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rumplex
21.07.2018, 10:45
[QUOTE=DaPhreak;5764051

Komisch finde ich halt, wenn man sich ein Rad nach den absoluten Ausnahmesituationen aussucht, und die Kompromisse, sei es Mehrpreis oder Mehrgewicht, für diese Promillbereich-Fälle eingeht.[/QUOTE]

Du vergisst aber dabei, dass die Allermeisten, die sich ein "Renn"rad zulegen, auch nur eines haben (wirklich, das gibts oft:D ), und das soll dann für allerlei Möglichkeiten herhalten.

seankelly
21.07.2018, 10:46
Komisch finde ich halt, wenn man sich ein Rad nach den absoluten Ausnahmesituationen aussucht, und die Kompromisse, sei es Mehrpreis oder Mehrgewicht, für diese Promillbereich-Fälle eingeht.

Ich glaube auch, dass das dann eher Alibi-Gründe sind, um den Kauf vor sich selbst zu rechtfertigen. In Wirklichkeit will mans einfach neuer und geiler :D

DaPhreak
21.07.2018, 10:52
Du vergisst aber dabei, dass die Allermeisten, die sich ein "Renn"rad zulegen, auch nur eines haben (wirklich, das gibts oft:D ), und das soll dann für allerlei Möglichkeiten herhalten.

Ne, eben das vergesse ich nicht. ;)

Ich würde mir ein einziges Rad immer danach auwählen, was ich zu 99,9% damit machen werde. Die 0,1% nehme ich in Kauf.
Glaube, dass so gut wie keiner der Disc Fahrer, die ich hier so im Münchner Raum so sehe, jemals im Regen in die Berge fahren wird. ;)

Aber man ist für alle Eventualitäten gewappnet :rolleyes:

Angst verkauft immer noch besser als Sex! Deshalb wird das (lebensgefährlich!!!!!) wohl auch ständig thematisiert.

BTW: Wenn ich hier im Regen fahre, sehe ich ohnehin niemanden sonst. Sind doch eh fast alles Schönwetterfahrer (oder Zwift).

rumplex
21.07.2018, 11:02
Ne, eben das vergesse ich nicht. ;)

Ich würde mir ein einziges Rad immer danach auwählen, was ich zu 99,9% damit machen werde. Die 0,1% nehme ich in Kauf.
Glaube, dass so gut wie keiner der Disc Fahrer, die ich hier so im Münchner Raum so sehe, jemals im Regen in die Berge fahren wird. ;)

Aber man ist für alle Eventualitäten gewappnet :rolleyes:

Angst verkauft immer noch besser als Sex! Deshalb wird das (lebensgefährlich!!!!!) wohl auch ständig thematisiert.

BTW: Wenn ich hier im Regen fahre, sehe ich ohnehin niemanden sonst. Sind doch eh fast alles Schönwetterfahrer (oder Zwift).

Nicht Regen. Sondern Dinge wie Reifendurchlässigkeit und so was.

Kurt_K.O._Bein
21.07.2018, 11:09
BTW: Wenn ich hier im Regen fahre, sehe ich ohnehin niemanden sonst. Sind doch eh fast alles Schönwetterfahrer (oder Zwift).

Das geht mir allerdings auch immer so. Bei Schlechtwetter bin ich auch immer der einzige. :D

DaPhreak
21.07.2018, 11:18
Nicht Regen. Sondern Dinge wie Reifendurchlässigkeit und so was.

Hä? 25er gehen auch mit FB. Fahre ich fast immer.

Und wer ne eierlegende Wollmilchsau braucht, legt sich nen Crosser bzw. Gravelbike mit nem Straßen-LRS zu.

Aber klar, so ein Venge will natürlich mit 32ern gefahren werden. :D

Kurt_K.O._Bein
21.07.2018, 11:19
Du vergisst aber dabei, dass die Allermeisten, die sich ein "Renn"rad zulegen, auch nur eines haben (wirklich, das gibts oft:D ), und das soll dann für allerlei Möglichkeiten herhalten.

So siehts aus...

Beaver
21.07.2018, 11:24
wieviel gramm effektiv hat ein disc setup gegenüber fb Setup?

And again: :D Je stabiler der Rahmen, umso weniger Mehrgewicht braucht er. Also ein Madone am Rahmen nicht wirklich etwas, an der Gabel ein bisschen - ein Émonda am Rahmen und Gabel deutlich mehr. Dann kommen Scheibenbremsen mit Leitungen und Hebel, die etwas schwerer sind dazu. Im Mittel liegt man bei einem halben bis ein Kilo.

Nimmt man Räder zu einem bestimmten Preis wie die "3.000€ Mittelklasse", versuchen die Hersteller natürlich, die Mehrkosten für Disc noch etwas durch günstigere Anbauteile auszugleichen. Da kann es dann noch etwas mehr werden.

Kriegsentscheidend? Wohl nicht, aber wenn der Funktionsvorteil für einen selbst nicht gegeben ist, warum mehr Gewicht herumfahren? Das muss also jeder für sich selbst "abwiegen". ;)

Und ich bin immer noch davon überzeugt, dass für die meisten hier die Disc nicht nötig ist, im Regen (oder auch nur möglichem Regen) sieht man kaum Rennradfahrer auf der Straße und die wenigsten sind auch noch dauernd im Hochgebirge unterwegs... Die steilsten Strecken werden auch gerne gemieden. :D

DaPhreak
21.07.2018, 11:28
So siehts aus...

Ja und? Meine Argumente gelesen?
Gerade dann nehme ich doch eines, das für meinen Hauptzweck am besten passt.

Aber wir drehen uns im Kreis, und wie gesagt, ist das Thema durch.

Da können die Zeitschriften noch so oft zu dem Schluss kommen, dass es mehr Nach- als Vorteile hat ( sofern sie sowas überhaupt schreiben dürfen...).

Es ist und bleibt ein Kompromiss. Mehr Gewicht, mehr unnötige und fehleranfällige Technik und/oder höherer Preis.

Beaver
21.07.2018, 11:31
Wenn das wirklich ein ernstgemeintes Argument ist, dann müsste man zu Hause bleiben.

Hatte bisher drei heftigere Unfälle und drei mal mit Betrunkenen. Wenn man in die Zeitung schaut, werden jede Woche mehrere mit Alkohol und/oder Drogen aus dem Verkehr gefischt, die Dunkelziffer wird deutlich höher liegen, es ist für viele ein Kavaliersdelikt.

Da habe ich wirklich Bedenken (auch wegen der ganzen Mädels mit Handy am Steuer) und fahre nur noch mit Licht. Das Mehrgewicht ist für mich gerechtfertigt. Die Bremsen haben mich noch nie in eine brenzlige Situation gebracht und ich liege inzwischen deutlich über 100.000km.

DaPhreak
21.07.2018, 11:40
Hatte bisher drei heftigere Unfälle und drei mal mit Betrunkenen. Wenn man in die Zeitung schaut, werden jede Woche mehrere mit Alkohol und/oder Drogen aus dem Verkehr gefischt, die Dunkelziffer wird deutlich höher liegen, es ist für viele ein Kavaliersdelikt.

Da habe ich wirklich Bedenken (auch wegen der ganzen Mädels mit Handy am Steuer) und fahre nur noch mit Licht. Das Mehrgewicht ist für mich gerechtfertigt. Die Bremsen haben mich noch nie in eine brenzlige Situation gebracht und ich liege inzwischen deutlich über 100.000km.

+++++1000000000!

Mein Bruder ist von nem Handy-Tipper auf kerzengerader Straße bereits angefahren worden (nur mit Spiegel und am Kotflügel erwischt, zum Glück nichts großes passiert :ü)

Das sind die tatsächlichen Gefahren. Die Gefühlten sind halt die, die uns diese Diskussion hier aufdrängt.

Wir sind seit drei Jahren tagsüber auch immer mit Licht unterwegs. Lupine Rotlicht im Flash-Modus, in der Hoffnung, dass so ein Handy-Tipper das aus dem Augenwinkel blinken sieht...:ü

Das sind wirklich sinnvoll investierte 100 Euro und 55g Mehrgewicht.

Beaver
21.07.2018, 11:50
https://www.bikehugger.com/images/Flare_11.jpg

Einem Kollegen ist ein Mädel innerorts ungebremst hinten ins auf gerader Straße am Rand geparkte Auto gefahren. Hat sie einfach nicht gesehen. Ah, ja.

Die Ixon fährt vorne bei mir auch immer mit. Durch die ganzen E-Bikes mit Dauerlicht und LED Tagfahrlichter der Autos wird man sonst schnell übersehen. Und es nimmt einem auch kein Einbieger aus einer Seitenstraße mehr die Vorfahrt. ;)

Und ältere Autofahrer mit grauen Star usw. gibt es auch immer mehr...

Und wenn man eine schon länger dauernde Grünphase mit 50km/h noch mitnehmen will und ein Einbieger aus der Querstraße biegt ohne groß gucken "da kommt jetzt bestimmt keiner mehr" ein, sieht der einen auch deutlich schneller - da hatte ich sonst schon öfter "Probleme"...

rumplex
21.07.2018, 12:05
Und wer ne eierlegende Wollmilchsau braucht,

Darum gehts aber oft. Dieses Jahr bei der Eurobike konnte man den Eindruck gewinnen, dass 80% der Räder mit Rennbügel solche "Abarten" seien.

Nachvollziehbar. Stünde ich als Newbie oder nicht so Vielfahrender vor der Entscheidung, würde ich auch das "vielseitige" Rad nehmen.

a x e l
21.07.2018, 12:09
Es ist und bleibt ein Kompromiss. Mehr Gewicht, mehr unnötige und fehleranfällige Technik und/oder höherer Preis.



Mir muss langweilig sein.....

Jede technische Lösung oder Entscheidung hat ihre Vor- und Nachteile (Stärken oder Schwächen), die für denjenigen, der
die Lösung gewählt oder die Entscheidung getroffen hat, nach gründlicher Abwägung einen Kompromiss darstellt.

Nämlich, dass die Summe der Vorteile (oder Stärken) die der Nachteile (oder Schwächen) für IHN überwiegt. Das
mag für den Nächsten wieder berechtigt anders ausschauen, weil er die einzelnen Kriterien anders gewichtet.

Ich mag die c't so, weil es keine Testsieger gibt. Die Jungs dort nehmen sich die Produkte vor, denken über diverse Testkriterien nach und schauen, wie weit die Produkte die Kriterien erfüllen. Dann gibt's eine Übersicht, wie die Produkte in den einzelnen Kriterien abgeschnitten haben. Jeder Leser darf sich dann selbst das Produkt heraussuchen mit den für ihn wenigsten Schwächen.

Ja, es ist ärgerlich, wenn die technische Entwicklung in eine Richtung gelenkt wird, die einem persönlich nicht passt,
weil die Vorteile irrelevant oder vorgeschoben sein mögen, um neue Produkte zu verkaufen und Inkompatibilität
mit sich bringt. Tretlagerstandards, Sattelgestelle, Einbaubreiten von Laufrädern, von xfach auf x+1fach, Elektroschaltungen....

Was ich hier in dem Faden und anderen nicht verstehe, ist die sinnlose Eskalation unter einigen Mitgliedern. Bringt doch nix
außer Sodbrennen.

Kurt_K.O._Bein
21.07.2018, 12:18
Hatte bisher drei heftigere Unfälle und drei mal mit Betrunkenen. Wenn man in die Zeitung schaut, werden jede Woche mehrere mit Alkohol und/oder Drogen aus dem Verkehr gefischt, die Dunkelziffer wird deutlich höher liegen, es ist für viele ein Kavaliersdelikt.

Da habe ich wirklich Bedenken (auch wegen der ganzen Mädels mit Handy am Steuer) und fahre nur noch mit Licht. Das Mehrgewicht ist für mich gerechtfertigt. Die Bremsen haben mich noch nie in eine brenzlige Situation gebracht und ich liege inzwischen deutlich über 100.000km.

Da bin ich ganz bei Euch. Muss ja grad zwangspausieren und hab am 1.8. die 2.OP an der Schulter. Mich hatte Anfang Juni eine Autofahrerin im Gegenverkehr übersehen und is 5m vor mir links abgebogen. Bin mit 35 Sachen ungebremst in ihre Seite gekracht. Da hätte mir auch keine Disc geholfen. Daher schau ich auch grad wegen neuem Rad und hab dabei noch vieelll Zeit zum überlegen.

Kurt_K.O._Bein
21.07.2018, 12:21
Mir muss langweilig sein.....

Jede technische Lösung oder Entscheidung hat ihre Vor- und Nachteile (Stärken oder Schwächen), die für denjenigen, der
die Lösung gewählt oder die Entscheidung getroffen hat, nach gründlicher Abwägung einen Kompromiss darstellt.

Nämlich, dass die Summe der Vorteile (oder Stärken) die der Nachteile (oder Schwächen) für IHN überwiegt. Das
mag für den Nächsten wieder berechtigt anders ausschauen, weil er die einzelnen Kriterien anders gewichtet.

Ich mag die c't so, weil es keine Testsieger gibt. Die Jungs dort nehmen sich die Produkte vor, denken über diverse Testkriterien nach und schauen, wie weit die Produkte die Kriterien erfüllen. Dann gibt's eine Übersicht, wie die Produkte in den einzelnen Kriterien abgeschnitten haben. Jeder Leser darf sich dann selbst das Produkt heraussuchen mit den für ihn wenigsten Schwächen.

Ja, es ist ärgerlich, wenn die technische Entwicklung in eine Richtung gelenkt wird, die einem persönlich nicht passt,
weil die Vorteile irrelevant oder vorgeschoben sein mögen, um neue Produkte zu verkaufen und Inkompatibilität
mit sich bringt. Tretlagerstandards, Sattelgestelle, Einbaubreiten von Laufrädern, von xfach auf x+1fach, Elektroschaltungen....

Was ich hier in dem Faden und anderen nicht verstehe, ist die sinnlose Eskalation unter einigen Mitgliedern. Bringt doch nix
außer Sodbrennen.

+1

DaPhreak
21.07.2018, 12:40
Mir muss langweilig sein.....

Jede technische Lösung oder Entscheidung hat ihre Vor- und Nachteile (Stärken oder Schwächen), die für denjenigen, der
die Lösung gewählt oder die Entscheidung getroffen hat, nach gründlicher Abwägung einen Kompromiss darstellt.

Nämlich, dass die Summe der Vorteile (oder Stärken) die der Nachteile (oder Schwächen) für IHN überwiegt. Das
mag für den Nächsten wieder berechtigt anders ausschauen, weil er die einzelnen Kriterien anders gewichtet.

Ich mag die c't so, weil es keine Testsieger gibt. Die Jungs dort nehmen sich die Produkte vor, denken über diverse Testkriterien nach und schauen, wie weit die Produkte die Kriterien erfüllen. Dann gibt's eine Übersicht, wie die Produkte in den einzelnen Kriterien abgeschnitten haben. Jeder Leser darf sich dann selbst das Produkt heraussuchen mit den für ihn wenigsten Schwächen.

Ja, es ist ärgerlich, wenn die technische Entwicklung in eine Richtung gelenkt wird, die einem persönlich nicht passt,
weil die Vorteile irrelevant oder vorgeschoben sein mögen, um neue Produkte zu verkaufen und Inkompatibilität
mit sich bringt. Tretlagerstandards, Sattelgestelle, Einbaubreiten von Laufrädern, von xfach auf x+1fach, Elektroschaltungen....

Was ich hier in dem Faden und anderen nicht verstehe, ist die sinnlose Eskalation unter einigen Mitgliedern. Bringt doch nix
außer Sodbrennen.

Alles richtig.

Aber der 08/15 Kunde nimmt das, was grad angesagt ist. Nicht das, was für IHN wahrscheinlich das beste wäre.
Der 08/15 Kunde fährt auch nie bei Bedingungen, für die seine neue Bremsanlage (so nenne ich das Ungetüm mal :D) ausgelegt ist.

Und was angesagt ist, entscheidet die Industrie stärker als die Kundschaft. Sieht man hier eindeutig.
Es ist genau das: A solution to a problem that doesn’t exist!

Aber da die Leute auch mit nem 2 Tonnen SUV durch die urbane Welt rollen müssen, weil's halt grad in ist, ist das alles auch nachvollziehbar. Aber auch ziemlich doof.

Beaver
21.07.2018, 12:41
Da bin ich ganz bei Euch. Muss ja grad zwangspausieren und hab am 1.8. die 2.OP an der Schulter. Mich hatte Anfang Juni eine Autofahrerin im Gegenverkehr übersehen und is 5m vor mir links abgebogen. Bin mit 35 Sachen ungebremst in ihre Seite gekracht. Da hätte mir auch keine Disc geholfen. Daher schau ich auch grad wegen neuem Rad und hab dabei noch vieelll Zeit zum überlegen.

Gute Besserung! Genau das gleiche bei mir im Oktober, der gute Mann hatte aber gut getankt... Bin zum Glück über die Motorhaube und gegen ein stehendes Auto geflogen. Unterschenkelmuskulatur zerquetscht, wo mich das Auto getroffen hatte, aber sonst nur die üblichen Prellungen, Abschürfungen. Das hätte richtig böse ausgehen können. Deshalb Licht und hoffentlich damit reduzierte Unfallgefahr...

Wäge es für Dich ab, wenn Du etwa sehr schwer oder viel im Regen und Bergen unterwegs bist ja, ansonsten kannst Du getrost darauf verzichten.

kleistparker
21.07.2018, 12:42
Ich mag die c't so, weil es keine Testsieger gibt. Die Jungs dort nehmen sich die Produkte vor, denken über diverse Testkriterien nach und schauen, wie weit die Produkte die Kriterien erfüllen. Dann gibt's eine Übersicht, wie die Produkte in den einzelnen Kriterien abgeschnitten haben. Jeder Leser darf sich dann selbst das Produkt heraussuchen mit den für ihn wenigsten Schwächen.
Deswegen halte ich auch nichts von der Stiftung Warentest.
Und bei der Tour würde es vielleicht auch mal dazu führen, dass die Unterstellungen wegen gekaufter Tests weniger werden

Beaver
21.07.2018, 12:42
Mir muss langweilig sein.....

Jede technische Lösung oder Entscheidung hat ihre Vor- und Nachteile (Stärken oder Schwächen), die für denjenigen, der
die Lösung gewählt oder die Entscheidung getroffen hat, nach gründlicher Abwägung einen Kompromiss darstellt.

Nämlich, dass die Summe der Vorteile (oder Stärken) die der Nachteile (oder Schwächen) für IHN überwiegt. Das
mag für den Nächsten wieder berechtigt anders ausschauen, weil er die einzelnen Kriterien anders gewichtet.

Ich mag die c't so, weil es keine Testsieger gibt. Die Jungs dort nehmen sich die Produkte vor, denken über diverse Testkriterien nach und schauen, wie weit die Produkte die Kriterien erfüllen. Dann gibt's eine Übersicht, wie die Produkte in den einzelnen Kriterien abgeschnitten haben. Jeder Leser darf sich dann selbst das Produkt heraussuchen mit den für ihn wenigsten Schwächen.

Ja, es ist ärgerlich, wenn die technische Entwicklung in eine Richtung gelenkt wird, die einem persönlich nicht passt,
weil die Vorteile irrelevant oder vorgeschoben sein mögen, um neue Produkte zu verkaufen und Inkompatibilität
mit sich bringt. Tretlagerstandards, Sattelgestelle, Einbaubreiten von Laufrädern, von xfach auf x+1fach, Elektroschaltungen....

Was ich hier in dem Faden und anderen nicht verstehe, ist die sinnlose Eskalation unter einigen Mitgliedern. Bringt doch nix
außer Sodbrennen.

Ich denke, eine ähnliche Übersicht werden wir in der nächsten Tour für Disc/FB sehen. ;)

Und es ist doch schon etwas ruhiger hier geworden. ;)

a x e l
21.07.2018, 12:45
Ich denke, eine ähnliche Übersicht werden wir in der nächsten Tour für Disc/FB sehen. ;)

Und es ist doch schon etwas ruhiger hier geworden. ;)

Ich bin gespannt...;)

KeinerEiner
21.07.2018, 12:51
Alles richtig.

Aber der 08/15 Kunde nimmt das, was grad angesagt ist. Nicht das, was für IHN wahrscheinlich das beste wäre.
Der 08/15 Kunde fährt auch nie bei Bedingungen, für die seine neue Bremsanlage (so nenne ich das Ungetüm mal :D) ausgelegt ist.

Und was angesagt ist, entscheidet die Industrie stärker als die Kundschaft. Sieht man hier eindeutig.
Es ist genau das: A solution to a problem that doesn’t exist!

Aber da die Leute auch mit nem 2 Tonnen SUV durch die urbane Welt rollen müssen, weil's halt grad in ist, ist das alles auch nachvollziehbar. Aber auch ziemlich doof.

Aus Sicherheitsaspekten gesehen und auf den Systemteil Bremse bezogen sollte jeder immer mit Scheibe fahren. Denn bei allen "Nachteilen", das Ding bremst nun mal besser, und wenn man Frau oder Kind ist, kommen auch die geringeren Handkräfte massiv zum Tragen, im Regen, wenn man noch schneller von Autos "übersehen" wird und die Felgenbremse ewig zum Greifen braucht, ist der Vorteil riesig.

Gewicht ist da völlig zweitrangig, wenn man nicht grad eine Alpenetappe mit Sekundenvorsprung gewinnen will, sind die +500 g doch gleichgültig.

Und was die Wartung angeht: jeder halbwegs begabte Schrauber, der z.B. einen aktuellen Rennradumwerfer eingestellt bekommt, kann auch eine Scheibenbremse montieren, einstellen und entlüften. Der Rest geht eh mit allem zur nächsten Werkstatt.

a x e l
21.07.2018, 12:56
Deswegen halte ich auch nichts von der Stiftung Warentest.
Und bei der Tour würde es vielleicht auch mal dazu führen, dass die Unterstellungen wegen gekaufter Tests weniger werden

Nur weil es in den diversen Zeitschriften mit Tests immer Testsieger geben muss, heißt das nicht, dass die Tests schlecht
oder grundsätzlich manipuliert sind. Ich finde es wichtig, dass die Einzelergebnisse/Messwerte bei den Kriterien mit aufgeführt sind, damit ich, wie vor geschrieben, selbst das für mich passende Produkt aussuchen darf.

kleistparker
21.07.2018, 13:00
Da habe ich mich unglücklich ausgedrückt, ich sehe das auch so.
Wollte sagen, dass damit ein Angriffspunkt wegfallen könnte

seankelly
21.07.2018, 13:03
Aus Sicherheitsaspekten gesehen und auf den Systemteil Bremse bezogen sollte jeder immer mit Scheibe fahren. Denn bei allen "Nachteilen", das Ding bremst nun mal besser, und wenn man Frau oder Kind ist, kommen auch die geringeren Handkräfte massiv zum Tragen, im Regen, wenn man noch schneller von Autos "übersehen" wird und die Felgenbremse ewig zum Greifen braucht, ist der Vorteil riesig.

Gewicht ist da völlig zweitrangig, wenn man nicht grad eine Alpenetappe mit Sekundenvorsprung gewinnen will, sind die +500 g doch gleichgültig.

Und was die Wartung angeht: jeder halbwegs begabte Schrauber, der z.B. einen aktuellen Rennradumwerfer eingestellt bekommt, kann auch eine Scheibenbremse montieren, einstellen und entlüften. Der Rest geht eh mit allem zur nächsten Werkstatt.

:goodpost:

DaPhreak
21.07.2018, 13:04
Aus Sicherheitsaspekten gesehen und auf den Systemteil Bremse bezogen sollte jeder immer mit Scheibe fahren. Denn bei allen "Nachteilen", das Ding bremst nun mal besser ...

Quatsch.

Aber Du und viele andere glauben das tatsächlich. Und das ist auch so gewollt. Angst verkauft, ich habs eben geschrieben.

Da ist die Bremse überhaupt kein Thema. Überhaupt gar keins!

Solche Aussagen nerven mich unglaublich.

Aber die Leute glauben auch, dass für sie von Haien Gefahr ausgeht, und machen riesige Anstrengungen, um Strände mit Schutzzäunen abzuriegeln.
Völlig absurd!

Lies einfach mal ein paar Beiträge vorher. Gefühlte vs. tatsächliche Gefahren ;)

avis
21.07.2018, 13:08
"massiv zum Tragen", "riesiger Vorteil" weil man ja nicht rechtzeitig zum Hebel kommt, also ehrlich :rolleyes:...weiß noch wie ich als 12jähriger mit 43kg am Ventoux eine olle RSX Bremse fuhr.
Ich hatte sicherlich sehr zierliche Hände, aber das war nie ein Problem.
Wieso muss man immer so übertreiben...
Könnte man ebenso sagen, dass bei den leichten Frauen und Kindern das Mehrgewicht eine massive Rolle spielt.:ä

a x e l
21.07.2018, 13:09
Es ist genau das: A solution to a problem that doesn’t exist!

Wenn du wieder die Disc meinst, da fällt mir nur ein:

https://de.wikipedia.org/wiki/Meinungsfreiheit

„Ich lehne ab, was Sie sagen, aber ich werde bis auf den Tod Ihr Recht verteidigen, es zu sagen"

Oh mein Gott, mir ist wirklich langweilig.......

