird ewig aneinander vorbei geredet. Kann ja aber auch Freude bereiten :applaus:

pathohisto
21.08.2017, 12:39
Ich fahre meist Rennrad im Süden von München und hier gerne 1x mit 46 - 11/28, damit kann man alles fahren.

Man muss weniger über den linken Zeigefinger nachdenken, die Pflege/Wartung ist einfacher und den Look schätze ich auch.

Wenn man aber wirklich Berge fahren will braucht man 2x.

artzamendi
21.08.2017, 12:42
Das komische ist ja nur das bei den MTBlern Kettenblätter mit Bajonettverschluss
auftauchen, wegen schnellem wechsel zwischen Up und Downhill.
In ein Paar Jahren wird dann der Umwerfer und 2fach garnituren als der heisseste Scheiss vermarktet.
Zusammen mit Felgenbremsen wg grösstmöglichem Reibringdurchmesser ergo bester Effizienz und so.

kaeptnepo
21.08.2017, 12:48
ich finde die Idee mit einfach am Rennrad sehr gut. Muss dann halt nur funktionieren. Wenn die Kassetten gut abgestuft sind. Der vordere Umwerfer nervt eigentlich.

Timbox
21.08.2017, 12:57
Ich fahre meist Rennrad im Süden von München und hier gerne 1x mit 46 - 11/28, damit kann man alles fahren.

Man muss weniger über den linken Zeigefinger nachdenken, die Pflege/Wartung ist einfacher und den Look schätze ich auch.

Wenn man aber wirklich Berge fahren will braucht man 2x.

Oder in deine, Fall eine Kassette mit großem Ritzel (z. B. 44 Zähne).

Jim Bob
21.08.2017, 12:58
Gegen die grobe Abstufung kann man ja auf 1x15 oder dezente E-Unterstützung zur Einhaltung einer Ziel-TF gehen. ;)

Da ist technisch noch viel Luft nach oben, aber auch hier im Forum z.B. als "1-fach im Pro Peloton" :D

greyscale
21.08.2017, 13:00
[...] MTBlern Kettenblätter mit Bajonettverschluss
auftauchen, wegen schnellem wechsel zwischen Up und Downhill.
[...]

Im Ernst? Hast du dafür eine Quelle?

g.

pathohisto
21.08.2017, 13:02
Oder in deine, Fall eine Kassette mit großem Ritzel (z. B. 44 Zähne).

Richtig, dann hat man aber natürlich das Problem mit den Sprüngen Und man braucht einen speziellen Käfig.

the_brain_mave
21.08.2017, 13:18
...aber nur, wenn man das Mountainbike nicht als Bergfahrrad verwendet.
Im Rennen kann 1fach Sinn machen, aber bei Anstiegen mit variabler Steigung hier in der Umgebung mit > 1000hm ist die Vorstellung amüsant :)

Das ist lustig. Ich mache es genau umgekehrt :eek::
Tour 1x mit 30/ 10-42 (kleinster Gang entspricht da übrigens 22/32, was früher Standard war und womit ich inkl. Gepäck über die Alpen gefahren bin).

Rennen 2x da man 20% im Schlamm hoch, genauso wie 5% auf Schotter runter mit 85-100 Frequenz treten möchte.

Bei einer Tour lasse ich es ab 35-40 km/h eh nur noch rollen und trete nicht mehr.

the_brain_mave
21.08.2017, 13:19
6. Man sitzt mit einem kleinen Kettenblatt an Absätzen und querliegenden Baumstämmen nicht so leicht auf.

Stimmt, das hätte da unbedingt noch mit rein gehört!

artzamendi
21.08.2017, 13:30
Im Ernst? Hast du dafür eine Quelle?

g.

http://enduro-mtb.com/oneup-switch-ein-schnellwechsel-kettenblatt-system/

Tauchte die letzten Monate immer wieder auf den einschlägigen Seiten auf.

Sowohl bei MTB als auch RR ist da für lange höhenmeterlastige Touren die Relation von Bandbreite

zu Abstufung einfach zu schlecht.

C 59
21.08.2017, 13:41
+1


Probier es am MTB mal aus, dann erschließt sich dir das ganz fix.
1fach spart hier Gewicht, senkt den wartungsaufwand, schafft Platz am Lenker (für neue Hebel, z.b. für die versenkbare Stütze) und vor allem Kapazitäten im Kopf. Letzteres ist für mich, nicht weil ich sonst permanent überfordert bin, sehr wichtig. Nur einen Schalter bedienen zu müssen fühlt sich deutlich freier und einfacher an, da man nicht mehr drauf achten muss, nicht quer zu schalten.
Auch am Cross/Touren-Rad fahre ich 1fach und arrangiere mich mit der geringeren Übersetzungsbandbreite.

Am Renner fahre ich noch zweifach, und kann mir aber gerade noch nicht vorstellen, den Umwerfer wegzulassen und stattdessen hinten einen Pizzateller zu montieren.
Wobei wenn man überlegt, dass man für die gleiche Bandbreite von 50/34 zu 11-32 lediglich 46 zu 10-42 braucht, klingt das gar nicht so schlimm. Das dann als 12fach mit 12 sauber abgestuften Gängen. 2x11 hat, wenn man sinnvoll schaltet und Dopplungen auslässt, 16 brauchbar schaltbare Gänge. Bleibt also immer noch jeweils ein größerer Gangsprung bei 1x12fach.

Aber mal sehen, was die Zeit bringt...

Felix

Patrice Clerc
21.08.2017, 13:48
Es kommt darauf an, was man will.

Man konnte auch bei 2x5 schon Pässe fahren und auch schnelle Kriterien und Zeitfahren. Und dort fielen von den rechnerischen 10 Gängen etwa 3 wegen Überschneidung und Kettenlinie weg. Wenn man sich in Abfahrten allerdings nackt vorkommt, mit z.B. 42/11, und den Berg hoch 34/32 benötigt, für den wirds mit 1x11 und halbwegs brauchbaren Gangsprüngen schwierig (also: unmöglich).

Mein Regenrad ist seit letztem Sommer ein Crosser mit Schutzblechen und Strassenbereifung und 1x11 mit 42/11-36. 36, weil es so gekauft wurde. Trotz der eher grossen Sprüngen - 13 zu 15 ist schon gross - kann man damit wunderbar trainieren. Für die Herbst- und Wintersaison überlege ich mir, eine 11-28 zu montieren. Im Training oder auf Touren lasse ich das Rad in schnellen Abfahrten laufen oder betrachte die Sache als Trittfrequenz-Training.

Quintessenz: 1x11 kann schon sinnvoll sein. Muss aber nicht.

Jim Bob
21.08.2017, 13:50
http://enduro-mtb.com/oneup-switch-ein-schnellwechsel-kettenblatt-system/

Tauchte die letzten Monate immer wieder auf den einschlägigen Seiten auf.

Sowohl bei MTB als auch RR ist da für lange höhenmeterlastige Touren die Relation von Bandbreite

zu Abstufung einfach zu schlecht.Man spart sich also den Umwerfer und wechselt statt dessen unterwegs mal das Kettenblatt, das man im Rucksack mit sich führt.
Top Idee! :Applaus:

sickgirl
21.08.2017, 13:53
Man spart sich also den Umwerfer und wechselt statt dessen unterwegs mal das Kettenblatt, das man im Rucksack mit sich führt.
Top Idee! :Applaus:

Bei manchen ist es noch absurder, die fahren vorne sogar noch zwei Kettenblätter und legen dann je nach Bedarf per Hand die Kette aufs andere Kettenblatt

Tom
21.08.2017, 13:53
Auch wenn man sich aussuchen kann, ob es oben, unten oder in der Mitte zwickt.

das z.B kannst Du mit 2x11 nicht. :ä

avis
21.08.2017, 13:54
In der topfflachen Ebene sicher möglich, in hügeligem bis bergigem Terrain eher nicht.
Gründe wurden ja schon xmal genannt.
Man darf nicht vergessen, dass auch bei 1x die je äußersten Ritzel nicht unerheblichen Schräglauf nach sich ziehen.

Jim Bob
21.08.2017, 14:19
Man darf nicht vergessen, dass auch bei 1x die je äußersten Ritzel nicht unerheblichen Schräglauf nach sich ziehen.Mehr als bei 2-fach, denn da wandert die Kette bei den äußeren Gängen in Richtung der Randritzel. Außer natürlich, man legts drauf an und fährt konsequent 50-32 oder 34-11... :rolleyes:

Tom
21.08.2017, 14:19
Meines Erachtens ist 1fach die Folgediskussion von Kompakt (mal vom dringenden Wunsch Srams, sich mit einem USP am Markt zu behaupten, abgesehen).

Mit 53/42 fuhr man eigentlich im Training meistens auf dem kleinen Blatt.
Mit 52/39 geht das bei kleinen Ritzeln hinten auch noch ganz gut.
Bei 'nem 34er vorne muss man viel öfter vorn schalten. Also schraubt man halt das große Blatt ab und verkauft das als Technologie-Fortschritt.

Patrice Clerc
21.08.2017, 14:44
Meines Erachtens ist 1fach die Folgediskussion von KompaktSehe ich gleich. Darum fahre ich auch beim 110er Lochkreis gerne 50, 38 (oder gleich 46, 34) und montiere nur, wenn ich erwarte, es sei nötig, für diese Touren ein 34er oder 36er.



Mit 53/42 fuhr man eigentlich im Training meistens auf dem kleinen Blatt.Und man hatte 6 bis 7 Ritzel. Resultierende Anzahl unterschiedlicher, fahrbarer Gänge: ca. 10. Also müsste 1x11 mit Reserve auch gehen.

Was natürlich nicht geht: mit 1x11 Zeitfahrgänge, Berggänge für lange, überhängende Anstiege und gleichzeitig feine Abstufung mit einer Kassette zu fahren. Und wenn man das will, dann braucht man mehr als ein Kettenblatt.

LINN
21.08.2017, 14:48
Meines Erachtens ist 1fach die Folgediskussion von Kompakt (mal vom dringenden Wunsch Srams, sich mit einem USP am Markt zu behaupten, abgesehen).

Mit 53/42 fuhr man eigentlich im Training meistens auf dem kleinen Blatt.
Mit 52/39 geht das bei kleinen Ritzeln hinten auch noch ganz gut.
Bei 'nem 34er vorne muss man viel öfter vorn schalten. Also schraubt man halt das große Blatt ab und verkauft das als Technologie-Fortschritt.

Gute und aus meiner Sicht richtige Beobachtung.

Mit 52/42 (oder 53/42) und dem typischen 2-Zähne-Abstand hinten hat man auch oft nur das Blatt gewechselt, ohne hinten mehrere Ritzel dagegen zu schalten, oder man hat nur 1 Ritzel korrigiert.
16 Zähne Abstand zwischen den Kettenblättern hat eben auch Nachteile. Aber deswegen fahren das Rennfahrer ja auch nicht;)

leisure17
21.08.2017, 14:59
Wenn wir uns das heutige RR-Marktangebot anschauen, hat sich kaum eine in den letzten Jahren aufgekommene technische Neuheit "durchgesetzt" im dem Sinn, dass die weit überwiegende Zahl der Modelle heute so ausgestattet ist. Das galt schon für E-Schaltungen, für Scheibenbremsen, und wird auch bei 1x Schaltungen kaum anders zu erwarten sein.

Der Markt diversifiziert sich immer stärker, und jede(r) findet fast alles, was gewünscht wird. Das ist doch erst mal nicht schlecht. So können wir alle die Konfiguration unserer Räder viel individueller gestalten und wenn's doch nicht passen sollte, haben wir vielleicht nur unsere Bedürfnisse falsch eingeschätzt.

Die Anbieter von Kompletträdern haben's dadurch aber immer schwerer, denn fast jeder will irgendein Teil anders haben als angeboten. Was am meisten gefragt sein wird, kann man kaum bei der Konzeption lange Zeit vorher wissen.

Mich freut die Entwicklung, weil ich so auf dem Gebrauchtmarkt fast alles nahezu neuwertig bekomme was ich will, und mir dadurch zwei schöne Räder weit unter Neupreis aufbauen konnte!

Tristero
21.08.2017, 15:06
Geht man davon aus, dass selbst wenig trainierte RR-Fahrer, 50-12 treten können (bergab), dann braucht es min ein 46T Kettenblatt in Verbindung mit 11T Ritzel. Dann betrachtet man sich das andere Ende mit 34-32, dann braucht man mit einem 46T Kettenblatt ein 44T Ritzel. :confused:

Gibt schon 50er Ritzel.


Beim Mounty macht es Sinn, da

1. Voll gefederte Rahmen auf ein Kettenblatt hin optimiert werden. Auf dieses Kettenblatt (kann auch ein virtuelles sein, was zwischen 2 Kettenblättern liegt) wird Pedalrückschlag und Wippen berechnet. Bei einem Kettenblatt ist der Antrieb also optimal.

2. Kein Kettengeklappere am Umwerfer

3. Größere Kettenspannung bedingt schlechten Schaltkomfort bei großen Sprüngen (Vorne)

4. Durch versenkbare Sattelstützen und blockierbare Dämpfer (ferngesteuert) ist der Lenker eh schon überladen.

5. (Vielleicht der wichtigste Grund) Im Gelände hat man viele Strecken wo kurze Abfahrten sich mit Gegenanstiegen abwechseln. Wenn man da alle 70 m das Blatt wechselt und ordentlich gegenschalten muss nervt das extrem.

Exakt. Aus letztgenanntem Grund werde ich 2fach überspringen und irgendwann direkt von 3fach auch 1fach wechseln.



Was natürlich nicht geht: mit 1x11 Zeitfahrgänge, Berggänge für lange, überhängende Anstiege und gleichzeitig feine Abstufung mit einer Kassette zu fahren. Und wenn man das will, dann braucht man mehr als ein Kettenblatt.

Stimmt. Aber SRAM ist bereits bei 1x12 angelangt und es spricht wenig dafür, dass das bereits das Ende der Fahnenstange bedeutet.

radeltgern
21.08.2017, 15:09
Mit 1x11 lernt der Hobbyfahrer auch die anderen Ritzel zwischen dem kleinsten und 4-5 größten kennen. ;)

avis
21.08.2017, 15:09
Wie sich die 1x12 Antriebe im RR Betrieb schlagen würden, wo ja ein ganz anderes Effizienzdenken herrscht ist aber eine andere Frage.

Matt_8
21.08.2017, 15:12
Am Renner fahre ich noch zweifach, und kann mir aber gerade noch nicht vorstellen, den Umwerfer wegzulassen und stattdessen hinten einen Pizzateller zu montieren.
Wobei wenn man überlegt, dass man für die gleiche Bandbreite von 50/34 zu 11-32 lediglich 46 zu 10-42 braucht, klingt das gar nicht so schlimm. Das dann als 12fach mit 12 sauber abgestuften Gängen. 2x11 hat, wenn man sinnvoll schaltet und Dopplungen auslässt, 16 brauchbar schaltbare Gänge. Bleibt also immer noch jeweils ein größerer Gangsprung bei 1x12fach.

Aber mal sehen, was die Zeit bringt...

Felix

Mein Renner für die Berge hat eine 11-32er Kassette. Im Flachland ist das nicht wirklich gut mit der Spreizung. Da hängt man öfter man zwischen zwei Gängen und wünscht sich ein Ritzel dazwischen. Und du möchtest eine 10-42er Kassette? Selbst wenn es dann mal 12-fach gibt, sind da immernoch ordentlich Sprünge drin.

Ich weiß gar nicht wo das Problem an einem Umwerfer ist. Gerade elekt. schaltet das doch sauber und schnell. Und Platz am Lenker und Bodenfreiheit ist beim Renner ja nun auch kein Argument.

Selbst am MTB mag ich die 2-fach Kurbel. Ein Kettenblatt für bergauf und eines für bergab und flach. Allerdings fahre ich keine Rennen und in richtigen Bergen. Da geht es auch mal länger mit ordentlich Prozenten bergauf.

Timbox
21.08.2017, 15:15
Stimmt. Aber SRAM ist bereits bei 1x12 angelangt und es spricht wenig dafür, dass das bereits das Ende der Fahnenstange bedeutet.

Irgendwann gibts 9-44er Kassetten mit 36 Gängen:

9
10
11
...
42
43
44

Die Nörgler von heute werden das dann auch schlecht finden, weil man da zu viel schalten muss.

Ich bin der Meinung, dass sich manche Leute ihr Material schön reden.

