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Alumini
10.08.2018, 10:20
Gestern waren's doch noch 60.

Windstill. Heute böig.

Tom
10.08.2018, 10:22
Windstill. Heute böig.

:D

Tom
10.08.2018, 10:22
Um mal wieder zum Thema Scheibenbremse zurückzukommen, zitiere ich einen Beitrag aus "Fundsachen aus dem Netz":


Magdeburg (dpo) - Das waren gut investierte 8000 Euro! Hobby-Radfahrer Frederick Eikstädt aus Madgeburg hat sich soeben ein neues Rennrad gekauft, das dank modernster Materialien 200 Gramm weniger wiegt als das Modell, das er zuvor besaß. Eikstädt selbst bringt 94 Kilo auf die Waage.

"Beim Radfahren zählt jedes Gramm", erklärt Eikstädt, während er eine Pizza in den Ofen schiebt. "Marginal Gains nennen das die Radsportexperten.....

https://www.der-postillon.com/2018/08/marginal-gains.html

Realsatire at it's best :rolling:

LanceArm
10.08.2018, 10:25
Gestern waren's doch noch 60.

So ist das mit den Beispielen.
Du kannst es auch mit 40 oder 80 W Unterschied versuchen auszurechnen.

Was ein Beispiel ist, kannst du nachlesen.
Ich habe ein Beispiel gewählt, weil man da herrlich gerade Werte nehmen kann.

LanceArm
10.08.2018, 10:29
Vielleicht kannst Du die Berechnungsparameter mithilfe von Analytic cycling reverse engineeren. Gebe plausible Parameter ein, bis Du auf Deine gemessenen Geschwindigkeiten bei der eingesetzten Leistung kommst.

Die Frage ist falsch, weil Du permanent Dinge verwechselst. Und Du bist erstaunlich renitent. Entspann Dich und denke selber nach.

Du erzählst mir viel zu allgemein, wirst nie konkret.
Was soll ich bitte verwechseln?

Reverse engineering habe ich auch mal versucht und den Drag Coefficient geändert. Den Rollwiderstand kann man ja raus rechnen (der ändert sich ja mit zunehmender Geschwindigkeit ebenfalls).

coopera
10.08.2018, 10:30
http://www.diex.gv.at/_Resources/Persistent/040a5eb7d2751e6d9921ef6fd3a757e57380b50d/kindergarten-word-decorative-type-lettering-design-53489987.jpg

:D

Tom
10.08.2018, 10:30
So ist das mit den Beispielen.
Du kannst es auch mit 40 oder 80 W Unterschied versuchen auszurechnen.

Was ein Beispiel ist, kannst du nachlesen.
Ich habe ein Beispiel gewählt, weil man da herrlich gerade Werte nehmen kann.

Warum nimmst Du nicht 100Watt? Wäre doch ein viel schönerer runder Wert :D

Fluxkompensator
10.08.2018, 10:31
Du erzählst mir viel zu allgemein, wirst nie konkret.
Was soll ich bitte verwechseln?

Reverse engineering habe ich auch mal versucht und den Drag Coefficient geändert. Den Rollwiderstand kann man ja raus rechnen (der ändert sich ja mit zunehmender Geschwindigkeit ebenfalls).
Aber nicht der CRR. Der ist konstant.

Es ist hoffnungslos :frusty2:

LanceArm
10.08.2018, 10:33
Warum nimmst Du nicht 100Watt? Wäre doch ein viel schönerer runder Wert :D

Weil du nur mit kleinen Zahlen rechnen kannst.

Tom
10.08.2018, 10:35
Weil du nur mit kleinen Zahlen rechnen kannst.

Sicher? :rolleyes:
Aber mich interessiert Deine Rechnerei doch gar nicht (abgesehen davon, dass Du es nicht kannst)

B115
10.08.2018, 10:38
http://www.diex.gv.at/_Resources/Persistent/040a5eb7d2751e6d9921ef6fd3a757e57380b50d/kindergarten-word-decorative-type-lettering-design-53489987.jpg

:D

Du bist blöd. Nein Du bist blöd! usw. :D

LanceArm
10.08.2018, 10:58
Ich habe das mit den 1,8 Prozent Ersparnis mal rückwärts durchgespielt:

45 km/ = 12,5 m/s

Für 12,5 m/s braucht man nach Tool:
https://www.analyticcycling.com/ForcesSpeed_Page.html
612 Watt (mit Standardwerten)

1,8% Ersparnis von oben sind 11,016 Watt.
Mit 11,016 Watt Ersparnis (wodurch auch immer) braucht man nur noch 600,984 Watt, um auf 45 km/h zu kommen.

Man muss jetzt iterativ den Drag Coefficient bestimmen, dass man mit 600,984 Watt auf 45 km/h kommt.
Es ergibt sich ein Wert von 0,481.

Jetzt rechnet man mit 0,481 und 612 Watt die Geschwindigkeit. Es ergibt sich 12,62 m/s = 45,432 km/h.

Auf die 1 Stunde Fahrt:
45 km/h -> exakt 1 Stunde
45,432 -> 59 Minuten, 25,7 Sekunden
-> 34,3 Sekunden Ersparnis auf 45 Kilometern.


Aber nicht der CRR. Der ist konstant.

Es ist hoffnungslos :frusty2:

Der Rollwiderstand ist nicht konstant. Der steigt linear mit der Geschwindigkeit.
Wie kommst du drauf, dass der konstant ist?

https://www.schwalbe.com/de/rollwiderstand.html

https://www.schwalbe.com/files/schwalbe/userupload/Images/FAQ/FAQ%20Detailseite/Rollwiderstand/rollwiderstand_diagramm_1.jpg

Du siehst doch, dass der Rollwiderstand linear ansteigt.

ashgliauf
10.08.2018, 11:09
Aber nicht der CRR. Der ist konstant.

Es ist hoffnungslos :frusty2:


Moment, ist nicht die Formel des Rollwiderstandskoeffizienten ( c_R = Normalkraftverschiebung/Radius) ausdrücklich nur für eine konstante Geschwindigkeit definiert? Mir erscheint das zutreffend, denn die Normalkraftverschiebung hängt doch maßgeblich davon ab, wie sich das Material vorformen lässt. Das hieße, eine schneller vonstattengehende Verformung desselben Materials erfordere mehr Leistung, nicht? Würden wir mit Kraft rechnen, wäre der Rollwiderstand sicher konstant. Uns geht es aber doch um Leistung.

Beaver
10.08.2018, 11:15
Ganz nebenbei gab es die Tests schon auf einer Bahn. Verschiedene Sitzpositionen und Aerooptimierung oder eben nicht. In welcher Zeitschrift (Roadbike, Tour, Rennrad), keine Ahnung.

Da gibt es jede Menge, aber in wie weit man das z. B. hier als seriös ermittelte Daten bezeichnen kann... hm.

https://www.youtube.com/watch?v=9I02BKm4ZiM

https://forum.tour-magazin.de/attachment.php?attachmentid=575919&d=1472301624

Dann Procycling auf der Bahn, Abweichungen der LRS nahezu innerhalb der Messtoleranzen des Powermeters:

https://www.procycling.de/assets/magazine/68/1ce4254e73e0c141d1cb87a55c89f935-biketest.pdf

Viel Lärm um (fast) nichts. ;)

LanceArm
10.08.2018, 11:17
Fluxkompensator haut schon die ganze Zeit raus, dass man keine Ahnung hat, bleibt herrlich allgemein und erzählt so einen Dünnpfiff.

Er hat entweder nicht kapiert, wie das alles funktioniert oder kapiert nicht, dass mir irgendwelche Koeffizienten egal sind.
Es zählt nur Speed (bzw. indirekt die "gesparte" Leistung).

medias
10.08.2018, 11:29
Was zählt sind Resultate als Lizenz Fahrer, der Rest ist Forums Geschwafel und Rechthaberei.

proek
10.08.2018, 11:35
Ganz nebenbei gab es die Tests schon auf einer Bahn. Verschiedene Sitzpositionen und Aerooptimierung oder eben nicht. In welcher Zeitschrift (Roadbike, Tour, Rennrad), keine Ahnung.

Auch dort ist längst nicht alles Gold was glänzt.

Glauben tue ich denen erst, wenn die auch die kompletten Rohdaten veröffentlichen.

Fluxkompensator
10.08.2018, 11:36
Der Rollwiderstand ist nicht konstant. Der steigt linear mit der Geschwindigkeit.
Wie kommst du drauf, dass der konstant ist?

https://www.schwalbe.com/de/rollwiderstand.html

Du siehst doch, dass der Rollwiderstand linear ansteigt.
Ja, der Rollwiderstand verändert sich (natürlich!). Aber nicht der CRR also der Rollwiderstandsbeiwert, der ist dimensionslos wie Cw (Strömungswiderstandskoeffizient oder -beiwert) und konstant.

P.S. Der Rest ist im Maßstab komplett "off" also daneben.

Herr Sondermann
10.08.2018, 11:38
Was zählt sind Resultate als Lizenz Fahrer, der Rest ist Forums Geschwafel und Rechthaberei.

:Applaus: Jetzt mach´s dir doch nicht so einfach.:drinken2:

Die Wissenschaft will doch auch leben...:ä

Fluxkompensator
10.08.2018, 11:45
Fluxkompensator haut schon die ganze Zeit raus, dass man keine Ahnung hat, bleibt herrlich allgemein und erzählt so einen Dünnpfiff.

Er hat entweder nicht kapiert, wie das alles funktioniert oder kapiert nicht, dass mir irgendwelche Koeffizienten egal sind.
Es zählt nur Speed (bzw. indirekt die "gesparte" Leistung).


Dafür, dass Du nichts verstehst und permanent Dinge verwechselst, bist Du aber ganz schön giftig.

Denn.

Der Luftwiderstand des Rades verringert sich um 10%.
Das sind, wie Du korrekt berechnest, 1,4 bis 1,8%.
Jedoch lässt sich eine Reduzierung des Widerstands nicht eins zu eins in Geschwindigkeitszuwachs übersetzen.
1,4 bis 1,8% von 350W sind 5-6W Ersparnis.
Das wiederum entspricht vielleicht 0,2-0,3 km/h.
Das sind ca. 16-24 Sekunden.
Alles großzügig geschätzt aber nicht total unrealistisch.

Ich würde für 20 Sekunden töten. 20 Sekunden sind aber mehrere Welten entfernt von 50,4 - 64,8 Sekunden.

Mach Deine Hausaufgaben.

Konkret genug? Wenn Walser Recht hat, spart das optimierte Rad 16-24 Sekunden, alles wild gerundet, weil eine Pseudogenauigkeit nichts zur Sache tut.

Das war meine allererste Einlassung in diesem Seitenstrang, konkret, nachvollziehbar. Wenn man denn will.

Du nennst es Dünnpfiff. Es sei Dir gegönnt. Also gönn Dir reichlich.

timjen
10.08.2018, 12:03
Sorry, wahrscheinlich OT, aber ich denke hier sind einige Fachleute am Start, daher kurz hier die Nachfrage:

Ich habe mir einen Aerolenker mit innenverlegten Zügen bestellt. Da ich ein Rad mit hydr. Scheibenbremse (RS785/685) habe, stehe ich vor dem neu verlegen der Leitungen. Meine Frage wäre nun, ob ich dabei eventuell sogar die „Verbindungsstücke“ zwischen den Leitungen entfernen sollte und nur eine Leitung ziehe, wenn ich eh einmal dran bin.
Hat dies irgendwelche Nachteile?
Mir ginge es dabei eher um den optischen Aspekt...

LanceArm
10.08.2018, 12:04
Ja, der Rollwiderstand verändert sich (natürlich!). Aber nicht der CRR also der Rollwiderstandsbeiwert, der ist dimensionslos wie Cw (Strömungswiderstandskoeffizient oder -beiwert) und konstant.

Na klar. Natürlich


Aber nicht der CRR. Der ist konstant.

Es ist hoffnungslos :frusty2:

Vom CRR habe ich ja auch gar nichts geschrieben, sondern vom Rollwiderstand. Der verändert sich (laut deiner Aussage) natürlich:


Ja, der Rollwiderstand verändert sich (natürlich!).


Den Rollwiderstand kann man ja raus rechnen (der ändert sich ja mit zunehmender Geschwindigkeit ebenfalls).

Da hast du wohl was nicht verstanden :D


Konkret genug? Wenn Walser Recht hat, spart das optimierte Rad 16-24 Sekunden, alles wild gerundet, weil eine Pseudogenauigkeit nichts zur Sache tut.

Kann wild gerundet konkret genug sein?
Mir gehts auch nicht um exakte Werte, ich möchte die Berechnung wissen.
Ich kann ja nicht jedes Mal hier die Werte posten und dann "wild gerundete" Ergebnisse bekommen.

Ich mache mir die Tage eine Software, in die ich die Werte reinknalle und mir dann kalkulieren lasse, was es mir bringt.
Aber da bist du raus.

KeinerEiner
10.08.2018, 12:08
Ist das eigentlich auch bei Scheibenbremsen der Fall, dass die Bremswirkung nachlässt, wenn der Regen bereits von der Straße gegen den Lenker spritzt? Hatte jedenfalls gestern das Problem auf dem Col des Mosses, dass plötzlich die Bremswirkung schlagartig spürbar nachließ. (Und nein ich ließ die Bremsen nicht schleifen. Eher regelmäßige kräftige Impulse.)

Wenn die Scheibe nass ist oder wird, muss auch erst das Wasser verdrängt werden. Das geht aufgrund der perforierten Scheiben aber sehr schnell und effektiv. Und die Hitze, die schnell über 100 Grad liegt, ist da auch hilfreich, wenn man bei Starkregen erstmal am Bremsen ist.

Bei der FB ist ja angeblich nach einer Radumdrehung die Bremspower da. Das ist aber nicht meine Erfahrung. Das stimmt vielleicht bei leichtem Regen oder wenn man durch eine Pfütze ist. Bei Starkregen und einer Straße auf der Wasser steht oder fließt, kann es verdammt lange dauern bis die FB greift bzw. sie erreicht dann gar keine ernstzunehmende Bremskraft.

Dazu kommt, dass man bei der Scheibe mit weniger Handkraft eine hohe Leistung erreicht.

Aber es ist ja hier unstrittig, dass die Scheibenbremse als Bremse besser ist. Stärker, besser dosierbar, regenfester. Nur halt etwas schwerer und für Leute mit 4 linken Händen schwieriger wartbar.


Die schmelzenden Scheiben bei Shimano kann ich nicht nachvollziehen. Ich fahre diese Sandwich-Scheiben seit es sie gibt mit meinen in schweren Zeiten 80 kg und mind. weiteren 10 kg Rad, Wasser und Ausrüstung, also > 90 kg Systemgewicht. Hitzesommer und Stilfserjoch und Umbrail damit ohne jedes Problem, auf meiner Hausrunde ist eine längere Abfahrt mit 14% wo ich über 80 km / h schnell bin, dabei mehrfach Kurven anbremsen muss und die auf eine Vorfahrtstraße endet, also Vollbremsung am Schluss. Da ist bisher nichts geschmolzen. Am MTB hab ich die auch, auch OK.

KeinerEiner
10.08.2018, 12:14
Sorry, wahrscheinlich OT, aber ich denke hier sind einige Fachleute am Start, daher kurz hier die Nachfrage:

Ich habe mir einen Aerolenker mit innenverlegten Zügen bestellt. Da ich ein Rad mit hydr. Scheibenbremse (RS785/685) habe, stehe ich vor dem neu verlegen der Leitungen. Meine Frage wäre nun, ob ich dabei eventuell sogar die „Verbindungsstücke“ zwischen den Leitungen entfernen sollte und nur eine Leitung ziehe, wenn ich eh einmal dran bin.
Hat dies irgendwelche Nachteile?
Mir ginge es dabei eher um den optischen Aspekt...

Wenn du die Verbinder meinst, die bald nach Austritt der Leitungen aus den Hebeln kommen, etwa da wo die Leitung aus dem Lenkerband austritt, die sind nur für die schnellere Montage durch die Radhersteller. D.h. Shimano liefert den OEMs die Bremsgriffe schon mit diesen Kabeln, die der Hersteller nach Leitungsverlegung schnell verschrauben kann statt am Bremsgriff das Kabel einzubringen.

Die kannst du einfach entfernen und nur eine Leitung ziehen.

bikeomania
10.08.2018, 12:19
Um mal wieder zum Thema Scheibenbremse zurückzukommen, zitiere ich einen Beitrag aus "Fundsachen aus dem Netz":

Magdeburg (dpo) - Das waren gut investierte 8000 Euro! Hobby-Radfahrer Frederick Eikstädt aus Madgeburg hat sich soeben ein neues Rennrad gekauft, das dank modernster Materialien 200 Gramm weniger wiegt als das Modell, das er zuvor besaß. Eikstädt selbst bringt 94 Kilo auf die Waage.

"Beim Radfahren zählt jedes Gramm", erklärt Eikstädt, während er eine Pizza in den Ofen schiebt. "Marginal Gains nennen das die Radsportexperten.....

https://www.der-postillon.com/2018/0...nal-gains.html


Auch gefunden und musste an die Diskussionen hier denken :D

Fluxkompensator
10.08.2018, 12:33
Kann wild gerundet konkret genug sein?
Ja, weil es *******gal ist, ob es 16 bis 24 Sekunden oder 15 bis 25 sind, weil man in der freien Wildbahn nicht genauer berechnen kann.

Besorge Dir einen guten Näherungswert für Deine Frontfläche in Zeitfahrposition. Die wird es geben also such danach (zur Not Kreuzotter). Schätze den CRR Deiner Reifen möglichst genau. Das geht also tu es. Außerdem wird es sehr, sehr gute estimates für typische Cw-Werte geben, such danach (Coggan fällt mir hier ein). Schätze solange, bis der Cw-Wert zu Deinen gemessenen Geschwindigkeiten bei gegebener Leistung passt - denn der Cw-Wert ist der variabelste, Rad, Position, Materialien etc. Das sind die Basiswerte für Dein persönliches Modell. Jetzt kannst Du mit Analytic cycling Deine Geschwindigkeit für jede Leistung berechnen.

Nehm Dir einen Tag, um die Werte herauszufinden. Ich wette am Abend bist Du erheblich schlauer und es ist nicht nötig, eine Software zu entwickeln. Das haben andere für Dich gemacht. Genauso wie die Datensammlung, da gibt es in einschlägigen Foren sicher kiloweise.

Alumini
10.08.2018, 12:44
Aber es ist ja hier unstrittig, dass die Scheibenbremse als Bremse besser ist. Stärker, besser dosierbar, regenfester. Nur halt etwas schwerer und für Leute mit 4 linken Händen schwieriger wartbar.


Ah, endlich! Leute, Thread kann zu! :Applaus:

timjen
10.08.2018, 12:44
Die kannst du einfach entfernen und nur eine Leitung ziehen.

Top, Danke.

Dann würde auch folgende Frage noch anschließen:

- Wie viele Meter Leitung benötige ich? 3? Vermute, dass 2m knapp bemessen sein könnten...

LINN
10.08.2018, 12:48
Aber es ist ja hier unstrittig, dass die Scheibenbremse als Bremse besser ist.

Nun ja, eigentlich ist eher unstrittig, dass die Scheibenbremse als Scheibe besser ist! :D

Einfach flächiger, vor allem eine zusätzliche Fläche zu den immer noch vorhandenen Felgen. Und mit so vielen Gestaltungsmöglichkeiten: Perforiert, löchrig, sandwichmäßig schmelzend, kleiner oder größer, verschiedene Befestigungsmöglichkeiten, leicht schleifend oder nach Vollbremsung ganz verzogen. :Applaus:

Flashy
10.08.2018, 12:51
Lagert doch mal bitte euer Laufrad/Leistungsgelaber aus.

Ich möchte hier rege Diskussion über Scheibe lesen.

KeinerEiner
10.08.2018, 13:08
Ah, endlich! Leute, Thread kann zu! :Applaus:

So sieht es aus.

Klar bessere Nassleistung und Dosierbarkeit der Scheibe ist in jedem Test klar belegt, auch jedem spürbar der das Ding fährt. Ebenso Handkraft, was heißt, dass man bei der Scheibe auch mit schwächeren/ermüdeten/verkühlten Händen locker aus der Bremsgriffhaltung erreicht, was man bei der FB nur aus dem Unterlenker mit deutlich mehr Kraft hinbekommt. Mit dem netten Nebeneffekt, dass man nicht in den Unterlenker gezwungen wird, was bei steifem Nacken nach langer Fahrt nett ist und auch mehr Übersicht über den Verkehr ermöglicht.

Die die meinen, die absolute Stärke (d.h. was kann ich maximal auf die Straße bringen), sei relevant, haben recht, aber nur bei gutem und handkraftstarkem Fahrer, und bei Nässe verliert der mit seiner FB auch haushoch.

Nicht umsonst müssen gegen die Scheibe ja Argumente wie Aussehen, Gewicht und Wartbarkeit herangezogen werden. Alles richtig und für Leute, die Rennen fahren auch relevant (Gewicht, schneller Radwechsel etc.).

Für den Hobbyfahrer, der auch im Zweifelsfall gut bremsen können will, ist die Scheibe die klar bessere Lösung.

Da hilft aller Spott und alles Geunke nix ;)

Beaver
10.08.2018, 13:13
Eure Scheibenwelt ist aber nicht so perfekt, wie ihr immer behauptet. :ä

https://weightweenies.starbike.com/forum/viewtopic.php?f=3&t=152911&start=75#p1420261

"This is a very interesting thread, thanks to the OP for mentioning this test. I feel at least somewhat vindicated. As I've posted in another thread, I'm decidedly unimpressed by the Dura Ace 9170 disc brakes - I'm having adjustment issues, and the rotor discolours and warps very easily. SRAM Centerline rotor is better but it also warps. I'm coming from 45 years of cycling with rim brakes, and was very happy for most of these years, except that I've had the front tyre blow out on two occasions on steep decents, almost certainly because of overheating. This was in Hong Kong with ambient temperatures over 30 degrees Celsius and with curvy steep decents with lots of cars so "letting it rip" was not an option. I have never had that issue in the Alps for example. I'm also a heavy rider at 90kg. This led me to get a new road bike for the specific purpose of having disc brakes. Having ridden with them, disc brakes allow me to ride with carbon wheels and certainly reduce the chance of a blow out, so this ticks the box, but the problems with warped disc rotors and brake rubbing is disappointing to put it mildly. I expected disc brakes to be far more solid and fuss free. The supposedly better braking performance of disc brakes is not really noticeable to me, as my old setup with alloy wheels (R-Sys SLR Mavic) with special pads brakes really well. I rarely ride in the wet. I have kept my old bike and so I'm able to choose between disc and rim brakes depending on the outing, but I find it ironic that I now tend to choose rim brakes if the ride is going to have very steep decents. I'm curious if Campagnolo's H11 or other disc braking solutions are better."

Und die meisten hier fahren nicht freiwillig im Regen, das wird sich auch nicht ändern...

