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Eclipse
21.08.2018, 11:24
Sind das besonders risikobereite oder lebensmüde Leute?

Was ist denn deren Anspruch? Möglichst germütlich bremsen?

Cleat Commander
21.08.2018, 11:29
Sind das besonders risikobereite oder lebensmüde Leute?

Was ist denn deren Anspruch? Möglichst germütlich bremsen?

Einfach nochmal folgende wissenschaftliche Abhandlung lesen:


Ich glaub, ich hab den Kern der ganzen Diskussion jetzt allmählich erfasst:

Es gibt Menschen, die gerne fahren und es gibt (eine relativ neue Gattung) Menschen, die gerne bremsen !

Wie es sich dereinst begab, dass es zu dieser folgenschweren Spaltung der Menschheit gekommen ist, soll uns die folgende Fabel verdeutlichen:


Die Menschen, die gerne fahren, nutzten dafür seit vielen Generationen sogenannte Rennräder.
Sie waren seit jeher sehr zufrieden damit. Sie optimierten ständig ihren Körper und ihr Rad, um noch schneller fahren zu können. Da das aber alles sehr viel Zeit und Einsatz erfordert, gab es immer nur ganz wenige von diesen Menschen. Zuverlässig erkennen kann man sie an ihrem drahtigen Erscheinungsbild.


Und dann gab es da noch eine andere Sorte Menschen
Und das waren viel mehr.
Denen hatten es diese drahtigen Kerle auf ihren eleganten Rädern unheimlich angetan.
Also beschlossen sie, es ihnen gleichtun zu wollen.

Doch ach!
Leider stellten diese Menschen nach dem Erwerb eines solchen eleganten Rennrades schnell fest, dass das alles viel schwieriger war, als es bei den drahtigen Kerlen aussah.
Und nachdem ihnen das zur Erreichung der "Drahtigen-Kerle-Fähigkeiten" eigentlich übliche jahrelange Training als ein allzu steiniger Weg erschien, haben sie ihre Aufmerksamkeit auf Felder gelenkt, die einen schnelleren Erfolg versprachen:
Wenn sie schon nicht so schnell fahren konnten wie die drahtigen Kerle, wollten sie wenigstens schneller bremsen können.

Und so waren also die Menschen entstanden, die gerne bremsen.

Nun begab es sich, dass der sagenhafte Markt diese Menschen erhörte, denn es waren wirklich sagenhaft viele.
Flux erfand er neue Gattungen von Fahrrädern, um diese Menschen zufrieden zu stellen.
Er machte die Steuerrohre lang, damit diese Menschen den schweren Kopf nicht so weit senken mussten und ihnen die Knie nicht immer an den (nicht so drahtigen) Bauch schlugen.
Er montierte breite Reifen, denn die Hintern dieser Menschen waren keine Härte gewohnt.
Und natürlich montierte er Scheibenbremsen, denn diese Menschen wollten ja schneller bremsen können als die drahtigen Kerle.
Der Markt dachte sich allerlei fantastische Namen für diese Räder aus. Er nannte sie Endurance-, Marathon- und Gravelräder.

Doch all diese Räder vermochten es nicht, die Menschen die gerne bremsen zufrieden zu stellen. Die drahtigen Kerle verspotteten sie ob ihrer aufrechten Sitzposition, ihrer breiten Reifen und ihrer garnicht drahtigen Körper.
Das gefiel den Menschen, die gerne bremsen, garnicht und sie beschlossen, dass ihre Räder sportlicher aussehen müssten.

Abermals erhörte der sagenhafte Markt die vielen Menschen und versprach ihnen Rennräder mit Scheibenbremsen, die endlich so aussehen sollten wie die Rennräder der drahtigen Kerle.


Das aber erzürnte die drahtigen Kerle, denn sie hatten Angst, dass es bald nur noch Räder für die Menschen, die gerne bremsen, geben würde. Sie wollten aber ihre leichten und eleganten Räder behalten.

Und so begab es sich, dass sich die Menschen, die gerne bremsen in einem Internetforum einer grossen Fachzeitschrift über viele hundert Seiten erbitterte Wortgefechte mit den drahtigen Kerlen lieferten.

Und wenn sie nicht gestorben sind, streiten sie sich noch heute. :ü


Dabei wäre doch alles so einfach:
Menschen, die gerne bremsen können Endurance-, Marathon- und Gravel-Bikes fahren.
Drahtige Kerle dürfen weiter Rennräder fahren.

Die Menschen, die gerne bremsen müssten nur akzeptieren, dass sie keine drahtigen Kerle sind.

Obwohl... wenn sie dereinst ganz viele Jahre Gravel-Bike gefahren sind, sind sie vielleicht irgendwann drahtig genug, um Rennräder fahren zu können.
:Angel:

Abstrampler
21.08.2018, 11:30
Ja. Alles welche, die nicht schneller als 20 km/h fahren können. Mit alten Stahlrahmen und keinem Geld für aktuelle Technik.

ChristophBM
21.08.2018, 11:34
Wichtig ist aber zu verstehen, dass es genug Menschen gibt, deren Anspruch an ein Rennrad ein anderer ist.

Das verstehe ich schon.

In dieser Diskussion geht es doch um die Vor/Nachteile der Scheibenbremse und nicht um die [zu respektierende] Meinung, ob man eventuelle Vorteile einer Scheibenbremse geboten kommen möchte, bzw. von den Herstellern erwartet, daß eine "neue" Bremse auch insgesamt deutliche Vorteile gegenüber der Felgenbremse bietet.

Ich fände es absurd, wenn irgendwann gesagt würde, daß es keine Verbesserungen an den Bremsen mehr geben wird weil die Ansprüche an eine Bremse nicht mehr von allen steigen. Das ist für mich grundsätzlich keine Frage die an der Mehrheit gemessen werden sollte.

Als ich irgendwann in den 70ern eine Campa gegen meine MAFAC tauschen konnte [weil ich das Geld dafür zusammengespart hatte] war ich froh, daß ich nun eine bessere Bremse hatte. Und die Campa-Bremse gab es, obwohl sicher nur eine wesentlich geringere Zahl an Nutzern diese Bremse gekauft hat als auch weiterhin MAFAC verkauft wurde.

Und solche "Marktnischen" wünsche ich mir auch heute, also die Mögichkeit eine bessere Bremse zu erhalten trotzdem womöglich eine Marktanalyse ergeben würde, daß vielleicht nur 1% sowas auch haben wollen.

Eclipse
21.08.2018, 11:34
@ CC: :D

Für mich gehört das Bremsen zum Rennrad fahren dazu. Genauso, wie alles andere. Und wenn es irgendwo Verbeserungspotential gibt, dann nehme ich das gerne mit.

Auf gute Bremsen stehe ich sowieso.

ChristophBM
21.08.2018, 11:40
Ja. Alles welche, die nicht schneller als 20 km/h fahren können. Mit alten Stahlrahmen und keinem Geld für aktuelle Technik.


Och nee, kürzlich noch bin ich mit ca 70-80 km/h einem verfolgenden LKW auf einer kurvenreichen Abfahrt auf dem Sturmey-Archer bewehrten Tourenrad + 15kg Gepäck davongefahren . . . trotz der Bremsen . . . immer sehr weit vorausschauend . . . alldieweil ich die Schwächen [und Stärken] dieser Bremsen sehr gut kenne . . . Optimismus hat mich schon immer begleitet . . . und von außen betrachtet mutet das womöglich wie Leichtsinn an . . . was es mit diesen Bremsen auf unübersichtichem "Geläuf" auch sicher wäre . . . ;-)

Skadieh
21.08.2018, 11:41
Im realen Radfahrerleben habe ich mir schon mehr als einmal [zumal in den Alpen, aber nicht nur dort] eine bessere als die vorhandene Bremse gewünscht; besonders auch in jenen Momenten da mir die Lust aufs abwärtsrasen nur dadurch "vergällt" wurde, daß ich um die begrenzte Leistung meiner Bremsen wußte und ich nicht jede [wenn vorhanden] Auslaufzone auszufahren gedachte . . . ist aber auch schon passiert.

Im realen Radfahrerleben wünsche ich mir bei jedem einzelnen Anstieg Material, welches mich schneller hochbringt. Dementsprechend habe ich schon sehr viel Geld für leichtere Komponenten ausgegeben.


Angst verkauft. Klappt immer.
Wem der Glaube an die "lebensrettende Eigenschaft" eines Produktes in der "einen Situation" erst einmal in den Kopf gepflanzt wurde, der sieht nichts anderes mehr.
Da geht dann auch mal schnell das Gefühl für die Verhältnismäßigkeit verloren.
Deswegen auch die grassierende Warnwestenmanie auf Bahntrassenradwegen.

Na, Doping komplett freigeben wollen, aber bei Disc von lebensrettender Sicherheit schreiben. Da ist die Wahrnehmung von Gesundgeitsgefährdung schon sehr weit verschoben. An der Stelle ist jede weitere Diskussion unsinnig. ;)
+1

Mobi
21.08.2018, 11:46
Möglichst germütlich bremsen?

Naja von gemütlich Bremsen sind heute alle Top-Bremsen weit entfernt. In den Bergen wünsche ich mir von meiner Campe-Chorus Bremse mit den neuen Gummis sogar etwas weniger Giftigkeit.

3RAUM
21.08.2018, 11:48
Nun bringe ich mal einen anderen Aspekt:

Ich finde die Disc am Rennrrad sieht auch noch gut aus. Schöne Scheibe sauberer Sattel ggf. noch ein bißchen Farbe...

Eine Yamaha R1 ohne die fette Bremsanlage sieht auch Sch... aus. Oder Porsche GT3 ohne fette rote Sättel.
Wer eine dicke Bremsanlage braucht, der muß ja auch schnell sein!
Gilt vielleicht in ein paar Jahren auch am Rennrad. Am MTB hats sich das ja schon durchgesetzt (lieber 4 Kolben und doch die 200er Scheibe)

Eclipse
21.08.2018, 11:49
Naja von gemütlich Bremsen sind heute alle Top-Bremsen weit entfernt. In den Bergen wünsche ich mir von meiner Campe-Chorus Bremse mit den neuen Gummis sogar etwas weniger Giftigkeit.

Real fährt ja auch niemand Rennrad, weil er so gerne bremst.

Skadieh
21.08.2018, 11:50
Wer eine dicke Bremsanlage braucht, der muß ja auch schnell sein!


Radrennfahrer hassen bremsen. Gibt wohl Radfahrer, die gerne bremsen.

Eclipse
21.08.2018, 11:52
Radrennfahrer hassen bremsen. Gibt wohl Radfahrer, die gerne bremsen.

Das ist dann ein Grund für die Disc: man muss (zeitlich gesehen) weniger bremsen.

LINN
21.08.2018, 11:53
Sind das besonders risikobereite oder lebensmüde Leute?

Gestern ist mir auf dem Heimweg so ein Null-Risiko-Scheibenbremser abfahrend entgegengekommen. Ich war bergauf ungefähr so schnell wie er bergab, auf guter Strasse und übersichtlicher Strecke.:D

Was auch immer man sich denkt oder entscheidet: Etwa 99 % der gesamten Brems- und Sicherheitsthematik besteht aus den Fähigkeiten des Radfahrers. ;)

ashgliauf
21.08.2018, 11:53
Manche Poster scheinen nicht zu begreifen, dass es nicht um sie geht, sondern um die Scheibenbremse. Warum muss jeder Versuch einer Diskussion um die Sache eigentlich immer in diesem hilflosen Subjektivismus enden?

Der Pfaden hat doch nicht den Titel: wer hat die meißten Bremssysteme zu Hause.

Konsenz besteht mit großer Sicherheit dahingehend, dass in den letzten 20 Jahren große Fortschritte bei der Rennradbremstechnik erreicht worden sind. Aber das ist hier nie die Frage gewesen. Diese war lediglich: reiht sich die Disc Bremse in diesen Fortschritt ein, oder nicht, und warum?

LINN
21.08.2018, 11:56
... besteht mit großer Sicherheit dahingehend, dass in den letzten 20 Jahren große Fortschritte bei der Rennradbremstechnik erreicht worden sind.[/I]

Kleine Fortschritte passt besser.

ChristophBM
21.08.2018, 11:59
Im realen Radfahrerleben wünsche ich mir bei jedem einzelnen Anstieg Material, welches mich schneller hochbringt. Dementsprechend habe ich schon sehr viel Geld für leichtere Komponenten ausgegeben.

Ich wünsche mir bei jedem Anstieg bessere Kondition und weniger überflüssiges Körpergewicht, auch weil ich daran selbst Verbesserungen bewirken kann, die Leichtgewichtigkeit des Material ist mir da nicht jede von mir zu leistende Geldsumme wert.

Für die Abfahrt - und andere Situationen in welchen ich schnell und sicher, womöglich auch unvorhersehbar spontan, verzögern können will/muß - wünsche ich mir die jeweils beste Bremse, weil ich da selbst nicht soviel verbessern kann, außer durch [Sic!] Abbau überflüssigen Körpergewichts [und in Relation zum "Systemgewicht" eng begrenzt auch Gewicht des Materials], und das ist mir mehr Geld wert.

Skadieh
21.08.2018, 12:03
Das ist dann ein Grund für die Disc: man muss (zeitlich gesehen) weniger bremsen.
Nö, Rennen werden nicht über die Bremse entschieden. Entgegen Eurem Whataboutism.


Kleine Fortschritte passt besser.
+1
Wüsste nicht, dass 1998 Steinzeit gewesen sei.

Pedalierer
21.08.2018, 12:07
bergab bringen immer potentere Bremsen aber kaum Mehrwert wenn man mit jeder heute gängigen RR-Bremse an die Haftgrenze der Reifen kommen kann.

Da mag sich der eine sagen „gut dann hau ich mir auf dem Disc-Rad einen 35er Reifen mit Profil ran“, der andere aber sagt sich „ich will ein leichtes agiles „Rennrad“ und keinen Traktor“.

Eclipse
21.08.2018, 12:17
Radrennfahrer hassen bremsen. Gibt wohl Radfahrer, die gerne bremsen.


Das ist dann ein Grund für die Disc: man muss (zeitlich gesehen) weniger bremsen.


Nö, Rennen werden nicht über die Bremse entschieden. Entgegen Eurem Whataboutism.

Ich habe nichts darüber geschrieben, wie Rennen gewonnen werden, sondern darauf geantwortet, dass Radrennfahrer bremsen hassen.
Mit der Disc müssen sie das nicht mehr so lange.

Ob man damit ein Rennen gewinnt, sei dahingestellt. Bei zwei identischen Systemen, die sich nur durch die Bremsleistung unterscheiden, gewinnt das mit der besseren Bremsleistung (wenn mindestens einmal gebremst werden muss).
Das ist Unterstufenphysik.

LINN
21.08.2018, 12:28
Das ist Unterstufenphysik.

Pffff. Kam bei mir gar nicht vor in der Schule. :Applaus:

Alles Bla Bla. Bei jedem einzelnen Strassen-Radrennen, egal ob in der untersten oder obersten Klasse, kann man sehen, dass es nicht auf die eingesetzte Bremse ankommt, sondern auf die Sportler.
Die Relevanz der Bremse ist einfach fast Null.

ChristophBM
21.08.2018, 12:36
Bei zwei identischen Systemen, die sich nur durch die Bremsleistung unterscheiden, gewinnt das mit der besseren Bremsleistung (wenn mindestens einmal gebremst werden muss).



Hatten wir schon. Bleibt trotzdem richtig.

Und ich setze noch einen drauf:
Es wird im Alltag immer auch jene Situation geben, die dafür sorgt, daß ich mit der besseren Bremse garnicht erst bremse, mit der schlechteren Bremse aber sehr wohl.

Wie das?

Ganz einfach: wenn ich eine Abfahrts-Strecke, die wg. starkem Gefälle ein hohes Tempo ermöglicht, nicht bestens kenne neige ich dazu mit einer "schlechten" Bremse die entsprechenden Verzögerungsreserven immer so einzukalkulieren, daß ich vor der nächsten [nicht komplett einsehbaren] Kurve genügend Tempo rausnehmen kann, respektive hinter der nächsten Kurve auch rechtzeitig stoppen kann.

Im Wissen um die bessere Bremse - falls ich sie habe - kann ich auch in solchen Situatiuonen viel länger Tempo "stehenlassen", und oft genug muß ich dann garnicht bremsen, etwa, weil mein erforderlicher Bremspunkt so spät liegt, daß ich von dort schon die Kurve komplett einsehen kann, und bemerke, daß ich ohne jegliche Verzögerung heil durchkomme.

Eclipse
21.08.2018, 12:39
Wenn du keine Physik hattest, kannst du es einfach praktisch testen.

Such dir einen Rundkurs, auf dem du bremsen musst, fahr eine Runde und stoppe die Zeit.
Nimm danach etwas Spannung aus dem Bremszug, fahr nochmal und stoppe die Zeit.
Nimm wieder etwas Spannung aus dem Bremszug, fahr nochmal und stoppe die Zeit.
...
Schraub den Bremszug ganz ab, fahr nochmal und stoppe die Zeit.

Ich behaupte, dass du mit abnehmender Bremsleistung immer früher anfangen musst, zu bremsen.
Weiter wird deine Höchstgeschwindigkeit mit abnehmender Bremsleistung immer geringer.
Außerdem werden deine Rundenzeiten mit abnehmender Bremsleistung immer langsamer.

LINN
21.08.2018, 12:41
Wenn du keine Physik hattest, kannst du es einfach praktisch testen.

Du wirst wohl mich meinen. Ich glaube nicht, dass Du einem studierten Naturwissenschaftler ein Testszenario vorschlagen musst.
Lass einfach gut sein.

Pedalierer
21.08.2018, 12:43
Hatten wir schon. Bleibt trotzdem richtig.

Es wird im Alltag immer auch jene Situation geben, die dafür sorgt, daß ich mit der besseren Bremse garnicht erst bremse, mit der schlechteren Bremse aber sehr wohl.



Und wo gibt es die schlechten Bremsen heute noch? An Deinen 30 Jahre alten Rädern vielleicht? Ich kenne keine Dual-Pivot Bremse der letzten 15 Jahre die schlecht wäre. Die meisten Kombis bremsen sogar schwere Fahrer an steilen Rampen problemlos runter.

Cleat Commander
21.08.2018, 12:45
Hatten wir schon. Bleibt trotzdem richtig.

Und ich setze noch einen drauf:
Es wird im Alltag immer auch jene Situation geben, die dafür sorgt, daß ich mit der besseren Bremse garnicht erst bremse, mit der schlechteren Bremse aber sehr wohl.

Wie das?

Ganz einfach: wenn ich eine Abfahrts-Strecke, die wg. starkem Gefälle ein hohes Tempo ermöglicht, nicht bestens kenne neige ich dazu mit einer "schlechten" Bremse die entsprechenden Verzögerungsreserven immer so einzukalkulieren, daß ich vor der nächsten [nicht komplett einsehbaren] Kurve genügend Tempo rausnehmen kann, respektive hinter der nächsten Kurve auch rechtzeitig stoppen kann.

Im Wissen um die bessere Bremse - falls ich sie habe - kann ich auch in solchen Situatiuonen viel länger Tempo "stehenlassen", und oft genug muß ich dann garnicht bremsen, etwa, weil mein erforderlicher Bremspunkt so spät liegt, daß ich von dort schon die Kurve komplett einsehen kann, und bemerke, daß ich ohne jegliche Verzögerung heil durchkomme.

Einspruch, Euer Ehren! Reine Spekulation.

Eclipse
21.08.2018, 12:48
Du wirst wohl mich meinen. Ich glaube nicht, dass Du einem studierten Naturwissenschaftler ein Testszenario vorschlagen musst.
Lass einfach gut sein.

Warum hast du denn solche Verständnisprobleme mit den Bremsen, wenn du studierter Naturwissenschaftler bist?


Und wo gibt es die schlechten Bremsen heute noch?

In seinem Beispiel kann der Unterschied zwischen bremsen und nicht bremsen schon bei 1% unterschiedlicher Bremsleistung sein. Der Unterschied muss nicht immens hoch sein.

ChristophBM
21.08.2018, 12:52
Einspruch, Euer Ehren! Reine Spekulation.

Alles schon selbst erlebt.

LINN
21.08.2018, 13:04
Warum hast du denn solche Verständnisprobleme mit den Bremsen, wenn du studierter Naturwissenschaftler bist?