Onkel Hotte
21.08.2017, 15:21
Ich hatte letzten Winter Jahr 36 Z Blatt und 11/28 10x laufen. Fuhr sich total schön, sah gut aus und alles. KB war ein ovales Absolute Black Direct Mount auf einer Force 22 Kurbel. Lief auf allen Kombinationen geräuschlos und keine Abwürfe. Für Cross/Waldweg Commuting im Winter war es ok, da ich mich mit den 36/28 nahezu nicht von meinem gewohnten Berggang 34/28 entfernt habe.

Sobald ich aber wieder Straßenreifen drauf hatte, baute ich wenig später wieder auf 50/34 um. 36/11 als Maximum ist selbst im Training/Commuting schon sehr Nähmaschine. Da bin ich in Zukunft gespannt, was da vielleicht als 1x12 für Möglichkeiten kommen.

Offroad gehe ich mit dieser Freiheit im Kopf nur einen Hebel bedienen zu müssen mit. Auf der Straße habe ich den Schaltvorgang vorn nie als zusätzliche Belastung oder Nachteil wahrgenommen. Für diese ganzen Spliter-/Trendgattungen an Commuter, Gravel, Endurance, Adventure Rädern, wo man vielleicht ohne Probleme auf 50/12 verzichtet, sicherlich eine interessante Sache. An irgendeinem Punkt schränkst du dich bei 1x immer ein. Maximalübersetzung, Spannweite, Abstufung. Wähle zwei.

An einem "klassischen Rennrad", was für Rennen oder nennen wir es "klassisch ambitioinierten Straßenradsport" genutzt wird kann ich es mir derzeit noch nicht so recht vorstellen. Als Beispiel: Würde ich mit sowas den Ötzi/Rad am Ring fahren können/wollen?

avis
21.08.2017, 15:22
Mein Renner für die Berge hat eine 11-32er Kassette. Im Flachland ist das nicht wirklich gut mit der Spreizung. Da hängt man öfter man zwischen zwei Gängen und wünscht sich ein Ritzel dazwischen. Und du möchtest eine 10-42er Kassette? Selbst wenn es dann mal 12-fach gibt, sind da immernoch ordentlich Sprünge drin.

Ich weiß gar nicht wo das Problem an einem Umwerfer ist. Gerade elekt. schaltet das doch sauber und schnell. Und Platz am Lenker und Bodenfreiheit ist beim Renner ja nun auch kein Argument.

Selbst am MTB mag ich die 2-fach Kurbel. Ein Kettenblatt für bergauf und eines für bergab und flach. Allerdings fahre ich keine Rennen und in richtigen Bergen. Da geht es auch mal länger mit ordentlich Prozenten bergauf.

1+
Die Notwendigkeit sehe ich am Renner eben nicht.
So ziemlich sämtliche Vorteile, die es am MTB bietet fallen hier weg und die elektrischen Umwerfer, bzw. die mechanischen von Shimano schalten derart mühelos, dass ich mich dann auch frage, wieso?

Tom
21.08.2017, 15:30
Und man hatte 6 bis 7 Ritzel. Resultierende Anzahl unterschiedlicher, fahrbarer Gänge: ca. 10. Also müsste 1x11 mit Reserve auch gehen.

Jain.
Um es mit Pantani zu sagen: Wer den Alpenpass mit maximal 23 Zähnen nicht hochkam, blieb eben unten.
Was "damal" (tm) schon ging: Pizzateller und riesige Gangsprünge.

Tom
21.08.2017, 15:33
Irgendwann gibts 9-44er Kassetten mit 36 Gängen:

Die Nörgler von heute werden das dann auch schlecht finden, ..

Ja, das werde ich.
Damit wird die Hinterradnabe ca. nen halben Meter breit, die Schaltabstände so klein, daß es ständig rasselt, 3mm breite Ketten sind nach 500km verschlissen, etc.

Wie besoffen kann man um drei am Nachmittag eigentlich sein?

Goldfinger10
21.08.2017, 15:38
Es gibt sicher Anwendungen für 1xX.
Aber nicht alle. Eigentlich eher wenige.

artzamendi
21.08.2017, 15:45
...
Ich bin der Meinung, dass sich manche Leute ihr Material schön reden.

Das glaub ich allerdings auch...
nur wer...

LINN
21.08.2017, 15:52
9
10
11


Ich nerve schon wieder. :Applaus:

Nur so am Rande: Es hat seinen Sinn, dass seit etwa 100 Jahren relativ grosse Kettenblätter und nicht zu kleine Ritzel gefahren werden. Je kleiner das Ritzel, desto mehr Reibungsverluste, nicht nur durch Kettenschräglauf. Schon das 12er läuft nicht mehr so reibungsfrei wie größere Ritzel. Und ich bilde mir sogar ein, dass man das spätestens am 11er hört und mit Gefühl in den Haxen auch spürt...

Und mal wieder aus der Vergangenheit: "Früher", da hatten die Profis das 13er als kleinstes Ritzel. Irgendwann kam das 12er, worüber sich die Sprinter gefreut haben.

Das 11er heute ist eine fragwürdige Konstruktion, die wohl nur wegen den Kompaktkurbeln mit ihren (zu) kleinen Kettenblättern Verbreitung an fast allen Rädern fand. Und Deine noch kleineren Mountainbike-Ritzel kannst Du Dir folglich...

C 59
21.08.2017, 15:53
:rolling: :toppiejop :cancan:





Das glaub ich allerdings auch...
nur wer...

Flashy
21.08.2017, 15:56
Jedenfalls sieht so ein Pizzateller hinten beschissener aus, als ne Scheibenbremse. :D

Patrice Clerc
21.08.2017, 15:57
Jain.
Um es mit Pantani zu sagen: Wer den Alpenpass mit maximal 23 Zähnen nicht hochkam, blieb eben unten.
Was "damal" (tm) schon ging: Pizzateller und riesige Gangsprünge.

Der grosse Unterschied: wenn man lange steil hoch fahren musste, dann war man der Meinung, dass man nicht auch noch mit 53/13 den Berg runter fahren musste. Wieso das heute so ist, weiss ich nicht. Aber wenn man beides will, kommt man nicht um 2fach rum.

Aber für das Schweizer Mittelland - das durchaus Berge von 6 km Länge mit am Schluss 250 m auf 2.5 km aufweisen kann, ist 1x11 sicherlich fahrbar. Man wählt dann halt 48/11-28 oder -32.

Ja-ja: wieder ein Spezial-Velo mehr. Diesmal ein Heizer- oder Kriteriums-Rad. ;)

skunkworks
21.08.2017, 16:47
Der grosse Unterschied:
Aber für das Schweizer Mittelland - das durchaus Berge von 6 km Länge mit am Schluss 250 m auf 2.5 km aufweisen kann, ist 1x11 sicherlich fahrbar. Man wählt dann halt 48/11-28 oder -32.

Mit 48/28 nen Berg hoch... will ich sehen. :ü

Wenn Gerard Vroomen behauptet, 1x11 koenne auch nur im Ansatz die 2x 110/130LK-Kurbeln und fein abgestufte Kassetten ersetzen, dann muss man zwangslaeufig entweder an seiner Glaubwuerdigkeit oder Kompetenz zweifeln - voellig wurscht wieviele Vorstandstitel oder Geschaeftsfuehrungsposten er belegt hat.

avis
21.08.2017, 16:51
Meine ich allerdings auch.
Selbst 48-32 ist doch für so ziemlich jeden Hobbyfahrer kaum schaffbar an allem was etwas länger oder steiler ist.
Zumindest wenn man vernünftigerweise flüssig pedalieren will.


Ich nerve schon wieder. :Applaus:

Nur so am Rande: Es hat seinen Sinn, dass seit etwa 100 Jahren relativ grosse Kettenblätter und nicht zu kleine Ritzel gefahren werden. Je kleiner das Ritzel, desto mehr Reibungsverluste, nicht nur durch Kettenschräglauf. Schon das 12er läuft nicht mehr so reibungsfrei wie größere Ritzel. Und ich bilde mir sogar ein, dass man das spätestens am 11er hört und mit Gefühl in den Haxen auch spürt...

Und mal wieder aus der Vergangenheit: "Früher", da hatten die Profis das 13er als kleinstes Ritzel. Irgendwann kam das 12er, worüber sich die Sprinter gefreut haben.

Das 11er heute ist eine fragwürdige Konstruktion, die wohl nur wegen den Kompaktkurbeln mit ihren (zu) kleinen Kettenblättern Verbreitung an fast allen Rädern fand. Und Deine noch kleineren Mountainbike-Ritzel kannst Du Dir folglich...

Volle Zustimmung.
Jedes Quantum an Gewicht und Luftwiderstand wird optimiert, aber dann im Antrieb die Effizienz mit Füßen treten?!

skunkworks
21.08.2017, 16:53
Meine ich allerdings auch.
Selbst 48-32 ist doch für so ziemlich jeden Hobbyfahrer kaum schaffbar an allem was etwas länger oder steiler ist.
Zumindest wenn man vernünftigerweise flüssig pedalieren will.

... und vorher vielleicht schon 100km gefahren ist.

P.S. Beim Arber Radmarathon konnte man das letztens wieder gut beobachten: Die mit schwerem Tritt sind reihenweise am Berg verreckt.
Zumal 34/23-28 mit hoher, lockerer Kadenz eh viel schneller war.
Da fliegst foermlich vorbei.

Abstrampler
21.08.2017, 17:25
Kommunikation und Verständnis sind ja immer nur so genau wie die Sprache, die man verwendet.
Das ist natürlich nicht von mir, sondern Wittgenstein, falls ich mich richtig erinnere.

Für mich ist klar, dass ein Rennrad 2 Kettenblätter hat. Und dass ein Rennrad Felgenbremsen hat. Und für die Strasse gemacht ist. Und keine Federungen hat. Und einen Rennlenker hat. Und keinen Motor hat.
Etwas das 3 Kettenblätter hat, oder nur ein Kettenblatt, oder Discbremsen, oder Federungen, oder geraden Lenker, oder einen Motor: Das ist garantiert kein Rennrad nach meinem Verständnis. Geht mir also am Arsch vorbei, was sich da irgend so ein Kasper wieder ausdenkt.;)

Aber 1fach ist dann eben wieder so ein Thema, über das wir streiten können.
Und ich werde mir wieder wünschen, dass sich alle Mountainbiker auf ihren Singletrails verfahren hätten und nicht zurück gekommen wären, um uns Rennradfahrern die Rennräder zu "verbessern". :rolleyes:

Danke.

rogma84
21.08.2017, 17:28
https://pics.onsizzle.com/well-that-escalated-quickly-memes-com-17922132.png

avis
21.08.2017, 17:35
Kommunikation und Verständnis sind ja immer nur so genau wie die Sprache, die man verwendet.
Das ist natürlich nicht von mir, sondern Wittgenstein, falls ich mich richtig erinnere.

Für mich ist klar, dass ein Rennrad 2 Kettenblätter hat. Und dass ein Rennrad Felgenbremsen hat. Und für die Strasse gemacht ist. Und keine Federungen hat. Und einen Rennlenker hat. Und keinen Motor hat.
Etwas das 3 Kettenblätter hat, oder nur ein Kettenblatt, oder Discbremsen, oder Federungen, oder geraden Lenker, oder einen Motor: Das ist garantiert kein Rennrad nach meinem Verständnis. Geht mir also am Arsch vorbei, was sich da irgend so ein Kasper wieder ausdenkt.;)

Aber 1fach ist dann eben wieder so ein Thema, über das wir streiten können.
Und ich werde mir wieder wünschen, dass sich alle Mountainbiker auf ihren Singletrails verfahren hätten und nicht zurück gekommen wären, um uns Rennradfahrern die Rennräder zu "verbessern". :rolleyes:


Danke.

:goodpost:

855
21.08.2017, 17:51
Für mich ist klar, dass ein Rennrad 2 Kettenblätter hat. Und dass ein Rennrad Felgenbremsen hat. Und für die Strasse gemacht ist. Und keine Federungen hat. Und einen Rennlenker hat. Und keinen Motor hat.
Etwas das 3 Kettenblätter hat, oder nur ein Kettenblatt, oder Discbremsen, oder Federungen, oder geraden Lenker, oder einen Motor: Das ist garantiert kein Rennrad nach meinem Verständnis. Geht mir also am Arsch vorbei, was sich da irgend so ein Kasper wieder ausdenkt.;)


Danke!

könnte man in einigen Threads hier oben anpinnen...

artzamendi
21.08.2017, 18:09
He 3fach ist am Rennrad durchaus legitim, zumindest unterhalb Prolevels.

BerlinRR
21.08.2017, 18:14
Ja, das werde ich.
Damit wird die Hinterradnabe ca. nen halben Meter breit, die Schaltabstände so klein, daß es ständig rasselt, 3mm breite Ketten sind nach 500km verschlissen, etc.

Wie besoffen kann man um drei am Nachmittag eigentlich sein?

:Applaus:

PAYE
21.08.2017, 18:16
Die bevorzugte Technikausstattung ist wohl so heterogen wie die Fahrerschaft.
Müßig daraus eine Schlußfolgerung für die Mehrheit ziehen zu wollen.
Irgendwer findet Monokurbel sicherlich geil für sich und wer anders kann damit gar nichts anfangen.
Vermutlich ist das heutzutage ganz normal bei der Diversität des heutigen Markts für Räder mit krummem Lenker. :rolleyes:

radeltgern
21.08.2017, 18:35
Würde man das Rennrad als reines Sportgerät definieren und so bauen wie vor 30 Jahren, dann wäre das Forum und die Straßen vermutlich leer von "Rennradlern".

Und so manchen Rad- und Komponentenhersteller würde es gar nicht (mehr) geben.

avis
21.08.2017, 18:41
Naja, zumindest eine Entleerung der Straßen würde ich sehr begrüßen! :ä

PAYE
21.08.2017, 18:42
Naja, zumindest eine Entleerung der Straßen würde ich sehr begrüßen! :ä

Die Autos, Motorräder und eBiker wären dann aber immer noch da.

avis
21.08.2017, 18:45
Man kann nicht alles haben ;)

Matt_8
21.08.2017, 18:56
Würde man das Rennrad als reines Sportgerät definieren und so bauen wie vor 30 Jahren, dann wäre das Forum und die Straßen vermutlich leer von "Rennradlern".

Und so manchen Rad- und Komponentenhersteller würde es gar nicht (mehr) geben.

Nicht jede neue Entwicklung ist eine Verbesserung.

radeltgern
21.08.2017, 19:00
Nicht jede neue Entwicklung ist eine Verbesserung.

Das würde ich auch nicht behaupten. Aber durch diverse Entwicklungen wurde das "Rennrad" für ein breites Publikum attraktiver. Und dieses Publikum trägt auch zum Fortbestand diverser Marken bei.

avis
21.08.2017, 19:08
...und ist auf der Straße Behinderung und Gefahr. :rolleyes:
Zumal gerade die Marken, die auf der roten Liste stehen, tendenziell eher konservativ aufgestellt sind.

Jim Bob
21.08.2017, 19:14
Aber durch diverse Entwicklungen wurde das "Rennrad" für ein breites Publikum attraktiver. Und dieses Publikum trägt auch zum Fortbestand diverser Marken bei.
Ja, für Vollbartträger mit Honeckerbrille und Karohemd, die damit zur Vorlesung oder ins Tätowierstudio pendeln. :D
Die kaufen allerdings bevorzugt gebrauchte Stahlräder mit Huretschaltung... :rolleyes:

radeltgern
21.08.2017, 19:19
Die kaufen allerdings bevorzugt gebrauchte Stahlräder mit Huretschaltung... :rolleyes:

Und ich dachte die brauchen gar keine Schaltung?

Aber früher war es als Rennradler dann doch besser: Fahrer eines solchen Rades hielten bei einer Panne noch an um den Kollegen zu helfen. Heutzutage wird mit einem dummen Grinsen nur noch vorbei gefahren.

PAYE
21.08.2017, 19:26
Und ich dachte die brauchen gar keine Schaltung?

Aber früher war es als Rennradler dann doch besser: Fahrer eines solchen Rades hielten bei einer Panne noch an um den Kollegen zu helfen. Heutzutage wird mit einem dummen Grinsen nur noch vorbei gefahren.

Dafür können diese Jungs heutzutage dann flugs von ihrem Smartphone ein Hilfesignal an die Mama/Freundin schicken welche sie dann aus dem feindseeligen urban jungle rettet.