KeinerEiner
10.08.2018, 13:21
Eure Scheibenwelt ist aber nicht so perfekt, wie ihr immer behauptet. :ä

https://weightweenies.starbike.com/forum/viewtopic.php?f=3&t=152911&start=75#p1420261

"This is a very interesting thread, thanks to the OP for mentioning this test. I feel at least somewhat vindicated. As I've posted in another thread, I'm decidedly unimpressed by the Dura Ace 9170 disc brakes - I'm having adjustment issues, and the rotor discolours and warps very easily. SRAM Centerline rotor is better but it also warps. I'm coming from 45 years of cycling with rim brakes, and was very happy for most of these years, except that I've had the front tyre blow out on two occasions on steep decents, almost certainly because of overheating. This was in Hong Kong with ambient temperatures over 30 degrees Celsius and with curvy steep decents with lots of cars so "letting it rip" was not an option. I have never had that issue in the Alps for example. I'm also a heavy rider at 90kg. This led me to get a new road bike for the specific purpose of having disc brakes. Having ridden with them, disc brakes allow me to ride with carbon wheels and certainly reduce the chance of a blow out, so this ticks the box, but the problems with warped disc rotors and brake rubbing is disappointing to put it mildly. I expected disc brakes to be far more solid and fuss free. The supposedly better braking performance of disc brakes is not really noticeable to me, as my old setup with alloy wheels (R-Sys SLR Mavic) with special pads brakes really well. I rarely ride in the wet. I have kept my old bike and so I'm able to choose between disc and rim brakes depending on the outing, but I find it ironic that I now tend to choose rim brakes if the ride is going to have very steep decents. I'm curious if Campagnolo's H11 or other disc braking solutions are better."

Und die meisten hier fahren nicht freiwillig im Regen, das wird sich auch nicht ändern...

Jo, mit der FB sind ihm Reifen weggeknallt und bei der DB stört ihn Bremsrubbeln, das sind mal klare Prios, und im Regen fährt er nicht, kann daher den Vorteil nicht mitnehmen.

Fazit: wer lieber wegknallende Reifen hat statt Bremsrubbeln und bei einem Regenguss sofort vom Rad steigt oder gar nicht erst losfährt, wenn der Wetterbericht nicht 100% Trockenheit vorhersagt, der ist in der Tat mit der FB besser aufgehoben! Da stimme ich vollumfänglich zu :Applaus:

axti
10.08.2018, 13:28
... und es ist nicht nötig, eine Software zu entwickeln. Das haben andere für Dich gemacht.

Genau. Nennt sich Virtual Elevation Methode und ist z.B. in Golden Cheetah implementiert (nach Dr. R. Chung). Funktioniert hervorragend um mit unterschiedlichen Setups seinen CdA zu bestimmen.

Sorry für OT.

Skadieh
10.08.2018, 13:30
Fazit: wer lieber wegknallende Reifen hat statt Bremsrubbeln und bei einem Regenguss sofort vom Rad steigt oder gar nicht erst losfährt, wenn der Wetterbericht nicht 100% Trockenheit vorhersagt, der ist in der Tat mit der FB besser aufgehoben! Da stimme ich vollumfänglich zu :Applaus:

Und wie viele von uns fahren regelmäßig bei Hitze und Verkehr in Hong Kong?

Beaver
10.08.2018, 13:39
Jo, mit der FB sind ihm Reifen weggeknallt und bei der DB stört ihn Bremsrubbeln, das sind mal klare Prios, und im Regen fährt er nicht, kann daher den Vorteil nicht mitnehmen.

Fazit: wer lieber wegknallende Reifen hat statt Bremsrubbeln und bei einem Regenguss sofort vom Rad steigt oder gar nicht erst losfährt, wenn der Wetterbericht nicht 100% Trockenheit vorhersagt, der ist in der Tat mit der FB besser aufgehoben! Da stimme ich vollumfänglich zu :Applaus:

Wie viele Fälle von "wegknallenden" Reifen sind Dir bekannt? Montagefehler beim Schlauch kannst Du immer ausschließen?

Felgenbremsen sind bei Regen unfahrbar? Sorry, aber allein schon aus Sicht- und Traktionsgründen fahre ich da eher passiv und die verminderte Bremskraft fällt dann nicht wirklich ins Gewicht. Wer in den Bergen wohnt, mag das anders sehen - aber auch das sind nicht die meisten hier...

Pedalierer
10.08.2018, 13:51
Ja der Regen, das war gestern der erste mal seit Mitte Juni. Dazu erst abends im dunkeln.
Dazwischen bin ich dutzende male in trockenem Wüstenklima gefahren.

Ich bin dieses Jahr überhaupt erst einmal bei Nässe gefahren, in den letzen 3 Jahren vielleicht 5x in den Regen gekommen und jetzt brauch ich also eine neue Bremse für die ich alles neu kaufen muss (Rahmen, LR, Gruppe). Mit Aluflanke dauert es zwei Radumdrehungen (ca 4 m) bis die Bremse gut verzögert. Das ist natürlich im Stadtverkehr wenn jemand pennt ungünstig, da muss man defensiver vorrausschauender fahren, aber vor Kurven die man anbremsen muss absolut kalkulierbar.

Mag gut sein dass die Disc besser bremst (das ist der Vergleich von gut zu sehr gut bei einer Dual Pivot auf abgedrehter Aluflanke) – aber bremsen ist beim RR in der Prioritätenrangfolge recht weit hinten. Selbst im Urlaub im Allgäu und in den Alpen war ich wunschlos zufrieden mit der Bremsleistung und Dosierbarkeit. Und zu 99,x % der Zeit wird am RR die Bremse nicht betätigt

Wozu also Disc, wenn ich damit schlechter Laufräder akzeptieren muss (asymetrische Einspeichung vorn, weniger seitensteif), eine rumpeligere Gabel brauch die mich auf jedem Meter begleitet wo ich nicht bremsen muss. Zudem noch eine einseitige Krafteinleitung der Bremswirkung auf die Gabelscheiden. Dazu noch Geklinkel und Gekreische (auch dieses Jahr im Allgäu-Urlaub wieder zahlreiche Disc-Räder die man schon von weitem hören konnte.

Für meine Anforderungen wäre das nur Technik der Technik willen halber, ohne relevanten Mehrwert verbunden mit unnötigem Konsum + Gewichtsmalus.

KeinerEiner
10.08.2018, 13:56
Wie viele Fälle von "wegknallenden" Reifen sind Dir bekannt? Montagefehler beim Schlauch kannst Du immer ausschließen?

Felgenbremsen sind bei Regen unfahrbar? Sorry, aber allein schon aus Sicht- und Traktionsgründen fahre ich da eher passiv und die verminderte Bremskraft fällt dann nicht wirklich ins Gewicht. Wer in den Bergen wohnt, mag das anders sehen - aber auch das sind nicht die meisten hier...

Ich lach mich schlapp. Liest du eigentlich, was du selber postest? Dem Herren von den Weightweenies, den du zitierst, ist das alleine 2 x passiert. Im Übrigen sei dir die Suchfunktion in diesem Forum empfohlen.

Ja, du kannst ja gerne mit verminderter Bremskraft passiv fahrend unterwegs sein. Und Regen und Berge meiden. Sei dir gegönnt!

Ich fahre lieber aktiv und mit unverminderter Bremskraft. In Bergen und sogar im Regen. Finde ich ganz persönlich viel angenehmer und sicherer. Kann zum Glück jeder für sich entscheiden.

rolleur
10.08.2018, 14:12
Ja der Regen, das war gestern der erste mal seit Mitte Juni. Dazu erst abends im dunkeln.
Dazwischen bin ich dutzende male in trockenem Wüstenklima gefahren.

Ich bin dieses Jahr überhaupt erst einmal bei Nässe gefahren, in den letzen 3 Jahren vielleicht 5x in den Regen gekommen und jetzt brauch ich also eine neue Bremse für die ich alles neu kaufen muss (Rahmen, LR, Gruppe). Mit Aluflanke dauert es zwei Radumdrehungen (ca 4 m) bis die Bremse gut verzögert. Das ist natürlich im Stadtverkehr wenn jemand pennt ungünstig, da muss man defensiver vorrausschauender fahren, aber vor Kurven die man anbremsen muss absolut kalkulierbar.

Mag gut sein dass die Disc besser bremst (das ist der Vergleich von gut zu sehr gut bei einer Dual Pivot auf abgedrehter Aluflanke) – aber bremsen ist beim RR in der Prioritätenrangfolge recht weit hinten. Selbst im Urlaub im Allgäu und in den Alpen war ich wunschlos zufrieden mit der Bremsleistung und Dosierbarkeit. Und zu 99,x % der Zeit wird am RR die Bremse nicht betätigt

Wozu also Disc, wenn ich damit schlechter Laufräder akzeptieren muss (asymetrische Einspeichung vorn, weniger seitensteif), eine rumpeligere Gabel brauch die mich auf jedem Meter begleitet wo ich nicht bremsen muss. Zudem noch eine einseitige Krafteinleitung der Bremswirkung auf die Gabelscheiden. Dazu noch Geklinkel und Gekreische (auch dieses Jahr im Allgäu-Urlaub wieder zahlreiche Disc-Räder die man schon von weitem hören konnte.

Für meine Anforderungen wäre das nur Technik der Technik willen halber, ohne relevanten Mehrwert verbunden mit unnötigem Konsum + Gewichtsmalus.

+1
Sehe ich genauso!

Und bei Regen fahr ich zu Hause auf der Rolle, bin ja keine 18 mehr oder muss mir irgendwas beweisen wie hart ich bin.

ashgliauf
10.08.2018, 14:23
@KeinerEiner

Wer bei Regen auch bekannte Abfahrten mit Höchstgeschwindigkeit runterfährt, der darf das hier sicher straflos propagieren. Ein schlechter Rat ist es trotzdem. Gestern Abend im Spessart nach etwas Regen lag in den Kurven auch mal der ein andere Ast, der da sonst nicht liegt. Ausweichen bei voller Fahrt wäre angesichts der Traktionsfähigkeit der nassen Reifen auf nassem Laub nicht ganz so leicht möglich, wie bei trockener Straße – gelinde gesagt.

Fahrern, die das offensichtlich nicht beherzigen, sage ich meißt vorher noch, dass ich sie nicht retten möchte.

Wir hatten auch das schon zig mal: bei Regen ist die Bremse doch gar nicht das Problem, sondern der Reifen, bzw. das Wasser unter ihm. Wer als Freizeitfahrer im Regen Carbon fährt und dann noch auf Risiko, denn kann ohnehin nicht mehr gerettet werden.

Vielleicht mach ich meine EBs ab heute nur noch bei Regen, das erhöht das Krankheitsrisiko und macht mich härter, oder so.

rolleur
10.08.2018, 14:44
@KeinerEiner

Wer bei Regen auch bekannte Abfahrten mit Höchstgeschwindigkeit runterfährt, der darf das hier sicher straflos propagieren. Ein schlechter Rat ist es trotzdem. Gestern Abend im Spessart nach etwas Regen lag in den Kurven auch mal der ein andere Ast, der da sonst nicht liegt. Ausweichen bei voller Fahrt wäre angesichts der Traktionsfähigkeit der nassen Reifen auf nassem Laub nicht ganz so leicht möglich, wie bei trockener Straße – gelinde gesagt.

Fahrern, die das offensichtlich nicht beherzigen, sage ich meißt vorher noch, dass ich sie nicht retten möchte.

Wir hatten auch das schon zig mal: bei Regen ist die Bremse doch gar nicht das Problem, sondern der Reifen, bzw. das Wasser unter ihm.

Vielleicht mach ich meine EBs ab heute nur noch bei Regen, das erhöht das Krankheitsrisiko und macht mich härter, oder so.

Eben. Und gerade wenn es dann sehr lange nicht geregnet hat ist die Straße wie Seife. Da würde auch eine Stempelbremse reichen um sich hinzulegen.

KeinerEiner
10.08.2018, 14:55
Eben nicht. Ihr geht wieder nur von der Maximalbremskraft aus. Klar ist die durch die Reibung begrenzt.

Aber erstens ist bei Nässe die Bremskraft bei der Scheibe nicht nur viel eher da, sondern auch viel besser dosierbar.

Während also der FB-Bremser noch sehnsüchtig auf das Einsetzen seiner Bremskraft wartet, ist die DB schon lange am Bremsen, und wenn dann bei der FB plötzlich die Bremskraft da ist, ist sie es oft zu stark und muss erstmal runterdosiert werden, währenddessen die DB sich prima dosieren ließ.

Und das Spiel vor jeder Kurve. Da weiß ich, was ich nehme.

Im Übrigen ist es erstaunlich, was auch bei nasser Straße nach längerem Regen an Bremskraft geht, wenn man sich traut. Und das tut man eher mit gut dosierbarer Bremse als mit dem On-Off der FB bei Nässe.

Aber was reden wir hier, der typische Forumsradler fährt ja nicht bei Regen, auch nicht in den Bergen und beides zusammen schon gar nicht. Ich bin also gerne mit meinen exotischen Anforderungen alleine ;)

Alumini
10.08.2018, 15:00
bzw. das Wasser unter ihm.
Um des Korinthen-kackens willen, Aquaplaning beim RR-Reifen ist eher unmöglich. Schmierige Straße, rutschiges Laub, ja, aber bevor ein RR-Reifen aufschwimmt, steht das Wasser bis zum Hals oder Du fährst weit (weit!) über 100 km/h.

Pedalierer
10.08.2018, 15:00
Also weder setzt die Bremskraft bei der FB bei Nässe ruckartig ein, noch ist sie zu Beginn zu Beginn bei Null.

Die FB-Räder die ich im Regen bewege verhalten sich absolut vorhersehbar.
Ich kenne auch schlechte Kombis von Gummi zu Felge wo bei Nässe gar nix geht (Stadtrad mit Noname Belägen) aber am RR mit Koolstop oder Swissstop kann ich auch im Regen mehr als passabel bremsen. Es ist auch nicht schwer so stark zu bremsen dass die Reifenhaftung flöten geht, dosieren muss man bei Nässe mit jedem Bremssystem. Mag sein dass die Disc da besser ist, aber das hat für mich in X Stunden Fahrt Relevanz im Sekundenbereich.

rolleur
10.08.2018, 15:09
Ist ja alles schon mehrfach gesagt worden.

Wegen 5x Regen im Jahr... :rolleyes:

bikeomania
10.08.2018, 15:12
...bei dem man dann eh langsam macht.
Wenn ich im Training vom Regen überrascht dann abfahre, lasse ich es doch langsam angehen, lasse mir Zeit.
Ob da 1m mehr oder weniger Bremsweg vorliegt ist doch sowas von egal.

Tom
10.08.2018, 15:18
SNicht umsonst müssen gegen die Scheibe ja Argumente wie Aussehen, Gewicht und Wartbarkeit herangezogen werden. Alles richtig und für Leute, die Rennen fahren auch relevant (Gewicht, schneller Radwechsel etc.).

Was, wenn nicht die Optik zählt für den Touri?

KeinerEiner
10.08.2018, 15:19
Die Leute die ein spätes und dann hartes Einsetzen des Bremsens bei Nässe, wie ich es auch kenne, von der FB berichten, spinnen ja nicht. Nicht umsonst reden ja die FB-Fans davon, dass sie das durch passives/vorausschauendes Fahren ausgleichen. Was ja nix anderes heißt, als bei Nässe laaange vorher bremsen.

Und natürlich ist auch das berechenbar, ich weiß ja dass ich je nach Nässegrad ein bis x Radumdrehungen brauchen werde, bis es dann bremst. Auf diese Berechneungen verzichte ich aber sehr gerne.

Wenn ich im Nassen abfahre, fahre ich nicht viel anders als im Trockenen. Ich will ja nicht dauerbremsen (was bei FB wegen des Felgenschmirgeleffekts ja noch unschöner ist). Ich lasse es auf den abschüssigen Geraden natürlich rollen und werde da entsprechend schnell um dann anzubremsen. Und das geht nass nur mit der Disk wirklich gut. Mit der FB ist man da teilweise zum Dauerbremsen gezwungen, da man kurz nach der Kurve schon wieder anfangen muss, um nicht vor der nächsten für die FB zu schnell zu sein.

Wer mit Nässe Nieselregen meint und dabei mit 20 Sachen in der norddeutschen Tiefebene fährt, kann das natürlich nicht nachvollziehen.

LINN
10.08.2018, 15:30
Da weiß ich, was ich nehme.

Ich weiß nicht, was Du nimmst.

Aber Du schreibst viel. Und fährst lieber mit Scheibenbremsen, falls ich Dich richtig verstehe.
Und andere fahren doch lieber mit Felgenbremsen.

Und jetzt? Alles wird gut.

KeinerEiner
10.08.2018, 15:39
Ich weiß nicht, was Du nimmst.

Aber Du schreibst viel. Und fährst lieber mit Scheibenbremsen, falls ich Dich richtig verstehe.
Und andere fahren doch lieber mit Felgenbremsen.

Und jetzt? Alles wird gut.

Liebe Linn,

das hier ist ein Forum. Da schreiben Menschen. Manche mehr, manche weniger. Das Schreiben tun sie zu einem Thema. Hier heißt das zum Beispiel "Scheibenbremse Pro/Contra", das heißt "dafür/dagegen". Das klingt komisch, ist aber so.

Manche Menschen kennen das nicht und wundern sich darüber. Das gibt sich aber bald.

Alles ist gut.

KeinerEiner

Flashy
10.08.2018, 15:41
Es wird alles zerredet.

Letztlich war die Qualität des Regens nicht ausreichend, damit man den Unterschied selbst spürt.

KeinerEiner
10.08.2018, 15:45
Ach komm. Ist doch eh schon lange alles gesagt. Sogar von jedem. Der Rest ist Langeweile. Bzw. der unermüdliche Kampf gegen diese ;) Besser dazu hier den 2345. Beitrag schreiben als Nutten in Frankfurter Hotels würgen, wie unser größter Radler es tut.

Flashy
10.08.2018, 15:47
Korrekt: es gilt die letzten Minuten im Büro noch zu füllen. :)

wilson
10.08.2018, 15:49
Weiter oben schreibt jemand etwas über Nachteile bei den LR in Kombination mit SB. Irgendwas von weniger Steifigkeit? Das sehe ich nicht ein, da aufgrund der höheren Bremskraft ja steifere Gabeln und LR konstruiert werden müssen und deckt sich auch nicht mit meiner Erfahrung. Meine LR, in Zusammenhang mit Steckachsen und der Gabel sind wesentlich steifer als alles, was ich bisher gefahren bin. Den konstruktionsbedingten Verlust an Komfort mache ich durch breitere Reifen mehr als wert.

ashgliauf
10.08.2018, 15:50
Aber erstens ist bei Nässe die Bremskraft bei der Scheibe nicht nur viel eher da, sondern auch viel besser dosierbar.

Während also der FB-Bremser noch sehnsüchtig auf das Einsetzen seiner Bremskraft wartet, ist die DB schon lange am Bremsen, und wenn dann bei der FB plötzlich die Bremskraft da ist, ist sie es oft zu stark und muss erstmal runterdosiert werden, währenddessen die DB sich prima dosieren ließ.


Das erscheint mir wie eine maßlose Übertreibung. Ich möchte einräumen, dass der Effekt tendenziell vorhanden sein könnte. Aber ist er doch in meinem Erleben so gering, dass ich ihm kaum Beachtung schenke. Ich halte das für kaum bezifferbar und insofern für absurd, nur dafür nahezu alle Komponenten am Fahrrad dafür umzubauen.

Wenn wir schon ausschließlich über unser persönliches Erleben schreiben: Schon bei mäßigem Wetter fahr ich Alufelgen, schon allein, um manche Fährrer nicht putzen zu müssen. :ü Meine Alulaufräder bau ich inzwischen fast nur noch mit Kinlin Felgen. Deren Legierung (KLM41) lässt sich mit den schwarzen swiss stops oder auch Yellow King sehr gut degressiv und progressiv bremsen. Der Unterschied zur Disc ist nach meinem Erleben so lächerlich gering, im Verhältnis zur den Umbaukosten.

Aber es kann auch anders gehen. Vor 2 Jahren hab ich mal einen LRS aus Ryde Pulse Sprint gebaut, deren Alulegierung so glatt wird, dass man darauf wirklich schlecht bremsen kann. Ich hab das zunächst auf die eingelenkigen JULY Bremsen geschoben, aber es waren tatsächlich die Felgen. Eine Bremsscheibe aus diesem Material dürfte eine Katatrophe sein und zeigt, dass die Unterschied enorm sind und man von DER Felgenbremse überhaupt nicht sprechen kann, wenn man mit einer Disc vergleichen will.



Um des Korinthen-kackens willen, Aquaplaning beim RR-Reifen ist eher unmöglich. Schmierige Straße, rutschiges Laub, ja, aber bevor ein RR-Reifen aufschwimmt, steht das Wasser bis zum Hals oder Du fährst weit (weit!) über 100 km/h.

Oh, das wusste ich gar nicht. Demnach ist es also fast nur dieser Schmierfilm, der die Nasshaftung so beeinträchtigt?


Also weder setzt die Bremskraft bei der FB bei Nässe ruckartig ein, noch ist sie zu Beginn zu Beginn bei Null.

Kurz, ja.


Die Leute die ein spätes und dann hartes Einsetzen des Bremsens bei Nässe, wie ich es auch kenne, von der FB berichten, spinnen ja nicht. Nicht umsonst reden ja die FB-Fans davon, dass sie das durch passives/vorausschauendes Fahren ausgleichen. Was ja nix anderes heißt, als bei Nässe laaange vorher bremsen.

Wenn ich im Nassen abfahre, fahre ich nicht viel anders als im Trockenen. Ich will ja nicht dauerbremsen (was bei FB wegen des Felgenschmirgeleffekts ja noch unschöner ist). Ich lasse es auf den abschüssigen Geraden natürlich rollen und werde da entsprechend schnell um dann anzubremsen. Und das geht nass nur mit der Disk wirklich gut. Mit der FB ist man da teilweise zum Dauerbremsen gezwungen, da man kurz nach der Kurve schon wieder anfangen muss, um nicht vor der nächsten für die FB zu schnell zu sein.


Ich bremse schon deshalb bei Regen langsam an, um mich an die Traktionsfähigkeit der Reifen heranzutasten. Ich – und viele andere auch – fahren vermutlich so wenig bei Regen, dass ich fast nie an die Belastungsgrenze der Reifen gehe. Ich will das auch gar nicht. Soviele Stunden durchnässt auf den Straßen rumlungern, nur um meine Reifen genauer kennenzulernen – nein.

Wenngleich ich viel bei Schnee und Eis unterwegs bin, aber dann mit 38mm Reifen und entsprechend schnell – also langsam. Ich brauche keinen Schlüsselbeinbruch bei Regen oder Frost und fahr vorsichtig.

LINN
10.08.2018, 15:50
Manche Menschen kennen das nicht und wundern sich darüber. Das gibt sich aber bald.


Ja, ich wundere mich da schon. Wir haben uns schon 227 Seiten lang darüber gestritten, welches die bessere Bremse sei. Was auch immer "Bessere Bremse" überhaupt bedeuten mag, wir waren uns ja nicht mal darüber einig.

Auf Seite 228 kommt dann von Dir:


Aber es ist ja hier unstrittig, dass die Scheibenbremse als Bremse besser ist.