Es gibt keine Verständnisprobleme mit Bremsen, vermutlich bei überhaupt niemandem. Wer als 4-jähriger Radfahren lernt, hat auch das mit den Bremsen verstanden.
Und Bremsen waren seit Jahrzehnten nie ein Problem am Fahrrad, die waren einfach da und haben funktioniert, auf die eine oder andere Art :D

Es ist halt ein kulturelles Problem der Moderne:

1) Man definiert ein Problem, das an sich gar nicht existiert oder längst auf einfache Art gelöst ist (hier: Die Rennradbremsen seien nicht modern genug/zeitgemäß/gut genug/...).

2) Man muss diese These in die Köpfe einer möglichst breiten Masse verpflanzen. Hilfreich sind dabei die modernen Medien, also Zeitschriften, soziale Netzwerk-Verblödung, Meinungsmacher.

3) Weil man ja die angebliche Lösung für das neue Problem parat hat (hier: Scheibenkleister), kann man gute Geschäfte damit machen.

Hintergrund, weshalb das ganze Spiel funktioniert: Wir modernen Menschen hätten gerne für alles eine einfache Lösung, die kaufbar sein soll. Für doofes Geld bekommt man also Scheibenbremsen und das gute Gefühl, alles (kaufbare) für die angebliche Sicherheit getan zu haben.
Statt eigenen Aufwand zu erbringen (hier: erstmal optimal fahren und bremsen lernen und trotzdem ausreichend vorsichtig sein), wird einem also die nächste Technik als Heilsbringer verkauft.

knartzt
21.08.2018, 13:29
Lass mich raten, dein alltägliches Fortbewegungsmittel ist ein Pferd.

😉

Cleat Commander
21.08.2018, 13:39
Alles schon selbst erlebt.

Eben. Einspruch stattgegeben wegen Befangenheit!

ChristophBM
21.08.2018, 13:47
Einspruch, Euer Ehren! Reine Spekulation.


Alles schon selbst erlebt.


Eben. Einspruch stattgegeben wegen Befangenheit!


Alles schon bei anderen beobachtet.

Außerdem kenne ich Einen der Einen kennt . . . .

Kurt_K.O._Bein
21.08.2018, 13:53
Ich hab nochmal ne Frage zum Mehrgewicht der Disc am Rennrad.
Laufradsätze bekommt man mittlerweile mit fast identischem Gewicht aufgebaut wie bei der Felgenbremse und der Unterschied im Rahmenset liegt meist bei unter 100g.
Wo steckt denn dann das meiste Mehrgewicht drin? In der Bremsanlage sicherlich, oder? Bei SRam Etap habe ich irgendwas von 260g gelesen, bei der Dura Ace Di2 bin ich nicht schlau geworden.

Vielleicht kann ja hier nochmal jemand was sachliches dazu posten. Thx

Eclipse
21.08.2018, 13:57
Es gibt keine Verständnisprobleme mit Bremsen, vermutlich bei überhaupt niemandem.

Super! Dann hast du ja auch verstanden, dass man mit besseren Bremsen schneller ans Ziel kommt!


1) Man definiert ein Problem, das an sich gar nicht existiert oder längst auf einfache Art gelöst ist (hier: Die Rennradbremsen seien nicht modern genug/zeitgemäß/gut genug/...).

Man hat gar kein Problem definiert, sondern sich einfach überlegener Technik bedient und die ans Rennrad gebaut.

Cleat Commander
21.08.2018, 14:07
Super! Dann hast du ja auch verstanden, dass man mit besseren Bremsen schneller ans Ziel kommt!


Dachte Bremsen machen langsamer, nicht schneller :D
Bessere Bremsen machen dann noch langsamer :eek:

a x e l
21.08.2018, 14:18
Ich bin gerade im Urlaub und habe heute Morgen den Kandel vom Glottertal aus zwischen die Räder genommen.
Ich freue mich normalerweise auf das Bergabfahren aber der Straßenzustand auf den oberen 600 hm Richtung Waldkirch
war beschissen. Hat keinen Spaß gemacht aber Erkenntnisse gebracht.

Zur Erinnerung: Alter" kabeliger" Mann, Systemgewicht ca 120 kg
160er Scheiben, Resinbeläge

Ein vergnügtes Bergabfahren war für mich nicht machbar, weil ich nie wusste, wie der Belag am Bremspunkt sein würde bzw in der Kurve. Also das Tempo immer < 50 km/h und in den Kurven <40 km/h, Kehren noch langsamer.
Immer abwechselnd gebremst, nach ca. 300 hm fingen beide Discs an zu kreischen. Bremswirkung war immer da, die
Handkräfte stiegen aber deutlich an. In der Mitte des Hügels hat sich der Radmagnet gelockert und ich hatte keinen Speed mehr in der Anzeige. Im unteren Drittel wurde der Strassenbelag besser und ich konnte dort auch gut fahren, musste aber ein Auto überholen, was vor mir rumschlich. Ich wollte nicht Dauerbremsen/Schleifen lassen.

Unten angekommen habe ich dann erst mal den Radmagnet neu fixiert. Beide Scheiben hatten blaue Anlassfarben.
Kein Schleifen, kein Verziehen. Im Flachen, mit den nächsten Bremsungen, verschwand das Kreischen und am Hotel waren die Scheiben wieder blank, wo der Belag greift. Daneben an den Stegen habe ich eine bleibende Verfärbung.

Alu hat sich keins raus gedrückt. Alles weiter funktionstüchtig. Das war mein persönlicher Bremsentest. Ich weiß nicht, wie es mit den Felgenbremsen gelaufen wäre.

B115
21.08.2018, 14:27
Ich bin gerade im Urlaub und habe heute Morgen den Kandel vom Glottertal aus zwischen die Räder genommen.
Ich freue mich normalerweise auf das Bergabfahren aber der Straßenzustand auf den oberen 600 hm Richtung Waldkirch
war beschissen. Hat keinen Spaß gemacht aber Erkenntnisse gebracht.

Zur Erinnerung: Alter" kabeliger" Mann, Systemgewicht ca 120 kg
160er Scheiben, Resinbeläge

Ein vergnügtes Bergabfahren war für mich nicht machbar, weil ich nie wusste, wie der Belag am Bremspunkt sein würde bzw in der Kurve. Also das Tempo immer < 50 km/h und in den Kurven <40 km/h, Kehren noch langsamer.
Immer abwechselnd gebremst, nach ca. 300 hm fingen beide Discs an zu kreischen. Bremswirkung war immer da, die
Handkräfte stiegen aber deutlich an. In der Mitte des Hügels hat sich der Radmagnet gelockert und ich hatte keinen Speed mehr in der Anzeige. Im unteren Drittel wurde der Strassenbelag besser und ich konnte dort auch gut fahren, musste aber ein Auto überholen, was vor mir rumschlich. Ich wollte nicht Dauerbremsen/Schleifen lassen.

Unten angekommen habe ich dann erst mal den Radmagnet neu fixiert. Beide Scheiben hatten blaue Anlassfarben.
Kein Schleifen, kein Verziehen. Im Flachen, mit den nächsten Bremsungen, verschwand das Kreischen und am Hotel waren die Scheiben wieder blank, wo der Belag greift. Daneben an den Stegen habe ich eine bleibende Verfärbung.

Alu hat sich keins raus gedrückt. Alles weiter funktionstüchtig. Das war mein persönlicher Bremsentest. Ich weiß nicht, wie es mit den Felgenbremsen gelaufen wäre.

Mangelnde Abfahrtstechnik, Art der Bremse egal.

Skadieh
21.08.2018, 14:52
Kandel - Waldkirch macht wirklich keinen Spaß runter. Eher hoch :)

Skadieh
21.08.2018, 14:57
Laufradsätze bekommt man mittlerweile mit fast identischem Gewicht aufgebaut

Ist das so? Vor 10 Jahren hätte sich Lightweight nie getraut, ihren Schriftzug auf einen 1370g LR-Satz zu setzen. :D

Eclipse
21.08.2018, 15:10
Ist das so? Vor 10 Jahren hätte sich Lightweight nie getraut, ihren Schriftzug auf einen 1370g LR-Satz zu setzen. :D

Heute verkaufen sie dir einen Satz für Felgenbremsen, der sogar 1540 Gramm wiegt:

https://www.bike24.de/1.php?content=8;product=50775;menu=1000,4,123,30;m id%5B401%5D=1;pgc%5B17646%5D=17647;pgc%5B20473%5D= 20476


Hui was sieht die Oberfläche auf den Bildern schlecht aus...

Franzam
21.08.2018, 15:10
Ist das so? Vor 10 Jahren hätte sich Lightweight nie getraut, ihren Schriftzug auf einen 1370g LR-Satz zu setzen. :D

wenn man Leichtbaufreak ist, wird man sich sicher keine Scheibenbremse an den Renner bauen. Aber das UCi-Limit ist mit Scheibe locker machbar.
Abgesehen davon ist es bei den meisten Leuten die draußen mit dem Rennrad rumfahren wurscht, ob sie Disc oder Felgenbremse, oder 1 kg leichteres oder schwereres Rad haben. Sie würden weder merkbar schneller noch langsamer

BOW82
21.08.2018, 15:15
Ich hab nochmal ne Frage zum Mehrgewicht der Disc am Rennrad.
Laufradsätze bekommt man mittlerweile mit fast identischem Gewicht aufgebaut wie bei der Felgenbremse und der Unterschied im Rahmenset liegt meist bei unter 100g.
Wo steckt denn dann das meiste Mehrgewicht drin? In der Bremsanlage sicherlich, oder? Bei SRam Etap habe ich irgendwas von 260g gelesen, bei der Dura Ace Di2 bin ich nicht schlau geworden.

Vielleicht kann ja hier nochmal jemand was sachliches dazu posten. Thx

würd sagen in der Bremsscheibe selbst sieht man am ehesten das Mehrgewicht

BOW82
21.08.2018, 15:17
Heute verkaufen sie dir einen Satz für Felgenbremsen, der sogar 1540 Gramm wiegt:

https://www.bike24.de/1.php?content=8;product=50775;menu=1000,4,123,30;m id%5B401%5D=1;pgc%5B17646%5D=17647;pgc%5B20473%5D= 20476


Hui was sieht die Oberfläche auf den Bildern schlecht aus...

es würd auch keiner auf die Idee kommen an Leichtbau zu denken mit einem 80er Radl, oder???:confused:

Eclipse
21.08.2018, 15:24
es würd auch keiner auf die Idee kommen an Leichtbau zu denken mit einem 80er Radl, oder???:confused:

Es ging nicht um Leichtbau, sondern darum, dass sie sich vor 10 Jahren nicht getraut hätten, LW auf einen 1370g Satz zu pappen.

Pedalierer
21.08.2018, 15:27
Laufradsätze bekommt man mittlerweile mit fast identischem Gewicht aufgebaut wie bei der Felgenbremse

Also ich habe drei Alusätze zwischen 1.3 und 1.4 kg und die sind kein windelweicher Leichtbaukram. Schleiffrei, gut in Kurven, und mit guter Bremsperformance
Teilekosten immer unter 500 € (trotz Messerspeichen)
Bitte zeig uns das mal als Disc-Satz;)

BOW82
21.08.2018, 15:29
Es ging nicht um Leichtbau, sondern darum, dass sie sich vor 10 Jahren nicht getraut hätten, LW auf einen 1370g Satz zu pappen.

dachte das ist ein Disc Fred

Eclipse
21.08.2018, 15:31
dachte das ist ein Disc Fred

Warum schreibt du dann was von Leichtbau mit 80 mm Laufrädern für Felgenbremsen?

LINN
21.08.2018, 15:36
Warum schreibt du dann was von Leichtbau mit 80 mm Laufrädern für Felgenbremsen?

Vermutlich tut er das, weil ein User namens "Eclipse" einen Link zu genau diesem Laufradsatz gebracht hat.
Man, man, man,....

Den Ruhetag im Forum zu verbringen, ist echt mühsam :Applaus:

Eclipse
21.08.2018, 15:38
Vermutlich tut er das, weil ein User namens "Eclipse" einen Link zu genau diesem Laufradsatz gebracht hat.
Man, man, man,....

Ich bin noch neu hier und wusste nicht, dass das hier üblich ist, zu einem Link einfach etwas komplett themenfremdes zu schreiben. Um Leichtbau ging es nämlich null.

LINN
21.08.2018, 15:39
Ich bin noch neu hier und wusste nicht, dass das hier üblich ist, zu einem Link einfach etwas komplett themenfremdes zu schreiben. Um Leichtbau ging es nämlich null.

Es ging doch oben ums Gewicht. Gewicht -> Leichtbau.
Leichter finden die meisten besser, zur Erklärung....

Skadieh
21.08.2018, 15:47
Leichter finden die meisten besser, zur Erklärung....

Nächste Stunde kommt dann, dass Rennen mit Antritten und Watt entschieden werden. :D

Eclipse
21.08.2018, 15:50
Es ging doch oben ums Gewicht. Gewicht -> Leichtbau.
Leichter finden die meisten besser, zur Erklärung....

Achso. Ich habe jemanden zitiert, der gesagt hat, dass sich LW vor 10 Jahren nicht getraut hätte, auf einen 1370g Satz zu pappen.
Meine Aussage ist, dass es jetzt schon 1540g Sätze gibt.

Sekundär gings auch ums Gewicht, klar.
Man hätte auch antworten können, dass es nicht stimmt, dass Tony Martin bei Sky fährt. Es geht ja um Rennräder.

Abstrampler
21.08.2018, 15:58
Nun bringe ich mal einen anderen Aspekt:

Ich finde die Disc am Rennrrad sieht auch noch gut aus. Schöne Scheibe sauberer Sattel ggf. noch ein bißchen Farbe...


Optik ist absolut ein Punkt. Aber vielleicht anders als Du das meinst.
Disc gibt vielen die Möglichkeit, sich billigste Aliexpress-Carbonclincher zu bestellen ohne sich Gedanken um die Qualität machen zu müssen.
Weder Art und Güte der Bremsflanke noch die Einspeichqualität ist so relevant wie bei dem FB-Äquivalent.
Wenn man bislang rundum sorglose Carbonclincher fahren wollte, musste man Enve, Campa und dergleichen teuer beim Händler bezahlen.
Jetzt schickt man per Paypal ein paar Euro an einen x-beliebigen Händler in China und bekommt zwar weiterhin mitunter wenig hochwertige Räder, muss sich aber zumindest keinen Kopp mehr um möglicherweise zweifelhafte Bremsflankengüte machen.
In einer Zeit, in der der Schein oft wichtiger ist als das Sein, und viele glauben, man könne ohne Carbon-Hochprofil gar kein Rennrad mehr fahren, ein nicht zu unterschätzender Punkt. ;)

a x e l
21.08.2018, 16:03
Mangelnde Abfahrtstechnik, Art der Bremse egal.

:Applaus: Ich sehe, du kennst die Strecke und warst dabei....

Eclipse
21.08.2018, 16:07
Disc gibt vielen die Möglichkeit, sich billigste Aliexpress-Carbonclincher zu bestellen ohne sich Gedanken um die Qualität machen zu müssen.

Dann können es sich ja auch die armen Leute leisten. Ist doch schön.

Ich habe die Tage übrigens Post von der GDSK bekommen - wegen der Chinafelgen. Die habe ich natürlich nur in China bestellt, weil die so schön billig sind und nicht etwa aus dem Grund, dass ich die in Deutschland nirgendwo so bekomme, wie ich sie möchte.

Abstrampler
21.08.2018, 16:24
Keine Ahnung, was Du wo und warum bestellt hast. Ging auch nicht um Dich.

Eclipse
21.08.2018, 16:32
Hab ich doch geschrieben.
Wo: China
Warum: weil es die Teile hier nicht gibt

Mit billig und schlechter Qualität hat es nichts zu tun. Wenn du in D kaufst, kommen die Teile ist auch aus China

KochWL
21.08.2018, 16:40
Bei zwei identischen Systemen, die sich nur durch die Bremsleistung unterscheiden, gewinnt das mit der besseren Bremsleistung (wenn mindestens einmal gebremst werden muss).
Das ist Unterstufenphysik.

Es sind halt nur keine identischen Systeme (Gewicht ect.)

ChristophBM
21.08.2018, 17:08
Mangelnde Abfahrtstechnik, Art der Bremse egal.

Na, das ist doch mal ´ne Ferndiagnose die sich gewatschn hat . . . . :rolleyes:

Abstrampler
21.08.2018, 19:15
Hab ich doch geschrieben.
Wo: China
Warum: weil es die Teile hier nicht gibt

Mit billig und schlechter Qualität hat es nichts zu tun. Wenn du in D kaufst, kommen die Teile ist auch aus China

Keine Ahnung, warum Du meinst, Dich rechtfertigen zu müssen und es ist mir auch wurscht, wo Du was aus welchen Gründen kaufst.
Noch mal: in meinem Post geht es nicht um Dich.

ChristophBM
21.08.2018, 19:40
Mal ganz abgesehen vom "Nebenschauplatz miese Chinaware" . . . gibt es ja auch - ist mir letzte Woche noch passiert - die Situation, daß eine Speiche reißt, aus welchen Gründen auch immer. Dann hilft zur Weiterfahrt zwar die Schnellentspannung der FB, aber die Bremse ist natürlich nicht mehr so "prickelnd" . . . da punktet die SB.

Im übrigen finde ich es schon traurig, daß zwar der Obertüftler C. Smolik schon 2005 eine feine Doppelscheibenbremsanlage am Rennrad realisiert hatte, deren anhaltende Wirkung vermutlich allein schon von der Verteilung der thermischen Belastung auf zwei Scheiben sehr profitierte.

Auch wenn es hier ums Rennrad geht: die schnelle Auswechselbarkeit des Vorderrads wird für die wenigsten hier eine annähernd so große Rolle spielen wie für die paar Hundert Profis . . . . insofern wiegt meiner Meinung nach dieser Nachteil der SB - bei einer Doppelscheibe sicher nochmal größer - nicht besonders schwer.

Das Mehrgewicht?

Na ja, wenn sich die Hersteller da richtig Mühe geben wird sich das noch weiter minimieren lassen und ist auch jetzt schon kaum ein sachlich begründbares Totschlagargument . . . aber das muß jeder für sich entscheiden.

http://www.smolik-velotech.de/bilder/hydraulikbremse/gabel_aufnahme.jpg

Bursar
21.08.2018, 19:57
Im übrigen finde ich es schon traurig, daß zwar der Obertüftler C. Smolik schon 2005 eine feine Doppelscheibenbremsanlage am Rennrad realisiert hatte, deren anhaltende Wirkung vermutlich allein schon von der Verteilung der thermischen Belastung auf zwei Scheiben sehr profitierte.

Anscheinend wäre es technisch einfach zu realisieren, hinten eh wie gehabt:
http://www.smolik-velotech.de/bilder/hydraulikbremse/
http://www.smolik-velotech.de/bilder/hydraulikbremse/kabelteiler_vorne.jpg

Warum hat es sich nicht durchgesetzt?
Erhöhter Wartungsaufwand, vorne zweimal Kolben und Beläge einstellen.
Wäre es ein Problem, wenn die Kolben auf beiden Seiten nicht absolut synchron laufen oder zB ein Belag mehr abgewetzt ist als der andere und deshalb 0,5sec später auf die Scheibe drückt?
Vermutlich reicht einfach eine Scheibe vorne aus.

queruland
21.08.2018, 20:21
Tja, nun sind wirklich nur noch die Disc-Jehowas am Missionieren. Aber keine Angst, ich bleibe der Felgenbremse treu, weil die Scheibenbremse für meine Bedürfnisse keine Vorteile bringt, ausgenommen am Winterhobel, ansonsten funzt die Felgenbremse auf Asphalt auch bei Regen, und ich rede nur vom Asphalt und vom Rennrad. Den Disc-Bekehrten viel Spass, ich bleibe bei der Felgenbremse.

Schnecke
21.08.2018, 20:34
So geht's mir auch. Solange das weiterhin parallel läuft ist alles gut und jeder bekommt was er will. Beim crossrad ist es leider nicht mehr so einfach und daher hab ich mir dort 2016 noch einen Rahmen mit Felgenbremsen "im Ausverkauf " zur Seite gelegt.

Cleat Commander
21.08.2018, 20:47
Mal ganz abgesehen vom "Nebenschauplatz miese Chinaware" . . . gibt es ja auch - ist mir letzte Woche noch passiert - die Situation, daß eine Speiche reißt, aus welchen Gründen auch immer. Dann hilft zur Weiterfahrt zwar die Schnellentspannung der FB, aber die Bremse ist natürlich nicht mehr so "prickelnd" . . . da punktet die SB.