Jim Bob
21.08.2017, 19:34
Und ich dachte die brauchen gar keine Schaltung?touché :) Ich guck da auch nur hin, wenn sie den Radweg in Uninähe blockieren, weil sie sich mit riesigen Turnschuhen in den Pedalhaken verfangen haben. ;)


Aber früher war es als Rennradler dann doch besser: Fahrer eines solchen Rades hielten bei einer Panne noch an um den Kollegen zu helfen. Heutzutage wird mit einem dummen Grinsen nur noch vorbei gefahren.Wenn ich heimlich Oberlenker fahre und mir kommt ein RR entgegen, wechsle ich reflexhaft und schuldbewußt in den Unterlenker - nützt trotzdem nix, dank Disc grüßt eh keiner zurück :D

Patrice Clerc
21.08.2017, 20:06
Mit 48/28 nen Berg hoch... will ich sehen. :üWo soll das Problem sein? Ich fahre problemlos in der Region Zentralschweiz mit 38/23 rum. Das ist praktisch 46/28. Mit 38/23 fahre ich ca. 15 km/h.

avis
21.08.2017, 20:13
Klar, aber das kann kaum ein Hobbyfahrer an einem 6km Berg.
Auch bei kürzeren schon bei weitem nicht.

Patrice Clerc
21.08.2017, 20:34
Klar, aber das kann kaum ein Hobbyfahrer an einem 6km Berg.
Auch bei kürzeren schon bei weitem nicht.

Und was genau kümmert mich persönlich das? Die Zusammenstellung der Übersetzung war schon immer und ist für mich immer noch individuell. Ich könnte mir auch vorstellen, jeweils umzubauen und Strecken mit langen, steilen Bergen mit 46/11-36 zu fahren. Dann sollte auch kurz vor überhängend wieder planbar werden...

Und auf Touren, bei denen ich 46/36 benötige, da reicht mir 46/11 mit Reserve. Ganz ehrlich, da könnte ich mir auch 44/11 oder sogar 42/11 als grösste Übersetzung vorstellen. Runter geht's auch von alleine. Und 42/11 (3.8) ist ja grösser als die klassische Bahnrenübersetzung von 51/15 (3.4)! :eek:

Aber ehrlich: für mich ist 1x11 tatsächlich keine Universallösung für alle Gegebenheiten. Und umbauen für unterschiedliche Strecken würde man auch wieder mehr, wie es halt bis zu 8-, 9-fach noch verbreitet war.

Patrice Clerc
21.08.2017, 20:42
Und da ich noch ein Renovationsprojekt im Keller habe, für das ich mir 1x gut vorstellen könnte, eine Anschlussfrage:
Kennt jemand einen Anbieter von "narrow-wide"-Blätter mit 144 mm Lochkreis und 46 oder 48 Zähnen anbietet? Ich habe noch einen Bahnkurbelsatz im Keller - mit schön engem Q-Faktor. :)

elmar
21.08.2017, 20:47
Es gab schon Girosieger, die phasenweise Triple nutzten.

avis
21.08.2017, 22:58
Und was genau kümmert mich persönlich das? Die Zusammenstellung der Übersetzung war schon immer und ist für mich immer noch individuell. Ich könnte mir auch vorstellen, jeweils umzubauen und Strecken mit langen, steilen Bergen mit 46/11-36 zu fahren. Dann sollte auch kurz vor überhängend wieder planbar werden...

Und auf Touren, bei denen ich 46/36 benötige, da reicht mir 46/11 mit Reserve. Ganz ehrlich, da könnte ich mir auch 44/11 oder sogar 42/11 als grösste Übersetzung vorstellen. Runter geht's auch von alleine. Und 42/11 (3.8) ist ja grösser als die klassische Bahnrenübersetzung von 51/15 (3.4)! :eek:

Aber ehrlich: für mich ist 1x11 tatsächlich keine Universallösung für alle Gegebenheiten. Und umbauen für unterschiedliche Strecken würde man auch wieder mehr, wie es halt bis zu 8-, 9-fach noch verbreitet war.

Die Technikdiskussionen haben ja hier meist zumindest auch einen universellen Anspruch, wenn es für dich passt ist natürlich alles gut :)
Ich suche da halt noch immer den Vorteil...sehe bislang eigentlich nur Nachteile.
Gehöre sicherlich nicht zu den Helden, die meinen sie bräuchten auf Gefällestrecken 53/11 aber 42/11 fände ich wohl schon nicht sehr angenehm.
Wenn man über 50km/h noch mit Druck treten will wird das schon eng.
Vielmehr als 110 U/m wären mir im Moment auf Dauer wohl was viel.

Patrice Clerc
22.08.2017, 07:27
Die Technikdiskussionen haben ja hier meist zumindest auch einen universellen Anspruch, wenn es für dich passt ist natürlich alles gut :)Dieser Anspruch ist meiner Meinung nach wenig zielführend. Übersetzungen können nicht universell sein; einfach, weil das Leistungsvermögen und die resultierenden Geschwindigkeiten am Berg viel zu unterschiedlich sind.



Ich suche da halt noch immer den Vorteil...sehe bislang eigentlich nur Nachteile.
Gehöre sicherlich nicht zu den Helden, die meinen sie bräuchten auf Gefällestrecken 53/11 aber 42/11 fände ich wohl schon nicht sehr angenehm.
Wenn man über 50km/h noch mit Druck treten will wird das schon eng.
Vielmehr als 110 U/m wären mir im Moment auf Dauer wohl was viel.
Auf Dauer trete ich bei Touren, wo ich super kleine Gänge brauche, aber auch nicht längere Zeit bei höchsten Geschwindigkeiten mit. Da erhole ich mich von der vorherigen Anstrengung den Berg hoch und konzentriere mich wieder auf den nächsten Berg, den ich dann wieder einigermassen zünftig fahren möchte (halt im Rahmen meiner Möglichkeiten).

Ich wiederhole mich: mit 1x müsste man entweder viel umbauen (Kassette, Kettenblatt) oder das Velo halt nur für die Strecken brauchen, bei denen v.a. die kürzeste Übersetzung nicht zu lang ist.

Und so, wie man auch heute noch teilweise mit Starrlauf oder früher auch im Winter längere Zeit auf dem kleinsten Kettenblatt fuhr (42 Zähne, max Übersetzung dann 42/15 oder 42/14), so kann man auch heute mit den genannten 1x Getrieben auskommen. Wenn man keinen Vorteil sieht, dann halt nicht. Das Angebot ist heute ja dermassen gross, dass jeder seine Wunschübersetzung finden müsste, egal, ob 1x, 2x oder auch 3x.

Timbox
22.08.2017, 08:04
Irgendwann gibts 9-44er Kassetten mit 36 Gängen:

9
10
11
...
42
43
44

Die Nörgler von heute werden das dann auch schlecht finden, weil man da zu viel schalten muss.

Ich bin der Meinung, dass sich manche Leute ihr Material schön reden.


Ja, das werde ich.
Damit wird die Hinterradnabe ca. nen halben Meter breit, die Schaltabstände so klein, daß es ständig rasselt, 3mm breite Ketten sind nach 500km verschlissen, etc.

Wie besoffen kann man um drei am Nachmittag eigentlich sein?

Mit Ironie hast du es offensichtlich nicht so.

stolle12
22.08.2017, 08:37
Ich fahre beide Varianten

Am MTB 28 auf 9-44. Das funktioniert im Gelände klasse. Die Bandbreite deckt die vorherige 2x10 Schaltung ab. Seit 1x11 ist mir noch nicht einmal die Kette runter geflogen. Mit der 2x10 Schaltung mindestens 1x pro Tour - aber nicht beim Schalten, sondern auf Abfahrten. Für das MTB bin ich davon überzeugt.

ABER - komme ich mit dem MTB auf Asphalt, oder Forstautobahnen sind die Schaltsprünge ganz anders spürbar und man wünscht sie sich kleiner.

Aus diesem Grund kann ich es mir am RR überhaupt nicht vorstellen, zumal die kurzen Kettenstreben am RR enge konstruktive Grenzen setzen.

Patrice Clerc
22.08.2017, 08:54
Aus diesem Grund kann ich es mir am RR überhaupt nicht vorstellen, zumal die kurzen Kettenstreben am RR enge konstruktive Grenzen setzen.
Kettenstreben kann man auch länger bauen. Das hat bei Änderungen im Bereich von ein paar Zentimetern keinen nennenswerten Einfluss aufs Fahrverhalten. (*) Und richtig: mit längeren Kettenstreben werden schräg laufende Ketten gezähmt.

(*) Oder eher einen positiven: der längere Radstand trägt zum Komfort bei, da das Gefährt bei Schlaglöcher zwar gleich weit hinein fällt, aber wegen der längeren Horizontal-Distanz zwischen den Laufrädern weniger schräg gestellt wird. Wer ein bisschen Erfahrung mit Tandems hat, wird das kennen.

Timbox
22.08.2017, 09:34
Man kann die Ketten auch schmaler bauen. Dann passen mehr Ritzel auf die gleiche Freilaufbreite.

Mir haben 2x9 Gänge eigentlich gereicht bzw. warne schon zu viel. Ich schalte fast immer mehrere auf einmal.

ChristophBM
22.08.2017, 11:31
Kettenstreben kann man auch länger bauen. Das hat bei Änderungen im Bereich von ein paar Zentimetern keinen nennenswerten Einfluss aufs Fahrverhalten.

Ich erlebe das anders: schon 1cm kürzerer/längerer Radstand [ich fahre u.a. 70er Jahre Rahmen] wirkt sich spürbar auf das Fahrverhalten aus. Außerdem ist ein kurzer Hinterbau doch wohl stabiler.

Statt 1-fach KB + 11-fach Ritzel würde ich eine Getriebenabe [Rohloff], oder ein Getriebe [Pinion] als Fortschritt sehen, wenn man damit einen gleichguten ÜberAlles-Wirkungsgrad erreichen kann.

prince67
22.08.2017, 11:37
Man kann die Ketten auch schmaler bauen. Dann passen mehr Ritzel auf die gleiche Freilaufbreite.



Aber nicht beliebig.
Die Kettenlaschen und die Ritzelzähne brauchen jeweils einen bestimmten Querschnitt/Dicke um die Belastungen auch auszuhalten.

Patrice Clerc
22.08.2017, 12:20
Ich erlebe das anders: schon 1cm kürzerer/längerer Radstand [ich fahre u.a. 70er Jahre Rahmen] wirkt sich spürbar auf das Fahrverhalten aus.Dass jeder unterschiedliche Rahmen und teilweise nur schon jeder Aufbau mit gleichem Rahmen, aber unterschiedlichen Anbauteilen, nicht identisch fahren, ist klar.

Zwei oder drei Zentimeter Hinterbaulänge haben aber den kleinsten Einfluss. Ich fahre einen Massrahmen am Schotterstrassenvelo, zur Zeit oft mit Strassenbereifung. Trotz des ca. 2.5 cm längeren Hinterbaus ist das Ding sehr agil - weil hat bei der Lenk-Geo darauf geachtet wurde (und nein: ich will kein träges Schotter-Velo; wenn, dann hätte ich einen Serien-Rahmen kaufen können).



Außerdem ist ein kurzer Hinterbau doch wohl stabiler.Mehr als stabil genug, kann es nicht sein. Und das sind moderne Rahmen allemal.



Statt 1-fach KB + 11-fach Ritzel würde ich eine Getriebenabe [Rohloff], oder ein Getriebe [Pinion] als Fortschritt sehen, wenn man damit einen gleichguten ÜberAlles-Wirkungsgrad erreichen kann.
Hat man aber nicht. :Angel:

Wenn 11 unterschiedliche Gänge ohne Überschneidung nicht reichen, dann taugt 1x11 nicht. Sonst schon. :Bluesbrot

MrBurns
22.08.2017, 12:54
Kommunikation und Verständnis sind ja immer nur so genau wie die Sprache, die man verwendet.
Das ist natürlich nicht von mir, sondern Wittgenstein, falls ich mich richtig erinnere.

Für mich ist klar, dass ein Rennrad 2 Kettenblätter hat. Und dass ein Rennrad Felgenbremsen hat. Und für die Strasse gemacht ist. Und keine Federungen hat. Und einen Rennlenker hat. Und keinen Motor hat.
Etwas das 3 Kettenblätter hat, oder nur ein Kettenblatt, oder Discbremsen, oder Federungen, oder geraden Lenker, oder einen Motor: Das ist garantiert kein Rennrad nach meinem Verständnis. Geht mir also am Arsch vorbei, was sich da irgend so ein Kasper wieder ausdenkt.;)

Aber 1fach ist dann eben wieder so ein Thema, über das wir streiten können.
Und ich werde mir wieder wünschen, dass sich alle Mountainbiker auf ihren Singletrails verfahren hätten und nicht zurück gekommen wären, um uns Rennradfahrern die Rennräder zu "verbessern". :rolleyes:

ja, damit hast du wohl Recht... eines nach dem anderen... erstmal kriegen wir alle Scheibenbremsen und wenn das abgeschlossen ist kommt die 1fach Schaltung und dann.. E-Antrieb für alle!
Schliesslich und endlich muss die Industrie ja auch ihren Umsatz und Gewinn machen!

Rs6racer
22.08.2017, 14:13
ja, damit hast du wohl Recht... eines nach dem anderen... erstmal kriegen wir alle Scheibenbremsen und wenn das abgeschlossen ist kommt die 1fach Schaltung und dann.. E-Antrieb für alle!
Schliesslich und endlich muss die Industrie ja auch ihren Umsatz und Gewinn machen!

:goodpost:

Alle die meinen sich wehren zu müssen oder nicht mitzuziehen, sind ganz klar die ewig gestrigen und werden einfach bei Ausfahrten nicht mehr mitgenommen!

Der Fortschritt ist nicht aufzuhalten. (Ich habe selbst auf dem MTB meine letzte Kette gefühlt 2001 runtergeworden. Trotz Record-Umwerfer.... weiss nicht, was ich falsch mache... )

Tristero
22.08.2017, 14:16
ja, damit hast du wohl Recht... eines nach dem anderen... erstmal kriegen wir alle Scheibenbremsen und wenn das abgeschlossen ist kommt die 1fach Schaltung und dann.. E-Antrieb für alle!
Schliesslich und endlich muss die Industrie ja auch ihren Umsatz und Gewinn machen!

Das denke ich auch. Dafür wird dann höchstwahrscheinlich nochmals ein breiterer Hinterbau erforderlich, so dass die Rahmenhersteller auch ihre Freude dran haben. Tippe auf 140mm mit 14-15 Ritzeln. RR Standard dann vmtl. 11-50er Kassette mit Blättern wie aktuell groß.

Jim Bob
22.08.2017, 14:35
ja, damit hast du wohl Recht... eines nach dem anderen... erstmal kriegen wir alle Scheibenbremsen und wenn das abgeschlossen ist kommt die 1fach Schaltung und dann.. E-Antrieb für alle!
Schliesslich und endlich muss die Industrie ja auch ihren Umsatz und Gewinn machen!Mein Tipp: einfach kein 1-fach und kein Sram kaufen. Dann muss auch nicht Shimano im Namen seiner notleidenden Marktanteile mit Leiharbeitern von Moskau-Inkasso Klingeln putzen gehen und freundlich, aber bestimmt, zu einem Spontankauf anregen...

Abstrampler
22.08.2017, 14:44
RR Standard dann vmtl. 11-50er Kassette mit Blättern wie aktuell groß.

Nix! Wenn ich dann schon die Kettenblätter hinten ans Laufrad schraube, will ich auch so eine alte Alfasud Fensterkurbel zum Treten haben wie bei den neuen MTBs. :D

avis
22.08.2017, 15:15
Dieser Anspruch ist meiner Meinung nach wenig zielführend. Übersetzungen können nicht universell sein; einfach, weil das Leistungsvermögen und die resultierenden Geschwindigkeiten am Berg viel zu unterschiedlich sind.

Das ist schon klar.
Ich meinte universell im Sinn von "für eine Mehrheit an Fahrern geeignet"?
Halt ob da die allermeisten mit klar kommen könnten.

LINN
22.08.2017, 15:24
ja, damit hast du wohl Recht... eines nach dem anderen... erstmal kriegen wir alle Scheibenbremsen und wenn das abgeschlossen ist kommt die 1fach Schaltung und dann.. E-Antrieb für alle!
Schliesslich und endlich muss die Industrie ja auch ihren Umsatz und Gewinn machen!

Ja, aus dieser Sicht betrachtet traurige Aussichten. Obwohl ich ja Kulturpessimist bin und die Moderne grundsätzlich in Frage stelle, bin ich aber gar nicht so sicher, ob das Elend wirklich über uns reinbricht.
Zustände wie im Mountainbike-Bereich sind im (echten) Rennrad-Bereich zum Glück noch nicht zu erkennen. Noch findet man eher Evolution statt ständiger Revolution mit unterschwelliger Wegwerfaufforderung des Vorjahresmodells. Und die Profis sind auch eher angenehm konservativ, verweigern die allerblödesten Sachen einfach mal.