Ich möchte mal wissen, wie dann für Dich ein wirklich umstrittenes Thema aussieht :D

Ja, alles giut, sind ja nur Bremsen. Und alle bremsen... :drinken2:

wilson
10.08.2018, 15:55
Auch sehe ich nicht ein, wieso immer das Bsp der Passabfahrt bei Regen bemüht wird. Das ist eine Situation, in die ich zufällig mal alle 2 Jahre gerate. Hingegen bin ich bei jeder Ausfahrt im mehr oder weniger dichten Strassenverkehr unterwegs, wo ich die höhere Bremskraft und bessere Dosierbarkeit, v.a. bei Oberlenkerhaltung und bei allen Witterungsbedingungen schätze.

ashgliauf
10.08.2018, 16:00
Weiter oben schreibt jemand etwas über Nachteile bei den LR in Kombination mit SB. Irgendwas von weniger Steifigkeit? Das sehe ich nicht ein, da aufgrund der höheren Bremskraft ja steifere Gabeln und LR konstruiert werden müssen und deckt sich auch nicht mit meiner Erfahrung. Meine LR, in Zusammenhang mit Steckachsen und der Gabel sind wesentlich steifer als alles, was ich bisher gefahren bin. Den konstruktionsbedingten Verlust an Komfort mache ich durch breitere Reifen mehr als wert.

Das Phänoment ist sehr vielschichtig und hier schon ausgiebig beschrieben.

Ein Disc-LRS belastet die Speichen enorm. Deshalb sind mehr Speichen erforderlich. Das macht ihn un-aero und schwerer.
Ein Disc-LRS braucht auch vorn gekreuzte Speichen, was ihn seitlich schwächt und was die höhere Speichenzahl nicht auszugleichen vermag. Dadurch ist er nicht so spurtreu, wie ein radial VR.

Ich baue Disc-LRS ausschließlich mit 28 Speichen, was sonst nie nötig ist. Weninger halte ich nicht für dauerhaltbar. Und wie bescheuert 28 Speichen in einer 60mm hohen Felge aussehen, brauch ich ja nicht zu sagen.

Darüber hinaus, will doch niemand, dass die Gabeln und Hinterbauten noch steifer werden. Ein uraltes time VXRS fährt sich mit 23mm Bereifung auf dem Pavé bequemer als mein aktueller Aero-Kübel mit 28mm Reifen. Das ist doch kein Fortschritt.

Ironsport
10.08.2018, 16:07
Darüber hinaus, will doch niemand, dass die Gabeln und Hinterbauten noch steifer werden. Ein uraltes time VXRS fährt sich mit 23mm Bereifung auf dem Pavé bequemer als mein aktueller Aero-Kübel mit 28mm Reifen. Das ist doch kein Fortschritt.

volle Zustimmung!

KeinerEiner
10.08.2018, 16:07
Auch sehe ich nicht ein, wieso immer das Bsp der Passabfahrt bei Regen bemüht wird. Das ist eine Situation, in die ich zufällig mal alle 2 Jahre gerate. Hingegen bin ich bei jeder Ausfahrt im mehr oder weniger dichten Strassenverkehr unterwegs, wo ich die höhere Bremskraft und bessere Dosierbarkeit, v.a. bei Oberlenkerhaltung und bei allen Witterungsbedingungen schätze.

Passabfahrt bei Regen mach nur ich. Ich fahr halt im Jahr ein paar Alpenmarathons und daher auch sehr lange Trainingseinheiten, wohne zudem im Gebirge. Wenn ich da jedesmal zuhause bleiben würde, nur weil es regnen soll, kann ich es auch bleiben lassen. Also hab ich die Situation regelmäßig.

Allerdings habe ich dein Argument mit dem Verkehr auch schon gebracht, damit wirst du aber keinen FB-Fan überzeugen, da die die Bremskraft der FB unter allen Bedingungen für ausreichend halten.

Das ist genau die Argumentation gegen den Sicherheitsgurt, Airbag etc. beim Auto: wieviele Unfälle hat man denn schon, dass man sowas braucht? Zum Glück wenige oder die meisten keinen: aber wenn es drauf ankommt, macht es den Unterschied. Das ist manchem zu hoch.

wilson
10.08.2018, 16:19
Das Phänoment ist sehr vielschichtig und hier schon ausgiebig beschrieben.

Ein Disc-LRS belastet die Speichen enorm. Deshalb sind mehr Speichen erforderlich. Das macht ihn un-aero und schwerer.
Ein Disc-LRS braucht auch vorn gekreuzte Speichen, was ihn seitlich schwächt und was die höhere Speichenzahl nicht auszugleichen vermag. Dadurch ist er nicht so spurtreu, wie ein radial VR.

Ich baue Disc-LRS ausschließlich mit 28 Speichen, was sonst nie nötig ist. Weninger halte ich nicht für dauerhaltbar. Und wie bescheuert 28 Speichen in einer 60mm hohen Felge aussehen, brauch ich ja nicht zu sagen.

Darüber hinaus, will doch niemand, dass die Gabeln und Hinterbauten noch steifer werden. Ein uraltes time VXRS fährt sich mit 23mm Bereifung auf dem Pavé bequemer als mein aktueller Aero-Kübel mit 28mm Reifen. Das ist doch kein Fortschritt.

Danke. Über die Optik lässt sich bekanntlich streiten. Das mit der Spurtreue spüre ich als Hobbyfahrer nicht und pavés versuche ich zu vermeiden. Was ich aber schon spüre ist, dass beim Bremsen vorne wesentlich weniger «*ruckelt*» als vorher mit leichterer Gabel und Schnellspanner. Natürlich war mein altes Stahlrad komfortabler als mein Carbonrenner, aber es wird ja hier niemand in Zweifel ziehen, dass Carbon als Rahmenmaterial ein Fortschritt war. Ich bin auf meinem Endurance Rad, alter Sack der ich bin, ohne grosse Beschwerden 5h unterwegs. Mehr brauch ich nicht. Und zu sagen, diese Nachteile würden die Vorteile der Scheibenbremse aufwiegen lässt sich für meinen Anwendungszweck zumindest nicht halten. Aber eben, jedem und jeder was ihm/ihr gefällt.

PS: bei Ausfahrten 5+ sind bei mir haltungsbedingte Probleme und Sitzbeschwerden, die ja kaum etwas mit der Steifigkeit der Konstruktion zu tun haben, der limitierende Faktor. Sogar bei einer komfortorientierten Geometrie, Ergosattel und Chamoiscrème.

wilson
10.08.2018, 16:42
Passabfahrt bei Regen mach nur ich. Ich fahr halt im Jahr ein paar Alpenmarathons und daher auch sehr lange Trainingseinheiten, wohne zudem im Gebirge. Wenn ich da jedesmal zuhause bleiben würde, nur weil es regnen soll, kann ich es auch bleiben lassen. Also hab ich die Situation regelmäßig.

Allerdings habe ich dein Argument mit dem Verkehr auch schon gebracht, damit wirst du aber keinen FB-Fan überzeugen, da die die Bremskraft der FB unter allen Bedingungen für ausreichend halten.

Das ist genau die Argumentation gegen den Sicherheitsgurt, Airbag etc. beim Auto: wieviele Unfälle hat man denn schon, dass man sowas braucht? Zum Glück wenige oder die meisten keinen: aber wenn es drauf ankommt, macht es den Unterschied. Das ist manchem zu hoch.

Ich wohne in den Voralpen und Steigungen lassen sich somit nicht vermeiden. Somit auch Abfahrten im Regen. Die Pässe lasse ich bei unsicherem Wetter aber lieber zugunsten einer "Flachrunde" (die es hier gar nicht gibt) aus. Aber selbst bei der Abfahrt von meinem Haus bis zur Strasse bin ich froh, wenn ich bei Nässe eine SB habe.

Beaver
10.08.2018, 16:45
Passabfahrt bei Regen mach nur ich. Ich fahr halt im Jahr ein paar Alpenmarathons und daher auch sehr lange Trainingseinheiten, wohne zudem im Gebirge. Wenn ich da jedesmal zuhause bleiben würde, nur weil es regnen soll, kann ich es auch bleiben lassen. Also hab ich die Situation regelmäßig.

In den Bergen ändert sich das Wetter auch schneller. Trotzdem habe ich hier im Flachen schon deutlich weniger Renner wenn es nur regnen könnte - oder zu kalt, zu heiß oder zu windig ist. ;)

99% sind Schönwetterfahrer und die meisten davon wohnen auch nicht in den Bergen. Du kannst nicht von Dir auf alle anderen schließen. :ü


Allerdings habe ich dein Argument mit dem Verkehr auch schon gebracht, damit wirst du aber keinen FB-Fan überzeugen, da die die Bremskraft der FB unter allen Bedingungen für ausreichend halten.

Weil es eben egal ist, ob ich nach 17,4 oder 17,9m zum stehen komme. Wenn man es sicherer will, muss man mit Licht und Neonklamotten fahren, da entstehen viele gefährliche Situationen erst gar nicht.


Das ist genau die Argumentation gegen den Sicherheitsgurt, Airbag etc. beim Auto: wieviele Unfälle hat man denn schon, dass man sowas braucht? Zum Glück wenige oder die meisten keinen: aber wenn es drauf ankommt, macht es den Unterschied. Das ist manchem zu hoch.

Der Vergleich ist übertrieben, Airbag und Gurt entscheiden oft zwischen Leben und Tod, die Bremse am Renner nicht.

Mifri
10.08.2018, 16:50
Ja der Regen, das war gestern der erste mal seit Mitte Juni. Dazu erst abends im dunkeln.
Dazwischen bin ich dutzende male in trockenem Wüstenklima gefahren.

Ich bin dieses Jahr überhaupt erst einmal bei Nässe gefahren, in den letzen 3 Jahren vielleicht 5x in den Regen gekommen und jetzt brauch ich also eine neue Bremse für die ich alles neu kaufen muss (Rahmen, LR, Gruppe). Mit Aluflanke dauert es zwei Radumdrehungen (ca 4 m) bis die Bremse gut verzögert. Das ist natürlich im Stadtverkehr wenn jemand pennt ungünstig, da muss man defensiver vorrausschauender fahren, aber vor Kurven die man anbremsen muss absolut kalkulierbar.

Mag gut sein dass die Disc besser bremst (das ist der Vergleich von gut zu sehr gut bei einer Dual Pivot auf abgedrehter Aluflanke) – aber bremsen ist beim RR in der Prioritätenrangfolge recht weit hinten. Selbst im Urlaub im Allgäu und in den Alpen war ich wunschlos zufrieden mit der Bremsleistung und Dosierbarkeit. Und zu 99,x % der Zeit wird am RR die Bremse nicht betätigt

Wozu also Disc, wenn ich damit schlechter Laufräder akzeptieren muss (asymetrische Einspeichung vorn, weniger seitensteif), eine rumpeligere Gabel brauch die mich auf jedem Meter begleitet wo ich nicht bremsen muss. Zudem noch eine einseitige Krafteinleitung der Bremswirkung auf die Gabelscheiden. Dazu noch Geklinkel und Gekreische (auch dieses Jahr im Allgäu-Urlaub wieder zahlreiche Disc-Räder die man schon von weitem hören konnte.

Für meine Anforderungen wäre das nur Technik der Technik willen halber, ohne relevanten Mehrwert verbunden mit unnötigem Konsum + Gewichtsmalus.


Zwingt Dich keiner Disc zu kaufen, also warum regst Du dich auf. Bleibe mit der FB doch glücklich und gut ist.

Deine Argumentation kann man auch auf elektrische Schaltungen, GPS Geräte, PM und irgendwelche Schwanzvergleichapps anwenden. Braucht man auch alles nicht, fährt bzw. nutzt aber fast jeder.

wilson
10.08.2018, 16:59
Weil es eben egal ist, ob ich nach 17,4 oder 17,9m zum stehen komme. Wenn man es sicherer will, muss man mit Licht und Neonklamotten fahren, da entstehen viele gefährliche Situationen erst gar nicht.



Der Vergleich ist übertrieben, Airbag und Gurt entscheiden oft zwischen Leben und Tod, die Bremse am Renner nicht.

Der Vorteil ist eben nicht, wie hier schon oft betont wurde, die höhere Bremskraft und der kürzere Bremsweg , sondern die geringere Fingerkraft (v.a. bei Oberlenkerhaltung) und die bessere Dosier- und Kontrollierbarkeit, auch bei Nässe, in einer Situation, wo man andauern abbremsen und wieder beschleunigen muss (Slalomfahrt umd Autokollonnen im stockenden Stadtverkehr, Fussgänger, die unvermittelt auf die Strasse treten etc.). Da empfinde ich subjektiv die SB schon wesentlich besser als die FB, die ich ja jahrzehntelang auch gefahren bin.

Beaver
10.08.2018, 17:14
Der Vorteil ist eben nicht, wie hier schon oft betont wurde, die höhere Bremskraft und der kürzere Bremsweg , sondern die geringere Fingerkraft (v.a. bei Oberlenkerhaltung) und die bessere Dosier- und Kontrollierbarkeit, auch bei Nässe, in einer Situation, wo man andauern abbremsen und wieder beschleunigen muss (Slalomfahrt umd Autokollonnen im stockenden Stadtverkehr, Fussgänger, die unvermittelt auf die Strasse treten etc.). Da empfinde ich subjektiv die SB schon wesentlich besser als die FB, die ich ja jahrzehntelang auch gefahren bin.

Wenn sie das sogar ohne Bremse hinbekommt, sollte das der Durchschnittsrennradler auch ohne Krämpfe in den Händen schaffen. ;)


https://www.youtube.com/watch?v=RH6naRedhP8

Einfach mehr pfeiffen. :D

derDim
10.08.2018, 17:18
Meine Alulaufräder bau ich inzwischen fast nur noch mit Kinlin Felgen. Deren Legierung (KLM41) lässt sich mit den schwarzen swiss stops oder auch Yellow King sehr gut degressiv und progressiv bremsen.

wie bremst man degressiv oder progressiv?
und warum?

NoWin
10.08.2018, 17:22
So sieht es aus.

Klar bessere Nassleistung und Dosierbarkeit der Scheibe ist in jedem Test klar belegt, auch jedem spürbar der das Ding fährt. Ebenso Handkraft, was heißt, dass man bei der Scheibe auch mit schwächeren/ermüdeten/verkühlten Händen locker aus der Bremsgriffhaltung erreicht, was man bei der FB nur aus dem Unterlenker mit deutlich mehr Kraft hinbekommt. Mit dem netten Nebeneffekt, dass man nicht in den Unterlenker gezwungen wird, was bei steifem Nacken nach langer Fahrt nett ist und auch mehr Übersicht über den Verkehr ermöglicht.

Die die meinen, die absolute Stärke (d.h. was kann ich maximal auf die Straße bringen), sei relevant, haben recht, aber nur bei gutem und handkraftstarkem Fahrer, und bei Nässe verliert der mit seiner FB auch haushoch.

Nicht umsonst müssen gegen die Scheibe ja Argumente wie Aussehen, Gewicht und Wartbarkeit herangezogen werden. Alles richtig und für Leute, die Rennen fahren auch relevant (Gewicht, schneller Radwechsel etc.).

Für den Hobbyfahrer, der auch im Zweifelsfall gut bremsen können will, ist die Scheibe die klar bessere Lösung.

Da hilft aller Spott und alles Geunke nix ;)
So sieht es leider nicht aus :)

Ich fahre ca. 1% meiner Ausfahrten im Regen und ich bremse zu 99% aus der Obergriffhaltung und nicht aus dem Unterlenker. Ich bin kein Bodybuilder, kann aber FB einstellen und die richtige Gummimischung für meine Laufräder (prinzipiell Alu-Clincher) montieren.

Ich war noch nie bei Regen so in Gefahr, daß ich nicht mehr bremsen konnte - somit ist die FB für den absoluten Hobbyfahrer die klar bessere Lösung.


wilson
10.08.2018, 17:26
Wenn sie das sogar ohne Bremse hinbekommt, sollte das der Durchschnittsrennradler auch ohne Krämpfe in den Händen schaffen. ;)


https://www.youtube.com/watch?v=RH6naRedhP8

Einfach mehr pfeiffen. :D

Soviel zu meinem Versuch, die Diskussion wieder auf eine etwas sachlichere Ebene zubringen...

Flashy
10.08.2018, 17:29
Klar, mit dem Spruch "dann musst du eben lernen zu bremsen" kann man auch eine Stempelbremse bewerben.

KeinerEiner
10.08.2018, 17:40
So sieht es leider nicht aus :)

Ich fahre ca. 1% meiner Ausfahrten im Regen und ich bremse zu 99% aus der Obergriffhaltung und nicht aus dem Unterlenker. Ich bin kein Bodybuilder, kann aber FB einstellen und die richtige Gummimischung für meine Laufräder (prinzipiell Alu-Clincher) montieren.

Ich war noch nie bei Regen so in Gefahr, daß ich nicht mehr bremsen konnte - somit ist die FB für den absoluten Hobbyfahrer die klar bessere Lösung.



Probier es mal mit schnell fahren. Also so ab 40 km / h und deutlich aufwärts. Sind ja genug Leute unterwegs, für die 25 schon schnell ist, da reicht auch ne Stempelbremse :D

bikeomania
10.08.2018, 17:55
Und die Pros, die schneller abfahren als jeder hier, denen reicht wohl auch eine FB :ä

Flashy
10.08.2018, 17:58
Um den Thread wieder auf gewohntes Niveau zu bringen:

Am besten ist, man beschleunigt gar nicht erst, dann entfällt das Bremsen. Egal mit welcher.

ashgliauf
10.08.2018, 18:07
Über die Optik lässt sich bekanntlich streiten. Das mit der Spurtreue spüre ich als Hobbyfahrer nicht und pavés versuche ich zu vermeiden. Was ich aber schon spüre ist, dass beim Bremsen vorne wesentlich weniger «*ruckelt*» als vorher mit leichterer Gabel und Schnellspanner. Natürlich war mein altes Stahlrad komfortabler als mein Carbonrenner, aber es wird ja hier niemand in Zweifel ziehen, dass Carbon als Rahmenmaterial ein Fortschritt war. Ich bin auf meinem Endurance Rad, alter Sack der ich bin, ohne grosse Beschwerden 5h unterwegs. Mehr brauch ich nicht. Und zu sagen, diese Nachteile würden die Vorteile der Scheibenbremse aufwiegen lässt sich für meinen Anwendungszweck zumindest nicht halten. Aber eben, jedem und jeder was ihm/ihr gefällt.

PS: bei Ausfahrten 5+ sind bei mir haltungsbedingte Probleme und Sitzbeschwerden, die ja kaum etwas mit der Steifigkeit der Konstruktion zu tun haben, der limitierende Faktor. Sogar bei einer komfortorientierten Geometrie, Ergosattel und Chamoiscrème.

1. Die verquere Optik derart vieler Speichen beruht auf meinem technischem Verständnis, dass etwas unnötig ist. Bei Fixies mit hochprofil Aluclinchern und 36 Speichen gruselt es mich nunmal. Hier offenbart sich mangelnder Sachverstand. Die wenigsten Fixiefahrer sind Bahnsprinter die mal so 2000W treten.

Wenn deine Bremse ruckelt, überprüf mal deine beteiligten Lager. Ruckeln ist auch bei FB ein Defekt.

Stahl ist nicht natürlich bequemer als Carbon. Knallhart und butterweich geht mit beiden Materialien. Du kannst Stahlrahmen bauen, da zieht’s dir die Hose aus und du kannst Carbonrahmen haben, die schlackern nur so vor sich her

2. Was deine Sitzprobleme angeht, hat geringer Komfort ganz sicher mit einem harten Rahmen zu tun. Vibrationen und Stöße erfordern Stabilisierung durch Muskeln und wenn die erschlaffen, muss das Bindegewebe ran. Das tut im Alter nunmal weh. Ein nachgiebiger Rahmen wird auch bei sportlicher Sitzpotion erträglicher. Das aufrechte Gesitze hat auch viel damit zu tun, in welcher Position man sich im Alltag befindet und inwiefern man gezielt dran arbeitet. Und dran arbeiten, muss man im Alter ganz sicher – aber es funktioniert. Im Alter wird man nicht zwingend schlechter, man bekommt es nur nicht mehr geschenkt.


Ich wohne in den Voralpen und Steigungen lassen sich somit nicht vermeiden. Somit auch Abfahrten im Regen. Die Pässe lasse ich bei unsicherem Wetter aber lieber zugunsten einer "Flachrunde" (die es hier gar nicht gibt) aus. Aber selbst bei der Abfahrt von meinem Haus bis zur Strasse bin ich froh, wenn ich bei Nässe eine SB habe.

Ich – die andern vermutlich auch – wollen dir die Freude nicht nehmen. Ehrlich, ich bin megafroh über jeden Radfahrer, der Freude bei der Sache hat. Was ich hasse sind Autos… Mir geht es nicht darum, dir die Bemse wegzunehmen.

Ich halte die Disc nur eine Lösung eines Problems, für das es auch schönere, günstigere Lösungen gibt.


Weil es eben egal ist, ob ich nach 17,4 oder 17,9m zum stehen komme. Wenn man es sicherer will, muss man mit Licht und Neonklamotten fahren, da entstehen viele gefährliche Situationen erst gar nicht.

Der Vergleich ist übertrieben, Airbag und Gurt entscheiden oft zwischen Leben und Tod, die Bremse am Renner nicht.

So ist es. 5cm weniger Bremswenig ändern fast immer… nichts, gar nichts. Wenn ich 5cm vor einem Hindernis zum stehen komme, war dort noch so wenig Geschwindigkeit übrig, dass ein Aufprall keine Folgen hätte.

Ein Sicherheitsgurt bewirkt, dass den Insassen schon bei einem Aufprall bei albernen 20km/h nicht dermaßen die Fr*sse poliert wird, dass einem dabei alles vergeht. Der Vergleich ist ganz und gar unangemessen.


Zwingt Dich keiner Disc zu kaufen, also warum regst Du dich auf. Bleibe mit der FB doch glücklich und gut ist.

Nochmal, niemand nimmt hier dem anderen etwas weg! Wir führen hier keine Diskussion über Eigentum oder die Vertragsfreiheit.


Der Vorteil ist eben nicht, wie hier schon oft betont wurde, die höhere Bremskraft und der kürzere Bremsweg , sondern die geringere Fingerkraft (v.a. bei Oberlenkerhaltung) und die bessere Dosier- und Kontrollierbarkeit, auch bei Nässe, in einer Situation, wo man andauern abbremsen und wieder beschleunigen muss (Slalomfahrt umd Autokollonnen im stockenden Stadtverkehr, Fussgänger, die unvermittelt auf die Strasse treten etc.). Da empfinde ich subjektiv die SB schon wesentlich besser als die FB, die ich ja jahrzehntelang auch gefahren bin.

Im Straßenverkehr komme ich mit Umsicht immer gut zurecht. Aber es soll ja auch Menschen geben, die bremsen erst 2m vor der Ampel. Bei vielen Autofahrern ist das regelmäßig zu beobachten. Muss das sein? Ist das wirklich angenehmer? Muss ich mein Material derart belasten? Mir ist das zu stressig, aber manche wollen ja immer Windschatten fahren, auch wenn ihnen der Fahrer davor unbekannt ist.

Wie gesagt, ich rette euch nicht.

