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wüdi
09.11.2017, 13:00
Meine 3 Räder: MTB mit FB, MTB mit Disc, Renner mit FB (Renner mit Disc wurde probiert - dzt. kein Thema)


Ansonsten überwiegen doch nur die Vorteile: höhere Bremsleistung, hohe Bremsleistung auch bei Nässe und bei Kälte.

hmmm.... höhere Bremsleistung???? wenn das Rad blockiert, blockiert es - egal ob mit FB oder Disc. Einzig mein Kraftaufwand ist bei meinen Disc-Bremsen gegenüber den Felgenbremsen deutlich geringer bei einer längeren Abfahrt. Dieser Komfortgewinn ist für mich ein großer Vorteil.

Wie ich mit einer FB und Disc im Regen etc. umzugehen habe, ist mittlerweile zur Genüge diskutiert worden (finde ich) - ebenso die mögliche Vor- und Nachteile.


..... Zwei Kameraden haben bei feuchten Bedingungen die Kurve nicht gekriegt, weil ihre Bremsen in Verbindung mit ihren Carbonlaufrädern die nötige Bremsleistung nicht erbracht haben und sie eben im Renngeschehen Vollgas gegeben haben. Beide sind dann geradeaus gefahren und in das dort stehende Wohnhaus gekracht. Dabei sind glücklicherweise nur ein paar Scheiben kaputtgegangen und die Fahrer hatten einige Kratzer. Schwer verletzt hat sich wohl glücklicherweise niemand. Dennoch wäre genau das mit Scheibenbremsen wohl nicht passiert.


ist womöglich richtig, jedoch auch nur eine Vermutung - durchaus möglich dass sie aufgrund der Bremsleistung der Disc, der hohen Geschwindigkeit (Vollgas - was das auch immer in km/h bedeutet) sowie der Strassenbeschaffenheit (feucht) sich trotzdem hingelegt hätten weil ihnen das Vorderrad weggerutscht wäre...

Obwohl auf dem Renner dzt. die Disc für mich kein Thema ist, möchte ich sie auf dem MTB nicht missen - obwohl ich auch hier immer wieder auf "alte" MTB mit FB wechsle.
Die Vorteile der Disc gegenüber der FB sind für mich der Komfort/geringe Bedienkraft sowie die Handhabung bei Nässe, Nachteile wären hier der mitunter größere Wartungsaufwand durch Entlüftung etc.

Adept
09.11.2017, 13:18
...

Es gibt übrigens eine interessante Geschichte hier bei uns aus dem Nachbardorf. Vor einigen Jahren ging die Radstrecke des Ironman durchs Dorf. Man kommt über einen Buckel, dann kurze, recht steile Abfahrt (irgendwas zwischen 10 und 15%) und dann eine 90 Grad Linkskurve. Zwei Kameraden haben bei feuchten Bedingungen die Kurve nicht gekriegt, weil ihre Bremsen in Verbindung mit ihren Carbonlaufrädern die nötige Bremsleistung nicht erbracht haben und sie eben im Renngeschehen Vollgas gegeben haben. Beide sind dann geradeaus gefahren und in das dort stehende Wohnhaus gekracht. Dabei sind glücklicherweise nur ein paar Scheiben kaputtgegangen und die Fahrer hatten einige Kratzer. Schwer verletzt hat sich wohl glücklicherweise niemand. Dennoch wäre genau das mit Scheibenbremsen wohl nicht passiert.
...


Warum fährst du nicht mit Stützrädern, dann kannst du auch schneller in die Kurve und du rutschst nicht so schnell weg? :confused: :D
Im Ernst: Es ist unbestritten, dass Felgenbremsen und Carbonfelgen im Regen ein gewisses Bikehandling erfordern oder man nimmt einfach Alufelgen und dann hat man genug Bremspower.

Ich fahre Scheibenbremsen auf meinem Crosser und Felgenbremsen auf den Rennrädern. Kein signifikanter Unterschied im Bremsverhalten. Trotzdem habe ich schon überlegt als Test mal ein Scheibenbrems-RR für die Rennen in 2018 zu kaufen. Ich bin erstmal davon abgekommen, weil der Preisunterschied zum vergleichbaren Bike noch zu hoch war. Wenn die Preise sinken, wird es attraktiver und dann werden wir sehen.