Also: Werthaltige Rennräder mit bewährten Teilen und Standards kaufen. Und je schneller sich das Karussell dreht, um so mehr muss man eben den Konsum verweigern. Nicht, weil es etwas ändern oder verbessern würde, sondern als Selbstschutz. (Meine TOUR- und Roadbike-Abos habe ich letztes Jahr gekündigt, jeweils mit einem entsprechenden Schreiben dazu, damit die Beweggründe verständlich werden.)

ChristophBM
22.08.2017, 21:44
Also: Werthaltige Rennräder mit bewährten Teilen und Standards kaufen.

Und nicht vergessen: behalten, gut pflegen, regelmäßig fahren und mit Achtsamkeit wahrnehmen, daß die Freude daran nicht kleiner werden muß, nur weil die absolute Leistungsfähigkeit eines aktuellen "werthaltigen" Rennrads spürbar höher ist als die eines 10, 20, 30, 40 oder noch mehr Jahre alten "werthaltigen" Rennrads :-)

Flashy
22.08.2017, 21:49
Eigentlich ist es ja sogar so, dass der idielle Wert steigt, je länger man ein Rad fährt. :)

ChristophBM
22.08.2017, 21:54
Statt 1-fach KB + 11-fach Ritzel würde ich eine Getriebenabe [Rohloff], oder ein Getriebe [Pinion] als Fortschritt sehen, wenn man damit einen gleichguten ÜberAlles-Wirkungsgrad erreichen kann.


Hat man aber nicht. :Angel:

Mhm,

die Rohloff ist unter realen Bedingungen teilweise schon gleich effizient, beim zu erwartenden Schräglauf einer 1=11 in den Extremen nicht schlechter, und unter bestimmten Bedingungen [Schmierungsdefizit etwa bei Sauwetter] womöglich besser . . .

http://radtouren-magazin.com/1879/test-technik/radtouren-kaufberatung/wirkungsgrad-ist-die-kettenschaltung-besser-als-die-nabenschaltung


Der Wirkungsgrad hängt auch von der eingesetzten Leistung ab:

https://fahrradzukunft.de/bilder/16/wirkungsgradmessungen-an-nabenschaltungen/06-big.png

Gruß, Christoph

Flashy
22.08.2017, 21:55
Ihr kennt wohl CyFly noch nicht? :-p :D

Voreifelradler
23.08.2017, 07:41
1x11 scheint m.M.n. nicht die "Zukunfts-eierlegende-Wollmilchsau" zu sein.
Ich finde es auch wirklich gut, glaube aber nicht dran, da Shimano bei den Rennrad-Segment noch nicht drauf anspringt.
Trotzdem wird mein nächstes Rad zum Pendeln mit einer 1x11 ausgestatt, sofern es keine SRAM ist :D

Die Zukunft gehört multifunktionellen, touren- und schottertauglichen Rahmen mit verstellbaren Ausfallenden an Gabel und Heck. Mit welcher Schaltung sollte dem Kunden dann selbst überlassen werden.

Tom
23.08.2017, 07:48
1x11 scheint m.M.n. nicht die "Zukunfts-eierlegende-Wollmilchsau" zu sein.

Im Gegensatz zu 1x11 lässt sich eine Nabenschaltung mit einem Riemenantrieb kombinieren :D

Voreifelradler
23.08.2017, 08:16
Im Gegensatz zu 1x11 lässt sich eine Nabenschaltung mit einem Riemenantrieb kombinieren :D

Und Nabenschaltung ist echt geil! Fahre die am Pendlerrad.

greyscale
23.08.2017, 08:17
[...]
Die Zukunft gehört multifunktionellen, touren- und schottertauglichen Rahmen mit verstellbaren Ausfallenden an Gabel und Heck.[...]

Glaube ich nicht. Es wird Gravelzeug geben, ja. Aber das wird eine Nische in der Nische "Rennrad" bleiben. Ich gehe davon aus, dass das MoM*-Rennrad der Zukunft sich gar nicht so weit vom heutigen MoM-Rennrad entfernen wird. Wobei sich die Bandbreite dessen, was mit Rennlenker unterwegs ist vielleicht sogar noch verbreitern wird.

Vielleicht werden wir am MoM-Renner auf breiter Front Scheibenbremsen sehen. Den zwölften Gang mit Sicherheit auch noch. Ab der Mittelklasse vermutlich auch Leistungsmesser mit ähnlicher Nutzer-Anzahl wie vor zehn Jahren Pulsmesser. Aber schon die E'Schaltung wird den Markt nicht komplett durchdringen.

Außerdem würde ich vermuten, dass wir gegenwärtig den Höhepunkt der System-Integration sehen. Hier ist das Aufwand/Nutzen-Verhältnis mittlerweile völlig außer Kontrolle geraten und nur noch dem Design geschuldet.

Ach ja: Dieser Breitreifen-Trend...bitte macht bei 28 mm Schluss. Alles andere sieht Sche!ße aus.

Und 1xX wird sich mbMn auch nicht durch setzen. Es schränkt den Nutzer einfach zu sehr in seiner Freiheit ein.

g.

*MoM: Middle of the Market

Voreifelradler
23.08.2017, 08:20
Glaube ich nicht. Es wird Gravelzeug geben, ja. Aber das wird eine Nische in der Nische "Rennrad" bleiben. Ich gehe davon aus, dass das MoM*-Rennrad der Zukunft sich gar nicht so weit vom heutigen MoM-Rennrad entfernen wird. Wobei sich die Bandbreite dessen, was mit Rennlenker unterwegs ist vielleicht sogar noch verbreitern wird.

Vielleicht werden wir am MoM-Renner auf breiter Front Scheibenbremsen sehen. Den zwölften Gang mit Sicherheit auch noch. Ab der Mittelklasse vermutlich auch Leistungsmesser mit ähnlicher Nutzer-Anzahl wie vor zehn Jahren Pulsmesser. Aber schon die E'Schaltung wird den Markt nicht komplett durchdringen.

Außerdem würde ich vermuten, dass wir gegenwärtig den Höhepunkt der System-Integration sehen. Hier ist das Aufwand/Nutzen-Verhältnis mittlerweile völlig außer Kontrolle geraten und nur noch dem Design geschuldet.

Und 1xX wird sich mbMn auch nicht durch setzen. Es schränkt den Nutzer einfach zu sehr in seiner Freiheit ein.

g.

*MoM: Middle of the Market

Ich schrieb nicht Gravel, ich schrieb den multifunktionalen Rahmen. Denn was man so liest sind die Enduracer/Komfortrenner jetzt schin die meistverkauften Räder bei einigen Herstellern.

MoM-, das geht auch in unserer schönen Sprache und nennt sich einfach Mittelklasse.

greyscale
23.08.2017, 08:26
[...]
MoM-, das geht auch in unserer schönen Sprache und nennt sich einfach Mittelklasse.

Siehst du. Und genau das habe ich nicht gemeint. Ich meinte schon den "Marktmittelpunkt Rennrad" im funktionalen Sinne und der liegt beim klassischen Straßenrenner. Alles andere sind Ausprägungen mit Blick auf bestimmte Eigenschaften.

Und oben schriebst du "schottertauglich": Was heißt "gravel" nochmal;)?

g.

Patrice Clerc
23.08.2017, 10:28
Schottertaugliche Rennräder, die Reifen bis ca. 35 mm Breite oder noch mehr aufnehmen können, werden mit den Scheibenbremsen zusammen immer verbreiterter werden. Also eigentlich gut ausgestattete Cross-Räder mit teilweise sehr sportlichen, teilweise Opa-Geometrien - da kriegt jeder, was er will.

Ausserhalb von Lizenzrennen hat man IMO mit einem modernen Crosser (mit passend sportlicher Geo) und Strassenbereifung keine Nachteile.

Hinter mir hier im Büro steht mein Universal-Velo ("Gravel") mit 28 mm Bereifung, die effektiv ca. 30 mm breit ist. Bin am letzten Wochenende über einen steilen Jura-Pass mit eher schlechten Strassen und teilweise engen, unregelmässigen Kurven gefahren. Bin kaum je so schnell runter gefahren und habe mich gleichzeitig so sicher gefühlt. Breite, gut laufende aber mit 5 Bar auch komfortable und gut haftende Reifen sowie starke und gleichzeitig fein dosierbare Bremsen sind einfach toll zu fahren.

Zurück zum Thema: ich bin an dem Tag Spitzentempi um die 75 km/h gefahren und habe teilweise bis 65 km/h mitgetreten. Die Übersetzung war maximal 46/11 und minimal 34/25 (montiert war noch ein 28er). Mir hätte auch 44/11 gereicht. Für ein 1x-Getriebe wäre halt anstatt 34/25 44/32 oder 44/34 nötig geworden. Das hätte man mit 11-32 oder -34 sowohl von der Bandbreite als auch von der Abstufung her hingekriegt.

Keita
23.08.2017, 10:37
Und oben schriebst du "schottertauglich": Was heißt "gravel" nochmal;)?


Umsatz. Umgangssprachlich auch Schotter genannt :D

Marin
23.08.2017, 12:41
Fahr ich seit 2 Jahren. Ich hätte gern noch eine 10-36er oder 9-32er Kassette, aber eher wegen Gewicht, die Sprünge machen mir nix und ich komm eigentlich überall mit.

https://fstatic1.mtb-news.de/v3/21/2131/2131789-h2xwtfga1amc-20170403_174236_001_01-medium.jpg (https://fotos.mtb-news.de/p/2131789)

Goldfinger10
23.08.2017, 12:43
Das denke ich auch. Dafür wird dann höchstwahrscheinlich nochmals ein breiterer Hinterbau erforderlich, so dass die Rahmenhersteller auch ihre Freude dran haben. Tippe auf 140mm mit 14-15 Ritzeln. RR Standard dann vmtl. 11-50er Kassette mit Blättern wie aktuell groß.
Schon bei 135mm Hinterbau am Crosser haben meine Fersen gelegentlich Kontakt mit der Kettenstrebe. :eek:

Was kostet so eine 11-fach Breitbandkassette überhaupt ? Da wurden ja zuletzt Kurse von einer halben Rohloff in den Raum geworfen, hier im Forum.:eek: Für einen Verschleißteil !!:(

Timbox
23.08.2017, 12:50
Fahr ich seit 2 Jahren. Ich hätte gern noch eine 10-36er oder 9-32er Kassette, aber eher wegen Gewicht, die Sprünge machen mir nix und ich komm eigentlich überall mit.

https://fstatic1.mtb-news.de/v3/21/2131/2131789-h2xwtfga1amc-20170403_174236_001_01-medium.jpg (https://fotos.mtb-news.de/p/2131789)

Was hast du da für eine Kurbel dran?
Sieht gut aus!

Goldfinger10
23.08.2017, 12:54
Was hast du da für eine Kurbel dran?
Sieht gut aus!

Das ganze Rad sieht gut aus !:Applaus:

Marin
23.08.2017, 12:57
Was hast du da für eine Kurbel dran?
Sieht gut aus!

Force 22 mit Garbaruk 42er Direct-Mount-Blatt.

Danke!

Der Rahmen gehört nicht mehr mir, aber der nächste wird schon gebaut. Wieder 1x.

kaeptnepo
23.08.2017, 13:02
schönes Rad sehr aufgeräumt

Timbox
23.08.2017, 13:03
Danke!

SRAM Force Kurbel habe ich am Bild vermutet, das passte aber nicht zum Blatt..

Wie wird dieses direct mount Blatt befestigt?
Hast du dazu weitere Infos?

Patrice Clerc
23.08.2017, 13:31
Fahr ich seit 2 Jahren.
Sieht sehr gut aus!

Timbox
23.08.2017, 14:21
Danke!

SRAM Force Kurbel habe ich am Bild vermutet, das passte aber nicht zum Blatt..

Wie wird dieses direct mount Blatt befestigt?
Hast du dazu weitere Infos?

Ich beantworte es mal selber:

http://twentynineinches-de.com/2015/03/02/b-labs-oval-direct-mount-rings-testintro/

Tom
23.08.2017, 14:53
Fahr ich seit 2 Jahren. Ich hätte gern noch eine 10-36er oder 9-32er Kassette, aber eher wegen Gewicht, die Sprünge machen mir nix und ich komm eigentlich überall mit.

"heretic", steht ja schon drauf. :ä
Wo, wenn nicht hier, wäre der Scheiterhaufen angebracht?!

Marin
23.08.2017, 15:49
Kompliment des Jahres! 💓

ChristophBM
23.08.2017, 17:12
Fahr ich seit 2 Jahren. Ich hätte gern noch eine 10-36er oder 9-32er Kassette, aber eher wegen Gewicht, die Sprünge machen mir nix und ich komm eigentlich überall mit.

https://fstatic1.mtb-news.de/v3/21/2131/2131789-h2xwtfga1amc-20170403_174236_001_01-medium.jpg (https://fotos.mtb-news.de/p/2131789)


Wie immer läßt sich über Geschmack gut streiten ;-)

Vieles gefällt auch mir an dem abgebildeten Rad.

Aber diese Versammlung riesiger Ritzel am Hinterrad und als Gegenstück dieses "ipschige", einsame Blatt am Tretlager, kein Umwerfer . . . das beleidigt mein Gefühl für optische Ausgewogenheit des Antriebsstrangs doch arg :-) . . . ganz unabhängig davon, daß ich nicht bestreiten will, ob´s funktional dem Besitzer wohl bekömmt.

Mobi
24.08.2017, 07:29
+1

schaule
24.08.2017, 08:26
Meine Augen bzw. Sehgewohnheiten beleidigt da gar nichts. Saubere Optik und Funktion. Und wer sowas noch nicht gefahren ist sollte es mal ausprobieren.

Pumare
24.08.2017, 08:43
Die Monokurbel stört mich nicht, aber diese Riesenkassetten finde ich schon derbe hässlich..
Am Rennrad sehe ich auch keinen Sinn darin, am CX hingegen fahre ich selbst Mono.

Patrice Clerc
24.08.2017, 08:51
Meine Augen bzw. Sehgewohnheiten beleidigt da gar nichts. Saubere Optik und Funktion. Und wer sowas noch nicht gefahren ist sollte es mal ausprobieren.

+1

Marin
24.08.2017, 09:44
Am Rennrad sehe ich auch keinen Sinn darin, am CX hingegen fahre ich selbst Mono.

Ist ja auch kein Rennrad, auch wenn ich ein paar Rennen damit fahre. Es ist ein Rad für befestigte und unbefestigte Wege das einen möglichst großen Einsatzbereich abdecken soll.

1-fach war für mich die simpelste Lösung um die geeignete Übersetzung zu erreichen.

Pensionär
24.08.2017, 10:02
Vorne Einfach könnte ich nur akzeptieren, wenn für hinten sechzehnfach möglich wäre. Oder siebzehnfach!

schaule
24.08.2017, 10:15
Kannst du mit Sprüngen von beispeilsweise 4 Zähnen nicht leben. Ich komme damit gut klar. Für mich reicht hinten eigentlich 11-fach.

Pumare
24.08.2017, 10:28
Ist ja auch kein Rennrad, auch wenn ich ein paar Rennen damit fahre. Es ist ein Rad für befestigte und unbefestigte Wege das einen möglichst großen Einsatzbereich abdecken soll.

1-fach war für mich die simpelste Lösung um die geeignete Übersetzung zu erreichen.

War auch keine Kritik an deinem Rad, finds eig ganz cool. Nur die Kassette hinten find ich einfach nicht schön, unabhängig von der Funktion.

Eine so grobe Kassette würde MICH am Rennrad einfach nerven, gerade, wenn es intensiver wird.

greyscale
24.08.2017, 10:52
Kannst du mit Sprüngen von beispeilsweise 4 Zähnen nicht leben. Ich komme damit gut klar. Für mich reicht hinten eigentlich 11-fach.

Das bedeutet bei den kleineren Ritzeln hinten, die ja wegen des kleinen KBs vorne häufiger zum Einsatz kommen, Trittfrequenzsprünge von 20 bis 30 %, oder?

Also statt 90 rpm dann halt 60 rpm oder 120 rpm auf den Nachbarritzeln? Nein, da käme ich überhaupt nicht mit klar:ü.

g.

Timbox
24.08.2017, 12:05
Das bedeutet bei den kleineren Ritzeln hinten, die ja wegen des kleinen KBs vorne häufiger zum Einsatz kommen, Trittfrequenzsprünge von 20 bis 30 %, oder?