NoWin
10.08.2018, 18:15
Probier es mal mit schnell fahren. Also so ab 40 km / h und deutlich aufwärts. Sind ja genug Leute unterwegs, für die 25 schon schnell ist, da reicht auch ne Stempelbremse :D

Probiere es mal mit dem Akzeptieren von anderen Meinungen - könnte dir im Leben sicher weiterhelfen :rolleyes:

Schnecke
10.08.2018, 18:20
Ich lach mich schlapp. Liest du eigentlich, was du selber postest? Dem Herren von den Weightweenies, den du zitierst, ist das alleine 2 x passiert.

In 45 Jahren Radfahren.

Eigentlich könnte hier erstmal zugemacht werden. Kommt doch schon seit etlichen Seiten nichts neues.

derDim
10.08.2018, 23:11
In 45 Jahren Radfahren.

Eigentlich könnte hier erstmal zugemacht werden. Kommt doch schon seit etlichen Seiten nichts neues.

war degressiv und progressiv bremsen schonmal!?
also ich kann mich nicht erinnern

was hingegen immer wieder kommt ist das
"Eigentlich könnte hier erstmal zugemacht werden. Kommt doch schon seit etlichen Seiten nichts neues"

Flashy
10.08.2018, 23:21
Mit dieser Erkenntnis den Thread einfach meiden, ist halt zu einfach....

Schnecke
10.08.2018, 23:57
war degressiv und progressiv bremsen schonmal!?
also ich kann mich nicht erinnern


Bestimmt. Wobei? Mangelnde Grundlagen des Fahrens werden hier gerne durch technische Neuerungen kompensiert.😁

Eclipse
11.08.2018, 09:41
Weil es eben egal ist, ob ich nach 17,4 oder 17,9m zum stehen komme.

Wenn du auf eine rote Ampel zufährst und dahinter Querverkehr ist, können die 0,5 Meter entscheidend sein.


Wenn ich 5cm vor einem Hindernis zum stehen komme, war dort noch so wenig Geschwindigkeit übrig, dass ein Aufprall keine Folgen hätte


Wenn du stehst, ist doch gar keine Geschwindigkeit mehr übrig
Meinst du 5cm dahinter?

Wenn das ein Auto ist, was mit 50 von der Seite kommt und dir die Vorfahrt nimmt, bist du evtl etwas tot.

Flashy
11.08.2018, 09:47
Andererseits kennt man aber den Bremsweg seines Rades.
Bzw. sollte man den kennen, egal welche Bremse man nutzt.

Mifri
11.08.2018, 10:11
Andererseits kennt man aber den Bremsweg seines Rades.
Bzw. sollte man den kennen, egal welche Bremse man nutzt.


Dann nenne uns doch mal deinen Bremsweg bei leicht feuchter frisch geteerter Straße aus 68km/h. Solltest du ja präzise beantworten können.

Keiner von uns kennt den Bremsweg genau, egal welche Bremse.

Flashy
11.08.2018, 10:14
Bei solchen Bedingungen fahr ich keine 68km/h. :rolleyes:

Wie komm ich nur zu der Aussage?

Weil ich nahezu jeden Tag durch Innenstädte fahre und mit beiden Systemen bereits mehrfach Notbremsungen machen musste.
Das ist das was ich erlebe und sorry, die Rückmeldungen sind für mich primärer als das Geschreibsel im TF :)

Wenn man lange genug fährt, hat man sich doch meist an die Bremspunkte herangetastet und weiß, was geht oder nicht geht.

Don Crustie
11.08.2018, 10:43
Wie habt ihr eigentlich den Unterschied der Bremssysteme bei der vergangenen Tour (oder auch Giro...) wahrgenommen?
Gab´s da iwi merkbare Differenzen bei den Abfahrtsschlachten um Sekunden und Meter -oder andere -für unsere Show hier interessante Beobachtungen (außer Gilberts Abgang-der wurde, glaub ich, schon ausführlich durchgekaut :D)?

Tom
11.08.2018, 11:25
Dann nenne uns doch mal deinen Bremsweg bei leicht feuchter frisch geteerter Straße aus 68km/h. Solltest du ja präzise beantworten können.

Keiner von uns kennt den Bremsweg genau, egal welche Bremse.

...und deswegen bremst jeder mit ordentlich Reserven und nach Gefühl. Egal mit welcher Bremse.
Je mehr Erfahrung, desto besser die intuitive Abschätzung des Bremswegs und desto kleiner die Reserven.
Aber wie und warum sollte man das in Metern angeben können?

Grifoncino
11.08.2018, 12:03
Ich liege gerade in der Hollywoodschaukel, lese diesen thread und denke mir gerade ich weiß nicht mal wie weit ein Meter ist...
Woher sollte ich wissen, wie weit mein Bremsweg ist?
Naja ich hab zu viel Zeit 😉

DaPhreak
11.08.2018, 12:08
...und deswegen bremst jeder mit ordentlich Reserven und nach Gefühl. Egal mit welcher Bremse.
Je mehr Erfahrung, desto besser die intuitive Abschätzung des Bremswegs und desto kleiner die Reserven.
Aber wie und warum sollte man das in Metern angeben können?

Ich glaube, die Antwort ist 42m. Immer.

Flashy
11.08.2018, 12:18
Das man das noch erklären muss....

Natürlich habe ich es nicht ausgemessen. :rolleyes:

Aber wer fängt schon an Rad zu fahren und das vielleicht schnell, ohne zu testen, wie schnell man zum stehen kommt?

Natürlich ist das ein Gefühl, so wie beim Auto auch.
Überschätzt man sich, gehts eben schief.

Keiner fährt durch die Gegend und analysiert ständig "oh, jetzt bin ich 30km/h schnell mit einer FB, da brauch ich jetzt 17,4m. Aha, an der Hauskante hab ich die 17,4m. JETZT bremse ich"

Cleat Commander
11.08.2018, 13:05
Wenn sie das sogar ohne Bremse hinbekommt, sollte das der Durchschnittsrennradler auch ohne Krämpfe in den Händen schaffen. ;)


https://www.youtube.com/watch?v=RH6naRedhP8

Einfach mehr pfeiffen. :D

Die schnellste Maus von Mexico :D

Cleat Commander
11.08.2018, 13:06
https://www.youtube.com/watch?v=k4i37XVZv3o

Scatto
11.08.2018, 13:24
Wenn du auf eine rote Ampel zufährst und dahinter Querverkehr ist, können die 0,5 Meter entscheidend sein.




Wenn du stehst, ist doch gar keine Geschwindigkeit mehr übrig
Meinst du 5cm dahinter?

Wenn das ein Auto ist, was mit 50 von der Seite kommt und dir die Vorfahrt nimmt, bist du evtl etwas tot.

Leute, die auf solche Weise argumentieren, sollten sowieso besser zu Hause bleiben.

Beaver
11.08.2018, 13:43
Wenn du auf eine rote Ampel zufährst und dahinter Querverkehr ist, können die 0,5 Meter entscheidend sein.

In diesem Fall sind das 2,8% (!) Unterschied - die Wahrscheinlichkeit, dass dies genau so eintritt und relevant ist, ist also entsprechend gering - und wenn, dann wird das leichte Bewegen des Lenkers nach links oder rechts das Problem lösen. ;) Ausweichen ist immer besser als ein Aufprall. ;)


Die schnellste Maus von Mexico :D

Auf der Bahn bestimmt. ;)

3RAUM
13.08.2018, 10:46
Wieso sollte man bei einem neuen Rennrad nicht den neuesten Stand der Technik kaufen? Also auch Scheibenbremsen.

Kaufe mir auch kein Auto mit 10 l/100km Verbrauch und ohne el. Fensterheber und ohne Zentralverriegelung, mit nur 2 Airbags und wenn geht ohne ESP. Nach dem Motto: früher hats mich auch von A nach B gebracht.

Tom
13.08.2018, 11:07
Wieso sollte man bei einem neuen Rennrad nicht den neuesten Stand der Technik kaufen? Also auch Scheibenbremsen.

Kaufe mir auch kein Auto mit 10 l/100km Verbrauch und ohne el. Fensterheber und ohne Zentralverriegelung, mit nur 2 Airbags und wenn geht ohne ESP. Nach dem Motto: früher hats mich auch von A nach B gebracht.

Hast Du ein adäquates, zeitgemäßes Heimkino?

Fluxkompensator
13.08.2018, 11:11
Wieso sollte man bei einem neuen Rennrad nicht den neuesten Stand der Technik kaufen? Also auch Scheibenbremsen.

Kaufe mir auch kein Auto mit 10 l/100km Verbrauch und ohne el. Fensterheber und ohne Zentralverriegelung, mit nur 2 Airbags und wenn geht ohne ESP. Nach dem Motto: früher hats mich auch von A nach B gebracht.
Das Thema hier ist doch: Wenn die Karre möglicherweise durch die Helferlein mehr verbraucht als sie müsste, man öfter in die Werkstatt ginge, man erheblich tiefer in die Tasche greifen müsste, alle möglichen vorher kompatiblen Zubehörteile neu kaufen müsste und das ganze subjektiv noch beknackter aussieht - wer ist so blöd?

Hobette, Übergewicht, kack Bremstechnik, gutes Einkommen, nur ein Rad. Schlag zu.

(ich finde Discs grundsätzlich ziemlich cool)

Pedalierer
13.08.2018, 11:12
Wieso sollte man bei einem neuen Rennrad nicht den neuesten Stand der Technik kaufen? Also auch Scheibenbremsen.

Kaufe mir auch kein Auto mit 10 l/100km Verbrauch und ohne el. Fensterheber und ohne Zentralverriegelung, mit nur 2 Airbags und wenn geht ohne ESP. Nach dem Motto: früher hats mich auch von A nach B gebracht.

Die Scheibenbremse ist über 100 Jahre alt. Hydraulik dito.
Kauf mal schön Deine Asbachbremse und glaub dass das total modern ist.

Diese dämlichen Autovergleiche immer. Das was die Autodeppen kaufen sind SUVs – das ist sicher auch total sinnvoll und modern.

tango@team_bt
13.08.2018, 11:13
Erstaunlich, wofür man seine Energie so alles aufwenden kann. 231 Seiten und ein Jahr lang wird jetzt hier ... ach, lassen wir das.

ChristophBM
13.08.2018, 11:47
Jüngst erlebte Realität in der sächsischen Schweiz: nach ca 2km mit im Durchschnitt 12% Gefälle plötzlich 18% Gefälle auf ca 200 Meter Länge mit anschließender Kurve mit ca 10% Gefälle und uneinsehbarem weiteren Straßenverlauf . . . da wäre ich blöd gewesen, wenn ich zu Beginn der 18% noch mehr als vielleicht 30 km/h draufgehabt hätte . . .

Meine Prophezeiung: die wünschenswerten Bremsleistungen werden in naher Zukunft nur durch eine Doppelscheibe vorn erreicht werden können . . .

3RAUM
13.08.2018, 12:15
Nee, schauen kaum Filme höchstens mal Nachrichten. Gehen auch nur 1-2 mal pro Jahr ins Kino. Wäre ich Filmfan hätte ich sowas.
Da ich aber gerne und oft radfahre, fahre ich aktuelle Technik und meine Schüsseln haben Discs und E-Schaltung.
Gleiches gilt fürs Auto.

Natürlich gibts noch den Oldtimer in der Garage, den holt man aber 2-3 mal im Jahr hervor und genießt die unzeitgemäße Technik. Genau wie mein Retro-Pinarello mit Nuovo Record.


Hast Du ein adäquates, zeitgemäßes Heimkino?

Alumini
13.08.2018, 13:36
Darüber hinaus, will doch niemand, dass die Gabeln und Hinterbauten noch steifer werden. Ein uraltes time VXRS fährt sich mit 23mm Bereifung auf dem Pavé bequemer als mein aktueller Aero-Kübel mit 28mm Reifen. Das ist doch kein Fortschritt.

Ihr wolltet doch alle keinen Fortschritt (demnach). Ihr wolltet doch alle immer NOCH steifere Plastikgeschosse, mit immer NOCH mehr Aero für eure Hobbylettenausritte bei Temposchnitt 45-55 und verteidigt das auch noch vehement in allen Foren und Stammtischdiskussionen.



PS: bei Ausfahrten 5+ sind bei mir haltungsbedingte Probleme und Sitzbeschwerden, die ja kaum etwas mit der Steifigkeit der Konstruktion zu tun haben, der limitierende Faktor. Sogar bei einer komfortorientierten Geometrie, Ergosattel und Chamoiscrème.
Selbstverständlich hat die Steifigkeit der Konstruktion grundsätzlich auch Auswirkung auf den Komfort (zumindest die des Rads allgemein, ich will's nicht der Disc in die Shcuhe schieben). Aber die Allermeisten werden das irgendwie ertragen und akzeptieren, weil ja der 10000 Eurohobel vom Sagan ja nicht der Auslöser sein KANN.

Bei 5 Stunden (Region 100km, plus/minus) fängt Rennradfahren doch erst an, wenn man nicht nur Kriterien ballert. Wie kann man da schon akzeptieren, zu leiden oder unkomfortabel zu sein? Dann vielleicht doch lieber ein passendes Rad, vom Bikefitter optimiert. Oder vielleicht sogar auf Maß? OK, wäre natürlich wieder Stahl/Titan und nicht mehr das Neueste aus der Werbung... :rolleyes:

wilson
14.08.2018, 08:13
Ihr wolltet doch alle keinen Fortschritt (demnach). Ihr wolltet doch alle immer NOCH steifere Plastikgeschosse, mit immer NOCH mehr Aero für eure Hobbylettenausritte bei Temposchnitt 45-55 und verteidigt das auch noch vehement in allen Foren und Stammtischdiskussionen.



Selbstverständlich hat die Steifigkeit der Konstruktion grundsätzlich auch Auswirkung auf den Komfort (zumindest die des Rads allgemein, ich will's nicht der Disc in die Shcuhe schieben). Aber die Allermeisten werden das irgendwie ertragen und akzeptieren, weil ja der 10000 Eurohobel vom Sagan ja nicht der Auslöser sein KANN.

Bei 5 Stunden (Region 100km, plus/minus) fängt Rennradfahren doch erst an, wenn man nicht nur Kriterien ballert. Wie kann man da schon akzeptieren, zu leiden oder unkomfortabel zu sein? Dann vielleicht doch lieber ein passendes Rad, vom Bikefitter optimiert. Oder vielleicht sogar auf Maß? OK, wäre natürlich wieder Stahl/Titan und nicht mehr das Neueste aus der Werbung... :rolleyes:

Ich möchte nicht, dass die Diskussion auf einen Schwanzvergleich hinausläuft, aber für meine +/- 100km Touren brauch ich nie mehr als 5h, selbst wenn noch ein Pass dazwischen ist.:rolleyes: . Das längste, was ich in meinem Alter (50) als Hobbyfahrer mit Beruf und Familie noch mache ist eine Passfahrt mit 150km/1800hm und für diese habe ich beim letzten Mal ca. 6 Stunden benötigt, ein Schnitt, bei dem die Meisten hier vermutlich lachen. Also halte ich es schon für gewagt, behaupten zu wollen, dass Rennvelofahren erst bei 5h anfängt. Mein Rennvelo ist durchaus auf meine Größe und meinen Anwendungsszweck optimiert und ich finde es normal, dass ich bei 5h+ physisch an meine Grenzen komme und «*leide*», wenn ich sportlich unterwegs bin. Ist ja auch das Ziel. Sonst kann ich gleich zu Hause auf dem Sofa bleiben. Auch wird beim Domane die Steifigkeit kaum die Ursache meiner Sitzbeschwerden sein. Es ist zu kurz gegriffen, dies auf die SB zurückführen zu wollen dank der ich zumindest bei langen Passabfahren deutlich entspannter unterwegs bin.

MonsieurF
14.08.2018, 08:53
Bei 100km in 5h hört das Rennrad fahren eher auf... Spass beiseite.

Der eine erfreut sich an solchen Fahrten und der andere fâhrt halt kurz knackig die 100km in 3h mit 1.300 hm.

Dass der Radsport uns im Forum verbindet, sollten wir uns ab und zu ins Gedächtnis rufen. Schließlich verbindet Sport/ die Leidenschaft und trennt nicht.

Schönen Tag!

Marsz
14.08.2018, 09:53
Ich glaube das hier im Forum nur die wenigsten die 100km/1300hm in Drei Stunden fahren.

Du etwa?

MonsieurF
14.08.2018, 10:08
Bei Windstille und kühleren Temperaturen ist das machbar.

Dass man als Hobbyathlet dann keine GA1 mehr fährt, dürfte klar sein. Es sollten dann etwa 260 Watt normalisierte Leistung sein.

[Off Topic Ende]

Alumini
14.08.2018, 10:23
Nächstes Mal lasse ich die km raus, da sie gar keine Rolle spielen. Mein Fehler. . :rolleyes:

Es waren ja explizit Fahrten mit "Fünf Stunden PLUS" genannt. Darauf bezog ich mich mit "da fängt's doch erst an...". Gemeint ist also: Wer bei UNTER FÜNF Stunden (Schmerzen er-)leidet, macht etwas falsch. Ich formuliere daher neu: Wer sich beim Rennradfahren innerhalb "seines gewohnten Anwendungsbereichs bewegt" und leidet, hat Fehler im System und sollte diese nicht leichtfertig hinnehmen. Und natürlich spielt da die Gesamtsteifigkeit des Rads auch mit hinein; und natürlich laste ich das (wie geschrieben) nicht per se der SB an.

Die Annahme, alles sei optimal eingestellt, man habe das bestmögliche Material für den Anwendungszweck, die allerpassendste Hose, die einzig wahre Sitzcreme, und überhaupt seien alle Schmerzen gottgegeben und unvermeidbar, ist Rennradfahrertypisch und auch nur menschlich, aber vielleicht doch irgendwie...falsch? (Ohne jemanden damit persönlich ansprechen zu wollen, bitte!)

Sorry für den ausgewucherten OT.

Mifri
14.08.2018, 11:37
Ich glaube das hier im Forum nur die wenigsten die 100km/1300hm in Drei Stunden fahren.

Du etwa?

Nö, vorgestern 152km / 1600hm / 04:07 Std.

und das sogar mit einem 7,8kg „schweren“ Venge Vias Disc.

DaPhreak
14.08.2018, 11:40
Süß.

Mifri
14.08.2018, 11:43
Süß.

Nichts anderes erwartet. :rolleyes:

DaPhreak
14.08.2018, 11:48
Nichts anderes erwartet. :rolleyes:

Dito.
Beim Schwanzvergleich bist Du sofort am Start. Könntest noch ein paar Deiner beliebtesten Buzzwords einfügen. Cyclocross oder so was. ;)

MonsieurF
14.08.2018, 11:51
Nö, vorgestern 152km / 1600hm / 04:07 Std.

und das sogar mit einem 7,8kg „schweren“ Venge Vias Disc.

Welche normalisierte Leistung steht für die Fahrt mit 37er Schnitt zu Buche?

Herr Sondermann
14.08.2018, 11:55
Wasn hier schon wieder los??? :D
Jetzt muss ich aber doch mal gucken, ob ich weiter vorne im Thread herausfinde, was tolle Schnitte mit irrsinnig vielen hm mit dem dabei verwendeten Bremssytem zu tun haben...

@mifri: schon irgendwelche Vertragsangebote von ProTour Teams? So ein Talent darf keinesfalls verschleudert werden!!!

DaPhreak
14.08.2018, 12:05
Wasn hier schon wieder los??? :D
Jetzt muss ich aber doch mal gucken, ob ich weiter vorne im Thread herausfinde, was tolle Schnitte mit irrsinnig vielen hm mit dem dabei verwendeten Bremssytem zu tun haben...

...

Da musst Du nicht weit suchen. Wir haben doch erfahren, dass man die durch höheres Gewicht in Anstieg verlorene Zeit in der Abfahrt durch späteres Bremsen locker wieder rausholt.

Flashy
14.08.2018, 13:03
Dito.
Beim Schwanzvergleich bist Du sofort am Start. Könntest noch ein paar Deiner beliebtesten Buzzwords einfügen. Cyclocross oder so was. ;)

Und du bist halt beim Kommentieren sofort am Start. Stellst dich hier aber gerne als den Überlegeneren hin.
Auch bei anderen User.

Glaub mir mal: Keinen juckt, es wenn du hier jmd. sagst, wie er sich zu benehmen hast. Dafür bist du einfach viel zu unwchtig.

Bissl Toppic noch: Jo, öhm Bremsen bremsen.

DaPhreak
14.08.2018, 13:04
Süß.:D

Bambini
14.08.2018, 13:48
Nö, vorgestern 152km / 1600hm / 04:07 Std.

und das sogar mit einem 7,8kg „schweren“ Venge Vias Disc.
Ehrlich, meinen größten Respekt für die Leistung!
Ausgangsaussage war aber diese:

Ich glaube das hier im Forum nur die wenigsten die 100km/1300hm in Drei Stunden fahren.

Der Aussage kann man doch wohl nur beipflichten.
Aber Deine Art, Dich ständig zu expositionieren und von Dir auf andere zu schließen, find ich kindisch!

ChristophBM
14.08.2018, 14:30
Schnitt hin, Scheibe her: Eine Tatsache ist, daß es noch immer kein serienmäßig angebotenes Bremssystem für Fahrräder gibt, das in JEDEM real vorkommendem Anwendungsfall eine maximale und zugleich zuverlässig wiederholbare Bremsleistung garantiert; maximale Bremsleistung würde für mich bedeuten: Verzögerungswerte aus jeder realistischen Höchstgeschwindigkeit [max 90 km/h (?!)] in einem maximalen Gefälle von bis zu 20% (?!) bei einem Gesamtgewicht von 125 kg (?!) die bei optimaler Bremstechnik [Gewichtsverlagerung des Fahrers/Bremskraftverteilung v/h] knapp unterhalb der Gefahr zum Überschlag liegen, und zwar bis zum Stillstand. Und zwar mehr als einmal am Tag . . . ohne bleibende Schäden an den Bauteilen.

Und es ist an der Zeit, finde ich, daß endlich eine Testprozedur normiert wird, die sowohl Herstellern wie Medien die Möglichkeit eines wissenschaftlich fundierten Vergleichs ermöglicht.

seankelly
14.08.2018, 14:43
Schnitt hin, Scheibe her: Eine Tatsache ist, daß es noch immer kein serienmäßig angebotenes Bremssystem für Fahrräder gibt, das in JEDEM real vorkommendem Anwendungsfall eine maximale und zugleich zuverlässig wiederholbare Bremsleistung garantiert; maximale Bremsleistung würde für mich bedeuten: Verzögerungswerte aus jeder realistischen Höchstgeschwindigkeit [max 90 km/h (?!)] in einem maximalen Gefälle von bis zu 20% (?!) bei einem Gesamtgewicht von 125 kg (?!) die bei optimaler Bremstechnik [Gewichtsverlagerung des Fahrers/Bremskraftverteilung v/h] knapp unterhalb der Gefahr zum Überschlag liegen, und zwar bis zum Stillstand. Und zwar mehr als einmal am Tag . . . ohne bleibende Schäden an den Bauteilen.



Liegt vielleicht daran, dass ich kein Physiker bin, aber ich verstehe nicht, was du schreibst. :confused:

ChristophBM
14.08.2018, 14:53
Vereinfacht: ich erwarte von einer Fahrradbremse, daß sie in der Lage ist ein Fahrrad/Fahrer-Paket mit einem Gesamtgwicht von 125 kg aus einer Geschwindigkeit von 90 km/h an einem bis zu 20% steilen Abhang mit einer durchschnittlichen Verzögerung von wenigstens 7,0 m/s² bis zum Stillstand abzubremsen, ohne dabei Schaden zu nehmen.