Dazu darf man MTB Rennen nicht mit Straßenrennen vergleichen. In Straßenrennen gibt es gruße Gruppen, in dem unterschiedliche Bremssysteme ein Problem werden könnten und die Gefahr ist viel größer, dass man beim Sturz auf das andere Rad und die Scheibenbremse fällt. Trotzdem hat der BDR für alle Klassen U23/Elite/Masters die Scheibenbremse jetzt erlaubt. Auch da wird man sehen, wie sich das entwickelt.

schmadde
09.11.2017, 13:38
. Zwei Kameraden haben bei feuchten Bedingungen die Kurve nicht gekriegt, weil ihre Bremsen in Verbindung mit ihren Carbonlaufrädern die nötige Bremsleistung nicht erbracht haben und sie eben im Renngeschehen Vollgas gegeben haben. Beide sind dann geradeaus gefahren und in das dort stehende Wohnhaus gekracht. Dabei sind glücklicherweise nur ein paar Scheiben kaputtgegangen und die Fahrer hatten einige Kratzer. Schwer verletzt hat sich wohl glücklicherweise niemand. Dennoch wäre genau das mit Scheibenbremsen wohl nicht passiert.

Ganz bestimmt. Bei den "feuchten Bedingungen" hätten sie die Scheibenbremsen wie auf Schienen durch die 90° Kurve getragen. Eine stinknormale Alubremsflanke hätte das sicher nicht geschafft. Dieser Punkt für an den Haaren herbeigezogenen Begründungen geht eindeutig an Dich.

Sigi Sommer
09.11.2017, 14:10
Ganz bestimmt. Bei den "feuchten Bedingungen" hätten sie die Scheibenbremsen wie auf Schienen durch die 90° Kurve getragen. Eine stinknormale Alubremsflanke hätte das sicher nicht geschafft. Dieser Punkt für an den Haaren herbeigezogenen Begründungen geht eindeutig an Dich.

Das Marketing-Geblubber funzt auf jeden Fall prächtig und wird fleißig in gut verständlichen digitalen 1/0 Botschaften weiter kolportiert :D ...

Flashy
09.11.2017, 14:28
Manche sind eh so anti (borniert), dass es egal ist, welches Argument angebracht wird. :rolleyes:

Sigi Sommer
09.11.2017, 14:43
Manche sind eh so anti (borniert), dass es egal ist, welches Argument angebracht wird. :rolleyes:

Flashy, das würde ich auch in kühnen Träumen nicht zu wagen versuchen - ich nehm Dich IMMER beim Wort :D:


Letztlich ist das hier alles Comedy und ich trage meinen Teil dazu bei :)

cosmos
09.11.2017, 14:46
Jo. Er hat den Thread ganz offensichtlich ohnehin nur selektiv durchgelesen. UCI und späteres Bremsen und so... :rolleyes:

Ehrliche Antwort zum selektiven Durchlesen: Stimmt tatsächlich, zumindest am Anfang war es so!! Zum Thema UCI muss ich zurückrudern. Mein Fehler. Bin viele Jahre sehr intensiv Rennrad gefahren, in den letzten Jahren aber in anderen Radsprtdisziplinen zu Hause und daher, was die Regelungen angeht, nicht immer ganz up to date. Hätte ich sicher nochmal checken sollen, habe ich aber nicht. War irgendwie der Meinung, es wäre noch nicht ganz durch. Sorry!


Warum fährst du nicht mit Stützrädern, dann kannst du auch schneller in die Kurve und du rutschst nicht so schnell weg? :confused: :D

Häh :confused:


Im Ernst: Es ist unbestritten, dass Felgenbremsen und Carbonfelgen im Regen ein gewisses Bikehandling erfordern oder man nimmt einfach Alufelgen und dann hat man genug Bremspower.

