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Abstrampler
09.10.2017, 21:58
Die Endkappen sind bei 142x12 nur jeweils 3,5mm breiter, weil im Rahmen eine Fädelhilfe ist. Das Spacing, der Abstand der Scheibe zum Ausfaller, muss ja immer gleich sein. Hinten 15mm vorne 10mm. Wenn du den Abstand an der HR Nabe misst, erkennst du, dass es 18,5mm sind. Vom Scheibenflansch bis Ende Endkappe.

http://www.syntace.de/index.cfm?pid=1&pk=1312

:oke:

Bei mir werkelt am Disc-CX noch ´n SSP, da sind 135mm einfach nur 135mm.
Aber wie langweilig wäre das auch, wenn so einfache Dinge einfach blieben. :D

Dreamdeep
09.10.2017, 22:07
Dafür wird es jetzt ja wieder einfacher:

„Eingeführt an manchen Road-Bikes ab MY 2017, siehe unten. 142 mm ist das gängige Hinterbau-Maß für die Zukunft, wird allg. der Standard (erhöhte Akzeptanz und Kompatibilität). Steckachsen sind vorne und hinten immer 12 mm im Durchmesser. Ergibt: 142 x 12 Standard“

....

avis
09.10.2017, 23:02
Stimmt. Und stimmt auch wieder nicht. Ich habe einen Renner hier stehen, der steht auf Mavic-Felgen, die irgendwie seltsam beschichtet sind. Das bedeutet, dass die Bremse, wenn man scharf bremst, urplötzlich zu macht. Wer das nicht kennt, geht fliegen. Von daher lasse ich auf dem Bock auch keinen anderen fahren.

Freilich habe ich auch noch ein anderes felgengebremstes RR, wo es dieses Thema nicht hat, allerdings kommt das eher zäh zum Stillstand :D

Im Endeffekt isses so breit wie lang.

Mir ist das egal, was die Industrie mit RR und deren Ausstattung vor hat. Es gibt noch massenweise Stahlrahmen aus den 70ern und Alus aus den frühen 2000ern. Alles andere ist mir, was RR angeht, eh wurscht. Wenn ich an den Radladen (mittlerweilen aufgelassen, aber das Material ist noch da) denke, der im Nachbardorf war/ist, was da noch an SACHS New Success Material und frühen Dura Aces da ist. Ein Traum. Da finden sich Bremsen und sonstige, schöne Anbauteile zuhauf :D Ein Ende der Versorgung ist nicht abzusehen...

Ich kenne das Problem durchaus.
Habe noch ein Motobécane mit Stahlfelgen, Weinmannbremsen und Bremsgummis die über 30 Jahre alt sind, plus vermoderte Hüllen.
Damit ist eigentlich nur digitales Bremsen möglich. Erst passiert nichts, man zieht immer fester und dann blockiert alles.
Starkes Abbremsen aus höheren Geschwindigkeiten ist damit etwas lebensgefährlich :D
Aber mal ehrlich, das ist doch heutzutage eine seltene Ausnahme...gute Alufelgen und dann idealerweise eine Shimanobremse der letzten Generationen: Da hat man doch wirklich lineare, sanfte Dosierbarkeit gepaart mit Bremskraft auch für Leute die nicht Unmengen an Übung und Erfahrung besitzen.
Wer geübter ist kommt dann auch auf Carbon klar.
Die FB reicht eben.
Ein Nibali oder Sagan wäre mit Disk wohl nicht schneller.

Ansonsten seh ich das auch wie du.
Die Teile die ich will und brauche wird es noch lange geben. :)

schmadde
10.10.2017, 08:56
Eigentlich würde mich bei diesen nervigen Scheibe-/Felgenbremsen-Diskussionen mal interessieren, wer wirklich beides im regelmäßigen Einsatz am Renner oder (Straßen-)Crosser kennt.

Ich habe nämlich den Eindruck, dass hier teilweise Blinde von der Farbe und Taube von Sinfonien reden:ä.


Ich fahr am Crosser seit 5 oder 6 Jahren Scheibe - der wird überwiegend auf Asphalt bewegt, muss aber auch mal als Zugmaschine für 2 Kinder im Anhänger herhalten. Da schätze ich die Vorteile von Scheiben durchaus, am Rennrad brauch ich aber weder die Dreckunempfindlichkeit, noch die Bremspower (auch im nassen) und auch nicht die Standfestigkeit. Dafür fallen dort die Nachteile ins Gewicht.

Ich fahr am Crosser auch mit Nabendynamobeleuchtung, Schutzblechen und Taschenträger, alles sehr praktische Sachen die ich dort nicht missen möchte - am Rennrad will ich all das aber auch nicht haben.

schmadde
10.10.2017, 09:02
ist doch am Ende so, wenn man sich im Jahre 2000 ein hochwertiges Rennrad mit guten Alus gekauft hat, ist man heute immer noch gut und schnell unterwegs.
alles was die letzten Jahre kam, waren Marketing-Blasen.
Seh ich nicht so. In 2000 war zumindest Shimano noch nicht bei 10 fach und Kompaktkurbeln waren auch nicht erhältlich (bzw. nur als Gebastel). Beides fand ich eine große Verbesserung, denn man konnte eine feine Abstufung mit großem Übersetzungsumfang realisieren. Darüberhinaus kann man sich streiten. Carbonrahmen, Carbonfelgen, all das war damals exotisch bis nicht erhältlich - ob man das braucht ist natürlich Geschmackssache.

Zumindes war damals alles untereinander kompatibel. Jedes Laufrad hat in jeden Rahmen gepasst, man konnte Schaltwerke und Schalthebel, Kurbeln und Lager mischen wie man es grade brauchte. Heute kauft man ein fertiges Rad und muss es im Prinzip so lassen, weil man bei nix mehr sicher sein kann ob es kompatibel ist. Wenn die Batterie alle ist kann man nicht mehr schalten - nee, ich glaub ich bin da schon altersstarrsinnig, das brauch ich alles nicht.

kaeptnepo
10.10.2017, 09:03
Mich würde mal interessieren, was die Radhersteller finanziell von der Disc haben oder hätten.
Ich vermute mal ihre Rahmen werden sie deshalb nicht teurer verkaufen können ?
Mehr verdienen ja eigentlich nur die Komponentenhersteller und die Radhändler durch mehr erforderlichen Service bei den Kunden.

Sigi Sommer
10.10.2017, 09:57
Mich würde mal interessieren, was die Radhersteller finanziell von der Disc haben oder hätten.
Ich vermute mal ihre Rahmen werden sie deshalb nicht teurer verkaufen können ?
Mehr verdienen ja eigentlich nur die Komponentenhersteller und die Radhändler durch mehr erforderlichen Service bei den Kunden.

alte Regel: wenn Du den Mehrwert als Botschaft an den Kunden rüber erbringst, kannst Du auch teurer verkaufen.

Klappt doch auch bestens, wie man hier von einigen lesen darf :Angel:

Service wird ja deutlich weniger - irgendjemand hat zuvor geschrieben, das er die FB alle paar Fahrten nachjustiert und die Disk nur einmal im Jahr.

schmadde
10.10.2017, 10:08
Mich würde mal interessieren, was die Radhersteller finanziell von der Disc haben oder hätten.
Ich vermute mal ihre Rahmen werden sie deshalb nicht teurer verkaufen können ?

Das ganze Radl kann teurer verkauft werden. Es kauft auch keiner billige LRS und fährt seine alten teurer LR weiter, weil die ja nicht passen. Selbiges für Schaltgedöns.

Patrice Clerc
10.10.2017, 10:09
alte Regel: wenn Du den Mehrwert als Botschaft an den Kunden rüber erbringst, kannst Du auch teurer verkaufen.

Klappt doch auch bestens, wie man hier von einigen lesen darf :Angel:
Das wird sich der japanische Erbauer des Buckligen auch gedacht haben. :drinken2:

Jim Bob
10.10.2017, 10:40
Mehr verdienen ja eigentlich nur die Komponentenhersteller und die Radhändler durch mehr erforderlichen Service bei den Kunden.Welchen Service? Belagwechsel alle 1-2 Jahre? Dürfte ca. 1 AW à 6.-€ betragen und für Händler eher lästig als profitabel sein.


alte Regel: wenn Du den Mehrwert als Botschaft an den Kunden rüber erbringst, kannst Du auch teurer verkaufen.

Klappt doch auch bestens, wie man hier von einigen lesen darf :Angel:
Ich sag nur Garmin und Aero.


Service wird ja deutlich weniger - irgendjemand hat zuvor geschrieben, das er die FB alle paar Fahrten nachjustiert und die Disk nur einmal im Jahr.Fast. (Shimano-)Disk muss nie nachgestellt werden, entlüftet, nur wenn Luft ins System geraten ist (wie auch immer, z.B. durch unsachgemäße Basteleien oder ca. alle 5 Jahre) und das Bremsmedium muss auch nicht regelmäßig erneuert werden.

Die herausforderndste Wartungsarbeit ist das Reinigen der Bremszangen beim Belagwechsel. Dazu benötigt man eine dünne Flaschenbürste, etwas warmes Wasser mit Spüli sowie einen sauberen Lappen zum nachwischen und 10 Minuten Geduld. Putzt man die Bremszangen 2x pro Saison, reduziert sich der Aufwand auf 5 Minuten.

Timbox
10.10.2017, 10:45
Fast. (Shimano-)Disk muss nie nachgestellt werden, entlüftet, nur wenn Luft ins System geraten ist (wie auch immer, z.B. durch unsachgemäße Basteleien oder ca. alle 5 Jahre) und das Bremsmedium muss auch nicht regelmäßig erneuert werden.

Die herausforderndste Wartungsarbeit ist das Reinigen der Bremszangen beim Belagwechsel. Dazu benötigt man eine dünne Flaschenbürste, etwas warmes Wasser mit Spüli sowie einen sauberen Lappen zum nachwischen und 10 Minuten Geduld. Putzt man die Bremszangen 2x pro Saison, reduziert sich der Aufwand auf 5 Minuten.

Bei mir (Magura seit ~ 17 Jahren und Shimano seit 3 (???) Jahren) habe ich nie entlüftet und auch nie das Bremsmedium gewechselt.

Die Bremszangen habe ich auch nie extra gereinigt. Nur Wasser/Schwamm wie beim Rest des Rades.

Die Disc funktionieren einfach!

Sigi Sommer
10.10.2017, 10:47
Das wird sich der japanische Erbauer des Buckligen auch gedacht haben. :drinken2:

So isses!

Darfst aber auch im geeigneten Faden gern was dazu schreiben :drinken2:

Jim Bob
10.10.2017, 10:48
Bei mir (Magura seit ~ 17 Jahren und Shimano seit 3 (???) Jahren) habe ich nie entlüftet und auch nie das Bremsmedium gewechselt.

Die Bremszangen habe ich auch nie extra gereinigt. Nur Wasser/Schwamm wie beim Rest des Rades.

Die Disc funktionieren einfach!Ja, sorry, ich bin da manchmal etwas überpingelig... :ü

elmar
10.10.2017, 11:01
Das wird sich der japanische Erbauer des Buckligen auch gedacht haben. :drinken2:

Dachte immer der bucklige sei Pinarello mit den Hodenmumpsgabeln ....?
Wer ist der Bucklige?

Timbox
10.10.2017, 11:08
Ja, sorry, ich bin da manchmal etwas überpingelig... :ü

War ich früher auch. Da waren alle Räder jährlich beim Händler in der Inspektion.
Nach einem Umzug brauchte ich einen neuen Schrauber und habe so schlechte Erfahrungen gemacht, dass ich jetzt selber schraube.

Wegen der Bremsflüssigkeit habe ich nachgefragt. Solange es funktioniert, soll ich bei der alten Flüssigkeit bleiben.
Wenn die Wasser ziehen sollte, wirds auch nicht schlagartig schlechter, sondern schleichend.

Ich bemerke aber bislang keinen Unterschied.

greyscale
10.10.2017, 11:12
Mich würde mal interessieren, was die Radhersteller finanziell von der Disc haben oder hätten.
Ich vermute mal ihre Rahmen werden sie deshalb nicht teurer verkaufen können ?
Mehr verdienen ja eigentlich nur die Komponentenhersteller und die Radhändler durch mehr erforderlichen Service bei den Kunden.

Neuer Kaufanreiz;)? Nicht unbedingt für die alten Hasen, aber für Ein- und Umsteiger. Sie verdienen an einem "Endurance-"Rahmen auch nicht mehr als an einem "Race"-Rahmen. Aber man diversifiziert sich immer feiner und bekommt durch die Summe der Eigenschaften ein Alleinstellungskriterium (engl. unique selling point:))

Sozusagen Mehr-/Neuverkauf durch Featuritis als Incentive:D.

g.

Jim Bob
10.10.2017, 11:17
Wegen der Bremsflüssigkeit habe ich nachgefragt. Solange es funktioniert, soll ich bei der alten Flüssigkeit bleiben.
Wenn die Wasser ziehen sollte, wirds auch nicht schlagartig schlechter, sondern schleichend.

Ich bemerke aber bislang keinen Unterschied.
Mineralöl (Shimano) zieht kein Wasser. Muss also nicht erneuert werden.

DOT (Sram) ist hygroskopisch, zieht also Wasser, und muss regelmäßig erneuert werden.

Patrice Clerc
10.10.2017, 11:30
Mineralöl (Shimano) zieht kein Wasser. Muss also nicht erneuert werden.

DOT (Sram) ist hygroskopisch, zieht also Wasser, und muss regelmäßig erneuert werden.

Ich habe hier im Büro einen Gravel-Go-cart hinter mir stehen, bei dem seit Anbeginn vor 2.5 Jahren (= 2 Winter und gemäss Strava 10814 km hinter sich) noch kein Bremsflüssigkeit gewechselt wurde. Druckpunkt wie bei gut eingestellten, fabrikneuen Leitungen.

Heisst regelmässig demnach alle drei oder alle vier Jahre?

pinguin
10.10.2017, 11:58
SRAM schreibt; halbjährlich...

Eine Elixr 9 läuft bei mir seit Ende 2012 ohne Entlüften. Eine andere, baugleich, war hinten schon 3x fällig, vorne 2x.

Schwerwiegend
11.10.2017, 21:39
Ich denke, ihr könnt hier noch 200 Seiten mit Pro und Contra aufführen, meines Erachtens jedoch an der Sache vorbei, Ihr macht nur die Arbeit der Werbeabteilungen....Disc sind ein fantastisches Mittel, den Produzenten, den Händler und den Käufer zu zwingen, ein neues Rad zu kaufen, denn wenn man den disctauglichen Rahmen, Gabel, Laufräder, Bremse und Hebel hernimmt, bleibt nicht mehr viel....und die Directmountrahmen haben sich nun doch nicht so gut durchgesetzt, ausserdem kann man seine alten Laufräder verwenden, das geht ja garnicht. Ich gehe davon aus, dass unabhängig vom Nutzen für den Endverbraucher demnächst Discräder flächendeckend verkauft werden (ich erinnere mich da an die 29 Zoll Erfindung im MTB-Bereich....28 Zoll gabs ja schonmal, also 29 Zoll....demnächst 25 Zoll, dann wieder 30 usw....)

greyscale
11.10.2017, 22:12
Ich denke, ihr könnt hier noch 200 Seiten mit Pro und Contra aufführen, meines Erachtens jedoch an der Sache vorbei, Ihr macht nur die Arbeit der Werbeabteilungen....Disc sind ein fantastisches Mittel, den Produzenten, den Händler und den Käufer zu zwingen, ein neues Rad zu kaufen, denn wenn man den disctauglichen Rahmen, Gabel, Laufräder, Bremse und Hebel hernimmt, bleibt nicht mehr viel....und die Directmountrahmen haben sich nun doch nicht so gut durchgesetzt, ausserdem kann man seine alten Laufräder verwenden, das geht ja garnicht. Ich gehe davon aus, dass unabhängig vom Nutzen für den Endverbraucher demnächst Discräder flächendeckend verkauft werden (ich erinnere mich da an die 29 Zoll Erfindung im MTB-Bereich....28 Zoll gabs ja schonmal, also 29 Zoll....demnächst 25 Zoll, dann wieder 30 usw....)

Gaaanz vorsichtig, bitte. Wir sind hier nicht unter Hipstern und Mountainbikern.

Rennradler sind ein extrem konservatives Volk;).

Wer 300 Stunden im Jahr auf dem Bock sitzt, weiß meist so ganz grob und ungefähr, was ihm passt. Mode-Quatsch ist da kaum durchsetzbar. Es zählen echte Vorteile. Und die letzten wirklich echten Vorteile am Rennrad waren mbMn Klickies und Ergos/STIs. Die Gewichtsabnahme durch CfK wurde eher billigend in Kauf genommen.

Scheibenbremsen? Das wird am Rennrad wohl eine unentschiedene Sache bleiben, wenn man ehrlich ist. Felgenbremsen sind in der Summe leichter und weniger wartungsaufwändig. Scheibenbremsen sind besser dosierbar und wetterunanfälliger.

Eventuell würde eine irgendwie geartete Standardisierung Richtung Scheibenbremse führen. Aber da derzeit praktisch alle Standards unter dem Decknamen "System-Integration" zum Teufel gejagt werden...

Ich kann mir den Luxus leisten, mittlerweile jeweils das passende Bremssystem/Rad aus dem Schuppen holen zu können.

g.

855
11.10.2017, 22:42
Wer 300 Stunden im Jahr auf dem Bock sitzt...

300h? und was mache ich dann ab Mai?

:D

kleinerblaumann
11.10.2017, 23:52
300h? und was mache ich dann ab Mai?

:D

Nicht mehr drauf sitzen. Also nur noch Wiegetritt.

Boniperti
12.10.2017, 06:48
SRAM schreibt; halbjährlich...

Eine Elixr 9 läuft bei mir seit Ende 2012 ohne Entlüften. Eine andere, baugleich, war hinten schon 3x fällig, vorne 2x.

:zuchtgif: Dass will doch keiner lesen!!! Entweder funktionieren alle wartungslos oder keine - black'n White :D

Mifri
12.10.2017, 08:24
:zuchtgif: Dass will doch keiner lesen!!! Entweder funktionieren alle wartungslos oder keine - black'n White :D

Shimano Di2 hydro seit 3,5 Jahren am CX ohne Flüssigkeitswechsel oder Entlüften. Sram Etap hydro kann ich noch nichts zu sagen, weil erst seit 3 Monaten am RR. Am CX wird Sram Etap hydro ab nächster Woche werkeln. Mal sehen, wie die dann den Winter inkl. CX-Rennen übersteht. Wenn positiv, funzt die auch am RR einwandfrei.

schmadde
12.10.2017, 08:26
(ich erinnere mich da an die 29 Zoll Erfindung im MTB-Bereich....28 Zoll gabs ja schonmal, also 29 Zoll....demnächst 25 Zoll, dann wieder 30 usw....)
29 Zoll war/ist eine gute Sache IMHO. Denn das ist exakt dieselbe Felgengröße wie 28", die im Rennrad und Trekkingbereichh weit verbreitet ist, nämlich 622mm. Für Leute deutlich über 180cm waren 26" tatsächlich ein bisschen wenig, sah ein bisschen wie Kinderrad aus.

Die Seuche sind die 27,5" die dann danach aus der Taufe gehoben wurden und zu nix kompatibel sind ausser zu irgendwelchen historischen Amirädern die keiner von uns jemals live gesehen hat.

855
12.10.2017, 10:10
Die Seuche sind die 27,5" die dann danach aus der Taufe gehoben wurden und zu nix kompatibel sind ausser zu irgendwelchen historischen Amirädern die keiner von uns jemals live gesehen hat.

650B gabs aber auch schon vorher, haben das nicht die Franzosen verbrochen?

http://www.650b.de/

x3m
12.10.2017, 10:14
Das ist auch mein Kenntnisstand. Aber über 650B+ und Fatbikes sind wir noch nicht hergezogen, oder?

schmadde
12.10.2017, 10:16
650B gabs aber auch schon vorher,
Wie ich schon sagte, an irgendwelchen historischen Rädern vom anderen Ende der Welt. Ich hab in meinem Leben noch nie eine einzige "650B" Felge gesehen, bevor dieser schwachsinnige "Standard" aus der Taufe gehoben wurde. Und ich habe sehr viele, auch exotische Räder gesehen.

Vielleicht wird uns ja, wenn die Scheibenbrems-Sau vorwärts und rückwärts durchs Dorf getrieben worden ist und wieder was inkompatibles her muss, um zusätzlichen Umsatz zu generieren die Felgengröße 630mm als alternativlos fürs Rennrad vorgestellt, die gabs ja immerhin auch mal (diesmal wirklich von den Franzosen).

x3m
12.10.2017, 10:34
[...] Felgengröße 630mm als alternativlos fürs Rennrad vorgestellt [...]
Bring besser niemanden auf dumme Gedanken ;).

artzamendi
12.10.2017, 11:03
Das kommt dann, wenn Felgenbremsen wieder in werden, wegen des optimierten Reibringdurchmessers.