P.S.: Physik-Kenntnisse schaden durchaus nicht beim Versuch die Problematik zu verstehen. Dabei handelt es sich um Physik der maximal 7. Klasse.

MonsieurF
14.08.2018, 14:56
Was sind Deine Parameter an das Gewicht, die Kosten und die Handhabung des Bremssystems?

marvin
14.08.2018, 15:14
Schnitt hin, Scheibe her: Eine Tatsache ist, daß es noch immer kein serienmäßig angebotenes Bremssystem für Fahrräder gibt, das in JEDEM real vorkommendem Anwendungsfall eine maximale und zugleich zuverlässig wiederholbare Bremsleistung garantiert; maximale Bremsleistung würde für mich bedeuten: Verzögerungswerte aus jeder realistischen Höchstgeschwindigkeit [max 90 km/h (?!)] in einem maximalen Gefälle von bis zu 20% (?!) bei einem Gesamtgewicht von 125 kg (?!) die bei optimaler Bremstechnik [Gewichtsverlagerung des Fahrers/Bremskraftverteilung v/h] knapp unterhalb der Gefahr zum Überschlag liegen, und zwar bis zum Stillstand. Und zwar mehr als einmal am Tag . . . ohne bleibende Schäden an den Bauteilen.

Und es ist an der Zeit, finde ich, daß endlich eine Testprozedur normiert wird, die sowohl Herstellern wie Medien die Möglichkeit eines wissenschaftlich fundierten Vergleichs ermöglicht.
Mit derart krassen Prüfvorgaben sind wir dann tatsächlich demnächst bei 300mm Doppelscheiben-Vierkolbenanlagen.

Da drängt sich mir die Frage auf, wie es überhaupt möglich war, dass Generationen von Rennfahrern ohne derart harte Prüfvorgaben das Renteneintrittsalter überhaupt erreichen konnten. :eek:

Pedalierer
14.08.2018, 15:32
125 kg? Das bedeutet > 115 kg Fahrer. Wer so schwer ist kommt doch keine derart krassen Anstiege hoch wo man 90 km(h erreicht. Das erklärt ja schon der gesunde Menschenverstand. Wenn wir in allen Belangen solche Extrem-Werte ansetzen würden, hätten wir heute keine Räder die unter 10 kg wiegen würden.

Die Bremsen sind heute alle viel besser als noch vor Jahren –wenn jemand heute bergab verunfallt, dann liegt das meist an menschlichem Versagen oder Pech beim Material aber seltenst am Bremssystem.

FPberg
14.08.2018, 15:51
Vereinfacht: ich erwarte von einer Fahrradbremse, daß sie in der Lage ist ein Fahrrad/Fahrer-Paket mit einem Gesamtgwicht von 125 kg aus einer Geschwindigkeit von 90 km/h an einem bis zu 20% steilen Abhang mit einer durchschnittlichen Verzögerung von wenigstens 7,0 m/s² bis zum Stillstand abzubremsen, ohne dabei Schaden zu nehmen.

P.S.: Physik-Kenntnisse schaden durchaus nicht beim Versuch die Problematik zu verstehen. Dabei handelt es sich um Physik der maximal 7. Klasse.

Du erwartest von deiner Bremse eine Verzögerung von sage und schreibe 25,2 km/h in der Sekunde? Komplett sinnfrei... Das sind Kräfte, die könnte kein Reifen dieser Welt auf die Straße übertragen....

Du verlangst bei 25 km/h Geschwindigkeit innerhalb der nächsten drei Meter zum stehen zu kommen.... Unmöglich

LINN
14.08.2018, 16:23
Du erwartest von deiner Bremse eine Verzögerung von sage und schreibe 25,2 km/h in der Sekunde? Komplett sinnfrei...

Das dachte ich spontan auch, habe dann aber folgendes hierzu gefunden:

»Moderne Fahrräder ermöglichen Bremsverzögerungen bis rund 7 m/s², die aber nur von routinierten Fahrern sturzsicher beherrscht werden. Normalfahrern ist es allenfalls möglich, Bremsverzögerungen bis 5,5 m/s² sturzfrei zu erzielen. In der Unfallrekonstruktion wird daher in der Regel eine maximale Fahrradbremsverzögerung von 5,5 m/s² anzusetzen sein, außer es ist bekannt, dass es sich um einen routinierten Radfahrer handelte.«

Quelle: https://www.colliseum.net/wiki/Bremsverz%C3%B6gerungen_von_modernen_Fahrr%C3%A4de rn

Bei Abfahrten von 20% und Systemmasse von 125 kg sieht die Realisierbarkeit aber trotzdem eher schlecht aus.

FPberg
14.08.2018, 16:38
Das dachte ich spontan auch, habe dann aber folgendes hierzu gefunden:

»Moderne Fahrräder ermöglichen Bremsverzögerungen bis rund 7 m/s², die aber nur von routinierten Fahrern sturzsicher beherrscht werden. Normalfahrern ist es allenfalls möglich, Bremsverzögerungen bis 5,5 m/s² sturzfrei zu erzielen. In der Unfallrekonstruktion wird daher in der Regel eine maximale Fahrradbremsverzögerung von 5,5 m/s² anzusetzen sein, außer es ist bekannt, dass es sich um einen routinierten Radfahrer handelte.«

Quelle: https://www.colliseum.net/wiki/Bremsverz%C3%B6gerungen_von_modernen_Fahrr%C3%A4de rn

Bei Abfahrten von 20% und Systemmasse von 125 kg sieht die Realisierbarkeit aber trotzdem eher schlecht aus.


Du erwartest von deiner Bremse eine Verzögerung von sage und schreibe 25,2 km/h in der Sekunde? Komplett sinnfrei... Das sind Kräfte, die könnte kein Reifen dieser Welt auf die Straße übertragen....

Du verlangst bei 25 km/h Geschwindigkeit innerhalb der nächsten drei Meter zum stehen zu kommen.... Unmöglich

Okay danke dir, dann nehme ich meine Aussage in Teilen zurück.
Und formuliere um, bei 20% Gefälle eine Bremsverzögerung von 7,0 m/s^2 zu erreichen ist wohl ehr unwahrscheinlich

ChristophBM
14.08.2018, 16:43
Gesamtgwicht von 125 kg

Mein Tourenrad wiegt 18 kg, auf einer typischen, mehrwöchigen Radtour fahre ich mit ca 15 kg Gepäck, ich selbst wiege in fahrfertigem Zustand 80 kg, macht zusammen: 113 kg.

Da finde ich die Forderung nach 125 kg nicht unangemessen.



Geschwindigkeit von 90 km/h

Ist in den Bergen [bspw. Alpen] absolut realistisch.




Verzögerung von wenigstens 7,0 m/s².


Dieser Wert ist schon in einer Diplomarbeit aus dem Jahre 2004 als auf dem Fahrrad in der Spitze als erreichbar beschrieben worden.

Siehe: http://www.gutax.de/Diplomarbeit_Manfred_Bulla.pdf

avis
14.08.2018, 16:45
Hier ist Rennrad. :rolleyes:
Wie ein 20kg Tourer mit Ballonreifen und einem Zentner Zuladung zum Stehen kommt ist schlicht eine andere Baustelle.

FPberg
14.08.2018, 16:48
Mein Tourenrad wiegt 18 kg, auf einer typischen, mehrwöchigen Radtour fahre ich mit ca 15 kg Gepäck, ich selbst wiege in fahrfertigem Zustand 80 kg, macht zusammen: 113 kg.

Da finde ich die Forderung nach 125 kg nicht unangemessen.



Ist in den Bergen [bspw. Alpen] absolut realistisch.




Dieser Wert ist schon in einer Diplomarbeit aus dem Jahre 2004 als auf dem Fahrrad in der Spitze als erreichbar beschrieben worden.

Siehe: http://www.gutax.de/Diplomarbeit_Manfred_Bulla.pdf


Du forderst einen unter ideal Bedingungen durchgeführten Bestwert dauerhaft zu erreichen, wie ja bereits gezeigt, lässt sich dieser mit dem damaligen Bremssystem bereits im Flachen erreichen, im Gefälle kommen andere Faktoren hinzu, die limitierend wirken (Gewichtsverteilung/Beschleunigung durch Gravitation), aber das Material am Rad sollte das bereits aushalten.

ChristophBM
14.08.2018, 16:49
Und formuliere um, bei 20% Gefälle eine Bremsverzögerung von 7,0 m/s^2 zu erreichen ist wohl ehr unwahrscheinlich


DAS ist ein Teil des Dilemmas um die Frage der Leistungsfähigkeit von Bremsen am Fahrrad: es wird gemutmaßt, es wird mit Meinungen statt mit Fakten versucht zu argumentieren und es wird mit Wahrscheinlichkeitsaussagen hantiert statt klare Anforderungen in ein Lastenheft zu schreiben. Um diese dann technisch umzusetzen. Und natürlich fehlt es an allgemein vereinbarten, verbindlichen Test- und Prüfmethoden. So kommt es dann zu Kommentaren wie in der aktuellen TOUR zum Vergleich der getesten [und für zu schwach befundenen SHIMANO-Scheibe] zu den Campa-Scheiben, es wird rumgelabert statt vergleichend zu prüfen, zu messen, etc.

ChristophBM
14.08.2018, 16:56
Hier ist Rennrad. :rolleyes:
Wie ein 20kg Tourer mit Ballonreifen und einem Zentner Zuladung zum Stehen kommt ist schlicht eine andere Baustelle.

Wer lesen kann ist klar im Vorteil:

18kg, nicht 20kg.
15 kg, nicht 50 kg.

Es gibt durchaus 100kg schwere Radsportler, die mit ihrem 10 kg-Rennrad noch 15 kg Gepäck transportieren . . . ist mir doch *****-egal welches Rad ich fahre und mit wieviel Gepäck . . . . jedenfalls will ich eine Bremse, die o.g. Leistung bringen kann.

Trotzdem ich es auch heute noch hinbekomme mit meinem Vintitsch-Renner [wie auch mit dem Tourenrad] entsprechend der Leistung der vorhandenen Bremsen so zu fahren, daß ich immer rechtzeitig zum Stillstand komme . . . wünsche ich mir eben was ich dargestellt habe . . . :-)

ChristophBM
14.08.2018, 17:03
. . . davon mal abgesehen, ob mein "Lastenheft" zu anspruchsvoll erscheint: ich finde es schlicht skandalös, was bei dem Testteil "THERMISCHE BELASTBARKEIT" als Ergebnis für die Ice-Tech-Scheibe herauskommt. Ein Weltmarktführer preist eine Scheibe an, die einfach in einer zugegebenermaßen selten auftretenden, aber doch absolut realistischen Situation am Ende schlicht zerstört ist . . . Kompliment an TOUR, daß man das auch deutlich so beschreibt . . .

P.S.: Nein, ich bin kein SHIMANO-Basher . . .

seankelly
14.08.2018, 17:05
. . . davon mal abgesehen, ob mein "Lastenheft" zu anspruchsvoll erscheint: ich finde es schlicht skandalös, was bei dem Testteil "THERMISCHE BELASTBARKEIT" als Ergebnis für die Ice-Tech-Scheibe herauskommt. Ein Weltmarktführer preist eine Scheibe an, die einfach in einer zugegebenermaßen selten auftretenden, aber doch absolut realistischen Situation am Ende schlicht zerstört ist . . .

Aber auch nur im Tour-Test .....;)

ChristophBM
14.08.2018, 17:22
Aber auch nur im Tour-Test .....;)


Nun mal Butter bei die Fische: was genau willst du denn mit deinem post sagen?

Hast von Physik keine Ahnung, aber deutest irgendwas an in Richtung: Testbedingungen so gewählt,
daß ein bestimmtes Ergebnis erreicht wird?

KeinerEiner
14.08.2018, 17:23
Am Ende muss es situationsgerecht sein.


Die 125 kg Fuhre ist ein LKW, und wer einen solchen mit PKW-Leichtbaubremsen betreibt, ist dumm.
Wer auf dem Ring einen normalen PKW mit normalen Scheiben fährt wie ein Rennauto, hat spätestens auf der 2. Runde Fading - und ist dumm.
Wer einen Sonderschwertransport mt Tempo 80 über eine 20% Abfahrt fahren lässt, selbst mit richtigen Bremsen, ist ebenfalls dumm.


Aufs Rad übertragen:

Wenn ich 125 kg habe, sollte ich keine ICE-Tech-Scheibe fahren, sondern eine innenbelüftete Bremsscheibe mit Tech 3 V4/E4 Scheibenbremse von Hope. Und auch damit keine längere 20% Abfahrt erst schleifbremsend und dann mit abschließender Vollbremsung befahren.

Als Leichtgewicht mit 70 kg System reicht bei Rennen im Trockenen ganz gewiss eine Felgenbremse.

Und wer dazwischen auch bei Nässe, Kälte, Abfahrten und im Stadtverkehr auf Nummer sicher gehen will, dem passt eine normale RR-Scheibenbremse, auf der leichteren Seite auch ICE-Tech, auf der schweren halt was massiveres.

So einfach ...

seankelly
14.08.2018, 17:30
Nun mal Butter bei die Fische: was genau willst du denn mit deinem post sagen?

Hast von Physik keine Ahnung, aber deutest irgendwas an in Richtung: Testbedingungen so gewählt,
daß ein bestimmtes Ergebnis erreicht wird?

Ich will damit sagen, dass die Ultegra Ice-Tech-Scheiben nach dem Testverfahren der Zeitschrift roadbike völlig in Ordnung und unbeschädigt waren.

Pedalierer
14.08.2018, 17:31
Mit 70 Kilo ist man als Rennfahrer schon kein Leichtgewicht mehr. Und auch bei 70 Kg im Nassen reicht jede Felgenbremse der großen Gruppenhersteller der letzten 10 Jahre locker aus. Auch bei Kälte am nasskalten Pass, alles schon erlebt.

Früher gabs so gut wie keine Rennrad-Fahrer über 80 kg, heute sind 100 kg halt gängig. Ist halt eine Folge des demografischen Wandels und der Konsumgesellschaft mit seinen Ernährungsproblemchen. An sich gut dass auch diese Bevölkerungsgruppe Sport treibt, aber man sollte nicht erwarten dass man dann auf das Material von Rennfahrern setzen kann.

ChristophBM
14.08.2018, 17:42
Ich will damit sagen, dass die Ultegra Ice-Tech-Scheiben nach dem Testverfahren der Zeitschrift roadbike völlig in Ordnung und unbeschädigt waren.


Das ist, finde ich, Wasser auf die Mühle: Vergleichbarkeit von Testergebnissen/Herstellerangaben ist nur dann einigermaßen seriös, wenn man sich auf den Weg macht und [immerhin ein paar] grundlegende Testbedingungen normiert . . . mindestens wissenschaftlich transparent macht . . .

ChristophBM
14.08.2018, 17:49
Mit 70 Kilo ist man als Rennfahrer schon kein Leichtgewicht mehr. Und auch bei 70 Kg im Nassen reicht jede Felgenbremse der großen Gruppenhersteller der letzten 10 Jahre locker aus. Auch bei Kälte am nasskalten Pass, alles schon erlebt.

Früher gabs so gut wie keine Rennrad-Fahrer über 80 kg, heute sind 100 kg halt gängig. Ist halt eine Folge des demografischen Wandels und der Konsumgesellschaft mit seinen Ernährungsproblemchen. An sich gut dass auch diese Bevölkerungsgruppe Sport treibt, aber man sollte nicht erwarten dass man dann auf das Material von Rennfahrern setzen kann.


Da haben wir es wieder: Muntere Mischung von Daten, Meinung und Meinungsmache . . . so kommen wir nicht weiter wenn wir eine sachliche IST-Betrachtung in eine ebenso sachliche SOLL-Vorstellung münden lassen wollen . . . Eddy Merckx hat in seinen besten Zeiten ca 75 kg gewogen, Indurain sicher nicht unter 80 kg, und Fahrer vom Schlage eines Kittel wiegen bestimmt auch um die 90 kg . . . . aber DAS ist doch vollkommen irrelevant für die Frage nach der Leistungsfähigkeit einer Bremse an Fahrrädern, die eben nicht von Profis auf abgesperrten Straßen mit vorhersehbarem [weil bekanntem] Verlauf gefahren wird . . .

seankelly
14.08.2018, 17:50
Das ist, finde ich, Wasser auf die Mühle: Vergleichbarkeit von Testergebnissen/Herstellerangaben ist nur dann einigermaßen seriös, wenn man sich auf den Weg macht und [immerhin ein paar] grundlegende Testbedingungen normiert . . . mindestens wissenschaftlich transparent macht . . .

Richtig. Man kann aber auch einfach mal in der Praxis ausprobieren, ob einem die Disc gefällt. Völlig unwissenschaftlich ;) Und wenn die Shimano-Scheibe tatsächlich Käse sein sollte (bei mir hat sie bisher keine Ausfälle gezeigt), dann kann man ja auch Scheiben eines anderen Herstellers montieren. Also ich geh da eher neugierig/spielerisch ran.

ChristophBM
14.08.2018, 18:14
Richtig. Man kann aber auch einfach mal in der Praxis ausprobieren, ob einem die Disc gefällt. Völlig unwissenschaftlich ;) Und wenn die Shimano-Scheibe tatsächlich Käse sein sollte (bei mir hat sie bisher keine Ausfälle gezeigt), dann kann man ja auch Scheiben eines anderen Herstellers montieren. Also ich geh da eher neugierig/spielerisch ran.

Halte ich auch für vollkommen legitim so damit umzugehen . . . das machen ja vermutlich die meisten von uns . . . aber eben auch mangels "objektivierter" Allgemeindarstellungen seitens der Hersteller/Medien . . . ist ja vielleicht auch besser so . . . sonst gibt es demnächst noch den regelmäßigen TÜV-Termin auch für Fahrräder ;-)

DaPhreak
14.08.2018, 18:51
Schnitt hin, Scheibe her: Eine Tatsache ist, daß es noch immer kein serienmäßig angebotenes Bremssystem für Fahrräder gibt, das in JEDEM real vorkommendem Anwendungsfall eine maximale und zugleich zuverlässig wiederholbare Bremsleistung garantiert;...

Wozu sollte man das wollen? DIE Bremse gibt es nicht.

Mit Deinem Tourenrad wirst Du Dich nicht an den Start einer TDF Etappe stellen, mit Deinem Carbonrenner nicht mit Gepäck auf Weltreise gehen.

Es gibt verschiedene Anwendungen für Fahrräder, die völlig unterschiedliche Bauarten hervorgebracht haben. Und jede einzelne stellt einen Kompromiss dar. Immer.

avis
14.08.2018, 19:12
Wer lesen kann ist klar im Vorteil:

18kg, nicht 20kg.
15 kg, nicht 50 kg.

Es gibt durchaus 100kg schwere Radsportler, die mit ihrem 10 kg-Rennrad noch 15 kg Gepäck transportieren . . . ist mir doch *****-egal welches Rad ich fahre und mit wieviel Gepäck . . . . jedenfalls will ich eine Bremse, die o.g. Leistung bringen kann.

Trotzdem ich es auch heute noch hinbekomme mit meinem Vintitsch-Renner [wie auch mit dem Tourenrad] entsprechend der Leistung der vorhandenen Bremsen so zu fahren, daß ich immer rechtzeitig zum Stillstand komme . . . wünsche ich mir eben was ich dargestellt habe . . . :-)

Jaja, natürlich war der Zentner bewusst übertrieben - Hyperbel und so ;)
Dennoch mit mit Rennrad oder gar Radrennsport hat das alles wenig zu tun.
Dass es noch dazu weitgehend unrealistisch ist, egal mit welchem Rad, welcher Bereifung etc. kommt noch hinzu.

Franzam
14.08.2018, 19:28
Wir können ja ein Mindestgewicht der Fahrräder in Abhängigkeit des Fahrergewichts machen. Das Ganze dann noch unterteilt in Wettkampfrad, Tourenrennrad, Tourenrad normal, Crosser, Gravelbike... etc.

Fürs RR mind. 10% des Fahrergewichts, fürs Tourenrennrad 12%, fürs normale Tourenrad 15%.......

Analog macht man das mir der Bremsscheibngröße: schwerer=größer.

Die Felgenbremser haben da natürlich wieder einen großen Nachteil: Das System ist für Wamperte nicht extra adaptierbar ;)

DaPhreak
14.08.2018, 20:37
...
Die Felgenbremser haben da natürlich wieder einen großen Nachteil: Das System ist für Wamperte nicht extra adaptierbar ;)

Miss einfach mal die "Scheibengröße" nach ;)

Wenn man so will, ist die FB auch nur ne Scheibenbremse mit maximal möglichem Durchmesser. Nur, dass die "Scheibe" eine Multifunktion hat. Manche sehen darin einen Nachteil. Ich nicht.

marvin
14.08.2018, 22:16
...Trotzdem ich es auch heute noch hinbekomme mit meinem Vintitsch-Renner [wie auch mit dem Tourenrad] entsprechend der Leistung der vorhandenen Bremsen so zu fahren, daß ich immer rechtzeitig zum Stillstand komme . . . wünsche ich mir eben was ich dargestellt habe . . . :-)
Räder, die Deine Wünsche erfüllen, gibt es doch im Grunde schon.
Nimm halt einen MTB-Downhill-Boliden mit 4-Kolben-Disc und 203mm innenbelüfteten Scheiben.

Unrealistisch wird es dann halt, wenn Du diese Performance partout von einem Rennrad verlangst. :ü

avis
14.08.2018, 22:24
Amen!

..entsprechende Reifen müssen noch dazu.

marvin
14.08.2018, 22:32
Vielleicht muss man einfach mal generell in Erinnerung rufen, dass ein Rennrad in erster Linie dafür gedacht ist, schnell zu fahren und nicht schnell zu bremsen.
Der alte Leitspruch lautet schliesslich nicht "Wer bremst, gewinnt"! :D

avis
14.08.2018, 22:39
Absolut, aber dieses Verständnis wird halt immer seltener.
Oder vl. bleibt der absolute Anteil von solchen Nutzern gleich, es kommen nur viele neue, anders orientierte hinzu - keine Ahnung.
Siehe die Diskussionen um 33m Reifen mit 2,5 Bar am Straßenrad, wegen Komfort und so...hier ja das selbe.

Flashy
14.08.2018, 22:45
Andererseits wird man auch nicht langsamer (beim Fahren), wegen einer bestimmten Bremse. Insofern darf man das Rennrad mit Scheibe wohl trotzdem als Rennrad bezeichnen.

marvin
14.08.2018, 23:52
Ich glaub, ich hab den Kern der ganzen Diskussion jetzt allmählich erfasst:

Es gibt Menschen, die gerne fahren und es gibt (eine relativ neue Gattung) Menschen, die gerne bremsen !

Wie es sich dereinst begab, dass es zu dieser folgenschweren Spaltung der Menschheit gekommen ist, soll uns die folgende Fabel verdeutlichen:


Die Menschen, die gerne fahren, nutzten dafür seit vielen Generationen sogenannte Rennräder.
Sie waren seit jeher sehr zufrieden damit. Sie optimierten ständig ihren Körper und ihr Rad, um noch schneller fahren zu können. Da das aber alles sehr viel Zeit und Einsatz erfordert, gab es immer nur ganz wenige von diesen Menschen. Zuverlässig erkennen kann man sie an ihrem drahtigen Erscheinungsbild.