KeinerEiner
21.07.2018, 13:34
"massiv zum Tragen", "riesiger Vorteil" weil man ja nicht rechtzeitig zum Hebel kommt, also ehrlich :rolleyes:...weiß noch wie ich als 12jähriger mit 43kg am Ventoux eine olle RSX Bremse fuhr.
Ich hatte sicherlich sehr zierliche Hände, aber das war nie ein Problem.
Wieso muss man immer so übertreiben...
Könnte man ebenso sagen, dass bei den leichten Frauen und Kindern das Mehrgewicht eine massive Rolle spielt.:ä

Es ging im Kontext um Sicherheit im Verkehr. Wenn du das nicht gemerkt hast oder du Ventoux und Stadtverkehr nicht unterscheiden kannst, dann tut mir das leid.

Und wenn dir außerdem noch nicht aufgefallen ist, dass bei Regen eine 0815 Felgenbremse auf Alufelge einen viel längeren Bremsweg hat als eine 0815 Scheibe, dann probiers mal aus. Auf Tour bremse ich dann halt mit FB früher, das geht im Notfall naturgemäß nicht.

Und wenn du meinst, dass, wenn es drauf ankommt: der unvermittelt rechts abbiegende Lastwagen, die überhörte Straßenbahn, nicht ein paar weniger m Bremsweg zwischen unbeschwertem Weiterleben und Rollstuhl den Unterschied machen können, dann ... nun ja.

Natürlich steht es dir frei, auf sicherere Technik für dich oder deine Kinder zu verzichten, weil du es puristisch magst und es vor 30 Jahren auch ohne ging. Was ich davon halte, behalte ich hier aber lieber für mich.

avis
21.07.2018, 13:40
Schonmal den Ventoux oder Alpe oder[...] im Sommer runter gefahren?;)
So Vormittags?
Wohl nicht...
Daran gemessen sind die meisten Stadtstraßen einsame, abgelegene Waldwege...

Beaver
21.07.2018, 13:44
Bitte wieder auf den Umgangston/Übertreibungen achten. ;)

Wo gibt es einen Vergleich zwischen Disc und FB Bremswegen zu lesen?

Hier hat die Disc die rettenden Meter weniger Bremsweg offensichtlich nicht gebracht?

http://static1.fnp.de/storage/image/0/7/1/9/2209170_cms2image-fixed-605x320_1rhQ7A_LKAvIO.jpg

http://www.fnp.de/rhein-main/blaulicht/Unfall-beim-Abbiegen-Lkw-schleift-Radfahrer-mit;art25945,3044394

Und Bremshebel gehen schwerer, weil keiner mehr Unterlenker fährt - dafür sind sie eigentlich gedacht. ;)

Abstrampler
21.07.2018, 13:56
Aus Sicherheitsaspekten gesehen und auf den Systemteil Bremse bezogen sollte jeder immer mit Scheibe fahren.

Es sollte dann auch aus Sicherheitsaspekten jeder immer mit Helm fahren. Und mit Warnweste. Und mit Schutzblechen. Reflektoren. Licht. Rückspiegeln. Womöglich Wirbelsäulenprotektor.

Ja, komplett übertrieben, aber mit Ängsten und Sicherheiten zu argumentieren, ist immer heikel.
Gerade, wenn ein Produkt diesen Anspruch der Sicherheit unter allen Umständen so vollständig gar nicht erfüllen kann.

Es ist auch dieser Sicherheitsglaube, der solche Diskussionen hier zu ideologischen Grabenkämpfen macht.
Für Dich mag das sein, dass Du überzeugt bist, ohne Disc nicht sicher bremsen zu können.
Andere sehen das eben anders.
Auch die haben Erfahrung. Viele auch mit Disc.

Insofern wäre es dem Umgang in diesen Threads zuträglich, wenn man eigene Überzeugungen etwas weniger allgemeingültig und fordernd formulierte. ;)

Kurt_K.O._Bein
21.07.2018, 14:14
Wo gibt es einen Vergleich zwischen Disc und FB Bremswegen zu lesen?


Hier, allerdings zu SEHEN ;)

https://youtu.be/uHFSSXOSnxs

Und jetzt bitte nicht wieder die Nummer von einem vom Disc-Kartell bezahlten Test... ;)

DaPhreak
21.07.2018, 14:21
Es ging im Kontext um Sicherheit im Verkehr. Wenn du das nicht gemerkt hast oder du Ventoux und Stadtverkehr nicht unterscheiden kannst, dann tut mir das leid.

Und wenn dir außerdem noch nicht aufgefallen ist, dass bei Regen eine 0815 Felgenbremse auf Alufelge einen viel längeren Bremsweg hat als eine 0815 Scheibe, dann probiers mal aus. Auf Tour bremse ich dann halt mit FB früher, das geht im Notfall naturgemäß nicht.

Und wenn du meinst, dass, wenn es drauf ankommt: der unvermittelt rechts abbiegende Lastwagen, die überhörte Straßenbahn, nicht ein paar weniger m Bremsweg zwischen unbeschwertem Weiterleben und Rollstuhl den Unterschied machen können, dann ... nun ja.

Natürlich steht es dir frei, auf sicherere Technik für dich oder deine Kinder zu verzichten, weil du es puristisch magst und es vor 30 Jahren auch ohne ging. Was ich davon halte, behalte ich hier aber lieber für mich.

Puristisch.... Himmel noch mal.
Rollstuhl und Tod sind vorprogrammiert.
Dann noch die Kinder und Verantwortungsnummer. Einfach nur schlimm. :rolleyes:

Du könntest Versicherungsvertreter sein. Oder Geldgeber für Versicherungen. Jedenfalls bist Du Opfer dieser Panikmacherei.

Sorry, Du hast offenbar überhaupt keine Ahnung, wo die Gefahren beim Radfahren liegen. Die Bremse ist mit Sicherheit eines der kleinsten sicherheitsrelevanten Probleme. Und letztlich wird die Bremswirkung noch durch andere Faktoren beschränkt.
Hauptsächlich durch die Reifenhaftung. Gerade bei Nässe.

Da ändert auch die beste Bremse der Welt nix dran. ;)

Beaver
21.07.2018, 14:25
Hier, allerdings zu SEHEN ;)

https://youtu.be/uHFSSXOSnxs

Und jetzt bitte nicht wieder die Nummer von einem vom Disc-Kartell bezahlten Test... ;)

Doch leider. Erst seit Jahresbeginn müssen sie "bezahlte Promotion" kennzeichnen. ;)

Aber ernsthaft: Ohne Fahrerwechsel allein schon sehr fraglich und 2015er Reynolds mit den blauen Pads (erste Generation?) sind nicht mehr Stand der Technik und wurden schon damals in den Tourtests bemängelt (inkl. Delaminierung der Felge).

Ein aktueller Test mit texturierten Enve Felgen mit Enve Belägen mit verschiedenen Fahrern bitte. :xdate:

a x e l
21.07.2018, 14:27
Bitte wieder auf den Umgangston/Übertreibungen achten. ;)

Wo gibt es einen Vergleich zwischen Disc und FB Bremswegen zu lesen?

Hier hat die Disc die rettenden Meter weniger Bremsweg offensichtlich nicht gebracht?

http://static1.fnp.de/storage/image/0/7/1/9/2209170_cms2image-fixed-605x320_1rhQ7A_LKAvIO.jpg

http://www.fnp.de/rhein-main/blaulicht/Unfall-beim-Abbiegen-Lkw-schleift-Radfahrer-mit;art25945,3044394

Und Bremshebel gehen schwerer, weil keiner mehr Unterlenker fährt - dafür sind sie eigentlich gedacht. ;)

Hmm, stimmt-wenn dich ein LKW Fahrer beim Abbiegen überrollt, hilft auch die Disc nichts.
Aber ich schätze, der arme Radfahrer hat da überhaupt nicht mehr bremsen können.

Kurt_K.O._Bein
21.07.2018, 14:29
Doch leider. Erst seit Jahresbeginn müssen sie "bezahlte Promotion" kennzeichnen. ;)

Aber ernsthaft: Ohne Fahrerwechsel allein schon sehr fraglich und 2015er Reynolds mit den blauen Pads (erste Generation?) sind nicht mehr Stand der Technik und wurden schon damals in den Tourtests bemängelt (inkl. Delaminierung der Felge).

Ein aktueller Test mit texturierten Enve Felgen mit Enve Belägen mit verschiedenen Fahrern bitte. :xdate:

Zumal der Fahrer der FB leichter gebaut aussieht. Ein Fahrerwechsel wäre aber besser gewesen, stimmt.

Ein Test mit gelaserter Bremsflanke würd ich allerdings auch gerne sehen.

Abstrampler
21.07.2018, 14:36
@DaPhreak & @keinerEiner:
hört jetzt bitte auf, euch auch der persönlichen Ebene anzugreifen. Das führt zu gar nichts.

KeinerEiner
21.07.2018, 14:36
Die Bremse ist mit Sicherheit eines der kleinsten sicherheitsrelevanten Probleme.

OK, wenn man das so sieht ... erübrigt sich ja jede weitere Diskussion.

Edit @Abstrampler: war nix persönlich gemeint, sorry, wenn es so rüberkam.

Beaver
21.07.2018, 14:39
Hmm, stimmt-wenn dich ein LKW Fahrer beim Abbiegen überrollt, hilft auch die Disc nichts.
Aber ich schätze, der arme Radfahrer hat da überhaupt nicht mehr bremsen können.

Unfälle vermeiden ist immer das beste. ;) Vorrausschauend fahren und für die anderen mitdenken. Auf eine Bremse möchte ich mich nicht verlassen müssen...


Zumal der Fahrer der FB leichter gebaut aussieht. Ein Fahrerwechsel wäre aber besser gewesen, stimmt.

Ein Test mit gelaserter Bremsflanke würd ich allerdings auch gerne sehen.

Alle "Tests" und User sprechen ihnen etwas besseres Bremsen im Trockenen und deutlich besseres Bremsen im Nassen zu - vielleicht sind das schon die entscheidenden Meter...

Und Bontrager ist gelasert, Enve in die Form gepresst. ;)

https://i1.wp.com/aerogeeks.com/wp-content/uploads/2018/03/BT18_Aeolus_XXX_Wheels_52.jpg

Wenn die Chinafelgen das auch mal irgendwann haben, leben wir einer sicheren Welt. :D

DaPhreak
21.07.2018, 14:43
Hier, allerdings zu SEHEN ;)

https://youtu.be/uHFSSXOSnxs

Und jetzt bitte nicht wieder die Nummer von einem vom Disc-Kartell bezahlten Test... ;)

Dann schau mal genau hin. ;)
Bei beiden Rädern blockieren die Hinterräder. Mehr geht nicht, bzw. ist eher kontraproduktiv.

Bei den "wet conditions" war nicht mal Wasser auf den Felgen.

Da war der limitierende Faktor niemals die Bremse. Eher die Reifen oder die Skills. Der Disc Fahrer (Daniel Loyd) war ja mal Profi bei Cervelo. Vielleicht kann der es einfach auch etwas besser.

Und ja, GCN wird durch Werbung von Radherstellern finanziert. Lies mal "Sponsorship" https://www.globalcyclingnetwork.com/editorial

DaPhreak
21.07.2018, 14:48
OK, wenn man das so sieht ... erübrigt sich ja jede weitere Diskussion.

@Abstrampler: war nix persönlich gmeint, sorry, wenn es so rüberkam.

Darf ich mal fragen, wie lange Du schon (Straßen) Radsport betreibst?

Schon mal aktuelle FB gefahren, z.B. Dura Ace?

KeinerEiner
21.07.2018, 15:24
Auch wenn persönlich: seit über 30 Jahren Rennrad, Radreisen und später auch MTB und ich bin alles gefahren, kenne von Bremsen alle Extreme von Weinmann auf Chromfelgen über Campa Delta bis zu Gustav M. auf 210er Scheibe. Wohne in den Bergen und bremse also viel und hart ;) , nach > 10 Jahren Großstadt vorher mit Nahtoderfahrungen kenne ich das Kapitel auch. Ebenso persönlich: mit jemandem, der schreibt "Die Bremse ist mit Sicherheit eines der kleinsten sicherheitsrelevanten Probleme." werde ich sicher eines nicht mehr tun: über Bremsen diskutieren. Irgendwo hört's nämlich auf ...

Abstrampler
21.07.2018, 15:30
Ich denke, was er damit ausdrücken wollte ist, dass die wenigsten Unglücksfälle mit dem Rad durch die eigene Bremse verursacht werden.
Die Verzögerung einer modernen FB in Verbindung mit Alu-/Lasercut-/Strukturflanke ist weit weg von jeglichen Sicherheitsbedenken. Auch bei Nässe.
;)

Abstrampler
21.07.2018, 15:33
Was nicht heißt, dass die Disc hier nicht Vorteile hat.



Besonders beim Putzaufwand nach der Regenfahrt. :D

kleinerblaumann
21.07.2018, 15:33
Dann schau mal genau hin. ;)
Bei beiden Rädern blockieren die Hinterräder. Mehr geht nicht, bzw. ist eher kontraproduktiv.


Daraus lässt sich schließen, dass das Hinterrad bei dem Test keinen Unterschied ausmacht. Es ist aber ein Unterschied da, der eine kommt ja eher zum stehen als der andere. Dann könnte es am Vorderrad liegen, das dann den Unterschied ausmacht. Und da wäre dann die Konklusion, dass solange der Reifen genug Grip hat, um die Bremleistung auch auf die Straße zu bringen, man natürlich von einer stärkeren Bremse profitiert und eher zum Stehen kommt. Dass die Bremse stärker ist, zeigt sich darin, dass der Scheibenbremsler eher zum stehen kommt.
Hätten beide nur hinten gebremst, wäre es wohl unentschieden ausgegangen, weil die gleichen Reifen gleich gut rutschen. Hätten beide nur vorne gebremst, wäre der Scheibembremsler eher zum stehen gekommen, weil da der Reifen eben noch nicht als limitierender Faktor fungiert, das Vorderrad blockiert ja nicht, und somit die Bremse einen Unterschied machen kann.

a x e l
21.07.2018, 15:38
Ich denke, was er damit ausdrücken wollte ist, dass die wenigsten Unglücksfälle mit dem Rad durch die eigene Bremse verursacht werden.
Die Verzögerung einer modernen FB in Verbindung mit Alu-/Lasercut-/Strukturflanke ist weit weg von jeglichen Sicherheitsbedenken. Auch bei Nässe.
;)

Gibt es irgendwo einen Test "Alte Felgenbremse ( z.B. Campa pre Skeleton aber Dual Pivot) mit gealterten Bremsbelägen auf klassischer
Alufelge (z.B: Mavic Pro o. CXP o. DP 18)" im Vergleich zu o. g. "Bremse Dura Ace auf so einer Lasercut-/Strukturflanke"?

Wenn nein, falls die Tour das gerne testen will, ich hätte noch die alten Schätzchen im Keller. :D

Abstrampler
21.07.2018, 15:42
Daraus lässt sich schließen, dass das Hinterrad bei dem Test keinen Unterschied ausmacht. (...)
Hätten beide nur hinten gebremst, wäre es wohl unentschieden ausgegangen, weil die gleichen Reifen gleich gut rutschen.

Dadurch, dass ein Fahrer seinen Körper beim Bremsen deutlich hinter den Sattel bringt, verlagert er das Gewicht nach hinten und bringt so natürlich auch mehr Bremskraft auf. Der andere Fahrer macht das nicht.
Zudem wissen wir nicht, wann wer die Bremse betätigt, etc.

Na ja, GCN.

DaPhreak
21.07.2018, 15:42
... werde ich sicher eines nicht mehr tun: über Bremsen diskutieren. Irgendwo hört's nämlich auf ...
Passt ;)

DaPhreak
21.07.2018, 15:44
Dadurch, dass ein Fahrer seinen Körper beim Bremsen deutlich hinter den Sattel bringt, verlagert er das Gewicht nach hinten und bringt so natürlich auch mehr Bremskraft auf. Der andere Fahrer macht das nicht.
....

Ich schrob's ja: Skills.

Abstrampler
21.07.2018, 15:45
Gibt es irgendwo einen Test "Alte Felgenbremse ( z.B. Campa pre Skeleton aber Dual Pivot) mit gealterten Bremsbelägen auf klassischer
Alufelge (z.B: Mavic Pro o. CXP o. DP 18)" im Vergleich zu o. g. "Bremse Dura Ace auf so einer Lasercut-/Strukturflanke"?

Wenn nein, falls die Tour das gerne testen will, ich hätte noch die alten Schätzchen im Keller. :D

Campa Lambda Aero mit 8fach Chorus und NOS Belägen hätte ich auch hier.
Exalith und Record zum Vergleich, dann bleibt der Sieg wenigstens in Vicenza. :D

kleinerblaumann
21.07.2018, 15:46
Dadurch, dass ein Fahrer seinen Körper beim Bremsen deutlich hinter den Sattel bringt, verlagert er das Gewicht nach hinten und bringt so natürlich auch mehr Bremskraft auf. Der andere Fahrer macht das nicht.
Zudem wissen wir nicht, wann wer die Bremse betätigt, etc.

Na ja, GCN.

Letzteres ist richtig. Aber bei min 2:47-48 ist nicht ein Hintern weiter hinterm Sattel als der andere.

Abstrampler
21.07.2018, 15:55
Letzteres ist richtig. Aber bei min 2:47-48 ist nicht ein Hintern weiter hinterm Sattel als der andere.

Dafür bei 1:3x bis 1:4x deutlich. Insofern...

Was aber nichts daran ändert, dass die DB einfacher exakt zu dosieren ist und insgesamt fester zupacken kann. Keine Frage.

KeinerEiner
21.07.2018, 16:00
Ich denke, was er damit ausdrücken wollte ist, dass die wenigsten Unglücksfälle mit dem Rad durch die eigene Bremse verursacht werden.
Die Verzögerung einer modernen FB in Verbindung mit Alu-/Lasercut-/Strukturflanke ist weit weg von jeglichen Sicherheitsbedenken. Auch bei Nässe.
;)

Wenn ich mit meinem FB-Rad, Ultegra 6800, DT Swiss Alu-Felge, im starken Regen bremse, ist der Unterschied zur DB erheblich. Das ist das Material, was bisher 90% der Leute fahren. Dura Ace ist da nicht besser, 105 nicht schlechter.

Bei den meisten Carbonfelgen ist die Nassbremsleistung katastrophal (https://forum.tour-magazin.de/showthread.php?385453-Fulcrum-Campagnolo-Carbon-Clincher-in-den-Alpen-(bei-N%E4sse)-Erfahrungen), einige wenige, sehr teure Felgen mit behandelter Oberfläche mal ausgenommen.

Sicherheitsbedenken sind nie absolut, sondern richten sich nach dem technisch Möglichen. Die Wahrscheinlichkeit, einen Unfall bei Nässe wegen zu langem Bremsweg zu haben, ist mit schlechterer Bremse massiv höher, bei Standardsituationen wie genommene Vorfahrt, Person geht unvermittelt auf Fahrbahn usw. Fakt.

Kein PKW wird heute noch mit Trommelbremse ausgeliefert, auch wenn diese mal hochmodern waren und auch heute sicher "weg von jeglichen Sicherheitsbedenken" sind und lange nicht verboten.

Ich verstehe voll, wenn jemand bei Rennen lieber FB nimmt, da überwiegen deren Vorteile, gern auch im Regen, wenn eine Lasercut-/Strukturflanke verwendet wird.

Für alles andere ist die Disc besser und sicherer, und setzt sich daher durch. Dass das einige nicht wahrhaben wollen und gar mit abstrusen Aussagen wie die Bremse sei nicht sicherheitskritisch, daherkommen, verstehe ich nicht, zumal sie am Renner ja jetzt und sicher auch in Zukunft FB fahren können.

a x e l
21.07.2018, 16:01
Campa Lambda Aero mit 8fach Chorus und NOS Belägen hätte ich auch hier.
Exalith und Record zum Vergleich, dann bleibt der Sieg wenigstens in Vicenza. :D

Super! Mach mal...

Ur-Shamal mit Messerspeichen, 1. Serie hätte ich auch noch für den Test.

Abstrampler
21.07.2018, 16:06
Wir reden aber nicht von Geschwindigkeiten wie beim Auto. Die meisten von uns sind überwiegend im Bereich 30 bis 40 km/h unterwegs.
Und bei hohen Geschwindigkeiten und Extremsituationen sind Disc leider im Vergleich zu Aluclinchern durch Fading und Blockieren das Gegenteil eines Sicherheitsvorteils. Zumindest ergaben das die Tests von TOUR.

Die Diskussion sollten wir aber verschieben, bis der aktuelle Test erscheint.
Er sollte Klarheit bringen. :)

DaPhreak
21.07.2018, 16:13
...
Für alles andere ist die Disc besser und sicherer, und setzt sich daher durch. Dass das einige nicht wahrhaben wollen und gar mit abstrusen Aussagen wie die Bremse sei nicht sicherheitskritisch, daherkommen, verstehe ich nicht, zumal sie am Renner ja jetzt und sicher auch in Zukunft FB fahren können.

Diese absoluten Aussagen, "für alles andere" usw., sind doch wirklich sehr subjektiv, also was soll das?

Dass die Bremse an sich nicht sicherheitsrelevant sei, habe ich doch so gar nicht gesagt.:rolleyes:
Ich hab gesagt, es ist eines der kleinsten Probleme. Denn aktuelle FB bremsen hervorragend (wie es Discs auch tun).
Wenn Du aber weiter so selektiv liest, hat das wirklich keinen Zweck mit uns beiden weiter zu diskutieren.

Beaver
21.07.2018, 16:55
Wenn ich mit meinem FB-Rad, Ultegra 6800, DT Swiss Alu-Felge, im starken Regen bremse, ist der Unterschied zur DB erheblich. Das ist das Material, was bisher 90% der Leute fahren. Dura Ace ist da nicht besser, 105 nicht schlechter.

Bei den meisten Carbonfelgen ist die Nassbremsleistung katastrophal (https://forum.tour-magazin.de/showthread.php?385453-Fulcrum-Campagnolo-Carbon-Clincher-in-den-Alpen-(bei-N%E4sse)-Erfahrungen), einige wenige, sehr teure Felgen mit behandelter Oberfläche mal ausgenommen.

Sicherheitsbedenken sind nie absolut, sondern richten sich nach dem technisch Möglichen. Die Wahrscheinlichkeit, einen Unfall bei Nässe wegen zu langem Bremsweg zu haben, ist mit schlechterer Bremse massiv höher, bei Standardsituationen wie genommene Vorfahrt, Person geht unvermittelt auf Fahrbahn usw. Fakt.

Kein PKW wird heute noch mit Trommelbremse ausgeliefert, auch wenn diese mal hochmodern waren und auch heute sicher "weg von jeglichen Sicherheitsbedenken" sind und lange nicht verboten.

Ich verstehe voll, wenn jemand bei Rennen lieber FB nimmt, da überwiegen deren Vorteile, gern auch im Regen, wenn eine Lasercut-/Strukturflanke verwendet wird.

Für alles andere ist die Disc besser und sicherer, und setzt sich daher durch. Dass das einige nicht wahrhaben wollen und gar mit abstrusen Aussagen wie die Bremse sei nicht sicherheitskritisch, daherkommen, verstehe ich nicht, zumal sie am Renner ja jetzt und sicher auch in Zukunft FB fahren können.

Was ist für Dich "erheblich"? Was für Beläge hast Du auf den 6800 Bremsen?

Die "meisten" Carbonfelgen haben jetzt ein Carbon-Basalt Geflecht, das würde ich nicht als "katastrophal" bezeichnen, erinnert bei Nässe eher an Alufelgen (wenn man nicht gerade die Yellow King Beläge nimmt :D ) - und Delaminierung habe ich da auch nicht mehr gesehen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Enve oder Bontrager Textur von den anderen kopiert wird, ist sehr hoch, dann ist auch das Thema erledigt. Die Entwicklung geht eben überall weiter, auch bei Bremsscheiben war/ist es nötig...

Und wenn ich meinen Bremsen nicht traue, fahre ich bei Regen vorsichtiger und vermeide so Unfälle. Fakt.

Und auch mit Scheibenbremsen wird der Grip der Reifen bei Nässe nicht besser. Wenn Dir wirklich ein Hund auf der Regenabfahrt vors Rad läuft, kannst Du bremsen (und Du wirst voll hineinlangen und bei blockierendem Hinterrad machen die meisten dann einen unsanften Abstieg) oder besser versuchen, auszuweichen. Die Bremse entscheidet da nicht zwischen Unfall oder kein Unfall. Ich kann mir da auch schwer Situationen vorstellen, wo dies der Fall sein sollte.

Bei meinem letzten Unfall (Linksabbieger nimmt die Vorfahrt), bin ich auch ausgewichen und er hat mich dann seitlich erwischt und ich bin über die Motorhaube gegangen. Bremsen hätte Crash in die Seite bedeutet. Wäre schlimmer ausgegangen.

Kleinwagen haben hinten oft noch Trommelbremsen - und auch ein Porsche mit Keramikbremsen macht bei Nässe einen Abflug, wenn der Fahrer es übertreibt, die Physik kann man nicht überlisten. Mit starken Bremsen ggf. sogar noch eher...