Jim Bob
12.10.2017, 11:20
Felgengröße 630mmDank Scheibenbremse kein Problem!
Es wird Rahmen geben, mit denen man problemlos 650B, 622 und 630 fahren kann, siehe Opencycle UP. :Applaus:

kaeptnepo
12.10.2017, 11:42
27,5 ist an sich gut für kleiner Rahmengrössen, aber man hätte es dann auch bei 26 belassen können

wüdi
12.10.2017, 11:49
27,5 ist an sich gut für kleiner Rahmengrössen, aber man hätte es dann auch bei 26 belassen können

+1

Schwerwiegend
12.10.2017, 14:48
Gaaanz vorsichtig, bitte. Wir sind hier nicht unter Hipstern und Mountainbikern.

Rennradler sind ein extrem konservatives Volk;).

Wer 300 Stunden im Jahr auf dem Bock sitzt, weiß meist so ganz grob und ungefähr, was ihm passt. Mode-Quatsch ist da kaum durchsetzbar. Es zählen echte Vorteile. Und die letzten wirklich echten Vorteile am Rennrad waren mbMn Klickies und Ergos/STIs. Die Gewichtsabnahme durch CfK wurde eher billigend in Kauf genommen.

Scheibenbremsen? Das wird am Rennrad wohl eine unentschiedene Sache bleiben, wenn man ehrlich ist. Felgenbremsen sind in der Summe leichter und weniger wartungsaufwändig. Scheibenbremsen sind besser dosierbar und wetterunanfälliger.

Eventuell würde eine irgendwie geartete Standardisierung Richtung Scheibenbremse führen. Aber da derzeit praktisch alle Standards unter dem Decknamen "System-Integration" zum Teufel gejagt werden...

Ich kann mir den Luxus leisten, mittlerweile jeweils das passende Bremssystem/Rad aus dem Schuppen holen zu können.

g.

Naja, ich erinnere mich an einige Dinge, bei denen sich die vermeindlich so konservativen Rennradler schon ziemlich nach der Windfahne gedreht haben, modisch gesehen....z.B. die Cinelli Spinaci, die hat zeitweise gefühlt jeder am Rad gehabt, denn das hatten die Profis ja auch....und als die im Rennsport verboten wurden, verschwanden die annähernd innerhalb einer Woche....oder die Helme, die sich erst wirklich durchgesetzt haben, als die Profis die fahren mussten......

Rad_Thom
13.10.2017, 08:09
Ich habe vorgestern versucht im Halbdunkeln Räder mit Scheibenbremse und Steckachse einzubauen.

Also das war wirklich blöd...und äusserst nervig.

Mit Schnelspannern deutlich einfacher. Kann mir nicht vorstellen, dass sich dieses Technik bei Profirennen durchsetzt.

Man braucht zumindest deutlich grössere Einführfasen.

Bremswirkung usw.Ist allerdings gut. Da gibt es nichts zu meckern.

Gruß
Thomas

lakecyclist
13.10.2017, 08:54
Beim MTB gab es in den letzten 20 Jahren für mich nur zwei einschlagende Verbesserungen:

29 Zoll (gilt im speziellen für alle >180 cm), endlich konnte ich ohne 15 cm Sattelüberhöhung fahren.
Scheibenbremsen. Den Felgenbremsen habe ich einen Schlüsselbeinbruch zu verdanken, weil die Felgenbremsen eben nicht bremsten, als es darauf ankam.

Daher habe ich mir mein Canyon Ultimate mit Scheibenbremsen gekauft. Bin aber sehr gespannt, wie sich diese durchsetzen. Bei den Profis bin ich mir dann nicht sicher...

tango@team_bt
13.10.2017, 13:18
Ich habe vorgestern versucht im Halbdunkeln Räder mit Scheibenbremse und Steckachse einzubauen.

Also das war wirklich blöd...und äusserst nervig.

Mit Schnelspannern deutlich einfacher. Kann mir nicht vorstellen, dass sich dieses Technik bei Profirennen durchsetzt.

Man braucht zumindest deutlich grössere Einführfasen.

Bremswirkung usw.Ist allerdings gut. Da gibt es nichts zu meckern.

Gruß
Thomas

Ich habe vor kurzem im strömenden Regen und bei stockdunkler Nacht (neblig wars auch noch) versucht ein Laufrad mit Felgenbremsen zu wechseln. Sah nix, ging nicht. Das hätte man bei den Profis niemals einführen sollen. :rolleyes: Will sagen: es gibt wirklich für jeden und alles einen Grund, irgendwas als untauglich zu befinden. Wie peinlich diese ganzen Scheiben-Pro-Contra-Fäden mit ihren pauschalen Behauptungen zu Tauglichkeiten, Gefälligkeiten, Notwendigkeiten und am besten noch dem allgemeinen Konservatismus der Radler-Gemeinde ist... unglaublich.

Vordrängler
13.10.2017, 18:26
Ich habe vorgestern versucht im Halbdunkeln Räder mit Scheibenbremse und Steckachse einzubauen.

Also das war wirklich blöd...und äusserst nervig.

Mit Schnelspannern deutlich einfacher. Kann mir nicht vorstellen, dass sich dieses Technik bei Profirennen durchsetzt.

Man braucht zumindest deutlich grössere Einführfasen.

Bremswirkung usw.Ist allerdings gut. Da gibt es nichts zu meckern.

Gruß
Thomas

da musst halt etwas üben. Geht genauso schnell wie SS wenn man es kann.

seankelly
13.10.2017, 19:19
Ich habe vorgestern versucht im Halbdunkeln Räder mit Scheibenbremse und Steckachse einzubauen.

Also das war wirklich blöd...und äusserst nervig.

Warst nicht beim "Bund", oder? Wer "gedient" hat, kann im Dunkeln so ziemlich alles zusammenbauen .... :D

Jim Bob
13.10.2017, 19:20
Warst nicht beim "Bund", oder? Wer "gedient" hat, kann im Dunkeln so ziemlich alles zusammenbauen .... :D"Schlagbolzen frei!" :D

cadoham
13.10.2017, 19:46
Ich habe vorgestern versucht im Halbdunkeln Räder mit Scheibenbremse und Steckachse einzubauen.

Also das war wirklich blöd...und äusserst nervig.

Mit Schnelspannern deutlich einfacher. Kann mir nicht vorstellen, dass sich dieses Technik bei Profirennen durchsetzt

Vermutlich nicht, wenn du der Mechaniker bist. :hmm:

Wenn man Jahrzehnte nur Schnellspanner gewohnt ist und eher selten ein Disc-Laufrad mit Steckachse eingebaut hat,
fehlt halt die Routine dabei.

Bei so gut wie jedem Rahmenset besitzen Gabel und Hinterbau eine halbkreisförmige Aussparung,
mit dessen Hilfe sich die Nabe beim Einsetzen des Laufrades zentiert und man danach lediglich
die Steckachse durchschiebt und festschraubt.
Sicherlich braucht es erstmal das Geschick, um schnell und präzise die Bremsscheibe zwischen die Beläge einzuführen,
aber das sollte jedem leicht von der Hand gehen, sobald man das ein paar mal gemacht hat.

Mr.Right
14.10.2017, 13:13
"Schlagbolzen frei!" :D

Wenn dann schon, "Patronenlager frei"!!! :rolleyes:

bianchicorse
15.10.2017, 23:38
Eine "Variante" die mir in der Bremsendisskussion immer zu kurz kommt, ist die hdyraulische Felgenbremse!

Wie seht ihr das Thema?

Für mich vereint die hydraulische Felgenbremse (z.B. von SRAM), einige Vorteile der Scheibenbremse (geringe Handkraft, Dosierbarkeit) mit denen der Felgenbremse (weniger Hitzeprobleme, Optik; keine Schleifgeräusche)


Aber irgendwie kann sich die Bremse nicht durchsetzen.. Gibt es ein Rad, das serienmäßig mit der Bremse angeboten wird?

Auch die Lösungen von Magura (v.a. der Converter zum Nachrüsten) sind scheinbar wieder vom Markt verschwunden - oder liege ich da falsch?

(Ich persönlich kann mich wegen der Optiok, den von mir befürchteten Schleifgeräuschen - und auch den Standfestigkeitsproblemen, die die Bremsen bei verschiedenen Tests in Zeitschriften, die die Scheibenbremsen in der Vergangenheit gehabt haben (aktuell noch) nicht mit den Discs anfreunden.

Tom
16.10.2017, 07:14
Für mich vereint die hydraulische Felgenbremse (z.B. von SRAM), einige Vorteile der Scheibenbremse (geringe Handkraft, Dosierbarkeit) mit denen der Felgenbremse (weniger Hitzeprobleme, Optik; keine Schleifgeräusche)

1.) Als Magura HSXX (22, 33, etc.) hat siich die hydraulische Felgenbremse beim MTB schon mehr ooder weniger durchgesetzt. Bis die Scheibenbremse kam. Vorteile: Dosierbarkeit, Einstellbarkeit, Bremschuhwechsel, Wartung.

2.) Am Rennrad vereint die hydraulische Felgenbremse einige Nachteile der Scheibenbremse (komplexer Schremshebel, Gewicht, fummeliger Ersteinbau) mit denen der Felgenbremse (Heiße Felgen, Bremsabrieb, Nassprobleme bei Vollcarbon, geringe Reifenfreiheit).

Dummerweise sind genau die wenigen Argumente ""pro Disc" von der hydraulischen Felgenbremse nicht erfüllt.

Sigi Sommer
16.10.2017, 10:56
Warst nicht beim "Bund", oder? Wer "gedient" hat, kann im Dunkeln so ziemlich alles zusammenbauen .... :D

Uzi und G3 mußten wir immer mit verbundenen Augen oder hinter dem Rücken zerlegen und zusammensetzen ... da lernt man fürs Leben ... an Schnellspanner hätte ich jetzt nicht gedacht, eher BHs und so :D

pinguin
16.10.2017, 14:08
Uzi und G3 mußten wir immer mit verbundenen Augen oder hinter dem Rücken zerlegen und zusammensetzen ... da lernt man fürs Leben ... an Schnellspanner hätte ich jetzt nicht gedacht, eher BHs und so :D

:applaus: Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass selbst nach dieser harten Schule des Blechzammfrickelns beim Bund der eine oder andere BH nicht so richtig gut aufging :D Warum soll es den BH's anders ergehen als dem Reißverschluss so mancher Premium-"Regenjacke". Das Glump geht einmal bis zum Hals zu und dann magst es am liebsten mit dem Reifenheber vom Körper rupfen... :ü

Patrice Clerc
16.10.2017, 15:04
Eine "Variante" die mir in der Bremsendisskussion immer zu kurz kommt, ist die hdyraulische Felgenbremse!

Wie seht ihr das Thema?

Für mich vereint die hydraulische Felgenbremse (z.B. von SRAM), einige Vorteile der Scheibenbremse (geringe Handkraft, Dosierbarkeit) mit denen der Felgenbremse (weniger Hitzeprobleme, Optik; keine Schleifgeräusche)


Aber irgendwie kann sich die Bremse nicht durchsetzen.. Gibt es ein Rad, das serienmäßig mit der Bremse angeboten wird?
So interessant die Magura-Bremse war: sie vereint im Gegensatz zu deiner Meinung die Nachteile beider Systeme:
- optisch auch nicht besser
- Bremshebel ist zu keinem Schaltsystem kompatibel (könnte man mit Elektro-Schaltung und "Sprint"-Knöpfen evtl. umgehen)
- Bremsen halt auch nur so gut, wie Bremsgummis auf Felgen bremsen
- Bremsleitungen sind gleich schwierig zu entlüften etc., wie bei Discs
- weiterhin Bremsgummi-Abrieb auf Felgen, Reifen, etc. (v.a. toll beim Reifenwechsel...)

JFTR: ich habe keine Hitzeprobleme mit 160mm Scheiben und auch kein Lärmprobleme bei den Discs; hingegen wieder mal auf einem felgengebremsten Velo bei starker Nebelfeuchte.



(Ich persönlich kann mich wegen der Optiok, den von mir befürchteten Schleifgeräuschen - und auch den Standfestigkeitsproblemen, die die Bremsen bei verschiedenen Tests in Zeitschriften, die die Scheibenbremsen in der Vergangenheit gehabt haben (aktuell noch) nicht mit den Discs anfreunden.

Wenn sie dir vom Anschauen her nicht gefallen, dann kann ich dir nicht helfen. Der Rest ist kein Problem (siehe oben).

Pedalierer
16.10.2017, 15:13
Die Zukunft der Felgenbremse liegt wohl eher bei Direct-Mount. Da hat man auch verbesserte Dosierbarkeit und Bremspower und zudem noch etwas leichtere Bremsen als bei klassischer FB. Zudem immer mittig ausgerichtet.

Direct Mount wäre schon längst an der Mehrzahl der Kompletträder dran, wen die Industrie nicht auf den Goldesel Disc setzen würde. Aber anstatt einfach zwei statt einem Loch in den Rahmen zu dengeln, wird ein Kropf an „Innovationen“ über den Verbraucher geschüttet der die Räder teurer, schwerer und hässlicher macht.

IdreamofJenna
16.10.2017, 21:14
Zum Thema: Da die V-Brakes meines alten Mountain-Bikes zwar an sich gut waren, allerdings bei starken Beanspruchungen (bergab bei 60+ km/h bremsen) anfingen zu faden, hab ich beschlossen, mir ein Rennrad mit Scheibenbremsen zu kaufen und hab es nicht bereut. Ich fahre bei gutem Wetter täglich mit dem Rad zur Arbeit, fahre da einen steilen Berg runter und muss zweimal - einmal mit über 50 und einmal mit ~ 60-70 km/h in einen Kreisverkehr reinbremsen. Mit den Scheibenbremsen fühle ich mich dabei absolut sicher, denn die sind so schnell nicht überfordert.

Ich habe mal experimentiert und durch leichtgewichtige Quaxar Lightweight Bremsscheibe ASPEN 6 Loch versucht, Gewicht zu sparen. Durch diese sehr leichten Bremsscheiben konnte ich das Gewicht meines Rennrads für nur 26 Euro um ganze 150 g senken. Das schafft man schließlich nirgendwo sonst. Die sind bei diesen Bremsvorgängen allerdings zu heiß geworden und ich hab das Experiment beendet. Da ich die Hinterradbremse praktisch nie benutze, habe ich diese leichte Scheibe hinten dran gelassen, vorne allerdings eine Dura Ace-Scheibe montiert.

Was ich grundsätzlich sehr sinnvoll fände wäre, wenn die Hersteller Räder mit einer Scheibenbremse vorne und - um Gewicht zu sparen - mit einer Felgenbremse hinten ausstatten würden denn hinten macht eine Scheibenbremse zumindest bei einem Straßenfahrrad überhaupt keinen Sinn.

kleinerblaumann
16.10.2017, 21:22
Bist du denn mal mit einem zeitgenössischen Rennrad mit Felgenbremsen gefahren? Oder bist du direkt von dem V-Brake MTB zum disc-Rennrad?

Voreifelradler
16.10.2017, 21:36
Was ich grundsätzlich sehr sinnvoll fände wäre, wenn die Hersteller Räder mit einer Scheibenbremse vorne und - um Gewicht zu sparen - mit einer Felgenbremse hinten ausstatten würden denn hinten macht eine Scheibenbremse zumindest bei einem Straßenfahrrad überhaupt keinen Sinn.

Ist das dein Ernst?
Wie würden zwei verschiedene STI/Hydros aussehen, oder zwei verschiednen LR mit unterschiedlichen Naben?

IdreamofJenna
16.10.2017, 21:42
Ist das dein Ernst?
Wie würden zwei verschiedene STI/Hydros aussehen, oder zwei verschiednen LR mit unterschiedlichen Naben?

Naben und Hydros kann man ja optisch angleichen. Beim Hinterrad muss dann bei einem schwarzen Vorderrad hinten auf Carbon gebremst werden und bei einem silbernen auf Alu. ;)

Technisch wäre es ohne Frage sinnvoll.

Abstrampler
16.10.2017, 21:55
Nicht alles, was technisch sinnvoll ist, bekommt man verkauft.
Andersherum verkaufen sich häufig Dinge, die alles andere als technisch sinnvoll sind.

Ist so. ;)

Flashy
16.10.2017, 22:07
Ich habe vorgestern versucht im Halbdunkeln Räder mit Scheibenbremse und Steckachse einzubauen.

Also das war wirklich blöd...und äusserst nervig.

Mit Schnelspannern deutlich einfacher. Kann mir nicht vorstellen, dass sich dieses Technik bei Profirennen durchsetzt.

Man braucht zumindest deutlich grössere Einführfasen.

Bremswirkung usw.Ist allerdings gut. Da gibt es nichts zu meckern.

Gruß
Thomas

Ja, so eine Schraubverbindung ist schon wahnsinnig schwer zu montieren...:rolleyes:

staphen
16.10.2017, 22:15
http://forum.tour-magazin.de/attachment.php?attachmentid=627917&d=1507922376

Firmenphilosophie von francobicycles. Passt hier auch ganz gut. :ä

kaeptnepo
16.10.2017, 22:35
wird nur wahrscheinlich bald weniger Laufräder für Felgenbremse als für Disc geben. Das finde ich schade, aber für die Laufradhersteller wahrscheinlich leichter zu konstruieren ohne Bremsflanke.
Ich finde es einfach geil wenn ein Rennrad leicht und einfach gebaut ist. Keine Elektroschaltung, keine Disc.
Aber Geschmackssache. Für die Disc spricht ja auch einiges. Aber die Vorteile interessieren mich auf dem Renner nicht.

Rad_Thom
17.10.2017, 06:50
Man wird das auch nicht aufhalten können.

Argumente ziehen da wenig.

In den Zeitschriften kann man fast jeden Monat lesen, dass die Scheibenbremsen kaum weniger wiegen und aerodynamisch kein Nachteil sind.

Nur bei Ironman Hawaii habe ich bei den Pros nur einen mit Scheibenbremsen gesehen. Weil der Sponsor das so wollte.

Ach so wahrscheinlich weil nur 5 mal gebremst wird.

Patrice Clerc
17.10.2017, 06:52
wird nur wahrscheinlich bald weniger Laufräder für Felgenbremse als für Disc geben.Gegenwärtig ist das Angebot an Felgen grösser als zu jeder früheren Zeit, die ich selber mitgemacht hatte. Selbst wenn dieses Angebot um 90 % reduziert würde, wären das immer noch mehr Auswahl als in den 80ern.

Da sehe ich überhaupt kein Problem.

derDim
17.10.2017, 09:01
Den Felgenbremsen habe ich einen Schlüsselbeinbruch zu verdanken, weil die Felgenbremsen eben nicht bremsten, als es darauf ankam.

vielleicht hättest du bremsen sollen als es darauf ankam



Die Zukunft der Felgenbremse liegt wohl eher bei Direct-Mount. Da hat man auch verbesserte Dosierbarkeit und Bremspower und zudem noch etwas leichtere Bremsen als bei klassischer FB. Zudem immer mittig ausgerichtet.

bin am wochenende auch sowas probegefahren
war schon ganz erstaunlich


Ist das dein Ernst?
Wie würden zwei verschiedene STI/Hydros aussehen, oder zwei verschiednen LR mit unterschiedlichen Naben?

müsste vorne ja keine hydraulische nabenbremse sein

aber ein fading bei felgenbremsen
hab ich jedenfalls noch nie bemerkt

IdreamofJenna
17.10.2017, 09:10
Bist du denn mal mit einem zeitgenössischen Rennrad mit Felgenbremsen gefahren? Oder bist du direkt von dem V-Brake MTB zum disc-Rennrad?

Nein, bin ich nicht. Das MTB war ein Wheeler Proride 5900, Baujahr 2003; ein Hardtail MTB für damals 800 Euro. V-Brakes waren damals in und die Bremsen waren an sich ok weil gut dosierbar und wenns sein musste auch stark. Nur bei Extremsituationen haben sie gefadet.

Bevor ich das 2016er Rennrad gekauft habe, hab ich mich über Scheibenbremsen belesen und den Schluss gezogen, dass man sie in der Praxis nicht überfordern kann. Das wollte ich und deswegen hab ich mich so entschieden. Ich bin der Ansicht, dass Felgenbremsen für viele die bessere Lösung sind, für Abfahrer wie mich aber nicht.

Und klar: Beim Radfahren im Rahmen eines Triathlons oder bei den meisten Jedermannrennen sind Scheibenbremsen völlig überflüssig.

IdreamofJenna
17.10.2017, 09:16
aber ein fading bei felgenbremsen
hab ich jedenfalls noch nie bemerkt

Das geht erst los, wenn du so 65 km/h bergrunter fährst und dann noch im Gefälle richtig in die Eisen gehst. Ich weiß nicht, wie es bei heutigen Top-Belägen aussieht aber ich wollte kein Risiko eingehen mit überhitzenden Felgen, platzenden Schläuchen, fadenden Bremsen...

derDim
17.10.2017, 09:42
Das geht erst los, wenn du so 65 km/h bergrunter fährst und dann noch im Gefälle richtig in die Eisen gehst. Ich weiß nicht, wie es bei heutigen Top-Belägen aussieht aber ich wollte kein Risiko eingehen mit überhitzenden Felgen, platzenden Schläuchen, fadenden Bremsen...

was denn jetzt
du hattest fading
oder
du wolltest das risiko von fading vermeiden = du hattest kein fading
mit denen felgenbremsen

IdreamofJenna
17.10.2017, 09:49
was denn jetzt
du hattest fading
oder
du wolltest das risiko von fading vermeiden = du hattest kein fading
mit denen felgenbremsen

Ich hatte mit dem MTB Fading, allerdings selten, denn mit nem MTB wird man ja kaum mal schneller als 65 km/h und es war an der Stelle, als ich es hatte unproblematisch. Ein Rennrad ist ja ne Ecke schneller, gerade wenn man noch mit eng anliegendem Trikot fährt ist dieses Tempo bei Abfahrten keine Seltenheit. Da hab ich in weißer Voraussicht entschieden und bereue es nicht.