Also statt 90 rpm dann halt 60 rpm oder 120 rpm auf den Nachbarritzeln? Nein, da käme ich überhaupt nicht mit klar:ü.

g.

Kommt auf die Kassette an:

http://www.tnc-hamburg.com/TNC-Shop/Kassetten/MTB-Kassetten/ethirteen-Kassetten/e-thirteen-TRS-XD-Kassette-11-fach-9-44-schwarz--41401.html?gclid=EAIaIQobChMI9IHopM7v1QIV5grTCh0pB AfFEAQYAiABEgK-FvD_BwE

Abstufung : 9,10 (+11%), 12 (+20%), 14 (+17%), 17 (+21%), 20 (+18%), 24 (+20%), 28 (+17%), 32 (+14%), 38 (+19%), 44 (+16%).

30 % hast du nirgends. Nicht annähernd.

Marin möchte noch eine 9-32er Kassette. Die hätte noch kleinere Sprünge.

greyscale
24.08.2017, 12:20
Kommt auf die Kassette an:

http://www.tnc-hamburg.com/TNC-Shop/Kassetten/MTB-Kassetten/ethirteen-Kassetten/e-thirteen-TRS-XD-Kassette-11-fach-9-44-schwarz--41401.html?gclid=EAIaIQobChMI9IHopM7v1QIV5grTCh0pB AfFEAQYAiABEgK-FvD_BwE

Abstufung : 9,10 (+11%), 12 (+20%), 14 (+17%), 17 (+21%), 20 (+18%), 24 (+20%), 28 (+17%), 32 (+14%), 38 (+19%), 44 (+16%).

30 % hast du nirgends. Nicht annähernd.

Marin möchte noch eine 9-32er Kassette. Die hätte noch kleinere Sprünge.

Ich habe irgendwann mal gelernt, dass < 11Z gar nicht auf normale Freiläufe passt. Da war (zumindest früher) irgendwas aus dem Faltradbereich nötig.

Von mir weiß ich, dass ich bei Volllast einen "Sweet-Spot" von 88 bis 98 rpm habe. D. h. mir steht damit auch nur eine maximale Sprungbreite von ~ 11 % zur Verfügung.

Wenn ich mir die Aufstellung oben ansehe, hätte ich da Loch an Loch in der Übersetzung. (Für mich) völlig unfahrbar.

g.

noam
24.08.2017, 12:26
Ich habe irgendwann mal gelernt, dass < 11Z gar nicht auf normale Freiläufe passt. Da war (zumindest früher) irgendwas aus dem Faltradbereich nötig.

Von mir weiß ich, dass ich bei Volllast einen "Sweet-Spot" von 88 bis 98 rpm habe. D. h. mir steht damit auch nur eine maximale Sprungbreite von ~ 11 % zur Verfügung.

Wenn ich mir die Aufstellung oben ansehe, hätte ich da Loch an Loch in der Übersetzung. (Für mich) völlig unfahrbar.

g.

Aber du schaltest doch nicht, weil du dich gerade so wohl fühlst im optimalen Gang. Du schaltest doch weil sich die äußeren Bedingungen verändern oder deine Beine nicht mehr wollen, um eine Wohlfühltrittfrequenz zu behalten. Daher sind solche Berechnungen doch nur theoretischer Natur. In der Praxis ist es doch ein ganz klarer Fall von Kommt drauf an, ob man mit einfach auskommt oder nicht.

Pumare
24.08.2017, 12:43
Aber du schaltest doch nicht, weil du dich gerade so wohl fühlst im optimalen Gang. Du schaltest doch weil sich die äußeren Bedingungen verändern oder deine Beine nicht mehr wollen, um eine Wohlfühltrittfrequenz zu behalten. Daher sind solche Berechnungen doch nur theoretischer Natur. In der Praxis ist es doch ein ganz klarer Fall von Kommt drauf an, ob man mit einfach auskommt oder nicht.

Wenn du in Intervallen, Rennen oder auch einfach nur beim "Fun-Ballern" in intensiven Bereichen fährst und die Straßenneigung, der Wind o.ä. (allgemein der Widerstand) nehmen nur ganz leicht leicht zu, dann sind 4 Zähne Sprung "nach unten" schon arg viel. Genauso, wenn du lange, gleichmäßige Anstiege hochfährst, da dann 4 Zähne auf einmal runter find ich schon heftig, mich bringt das aus dem Rhythmus. Wenn ich in definierten Bereichen trainieren/Rennen fahren will sowieso.
Ist aber nur auf mich bezogen, finde eine feine Abstufung schon toll.

greyscale
24.08.2017, 13:03
Aber du schaltest doch nicht, weil du dich gerade so wohl fühlst im optimalen Gang. Du schaltest doch weil sich die äußeren Bedingungen verändern oder deine Beine nicht mehr wollen, um eine Wohlfühltrittfrequenz zu behalten. Daher sind solche Berechnungen doch nur theoretischer Natur. In der Praxis ist es doch ein ganz klarer Fall von Kommt drauf an, ob man mit einfach auskommt oder nicht.

Finde ich überhaupt nicht theoretisch. Ich habe mich damals bei meinem ersten Neurad gewundert, dass ich einen bestimmten Geschwindigkeitsbereich nicht fahren konnte. Darüber ging ganz gut und darunter sowieso. Also über TF-Messung (war damals(tm) allerneuester Schrei;)) den "Sweet Spot", der damals noch etwas enger war, festgestellt und siehe da, das Problem war vorhersagbar: In der Kassette war zwischen 15Z und 17Z eine Lücke.

=> (für mich) wenn ich einigermaßen ambitioniert fahren möchte, brauche ich auf der Straße Ritzelzahn-Differenzen im Bereich von ~10 %. Wie gesagt: Für mich. Aber ich halte mich auch für alles andere als besonders:Angel:.

g.

Mobi
24.08.2017, 13:21
Finde ich überhaupt nicht theoretisch. Ich habe mich damals bei meinem ersten Neurad gewundert, dass ich einen bestimmten Geschwindigkeitsbereich nicht fahren konnte. Darüber ging ganz gut und darunter sowieso. Also über TF-Messung (war damals(tm) allerneuester Schrei;)) den "Sweet Spot", der damals noch etwas enger war, festgestellt und siehe da, das Problem war vorhersagbar: In der Kassette war zwischen 15Z und 17Z eine Lücke.

=> (für mich) wenn ich einigermaßen ambitioniert fahren möchte, brauche ich auf der Straße Ritzelzahn-Differenzen im Bereich von ~10 %. Wie gesagt: Für mich. Aber ich halte mich auch für alles andere als besonders:Angel:.

g.

Sieht man ja auch sehr gut auf der Bahn. Einfach hinten ein Ritzel weniger geht nicht wenn man schneller unterwegs sein will im Laufe der Saison. Meist muss man dazu vorne dann auch 1-2 Ritzel kleiner ketten. Also für eine optimale Trittfrequenz kann also sogar ein 1er Spring zu gross sein.

Patrice Clerc
24.08.2017, 13:21
Wenn du eine Bandbreite von 11 % hast, dann sind Sprünge von bis zu 20 % zumindest theoretisch kein Problem. Du hast z.B. 90 U/min und könntest sowohl 100 (= + 11%) als auch 80 (-11 %) fahren. Die Bandbreite ist also 20 U/Min von 80 bis 100 oder anders geschrieben: ca. 22 %. Damit würdest mit der von Timbox genannten Kassette zumindest theoretisch fahren können.

Patrice Clerc
24.08.2017, 13:23
Sieht man ja auch sehr gut auf der Bahn. Einfach hinten ein Ritzel weniger geht nicht wenn man schneller unterwegs sein will im Laufe der Saison. Meist muss man dazu vorne dann auch 1-2 Ritzel kleiner ketten. Also für eine optimale Trittfrequenz kann also sogar ein 1er Spring zu gross sein.

Bahn ist extrem heikel, was die Möglichkeit zur Beschleunigung bei gleichzeitig möglichst grossem Top-Speed betrifft. Es war immer ein Thema, ob man nun 50/15 oder 47/14 oder 51/15 oder 48/14 fahren solle. Zudem ist da auch ein bisschen Voodoo drin. Just for the record: bin bei einem Sprintrennen auf einer grossen, aber steilen Zementbahn in einer Kurve mal 159 U/min getreten. Das sind dann 67 km/h. ;)

So 'was kann man mit der Strasse nicht vergleichen.

Tom
24.08.2017, 13:25
Wenn ich mir die Aufstellung oben ansehe, hätte ich da Loch an Loch in der Übersetzung. (Für mich) völlig unfahrbar.

g.

+1
Und ich bin es gewohnt, unterschiedliche Frequenzen zu treten. Aber 14 - 17 - 20 - 24 geht einfach nicht. Ich dachte erst, das ist ein Witz.
Die Frage ist doch, ob man zum 39er Kettenblatt zwischen 17er und 19er ein 18er braucht. Nicht, ob nam zwischen 16 und 20 das 17er und 19er weglassen kann :o

greyscale
24.08.2017, 13:28
Wenn du eine Bandbreite von 11 % hast, dann sind Sprünge von bis zu 20 % zumindest theoretisch kein Problem. Du hast z.B. 90 U/min und könntest sowohl 100 (= + 11%) als auch 80 (-11 %) fahren. Die Bandbreite ist also 20 U/Min von 80 bis 100 oder anders geschrieben: ca. 22 %. Damit würdest mit der von Timbox genannten Kassette zumindest theoretisch fahren können.

*rechen*rechen*rechen*

Ich habe eine Bandbreite von 11 % um 93 rpm herum. D.h. untere "Grenze" 88 rpm, obere "Grenze" 98 rpm, also 5,5 % in beide Richtungen;).

g.

Patrice Clerc
24.08.2017, 13:29
+1
Und ich bin es gewohnt, unterschiedliche Frequenzen zu treten. Aber 14 - 17 - 20 - 24 geht einfach nicht. Ich dachte erst, das ist ein Witz.
Die Frage ist doch, ob man zum 39er Kettenblatt zwischen 17er und 19er ein 18er braucht. Nicht, ob nam zwischen 16 und 20 das 17er und 19er weglassen kann :o

Dort, wo man so fein abgestuft fahren will / muss, benötigt man i.a.R. aber auch keine "beinahe 1:1"-Übersetzung. Meist hat man entweder das Bedürfnis nach Bandbreite (Pässe-Touren, viel Gepäck ) oder nach feinen Abstufungen (Zeitfahren, Kriterien, normale Strassenrennen).

Es scheint mir logisch, dass man 1x11 nicht die gleiche Bandbreite und feine Abstufung wie mit 2x11 hin kriegt. Wenn man aus irgend einem Kuh-Grund dennoch sowohl riesige Gänge, Rentnergänge UND feine Abstufung benötigt, dann geht's mit 1x halt einfach nicht.


Bei Touren bräuchte ich persönlich allerdings auch keine super langen Gänge.

immerflach
24.08.2017, 13:35
Wann meldet sich der erste Fixiefahrer?

Patrice Clerc
24.08.2017, 13:36
*rechen*rechen*rechen*

Ich habe eine Bandbreite von 11 % um 93 rpm herum. D.h. untere "Grenze" 88 rpm, obere "Grenze" 98 rpm, also 5,5 % in beide Richtungen;).

g.
Du hast recht. Und tatsächlich finde ich 3er Sprünge unterhalb von 20 Zähnen auch nicht akzeptabel, aber auch nicht nötig. Wie geschrieben: ich brauche nicht Bandbreite UND feine Gänge gleichzeitig. Ich brauche eigentlich auch nicht super kleine und super lange Gänge auf der gleichen Tour.

Aber jeder, wie er will: ich finde bloss, man kann 1x auch auf der Strasse fahren. Aber man muss es wollen, andernfalls findet man x Gründe dagegen.

greyscale
24.08.2017, 13:38
Wann meldet sich der erste Fixiefahrer?

Da warte ich auch schon die ganze Zeit drauf.

Mir kommt dieses 1xX mittlerweile eher wie verwässertes Fixie vor. Also, wenn, dann reine Lehre, bitte.

g.

avis
24.08.2017, 13:41
D Wie geschrieben: ich brauche nicht Bandbreite UND feine Gänge gleichzeitig. Ich brauche eigentlich auch nicht super kleine und super lange Gänge auf der gleichen Tour.

Aber jeder, wie er will: ich finde bloss, man kann 1x auch auf der Strasse fahren. Aber man muss es wollen, andernfalls findet man x Gründe dagegen.

Hmm, ich fahre viel in den Ardennen und in der Provence bis Alpen.
Würde behaupten dass ich sehr wohl Bandbreite und Abstufung brauche.
Wieso auch nicht, wenn ich in diesen Gegenden sportlich unterwegs bin?

Timbox
24.08.2017, 13:48
*rechen*rechen*rechen*

Ich habe eine Bandbreite von 11 % um 93 rpm herum. D.h. untere "Grenze" 88 rpm, obere "Grenze" 98 rpm, also 5,5 % in beide Richtungen;).

g.

Und wie fährst du an?
Beim Losfahren hast du anfangs 0, dann 1, danach 2 km/h.
88 rpm sind das nicht.

Marin
24.08.2017, 13:48
Dort, wo man so fein abgestuft fahren will / muss, benötigt man i.a.R. aber auch keine "beinahe 1:1"-Übersetzung. Meist hat man entweder das Bedürfnis nach Bandbreite (Pässe-Touren, viel Gepäck ) oder nach feinen Abstufungen (Zeitfahren, Kriterien, normale Strassenrennen).

Ich hab ja noch mehr Räder mit 1-fach:

https://fstatic1.mtb-news.de/v3/21/2157/2157307-si2xnes9thc8-hun_2-medium.jpg (https://fotos.mtb-news.de/p/2157307)

Bin neulich das Zeitfahren in Zwettl mit 1x gefahren, 46er-Blatt und hinten 11-30, ging auch. Topspeed 65, max. Kadenz 126. Kleinsten Gang nie eingelegt, 11-28er wäre auch gegangen, oder 50er-Blatt (hab ich schon da liegen inzwischen).

Mit der Übersetzung habe ich auch schon lange Testfahrten rund um Wien gemacht, inkl. viele Höhenmeter. Muss halt aufstehen wenn's sehr steil wird.

Marin
24.08.2017, 13:51
Ich will auch niemand zum 1x-Fahren bekehren, vielmehr den Interessierten zeigen dass es geht.

Wenn jemand mit den Einschränkungen nicht leben kann dann muss er ja auch nicht :)

Wenn es mehr sinnvolle 46/30er-Kurbeln gäbe würde ich vielleicht wieder 2x fahren.

avis
24.08.2017, 13:58
Finde diese Erfahrungen ja wirklich interessant.
Aber bislang wurde immer nur über die Nachteile gesprochen, die ja zweifelsfrei vorhanden sind, das räumen ja sogar die prinzipiellen Befürworter ein.
Nun; wo sind denn die Vorteile?
Jene des MTBs treffen ja nicht wirklich, wie aufgeräumtes Cockpit, Dreckanfälligkeit, Abstimmung mit Federung, den Umstand, dass man sich in den Situationen, wo man innerhalb von Sekunden riesige Übersetzungsbereiche schalten muss sich dann nicht mehr um den Umwerfer kümmern muss...
Gewicht? Nicht so wirklich, die langen Schaltwerke sind ja schwerer und so eine 11-38 Kassette wiegt zusätzlich mehr als jeder Umwerfer es täte.
Wozu also?

Tom
24.08.2017, 13:59
Wann meldet sich der erste Fixiefahrer?

Mach ich doch schon die ganze Zeit.

Patrice Clerc
24.08.2017, 14:01
Hmm, ich fahre viel in den Ardennen und in der Provence bis Alpen.
Würde behaupten dass ich sehr wohl Bandbreite und Abstufung brauche.
Wieso auch nicht, wenn ich in diesen Gegenden sportlich unterwegs bin?

Gerade wenn du sportlich unterwegs bist, brauchst du keine Übersetzung um längere Zeit den Berg runter zu treten. Treten bei 97 U/min und 55 km/h ist Touri-Zeugs (frei erfundenes Zahlenbeispiel, aber man versteht, was ich meine).

Tom
24.08.2017, 14:02
Dort, wo man so fein abgestuft fahren will / muss, benötigt man i.a.R. aber auch keine "beinahe 1:1"-Übersetzung. Meist hat man entweder das Bedürfnis nach Bandbreite (Pässe-Touren, viel Gepäck ) oder nach feinen Abstufungen (Zeitfahren, Kriterien, normale Strassenrennen).
Dort, wo es sehr eben ist, mag das stimmen, denn dort gibt es keine Berge.
Aber dort, wo es Berge und grösser Hügel gibt, gibt es auch ebene Strecken und leichte Anstiege. Und dort funktioniert Deine Logik schlicht nicht.