"Besser und sicherer" wäre also noch zu beweisen. Disc ist auf jeden Fall trocken nur gefühlt besser, bei Nässe müsste man mit aktuellen Carbonfelgen testen. Aber das willst Du nicht wahrhaben. ;)

kleinerblaumann
21.07.2018, 17:05
Dafür bei 1:3x bis 1:4x deutlich. Insofern...

Ok, dann hätten wir einmal mit Gewicht nach hinten verlagern bei der Scheibenbremse, nicht hingegen bei der Felgenbremse. Und wir hätten einmal bei beiden Bremsen gleiches Gewicht nach hinten verlagern. Beide Situationen hatten dasselbe Ergebnis. Da weiß man also, was dann wohl keinen Einfluss hatte. Man weiß natürlich immer noch nicht, ob beide mit maximaler Kraft gebremst haben oder was sonst noch eine Rolle spielen mag. Das ist dann halt GCN.


Was aber nichts daran ändert, dass die DB einfacher exakt zu dosieren ist und insgesamt fester zupacken kann. Keine Frage.
Das sehe ich auch so.

Beaver
21.07.2018, 17:11
Ok, dann hätten wir einmal mit Gewicht nach hinten verlagern bei der Scheibenbremse, nicht hingegen bei der Felgenbremse. Und wir hätten einmal bei beiden Bremsen gleiches Gewicht nach hinten verlagern. Beide Situationen hatten dasselbe Ergebnis. Da weiß man also, was dann wohl keinen Einfluss hatte. Man weiß natürlich immer noch nicht, ob beide mit maximaler Kraft gebremst haben oder was sonst noch eine Rolle spielen mag. Das ist dann halt GCN.


Das Ding ist einfach keine Diskussionsgrundlage. ;)

Meinetwegen einmal Canyon Aeroad Dura-Disc vs. Dura-Ace Rim (Direct Mount) und Enve 3.4 SES Disc und Rim mit verschiedenen Fahrern, die sitzen bleiben.

Mal gucken, was da rauskommt...

kleinerblaumann
21.07.2018, 17:20
Das Ding ist einfach keine Diskussionsgrundlage. ;)

Meinetwegen einmal Canyon Aeroad Dura-Disc vs. Dura-Ace Rim (Direct Mount) und Enve 3.4 SES Disc und Rim mit verschiedenen Fahrern, die sitzen bleiben.

Mal gucken, was da rauskommt...

Ich bin dann einfach mal auf den TOUR-Test gespannd. Auch wenn ich davon wohl keine Kaufentscheidung abhängig machen werde, interessieren tuts mich trotzdem.

seankelly
21.07.2018, 17:22
Disc ist auf jeden Fall trocken nur gefühlt besser,

Hm .... fraglich, ob nur gefühlt oder tatsächlich; und ob "gefühlt" nicht schon ausreicht, um von einem Vorteil zu sprechen.
Ich bleib mal bei meinen subjektiven Eindrücken: auf längeren steilen Abfahrten muss man vor Kurven schon kräftig in die FB greifen, wenn man voll rollen lässt. Isso. Ich denke da speziell an die Abfahrt vom Kitzbühler Horn. :eek: Mit Disc ist die Handkraft schon merklich reduziert ... d.h. man kann dann auch später anbremsen.

Kurt_K.O._Bein
21.07.2018, 17:44
Hm .... fraglich, ob nur gefühlt oder tatsächlich; und ob "gefühlt" nicht schon ausreicht, um von einem Vorteil zu sprechen.
Ich bleib mal bei meinen subjektiven Eindrücken: auf längeren steilen Abfahrten muss man vor Kurven schon kräftig in die FB greifen, wenn man voll rollen lässt. Isso. Ich denke da speziell an die Abfahrt vom Kitzbühler Horn. :eek: Mit Disc ist die Handkraft schon merklich reduziert ... d.h. man kann dann auch später anbremsen.

Das hab ich so von anderen Leuten auch so gelesen. Beim Umstieg zurück auf FB sind se erstma in die Büsche gefahren bei gleichem Bremsverhalten :)

Marsz
21.07.2018, 18:11
Ich würde mich bei der Disc nicht so auf die Maximale Bremskraft und die absolute Sicherheit versteifen.
Sie vermittelt mit einfach ein super Bremsgefühl, das gefällt mir.
Wegen der Sicherheit habe ich das Rad nicht gekauft.
Das einzige wo ich sie wirklich lieber benutze ist bei Pässeabfahrten.

Gleichzeitig fahre ich mein Felgenbremsrad ebenso gerne. Im Alltag reicht mir das auch vollkommen. In Gruppen fahre ich es sogar lieber, wegen der am "Anfang" geringeren Bremskraft.

Will man Sicherheit, dann fährt wie hier schon erwähnt Vorausschauend. Das ist die beste "Bremse".

NoWin
21.07.2018, 20:02
Ich verstehe voll, wenn jemand bei Rennen lieber FB nimmt, da überwiegen deren Vorteile, gern auch im Regen, wenn eine Lasercut-/Strukturflanke verwendet wird.

Für alles andere ist die Disc besser und sicherer, und setzt sich daher durch. Dass das einige nicht wahrhaben wollen und gar mit abstrusen Aussagen wie die Bremse sei nicht sicherheitskritisch, daherkommen, verstehe ich nicht, zumal sie am Renner ja jetzt und sicher auch in Zukunft FB fahren können.

Du pauschalierst - und das wird hier im Thread zu Recht bemängelt.

Ich fahre keine Rennen mehr, kenne Disc seit vielen Jahren am MTB wie auch am Renner - und trotzdem benötige ich diese am Crosser und Rennrad nicht. Somit ist die Pauschalaussage "Für alles andere ist die Disc besser und sicherer" ad absurdum geführt, weil es schon einmal für mich nicht stimmt.

cadoham
21.07.2018, 20:41
Eben.

Einfach Pauschalaussagen durch eine auf sich selbst bezogene Sichtweise ersetzen und
anderen unterschiedliche Präferenzen in der Materialwahl zu zugestehen.

Dann fühlt sich keiner unnötig auf den Schlips getreten und niemand fühlt sich genötigt,
verbal zu kontern.

Es ist nur eine Bremse ...

Tom
21.07.2018, 20:52
Ebenso persönlich: mit jemandem, der schreibt "Die Bremse ist mit Sicherheit eines der kleinsten sicherheitsrelevanten Probleme." werde ich sicher eines nicht mehr tun: über Bremsen diskutieren. Irgendwo hört's nämlich auf ...

Bremsen sind am Rad (sofern sie ordnunsggemäss funktionieren) mit Sicherheit eines der kleinsten sicherheitsrelevanten Probleme, Denn was Verzögerung und Dosierbarkeit angeht, ist alles, was nach Shimano 7400-Generation Ende der 80er kam, völlig ausreichend.

Flashy
21.07.2018, 21:02
Wenn ich mit meinem FB-Rad, Ultegra 6800, DT Swiss Alu-Felge, im starken Regen bremse, ist der Unterschied zur DB erheblich. Das ist das Material, was bisher 90% der Leute fahren. Dura Ace ist da nicht besser, 105 nicht schlechter.

Bei den meisten Carbonfelgen ist die Nassbremsleistung katastrophal (https://forum.tour-magazin.de/showthread.php?385453-Fulcrum-Campagnolo-Carbon-Clincher-in-den-Alpen-(bei-N%E4sse)-Erfahrungen), einige wenige, sehr teure Felgen mit behandelter Oberfläche mal ausgenommen.

Sicherheitsbedenken sind nie absolut, sondern richten sich nach dem technisch Möglichen. Die Wahrscheinlichkeit, einen Unfall bei Nässe wegen zu langem Bremsweg zu haben, ist mit schlechterer Bremse massiv höher, bei Standardsituationen wie genommene Vorfahrt, Person geht unvermittelt auf Fahrbahn usw. Fakt.

Kein PKW wird heute noch mit Trommelbremse ausgeliefert, auch wenn diese mal hochmodern waren und auch heute sicher "weg von jeglichen Sicherheitsbedenken" sind und lange nicht verboten.

Ich verstehe voll, wenn jemand bei Rennen lieber FB nimmt, da überwiegen deren Vorteile, gern auch im Regen, wenn eine Lasercut-/Strukturflanke verwendet wird.

Für alles andere ist die Disc besser und sicherer, und setzt sich daher durch. Dass das einige nicht wahrhaben wollen und gar mit abstrusen Aussagen wie die Bremse sei nicht sicherheitskritisch, daherkommen, verstehe ich nicht, zumal sie am Renner ja jetzt und sicher auch in Zukunft FB fahren können.

+1

Ultegra 6800 mit Standard Shimano Belägen.
Glaubt aber hier ja keiner.

Aber mir ist das auch egal, was andere irgendwo erleben. Ich hab die Erfahrungen und bilde mir darauf die Meinung.

Scatto
21.07.2018, 21:11
Nun, Flashy.
Dann empfiehlst du auch, einen SUV zu fahren?
Man befährt generell so gut wie nie unwegsames Gelände.
Aber wenn man das ein Mal im Schaltjahr doch mal macht, dann ist so ein SUV im Vorteil.

Deshalb sollten wir alle SUV kaufen.
Stimmt.

Aus diesen Gründen müssten wir alle auch Crosser fahren.
Mit den Rennrädern fahren wir fast nie auf unbefestigten Straßen, aber...

Pedalierer
21.07.2018, 21:12
Ich fahre im Moment im Allgäu-Urlaub mit Skeleton Campa-Bremse und habe hier öfters mal 80 Sachen auf dem Tacho. Bisher konnte ich immer stressfrei und geräuscharm bremsen, nie war die Felge heiß oder das Bremsverhalten unvorhersehbar. Klar kann ich das nicht mit einem Finger am Hebel machen, aber dass juckt mich nicht. 2 Minuten später muss ich wieder die Steigung hoch, da erschöpfen mich die Bremsungen eher weniger.

Scheibenbremse sieht man hier eher noch an MTBs die gern mal kreischend den Berg runter rollen. Das Thema Bremsgeräusche ist nach meinem Eindruck seit Jahren unverändert.

DaPhreak
21.07.2018, 21:12
Bremsen sind am Rad (sofern sie ordnunsggemäss funktionieren) mit Sicherheit eines der kleinsten sicherheitsrelevanten Probleme, Denn was Verzögerung und Dosierbarkeit angeht, ist alles, was nach Shimano 7400-Generation Ende der 80er kam, völlig ausreichend.

Er hat ja sogar Deltas gefahren. Das waren die übelsten Bremsen ever. Aber auch die schönsten. :)

Flashy
21.07.2018, 21:13
Steht irgendwo, dass ich irgendjmd. was empfehle?
Es steht lediglich da, welche Erfahrungen ich machte.

Und wenn ne Ultegra 6800 (auf Alu) vs. ne Scheibe im Regen bei mir nunmal unterschiedliche Eindrücke hinterlässt?

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es auf den Flanken mit "profil" ganz ander aussieht.

cadoham
21.07.2018, 21:22
Scheibenbremse sieht man hier eher noch an MTBs die gern mal kreischend den Berg runter rollen. Das Thema Bremsgeräusche ist nach meinem Eindruck seit Jahren unverändert.

Stimmt.

Quietschen Sie, ist meist Fett / Öl auf den Reibpaaren,
oder die Kombination Belag - Scheibe passt nicht,
wie man es auch bei FB kennt. :)

Es ist aber kein normaler Zustand, mit dem man sich arrangieren müsste,
denn es geht in den meisten Fällen ohne nervigen Bremsgeräuschen,
wie auch bei der FB. ;)

Einigen ist es wohl eher egal, wie auch einige mit rasselnder Schaltung unterwegs sind.

Kurt_K.O._Bein
21.07.2018, 21:25
Nun, Flashy.
Dann empfiehlst du auch, einen SUV zu fahren?
Man befährt generell so gut wie nie unwegsames Gelände.
Aber wenn man das ein Mal im Schaltjahr doch mal macht, dann ist so ein SUV im Vorteil.

Deshalb sollten wir alle SUV kaufen.
Stimmt.

Aus diesen Gründen müssten wir alle auch Crosser fahren.
Mit den Rennrädern fahren wir fast nie auf unbefestigten Straßen, aber...

Fahre meinen dicken Skoda Kodiaq nicht weil ich damit ins Gelände fahre, sondern weil ich wahnsinnig viel Platz da drinne hab und ne Menge laden kann. Und weil die Karre einfach geil is. Hindert mich nich, auch mal mit dem Rennrad ne Schotterpiste langzuheizen:ä

seankelly
21.07.2018, 21:28
Es ist aber kein normaler Zustand, mit dem man sich arrangieren müsste,
denn es geht in den meisten Fällen ohne nervigen Bremsgeräuschen,
wie auch bei der FB. ;)

Einigen ist es wohl eher egal, wie auch einige mit rasselnder Schaltung unterwegs sind.

Quietschen hab ich mit der Ultegra noch nicht erlebt, allerdings Schleifen nach Heiß-Bremsen. Verschwindet nach Abkühlung, scheint systemimmanent und stört mich daher nicht weiter.

Scatto
21.07.2018, 21:29
Fahre meinen dicken Skoda Kodiaq nicht weil ich damit ins Gelände fahre, sondern weil ich wahnsinnig viel Platz da drinne hab und ne Menge laden kann. Und weil die Karre einfach geil is. Hindert mich nich, auch mal mit dem Rennrad ne Schotterpiste langzuheizen:ä

Das ist wenigstens mal ehrlich.

Flashy
21.07.2018, 21:31
Andere Erlebnisberichte findest du wohl nicht ehrlich?

Fragt mich und kommentiert dann die Antwort eines anderen. :D

a x e l
21.07.2018, 21:32
Quietschen hab ich mit der Ultegra noch nicht erlebt, allerdings Schleifen nach Heiß-Bremsen. Verschwindet nach Abkühlung, scheint systemimmanent und stört mich daher nicht weiter.

+1

....außer bei ordentlich Regen, da hat es bei mir gequietscht.

Tom
21.07.2018, 22:10
Er hat ja sogar Deltas gefahren. Das waren die übelsten Bremsen ever. Aber auch die schönsten. :)

Ich denke, die Shimano AX, auf jeden Fall zumindest die billige Adamas, war noch mal um Weltfn schlechter.

a x e l
21.07.2018, 22:18
Ich denke, die Shimano AX, auf jeden Fall zumindest die billige Adamas, war noch mal um Weltfn schlechter.

:smileknik

Mir fehlt der Vergleich zur Delta aber die AX waren wirklich mies. Ich hatte damals so ein windelweiches Stahlrad mit
hochovalisierten Rohren "Aero vintage"...und AX-Teilen. Ich möchte es nicht Bremsen nennen.

DaPhreak
22.07.2018, 00:11
Ich denke, die Shimano AX, auf jeden Fall zumindest die billige Adamas, war noch mal um Weltfn schlechter.
Jo, kann sein.

Aber die Deltas waren schon legendär schlecht.
Mein Bruder hatte damals zur C Record die Cobalto Bremsen genommen, weil die erste Version der Delta vom Markt genommen wurde, da sie ernsthaft Probleme machte. Die zweite Version war etwas besser, aber im Vergleich (zu damaligen Bremsen) immer noch übel.

Dass jemand, der so was "überlebt" hat, heute solche Sachen schreibt, wundert mich etwas...

Ich weiß es einfach nicht, aber ich hab einfach nullkommanull Bedarf, an aktuellen Bremsen was zu ändern. Und ich fahre öfter im Regen und Schnee als 99% des Forums. Jede Wette.

medias
22.07.2018, 07:13
Möchte an die Modolo Kronos erinnern. Noch schlechter als die Delta 1.

cadoham
22.07.2018, 08:44
Wäre doch sicher genug Potential, für einen neuen Thread.

Don Crustie
22.07.2018, 09:58
Mal was aus einer Hersteller/Entwickler-Sicht (also explizit nicht unparteiisch...allerdings auch von 2016..)

"In letzter Zeit ist eine hitzige Diskussion um Scheibenbremsen am Rennrad entstanden. Bringt die Disc wirklich so große aerodynamische Nachteile?

Kurz gesagt: Ja. Wir haben auch mit Scheibenbremsen schon einige Aerodynamik-Tests durchgeführt und herausgefunden: Die Disc ist aerodynamisch schlecht. Damit gehen einige Watt verloren. Wenn Aerodynamik der wichtigste Leistungsparameter ist, dann bringt die Disc hier sicher nichts, sondern macht Einsparungen woanders wieder wett. Wir haben uns bei unseren Testreihen auch mit Straßenprofis unterhalten und gefragt, ob sie wirklich schneller bremsen können auf den Abfahrten. Viele haben dies verneint. Mittlerweile kann man mit Felgenbremsen fast die gleiche Bremskraft erzeugen. //"
aus:
https://www.google.de/url?sa=i&source=images&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwiEo8rb6abcAhWGa1AKHRXiCQIQjhx6BAgBEAM&url=http%3A%2F%2Fwww2.radsport-rennrad.de%2Ffitness%2Fjean-paul-ballard-experteninterview-ueber-aerodynamik-radsport&psig=AOvVaw0-wWvrs4IiYa1RgGpnyxlw&ust=1531938093436967
Lesenswerter Artikel aus´m Konkurrenzprodukt...

DaPhreak
22.07.2018, 10:48
Möchte an die Modolo Kronos erinnern. Noch schlechter als die Delta 1.

Ja, aber die Griffe waren hot!
Glaub, waren die ersten mit Zügen unter dem Lenkerband.
Bin ich mit normalen Bremsen gefahren.

DaPhreak
22.07.2018, 10:50
Mal was aus einer Hersteller/Entwickler-Sicht (also explizit nicht unparteiisch...allerdings auch von 2016..)

"In letzter Zeit ist eine hitzige Diskussion um Scheibenbremsen am Rennrad entstanden. Bringt die Disc wirklich so große aerodynamische Nachteile?

Kurz gesagt: Ja. Wir haben auch mit Scheibenbremsen schon einige Aerodynamik-Tests durchgeführt und herausgefunden: Die Disc ist aerodynamisch schlecht. Damit gehen einige Watt verloren. Wenn Aerodynamik der wichtigste Leistungsparameter ist, dann bringt die Disc hier sicher nichts, sondern macht Einsparungen woanders wieder wett. Wir haben uns bei unseren Testreihen auch mit Straßenprofis unterhalten und gefragt, ob sie wirklich schneller bremsen können auf den Abfahrten. Viele haben dies verneint. Mittlerweile kann man mit Felgenbremsen fast die gleiche Bremskraft erzeugen. //"
aus:
https://www.google.de/url?sa=i&source=images&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwiEo8rb6abcAhWGa1AKHRXiCQIQjhx6BAgBEAM&url=http%3A%2F%2Fwww2.radsport-rennrad.de%2Ffitness%2Fjean-paul-ballard-experteninterview-ueber-aerodynamik-radsport&psig=AOvVaw0-wWvrs4IiYa1RgGpnyxlw&ust=1531938093436967
Lesenswerter Artikel aus´m Konkurrenzprodukt...

Sehr ehrlich offensichtlich.
:gut:

Pedalierer
22.07.2018, 11:12
Stimmt.

Quietschen Sie, ist meist Fett / Öl auf den Reibpaaren,
oder die Kombination Belag - Scheibe passt nicht,
wie man es auch bei FB kennt. :)

Es ist aber kein normaler Zustand, mit dem man sich arrangieren müsste,
denn es geht in den meisten Fällen ohne nervigen Bremsgeräuschen,
wie auch bei der FB. ;)

Einigen ist es wohl eher egal, wie auch einige mit rasselnder Schaltung unterwegs sind.

mir ist schon klar dass man das beheben kann, aber in der Praxis ist mir hier kein einziger quietschender FB Renner begegnet in 10 Tagen, aber viele quietschende Disc-MTBs. Das ist dann schon praxisrelevant, weil es die meisten Endanwender überfordert das abzustellen – nicht jeder ist ein Schrauber, aber am MTB fährt jeder Hydro-Disc. Die Tatsache dass es Mittelchen zu kaufen gibt um Disc-Bremsen das Gekreische abzugewöhnen sagt ja einiges aus.

Setzt sich die Disc auch beim DAU durch, wird es ein fröhliches Geklingel und Gequietsche geben auf den Gruppenausfahrten und RTFs der nächsten Jahre.

kleinerblaumann
22.07.2018, 11:21
Was mich am meisten stört, ist der Wartungsaufwand. Ich bin nicht so der Schrauber. Ein Fully mit Scheibenbremsen? Niemals. Ich hab mal was reparieren lassen beim Händler, zwei Wochen gewartet und alles war Murx. Mittlerweile hab ich einen besseren, aber trotzdem. Hydraulik hab ich keinen Bock drauf. Mittlerweile muss ich ich schon auf 6 oder 7 Teile Strom geben, damit es funktioniert. Jetzt auch noch Hydraulik, die nicht umkippen darf. Nein. Kann es nicht sein.

Naja... Wenn Shimano Bremsen einmal gut entlüftet wurden, muss man da jahrelang nichts dran machen. Ich habe schon sehr häufig MTBs liegend im Auto transportiert. Im schlimmsten Fall muss man ein paar mal den Bremshebel ziehen und dann ist wieder alles wie vorher. Hydraulische Shimano Bremsen sind für mich ein absolutes sorglos-Produkt. Bei Sram ist das anders, das DOT muss regelmäßig (vielleicht einmal im Jahr oder so) gewechselt werden.

Beaver
22.07.2018, 12:57
Sehr ehrlich offensichtlich.
:gut:

Den meisten ist es einfach egal: http://www.cyclingnews.com/news/peter-sagan-against-disc-brakes-in-a-mixed-peloton/

Wenn die Unterschiede dramatisch wären, sähe es anders aus.

a x e l
22.07.2018, 13:16
Es gibt einen wichtigen Punkt, um das Schleifen von Belägen an den Scheiben zu vermeiden. Nicht ständig am
Bremssattel rumschrauben, wenn es mal schleift! Das ist quick and dirty, bringt dauerhaft nix.

Bei mir funktioniert die Shimano-Kombi ST-RS685 und BR-R785mit Icetech seit einem Jahr super, nachdem ich hier
im Forum irgendwo den Betrag mit dem Kolben gängig machen gelesen und angewendet habe.
Es quietscht manchmal im Nassen (hatte ich bei FB auch) und beim Heißbremsen klingelt sie manchmal leicht,
bis sie wieder abgekühlt ist. Ansonsten ist Ruhe!

Grundeinstellung:

Laufräder mit Steckachsen sauber in den Rahmen bauen. Einmal mit neuen Belägen den Sattel mittig ausrichten.
Bremshebel ziehen und den Sattel nach der Scheibe ausrichten. Beim Festziehen des Sattels darauf achten, dass durch den Schraubenkopf der Sattel nicht verdreht wird. Am Ende soll beim Zufahren der Kolben die Scheibe nicht zur Seite gedrückt werden und die Beläge parallel zur Scheibe stehen, gleich weit entfernt. Und dann nix mehr am Sattel schrauben, wenn es mal schleift.

Wartung:

Je nach Umgebungsbedingungen ca. 1000-2000 km bei mir, nehme ich mir 5-10 min Zeit und schaue nach den Kolben.
Laufrad raus, Beläge raus, Bremshebel ziehen und schauen, ob die Kolben links und rechts gleich weit raus stehen und beide gängig sind.
Meistens steht einer etwas weiter als der andere. Ist den Dichtungen am Kolben geschuldet, wenn die den Kolben automatisch nachstellen. Die Bremshebel einige Male betätigen, um die Kolben rauszufahren. Nicht zu weit, sonst fallen die Kolben raus. Die Außenfläche am Kolben reinigen, z.B. WD-40. Dann mit einem "weichen, breiten" Kunststoffteil, z.B. Reifenmontagehebel die Kolben zurück drücken. Den Bremshebel ziehen, wenn die Kolben gleichmäßig vorfahren, nochmal zurück drücken. Sattel fettfrei machen, Beläge einbauen, Rad einbauen.

Wenn man es noch nie gemacht hat, mag es sich evtl. kompliziert anhören, ist aber wirklich trivial und geht schnell.

Diejenigen, die frustriert ständig am Sattel schrauben, haben am Ende den Sattel schief zur Scheibe gestellt und dann
geht es halt mal gerade so, bis der Kolben sich nachgestellt hat und dann schleift es wieder.

Scatto
22.07.2018, 13:31
Sicherlich eine gute Anleitung.

Ein weiterer Grund für mich, warum ich sowas nicht am Rad haben möchte.
Solche Situationen wären mir einfach zu blöd- würd ich mir nicht antun wollen sowas.

Ich weiß, sehr subjektiv.

avis
22.07.2018, 13:32
Mal was aus einer Hersteller/Entwickler-Sicht (also explizit nicht unparteiisch...allerdings auch von 2016..)

"In letzter Zeit ist eine hitzige Diskussion um Scheibenbremsen am Rennrad entstanden. Bringt die Disc wirklich so große aerodynamische Nachteile?