Ich fahre Scheibenbremsen auf meinem Crosser und Felgenbremsen auf den Rennrädern. Kein signifikanter Unterschied im Bremsverhalten. Trotzdem habe ich schon überlegt als Test mal ein Scheibenbrems-RR für die Rennen in 2018 zu kaufen. Ich bin erstmal davon abgekommen, weil der Preisunterschied zum vergleichbaren Bike noch zu hoch war. Wenn die Preise sinken, wird es attraktiver und dann werden wir sehen.

Dazu darf man MTB Rennen nicht mit Straßenrennen vergleichen. In Straßenrennen gibt es gruße Gruppen, in dem unterschiedliche Bremssysteme ein Problem werden könnten und die Gefahr ist viel größer, dass man beim Sturz auf das andere Rad und die Scheibenbremse fällt.

Sorry, aber das verstehe ich auch nicht. Dann müssten also alle die gleiche Brems-, Bremsbelag-, Felge, Reifenkombi fahren? All das hat ja schließlich auch Auswirkungen auf die Bremsleistung.

Trotzdem hat der BDR für alle Klassen U23/Elite/Masters die Scheibenbremse jetzt erlaubt. Auch da wird man sehen, wie sich das entwickelt.

Guter Ansatz. Erproben und dann sehen.


Ganz bestimmt. Bei den "feuchten Bedingungen" hätten sie die Scheibenbremsen wie auf Schienen durch die 90° Kurve getragen. Eine stinknormale Alubremsflanke hätte das sicher nicht geschafft. Dieser Punkt für an den Haaren herbeigezogenen Begründungen geht eindeutig an Dich.
Merkst hoffentlich selbst, dass das Eine mit dem Anderen zwar etwas zu tun hat, es aber nicht das gleiche ist. Die Bremsen sollen bremsen und die Reifen für Haftung sorgen. Klar zu starkes Bremsen kann zu einem Verlust der Haftung führen. Trotzdem sorgt nicht die Scheibenbremse dafür, dass du wie auf Schienen durch die Kurve fährst, sondern in erster Linie die Haftung, die der Reifen bietet und eine an diese Umstände angepasste Geschwindigkeit, sowie natürlich auch Fahr- und Bremstechnik. Die Typen waren und blieben halt so schnell, dass sie nicht mal mehr eingelenkt haben und sind dann geradeaus gefahren. Zu behaupten, das wäre an den Haaren herbeigezogen, finde ich so nicht in Ordnung. Zumal es halt so war. Kann ich ja auch nicht ändern. Ich selbst habe solche Situationen, wenn auch nicht im Rennen, auch schon erlebt. Zuletzt im Schnee mit meinem 90er Jahre Mountainbike, welches ich vor einigen Jahren noch gefahren bin. Bremsen haben bei unter 0 Grad nicht mehr gut zugepackt und ich bin dann geradeaus in den Busch gefahren. Passiert ist nichts. Mit Scheiben wäre das halt nicht passiert und ist es bisher auch nicht.

Dass man auch mit Felgenbremsen sehr schnell Rennrad fahren und auch bremsen kann bestreitet ja niemand. Mit Scheiben geht es halt einfach besser und sicherer. Wenn du mit Felgenbremsen glücklich bist, ist es doch prima. Dann bleib doch dabei. Ich habe mich halt anders entschieden, so wie viele andere auch. Das Für und wieder zu diskutieren ist sicherlich auch nicht verkehrt. Was ich eben nur amüsant finde, ist mit welcher Heftigkeit hier argumentiert wird. Das Feindbild Felgenbremsschlechtmacher gibt es auch nur hier.

Flashy
09.11.2017, 14:49
Flashy, das würde ich auch in kühnen Träumen nicht zu wagen versuchen - ich nehm Dich IMMER beim Wort :D:

Dein Witz gefällt mir!