Ich habe auf dem Weg zur Arbeit auch eine Gefällstrecke zu passieren, wo ich täglich zwischen 60 und 70 fahre. Manchmal ist dort heftiger Seitenwind und ich muss ständig bremsen, um das Tempo etwas unten zu halten. Da will ich wirklich keine Felgenbremse haben...

schmadde
17.10.2017, 10:31
aber ein fading bei felgenbremsen
hab ich jedenfalls noch nie bemerkt
Fading gibts nicht bei Felgenbremsen. So heiss kann die Felge gar nicht werden, vorher versagt was anderes. An einer Scheibenbremse hatte ich mal Totalversagen wegen Fading, war gar nicht lustig.

Mit Felgenbremse ist mir beim letzten Forumsötzi tatsächlich der Schlauch am VR in der Abfahrt vom Jaufen geplatzt. Dachte erst jetzt hätte ich endlich mal so einen Fall mit Schlauchplatzer wegen Überhitzung, aber den Ersatzschlauch hats dann am Anstieg zum Timmelsjoch zerlegt - es war doch ein kaputtes Felgenband, bergauf bremse ich noch keine Felgen heiss...

derDim
17.10.2017, 10:53
Fading gibts nicht bei Felgenbremsen. So heiss kann die Felge gar nicht werden, vorher versagt was anderes. An einer Scheibenbremse hatte ich mal Totalversagen wegen Fading, war gar nicht lustig.

wenn die felge warm wird
hält der gummi eher besser
ich hatte auch schon mal bremsgummis
die dann richtig an der felge festgeklebt sind
das ist auch nicht lustig


Mit Felgenbremse ist mir beim letzten Forumsötzi tatsächlich der Schlauch am VR in der Abfahrt vom Jaufen geplatzt. Dachte erst jetzt hätte ich endlich mal so einen Fall mit Schlauchplatzer wegen Überhitzung, aber den Ersatzschlauch hats dann am Anstieg zum Timmelsjoch zerlegt - es war doch ein kaputtes Felgenband, bergauf bremse ich noch keine Felgen heiss...

felgenband ist eines der meist unterschätzten teile am RR

die aufgeklebten von schwalbe können schonmal verrutschen
wenn die felge richtig warm wird

Sui77
17.10.2017, 17:53
Hab TESA-Band geklebt, doppelt. Hoffe das hält :)

helmut72
17.10.2017, 19:43
Den Felgenbremsen habe ich einen Schlüsselbeinbruch
Das kommt davon, wenn man keinen Schulterschutz trägt und Felgenbremsen fährt. Ich bin für Schulterschutz- und Scheibenbremsenpflicht! Kann ja nicht angehen, dass andere Kassendienste in Anspruch nehmen, für die ich jeden Tag maloche :ä

Der musste jetzt sein. Habe gerade den Helmhelden-Thread gelesen.

Pedalierer
17.10.2017, 21:49
Hab TESA-Band geklebt, doppelt. Hoffe das hält :)

kenne keinen Fall wo Tesa 7289 in doppelter Lage nicht gehalten hätte.

M13arcos
20.10.2017, 16:30
Abgerundete Kanten der Bremsscheiben?

Da keiner antwortete, suchte ich ein wenig im Netz.
http://velomotion.de/2017/01/shimano-dura-ace-2017-di2-scheibenbremse/

Wir sprechen Shimano Entwickler Tim Gerrits darauf an, der uns gegenüber bestätigt, dass die Kanten der neuen Dura Ace Bremsscheiben nun während der Produktion „entschärft“ werden. ... Die UCI schreibt seit dieser Saison nämlich für alle eingesetzten Bremsscheiben im Profibereich vor, dass der Kantenwinkel weniger als 90° betragen muss. ... Derzeit werden ausschließlich die Dura Ace Scheiben in dieser Form hergestellt, ob und wann die übrigen Shimano Bremsscheiben folgen werden, ist derzeit noch unklar.
Die neue Ultegra wird höchstwahrscheinlich ähnlich gefertigt.

Dies fand ich für die Swissstop Bremsscheiben; auch abgerundete Kanten an.
http://www.swissstop.ch/de/catalyst/

Auch Campagnolos neue Scheibemit abgerundeten Kanten.
https://www.bike24.de/p1230161.html

Über SRAM fand ich noch nichts im "Netz". Da es aber eine Vorgabe der UCI ist, werden die meisten Hersteller nachziehen.
Da hätten sich die Hersteller manche Diskussion ersparen können ...

Herr Sondermann
20.10.2017, 16:36
Den Felgenbremsen habe ich einen Schlüsselbeinbruch zu verdanken, weil die Felgenbremsen eben nicht bremsten, als es darauf ankam.


Mal sehen, wann der erste Post kommt: "Ohne Scheibenbremsen wäre ich jetzt tot!" :Applaus::Applaus::Applaus:

M13arcos
20.10.2017, 16:38
Zitat Tour-Magazin
12-Millimeter-Stechachsen etablieren sich als Standard bei Scheibenbrems-Rennern; ...
Die entspricht auch meiner Einschätzung. Es spricht viel dafür, dass 12-Millimeter-Stechachsen und die Einbaubreiten 100mm und 142mm sich zu einem Standard entwickeln, aber noch kein Standard sind. Dies wären zumindest positive Aussichten.

Ich fände es vorteilhaft, wenn sich auch für die Stechachsenbefestigungen auch ein Standard entwickeln würde.

Jim Bob
20.10.2017, 16:40
Abgerundete KantenWem ohne runde Ecken der Himmel auf den Kopf fällt, nimmt ne Feile und feilt sich ne Fase dran.

kleinerblaumann
20.10.2017, 16:55
Mal sehen, wann der erste Post kommt: "Ohne Scheibenbremsen wäre ich jetzt tot!" :Applaus::Applaus::Applaus:

Hier! Ich habe nämlich mehrere Räder, an die nur Scheibenbremsen passen. Und wären die nicht da, wäre ich vermutlich tot.

Herr Sondermann
20.10.2017, 17:02
Hier! Ich habe nämlich mehrere Räder, an die nur Scheibenbremsen passen. Und wären die nicht da, wäre ich vermutlich tot.

Hähä...Das kann man allerdings nur schwer von der Hand weisen! :drinken2:

kleinerblaumann
20.10.2017, 17:08
Hähä...Das kann man allerdings nur schwer von der Hand weisen! :drinken2:

Siehste! ;)

Da dasselbe allerdings auch für Felgenbremsen gilt, bringt uns das auch nicht weiter.

Herr Sondermann
20.10.2017, 17:11
Siehste! ;)

Da dasselbe allerdings auch für Felgenbremsen gilt, bringt uns das auch nicht weiter.

Mist, wieder nix, wa?! Aber immerhin mal ein Konsens! :ä;)

RS1325
20.10.2017, 18:36
Nach mehreren Tausend Kilometern mit Scheibenbremse hatte ich jetzt im Urlaub wieder mal ein Rad mit Felgenkneifer, sogar Gruppenlos - und war total entsetzt dass die auch ganz einfach und zuverlässig funktioniert :D......

lance_ullrich
20.10.2017, 18:45
Man stelle sich die Diskussion umgekehrt vor: Discbremsen wären Standard, dann würde jemand kommen und sagen: "Bremsen wir doch zangenartig direkt auf den Felgen/Carbonfelgen! das geht auch!"

Die Kommentare wären angesiedelt zwischen "Wahnsinn", "niemals", "komplett verrückt", "hässlich"

showdown
20.10.2017, 19:49
Man stelle sich die Diskussion umgekehrt vor: Discbremsen wären Standard, dann würde jemand kommen und sagen: "Bremsen wir doch zangenartig direkt auf den Felgen/Carbonfelgen! das geht auch!"

Die Kommentare wären angesiedelt zwischen "Wahnsinn", "niemals", "komplett verrückt", "hässlich"Nö.

Die Kommentare würden lauten "endlich aufgeräumte, elegantere Optik" oder "die neue DA, das Premium-Feeling jetzt in noch nochmals leichter" und bei den kleineren Geschwistern würden Canyon und Rose Knaller-Preise für ihre Räder bewerben.

So sieht das aus !! :D

:proost:

BerlinRR
20.10.2017, 20:17
Nach mehreren Tausend Kilometern mit Scheibenbremse hatte ich jetzt im Urlaub wieder mal ein Rad mit Felgenkneifer, sogar Gruppenlos - und war total entsetzt dass die auch ganz einfach und zuverlässig funktioniert :D......

Und du lebst noch? :eek::eek::eek:
Bin im gleichen Maße erschrocken und froh!

Mifri
20.10.2017, 20:30
Nö.

Die Kommentare würden lauten "endlich aufgeräumte, elegantere Optik"


Wo bitte ist eine Felgenbremse denn bitte aufgeräumt und hat eine elegantere Optik. Genaugenommen wirken Felgenbremsen an der Gabel und an den Sitzstreben je nach Betrachtungswinkel und Hersteller als klobige Geschwüre.

avis
20.10.2017, 21:41
Irgendwelche Leichtbaukonstrukte sehen schlimm aus, stimmt.
Aber eine Direct Mount Bremse ist nun wirklich dezenter als jede Disk.

cadoham
20.10.2017, 22:16
Mit Flatmount und interner Verlegung durch Rahmen und Gabel,
wirkt die Disc schon gut integriert und aufgeräumt.

Eine Scheibenbremse bricht bei vielen mit den Sehgewohnheiten bzgl. RR,
aber ob abstehnde Bremszangen und Zugleitungen, sowie silberne Bremsflanken im Kontrast
zu schwarzen Felgen und Reifen soviel cleaner sind?

Wer Disc will, stört sich nicht an der Optik, oder mag sie sogar. ;)

hahnru
20.10.2017, 22:50
Heute habe ich mir einen Cross Rahmem Colnago Prestige gekauft.
Da wird jetzt mal die Campagnolo Disc H11 getestet.
Dann schau ich mal ob das einen einen Sinn ergibt die Disc in ein ordentliches Rennrad einzubauen.
Ich bin eigentlich der Meinung das die Direkt Mount Bremse die bessere Wahl für ein Rennrad ist.
Mal sehen ich lasse mich ja gerne überraschen

kaeptnepo
20.10.2017, 22:59
jahrelang sollte man das Leichte vom Leichten kaufen. Und jetzt heisst es, das halbe Kilo extra macht doch nichts.
Lach
Ich brauche ein Rad mit ABS ESP und Bremsassistent. Sonst wird mir das alles zu gefährlich. Vor allem bei Regen.

Pedalierer
20.10.2017, 23:07
Vor allem bleibt es nicht bei einem halben Kilo.
Es gibt einfach zu viele Baustellen wo Mehrgewicht anfällt > Rahmen/Gabel/Laufräder/Steckachse/Hydraulik/Bremsscheiben
Wenn ich das selbe Geld ausgebe ist es eher 1 kg Mehrgewicht. Das kann man halt eindämmen indem man richtig viel Geld in die Hand nimmt und darauf freut sich wer Fahrräder oder Fahrradteile herstellt oder verkauft.

Tom
20.10.2017, 23:12
Mist, wieder nix, wa?! Aber immerhin mal ein Konsens! :ä;)

Ohne Bremsen wäre ich schneller.
Aber auch schneller tot.

cadoham
20.10.2017, 23:18
jahrelang sollte man das Leichte vom Leichten kaufen. Und jetzt heisst es, das halbe Kilo extra macht doch nichts.

Sollte?
Ich kaufe was mir gefällt und wovon ich überzeugt bin. Du nicht?

Wieviel Zeit verliert man denn konkret, auf Grund des Mehrgewichts der Disc?



Ich brauche ein Rad mit ABS ESP und Bremsassistent. Sonst wird mir das alles zu gefährlich. Vor allem bei Regen.

Man kann natürlich auch alles ins Lächerliche ziehen, wenn man sonst nicht viel dazu sagen kann. :rolleyes:

Mifri
21.10.2017, 08:54
Mit Flatmount und interner Verlegung durch Rahmen und Gabel,
wirkt die Disc schon gut integriert und aufgeräumt.

Eine Scheibenbremse bricht bei vielen mit den Sehgewohnheiten bzgl. RR,
aber ob abstehnde Bremszangen und Zugleitungen, sowie silberne Bremsflanken im Kontrast
zu schwarzen Felgen und Reifen soviel cleaner sind?

Wer Disc will, stört sich nicht an der Optik, oder mag sie sogar. ;)

+1 alles gesagt.

Mittlerweile sind die Bremssättel als FM im Vergleich zu den PM vor 3-4 Jahren deutlich eleganter geworden, sowohl bei Shimano, als auch bei Sram. Was optisch vielleicht noch nicht so gewohnt ist, ist die Scheibe an sich, was sich je nach Scheibe aber relativiert. Die Sram Centerline X Scheiben sind recht diskret. Die neuen Dura Ace sind optisch zwar wirklich eine Scheibe, doch die schwarzen Kühlleitbleche machen optisch schon etwas her, im Gegensatz zu den neuen Ultegra Scheiben, die eben nicht schwarz sind.

Bzgl. Gewicht, ja die Disc hat ein Mehrgewicht von durchschnittlich 0,6kg. Na und, dafür bamsel ich mir keinen unnötigen Satteltaschenkrimskrams ans Rad, oder fahre den Kram in der Trikottasche durch die Gegend.

Jim Bob
21.10.2017, 09:04
Vor allem bleibt es nicht bei einem halben Kilo.
Es gibt einfach zu viele Baustellen wo Mehrgewicht anfällt > Rahmen/Gabel/Laufräder/Steckachse/Hydraulik/Bremsscheiben
Wenn ich das selbe Geld ausgebe ist es eher 1 kg Mehrgewicht. Das kann man halt eindämmen indem man richtig viel Geld in die Hand nimmt und darauf freut sich wer Fahrräder oder Fahrradteile herstellt oder verkauft.
Äpfel und Birnen. Ja, die Disc ist teurer. Das heißt im Umkehrschluß, dass es für den identischen Endpreis Räder gibt, an denen an anderer Stelle gespart wird. Will man ein ansonsten gleichwertiges Rad mit Disc haben, muss man tiefer in die Tasche greifen.

Beispiel Canyon:

- Felgenbremse, Ultegra, DT-Swiss-Laufräder, Carbon, 1900€, 7,5kg
https://www.canyon.com/road/endurace/2018/endurace-cf-8-0.html

dürfte von den Komponenten und vom Gewicht her auf Augenhöhe sein mit

- Disc, Ultegra, DT-Swiss-Laufräder, Carbon, 2600€, 7,6kg
https://www.canyon.com/road/endurace/2018/endurace-cf-sl-disc-8-0.html

Gibt man ungefähr das gleiche Geld aus, bekommt man statt Ultegra nur 105 und entsprechend mehr Gewicht:

- Disc, 105, DT-Swiss-Laufräder, Carbon, 2000€, 8,2kg
https://www.canyon.com/road/endurace/endurace-cf-sl-disc-7-0.html



... und niemand wird gezwungen, sich Disc zu kaufen.... aber wer sichs leisten kann... :fluiten:

Abstrampler
21.10.2017, 09:05
In der aktuellen TOUR Ausgabe ist die Ultegra Disc im Test.
Zwei Räder waren vorhanden.
Bei einem ist es trotz Reinigung und Tausch der Beläge einfach nicht gelungen, das Kreischen beim Bremsen abzustellen.

marvin
21.10.2017, 09:09
...Bzgl. Gewicht, ja die Disc hat ein Mehrgewicht von durchschnittlich 0,6kg. Na und, dafür bamsel ich mir keinen unnötigen Satteltaschenkrimskrams ans Rad, oder fahre den Kram in der Trikottasche durch die Gegend.
Die ganze Scheibenbremsdiskussion ist im Grunde auch eine Generationenkonflikt.

Ich z.B. bin sooo alt, dass ich mir damals sogar noch Löcher in die Komponenten gebohrt habe, um ein paar Gramm zu sparen. Heute fahre ich ein Rad, das "von der Stange" schon deutlich unter UCI-Limit liegt. Mit Felgenbremse, versteht sich.
Für die o.g. 0,6kg Mehrgewicht einer Scheibe würde ich heute noch meine Schwiegermutter verkaufen.

Wer aber erst vor ein paar Jahren zum Rennrad gekommen ist. Wer vorher vielleicht MTB gefahren ist und dort auch nie was anderes als Scheibenbremse kennengelernt hat, der hat schon von seiner Vergangenheit her weniger Berührungsängste und ästhetische Vorbehalte.

Herr Sondermann
21.10.2017, 09:14
Die ganze Scheibenbremsdiskussion ist im Grunde auch eine Generationenkonflikt.

Ich z.B. bin sooo alt, dass ich mir damals sogar noch Löcher in die Komponenten gebohrt habe, um ein paar Gramm zu sparen. Heute fahre ich ein Rad, das "von der Stange" schon deutlich unter UCI-Limit liegt. Mit Felgenbremse, versteht sich.
Für die o.g. 0,6kg Mehrgewicht einer Scheibe würde ich heute noch meine Schwiegermutter verkaufen.

Wer aber erst vor ein paar Jahren zum Rennrad gekommen ist. Wer vorher vielleicht MTB gefahren ist und dort auch nie was anderes als Scheibenbremse kennengelernt hat, der hat schon von seiner Vergangenheit her weniger Berührungsängste und ästhetische Vorbehalte.

Gut zusammengefasst Marvin!!! :drinken2:

Vor allem den hervorgehobenen Satz unterschreib ich dir sofort. Und dass, obwohl meine Schwiegermutter nett ist. :eek::ä

B115
21.10.2017, 09:28
Die ganze Scheibenbremsdiskussion ist im Grunde auch eine Generationenkonflikt.

Ich z.B. bin sooo alt, dass ich mir damals sogar noch Löcher in die Komponenten gebohrt habe, um ein paar Gramm zu sparen. Heute fahre ich ein Rad, das "von der Stange" schon deutlich unter UCI-Limit liegt. Mit Felgenbremse, versteht sich.
Für die o.g. 0,6kg Mehrgewicht einer Scheibe würde ich heute noch meine Schwiegermutter verkaufen.

Wer aber erst vor ein paar Jahren zum Rennrad gekommen ist. Wer vorher vielleicht MTB gefahren ist und dort auch nie was anderes als Scheibenbremse kennengelernt hat, der hat schon von seiner Vergangenheit her weniger Berührungsängste und ästhetische Vorbehalte.

Wenn man schon lange dabei ist dann hat man auch die Anfangsschwierigkeiten der Disc im MTB Sport miterlebt. Klar mittlerweile hat man das im Griff aber die Kombi RR/Disc ist noch neu und als alter Hase ist man eben skeptisch gegen Neuerungen.

SST
21.10.2017, 10:39
Wieviel Zeit verliert man denn konkret, auf Grund des Mehrgewichts der Disc?
Beispiel: http://forum.tour-magazin.de/attachment.php?attachmentid=626440&d=1506865474

Eine Disc ist am RR aus meiner Sicht überbewertet und unnötig und bietet nur seitens der Händler einen Vorteil (wenn überhaupt). Der Wartungsaufwand und die korrekte Justage damit nichts schleift ... ernsthaft?! Bei den Hobbyschrauben und ihren Wehwehchen wird die Disc die ein oder andere Weißglut mehr entfachen.

Optik ... solange es einen Vorteil bringt ist die doch auch egal. Wo ist aber der Vorteil einer Disc gegenüber einer Felgenbremse? Kann mir das einer beantworten? Ich sehe keinen techn., aerodyn. oder Gewichtvorteil der Disc bei offener Betrachungsweise.:confused: lediglich der Materialverschleiß ändert sich.

G.Fahr
21.10.2017, 11:01
Wo ist aber der Vorteil einer Disc gegenüber einer Felgenbremse? Kann mir das einer beantworten?

Das wäre mal einen eigenen Thread wert.

Jim Bob
21.10.2017, 11:01
Beispiel: http://forum.tour-magazin.de/attachment.php?attachmentid=626440&d=1506865474Bei 7% Steigung nur 17,5km/h statt 17,6km/h - man hängt nach einer Stunde Bergauf mit 7% also 100 Meter zurück :eek:

Fragt sich jetzt, wieviele Meter man auf 17,5km 7%-Gefälle durch späteres Bremsen und den Aero-Vorteil wieder reinholen kann. :confused:

avis
21.10.2017, 12:03
Ich z.B. bin sooo alt, dass ich mir damals sogar noch Löcher in die Komponenten gebohrt habe, um ein paar Gramm zu sparen. Heute fahre ich ein Rad, das "von der Stange" schon deutlich unter UCI-Limit liegt. Mit Felgenbremse, versteht sich.
Für die o.g. 0,6kg Mehrgewicht einer Scheibe würde ich heute noch meine Schwiegermutter verkaufen.