Kurz gesagt: Ja. Wir haben auch mit Scheibenbremsen schon einige Aerodynamik-Tests durchgeführt und herausgefunden: Die Disc ist aerodynamisch schlecht. Damit gehen einige Watt verloren. Wenn Aerodynamik der wichtigste Leistungsparameter ist, dann bringt die Disc hier sicher nichts, sondern macht Einsparungen woanders wieder wett. Wir haben uns bei unseren Testreihen auch mit Straßenprofis unterhalten und gefragt, ob sie wirklich schneller bremsen können auf den Abfahrten. Viele haben dies verneint. Mittlerweile kann man mit Felgenbremsen fast die gleiche Bremskraft erzeugen. //"
aus:
https://www.google.de/url?sa=i&source=images&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwiEo8rb6abcAhWGa1AKHRXiCQIQjhx6BAgBEAM&url=http%3A%2F%2Fwww2.radsport-rennrad.de%2Ffitness%2Fjean-paul-ballard-experteninterview-ueber-aerodynamik-radsport&psig=AOvVaw0-wWvrs4IiYa1RgGpnyxlw&ust=1531938093436967
Lesenswerter Artikel aus´m Konkurrenzprodukt...

Danke dafür, interessant. :)

Kurt_K.O._Bein
23.07.2018, 08:11
Ja, find ich auch interessant. Man muss allerdings beachten, das dieses Interview 2 Jahre alt ist. Mittlerweile hat sich da ja ne Menge getan,was die Bremsperformance und die Aerodynamik angeht, siehe Trek Madone Disc oder BMC Timemachine Road.

Wie auch schon geschrieben, fände ich einen Test Disc gegen FB in Verbindung mit gelaserter bzw. strukturierter Carbonbremsflanke bei verschiedenen Wetterbedingungen und verschiedenen Fahrern (schwer, leicht) interessant bei NORMALEM Fahrverhalten (nicht wieder mit ner 100kg Steinplatte im Rahmen und Dauerbremsen. Das ist einfach unrealistisch. Praxisnah bitte.

kaeptnepo
23.07.2018, 08:15
E Und dann nix mehr am Sattel schrauben, wenn es mal schleift.
.

ud wie lange fährst du dann mit schleifender Bremse rum ? Macht mich persönlich wahnsinnig

seankelly
23.07.2018, 08:15
Ja, find ich auch interessant. Man muss allerdings beachten, das dieses Interview 2 Jahre alt ist. Mittlerweile hat sich da ja ne Menge getan,was die Bremsperformance und die Aerodynamik angeht, siehe Trek Madone Disc oder BMC Timemachine Road.


Hab ich auch erst gedacht; andererseits kommt jetzt bestimmt wieder jemand, der sagt, dass die Disc ja eine altbewährte, vom MTB übernommene Technik ist. Was könnte sich da also von 2016 bis 2018 dramatisch verbessert haben?

Kurt_K.O._Bein
23.07.2018, 08:59
Hab ich auch erst gedacht; andererseits kommt jetzt bestimmt wieder jemand, der sagt, dass die Disc ja eine altbewährte, vom MTB übernommene Technik ist. Was könnte sich da also von 2016 bis 2018 dramatisch verbessert haben?

Mit der neuen Dura Ace Gruppe wurde die Scheiben optimiert und laut dem Test bremsen diese besser:
https://www.tour-magazin.de/raeder/rennraeder/erster-test-die-scheibenbremse-der-neuen-dura-ace/a44865.html


Aerodynamisch gibt's wohl auch keine Nachteile mehr (siehe Trek Madone und BMC Timemachine), die Aussagen kommen von den Herstellern selber, muß man natürlich immer mit Vorsicht genießen, klar.

coopera
23.07.2018, 09:47
Mit der neuen Dura Ace Gruppe wurde die Scheiben optimiert und laut dem Test bremsen diese besser:
[URL="https://www.tour-magazin.de/raeder/rennraeder/erster-test-die-scheibenbremse-der-neuen-dura-



e vordere Bremse fällt vorübergehend aus, geht aber nicht kaputt. Nach kurzer Abkühlung ist die volle Bremsleistung wieder verfügbar. Zur objektiven Einordnung gehört der Hinweis, dass viele Carbon*felgen mit Felgenbremsen bei *solchen Bremsungen delaminieren und zerstört werden; und bei Aluminiumfelgen sind Schlauchplatzer *aufgrund von Überhitzung die häufig zu *beobachtende Konsequenz aus solchem Bremsverhalten.

So das sind wir am Punkt...

die Disc werden getestet mit "dingen" die ein FB auch nicht überleben... nur die disc ist schlecht...:D

schräge logik...

Abstrampler
23.07.2018, 09:56
Wartet doch einfach auf den aktuellen Test. ;)

Matt_8
23.07.2018, 09:57
So das sind wir am Punkt...

die Disc werden getestet mit "dingen" die ein FB auch nicht überleben... nur die disc ist schlecht...:D

schräge logik...

Nö, der Anspruch der Disc ist laut Firmen doch, dass sie besser ist als eine Felgenbremse. Ansonsten stellt sich die Frage, warum man sich für ein komplizierteres, teureres und schwereres System entscheiden soll, wenn es nichts besser kann.

Abstrampler
23.07.2018, 10:05
Zumal die Schlauchplatzer beim Aluclincher in der Praxis unter den gleichen Bedingungen eben nicht bestätigt werden konnten.

Aber noch mal: abwarten. ;)

Patrice Clerc
23.07.2018, 10:11
Nö, der Anspruch der Disc ist laut Firmen doch, dass sie besser ist als eine Felgenbremse. Ansonsten stellt sich die Frage, warum man sich für ein komplizierteres, teureres und schwereres System entscheiden soll, wenn es nichts besser kann.

Die Disc ist doch besser. Es wurde ja nie gesagt/geschrieben, dass man mit der Felgenbremse und einem normalen Schlauch in normalem Reifen auf normaler Felge bei ansonsten gleichem Versuch (nur eine Bremse, Dauerbremsen, Übergewicht) gleich weit gekommen wäre.

Ich wüsste nun wirklich nicht, was eine aktuelle Disc als Bremse schlechter könnte, als eine aktuelle Felgenbremse. Die Felgenbremse mag günstiger und leichter sein; aber bremsen tut sie definitiv nicht besser, sondern schlechter - schlechter zu dosieren bei gleicher Bremskraft, deutlich schlechtere Bremswirkung bei nasser Strasse, anfällig auf Dreck (*) und dann gleich digitale Bremswirkung (kaum oder gleich mittelstark, aber kein ganz stark).

Zudem mittlerweile mein Hauptargument: Die Felgenbremse erzeugt eine Sauerei an Felgen, Reifen, Hinterbau durch Gummiabrieb. Da nehme ich gerne ein paar hundert Gramm Gewicht in Kauf und dass ich Werkzeug zum Entlüften kaufen und das Entlüften lernen musste. Nun ist der Wartungsaufwand IMO kleiner als mit Felgenbremsen. Bremsbeläge sind mindestens gleich schnell ersetzt, wie Gummis und Kabel ablängen muss ich nicht mehr. Nur noch gelegentlich etwas Luft aus dem System ziehen und etwas Dot nachfüllen; ca. 1 mal Pro Jahr, im Durchschnitt seltener - die Hinterbremsen an zwei Disc-Rennern sind z.B. seit 3, resp. 2 Jahre noch nie angefasst worden; die Vorderbremsen je einmal.

(*) Man fahre mal über Pässe bei wechselndem Wetter, wenn die Strasse zwischendurch nass und dreckig war. Das chrosende Geräusch nach 100, 150 km nervt beim Bremsen (mit den Felgenbremsen) gewaltig. Und es geht nicht von selber wieder weg, wie bei Discs, die manchmal im Regen auch quitschen können.

Patrice Clerc
23.07.2018, 10:13
Zumal die Schlauchplatzer beim Aluclincher in der Praxis unter den gleichen Bedingungen eben nicht bestätigt werden konnten.


Nachdem Schlauchplatzer in Abfahrten aber immer wieder vorkommen (nicht hier im Forum, ich weiss, aber im privaten Umfeld), braucht man die auch nicht auf diese Weise zu bestätigen. Schwerer Fahrer, leichte Felge, leichter Schlauch, ängstliche Fahrweise = zu wenig Sicherheitsreserve. Und es braucht vermutlich nur drei aus diesen vier Kriterien.

Abstrampler
23.07.2018, 10:16
Vermutlich?

Genau dafür gibt es ja Tests, damit man nicht mehr vermuten muss, sondern weiß.

a x e l
23.07.2018, 10:17
ud wie lange fährst du dann mit schleifender Bremse rum ? Macht mich persönlich wahnsinnig

Bisher kein Schleifen mehr. Ich warte nicht, bis es schleift, sondern werfe alle 1-2 Monate einen Blick drauf.
Ist einfach und seit ich nicht mehr wie blöd am Sattel rumschraube, ist es ja still.

coopera
23.07.2018, 10:22
Nö, der Anspruch der Disc ist laut Firmen doch, dass sie besser ist als eine Felgenbremse. Ansonsten stellt sich die Frage, warum man sich für ein komplizierteres, teureres und schwereres System entscheiden soll, wenn es nichts besser kann.

hast du überhaubte gelesen um was es geht?

wie schräg muss die antiobjektive warnehmung sein wenn in einem Bericht der tour steht das eine Disc zwar bei einem Extremtest ausfälle hatte aber wieder ging, eine Carbonfelge höchstwarscheinlich KAPUT (delaminiert, 2000euro weg) und eine Felgenbremse Höchstwarscheinlich einen Schlauchplatzer (Sturz ? ) hat...


wie definierst du BESSER?

2000euro Carbonfelge hin, schlauchplatzer bei Disc *edit*--> ich mein natürlich Alu FB (beides eine vermutung der Tour) vs bei disc geht nachher alles wieder?

ich glaub ich hier sitzen viele mit schaum vorm mund vorm rechner...

Patrice Clerc
23.07.2018, 10:27
Vermutlich?

Genau dafür gibt es ja Tests, damit man nicht mehr vermuten muss, sondern weiß.

Man weiss es. Weil es vorkommt. In der Praxis, nicht nur in einem praxisfernen Test.

seankelly
23.07.2018, 10:28
hast du überhaubte gelesen um was es geht?

wie schräg muss die antiobjektive warnehmung sein wenn in einem Bericht der tour steht das eine Disc zwar bei einem Extremtest ausfälle hatte aber wieder ging, eine Carbonfelge höchstwarscheinlich KAPUT (delaminiert, 2000euro weg) und eine Felgenbremse Höchstwarscheinlich einen Schlauchplatzer (Sturz ? ) hat...


wie definierst du BESSER?

2000euro Carbonfelge hin, schlauchplatzer bei Disc (beides eine vermutung der Tour) vs bei disc geht nachher alles wieder?

ich glaub ich hier sitzen viele mit schaum vorm mund vorm rechner...

Hier stimmt was mit der Logik nicht ...... :confused:

Patrice Clerc
23.07.2018, 10:31
Vermutlich?

Genau dafür gibt es ja Tests, damit man nicht mehr vermuten muss, sondern weiß.

Man weiss es. Weil es vorkommt. In der Praxis, nicht nur in einem praxisfernen Test. Hangel dich doch nicht an Formulierungen, sondern an den Aussagen hoch.

Und mach doch eine Vorwärtsaussage. Die hätte beispielsweise lauten können, dass Felgen und Schläuche durch Felgenbremsen bei üblicher Fahrweise nicht kaputt gehen. Das wäre dann aber offenbar doch zu gewagt (sonst hätte man es ja tun könne, der Steilpass wäre ja da), da der Beobachtung der normalen Praxis widersprechend. Aber lieber wiederholt man einen Extrem-Test, bei dem die Disc endlich versagte.

Flashy
23.07.2018, 10:31
Nein, er hätte nur "Schlauchplatzer bei FB" schreiben sollen, dann wärs eindeutig.

Abstrampler
23.07.2018, 10:32
hast du überhaubte gelesen um was es geht?

wie schräg muss die antiobjektive warnehmung sein wenn in einem Bericht der tour steht das eine Disc zwar bei einem Extremtest ausfälle hatte aber wieder ging, eine Carbonfelge höchstwarscheinlich KAPUT (delaminiert, 2000euro weg) und eine Felgenbremse Höchstwarscheinlich einen Schlauchplatzer (Sturz ? ) hat...


Nein, das steht dort so nicht. Das sind allgemeine Hinweise.
Es gab in der Vergangenheit natürlich delaminierte Carbonfelgen.
In der Print-Ausgabe war aber auch zu lesen, dass diese Abfahrt mit den verwendeten Aluclinchern unproblematisch gemeistert wurde.

Die August-Ausgabe kommt doch bald. Geduld.

Patrice Clerc
23.07.2018, 10:35
Nein, das steht dort so nicht. Das sind allgemeine Hinweise.
Es gab in der Vergangenheit natürlich delaminierte Carbonfelgen.
In der Print-Ausgabe war aber auch zu lesen, dass diese Abfahrt mit den verwendeten Aluclinchern unproblematisch gemeistert wurde.

Die August-Ausgabe kommt doch bald. Geduld.

Meine Güte! Rein inhaltlich interessiert der Test doch gar nicht mehr. Ich kann's jetzt schon zusammenfassen:
- Bei normaler Fahrweise ist die Disc völlig unproblematisch.
- In Extremsituationen hingegen schon; es muss aber schon sehr extrem sein.

Sinngemäss das gleiche für die Felgenbremse.

Aber damit kann man natürlich kein Heft verkaufen.

Dennoch: keine Angst. Selbst ich werde mir das Heft voraussichtlich genau wegen dieses Tests kaufen; nur schon, weil ich auf die Art der epischen Ausformulierung gespannt bin.

coopera
23.07.2018, 10:41
Nein, er hätte nur "Schlauchplatzer bei FB" schreiben sollen, dann wärs eindeutig.

Natürlich ;):(



Nein, das steht dort so nicht. Das sind allgemeine Hinweise.
Es gab in der Vergangenheit natürlich delaminierte Carbonfelgen.
In der Print-Ausgabe war aber auch zu lesen, dass diese Abfahrt mit den verwendeten Aluclinchern unproblematisch gemeistert wurde.

Die August-Ausgabe kommt doch bald. Geduld.

Ja, das steht aber nicht in der verlinkten Bericht (ich hab die Print nicht gelesen)

es steht der Hinweis der Tour das Carbonbermsen mit FB bei solchen Bremsungen zerstört werden

nichts anderes steht da, ich hab das dann als "höchstwarscheinlich" nochmals abgeschwächt...

was mich zu meinem Post bringt... aber das ist eine eine endlose geschichte bei der objektiv nicht vorkommt..

Mida
23.07.2018, 10:44
Nach einiger Zeit mal wieder reingeklickt und gestaunt, immer noch das gleiche Kinder-Nerd-Gezanke. Kann es Euch nicht egal sein was der Nachbar fährt? Hauptsache Eure eigenen Räder und Rennen laufen super, egal mit welchem Material. Probleme mit dem Material sind doch i.d.R. dem Nutzer und dessen Wartung und Handhabung zuzuschreiben. Wenn ich hier lese das Leute ihr Rennrad zum Händler bringen um Banale Dinge machen zu lassen, sich dann aber großartig und pauschal über Technik unterhalten:eek: Heinz Becker im Forum.....

Patrice Clerc
23.07.2018, 11:12
Ich nehme an, du meinst Aluabrieb? Da nimmst du nur teilweise richtig an. Zu einem grossen Teil ist das Gummi-Abrieb.

Was der Rest deiner Ausführung bewirken soll, ist mir unklar.

m4k1
23.07.2018, 11:17
.... Zu einem grossen Teil ist das Gummi-Abrieb.

Bei dem argument musst du dir aber schon selber das lachen verhalten, oder?

Abstrampler
23.07.2018, 11:39
Meine Güte! Rein inhaltlich interessiert der Test doch gar nicht mehr. Ich kann's jetzt schon zusammenfassen:
- Bei normaler Fahrweise ist die Disc völlig unproblematisch.
- In Extremsituationen hingegen schon; es muss aber schon sehr extrem sein.

Sinngemäss das gleiche für die Felgenbremse.


Für mich gibt es da einen relevanten Unterschied.
Ich habe bereits mehrere Male geschrieben, dass ich das Sicherheitsargument für heikel halte, solange so viel vermutet und so wenig getestet wird.

Wenn für die Extremsituationen, in denen immer wieder von Schlauchplatzern geschrieben wird, die Disc als DAS besser geeignete System (von einigen gar als Lebensretter) bezeichnet wird, es aber bei Tests eher versagt, als ein Schlauch platzt, dann muss man das akzeptieren.

Das kann aber nicht "mal eben", dazu braucht es reproduzierbare, detaillierte Tests.
Vielleicht ergeben die in der August Ausgabe ja auch ein anderes Bild, wer weiß?
Wichtig ist für mich, dass Vermutungen und Behauptungen dann endlich durch Ergebnisse und Fakten ersetzt werden können.

Welche Schlüsse man daraus zieht, bleibt am Ende ohnehin jedem selbst überlassen

Beaver
23.07.2018, 12:44
Die Disc ist doch besser. Es wurde ja nie gesagt/geschrieben, dass man mit der Felgenbremse und einem normalen Schlauch in normalem Reifen auf normaler Felge bei ansonsten gleichem Versuch (nur eine Bremse, Dauerbremsen, Übergewicht) gleich weit gekommen wäre.

Ich wüsste nun wirklich nicht, was eine aktuelle Disc als Bremse schlechter könnte, als eine aktuelle Felgenbremse. Die Felgenbremse mag günstiger und leichter sein; aber bremsen tut sie definitiv nicht besser, sondern schlechter - schlechter zu dosieren bei gleicher Bremskraft, deutlich schlechtere Bremswirkung bei nasser Strasse, anfällig auf Dreck (*) und dann gleich digitale Bremswirkung (kaum oder gleich mittelstark, aber kein ganz stark).

Zudem mittlerweile mein Hauptargument: Die Felgenbremse erzeugt eine Sauerei an Felgen, Reifen, Hinterbau durch Gummiabrieb. Da nehme ich gerne ein paar hundert Gramm Gewicht in Kauf und dass ich Werkzeug zum Entlüften kaufen und das Entlüften lernen musste. Nun ist der Wartungsaufwand IMO kleiner als mit Felgenbremsen. Bremsbeläge sind mindestens gleich schnell ersetzt, wie Gummis und Kabel ablängen muss ich nicht mehr. Nur noch gelegentlich etwas Luft aus dem System ziehen und etwas Dot nachfüllen; ca. 1 mal Pro Jahr, im Durchschnitt seltener - die Hinterbremsen an zwei Disc-Rennern sind z.B. seit 3, resp. 2 Jahre noch nie angefasst worden; die Vorderbremsen je einmal.

(*) Man fahre mal über Pässe bei wechselndem Wetter, wenn die Strasse zwischendurch nass und dreckig war. Das chrosende Geräusch nach 100, 150 km nervt beim Bremsen (mit den Felgenbremsen) gewaltig. Und es geht nicht von selber wieder weg, wie bei Discs, die manchmal im Regen auch quitschen können.

Die Frage ist ja nur, wie groß der Unterschied tatsächlich ist, wenn die Pros ihn nicht erfahren können und in den Bergen lieber leichtere Felgenbremsen nehmen?

Dass sie beim Crossen im Dreck Vorteile hat, bestreitet niemand. Auf losem Untergrund kann auch die bessere Modulation helfen. Auf der Straße brauche/merke ich sie aber nicht.

Und meine Carbonclincher mit Enve Belägen hinterlassen keinen Abrieb, weder auf Felgen und Reifen, noch auf dem Rahmen.

Patrice Clerc
23.07.2018, 12:45
Bei dem argument musst du dir aber schon selber das lachen verhalten, oder?

Wieso erklärst du nicht, warum du das zum lachen findest?

Beaver
23.07.2018, 12:51
Nachdem Schlauchplatzer in Abfahrten aber immer wieder vorkommen (nicht hier im Forum, ich weiss, aber im privaten Umfeld), braucht man die auch nicht auf diese Weise zu bestätigen. Schwerer Fahrer, leichte Felge, leichter Schlauch, ängstliche Fahrweise = zu wenig Sicherheitsreserve. Und es braucht vermutlich nur drei aus diesen vier Kriterien.

Kannst Du bei den Schlauchplatzern im privaten Umfeld einen bei der Montage beschädigten Schlauch ausschließen? Der wird ja wenn, dann auch immer seitlich geklemmt...

Und dann ist eben immer noch der Fahrer, Bremsbelag, Schlauchart und Felge interessant, da gibt es ja enorme Unterschiede.

Wie schon geschrieben, bei dem langen, heißen Sommer müsste es hier täglich Beschwerden geben. Die sind doch nicht etwa alle beim Sturz umgekommen? :eek:

Patrice Clerc
23.07.2018, 12:55
Für mich gibt es da einen relevanten Unterschied.
Ich habe bereits mehrere Male geschrieben, dass ich das Sicherheitsargument für heikel halte, solange so viel vermutet und so wenig getestet wird.Dann verzichte auch auf die Felgenbremse und damit aufs Velofahren ganz. Denn die ist erwiesenermassen in Extremsituationen heikel:
a. Erhitzer Felgenkitt lässt Schlauchreifen abscheren, resp. wegdrehen (empirisch erwiesen).
b. Schläuche können platzen (ee).
c. Felgen können kaputt gehen (delaminiertes Karbon, durchgebremstes Alu) mit möglichen Sturzfolgen (ee).
d. Die Bremswirkung kann überraschend schlecht sein; z.B. bei viel Wasser auf der Strasse - auch wenn man es weiss, kann man davon überrascht werden (ee).

All diese Aspekte treten bei Scheibenbremsen IMO überhaupt nicht auf. Was noch bleibt, ist die Überlast und damit der Ausfall durch Überhitzung. Und die hat man auf dem Einsitzer bei 160 mm hinreichend sicher im Griff. Beim Tandem sieht das nochmals anders aus; dazu hatte ich mich auch schon anekdotisch geäussert.

Ich bleibe dabei: der damalige tour-Test ist interessant, weil er nachvollziehbar dokumentiert, dass man Scheibenbremsen massiv überlasten kann. Als praxisrelevant FÜR MICH SELBER, und damit für viele andere, betrachte ich den Test nicht.



Wenn für die Extremsituationen, in denen immer wieder von Schlauchplatzern geschrieben wird, die Disc als DAS besser geeignete System (von einigen gar als Lebensretter) bezeichnet wird, es aber bei Tests eher versagt, als ein Schlauch platzt, dann muss man das akzeptieren.Ich gehe weiterhin davon aus, dass bei üblichen Kombinationen leichter Felgen und leichter Schläuche und gerne auch leichter Reifen, die Schläuche reproduzierbar schneller schiessen, als Bremsflüssigkeit kocht.



Das kann aber nicht "mal eben", dazu braucht es reproduzierbare, detaillierte Tests.
Vielleicht ergeben die in der August Ausgabe ja auch ein anderes Bild, wer weiß?

Ich lasse mich gerne positiv überraschen. Aber ich fürchte nur schon, dass der Einfluss der von mir als wichtig angesehenen Aspekt Materialgewichte (siehe oben) nicht systematisch untersucht wurde.



Wichtig ist für mich, dass Vermutungen und Behauptungen dann endlich durch Ergebnisse und Fakten ersetzt werden können.

Welche Schlüsse man daraus zieht, bleibt am Ende ohnehin jedem selbst überlassen

Jeder Test ist erstmal zu begrüssen, gerade, wenn er einigermassen sinnvoll, gut beschrieben und damit nachvollziehbar durchgeführt wird. Wie bei tour oft der Fall. Ob er umfassend ist (nochmals: Unterschiedliche Scheibengrössen, Materialgewichte, etc.) werden wir sehen.

Abstrampler
23.07.2018, 13:03
Mir ist schon klar, dass für einige Tests nur dann relevant sind, wenn sie die eigene Sichtweise bestätigen.
Aber wir sind uns ja einig. Man sollte abwarten, was nun eigentlich genau wie getestet wurde und was das Ergebnis war, bevor man über Test, Magazin und Redaktion schimpft.

Diesen respektvollen Umgang halte ich auch für angemessen. ;)

Flashy
23.07.2018, 13:05
Mensch, das klint fast so, als würde dieser Test eine bahnbrechende Neuigkeit liefern. :D

Patrice Clerc
23.07.2018, 13:07
Kannst Du bei den Schlauchplatzern im privaten Umfeld einen bei der Montage beschädigten Schlauch ausschließen? Der wird ja wenn, dann auch immer seitlich geklemmt...Nö. Aber die Defekte passierten in überbremsten Abfahrten.

Die Abfahrt wird ihren Teil dazu beigetragen haben. Und ich kann auch nicht ausschliessen, dass diese Fahrer, falls die Montage überhaupt fehlerhaft war, die Schläuche gelegentlich wieder falsch montieren würden. Dieser Faktor verschwindet ja nicht. Und wenn nun Felgenbremsen die falsch montierten Schläuche wegen zusätzlicher Hitze zum platzen bringen, dann ist die Bremse eben mitschuld.



Und dann ist eben immer noch der Fahrer, Bremsbelag, Schlauchart und Felge interessant, da gibt es ja enorme Unterschiede.
In wiefern macht dies die Geschichte für die Felgenbremse besser? Der Fahrer wechselt ja nicht und bei den übrigen Materialien könnte man zwar wechseln, aber das könnte man auch bei den Discs. Man könnte 180er Scheiben verwenden. Damit müsste man es - Achtung: nur meine Vermutung - schon sehr dumm anstellen, um überhaupt noch thermische Probleme zu haben. Und wenn doch: dann halt 203 mm.