Im übrigen finde ich es schon traurig, daß zwar der Obertüftler C. Smolik schon 2005 eine feine Doppelscheibenbremsanlage am Rennrad realisiert hatte, deren anhaltende Wirkung vermutlich allein schon von der Verteilung der thermischen Belastung auf zwei Scheiben sehr profitierte.

Auch wenn es hier ums Rennrad geht: die schnelle Auswechselbarkeit des Vorderrads wird für die wenigsten hier eine annähernd so große Rolle spielen wie für die paar Hundert Profis . . . . insofern wiegt meiner Meinung nach dieser Nachteil der SB - bei einer Doppelscheibe sicher nochmal größer - nicht besonders schwer.

Das Mehrgewicht?

Na ja, wenn sich die Hersteller da richtig Mühe geben wird sich das noch weiter minimieren lassen und ist auch jetzt schon kaum ein sachlich begründbares Totschlagargument . . . aber das muß jeder für sich entscheiden.

http://www.smolik-velotech.de/bilder/hydraulikbremse/gabel_aufnahme.jpg

Die schnelle Auswechselbarkeit spielt keine Rolle, aber die Nutzbarkeit nach einem Speichenriss schon? Ah ja.

Komme gerade aus dem Pedelec Thread, da ging es zuletzt um selektive Wahrnehmung... ;)

Skadieh
21.08.2018, 23:43
Im übrigen finde ich es schon traurig, daß zwar der Obertüftler C. Smolik schon 2005 eine feine Doppelscheibenbremsanlage am Rennrad realisiert hatte, deren anhaltende Wirkung vermutlich allein schon von der Verteilung der thermischen Belastung auf zwei Scheiben sehr profitierte.


2005 gab es auch noch kein Doping, Jan Ullrich war lediglich motiviert :D

https://m.youtube.com/watch?v=3W37sguKdlY

dreamtem
22.08.2018, 00:05
So geht's mir auch. Solange das weiterhin parallel läuft ist alles gut und jeder bekommt was er will. Beim crossrad ist es leider nicht mehr so einfach und daher hab ich mir dort 2016 noch einen Rahmen mit Felgenbremsen "im Ausverkauf " zur Seite gelegt.
Warum?

Gerade da verstehe ich es nicht. Beim Crosser habe ich mit FB in 2 Saisonen die Felgen zusammengebremst. Und das trotz schlechter Bremsleistung.

Beim Rennrad sehe ich auch keinen Vorteil.
(Zumindest bei meiner Verwendung)

cadoham
22.08.2018, 00:11
Disc gibt vielen die Möglichkeit, sich billigste Aliexpress-Carbonclincher zu bestellen ohne sich Gedanken um die Qualität machen zu müssen.

Wer das Geld für ein Disc-Rad hat, dürfte vorher auch kein Problem gehabt haben,
wertige und haltbare Carbon-Laufräder für FB zu kaufen, oder? :)

avis
22.08.2018, 00:19
Klar, das mag schon sein; in der EINEN Situation, in welcher mir die bessere Bremse dann den A**** rettet, ist sie mir dann doch lieber . . . das ist so wie mit dem Fallschirm . . . der auch eher selten benötigt wird, aber doch von jedem Kunstflug-Piloten getragen wird . . .

Wenn du so anfängst, darfst du kein Rennrad fahren.

Schnecke
22.08.2018, 05:59
Warum?

Gerade da verstehe ich es nicht. Beim Crosser habe ich mit FB in 2 Saisonen die Felgen zusammengebremst. Und das trotz schlechter Bremsleistung.

Beim Rennrad sehe ich auch keinen Vorteil.
(Zumindest bei meiner Verwendung)

Ich fahre mit dem Crosser hauptsächlich eine Mischung aus Wald- und feldwegen und Strasse, also das Einsatzgebiet wofür man heutzutage Gravelbikes nimmt. Da reicht mir die mini-v die, richtig eingestellt, sehr gut bremst und mir von der Dosierung der Bremsen vollkommen ausreicht, da ich im flachland wohne und die Bremse die meiste Zeit sowieso nur spazieren fahre. Daher ist auch der felgenverschleiss kein Thema mehr. An meinem früheren Wohnort wo es hügelig war und entweder bergauf oder bergab ging, war das anders und am schlechtwetterrad waren beinahe alle 3 Jahre neue felgen nötig. Dort würde ich wenn ich noch dort wohnen würde aus diesem grund vielleicht an einem Rad über scheibenbremsen nachdenken, aber hier in Norddeutschland wo ich die Bremsen gefühlt einmal brauche wenn ich wieder in die hofeinfahrt rolle und vom rad absteigen möchte tut es jede andere bremse.

Eclipse
22.08.2018, 07:33
Wenn du so anfängst, darfst du kein Rennrad fahren.

Wo steht das, dass man es nicht darf? Es ist nicht verboten.
Mit der Argumentation, dass mehr Sicherheit gleichzusetzen ist mit einem Fahrverbot, kannst du fast jedem das Fahren verboten. Helme sind bei den Rennen z.B. Vorschrift und die Bremsen sind auch besser geworden.

Auf einmal, bei diesem Schritt wird so ein Fass aufgemacht.

Abstrampler
22.08.2018, 07:51
Wer das Geld für ein Disc-Rad hat, dürfte vorher auch kein Problem gehabt haben,
wertige und haltbare Carbon-Laufräder für FB zu kaufen, oder? :)

Wenn Geld keine Rolle spielen würde, würde das wohl auch für Aliexpress gelten.
Ist aber eher nicht so. ;)

Eclipse
22.08.2018, 08:08
Interessante Erkenntnis von dir.
Meine Disclaufräder sind von DT Swiss und nicht von Aliexpress.
Der neueste Satz wird von einem Laufradbauer in Deutschland gebaut. Mit Felgen aus China.

Ich bin der Meinung, dass es im Neuzustand grundsätzlich keinen Qualitötsunterschied zwischen Felgenbremslaufrädern und Disclaufrädern gibt.
Im Gebrauch aber schon. Die einen haben eine runtergenudelte Bremsflanke, bei den anderen ist die Bremsscheibe etwas abgenutzt.

Ne Bremsscheibe kann jeder selber wechseln - einfach und günstig.

Pedalierer
22.08.2018, 08:22
Ich bin der Meinung, dass es im Neuzustand grundsätzlich keinen Qualitötsunterschied zwischen Felgenbremslaufrädern und Disclaufrädern gibt


klar gibt es den. FB-Vorderräder sind symetrisch mit großer Abstützbreite und seitensteif – Disc-Laufräder sind asymetrisch, haben deshalb teils Offsetfelgen oder 2:1 Einspeichung und sind weniger seitensteif und das auch noch je nach Richtung unterschiedlich stark.
Die Probleme die man bei Hinterrädern hat, die holt man sich mit der Disc nun auch noch ans Vorderrad. Toller Technik-Fortschritt.:Applaus:

cadoham
22.08.2018, 08:27
Die Probleme die man bei Hinterrädern hat, die holt man sich mit der Disc nun auch noch ans Vorderrad. Toller Technik-Fortschritt.:Applaus:

Welche Probleme hast du denn konkret in der Praxis mit deinem HR? ;)

Da es vermutlich nicht die Haltbarkeit sein wird, dürfte es doch eher die Seitensteifigkeit im Wiegetritt oder Sprint sein,
wo die Bremsflanken schleifen "könnten".

Das ist bei Disc aber ein anderes Thema und daher kein "Problem".

Abstrampler
22.08.2018, 08:28
Interessante Erkenntnis von dir.
Meine Disclaufräder sind von DT Swiss und nicht von Aliexpress.
Der neueste Satz wird von einem Laufradbauer in Deutschland gebaut. Mit Felgen aus China.


Hast Du echt noch immer nicht verstanden, dass es nicht um Dich geht?
Mein Post beschreibt Möglichkeiten, die entstehen. Ob Du sie nutzt oder nicht nutzt, ist doch egal.

Gibt es doch nicht... :rolleyes:

Eclipse
22.08.2018, 08:39
klar gibt es den. FB-Vorderräder sind symetrisch mit großer Abstützbreite und seitensteif – Disc-Laufräder sind asymetrisch, haben deshalb teils Offsetfelgen oder 2:1 Einspeichung und sind weniger seitensteif und das auch noch je nach Richtung unterschiedlich stark...

Es ging oben doch darum, dass man in China Carbonteile bestellt, die schlecht verarbeitet sind. Das hat nichts mit 2:1 Einspeichung oder sonstwas zu tun. Es ging nur darum, dass die Discfahrer da angeblich qualitativ schlechten Billigkram bestellen (können), weil es keine Ansprüche an die Bremsflanke gibt.

Meine Meinung dazu: wenn eine Firma das Knowhow hat (oder eben nicht), dann spiegelt sich das auf alle Teile wieder.
Will heißen: wenn ich Billigteile bestelle, dann sind die wahrscheinlich schlecht verarbeitet. Ob Felgen- oder Scheibenbremse ist dabei egal.


Hast Du echt noch immer nicht verstanden, dass es nicht um Dich geht?
Mein Post beschreibt Möglichkeiten, die entstehen. Ob Du sie nutzt oder nicht nutzt, ist doch egal.

Das habe ich anders verstanden. Da steht nichts von einer Möglichkeit. Es liest sich so, als wenn das allgemein gültig wäre:


Jetzt schickt man per Paypal ein paar Euro an einen x-beliebigen Händler in China und bekommt zwar weiterhin mitunter wenig hochwertige Räder, muss sich aber zumindest keinen Kopp mehr um möglicherweise zweifelhafte Bremsflankengüte machen.

Wenn das aus deiner Sicht eine Möglichkeit ist, dann schreib das doch so.

Pedalierer
22.08.2018, 09:27
Welche Probleme hast du denn konkret in der Praxis mit deinem HR? ;)

Da es vermutlich nicht die Haltbarkeit sein wird, dürfte es doch eher die Seitensteifigkeit im Wiegetritt oder Sprint sein,
wo die Bremsflanken schleifen "könnten".

Das ist bei Disc aber ein anderes Thema und daher kein "Problem".

ich selber habe meine Hinterräder im Griff, da ich sie selber einspeiche. Konstruktiv muss man da aber immer ans Limit gehen was die Vorspannung angeht, damit es längerfristig hält.

Das Problem mit der Asymetrie der Speichen ist das Hinterräder oft nur 3/4 der Seitensteifigkeit von Vorderrädern haben. Das ist nicht schön, hat aber vorne an der Lenkachse noch mehr Auswirkungen wenn man nicht da hinsteuern kann wo man hinlenkt. Was nutzt eine supersteife Gabel, wenn das Vorderrad in Kurven und im Wiegetritt sich verformt. Ist ein schwacher Trost wenn es danke Disc schleiffrei ist, es ist dann für den Fahrer ein schlechtes Laufrad.

Der Zwang nach leichten und aerodynamischen Wenigspeichen-Disc-VR sogt dafür dass viele von den Vorderrädern weiche Nudeln sind. Das haben inzwischen mehrfach Testergebnisse gezeigt.

Es ist eben nicht so dass Scheibenbremsen nur beim Gewicht Nachteile mit sich bringen. Aber das blenden einige halt aus.

Alumini
22.08.2018, 09:30
Außerdem kenne ich Einen der Einen kennt . . . .
Einspruch...Hörensagen! :)


Super! Dann hast du ja auch verstanden, dass man mit besseren Bremsen schneller ans Ziel kommt!
Welche Bremse wäre das, wer wäre damit schneller an welchem Ziel, und wie misst man das verlässlich und reproduzierbar?


Wo steht das, dass man es nicht darf? Es ist nicht verboten.
Mit der Argumentation, dass mehr Sicherheit gleichzusetzen ist mit einem Fahrverbot, kannst du fast jedem das Fahren verboten. Helme sind bei den Rennen z.B. Vorschrift und die Bremsen sind auch besser geworden. Auf einmal, bei diesem Schritt wird so ein Fass aufgemacht.
Du hast da ein Verständnisproblem.

BOW82
22.08.2018, 09:30
ich selber habe meine Hinterräder im Griff, da ich sie selber einspeiche. Konstruktiv muss man da aber immer ans Limit gehen was die Vorspannung angeht, damit es längerfristig hält.

Das Problem mit der Asymetrie der Speichen ist das Hinterräder oft nur 3/4 der Seitensteifigkeit von Vorderrädern haben. Das ist nicht schön, hat aber vorne an der Lenkachse noch mehr Auswirkungen wenn man nicht da hinsteuern kann wo man hinlenkt. Was nutzt eine supersteife Gabel, wenn das Vorderrad in Kurven und im Wiegetritt sich verformt. Ist ein schwacher Trost wenn es danke Disc schleiffrei ist, es ist dann für den Fahrer ein schlechtes Laufrad.

Der Zwang nach leichten und aerodynamischen Wenigspeichen-Disc-VR sogt dafür dass viele von den Vorderrädern weiche Nudeln sind. Das haben inzwischen mehrfach Testergebnisse gezeigt.

Es ist eben nicht so dass Scheibenbremsen nur beim Gewicht Nachteile mit sich bringen. Aber das blenden einige halt aus.

Hat jedoch mit der Bremse ansich wenig zu tun ... (Hebel, Zange, Scheibe)

Pedalierer
22.08.2018, 09:38
Hat jedoch mit der Bremse ansich wenig zu tun ... (Hebel, Zange, Scheibe)

Die konstruktiven Nachteile am Vorderrad sind die direkte Folge des Platzbedarfs der Scheibe vorne links. Klar bremst das Rad deswegen nicht schlechter oder besser, aber die Qualität der Vorderräder ist definitiv denen von FB-Rädern im Nachteil. Und hier geht es ja um eine Gesamtbetrachtung des Rades mit allem drum und dran wie Wartung, Kosten, Radwechsel, Fahreigenschaften ect. Und da sehe ich etliche Nachteile bei der „Superbremse“ die auch eindeutig sind.

Eclipse
22.08.2018, 09:49
Das Problem mit der Asymetrie der Speichen ist das Hinterräder oft nur 3/4 der Seitensteifigkeit von Vorderrädern haben. Das ist nicht schön, hat aber vorne an der Lenkachse noch mehr Auswirkungen wenn man nicht da hinsteuern kann wo man hinlenkt. Was nutzt eine supersteife Gabel, wenn das Vorderrad in Kurven und im Wiegetritt sich verformt. Ist ein schwacher Trost wenn es danke Disc schleiffrei ist, es ist dann für den Fahrer ein schlechtes Laufrad.

Man munkelt, dass ein paar schlaue Füchse eine Lösung dafür haben.


Welche Bremse wäre das, wer wäre damit schneller an welchem Ziel, und wie misst man das verlässlich und reproduzierbar?

Die mit kürzerem Bremsweg.
Aber das weißt du genau.


Du hast da ein Verständnisproblem.

Mag sein. Ich kann es nicht nachvollziehen, dass jahrelang immer die neueste Generation der DA oder SR ans Rad muss, weil die Bremsleistung da minimal besser ist und mit der Scheibenbremse ist dieses Mehr an Bremsleistung auf einmal nicht mehr notwendig.

Skadieh
22.08.2018, 10:01
Ich kann es nicht nachvollziehen, dass jahrelang immer die neueste Generation der DA oder SR ans Rad muss, weil die Bremsleistung da minimal besser ist und mit der Scheibenbremse ist dieses Mehr an Bremsleistung auf einmal nicht mehr notwendig.

Bis ~2014 waren Bremsen hier ein nachgeordnetes Thema. Lediglich periodische Diskussionen über Bremsbeläge für Carbonfelge XY oder die Empfehlung Schimanobeläge zu vermeiden. Bis die große Lösung für ein nicht vorhandenes Problem präsentiert wurde.

Viel Spaß beim bremsen, ich gehe lieber fahren.

Kurt_K.O._Bein
22.08.2018, 10:04
würd sagen in der Bremsscheibe selbst sieht man am ehesten das Mehrgewicht

Habs mal bissl aufgedröselt:
Di2 FB / SB
STIs 300g / 365g
Bremskörper 326g / 260g (Bremssättel) + 220g (Scheiben)
Die Kabelage hab ich mal weggelassen, dürfte sich wohl die Waage halten.

Summe:
FB-Anlage: ca. 625g / SB-Anlage: ca. 845g.

Das Mehrgewicht beträgt somit bezüglich der Gruppe, in dem Fall Di2 220g.
Rechnet man das Mehrgewicht des Rahmens mit dazu sind das insgesamt ca. 300g Mehrgewicht.
Disc-optimierte Laufradsätze, z. B. Enve sparen Gewicht an der Felge und gleichen das Mehrgewicht der Naben fast aus, der Unterschied beträgt dann gerade mal 20g. Hatte mal einen Enve 3.4 Laufradaufbau mit Tune-Naben und Sapim Super Speichen hochgerechnet (FB Clincher 1280g / SB Clincher 1300g).

Man sollte noch erwähnen, das man natürlich auch noch deutlich Gewicht durch eine Montage einer anderen Felgenbremse erreichen kann, z. B. die eecycleworks eebrake,da spart man nochmal 150g. So ist man dann wieder schnell bei den 500g Mehrgewicht durch die Disc.

coopera
22.08.2018, 10:12
Die konstruktiven Nachteile am Vorderrad sind die direkte Folge des Platzbedarfs der Scheibe vorne links. Klar bremst das Rad deswegen nicht schlechter oder besser, aber die Qualität der Vorderräder ist definitiv denen von FB-Rädern im Nachteil. Und hier geht es ja um eine Gesamtbetrachtung des Rades mit allem drum und dran wie Wartung, Kosten, Radwechsel, Fahreigenschaften ect. Und da sehe ich etliche Nachteile bei der „Superbremse“ die auch eindeutig sind.

unfahrbar so ein disc vorderrad :rolleyes:



Mag sein. Ich kann es nicht nachvollziehen, dass jahrelang immer die neueste Generation der DA oder SR ans Rad muss, weil die Bremsleistung da minimal besser ist und mit der Scheibenbremse ist dieses Mehr an Bremsleistung auf einmal nicht mehr notwendig.

zumindest im sinne der SR ist eigentlich die skeleton von 2009 an unverändert;)


wenn aber "hier" einer die qualität einer bremse im sinne von bremsen von 9100 disc zu 9100 felge nicht peilt dann hat die definitiv die wenigsten hintereinander gefahren (ich behaupte mal fast keiner)

ich hab sceletons sr/r/athena, 9100 mechanisch und jetzt 9100disc

china carbon basalt 38
aerics 60
xentis 2,5
ksyrium uralt
nochn alusatz, name fällt mir nich ein
bora
bora scheibe


dt rc28db
dt erc1100db

die 9100 disc bremst einfach BESSER...ja BESSER... stärker, dosierbarer wenn das einer verneint hat er noch keine disc gebremst..



Rechnet man das Mehrgewicht des Rahmens mit dazu sind das insgesamt ca. 300g Mehrgewicht.




ein 56 disc tarmac 9100 baust du mit 7 kilo mit erc 1100db und hochprofielern, ein 54 scott addict sl mit 6kilo mit 9000 und panscho 38 tubular (nicht leicht), beide mit p2m auf rotor


das 300g zuschlagsding ist also im system auch eher mist...muss man so sagen, ich wüsste nämlich nicht wo ich 700g im tarmac noch finde

Schlammpaddler
22.08.2018, 10:27
...
Das Problem mit der Asymetrie der Speichen ist das Hinterräder oft nur 3/4 der Seitensteifigkeit von Vorderrädern haben. Das ist nicht schön, hat aber vorne an der Lenkachse noch mehr Auswirkungen wenn man nicht da hinsteuern kann wo man hinlenkt. ....


unfahrbar so ein disc vorderrad :rolleyes:
...
Aber echt! Ich wundere mich auch immer wenn ich unterwegs bin, dass ich manchmal wo ganz anders rauskomme, als ich eigentlich hinwollte. ;)

Ganz im ernst - ich glaube Du malst hier etwas sehr schwarz. Sicher sind Disc-LR nicht gleich Steif wie FB-LR, aber dieser Unterschied lässt sich zumindest teilweise kompensieren (ja, evtl. mehr/dickere Speichen, schwerere Felge, ...) und ob der Unterschied dann tatsächlich "erfahrbar ist bleibt zumindest fraglich.