Du triffst den Nagel auf den Kopf.
Ich bin zwar wohl etwas jünger, aber dennoch: Am heißgeliebten Schönwetterrad hat man mit viel Mühe und Geld 50gr hier, 100gr dort und 150gr da abgetragen und plötzlich alles zunichte machen?
Ähm neeee!
Zumal es oft bei dem selben Preis(!) noch mehr ist, geht dann fast an ein kg ran.
Bei Trek z.B.
Da kaufe ich mir ein Émonda für viel Geld, also ein dezidiertes Kletterrad, was wirklich die Spitze des Leichtbaus darstellt und dann ist meine Diskversion fast ein kg schwerer?
Oder die Lightweights mit 1400gr für 4500€..:ä


@ Jim Bob
Welchen Aerovorteil? In allen mir bekannten Tests war die Disk maximal gleich schnell, aber gegen integrierte FB oder DM Varianten immer noch etwas langsamer.
Ich wage mal zu behaupten, dass jemand der mit FB umgehen kann durch die Disk nicht schneller abfährt.
Ob ein Nibali ansonsten nichtmal einen Versuch starten würde?!

Jim Bob
21.10.2017, 12:34
Hier hat Disc im Bereich von -20° bis -5° Nachteile und liegt ab -5° bis +20° vorn. Verteilt man pro 5 Winkelgrade einen Punkt, gewinnt Disc mit 5:3 :)

http://www.slowtwitch.com/articles/images/8/151498-largest_disc4.jpg

Quelle: http://www.slowtwitch.com/Tech/Disc_and_Rim_Brake_Aero_Drag_6073.html

avis
21.10.2017, 12:43
Hier hat Disc im Bereich von -20° bis -5° Nachteile und liegt ab -5° bis +20° vorn. Verteilt man pro 5 Winkelgrade einen Punkt, gewinnt Disc mit 5:3 :)



Ist schon eine sehr spezielle FB, die sie da genommen haben, ne?
Nicht wirklich repräsentativ.
Canyon wie Spezialiced geben für ihre Diskmodelle immer einen kleinen Nachteil an.
Und die werden ja nun wirklich kein Interesse daran haben den Nachteil größer zu machen als er ist ;)

http://velomotion.de/2017/06/langzeittest-canyon-aeroad-cf-slx-disc-8-0-schneller-disc-renner-gut-durchdacht/
https://www.youtube.com/watch?v=HXQuSnKkS-I
http://www.velonews.com/2014/12/bikes-and-tech/discs-drag-wind-tunnel-testing-disc-brake-road-bikes_355621
http://www.bikeradar.com/road/gear/article/disc-brakes-everything-you-need-to-know-bikeradar-45859/

Pedalierer
21.10.2017, 14:09
Hier hat Disc im Bereich von -20° bis -5° Nachteile und liegt ab -5° bis +20° vorn. Verteilt man pro 5 Winkelgrade einen Punkt, gewinnt Disc mit 5:3 :)

http://www.slowtwitch.com/articles/images/8/151498-largest_disc4.jpg

Quelle: http://www.slowtwitch.com/Tech/Disc_and_Rim_Brake_Aero_Drag_6073.html

Selten dämlicher Test. Bei Disc muss ich vorne 24 Speichen gekreuzt fahren um ein sicheres VR zu bekommen (besser mit dickerem Querschnitt als 1,5 mm). Bei FB gibt es 16 Speichen radial mit CX Ray an jedem x-beliebigen System-LR. Die Disc ist dadurch aerodynamisch langsamer, da hilft kein praxisferner Windtunnel-Vergleich. Mal wieder so ein Pseudo-Tets unter hanbüchenen Bedingungen um die Disc zu pushen.

Disc ist etwas langsamer, dazu kann man doch mal stehen.:rolleyes:

Flashy
21.10.2017, 17:13
Die ganze Scheibenbremsdiskussion ist im Grunde auch eine Generationenkonflikt.

Ich z.B. bin sooo alt, dass ich mir damals sogar noch Löcher in die Komponenten gebohrt habe, um ein paar Gramm zu sparen. Heute fahre ich ein Rad, das "von der Stange" schon deutlich unter UCI-Limit liegt. Mit Felgenbremse, versteht sich.
Für die o.g. 0,6kg Mehrgewicht einer Scheibe würde ich heute noch meine Schwiegermutter verkaufen.

Wer aber erst vor ein paar Jahren zum Rennrad gekommen ist. Wer vorher vielleicht MTB gefahren ist und dort auch nie was anderes als Scheibenbremse kennengelernt hat, der hat schon von seiner Vergangenheit her weniger Berührungsängste und ästhetische Vorbehalte.

Und was bringen dir die 600Gramm?
Bist du damit signifikant schneller?

marvin
21.10.2017, 17:18
Und was bringen dir die 600Gramm?
Bist du damit signifikant schneller?
Meinst Du das ernst?

Natürlich ist man mit 600 gramm weniger schneller unterwegs. Das ist simpelste Physik.
Ob es einem das wert ist steht auf einem anderen Blatt.

Flashy
21.10.2017, 17:22
Meinst Du das ernst?

Natürlich ist man mit 600 gramm weniger schneller unterwegs. Das ist simpelste Physik.
Ob es einem das wert ist steht auf einem anderen Blatt.

Aha und du fährst so am Limit, bist so austrainiert, dass du über 600Gramm am Rad nachdenkst?

avis
21.10.2017, 17:34
Großer Gott, es nennt sich RENNrad...da geht es in der Tat darum so schnell wie möglich zu sein.
Maximale Effizienz!
Warum? Weil es Spaß macht, darum.
Ansonsten wären auch noch Schutzbleche, Dynamo, Gepäckträger sinnvoll...:rolleyes:


Selten dämlicher Test. Bei Disc muss ich vorne 24 Speichen gekreuzt fahren um ein sicheres VR zu bekommen (besser mit dickerem Querschnitt als 1,5 mm). Bei FB gibt es 16 Speichen radial mit CX Ray an jedem x-beliebigen System-LR. Die Disc ist dadurch aerodynamisch langsamer, da hilft kein praxisferner Windtunnel-Vergleich. Mal wieder so ein Pseudo-Tets unter hanbüchenen Bedingungen um die Disc zu pushen.

Disc ist etwas langsamer, dazu kann man doch mal stehen.:rolleyes:

Richtig, da sie das selbe LR verwendet haben, also bei der FB nicht eines mit wenigen radialen Speichen, was aerdynamisch ja viel günstiger wäre, ist das halt ein völlig sinnfreier Test.
Habe ja oben einige andere gepostet.
Erinnert an einen Reifentest, ich glaube auf Cyclingtipps, da wurde dann ein hauchdünner TL Corsaspeed mit 0,3mm Gummierung und ohne Pannenschutz gegen den normalen Corsa mit ~3mm Gummi, Pannenschutz und 100gr Butylschlauch getestet...um triumphierend zu konstatieren "heureka, TL Reifen sind schneller".....:rolleyes:

Pedalierer
21.10.2017, 17:34
Aha und du fährst so am Limit, bist so austrainiert, dass du über 600Gramm am Rad nachdenkst?

ich bin zumindest so fit auf dem RR dass ich sehr wenig bremsen muss. Da stellt sich die Frage nach einem teureren und schweren Bremssystem gar nicht. Ist einfach nicht relevant.

Flashy
21.10.2017, 17:36
Die maximale Effiziens spielt aber beim Gesamtsystem eine Rolle.
Und solange am Motor (Körper) was herauszuholen ist, finde ich den Fokus auf 600Gramm Gewichtsersparnis eher müßig.

Herr Sondermann
21.10.2017, 17:38
Großer Gott, es nennt sich RENNrad...da geht es in der Tat darum so schnell wie möglich zu sein.
Maximale Effizienz.
Warum? Weil es Spaß macht, darum
Ansonsten wären auch noch Schutzbleche, Dynamo, Gepäckträger sinnvoll...:rolleyes:

+1

Das scheint bei einigen Leutchen immer mehr aus dem Blick zu geraten vor lauter Komfort und universeller Einsetzbarkeit. Wir reden immer noch vom Rennrad und seinen nahen Verwandten, zumindest sollten wir das in diesem Forum m.E. tun... :mad:

Herr Sondermann
21.10.2017, 17:40
Die maximale Effiziens spielt aber beim Gesamtsystem eine Rolle.
Und solange am Motor (Körper) was herauszuholen ist, finde ich den Fokus auf 600Gramm Gewichtsersparnis eher müßig.
Und genau das stimmt eben überhaupt nicht. ;)

Natürlich wäre es schön, wenn der Körper maximal gestählt wäre und da nix mehr zu holen wäre (schätze, dass das auf maximal 0,01% der Forumsuser zutrifft, wenn überhaupt).

Aber auch ein 90 kg Fahrer merkt den Unterschied zwischen einem leichten und einem weniger leichten Rad natürlich!

Flashy
21.10.2017, 17:42
Tja und bei einigen scheint es nicht im Fokus zu sein, dass nicht nur das Rad fährt, sondern die Kombination:

Mensch und Rad.

An beidem hat man Stellschrauben, die einen schneller werden lassen.
Beim Mensch nennt sich das Training. Neudings hat man sogar einen Wert: W/kg.

Ich bezweifle sehr stark, dass die Gramm-Fetischisten schon durch ihr Training ihren Körper so optimiert haben, dass in Summe noch 600 Gramm entscheident sind.

Jim Bob
21.10.2017, 17:46
Bei Disc muss ich vorne 24 Speichen gekreuzt fahren um ein sicheres VR zu bekommen Giant schaffts grad so, mit 20 Speichen radial ne Zuladung von 126kg zu garantieren. Aber vmtl. sind das auch wieder alternative Fakten. :D

Flashy
21.10.2017, 17:48
Wieviel Minuten holt ihr denn auf einer 100km durch 0,6kg Gewichtsersparnis heraus?

avis
21.10.2017, 17:49
Tja und bei einigen scheint es nicht im Fokus zu sein, dass nicht nur das Rad fährt, sondern die Kombination:

Mensch und Rad.

An beidem hat man Stellschrauben, die einen schneller werden lassen.
Beim Mensch nennt sich das Training. Neudings hat man sogar einen Wert: W/kg.

Ich bezweifle sehr stark, dass die Gramm-Fetischisten schon durch ihr Training ihren Körper so optimiert haben, dass in Summe noch 600 Gramm entscheident sind.

Na klar, wenn man sein Material immer daran ausrichten würde, wie viel man noch an sich selber optimieren könnte...dann müssten wir alle ein 15kg Tourenrad fahren.
Tust du das?

Herr Sondermann
21.10.2017, 17:50
Tja und bei einigen scheint es nicht im Fokus zu sein, dass nicht nur das Rad fährt, sondern die Kombination:

Mensch und Rad.

An beidem hat man Stellschrauben, die einen schneller werden lassen.
Beim Mensch nennt sich das Training. Neudings hat man sogar einen Wert: W/kg.

Ich bezweifle sehr stark, dass die Gramm-Fetischisten schon durch ihr Training ihren Körper so optimiert haben, dass in Summe noch 600 Gramm entscheident sind.

Wahnsinn! Diese Information muss ich erst mal sacken lassen! :eek::heulend:



kleinerblaumann
21.10.2017, 17:50
Großer Gott, es nennt sich RENNrad...da geht es in der Tat darum so schnell wie möglich zu sein.
Maximale Effizienz!


Das würde ich aber auch nicht unabhängig vom Fahrer betrachten. Der ist schließlich in viel höherem Maße dafür verantwortlich, ob es eine effiziente Angelegenheit ist.

Mein Motto zum Gewicht: Solange ich selbst ohne Leistungsverlust im Kilogramm-Bereich abnehmen kann, brauche ich am Rad nicht im 100-Gramm-Bereich reduzieren.

Flashy
21.10.2017, 17:50
Sinnlos.

Es geht um 600Gramm. Da braucht mir jetzt keiner kommen mit 6kg Differenz....

600Gramm schwanke ich schon täglich im Gewicht.
Da müsste ich ja gar nicht fahren, wenn ich an einem Tag mal 600g drüberliege aus Angst, dass ich ob des vielen Gewichts vom Rad falle.

kleinerblaumann
21.10.2017, 17:53
600Gramm schwanke ich schon täglich im Gewicht.
Da müsste ich ja gar nicht fahren, wenn ich an einem Tag mal 600g drüberliege aus Angst, dass ich ob des vielen Gewichts vom Rad falle.

Das ist jetzt sinnlos.

SST
21.10.2017, 17:58
Wieviel Minuten holt ihr denn auf einer 100km durch 0,6kg Gewichtsersparnis heraus?
http://forum.tour-magazin.de/attachment.php?attachmentid=626440&stc=1&thumb=1&d=1506865474 (http://forum.tour-magazin.de/attachment.php?attachmentid=626440&d=1506865474)
Inwiefern das nun dafür oder dagegen spricht ...

Flashy
21.10.2017, 17:58
Es war schon sinnlos, als einer anfing zu meinen, dass ihn 600 Gramm am Rad so langsam machen, dass er es auf einer langen Strecke signifikant spürt....

avis
21.10.2017, 17:58
Zwischen einem sehr leichten und nicht sehr leichten Rad mit sagen wir 4-5kg Differenz liegt der Unterschied immer nur in der Summe der einzelnen Teile.
Jedes für sich sind immer nur einige hundert Gramm.
Was irgendwie nie begriffen, oder bewusst ignoriert wird, ist dass es sich um verschiedene Ebenen handelt, eben Rad oder Fahrer.
Das zu vermischen ist schon formal logisch nicht sauber.
Zudem, wie gesagt, wenn man das konsequent anwendet dürften wir alle nicht mehr als irgendein Hollandrad fahren.
Wohl jeder hier dürfte etliche Kgs abnehmen können.

pinguin
21.10.2017, 17:59
Ich schaffe es nicht, auf meiner 48 km / 600 hm Referenzrunde mit dem klassischen Rennrad, welches rund 1 kg leichter ist als mein Ridley-Crosser (der so aufgebaut ist, dass er im Moment die Geo eines RR abbildet), mir signifikant Zeit abzunehmen. Hin und wieder gewinnt auch das Ridley das Rennen gegen mich selbst.

Ich habe mir kürzlich für einen Haufen Euros einen LRS gekauft, der 500 g leichter ist als der Vorgänger. Merken tue ich das, wenn ich das Rad in den Keller trage. Ich merk's ja nicht mal, wenn ich die Trinkflasche auch noch daheim lasse, dann reden wir über mehr als 1 kg Differenz.

Das einzige Mal, als ich Gewicht wirklich gemerkt habe, das war vor wenigen Wochen mit +7 kg auf dem Rücken. Irgendwo zwischen 1 kg und 7 kg scheint es wohl einen Wert zu geben, ab dem ich Zusatzgewicht wohl merke.

Flashy
21.10.2017, 18:02
Formal logisch nicht sauber?

Es bewegen sich also nicht das Gesamtsystem Mensch und Rad zusammen gegen den Widerstand?
Das wäre mir jetzt aber neu.

Wieso wird jetzt die Diskussion in den kg Bereich verzerrt?
Es geht um Mehrgewicht durch Disc, ausgehend von einem sonst identischen Rad.

Meiner Meinung nach gehen da viele den zu einfachen Weg und denken, dass sie durchs Rad leichter machen, die ggf. noch nicht optimierten Stellschrauben am Gesamtsystem außer Acht lassen können.

Da ist mir das Optik-Argument nachvollziehbarer...

avis
21.10.2017, 18:13
Im Sinne der Optimierung betrachte ich erstmal dennoch beides getrennt.
Ich bin mit dem leichteren Rad schneller, als mit dem schwerern, auch wenn ich selber locker noch 5 kg abnehmen könnte, dennoch ist ein kg weniger am Rad nunmal ein kg weniger. Das kg muss ich weniger an Lesitung bringen, egal wie viel ich selber wiege. Hier wird so getan als wäre ein kg weniger erst dann ein kg weniger, wenn ich selber ausgereizt bin, das meinte ich mit unlogisch.
Relativ kippt das ganze irgendwann natürlich.
Mal ehrlich, wie gesagt, wenn man knallhart nur das Gesamtbild betrachten würde, müssten wir halt alle irgendein 12kg Rad fahren.
Tut hier wohl niemand, oder?
Dass es etwas lächerlich wird, wenn ein 120kg Mann sich über 100gr Gedanken macht sehe ich natürlich auch so.
Und natürlich sollte man im Leistungssport resümierend beides betrachten.
Ich finde einfach den relativen Sprung viel zu hoch.
Schrieb das ja oben schonmal, wenn ich mir ein Bergrad kaufe und das mit Disk wiegt statt 7 nun 8kg wäre mir das viel zu viel.

kleinerblaumann
21.10.2017, 18:15
Das zu vermischen ist schon formal logisch nicht sauber.
Rad und Fahrer fahren immer zusammen, daher gehört das auch zusammen betrachtet. Und mir formaler Logik hat das nicht mehr oder weniger zu tun das der ganze Rest, der hier besprochen wird.
Wenn jemand ein Foto von sich postet, auf dem er mit dem aktuell besten Aerorad, mit Zipp 808, mit Aerohelm, aber mit flatterndem T-Shirt fährt, wäre hier sofort jedem das Missverhältnis klar.



Zudem, wie gesagt, wenn man das konsequent anwendet dürften wir alle nicht mehr als irgendein Hollandrad fahren.
Wohl jeder hier dürfte etliche Kgs abnehmen können.

Das stimmt nicht, weil die Gründe, aus denen wir mit dem Zeug fahren, eben nicht nur Effizienz sind. Es geht auch um Bequemlichkeit, eine Art Spieltrieb zu befriedigen, Unterschiede beim Material zu spüren, ein besseres Rad zu haben als der Nachbar usw.
Das sind auch alles vollkommen akzeptable Gründe, Menschen funktionieren halt auch auf diese Weise. Mir geht es nur darum, dass die Gewichtsdiskussion viel zu sehr mir der Effizienz des Vortriebs in Verbindung gebracht wird. Und wenn man nur das betrachtet, gibt es einfach keinen Grund, mit 10kg Übergewicht auf ein halbes kg am Rad zu achten, außer eben: "ich finds geil"

geil, immer wieder ein sehr leichtes Rad hochzuheben;
geil, im Forum eine niedrigere Zahl angeben zu können;
geil, weil die Profis auch nichts leichteres fahren;
geil, weil ich damit zeigen kann, wie viel Kohle ich für ein Rad ausgeben kann;
geil aus sonst einem Grund.

Das kann man als Grund hernehmen, aber mir ist wichtig zu betonen, dass das mit der Effizienz des Vortriebs nichts zu tun hat.

Analogie:
Man baut sich einen Spoiler oder sonst was ans Auto, damit die Karre aerodynamischer ist und somit weniger verbraucht. Zugleich fährt man aber seit Wochen leere Getränkekisten und Werkzeug vom letzten Renovieren beim Kumpel durch die Gegend, weil man zu faul ist, es raus zu räumen. Natürlich bringt die Aerodynamische Optimierung was, aber das Zeug nicht mehr spazieren zu fahren, würde viel mehr bringen. Und trotzdem kann man es tun, das Auto ist ja jetzt aerodanamischer.

avis
21.10.2017, 18:16
Das stimmt nicht, weil die Gründe, aus denen wir mit dem Zeug fahren, eben nicht nur Effizienz sind. Es geht auch um Bequemlichkeit, eine Art Spieltrieb zu befriedigen, Unterschiede beim Material zu spüren, ein besseres Rad zu haben als der Nachbar usw.
Das sind auch alles vollkommen akzeptable Gründe, Menschen funktionieren halt auch auf diese Weise. Mir geht es nur darum, dass die Gewichtsdiskussion viel zu sehr mir der Effizienz des Vortriebs in Verbindung gebracht wird. Und wenn man nur das betrachtet, gibt es einfach keinen Grund, mit 10kg Übergewicht auf ein halbes kg am Rad zu achten, außer eben: "ich finds geil"

geil, immer wieder ein sehr leichtes Rad hochzuheben;
geil, im Forum eine niedrigere Zahl angeben zu können;
geil, weil die Profis auch nichts leichteres fahren;
geil, weil ich damit zeigen kann, wie viel Kohle ich für ein Rad ausgeben kann;
geil aus sonst einem Grund.

Das kann man als Grund hernehmen, aber mir ist wichtig zu betonen, dass das mit der Effizienz des Vortriebs nichts zu tun hat.

Analogie:
Man baut sich einen Spoiler oder sonst was ans Auto, damit die Karre aerodynamischer ist und somit weniger verbraucht. Zugleich fährt man aber seit Wochen leere Getränkekisten und Werkzeug vom letzten Renovieren beim Kumpel durch die Gegend, weil man zu faul ist, es raus zu räumen. Natürlich bringt die Aerodynamische Optimierung was, aber das Zeug nicht mehr spazieren zu fahren, würde viel mehr bringen. Und trotzdem kann man es tun, das Auto ist ja jetzt aerodanamischer.