Wie schon geschrieben, bei dem langen, heißen Sommer müsste es hier täglich Beschwerden geben. Die sind doch nicht etwa alle beim Sturz umgekommen? :eek:
Wieso bräuchte es viele Probleme? Es reicht doch, dass die überhaupt auftreten. Ich sage ja nicht, dass das Risiko sehr gross ist. Ihr hingegen tut so, als sei das Risiko ausgefallener Discs entsprechend grösser. Aber von ausgefallenen Scheibenbremsen lesen wir hier auch nicht täglich. AFAIK noch nicht mal jährlich.

schmadde
23.07.2018, 13:07
Kannst Du bei den Schlauchplatzern im privaten Umfeld einen bei der Montage beschädigten Schlauch ausschließen? Der wird ja wenn, dann auch immer seitlich geklemmt...

Das ist auch eher wahrscheinlich. Ich hatte in meinem Leben genau auf einer Ausfahrt einen Schlauchplatzer. Zunächst bergab habe ich auch an die Theorie vom "heissbremsen" geglaubt. Als dann bergauf der zweite Schlauch geplatzt ist war mir klar, dass es was anderes sein muss - das Timmelsjoch hoch brems ich normalerweise nicht meine Felgen heiss :D
Am Ende war das Felgenband kaputt und ich nehme an auch die Schlauchplatzer aus Patrice Clercs privatem Umfeld lassen sich auf eine natürliche Ursache zurückführen und nicht auf "heissgebremste Felgen".

Abstrampler
23.07.2018, 13:10
Ergänzend: Leichtbauzeug gibt es auch bei der Disc. Ob es aber sinnvoll ist, auch Carbonscheiben zu testen, weiß ich nicht. Ähnlich sehe ich das bei Leichtschläuchen und -felgen.
Dass die für Hochgebirgsabfahrten mit FB wenig geeignet sind, sollte niemanden überraschen.
Geht ja um serienmäßiges Material der großen Hersteller. Das ist von Interesse. ;)

schmadde
23.07.2018, 13:10
Ich gehe weiterhin davon aus, dass bei üblichen Kombinationen leichter Felgen und leichter Schläuche und gerne auch leichter Reifen, die Schläuche reproduzierbar schneller schiessen, als Bremsflüssigkeit kocht.

Das bezweifle ich. Eigene Erfahrung: Schlauchplatzer durch heissbremsen hatte ich noch nie, Totalversagen von Scheibenbremsen durch Fading hatte ich allerdings schon (Stahlscheiben, DOT, 180mm).

m4k1
23.07.2018, 13:10
Weil ein wenig bremsabrieb, der mit einem wischer wieder weg ist, als argument eingebracht meiner meinung nach einfach lächerlich ist.


Wieso erklärst du nicht, warum du das zum lachen findest?

coopera
23.07.2018, 13:15
Das bezweifle ich. Eigene Erfahrung: Schlauchplatzer durch heissbremsen hatte ich noch nie, Totalversagen von Scheibenbremsen durch Fading hatte ich allerdings schon (Stahlscheiben, DOT, 180mm).

Total?

ich mein geht nichts mehr... quasi keine bremsleistung?

Patrice Clerc
23.07.2018, 13:15
Die Frage ist ja nur, wie groß der Unterschied tatsächlich ist, wenn die Pros ihn nicht erfahren können und in den Bergen lieber leichtere Felgenbremsen nehmen?Die fahren auf abgesperrten Rennstrecken und haben weiterhin Schiss, dass sie im Defektfall gerade in den Bergen bei fragmentiertem Feld nicht schnell genug depanniert werden.



Dass sie beim Crossen im Dreck Vorteile hat, bestreitet niemand.Es wurde aber "ewig" lang bestritten und eigentlich kenne ich Leute, die das heute noch bestreiten. Hat sich trotzdem durchgesetzt. Beim Strassenrennsport braucht es noch zwei, drei Jahre und irgend eine Standardisierungsinitive der UCI (Steckachsentyp, Scheibengrösse) und dann ist der Strassensport am gleichen Punkt.

Im übrigen sind das alles Punkte, die mir als Selbstversorger egal sein können und sind.



Auf losem Untergrund kann auch die bessere Modulation helfen. Auf der Straße brauche/merke ich sie aber nicht.Wir haben jahrelang über die Bremswirkung bei heiklen Abfahrten, insbesondere bei Regen geflucht. Und nicht nur "ich drei" in meiner Filterblase. ;)



Und meine Carbonclincher mit Enve Belägen hinterlassen keinen Abrieb, weder auf Felgen und Reifen, noch auf dem Rahmen.
Schön. Kann ich nicht mitreden. Bei Alu aber definitiv der Falll. OK, man hat nicht mehr monatlich Reifendefekte. Aber es kann vorkommen. Und bei Felgenbremsen - nicht bei deinen - sehen die Hände halt anschliessend entsprechend aus. Das mag man nun als nicht relevant ansehen, mir gefällt das.

schmadde
23.07.2018, 13:17
Total?

ich mein geht nichts mehr... quasi keine bremsleistung?

Exakt. Hebel bis zum Griff durchziehen und keinerlei Bremswirkung. War zum Glück bereits auf Schrittgeschwindigkeit und hab den Rest mit den Schuhen gebremst. Keine schöne erfahrung auf Spitzkehren bei zweistelligen Gefälleprozenten :eek:

Patrice Clerc
23.07.2018, 13:19
Weil ein wenig bremsabrieb, der mit einem wischer wieder weg ist, als argument eingebracht meiner meinung nach einfach lächerlich ist.

Du hast überhaupt nicht fertig gelesen, nicht? Es ist eine Sauerei, die
a. nicht mit einm Wischer, sondern mit x Wischern weg ist (Hinterbau, Felge, Reifen); teilweise werden zusätzlich "Rubbler" und Fett-Löser benötigt
b. v.a. beim Anfassen der Teile stört, z.B. beim montieren, und noch mehr beim flicken UNTERWEGS.

Patrice Clerc
23.07.2018, 13:20
Das bezweifle ich. Eigene Erfahrung: Schlauchplatzer durch heissbremsen hatte ich noch nie, Totalversagen von Scheibenbremsen durch Fading hatte ich allerdings schon (Stahlscheiben, DOT, 180mm).

Da hast du dir aber Mühe gegeben. Wenn das üblich, resp. zu erwarten wäre, hätten wir tatsächlich viele Totalausfälle bei 160 mm und Mineralöl.

Alles folgende IIRC:
Siedepunkt Mineralöl: 180 Grad
Siedepunkt DOT 5.1: ca. 350 Grad.

cadoham
23.07.2018, 13:27
Argumente anderer als lächerlich zu bewerten, sobald diese für einen selbst nicht relevant erscheinen,
ist sicher auch eine Art der Diskussion-Kultur, wenn auch sehr einseitig.

Ich lese nirgends darüber, das Patrice die Thematik „Belagabrieb“ als Hauptgrund für sich sieht,
warum er Disc fährt, sondern als einen unter verschiedenen.

Wäre für mich auch nicht relevant, aber kann ich dennoch akzeptieren,
da die Hauptgründe ohnehin gewichtiger sein werden.

coopera
23.07.2018, 13:30
Exakt. Hebel bis zum Griff durchziehen und keinerlei Bremswirkung. War zum Glück bereits auf Schrittgeschwindigkeit und hab den Rest mit den Schuhen gebremst. Keine schöne erfahrung auf Spitzkehren bei zweistelligen Gefälleprozenten :eek:

oh ekelhaft:eek:

Ja Zweistellig ist ja für eine (moderne) Disc aber normalerweise kein so großes Thema und bei MTB ja noch nicht mal irgendwie kriesenhaftig...

beim MTB ist ja so viel diversität das man bei einer klumpschweren Shimano saint mit 203er scheibe landen kann, und wenn du die kleinkriegst dann ist ende der fahnenstange...

leider ist das bei RR noch nicht so wirklich gegeben, 160er scheibe einkolben und der noch im Windschatten der Gabel ist hald manchmal nicht der bringer, (wobei hope glaub ich ne 2fach FM version hat)

m4k1
23.07.2018, 13:35
Na gut lächerlich ist etwas hart ausgedrückt, aber amüsieren tut es mich trotzdem.

schmadde
23.07.2018, 13:37
Da hast du dir aber Mühe gegeben. Andernfalls hätten wir tatsächlich viele Totalausfälle bei 160 mm und Mineralöl.

Alles folgende IIRC:
Siedepunkt Mineralöl: 180 Grad
Siedepunkt DOT 5.1: ca. 350 Grad.

Es war DOT 4. Ich muss dazu sagen, dass das am MTB war auf einer wirklich steilen Strecke und die hintere Bremse bereits kaputt war. Ich hab deshalb auch umgedreht aber musste halt noch den Berg runter fahren.

Was die Tatsache betrifft, dass die meisten Leute keine Totalausfälle haben: die meisten Leute fahren halt im Flachland oder im hügeligen rum. Ich wohn halt in der Nähe der Berge und bin auch häufiger mal dort. Auch mal mit 2 Kindern im Anhänger und sowohl mit Felgen- als auch mit Scheibenbremsen.

Ich kann hier keinen wirklich praxisrelevanten Unterschied an Sicherheit/Standfestigkeit zwischen Felge und Scheibe feststellen. Vom Gefühl und der Erfahrung her würde ich der Felgenbremse sogar einen leichten Vorteil geben. Aber keinen der für mich Kaufentscheidend wäre. Ich werde auch ein Rennrad mit Scheibenbremse kaufen, wenns irgendwann keine anderen mehr gibt und habe da kein Problem damit. Aber solange ich noch die Wahl habe, werde ich mich dagegen entscheiden.

avis
23.07.2018, 13:39
Ja, find ich auch interessant. Man muss allerdings beachten, das dieses Interview 2 Jahre alt ist. Mittlerweile hat sich da ja ne Menge getan,was die Bremsperformance und die Aerodynamik angeht, siehe Trek Madone Disc oder BMC Timemachine Road.


Man muss ja fair vergleichen.
Sicherlich ist das Madone Disk aerodynamischer als sagen wir ein Emonda Disk oder wohl auch als ein Emonda FB.
Aber ein Madone FB mit integrierten Bremsen dürfte wohl sehr wahrscheinlich noch immer schneller sein.

Zu dieser Schlauchplatzer - Fading Diskussion:
Auch hier denke ich muss man faire -gleiche Bedingungen annehmen.
Zum einen bei der Materialwahl, also Standard Disk vs. Standard FB Ausstattung, keine 50gr Latexschläuche bspw.
Aber auch vom Fahrverhalten her gleicher Umgang.
Wenn wir von Fällen reden wo solide Butylschläuche durch Hitze geplatzt sind, hochwertige Felgen der letzten Jahre delaminiert sind etc. dann dürfte das in aller Regel auf überforderte Fahrer zurück gehen, die ab 45km/h kategorisch dauerbremsen.
Die bisherigen Tests deuten stark darauf hin, bzw. zeigen klar, dass in diesen Szenarien auch die Disk versagt.
Will sagen, man kann nicht einmal platzende Schläuche als Alltag darstellen und Überhitzen der Scheibe aber dann als völlig unrealistisch.
Unter normalen Bedingungen versagen beide Systeme wohl kaum, in Extremsituationen tun es hingegen beide.

schmadde
23.07.2018, 13:40
Du hast überhaupt nicht fertig gelesen, nicht? Es ist eine Sauerei, die
a. nicht mit einm Wischer, sondern mit x Wischern weg ist (Hinterbau, Felge, Reifen); teilweise werden zusätzlich "Rubbler" und Fett-Löser benötigt
b. v.a. beim Anfassen der Teile stört, z.B. beim montieren, und noch mehr beim flicken UNTERWEGS.

Mit Bremsabrieb hatte ich noch nie ein Problem, der Straßendreck macht wesentlich mehr Putzerei nötig. Aber Späne in den Bremsgummis können schon nerven. Lässt sich zum Glück durch Wahl der richtigen Bremsgummis in den Griff bekommen.

coopera
23.07.2018, 13:41
Es war DOT 4. Ich muss dazu sagen, dass das am MTB war auf einer wirklich steilen Strecke und die hintere Bremse bereits kaputt war. Ich hab deshalb auch umgedreht aber musste halt noch den Berg runter fahren.


das überlebst aber auch keine MTB FB... behaupte ich mal frech (und ja ich bin noch aus der V-brake zeit)

rumplex
23.07.2018, 13:43
Man weiss es. Weil es vorkommt. In der Praxis, nicht nur in einem praxisfernen Test.

Was ist praxisfern?

schmadde
23.07.2018, 13:43
das überlebst aber auch keine MTB FB... behaupte ich mal frech (und ja ich bin noch aus der V-brake zeit)

Kann schon sein - da wär mir aber früher aufgefallen, dass die Beläge fertig sind :Angel:

Patrice Clerc
23.07.2018, 13:44
Es war DOT 4. Ich muss dazu sagen, dass das am MTB war auf einer wirklich steilen Strecke und die hintere Bremse bereits kaputt war. Ich hab deshalb auch umgedreht aber musste halt noch den Berg runter fahren.


Nachgeschaut: DOT 5.1: 260 C, DOT 4: 230 C. Das alleine ist kein grosser Fehler. Bei einer Bremse und super steil runter: geht halt mit Felgenbremse auch ganz schlecht.



Was die Tatsache betrifft, dass die meisten Leute keine Totalausfälle haben: die meisten Leute fahren halt im Flachland oder im hügeligen rum.Das ist hier nicht der Fall. Es gibt genügend Leute, inkl. meiner selbst, die ganz normal Rennrad fahren mit der Disc. Und hier, Voralpen-Gebiet in der Schweiz und ein bisschen drum herum, gehören Berge, inkl. lange, steile Berge, dazu.

Und etliche Disc-Velos werden ja auch als Gravel-Maschinen genutzt: das bedeutet auch steile Schotter-Abfahrten mit Dauerbremsen. Dennoch - ich kriege keine Probleme mit (zugegeben, das ist als Statistik ungenügend).

DaPhreak
23.07.2018, 13:44
Da hast du dir aber Mühe gegeben. Wenn das üblich, resp. zu erwarten wäre, hätten wir tatsächlich viele Totalausfälle bei 160 mm und Mineralöl.

Alles folgende IIRC:
Siedepunkt Mineralöl: 180 Grad
Siedepunkt DOT 5.1: ca. 350 Grad.

Äh... :confused:
Fading hat mWn erst mal nichts mit der Temperatur der Bremsflüssigkeit zu tun, sondern mit dem Ausgasen der Beläge.

Etwas anderes ist zum Beispiel der Verlust der Bremswirkung durch Bildung von Wasserdampf in den Leitungen (da ist DOT wohl recht anfällig...). Das nennt man aber nicht Fading.

schmadde
23.07.2018, 13:46
Und etliche Disc-Velos werden ja auch als Gravel-Maschinen genutzt:
Dort bezweifelt ja auch kaum jemand die Sinnhaftigkeit von Scheibenbremsen. Ich fahr am Crosser auch Disc (und der wird überwiegend auf "Gravel" eingesetzt.

Patrice Clerc
23.07.2018, 13:48
Was ist praxisfern?

Übergewicht, Dauerbremsen, IIRC nur eine Bremse; und das in Kombination mit einer super steilen Abfahrt ohne Sicherheits-Pause.

Ich selber bin "nie" schwerer als meinetwegen 90 kg Totalgewicht, dauer bremse nie oder würde schon bald eine Sicherheitspause einlegen und das ganze definitiv nicht auf super steiler Abfahrt. Als Test, der ausloten will, ob die Bremse das kann, finde ich den damaligen tour-Test gut. Allerdings hätte mich auch interessiert, ob das reparierte Rad resp. seine Bremsen bei Normalgewicht immer noch Schwierigkeiten gehabt hätte. Oder mit grösseren Scheiben.

Oder anders geschrieben: mich hätte interessiert, wo der Fail-Punkt gelegen hätte. Dass man ein Bauteil überlasten kann, überrascht nicht. Die interessante Frage ist: ab welcher Überlast ist es kritisch?

Patrice Clerc
23.07.2018, 13:50
Dort bezweifelt ja auch kaum jemand die Sinnhaftigkeit von Scheibenbremsen. Ich fahr am Crosser auch Disc (und der wird überwiegend auf "Gravel" eingesetzt.
Aber genau dort wird stärker, häufiger, länger, im steileren gebremst.

Q.e.d.

:Applaus:

Beaver
23.07.2018, 13:51
Ja, find ich auch interessant. Man muss allerdings beachten, das dieses Interview 2 Jahre alt ist. Mittlerweile hat sich da ja ne Menge getan,was die Bremsperformance und die Aerodynamik angeht, siehe Trek Madone Disc oder BMC Timemachine Road.

Bremsperformance: Sowohl Disc als auch Felgenbremsen sind besser geworden, der Unterschied sollte also nicht gewachsen sein.

Aero: Von vorne ist es sowieso egal, von der Seite aber einfach eine größere Fläche, das wird immer schlechter sein. Für Hobbyluschen sicherlich völlig egal, aber der Unterschied ist da. ;) Und das erwähnte Madone wird auch mit den integrierten FB besser geworden sein, nicht nur mit Disc.

https://mir-s3-cdn-cf.behance.net/project_modules/2800/d24ea666557375.5b19dd73587a8.jpg

Patrice Clerc
23.07.2018, 13:53
Äh... :confused:
Fading hat mWn erst mal nichts mit der Temperatur der Bremsflüssigkeit zu tun, sondern mit dem Ausgasen der Beläge.Das passiert genau maximal einmal, i.a.R. nie, da die Beläge vorher ausgasen.

I.a.R. bringt man die Hydraulik zum kochen, am Tandem kann ich das gut reproduzieren (eine Bremse, gute 10 oder 12 % oder was weiss ich runter dauerbremsen an einem heissen Tag; anschliessend mit der anderen Bremse in den Stillstand bremsen und zwei, drei Minuten warten, bis alles wieder kühler ist).



Etwas anderes ist zum Beispiel der Verlust der Bremswirkung durch Bildung von Wasserdampf in den Leitungen (da ist DOT wohl recht anfällig...). Das nennt man aber nicht Fading.
Es braucht vermutlich nicht mal Wasser-Blasen. Das Zeugs wird wirklich sehr heiss und es braucht wohl nicht viel Flüssigkeit, die gasförmig wird, um die Bremswirkung auf null zu senken.

Am Tandem fahren wir Shimano (Mineralöl).

Spielt im Endeffekt aber keine Rolle, ob nun Wasseranteile oder die Bremsflüssigkeit selber gasförmig werden.

Beaver
23.07.2018, 13:56
Übergewicht, Dauerbremsen, IIRC nur eine Bremse; und das in Kombination mit einer super steilen Abfahrt ohne Sicherheits-Pause.

Ich selber bin "nie" schwerer als meinetwegen 90 kg Totalgewicht, dauer bremse nie oder würde schon bald eine Sicherheitspause einlegen und das ganze definitiv nicht auf super steiler Abfahrt. Als Test, der ausloten will, ob die Bremse das kann, finde ich den damaligen tour-Test gut. Allerdings hätte mich auch interessiert, ob das reparierte Rad resp. seine Bremsen bei Normalgewicht immer noch Schwierigkeiten gehabt hätte. Oder mit grösseren Scheiben.

Oder anders geschrieben: mich hätte interessiert, wo der Fail-Punkt gelegen hätte. Dass man ein Bauteil überlasten kann, überrascht nicht. Die interessante Frage ist: ab welcher Überlast ist es kritisch?

User A x e l hat ja 104(?)kg und Dauerbremser kenne ich auch genug. Auch beim Autofahren, von Motorbremse hat auch noch nicht jeder was gehört. Besonders wenn man nicht oft in den Bergen fährt - und das gilt für Auto- und Radfahrer...

Sicher ein Fahrerproblem, aber auch das sollte das Material mitmachen, wenn es "idiotensicher" sein soll.

DaPhreak
23.07.2018, 13:57
...
Spielt im Endeffekt aber keine Rolle, ob nun Wasseranteile oder die Bremsflüssigkeit selber gasförmig werden.

Nö, aber der Siedepunkt ist leicht unterschiedlich ...

DaPhreak
23.07.2018, 14:01
User A x e l hat ja 104(?)kg und Dauerbremser kenne ich auch genug. Auch beim Autofahren, von Motorbremse hat auch noch nicht jeder was gehört. Besonders wenn man nicht oft in den Bergen fährt - und das gilt für Auto- und Radfahrer...

...

Als Radfahrer ist das mit der Motorbremse auch nicht so richtig effizient (Fixies ausgenommen). :D

avis
23.07.2018, 14:03
Übergewicht, Dauerbremsen, IIRC nur eine Bremse; und das in Kombination mit einer super steilen Abfahrt ohne Sicherheits-Pause.

Ich selber bin "nie" schwerer als meinetwegen 90 kg Totalgewicht, dauer bremse nie oder würde schon bald eine Sicherheitspause einlegen und das ganze definitiv nicht auf super steiler Abfahrt. Als Test, der ausloten will, ob die Bremse das kann, finde ich den damaligen tour-Test gut. Allerdings hätte mich auch interessiert, ob das reparierte Rad resp. seine Bremsen bei Normalgewicht immer noch Schwierigkeiten gehabt hätte. Oder mit grösseren Scheiben.



Du ja, glaube ich.
Aber du weißt sicher auch, dass etliche Touris eben all das nicht tun.
Deren Abfahrtsverhalten wurde dann schon ganz gut wieder gegeben in besagtem Test.

Patrice Clerc
23.07.2018, 14:03
Nö, aber der Siedepunkt ist leicht unterschiedlich ...

Selbstverständlich. Aber ich habe nun mal die Zusammensetzung in den Leitungen, wie ich sie halt habe. Es ist in der Tat nicht möglich, die Flüssigkeit ständig zu ersetzen, also muss es mit der Menge Wasser, die nach etlichen Monaten üblicher Nutzung drin ist, umgehen können. Und das kann es erfahrungsgemäss ja auch.

Patrice Clerc
23.07.2018, 14:06
User A x e l hat ja 104(?)kg und Dauerbremser kenne ich auch genug.
Die hatten schon immer ein Problem, seit ich selber Rad fahre hat man mir mit den Erfahrungen dieser Leute versucht, Angst zu machen.

Und damals gab's nur Felgenbremsen. Hört bitte auf. Alle gängigen Bremsen haben ein thermisches Problem, wenn es steil ist, der Fahrer schwer und die Bremstechnik des Fahrers ungenügend.

Rein qualitativ ist diese Aussage doch langweilig. Spannend wäre eine, wie auch immer geartete, Quantifizierung (Gewicht/Steilheit/"Fahrstil"/...). Das ist aber nicht so einfach.

Patrice Clerc
23.07.2018, 14:10
Du ja, glaube ich.
Aber du weißt sicher auch, dass etliche Touris eben all das nicht tun.
Deren Abfahrtsverhalten wurde dann schon ganz gut wieder gegeben in besagtem Test.

Wie geschrieben: die hatten schon immer und werden auch künftig in der beschriebenen Situation Probleme haben. Die "dicken", die ich persönlich kenne, fahren wie gesengte Säue runter, aber meiden super steile Berge auf beiden Seiten. ;)

schmadde
23.07.2018, 14:13
Als Test, der ausloten will, ob die Bremse das kann, finde ich den damaligen tour-Test gut. Allerdings hätte mich auch interessiert, ob das reparierte Rad resp. seine Bremsen bei Normalgewicht immer noch Schwierigkeiten gehabt hätte. Oder mit grösseren Scheiben.

Oder anders geschrieben: mich hätte interessiert, wo der Fail-Punkt gelegen hätte. Dass man ein Bauteil überlasten kann, überrascht nicht. Die interessante Frage ist: ab welcher Überlast ist es kritisch?

Interessant ist aus meiner Sicht hauptsächlich die Frage: kann die Scheibenbremse das besser als eine Felgenbremse? Und der damalige Tour-Test hat gezeigt: sie kann es nicht. Und das deckt sich mit meinen Erfahrungen - u.a. mit 150kg Gesamtgewicht (zwei Kinder im Hänger) in langsamer Fahrt wegen Wegebeschaffenheit hunderte von Höhenmetern mit 12% Durchschnittsgefälle und ca. 20% Maximalgefälle runter. Da haben sowohl Felgen- als auch Scheibenbremsen gehalten, die Scheibe war aber näher am Limit.

a x e l
23.07.2018, 14:14
User A x e l hat ja 104(?)kg und Dauerbremser kenne ich auch genug.

Ja Meister, du hast gerufen?

Yepp, 104 kg aber kein Dauerbremser.... :) Als Motorradfahrer mag ich es ja gerne zügig.

a x e l
23.07.2018, 14:20
Wie geschrieben: die hatten schon immer und werden auch künftig in der beschriebenen Situation Probleme haben. Die "dicken", die ich persönlich kenne, fahren wie gesengte Säue runter, aber meiden super steile Berge auf beiden Seiten. ;)

Die a x e l s dieser Welt meiden vor allem die eine Seite der supersteilen Berge. :ü Was ist supersteil? Bei uns gibts den Fuhrweg mit 18%: Runter kein Problem.

Aber mir gefällt die Richtung nicht, dass nur die Dicken Scheibe wollen/brauchen. Mir waren breitere Reifen, Allweather, Handkraft wichtig.