Eclipse
22.08.2018, 10:32
Das Problem hat man doch eher am Hinterrad.
Und bei ständig wachsenden Kassetten jammer auch niemand.

Es ist wie oben bei der Bremsleistung:
Bei Felgenbremsen ist alles ok, bei Disc ist der Teufel am Werk. Sowas kann ich nicht ernst nehmen.

Pedalierer
22.08.2018, 10:35
ja klar kann ich den Steifigkeitsnachteil der Disc-VR kompensieren, eben mit noch mehr Mehrgewicht und noch schlechterer Aerodynamik und mit dem Ergebnis dass es vorn noch härter wird (härte Gabel und vertikal härtere Laufräder).

Da kommen dann schön 30er Reifen drauf mit 4.5 bar um ein Problem zu lösen dass es ohne Disc gar nicht gäbe.
Mit Rennrad hat das aber immer weniger zu tun.

Eclipse
22.08.2018, 10:45
Es geht auch anders. Du hast einen Nachteil angesprochen und statt diesen Nachteil direkt zu beseitigen, schlägst du Mehrgewicht usw. vor.
Das ist nicht sinnvoll.

Um bei deinem übertriebenen 30 mm Reifen zu bleiben:
Der passt nicht ins Rennrad. Kaufst du dir dann ein neues Rad oder löst du das Problem mit einem passenden Reifen?

Pedalierer
22.08.2018, 10:47
Das Problem hat man doch eher am Hinterrad.
Und bei ständig wachsenden Kassetten jammer auch niemand.


Also bei Campa hat sich seit 20 Jahren nichts geändert bei der Freilaufbreite/Nabengeo.
Was soll ich da jammern, von 9x bis 12x passt alles auf die selbe Nabe?

Pedalierer
22.08.2018, 10:50
Es geht auch anders. Du hast einen Nachteil angesprochen und statt diesen Nachteil direkt zu beseitigen, schlägst du Mehrgewicht usw. vor.
Das ist nicht sinnvoll.

Um bei deinem übertriebenen 30 mm Reifen zu bleiben:
Der passt nicht ins Rennrad. Kaufst du dir dann ein neues Rad oder löst du das Problem mit einem passenden Reifen?

Um den Nachteil zu beseitigen müsste man die Einbaubreite vorne vergrößern, die Gelegenheit hat man verpennt.
Wie soll man den Nachteil denn kompensieren ohne mehr oder dickere Speichen oder schwerere Felgen? Verrat es uns bitte.

Wo sind den reale 30 mm übertrieben? In Zeiten wo 25er Reifen auf breiten Felgen schon oft über 28 mm ausfallen?

coopera
22.08.2018, 10:55
Da kommen dann schön 30er Reifen drauf mit 4.5 bar um ein Problem zu lösen dass es ohne Disc gar nicht gäbe.
Mit Rennrad hat das aber immer weniger zu tun.

Warum?

darf man ein rennrad nicht mit 30ger reifen fahren?

ist nur ein rennrad mit 9bar und 19 reifen ein rennrad?

edit

Um den Nachteil zu beseitigen müsste man die Einbaubreite vorne vergrößern, die Gelegenheit hat man verpennt.

in dem zuge hat man aber eine Thru axle eingeführt...;)

Eclipse
22.08.2018, 10:56
Um den Nachteil zu beseitigen müsste man die Einbaubreite vorne vergrößern, die Gelegenheit hat man verpennt.

Nein das musst du nicht.
Abgesehen davon mannst du dir ja mal die Breiten der Discnaben ansehen. Sowohl vorne als auch hinten.

Abstrampler
22.08.2018, 11:20
Das habe ich anders verstanden. Da steht nichts von einer Möglichkeit. Es liest sich so, als wenn das allgemein gültig wäre:

(...)

Wenn das aus deiner Sicht eine Möglichkeit ist, dann schreib das doch so.

So langsam reicht es mir mit Dir und Deiner Angewohnheit, Zitate unvollständig wiederzugeben.
Mein Post fing so an:


Optik ist absolut ein Punkt. Aber vielleicht anders als Du das meinst.
Disc gibt vielen die Möglichkeit, ...

Unterlasse es bitte, aufgrund mangelnder Lesekompetenz Unwahrheiten zu verbreiten.

Eclipse
22.08.2018, 11:35
Mach ich.
Ihr könnt ja hier weiter rumtrollen.

Ich freue mich über jedes Rad, was nur noch als Discversion raus kommt.
Die Felgenbremse stirbt langsam.

Am besten fände ich es, wenns bald keine Ersatzteile für eure Oldtimer mehr gibt :D

Purer Neid. Typisch für Deutschland.
Und so ein Auftreten hier von einem Moderator. Ganz stark.
Wenn das die Meinung und der Umgang der Readktion ist, sollte ich mir die Tour nicht mehr kaufen. Die Argumentation fand ich da auch oft schon zweifelhaft.

Du musst nicht auf diesen Post antworten. Ich lese dieses Thema nicht mehr.

Pedalierer
22.08.2018, 11:38
Nein das musst du nicht.
Abgesehen davon mannst du dir ja mal die Breiten der Discnaben ansehen. Sowohl vorne als auch hinten.

Ich kenne die Nabengeos. Hinten ist die Einbaubreite ein paar mm breiter, Kettenlinie somit leicht verändert.
Vorne sind es 100 mm wie auch bei FB-Naben. Davon gehen 3 cm linksseitig für die Discaufname drauf dun rehcts wird der Flansch dann um 1 cm nach innen gezogen um das Speichenspannungsgefälle zu begrenzen.
Effektiv bleiben etwas mehr als 5 cm Flanschabstand über die auch noch mit Offset verbunden sind. Also quasi identisch wie bei Hinterradnaben.

Bei FB Naben habe ich 8 cm effektive Breite symetrisch.

Ich glaube Du willst uns einfach für Dumm verkaufen. Die Thru Axle ändert nichts an dem geometrischen Problem. Sie hilft nur die zusätzlichen Kräfte die die Disc am Ausfaller verursacht zu verdauen. Noch ein Faktor den es bei FB nicht gibt.

Ich warte immer noch auf die Lösung für Disc-Vorderräder das Steifigkeitsproblem ohne Mehrgewicht zu lösen. Die Dummschwätzerei reicht langsam.

Edit: ja die mit der „anderen Meinung“ sind natürlich immer die Trolle. Das nenn ich Diskussionskultur.

ChristophBM
22.08.2018, 11:40
Anscheinend wäre es technisch einfach zu realisieren, hinten eh wie gehabt:
http://www.smolik-velotech.de/bilder/hydraulikbremse/
http://www.smolik-velotech.de/bilder/hydraulikbremse/kabelteiler_vorne.jpg

Warum hat es sich nicht durchgesetzt?
Erhöhter Wartungsaufwand, vorne zweimal Kolben und Beläge einstellen.
Wäre es ein Problem, wenn die Kolben auf beiden Seiten nicht absolut synchron laufen oder zB ein Belag mehr abgewetzt ist als der andere und deshalb 0,5sec später auf die Scheibe drückt?
Vermutlich reicht einfach eine Scheibe vorne aus.


Die Hydraulik - mit der Verteilung wie von Smolik vorgesehen - sorgt für absolut gleichmäßigen Andruck beider Seiten, "normale" Leichtgängigkeit aller beteiligter Kolben vorausgesetzt.

Skadieh
22.08.2018, 11:41
Du musst nicht auf diesen Post antworten. Ich lese dieses Thema nicht mehr.

Die meisten kommen hier wieder :D

Bis dahin allzeit kreischfreie Fahrt!

ChristophBM
22.08.2018, 11:41
Wenn du so anfängst, darfst du kein Rennrad fahren.


Ach so?! :rolleyes:

ChristophBM
22.08.2018, 11:46
Die schnelle Auswechselbarkeit spielt keine Rolle, aber die Nutzbarkeit nach einem Speichenriss schon? Ah ja.

Komme gerade aus dem Pedelec Thread, da ging es zuletzt um selektive Wahrnehmung... ;)


Speichenrisse hatte ich in den letzten 30 Jahren einige wenige.

Rennen nicht.

Insofern spielt die schnelle Auswechselbarkeit des Rades für mich keine Rolle, die weitere 100%ige Bremskraft während der Fahrt bis zum möglichen Ersatz der Speiche aber sehr wohl.

Ja, meine Bewertung ist das Ergebnis meiner persönlichen Wahrgebung.

Skadieh
22.08.2018, 11:56
Gibt es ein Hindernis auf ein Gravel- oder was-auch-immer-Rad umzusatteln, wenn einem essentielle Eigenschaften für Rennen am Rennrad nicht zusagen?

Abstrampler
22.08.2018, 12:04
Ich lese dieses Thema nicht mehr.

Da das Gelesene erwiesenermaßen nicht immer vollumfänglich verstanden wurde, ist das eine begrüßenswerte Entscheidung.

flori1994
22.08.2018, 12:06
Gibt es ein Hindernis auf ein Gravel- oder was-auch-immer-Rad umzusatteln, wenn einem essentielle Eigenschaften für Rennen am Rennrad nicht zusagen?
Jep den gibt es...Der eigene Stolz. Also wird aus dem Rennrad ein Gravelbike mit Slicks gemacht, damit man kein Gravelbike braucht...

Cleat Commander
22.08.2018, 12:24
Du fängst einen Post so an:


Mach ich.
Ihr könnt ja hier weiter rumtrollen.

Ich freue mich über jedes Rad, was nur noch als Discversion raus kommt.
Die Felgenbremse stirbt langsam.

Am besten fände ich es, wenns bald keine Ersatzteile für eure Oldtimer mehr gibt :D


Um dann damit weiter zu machen?


Purer Neid. Typisch für Deutschland.
Und so ein Auftreten hier von einem Moderator. Ganz stark.
Wenn das die Meinung und der Umgang der Readktion ist, sollte ich mir die Tour nicht mehr kaufen. Die Argumentation fand ich da auch oft schon zweifelhaft.


Du verhältst dich als würdest du den FBlern ihre Bremse nicht gönnen, würdest dir gar niederträchtig wünschen, dass sie endlich vom Markt verschwindet, verweist aber bei Kritik an der SB auf den typisch deutschen Neid? Also entweder bist du unter 15 Jahre alt oder hast die Sozialkompetenz einer Amöbe. Anders ist dieses Verhalten kaum zu erklären...

Schlammpaddler
22.08.2018, 13:52
Gibt es ein Hindernis auf ein Gravel- oder was-auch-immer-Rad umzusatteln, wenn einem essentielle Eigenschaften für Rennen am Rennrad nicht zusagen?
Nachdem wir ja eh schon janz weit draußen sind ...

DAS Gravelbike gibt es nicht, aber es gibt ganz sicher Gravelbikes, die sind mehr Rennrad als so manches andere Rennrad.

coopera
22.08.2018, 14:08
DAS Gravelbike gibt es nicht, aber es gibt ganz sicher Gravelbikes, die sind mehr Rennrad als so manches andere Rennrad.

Für mich ist ein Rennrad ein Rennrad wens einen Rennradlenker hat

ob das jetzt ne Crosser, Endurance, Aerohobel, klassisch, geslopet ist ist egal...

ob das jetzt 40ger reifen, oder einen 19er hat ist für mich auch egal...

und ob das jetzt disc oder felgen, cantis, v brake oder rücktritt hat ist auch schnuppe...

lediglich federung hat für mich das alles nicht...


es gibt ja auch nicht DAS Mountainbike, da ist von HT zu downhill mal viel Platz

marvin
22.08.2018, 14:14
Gibt es ein Hindernis auf ein Gravel- oder was-auch-immer-Rad umzusatteln, wenn einem essentielle Eigenschaften für Rennen am Rennrad nicht zusagen?


Jep den gibt es...Der eigene Stolz. Also wird aus dem Rennrad ein Gravelbike mit Slicks gemacht, damit man kein Gravelbike braucht...
+1

Eben da liegt das Problem.
Hier möchten Leute dem Rennrad Eigenschaften hinzufügen, die es nie gehabt hat. Und das nur, damit diese Leute dann besser mit diesem "Rennrad-Ding" klarkommen.

Ich hatte das ja schon in meiner "Fabel" paar Seiten vorher ausgeführt.

Es gibt Räder für diese Menschen. Sie müssen nicht das Rennrad vergewaltigen und es zu etwas machen, was es nie sein sollte.

Schlammpaddler
22.08.2018, 14:21
Für mich ist ein Rennrad ein Rennrad wens einen Rennradlenker hat

ob das jetzt ne Crosser, Endurance, Aerohobel, klassisch, geslopet ist ist egal...

ob das jetzt 40ger reifen, oder einen 19er hat ist für mich auch egal...

und ob das jetzt disc oder felgen, cantis, v brake oder rücktritt hat ist auch schnuppe...

lediglich federung hat für mich das alles nicht...


es gibt ja auch nicht DAS Mountainbike, da ist von HT zu downhill mal viel Platz
Ich bin da ja eigentlich auch sehr tolerant, aber das geht mir jetzt doch etwas zu weit. ;)

Patrice Clerc
22.08.2018, 14:23
+1

Eben da liegt das Problem.
Hier möchten Leute dem Rennrad Eigenschaften hinzufügen, die es nie gehabt hat. Und das nur, damit diese Leute dann besser mit diesem "Rennrad-Ding" klarkommen.

Ich hatte das ja schon in meiner "Fabel" paar Seiten vorher ausgeführt.

Es gibt Räder für diese Menschen. Sie müssen nicht das Rennrad vergewaltigen und es zu etwas machen, was es nie sein sollte.

Viel ideologischer und damit sinnloser geht's nicht mehr. Wenn ein Rennrad mit breiten Reifen und halt Scheibenbremsen gesamthaft ein besseres Rennrad ist, dann ist es mir eigentlich Wurscht, ob es das so sein sollte oder nicht. Und ob das nun ein besseres Rennrad ist oder nicht, entscheide ich immer noch selber, jedenfalls für mich.

Zumal man ja immer auch schmalere Reifen montieren könnte, falls es Strecken gäbe, bei denen diese in welcher Hinsicht auch immer besser sein würden.

Pedalierer
22.08.2018, 14:32
Mit der Logik kann ich auch aus einem MTB-Fully ein Rennrad bauen. Einfach Bügellenker und STIs dran und „schmale“ Slicks drauf und schon hab ich „mein“ Rennrad.

coopera
22.08.2018, 14:35
Viel ideologischer und damit sinnloser geht's nicht mehr.

Ja genau...

ein heutiges Rennrad auch mit FB hat nichts mehr mit einem 1950 rennrad gemeinsam...

kein vorbau, kein lenkerklemmmaß, kein sattel form , kein tretlager, kein rahmenmateral, kein anbauteilmatereal, kein felgenmateral, keine übersetzung, keine bandbreite, kein gewicht, keine clickpedale, keine lenkerschalthebeln, und was auch immer....

so jetzt hängt man sich hier auf das ab reifenmas X es kein rennrad mehr sei? alter vater

es entwickelt sich alles weiter und wird besser oder würde wer behaupten ein 1950 rennrad hätte performancetechnisch noch was mit heutigen rennrädern gemeinsam?


Mit der Logik kann ich auch aus einem MTB-Fully ein Rennrad bauen. Einfach Bügellenker und STIs dran und „schmale“ Slicks drauf und schon hab ich „mein“ Rennrad.



lediglich federung hat für mich das alles nicht...


29" hardtail mit stargabel und 30mm reifen mit Rennradlenker würde aber vermutlich nicht viel anders gehen als ein rennrad mit gleicher spezifikation, denn was soll den dann noch groß der unterschied sein?

man kann sich dann fragen was ein Rennrad mit Flatbar ist... für mich ist das aber dann kein rennrad....

ChristophBM
22.08.2018, 14:41
Hier möchten Leute dem Rennrad Eigenschaften hinzufügen, die es nie gehabt hat.

Es gibt Räder für diese Menschen. Sie müssen nicht das Rennrad vergewaltigen und es zu etwas machen,
was es nie sein sollte.

1903 - TdF

https://i.pinimg.com/originals/be/77/29/be772979078b0f5aafdd7549d1ec8bec.jpg

Ohne Worte.

Skadieh
22.08.2018, 14:42
Es geht nicht um Verweigerung gegenüber dem Fortschritt, sondern ob es im Wettkampf nützt. Deswegen bleibt der schnelle Wechsel der Laufräder für Rennfahrer wichtig. Die Mehrzahl der Nutzer mag es anders bewerten.

ChristophBM
22.08.2018, 14:43
Ein Rennrad ist zunächst mal ein Fahrrad mit welchem man Rennen fahren kann.

Schlammpaddler
22.08.2018, 14:46
Mal anders gefragt: wann ist ein Rad ein Rennrad?
Rennlenker? Schmale Reifen? Klassische Rennradoptik? Sitzposition? Wird im Rennen benutzt? ...

ChristophBM
22.08.2018, 14:50
Mal anders gefragt: wann ist ein Rad ein Rennrad?
Rennlenker? Schmale Reifen? Klassische Rennradoptik? Sitzposition? Wird im Rennen benutzt? ...

Eine mögliche Definition: Wenn es die Kriterien der UCI für ein Rennrad erfüllt.

coopera
22.08.2018, 14:54
Eine mögliche Definition: Wenn es die Kriterien der UCI für ein Rennrad erfüllt.

http://www.goldene-speichen.de/uci-rennrad-regularien-regeln-erklaert/

in der Österreichischen STVO wüde es zumindest mit breiten reifen Rausfallen, denn dort sind als Maximalbreite 23mm angegeben ;)

Skadieh
22.08.2018, 14:55
Was hat dies alles mit dem Thema zu tun?

LINN
22.08.2018, 14:57
es entwickelt sich alles weiter und wird besser oder würde wer behaupten ein 1950 rennrad hätte performancetechnisch noch was mit heutigen rennrädern gemeinsam?

Naja, diese unterschiedlichen Sichtweisen müssen wir eben aushalten. Es gibt Leute, die ein Rennrad zu Zeiten von Eddy Merckx eher als zeitloses Rennrad betrachten als 90% dessen, was heute auf der Eurobike als Rennrad angepriesen wird.

Wir rennen alle dem Fortschritt und der nächsten kleinen Verbesserung hinterher. Aber wirklich wesentlich schneller Rennen fahren kann heute auch niemand mit Carbon, Leistungsmesser, 11fach. Nicht bergauf und auch nicht bergab, trotz Scheibenbremsen.

Und am Ende hilft eben nur gegenseitige Toleranz. Die Produktwelt dreht sich eben immer noch schneller, ob es einen Sinn hat oder nicht. Und die Fortschrittsgläubigen werden in der Überzahl bleiben. Ich sehe nicht, dass sich das ändern könnte.

Tom
22.08.2018, 15:06
Mach ich.
Ihr könnt ja hier weiter rumtrollen.

Ich freue mich über jedes Rad, was nur noch als Discversion raus kommt.
Die Felgenbremse stirbt langsam.

Echt jetzt?
So wenig Moderation wie möglich ist ja 'ne zeitlang ganz nett, aber irgendwann nervt es nu noch.

Pedalierer
22.08.2018, 15:06
Die Fortschrittsfanboys sind auch schon der ISP, dem 13. knackenden Innenlagerstandard, der Systemintegration, Strava/Big Data, Carbon Clinchern und klappernden Innenzügen begeistert hinterhergelaufen. Kritische Distanz zu Produkten und der Relevanz für das eigen Hobby ist nicht jedem in die Wiege gelegt worden.

Schlammpaddler
22.08.2018, 15:06
Eine mögliche Definition: Wenn es die Kriterien der UCI für ein Rennrad erfüllt.
Das wäre ein Anfang. Ich hab jetzt aber keine Lust, ein verstaubtes Buch von alten Männern im grauen Anzug zu lesen.


http://www.goldene-speichen.de/uci-rennrad-regularien-regeln-erklaert/

Danke! Zumindest zur Reifenbreite steht in dem Link nichts. Sitzposition ist wohl auch "relativ" frei. Na dann käme so einiges in Frage! ;)


Was ist gerade das Thema?
Thema? Wozu? :D
Allemal besser als eine Diskussion, die sich seit Wochen festgefahren hat. :rolleyes::ä

coopera
22.08.2018, 15:13
Naja, diese unterschiedlichen Sichtweisen müssen wir eben aushalten. Es gibt Leute, die ein Rennrad zu Zeiten von Eddy Merckx eher als zeitloses Rennrad betrachten als 90% dessen, was heute auf der Eurobike als Rennrad angepriesen wird.