Da stimme ich dir völlig zu!
Der emotionale Aspekt ist ganz zentral und das meine ich ja auch, wenn ich sage dass ich nicht hinnehmbar finde, wenn mein Bergrad nun plötzlich ein kg schwerer wird.

kleinerblaumann
21.10.2017, 18:19
Im Sinne der Optimierung betrachte ich erstmal dennoch beides getrennt.


Das tust du nicht. Oder fährst du einen Laufradsatz, der nur bis 70kg zugelassen ist, einen 36cm breiten Lenker wegen der Aerodynamik. Da hast du nichts von, weil es nicht zu dir passt. Und deshalb muss man beides zusammen betrachten.

Man stelle ich mal bei einem Langdistanz Triathlon an die Radsteckt und beobachte, wie viele da nicht mehr auf dem Auflieger fahren, weil die Position offensichtlich zu unbequem ist. Dann kann man auf dem Auflieger noch so aerodanamisch sein, wenn man nur 100km fahren kann, hat man da nur wenig von. 5cm höher ist langsamer, passt aber besser zu einem und man kann 180km drauf fahren.

kleinerblaumann
21.10.2017, 18:21
Da stimme ich dir völlig zu!
Der emotionale Aspekt ist ganz zentral und das meine ich ja auch, wenn ich sage dass ich nicht hinnehmbar finde, wenn mein Bergrad nun plötzlich ein kg schwerer wird.

Bergrad ist ein Stichwort: Man kann ein leichtes Rad haben wollen, um bergauf zu wissen, ich fahre das leichteste Zeug. Da ist der Grund dann die eigene Motivation. Wieder ein Grund mehr neben der reinen Effizienz aus Vortrieb-Gewicht.

avis
21.10.2017, 18:22
Das tust du nicht. Oder fährst du einen Laufradsatz, der nur bis 70kg zugelassen ist, einen 36cm breiten Lenker wegen der Aerodynamik. Da hast du nichts von, weil es nicht zu dir passt. Und deshalb muss man beides zusammen betrachten.

Man stelle ich mal bei einem Langdistanz Triathlon an die Radsteckt und beobachte, wie viele da nicht mehr auf dem Auflieger fahren, weil die Position offensichtlich zu unbequem ist. Dann kann man auf dem Auflieger noch so aerodanamisch sein, wenn man nur 100km fahren kann, hat man da nur wenig von. 5cm höher ist langsamer, passt aber besser zu einem und man kann 180km drauf fahren.


Das ist jetzt schon wieder ne andere Ebene, nämlich ob es auch stabil genug ist, was ja direkt von meinem eigenen Gewicht abhängig ist, unmittelbaren Zusammenhang besitzt.
Oder mir rein ergonomisch passen muss etc.
Ob ich mir aber Dura Ace Pedale oder 105er kaufen soll, da berücksichtige ich nicht was ich selber wiege.
Tut wohl niemand würde ich behaupten.

Pedalierer
21.10.2017, 18:27
Giant schaffts grad so, mit 20 Speichen radial ne Zuladung von 126kg zu garantieren. Aber vmtl. sind das auch wieder alternative Fakten. :D

Was für alternative Fakten? Es ist wohl unstrittig dass man bei FB vorn mit wenigen radialen dünne Speichen Laufräder bauen kann, bei Disc hingegen mehr/dickere gekreuzte Speichen benötigt. Eben um die tagentialen Kräfte aufnehmen zu können und wegen der kleineren asymtrischen Abstützbreite. Wenn Du andere Fakten parat hast bin ich mal sehr interessiert.

Dass das relevant für die Aerodynamik des Systems ist sollte klar sein. Ein Test der das selbe Laufrad mit beiden Bremsen vergleicht ist einfach lächerlich, weil praxisfern.

kleinerblaumann
21.10.2017, 18:30
Das ist jetzt schon wieder ne andere Ebene, nämlich ob es auch stabil genug ist, was ja direkt von meinem eigenen Gewicht abhängig ist, unmittelbaren Zusammenhang besitzt.
Mir rein ergonomisch passen muss etc.
Ob ich mir aber Dura Ace Pedale oder 105er kaufen soll, da berücksichtige ich nicht was ich selber wiege.
Tut wohl niemand würde ich behaupten.

Ich will sagen: was man fährt, steht im Zusammenhang mit dem Menschen, der drauf sitzt.
Meine Gründe, warum ich beim Sattel, Lenker, Vorbau, Pedale nicht das leichteste fahre: Mein Körpergewicht, Preis und Optik - die Reihenfolge unterscheidet sich je nach Teil. Ich persönlich würde mir Dura Ace Pedale kaufen, weil ich auf eine höhere Lagerqualität hoffe als bei 105er. Wenn das aber gleich wäre, würde ich tatsächlich die 105er nehmen, weil ich selbst zu schwer bin. Das habe ich bei meinem jetzigen Rad immer wieder so gemacht.

avis
21.10.2017, 18:36
Bergrad ist ein Stichwort: Man kann ein leichtes Rad haben wollen, um bergauf zu wissen, ich fahre das leichteste Zeug. Da ist der Grund dann die eigene Motivation. Wieder ein Grund mehr neben der reinen Effizienz aus Vortrieb-Gewicht.

Sagen wir so es ist vermutlich oft beides.
Mir macht es einfach auch Spaß mein Rad im Sinne der Effizienz zu optimieren.
Was ich prinzipiell meinte, ist dass man bei einem Vergleich der Systeme den Fahrer erstmal rauslassen muss, bzw. eben gleich lassen muss um sinnvoll zu vergleichen.
Natürlich besteht da latent ein Zusammenhang zwischen Mensch und Rad.
Nur um auf technischer Ebene zu vergleichen muss ich den Fahrer erstmal raus lassen.
Wenn ich auf nem 6kg Rad den Ventoux hochfahre und Froome mit mir auf einem 12kg Rad, wird er mich dennoch völlig versenken, ändert nichts daran, dass ich das bessere Rad habe.
Das meinte ich oben mit unlogisch.
Zu sagen "das kg ist egal, nimm doch selber erstmal 5 ab" ist ja irgendwo berechtigt, aber da vergleiche ich eben verschiedene Ebenen miteinader. Denn wiegesagt das Kg weniger ist so oder so ein kg weniger.
Man kann das ja mal umdrehen:
Angeblich liefert die Disk ja besseres Bremsverhalten.
Da müsste man dann konsequenterweise sagen " die etwas besssere Modulation ist völlig egal, solange du nicht selber richtig super abfahren kannst"
Denn zweifelsohne liegt nämlich da viel mehr Verbesserungspotential als die beste Disk je bringen würde, nicht wahr?

kleinerblaumann
21.10.2017, 18:55
Da müsste man dann konsequenterweise sagen " die etwas besssere Modulation ist völlig egal, solange du nicht selber richtig super abfahren kannst"
Denn zweifelsohne liegt nämlich da viel mehr Verbesserungspotential als die beste Disk je bringen würde, nicht wahr?

Wobei da glaube ich der Kopf noch eine größere Rolle spielt. Wenn man bergab Angst hat, kann das Bewusstsein, die beste Bremse zu haben, glaube ich mehr bewirken als es bergauf ein leichtes Rad könnte. Und wenn eine Scheibenbremse tatsächlich mehr Potential hat, kann sie beim Versteuern ja auch sehr sicherheitsrelevant sein. Wenn man bergauf ein schwereres Rad hat, ist das nie gefährlich.

Aber grundsätzlich würde ich auch in die Richtung gehen: Man kann woanders fürs Abfahren viel mehr herausholen als bei der Bremse, die meinetwegen an Platz zwei steht, aber ebenhinter den Fahrkünsten.

Pedalierer
21.10.2017, 19:03
Die Bremse ist auch beim Abfahren lange nicht an Nummer 2.
Wenn der Fahrer bergab sicher ist, so ist das Rad bei Fahrverhalten genau so relevant. Sprich Spurtreue des Rahmensets, Laufräder (seitenwindempfindlichkeit, Seitensteifigkeit), Bereifung, Geofragen, Lenker/Vorbau oder Auswuchtung der LR sind bergab relevanter als die Frage Disc oder FB.

avis
21.10.2017, 19:10
Wobei da glaube ich der Kopf noch eine größere Rolle spielt. Wenn man bergab Angst hat, kann das Bewusstsein, die beste Bremse zu haben, glaube ich mehr bewirken als es bergauf ein leichtes Rad könnte. Und wenn eine Scheibenbremse tatsächlich mehr Potential hat, kann sie beim Versteuern ja auch sehr sicherheitsrelevant sein. Wenn man bergauf ein schwereres Rad hat, ist das nie gefährlich.

Aber grundsätzlich würde ich auch in die Richtung gehen: Man kann woanders fürs Abfahren viel mehr herausholen als bei der Bremse, die meinetwegen an Platz zwei steht, aber ebenhinter den Fahrkünsten.

Tjoa...andererseits...wenn man berghoch so richtig im Kotzbereich fährt, ist das Gefühl, der Glaube an sich und sen Material auch alles.
Aber ich denke mal im wesentlichen sind wir uns einig :drinken2:

Abstrampler
21.10.2017, 19:10
Hnm. Ich würde die 600g Mehrgewicht, den höheren Preis und die Geräusche ja liebend gerne auch am Rennrad in Kauf nehmen, wenn ich denn dadurch irgendwelche für mich relevanten Vorteile hätte.
Hab ich aber nicht.

Der Schlusssatz aus dem oben erwähnten TOUR Artikel trifft es recht gut:
"Auf die Disc, welche die unbestreitbaren Vorteile der Scheibenbremse nicht gleich wieder mit neuen Nachteilen kontert, muss die Rennradwelt also weiterhin warten."

kleinerblaumann
21.10.2017, 19:35
Die Bremse ist auch beim Abfahren lange nicht an Nummer 2.
Wenn der Fahrer bergab sicher ist, so ist das Rad bei Fahrverhalten genau so relevant. Sprich Spurtreue des Rahmensets, Laufräder (seitenwindempfindlichkeit, Seitensteifigkeit), Bereifung, Geofragen, Lenker/Vorbau oder Auswuchtung der LR sind bergab relevanter als die Frage Disc oder FB.

Wenn es nur um den Unterschied zwischen Felge und Disc als Bremsart geht, dann ist vieles andere wichtiger, weil der Unterschied dann glaube ich doch nicht so groß ist. Ich meinte das aber nicht auf den Unterschied bezogen, sondern allgemeiner. Und da würde ich lieber eine beschissene Geo als eine beschissene Bremse fahren.
Vielleicht greift da das Sprichwort: jede Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Peter Sagen ist auch nicht mehr so schnell, hätte er nur eine Stempelbremse. Und das beste Setup nützt nur sehr wenig, wenn man einfach nicht abfahren kann. Da schließt sich der Kreis, es muss halt zusammen passen: Bedürfnisse, Fähigkeiten, Material.

avis
21.10.2017, 19:39
Hnm. Ich würde die 600g Mehrgewicht, den höheren Preis und die Geräusche ja liebend gerne auch am Rennrad in Kauf nehmen, wenn ich denn dadurch irgendwelche für mich relevanten Vorteile hätte.
Hab ich aber nicht.

Der Schlusssatz aus dem oben erwähnten TOUR Artikel trifft es recht gut:
"Auf die Disc, welche die unbestreitbaren Vorteile der Scheibenbremse nicht gleich wieder mit neuen Nachteilen kontert, muss die Rennradwelt also weiterhin warten."

1+

Bambini
21.10.2017, 19:41
Und da würde ich lieber eine beschissene Geo als eine beschissene Bremse fahren.


Wie? Du würdest also lieber den Vorteil der besseren Kraftübertragung, den Du beim fahren zu 99,9% der Zeit im Sattel nutzt, den 0,1% Bremseinsatzzeit hintenanstellen? Versteh ich nicht!

kaeptnepo
21.10.2017, 19:42
Hnm. Ich würde die 600g Mehrgewicht, den höheren Preis und die Geräusche ja liebend gerne auch am Rennrad in Kauf nehmen, wenn ich denn dadurch irgendwelche für mich relevanten Vorteile hätte.
Hab ich aber nicht.

Der Schlusssatz aus dem oben erwähnten TOUR Artikel trifft es recht gut:
"Auf die Disc, welche die unbestreitbaren Vorteile der Scheibenbremse nicht gleich wieder mit neuen Nachteilen kontert, muss die Rennradwelt also weiterhin warten."

+2

kaeptnepo
21.10.2017, 19:45
am MTB fahre ich sie ja auch. Alles wunderbar, vor allem hat mich früher immer genervt wenn sich der Dreck in der Felgenbremse festgesetzt hat. Aber am Rennrad... neeeeee

queruland
21.10.2017, 20:33
Ich bemühe mich sehr, Vorteile der SB gegenüber der FB zu finden, sei es hier beim Nachlesen oder aktiv auf der Strasse. Eigentlich kann man die Suche nach Vorteilen der SB gegenüber der FB auf Asphalt, resp. bei Rennrädern beenden. Es gibt nicht einen einzigen Vorteil. Wer die SB fahren will, der darf es gerne, genauso jene, welche die FB fahren wollen.

showdown
21.10.2017, 21:54
...

Der Schlusssatz aus dem oben erwähnten TOUR Artikel trifft es recht gut:
"Auf die Disc, welche die unbestreitbaren Vorteile der Scheibenbremse nicht gleich wieder mit neuen Nachteilen kontert, muss die Rennradwelt also weiterhin warten."Exakt auf den Punkt.

Und wohltuend, dass die Tour an der Stelle mit klaren Worten doch mal bissle Salz in die Suppe der verkaufenden Zunft streut. Von der sie ja immer noch (mit) lebt. Anstatt die Scheibe einfach mit durch zu hypen.

Ecoon
22.10.2017, 04:21
Die Disc wird kommen, ihr habt keine Chance. Dann müsst ihr alle bleischwere Renner fahren, die auch noch völlig unaerodramatisch sind, irgendwie eine schlechte Geo haben, dafür aber bocksteif sind und Augenkrebs verursachen. Nicht zu vergessen, den Raketentechniker und Raumfahrtingenieur, der euch die Kiste 24/7 warten muss. Geht ja nicht mehr ohne.

ALLES FAKTEN!

Leute ihr seid klasse :D

Hier gehts schon lange nicht mehr um eine technische Einrichtung, sondern nur mehr um kleine Königreiche die mit allen noch so abstrusen Mitteln verteidigt werden müssen.

MonsieurF
22.10.2017, 08:46
Als ich gestern meinen Disc-Carbon LRS in den Händen hatte, 12tkm gelaufen ist, fiel mir auf, dass er wie neu aussieht. Ob das bei einem Felgenbremsen-LRS auch der Fall gewesen wäre? Ich kann nur spekulieren.

In jedem Fall hat mich der nicht vorhandene Verschleiss der Bremsflanken erfreut.

Auch verschwinden bei der Disc die Diskussionen über die richtigen Bremsklötzer.

600g Gewichtsersparnis wären natürlich, aber alles Gute ist nicht beisammen.

In die Argumentation der Kosten sollte auch alle Fälle der Verschleiss der LRS bei FB einbezogen werden, je nach Wert und Fahrleistung kann man da einige Summen versenken.

kaeptnepo
22.10.2017, 09:28
Als ich gestern meinen Disc-Carbon LRS in den Händen hatte, 12tkm gelaufen ist, fiel mir auf, dass er wie neu aussieht. Ob das bei einem Felgenbremsen-LRS auch der Fall gewesen wäre? Ich kann nur spekulieren.

In jedem Fall hat mich der nicht vorhandene Verschleiss der Bremsflanken erfreut.

Auch verschwinden bei der Disc die Diskussionen über die richtigen Bremsklötzer.

600g Gewichtsersparnis wären natürlich, aber alles Gute ist nicht beisammen.

In die Argumentation der Kosten sollte auch alle Fälle der Verschleiss der LRS bei FB einbezogen werden, je nach Wert und Fahrleistung kann man da einige Summen versenken.

sorry aber über die Wahl der Disc Beläge lässt sich gut spekulieren. Auch über deren Verschleiss. Auch über den Verschleiss von Bremsscheiben. Nach 12t km habe ich ab meinen normalen Laufrädern an den Flanken auch keinen Verschleiss. Nur mal so

Patrice Clerc
22.10.2017, 09:46
sorry aber über die Wahl der Disc Beläge lässt sich gut spekulieren. Auch über deren Verschleiss. Auch über den Verschleiss von Bremsscheiben. Nach 12t km habe ich ab meinen normalen Laufrädern an den Flanken auch keinen Verschleiss. Nur mal so

Doch, hast du. Angenommen, die Felgen würden 30000 km halten, dann hättest du nach 12000 km 1200/30 = 40 % des Verschleisses. Abhängig von Fahrweise, Streckenwahl, Gewicht, Regen und Dreck auf der Strasse sind 30000 km realistisch.

börndout
22.10.2017, 09:47
....600 g Mehrgewicht, minimale, bessere Bremsperformance oder was auch immer. DAS Totschlagargument schlechthin ist (für mich auf alle Fälle) doch die Geräuschkulisse - ob beim Bremsen selbst oder das Singen durch leichtes Schleifen - die von der Disc ausgehen kann (oft geht...).
Ich seh schon die unzähligen, neuen Treads die hier von den begeisterten Discfahrern eröffnet werden in denen es dann heißt:"Ich hatte mein Vorderrad ausgebaut und nun "singt" die Disc permanent, ich verzweifel bald....!" Oder so ähnlich. Ich spreche hier aus Erfahrung, an meinem MTB....und ich möchte mal behaupten, dass ich eher 2 rechte als 2 linke Hände habe (und ich bin Rechtshänder). Ich meine auch, dass ich im Netz schon vermehrt davon gelesen habe. Bei mir war auch lange Ruhe aber dann irgendwann gings los.....wünsche Euch viel Spass dabei, eine Disc die nie schleift ist Utopie. Dann diese elende Enlūftungsprozedur, diese Sauerei mit der Bremsflūssigkeit, die Spezialwerkzeuge die man benötigt...das alles natūrlich als Selbstschrauber (aber wer bringt denn sein Schätzchen zum Händler zur Reparatur...?...wer macht denn sowas??!! FREVEL!!!). Geräusche am Rennrad GEHEN GAAAAAAR NICHT!!

Und dann kommt noch diese unsägliche Optik dazu.....wobei, da gelingt es den Designern ja fast immer die allgemeine Öffentlichkeit mit der Zeit in ihre Richtung zu drücken....da will ich mich gar nicht rausnehmen....

seankelly
22.10.2017, 10:05
Doch, hast du. Angenommen, die Felgen würden 30000 km halten, dann hättest du nach 12000 km 1200/30 = 40 % des Verschleisses. Abhängig von Fahrweise, Streckenwahl, Gewicht, Regen und Dreck auf der Strasse sind 30000 km realistisch.

Wen juckts? Die meisten hier tauschen ihre LRS sowieso früher. Und zwar weil sie Bock auf was Neues haben, lange bevor die Verschleißgrenze erreicht ist.

G.Fahr
22.10.2017, 10:20
Die Disc wird kommen, ihr habt keine Chance. Dann müsst ihr alle bleischwere Renner fahren, die auch noch völlig unaerodramatisch sind, irgendwie eine schlechte Geo haben, dafür aber bocksteif sind und Augenkrebs verursachen. Nicht zu vergessen, den Raketentechniker und Raumfahrtingenieur, der euch die Kiste 24/7 warten muss. Geht ja nicht mehr ohne.

ALLES FAKTEN!

Leute ihr seid klasse :D

Hier gehts schon lange nicht mehr um eine technische Einrichtung, sondern nur mehr um kleine Königreiche die mit allen noch so abstrusen Mitteln verteidigt werden müssen.

;-)

elmar
22.10.2017, 10:31
[QUOTE=queruland;5602501]Ic
bei Rennrädern beenden. Es gibt nicht einen einzigen Vorteil. W

Schönwetter-, Flachland und Wenigfahrer?

kaeptnepo
22.10.2017, 10:37
[QUOTE=queruland;5602501]Ic
bei Rennrädern beenden. Es gibt nicht einen einzigen Vorteil. W

Schönwetter-, Flachland und Wenigfahrer?

manche Leute verstehen nicht dass die Diskussion hier um Rennräder geht. Nicht um Alltagsräder, Crosser, Mtb oder Tourenräder, wo die Disc sinn ergint

Pedalierer
22.10.2017, 10:38
In die Argumentation der Kosten sollte auch alle Fälle der Verschleiss der LRS bei FB einbezogen werden, je nach Wert und Fahrleistung kann man da einige Summen versenken.

11 Jahre FB und 80tkm und keine Felge verschlissen. Wo sind die Mörderkosten versteckt? Was kostet so ein Disc-Carbon-Clincher und wie viele Sätze gleich-schwere Felgenbrems-Laufräder bekomm ich dafür? Ich schätze mal 3–4.

Zudem kostet das Disc-Rad schon in der Anschaffung gut 500 € mehr. Nehm ich eine Zielgewicht des Rades (z.b 7,0 Kilo) mit auf, wird die Kostendifferenz noch größer. Liebe Disc-Fanboys, das könnt ihr euch so lange zurecht biegen wie ihr wollt, aber das Disc-Rad wird immer teurer + schwerer sein, auch bis zum Lebensende des Rades. Das sollte man einfach akzeptieren.