Patrice Clerc
24.08.2017, 14:05
Dort, wo es sehr eben ist, mag das stimmen, denn dort gibt es keine Berge.
Aber dort, wo es Berge und grösser Hügel gibt, gibt es auch ebene Strecken und leichte Anstiege. Und dort funktioniert Deine Logik schlicht nicht.

Lange Flachstücke, steile und lange Berge (sonst keine super kleinen Gänge) bedeutet, dass ich den Berg runter nur noch nach Kurven beschleunige und dann laufen lasse. Und ehrlich, ich weiss schon, wovon ich spreche: mir ist noch nie jemand davon gefahren, weil ich z.B. mit 48/12 eine zu kleine Übersetzung gehabt hätte. Man ist mir natürlich auch schon davon gefahren, weil ich (v.a. im Training) keine sinnlosen Risiken eingehen wollte. Aber das ist ein anderes Thema.

avis
24.08.2017, 14:08
Gerade wenn du sportlich unterwegs bist, brauchst du keine Übersetzung um längere Zeit den Berg runter zu treten. Treten bei 97 U/min und 55 km/h ist Touri-Zeugs (frei erfundenes Zahlenbeispiel, aber man versteht, was ich meine).

Klar brauchen nicht, natürlich, geht ja nur um die goldene Ananas.
Mit der Logik könnten alle Übersetzungen irgendwo beim 15-16er Ritzel aufhören, denn mehr tritt kaum eine Hobbylette im Flachen.
Mir machts aber Spaß und gehört für mich zum Rennradfahren auch dazu, bergab mal schön zu beschleunigen, oder an Gefällestrecken deutlich über 50km/h zu fahren.
Würde mal grob vermuten, dass ich so kleiner als 50-12 doch als störend empfinden würde.

Tom
24.08.2017, 14:10
Lange Flachstücke, steile und lange Berge (sonst keine super kleinen Gänge) bedeutet, dass ich den Berg runter nur noch nach Kurven beschleunige und dann laufen lasse. Und ehrlich, ich weiss schon, wovon ich spreche: mir ist noch nie jemand davon gefahren, weil ich z.B. mit 48/12 eine zu kleine Übersetzung gehabt hätte. Man ist mir natürlich auch schon davon gefahren, weil ich (v.a. im Training) keine sinnlosen Risiken eingehen wollte. Aber das ist ein anderes Thema.

Schnell fahren kann ich auch mit 5 nutzbaren Gängen.
Wie schon oft geschrieben: ich fahre meine Runden hier mit ca. 150Hm auf 10km auch mit 42/18 fix (und selbst da sind wenige bergab schneller). Und da ist halt von eben bis 10% so ziemlich jede Steilheit mal vertreten (wie eigentlich fast überall, wo's nicht ganz flach ist)

Aber es ist halt unbequem und mühsam. Warum also sollte ich das freiwillig machen? Vorher stelle ich mir eine Kassette mit 18er Ritzel zusammen und fühle mich wohl beim Treten.

Patrice Clerc
24.08.2017, 14:11
Schnell fahren kann ich auch mit 5 nutzbaren Gängen.
Wie schon oft geschrieben: ich fahre meine Runden hier mit ca. 150Hm auf 10km auch mit 42/18 fix (und selbst da sind wenige bergab schneller). Und da ist halt von eben bis 10% so ziemlich jede Steilheit mal vertreten (wie eigentlich fast überall, wo's nicht ganz flach ist)

Aber es ist halt unbequem und mühsam. Warum also sollte ich das freiwillig machen? Vorher stelle ich mir eine Kassette mit 18er Ritzel zusammen und fühle mich wohl beim Treten.

Also eine reine Kopfsache. Wer nicht will, kann nicht. ;)

Patrice Clerc
24.08.2017, 14:15
Klar brauchen nicht, natürlich, geht ja nur um die goldene Ananas.Da hast es immer noch nicht verstanden. Um den Berg runter keinen Rückstand einzufahren, braucht man keine Riesenübersetzung und man holt i.a.R. damit auch nichts raus (ausser man hat den Motor eines Spitzenprofis - aber das führt jetzt zu weit).



Mit der Logik könnten alle Übersetzungen irgendwo beim 15-16er Ritzel aufhören, denn mehr tritt kaum eine Hobbylette im Flachen.
Mir machts aber Spaß und gehört für mich zum Rennradfahren auch dazu, bergab mal schön zu beschleunigen, oder an Gefällestrecken deutlich über 50km/h zu fahren. Dazu brauchts v.a.: ein Gefälle und die Fähigkeit, den Kopf weiter unten halten.



Würde mal grob vermuten, dass ich so kleiner als 50-12 doch als störend empfinden würde.
Probier's aus! Überall dort, wo die Leistung nicht primär vom Gefälle, sondern von dir kommt, werden hohe (für Tour-Forum-Verhältnisse: sehr hohe) Trittfrequenzen viel effizienter und effektiver sein.

Nochmals: ich will niemanden missionieren. Aber dieses ständige, beinahe axiomatische "Ohne grosse Gänge geht's eigentlich gar nicht." ist schlicht falsch.

avis
24.08.2017, 14:23
Ja das Verstehen...
....ich sprach von Spaß, von Freude am Fahren.
Nicht von Notwendigkeiten. (das ganze ist ein Hobby, ergo just for fun)
Mir machts Spaß bergab einfach mal richtig zu beschleunigen.
Hier gibt es etliche lang gezogene Gefällestücke, also keine wirklichen Abfahrten, aber eben mit stetig 1-3% runter.
Da fährt man alleine schon über 50, in Gruppen noch deutlich mehr.
Gleichzeitig aber eben auch lange und/oder steile Berge.
Daher kann ich mich der Folgerung man bräuchte entweder nur feine Abstufung oder breite Spreizung nicht wirklich anschließen.
Wieso auch?
Wieso brauchen Leute in bergigem Gelände keine feine Abstufung, jene im Flachen aber schon??

UkoHa
24.08.2017, 16:44
Seit einigen Wochen habe ich ein Votec VRX-Gravel mit Sram Rival einfach. Übersetzung 42x11-42. Ich bin damit überwiegend auf Schotterstraßen oder unbefestigten Wegen unterwegs. Asphalt wird soweit wie möglich vermieden. Ich war mir vor dem Kauf sehr unsicher, ob die Gangsprünge nicht doch zu groß sind. Vom Rennrad bin ich ja die feine Abstufung 50/34x12/27 gewohnt.

Nun zu meinen Erfahrungen:

Den größten Vorteil sehe ich darin, im welligen Gelände oder bei kurzen, steilen Anstiegen kein Kettenblatt wechseln und hinten nachjustieren zu müssen. Ich habe das vorher in diversen Erfahrungsberichten zwar schon öfters gelesen, aber - da ich´s ja nicht anders kannte - das "Problem" nicht wirklich gesehen. Bereits bei der ersten Ausfahrt war ich aus diesem Grund wirklich begeistert und zufrieden, mich für 1x11 entschieden zu haben.

Die größeren Gangsprünge gleiche ich durch eine Anpassung der Geschwindigkeit unter ungefährer Beibehaltung der Trittfrequenz aus - also im Regelfall fahre ich mit dem leichteren zur Verfügung stehenden Gang halt etwas (circa 1 - 1,5 km/h) langsamer. Da ich mit diesem Rad ohnehin meist alleine oder mit meiner Frau - welche das selbe Rad hat - fahre, ist das absolut kein Problem. Wenn ich mich unterwegs einer Gruppe oder einem anderen Radler mit 2x11 Übersetzung anschließe, hänge ich manchmal tatsächlich zwischen zwei Gängen - der eine etwas zu leicht, der andere etwas zu schwer. In der Praxis empfinde ich die Gangsprünge nur zwischen den kleineren Ritzeln manchmal als zu groß, an Anstiegen habe ich noch nicht das Gefühl gehabt, dass mir ein Gang abgeht.

Ein weiterer Vorteil ist die starke Feder im Schaltwerk. Auch bei unwegsamen Gelände gibt´s kein Schlagen der Kette und auch keine Abwürfe der Kette vom Kettenblatt (zumindest bisher noch nicht).

42x42 reicht mir - auch mit leichtem Gepäck - selbst für sehr steile Anstiege. Wenn ich mit dieser Übersetzung an meine Grenzen komme, bin ich mit dem falschen Rad unterwegs. Für Bikepacking und Expeditionen mit schwerem Gepäck kann man immer noch ein kleineres Kettenblatt montieren - ich glaube bis min 36 Zähne ist möglich.

42x11 habe ich wahrscheinlich noch nie aufgelegt - ist mir also mit 35 mm Gravelbereifung "schnell" genug.

Für mich überwiegen bei einem Gravelbike oder bei einem Crosser (hier wohl mit 11/36) ganz eindeutig die Vorteile; ich würde mir für ein solches Rad kein 2x11 mehr kaufen. Wer damit aber überwiegend auf der Straße fährt und/oder oft mit Anderen auf flachem Terrain unterwegs ist, ist meiner Meinung nach mit 2x11 besser dran. Hier würde für mich der Vorteil, in der Gruppe eine bestimmte Geschwindigkeit bei angenehmer Trittfrequenz fahren zu können, überwiegen.

Marin
24.08.2017, 18:32
so eine 11-38 Kassette wiegt zusätzlich mehr als jeder Umwerfer es täte.


Die 10-42er am ersten Rad wiegt 268g, das Rad wie es dasteht 7.2 kg. Mir leicht genug, mit Carbonrahmen käme ich auf 6.5.

42/10 auf dem Rad entspricht übrigens ca. 50/12.

Tom
24.08.2017, 18:50
Also eine reine Kopfsache. Wer nicht will, kann nicht. ;)

Du kennst also auch kein Po-Argument.
Nach der gleichen Logik kann ich mir mit dem Hammer auf den Finger hauen. Macht zwar (mir) keinen Spass, aber es gibt sicher jemanden, der meint, es ginge, wenn man nur wollte.

Rad_Thom
25.08.2017, 06:41
Man kann es drehen und wenden aber bei einem Einfachantrieb wird oben oder unten etwas fehlen.

Persönlich denke ich, dass die ganz langen Gänge eher wenig gebraucht werden und die letzten Jahre auch zeigen, dass eher die kurzen gefragt sind.

Vor 20zig Jahren hat man 39/53 und 12/23 oder 12/25 gefahren und gut war.

Dann gab es Kompaktkurbeln und immer grösssere Ritzelpakete. Was für die meisten Fahrer wohl auch bessser ist und früher auch schon gewesen wäre.

Der Sa Calobra ging bei mir 1998 problemlos mit 39/23 aber im Rückblick wäre 36/25 wohl auch da schon angenehmer gewesen.

Selbst wenn man nun annimmt das man heute kein 36/28 oder 52/11 benötigt, wird es nicht möglich sein ein halbwegs fein abgestuft ein Einfachgetriebe zu bauen welches die Bedürfnisse abdeckt.

Wenn ich gleich zur Arbeit fahre brauche ich im Taunus die ganze Bandbreite.

Passt zwar nicht ganz zum Thema, aber die Einhebelbedienung mit der Shimano di2 löst das Problem mit dem Gegenschalten. Und der selbsttrimmende Umwerfer löst das Problem mit dem Nachjustieren. Besitze ich noch nicht... Scheint aber sinnvoller als 1x11 zu sein.

Thomas

Timbox
25.08.2017, 07:35
Man kann es drehen und wenden aber bei einem Einfachantrieb wird oben oder unten etwas fehlen.

Persönlich denke ich, dass die ganz langen Gänge eher wenig gebraucht werden und die letzten Jahre auch zeigen, dass eher die kurzen gefragt sind.

Ich fände eine solche Kassette interessant:

https://www.bike-components.de/de/e-thirteen/TRS-Kassette-11-fach-Auslaufmodell-p47082/

Die ist 9-44.

Ausgehend von 9 und einem längsten Gang bei 2 fach (53-11) ergibt sich ein 44er Blatt:

44/9 ist sogar länger als 53/11.
Oben ist damit alles ok.

Unten ergibt sich aus der Kassette 44/44.
Das ist viel einfacher, als 39/38 oder gar 34/28.

Eine Kassette von 9-37 würde reichen.
Oben wäre man mit 44-9 länger, als bei 53/11 und unten mit 44-37 kürzer, als 34/28.

Ich habe noch keine solche Kassette gefunden.
Leider. Sonst würde ich 1fach mal testen.

greyscale
25.08.2017, 07:44
Du kennst also auch kein Po-Argument.
[...]

Ich schon: Is' für'n Arsch, wie du ja schreibst:D.

'Tschulligung...konnte die Vorlage nicht liegen lassen.

Wir sind uns also weitgehend einig, dass 1xX beim Rennrad eher sinnfrei ist.

Im Gelände scheint sich das aber doch durchzusetzen, wie auch das Tragen von Rucksäcken und schlabberigen Klamotten:ü.

Als Vorteil wird hier der Entfall des Gegenschaltens genannt. Habe ich noch nie als Problem gesehen. Aber gut, wenn ihr das sagt.

Außerdem fällt die Kette wohl seltener ab. Mir ist die Kette an meinem aktuellen Mounty (3x10, SRAM X0) noch nie abgefallen. Aber seltener als nie ist bestimmt besser.

Im Gelände ist eine feine Abstufung relativ unwichtiger, das Argument kaufe ich. Aber wieso man auf die Option einer feineren Abstufung freiwillig ohne einen echten Gegenwert verzichtet, erschließt sich mir nicht.

Der linke Schalter am Lenker kann entfallen. Okay, etwas weniger Feinmechanik. Das Ganze trotzdem nicht billiger zu verkaufen, macht die Sache aus Herstellersicht ziemlich reizvoll. Ein Bremsgriff links bleibt trotzdem, also wird am Lenker nicht wirklich Platz gewonnen. Ich habe noch einen LockOut-Schalter am Lenker. Es wäre, trotzdem ich den Lenker habe kürzen lassen, immer noch massig Platz für alles mögliche an Schaltern, Navis, Klingeln, Kameras, Tablets usw..

Für mich bleibt das auch am Mounty eine Mode-Erscheinung, die die Nutzbarkeit des Rades zugunsten einer "cooleren" Optik deutlich einschränkt. Reine Downhillkisten -> OK, reine Uphillkisten -> evtl. OK. Aber ein wirklich nutzbares Mounty (XC) -> eher Nein.

g.

Patrice Clerc
25.08.2017, 07:49
Du kennst also auch kein Po-Argument.Doch. Die wurden ja schon längst genannt und brauchen durch mich nicht widerholt zu werden.



Nach der gleichen Logik kann ich mir mit dem Hammer auf den Finger hauen.Das kann ich mir gut vorstellen.


Macht zwar (mir) keinen Spass, aber es gibt sicher jemanden, der meint, es ginge, wenn man nur wollte.Nur, hier konnte noch niemand den Vorteil erklären. Bei 1x gibt's die.

Lies ein, zwei Beiträge weiter oben. Aber nochmals gerne für dich: wer wirklich grosse und ganz kleine Gänge gleichzeitig und halbwegs enge Sprünge zu benötigen glaubt, für den ist 1x sicherlich noch nichts.

schaule
25.08.2017, 07:54
Seit einigen Wochen habe ich ein Votec VRX-Gravel mit Sram Rival einfach. Übersetzung 42x11-42. Ich bin damit überwiegend auf Schotterstraßen oder unbefestigten Wegen unterwegs. Asphalt wird soweit wie möglich vermieden. Ich war mir vor dem Kauf sehr unsicher, ob die Gangsprünge nicht doch zu groß sind. Vom Rennrad bin ich ja die feine Abstufung 50/34x12/27 gewohnt.

Nun zu meinen Erfahrungen:

Den größten Vorteil sehe ich darin, im welligen Gelände oder bei kurzen, steilen Anstiegen kein Kettenblatt wechseln und hinten nachjustieren zu müssen. Ich habe das vorher in diversen Erfahrungsberichten zwar schon öfters gelesen, aber - da ich´s ja nicht anders kannte - das "Problem" nicht wirklich gesehen. Bereits bei der ersten Ausfahrt war ich aus diesem Grund wirklich begeistert und zufrieden, mich für 1x11 entschieden zu haben.