Mit dir würde ich jederzeit ein Bier trinken und dabei über Scheiben sinnieren. ;-)

Abstrampler
09.11.2017, 14:54
Manche sind eh so anti (borniert), dass es egal ist, welches Argument angebracht wird. :rolleyes:

Das hat mit borniert nichts zu tun. Du verstehst da etwas ganz Grundsätzliches noch nicht. ;)

Es ist schlicht egal. Argumente sollen jemanden vom Sinn oder Unsinn einer Disc überzeugen. Das würde aber voraussetzen, dass für diesen Jemand das Argument auch passt.
Dummerweise hapert es genau daran aber meistens.
Du zum Beispiel lässt Dich nicht mit Argumenten vom Unsinn überzeugen, weil die Disc für Dich im Regen eben einen tatsächlichen Nutzen hat und die Gegenargumente daher nicht ausreichend treffen.
Für mich und meine Schönwetter-Fahrgewohnheiten ist der Nutzen am RR noch nicht mal ansatzweise vorhanden, daher greifen bei mir natürlich auch keine Argumente, weil es schlicht keine gibt.

Leider ist Sachlichkeit und differenzierte Betrachtung nicht unbedingt Kernkompetenz der Marketingabteilungen und auch allgemein nicht mehr sonderlich weit verbreitet. Was sich auch in diesem Faden wiederspiegelt.

Flashy
09.11.2017, 15:07
Ich verstehe mehr, als mir hier mancher einräumen mag.
Nur nehme ich mich und manche Themen eben nicht so ernst. :)

Letztlich ist es mir sch....egal wer mit was herumfährt.
Ich fahre sogar Campa UND Shimano Komponenten an EINEM Rad.

Ich fahre mit Rucksack.
Ich trainiere ohne Plan.
Ich fahre seit Jahren mit einem kleinen Spacerturm.

usw.

Abstrampler
09.11.2017, 15:13
Nur nehme ich mich und manche Themen eben nicht so ernst. :)


Den Eindruck hatte ich bislang eher nicht. :D

Sigi Sommer
09.11.2017, 15:14
Dein Witz gefällt mir!

Mit dir würde ich jederzeit ein Bier trinken und dabei über Scheiben sinnieren. ;-)

Ich versuche das schon ambivalent zu sehen, obwohl ich beim RR vermutlich eine leichte Vorprägung hin zur FB habe. Immerhin fahre ich auch Disk und schreibe über nichts, was mir völlig fremd ist. Allerdings nehme ich mir die Freiheit heraus, ein Rad sorgfältig auf meine Einsatzbelange hin auszustatten, und da kommt die FB meist gut weg. Bremsen ist das eine, der Einfluss eines Bremssystems auf das Rad und somit den gesamten Fahrbetrieb das andere - am Ende hat da jeder seine eigene persönliche Grauzone, schwarz-weiß gibt es nicht, wie meistens im Leben :Angel: dahin ging mein Kommentar mit der digitalen 1/0 Sichtweise.

Gemeinsam Biertrinken und über Scheiben sinnieren geht natürlich allemal :drinken2::xdate:

tacoma
09.11.2017, 15:14
Letztlich ist es mir sch....egal wer mit was herumfährt.


Dann sind wir schon zwei! :)

328
09.11.2017, 15:33
Ich schwinge mich im Winter auch ab und an auf eines meiner MTBs (seit 2008 inkl. Scheibenbremsen). Wenn es sehr kalt ist dann merkt man einen leichten Unterschied beim Druckpunkt (meine subjektive Wahrnehmung), dass sie deswegen schlechter bremsen, oder gar ausfallen, konnte ich nie feststellen/habe ich nie erlebt. Bei meiner alten Winterrennadschlampe ist es gar nicht so ohne, wenn es vom Boden feucht raufkommt, und der Schmodder an der Felge anfriert. Auch an das gewohnt man sich natürlich bei der täglichen Fahrt zur Arbeit, jedoch gibt es immer wieder den prickelnden Zeitpunkt, wo man unvorbereitet am Bremshebel zieht und erst mal 1, 2 Sekunden komplett ins Leere greift..., bei den Scheibenbremsen ist das zwar auch, aber meist nur Sekundenbruchteile.

Ein anderes Highlight war, als mein Bremszung eingefroren ist. Fußbremse :Applaus:

Man kann Dinge halt immer so oder so sehen.