Patrice Clerc
23.07.2018, 14:26
Was ist supersteil? Bei uns gibts den Fuhrweg mit 18%: Runter kein Problem.

Längere Zeit 15 % oder mehr.

a x e l
23.07.2018, 14:33
Längere Zeit 15 % oder mehr.

Ja, längere Zeit hoch wäre für mich supersteil. :eek:

immerflach
23.07.2018, 14:35
User A x e l hat ja 104(?)kg und Dauerbremser kenne ich auch genug. Auch beim Autofahren, von Motorbremse hat auch noch nicht jeder was gehört. Besonders wenn man nicht oft in den Bergen fährt - und das gilt für Auto- und Radfahrer...

Sicher ein Fahrerproblem, aber auch das sollte das Material mitmachen, wenn es "idiotensicher" sein soll.

Das ist ja das Feuer für eine Menge Thekengespräche. Ob Auto oder Bike, 2/3 der User sind doch eher untalentiert. Nach eigener Einschätzung sind aber 99% absolute Könner:D

Ein Sagan wird im Rennradforum als Superkönner gesehen, aber hey, seine Wheelies kann jeder 12-jähre MTB Rennfahrer.

Patrice Clerc
23.07.2018, 14:42
Ja, längere Zeit hoch wäre für mich supersteil. :eek:

Wir haben hier einen Hoger, der zu Beginn, ca. zwei bis drei Minuten zwischen 20 und 25 % steil ist. Wenn du unten rein fährst siehst du eine Wand vor dir, fährst die ersten 100 m hoch, kommst um die Ecke und schaust nochmals deulich steiler rauf. Oben raus dann erstmal nur 10 %; das erscheint im Vergleich, wie flach... Das erste Mal war ich schockiert, bin aber - war damals so üblich mit ca. 38/23 hoch gefahren.

Zwischenzeitlich hatte ich dort auch einen Strava-KOM, den ich mit 38/26 fuhr. Normalerweise würde ich dort aber schon eher 34/30 oder ähnlich fahren... Und runter - ganz ehrlich: fahre ich dort ungern, und auch nur, weil man damit eine stärker befahrene Strasse vermeiden kann.

Matt_8
23.07.2018, 14:43
Aber genau dort wird stärker, häufiger, länger, im steileren gebremst.

Q.e.d.

:Applaus:

Man kann sich auch gewollt dumm stellen... :rolleyes:

Patrice Clerc
23.07.2018, 14:46
Man kann sich auch gewollt dumm stellen... :rolleyes:

Machst du das gerade? Wenn die Bremse für steiles Dauerbremsen funktioniert - warum funktioniert sie dann für weniger steile Strecken (wo man i.a.R. nicht dauerbremsen muss) nicht?

coopera
23.07.2018, 14:49
Ein Sagan wird im Rennradforum als Superkönner gesehen, aber hey, seine Wheelies kann jeder 12-jähre MTB Rennfahrer.

Also einen no hand Wheelie mit clips kann mal nicht so jeder...;)

außerdem braucht kein (mtb) Mensch einen Wheelie sondern eigentlich einen manual, außer du kaufst dir mit dem schön geputzen Endurobock ein Eis...;)

Matt_8
23.07.2018, 14:53
Machst du das gerade? Wenn die Bremse für steiles Dauerbremsen funktioniert - warum funktioniert sie dann für weniger steile Strecken (wo man i.a.R. nicht dauerbremsen muss) nicht?

Der Punkt warum im Cross- und Gravel-Bereich die Scheibenbremse viel eher akzeptiert ist, ist die Tatsache, dass bei breiten Reifen die Dual-Pivot-Bremsen nicht gut funktionieren und die Alternativen (V, Canti) auch nicht sonderlich gut sind.

Das weißt du sicherlich und trotzdem fragst du wie ein Kleinkind, ob da mehr gebremst wird. Albern sowas.

rumplex
23.07.2018, 15:41
Übergewicht, Dauerbremsen, IIRC nur eine Bremse; und das in Kombination mit einer super steilen Abfahrt ohne Sicherheits-Pause.

Ich selber bin "nie" schwerer als meinetwegen 90 kg Totalgewicht, dauer bremse nie oder würde schon bald eine Sicherheitspause einlegen und das ganze definitiv nicht auf super steiler Abfahrt. Als Test, der ausloten will, ob die Bremse das kann, finde ich den damaligen tour-Test gut. Allerdings hätte mich auch interessiert, ob das reparierte Rad resp. seine Bremsen bei Normalgewicht immer noch Schwierigkeiten gehabt hätte. Oder mit grösseren Scheiben.

Oder anders geschrieben: mich hätte interessiert, wo der Fail-Punkt gelegen hätte. Dass man ein Bauteil überlasten kann, überrascht nicht. Die interessante Frage ist: ab welcher Überlast ist es kritisch?

Systemgewicht war 100kg. Unrealistisch? Angstbremser unrealistisch? Steile Abfahrten unrealistisch? Das finde ich unrealistisch. "Realistisch" ist ja nicht das, was Du tust, sondern das, das real auch vorkommt. Schau einfach mal Flachländern beim Bergabfahren zu. Im Übrigen wurde in dem Test explizit darauf eingegangen, dass es eben solche Bedingungen/Fahrertypen gibt, und die Ergebnisse natürlich nicht auf 65kg leichte, erfahrene Bergflöhe übertragbar sind.

Macht ja keinen Sinn, "optimale Profibedingungen" als Kategorie zu wählen. Solch ein Bremssystem muss so ziemlich für Alle sicher sein.

coopera
23.07.2018, 15:53
Solch ein Bremssystem muss so ziemlich für Alle sicher sein.

ohne mich auszukennen wurde im gleichen testverfahren damals (oder jemals) "so" eine FB getestet :confused:

(ernstgemeinte frage)

rumplex
23.07.2018, 15:55
ohne mich auszukennen wurde im gleichen testverfahren damals (oder jemals) "so" eine FB getestet :confused:

(ernstgemeinte frage)

Nein, eben das kommt ja jetzt in der August-Ausgabe. FB und Disc, gleiche Bedingungen. Einmal trocken, einmal nass.

coopera
23.07.2018, 16:14
Nein, eben das kommt ja jetzt in der August-Ausgabe. FB und Disc, gleiche Bedingungen. Einmal trocken, einmal nass.

find ich löblich:thnx:


für mich die sich jetzt nicht so auskennen mit magazinen und Tests...

was bewegt die tour "auf ein mal" 2014 so einen monstertest mit einer Disc zu machen der vorher oder bis jetzt (4 jahre sind lang ) noch nicht mit Felgenbremsen wiederholt wurde, nur wieder mit der 9100 disc?


ich mein die Tour testet ja schon länger Felgen und bremsen... kommt ne RR disc raus... ok wir machen nen Extremtest und schauen was passert...--> durchgefallen...

machen wir diesen Test auch mit dem was 2014 an Carbon oder alufelgen da ist? nein...

warum?

Patrice Clerc
23.07.2018, 16:17
Der Punkt warum im Cross- und Gravel-Bereich die Scheibenbremse viel eher akzeptiert ist, ist die Tatsache, dass bei breiten Reifen die Dual-Pivot-Bremsen nicht gut funktionieren und die Alternativen (V, Canti) auch nicht sonderlich gut sind.
Sie würden aber nicht akzeptiert, wenn sie versagen würden. Und bei der aktuellen Teildiskussion ging es eben um das Bremsversagen, nicht wer was warum akzeptiert.



Das weißt du sicherlich und trotzdem fragst du wie ein Kleinkind, ob da mehr gebremst wird. Albern sowas.

Nochmals: Gravel = steilere Abfahrten, langsamere Abfahrten, das bedeutet deutlich mehr bremsen als auf der Strasse, deutlich wärmere/heissere Bremsen und dennoch versagen sie nicht. Warum sollten also die gleichen Bremsen am normalen Rennrad, wo die Bremse weniger belastet wird, versagen?

Also bleibt das q.e.d. bestehen.

Manchmal wäre es besser, offenbar wie ein Kleinkind logisch zu denken, als wie ein starrköpfiger Greis nicht mal zu merken, worum's im Gespräch überhaupt geht.

:5bike:

rumplex
23.07.2018, 16:24
find ich löblich:thnx:


für mich die sich jetzt nicht so auskennen mit magazinen und Tests...

was bewegt die tour "auf ein mal" 2014 so einen monstertest mit einer Disc zu machen der vorher oder bis jetzt (4 jahre sind lang ) noch nicht mit Felgenbremsen wiederholt wurde, nur wieder mit der 9100 disc?


ich mein die Tour testet ja schon länger Felgen und bremsen... kommt ne RR disc raus... ok wir machen nen Extremtest und schauen was passert...--> durchgefallen...

machen wir diesen Test auch mit dem was 2014 an Carbon oder alufelgen da ist? nein...

warum?

FB und Felgen werden im Labor getestet. Da gehts ja um eine Vielzahl von Möglichkeiten, und ich denke, dass das für einen Praxistest zu aufwändig wäre. Aber da sind auch schon immer wieder Felgen über die Wupper....

https://www.tour-magazin.de/service/so_testet_tour/so-testet-tour-bremsen/a30097.html

schmadde
23.07.2018, 16:25
ohne mich auszukennen wurde im gleichen testverfahren damals (oder jemals) "so" eine FB getestet :confused:

(ernstgemeinte frage)
Nein, eben das kommt ja jetzt in der August-Ausgabe. FB und Disc, gleiche Bedingungen. Einmal trocken, einmal nass.
Komisch, ich hätte schwören können, dass damals in dem Tour Artikel stand, dass der Test mit Felgenbremsen auch gemacht wurde und die Alufelge standgehalten hat, die Carbonfelge nicht. Hatte die Ausgabe extra aufgehoben und erst am Wochende beim Ausmisten in den Fingern - ich guck heute abend nochmal nach.




Nochmals: Gravel = steilere Abfahrten, langsamere Abfahrten, das bedeutet deutlich mehr bremsen als auf der Strasse, deutlich wärmere/heissere Bremsen
Das kann ich so nicht bestätigen. Ist aber vielleicht individuell unterschiedlich. Ich fahr mit dem Rennrad mehr Höhenmeter am Stück ab und auch wesentlich schneller, da ist mehr Energie zu vernichten in der Bremse. Wirklich höhere Anforderungen hat man doch eher am MTB.

Patrice Clerc
23.07.2018, 16:28
Das kann ich so nicht bestätigen. Ist aber vielleicht individuell unterschiedlich. Ich fahr mit dem Rennrad mehr Höhenmeter am Stück ab und auch wesentlich schneller, da ist mehr Energie zu vernichten in der Bremse.Schneller kannst du nur fahren, weil du seltener und weniger lange bremst und damit der Bremse immer wieder Zeit gibst, abzukühlen. Irgendwo hatte ich ja mal gelesen, dass 60 % des "terminal speed" für die Bremsen am schlechtesten sein. Das hiesse natürlich, dass der Schritttempo-Dauerangstbremser auch nichts zu befürchten hätte. ;)



Wirklich höhere Anforderungen hat man doch eher am MTB.
Und dort funktionieren sie auch, auch mit 160 mm. Aber eine 300 Höhenmeter Schotterstrasse mit teilweise 15 % Gefälle ist für die Bremse schon eine Belastung. Und so Zeugs wird in der Umgebung von Zürich mit allen möglichen Velos mit Reifen >= 30 mm gefahren... Passt schon.

rumplex
23.07.2018, 16:28
Komisch, ich hätte schwören können, dass damals in dem Tour Artikel stand, dass der Test mit Felgenbremsen auch gemacht wurde und die Alufelge standgehalten hat, die Carbonfelge nicht. Hatte die Ausgabe extra aufgehoben und erst am Wochende beim Ausmisten in den Fingern - ich guck heute abend nochmal nach.
.

Meinst Du den: https://www.tour-magazin.de/raeder/rennraeder/erster-test-die-scheibenbremse-der-neuen-dura-ace/a44865.html ?

Ich meine nein, bin jetzt aber auch nicht sicher....

schmadde
23.07.2018, 16:37
Meinst Du den: https://www.tour-magazin.de/raeder/rennraeder/erster-test-die-scheibenbremse-der-neuen-dura-ace/a44865.html ?

Nein, ich meine den älteren Test, bei dem Jens gefahren ist.

coopera
23.07.2018, 16:40
FB und Felgen werden im Labor getestet. Da gehts ja um eine Vielzahl von Möglichkeiten, und ich denke, dass das für einen Praxistest zu aufwändig wäre. Aber da sind auch schon immer wieder Felgen über die Wupper....

https://www.tour-magazin.de/service/so_testet_tour/so-testet-tour-bremsen/a30097.html

also überspitzt gesagt wurde bisher eine Disc "praxisnah" mit 100 systemgwicht und bremssschleifen getestet und eine FB (alu und carbon) nicht?

Abstrampler
23.07.2018, 16:41
Doch, die problemlose Vergleichs-Abfahrt mit Aluclincher wurde in der Printausgabe erwähnt.
Entweder beim ersten oder beim zweiten Disc-Test.

rumplex
23.07.2018, 16:47
Nein, ich meine den älteren Test, bei dem Jens gefahren ist.

OK. Muss ich mal suchen gehen....

rumplex
23.07.2018, 16:48
also überspitzt gesagt wurde bisher eine Disc "praxisnah" mit 100 systemgwicht und bremssschleifen getestet und eine FB (alu und carbon) nicht?

Also doch.:D Sorry, ist fünf Jahre her....

Blechroller67
23.07.2018, 17:09
Ziemliche Finderei der Spitzfindigkeiten... Bringt das jemand weiter?
Und die Gefahr der Überhitzung, gleich ob FB oder Disc ist doch keine wirkliche Frage der Bremse, sondern des Fahrers. Ich hatte schon (zwei) Schlauchplatzer wegen Überhitzung, aber das war mein Fehler: Langer Pass runter und an einer Imbissbude (Womo) nicht vorbei gekommen und deswegen dauernd auf der Bremse gestanden und das Ganze noch mit leichtem Gepäck. Ich hätte nur mal zum Abkühlen der Bremse anhalten müssen (dann wäre das Womo auch weg gewesen). Ansonsten kann man doch fast jeden Pass runter donnern, in dem man die Geschwindigkeit durch Aufrichten schon mal ohne Einsatz der Bremse stark runter bekommt und dann halt vor der Kurve mal beherzt rein langen. Das reicht doch. Angstbremserei ist ein keine Frage des Bremssystems, sondern eine Frage ob jemand den Berg runter fährt, der dass vielleicht (noch) nicht machen sollte.
Das ist mit dem Rennrad in den Bergen wie mit dem Moped; im Sommer fahren die ganzen "Flachländler" in die Alpen und es muss dann ja im begrenzten Urlaub auf die Schnelle alles erledigt werden, was so rum steht. Spricht ja nix dagegen, aber man kann die Sache so oder so angehen. Die mit dem Mopeds gehen es in der Konstellation leider oft falsch an; warum soll es beim Rennradln anders sein?


Ob Pro oder Contra der Scheibenbremse ist mir wurscht, aber eine Sache ist mir (!) aufgefallen:
Ich fahre Renner mit FB und welche mit Disc. Wenn ich längere Zeit auf den Dingern mit FB unterwegs war, kommt nach dem Wechsel auf Disc immer mal wieder zur Gefahr deutlicher Überbremsungen. Wenn ich etwas schreckhaft in die Bremse lange, weil mal wieder ein Blinder aus einer Einfahrt rausdonnert und ich die Handkraft für die FB noch im Schädel habe, wimmert mit der Disc mal ganz gern der Gummi des Vorderrades. So richtig lustig ist das nicht.
Das ist jetzt kein Pro oder Contra für eine Bremse, aber ein Contra für eine Mischnutzung; zumindest für mich.

usr
23.07.2018, 17:12
was bewegt die tour "auf ein mal" 2014 so einen monstertest mit einer Disc zu machen der vorher oder bis jetzt (4 jahre sind lang ) noch nicht mit Felgenbremsen wiederholt wurde, nur wieder mit der 9100 disc?


ich mein die Tour testet ja schon länger Felgen und bremsen... kommt ne RR disc raus... ok wir machen nen Extremtest und schauen was passert...--> durchgefallen...

machen wir diesen Test auch mit dem was 2014 an Carbon oder alufelgen da ist? nein...

warum?

Weil sich vor 15 Jahren die Frage gar nicht gestellt hat, ob Felgenbremsen generell absolut angstbremersorgenfrei sind oder nicht - es war jedem vollkommen klar dass dies nicht der Fall ist und Konkurrenz für die FB war nicht in Sicht.

Als dann irgendwann die RR-Scheibe aufgekommen ist wurde aber genau das vielfach pauschal angenommen (wird es bis heute gerne..) und ein paar Redakteure, wahrscheinlich mit reichlich Erfahrung von der Nachbarpublikation für MTB ausgestattet, waren angesichts der viel kleineren Rotoren skeptisch. Und das offensichtlich nicht ganz zu unrecht, sonst würden wir hier nicht so gespannt auf den Vergleichstest warten.

Wäre es wünschenswert gewesen, wenn der 2014er-Test gleich quer durchs gesamte Angebot geprüft hätte? Klar. Aber damals ging es zunächst mal darum herauszufinden ob die RR-Disc überhaupt ans Limit zu bringen ist, und diese Frage wurde beantwortet. Dass andere Systeme Grenzen haben war hingegen schon vorher bekannt.

MonsieurF
23.07.2018, 17:13
@blechroller 67

Sehe schöner und reflektierter Beitrag.

Mifri
23.07.2018, 17:18
Was hat denn eigentlich der Tour-Test in der kommenden Ausgabe für einen Einfluss auf euer Leben?

Wenn die Disc besser abschneidet, werden die FB-Befürworter sicherlich nicht auf Disc wechseln und umgekehrt wird es genauso sein.

rumplex
23.07.2018, 17:19
Ziemliche Finderei der Spitzfindigkeiten... Bringt das jemand weiter?
Und die Gefahr der Überhitzung, gleich ob FB oder Disc ist doch keine wirkliche Frage der Bremse, sondern des Fahrers. Ich hatte schon (zwei) Schlauchplatzer wegen Überhitzung, aber das war mein Fehler: Langer Pass runter und an einer Imbissbude (Womo) nicht vorbei gekommen und deswegen dauernd auf der Bremse gestanden und das Ganze noch mit leichtem Gepäck. Ich hätte nur mal zum Abkühlen der Bremse anhalten müssen (dann wäre das Womo auch weg gewesen). Ansonsten kann man doch fast jeden Pass runter donnern, in dem man die Geschwindigkeit durch Aufrichten schon mal ohne Einsatz der Bremse stark runter bekommt und dann halt vor der Kurve mal beherzt rein langen. Das reicht doch. Angstbremserei ist ein keine Frage des Bremssystems, sondern eine Frage ob jemand den Berg runter fährt, der dass vielleicht (noch) nicht machen sollte.
Das ist mit dem Rennrad in den Bergen wie mit dem Moped; im Sommer fahren die ganzen "Flachländler" in die Alpen und es muss dann ja im begrenzten Urlaub auf die Schnelle alles erledigt werden, was so rum steht. Spricht ja nix dagegen, aber man kann die Sache so oder so angehen. Die mit dem Mopeds gehen es in der Konstellation leider oft falsch an; warum soll es beim Rennradln anders sein?



Sie tun es aber.;)

Und das kann ich privat ja abtun, ein Fachmagazin kann diese Gruppe aber nicht ignorieren.

a x e l
23.07.2018, 17:26
Was hat denn eigentlich der Tour-Test in der kommenden Ausgabe für einen Einfluss auf euer Leben?



Umfrage-Thread!!!!

KeinerEiner
23.07.2018, 17:29
Was die Tatsache betrifft, dass die meisten Leute keine Totalausfälle haben: die meisten Leute fahren halt im Flachland oder im hügeligen rum.

Ich wohne seit mehr als 15 Jahren in den Bergen und fahre solange Disc. Einen Totalausfall hatte ich einmal, nicht selbst, sondern miterlebt, da hat es den Bremsschlauch abgerissen.

Bremsversagen im Sinne von spürbar verringerte Leistung hatte ich auch bei frühen Scheibenbremsen mehrfach, aber immer sich ankündigend im Sinne von man muss pumpen um Druck aufzubauen, dieser fällt schrittweise ab. War immer Luft im System, entlüften half. Wenn ich das ignoriert hätte, hätte es vielleicht irgendwann einen gefährlichen Ausfall gegeben. Das ist aber so wie mit angerissenem Bremsbowdenzug fahren. Und natürlich kann es worst case auch mal einen Totalausfall geben, wenn man Wasser im Bremskörper hat, das bei Hitze verdampft oder eine kaputte Dichtung. Das ist dann wie der gerissene Bremszug oder die durchgebremste Felge bei der FB - alles sehr sehr selten und mit Wartung zu vermeiden.

Beim Rennrad mit Shimano-Bremsen keine Leistungsprobleme. Gestern z.B. > 150 km mit > 4000 hm gefahren, dabei Abfahrten mit 14% und regelmäßig Speed > 70 km. Auch mal schleifen lassen müssen wegen langsamen Autoverkehrs auf der Abfahrt. Wenn das keine Berge sind weiß ich auch nicht. Keinerlei Probleme. Systemgewicht bei 90 kg. Und das mach ich regelmäßig und lebe noch.

Rennrad ist ohnehin pillepalle für die Bremsen, da die Abfahrten eher flach und das System leicht ist. Wenn mal dauergebremst wird, ist es meist nicht wirklich steil.

Anders beim MTB, wenn man da mit 15 kg Bike, Protektoren, Rucksack also 10-15 kg schwerer eine wirklich steile > 20%-Abfahrt runtereiert also dauerbremsen muss, da glühen wirklich die Bremsen, selbst bei dickster Saint.

Klar, wenn ich einen 100 kg-Mann eine > 15% Abfahrt schleifbremsend runterfahren lasse, dann gibt jede RR-Bremse früher oder später auf. Da wäre dann aber wie beim Reiserad auch eine massive MTB-Bremse die angemessene Ausstattung.


Ansonsten wäre ich mal über einen realistischen Test froh: Szenario Abfahrt bei Starkregen und mit von sandigen Bächen überströmter Straße = Standardsituation auf kleinen Alpenstraßen bei Schlechtwettereinruch. Da mal bitte die versandete Alufelgenbremse gegen die Disk testen in Bremskraft, Handkraft und Dosierbarkeit. Alles andere ist doch uninteressant.

KeinerEiner
23.07.2018, 17:48
Jo, kann sein.

Aber die Deltas waren schon legendär schlecht.
Mein Bruder hatte damals zur C Record die Cobalto Bremsen genommen, weil die erste Version der Delta vom Markt genommen wurde, da sie ernsthaft Probleme machte. Die zweite Version war etwas besser, aber im Vergleich (zu damaligen Bremsen) immer noch übel.

Dass jemand, der so was "überlebt" hat, heute solche Sachen schreibt, wundert mich etwas...

Ich weiß es einfach nicht, aber ich hab einfach nullkommanull Bedarf, an aktuellen Bremsen was zu ändern. Und ich fahre öfter im Regen und Schnee als 99% des Forums. Jede Wette.

Ich hab heute noch ein Stahl-Rad mit Chorus Monoplaner, und damit fahre ich z.B. die Eroica. Aber das geht schon, da man da bergab eh nicht wirklich bremsen kann wegen dem Schotter, da heißt es eher Lenker festhalten und das Gebet "Möge es wahr sein, dass Speed stabilisiert!" gen Himmel schicken.

Ansonsten frage ich mich auf dem Bike immer, wie man damals mit solchen Bremsen fahren konnte (die Delta waren ja noch übler, aber damals war ich noch Flachlandradler, leider verkauft :( ) , dagegen sind dann moderne Shimano-FB eine Offenbarung, und genauso geht es mir heute mit den Scheiben, wenn ich mit FB unterwegs bin und es kommt Sauwetter auf denke ich bei jeder Abfahrt: Mistbremsen.

Gehen tut das alles, bei Trockenheit auch mit über 20 Jahren alten Teilen. Aber wenn ich bei 5 °C ne nasse Alpenabfahrt vor mir hab, dann bin ich heilfroh über die Scheibe ...

Skadieh
23.07.2018, 18:11
Sie würden aber nicht akzeptiert, wenn sie versagen würden. Und bei der aktuellen Teildiskussion ging es eben um das Bremsversagen, nicht wer was warum akzeptiert.


Bei der aktuellen Teildiskussion ging es eben um Recht haben, nicht wer was warum akzeptiert. Zumindest wenn man einem Tag bis zur Feierabendzeit 24x in einem Thread postet.

:Angel:



Was hat denn eigentlich der Tour-Test in der kommenden Ausgabe für einen Einfluss auf euer Leben?


:Applaus::Applaus::Applaus:

Die Frage stellt sich tatsächlich bei der heutigen Lektüre im Thread

KeinerEiner
23.07.2018, 18:32
Was hat denn eigentlich der Tour-Test in der kommenden Ausgabe für einen Einfluss auf euer Leben?

Wenn die Disc besser abschneidet, werden die FB-Befürworter sicherlich nicht auf Disc wechseln und umgekehrt wird es genauso sein.