Die größeren Gangsprünge gleiche ich durch eine Anpassung der Geschwindigkeit unter ungefährer Beibehaltung der Trittfrequenz aus - also im Regelfall fahre ich mit dem leichteren zur Verfügung stehenden Gang halt etwas (circa 1 - 1,5 km/h) langsamer. Da ich mit diesem Rad ohnehin meist alleine oder mit meiner Frau - welche das selbe Rad hat - fahre, ist das absolut kein Problem. Wenn ich mich unterwegs einer Gruppe oder einem anderen Radler mit 2x11 Übersetzung anschließe, hänge ich manchmal tatsächlich zwischen zwei Gängen - der eine etwas zu leicht, der andere etwas zu schwer. In der Praxis empfinde ich die Gangsprünge nur zwischen den kleineren Ritzeln manchmal als zu groß, an Anstiegen habe ich noch nicht das Gefühl gehabt, dass mir ein Gang abgeht.

Ein weiterer Vorteil ist die starke Feder im Schaltwerk. Auch bei unwegsamen Gelände gibt´s kein Schlagen der Kette und auch keine Abwürfe der Kette vom Kettenblatt (zumindest bisher noch nicht).

42x42 reicht mir - auch mit leichtem Gepäck - selbst für sehr steile Anstiege. Wenn ich mit dieser Übersetzung an meine Grenzen komme, bin ich mit dem falschen Rad unterwegs. Für Bikepacking und Expeditionen mit schwerem Gepäck kann man immer noch ein kleineres Kettenblatt montieren - ich glaube bis min 36 Zähne ist möglich.

42x11 habe ich wahrscheinlich noch nie aufgelegt - ist mir also mit 35 mm Gravelbereifung "schnell" genug.

Für mich überwiegen bei einem Gravelbike oder bei einem Crosser (hier wohl mit 11/36) ganz eindeutig die Vorteile; ich würde mir für ein solches Rad kein 2x11 mehr kaufen. Wer damit aber überwiegend auf der Straße fährt und/oder oft mit Anderen auf flachem Terrain unterwegs ist, ist meiner Meinung nach mit 2x11 besser dran. Hier würde für mich der Vorteil, in der Gruppe eine bestimmte Geschwindigkeit bei angenehmer Trittfrequenz fahren zu können, überwiegen.

Schön zusammengefasst. Das trifft es eigentlich.

Marin
25.08.2017, 08:14
Hier noch mal ein interessanter Vergleich, mit der oberen Übersetzung wurde 1974 die Tour de France gewonnen, unten meine. Über den Gängen die Geschwindigkeit bei 90/min.

http://ritzelrechner.de/?GR=DERS&KB=39,53&RZ=13,15,17,19,22,25&UF=2125&TF=90&SL=2.6&UN=KMH&GR2=DERS&KB2=42&RZ2=10,12,14,16,18,21,24,28,32,36,42&UF2=2125

https://fstatic1.mtb-news.de/v3/21/2187/2187379-hktgblpk8bs7-eddy-large.jpg (https://fotos.mtb-news.de/p/2187379)

Mifri
25.08.2017, 08:31
Am RR kann, abhängig davon wo man fährt, Mono (1 Fach) auch Sinnvoll sein. In meinem Trainingsgebiet brauche ich das kleine Kettenblatt z.B. überhaupt nicht. Könnte ich am RR also auch weglassen und ca. 400,- EUR sparen. Am CX fahre ich schon seit 3 Jahren Mono mit 40er Blatt und 11-28.

greyscale
25.08.2017, 08:48
Hier noch mal ein interessanter Vergleich, mit der oberen Übersetzung wurde 1974 die Tour de France gewonnen, unten meine. Über den Gängen die Geschwindigkeit bei 90/min.

http://ritzelrechner.de/?GR=DERS&KB=39,53&RZ=13,15,17,19,22,25&UF=2125&TF=90&SL=2.6&UN=KMH&GR2=DERS&KB2=42&RZ2=10,12,14,16,18,21,24,28,32,36,42&UF2=2125

https://fstatic1.mtb-news.de/v3/21/2187/2187379-hktgblpk8bs7-eddy-large.jpg (https://fotos.mtb-news.de/p/2187379)

Erstaunlich: Mit der '74er-Abstufung käme ich sogar klar. Gut, bei Benutzung beider Blätter, da müsste ich etwas Schalten lernen. Die ist im Bereich der "Marsch-Geschwindigkeit" sehr angenehm gestuft.

Mit der Einfachen ginge überhaupt nicht.

g.

Pensionär
25.08.2017, 08:57
Der Trend geht eindeutig zum vereinfachten Schalten bei gleichzeitiger Kraftersparnis am Berg.
Daher gibt es für mich nichts besseres als meine VESPA!!!

Timbox
25.08.2017, 09:03
Erstaunlich: Mit der '74er-Abstufung käme ich sogar klar. Gut, bei Benutzung beider Blätter, da müsste ich etwas Schalten lernen. Die ist im Bereich der "Marsch-Geschwindigkeit" sehr angenehm gestuft.

Mit der Einfachen ginge überhaupt nicht.

g.

Hast du dich vertan und meinst das Gegenteil?

Bei 2-fach stehen dir von 17,9 bis 46,8 (je nachdem wo du schaltest) 9 Gänge zur Verfügung:

39-25
39-22 (+13,6%)
39-19 (+15,8%)
39-17 (+11,8%)
39-15 (+13,3%)
53-19 (+7,3%)
53-17 (+11,8%)
53-15 (+13,3%)
53-13 (+15,4%)

Bei 1-fach sind es von 17,2 (also leichter) bis 48,2 (also schwerer) 8 Gänge. Plus 3 Reservegänge als Notanker.

42-28
42-24 (+16,7%)
42-21 (+14,3%)
42-18 (+16,7%)
42-16 (+12,5%)
42-14 (+14,3%)
42-12 (+16,7%)
42-10 (+20%)

Bei 2-fach hast du einen maximalen Sprung von 15,8% (wenn du von 22 auf 19er Ritzel schaltest). Daran führt kein Weg vorbei.

Bei 1-fach sind es 16,7%. Also 0,9% mehr (wenn man den schwersten Gang aussen vor lässt).
Das das "überhaupt nicht geht", halte ich für eine Fanboy Argumentation vom eigenen Material.

Bei 2-fach finde ich blöd, dass man beim Kettenblattwechsel mit 7,3% eine Abstufung hat, die gar nicht zum Rest passt.

Jim Bob
25.08.2017, 09:16
Die 74'er Abstufung ist 2x6 und wird jetzt im Vergleich zu 1x11 wissenschaftlich analysiert? Äpfel, Birnen, egal, is eh alles Gemüse :praise:

Marin
25.08.2017, 09:27
Die 74'er Abstufung ist 2x6 und wird jetzt im Vergleich zu 1x11 wissenschaftlich analysiert? Äpfel, Birnen, egal, is eh alles Gemüse :praise:

Ich fahre ein Rennrad aus der Zeit und außer dass mir am Berg die Knie weh tun fällt mir nix negativ auf - vor allem keine riesen Gangsprüge. Deshalb der Vergleich. Merckx gibt halt mehr her als KTM Strada.

greyscale
25.08.2017, 09:32
Hast du dich vertan und meinst das Gegenteil?

Bei 2-fach stehen dir von 17,9 bis 46,8 (je nachdem wo du schaltest) 9 Gänge zur Verfügung:

39-25
39-22 (+13,6%)
39-19 (+15,8%)
39-17 (+11,8%)
39-15 (+13,3%)
53-19 (+7,3%)
53-17 (+11,8%)
53-15 (+13,3%)
53-13 (+15,4%)
[...]


Dann sortiere das doch mal richtig:

39/25
39/22
39/19
53/25
39/17
53/22
39/15
53/19
39/13
53/17
53/15
53/12

Im rot unterlegten Bereich ist immer ein Gang innerhalb von 10 % Trittfrequenz-Unterschied verfügbar.

g.

Timbox
25.08.2017, 09:38
Dann sortiere das doch mal richtig:

39/25
39/22
39/19
53/25
39/17
53/22
39/15
53/19
39/13
53/17
53/15
53/12

Im rot unterlegten Bereich ist immer ein Gang innerhalb von 10 % Trittfrequenz-Unterschied verfügbar.

g.

Also wenn du vom leichtesten auf den schwersten Gang schaltest, willst du 7mal das Kettenblatt wechseln!?
Das ist mir zu umständich.

greyscale
25.08.2017, 09:48
Also wenn du vom leichtesten auf den schwersten Gang schaltest, willst du 7mal das Kettenblatt wechseln!?
Das ist mir zu umständich.

So fährt natürlich keiner. Ich kann auch durchaus außerhalb meines "Sweet-Spots" die Kurbel 'rumbiegen. Für einen kürzeren Zeitraum, bei eher dynamischen Situationen, kein Problem. Für einen längeren Zeitraum brauche ich meinen Wohlfühlbereich und der ist mit der 74er Abstimmung durchgängig bis 39 km/h realisierbar, mit der 1xX nicht.

g.

Timbox
25.08.2017, 09:51
Noch was zum Gewicht:

2-fach:
SRAM Force 22-Kurbel 53/39: 697 g
https://www.sram.com/de/sram/road/products/sram-force-22-kurbel#sm.001dynabs1dfbf7vvlg1xieqnd133

SRAM Force 22 Yaw™-Umwerfer: 79 g + 10,2 g (Kettenfänger)
https://www.sram.com/de/sram/road/products/sram-force-22-yaw-umwerfer#sm.001dynabs1dfbf7vvlg1xieqnd133

SRAM PowerGlide 1170-Kassette 11-25: 231 g
https://www.sram.com/de/sram/road/products/sram-powerglide-1170-kassette#sm.001dynabs1dfbf7vvlg1xieqnd133

SRAM Force 22-Schaltwerk: 178 g
https://www.sram.com/de/sram/road/products/sram-force-22-schaltwerke#sm.001dynabs1dfbf7vvlg1xieqnd133

Mechanische SRAM Force 22 DoubleTap®-Schalthebel: 307 g (Paar)
https://www.sram.com/de/sram/road/products/mechanische-sram-force-22-doubletap-schalthebel#sm.001dynabs1dfbf7vvlg1xieqnd133

Summe: 1502,2 g

1-fach:
SRAM Force CX1-Kurbel 42: 542 g
https://www.sram.com/de/sram/road/products/sram-force-cx1-kurbel#sm.001dynabs1dfbf7vvlg1xieqnd133

Umwerfer entfällt: 0g

e*thirteen TRS+ Kassette 11-fach 9-44: 320 g
https://www.bike-components.de/de/e-thirteen/TRS-Kassette-11-fach-Auslaufmodell-p47082/

SRAM GX 2x11 Schaltwerk 11-fach - lang - Black nur bis 42 Zähne: 289 g
https://www.bike24.de/1.php?content=8;product=128974;menu=1000,2,111;mid %5B70%5D=1;pgc%5B5537%5D=9659

SRAM Force 1 ErgoDynamic™-Hebel links: 119 g
https://www.sram.com/de/sram/road/products/sram-force-1-ergodynamic-hebel#sm.001dynabs1dfbf7vvlg1xieqnd133

Mechanische SRAM Force 22 DoubleTap®-Schalthebel rechts: 153,5 g (Paar)
https://www.sram.com/de/sram/road/products/mechanische-sram-force-22-doubletap-schalthebel#sm.001dynabs1dfbf7vvlg1xieqnd133

Summe: 1423,5

Wenn es Kassetten mit 9-38 Zähnen gibt, wirds noch interessanter vom Gewicht :D

BerlinRR
25.08.2017, 10:12
Schon mal so kleine Ritzel gefahren?
Volle Übersetzung ist bei 1x11 nur eine Notlösung...

Patrice Clerc
25.08.2017, 10:24
Schon mal so kleine Ritzel gefahren?
Volle Übersetzung ist bei 1x11 nur eine Notlösung...

Absolut. Aber man braucht i.a.R. halt nicht 53/11 und 34/32 auf der gleichen Ausfahrt. Wer das erkannt hat, der kann von den Vorteilen von 1x profitieren. Die, die Schiss haben, mal mit einer falschen Übersetzung irgendwo zu stehen, können / dürfen weiterhin 2x11 oder besser gleich 3x11 fahren. Ja - mit 3x11 kann man feine Sprünge mit gewaltigen Bandbreiten kombinieren. Scheint einfach niemand mehr zu benötigen.

Was wird passieren, wenn die Pros beginnen, gewisse Klassiker mit 1x11 oder später 1x12 zu fahren? Richtig - jeder zweite benötigt dann auch dieses Setup. :eek:

Timbox
25.08.2017, 10:34
Schon mal so kleine Ritzel gefahren?
Volle Übersetzung ist bei 1x11 nur eine Notlösung...

Nein bin ich nicht.
53/11 ist der Gang, den ich am seltensten fahre.
44/9 wäre noch länger. Den fahre ich also noch seltener.

prince67
25.08.2017, 10:37
Ja - mit 3x11 kann man feine Sprünge mit gewaltigen Bandbreiten kombinieren. Scheint einfach niemand mehr zu benötigen.



Zeig mir, wer das noch anbietet.
Hier gibt es doch schon ein Diktat der Hersteller.

ASCII
25.08.2017, 10:38
Die Lösung wäre wenn man eine Kurbel baut, bei der man das vordere 1-fach Blatt leicht und schnell tauschen kann. Meine Kassette tausche ich auch, wenn ich ins Hochgebirge fahre.

Jim Bob
25.08.2017, 10:39
Aber man braucht i.a.R. halt nicht 53/11 und 34/32 auf der gleichen Ausfahrt.Typische Ausfahrt: wellige 15km Anfahrt, dann 3km mit bis zu 18% hoch und auf der anderen Seite 6km mit 5% runter. Dann 30km flach mit Rückenwind. Fahre ich falsch? :eek:

artzamendi
25.08.2017, 10:43
Die Lösung wäre wenn man eine Kurbel baut, bei der man das vordere 1-fach Blatt leicht und schnell tauschen kann. Meine Kassette tausche ich auch, wenn ich ins Hochgebirge fahre.

Aber gerade Hochgebirge ist doch der Ort wo grosse Bandbreite und feine Abstufung Sinn macht.

(Die die mehr als 4 watt/kg treten können diesen Beitrag ignorieren.)

Jim Bob
25.08.2017, 10:53
Zeig mir, wer das noch anbietet.
Hier gibt es doch schon ein Diktat der Hersteller.Tiagra: https://www.bike24.de/1.php?content=8;product=137674;menu=1000,4,26;pgc% 5B8%5D=47
105: https://www.paul-lange.de/shop/de/shimano/10-fach/kurbelgarnitur-105-fc-5703-3x10.html

Patrice Clerc
25.08.2017, 11:01
Typische Ausfahrt: wellige 15km Anfahrt, dann 3km mit bis zu 18% hoch und auf der anderen Seite 6km mit 5% runter. Dann 30km flach mit Rückenwind. Fahre ich falsch? :eek:

Wenn du da 53/11 brauchst, dann ja. Na gut, vielleicht bist du die Internet-Person von Toni Martin. ;)

Tom
25.08.2017, 11:03
Typische Ausfahrt: wellige 15km Anfahrt, dann 3km mit bis zu 18% hoch und auf der anderen Seite 6km mit 5% runter. Dann 30km flach mit Rückenwind. Fahre ich falsch? :eek:

Habe hier im Thread gelernt: Meine Strecken gibt es in der Realität auch nicht. Oder, wenn es sie gibt, ist mein Anspruch an passende Gänge einfach weltfremd. :ü

Ben.W
25.08.2017, 11:05
Ihr habts echt zu viel Zeit :Applaus:

sixel
25.08.2017, 11:07
Gibt es alles

http://enduro-mtb.com/oneup-switch-ein-schnellwechsel-kettenblatt-system/



Die Lösung wäre wenn man eine Kurbel baut, bei der man das vordere 1-fach Blatt leicht und schnell tauschen kann. Meine Kassette tausche ich auch, wenn ich ins Hochgebirge fahre.

Jim Bob
25.08.2017, 11:21
Wenn du da 53/11 brauchst, dann ja. Na gut, vielleicht bist du die Internet-Person von Toni Martin. ;)Ich hasse es, wenn ich bergab ins Leere trete, selbst wenn ich nur locker zur Erholung mitkurbeln möchte. Und ja, du hast mich enttarnt :ä

prince67
25.08.2017, 11:56
Tiagra: https://www.bike24.de/1.php?content=8;product=137674;menu=1000,4,26;pgc% 5B8%5D=47
105: https://www.paul-lange.de/shop/de/shimano/10-fach/kurbelgarnitur-105-fc-5703-3x10.html

Das sind 3x10 und nicht 3x11

avis
25.08.2017, 12:04
Wenn du da 53/11 brauchst, dann ja. Na gut, vielleicht bist du die Internet-Person von Toni Martin. ;)

Ich hatte ja ähnliches gefragt.
53/11 braucht man wohl eher nicht, aber 53/12 oder 50/11 oder auch noch 50/12 wären doch nicht ganz unangenehm?!
Wieso man kategorisch entweder keine feine Abstufung oder keine Bandbreite brauchen soll, das hätte ich noch immer gerne mal erklärt.
Bspw. auf so einer Runde wie Jim Bob sie nannte...