Dann aber bitte auch erwähnen bei welchen Temperaturen.

Im Artikel ist davon die Rede, dass unter -26 grad Celsius sich Hydraulikbremsen anders anfühlen können und unter -35 C Celius Seilzugbremsen die bessere Alternative sind.

Wer also bei diesen Temperaturen in Russland oder Kanada unterwegs ist, sollte lieber mechanische Disc Bremsen wählen ;)

Ach nein, bei -5 C fallen die Disc ja reihenweise aus, das wird auch der Grund sein, warum im Winter kaum jemand mit dem MTB unterwegs ist :-O

BOW82
09.11.2017, 15:45
Ich verstehe mehr, als mir hier mancher einräumen mag.
Nur nehme ich mich und manche Themen eben nicht so ernst. :)

Letztlich ist es mir sch....egal wer mit was herumfährt.
Ich fahre sogar Campa UND Shimano Komponenten an EINEM Rad.

Ich fahre mit Rucksack.
Ich trainiere ohne Plan.
Ich fahre seit Jahren mit einem kleinen Spacerturm.

usw.


Ehre wem Ehre gebührt ...sich trauen hier sowas zu sagen...:eek::eek::eek:
Kannst nur hoffen nicht rausgeschmissen zu werden :D

scheibenbremse
09.11.2017, 16:15
Ein anderes Highlight war, als mein Bremszung eingefroren ist. Fußbremse :Applaus:


Ich hatte mal im Winter im Wald so viel Eis, Matsch, Klumpen,...an den V-Brakes, dass nix mehr ging. Da ich noch den Berg runter musste und nix zu trinken hatte (Flasche war auch schon eingefroren, Rucksack blöderweise daheim), hab ich die V-brakes freigep**:eek::D:respekt:kelt...

Jim Bob
09.11.2017, 16:23
Ich hatte mal im Winter im Wald so viel Eis, Matsch, Klumpen,...an den V-Brakes, dass nix mehr ging. Da ich noch den Berg runter musste und nix zu trinken hatte (Flasche war auch schon eingefroren, Rucksack blöderweise daheim), hab ich die V-brakes freigep**:eek::D:respekt:kelt...:ft:

cadoham
09.11.2017, 16:41
Den Felgenbremsfahrern Einseitigkeit vorwerfen und dann genauso einseitig argumentieren.
Immer das gleiche Spiel.

Die Einseitigkeit, mit der mitunter unsachlich und unwissend gegen die Disc argumentiert wurde,
überwiegte auch im anderen Thread deutlich, während man überzogene Kommentare
gegen die "alte" Felgenbremse nur noch selten liest.

Mir gefällt die Scheibenbremse am RR/CX und ich fahre bald im 4ten Jahr damit,
aber ich verstehe, wenn es anderen zu teuer, zu schwer und optisch "zu viel" erscheint.

Dennoch gibt es gute Gründe dafür, die man hier nicht krampfhaft schlecht reden,
oder unter den Tisch fallen lassen muss.
Es ist immer eine Gewichtung von Vor- und Nachteilen, die jeder persönlich mit sich aus machen sollte.

Ich gebe dem Argument Recht, das es keine Notwendigkeit ist,
aber das lässt sich leicht gegen vieles anwenden, das uns dennoch Freude am Radfahren bereitet.

phil-Hill
09.11.2017, 17:08
Auch wenn sie (die Scheibe) Vorteile auf der Straße ohne Ende hätte, genauso viel wiegen würde und technisch genauso easy zu handeln wäre wie eine Felgenbremse...

so sieht sie doch einfach sch.... an einem so wunderschönen und eleganten Objekt wie einem Rennrad aus.... :D:engarde:

seankelly
09.11.2017, 17:31
Die Einseitigkeit, mit der mitunter unsachlich und unwissend gegen die Disc argumentiert wurde,
überwiegte auch im anderen Thread deutlich, während man überzogene Kommentare
gegen die "alte" Felgenbremse nur noch selten liest.