Und dann gab es da noch eine andere Sorte Menschen
Und das waren viel mehr.
Denen hatten es diese drahtigen Kerle auf ihren eleganten Rädern unheimlich angetan.
Also beschlossen sie, es ihnen gleichtun zu wollen.

Doch ach!
Leider stellten diese Menschen nach dem Erwerb eines solchen eleganten Rennrades schnell fest, dass das alles viel schwieriger war, als es bei den drahtigen Kerlen aussah.
Und nachdem ihnen das zur Erreichung der "Drahtigen-Kerle-Fähigkeiten" eigentlich übliche jahrelange Training als ein allzu steiniger Weg erschien, haben sie ihre Aufmerksamkeit auf Felder gelenkt, die einen schnelleren Erfolg versprachen:
Wenn sie schon nicht so schnell fahren konnten wie die drahtigen Kerle, wollten sie wenigstens schneller bremsen können.

Und so waren also die Menschen entstanden, die gerne bremsen.

Nun begab es sich, dass der sagenhafte Markt diese Menschen erhörte, denn es waren wirklich sagenhaft viele.
Flux erfand er neue Gattungen von Fahrrädern, um diese Menschen zufrieden zu stellen.
Er machte die Steuerrohre lang, damit diese Menschen den schweren Kopf nicht so weit senken mussten und ihnen die Knie nicht immer an den (nicht so drahtigen) Bauch schlugen.
Er montierte breite Reifen, denn die Hintern dieser Menschen waren keine Härte gewohnt.
Und natürlich montierte er Scheibenbremsen, denn diese Menschen wollten ja schneller bremsen können als die drahtigen Kerle.
Der Markt dachte sich allerlei fantastische Namen für diese Räder aus. Er nannte sie Endurance-, Marathon- und Gravelräder.

Doch all diese Räder vermochten es nicht, die Menschen die gerne bremsen zufrieden zu stellen. Die drahtigen Kerle verspotteten sie ob ihrer aufrechten Sitzposition, ihrer breiten Reifen und ihrer garnicht drahtigen Körper.
Das gefiel den Menschen, die gerne bremsen, garnicht und sie beschlossen, dass ihre Räder sportlicher aussehen müssten.

Abermals erhörte der sagenhafte Markt die vielen Menschen und versprach ihnen Rennräder mit Scheibenbremsen, die endlich so aussehen sollten wie die Rennräder der drahtigen Kerle.


Das aber erzürnte die drahtigen Kerle, denn sie hatten Angst, dass es bald nur noch Räder für die Menschen, die gerne bremsen, geben würde. Sie wollten aber ihre leichten und eleganten Räder behalten.

Und so begab es sich, dass sich die Menschen, die gerne bremsen in einem Internetforum einer grossen Fachzeitschrift über viele hundert Seiten erbitterte Wortgefechte mit den drahtigen Kerlen lieferten.

Und wenn sie nicht gestorben sind, streiten sie sich noch heute. :ü


Dabei wäre doch alles so einfach:
Menschen, die gerne bremsen können Endurance-, Marathon- und Gravel-Bikes fahren.
Drahtige Kerle dürfen weiter Rennräder fahren.

Die Menschen, die gerne bremsen müssten nur akzeptieren, dass sie keine drahtigen Kerle sind.

Obwohl... wenn sie dereinst ganz viele Jahre Gravel-Bike gefahren sind, sind sie vielleicht irgendwann drahtig genug, um Rennräder fahren zu können.
:Angel:

avis
15.08.2018, 00:07
:Applaus: Danke!! :Applaus:

flori1994
15.08.2018, 00:48
Ein wahres Wort...

SIMPLOS
15.08.2018, 03:47
Es gibt aber auch die drahtigen Kerle, die schneller, kontrollierter und bei Nässe perfekt bremsen wollen.
Die drahtigen Kerle bremsen durch die Scheibe und ihr drahtiges Gewicht nun noch, noch, noch viel schneller als die Nichtdrahtigen.

THE SHOW MUST GO ON

:D:D:D:D:D:D:D

a x e l
15.08.2018, 07:21
Und dann gab es da noch eine andere Sorte Menschen
Und das waren viel mehr.
Denen hatten es diese drahtigen Kerle auf ihren eleganten Rädern unheimlich angetan.
Also beschlossen sie, es ihnen gleichtun zu wollen.

:eek: Alter Schwede.....

und es gab noch eine andere Sorte Mensch, die im Laufe ihres Lebens vom drahtigen zum
kabeligen(?) Typ wurde und weiter Rennrad fahren wollte......:)

hahnru
15.08.2018, 07:39
Ja Post #4672 beschreibt das ganz gut.:Applaus:
Rennrad fahren ist hart.
Den drahtigen Körper bekommt man in der Regel nicht geschenkt.

Grifoncino
15.08.2018, 07:51
Ich glaub, ich hab den Kern der ganzen Diskussion jetzt allmählich erfasst:

Es gibt Menschen, die gerne fahren und es gibt (eine relativ neue Gattung) Menschen, die gerne bremsen !

Wie es sich dereinst begab, dass es zu dieser folgenschweren Spaltung der Menschheit gekommen ist, soll uns die folgende Fabel verdeutlichen:


[...]

Leider nur Note 6. Eine Fabel ist mit Tieren oder Pflanzen statt Menschen.

Herr Sondermann
15.08.2018, 08:06
Leider nur Note 6. Eine Fabel ist mit Tieren oder Pflanzen statt Menschen.

Dann ersetz halt die "drahtigen Kerle" durch was graziles, elegantes, vielleicht einen Leoparden. Und die, "die lieber Bremsen wollen", durch was anderes. Öh... :D ach keine Ahnung, der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. 😇

seankelly
15.08.2018, 08:08
Ich glaub, ich hab den Kern der ganzen Diskussion jetzt allmählich erfasst:

Ich glaub, so gehts mir auch: es gibt halt Menschen, die sich schwer damit tun, dass sich die Welt weiterdreht und die lieber an altbekannten Kategorien festhalten. Gibt ja auch eine gewisse Sicherheit. ;)

Cleat Commander
15.08.2018, 08:11
Perfekte Frühstückslektüre! :Applaus:

hahnru
15.08.2018, 08:24
Perfekte Frühstückslektüre! :Applaus:

Ja würde man nur im Winter erwarten.:D

seankelly
15.08.2018, 08:40
Ja würde man nur im Winter erwarten.:D

Frühstückst du im Sommer nicht? ;)

Ironsport
15.08.2018, 09:50
Ich glaub, ich hab den Kern der ganzen Diskussion jetzt allmählich erfasst:

Es gibt Menschen, die gerne fahren und es gibt (eine relativ neue Gattung) Menschen, die gerne bremsen !
...


Bravo:gut:

Mobi
15.08.2018, 10:00
Dabei wäre doch alles so einfach:
Menschen, die gerne bremsen können Endurance-, Marathon- und Gravel-Bikes fahren.
Drahtige Kerle dürfen weiter Rennräder fahren.

Die Menschen, die gerne bremsen müssten nur akzeptieren, dass sie keine drahtigen Kerle sind.

Obwohl... wenn sie dereinst ganz viele Jahre Gravel-Bike gefahren sind, sind sie vielleicht irgendwann drahtig genug, um Rennräder fahren zu können.
:Angel:

Neulich kam so ein drahtiger Kerl mit einem Disc-Rad zu unserem Sonntagstreff, obwohl er immer ein vehementer Verfechter der FB war. Auf Nachfrage erklärte er, dass sein Radhändler des Vertrauens von einer Neuanschaffung eines Rades mit FB abriet da mittelfristig die Ersatzteilversorgung nicht mehr gesichert ist. So kann man die eigentlich freie Entscheidung der drahtigen Kerle leider auch beeinflussen.

marvin
15.08.2018, 10:10
Neulich kam so ein drahtiger Kerl mit einem Disc-Rad zu unserem Sonntagstreff, obwohl er immer ein vehementer Verfechter der FB war. Auf Nachfrage erklärte er, dass sein Radhändler des Vertrauens von einer Neuanschaffung eines Rades mit FB abriet da mittelfristig die Ersatzteilversorgung nicht mehr gesichert ist. So kann man die eigentlich freie Entscheidung der drahtigen Kerle leider auch beeinflussen.
Und genau deswegen bringt die ganze Sache die drahtigen Kerle so in Wallung.
Ich sehe, Du hast die Geschichte gelesen und verstanden. :)



...sagt ein drahtiger Kerl, der erst neulich - trotz o.g. Abratens diverser Radhändler - in ein wirklich sehr teures FB-Rad investiert hat.

Herr Sondermann
15.08.2018, 10:17
Und genau deswegen bringt die ganze Sache die drahtigen Kerle so in Wallung.
Ich sehe, Du hast die Geschichte gelesen und verstanden. :)



...sagt ein drahtiger Kerl, der erst neulich - trotz o.g. Abratens diverser Radhändler - in ein wirklich sehr teures FB-Rad investiert hat.

:Applaus::Applaus::Applaus:

Danke für die Fabel, Marvin! Hat mir den Morgen versüßt! :drinken2:



Mal sehen, wann man die erste Fabel zum Thema "E-"Rennrad" schreiben muss...:heulend:

marvin
15.08.2018, 10:22
Danke für die Fabel, Marvin! Hat mir den Morgen versüßt! :drinken2:

Mal sehen, wann man die erste Fabel zum Thema "E-"Rennrad" schreiben muss...:heulend:
Vorsicht! Es ist keine Fabel! Fabel ist mit Tieren.
Völlig richtig und danke für den Hnweis.
Sorry nochmal für diesen unverzeihlichen FauxPas meinerseits. :icon_redf

Meine intelektuelle Attitüde ist eben doch nur Fassade. :heulend:

Herr Sondermann
15.08.2018, 10:37
Vorsicht! Es ist keine Fabel! Fabel ist mit Tieren.
Völlig richtig und danke für den Hnweis.
Sorry nochmal für diesen unverzeihlichen FauxPas meinerseits. :icon_redf

Meine intelektuelle Attitüde ist eben doch nur Fassade. :heulend:

Ach....:aaibol: Alles gut.

Darf sich jeder selber passende Tiere zu den Gruppen aussuchen. Also mir fallen da spontan welche ein. :D

Flashy
15.08.2018, 10:42
Die drahtigen Kerlchen haben doch nur Angst, dass Ihnen zuviele das Elitäre (Rennrad fahren) nachmachen. Dann wäre man ja nix besonderes mehr.

Herr Sondermann
15.08.2018, 10:45
Falsch. Die Angst ist eher, dass sie das Rennrad fahren so weit verwässern mit ihren seltsamen Ideen, dass es eben kein Rennrad fahren mehr ist. :ä:ä:ä














(hoffe, die Smileys reichen aus!?)

Flashy
15.08.2018, 11:00
Solange es FBs gibt, dürfte das die Elitären nur peripher tangieren. :D

ChristophBM
15.08.2018, 11:32
Ich glaub, ich hab den Kern der ganzen Diskussion jetzt allmählich erfasst:

Es gibt Menschen, die gerne fahren und es gibt (eine relativ neue Gattung) Menschen, die gerne bremsen !



Mal ganz abgesehen von der Überfrachtung auch dieses Freds mit Glaubenssätzen und Möchtegern-Meta-Interventionen . . . :

Selten so einen Schwachfug gelesen.

Das eine schließt doch das andere mitnichten aus.

Mal ganz abgesehen von persönlicher Erfahrung: nenne mir mal einen einzigen Rennfahrer [also RICHTIGEN Rennfahrer, keine Angsthasen, die das Steuern bei maximalen Geschwindigkeiten nicht draufhaben], der eine lange, extreme Abfahrt nicht dadurch noch beschleunigen können möchte, indem er das maximale Tempo [und hier geht es locker um Geschwindigkeiten um die 100 km/h] so lange wie möglich bis zur nächsten Kurve - die vielleicht mit nur 20 km/h "geht" - und das von Kehre zu Kehre, fahren will; und also den Bremspunkt maximal spät ausreizen möchte . . . da ist die beste und standfesteste Bremse gerade gut genug . . . und wenn dann da ein 90kg-Mann mit 100 km/h angerauscht kommt . . . dann geht es ausschließlich ums "schnell fahren", auch bei der Frage um die Bremstechnik . . . ich weiß wovon ich rede . . . nicht nur im Motorradsport wird so manches Rennen "auf der Bremse" gewonnen.

Eine gute Bremse [wenn man damit umgehen kann] ist auch auf dem Fahrrad [****-egal welche Art von Fahrrad] potenziell immer ein gutes Hilfsmittel um längere Zeit schneller fahren zu können. Eine gute Bremse verkürzt nämlich die Zeit während derer ich nicht schnell fahren kann.

Pedalierer
15.08.2018, 11:47
Der 90 Kilo-Fahrer mag mit der superstandfesten Disc-Bremse eine Kehre 2 Sek. später anbremsen können (das gönn ich ihm auch von Herzen), aber er hat bergauf schon 10 Minuten verloren auf den drahtigen Fahrer, da machen die 20 Sekunden die er bergab rausholt den Kohl nicht fett (ja Sprache ist manchmal tückisch).

ChristophBM
15.08.2018, 12:06
Der 90 Kilo-Fahrer mag mit der superstandfesten Disc-Bremse eine Kehre 2 Sek. später anbremsen können (das gönn ich ihm auch von Herzen), aber er hat bergauf schon 10 Minuten verloren auf den drahtigen Fahrer, da machen die 20 Sekunden die er bergab rausholt den Kohl nicht fett (ja Sprache ist manchmal tückisch).

Sag´mal, wie dämlich [wahlweise fahruntauglich] müßte denn "dein" drahtiger Fahrer sein, wenn er denselben Vorteil der besseren Bremse gegenüber der schlechteren nicht ebenso für sich zu nutzen wüßte wie irgendein anderer Fahrer?????


Nachtrag: im übrigen sollte doch vollkommen nachvollziehbar sein, daß die - wie schon geschrieben - besonderen Bedingungen bei Profi/Amateurrennen auf abgesperrten Strecken ohne Gegenverkehr und mit weitgehend bekanntem Verlauf der Strecke vollkommen andere Fahrweisen ermöglichen. Wer auf dem öffentlichen Wegenetz unterwegs ist wird oft genug die allerbeste Bremse einer weniger guten vorziehen . . . um möglichst risikolos schnellstmöglich fahren zu können . . . weil dann jegliches unvorhersehbare Hindernis an Schrecken verliert . . .

Mobi
15.08.2018, 12:07
Mal ganz abgesehen von der Überfrachtung auch dieses Freds mit Glaubenssätzen und Möchtegern-Meta-Interventionen . . . :

Selten so einen Schwachfug gelesen.

Das eine schließt doch das andere mitnichten aus.

Mal ganz abgesehen von persönlicher Erfahrung: nenne mir mal einen einzigen Rennfahrer [also RICHTIGEN Rennfahrer, keine Angsthasen, die das Steuern bei maximalen Geschwindigkeiten nicht draufhaben], der eine lange, extreme Abfahrt nicht dadurch noch beschleunigen können möchte, indem er das maximale Tempo [und hier geht es locker um Geschwindigkeiten um die 100 km/h] so lange wie möglich bis zur nächsten Kurve - die vielleicht mit nur 20 km/h "geht" - und das von Kehre zu Kehre, fahren will; und also den Bremspunkt maximal spät ausreizen möchte . . . da ist die beste und standfesteste Bremse gerade gut genug . . . und wenn dann da ein 90kg-Mann mit 100 km/h angerauscht kommt . . . dann geht es ausschließlich ums "schnell fahren", auch bei der Frage um die Bremstechnik . . . ich weiß wovon ich rede . . . nicht nur im Motorradsport wird so manches Rennen "auf der Bremse" gewonnen.

Eine gute Bremse [wenn man damit umgehen kann] ist auch auf dem Fahrrad [****-egal welche Art von Fahrrad] potenziell immer ein gutes Hilfsmittel um längere Zeit schneller fahren zu können. Eine gute Bremse verkürzt nämlich die Zeit während derer ich nicht schnell fahren kann.

Selten so einen Schwachfug (was ist das eigentlich?) gelesen :D

Skadieh
15.08.2018, 12:12
Mal ganz abgesehen von persönlicher Erfahrung: nenne mir mal einen einzigen Rennfahrer [also RICHTIGEN Rennfahrer, keine Angsthasen, die das Steuern bei maximalen Geschwindigkeiten nicht draufhaben], der eine lange, extreme Abfahrt nicht dadurch noch beschleunigen können möchte, indem er das maximale Tempo [und hier geht es locker um Geschwindigkeiten um die 100 km/h] so lange wie möglich bis zur nächsten Kurve - die vielleicht mit nur 20 km/h "geht" - und das von Kehre zu Kehre, fahren will; und also den Bremspunkt maximal spät ausreizen möchte . . . da ist die beste und standfesteste Bremse gerade gut genug . . . und wenn dann da ein 90kg-Mann mit 100 km/h angerauscht kommt . . . dann geht es ausschließlich ums "schnell fahren", auch bei der Frage um die Bremstechnik . . . ich weiß wovon ich rede . . . nicht nur im Motorradsport wird so manches Rennen "auf der Bremse" gewonnen.



Die Syntax ist abenteuerlicher als so manche Abfahrt. :D Und vor der blumig beschriebenen Abfahrt muss jeder Rennfahrer den Berg hoch. Und dort entstehen im Rennen die Abstände.

Eclipse
15.08.2018, 12:19
Berghoch macht das Bremssystem keinen Unterschied.

Froome hat bei der Tour übrigens auch schon in einer Abfahrt entscheidende Zeit rausgefahren.

Wenn man später bremst, hat man einen Vorteil. Das sollte jedem einleuchten.
Ansonsten einfach mal auf Zeit aus dem Stand eine gerade Strecke fahren und an einem bestimmten Punkt zum Stehen kommen. Das geht mit besseren Bremsen schneller.

Herr Sondermann
15.08.2018, 12:20
Mal ganz abgesehen von der Überfrachtung auch dieses Freds mit Glaubenssätzen und Möchtegern-Meta-Interventionen . . . :

Selten so einen Schwachfug gelesen.

Das eine schließt doch das andere mitnichten aus.

...und wieder mal ist der sympathische Versuch, das ganze Thema auf eine etwas humoristische Ebene zu bringen, kläglich an der Spaßbefreitheit einzelner User gescheitert.

Wäre ja auch zu schön gewesen... :rolleyes:

ChristophBM
15.08.2018, 12:33
...und wieder mal ist der sympathische Versuch, das ganze Thema auf eine etwas humoristische Ebene zu bringen, kläglich an der Spaßbefreitheit einzelner User gescheitert.

Dummheit in der Wahl der Argumente macht mir den Versuch zur "humoristischen Ebene" nicht sympathisch.

Und Spaß schon mal überhaupt nicht.

ChristophBM
15.08.2018, 12:35
. . . vor der blumig beschriebenen Abfahrt muss jeder Rennfahrer den Berg hoch. Und dort entstehen im Rennen die Abstände.

Und oft genug werden die Abstände auf der folgenden Abfahrt - wenn es denn eine gibt - wieder aufgeholt . . .

marvin
15.08.2018, 12:42
Und oft genug werden die Abstände auf der folgenden Abfahrt - wenn es denn eine gibt - wieder aufgeholt . . .
Ja. Wenn der schnelle Kletterer ein schlechter Abfahrer ist, kann das schon mal passieren.

Aber die Abstände in der Abfahrt werden nicht durchs späte Bremsen aufgeholt, sondern durch eine aerodynamische Sitzposition, eine gute Linie in den Kurven und ein gutes Gefühl für den Grenzbereich der Reifen.

Das eigentliche Anbremsen von Kurven ist nicht kriegsentscheidend. Denn wenn es gilt, die Bremsleistung in den Asphalt zu bringen, ist immer noch der Reifen der limitierende Faktor, nicht das Bremssystem.

Flashy
15.08.2018, 12:43
Ich weiß noch nicht, wo ich mich einordnen darf:

- drahtig
- nicht drahtig

Ich habe ein Rad mit SB und eines mit FB....

Pedalierer
15.08.2018, 12:44
Und oft genug werden die Abstände auf der folgenden Abfahrt - wenn es denn eine gibt - wieder aufgeholt . . .

ja klar wen der Sprinter am Berg der ersten Kategorie 15 Minuten verliert dann fährt er locker in der Abfahrt mit Disc wieder ran:rolleyes: Träum weiter.

Ein 90 Kilo Fahrer verliert bergauf erheblich mehr als er bergab wett machen kann. Selbst wenn er sich nen kurzen Anstieg hinter dem leichten Fahrer hochquält kann er ihn bergab nicht abhängen, da sich der leichte Fahrer hinten im Windschatten dran hängt. Das Bremssystem spielt für den „Rennfahrer“ mit 60–75 kg keine große Rolle, er kann seine überschaubare Hangabtriebskraft mit jeder heute gängigen Bremse kurz vor der Kurve vernichten.

Im Ergebnis ist der schwere Fahrer bergauf 3 km/h langsamer und bergab 3 km/h schneller, aber das ist in der Summe für in ein dickes Minusgeschäft, da die meiste Zeit im Anstieg verbracht wird und da 3 km/h Welten sind, in der Abfahrt ist das eher marginal ob man nun 10 oder 10:30 Minuten runter braucht.

Eclipse
15.08.2018, 12:48
Ein 90 Kilo Fahrer verliert bergauf erheblich mehr als er bergab wett machen kann.

Ein 90 kg Fahrer verliert beim Bremsen erneut auf einen leichteren Fahrer.
Je leichter das System ist, desto besser bremst es sich (wenn der Rest gleich ist).

Beaver
15.08.2018, 12:52
Neulich kam so ein drahtiger Kerl mit einem Disc-Rad zu unserem Sonntagstreff, obwohl er immer ein vehementer Verfechter der FB war. Auf Nachfrage erklärte er, dass sein Radhändler des Vertrauens von einer Neuanschaffung eines Rades mit FB abriet da mittelfristig die Ersatzteilversorgung nicht mehr gesichert ist. So kann man die eigentlich freie Entscheidung der drahtigen Kerle leider auch beeinflussen.

Sehr seltsames Argument. Die als nächstes zum Update anstehenden Canyon Ultimate und SuperSix Evo werden kaum als Disc-only kommen und dann haben wir schon wieder mindestens vier weitere Jahre Laufzeit mit passablen FB Rahmen. Darüber kann man sich Gedanken machen, wenn Shimano irgendwann keine Felgenbremsen mehr anbieten sollte...

Alumini
15.08.2018, 12:53
Was sind Deine Parameter an das Gewicht, die Kosten und die Handhabung des Bremssystems?

Sinn machen würde: Maximal wie bei einer modernen FB.

Marsz
15.08.2018, 12:58
Ich weiß noch nicht, wo ich mich einordnen darf:

- drahtig
- nicht drahtig

Ich habe ein Rad mit SB und eines mit FB....


Mir geht's da auch so, am besten irgendwo dazwischen....