Wir rennen alle dem Fortschritt und der nächsten kleinen Verbesserung hinterher. Aber wirklich wesentlich schneller Rennen fahren kann heute auch niemand mit Carbon, Leistungsmesser, 11fach. Nicht bergauf und auch nicht bergab, trotz Scheibenbremsen.

Und am Ende hilft eben nur gegenseitige Toleranz. Die Produktwelt dreht sich eben immer noch schneller, ob es einen Sinn hat oder nicht. Und die Fortschrittsgläubigen werden in der Überzahl bleiben. Ich sehe nicht, dass sich das ändern könnte.

:gut:

das mit dem Fortschritt ist aber meist erst dann deutlich wenn man ein paar sprünge zuvor quertestet, nicht die kleinen happen...

ich bin gerade mit einem 2009 100er fully mit 640 lenker und 120er vorbau mit 26" gefahren... da glaubst du du bist im falschen (Fahrdynamik)universum...

das war damals ein welts rad

und ich bin gerade bei unserem Waffenradausflug einen Tag wieder son altes rad gefahren...

17kilo, damals ne erungenschaft heute entschleunigt das.

übrigens mir rücktritt und reifenbremse...und 28" und 30er innenweite der felgen...;)


um das thmena wieder auf disc zurückzubringen...

lasst die grabenkämpfe und jedem entscheiden der RENNRAD fährt... seit heuer seh ich nur mehr wenige und viele ebikes...:(

Tom
22.08.2018, 15:19
:gut:

das mit dem Fortschritt ist aber meist erst dann deutlich wenn man ein paar sprünge zuvor quertestet, nicht die kleinen happen...

Ich wiederhole mich, ich weiß (und ich mag das nicht). Aber:
Auf schnellen Runden ist es mir recht egal, ob ich auf einem Stahlrenner von 1992 mit DA 8fach sitze oder einem aktuellen Renner. Im Rennen sind Schremshebel noch was nettes.

avis
22.08.2018, 15:21
Wo steht das, dass man es nicht darf? Es ist nicht verboten.
Mit der Argumentation, dass mehr Sicherheit gleichzusetzen ist mit einem Fahrverbot, kannst du fast jedem das Fahren verboten. Helme sind bei den Rennen z.B. Vorschrift und die Bremsen sind auch besser geworden.

Auf einmal, bei diesem Schritt wird so ein Fass aufgemacht.

Das habe ich nun wirklich nicht gemeint....

Schlammpaddler
22.08.2018, 15:23
Naja, diese unterschiedlichen Sichtweisen müssen wir eben aushalten. Es gibt Leute, die ein Rennrad zu Zeiten von Eddy Merckx eher als zeitloses Rennrad betrachten als 90% dessen, was heute auf der Eurobike als Rennrad angepriesen wird.

Wir rennen alle dem Fortschritt und der nächsten kleinen Verbesserung hinterher. Aber wirklich wesentlich schneller Rennen fahren kann heute auch niemand mit Carbon, Leistungsmesser, 11fach. Nicht bergauf und auch nicht bergab, trotz Scheibenbremsen.

Und am Ende hilft eben nur gegenseitige Toleranz. Die Produktwelt dreht sich eben immer noch schneller, ob es einen Sinn hat oder nicht. Und die Fortschrittsgläubigen werden in der Überzahl bleiben. Ich sehe nicht, dass sich das ändern könnte.



um das thmena wieder auf disc zurückzubringen...

lasst die grabenkämpfe und jedem entscheiden der RENNRAD fährt... seit heuer seh ich nur mehr wenige und viele ebikes...:(

Das wären jetzt eigentlich die passenden Schlussworte für den Thread! Die Entwicklung der Fahrradwelt werden wir hier nicht beeinflussen, geschweige denn aufhalten.
ADMINISTRAAATOOOOR! :D

Kurt_K.O._Bein
22.08.2018, 15:33
Ein Rennrad ist zunächst mal ein Fahrrad mit welchem man Rennen fahren kann.

...aber nicht muss. Es ist aber definitiv ein Sportgerät, mit dessen Hilfe man sich körperlich betüchtigen kann und auch sollte.

Neulich kam ein alter Freund bei mir vorbei mit seinem neuen Stevens Comet. Mit nach oben gedrehten Vorbau für eine entspannte Sitzposition, aber mit Felgenbremsen und mechanischer SRAM Red, also absolut klassisch. Die Disc gefällt ihm nicht und er brauch sie auch nicht, weil er mit dem Ding nur auf Arbeit fährt in Zivilklamotten. Sportlich unterwegs ist er damit nicht, meinte er, obwohl er in der Schweiz bei Scherzingen wohnt, wo sich Tony Martin & Co die Klinke in die Hand geben und dort iedale Bedingungen zum RR-Fahren findet. Er findet eben ein klassisches Rennrad geil, es gefällt ihm und gut is. Normalerweise würde er perfekt in die "Disc-Schablone" passen. :D
Ist halt immer individuell verschieden. Wenn einer sich mit Disc wohler fühlt, ist auch ok. Oder mit breiten Reifen und tubeless...wie auch immer. Muss doch jeder für sich selbst entscheiden.
Wenn ich in den Bergen wohnen würde und öfter bei Schlechtwetter die Berge runter müsste, hätte ich garantiert auch ne Scheibenbremse am Rad. Aber ich fahre 95% im Flachland und da habe ich nie das Bedürnis nach einer Disc verspürt, auch bei Regen nicht.
Da ich mit meinen 65kg wettkampftechnisch eher eine Topo mit vielen Höhenmetern suche, möchte ich ein Rad, was sehr leicht ist und sich leichtfüssig die Berge hochprügeln lässt, dabei aber nicht aerodynamisch ist wie ein Kachelofen. Es wird dann wohl ein Spezialized Tarmac SL6 werden mit eebrakes. Im Flachland fahre ich meine Bontrager Aeolus 5 TLR aus meinem defekten Trek Madone weiter (nachdem ich sie abgelabelt habe :D), die Bremsen sind nicht die besten, aber im Flachland brauch ich nix anderes. Für die Einsätze in den Bergen oder im nahen Mittelgebirge wird dann Laufradtechnisch was bergtaugliches (flacheres Profil, windunafällig und leicht) mit strukturierter Bremsflanke aufgebaut. Die Scheibenbremse ist sicherlich bei nassen Bedingungen die bessere Bremse, keine Frage, aber wegen vielleicht 3xRegen das ganze Jahr (wenn ich in den Bergen bin) mit 500g mehr rumfahren, erschließt sich mir nicht
Ein weiterer Vorteil für mich ist, meine "alten" Laufräder sowie weitere Komponenten weiter nutzen zu können.
Auch bei mir wird das Rad individuell an meine Ziele und meine Bedingungen angepasst.

NoWin
22.08.2018, 22:19
Tuts mehr fahren und weniger bremsen :D

Außerdem funktioniert auch der Straßenverkehr mit den verschiedensten Automodellen und Typen. Und nicht jedes Auto hat Brembo Carbonbremsen mit neuester Technologie, trotzdem kann man mit einem x-Jahre altem Auto normal am Straßenverkehr teilnehmen. ;) - soviel zum Thema, daß man immer die besten Bremsen benötigt.

knartzt
23.08.2018, 09:30
Im allgemeinen Strassenverkehr hat sich die Scheibenbremse durchgesetzt.

Alumini
23.08.2018, 13:21
Auf schnellen Runden ist es mir recht egal, ob ich auf einem Stahlrenner von 1992 mit DA 8fach sitze oder einem aktuellen Renner. Im Rennen sind Schremshebel noch was nettes.
Was schön dahinleitet, dass es immer Spezialfälle sind, die die objektiv besseren Lösungen benötigen. 8-fach oder 11-fach ist Dir vermutlich bis zum nächsten langen 10%er völlig egal. Nen besonders steifen Rahmen brauchst erst wenn Du regelmäßig im Zielsprint auch richtig wat (Watt) auf die Kette bringst und wer jederzeit gefahrlos eine Hand vom Lenker nehmen kann, kommt auch gut ohne "Schremshebel" (schöne Abkürzung, Danke :) ) aus.

Deswegen geht das hier auch nicht voran. Solange eine neue Bremsengeneration nicht für die Mehrheit aller Fahrer, in der Mehrheit der Fahrsituationen objektiv und spürbar besser ist, gibt's halt nur Grund zu wechseln, wenn für den Einzelnen eine Besserleistung in seinen individuellen Einzelfällen gegeben ist, und wenn es auch nur das Gefühl ist, dass es besser sein KÖNNTE (und man sich damit bspw. sicherer fühlt). Und solange hat auch jeder für sich Recht, von "braucht kein Mensch", bis "Beschte!".

Auf die nächsten 250 Seiten! :Applaus:

Fluxkompensator
23.08.2018, 14:44
Im allgemeinen Strassenverkehr hat sich die Scheibenbremse durchgesetzt.
Es haben sich auch Kardanwellen und Riemenantriebe durchgesetzt. Außerdem Sicherheitsmaßnahmen wie Knautschzonen, Antiblockiersysteme, Sicherheitsgurte, Blinker, Vollvisierhelme.

Ich will all dies auch on top of Scheibenbremsen.

Tom
23.08.2018, 16:30
Es haben sich auch Kardanwellen und Riemenantriebe durchgesetzt. Außerdem Sicherheitsmaßnahmen wie Knautschzonen, Antiblockiersysteme, Sicherheitsgurte, Blinker, Vollvisierhelme.

Ich will all dies auch on top of Scheibenbremsen.

Verbrennungsmotoren, Fahrassistenzsysteme, Sound- und Klimaanlagen, etc.

Fluxkompensatoren sind aber ein eher seltenes Extra bei DeLorean geblieben.

knartzt
23.08.2018, 19:33
Es haben sich auch Kardanwellen und Riemenantriebe durchgesetzt. Außerdem Sicherheitsmaßnahmen wie Knautschzonen, Antiblockiersysteme, Sicherheitsgurte, Blinker, Vollvisierhelme.

Ich will all dies auch on top of Scheibenbremsen.

Wenn du das alles willst, ist das Mehrgewicht von ~400gr. Scheibenbremse zu Felgenbremse wohl irrelevant.

PS: Kardanwellen habe die wenigsten Autos, riemenangetriebene habe ich noch nie gesehen. Oder meinst du Panzer?

flori1994
23.08.2018, 19:47
Es haben sich auch Kardanwellen und Riemenantriebe durchgesetzt. Außerdem Sicherheitsmaßnahmen wie Knautschzonen, Antiblockiersysteme, Sicherheitsgurte, Blinker, Vollvisierhelme.

Ich will all dies auch on top of Scheibenbremsen.

https://www.radfahren.de/test-teile/e-bike-technik-bosch-abs-fuers-e-bike/

Zwecks Vollvesierhelm wenden Sich sich bitte an den MTB Händler ihres Vertrauens.:D:D



riemenangetriebene habe ich noch nie gesehen.

Keilriemen?

Fluxkompensator
23.08.2018, 20:06
Wenn du das alles willst, ist das Mehrgewicht von ~400gr. Scheibenbremse zu Felgenbremse wohl irrelevant.

PS: Kardanwellen habe die wenigsten Autos, riemenangetriebene habe ich noch nie gesehen. Oder meinst du Panzer?
Du schriebst vom "allgemeinen Straßenverkehr" (was auch immer das sein soll, möglicherweise auch Motorräder und Fußgänger). Wenn Du selbst nicht mehr durchblickst, warum sollte sich irgendjemand mit Deinen Standpunkten beschäftigen?

Alle von mir genannten Entwicklungen sind sehr sinnvoll; an meinem Rad für Rennen auf der Straße möchte ich sie aber nicht haben.

knartzt
23.08.2018, 20:22
Du hast Aufzählungen wie Knautschzone, Abs etc. in Bezug zu Fahrrädern gepostet, nicht ich.

Wo soll ich bitte nicht durchblicken? Mit "allgemein" meine ich "überwiegend". Das stimmt.

Scatto
23.08.2018, 20:34
Für den motorisierten Straßenverkehr mag das stimmen.

Hier hat kürzlich jemand das „5cm-Argument“ gebracht.
Die Leute hier haben recht. Man dürfte auf Ganzkörperprotektoren, ABS und Vollvisierhelmen nicht verzichten, denn diese könnten „das eine mal“ den Unterschied bereiten.
Ein anderer meinte, man sei dies seiner Familie schuldig und ansonsten sei man verantwortungslos.

Und was machen wir nun? Zu Hause bleiben?
Nee, im Haushalt sterben die Leute auch.

Bleibt also nur die nächste Brücke.
;)

knartzt
23.08.2018, 20:42
Wenn man bedenkt, dass die meisten Unfälle Zuhause passieren, ist es besser, so viel radfahren zu gehen wie nur möglich.

😉

Franzam
23.08.2018, 20:52
Wenn man bedenkt, dass die meisten Unfälle Zuhause passieren, ist es besser, so viel radfahren zu gehen wie nur möglich.

😉

...egal mit welcher Bremse :)

avis
23.08.2018, 21:15
Für den motorisierten Straßenverkehr mag das stimmen.

Hier hat kürzlich jemand das „5cm-Argument“ gebracht.
Die Leute hier haben recht. Man dürfte auf Ganzkörperprotektoren, ABS und Vollvisierhelmen nicht verzichten, denn diese könnten „das eine mal“ den Unterschied bereiten.
Ein anderer meinte, man sei dies seiner Familie schuldig und ansonsten sei man verantwortungslos.

Und was machen wir nun? Zu Hause bleiben?
Nee, im Haushalt sterben die Leute auch.

Bleibt also nur die nächste Brücke.
;)

Eben!
Zitiere mich mal selber ;)


Wenn du so anfängst, darfst du kein Rennrad fahren.

Pedalierer
23.08.2018, 22:03
Was alles passieren kann: Lenker bricht, Gabel bricht, Reifen platzt, LKW räumt dich beim abbiegen ab, Stütze bricht, Bremszug reisst und so weiter. Da ist eine Bremse die mich 1 m früher zum Stlllstand bringt nicht der Unterschied zwischen Leben, Behinderung oder Tod.

Wer so denkt sollte besser gar nicht erst Rennrad fahren. Walking und Halma sollen auch toll sein.

Tom
23.08.2018, 22:03
PS: Kardanwellen habe die wenigsten Autos, riemenangetriebene habe ich noch nie gesehen. Oder meinst du Panzer?

Haben nicht (fast) alle 4X4 'ne Kardanwelle? Und alle Transaxles.
Und ein Großteil der LKW übrigens auch.

Sowas hat gerne mal 'nen Riemenantrieb (und Kardanwelle :D) - und Trommelbremsen. O.k., das ist offensichtlich nicht "allgemeiner Straßenverkehr, auch wenn immernoch niemand weiß, was das sein soll)
http://ichef.bbci.co.uk/wwfeatures/wm/live/1280_640/images/live/p0/22/79/p02279l4.jpg

...und im Motorradbereich sind Riemen längst völlig normal.

Beaver
23.08.2018, 22:11
Hier mal die letzten Unfälle.

Selbst nicht aufgepasst: https://www.bild.de/regional/hamburg/hamburg/radfahrer-stirbt-nach-autounfall-56529214.bild.html

Autofahrer nicht aufgepasst: https://www.bild.de/regional/berlin/verkehrsunfall/rennradfahrer-stirbt-nach-frontalcrash-mit-mercedes-56715594.bild.html

https://www.mdr.de/sachsen-anhalt/magdeburg/boerde/fahrerflucht-radfahrer-stirbt-nach-unfall-100.html

https://www.bild.de/regional/frankfurt/unfaelle-mit-todesfolge/radfahrer-stirbt-nach-zusammenstoss-56660730.bild.html

Besorgt Euch ein Rücklicht, besser vorne auch, wenn ihr sicherer fahren wollt - Scheibenbremse bringen da gar nichts...

Mifri
24.08.2018, 06:13
Mittlerweile verkommt der Thread hier sowieso und führt zu nichts. Spätestens in einem Monat interessiert es hier auch niemand mehr, weil das Schönwetter felgengebremste RR ohnehin gegen das MTB oder sonst irgendwas getauscht wird.

rolleur
24.08.2018, 06:50
Man kann nur staunen wie viel Diskussionsbedarf es noch gibt! Der Thread nimmt ja nie ein Ende. :confused:

Alumini
24.08.2018, 09:41
...egal mit welcher Bremse :)

Das ist noch nicht raus, der Thread läuft ja noch...

Enzo74
24.08.2018, 17:28
Mittlerweile verkommt der Thread hier sowieso und führt zu nichts. Spätestens in einem Monat interessiert es hier auch niemand mehr, weil das Schönwetter felgengebremste RR ohnehin gegen das MTB oder sonst irgendwas getauscht wird.

Ach ich fahre das ganze Jahr mit Felgenbremsen und hatte deswegen noch keinen Unfall....:rolleyes:

Pedalierer
24.08.2018, 17:48
Also ich hab gar kein MTB. Wozu auch, hier gibts keine Berge und nur an 1 Woche im Jahr Schnee.
Das packt meine Asbach-Felgenbremse ganzjährig.;)

Wenns unter 5° hat sieht man eh keinen mehr auf der Straße, die restlich verbliebenen 5% der Radler im Winterhalbjahr grüßen sich auch noch.

ChristophBM
25.08.2018, 00:19
Ach ich fahre das ganze Jahr mit Felgenbremsen und hatte deswegen noch keinen Unfall....:rolleyes:

Das ist eine schöne Koinzidenz, die ich Dir wirklich gönne, aber einen kausalen Zusammenhang sollte man daraus nicht ableiten . . . :-)

ChristophBM
25.08.2018, 00:21
Wenn man bedenkt, dass die meisten Unfälle Zuhause passieren, ist es besser, so viel radfahren zu gehen wie nur möglich.

😉


Ja, könnte man meinen; aber spätestens wenn keiner mehr daheim ist sondern alle mit dem Rad fahren wird die Zahl der Unfälle die Zuhause passieren gegen Null tendieren, und die Zahl der Fahrradunfälle massiv ansteigen . . . dann wird der Nächste dazu aufrufen daheim zu bleiben . . . ;-)

Beaver
25.08.2018, 09:57
Das ist eine schöne Koinzidenz, die ich Dir wirklich gönne, aber einen kausalen Zusammenhang sollte man daraus nicht ableiten . . . :-)

Da gibt es aber sicher noch einige, denen es genauso geht (mir zum Beispiel), dann ist es irgendwann kein Zufall mehr...

Die letzten tödlichen Unfälle hatte ich eine Seite zuvor aufgelistet - die Bremsen hatten da nie einen Einfluss.

Pedalierer
25.08.2018, 10:21
Wer mehr Sicherheit haben will, muss zuallererst dafür sorgen dass er gut gesehen wird. Ich sehe hier einige Stealth-Radler mit schwarzen Rädern und Klamotten die auch im Herbst noch ohne Licht rumfahren. In Waldabschnitten ist die Tarnkappen-Taktik dann perfekt. :rolleyes:
Denen hilft keine Bremse der Welt. Wer nicht umgemäht werden will muss sich halt sichtbar machen, aktiv mit Beleuchtung und passiv mit greller Bekleidung.

Das gute daran, man braucht keine neues Rad dun keine neuen Laufräder kaufen. Kommt viel billiger und bringt viel mehr.

ChristophBM
25.08.2018, 12:48
Da gibt es aber sicher noch einige, denen es genauso geht (mir zum Beispiel), dann ist es irgendwann kein Zufall mehr...

Die letzten tödlichen Unfälle hatte ich eine Seite zuvor aufgelistet - die Bremsen hatten da nie einen Einfluss.


1. Für statistisch relevante Werte müßte die Stichprobe deutlich größer sein.

2. Und dann weißt du immer noch nicht wieviele Unfälle garnicht erst passiert sind, eben weil die Bremse einen unfallverhütenden Einfluß hatte. Über diese Fälle gibt es eher keine Berichte.

avis
25.08.2018, 13:29
Wer mehr Sicherheit haben will, muss zuallererst dafür sorgen dass er gut gesehen wird. Ich sehe hier einige Stealth-Radler mit schwarzen Rädern und Klamotten die auch im Herbst noch ohne Licht rumfahren. In Waldabschnitten ist die Tarnkappen-Taktik dann perfekt. :rolleyes:
Denen hilft keine Bremse der Welt. Wer nicht umgemäht werden will muss sich halt sichtbar machen, aktiv mit Beleuchtung und passiv mit greller Bekleidung.