Wenn ich einen Alu-Clincher nach 50t km durchgebremst „hätte“, kosten mich zwei neue Felgen 120–200 €. Einsspeichen kann ich selber.

elmar
22.10.2017, 10:54
11 Jahre FB und 80tkm und keine Felge verschlissen. er.

Schönwetter und-oder Flachlandfahrer?

BergHügi
22.10.2017, 10:55
Treffe beim lokalem Cross vor ein paar Wochen einen alten Bekannten aus der deutschen Cross Elite. Wundere mich, dass ich an seinem Rad für die neue Saison Cantis sehe. Frage ihn, könnt ihr euch keine Scheiben mehr im Team leisten? Sagt er, nein, er hat auch Räder mit Scheibe aber bei den Schlammrennen in Belgien nerven die Scheiben da immer etwas schleift!

Flashy
22.10.2017, 11:21
Schönwetter und-oder Flachlandfahrer?

Elmar, als Radladenbesitzer kannst du der Community sicher aus erster Hand bestätigen, dass sich Felgen mit Aluflanke durchaus im harten Ganzjahreseinsatz gern mal durchbremsen.

Als Crossladenbesitzer kannst du der Community sicher bestätigen, dass auch Cantis im Schlamm schleifen können.

Weiterhin sah ich diese Saison unzählige Crossrennen und da empfand ich den Einsatz inzwischen >50%.
Aber CX wird OT.

elmar
22.10.2017, 12:01
Elmar, als Radladenbesitzer kannst du der Community sicher aus erster Hand bestätigen, dass sich Felgen mit Aluflanke durchaus im harten Ganzjahreseinsatz gern mal durchbremsen.

Als Crossladenbesitzer kannst du der Community sicher bestätigen, dass auch Cantis im Schlamm schleifen können.

Weiterhin sah ich diese Saison unzählige Crossrennen und da empfand ich den Einsatz inzwischen >50%.
Aber CX wird OT.

Deswegen meine Fragen nach dem Einsatzzweck. Mit Höhenmetern bei schlechtem Wetter verschleißen Felgen sehr regelmässig und sind immer eingesifft.
Das mit dem Schleifen ist bei allen Bremstypen eher ne psyschsiche Komponente, denn die Räder drehen trotz alledem leicht. Bei echtem Matsch wechseln Pros sowieso jede Runde. Die Jungs in der absoluten Spitze scheint es nicht zu bremsen.


CXP waren, zumindest früher, die weichesten von allen. Die waren bei CX ratzfatz durch, genauso wie Kyrium SSC SL

kleinerblaumann
22.10.2017, 12:19
Diese Diskussion um den Verschleiß von Felgen erinnert mich ein wenig an die Debatte "di2 vs. neue Schaltzüge montieren"

Die einen sagen, Schaltzüge halten sowieso ziemlich lange und wenn ich Bremszüge wechseln muss, mache ich die Schaltzüge gleich mit. Das wäre dann so die Richtung: Felgen halten sehr lange und werden meist eh vor ihrem Ende getauscht, weil was neues her soll.

Die anderen sagen, dass Schaltzüge wechseln zwar nicht der riesen Aufwand ist, es aber dennoch nett ist, es nicht mehr wechseln zu müssen und auch nichts mehr nachstellen zu müssen. Das wären dann die Scheibenbremser, die sich freuen, wenn die Felgen auch nach xtausend km noch wie neu aussehen.

Bei Scheibenbremsen muss man nur die Scheibe und die Beläge tauschen, beides geht schnell, muss aber nach meiner Erfahrung deutlich häufiger gemacht werden als eine Felge durchgebremst ist. Aber den einfachen Wechsel finde ich schon smart.

avis
22.10.2017, 13:05
Cross ist eine ganz andere Baustelle.
Auf dem reinen Straßenrad - mal ehrlich, wie viele Felgen verschleißt ihr denn so im Jahr?
Zählt doch mal, wie viele da in den sagen wir letzten 5 Jahren durch waren?
So zu tun, als wäre das alle paar Monate oder doch zumindest 1/Jahr nötig ist doch wirklich albern.
Am Schönwetterrad gibt es praktisch keinen Verschleiß und am Regenrad kommt man mit einem Satz doch auch etliche Jahre aus.
Es sei denn man gehört zu dieser Truppe die dauernd im strömenden Regen Pässe runter fährt und 80.000 Jahreskilometer hat...

Pedalierer
22.10.2017, 13:07
Schönwetter und-oder Flachlandfahrer?

Ich bin Straßenradfahrer. Hier geht es nicht um Deine Erfahrungen mit Dreck im Cross-Bereich. Da mag eine Felge in 5 tkm durch sein.
Ich fahre ganzjährig, im Winter trifft man nur noch 20% der Sportradfahrer an und dennoch sollen nach der Industrie alle mit Disc „beglückt“ werden.

Ob Flachland oder Mittelgebirge hat bei mir keinen relevanten Unterschied im Verschleiß. Auch im Harz oder Weserbergland muss ich sehr wenig bremsen (weniger als im Stadtverkehr).

Ich fahre nicht bei Regen los, aber doch regelmäßig auf nassen Straßen oder auch mal durch nen Schauer. Hat beim Verschleiß nie ne Rolle gespielt.

Wie viele Hobbyradler sind regelmäßig Alpin bei Schechtwetter unterwegs?
Dieser „Radgruppe“ gönne ich Disc-Räder auch von Herzen.

kaeptnepo
22.10.2017, 13:16
wenn ich mit meinem leichten Schönwetterrad den Galibier hochfahre, kann ich mir schwerlich vorstellen die ganze Zeit auf eine Scheibe zu schauen, wo ich weiss die schleppe ich jetzt sinnlos mit hoch.

kleinerblaumann
22.10.2017, 13:17
Cross ist eine ganz andere Baustelle.
Auf dem reinen Straßenrad - mal ehrlich, wie viele Felgen verschleißt ihr denn so im Jahr?
Zählt doch mal, wie viele da in den sagen wir letzten 5 Jahren durch waren?
So zu tun, als wäre das alle paar Monate oder doch zumindest 1/Jahr nötig ist doch wirklich albern.
Am Schönwetterrad gibt es praktisch keinen Verschleiß und am Regenrad kommt man mit einem Satz doch auch etliche Jahre aus.
Es sei denn man gehört zu dieser Truppe die dauernd im strömenden Regen Pässe runter fährt und 80.000 Jahreskilometer hat...

Ich finde auch nicht, dass Verschleiß ein wirkliches Argument ist. Für mich wäre es wieder eine Kopfsache, nach dem Motto: Ich kann alle Verschleißteile - also Scheibe und Beläge - ins Handtäschchen packen und schnell wechseln. Dass man das gar nicht muss bzw. bei Felgenbremsen nur alle paar Jahre, spielt da keine Rolle. Und deshalb ist es auch kein Argument.

Ehrlich gesagt ist es mir ziemlich egal, ob ich ne Felgenbremse oder ne Scheibenbremse am Rennrad habe. Im Zuge eines eventuellen Job- und Stadtwechsels habe ich mir mal Gedanken darüber gemacht, ein Rennrad mit Scheibenbremsen zu kaufen. Denn bei dem damals in Aussicht stehenden Job hätte ich im Herbst und Winter unter der Woche immer im Dunkeln fahren müssen. Da wären mir breite Reifen lieber gewesen, falls man mal ein Schlagloch oder irgendeine Kante oder Ähnliches übersieht. Und breite Reifen - ich rede jetzt von mindestens 32mm - sind mit Scheibenbremsen einfacher zu realisieren. Dass es dann Scheibenbremsen wären, wäre eher eine Begleiterscheinung.

avis
22.10.2017, 13:18
Klar, 32mm oder mehr sind mit Disk viel besser zu machen, würde ich auch so sehen.
Am Straßenrennrad hat die aber ja niemand.

kleinerblaumann
22.10.2017, 13:41
Ein leichtes MTB ist da nett. Das bügelt alles weg. Ich fahr mein erstes MTB als Starrbike mit V-brakes und hab ne Menge Spaß dabei. :) Einfach, schnell, gut.

Ich fahre mit meinem Hardtail auch zur Arbeit. Habe dafür einen zweiten LRS mit Straßenbereifung. Aber zum Kilometerfressen im Winter wäre das nichts. Da mag ich doch den Rennlenker und hätte auch gerne eine (ganz) andere Übersetzung als am MTB.

elmar
22.10.2017, 14:42
Ich bin Straßenradfahrer. Hier geht es nicht um Deine Erfahrungen mit Dreck im Cross-Bereich. Da mag eine Felge in 5 tkm durch sein.
rzen.

Reinen Cx Einsatz hab ich nicht behauptet.



Fahre bei jedem Wetter, immer Höhenmeter, das bedeutet IMMER Felgenverschleiss.

schmadde
22.10.2017, 14:55
Doch, hast du. Angenommen, die Felgen würden 30000 km halten,
Wer bremst denn am Rennrad eine Felge in nur 30.000km durch? Ich hatte in meinem Leben noch nie eine durchgebremste Felge am Rennrad, manche Felgen haben auch schon deutlich über 30.000km hinter sich. Und da war so einiges an Pässen in den Alpen und sonstwo dabei.

Am Alltagsrad wo man alle paar Meter wegen Ampeln und Deppen bremsen muss und bei jedem Wetter fährt, o.k. Am Crosser wo der Dreck die Felgen in nullkommanix kaputtschmirgelt auch gut - da hatte ich auch schon dünngebremste Felgen und da fahre ich teilweise auch Disc. Aber am Renner? Ich glaub Ihr bremst einfach zuviel ;)

Aber wer will, kann ja gerne Scheibenbremsen, Schutzbleche und Nabendynamos verbauen an seinem Rennrad. Meinetwegen auch einen Gepäckträger. Kann alles sinnvoll sein bei bestimmten Einsatzzwecken. ich hoffe nur, dass man auch noch Räder ohne Steckachsen, Scheibenbremsen und sonstigen unnützen Klimbim kaufen kann.

elmar
22.10.2017, 15:00
Wer bremst denn am Rennrad eine Felge in nur 30.000km durch? Ich hatte in meinem Leben noch nie eine durchgebremste Felge am Rennrad, manche Felgen haben auch schon deutlich über 30.000km hinter sich. Und da war so einiges an Pässen in den Alpen und sonstwo dabei.

.

Das geht nicht mit regelmässigen Höhenmetern und regelmässigem schlechtem Wetter
Ich bremse immer schneller durch und ich bin ein versierter Abfahrer

Pedalierer
22.10.2017, 15:47
Das geht nicht mit regelmässigen Höhenmetern und regelmässigem schlechtem Wetter
Ich bremse immer schneller durch und ich bin ein versierter Abfahrer

ich weiß nicht wie Dein Revier so aussieht, aber selbst im Urlaub im Hochallgäu muss ich sehr wenig bremsen und da kommen schon knackige hm zusammen. Aber Radler mit E-Bike und Disc sieht und hört man da zu Hauf. Meist hört man schon aus 500 Metern die Disc schreien.:uitlachen

Vielleicht bin ich einfach nicht fett genug.:ä

Pedalierer
22.10.2017, 15:48
Wer bremst denn am Rennrad eine Felge in nur 30.000km durch? Ich hatte in meinem Leben noch nie eine durchgebremste Felge am Rennrad, manche Felgen haben auch schon deutlich über 30.000km hinter sich.

Bist halt eine Flachland-Schönwetterlusche. Willkommen im Club.;)

marvin
22.10.2017, 15:53
Weniger Kuchen, elmar!
Dann klappt es bei Dir auch wieder mit den Felgenbremsen.

seankelly
22.10.2017, 17:08
Treffe beim lokalem Cross vor ein paar Wochen einen alten Bekannten aus der deutschen Cross Elite. Wundere mich, dass ich an seinem Rad für die neue Saison Cantis sehe. Frage ihn, könnt ihr euch keine Scheiben mehr im Team leisten? Sagt er, nein, er hat auch Räder mit Scheibe aber bei den Schlammrennen in Belgien nerven die Scheiben da immer etwas schleift!

Komisch. Normalerweise geht das Argument doch eher umgekehrt, oder? :confused:

Also meine Disc ist bis jetzt ein echter Segen. Noch nie Schleifprobleme gehabt (*klopf auf Holz*). Vielleicht ist es aber auch nur zufällig ein gutes und zuverlässiges Modell :D

elmar
22.10.2017, 17:28
Ich bin schnell bergab, bremse wenig, fahre aber bei jedem Wetter. Habe hier viele Serpentinen.

Patrice Clerc
22.10.2017, 17:28
Komisch. Normalerweise geht das Argument doch eher umgekehrt, oder? :confused:

Also meine Disc ist bis jetzt ein echter Segen. Noch nie Schleifprobleme gehabt (*klopf auf Holz*). Vielleicht ist es aber auch nur zufällig ein gutes und zuverlässiges Modell :D

Bei mir sind drei von drei so...

kaeptnepo
22.10.2017, 18:03
ich fahre mit der Disc schleiffrei los. Und komme mit schleifender Bremse zurück. Die Gründe dafür sind ja auch bekannt. Am MTB stört es mich auch nicht soo extrem

Patrice Clerc
22.10.2017, 18:04
ich fahre mit der Disc schleiffrei los. Und komme mit schleifender Bremse zurück. Die Gründe dafür sind ja auch bekannt. Am MTB stört es mich auch nicht soo extrem

Pechvogel

kleinerblaumann
22.10.2017, 18:22
ich fahre mit der Disc schleiffrei los. Und komme mit schleifender Bremse zurück. Die Gründe dafür sind ja auch bekannt. Am MTB stört es mich auch nicht soo extrem

Shimano oder Sram? Bei Sram kannte ich das auch, bei Shimano nicht. und mein MTB bekommt auch gerne mal Schlamm ab.

kaeptnepo
22.10.2017, 18:37
Shimano..

kleinerblaumann
22.10.2017, 18:38
Shimano..

Dann tatsächlich

Pechvogel

kaeptnepo
22.10.2017, 22:56
die polarisierte Diskussion hier, zeigt auf jeden Fall, dass die Industrie mit ihren Neuerungen nicht überall auf Gegenliebe stösst und das finde ich gut

BOW82
23.10.2017, 09:57
bei Schlechtwetter machen Scheiben Sinn , da sind Felgenbremsen wie Schleifpapier und das nimmt die Felgen schon her
aber bei Schönwetter braucht die Discs am Renner im Grunde kein Hund

MonsieurF
23.10.2017, 10:06
bei Schlechtwetter machen Scheiben Sinn , da sind Felgenbremsen wie Schleifpapier und das nimmt die Felgen schon her
aber bei Schönwetter braucht die Discs am Renner im Grunde kein Hund

Also dann 2 Räder, 1 mit FB ür und schlechtes und 1 SB für gutes Wetter?

Und nur 1 mit SB für jedes Wetter? :)

Ich denke, die letztgenannte Variante ist weniger kostenintensiv.

BOW82
23.10.2017, 10:11
Also dann 2 Räder, 1 mit FB ür und schlechtes und 1 SB für gutes Wetter?

Und nur 1 mit SB für jedes Wetter? :)

Ich denke, die letztgenannte Variante ist weniger kostenintensiv.

kann man so machen, jedoch gibt es auch Schönwetterfahrer die bei Schlechtwetter auf der Rolle sind oder am Ergo

bikeomania
23.10.2017, 10:38
Also ich komm auch am Schlechtwetterrad mit FB gut zurecht.
Die Felgen halten doch auch hier viele Jahre.
Ich frag mich wie viele zehntausende Km hier immer im Regen gefahren werden...Ich bin dann fast immer alleine auf der Straße :ä

schmadde
23.10.2017, 13:30
Bist halt eine Flachland-Schönwetterlusche. Willkommen im Club.;)

Kann schon sein. Ich such mir meist die flachen Strecken aus - bin schon bei nur 10hm/km angekommen. Und für Alpenpässe fehlt mir auch meist die Zeit :(

Herr Sondermann
23.10.2017, 13:39
Also ich komm auch am Schlechtwetterrad mit FB gut zurecht.
Die Felgen halten doch auch hier viele Jahre.
Ich frag mich wie viele zehntausende Km hier immer im Regen gefahren werden...Ich bin dann fast immer alleine auf der Straße :ä

:D Allerdings! Würd auch gern mal wissen, wie viele derer, die die Disc als sooo überlegen im Regen preisen tatsächlich bei jedem Wetter unterwegs sind und von der sagenhaften Bremswirkung und dem Felgenschonungsprogramm profitieren (Elmar zählt nicht, der fährt tatsächlich! :Angel: Aber sonst so...?).

Komischerweise sieht man da nämlich wirklich fast nie einen...

Pedalierer
23.10.2017, 13:48
Wenn die Temperaturen einstellig werden und auch noch die Straßen feucht, bleiben 9 von 10 RR-Radlern zu Hause –> Fakt

Wer da noch fährt, grüßt sich auch, wissend dass man zur Minderheit der Nicht-Warm-Duscher gehört.
Der Anteil der bei Regen + Kälte losfährt dürfte nochmal erheblich kleiner sein.

Ich wundere mich dass selbst am letzten Wochenende bei 13° mit ein paar Sonnenstunden ich genau einen RR Fahrer gesehen hab auf einer 100er Runde (und der fuhr Felgenkneifer).

Dafür sehe ich in Berlin Leute mit E-Tap und Disc und Alltagsklamotten durch die Stadt trödeln. Da brauch man es anscheinend wirklich.

seankelly
23.10.2017, 14:11
Wenn die Temperaturen einstellig werden und auch noch die Straßen feucht, bleiben 9 von 10 RR-Radlern zu Hause –> Fakt

Und das ist genau der Grund, warum selbst ich als mittlerweile Disc-Fanboy sage: an den Renner nur klassische Felgenbremse!

Obwohl: hab noch keine Disc im Hochgebirge ausprobiert. Könnte auch da eine wesentliche Verbesserung sein.

Flashy
23.10.2017, 14:59
Tja, so wie ihr nicht glaubt, dass man im Ganzjahreseinsatz unterwegs ist, so wenig glaube ich solche Aussagen wie:

"Meine Felge hält schon 80.000km..." :rolleyes:

Ein Dilemma. :D

Wernersberger
23.10.2017, 15:05
Wenn die Temperaturen einstellig werden und auch noch die Straßen feucht, bleiben 9 von 10 RR-Radlern zu Hause –> Fakt

Wer da noch fährt, grüßt sich auch, wissend dass man zur Minderheit der Nicht-Warm-Duscher gehört.
Der Anteil der bei Regen + Kälte losfährt dürfte nochmal erheblich kleiner sein.

Zahl Begegnungen mit Radfahrern gestern auf der 2,5-Stunden-Runde im Pfälzer Wald bei 8,5° und Dauernieselregen: 3. Zahl der Rennradler darunter: 0.

Zeta
23.10.2017, 15:11
Wenn die Temperaturen einstellig werden und auch noch die Straßen feucht, bleiben 9 von 10 RR-Radlern zu Hause –> Fakt

Wer da noch fährt, grüßt sich auch, wissend dass man zur Minderheit der Nicht-Warm-Duscher gehört.
Der Anteil der bei Regen + Kälte losfährt dürfte nochmal erheblich kleiner sein.

Ich wundere mich dass selbst am letzten Wochenende bei 13° mit ein paar Sonnenstunden ich genau einen RR Fahrer gesehen hab auf einer 100er Runde (und der fuhr Felgenkneifer).


Ja, das muss ich leider bestätigen. Neuerdings sieht man auch viele Fahrer schon bei 16-17 Grad/C im "Vollschutz": Winterjacke, lange Hose, Sturmhaube(!) und Überschuhe(!). Ab < 5 Grad/C reicht dann eine Hand zum Abzählen auf 100 Km..

Seltsam eigentlich: Früher waren die Klamotten im Vergleich, sagen wir: verbesserungsfähig - heute kann ich problemlos bis unter - 12Grad/C fahren, soweit das Equipment betroffen ist, man sieht aber so gut wie niemanden.

Wer kauft die Sachen dann?
Und wofür?



Zeta

tango@team_bt
23.10.2017, 15:24
Ich habe noch keine Erfahrung mit Disc (am Renner, am MTB schon), gehöre aber auch zu den bekennden "je ekliger draußen, umso besser" Fahrern. Bei mir ist die einzige Ausrede im Herbst/Winter/Frühjahr nur Krankheit. Den Rest ermöglichen Überschuhe, lange Hose, Feinfleece, Gabba, Windblocker, etc. Und ja, dann trifft man erschreckend wenige RR'ler. Aber letztens hatte ich im Regen (nix Niesel) bei Abfahrt und scharfer Kurve, die ich spät angebremst habe, schon so ne kleine Schrecksekunde, in der mir furchtbar warm geworden ist. Bis meine Zangerls da meine Alufelge (Schlechtwetter-LR Ambrosio Nemesis) trocken hatten, das dehnte sich mir zur Ewigkeit und ich sah mich schon im Straßengraben. Beim Mounty mit Discs, das ich bei Schnee, Eis und Regen fahre, ist mir das noch nicht passiert. Ich sehe hier also schon einen kleinen Disc-Vorteil. Und werde mir deshalb sicher mal ein Disc-RR anschaffen. Und trotzdem meine 4 RR mit Felgenzwicker weiter fahren, ich liebe sie nämlich alle. Bei mir dürfen die Systeme ko-existieren. Ich bin da von jeder Dogmatik befreit (fahre schließlich auch Elektro- und Seilzug-Schaltung).

schmadde
23.10.2017, 15:55
Dafür sehe ich in Berlin Leute mit E-Tap und Disc und Alltagsklamotten durch die Stadt trödeln. Da brauch man es anscheinend wirklich.
Kannste drauf wetten. Im Berliner Stadtverkehr muss man so oft kräftig in die Bremsen langen, da hatte ich am Alltagsrad mal einen Negativrekord: nach nur 7.000km hintere Felge durchgebremst.