Ein drahtiger Typ mit einer geilen Bremse auf der Höhe der Zeit:D

Pedalierer
15.08.2018, 13:01
Klar ist das Argument mit den Ersatzteilen totaler Unsinn. Man bekommt ja heute noch 8fach Teile zu kaufen aber keinen Ersatz für defekte DI2-Schaltteile der ersten Generation. So viel zum Thema Zukunftssicherheit.

Ich fahre ja noch Campa 10x. 11x ist seit 9 Jahren am Markt und 10x Verschleiß-Komponenten sind problemlos erhältlich.

Herr Sondermann
15.08.2018, 13:29
Dummheit in der Wahl der Argumente macht mir den Versuch zur "humoristischen Ebene" nicht sympathisch.

Und Spaß schon mal überhaupt nicht.

Dachte ich mir schon. Muss traurig sein, wenn man auf eine lustige Geschichte (seit wann braucht man darin "Argumente"?) so verbissen reagieren muss, selbst, wenn man sie nicht lustig findet... .:rolleyes:


Zum Thema Ersatzteile: Klar, wird es da noch die nächsten Jahre jede Menge ohne größere Sorgen geben. Das Argument des Händlers ist somit kompletter Blödsinn und nur ein kläglicher Versuch, ein Rad mit Scheibenbremen an den Mann zu bringen.
Möchte aber nicht wissen, wie viele Händler gegenüber eher uninformierten Kunden auf diese Weise argumentieren und diesen Kunden somit den Kauf eines Disc-Rades versüßen...

Im übrigen sind auch die aktuellen Felgenbremsen auf der Höhe der Zeit. ;)

ChristophBM
15.08.2018, 13:32
ja klar wen der Sprinter am Berg der ersten Kategorie 15 Minuten verliert dann fährt er locker in der Abfahrt mit Disc wieder ran:rolleyes: Träum weiter.

Ein 90 Kilo Fahrer verliert bergauf erheblich mehr als er bergab wett machen kann. Selbst wenn er sich nen kurzen Anstieg hinter dem leichten Fahrer hochquält kann er ihn bergab nicht abhängen, da sich der leichte Fahrer hinten im Windschatten dran hängt. Das Bremssystem spielt für den „Rennfahrer“ mit 60–75 kg keine große Rolle, er kann seine überschaubare Hangabtriebskraft mit jeder heute gängigen Bremse kurz vor der Kurve vernichten.

Im Ergebnis ist der schwere Fahrer bergauf 3 km/h langsamer und bergab 3 km/h schneller, aber das ist in der Summe für in ein dickes Minusgeschäft, da die meiste Zeit im Anstieg verbracht wird und da 3 km/h Welten sind, in der Abfahrt ist das eher marginal ob man nun 10 oder 10:30 Minuten runter braucht.


Hömma, nicht ICH habe irgendwo die Idee formuliert, oder nahegelegt, ein 90kg-Fahrer könne während der Abfahrt auf der [besseren] Bremse das aufholen, was er gegenüber einem Bergfloh im Aufstieg verloren hat . . .

. . . wenn ein- und derselbe Fahrer auf der Abfahrt die Möglichkeiten einer deutlich besseren Bremse auszunutzen weiß, dann wird er eben dadurch eine bessere Zeit fahren können, ist doch ganz einfach . . . der allgemeine Trend zu breiteren [voluminöseren] Reifen würde die Ausnutzung der Wirksamkeit der besseren Bremse natürlich begünstigen . . .

Es ist aberwitzig und absurd aus dem Anspruch schnell fahren zu wollen einen Gegensatz zum Bestreben nach einer besseren Bremse ableiten zu wollen; die bessere Bremse wird IMMER zum Vorteil gereichen, man muß nur in der Lage sein ihr Potenzial auch entsprechend einzusetzen.

ChristophBM
15.08.2018, 13:38
Dachte ich mir schon. Muss traurig sein, wenn man auf eine lustige Geschichte (seit wann braucht man darin "Argumente"?) so verbissen reagieren muss, selbst, wenn man sie nicht lustig findet... .:rolleyes:

Ich finde die Geschichte eben weder intelligent noch lustig.

Weswegen also sollte ich lachen?

Und deine Interpretation "Verbissenheit" ist von Meta aus die Abbildung DEINER Sichtweise,
kann aber doch überhaupt nicht ernstzunehmen sein als Versuch eine gültige Aussage über mich zu machen.

Pedalierer
15.08.2018, 13:50
Deine Spaßbefreitheit setzt hier schon Maßstäbe.:(

Das Potenzial einer tollen Bremse ist arg dünn wenn man mit beiden die Haftgrenze der Bereifung erreichen kann oder den Schwerpunkt des Fahrers überschreiten kann so dass das HR hoch geht.

Die Disc kann diese Grenze womöglich ein par % besser dosiert erreichen, aber das macht daraus noch kein Game-Changer. Gab schon Test mit beiden Bremsystem bergab (GCN), die Zeitunterschiede waren so gering dass es kaum erwähnenswert scheint. Und das von Ex-Pros die die Bremsen auch ausreizen zu vermögen.

Mobi
15.08.2018, 13:50
Ich fahre ja noch Campa 10x. 11x ist seit 9 Jahren am Markt und 10x Verschleiß-Komponenten sind problemlos erhältlich.

Off topic aber Rastscheiben 10-fach als Ersatzteil habe ich keine mehr bekommen und das war es dann aus mit 10-fach.

Skadieh
15.08.2018, 13:51
Mal ganz abgesehen von persönlicher Erfahrung: nenne mir mal einen einzigen Rennfahrer [also RICHTIGEN Rennfahrer, keine Angsthasen, die das Steuern bei maximalen Geschwindigkeiten nicht draufhaben], der eine lange, extreme Abfahrt nicht dadurch noch beschleunigen können möchte, indem er das maximale Tempo [und hier geht es locker um Geschwindigkeiten um die 100 km/h] so lange wie möglich bis zur nächsten Kurve - die vielleicht mit nur 20 km/h "geht" - und das von Kehre zu Kehre, fahren will; und also den Bremspunkt maximal spät ausreizen möchte . . . da ist die beste und standfesteste Bremse gerade gut genug . . . und wenn dann da ein 90kg-Mann mit 100 km/h angerauscht kommt . . . dann geht es ausschließlich ums "schnell fahren", auch bei der Frage um die Bremstechnik . . . ich weiß wovon ich rede . . . nicht nur im Motorradsport wird so manches Rennen "auf der Bremse" gewonnen.



Hömma, nicht ICH habe irgendwo die Idee formuliert, oder nahegelegt, ein 90kg-Fahrer könne während der Abfahrt auf der [besseren] Bremse das aufholen, was er gegenüber einem Bergfloh im Aufstieg verloren hat . . .


:D:D:D

ChristophBM
15.08.2018, 13:54
Aber die Abstände in der Abfahrt werden nicht durchs späte Bremsen aufgeholt . . .

DAS ist doch zunächst mal einfach nur ein GLAUBENSSATZ.

TATSACHE ist, daß, wer später bremst, längere Zeit schnell fährt, ergo insgesamt schneller vorwärts kommt.

Und genau darum geht es bei der Frage, ob eine bessere Bremse hier Vorteile bringen kann.

Kann sie. Punkt.



Das eigentliche Anbremsen von Kurven ist nicht kriegsentscheidend. Denn wenn es gilt, die Bremsleistung in den Asphalt zu bringen, ist immer noch der Reifen der limitierende Faktor, nicht das Bremssystem.

Der Reifen ist EIN limitierender Faktor. Die Bremse eben EIN anderer. Welcher von beiden Faktoren wann das Übergewicht für die effektiv zu erbringende Bremsleistung darstellt hängt von der konkreten Situation ab. Und dann gilt es eben daraus den richtigen Schluß zu ziehen. Kann ja dazu führen die Reifen zu optimieren. Meiner Erfahrung nach sind es aber eher selten die Reifen, die die Bremsleistung limitieren, sondern eher die Angst und Unfähigkeit des Fahrers einen Reifen auf der Bremse am Limit zu "balancieren".

Pedalierer
15.08.2018, 13:56
Off topic aber Rastscheiben 10-fach als Ersatzteil habe ich keine mehr bekommen und das war es dann aus mit 10-fach.

auch mal bei SMI angerufen? Der hat mehr als im Shop gelistet ist. G-Federn und Index-Träger gibbet noch.
Außer G-Federn ist mir nie was verschlissen an den 10x Ergos. Hab auch noch 9x Ergos zum auschlachten auf Halde liegen.

ChristophBM
15.08.2018, 13:56
:D:D:D

Du hast schlicht nicht kapiert was wo zu welchem Vergleich herangezogen wurde.

Pedalierer
15.08.2018, 13:59
Du hast schlicht nicht kapiert was wo zu welchem Vergleich herangezogen wurde.

Hast recht – kapiert keiner was Du hier machst.

Skadieh
15.08.2018, 14:06
"Richtige Rennfahrer" fahren mit 90kg nicht um Platzierungen auf hügeligen Kursen. Aber da wären wir wieder bei Marvins Beobachtung. :D

ChristophBM
15.08.2018, 14:08
Hast recht – kapiert keiner was Du hier machst.

Na, da geht aber noch was . . . wenn Du dir richtig Mühe geben würdest . . . am Thema vorbeizuschreiben.

Eclipse
15.08.2018, 14:12
Mal ganz abgesehen von persönlicher Erfahrung: nenne mir mal einen einzigen Rennfahrer [also RICHTIGEN Rennfahrer, keine Angsthasen, die das Steuern bei maximalen Geschwindigkeiten nicht draufhaben], der eine lange, extreme Abfahrt nicht dadurch noch beschleunigen können möchte, indem er das maximale Tempo [und hier geht es locker um Geschwindigkeiten um die 100 km/h] so lange wie möglich bis zur nächsten Kurve - die vielleicht mit nur 20 km/h "geht" - und das von Kehre zu Kehre, fahren will; und also den Bremspunkt maximal spät ausreizen möchte . . . da ist die beste und standfesteste Bremse gerade gut genug . . . und wenn dann da ein 90kg-Mann mit 100 km/h angerauscht kommt . . . dann geht es ausschließlich ums "schnell fahren", auch bei der Frage um die Bremstechnik . . . ich weiß wovon ich rede . . . nicht nur im Motorradsport wird so manches Rennen "auf der Bremse" gewonnen.



Hömma, nicht ICH habe irgendwo die Idee formuliert, oder nahegelegt, ein 90kg-Fahrer könne während der Abfahrt auf der [besseren] Bremse das aufholen, was er gegenüber einem Bergfloh im Aufstieg verloren hat . . .


:D:D:D


Hast recht – kapiert keiner was Du hier machst.

Er hat doch oben nicht geschrieben, dass der 90 kg Fahrer das beim Bremsen aufholt, was er berghoch verliert.

Ich verstehe, was er meint.

Müssten auch alle anderen verstehen, wenn sie wollen.

Pedalierer
15.08.2018, 14:22
Na, da geht aber noch was . . . wenn Du dir richtig Mühe geben würdest . . . am Thema vorbeizuschreiben.

https://youtu.be/t0hKMgUEku4?t=346
Ich geb mir mal Mühe:
Zum Thema Abfahrtszeit Disc cs FB
im trockenen FB 2 sek schneller
im nassen Disc 8 sek schneller

Und das auf einer Abfahrt von ca 7 Minuten Länge und mit Plastefelge. Mit Alufelge wäre der Unterschied wohl noch kleiner.

Rhizom
15.08.2018, 14:36
Vorsicht! Es ist keine Fabel! Fabel ist mit Tieren.
Völlig richtig und danke für den Hnweis.
Sorry nochmal für diesen unverzeihlichen FauxPas meinerseits. :icon_redf

Meine intelektuelle Attitüde ist eben doch nur Fassade. :heulend:

Schöne und sehr treffende FABEL (die bereits aufgrund der Ambiguität des Begriffs keineswegs auf Tiere/Pflanze beschränkt ist https://de.wikipedia.org/wiki/Fabel_(Begriffskl%C3%A4rung) )

Schlammpaddler
15.08.2018, 14:54
@ChristophBM:
warst Du wärend der ersten 234 Seiten im Urlaub? Das wurde doch alles schon mehrfach durchgekaut! Ohne echtes Resultat übrigens. :rolleyes:

Die maximale erreichbare Verzögerung von 7 Komma schießmichtot m/s² lässt sich meines Wissens (Physik 7. Klasse) nur in der Ebene erreichen. Bergab nicht ansatzweise. Warum das so ist, kannst Du sicher besser erklären als ich. ;)
Die Limits werden von der Haftung der Reifen und der dynamischen Achslastverschiebung (?!) gestetzt. Angenommen die Industrie würde Reifen entwickeln die besser haften und Räder bauen, die eine bessere Gewichtsverteilung beim Bremsen erlauben, glauben ich kaum, dass irgendjemand dazu bereit wäre, diese Reifen/Räder in der Ebene oder gar bergauf zu fahren. Zu schwer, zu schlecht rollend, zu sperrig, ...
Die Bikeindustrie hat in den letzten Jahre sicher so manche Sau durchs Dorf getrieben, aber sie hat auf diesen Gebieten sicher nicht geschlafen. Wie immer im Leben sind eben Kompromisse zu machen. Ein Reifen muss in erster Linie gut rollen und in Kurven den notwendigen Halt bieten. Bremsgripp (der mit aktuellen Reifen ja bei weitem nicht schlecht ist) kommt erst später und kollidiert eben mit dem Rollwiderstand. Schon mal MTB (DH) Reifen mit extraweichen Gummimischungen gefahren? Ebenso bei den Bremsen. Es wäre ein leichtes, 180er oder 200er Scheiben mit 4 Kolben Zangen zu montieren, aber selbst die 160mm Scheiben inkl. Bremszangen in der jetzigen Form sind grenzwertig schwer im Vergleich zur FB. Das wollen dann vermutlich auch die allerwenigsten. Schon garnicht diejenigen, die bisher ganz gut klargekommen sind. Und Reiseradler sind auch schon vor XX Jahren mit ihrem gesamten Hausrat über Pässe gefahren. Nicht immer ohne Probleme, aber man hat sich darauf eingestellt.

Muss denn immer alles bombproof und idiotensicher sein? :rolleyes:

ChristophBM
15.08.2018, 14:55
https://youtu.be/t0hKMgUEku4?t=346
Ich geb mir mal Mühe:
Zum Thema Abfahrtszeit Disc cs FB
im trockenen FB 2 sek schneller
im nassen Disc 8 sek schneller

Und das auf einer Abfahrt von ca 7 Minuten Länge und mit Plastefelge. Mit Alufelge wäre der Unterschied wohl noch kleiner.

Fein.

Bloß: ich habe nirgendwo auf einen Vergleich FB versus SB hin argumentiert.

Ich habe eine bessere Bremsleistung gefordert - unabhängig vom System - und aus den Ergebnissen des aktuellen TOUR-Tests gefolgert, daß auch die "besten" zur Zeit erhältlichen Scheibenbremsen nicht die Bremsleistung erbringen, die ich für wünschenswert halte.

Der Vergleich von Simon zeigt ja "nur", daß die derzeit erhältlichen Systeme [FB/SB] unter den gezeigten Verhältnissen keine signifikante Verbesserung der Bremsleistung aufgrund ihrer veschiedenen Bauart zeigen.

Außerdem:

Aus der Distanz erlaube ich mir darüberhinaus eine vorsichtige Kritik an Simons Fahrweise: in einigen der gezeigten Kurvenfahrten sehe ich reichlich wenig Schräglage, und er selbst gibt i.e. auch zu bedenken, daß seine erste Abfahrt bei Regen mit der SB vermutlich langsamer war alldieweil während der anschließenden Abfahrt mit FB die Fahrbahn mehr grip bot . . .

Was mir fehlt: Absolutwerte der Verzögerung und der Geschwindigkeit.

Meine Forderung nach einer "besseren" Bremse geht ja in die Richtung, daß ich eine Bremse haben will, die ohne Fading jederzeit Bremsverzögerungen an der Haftgrenze ermöglicht . . . natürlich so dosierbar, daß ein Überschlag vermieden werden kann . . .

Eclipse
15.08.2018, 15:01
Die maximale erreichbare Verzögerung von 7 Komma schießmichtot m/s² lässt sich meines Wissens (Physik 7. Klasse) nur in der Ebene erreichen. Bergab nicht ansatzweise. Warum das so ist, kannst Du sicher besser erklären als ich. ;)

Das kann man nicht erklären, weil es nicht stimmt.

@ChristophBM: die Jungs trollen hier ganz hart. Lass die einfach.

Skadieh
15.08.2018, 15:06
@ChristophBM:
warst Du wärend der ersten 234 Seiten im Urlaub? Das wurde doch alles schon mehrfach durchgekaut! Ohne echtes Resultat übrigens. :rolleyes:

Die maximale erreichbare Verzögerung von 7 Komma schießmichtot m/s² lässt sich meines Wissens (Physik 7. Klasse) nur in der Ebene erreichen. Bergab nicht ansatzweise. Warum das so ist, kannst Du sicher besser erklären als ich. ;)
Die Limits werden von der Haftung der Reifen und der dynamischen Achslastverschiebung (?!) gestetzt. Angenommen die Industrie würde Reifen entwickeln die besser haften und Räder bauen, die eine bessere Gewichtsverteilung beim Bremsen erlauben, glauben ich kaum, dass irgendjemand dazu bereit wäre, diese Reifen/Räder in der Ebene oder gar bergauf zu fahren. Zu schwer, zu schlecht rollend, zu sperrig, ...
Die Bikeindustrie hat in den letzten Jahre sicher so manche Sau durchs Dorf getrieben, aber sie hat auf diesen Gebieten sicher nicht geschlafen. Wie immer im Leben sind eben Kompromisse zu machen. Ein Reifen muss in erster Linie gut rollen und in Kurven den notwendigen Halt bieten. Bremsgripp (der mit aktuellen Reifen ja bei weitem nicht schlecht ist) kommt erst später und kollidiert eben mit dem Rollwiderstand. Schon mal MTB (DH) Reifen mit extraweichen Gummimischungen gefahren? Ebenso bei den Bremsen. Es wäre ein leichtes, 180er oder 200er Scheiben mit 4 Kolben Zangen zu montieren, aber selbst die 160mm Scheiben inkl. Bremszangen in der jetzigen Form sind grenzwertig schwer im Vergleich zur FB. Das wollen dann vermutlich auch die allerwenigsten. Schon garnicht diejenigen, die bisher ganz gut klargekommen sind. Und Reiseradler sind auch schon vor XX Jahren mit ihrem gesamten Hausrat über Pässe gefahren. Nicht immer ohne Probleme, aber man hat sich darauf eingestellt.

Muss denn immer alles bombproof und idiotensicher sein? :rolleyes:

+1

Aber man kann ja für irrelevantes Szenario die komplette Rennradkonstruktion über den Haufen werfen. Als Belohnung darf man das Mehrgewicht jeden Hügel hochschleppen, bei jedem Wetter - auch bei Sonnenschein. :D

ChristophBM
15.08.2018, 15:10
@ChristophBM:
warst Du wärend der ersten 234 Seiten im Urlaub? Das wurde doch alles schon mehrfach durchgekaut! Ohne echtes Resultat übrigens. :rolleyes:

Die maximale erreichbare Verzögerung von 7 Komma schießmichtot m/s² lässt sich meines Wissens (Physik 7. Klasse) nur in der Ebene erreichen. Bergab nicht ansatzweise. Warum das so ist, kannst Du sicher besser erklären als ich. ;)
Die Limits werden von der Haftung der Reifen und der dynamischen Achslastverschiebung (?!) gestetzt. Angenommen die Industrie würde Reifen entwickeln die besser haften und Räder bauen, die eine bessere Gewichtsverteilung beim Bremsen erlauben, glauben ich kaum, dass irgendjemand dazu bereit wäre, diese Reifen/Räder in der Ebene oder gar bergauf zu fahren. Zu schwer, zu schlecht rollend, zu sperrig, ...
Die Bikeindustrie hat in den letzten Jahre sicher so manche Sau durchs Dorf getrieben, aber sie hat auf diesen Gebieten sicher nicht geschlafen. Wie immer im Leben sind eben Kompromisse zu machen. Ein Reifen muss in erster Linie gut rollen und in Kurven den notwendigen Halt bieten. Bremsgripp (der mit aktuellen Reifen ja bei weitem nicht schlecht ist) kommt erst später und kollidiert eben mit dem Rollwiderstand. Schon mal MTB (DH) Reifen mit extraweichen Gummimischungen gefahren? Ebenso bei den Bremsen. Es wäre ein leichtes, 180er oder 200er Scheiben mit 4 Kolben Zangen zu montieren, aber selbst die 160mm Scheiben inkl. Bremszangen in der jetzigen Form sind grenzwertig schwer im Vergleich zur FB. Das wollen dann vermutlich auch die allerwenigsten. Schon garnicht diejenigen, die bisher ganz gut klargekommen sind. Und Reiseradler sind auch schon vor XX Jahren mit ihrem gesamten Hausrat über Pässe gefahren. Nicht immer ohne Probleme, aber man hat sich darauf eingestellt.

Muss denn immer alles bombproof und idiotensicher sein? :rolleyes:

Furka, Grimsel, Julier etc. pp. habe ich selbst schon in den 70ern mit dem Hollandrad [Sturmey-Archer-3-Gang, 90mm Trommel v+h] erfolgreich nicht nur aufwärts "erstürmt", und die anschließenden Abfahrten ohne Zähneklappern "gemeistert" . . . DAS ist doch überhaupt nicht die Frage, ob das geht oder nicht geht. Für mich jedenfalls nicht.

Aber wenn ich schon von der Industrie auf den Scheibenweg ge[ver]führt werden soll, dann aber sehe wie wenig wissenschaftlich einerseits getestet wird, andererseits aber die SB nicht wirklich signifikant besser zu sein scheint, dann fordere ich eben, daß gefälligst eine bessere Bremse gebaut werden soll.

Mir ist der enorme Gewinn an Bremsleistung von meinen Campa-Felgenbremsen aus 1975 bis zu den [bei mir] aktuell 2014er Campa-Felgenbremsen ja vollkommen bewußt . . . und das schätze ich sehr [ohne daß ich mit den "ollen" Stoppern nun plötzlich Angst hätte] . . . aber von echtem "High-tech" erwarte ich eben, daß da mehr geht als im TOUR-Test gezeigt.

. . . und wenn ich dann erst an Tandems denke . . . aber das ist eine andere Baustelle . . . ;-) . . . mein früherer Vereinskamerad und Ab-und-An-Trainingspartner Dieter Giebken ist natürlich immer ohne Bremse gefahren . . . ;-)

Herr Sondermann
15.08.2018, 15:22
Ja klar....eine unter allen denkbaren Bedingungen perfekt funktionierende Bremse - wer würde sich die nicht wünschen!? ;)

Vielleicht kommt sie ja eines Tages. Vielleicht mit einer Technologie, die wir heute noch gar nicht auf dem Schirm haben, wer weiß...Bis dahin muss man mit dem (gut!) leben, was da ist und auf die weitere Entwicklung bauen.

Was nicht gut funktioniert, muss benannt werden und wird ja auch benannt - hoffentlich und sicher ein Ansporn für Veränderungen und Weiterentwicklung.

Verstehe die Aufregung deinerseits daher nicht wirklich. :confused: Es ist doch alles im Fluß...