Das gute daran, man braucht keine neues Rad dun keine neuen Laufräder kaufen. Kommt viel billiger und bringt viel mehr.

:goodpost:

Mobi
25.08.2018, 13:50
Mich hat vor allem die Optik zum Kauf bewegt, ist evtl. generationsbedingt (1974), aber mir gefällt es einfach, -und dass ich jetzt nur noch mit einem Finger (87kg) vom UL aus mit Wirkung die Bremse ziehen kann ist wirklich super.


Eigentlich habe ich immer nur den Zeigerfinger an der Bremse (FB). Bei der Disc nicht weniger.

Mars1
25.08.2018, 14:11
Eigentlich habe ich immer nur den Zeigerfinger an der Bremse (FB). Bei der Disc nicht weniger.

schön

derDim
25.08.2018, 21:53
-und dass ich jetzt nur noch mit einem Finger (87kg) vom UL aus mit Wirkung die Bremse ziehen kann ist wirklich super.

ich habs extra nochmal ausprobiert
ich bekomm maximal zwei finger hoch zur bremse
in der unterlenkerposition

a x e l
25.08.2018, 22:51
ich habs extra nochmal ausprobiert
ich bekomm maximal zwei finger hoch zur bremse
in der unterlenkerposition

Okay, du hast angefangen...

https://www.youtube.com/watch?v=gHRzQLKhAnA

Beaver
26.08.2018, 10:40
1. Für statistisch relevante Werte müßte die Stichprobe deutlich größer sein.

2. Und dann weißt du immer noch nicht wieviele Unfälle garnicht erst passiert sind, eben weil die Bremse einen unfallverhütenden Einfluß hatte. Über diese Fälle gibt es eher keine Berichte.

Andersherum ist mir niemand bekannt, der einen Unfall durch mangelnde Bremsleistung von Felgenbremsen hatte. Du kannst gerne Doppelscheibenbremsen mit ABS fahren, wenn Dich von hinten ein Auto auf die Motorhaube nimmt, hilft Dir das herzlich wenig. Genauso wenn man ungebremst in ein Auto fährt, sei es am Rande stehend oder die Vorfahrt nehmend. Scheibenbremsen als sicherer zu verkaufen, geht an der Realität vorbei.

B115
26.08.2018, 11:26
Scheibenbremsen als sicherer zu verkaufen, geht an der Realität vorbei.

Schon mal mit Carbonfelgen im strömenden Regen einen Berg runter gefahren?

ChristophBM
26.08.2018, 11:54
Andersherum ist mir niemand bekannt, der einen Unfall durch mangelnde Bremsleistung von Felgenbremsen hatte. Du kannst gerne Doppelscheibenbremsen mit ABS fahren, wenn Dich von hinten ein Auto auf die Motorhaube nimmt, hilft Dir das herzlich wenig. Genauso wenn man ungebremst in ein Auto fährt, sei es am Rande stehend oder die Vorfahrt nehmend. Scheibenbremsen als sicherer zu verkaufen, geht an der Realität vorbei.

ja, ne, is´klar . . .

Mannomann, ICH habe nur nahegelegt, daß die benannten Beispiele für Unfallursachen keinerlei statistischen "Wert" haben . . . alldieweil die Stichproben viel zu klein sind . . . und es keinerlei Kausalität gibt zwischen der Tatsache, daß es hier - und in anderen Universen womöglich auch - individuelle Wahrnehmungen/Erfahrungen gibt die eine FB als jederzeit ausreichend in ihrer Wirkung beschreiben . . . ICH habe auch nix von ABS geschrieben . . . ICH habe lediglich geschrieben [verkürzt], daß ich einer BESSEREN Bremse den Vorzug geben würde gegenüber einer weniger guten, und ich gehe davon aus, daß das auch in bestimmten Situationen der Sicherheit zugute kommen kann.

Und für den Fall, daß eine SB besser bremst als eine FB halte ich die SB durchaus auch für "sicherer".

Das bedeutet aber doch nicht, daß sie vor Unfällen schützt, die mit der Bremsleistung nix, oder nur wenig zu tun haben . . .

McLaren
26.08.2018, 11:55
DAS perfekte Rennrad gibt es für mich nicht, und wird es nie geben. Verstehe die Ganze Aufregung hier nicht. Wer das Hobby Rennrad ernsthaft und mit Leidenschaft betreibt hat ohnehin mehrere Räder in seinem Besitz. Wenn ich meine Asphalt Hausrunde fahre brauche ich keine Disc. Wenn ich aber meine Querfeldein Runde fahre dann sehr wohl. Das gleiche gilt für Rennen. Sieht es nach Regen aus dann starte ich mit der Disc, ansonsten lieber mit der Felgenbremse.
Die ganze Diskussion über die Disc ist völlig sinnlos (aber lustig zu lesen!).
Lasst uns lieber über was anderes wirklich sinnloses diskutieren, über den Aerorahmen denn braucht ja wirklich niemand. ;)

Beaver
26.08.2018, 20:04
Schon mal mit Carbonfelgen im strömenden Regen einen Berg runter gefahren?

Ja, und toll ist das sicher nicht - aber das passiert mir nur unfreiwillig, da ich wie die meisten hier, nicht gerne im Regen fahre. Und wenn dann ist es wegen mangelnder Sicht und Traktion sowieso ratsam nicht auf der letzten Rille zu fahren - für Leute ohne Licht erst recht...


ja, ne, is´klar . . .

Mannomann, ICH habe nur nahegelegt, daß die benannten Beispiele für Unfallursachen keinerlei statistischen "Wert" haben . . . alldieweil die Stichproben viel zu klein sind . . . und es keinerlei Kausalität gibt zwischen der Tatsache, daß es hier - und in anderen Universen womöglich auch - individuelle Wahrnehmungen/Erfahrungen gibt die eine FB als jederzeit ausreichend in ihrer Wirkung beschreiben . . . ICH habe auch nix von ABS geschrieben . . . ICH habe lediglich geschrieben [verkürzt], daß ich einer BESSEREN Bremse den Vorzug geben würde gegenüber einer weniger guten, und ich gehe davon aus, daß das auch in bestimmten Situationen der Sicherheit zugute kommen kann.

Und für den Fall, daß eine SB besser bremst als eine FB halte ich die SB durchaus auch für "sicherer".

Das bedeutet aber doch nicht, daß sie vor Unfällen schützt, die mit der Bremsleistung nix, oder nur wenig zu tun haben . . .

Und solche Unfälle ohne Einfluss der Bremsleistung sind nun mal die Regel und nicht die Ausnahme.

Smombies sind definitiv ein Problem: http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Hannover-Autofahrerin-faehrt-Radfahrer-tot-und-wird-zu-14-Monaten-Bewaehrungsstrafe-verurteilt

ChristophBM
27.08.2018, 08:38
Ja, und toll ist das sicher nicht - aber das passiert mir nur unfreiwillig, da ich wie die meisten hier, nicht gerne im Regen fahre. Und wenn dann ist es wegen mangelnder Sicht und Traktion sowieso ratsam nicht auf der letzten Rille zu fahren - für Leute ohne Licht erst recht...



Und solche Unfälle ohne Einfluss der Bremsleistung sind nun mal die Regel und nicht die Ausnahme.

Smombies sind definitiv ein Problem: http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Hannover-Autofahrerin-faehrt-Radfahrer-tot-und-wird-zu-14-Monaten-Bewaehrungsstrafe-verurteilt


Ja, mag ja sein, bestreite ich überhaupt nicht, habe ich selbst erlebt, aber um eben "die" Ausnahme geht es ja bei der Frage, ob SB besser bremst als FB.

Ich habe jedenfalls in über 40 Jahren schon etliche Unfälle auf dem Rad [Ich fahre von Liegerad bis Rennrad alle Typen von Rädern, und bin selbst vor nicht langer zeit von einem LKW "abgeräumt" worden, da hätte mir eine bessere Bremse nix genützt.] auch dadurch verhindern können, daß ich gerade noch rechtzeitig bremsen konnte, und es gab Situationen wo die Bremse nicht ausreichte, bzw. ein Ausweichen notwendig wurde den Unfall zu verhindern. Da hätte eine bessere Bremse womöglich helfen können.

marvin
27.08.2018, 10:56
Schon mal mit Carbonfelgen im strömenden Regen einen Berg runter gefahren?
Ja. x mal. Null Problemo.

Unschön wurde es nur einmal während der 2017er Regen-Transalp.
Bei Schneeregen und 3 Grad in kurz/kurz und ohne Handschuhe hatte ich den bisher einzigen Moment, bei dem ich mir tatsächlich Disc gewünscht hätte.
Problem war dabei aber eher nicht meine Felgenbremse sondern meine falsche Bekleidungswahl.

coopera
27.08.2018, 11:22
Ja. x mal. Null Problemo.


das sind ungefähr die gleichen "null problemo" wie

null problemo meine disc schleift nicht
null problemo meine disc muss ich nie nachstellen
null problemo meine felgenbremsen gehen auch im winter klasse
null problemo meine felgenbremsen brauch ich nie warten
null problemo meine hochprofieler sind nicht windempfindlich
null problemo mein 19er reifen ist nicht unkonfortabel
null problemo meine tubular sind genauso leicht zu händeln wie clincher
null problemo meine 17cm überhöhung fahre ich 6h im unterlenker durch
null problemo null problemo mein 80ger stahlrahmen ist genau so steif wie die neuen Carbondinger
null problemo ich brauch nur 12-25 und heldenkurbel im gebirge... das 39 ist mir etwas unsympatisch ich hätt gern 42

:D

Alumini
27.08.2018, 12:55
Schon mal mit Carbonfelgen im strömenden Regen einen Berg runter gefahren?

Nein. Warum auch? Ich habe ja Alufelgen. :D

Wenn man die Diskussion mal sachlich angeht, sind also gar nicht die Bremsen das (eventuelle) Problem, sondern doch eher die Carbonfelgen i.V.m. dem Vorhaben, als Leichtgewichtsverweigerer und Möchtegernrennfahrer bei strömendem Regen mit Carbonfelgen einen Berg hinunterbremsen zu wollen. Kein Carbon, kein Regen, kein Problem. :applaus:

coopera
27.08.2018, 13:26
[...] die Carbonfelgen [...]

ja DIE Carbonfelgen gibt es nicht, es ist auch ein eklatanter Unerschied einer 2010 carbonfelge zu einer modernen mit entsprechender bremsflanke, genauso wie einer 2010 disc eher nicht mit den heutigen verleichbar sind (mangels rr verlgeich eher im mtb) und eine Felgenbremse (im sinne von Campagnolo) eigentlich seit 2009 an richtig gut sind...


also pauschal sagen das Carbonfelgen schlecht ist ist genauso pauschal wie alufelgen seien besser und disc sei noch besser;)

meine damalige 2001 ksyium mit optimo cannondale bremse waren zb. ein völliger kraus...
meine carbon xentis mit Campa Skeleton und swisstop um welten besser
meine DA 9100disc um ein bischen besser aber wesentlich dosierbarer...

muss ja jeder selber entscheiden was er will (brauchen nehm ich mal nicht in den mund)

Boniperti
27.08.2018, 13:45
Ja. x mal. Null Problemo.

Unschön wurde es nur einmal während der 2017er Regen-Transalp.
Bei Schneeregen und 3 Grad in kurz/kurz und ohne Handschuhe hatte ich den bisher einzigen Moment, bei dem ich mir tatsächlich Disc gewünscht hätte.
Problem war dabei aber eher nicht meine Felgenbremse sondern meine falsche Bekleidungswahl.

Übertreiben kann man ja mal.
Erst recht bei gesperrter Strecke.

Kurt_K.O._Bein
29.08.2018, 09:54
ja DIE Carbonfelgen gibt es nicht, es ist auch ein eklatanter Unerschied einer 2010 carbonfelge zu einer modernen mit entsprechender bremsflanke, genauso wie einer 2010 disc eher nicht mit den heutigen verleichbar sind (mangels rr verlgeich eher im mtb) und eine Felgenbremse (im sinne von Campagnolo) eigentlich seit 2009 an richtig gut sind...


also pauschal sagen das Carbonfelgen schlecht ist ist genauso pauschal wie alufelgen seien besser und disc sei noch besser;)


Die Enve Carbon-Felgen sollen mit der texturierten Bremsflanke sehr gut bremsen und auch bei Nässe nicht groß nachlassen. Sollen die besten Felgen zurzeit, was Bremsleitung mittels Felgenbremse angeht (mit den richtigen Belägen versteht sich). Kann das jemand hier so bestätigen?
Ich hatte mal ein Negativ-Erlebnis mit schlecht bremsenden Carbonfelgen im Regen auf einer steilen Abfahrt. Das muss ich nicht nochmal haben.

BOW82
29.08.2018, 10:18
das sind ungefähr die gleichen "null problemo" wie

null problemo meine disc schleift nicht
null problemo meine disc muss ich nie nachstellen
null problemo meine felgenbremsen gehen auch im winter klasse
null problemo meine felgenbremsen brauch ich nie warten
null problemo meine hochprofieler sind nicht windempfindlich
null problemo mein 19er reifen ist nicht unkonfortabel
null problemo meine tubular sind genauso leicht zu händeln wie clincher
null problemo meine 17cm überhöhung fahre ich 6h im unterlenker durch
null problemo null problemo mein 80ger stahlrahmen ist genau so steif wie die neuen Carbondinger
null problemo ich brauch nur 12-25 und heldenkurbel im gebirge... das 39 ist mir etwas unsympatisch ich hätt gern 42

:D

:Applaus::Applaus::Applaus:

Mars1
29.08.2018, 10:47
Gleiche Bremsleistung, geringerer Kraftaufwand, null Felgenverschleiß, andere Optik .

Marin
29.08.2018, 11:23
Damit ist alles gesagt.



:D:D:D

seankelly
29.08.2018, 11:28
Kurze Manöverkritik meinerseits: bin letzte Woche eine ca. 9 km Abfahrt auf sehr schlechter Asphalt-Schotter-Decke ("Forstweg" mit fetten Schlaglöchern) mit FB runtergebremst. Rollen lassen unmöglich. Musste paar mal anhalten wegen tauber Finger und Schmerzen. Mag ne individuelle, also konstitutionelle Schwachstelle bei mir sein, das war aber alles andere als ein Spaß. Bin mir sicher, dass das mit Disc angenehmer gewesen wäre.

OK, ich hör schon: wie oft kommt sowas vor? :rolleyes:

MonsieurF
29.08.2018, 11:30
Schwerer fehlt noch.

PS.: Ich bin Disc- Fahrer. So sehr ich von der Disc aufgrund der Bremskraft überzeugt bin, beinahe genauso viel würde es mich freuen, wenn die Waage 6,8 kg anstatt 7,4kg anzeigen würde.

Mars1
29.08.2018, 11:38
Schwerer fehlt noch.

PS.: Ich bin Disc- Fahrer. So sehr ich von der Disc aufgrund der Bremskraft überzeugt bin, beinahe genauso viel würde es mich freuen, wenn die 6,8 kg anstatt 7,4kg anzeigen würde.

Das mit dem Gewicht muss halt jeder für sich entscheiden. Langsamer bin ich jetzt nicht geworden... Komplett DA Di2/Disc macht das Rad um ca 400 g schlanker (zur Ultegra).

SST
29.08.2018, 11:41
Unabhängig von der Frage ob die Disc langsamer Wechselbar im Rennen ist, mehr wiegt oder optisch (Scheibe Nabe, Monsterhöcker bei hydrl. Schaltung am Schalt-/Bremsgriff) ok ist oder nicht.

Wie sieht es mit den Kinderkrankheiten aus?


Haben aktuelle Modelle der Hersteller das Problem des Fadings in den Griff bekommen?
Hat jemand Erfahrung mit der aktuellen hydr. DI2?
Schleifgeräusche? Wenn ja wann (Regen, Beschleunigung/Wiegetritt, ...)?
erhöhte Gefahr eines Gabelbruchs an Ausfallenden?
Transport (Sicherung der Bremssättel bei Hydraulik, ...)?

Danke.

Mars1
29.08.2018, 11:52
Unabhängig von der Frage ob die Disc langsamer Wechselbar im Rennen ist, mehr wiegt oder optisch (Scheibe Nabe, Monsterhöcker bei hydrl. Schaltung am Schalt-/Bremsgriff) ok ist oder nicht.

Wie sieht es mit den Kinderkrankheiten aus?


Haben aktuelle Modelle der Hersteller das Problem des Fadings in den Griff bekommen?
Hat jemand Erfahrung mit der aktuellen hydr. DI2?
Schleifgeräusche? Wenn ja wann (Regen, Beschleunigung/Wiegetritt, ...)?
erhöhte Gefahr eines Gabelbruchs an Ausfallenden?
Transport (Sicherung der Bremssättel bei Hydraulik, ...)?

Danke.

Ich fahre die aktuelle di2 Ultegra (R8000), hier sind die STI's nicht mehr von den Mechanischen zu unterscheiden. Im Wiegetritt mit 87 kg schleift (wohl) durch die 12 mm Steckachsen auch nichts., -bei Regen aber noch keine Erfahrung gemacht. Beim Transport kommt halt so eine "Transportsicherung" zwischen die Backen und gut ist's...

Alumini
29.08.2018, 13:36
Gleiche Bremsleistung, geringerer Kraftaufwand, null Felgenverschleiß, andere Optik .

Siehst Du? :eek: Wenn der Punkt mit der Optik nicht wäre, wär's evtl. die bessere Bremse. Aber so... Leider nein, leider gar nicht! :D

SST
29.08.2018, 15:10
Siehst Du? :eek: Wenn der Punkt mit der Optik nicht wäre, wär's evtl. die bessere Bremse. Aber so... Leider nein, leider gar nicht! :D
Optisch zu den gängigen Aerorahmen inkl. Hochprofiler (50 mm+) sieht eine Scheibenbremse stimmig aus da sie durch das bolide Design in der Wahrnehmung eher untergeht als ein filigran gefertigter Rahmen und Niedrigprofiler.

Es geht dabei wohl weniger um Rennfahrer als mehr um Massentauglichkeit für Rennradfahrer. Ich bemerke einen Trend hier im Lande das nicht vorhandene Leistung durch teures Equipment aufgehoben versucht wird. Umhercruisen, auf Strava Gott spielen und massig Selfies für Instagram schiessen ... :rolleyes: Jeder wie er es mag.

Das wiederum ist ein nicht zu unterschätzender Markt! Gekoppelt mit der Jedermannszene bringt dies ordentlich $$$ für die Hintermänner. Die wenigen die der Vergangenheit und Funktionalität diverser Teile hinterher trauern gehen im Tsunami der Industrie nach und nach Unter. War das nicht schon immer so? :) ... was nicht heissen soll die Felgenbremse stirbt aus!

Allerdings funktional (Scheibenbremse) ist es an einem Trainingsrad allemal. Carbon mag zwar nach etlichen Erschütterungen brechen zeigt sich aber weniger beeindruckt als Stahl oder Aluminum in ständigem Gebrauch d.h. die Felge wird durch Verschleiß in ihrem Rundlauf nicht gestört vorausgesetzt die Speichenspannung wird überwacht. Jetzt da die Bremsfläche noch extrahiert wurde könnte man meinen man hat für lange Zeit ein Rundumsorglospaket?
:flamedevi

Alumini
29.08.2018, 15:51
Optisch zu den gängigen Aerorahmen inkl. Hochprofiler (50 mm+) sieht eine Scheibenbremse stimmig aus da sie durch das bolide Design in der Wahrnehmung eher untergeht als ein filigran gefertigter Rahmen und Niedrigprofiler.
Ich fahre Stahl und <50mm.
q.e.d.
:D

Grundsätzlich stimme ich Dir sogar zu. Könnte man meinen.

kleinerblaumann
29.08.2018, 16:17
Siehst Du? :eek: Wenn der Punkt mit der Optik nicht wäre, wär's evtl. die bessere Bremse. Aber so... Leider nein, leider gar nicht! :D

Ich habe mich recht schnell an die Optik gewöhnt. War beim MTB genauso. Wenn ich jetzt ein MTB mit 26", Felgenbremse und 32er Ritzel sehe, denke ich eher an ein Museum als an einen Trail. Vor 20 Jahren hätte man die meisten heutigen Rennräder vermutlich als abgrundtief hässlich beurteilt, heute fahren wir fast alle damit herum.

kami
29.08.2018, 16:57
Jetzt da die Bremsfläche noch extrahiert wurde könnte man meinen man hat für lange Zeit ein Rundumsorglospaket?
Die Befürchtung ist unbegründet! Der Industrie wird schon etwas einfallen, weshalb Scheibenbremse und Breitreifen kein Sorglospaket sind und sich der trendige Radfahrer bald wieder Sorgen macht, irgendeinen Trend zu verpassen. Sei es der Radtyp (Gravel statt Crosser) oder einfaches Kettenblatt statt zwei oder gar drei oder Rad- bzw. Rahmenform oder Elektrifizierung bzw. Digitalisierung/Vernetzung oder ...
Ich erwarte ich viel Kreativität seitens Industrie, um dem Radfahrer Sorgenfalten ob dessen Altmaterial auf die Stirn zu treiben.