Aber mit dem Rennrad fahre ich nicht (mehr) in der Stadt rum.

Pedalierer
23.10.2017, 16:01
Aber mit dem Rennrad fahre ich nicht (mehr) in der Stadt rum.

Ich muss halt immer erstmal raus und wieder rein in die Stadt. Das hat meinen Felgen bisher nicht geschadet.

kaeptnepo
23.10.2017, 16:30
Ich habe noch keine Erfahrung mit Disc (am Renner, am MTB schon), gehöre aber auch zu den bekennden "je ekliger draußen, umso besser" Fahrern. Bei mir ist die einzige Ausrede im Herbst/Winter/Frühjahr nur Krankheit. Den Rest ermöglichen Überschuhe, lange Hose, Feinfleece, Gabba, Windblocker, etc. Und ja, dann trifft man erschreckend wenige RR'ler. Aber letztens hatte ich im Regen (nix Niesel) bei Abfahrt und scharfer Kurve, die ich spät angebremst habe, schon so ne kleine Schrecksekunde, in der mir furchtbar warm geworden ist. Bis meine Zangerls da meine Alufelge (Schlechtwetter-LR Ambrosio Nemesis) trocken hatten, das dehnte sich mir zur Ewigkeit und ich sah mich schon im Straßengraben. Beim Mounty mit Discs, das ich bei Schnee, Eis und Regen fahre, ist mir das noch nicht passiert. Ich sehe hier also schon einen kleinen Disc-Vorteil. Und werde mir deshalb sicher mal ein Disc-RR anschaffen. Und trotzdem meine 4 RR mit Felgenzwicker weiter fahren, ich liebe sie nämlich alle. Bei mir dürfen die Systeme ko-existieren. Ich bin da von jeder Dogmatik befreit (fahre schließlich auch Elektro- und Seilzug-Schaltung).

ja klar, sags der Industrie, dass auch weiterhin die verschiedenen Systeme nebeneinander existieren können.
Wenn Zipp aber für Felgenbremse gar nicht mehr weiterentwickelt weisst du ja wo die Reise hingeht

Kingtom
23.10.2017, 16:43
ja klar, sags der Industrie, dass auch weiterhin die verschiedenen Systeme nebeneinander existieren können.
Wenn Zipp aber für Felgenbremse gar nicht mehr weiterentwickelt weisst du ja wo die Reise hingeht

Das finde ich eben richtig übel. Ich kenn mich da ja nicht so aus im Detail. Aber mich beschleicht das Gefühl, dass das Scheibengedöhns von den Herstellern (sprich von den Marketingabteilungen der Hersteller) mit aller Gewalt in den Markt gedrängt wird.

Ich meine auch, es müssten die verschiedenen Systeme nebeneinander weiterexistieren können. Wenn da aber, wie du sagst, grosse Player nur noch in eine Richtung entwickelt, mache ich mir schon etwas Sorgen. Aber gut, rein theoretisch könnte das ja auch 'nur' eine temporäre Erscheinung sein :hmm:

Pedalierer
23.10.2017, 16:56
So lange die Gruppenhersteller es parallel führen, wird es auch nicht allein von den großen Radherstellern durchzudrücken sein. SRAM scheint da bisher als einziger FB los werden zu wollen. Passt auch in meine Sicht auf diese Firma.

UK_Uli
23.10.2017, 17:50
Felgenbremsen sind sicher für Fahranfänger eine Option.
Für Vielfahrer sind diese eher ungeeignet.#
Für mich wäre das dann ein Option wenn ich Schwierigkeiten hätte die Kraft aufzubringen für die Felgenbremse
Ansonsten sind Scheibenbremsen etwas was uns das Tour Heft und die Industrie als Notwendigkeit aufschwatzen will um mehr Umsätze zu machen

avis
23.10.2017, 19:39
Ich frag mich wie viele zehntausende Km hier immer im Regen gefahren werden...Ich bin dann fast immer alleine auf der Straße :ä


Wenn die Temperaturen einstellig werden und auch noch die Straßen feucht, bleiben 9 von 10 RR-Radlern zu Hause –> Fakt

Wer da noch fährt, grüßt sich auch, wissend dass man zur Minderheit der Nicht-Warm-Duscher gehört.
Der Anteil der bei Regen + Kälte losfährt dürfte nochmal erheblich kleiner sein.

Ich wundere mich dass selbst am letzten Wochenende bei 13° mit ein paar Sonnenstunden ich genau einen RR Fahrer gesehen hab auf einer 100er Runde (und der fuhr Felgenkneifer).

Dafür sehe ich in Berlin Leute mit E-Tap und Disc und Alltagsklamotten durch die Stadt trödeln. Da brauch man es anscheinend wirklich.


+1
Genau so sieht es eben aus.
Bei den Bedingungen fahren die allerwenigsten los.
Und auch wenn man regelmäßig nass fährt, halten solide Alufelgen etliche Jahre.
Wenn man hier von manchen Verschleißraten liest, müssen die Leute aber scheinbar wirklich jeden Winter zehntausende Regenkilometer runterreißen...natürlich in alpinem Gelände :rolleyes:


So lange die Gruppenhersteller es parallel führen, wird es auch nicht allein von den großen Radherstellern durchzudrücken sein. SRAM scheint da bisher als einziger FB los werden zu wollen. Passt auch in meine Sicht auf diese Firma.

Der Umstand, dass Shimano bis jetzt auch die mechanischen Gruppen und eben Felgenbremsen intensiv weiter wentwickelt hat, obwohl Di2 und Disk ja seit Jahren Thema sind, gibt mir da Anlass zur Hoffnung, Campa ist ja eh konservativ.

C.Umbot
23.10.2017, 19:44
... Bei den Bedingungen fahren die allerwenigsten los. ...

da gehoere ich dazu. und zwar nicht, weils mir ums material zu schade waere, sondern mein hintern gerne im trockenen sitzt.^^
da wird halt ein wenig auf der rolle rumgedoedelt und gut ist.

avis
23.10.2017, 19:45
Ist ja auch völlig legitim!
Ich finde die Rolle halt grauenvoll, daher fahre ich wann immer es geht draußen.
Nachher fühlt man sich dann gut ;)

C.Umbot
23.10.2017, 19:48
wollte damit auch nur sagen, dass ich auf der rolle auch keine diskbrake vermisse.

avis
23.10.2017, 19:57
:D

Tom
23.10.2017, 20:09
Da ja offensichtlich gerade alle Disc-Propheten verhindert sind: Die Scheibenbremse wird sich am Rennrad auf breiter Front durchsetzen. Und zwar aus folgenden Gründen:
1. Felge und Bremse sind funktional getrennt. Die Felge hält primär den Reifen. Es ist widersinnig, damit zu bremsen.
2. Hydraulische Systeme sind Bowdenzügen in allen Belangen überlegen. Bowdenzügen sind ja sooo 20. Jhdt.
3. Am Motorrad bremst man schon seit Jahrzehnten mit Disc.
4. Kein Felgenverschleiß, vor allem bei schlechtem Wetter.
5. Nassbremsverhalten, vor allem bei Vollcarbon.
6. Dosierbarkeit.
7. Die Industrie braucht was neues.
8. Wenn Disc nicht kommt, kommt eine neue Rad Größe. 28,5" z.B.
9. Elmar sagt, die Disc setzt sich durch.

G.Fahr
23.10.2017, 20:18
Da ja offensichtlich gerade alle Disc-Propheten verhindert sind:

Die testen alle grad das Nassbremsverhalten in der rauhen Wildbahn.

Mifri
23.10.2017, 20:39
Ich wundere mich dass selbst am letzten Wochenende bei 13° mit ein paar Sonnenstunden ich genau einen RR Fahrer gesehen hab auf einer 100er Runde (und der fuhr Felgenkneifer).



Deutschlandweit sind seit 4 Wochen die CX-Rennen und auch in Belgien und den Niederlanden finden CX-Rennen statt. Entweder trainieren die Leute dafür, oder fahren gerade ein Rennen. Eine Rennradlangweiligtour ist als CX-Training kontraproduktiv und nicht spezifisch genug.

Und für die Fahrer, die schon ab 20 Grad mit Armlingen und Beinlingen unterwegs sind, sind 13 Grad tiefster Winter. Die sitzen dann wohl auf der Rolle.

Abstrampler
23.10.2017, 20:49
Deutschlandweit sind seit 4 Wochen die CX-Rennen und auch in Belgien und den Niederlanden finden CX-Rennen statt. Entweder trainieren die Leute dafür, oder fahren gerade ein Rennen. Eine Rennradlangweiligtour ist als CX-Training kontraproduktiv und nicht spezifisch genug.

Cool. Könnte mal schnell jemand der Industrie Bescheid sagen, dass wir keine Rennräder mit Disc brauchen, weil wir ja schon CX mit Disc haben? Das scheinen die gar nicht zu wissen. :D

Antony
23.10.2017, 20:56
Die Profis wären die idealen Kandidaten für ein Pro und Contra.
Wobei der Wetterfaktor auch einen Einfluss hat, bei Nässe scheint die Disk Bremse weniger anfällig zu sein.

Sport ab 50 ist bestens geeignet den wir 50 Jährigen trotzen jedem Wetter.
Wie man Sport im Alter betreibt (https://alterix.de/sport-im-alter/der-richtige-sport-für-menschen-ab-fünfzig-1011.html) ohne dabei sich selbst etwas anzutun.

Pedalierer
23.10.2017, 21:11
Deutschlandweit sind seit 4 Wochen die CX-Rennen und auch in Belgien und den Niederlanden finden CX-Rennen statt. Entweder trainieren die Leute dafür, oder fahren gerade ein Rennen. Eine Rennradlangweiligtour ist als CX-Training kontraproduktiv und nicht spezifisch genug.
.

rechnen wir mal gegen wie viele Hobby-Rennradler CX fahren und wie viel davon dann Rennen mit Lizenz? Da ist ja dann klar warum die Straßen leer sind, die sind alle fleißig bei CX-Rennveranstaltungen.:Applaus:

Egal was Du nimmst, nimm weniger davon.

tacoma
23.10.2017, 21:13
Die Profis wären die idealen Kandidaten für ein Pro und Contra.


Die haben längst entschieden 1 Prozent sind für und 99 Prozent sind gegen Disc-Brakes!

Bei entsprechender finanzieller Honorierung durch die Sponsoren würde sich das Akzeptanzverhältnis leicht umkehren lassen!;)

Mifri
24.10.2017, 06:19
rechnen wir mal gegen wie viele Hobby-Rennradler CX fahren und wie viel davon dann Rennen mit Lizenz? Da ist ja dann klar warum die Straßen leer sind, die sind alle fleißig bei CX-Rennveranstaltungen.:Applaus:

Egal was Du nimmst, nimm weniger davon.


Und wenn man keine Ahnung hat.... Dann mach Dir mal die Mühe und schaue Dir die Meldelisten an. Du wirst erstaunt sein, wieviele Hobbyfahrer CX-Rennen fahren und dazu dann noch die Lizenzfahrer. Hinzu kommt dann noch, dass mittlerweile recht viele das CX als Winterrad und oder Schlechtwetterrad nutzen und sich scheinbar auch ab gewissen Umweltparametern sprich Temperaturen eher dazu entscheiden das CX anstatt das RR zu nutzen, unabhängig der jeweiligen Bremstechnik.

Ich für meinen Teil, fahre während der CX-Saison, die Ende September beginnt, eben kein RR, weil es dem CX Training kontraproduktiv ist und wenn wir nun wieder über Bremstechnik reden ist es ohnehin egal, weil an beiden Rädern die Disc werkelt und ich auch nichts anderes mehr fahren möchte.

Pedalierer
24.10.2017, 08:00
Keine Ahnung hast Du recht viel. CX ist im Vergleich zu RR eine Randsportart.
RR-Radler gibts in D über ne Million, bitte wie viele Lizenzfahrer CX stehen dem gegenüber?

Die meisten mit CX Rad nutzen den Crosser als Schlechtwetteralternative, aber die wenigsten davon fahren Lizenzrennen. Dass also die Straßen leergefegt sind im Herbst weil alle Lizenz-CX Rennen fahren würden, das ist schon Realitätsverweigerung.

Da hast Du wohl Dein eigenes Reality Distortion field.

Mifri
24.10.2017, 09:53
Keine Ahnung hast Du recht viel. CX ist im Vergleich zu RR eine Randsportart.
RR-Radler gibts in D über ne Million, bitte wie viele Lizenzfahrer CX stehen dem gegenüber?

Die meisten mit CX Rad nutzen den Crosser als Schlechtwetteralternative, aber die wenigsten davon fahren Lizenzrennen. Dass also die Straßen leergefegt sind im Herbst weil alle Lizenz-CX Rennen fahren würden, das ist schon Realitätsverweigerung.

Da hast Du wohl Dein eigenes Reality Distortion field.

Ich habe nicht behauptet, dass alle CX-Lizenzrennen fahren, sonder nur erwähnt, dass seit 4 Wochen die CX-Rennsaison läuft. Also erst einmal lesen und dann antworten, gell. Die Folge ist dann eben, dass weniger mit Rennradfelgenkneiferbremsen unterwegs sind, als eben vorher, weil Sie sich eben für CX interessieren.
Sei doch froh, hast die Straßen dann für dich alleine mit deiner Felgenbremse.

MonsieurF
24.10.2017, 10:06
Um mal wieder zum eigentlichen Thema zurückzukommen, habe ich ein Video beigefügt, was den Bremsweg von FB und SB vergleicht.

https://youtu.be/Wdb7KEc7xJI

Bedauerlicherweise wird als Vergleichsobjekt eine uralte Felgenbremse genutzt, sodass der Vergleich hinkt.

Nichtsdestotrotz einer der wenigen Ceteris-paribus-Vergleiche.

855
24.10.2017, 10:30
@Mifri: fährst du eigentlich CX-Rennen? ich bilde mir ein, sowas mal irgendwo gelesen zu haben. das ist toll! ich finde, sowas müssen einfach ALLE wissen, das gehört in JEDEN Thread!

captain hook
24.10.2017, 10:32
Um mal wieder zun eigentlichen Thema zurückzukommen, habe ich ein Video beigefügt, was den Bremsweg von FB und SB vergleicht.

https://youtu.be/Wdb7KEc7xJI

Bedauerlicherweise wird Vergleichsobjekt ein uralte Felgenbremse genutzt, sodass der Vergleich hinkt.

Nichtsdestotrotz einer der wenigen Ceteris-paribus-Vergleiche.

Und den Test können die dann auch nochmal machen wenn richtig Wasser auf der Straße ist. Oder auch bei richtig trockener Straße mit einem modernen Felgenbremsrad.

Ansonsten sind ja solche "Religions" Themen mit etwas Abstand immer wieder lustig. Göttlich wie man sich wg sowas persönlich angehen kann. RTL2 RealityTV ist ein sch...dreck dagegen.

SST
24.10.2017, 10:35
"Um mal wieder zun eigentlichen Thema zurückzukommen..."

Kurz und knapp hat jemand mit Scheibenbremsen am Rennrad schon Erfahrungen allgemein und besonders im Renneinsatz, hohen Geschwindigkeiten (Abfahrten) machen können?

captain hook
24.10.2017, 10:37
"Um mal wieder zun eigentlichen Thema zurückzukommen..."

Ja, MiFri zB.

Jim Bob
24.10.2017, 10:38
Um mal wieder zun eigentlichen Thema zurückzukommen, habe ich ein Video beigefügt, was den Bremsweg von FB und SB vergleicht.

https://youtu.be/Wdb7KEc7xJI

Bedauerlicherweise wird Vergleichsobjekt ein uralte Felgenbremse genutzt, sodass der Vergleich hinkt.

Nichtsdestotrotz einer der wenigen Ceteris-paribus-Vergleiche.Hier gehts leider nicht um richtige Argumente, sondern um Ideologie und religiöse Gefühle.

Wahrscheinlich kommt gleich was mit "Überschlagsgefahr"... :rolleyes:

elmar
24.10.2017, 11:00
"Um mal wieder zun eigentlichen Thema zurückzukommen..."

Ich.

schmadde
24.10.2017, 11:07
Bedauerlicherweise wird als Vergleichsobjekt eine uralte Felgenbremse genutzt, sodass der Vergleich hinkt.

Die Bremsen erinnern mich verdammt an die Dinger, die an meinem Raleigh von Anno 1992 dran waren. Da musste man schon Freitags bremsen, wenn man Sonntag zum stehen kommen wollte. Bin damit aber auch schon im Allgäu rumgefahren und überall heil runtergekommen, wobei ich mir da schon stärkere Bremsen gewünscht hätte.

Heute nutze ich als Schlechtwetterrennrad meinen alten Crosser, mit vorne Mini-V und hinten Canti. Mit Alufelgen und Koolstop rot/schwarz bremst das praktisch genauso gut wie die Scheibe an meinem aktuellen Crosser. Wobei ich am CX die Scheibe schon recht gut finde. Am RR stehe ich auf meine 14v/16h Speichen Laufräder, was mit Disc ja so nicht möglich ist.

kaeptnepo
24.10.2017, 11:41
Wobei ich am CX die Scheibe schon recht gut finde. Am RR stehe ich auf meine 14v/16h Speichen Laufräder, was mit Disc ja so nicht möglich ist.

Man erkauft sich mit der Disc einfach mehr Gewicht und schlechtere Aerodynamik. Das ist am Rennrad einfach ein zu hoher Preis für das bisschen bessere Bremsen bei Nässe und den etwas geringeren Verschleiss der Felge.

greyscale
24.10.2017, 12:16
Man erkauft sich mit der Disc einfach mehr Gewicht und schlechtere Aerodynamik. Das ist am Rennrad einfach ein zu hoher Preis für das bisschen bessere Bremsen bei Nässe und den etwas geringeren Verschleiss der Felge.

Ich verwende ja immer gerne mbMn (=meiner bescheidenen Meinung nach), denn ich behaupte nicht, dass meine Meinung quasi das elfte Gebot darstellt.

Das mit der schlechteren Aerodynamik ist mbMn Vermutung/Hörensagen. Ich würde vermuten, dass sich in dem Punkt Felge und Disk (bei Flatmount) nichts nehmen. Das gastgebende Radsport-Magazin meint sogar gemessen zu haben, dass Scheibenbremsen aerodynamisch günstiger sind/sein können.

Mehr-Gewicht bei Disk ist ein Punkt, der sich derzeit noch schlecht wegdiskutieren lässt. Der aber auch einigermaßen diffus ist, da Mehrgewicht für Disk an einigen Stellen Mindergewicht an anderen Stellen gegenübersteht. Ich würde hier mal zwei, drei Entwicklungszyklen abwarten.

Ganz objektiv bleibt mir zu sagen: Beide Systeme haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Jeder sollte das für sich selbst abwägen. Alles andere ist Religion. Sollte sich ein System durchsetzen, dann nur falls die Industrie einen Standard zum Standard erklärt. Ansonsten dürften am RR beide Systeme ihre Berechtigung haben (mbMn).

g.

Pedalierer
24.10.2017, 12:37
Welche Entwicklungszyklen denn? Das Bremssystem ist 100 Jahre alt und an Fahrrädern seit über 20 Jahren vorhanden. Wo soll man da noch nennenswert Gewicht sparen? Alle Versuche wie 140er Scheiben oder Alu-Verbund-Bremsscheiben sind reine Flops gewesen.

Wo bitte ist Disc denn leichter? Die einzige Stelle die ich kenne ist die fehlende Bremsflanke (15 g je Felge). Aber das Gewicht von Laufrädern gesamt ist bei Disc in der Summe immer erheblich größer.

Der Aerodynamikunterschied von 16 Speichen radial vs 24 gekreuzt lässt sich nicht weg diskutieren. Das ist ein Systemnachteil.

greyscale
24.10.2017, 12:42
Wie gesagt: Religion.

g.

schmadde
24.10.2017, 12:53
Das mit der schlechteren Aerodynamik ist mbMn Vermutung/Hörensagen. Ich würde vermuten, dass sich in dem Punkt Felge und Disk (bei Flatmount) nichts nehmen.
Es ist lange bekannt, dass weniger Speichen bessere Aerodynamik zur Folge haben. Ob man das braucht ist eine andere Frage, aber die Tatsache wird von keinem mir bekannten Experten bestritten. Bei Messerspeichen, radialer Speichung, "Golfball" Esoterik gehen die Meinungen dann schon weiter auseinander und die Effekte sind, so überhaupt vorhanden eher gering.