Mir gefällt die Scheibenbremse am RR/CX und ich fahre bald im 4ten Jahr damit,
aber ich verstehe, wenn es anderen zu teuer, zu schwer und optisch "zu viel" erscheint.

Dennoch gibt es gute Gründe dafür, die man hier nicht krampfhaft schlecht reden,
oder unter den Tisch fallen lassen muss.
Es ist immer eine Gewichtung von Vor- und Nachteilen, die jeder persönlich mit sich aus machen sollte.

Ich gebe dem Argument Recht, das es keine Notwendigkeit ist,
aber das lässt sich leicht gegen vieles anwenden, das uns dennoch Freude am Radfahren bereitet.


:goodpost:

kaeptnepo
09.11.2017, 19:36
ich probiere mal ein Beispiel aus dem Automobilbereich.
Eine gute Sache ist ein 4x4 Antrieb. In bestimmten Situationen prima. Nur brauchen es die meisten nicht. Deswegen hat nicht jedes Auto einen, weil der Nachteil u.a ein höherer Spritverbrauch und höhere Anschaffungskosten sind.
Was würde man sagen wenn einen die Automobilindustrie eine zwingen würde bei jedem Modell einen zu nehmen.
In der Radindustrie werden gerne mal Standards durchgedrückt die nicht jedem was nützen.
Bitte, jeder soll sehr gerne ein Rad mit Scheibenbremsen kaufen dürfen. Finde ich super dass es das gibt, aber wenn es dann nix anderes mehr gibt ist das schlecht.
Das ist meine Meinung.

seankelly
09.11.2017, 19:42
Bitte, jeder soll sehr gerne ein Rad mit Scheibenbremsen kaufen dürfen. Finde ich super dass es das gibt, aber wenn es dann nix anderes mehr gibt ist das schlecht.
Das ist meine Meinung.

Keine Sorge, gibt ja immer noch Räder mit "klassischer Bremse".

kaeptnepo
09.11.2017, 19:45
Keine Sorge, gibt ja immer noch Räder mit "klassischer Bremse".

ich hoffe dass das so bleibt !

avis
09.11.2017, 19:49
ich probiere mal ein Beispiel aus dem Automobilbereich.
Eine gute Sache ist ein 4x4 Antrieb. In bestimmten Situationen prima. Nur brauchen es die meisten nicht. Deswegen hat nicht jedes Auto einen, weil der Nachteil u.a ein höherer Spritverbrauch und höhere Anschaffungskosten sind.
Was würde man sagen wenn einen die Automobilindustrie eine zwingen würde bei jedem Modell einen zu nehmen.
In der Radindustrie werden gerne mal Standards durchgedrückt die nicht jedem was nützen.
Bitte, jeder soll sehr gerne ein Rad mit Scheibenbremsen kaufen dürfen. Finde ich super dass es das gibt, aber wenn es dann nix anderes mehr gibt ist das schlecht.
Das ist meine Meinung.

Trifft es imho. ziemlich gut! :)

cadoham
09.11.2017, 20:18
ich probiere mal ein Beispiel aus dem Automobilbereich.
Eine gute Sache ist ein 4x4 Antrieb. In bestimmten Situationen prima. Nur brauchen es die meisten nicht.

Gilt auch für ...


Carbon am Rad
leichte Laufräder
teure Schaltgruppen oberhalb der 105er Klasse
GPS Radcomputer
....


Solltest du Dinge davon an deinem Rad haben, würde ich die Schaufel aus der Hand legen,
bevor die Grube zu tief wird.

Ich finde es gut, wenn sich jemand dafür entscheidet, rational zu leben,
aber dann bitte konsequent und nicht nur, wenn es einem passt.

kurti
09.11.2017, 20:27
Gibt es auch bei Sram, wenn man sucht. Es gibt zu jedem Produkt Anleitungen, nur sind die meisten zu bequem zu suchen und fragen lieber erst im Forum und dann die Lösungen von Anderen zu bekommen.