Schwerer fehlt noch.Gibt's inzwischen einen defacto-(Industrie-)Standard zu den Achsen/-Achsaufnahmen? Die unterschiedlichen Steckachsen bis hin zu den Kombinationen von Schnellspanner und Steckachse an einem Rad ist alles andere als sonderlich gut geplant.

Ted D. Lakuhrs
29.08.2018, 17:04
Kurze Manöverkritik meinerseits: bin letzte Woche eine ca. 9 km Abfahrt auf sehr schlechter Asphalt-Schotter-Decke ("Forstweg" mit fetten Schlaglöchern) mit FB runtergebremst. Rollen lassen unmöglich. Musste paar mal anhalten wegen tauber Finger und Schmerzen. Mag ne individuelle, also konstitutionelle Schwachstelle bei mir sein, das war aber alles andere als ein Spaß. Bin mir sicher, dass das mit Disc angenehmer gewesen wäre.

OK, ich hör schon: wie oft kommt sowas vor? :rolleyes:

Noch angenehmer ist die beschriebene Strecke mit 2,40'' Reifen und 130mm Federweg. Dann könnte man aber schon wieder auf die disc verzichten, weil man viel weniger bremsen muß...
😉

KeinerEiner
29.08.2018, 17:17
Die Befürchtung ist unbegründet! Der Industrie wird schon etwas einfallen, weshalb Scheibenbremse und Breitreifen kein Sorglospaket sind und sich der trendige Radfahrer bald wieder Sorgen macht, irgendeinen Trend zu verpassen. Sei es der Radtyp (Gravel statt Crosser) oder einfaches Kettenblatt statt zwei oder gar drei oder Rad- bzw. Rahmenform oder Elektrifizierung bzw. Digitalisierung/Vernetzung oder ...
Ich erwarte ich viel Kreativität seitens Industrie, um dem Radfahrer Sorgenfalten ob dessen Altmaterial auf die Stirn zu treiben.

Gibt's inzwischen einen defacto-(Industrie-)Standard zu den Achsen/-Achsaufnahmen? Die unterschiedlichen Steckachsen bis hin zu den Kombinationen von Schnellspanner und Steckachse an einem Rad ist alles andere als sonderlich gut geplant.

Wenn man bedenkt, wie lange es schon Scheibenbremsen am Fahrrad gibt, ist das nicht wirklich neu.

Eher verwunderlich ist, dass die Rennräder erst jetzt dran sind. Andererseits fahren die RR-Fahrer zu 99,99% ja nur bei Sonne ihre Flachlandstrecke und sind erzkonservativ bis zur Darwin-Award verdächtigen Sturheit ("man braucht keine bessere Bremse, da kein sicherheitsrelevantes Bauteil, sich bunt anziehen ist wichtiger":applaus:).

Da ist nur fair, dass ernstzunehmende Radlertypen wie MTBler, Tourer, Pendler und Pedelecer zuerst versorgt wurden ...

Den Standard gibt es längst, 100x12 vorn und 142x12 hinten, andere sind Altbestände oder noch gebaute, aber alte Konstruktionen.

Jedenfalls soweit man von Standard reden kann, wenn fast alle seit ein paar Jahren das bauen. Felgenbremsen sind da vielfältiger, lange Schenkel und kurze Schenkel, Direktmount und unterm Tretlager, V-Brake, Canti, Mini-Canti - ein einziger Horrorzoo, der abgeschafft gehört :D

Pedalierer
29.08.2018, 17:43
Gott bist Du einfältig

KeinerEiner
29.08.2018, 17:54
Gott bist Du einfältig

Wenn du Gott nicht lästern würdest, hätte er dir sicher schon einen Ironiedetektor geschenkt :D

Lieblingsleguan
30.08.2018, 08:11
Den Standard gibt es längst, 100x12 vorn und 142x12 hinten, andere sind Altbestände oder noch gebaute, aber alte Konstruktionen.

Jedenfalls soweit man von Standard reden kann, wenn fast alle seit ein paar Jahren das bauen. Felgenbremsen sind da vielfältiger, lange Schenkel und kurze Schenkel, Direktmount und unterm Tretlager, V-Brake, Canti, Mini-Canti - ein einziger Horrorzoo, der abgeschafft gehört :D
Naja, "längst", die UCI hat dieses Maß vor knapp 2 Jahren als Standard vorgeschlagen. In Stein gemeißelt ist das nicht. Mein Crosser von 2015 fährt mit 15x100 vorne und zum damaligen Zeitpunkt konnte man annehmen, dass das der "Standard" wird.

Die von dir genannten Felgenbremsvarianten beziehen sich nur auf das Fahrrad selbst und können mit jedem Felgenbremslaufrad kombiniert werden, das ist der entscheidende Unterschied.

derpuma
31.08.2018, 16:24
Nette Diskussion am Anfang Pro/Contra Disc:


https://www.youtube.com/watch?v=AyWFaJQu8yo

Voreifelradler
31.08.2018, 16:45
Naja, "längst", die UCI hat dieses Maß vor knapp 2 Jahren als Standard vorgeschlagen. In Stein gemeißelt ist das nicht. Mein Crosser von 2015 fährt mit 15x100 vorne und zum damaligen Zeitpunkt konnte man annehmen, dass das der "Standard" wird.

Die von dir genannten Felgenbremsvarianten beziehen sich nur auf das Fahrrad selbst und können mit jedem Felgenbremslaufrad kombiniert werden, das ist der entscheidende Unterschied.

Jein, der Standard war eigentlich zu erkennen als Shimano auf 12x100 ging.

Mifri
01.09.2018, 07:55
Naja, "längst", die UCI hat dieses Maß vor knapp 2 Jahren als Standard vorgeschlagen. In Stein gemeißelt ist das nicht. Mein Crosser von 2015 fährt mit 15x100 vorne und zum damaligen Zeitpunkt konnte man annehmen, dass das der "Standard" wird.

Vor zwei Jahren schrieben wir auch das Jahr 2016, also ist dein CX eben mit einem „veralteten“ Standard unterwegs. Standard ist da wohl eher 12x100. Was allerdings nicht unbedingt Standard ist, sind die Steckachsen selbst, mal nur geschraubt, mal geschraubt und zusätzlich wie Schnellspanner geklemmt.

Lieblingsleguan
01.09.2018, 10:49
Vor zwei Jahren schrieben wir auch das Jahr 2016, also ist dein CX eben mit einem „veralteten“ Standard unterwegs. Standard ist da wohl eher 12x100. Was allerdings nicht unbedingt Standard ist, sind die Steckachsen selbst, mal nur geschraubt, mal geschraubt und zusätzlich wie Schnellspanner geklemmt.
Das meinte ich ja gerade, wenn ein knapp drei Jahre altes Bike schon wieder veraltet ist in Bezug auf den "Standard", weil dieser erst zwei Jahre alt ist, dann kann man eben nicht sagen, dass der Standard "längst" etabliert wurde. Und ob er wirklich etabliert wurde, wird auch erst die Zeit zeigen.

Mifri
01.09.2018, 11:22
Das nennt sich Entwicklung.

Pedalierer
01.09.2018, 11:24
Und ein Standard ist es eben nicht weil ich nicht einfach eine 12er Achse kaufen kann und die dann in den Rahmen passt. Siehe Scott z. B.. Da gibts teilweise ausschliesslich Achsen die zum Rahmenset passen und keine frei verkäuflichen die man verwenden kann.
Beim Schnellspanner passt es immer wenn die Achslänge stimmt. Und selbst mit 135er-MTB-Spanner kann man meist eine RR-Nabe klemmen.

Mifri
01.09.2018, 11:35
Grundsätzlich werden die Rahmen aber mit den entsprechenden Steckachsen geliefert und der Standard bezieht sich nicht auf, wie sieht die Steckachse aus, sondern auf 12x100 bzw. 12x142. Ich brauche für einen Rahmen, bzw. LRS nur ein Steckachsenpaar und nicht für jeden LRS.

Skadieh
01.09.2018, 11:40
Alles wird offensichtlich einfacher :D

Und die heroischen early Adopters können nun im Regen besser bremsen, in dem man sie stehen ließ.

Sigi Sommer
01.09.2018, 11:52
Das meinte ich ja gerade, wenn ein knapp drei Jahre altes Bike schon wieder veraltet ist in Bezug auf den "Standard", weil dieser erst zwei Jahre alt ist, dann kann man eben nicht sagen, dass der Standard "längst" etabliert wurde. Und ob er wirklich etabliert wurde, wird auch erst die Zeit zeigen.


Die Industrie hat kein Interesse daran, dass Du noch länger mit einem 3 Jahre alten Bike durch die Gegend nudelst.

Ist schliesslich kein Vintage-Faden hier -> guggsu bitte Klassiker!

efx
01.09.2018, 11:52
Und ein Standard ist es eben nicht weil ich nicht einfach eine 12er Achse kaufen kann und die dann in den Rahmen passt. Siehe Scott z. B.. Da gibts teilweise ausschliesslich Achsen die zum Rahmenset passen und keine frei verkäuflichen die man verwenden kann.
Beim Schnellspanner passt es immer wenn die Achslänge stimmt. Und selbst mit 135er-MTB-Spanner kann man meist eine RR-Nabe klemmen.

Weil Scott eine relativ viel aufwändige Rahmenkonstruktion hat und eben links und rechts nicht gleich dicke Ausfallende baut.

Da machen es sich die 0815 Hersteller eben einfach :D.

Bei Steckachsen ist aber generell vorsicht geboten, unterschiedliche Gewindesteigungen sind auch nicht selten.

Lieblingsleguan
01.09.2018, 12:26
Die Industrie hat kein Interesse daran, dass Du noch länger mit einem 3 Jahre alten Bike durch die Gegend nudelst.

Ist schliesslich kein Vintage-Faden hier -> guggsu bitte Klassiker!
:Applaus:

Scatto
01.09.2018, 13:37
Alles wird offensichtlich einfacher :D

Und die heroischen early Adopters können nun im Regen besser bremsen, in dem man sie stehen ließ.

:applaus:

seankelly
01.09.2018, 14:02
Und ein Standard ist es eben nicht weil ich nicht einfach eine 12er Achse kaufen kann und die dann in den Rahmen passt. Siehe Scott z. B.. Da gibts teilweise ausschliesslich Achsen die zum Rahmenset passen und keine frei verkäuflichen die man verwenden kann.
Beim Schnellspanner passt es immer wenn die Achslänge stimmt. Und selbst mit 135er-MTB-Spanner kann man meist eine RR-Nabe klemmen.

Stimmt. Man kann es aber auch positiv wenden: das endlose Getune hat ein Ende, weil die systemintegrierten, eigenstandardisierten Räder keine Fremdteile mehr zulassen. Schont das Budget. ;)

Skadieh
01.09.2018, 18:05
Nette Diskussion am Anfang Pro/Contra Disc:


https://www.youtube.com/watch?v=AyWFaJQu8yo

Mal ernsthafter: Interessantes Interview, dass die Debatte gut zusammenfasst. Zivil im Ton und kürzer als 250 Seiten :D

a x e l
02.09.2018, 07:02
Mal ernsthafter: Interessantes Interview, dass die Debatte gut zusammenfasst. Zivil im Ton und kürzer als 250 Seiten :D

Unser Threadstarter SST hat seinen Eingangspost auch überarbeitet, so dass hier bereits alle Aspekte zu dem Thema
berücksichtigt sind.

Fehlt nur noch der Hinweis unter Beitrag 1:

Das Lesen der restlichen 249 Seiten vergeudet wertvolle Lebenszeit. Geht besser trainieren!

Pedalierer
02.09.2018, 09:14
Stimmt. Man kann es aber auch positiv wenden: das endlose Getune hat ein Ende, weil die systemintegrierten, eigenstandardisierten Räder keine Fremdteile mehr zulassen. Schont das Budget. ;)

Na dann viel Spaß bei der Suche wenn in 5 Jahren die mitgelieferte Achse mal verloren geht und kaputt ist.

kapi
31.10.2018, 07:10
.....

Die Frage ist doch ganz einfach.
Mit 350 Watt schafft man 40 km/h.
Durch Aerooptimierung braucht man nur noch 300 Watt für 40 km/h.
Wie viel schneller kann man durch die noch zur Verfügung stehenden 50 Watt fahren?

.....

Hab hier schon länger nicht reingeschaut weil nur Schwachsinn und OT gepostet wird, das hat sich zwar nicht geändert, aber zumindest einmal eine konkrete OT Frage die mich interessiert ;)

Wenn man ein paar Annahmen trifft (Gewicht, Crr,...) kann man das (relativ) leicht ausrechnen.
Zuerst muss man die CdA ermitteln, dann recnet man die Geschwindigkeit für die ermittelte CdA bei 350W aus.

http://666kb.com/i/dy9mo06e8vvnn7yxj.jpg
http://666kb.com/i/dy9moc1hrp9yxpl07.jpg

Flämischer Löwe
31.10.2018, 07:53
Neiiinn! :eek: Und ich hatte schon gehofft, der Spamthread verschwindet in der Versenkung, wo er hingehört.

cnyn
09.11.2018, 07:50
Kurzer Blick in die Zukunft von einem Hersteller:

https://youtu.be/Njjvgh8H3RM?t=220

Beaver
09.11.2018, 10:34
Die Hersteller wollen die Synergieeffekte mitnehmen, die Prophezeiung hatten wir auch schon letztes Jahr: https://road.cc/content/news/220782-specialized-boss-mike-sinyard-says-future-all-road-bikes-will-have-disc-brakes

Und der FSA Mann will sich nicht so richtig festlegen, aber der Interviewer kommt dann mit "alles klar, in zwei Jahren alles Disc". :D :Applaus:

Letztendlich sitzen sie am längeren Hebel und was nicht mehr angeboten wird, kann auch nicht gekauft werden. Wie viel Disc bringt, haben wir bei der Tour in diesem Jahr gesehen. Und es wird im nächsten Jahr nicht anders aussehen, wenn sie die Fahrer nicht entsprechend "motivieren".

Pedalierer
09.11.2018, 10:50
Die Industrie will die Rim-Brake aus fiskalischen Gründen los werden – wann und wie das passiert liegt letztlich am Kaufverhalten. Wenn genug Felgen gebremste Räder gekauft werden, dann wird es die auch noch lange geben.

Und mal ehrlich, FSA ist ne Rümpelbude mit überschaubaren Marktanteilen. Die entscheiden nicht ob Shimano/SRAM/Campa Disc only werden.

DaPhreak
09.11.2018, 10:52
"There you have it. Two years. All disc. Awesome." :rolleyes:

Ich muss echt kotzen, wenn ich diesen GCN Honks zuhören muss.

immerflach
09.11.2018, 10:54
http://666kb.com/i/dy9mo06e8vvnn7yxj.jpg
http://666kb.com/i/dy9moc1hrp9yxpl07.jpg

:eek: Die Hobbylette, welche das Ernst, wird doch eingewiesen...

Sigi Sommer
09.11.2018, 11:14
Die Industrie will die Rim-Brake aus fiskalischen Gründen los werden ...

Werden Felgenbremser nun von scheiben-radelnden Steuerfahndern mit wehendem Mahnbescheid in der Hand verfolgt?

:D

Cleat Commander
09.11.2018, 11:19
Felgenbremse ist Punk. There you have it! :cool:

Pedalierer
09.11.2018, 11:54
Werden Felgenbremser nun von scheiben-radelnden Steuerfahndern mit wehendem Mahnbescheid in der Hand verfolgt?

:D

Du hast mich schon verstanden:D

hahnru
09.11.2018, 13:56
Der direct mount Bremse in Verbindung mit Carbon Clinchern gehört die Zukunft beim Rennrad.:)

Sagte mir ein Hellseher :D

Pedalierer
09.11.2018, 14:27
Ich hoffe eher die Zukunft gehört der Vielfalt und Wahlfreiheit die wir im Moment haben.

Beaver
09.11.2018, 14:48
"There you have it. Two years. All disc. Awesome." :rolleyes:

Ich muss echt kotzen, wenn ich diesen GCN Honks zuhören muss.

Mr. FSA eiert da über 10 Sekunden rum https://youtu.be/Njjvgh8H3RM?t=480 und wird dann festgenagelt. :D :Applaus:

There you have it!

coopera
09.11.2018, 14:56
Der direct mount Bremse in Verbindung mit Carbon Clinchern gehört die Zukunft beim Rennrad.:)
D

-10 Jahren war Tubular das A und O des Rollwiederstands und quasi das non plus ultra des schnell fahrens...

- 10 Jahren waren 19er reifen und Hochprofiel das beste an Aero das es gibt

-6 Jahren war 25/28 Reifen und breite Felgen eher undenkbar bis (hier im Forum) totdiskutiert

-10 Jahre waren Hochprofieler bockhart und windanfällig

ohne bauchige Felgen mit 23/25 in clincher ist das TT rad von heute nicht und einstweilen ist reifen um die 25-28 der beste kompromis aus Aero, rollwiederstand und gewicht am Rennrad

jetzt fahr ich DT ERC 110 47 mit 25/27 Reifen als Carbonclincher mit 6 Bar und Herbsturm da war meine flachen Felgen windanfälliger, Härter und weniger steif... und vermutlich auch weniger Aero und wüsste nicht was an dem Gesamtkonzept zu ändern sei


also wenn man mal Reflektiert ist es mit Zukunftsaussagen schwierig bis unmöglich irgendwas totzusagen oder herbeizureden...

Disc ja oder nein... ich sag ja, und eine Nische wird es immer geben, ob es sich für Hersteller rechnet zukünftig 2 Rahmensets herzustellen ist vermutlich eine Frage der Firmengröße, oder kleinheit, die Komponenten wird es noch eine Zeit lang geben, eine Felgenbremse muss ja nicht zwangsläufig alle 2 Jahre neu gemacht werden wie man bei campa sieht...

ich kenns vom MTB, was da geschimpft wurde über disc...kein rad gibt es mehr ohne, von ein paar baumarkträder abgesehen...

Pedalierer
09.11.2018, 15:04
-

ich kenns vom MTB, was da geschimpft wurde über disc...kein rad gibt es mehr ohne, von ein paar baumarkträder abgesehen...

Am Geländerad hat diese Bremse ja auch Sinn. Da gibts Dreck und der Bremsanteil ist im Gelände um ein vielfaches höher. Im Straßenbetrieb brauch es das einfach nicht, da bremse ich abseits von Ampelverkehr höchstens alle paar Minuten mal (selbst im bergigen).

DaPhreak
09.11.2018, 15:16
-10 Jahren war Tubular das A und O des Rollwiederstands und quasi das non plus ultra des schnell fahrens...

...

Ist es immer noch.

Mifri
09.11.2018, 15:16
Tja, ihr müsst euch nun eben damit abfinden, da hilft kein herumgenörgel. Und auf die Meinung einzelner Tour-Forum User, wird die Industrie sicherlich pfeifen.

KeinerEiner
09.11.2018, 15:42
Clincher mit Latexschlauch und Tubeless rollen besser als Schlauchreifen. Das ist seit langem so und auch bekannt.

https://www.velonews.com/where-the-rubber-meets-the-road-what-makes-cycling-tires-fast
https://bikeboard.at/Board/Die-schnellsten-Reifen-der-Welt-Pt.-2-th217501

usw.