Und wenige Speichen funktionieren halt nicht mit Disc-Brake, weil die Bremskräfte über die Speichen übertragen werden.

Jim Bob
24.10.2017, 13:17
Welche Entwicklungszyklen denn? Das Bremssystem ist 100 Jahre alt und an Fahrrädern seit über 20 Jahren vorhanden. Wo soll man da noch nennenswert Gewicht sparen? Alle Versuche wie 140er Scheiben oder Alu-Verbund-Bremsscheiben sind reine Flops gewesen.

Wo bitte ist Disc denn leichter? Die einzige Stelle die ich kenne ist die fehlende Bremsflanke (15 g je Felge). Aber das Gewicht von Laufrädern gesamt ist bei Disc in der Summe immer erheblich größer.

Der Aerodynamikunterschied von 16 Speichen radial vs 24 gekreuzt lässt sich nicht weg diskutieren. Das ist ein Systemnachteil.
20 Speichen. Radial. Zuladung 126kg. Disc.

https://www.giant-bicycles.com/de/giant-slr-1-disc-wheelsystem--front-wheel-

avis
24.10.2017, 13:18
Das ist nicht radial...

Pedalierer
24.10.2017, 13:20
20 Speichen. Radial. Zuladung 126kg. Disc.

https://www.giant-bicycles.com/de/giant-slr-1-disc-wheelsystem--front-wheel-

An der Disc nicht radial, das wäre Selbstmord:
https://1554652485.rsc.cdn77.org/i/p/6/0/204406_01_c.jpg

Ich halte die Konstruktion für auf Kante genäht. Da ist die Variante von Campa mit G3 14zu7 schon realistischer.
Alle anderen nehmen 24l 2x gekreuzt, sicher nicht aus Spaß.

Und zur angeblichen Entwicklungstufe: 1,65 Kg für 1.300 €????????
Jeder Popel-System-LR wiegt da weniger. Meine LR-Eigenbauten liegen zwischen 1,3 und 1,4 kg bei 300 bis 450 €.

Patrice Clerc
24.10.2017, 13:26
Man erkauft sich mit der Disc einfach mehr Gewicht
Das kann ich quantifizieren: etwas mehr als ein Pfund maximal (bei gleichartigem, ähnlich teurem Material).


und schlechtere Aerodynamik.
Das hätte ich jetzt gerne von dir quantifiziert.



Das ist am Rennrad einfach ein zu hoher PreisWie hoch - in Zeit?

avis
24.10.2017, 13:33
#615
War nur kurzes googeln.
Ich kenne deinen Aufbau nicht.
Bei den allermeisten Rädern, die ich im Netz so sehe geht das eher in Richtung ein kg, wenn gleicher Preis veranschlagt ist, Trek z.B. am neuen Émonda.

Patrice Clerc
24.10.2017, 13:33
Es ist lange bekannt, dass weniger Speichen bessere Aerodynamik zur Folge haben.

Dafür kann der Durchgang zwischen Reifen und Gabelkopf grösser gemacht werden, was die beiden Luftströme - Luft vom Fahrtwind von vorne durch den Gabelkopf, Luftstrom vom Reifen von hinten - viel weniger aufeinander prallen lässt. Zudem fällt an dieser exponierten Stelle die Bremse weg.

Gibt ja schon Aero-Messungen, die in diese Richtung deuten. Die 4 Stäbchen, die man bei ansonsten identischem Material bei Discs _am Vorderrad_ im Vergleich mehr braucht, werden den Braten dann nicht mehr fett machen.

Ich fahre zum Teil noch mit 2 x 32 Speichen GP4, Ambrosio Schlauchreifen-Felgen rum. Dieser auch von dir postulierten Meinung nach müsste man damit ja völlig langsam unterwegs sein. Ist aber nicht so.

Egal, wie die allgemeine Meinung dazu ist: die genannten vier Speichen werden wohl nicht mal im Top-Spitzenradsport einen Einfluss haben.

Zumal: hat nicht im Sommer einer mit Discs vier der meist umkämpften Sprints gewonnen, in einer Disziplin, bei der die Aerodynamik zwangsläufig die grösste Rolle spielt (65 bis 75 km/h im Flachen)?

:Bluesbrot

avis
24.10.2017, 13:38
Das hatten wir ja nun schon, der deutlich stärkere Fahrer kann auch auf schlechterem Material gewinnen, das beweißt technisch halt Null
(wie du auch weißt ;))
Bei einer Sprintdauer von ein paar Sekunden dürfte der Effekt hier eben tatsächlich völlig egal sein.
Langes TT im Flachen müsste man sich angucken.

kleinerblaumann
24.10.2017, 13:39
Gab es denn, z.B. in der TOUR, einen realistischen Aerotest von Felgenbremsrad vs Scheibenbremsrad? Ich erinnere mich dunken daran, dass nach irgendeinem Test viel Kritik kam, weil z.B. mit denselben Laufrädern getestet wurde, wodurch die Felgenbremse bei weitem nicht ihr Potential ausschöpfen konnte.

conpain
24.10.2017, 13:40
Für mich mit ca. 8.000km pro Jahr auf dem Rennrad, ist die Geräuschentwicklung zwischen DISC / RIM am wichtigsten geworden.

629040629041
Rennrad mit Shimano 105 Bremsen + Kool Stop Belägen
MTB mit Saint 2013 / 203mm

Die Saint 2013 ist die leiseste DISC Bremse die ich gefunden habe und dennoch entstehen nach kurzer Zeit immer Quietschgeräusche beim bremsen und natürlich leichtes flexen beim Wiegetritt. Mit 203mm Scheiben eine echte 1-Finger Bremse, jedoch immer noch eine Scheibenbremse mit allen Nachteilen.

Weil meine Räder immer gut geschmiert sind und sehr leise laufen, ist eine laute Bremse mit das nervigste am Rad was ich mir vorstellen kann.

Ich fahre auch bei Nässe und um ehrlich zu sein, ist mir die Bremsleistung bei Nässe nicht das aller wichtigste. Es ersetzt weder vorausschauendes fahren, noch hilft es bei schlechter Reifenhaftung.

Und ich vergleiche hierbei zu einer massiven und robusten MTB DISC der x-ten Generation auf einem STAHL-Bike und nicht zu einer ROAD DISC mit mini-Rotor und filigranen Rahmen/Gabel-Akustik-Albtraum.

Unterwegs sehe ich DISC-Road-Fahrer nur mit Kopfhörern... :D

Patrice Clerc
24.10.2017, 13:51
Das hatten wir ja nun schon, der deutlich stärkere Fahrer kann auch auf schlechterem Material gewinnen, das beweißt technisch halt Null...aber den Effekt: zumindest an der Weltspitze sind die Unterschiede zwischen den Fahrern so klein, dass nennenswert schlechteres Material nicht zur Diskussion steht. Oder anders geschrieben: alles, was zum Siegen eingesetzt werden konnte, ist im Umkehrschluss auch Spitzenmaterial.


(wie du auch weißt ;))Natürlich weiss ich, dass Material als Performance-Hilfe systematisch überbewertet wird. Drum sind ja Gewicht! und Aerodynamik! als Argumente gegen Scheibenbremsen sinnlos.


Bei einer Sprintdauer von ein paar Sekunden dürfte der Effekt hier eben tatsächlich völlig egal sein.Es geht um die Geschwindigkeit und um die Vorsprünge. Wenn bei bspw. 72 km/h die Aerodynamik nicht relevant ist, wo dann? Bin jetzt nicht mehr sicher, wie gross die Vorsprünge bei den Disc-Sprint-Siegen waren. Aber allgemein waren sie an der diesjährigen TdF klein (IIRC einmal im Millimeter-Bereich). Da wird man schon auf die Aerodynamik achten.



Langes TT im Flachen müsste man sich angucken.
Wenn der Unterschied nach 40 km nur eine Sekunde beträgt, dann spielt alles eine Rolle. Wenn jemand, wie bspw. Cancellara an der WM in Mendrisio, mit zwei oder noch mehr Minuten gewinnt, dann wäre das mit irgend was gut gegangen.

Drum hätte ich ja gerne eine nachvollziehbare Quantifizierung des Aerounterschieds eines Disc-Rades mit bspw. 20 Speichen gegenüber einem ansonsten fast gleichen mit 16 Speichen Vorderrad. Ich bin mir sicher, dass man den Unterschied nicht wird modellieren können. Anders am Berg: dort haben die 500 bis 600 g Mehrgewicht einen Einfluss von ca. 9 Sekunden pro Stunde (!), unter der Annahme, die gemittelten 550 g stellten ca. 6 Promille des Systemgewichts dar. Das ist demnach übrigens auch der Einfluss einer vollen eher kleine Trinkflasche.

:Angel:

Patrice Clerc
24.10.2017, 13:53
Gab es denn, z.B. in der TOUR, einen realistischen Aerotest von Felgenbremsrad vs Scheibenbremsrad? Ich erinnere mich dunken daran, dass nach irgendeinem Test viel Kritik kam, weil z.B. mit denselben Laufrädern getestet wurde, wodurch die Felgenbremse bei weitem nicht ihr Potential ausschöpfen konnte.

Wie weit ist "bei weitem"? Bei allem Verständnis: der Anteil des kompletten Rades ist gering. Ca. 20 %. Der Anteil von meinetwegen vier zusätzlichen Speichen wird am Luftwiderstand des Rades wiederum nur einen sehr geringen Anteil haben. Jetzt haben wir sehr wenig von vielleicht 20 %. Ist das "bei weitem"?

Patrice Clerc
24.10.2017, 13:55
Für mich mit ca. 8.000km pro Jahr auf dem Rennrad, ist die Geräuschentwicklung zwischen DISC / RIM am wichtigsten geworden.

629040629041
Rennrad mit Shimano 105 Bremsen + Kool Stop Belägen
MTB mit Saint 2013 / 203mm

Die Saint 2013 ist die leiseste DISC Bremse die ich gefunden habe und dennoch entstehen nach kurzer Zeit immer Quietschgeräusche beim bremsen und natürlich leichtes flexen beim Wiegetritt. Mit 203mm Scheiben eine echte 1-Finger Bremse, jedoch immer noch eine Scheibenbremse mit allen Nachteilen.
Ich kenne niemanden, der am Rennrad 20 cm Scheiben und eine Federgabel fährt.



Unterwegs sehe ich DISC-Road-Fahrer nur mit Kopfhörern... :D
Du solltest einen Brillen-Thread starten.

kaeptnepo
24.10.2017, 14:06
...
Natürlich weiss ich, dass Material als Performance-Hilfe systematisch überbewertet wird. Drum sind ja Gewicht! und Aerodynamik! als Argumente gegen Scheibenbremsen sinnlos.

:


Finde ich nicht. Ob du es glaubst oder nicht, ich merke 500g mehr am Rad, vor allem bei 12% Steigung. Aerodynamik kommt je nach Windverhältnissen auch deutlich zum tragen.

schmadde
24.10.2017, 14:07
20 Speichen. Radial. Zuladung 126kg. Disc.

https://www.giant-bicycles.com/de/giant-slr-1-disc-wheelsystem--front-wheel-

Ich zähle da 28 Speichen am Hinterrad - 12 mehr als bei meinem (fast doppelt so viele :eek: ). Vorne noch 6 zusätzliche. Das macht schon einen Unterschied. 20/24 fahr ich auf meinem Schlechtwetter-Renner, ein Billig-LRS für 200€ der dann noch nichtmal schwerer ist als der 6x so teure Satz incl. Scheiben.

avis
24.10.2017, 14:10
...aber den Effekt: zumindest an der Weltspitze sind die Unterschiede zwischen den Fahrern so klein, dass nennenswert schlechteres Material nicht zur Diskussion steht. Oder anders geschrieben: alles, was zum Siegen eingesetzt werden konnte, ist im Umkehrschluss auch Spitzenmaterial.

Natürlich weiss ich, dass Material als Performance-Hilfe systematisch überbewertet wird. Drum sind ja Gewicht! und Aerodynamik! als Argumente gegen Scheibenbremsen sinnlos.

Es geht um die Geschwindigkeit und um die Vorsprünge. Wenn bei bspw. 72 km/h die Aerodynamik nicht relevant ist, wo dann? Bin jetzt nicht mehr sicher, wie gross die Vorsprünge bei den Disc-Sprint-Siegen waren. Aber allgemein waren sie an der diesjährigen TdF klein (IIRC einmal im Millimeter-Bereich). Da wird man schon auf die Aerodynamik achten.


Wenn der Unterschied nach 40 km nur eine Sekunde beträgt, dann spielt alles eine Rolle. Wenn jemand, wie bspw. Cancellara an der WM in Mendrisio, mit zwei oder noch mehr Minuten gewinnt, dann wäre das mit irgend was gut gegangen.

Drum hätte ich ja gerne eine nachvollziehbare Quantifizierung des Aerounterschieds eines Disc-Rades mit bspw. 20 Speichen gegenüber einem ansonsten fast gleichen mit 16 Speichen Vorderrad. Ich bin mir sicher, dass man den Unterschied nicht wird modellieren können. Anders am Berg: dort haben die 500 bis 600 g Mehrgewicht einen Einfluss von ca. 9 Sekunden pro Stunde (!), unter der Annahme, die gemittelten 550 g stellten ca. 6 Promille des Systemgewichts dar. Das ist demnach übrigens auch der Einfluss einer vollen eher kleine Trinkflasche.

:Angel:

Der (geringe) Effekt von sagen wir 1 Watt akkumuliert sich ja, und bei 4 Sekunden Dauer ist da halt nichts.
Deswegen wird in den Tourtests ja auch immer ein 3.5 stündiges Einzelzeitfahren gefahren :ä
Bei der Stunde könnten es ein paar Sekunden sein.
Wir werden ja sehen, ob bspw. beim angedachten Duell Froome vs. Dumoulin der eine ggfs. ein Diskrad im TT benutzen wird oder nicht.
Wäre so ein Szenarion in dem es wirklich um Nuancen ginge.
Am Berg wird kein Siegfahrer das Mehrgewicht wollen.
Nach deiner Logik (die ich ja teile) ist die FB aber eben bergab auch nicht nennenswert schlechter, da sie sonst kaum so weiterhin gefahren würde.
Könnte man damit bergab wirklich deutlich sicherer=schneller fahren, würden sich die Siegfahrer um das Ding prügeln.
Wie viele Rennen wurden alleine letzte Saison in Abfahrten entschieden, waren einige.

Das ist halt wieder das Problem mit den Ebenen.
Rein rational gesehen ist es für uns Hobbyfahrer völlig egal, was wir für Material fahren.
Emotional halt nicht.

Patrice Clerc
24.10.2017, 14:13
Finde ich nicht. Ob du es glaubst oder nicht, ich merke 500g mehr am Rad, vor allem bei 12% Steigung.Ich glaube es tatsächlich nicht.

Wenn bei dir die 550 g ebenfalls ca. 6 Promille vom Gesamtgewicht ausmachen, dann fährst du mit dem leichten Rad je nach Fitness vielleicht 10 oder auch 15 km/h.

Mit dem "Schweren" dann weniger als 6 Promille langsamer. 6 Promille wären z.B. 9.94 km/h resp. 14.91 km/h. Und du spürst das. Alles klar. ;)



Aerodynamik kommt je nach Windverhältnissen auch deutlich zum tragen.
Du hast immer noch keine Ahnung von den Grössenordnungen, nicht?

Patrice Clerc
24.10.2017, 14:15
Der Effekt akkumuliert sich ja, und bei 4 Sekunden Dauer ist da halt nichts.Proportional schon. Und bei den Mini-Vorsprüngen (IIRC Sagen gegen Kristof - IIRC: tiefer, einstelliger Millimeter-Bereich) und bei den grossen Tempi macht die Aerodynamik halt _vergleichsweise_ viel aus.

Der Luftwiderstand ist bei 75 km/h viel grösser als bei 50 km/h: IIRC (75/50)^2 = 2.25. Mit anderen Worten: der Nachteil, so man denn einen hat, ist 2.25 mal grösser!

(Ich habe die Luftwiderstandsformel auch schon mit dem Kubus gelesen; sollen sich bitte kompetente Leute einmischen und die Formel entsprechend korrigieren. Aber mit dem Kubus wäre der Faktor sogar 1.5^3 = 3.375...)

avis
24.10.2017, 14:24
Jaaaa, aber bei minimalen Dauer eines Sprintes ist das dennoch nichts.
Weil absolut eben nur winzige Beträge im Spiel sind.
Extrem wird es bspw. im Langdistanztriathlon. Die fahren dann zwar nur irgendwas mit 40km/h, aber bei 4h Dauer sind 2 Watt weniger am Ende ne Minute.
Wir werden ja sehen, ob die Disk sich an TT Rädern etablieren kann.
Bislang gibt es da bis auf dieses Monstrum von Cervélo imho. noch nichts.

Patrice Clerc
24.10.2017, 14:46
Jaaaa, aber bei minimalen Dauer eines Sprintes ist das dennoch nichts.
Weil absolut eben nur winzige Beträge im Spiel sind.Aber auf beiden Seiten der Gleichung! Sowohl die Zeit ist kurz, als auch die Abstände. Und selbst wenn du das konsequent ignorierst: die Tempi sind deutlich höher, was die Bedeutung halt ebenfalls erhöht (mindestens quadratisch!).



Extrem wird es bspw. im Langdistanztriathlon. Die fahren dann zwar nur irgendwas mit 40km/h, aber bei 4h Dauer sind 2 Watt weniger am Ende ne Minute.Und das ist dann trotzdem nur ein Bruchteil des Abstandes am Ziel..

Langer Rede, kurzer Sinn: falls die Disc einen aerodynamischen Nachteil hätte (Konjunktiv, weil es ja noch nicht bewiesen ist), dann dürfte dieser ebenfalls als klein eingestuft werden.

Und vielleicht nimmt man den gerne in Kauf um mit breiteren Reifen fahren zu können (ohne schlecht funktionierende, super-langschenklige Bremsen nutzen zu müssen). Und breitere Reifen mit angepasstem Luftdruck sind, nach allem was man jetzt weiss, auf einem durchschnittlichen Strassenmix schneller.

Vorteil Disc!
:D

Pedalierer
24.10.2017, 14:59
Und breitere Reifen mit angepasstem Luftdruck sind, nach allem was man jetzt weiss, auf einem durchschnittlichen Strassenmix schneller.

Vorteil Disc!
:D

Nö sind sie nicht. Ich habe den Vergleich zwischen knapp 23 mm auf 15C und knapp 26 mm auf 18C. Gleiches Reifenmodell in unterschiedlicher Breite, gleicher Latex-Schlauch. Luftdruck dem Volumen angepasst (7 vs 6 bar) und keine Kombi ist schneller als die andere. Lediglich das Fahrgefühl ist anders und auf Pflaster der Komfort.

Jim Bob
24.10.2017, 15:03
Ich zähle da 28 Speichen am Hinterrad - 12 mehr als bei meinem (fast doppelt so viele :eek: ). Vorne noch 6 zusätzliche. Das macht schon einen Unterschied. 20/24 fahr ich auf meinem Schlechtwetter-Renner, ein Billig-LRS für 200€ der dann noch nichtmal schwerer ist als der 6x so teure Satz incl. Scheiben.16 Speichen am Hinterrad und 126kg Zuladung. :eek:
Marke und Modell bitte, sowas such ich für den Aufbau meines Reiserenners.

Flashy
24.10.2017, 15:23
@Mifri:

Fährst du eigentlich CX-Rennen?
Erzähl doch mal was darüber.... :D

schmadde
24.10.2017, 15:26
(Ich habe die Luftwiderstandsformel auch schon mit dem Kubus gelesen; sollen sich bitte kompetente Leute einmischen und die Formel entsprechend korrigieren. Aber mit dem Kubus wäre der Faktor sogar 1.5^3 = 3.375...)
Die Luftwiderstandskraft steigt im Quadrat mit der Geschwindigkeit. Die benötigte Leistung mit der dritten Potenz (da P = F * v).

Das gilt aber nur für laminare Strömung. Es gibt da beim Fahrrad aber auch immer turbulente Anteile, die Terme höherer Ordnung beinhalten. Das ist dann aber nicht mehr wirklich handlich zu berechnen (so überhaupt Modelle verfügbar sind). Da müsste sich aber ein Fachmann auf dem Gebiet Aerodynamik äußern, @PiratPilot vielleicht?

schmadde
24.10.2017, 15:27
16 Speichen am Hinterrad und 126kg Zuladung. :eek:

Ganz so viel wiege ich noch nicht :eek:

Patrice Clerc
24.10.2017, 15:29
Nö sind sie nicht.

Das hat man bei 20 --> 23 mm und teilweise heute noch bei 23 --> 25 mm auch gesagt. Logo, dass man es nun bei 25 --> 28 oder 30 mm immer noch schreibt.

Auch logo, dass die Unterschiede hier ebenfalls marginal sind und nicht einfach so zu messen. Alles, das weniger als 5 % Unterschied ergibt, kann ohne sinnvollen, systematischen Testaufbau i.a.R. nicht "erfühlt" werden.