Ich habe die Anleitungen gelesen. Sogar die, welche nur englisch zur Verfügung stehen...
Und nirgends habe ich annähernd diese Vorgehensweise gelesen: Brems-Beläge ausbauen und die Kolben(mehrmals) "zurückschieben". - Genaueres im Video.
Das Zentrieren war mir klar. Und ist in den Anleitungen beschrieben.
Ebenfalls habe nicht ich diesen "Fehler" verursacht. Nur das Rad (komplett montiert) aus dem Karton genommen, Lenker eingestellt. Und dann die Laufräder gedreht. Da schleifte das Vorderrad schon.

Abstrampler
09.11.2017, 20:27
Gilt auch für ...

Ne. Du schreibst komplett am springenden Punkt vorbei. ;)

Mifri
09.11.2017, 20:55
Ich habe die Anleitungen gelesen. Sogar die, welche nur englisch zur Verfügung stehen...
Und nirgends habe ich annähernd diese Vorgehensweise gelesen: Brems-Beläge ausbauen und die Kolben(mehrmals) "zurückschieben".

Dafür gibt es im Bleed Kit ja auch den Bleed Block, der bei Montage die Kolben zurückdrückt und die Anleitung, egal welche Sprache, stellt das auch da.

cadoham
09.11.2017, 21:47
Ne. Du schreibst komplett am springenden Punkt vorbei. ;)

Mir ist die Intention dieser Argumentationsweise sehr wohl bewusst,
aber sie ist für mich einseitig gedacht, um die eigene Sichtweise zu bevorteilen.

In dem letzten Posting von kaeptnepo, das er nun leider editiert hat,
zitierte er einige meiner Beispiele (zb. Carbon) um aufzeigen zu wollen,
das hier oftmals der Mehrwert immer zum tragen kommt, statt nur in wenigen Momenten.

Dagegen soll die Disc nur in wenigen Ausnahmen einen Vorteil bieten,
während sie hauptsächlich eine Reihe von Nachteilen mit sich bringt.

So eine Disskusion ist aber sinnlos, wenn die Hauptvorteile eines hydrl. Systems abgetan werden,
während lediglich auf den vermeintlichen Nachteilen rumgeritten wird.

Ich habe mich vor fast 4 Jahren damit auseinander gesetzt und habe mich für die
hydrl. Scheibenbremse entschieden, als das Thema hier nur wenige interessiert hat.

Abstrampler
09.11.2017, 22:01
Nö.

Sein Vergleich war passend. Deswegen hast Du auch seinen entscheidenden Satz besser nicht zitiert. Nämlich den, in dem es um den neuen Standard ging, den viel Hersteller und Interessensvertreter gerne etablieren wollen.
Dewegen passt auch Dein Post nicht. Nichts von den Dingen auf Deiner Liste zielt darauf ab. ;)

Ich sehe das übrigens gar nicht so kritisch. FB wird es noch lange geben. Sicher wird in einigen Jahren nicht jeder neue Rahmen mit FB zu bekommen sein, aber ganz verschwinden wird sie am RR schon aus Gewichtsgründen nicht.

seankelly
09.11.2017, 22:04
Mir ist die Intention dieser Argumentationsweise sehr wohl bewusst,
aber sie ist für mich einseitig gedacht, um die eigene Sichtweise zu bevorteilen.

In dem letzten Posting von kaeptnepo, das er nun leider editiert hat,
zitierte er einige meiner Beispiele (zb. Carbon) um aufzeigen zu wollen,
das hier oftmals der Mehrwert immer zum tragen kommt, statt nur in wenigen Momenten.

Dagegen soll die Disc nur in wenigen Ausnahmen einen Vorteil bieten,
während sie hauptsächlich eine Reihe von Nachteilen mit sich bringt.

So eine Disskusion ist aber sinnlos, wenn die Hauptvorteile eines hydrl. Systems abgetan werden,
während lediglich auf den vermeintlichen Nachteilen rumgeritten wird.

Ich habe mich vor fast 4 Jahren damit auseinander gesetzt und habe mich für die
hydrl. Scheibenbremse entschieden, als das Thema hier nur wenige interessiert hat.