Schlauchreifen sind jedoch deutlich sicherer, da sie gut geklebt auch leer auf der Felge bleiben. Dagegen ist Clincher mit Latex die heikelste Kombi. Tubeless verabschiedet sich bei hohen Drücken schon mal von der Felge zudem dichten die notwendigen Dichtflüssigkeiten desto schlechter je höher der Druck, ab 6 bar wird das heikel. Darum fährt der geneigte Profi Schlauchreifen obwohl sie schlechter rollen.

Der Nachteil des aufwändigen Klebens und Flickens von Schlauchreifen lässt dagegen den Hobbisten dann doch eher zum Clincher greifen, wer gerne den Komfort niedriger Drücke schätzt, kann auch mit Tubeless glücklich werden.

Die praktischen Nachteile von Schlauchreifen sind für den Profi irrelevant, da der Mechaniker klebt und im Pannenfall nicht geflickt sondern ersetzt wird.

Scatto
09.11.2018, 15:45
Fahrgefühl kommt mMn noch hinzu, welches für Tubular spricht.

coopera
09.11.2018, 16:14
Ist es immer noch.

das glaub ich nicht Tim

https://bikeboard.at/_uploads/_fotos/87056_218451.jpg

https://bikeboard.at/Board/Die-schnellsten-Reifen-der-Welt-Pt.-2-th217501






Die praktischen Nachteile von Schlauchreifen sind für den Profi irrelevant, da der Mechaniker klebt und im Pannenfall nicht geflickt sondern ersetzt wird.

jo Profi würd ich da immer als "anders" sehen, da muss alles bestens funktionieren, ein Rennauto ist auch anders gebaut als ein Straßenauto...

trotzdem ist abseits der Profi, Semiprofi und ambitionierten Hobbyfahrer der zug pro Disc abgefahren, von denen juck es auf keinen ob disc oder nicht...

wenn ich meinen Vater jetzt kein Caad 9 aufgebaut hätte und ein Disc Caad 10 hingestellt hätte juck es den nicht... meine Frau auch nicht, und wenn man aus den Alpen kommt und seit 20 Jahren Disc fährt, ist jede Rennradbremse schlecht weil einfach das gefühl nicht so ist wie mit Disc...

das viele einfach keinen Bremsgummi wechseln und dadurch auch schleche Bremsen haben sei dahingestellt:rolleyes:

DaPhreak
09.11.2018, 16:26
Clincher mit Latexschlauch und Tubeless rollen besser als Schlauchreifen. Das ist seit langem so und auch bekannt.

https://www.velonews.com/where-the-rubber-meets-the-road-what-makes-cycling-tires-fast
https://bikeboard.at/Board/Die-schnellsten-Reifen-der-Welt-Pt.-2-th217501

...

Blabla.

Im ersten Test sind doch nur "open tubular", das sind mWn Faltreifen. ;)

Und dann schau Dir mal die Testkandidaten im zweiten Link an...

Conti Force/Attac Tubular fährt doch kein (vernünftiger) Mensch.

Ich hab z.B. auch nen 4000 S in der Schlauchreifen-Variante aufgeklebt, der ist auch schlimm.

Mavic baut auch nix gutes, was Reifen angeht. Hab einige.

Der einzige vergleichbare ist der von Specialized, und der liegt ja auch auf Augenhöhe mit den besten im Test.


Ganz vorne ist ja z.B. der Continental GrandPrix TT 23 Faltreifen.

Den hätte man doch mit dem Podium TT vergleichen müssen! Dann würde ein Schuh draus.

Der Test ist einfach nur wieder typisch. Man nimmt die besten Faltreifen, und maximal mittelmäßige bis schlechte Tubulars.
Et voilà! Man hat bestätigt, was man bestätigt haben wollte.

LINN
09.11.2018, 16:31
trotzdem ist abseits der Profi, Semiprofi und ambitionierten Hobbyfahrer der zug pro Disc abgefahren, von denen juck es auf keinen ob disc oder nicht...


Den nicht ambitionierten Hobby-Rennradfahrer juckt also nichts.
Nun ja, als Argument taugt das eher nicht.

Ist wie bei bei den nicht so ambitionierten Hobbyköchen, die machen sich auch mal eine Tiefkühlpizza. :Applaus:

KeinerEiner
09.11.2018, 16:31
@DaPhreak: Naja, man kann sich drauf einigen, dass bei den jeweils besten Exemplaren Augenhöhe besteht. Die Entscheidung, was gefahren wird, richtet sich jedenfalls nicht am geringeren Rollwiderstand des Systems aus, sondern an den anderen Aspekten.

Pedalierer
09.11.2018, 16:35
Die Tests ignorieren meist auch das man Tubular mit 2 bar mehr fahren kann/sollte ohne das es einen entplombt.
Ich glaube nicht dass es einen systemischen Vor oder Nachteil beim Rollwiderstand einer Reifenbauart gibt. Bei den Tubular wird wohl auch i.d.R. bei den Tests mit Tape geklebt und mit mit Kittbett, das verzerrt das ganze noch weiter.

avis
09.11.2018, 16:42
Richtig.
Zudem, der Test und die meisten anderen ignorieren halt auch, dass bei Tubular die Qualität der Klebung eine -relativ- immense Rolle bzgl. Rollwiderstand spielt.
Zwischen richtig gut geklebt, schlecht geklebt und mit Band geklebt liegen innerhalb des Testfeldes dann kleine Welten.
Im verlinkten Bikeboardartikel wird überhaupt nicht angegeben, wie vorgegangen wurde, wenn ich nichts überlesen habe, könnte durchaus sehr wahrscheinlich mit Band geschehen sein, bei der Menge an Reifen und dem Zeitdruck, oder schlecht und hastig gekittet, ohne entsprechendes Abbinden lassen etc...

https://www.bicyclerollingresistance.com/road-bike-reviews/continental-competition-2016

I've spent quite some time testing the Continental Competition in the last weeks. What I've learned is that getting consistent results with tubular tires is a lot harder when compared with the clincher tires. The quality of the mounting can make a difference of 1-2 watts in the rolling resistance test. The most important part seems to be in using the right type and amount of glue, and also the drying time of the glue is important. As an example: I started testing this tire with a loose fit (no glue or tape), this resulted in up to 30% more rolling resistance compared to the best result which was with the tire glued to the rim and a drying time of 72 hours.

Gewicht, Sicherheit, Fahrverhalten sind halt weitere Vorteile.
Dennoch, am Trainingsrad fahre ich auch Clincher.


OT: @DaPhreak, was spricht für dich gegen Attack/Force? "Nur" der Umstand, dass kein Latex?!

coopera
09.11.2018, 16:48
Den nicht ambitionierten Hobby-Rennradfahrer juckt also nichts.
Nun ja, als Argument taugt das eher nicht.

Ist wie bei bei den nicht so ambitionierten Hobbyköchen, die machen sich auch mal eine Tiefkühlpizza. :Applaus:

Ja schon, der kauft das was im geschäft steht... ob das jetzt Disc oder Felgenbremse hat gibt da keinen vor oder nachteil, und wenns dann noch in einem Heft steht und die Farbe passt ist der ofen sowiso aus...

das Tour forum mit vll 200 - 500 dauerverrückten hier im Forum die sich mit der Materie beschäftigen (ich nehm mich nicht aus) ist kein Representativer wert... das ICB forum hat das sterben der 26" auch nicht aufgehalten:D

LINN
09.11.2018, 17:09
das ICB forum hat das sterben der 26" auch nicht aufgehalten:D

Schon richtig, allerdings hätten die MTB-Profis dies aufgehalten, wenn denn 26" so wichtig gewesen wäre, dass man damit viel eher erfolgreich ist auf der Strecke. War es aber offensichtlich nicht, und so fahren eben viele mit unsinnig großen Rädern rum.

Schlauchreifen sind wichtig als Wettbewerbsvorteil für Strassen-Profis, deshalb gibt es die wohl auch in 20 Jahren noch.
Und wie es mit Felgenbremsen-Rennrädern aussieht, ist noch nicht entschieden. Im Moment scheinen die Profis aber Disc-Räder fast alle als Nachteil zu sehen, Ausgang offen....

Im übrigen: Was sich am Markt durchsetzt, ist oft auch der letzte Schrott. Tiefkühlpizza, Windoof-Rechner, Kaffeevollautomaten und Styropor an Häuserwänden warten frohgemut auf den Siegeszug der Disc-Rennräder... :drinken2:

coopera
09.11.2018, 19:56
Schon richtig, allerdings hätten die MTB-Profis dies aufgehalten, wenn denn 26" so wichtig gewesen wäre, dass man damit viel eher erfolgreich ist auf der Strecke. War es aber offensichtlich nicht, und so fahren eben viele mit unsinnig großen Rädern rum.

es ist genau wurscht, jolanda neff kannst du ein 26" alu HT geben gewinnt die auch noch, letztendlich fahren die das das der hinstellt der das Team sponsert, genau wie die Pro tour teams

und wenn im Zuge der 29 nicht noch die Geometrien gundlegend anders geworden wären und gepaar mit breiten lenkern wäre der vorteil geringer...



Im übrigen: Was sich am Markt durchsetzt, ist oft auch der letzte Schrott. Tiefkühlpizza, Windoof-Rechner, Kaffeevollautomaten und Styropor an Häuserwänden warten frohgemut auf den Siegeszug der Disc-Rennräder... :drinken2:

:Applaus: ich mach meine pizza selber, hab linux mint, eine Rocket R58 und 13cm Mineralwolle auf meinem Haus:D

Grifoncino
02.04.2019, 20:18
Keine Ahnung ob das 100% hier rein passt, oder ob es schon diskutiert wurde.
Von XLC gibt es Carbon/Alu Bremsscheiben, die auch an der Bremsfläche schwarz sind, bleiben die auch dauerhaft schwarz?
https://r2-bike.com/XLC-Bremsscheibe-BR-X77-Carbon-160-mm
gibt ja auch extra Beläge dazu
https://r2-bike.com/XLC-Bremsbelaege-BP-M-fuer-XLC-Carbon-Scheibe

Bin gespannt wann dann die Vollcarbon-Bremsscheibe kommt, damit wir dann wieder die selben Probleme wie mit Carbon-FB-Clinchern haben :D

Obwohl das gibt es bestimmt auch schon, oder?

Keita
02.04.2019, 20:29
Ist ja das gleiche Verfahren wie bspw. bei DT Swiss (OXiC), daher dürften wohl vergleichbare Einschränkungen gelten.

PAYE
02.04.2019, 20:33
...

Bin gespannt wann dann die Vollcarbon-Bremsscheibe kommt, damit wir dann wieder die selben Probleme wie mit Carbon-FB-Clinchern haben :D

Obwohl das gibt es bestimmt auch schon, oder?


Beim Auto-Rennsport schon:

https://www.sglcarbon.com/loesungen/anwendung/bremstechnik/


Carbon-Keramik-Bremsscheiben

Die aus kohlenstofffaserverstärktem Siliciumcarbid (C/SiC) gefertigten Bremsscheiben wiegen im Vergleich zur konventionellen Grauguss-Bremsscheibe rund 50 Prozent weniger. Weitere Vorteile sind ein deutlich besseres Ansprechverhalten, erhöhte Fadingstabilität, sehr gute Dosierbarkeit, besseres Einlenkverhalten sowie die Vermeidung von Bremsstaub. Hohe thermische Standfestigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Verschleißfestigkeit sorgen für eine außergewöhnlich lange Lebensdauer der Bremsscheiben.


Liegen aber nicht in der 105er Preisliga:

https://teile.com/de/porsche-tequipment-onlineshop/Modell-911-991/27/Performance/PCCB-Keramikbremsen/222


:D

derDim
02.04.2019, 21:55
Bin gespannt wann dann die Vollcarbon-Bremsscheibe kommt, damit wir dann wieder die selben Probleme wie mit Carbon-FB-Clinchern haben :D

du meist das man beim bremsen auf Vollcarbon-Bremsscheiben
genau so wie beim bremsen auf Carbon Clinchern
langsamer wird!?

Beaver
02.04.2019, 22:38
https://www.youtube.com/watch?v=LvNJdFIHAyY

Grifoncino
02.04.2019, 23:03
du meist das man beim bremsen auf Vollcarbon-Bremsscheiben
genau so wie beim bremsen auf Carbon Clinchern
langsamer wird!?

Wenn das die Probleme sind, dann ja 🤔

elmar
03.04.2019, 12:33
Carbonscheiben benötigen hohe Temperaturen um gut zu bremsen.
Da kommt eher nichts..

Steppison
03.04.2019, 14:12
Das hätten die Endurofahrer schon am Bike, wenn es etwas taugen würde. Daher wohl eher keine Carbonbremsscheiben in dem nächsten Jahren (hoffe ich).

alfton
03.04.2019, 14:28
Obwohl das gibt es bestimmt auch schon, oder?

https://www.bikeradar.com/news/article/can-carbon-rotors-provide-better-braking-35818/

855
08.04.2019, 11:14
ich bin dieses Frühjahr einen Disc-Renner auf Mallorca gefahren und fand alle Theorien bestätigt:
das Rad war ziemlich schwer (Cube Attain), die Bremsen haben immer mal wieder gequietscht und nach harten Bremsmanövern kurz geschliffen.
das reine Bremsen fand ich angenehmer und habe mich in jeder Situation sicher gefühlt. eine Gefahr des Wegrutschens war nie da. bergab habe ich bei der Disc klare Vorteile gesehen, Kurven liessen sich wesentlich später anbremsen, enge Kehren (Sa Calobra) konnte man regelrecht sezieren. das fahrerische Können in unserer Gruppe würde ich auf gleich hohem Niveau einschätzen, alles erfahrene Rennradler. wurde auch von den felgengebremsten Mitfahrern bestätigt, dass sich auch bei gleicher Linienwahl den Disc-Rennern nur schwer folgen ließ, Kurven eher angebremst werden mussten...

ich tu ich weiterhin schwer mit Disc am RR, wirklich nötig ist es nicht und ich mag weiterhin die Optik nicht. ich kann aber das bestätigen, was Voigte sagt*.

schwere Entscheidung, bei mir steht auch gerade ein neues RR an...

*Zitat im "Disc im Pro-Peloton"-Thread

avis
08.04.2019, 11:17
Glaubst du wirklich, dass das nicht eine Frage der Übung/ des Könnens ist?!
Selbst der Tourtest hat doch nur minimale Unterschiede feststellen können.

855
08.04.2019, 11:26
wie gesagt, wir fahren alle lange genug Rad. alle der Fahrer fahren auch lange genug Disc, sei es am CX oder MTB. wir waren selbst erstaunt. ich würde einen der Jungs wirklich als Fahrtechnik-Gott bezeichnen, der hat auch früher locker jedes lokale Rennen gewonnen. während ich auf normalen Abfahrten, wo man kaum bremst (z.B. von Lluc nach Pollenca runter) Mühe hatte, an ihm dran zu bleiben, hat er vom Coll dels Reis nach Sa Calobra runter in den engen Kehren keinen Stich gesehen.

cadoham
08.04.2019, 11:27
das Rad war ziemlich schwer (Cube Attain), die Bremsen haben immer mal wieder gequietscht und nach harten Bremsmanövern kurz geschliffen.

Das Attain (Alu) mit 105er liegt auch bei 9,6kg (ohne Pedale),
woran vorallem Rahmenset und Serien-LRS einen großen Anteil haben.

Ein Disc-RR bei ~7,5kg fühlt sich halt leichtfüßiger an.

neubicolt
08.04.2019, 11:29
ich bin dieses Frühjahr einen Disc-Renner auf Mallorca gefahren und fand alle Theorien bestätigt:
das Rad war ziemlich schwer (Cube Attain), die Bremsen haben immer mal wieder gequietscht und nach harten Bremsmanövern kurz geschliffen.
das reine Bremsen fand ich angenehmer und habe mich in jeder Situation sicher gefühlt. eine Gefahr des Wegrutschens war nie da. bergab habe ich bei der Disc klare Vorteile gesehen, Kurven liessen sich wesentlich später anbremsen, enge Kehren (Sa Calobra) konnte man regelrecht sezieren. das fahrerische Können in unserer Gruppe würde ich auf gleich hohem Niveau einschätzen, alles erfahrene Rennradler. wurde auch von den felgengebremsten Mitfahrern bestätigt, dass sich auch bei gleicher Linienwahl den Disc-Rennern nur schwer folgen ließ, Kurven eher angebremst werden mussten...

ich tu ich weiterhin schwer mit Disc am RR, wirklich nötig ist es nicht und ich mag weiterhin die Optik nicht. ich kann aber das bestätigen, was Voigte sagt*.

schwere Entscheidung, bei mir steht auch gerade ein neues RR an...

*Zitat im "Disc im Pro-Peloton"-Thread

Meinst du ein eh recht schweres und wohlmöglich mittelmäßig eingestelltes/gewartetes Leihrad auf Malle ist das richtige um sich ein Bild zu machen? Tu dir ggf. selbst nochmal den Gefallen und teste ein vernünftiges Rad. Seit ich mein BMC besitze wird für mich kein Weg mehr zurück zur Felgenbremse führen. Das Teil ist ne Waffe...

avis
08.04.2019, 11:33
wie gesagt, wir fahren alle lange genug Rad. alle der Fahrer fahren auch lange genug Disc, sei es am CX oder MTB. wir waren selbst erstaunt. ich würde einen der Jungs wirklich als Fahrtechnik-Gott bezeichnen, der hat auch früher locker jedes lokale Rennen gewonnen. während ich auf normalen Abfahrten, wo man kaum bremst (z.B. von Lluc nach Pollenca runter) Mühe hatte, an ihm dran zu bleiben, hat er vom Coll dels Reis nach Sa Calobra runter in den engen Kehren keinen Stich gesehen.

Tja, kann ich von mir nicht bestätigen.
Gleiches Maß an Risiko, war ich stets vergleichbar schnell.
Da greife ich mal zum Vergleich mit den Pros, ich kann mir kaum vorstellen, dass gerade auf siegentscheidenden Abfahrten ins Ziel dann nicht zur Disk gegriffen würde, wenn man damit kategorisch deutlich schneller wäre.
Was jetzt nicht die Verhältnisse im Peloton zum Thema machen soll, siehe anderen Faden, reine Veranschaulichung.

855
08.04.2019, 11:34
Meinst du ein eh recht schweres und wohlmöglich mittelmäßig eingestelltes/gewartetes Leihrad auf Malle ist das richtige um sich ein Bild zu machen? Tu dir ggf. selbst nochmal den Gefallen und teste ein vernünftiges Rad. Seit ich mein BMC besitze wird für mich kein Weg mehr zurück zur Felgenbremse führen. Das Teil ist ne Waffe...

was meinst du genau?

Marsz
08.04.2019, 11:44
Ich würde sagen die Geräusch von Disc Rädern ist eh egal.
Wie bei uns in der Gruppe, außer mir alle mit Felgenbremse.
Bei zweien Knarzen und Quietschen durchgehend die Pedale, bei einem anderen macht die Schaltung dauernd Klicker Geräusche und beim nächsten ist die Exalithbeschichtung beim Bremsen auch nicht leise.
Da war mein Rad noch am leisesten:D

thigh
08.04.2019, 11:47
Den Unterschied mit bergab, Linienwahl und Co. kann ich nicht nachvollziehen. Fahre meinen Disc Crosser ja auch regelmäßig im Straßensetup und ich merke da keinen Unterschied.
An den anderen Rädern werkeln Dura Ace Felgenbremsen und die lassen weder Bremskraft noch Dosierbarkeit vermissen.
Es braucht etwas mehr Handkraft, aber das stört mich nicht.

neubicolt
08.04.2019, 11:51
was meinst du genau?

Quietschende und schleifende Beläge lassen auf mangelnde Wartung, schlechte Einstellung oder Verschleiß schließen. Wäre ja nicht unüblich auf Malle. Disc bringt nun mal einen stellenweise etwas größeren Pflegeaufwand mit sich (entlüften zB.). Wenn das nicht korrekt erledigt wird hat man da auf lange Sicht hin keine Freude mit. Cube klingt nach Hürzeler, korrigiere mich wenn ich falsch liege. Ich war letztes Jahr als Trainer für zwei Wochen da und 15 Leute hatten von denen Leihbikes. Nahezu alle mussten nochmal nachjustiert werden (Schaltung nicht eingestellt, Reifen Verschlissen, völlig falsch eingestellt). Ob Disc für die Sinn macht wage ich daher zu bezweifeln. Das Attain ist glaube ich auch eher "unteres Regal" (nicht abwertend gemeint!). Von daher sage ich > teste mal was gescheites wenn du dich darauf einlassen möchtest.