Marin
25.08.2017, 12:29
Die die mehr als 4 watt/kg treten können diesen Beitrag ignorieren.

Ok, kein Problem :D

Marin
25.08.2017, 12:31
Ihr habts echt zu viel Zeit :Applaus:

Seit 1 Woche krankgeschrieben

Patrice Clerc
25.08.2017, 12:32
Ich hatte ja ähnliches gefragt.
53/11 braucht man wohl eher nicht, aber 53/12 oder 50/11 oder auch noch 50/12 wären doch nicht ganz unangenehm?!Also 46/11.

Wieso man kategorisch entweder keine feine Abstufung oder keine Bandbreite brauchen soll, das hätte ich noch immer gerne mal erklärt.Je steiler und länger ich den Berg rauf fahre (sonst brauche ich doch kein 34er Kettenblatt in Kombination mit einer Kassette bis 30 oder schlimmer), desto eher lasse ich es den Berg runter einfach nur noch laufen und fahre im Flachen zwangsläufig nicht mehr im Zeitfahrstil. Wo soll dazu die Leistungsfähigkeit her kommen - ich könnt's nicht und bin auf Strava überall, wo ich will, sehr weite vorne (Top 5 % auf viel befahrenen Strecken jeglicher Neigung); vermute also, dass die meisten nicht substanziell schneller fahren können.

Aber:
Wie schon mal geschrieben - wer genau so fährt, resp. fahren, will, für den ist 1x nichts. Erfahrungsgemäss fahren aber die meisten Leute die meisten Zeit nicht so. Dass hier selbstredend die Ausnahmen überproportional vertreten sind, wundert nicht - wir sind ja auch eine Gruppe voller Langbeiner... :Angel:



Bspw. auf so einer Runde wie Jim Bob sie nannte...
Solche Beispiele sind doch rein synthetisch. 5 % gleichmässiges Gefälle ohne Kurven auf 6 km. Alles klar.

Selbst wenn ich solche Abfahrten in der Umgebung hätte: oben wurde geschrieben, man wolle Spass haben (was ich ja verstehe) - warum wählt man dann solche (langeweiligen!) Strecken?

greyscale
25.08.2017, 12:40
Die Lösung wäre wenn man eine Kurbel baut, bei der man das vordere 1-fach Blatt leicht und schnell tauschen kann.

Da wäre dann eine Kurbel mit zwei Blättern vielleicht auch gar keine doofe Erfindung. Das ganze noch mit einem Konstrukt, wir nennen es während der Projektphase einmal "Umwerfer", ergänzt, hätte bestimmt gewisse Marktchancen:ü



Meine Kassette tausche ich auch, wenn ich ins Hochgebirge fahre.

Habe ich bei 9-fach noch gemacht, bei 10-fach nicht mehr.

g.

Patrice Clerc
25.08.2017, 12:48
Da wäre dann eine Kurbel mit zwei Blättern vielleicht auch gar keine doofe Erfindung. Das ganze noch mit einem Konstrukt, wir nennen es während der Projektphase einmal "Umwerfer", ergänzt, hätte bestimmt gewisse Marktchancen:üUnd ein Rennrad mich Schutzblechen, Gepäckträger, fest installierter Beleuchtung, Ständer, etc., weil: man könnte es ja mal benötigen.

Bei einem Rennrad geht's eben darum, nur das dran zu haben, das man wirklich benötigt. Wenn das halt ganz viele Gänge sind, geschenkt: dann klappt 1x nicht. Den anderen reichen 11 linear schaltbare, überschneidungsfreie Gänge.

Jim Bob
25.08.2017, 13:13
Solche Beispiele sind doch rein synthetisch. 5 % gleichmässiges Gefälle ohne Kurven auf 6 km. Alles klar. 622325 Pure Synthetik. :eek:

Patrice Clerc
25.08.2017, 13:20
622325 Pure Synthetik. :eek:

Ist bei weitem nicht so gleichmässig, wie von dir beschrieben. Um ganz ehrlich zu sein: das ist eine übliche Strecke mit einem Berg, die ansonsten flach-wellig ist. Wenn dir da 11 Gänge nicht reichen - geschenkt.

Ben.W
25.08.2017, 13:34
Seit 1 Woche krankgeschrieben

Das erklärt einiges :D

Zu oft bei den Braukultur-Wochen beim Ottakringer gewesen? ;)

BerlinRR
25.08.2017, 15:47
Selbst das 10er Ritzel bei 1x11 würde ich nicht mit in die maximale Bandbreite einrechnen... tritt sich einfach nicht schön.

Darum sollt man das reine Rumspielen am Ritzelrechner eher lassen wenn es noch nie getestet hat. Und 44x11 ist dann schon nicht mehr sonderlich dick.

Patrice C. hat zwar Recht, dass man nicht auf jeder Tour den leichtesten und den Schwersten Gang benötigt, aber ich hätte echt keinen Bock mein Rad ständig umzubauen.
Hätte ich zum Beispiel ein reines Kriteriumsrennrad wäre 1x11 locker machbar.

Marin
25.08.2017, 16:56
Selbst das 10er Ritzel bei 1x11 würde ich nicht mit in die maximale Bandbreite einrechnen... tritt sich einfach nicht schön.

Ich merk da nix. Am BMX hab ich ein 9er, sogar das fühlt sich für mich nicht eckig an. Aber 42/10 fahr ich eh kaum und wenn dann fast nie mit Druck.

avis
25.08.2017, 18:31
Also 46/11.
Je steiler und länger ich den Berg rauf fahre (sonst brauche ich doch kein 34er Kettenblatt in Kombination mit einer Kassette bis 30 oder schlimmer), desto eher lasse ich es den Berg runter einfach nur noch laufen und fahre im Flachen zwangsläufig nicht mehr im Zeitfahrstil. Wo soll dazu die Leistungsfähigkeit her kommen - ich könnt's nicht und bin auf Strava überall, wo ich will, sehr weite vorne (Top 5 % auf viel befahrenen Strecken jeglicher Neigung); vermute also, dass die meisten nicht substanziell schneller fahren können.

Aber:
Wie schon mal geschrieben - wer genau so fährt, resp. fahren, will, für den ist 1x nichts. Erfahrungsgemäss fahren aber die meisten Leute die meisten Zeit nicht so. Dass hier selbstredend die Ausnahmen überproportional vertreten sind, wundert nicht - wir sind ja auch eine Gruppe voller Langbeiner... :Angel:


Solche Beispiele sind doch rein synthetisch. 5 % gleichmässiges Gefälle ohne Kurven auf 6 km. Alles klar.

Selbst wenn ich solche Abfahrten in der Umgebung hätte: oben wurde geschrieben, man wolle Spass haben (was ich ja verstehe) - warum wählt man dann solche (langeweiligen!) Strecken?

Hmm, ich bin sicherlich kein Wattgott, aber auch nach entweder langen Bergen wie in Voralpen oder Provence oder kurzen Rampen wie in den Ardennen trete ich bergab schon gerne mit bis deutlich über 50km/h.
Gefällestrecken über 4-5km und ~2-3% Neigung kommen schon oft vor.
Man leistet dabei natürlich deutlich weniger als berghoch.
Pauschalisieren ist da halt sehr schwer...ich habe öfter auf einer Runde 2-3 kurze Rampen mit 13-14% da brauche ich kleine Gänge.
Das ganze entleert einen aber nicht so, dass man dann im Flachen nicht doch noch ganz gut mir Druck fahren könnte, kommt halt immer drauf an, wie viele Berge so anstehen.
Da wäre 46/11 dann schon Minimum, 48 fände ich vermutlich besser.
Hinten bräuchte ich dann aber schon mindestens 46/38, an richtigen Bergen auch noch kleiner, bei 48er Blatt wäre ein 40er Ritzel wohl nicht verkehrt.
Und dann ist das Dilemma eben da, eine 11-38/40er Kassette hat nunmal riesen Sprünge.
Zudem sind die beiden äußeren Gänge mit erheblichem Schräglauf verbunden, optimal läuft das ganz sicher nicht.
Oder ich müsste eben dauernd umbauen...mal ehrlich ist dann eine Kurbel mit zwei Blättern nicht deutlich simpler??
Sparen tut man sich das gelegentliche Schalten...ja herrje, wenn das wirklich so eine Sache ist, dann hat Shimano mit Snycroshift ja endlich die Lösung parat für ein bislang erhebliches Problem...:ä


Selbst das 10er Ritzel bei 1x11 würde ich nicht mit in die maximale Bandbreite einrechnen... tritt sich einfach nicht schön.

Darum sollt man das reine Rumspielen am Ritzelrechner eher lassen wenn es noch nie getestet hat. Und 44x11 ist dann schon nicht mehr sonderlich dick.

Patrice C. hat zwar Recht, dass man nicht auf jeder Tour den leichtesten und den Schwersten Gang benötigt, aber ich hätte echt keinen Bock mein Rad ständig umzubauen.
Hätte ich zum Beispiel ein reines Kriteriumsrennrad wäre 1x11 locker machbar.

+1


Da wäre dann eine Kurbel mit zwei Blättern vielleicht auch gar keine doofe Erfindung. Das ganze noch mit einem Konstrukt, wir nennen es während der Projektphase einmal "Umwerfer", ergänzt, hätte bestimmt gewisse Marktchancen:ü


+1

greyscale
25.08.2017, 19:17
[...]
Hätte ich zum Beispiel ein reines Kriteriumsrennrad wäre 1x11 locker machbar.

Ja, da reichen schließlich auch 52Z mit 11/21;).

Da würde mir sogar 1x7 genügen.

g.

Montesodi
25.08.2017, 19:36
Ehrlich gesagt komme ich hier im hügeligen Voralpenbereich nicht an 2-fach vorbei. Kann mir nicht vorstellen wie ich das mit 1-fach fahren soll.

Für mich ist die 50/34 KK aktuell optimal. Je nach Rad fahre ich Kassetten mit 13-26, 12-27 oder 11-28.

BerlinRR
26.08.2017, 07:17
Ja, da reichen schließlich auch 52Z mit 11/21;).

Da würde mir sogar 1x7 genügen.

g.

Bei flachen Kriterien/Rundstrecken schon, manchmal bauen die einem leider auch einen kleinen Hügel in die Runde. :P

Vordrängler
26.08.2017, 20:51
Ich bin ja ein absoluter Fan von 1 x 11, aber bis jetzt nur an meinem MTB. Am MTB will ich wirklich nie mehr einen Umwerfer haben. Mit 1-fach komm ich überall rauf, und bin auch schnell genug bergab. Am Rennrad habe ich aber 2 x 11, und kann mir hier im Mittelgebirge auch nichts anderes vorstellen. Da ich noch gerne die 53-39-Kurbel fahre, setz ich in den Alpen gerne die 11-28er Kassette ein. Da sind mir dann aber auch die Sprünge der Übersetzung gerade noch so im Rahmen, größere Sprünge will ich an der Rennrad-Schaltung nicht.

BerlinRR
26.08.2017, 21:01
Haargenau so geht es mir... nehme die 11-28 aber gar nicht mehr ab, taugt bei mir von Gebirge über Flachland bis Kriteriumsrennen.

peru73
27.08.2017, 08:13
Moin,

und so wird auch ein Schuh draus...ob 1x11 taugt oder nicht, hängt mMn eher vom Fahrer als von der Strecke ab..

Bei der Canyon 300 Night Ride hab ich auch 2 Fahrer mit 1x11 gesehen. Die konnten vielleicht 120er Kadenzen treten. Ich kann das nicht und will es auch nicht.

Wenn ich dann von mir ausgehe brauche ich an steilen Rampen mit 95 kg Lebendgewicht ein 28er. Auf der Geraden trampel ich mir mit 50/11 aber schon den Wolf...da wird 1x11 wohl nicht funktionieren. Wenn ich aber 30 kg leichter wäre und dementsprechend dicker am Berg ketten könnte, dann würde es evtl. funktionieren.

Abgesehen davon hat RR-Fahren im Gegensatz zum MTBen auch was mit Ästhetik zu tun und so ne halbe Kreissäge am HR würde ich niemals am RR montieren..aber wems taugt..

Über allem schwebt noch meine Verweigerung jeden Trend mitzugehen...da kommst ja aus dem Kaufrausch gar nimmi raus..

VG
peru


Haargenau so geht es mir... nehme die 11-28 aber gar nicht mehr ab, taugt bei mir von Gebirge über Flachland bis Kriteriumsrennen.

cadoham
27.08.2017, 09:05
Auf der Geraden trampel ich mir mit 50/11 aber schon den Wolf...da wird 1x11 wohl nicht funktionieren.

Bei 50-11 mit 25er Reifen und einer gewöhnlichen 90er TF liegen 52km/h an.
Das reicht dir nicht in der Ebene?

helmut72
27.08.2017, 10:07
Abgesehen davon hat RR-Fahren im Gegensatz zum MTBen auch was mit Ästhetik zu tun
Warum denke ich jetzt nur an Stöckelschuhe? Ich nehme lieber das Material, das zu mir passt.

Ein Umwerfer ist dann ästhetisch? Also ich habe es in der Nähe meiner Füße und Waden aufgeräumt = nichts, was Kratzer verursachen kann.

Patrice Clerc
27.08.2017, 12:41
Ästhetisch ist Rennrad fahren natürlich nicht. Das ist ein im wahrsten Wortsinn dreckiger Arbeitersport. Aber im Zweifelsfall ist ein Mono-Kettenblatt ohne Umwerfer und Schaltkabel ästhetischer.

ChristophBM
27.08.2017, 13:56
Ein Umwerfer ist dann ästhetisch? Also ich habe es in der Nähe meiner Füße und Waden aufgeräumt = nichts, was Kratzer verursachen kann.

Ich liebe diese Art von Polemik :-)

Im Ernst: in 47 Jahren mit Rennrädern [alle mit Umwerfer] habe ich mir schon so etliche Kratzer zugefügt . . . aber noch NIE von Umwerfern . . . wie machst du das? :-)

helmut72
27.08.2017, 14:30
wie machst du das? :-)
Lesen. Verstehen. :-) Ich schrieb "... Kratzer verursachen kann".

Wobei. Beim putzen in dem Bereich ist der Umwerfer ständig im Weg. Mit dem Finger bin ich bestimmt schon mal hängen geblieben.

artzamendi
27.08.2017, 14:33
"... Kratzer verursachen kann".

.

Helmträger?

avis
27.08.2017, 14:39
:rolleyes:

Voreifelradler
27.08.2017, 14:52
Polemik und Stammtischparolen.

Goldfinger10
27.08.2017, 15:13
Ästhetisch ist Rennrad fahren natürlich nicht. Das ist ein im wahrsten Wortsinn dreckiger Arbeitersport. Aber im Zweifelsfall ist ein Mono-Kettenblatt ohne Umwerfer und Schaltkabel ästhetischer.

Und wenn dann noch dieses hässliche Schaltwerk mit den ganzen Pizzatellern verschwindet wird es richtig schön :D

ChristophBM
27.08.2017, 15:53
Lesen. Verstehen. :-) Ich schrieb "... Kratzer verursachen kann".


Okay, Du hast Rabulismus gewählt, kann ich auch [+ Paradoxon]: Kein Fahrrad kann keine Kratzer verursachen . . . ;-)

helmut72
27.08.2017, 16:22
Helmträger?

Helm?


Kein Fahrrad kann keine Kratzer verursachen . . . ;-)

Du bist schon komisch. Entweder kein Rennrad oder ästhetisch.

Ich habs funktionell und gleich knapp dahinter kommt mein optischer Geschmack. In beiden Fällen jucken mich andere gleich gar nicht.

Marin
01.09.2017, 08:49
Wie ein paar Seiten vorher bestellt, halbwegs leichte 3TTT 9-32er Kassette :D

https://www.bikerumor.com/2017/08/31/eb17-3t-strada-bailout-overdrive-cassettes-shift-approach-1x-road/

Die Bailout kommt gleich auf den nur-Straße-dafür-ganz-leicht-Laufradsatz.

helmut72
01.02.2018, 20:37
Na geht doch:
http://admin.bicyclingaustralia.com.au/news/first-major-win-for-a-1x-drivetrain-bike-as-we-speak-with-3t-strada-creator-gerard-vroomen?utm_source=Direct