WENN sich herausstellt, dass eine der neuen Carbonfelgen mit bearbeiteter Flanke bei sandiger Nässe genauso gut bremst und so lange hält wie eine Disc, UND ich im Lotto gewinne, hole ich mir ein Superduperextraleichtbergrad mit sowas um die goldene Ananas mit 50 s weniger Zeit zu gewinnen!

Allerdings fürchte ich, dass weder das Testdesign diese Punkte abprüft, und wenn glaube ich nicht, dass so ein Resultat eintritt und wenn doch, weiß ich leider um die Wahrscheinlichkeit von Lottogewinnen. Na gut, wenn Leistung und Haltbarkeit stimmen sollten, würde ich vielleicht sogar drauf sparen ...

Also theoretisch kann es mein Leben verändern!

KeinerEiner
23.07.2018, 18:50
Sie tun es aber.;)

Und das kann ich privat ja abtun, ein Fachmagazin kann diese Gruppe aber nicht ignorieren.

Auch ein Fachmagazin kann nicht jede grobe Fehlnutzung beachten. Oder testet ihr auch, wie gut Scheibenbremsen sind, wenn jemand sein Rad mit WD40 auf Hochglanz gebracht hat, samt Scheiben?

Und wie schon jemand schrieb, dann muss man bitte auch alle Systeme testen, samt Carbonfelgen, also die mal mit 100 kg Mann dauerheißbremsen - da gab es einem der Magazine vor nicht allzulanger Zeit mal einen Test, wo gut die Hälfte der Carbonfelgen als "nicht fürs Gebirge geeignet" markiert wurden wegen Delaminierungsgefahr.

Allgemeiner Wissensstand ist jetzt, dass es leistungsmäßig im Trockenen quasi egal ist, Alufelgen bei Nässe schlecht bremsen, Carbonfelgen noch schlechter außer 3 Modelle mit Spezialflanke, Carbon aber bei Trockenabfahrt je nach Bremsbelag und Bremseinsatz gerne mal delaminiert, bei Scheibe dagegen nur 1 Fabrikat und da 1 Modell (erste Shimano ICE-Tech) bei schleifender Abfahrt wirklich versagte (Extremtest). Na vor dem Hintergrund gewinnt ja schon mal klar die Scheibe.

Sinnvoller erscheinen wie gesagt realistische Einsatzszenarien wie Wettereinbruch bei Hochgebirgsmarathon mit Abfahrt mit sandigen Sturzbächen auf den Straßen. FB gegen DB. Aber das wird mal wieder zu aufwändig sein.

Skadieh
23.07.2018, 19:00
Sinnvoller erscheinen wie gesagt realistische Einsatzszenarien wie Wettereinbruch bei Hochgebirgsmarathon mit Abfahrt mit sandigen Sturzbächen auf den Straßen. FB gegen DB. Aber das wird mal wieder zu aufwändig sein.

Arg aufwändig für eine Nischenszenario.

KeinerEiner
23.07.2018, 19:14
Arg aufwändig für eine Nischenszenario.

Da nach Meinung der FB-Fans ja eine grundsätzliche Sicherheitsrelevanz bei einer Bremse, die intakt ist, an sich nicht gegeben ist (wonach auch eine alte Weinmann völlig ausreichen sollte), dann bleiben ja nur Nischen.

Und wenn schon die Nische des MISSbrauchsfalls "100-kg-Mann dauerbremst eine Steilabfahrt" getestet wird, wäre ein Test des GEbrauchsfalls "Nassbremsen bei Gebirgsstarkregen" um Einiges angemessener.

Von mir aus auch auf dem Prüfstand: einfach das ganze mit sandigem Wasser bekippen, dann sehen wir schon, ob und wieviel besser die Disc ist.

Abstrampler
23.07.2018, 19:21
Was hat denn eigentlich der Tour-Test in der kommenden Ausgabe für einen Einfluss auf euer Leben?

Wenn die Disc besser abschneidet, werden die FB-Befürworter sicherlich nicht auf Disc wechseln und umgekehrt wird es genauso sein.

Er verschafft vielleicht etwas mehr Klarheit, was einige der bislang oft vorgebrachten Argumente betrifft.
Und sorgt hoffentlich dafür, dass wieder mit mehr nüchterner Sachlichkeit über diese Systemfrage debattiert wird.

Angesichts der Verbissenheit, mit der hier mitunter geschrieben wurde, freut mich der erste Teil Deines Posts.
Letztlich ist alles nur ein einfaches Abwägen der für die eigenen Ansprüche relevanten Licht- und Schattenseiten.
Ohne Allgemeingültigkeit, ohne Schwarzweißmalerei. :)

DaPhreak
23.07.2018, 19:23
Da nach Meinung der FB-Fans ja eine grundsätzliche Sicherheitsrelevanz bei einer Bremse, die intakt ist, an sich nicht gegeben ist (wonach auch eine alte Weinmann völlig ausreichen sollte), dann bleiben ja nur Nischen.

...

So langsam gehst Du mir gewaltig auf die Nerven. Niemand hat von Weinmann-Bremsen gesprochen. Es ging um aktuelle Dual-Pivot Bremsen. Jung, Junge... :rolleyes:

Und dass eine Carbonfelge "gerne mal delaminiert" ist auch schon 15 Jahre her. Gibt es wohl in seltenen Fällen immer noch, aber das führt ja keinesfalls zum Ausfall des Bremsvorgangs.

Bei der Disc hat es das allerdings schon gegeben.

Um es mit Deinen Worten zu sagen: Na, vor dem Hintergrund gewinnt ja schon mal klar die Felgenbremse.

Franzam
23.07.2018, 19:27
Arg aufwändig für eine Nischenszenario.

Manchen ist das Nischenszenario wichtiger als der Alltag.
Ich brauche auch nicht permanent 700 PS, aber ab und zu ist es von Vorteil, bzw. macht nur Spass

rumplex
23.07.2018, 19:30
Auch ein Fachmagazin kann nicht jede grobe Fehlnutzung beachten. Oder testet ihr auch, wie gut Scheibenbremsen sind, wenn jemand sein Rad mit WD40 auf Hochglanz gebracht hat, samt Scheiben?



Ähm. Bei so was bin ich raus.:D

Da wirds aber schon albern. Mit Verlaub, weder die Redaktion noch ich haben was gegen noch für irgendwelche Bremstypen. Es geht nur um den Vergleich.

Skadieh
23.07.2018, 20:16
Manchen ist das Nischenszenario wichtiger als der Alltag.
Ich brauche auch nicht permanent 700 PS, aber ab und zu ist es von Vorteil, bzw. macht nur Spass

Schön, dass Scheibenbremsen Assoziationen mit 700PS wecken können. Geldbeutel und Waage sagen etwas Anderes zu moppeligen Disc-Aerorennern. Da kann man für weniger Geld ein leichteres Rad bekommen. Davon profitiert man im Alltag :)

usr
23.07.2018, 20:16
Was hat denn eigentlich der Tour-Test in der kommenden Ausgabe für einen Einfluss auf euer Leben?


Bessere oder schlechtere Position in online-Grabenkämpfen natürlich ;) Das hat allemal mehr Auswirkungen auf das Leben der, die einen Teil ihrer Freizeit da hineinstecken als z.B. der Ausgang irgendwelcher Profisportereignisse, trotzdem gucken da viele gespannt zu.

Und auch wenn ich klar bei dir bin dass niemand sofort die Fronten wechseln wird, bei einer konkreten Kaufentscheidung ist es eben doch immer eine Abwägung, ein Kompromiss. Spart sich Käufer “D“ vielleicht doch den Aufpreis? Versucht Käufer “F“ vielleicht doch, sich mit Hydraulikhebeln anzufreunden? Ein deutliches Ergebnis in die eine oder die andere Richtung wird schwere Fahrer nicht unbeeinflusst lassen. Bergflöhen ist das Thema natürlich sowieso egal.

seankelly
23.07.2018, 20:25
Bergflöhen ist das Thema natürlich sowieso egal.

Ach ja?

usr
23.07.2018, 20:33
Ach ja?

Das Thema Verhalten im thermischen Grenzbereich? Würde bei mir definitiv nicht auf der Liste stehen wenn ich 30kg weniger auf die Waage bringen würde...

Flashy
23.07.2018, 20:33
Ich verkauf dann natürlich mein Disc Rad, wenn die Tour entsprechend tönt. :D

Herr Sondermann
23.07.2018, 20:39
Was´n hier wieder los?

Gibt´s schon Infos zum Tour Test oder nur das übliche Schlammcatchen ohne weitere Neuigkeiten, damit es nicht langweilig wird, wenn man 10 Stunden am Tag vor dem Bildschirm hockt?

seankelly
23.07.2018, 20:51
Das Thema Verhalten im thermischen Grenzbereich? Würde bei mir definitiv nicht auf der Liste stehen wenn ich 30kg weniger auf die Waage bringen würde...

Ach so; ich dachte wegen des Mehrgewichts, das man ja bergauf schleppen muss .....

Patrice Clerc
23.07.2018, 20:52
Bei der aktuellen Teildiskussion ging es eben um Recht haben,
Unerhört! Da will jemand recht haben! Dabei geht's doch darum, unrecht zu haben.

:applaus:

Beaver
23.07.2018, 21:56
Auch ein Fachmagazin kann nicht jede grobe Fehlnutzung beachten. Oder testet ihr auch, wie gut Scheibenbremsen sind, wenn jemand sein Rad mit WD40 auf Hochglanz gebracht hat, samt Scheiben?

Beim DAU hilft nix - ob er nun Bremsscheiben oder Bremsflächen damit reinigt ist dann egal. ;)


Und wie schon jemand schrieb, dann muss man bitte auch alle Systeme testen, samt Carbonfelgen, also die mal mit 100 kg Mann dauerheißbremsen - da gab es einem der Magazine vor nicht allzulanger Zeit mal einen Test, wo gut die Hälfte der Carbonfelgen als "nicht fürs Gebirge geeignet" markiert wurden wegen Delaminierungsgefahr.

Bei der Tour sind keine dieser Bremsflächen mehr dabei. Bei Markenlaufrädern fallen mir nur noch Tune Schwarzbrenner ein, die die haben. Auch bei Chinafelgen inzwischen zum Glück nur noch die Minderheit.


Allgemeiner Wissensstand ist jetzt, dass es leistungsmäßig im Trockenen quasi egal ist, Alufelgen bei Nässe schlecht bremsen, Carbonfelgen noch schlechter außer 3 Modelle mit Spezialflanke, Carbon aber bei Trockenabfahrt je nach Bremsbelag und Bremseinsatz gerne mal delaminiert, bei Scheibe dagegen nur 1 Fabrikat und da 1 Modell (erste Shimano ICE-Tech) bei schleifender Abfahrt wirklich versagte (Extremtest). Na vor dem Hintergrund gewinnt ja schon mal klar die Scheibe.

Jein - die Markencarbonlaufräder sind nass etwa so gut wie Alufelgen, delaminieren können die meisten nur noch sehr schwer, siehe oben, und aus den 3 Modellen mit Spezialflanken sollten demnächst mehr werden. Denn nun gibt es immer mehr Kunden, die die haben wollen. ;)


Sinnvoller erscheinen wie gesagt realistische Einsatzszenarien wie Wettereinbruch bei Hochgebirgsmarathon mit Abfahrt mit sandigen Sturzbächen auf den Straßen. FB gegen DB. Aber das wird mal wieder zu aufwändig sein.

Realistisches Einsatzszenario von 0,1% der User hier. ;)

avis
23.07.2018, 22:10
Ansonsten wäre ich mal über einen realistischen Test froh: Szenario Abfahrt bei Starkregen und mit von sandigen Bächen überströmter Straße = Standardsituation auf kleinen Alpenstraßen bei Schlechtwettereinruch. Da mal bitte die versandete Alufelgenbremse gegen die Disk testen in Bremskraft, Handkraft und Dosierbarkeit. Alles andere ist doch uninteressant.


Aber wenn ich bei 5 °C ne nasse Alpenabfahrt vor mir hab, dann bin ich heilfroh über die Scheibe ...


Standard ist das eben nicht, sowas erleben 95% der Hobbyfahrer wahrscheinlich wenn überhaupt einmal im Leben...daher ist genau sowas uninteressant.
Sorry, das wird mal wieder dermaßen unsachlich...
Klar, 15% Gefälle, 1°C über Null, Schneeregen, Sturm, sandige Sturzbäche auf der Straße, 2000hm vor einem und dennoch kann man keineswegs langsam machen, sondern muss exakt die Kurven anbremsen können - jede Sekunde zählt.
Übliche Lebenswelt des Hobbysportes, wer kennt es nicht??
:rolleyes:

RS1325
23.07.2018, 22:21
Klar, 15% Gefälle, 1°C über Null, Schneeregen, Sturm, sandige Sturzbäche auf der Straße, 2000hm vor einem und dennoch kann man keineswegs langsam machen, sondern muss exakt die Kurven anbremsen können - jede Sekunde zählt.
Übliche Lebenswelt des Hobbysportes, wer kennt es nicht??
:rolleyes:

und plötzlich taucht da noch ein Hinderniss auf - das ist live ! :D

avis
23.07.2018, 22:24
Richtig, man wird auch noch von 2-3 Kampfhunden verfolgt, daher kann man halt auch nicht rollen lassen...:rolleyes: :D

Cleat Commander
23.07.2018, 22:38
Standard ist das eben nicht, sowas erleben 95% der Hobbyfahrer wahrscheinlich wenn überhaupt einmal im Leben...daher ist genau sowas uninteressant.
Sorry, das wird mal wieder dermaßen unsachlich...
Klar, 15% Gefälle, 1°C über Null, Schneeregen, Sturm, sandige Sturzbäche auf der Straße, 2000hm vor einem und dennoch kann man keineswegs langsam machen, sondern muss exakt die Kurven anbremsen können - jede Sekunde zählt.
Übliche Lebenswelt des Hobbysportes, wer kennt es nicht??
:rolleyes:

Genau das ist der Punkt. Bei derartigen Bedingungen reicht JEDE halbwegs funktionierende Bremse, weil man eh einfach nur zusieht, dass man heil wieder runterkommt. Hier wird immer so getan, als ob man da mit der Scheibenbremse noch souverän den letztmöglichen Bremspunkt wählen würde um in Rerkordzeit ins Tal zu schiessen...

Man braucht also um sicher zu sein eine Bremse, die in quasi nie vorkommenden Extremfällen besser wäre, wenn man sie denn dann im Grenzbereich nutzen würde, was man aber nicht tut.
:hmm:

avis
23.07.2018, 23:18
Ja, bringst es auf den Punkt.

Franzam
23.07.2018, 23:34
Es gibt viele Sachen die man nicht braucht, aber trotzdem hat oder will....;)
Es reicht auch ein Rad, aber die meisten hier dürften mehr als 5 haben

avis
23.07.2018, 23:42
Völlig legitim, ich kaufe mir auch jede Menge Kram, den ich nicht wirklich brauche. ;)
Soll man dann aber auch zu stehen.
Nur wird hier von manchen Usern immer mit angeblich zwingenden Notwendigkeiten zur Nutzung der D. argumentiert, bis hin zur Lebensgefahr bei Nichtgebrauch...

kaeptnepo
23.07.2018, 23:54
Gibt immer Leute die kaufen was die Industrie will und Leute die kaufen sich das was sie wirklich brauchen. So lange man eine Wahl hat, ist es mir egal. Kann jeder fahren was er will.

KeinerEiner
23.07.2018, 23:55
Für 99% der Radler reicht nach der "Extreme sind egal da selten-Logik" auch eine Stempelbremse. Da sie meist weder wirklich schnell noch im Gebirge noch bei Regen oder in kritischen Verkehrsituationen unterwegs sind, braucht es nicht mehr. Ja und wenn sowas dann doch mal passiert, egal, da "man dann eh einfach nur zusieht, dass man heil wieder runterkommt". Ich lach mich schlapp. Wer sich so nach unten orientiert, muss das auch zuende denken.

Natürlich ist eine Bremse besser, die auch in einer Extremsituation funktioniert in der andere das nicht tun. Bei Felgenbremsen kann man sagen, dass sie in den meisten Situationen keine wesentlich schlechtere Leistung bringen als die Scheibe, klar ist jedoch genauso, dass es Situationen gibt, wo die Scheibe besser ist.

Anderes ist unentschieden: Wartung - FB ist leichter einzustellen, aber sie verschleißt die Felge. Seltene Systemprobleme - FB durchgebremste, delaminierte oder beschädigte Felgen, Reifenplatzer; DB: Versagen wg. Luft im System, überhitzte Beläge oder verzogene Scheiben.

Und die wenigen übrigen Argumente pro FB sind schwach: sie ist leichter und Räder in Rennen bei Panne schneller zu wechseln. Richtig - aber für wieviele ist das denn bitte relevant? Sicher geraten mehr Radler bei Touren auf Abfahrten in Starkregen als in Rennen in Reifenpannen.

Ansonsten gibt es hier zweifellos Paralleluniversen der FB-Fans. Delaminierende Carbonfelgen zuletzt vor 15 Jahren? Soso:

TOUR 6/2014: Zum Abgleich testeten wir auf einer steilen, *kurvenreichen Abfahrt zusätzlich je ein Laufrad mit Carbonfelge und mit klassischer Alu-Felge. Die *erschreckende Erkenntnis: Das Carbonlaufrad ging schon durch die Bremshitze auf der Abfahrt kaputt und erreichte gar nicht die abschließende Vollbremsung.

Test Carbon-LRS RoadBike 2017: Weniger erfreulich waren die Ergebnisse der Tests zur Bremshitze. Außer bei Zipps 303 hinterließ die durch 30 Vollbremsungen in kurzer Zeit entstandene Bremshitze bei allen Testkandidaten mehr oder weniger
deutliche Spuren an den Bremsflanken. Da die Bremstests im Schwarzwald bei Temperaturen um
10 Grad durchgeführt wurden, könnten hochsommerliche Temperaturen die Probleme potenzieren. Sicherheitsrelevante
Totalausfälle gab es jedoch keine, alle Testmodelle sind weiter fahrbar. Insgesamt gilt bei Carbon-Laufrädern für Felgenbremsen nach wie vor: Bleibt die Felge unversehrt, ist der Belagverschleiß (sehr) hoch – bei langen Touren im Hochgebirge gehören Ersatzbeläge ins Satteltäschchen. Ist der Belagverschleiß hingegen alltagstauglich,
zeigen sich schneller Hitzeschäden an den Bremsflanken.

Und das soll 2018 völlig anders geworden sein?

Bei Scheibenbremsen sind es die ersten Shimano ICE-Tech Scheiben, die in Extrembelastungstests versagten, bei der aktuellen Campa verzog sich in einem Test eine Scheibe. Auch andere ältere Scheiben können sich verziehen, in der Regel ziehen sie sich nach Abkühlung wieder in Form, selten muss man sie dann richten. Aktuelle Shimano-Scheiben sind nach demselben Härtetest dagegen absolut standfest.

Fazit: bei der Mehrzahl der Carbon-LRS gab es 2017 nach wie vor Probleme. Und so ist schnell ein LRS für weit über 1000 EUR flöten. Ist man dagegen als schwerer Dauerbremser bei seinen Scheibenbremsen unsicher, kauft man sich für schlappe 80 EUR einen Satz aktuelle Shimano Freeza-Scheiben (passen auch bei Campa oder SRAM,wobei SRAM schon sehr standfest ist), und gut ist.

Und für all die superseltenen unglaublichen Extremsituationen wie Regen gilt: die Scheibe ist eh besser :D

Blechroller67
23.07.2018, 23:56
Sie tun es aber.;)

Und das kann ich privat ja abtun, ein Fachmagazin kann diese Gruppe aber nicht ignorieren.

Da stellt sich die Frage, wo Rennradfahren anfängt. Beim krummen Lenker? So Rennräder mit Minus-Überhöhung, senkrecht stehenden Bremsgriffen, 45° nach unten geneigter Sattelspitze und baumelnder Satteltassche in XXXL mit Apfel und Alu-Brotdose drin?
Ich will Rennradlfahren nicht überhöhen, aber wer mit einem 7-8kg-Bock plus 1.500 Höhenmeter raufschnauft, sollte sich klar sein, dass er mit dem selben Bock auch wieder runter muss. Sonst wäre ein Trekking-Ofen das geeigneter Mittel (und damit will ich solcherlei Radl nicht herabsetzen).
Wer plus100kg Gesamtgewicht, davon über 90% auf den Fahrer entfallenden mit einem Rennhobel bergab zittern(!) will, sitzt auf dem falschen Bock. Und damit ist ein Test dieser Situation in meinem Augen für ein Fachmagazin nicht realitätskonform.

Nehmen wir mal ein Beispiel einer Abfahrt, die viele kennen: Mt. Ventoux nach Bedoin runter. Da hats Gefälle und reichlich Kurven, aber auch immer wieder Stücke zum Laufen lassen. Ich bin da mal ohne suizidale Anwandlungen, aber auch nicht zittrig runter und habe unten am Ende der 9%-Gefällstrecke auf meine chinesischen Billigcarbonfelgen mit FB gegriffen. Gut warm, aber nicht heiß. So ungefähr wie 4h im Auto in der Sonne gelegen. Man muss da runter vielleicht 10 -15 mal richtig in die Bremsen langen; kurz und fest. Dann kommen wieder einige Meter, bei denen man nur durch Aufrichten die Geschwindigkeit unter 50km/h bringt. Und wenn man da lange hinter einem Womo hängt, muss man halt mal Halt machen. So what?
Mit einer Disc ist es doch das gleiche Abwägen zwischen Gebrauch und Mißbrauch. Man kommt auch mit einer 140er Scheibe am Vorderrad 1500 Höhenmeter runter; mit einer 160er hat man mehr Sicherheit. Aber wer mit etwas Hirneinsatz mit einer 140er nicht klar kommt, bringt auch eine 160er zum Ausfall.

M. E. sind diese Hitze-Bergab-Diskussionen nicht geeignet, die Vor- und Nachteile der beiden Systeme abzuwägen.

Ich sehe für mich (!) in beiden Systemen Vor- und Nachteile. Aber da überwiegt kein Aspekt so zwingend, dass ich bei Regen nur mit Scheiben unterwegs wäre oder in den Alpen bei Trockenheit nur die FB-Räder nutzen würde. Da schlagen die Unterschiede bei meinen Rädern außerhalb der Bremssystematik stärker bei der Auswahl durch. Was bei der ganzen Diskssion untergeht: Treten muss man bei beiden Systemen und wer beim Treten bremst, muss stärker Treten.

avis
24.07.2018, 00:08
Richtig - aber für wieviele ist das denn bitte relevant?

Diese Frage bitte bei allen Argumenten stellen...
Man kann doch nicht einerseits den Schneesturm im Hochgebirge als relevante Größe darstellen, aber dann bspw. die Ersatzteilversorgung oder Gewicht, Wartung.... als unerheblich erachten.
Einfach mal etwas weniger dogmatisch sehen, beide Systeme haben Vor und Nachteile und beide haben ihre Berechtigung.
Hoffentlich auch in Zukunft.

kleinerblaumann
24.07.2018, 00:18
Es gibt viele Sachen die man nicht braucht, aber trotzdem hat oder will....;)
Es reicht auch ein Rad, aber die meisten hier dürften mehr als 5 haben


Gibt immer Leute die kaufen was die Industrie will und Leute die kaufen sich das was sie wirklich brauchen. So lange man eine Wahl hat, ist es mir egal. Kann jeder fahren was er will.

Das Wort brauchen ist ein zweistelliges Prädikat. Ohne Zusatz, der dazu gesagt wird oder aus dem Kontext hervorgeht, ist es also sinnfrei. Man braucht etwas für irgendwas, ein wozu muss her. Und dieses wozu geht dann zum Beispiel von "um mit dem Fahrrad von A nach B zu kommen", für das irgendein simples Fahrrad reicht, bis "ich will wissen, wie sich das neueste Zeug fährt und was es taugt", wofür man dann eben auch das neueste Zeug braucht. Ohne die Frage, wofür man etwas braucht oder nicht braucht, haben solche Aussagen keinen Erklärungswert.

Die beiden Kollegen sind natürlich zur exempalrisch zitiert. Man liest ja immer wieder vom "was braucht man schon?", egal ob bei Scheibenbremse, aero, Dura Ace, Elektroschaltung, 11fach, Leichtbau, usw. Findet man im Grunde bei jeder Sau, die durchs Dorf getrieben wird. Und wenn man immer das neueste Zeug haben will, wenn das also das Ziel ist, dann braucht man das eben alles.

Soweit mal eine kleine abendliche semantische Analyse ;)

Mifri
24.07.2018, 05:36
Realitätsnahe Tests:

Bei meinem bisherigen Glück, was Alpenmarathons betrifft, 2 x Ötzi, 2 x Super Giro Dolomiti und 1 x Tannheimer Tal, hatte es immer geregnet. Beim Super Giro Dolomiti war es am heftigsten. Bisher kenne ich nur den Drei Länder Giro trocken.

Allerdings habe ich alle Events mit FB überlebt und würde Sie natürlich auch mir Disc überleben. Das es also durchaus mal naß werden kann, ist nicht auszuschließen und das man bei bestimmten Events, die halt Geld kosten, bei fast jedem Wetter startet, bzw. durch fährt ist auch klar, aber eben nicht der Regelfall.

Der sieht doch eher so aus, dass man bei drohenden Niederschlag erst garnicht fährt, oder auf das CX, bzw. MTB umsattelt.