Schlammpaddler
15.08.2018, 15:45
...
Meine Forderung nach einer "besseren" Bremse geht ja in die Richtung, daß ich eine Bremse haben will, die ohne Fading jederzeit Bremsverzögerungen an der Haftgrenze ermöglicht . . . natürlich so dosierbar, daß ein Überschlag vermieden werden kann . . .
Das schafft ja noch nicht mal die Automobilindustrie!
Ich behaupte mal, bei grober Misshandlung (Tour Test) bekommt man sogar die Bremse eines 911 GT3 zum faden.
Die Bremse eines normalen PKW lässt sich durchaus ohne Probleme ins Fading treiben. Gib mir Dein Auto und ich beweise es Dir.

Pedalierer
15.08.2018, 16:48
Ich will auch keine Rennradteile die unter allen widrigen Situationen für jeden Fahrertypen funktionieren, sondern Teile die für mein Nutzungsverhalten dimensioniert sind + kleiner Sicherheitsfaktor und dazu bezahlbar und halbwegs leicht sind. Und die gibt es schon seit 15 Jahren.

dreamtem
15.08.2018, 23:26
Das Problem ist meiner Meinung nach, dass die drahtigen Kerle nicht genug Gewicht haben um den Unterschied zu erbremsen. ;-)

Ich denke die viel gepriesene bessere Dosierbarkeit steigt mit dem Systemgewicht.

Mifri
16.08.2018, 08:00
Vielleicht sollte man nicht nur das Thema Bremsleistung betrachten. Die Disc bremst im Verhältnis zur FB (und dort betrachte ich z.B. nur Carbonfelgen) eben etwas besser und die Dosierbarkeit ist auch besser. Mag ja sein, dass es Leute gibt, die das nicht merken, oder nicht merken wollen.

Und da ich weiterhin nur Carbonfelgen (Alu kommt mir bestimmt nicht ans RR) nutze, betrachte ich auch den Verschleiß auf lange Sicht. Ich bin kein Freund davon ständig irgendwelche LRS zu tauschen, nur weil es mal regnen könnte, oder ich max. 2x in den Alpen unterwegs bin. Ergo werden die Carbon-LRS überall und immer verwendet, sprich die Bremsflanke unterliegt bei FB einen entsprechenden Verschleiß und im schlimmsten Fall der Delaminierung.

Auch wenn eine Felge vielleicht erst nach 4-5 Jahren fällig zum Austauch wäre, habe ich dieses Problem mit Disc eben nicht und das ist für mich eben ein Vorteil.

avis
16.08.2018, 11:18
Naja, stand ja hier auch schon zig mal, viele um nicht zu sagen die allermeisten bewahren sich ihre enorm teuren Carbonlaufräder doch weitgehend für gutes Wetter auf.
Bei Dreckswetter wird mit einem preiswerte Alusatz trainiert, allermeistens hat man ja auch mehrere Räder, jedenfalls wenn man so teures Equipment fährt.
Aber selbst wenn immer der selbe Satz benutzt wird - um den in 4 Jahren verschlissen zu kriegen...da muss man aber Umfänge trainieren, das dürften 99% der Hobbyfahrer nicht schaffen und noch dazu muss jede zweite Fahrt im Regen sein ;)

Herr Sondermann
16.08.2018, 11:27
Das Problem ist meiner Meinung nach, dass die drahtigen Kerle nicht genug Gewicht haben um den Unterschied zu erbremsen. ;-)

Ich denke die viel gepriesene bessere Dosierbarkeit steigt mit dem Systemgewicht.

Ich bin halt aus längerem und schwererem Draht und hab "genug" Gewicht. :D:D:D

Herr Sondermann
16.08.2018, 11:29
Naja, stand ja hier auch schon zig mal, viele um nicht zu sagen die allermeisten bewahren sich ihre enorm teuren Carbonlaufräder doch weitgehend für gutes Wetter auf.

Aber da hat Mifri schon recht: das Gewechsel der Bremsbeläge bzw. der kompletten Bremsschuhe geht mir schon ein wenig auf den Zeiger...So stehen die schönen Carbon-LR oft in de rEcke, weil ich keine Lust zum Schrauben hab, sondern lieber fahren geh...;)

Cleat Commander
16.08.2018, 11:42
. . . wenn ein- und derselbe Fahrer auf der Abfahrt die Möglichkeiten einer deutlich besseren Bremse auszunutzen weiß, dann wird er eben dadurch eine bessere Zeit fahren können, ist doch ganz einfach . . . der allgemeine Trend zu breiteren [voluminöseren] Reifen würde die Ausnutzung der Wirksamkeit der besseren Bremse natürlich begünstigen . . .


Welche deutlich bessere Bremse meinst du?
Wie deutlich besser bremst die mich mit 70kg Systemgewicht runter?
Wieviel verlier ich z.B. bei einem 10km langem 8% Anstieg bergauf durch das höhere Gewicht der deutlich besseren Bremse? Wieviel bleibt dann netto am Ende übrig, von dem durch die deutlich bessere Bremse herausgefahrenen Vorsprung?
Wie hoch ist der Oropax Verschleiss, um auch in Zukunft die Stille der Bergwelt bei der Abfahrt geniessen zu können, trotz deutlich besserer Bremse?
Wieviel muss ich trinken, um mir mein neues, mit deutlich besserer Bremse ausgestattetes Rad schön zu saufen?

Sigi Sommer
16.08.2018, 11:50
Ja klar....eine unter allen denkbaren Bedingungen perfekt funktionierende Bremse - wer würde sich die nicht wünschen!? ;)
...


Ich seh das ähnlich: die meisten fahren doch einen 40er Trainingsschnitt und können dabei vermutlich noch ne Unterhaltung mit dem Kollegen pflegen. Ansonsten würde man sich viel mehr um den Speed Sorgen machen und nicht darum, wie man möglichst schnell und effizient wieder davon runter kommt.

Häufig bin ich schon auf der Geraden so flott unterwegs, dass ich öfters in die Bremse greifen muss. Genaugenommen bremse ich fast mehr als dass ich trete, von daher gehen auch meine Gedanken beim Radfahren ständig in Richtung effiziente Verzögerung.

Gut, dass auch die Hersteller das nun endlich erkannt haben :Angel:

avis
16.08.2018, 12:13
Aber da hat Mifri schon recht: das Gewechsel der Bremsbeläge bzw. der kompletten Bremsschuhe geht mir schon ein wenig auf den Zeiger...So stehen die schönen Carbon-LR oft in de rEcke, weil ich keine Lust zum Schrauben hab, sondern lieber fahren geh...;)

Natürlich, müsste man dauernd Schuhe und Beläge wechseln, wäre das ziemlich nervend - klar!
Aber wie ich schrieb, haben nicht die allermeisten, die irgendwelche 2500€ Carbonräder fahren ein zweites Trainingsrad?!
Oder zumindest jene, die dann auch regelmäßig im Regen trainieren?
Aber selbst wenn man die Carbonräder auch im Nassen, zum Training im Winter benutzt, von solchen Verschleißraten dürften die allermeisten sehr weit entfernt sein.

PAYE
16.08.2018, 12:18
Natürlich, müsste man dauernd Schuhe und Beläge wechseln, wäre das ziemlich nervend - klar!
Aber wie ich schrieb, haben nicht die allermeisten, die irgendwelche 2500€ Carbonräder fahren ein zweites Trainingsrad?!
Oder zumindest jene, die dann auch regelmäßig im Regen trainieren?
Aber selbst wenn man die Carbonräder auch im Nassen, zum Training im Winter benutzt, von solchen Verschleißraten dürften die allermeisten sehr weit entfernt sein.

Was meinst du mit "ein zweites" Trainingsrad? :confused:

Der routinierte Forumist hat doch wenigstens für *jeden Tag der Woche* ein eigenes Rad!
Zumindest wähne ich mich in guter Gesellschaft hier und kann bestätigen, dass ich obiges Postulat selbst erfülle. Rumgeschraubt wird da nix am Mittwoch-Rad, v.a. wenn ich am Donnerstag fahren will...! :D

Eclipse
16.08.2018, 12:29
Was meinst du mit "ein zweites" Trainingsrad? :confused:

Der routinierte Forumist hat doch wenigstens für *jeden Tag der Woche* ein eigenes Rad!
Zumindest wähne ich mich in guter Gesellschaft hier und kann bestätigen, dass ich obiges Postulat selbst erfülle. Rumgeschraubt wird da nix am Mittwoch-Rad, v.a. wenn ich am Donnerstag fahren will...! :D

Du brauchst für jeden Tag ein Rad für Wettkämpfe und zwei Trainignsräder (eins mit 2500 € Carbonlaufrädern und ein zweites Trainingsrad mit Laufrädern, bei denen der Verschleiß egal ist).

21 Räder sind damit die Mindestausstattung.

Ich würde sicherheitshalber von jedem Rad noch eins auf Reserve kaufen, falls mal etwas ist. 24 Räder also.

Zeitfahrräder und Aeroräder kommen natürlich extra.
Macht insgesamt 72 Räder (24 Räder pro Gattung).

Mit dieser Ausstattung sparst du den Aufpreis für die Discs, von denen jeweils eins (plus Reserve) reichen würde.

PAYE
16.08.2018, 12:34
Ähm, ...



https://i.ebayimg.com/images/g/eJ0AAOSwodpa4yo4/s-l300.jpg


stimmt, kommt hin! :)

avis
16.08.2018, 12:36
:D
Aus welchen Gründen auch immer, die Anzahl derer, die ihren zigtausend € Hobel jeden Winter 10.000km durch den Regen fahren dürfte ziemlich gering sein.

Mifri
16.08.2018, 13:30
Aber selbst wenn immer der selbe Satz benutzt wird - um den in 4 Jahren verschlissen zu kriegen...da muss man aber Umfänge trainieren, das dürften 99% der Hobbyfahrer nicht schaffen und noch dazu muss jede zweite Fahrt im Regen sein ;)

Mein erster Carbon Tubular LRS, Zipp 606 FC, also vorne 404 und hinten 808 war nach ca. 40000 km auf. Da waren so einige Regenfahrten und auch so einige Alpenmarathons (Ötzi usw. dabei). Anfangs wurde ich von einigen gefragt, ob ich den LRS nur für den Wettkampf nutze. Hä, wieso nur für den Wettkampf? Ich kaufe mir doch keinen 2500,- EUR LRS, damit der zu Hause herumsteht und vielleicht 10x im Jahr genutzt wird.

Also, waren die Zippis nach eben etwas über 4 Jahren bzgl. der Bremsflanke durch. Im Prinzip habe ich dann nur noch auf blanken Carbon gebremst. Wirkung im trockenen ging so, aber sobald es mal naß wurde, war das Ziehen am STI nur noch eine Willensbekundung.

Fakt war damals, ein neuer LRS musste her, natürlich noch für FB, aber seit nun einem Jahr hat sich das Thema ja geändert. Das einzige, was Verschleißt sind die Bremsbeläge.

Bisher bin ich mit meinem Venge Vias Disc (ob man es mag oder nicht ist ja egal) ca. 14000km gefahren und musste vor ca. 4000km die hinteren Sram Organic Beläge mal wechseln. Vorne arbeiten SwissStop Metallbeläge.

Also, gewisse Vorteile bietet die Disc eben doch, wenn man nicht das hier und jetzt, sondern auch mal „was bringt Sie mir zukünftig“ betrachtet.

avis
16.08.2018, 13:52
Klar bei entsprechender Nutzung kann das ein Vorteil sein, unbestritten.
Ich wage nur eben zu bezweifeln, dass dies für die bei weitem überwiegende Zahl der Hobbyfahrer Relevanz besitzt, so ähnlich wie hinsichtlich der ständigen Passabfahrten im strömenden Regen unter Zeitdruck ;)

Eclipse
16.08.2018, 13:53
Das einzige, was Verschleißt sind die Bremsbeläge.

Bei jeder Bremse verschleißen immer Bremsbelag und Bremskörper (Scheibe, Felge...).
Das Verhältnis der Abnutzung hängt von der Härte/Abriebfestigkeit der Beläge ab. Bei sehr harten Belägen verschleißt der Bremskörper stärker, als bei weichen Belägen.

Eine Scheibe ist allerdings wesentlich einfacher/kostengünstiger zu wechseln, als eine Bremsflanke.

Matt_8
16.08.2018, 14:12
Als bekennender Schönwetterfahrer, der seine 6-7000km auf 3 Räder verteilt, ist der Felgenverschleiß für mich völlig irrelevant. Wenn nach vielen, vielen Jahren eine Felge fällig wäre, habe ich eh Bock auf neue Laufräder.

Mifri
16.08.2018, 15:38
Als bekennender Schönwetterfahrer, der seine 6-7000km auf 3 Räder verteilt, ist der Felgenverschleiß für mich völlig irrelevant. Wenn nach vielen, vielen Jahren eine Felge fällig wäre, habe ich eh Bock auf neue Laufräder.

Und genauso sollte differenziert werden, nur gelingt es hier offensichtlich nicht Jedem.

avis
16.08.2018, 15:59
Falls du mich meintest, ich habe genau das getan.
Siehe #4746, erster Satz.
Das kann eine Rolle spielen.

Beaver
16.08.2018, 21:16
Hatten nicht noch gerade über ABS gewitzelt?

https://youtu.be/eH5oUxGbHY0?t=367

:Applaus:

KeinerEiner
16.08.2018, 21:23
Hatten nicht noch gerade über ABS gewitzelt?

https://youtu.be/eH5oUxGbHY0?t=367

:Applaus:

Bremst du mit der Brust?

:D ABS = Automatischer Bewegungs-Sensor

Herr Sondermann
16.08.2018, 21:30
Ich könnte fast wetten, dass ein elektronisches ABS die nächste große Marketingsau auf dem Radmarkt ist, die durch´s Dorf getrieben wird. Hält wer dagegen? :ä

KeinerEiner
16.08.2018, 21:32
Bei den e-Bikes ganz sicher. Wenn's das da nicht schon gibt ...

Herr Sondermann
16.08.2018, 21:36
Bei den e-Bikes ganz sicher. Wenn's das da nicht schon gibt ...
ich glaube fast, ja. :ü

Aber mal sehen, wann es für alle DAS must have wird, ohne man sich nicht mehr auf die Straße trauen darf. :D*









*P.S.: Und NEIN! Das war jetzt wirklich nicht auf Disc contra FB gemünzt, auch wenn mir das bestimmt mal wieder keiner glaubt... :Angel:

a x e l
16.08.2018, 21:40
ich glaube fast, ja. :ü

Aber mal sehen, wann es für alle DAS must have wird, ohne man sich nicht mehr auf die Straße trauen darf. :D*


Du musst nicht mehr glauben, du darfst schon fürchten..

https://www.bosch-ebike.com/de/produkte/abs/

Herr Sondermann
16.08.2018, 22:06
Du musst nicht mehr glauben, du darfst schon fürchten..

https://www.bosch-ebike.com/de/produkte/abs/

Für viele Ebiker vielleicht sogar ein nützliches Ding, aber ich fürchte, dass man auch uns alle bald damit beglücken will.

a x e l
16.08.2018, 22:11
Für viele Ebiker vielleicht sogar ein nützliches Ding, aber ich fürchte, dass man auch uns alle bald damit beglücken will.

656596

Herr Sondermann
16.08.2018, 22:13
656596

:D Wo du recht hast...

ChristophBM
21.08.2018, 08:28
Klar bei entsprechender Nutzung kann das ein Vorteil sein, unbestritten.
Ich wage nur eben zu bezweifeln, dass dies für die bei weitem überwiegende Zahl der Hobbyfahrer Relevanz besitzt, so ähnlich wie hinsichtlich der ständigen Passabfahrten im strömenden Regen unter Zeitdruck ;)

Klar, das mag schon sein; in der EINEN Situation, in welcher mir die bessere Bremse dann den A**** rettet, ist sie mir dann doch lieber . . . das ist so wie mit dem Fallschirm . . . der auch eher selten benötigt wird, aber doch von jedem Kunstflug-Piloten getragen wird . . .

ashgliauf
21.08.2018, 09:13
Klar, das mag schon sein; in der EINEN Situation, in welcher mir die bessere Bremse dann den A**** rettet, ist sie mir dann doch lieber . . . das ist so wie mit dem Fallschirm . . . der auch eher selten benötigt wird, aber doch von jedem Kunstflug-Piloten getragen wird . . .

Ich möchte folgende Einigung vorschlagen:


Bevor ich den Nutzen von Neuerungen durch Vergleich darlegen möchte, prüfe ich, ob der Vergleich zum Fahrradfahren angemessen ist selbständig.

Kunstfliegen und Fahrradfahren – müssen wir darüber reden?

Skadieh
21.08.2018, 09:15
Klar, das mag schon sein; in der EINEN Situation, in welcher mir die bessere Bremse dann den A**** rettet, ist sie mir dann doch lieber . . . das ist so wie mit dem Fallschirm . . . der auch eher selten benötigt wird, aber doch von jedem Kunstflug-Piloten getragen wird . . .

... aber von keinem Reisenden. Was die übergroße Mehrheit ausmacht. Wie beim RR.

ChristophBM
21.08.2018, 09:32
. . . es geht doch nicht um den inhaltlichen Vergleich des Radfahrens-Kunstfliegens . . . es geht bei dem Vergleich Bremse-Fallschirm um den Vergleich der Situation der Lebensgefahr . . . und darum, daß diese Situation zwar vergleichsweise sehr selten vorkommen mag, aber der Schutz davor mir doch wünschenswert erscheint.

Im realen Radfahrerleben habe ich mir schon mehr als einmal [zumal in den Alpen, aber nicht nur dort] eine bessere als die vorhandene Bremse gewünscht; besonders auch in jenen Momenten da mir die Lust aufs abwärtsrasen nur dadurch "vergällt" wurde, daß ich um die begrenzte Leistung meiner Bremsen wußte und ich nicht jede [wenn vorhanden] Auslaufzone auszufahren gedachte . . . ist aber auch schon passiert.

Cleat Commander
21.08.2018, 10:31
Jetzt ist der Unterschied Scheiben- zu Felgenbremse schon wie mit und ohne Fallschirm abstürzen. Meine Fresse...

Abstrampler
21.08.2018, 10:35
Angst verkauft. Klappt immer.
Wem der Glaube an die "lebensrettende Eigenschaft" eines Produktes in der "einen Situation" erst einmal in den Kopf gepflanzt wurde, der sieht nichts anderes mehr.
Da geht dann auch mal schnell das Gefühl für die Verhältnismäßigkeit verloren.
Deswegen auch die grassierende Warnwestenmanie auf Bahntrassenradwegen.

Na, Doping komplett freigeben wollen, aber bei Disc von lebensrettender Sicherheit schreiben. Da ist die Wahrnehmung von Gesundgeitsgefährdung schon sehr weit verschoben. An der Stelle ist jede weitere Diskussion unsinnig. ;)

Eclipse
21.08.2018, 10:36
Das Resultat ist eventuell identisch.

Etwas später zum Stehen kommen kann den Tod bedeuten. Ich verstehe nicht, wie man den Vorteil des kürzeren Bremswegs ignorieren kann.

Abstrampler
21.08.2018, 10:41
Er wird nicht ignoriert.
Er wird nur am Rennrad realistisch betrachtet.
Da die allermeisten mit RR auf trockener Straße unterwegs sind, ist er beinahe irrelevant.
Von den Vorteilen am Schlechtwetterrad, CX etc. ist ohnehin jeder überzeugt.

marvin
21.08.2018, 10:46
...Etwas später zum Stehen kommen kann den Tod bedeuten. Ich verstehe nicht, wie man den Vorteil des kürzeren Bremswegs ignorieren kann.
Wer zu spät zum Stehen kommt, der hat nicht etwa die "falsche" Bremse am Rad, sondern der hat die Situation und/oder die eigenen Fähigkeiten schlichtweg falsch eingeschätzt.


Kenn ich. Ist mir auch schon desöfteren passiert.
Aber ich würde nie auf die Idee kommen, meine Bremse dafür verantwortlich zu machen.

Eclipse
21.08.2018, 10:58
Wer zu spät zum Stehen kommt, der hat nicht etwa die "falsche" Bremse am Rad, sondern der hat die Situation und/oder die eigenen Fähigkeiten schlichtweg falsch eingeschätzt.

Das ist nicht generell gültig.
Es gibt unvorhergesehene Situationen, in denen man eine Vollbremsung machen muss.
Zum Beispiel, wenn ein Auto von der Seite kommt und einem die Vorfahrt nimmt.

Ich bin dann froh, wenn ich 10 cm vor dem Auto stehe.
Wenn man erst im Fahrweg vom Auto steht und das Auto schnell genug ist, kanns über ausgehen.

Ich habe noch was zu dem Thema gelesen:

https://www.rennrad-news.de/forum/threads/china-rahmen.152244/page-5#post-4346304

"Es spricht wirklich nix gegen Scheibenbremsen! Die Contra Argumente gegen die Scheibenbremsen kommen immer von den Leuten die noch die alten Rahmen haben/fahren etc. die noch keine IS2000, PostMount oder FlatMount Aufnahme haben und die nun irgendwelche Argumente gegen die Scheibenbremse an den Haaren herbeiziehen und irgendwie Ihre alten Rahmen noch zu rechtfertigen etc."

Abstrampler
21.08.2018, 11:00
Ach, die Leier wieder... :rolleyes:

Eclipse
21.08.2018, 11:02
Wenns so egal ist, dann kann man die Bremsen auch ganz abschrauben und mit den Füßen bremsen. Der Bremsweg wird etwas länger.
Geht aber auch. Man muss nur die Situation und die eigenen Fähigkeiten richtig einschätzen. :D

ChristophBM
21.08.2018, 11:09
Angst verkauft. Klappt immer.
Wem der Glaube an die "lebensrettende Eigenschaft" eines Produktes in der "einen Situation" erst einmal in den Kopf gepflanzt wurde, der sieht nichts anderes mehr.


Das mag sein. Mir ist bisher ein solcher Glaube nicht in den Kopf gepflanzt worden.

Ich fahre allerdings seit ca 54 Jahren mit Fahrrädern.

Mein Fuhrpark besitzt Bremstechnik aller Art - und dabei jeweils hohe Qualität - aus den Jahren [ca] 1950-2015 . . . und ich nutze sämtliche Räder auch heute noch. Und wenn ich heute etwa eine ScheibenBremse erhalten könnte, die in Punkto Leistungsfähigkeit meine bisher beste vorhandene Bremse entscheidend übertrifft, na ja, warum sollte ich das ignorieren?

Ich kenne die unterschiedlichen Leistungen meiner Bremsen und kann damit umgehen. Und ich kenne die enormen Fortschritte besonders in den letzten ca 25 Jahren.

Und ich würde mich darüber freuen eine Bremse zu besitzen, die im entscheidenden Moment mir tatsächlich den A***** retten könnte, weil sie noch besser bremst als sämtliche mir schon bekannten Bremsen.

Abstrampler
21.08.2018, 11:19
Ich kann das nachvollziehen.
Wichtig ist aber zu verstehen, dass es genug Menschen gibt, deren Anspruch an ein Rennrad ein anderer ist.
Und für die bietet eine Disc eben keinen Vorteil oder hat sogar Nachteile.
Eigentlich ganz einfach. ;)