Entsprechend sind die o.g. Testszenarien bei Dauerniederschlag mit sintflutartigen Sturzbächen doch eher an den Haaren herbeigezogen.

Vielmehr wäre ein etwas flächendeckender Test interessant, der eben nicht nur die Bremsperformance oder Aerodynamik betrachtet, sondern auch die Montage, Wartung und Verschleiß berücksichtigt.

Was nützt es z.B. zu sagen, dass die Disc generell teurer ist, wenn je nach Einsatzgebiet, z.B. bergig die Bremsflanken einer FB nach 2—3 Saisons so verschlissen sind, dass die Felgen erneuert werden. Hier würde man dann zu dem Ergebnis kommen, dass die Disc im Langzeittest günstiger ist. Ob man andererseits gewillt ist, über diesen 2—3 Jahreszeitraum die 300-500g Mehrgewicht der Disc zu akzeptieren steht dann wieder auf einem anderen Blatt.

schmadde
24.07.2018, 08:37
Komisch, ich hätte schwören können, dass damals in dem Tour Artikel stand, dass der Test mit Felgenbremsen auch gemacht wurde und die Alufelge standgehalten hat, die Carbonfelge nicht. Hatte die Ausgabe extra aufgehoben und erst am Wochende beim Ausmisten in den Fingern - ich guck heute abend nochmal nach.

Ich habe nachgeschaut in der Ausgabe 6/2014. Da wurde auch mit Carbon Clinchern getestet (IMHO eine der sinnlosesten Erfindungen der Rennradgeschichte) und mit Alu-Laufrädern. Die Carbon Clincher haben sich delaminiert und Zitat: "Die einzige Konfiguration, die diese Prozedur schadlos übersteht ist die althergebrachte Kombination aus Felgenbremse und Aliuminium-Laufrad". Soviel zur Lebensgefahr von Felgebremsen vs. den ganz sicheren Scheibenbremsen.

Die Testkonfiguration war natürlich auch völlig unrealistisch: 85kg Systemgewicht, das ist ein 70-75kg Fahrer mit Rad und Klamotten/Verpflegung/Werkzeug. So fett ist natürlich kein Hobbyradler. Und 100kg Systemgewicht, das ist dann ein 85kg Fahrer. Mit dem Gewicht gewinnt man sicher keine Bergrennen, aber ich seh da so manche Leute rumfahren, die deutlich mehr auf den Rippen haben...

coopera
24.07.2018, 08:47
Ich habe nachgeschaut in der Ausgabe 6/2014. Da wurde auch mit Carbon Clinchern getestet (IMHO eine der sinnlosesten Erfindungen der Rennradgeschichte) und mit Alu-Laufrädern. Die Carbon Clincher haben sich delaminiert und Zitat: "Die einzige Konfiguration, die diese Prozedur schadlos übersteht ist die althergebrachte Kombination aus Felgenbremse und Aliuminium-Laufrad". Soviel zur Lebensgefahr von Felgebremsen vs. den ganz sicheren Scheibenbremsen.


naja, so trivial würd ich jetzt eine delaminierte Carbonfelge auch nicht sehen;)

disc ist kein allheilmittel...

Mifri
24.07.2018, 08:48
Deswegen macht z.B. die Disc bei Carbon Clinchern wieder Sinn, weil dort eben keine Bremsflanke delaminieren und oder verschleißen kann. Und, genau aus diesem Grund fahre ich z.B. seit 1800km wieder Carbon Clincher und zwar Tubeless ganz ohne Probleme.

Und jetzt bitte nicht wieder das Argument, Tubeless usw. braucht kein Mensch. Das hatten wir schon. Der Mensch braucht vieles nicht und kann es trotzdem erwerben, wenn Er mag.

usr
24.07.2018, 09:04
Also braucht man Disc um den zusätzlichen Luftwiderstand der wegen Disc benötigten zusätzlichen Speichen mit hohen Profilen auszugleichen ohne dabei das Mehrgewicht von Alu-Hochprofilern auf den Berg schleppen zu müssen?

Da finde ich das Argument “weil ich es kann“ deutlich überzeugender :)

Kurt_K.O._Bein
24.07.2018, 09:26
Deswegen macht z.B. die Disc bei Carbon Clinchern wieder Sinn, weil dort eben keine Bremsflanke delaminieren und oder verschleißen kann. Und, genau aus diesem Grund fahre ich z.B. seit 1800km wieder Carbon Clincher und zwar Tubeless ganz ohne Probleme.

Und jetzt bitte nicht wieder das Argument, Tubeless usw. braucht kein Mensch. Das hatten wir schon. Der Mensch braucht vieles nicht und kann es trotzdem erwerben, wenn Er mag.

Ich fahr an meinem Madone auch Tubeless und bin sehr zufrieden damit. Nur das oft genannte Argument der Hersteller, mit Disc kann man breitere Reifen fahren, find ich ein wenig putzig. An meinem Madone hatte ich die Schwalbe Pro One 25mm drauf, die sind dann montiert 28mm breit und durch die kriegst Du locker durch die Direct Mount Bremsen. Da ist noch Luft nach oben. Die Reifenbreite sollte doch zu den Felgen passen. Alles was über 28mm breit ist im montierten Zustand ist meiner Meinung nach Blödsinn am Rennrad. Und das bekommt man auch locker durch die FB.

Was die Bremsperformance angeht, würde ich mich über einen Test FB+ LRS Carbon mit strukturierter BF vs. Disc freuen. Vorzugsweise mehrere Fahrer in verschiedenen Gewichtsklassen bei unterschiedlichen Wetterbedingungen.

Patrice Clerc
24.07.2018, 09:59
Also braucht man Disc um den zusätzlichen Luftwiderstand der wegen Disc benötigten zusätzlichen Speichen mit hohen Profilen auszugleichen ohne dabei das Mehrgewicht von Alu-Hochprofilern auf den Berg schleppen zu müssen?
Im Kontext obiger Argumentation ist überzeugend allerdings unpassend, weil gesucht.



Da finde ich das Argument “weil ich es kann“ deutlich überzeugender :)

Beaver
24.07.2018, 10:00
Test Carbon-LRS RoadBike 2017: Weniger erfreulich waren die Ergebnisse der Tests zur Bremshitze. Außer bei Zipps 303 hinterließ die durch 30 Vollbremsungen in kurzer Zeit entstandene Bremshitze bei allen Testkandidaten mehr oder weniger
deutliche Spuren an den Bremsflanken. Da die Bremstests im Schwarzwald bei Temperaturen um
10 Grad durchgeführt wurden, könnten hochsommerliche Temperaturen die Probleme potenzieren. Sicherheitsrelevante
Totalausfälle gab es jedoch keine, alle Testmodelle sind weiter fahrbar. Insgesamt gilt bei Carbon-Laufrädern für Felgenbremsen nach wie vor: Bleibt die Felge unversehrt, ist der Belagverschleiß (sehr) hoch – bei langen Touren im Hochgebirge gehören Ersatzbeläge ins Satteltäschchen. Ist der Belagverschleiß hingegen alltagstauglich,
zeigen sich schneller Hitzeschäden an den Bremsflanken.

Und das soll 2018 völlig anders geworden sein?

Der hier? https://www.roadbike.de/test/parts/8-carbon-clincher-laufraeder-im-labor-und-praxistest.658856.9.htm#1

Bontrager: Hat jetzt texturiert. Und Korkbeläge waren nie gut. ;)
DT Swiss: Hat jetzt Carbon-Basalt Geflecht. Und gelbe SwissStop Beläge sind böse.
Campa: "Bremsleistung in Ordnung".
Lightweight: "Beim Bremsen zuverlässig".
Reynolds: Hat jetzt Carbon-Basalt Geflecht.
Ritchey: Kann ich auf den Bildern nicht erkennen, ob noch Basaltbeschichtung.
Xentis: "(...) bremst es sich giftig."
Zipp: "Bremsen klappt unaufgeregt."

Ja, da hat sich 2018 was getan.

Patrice Clerc
24.07.2018, 10:06
Alles was über 28mm breit ist im montierten Zustand ist meiner Meinung nach Blödsinn am Rennrad.
Das ist halt deine Meinung. Allgemein geht der Trend zu immer breiteren Reifen und eine Ende ist nicht absehbar. Du schreibst, dass 28 mm (effektive) Breite ok sei. Aber vor 10 Jahren hätten > 95 % der Radsportler, auch in diesem Forum, bei der Vorstellung von 28 mm Reifen den Kopf geschüttelt und nur schon 25 mm als sinnlos angesehen. Heute sind 28 mm akzeptiert.

Der nicht unumstrittene, aber den Trend vorwegnehmende Jan Heine sieht auch deutlich breitere Reifen für die Strasse:
https://janheine.wordpress.com/2018/07/19/how-wide-a-tire-should-i-ride/

Zitate:
"To summarize all this research: Narrow tires (<25 mm) are slow. Above 25 mm, the width of your tires are won’t change your speed (at least up to 54 mm wide tires)."

"If you like to corner fast, you want the widest tires possible. Even on smooth pavement, the difference between 38 mm and 48 mm-wide tires is noticeable, and on rough surfaces or even gravel, it’s no contest."

Das letzte Argument finde ich spannend. Ist das der Grund, warum ich persönlich Disc gut mag - die Kombination der tollen Bremsen mit Reifen, die in non-chalant gefahrenen Abfahrten dieses tolle, sichere Fahrgefühl erzeugt? Und ich fahre "erst" 28 bis 32 mm...

;)

DaPhreak
24.07.2018, 10:10
...
Der nicht unumstrittene, aber den Trend vorwegnehmende Jan Heine sieht auch deutlich breitere Reifen für die Strasse:

... 38 mm and 48 mm-wide tires ...



Kann man ja fahren, aber sowas bitte, bitte, bitte nicht Rennrad nennen. :rolleyes:

Patrice Clerc
24.07.2018, 10:15
Kann man ja fahren, aber bitte sowas nicht Rennrad nennen. :rolleyes:

Wieso nicht? Wenn die Reifen gleich aufgebaut sind, können die verdammt schnell sein, v.a. bei zunehmend schlechten Strassen oder wenn es um schnelle Kurven geht.

Nochmals: als ich anfing, dachte ich von 23 mm Reifen, dass die touristisch breit seien. Irgend wann ist Mächler bei lokalen Rennen mit 23 mm Michelin HiLite (oder ähnlich) aufgetaucht (ja, Clincher, als Pro, ca. 1988). Da haben wir auch nur verwundert die Augenbrauen hoch gezogen.

Der Trend läuft seit ca. 1985. Mal bleibt man länger bei einer Breite stehen, dann geht's schlagartig ein paar Millimeter breiter. Wo hört's auf? Keine Ahnung. Aber gut gemachte, normale Rennreifen mit dünner Karkasse, etc., in 35 mm, kann ich mir zumindest gut vorstellen.

Beaver
24.07.2018, 10:18
...und der Druck macht den Komfort nicht die Breite. Ich fahre 25mm Reifen auf 21C mit 4 bar vorne, 4,5 bar hinten. Das rollt auch auf sehr schlechten Straßen gut. Und irgendwann macht einen die größere Stirnfläche eben auch wieder langsamer.

Für den Captain mit 55km/h Schnitt könnten mehr als 23mm schon eine geringere Durchschnittsgeschwindigkeit bedeuten. Auf dem Gravelbike mit 30km/h sind sicher 28mm Reifen kein Problem. Aber immer lieber eine breitere Felge nehmen, statt einen breiten Reifen auf eine schmale Felge zu packen. Das ist komfortabler, aber eben auch langsamer, da der Reifen mehr walkt.

Ein 28mm 4000s II auf 23C geht schon in Richtung 35mm. ;)

schmadde
24.07.2018, 10:22
Deswegen macht z.B. die Disc bei Carbon Clinchern wieder Sinn, weil
Aha. Ich brauch also eine Disc um prinzipbedingte Nachteile von Carbon Clinchern auszugleichen, die ich mit normalen Alufelgen (oder Carbon Clinchern mit Alubremsflanke) erst gar nicht hätte. Das klingt für mich arg konstruiert, um nicht zu sagen: reichlich schwachsinnig.

Abstrampler
24.07.2018, 10:24
Mal bleibt man länger bei einer Breite stehen, dann geht's schlagartig ein paar Millimeter breiter. Wo hört's auf? Keine Ahnung.

Hm. Minimum 32er Slicks und Disc ist doch seit vielen Jahren für CX im Straßenbetrieb gängig. Fahr ich so schon lange.
Durch den größeren Umfang der Reifen benötigt man allerdings automatisch auch einen längeren Radstand und das Fahrgefühl ändert sich.
Warum sollte man das wollen?
Ich möchte jedenfalls durchaus auch weiter ein kompromisslos auf 23-28mm Reifen abgestimmtes Rennrad fahren können. Nicht nur CX, Gravel und andere Spielarten. :)

Abstrampler
24.07.2018, 10:28
...um nicht zu sagen: reichlich schwachsinnig.

Könnten wir bitte wieder einen anderen Umgangston anschlagen?

Beaver
24.07.2018, 10:29
Durch den größeren Umfang der Reifen benötigt man allerdings automatisch auch einen längeren Radstand und das Fahrgefühl ändert sich.

Auch da hilft die breitere Felge: Der Reifen wird zwar breiter, aber nicht höher. Wie viele Bremsen einen 28mm 4000s II auf 23C noch aufnehmen, weiß ich allerdings nicht. ;) Die neuen Shimano haben aber genug Luft.

Aber 25mm auf 21C sollten für die meisten Straßen reichen.

schmadde
24.07.2018, 10:29
Wieso nicht? Wenn die Reifen gleich aufgebaut sind, können die verdammt schnell sein, v.a. bei zunehmend schlechten Strassen oder wenn es um schnelle Kurven geht.

Geht der Unsinn beim Rennrad jetzt auch schon los? Beim Trekkingrad wollten sie uns lange Zeit Vollfettpuschen verkaufen, weil die "viel bequemer" und "viel schneller" wären als schmale Reifen. Alles Bullshit. Breite Reifen werden bei akzeptablem. Rollwiderstand bockelhart und unangenehm zu fahren. Das ist beim Rennrad schon ab 28mm zu spüren, das Optimum auf Asphalt liegt meiner Erfahrung nach irgendwo zwischen 23 und 25mm. Auf schlechteren Strecken kann man durchaus auch mit 35mm fahren und ist damit dann auch schneller als mit 23mm auf gleichem Terrain. Aber auf Asphalt ist man damit halt auch im Nachteil.

Patrice Clerc
24.07.2018, 10:30
...und der Druck macht den Komfort nicht die Breite.Abgesehen davon, dass es nicht nur um den Komfort geht: falsch - Breite hilft auch. Pump einen 40 mm Reifen hart auf und nutze ihn. Du wirst zwar viel vom Potential verlieren, aber er wird sich nicht so hart und unkomfortabel anfühlen, wie ein hart gepumpter 23 mm.

Oder rhetorisch gefragt: bei welchem Druck wäre ein 19 mm Reifen komfortabel und gleichzeitig schnell?

:eek:

Abstrampler
24.07.2018, 10:31
Auch da hilft die breitere Felge: Der Reifen wird zwar breiter, aber nicht höher.

Jo, aber er schrubte ja von >32mm. Das bekommst Du mit den Felgen alleine irgendwann nicht mehr hin.

kleinerblaumann
24.07.2018, 10:41
Geht der Unsinn beim Rennrad jetzt auch schon los? Beim Trekkingrad wollten sie uns lange Zeit Vollfettpuschen verkaufen, weil die "viel bequemer" und "viel schneller" wären als schmale Reifen. Alles Bullshit. Breite Reifen werden bei akzeptablem. Rollwiderstand bockelhart und unangenehm zu fahren.

Ich mag meine 60er Reifen am Reiserad. Rollen super und schlucken ordentlich Vibrationen. Viel besser als die vorherigen 42er Reifen.

Skadieh
24.07.2018, 10:59
Aha. Ich brauch also eine Disc um prinzipbedingte Nachteile von Carbon Clinchern auszugleichen, die ich mit normalen Alufelgen (oder Carbon Clinchern mit Alubremsflanke) erst gar nicht hätte.

+1

Gegen das Dilemma gibt es noch die etablierte Option Schlauchreifen. :D

Aufwändiger in der Montage, teurer im Unterhalt, aber für die Sonntagsrunde schön leicht :D

Beaver
24.07.2018, 11:02
Abgesehen davon, dass es nicht nur um den Komfort geht: falsch - Breite hilft auch. Pump einen 40 mm Reifen hart auf und nutze ihn. Du wirst zwar viel vom Potential verlieren, aber er wird sich nicht so hart und unkomfortabel anfühlen, wie ein hart gepumpter 23 mm.

Oder rhetorisch gefragt: bei welchem Druck wäre ein 19 mm Reifen komfortabel und gleichzeitig schnell?

:eek:

Ein hart gepumpter 23mm braucht deutlich mehr Druck als ein 40mm Reifen.

Ein Schwalbe Marathon 35mm auf 17C mit 4 und 4,5 bar (die er braucht, um auf guten Straßen leicht zu rollen) erzeugt deutlich mehr Vibrationen auf schlechten Straßen. Liegt natürlich auch am Aufbau mit stabileren Flanken. Aber auch am größeren Volumen. Große Reifen von Baumaschinen sind bei unter 1 bar steinhart.

Mit 19mm bist Du am anderen Ende der Fahnenstange und die gibt es ja auch nicht mehr. Man muss den Kompromiss für die Straßen und Fahrergewicht finden.

Patrice Clerc
24.07.2018, 11:18
Ein hart gepumpter 23mm braucht deutlich mehr Druck als ein 40mm Reifen.Das ist eine Trivialität. ;)



Ein Schwalbe Marathon Ich habe doch explizit solche Reifen ausgeschlossen und von normalen Rennreifen geredet, einfach in breit.

DaPhreak
24.07.2018, 11:35
+1

Gegen das Dilemma gibt es noch die etablierte Option Schlauchreifen. :D

Aufwändiger in der Montage, teurer im Unterhalt, aber für die Sonntagsrunde schön leicht :D

Aber imho die einzige sinnvolle Option bei Carbonfelgen. ;)

BTW: Wenn Du im letzten Satz "schön leicht" streichst, passt er perfekt für die Disc :D

avis
24.07.2018, 12:39
+1

Gegen das Dilemma gibt es noch die etablierte Option Schlauchreifen. :D

Aufwändiger in der Montage, teurer im Unterhalt, aber für die Sonntagsrunde schön leicht :D

+1 :D

Ich finde diese "Evolution" der LR auch lustig.
Erst werden Clincher aus Carbon verkauft, die kaum leichter sind als Aluräder, aber ein vielfaches kosten, auf Abfahrten instabil sein können. (da hat sich mittlerweile schon einiges getan)
Damit sind dann manche Hobbyfahrer im Gebirge überfordert und man soll deswegen halt die Disk kaufen.
Die ist ihrerseits nochmal schwerer und teurer und in Sachen Aerodynamik auch eher nachteilig.
Somit hat man dann am Ende einen Aufbau der deutlich schwerer ist als das gute alte Alurad, extrem schwerer als der Tubular, jeweils mit FB oder bei annähernd gleichem Gewicht ein Vermögen kostet, aaaaaber in 90% der Fälle wieder gleich gut bremst, in Scheestürmen überhalb von 3000m auch besser - zugegeben...:D
Wobei das Gewicht guter felgengebremster Tubulars selbst in der 12.000€ Kategorie nichtmal ansatzweise erreicht wird...

schmadde
24.07.2018, 12:44
Abgesehen davon, dass es nicht nur um den Komfort geht: falsch - Breite hilft auch. Pump einen 40 mm Reifen hart auf und nutze ihn. Du wirst zwar viel vom Potential verlieren, aber er wird sich nicht so hart und unkomfortabel anfühlen, wie ein hart gepumpter 23 mm.

Das Gegenteil ist der Fall: Pumpe mal einen 40mm Reifen so hart auf dass er den selben Rollwiderstand hat wie ein 23mm Reifen. Dann fährt er sich viel unkomfortabler als ein 23mm Reifen. Ich hab alle Kombinationen durchprobiert, schmal ist hier durchweg komfortabler. Die breiteren Reifen können halt mit weniger Druck gefahren werden, was auf rumpeliger Oberfläche Vorteile bringt - ich bin deshalb damals auch von den 20mm Reifen weg. Aber der geringere Druck kostet halt auch Energie, man fährt bei gleicher Leistung langsamer.

Fahr mal einen 45mm Reifen bei 6 bar: dagegen ist ein 23mm Reifen mit 8 bar die reinste Sänfte.




[...Schlauchreifen...]
Aber imho die einzige sinnvolle Option bei Carbonfelgen. ;)

+1

Skadieh
24.07.2018, 12:58
Aber imho die einzige sinnvolle Option bei Carbonfelgen. ;)

BTW: Wenn Du im letzten Satz "schön leicht" streichst, passt er perfekt für die Disc :D

:D
Nur nicht zu viel einmal. ;)
Schlauchreifen können auch unter 28mm komfortabel sein :D

rumplex
24.07.2018, 12:58
Das Gegenteil ist der Fall: Pumpe mal einen 40mm Reifen so hart auf dass er den selben Rollwiderstand hat wie ein 23mm Reifen. Dann fährt er sich viel unkomfortabler als ein 23mm Reifen. Ich hab alle Kombinationen durchprobiert, schmal ist hier durchweg komfortabler. Die breiteren Reifen können halt mit weniger Druck gefahren werden, was auf rumpeliger Oberfläche Vorteile bringt - ich bin deshalb damals auch von den 20mm Reifen weg. Aber der geringere Druck kostet halt auch Energie, man fährt bei gleicher Leistung langsamer.

Fahr mal einen 45mm Reifen bei 6 bar: dagegen ist ein 23mm Reifen mit 8 bar die reinste Sänfte.



+1

Yepp

855
24.07.2018, 13:01
Das letzte Argument finde ich spannend. Ist das der Grund, warum ich persönlich Disc gut mag - die Kombination der tollen Bremsen mit Reifen, die in non-chalant gefahrenen Abfahrten dieses tolle, sichere Fahrgefühl erzeugt? Und ich fahre "erst" 28 bis 32 mm...


dafür braucht man aber keine Disc ;)
den Rest wussten die Alten schon mit ihren Langschenkelrennern...

avis
24.07.2018, 13:10
Das Gegenteil ist der Fall: Pumpe mal einen 40mm Reifen so hart auf dass er den selben Rollwiderstand hat wie ein 23mm Reifen. Dann fährt er sich viel unkomfortabler als ein 23mm Reifen. Ich hab alle Kombinationen durchprobiert, schmal ist hier durchweg komfortabler. Die breiteren Reifen können halt mit weniger Druck gefahren werden, was auf rumpeliger Oberfläche Vorteile bringt - ich bin deshalb damals auch von den 20mm Reifen weg. Aber der geringere Druck kostet halt auch Energie, man fährt bei gleicher Leistung langsamer.

Fahr mal einen 45mm Reifen bei 6 bar: dagegen ist ein 23mm Reifen mit 8 bar die reinste Sänfte.


So siehts aus.
Die Quadratur des Kreises, der Reifen der auf Kopfsteinpflaster und Feldwegen wie eine Sänfte ist und gleichzeitig, bei gleichem Druck auf Asphalt am schnellsten gibt es halt nicht.

Patrice Clerc
24.07.2018, 13:25
So siehts aus.
Die Quadratur des Kreises, der Reifen der auf Kopfsteinpflaster und Feldwegen wie eine Sänfte ist und gleichzeitig, bei gleichem Druck auf Asphalt am schnellsten gibt es halt nicht.

Das wurde schon vor Jahren widerlegt; zuerst gelesen hatte ich es bei Smolik IIRC Mitte-Ende 80er-Jahre. Breitere Reifen sind bis zu einem Optimum, darüber hinaus auch nicht, komfortabler und leichter rollend gleichzeitig. Natürlich machen das zunehmende Gewicht, der zunehmende Luftwiderstand und das trägere Fahrverhalten der Reifenbreite diesem Trend irgendwo ein Ende, wo, ist mir bislang nicht klar. Aber sicher nicht bei 28 mm.

Ein grosser Teil des Widerstandes der Reifen entsteht durch die Hubarbeti, die bei breiteren Reifen und sinnvoll angepasstem Luftdruck niedriger ist. Gleichzeitig steigt der Komfort.

Wenn Reifenbreite und Komfort sowie Widerstand ein Nullsummenspiel wären, könnte man 19 mm Reifen fahren.

;)

avis
24.07.2018, 13:33
"Bis zu einem Optimum"...Das meinte ich doch.
Versteh einen bitte nicht immer absichtlich falsch um dann irgendwelchen vermeintlichen Blödsinn eindrucksvoll zu widerlegen, dafür bist du doch zu intelligent.
Dass niemand hier von 19er Reifen sprach war klar, ich bezog mich ja auch eindeutig auf Kategorien wie Pflaster und glatten Asphalt.
Dieses Optimum liegt, für normale Straßen, eben irgendwo in der Mitte der 20er, nicht bei 40mm.
Schon einen 28er Cont (real 32-33m) muss man um auf Asphalt den selben RW wie bei einem 23er zu haben auf 5.5 Bar pumpen.
Viel mit Komfort ist dann da auch nicht mehr.

Ist hier aber auch total OT.