Ihr redet imho aneinander vorbei. Der wesentliche Unterschied zwischen "Carbon, leichte LR, teure Schaltgruppen" auf der einen und "Disc" auf der anderen Seite ist: im ersten Fall handelt es sich um Luxus-upgrade bestehender Systeme, im zweiten fall um Etablierung neuer Standards.

Dreamdeep
09.11.2017, 23:10
Bestreitet ja keiner hier (zumindest habe ich kein einziges Posting gefunden), dass das “reindrücken“ eines neuen Standards und Abschaffung der FB durch die Bikeindustrie, nicht toll ist (sofern das dann auch wirklich so durchgezogen wird).

Was nur unendlich nervt, ist das permanente schlechtreden der Disc, in der Hoffung die oben genannte Thematik damit verhindern oder abschwächen zu können.

Jedes Argument und sei es auch noch so an den Haaren herbeigezogen, wird von den immer gleichen Usern dankend angenommen und breitgetreten. Zuletzt waren wir jetzt beim Ausfall der Disc bei Temperaturen wie sie in unseren Breitengraden kaum vorkommen.

kurti
09.11.2017, 23:21
Dafür gibt es im Bleed Kit ja auch den Bleed Block, der bei Montage die Kolben zurückdrückt und die Anleitung, egal welche Sprache, stellt das auch da.

Woher soll ich so einen Block haben? Ich hatte noch nie ein Bike mit Scheibenbremsen. Der Block ist beim Entlüftungs-Kit dabei. Und in der Anleitung geht es in diesem Zusammenhang auch ums Entlüften. Warum sollte ich das tun?
Das Rad ist neu und wurde mir zugeschickt...
Ein FOCUS. Es wurde von einem Fachhändler montiert. So wie es wohl Focus vorschreibt.

avis
09.11.2017, 23:31
Bestreitet ja keiner hier (zumindest habe ich kein einziges Posting gefunden), dass das “reindrücken“ eines neuen Standards und Abschaffung der FB durch die Bikeindustrie, nicht toll ist (sofern das dann auch wirklich so durchgezogen wird).

Was nur unendlich nervt, ist das permanente schlechtreden der Disc, in der Hoffung die oben genannte Thematik damit verhindern oder abschwächen zu können.

Jedes Argument und sei es auch noch so an den Haaren herbeigezogen, wird von den immer gleichen Usern dankend angenommen und breitgetreten. Zuletzt waren wir jetzt beim Ausfall der Disc bei Temperaturen wie sie in unseren Breitengraden kaum vorkommen.

Hast ja Recht, an den Haaren herbeigezogene Argumente nerven.
Nur kommen die imho. von beiden Seiten, in Zuge der Pro-Argumentation wurde doch teilweise auch weiß Gott was zusammen fabuliert.
Daher; mehr Ruhe und Sachlichkeit ;)

Dreamdeep
09.11.2017, 23:40
Ja, da gebe ich dir recht. Im Grunde müsste man einen neuen Thread aufmachen um eine sachliche Diskussion zu ermöglichen, indem man die Themen trennt:
Hier die sachliche Beleuchtung der vor- und Nachteile der Disc.
Im anderen Thread die Einführung der Disc und voraussichtliche auslaufen lassen der FB.

Nur so wäre man auch in der Lage einen Konsens zu finden, den es im Grunde eigentlich schon gibt:
- Disc schwerer und teuerer
- Auslaufen lassen der FB nicht gut

tacoma
10.11.2017, 00:12
Dafür gibt es im Bleed Kit ja auch den Bleed Block, der bei Montage die Kolben zurückdrückt und die Anleitung, egal welche Sprache, stellt das auch da.


Was willst du ihm damit jetzt erklären? Oder hast du dich nur missverständlich ausgedrückt?
Sorry....aber der Bleedblock hat eine andere Funktion!

Der Bleedblock (auch piston spacer genannt) dient nicht zur Mobilisierung (zum Zurückdrücken) der Kolben (pistons)! Das muss man schon mit geeignetem Werkzeu bewerkstelligen. Manche machen das mit einem Schraubenzieher (btw.nicht meine Empfehlung)

Der Bleedblock passt mit genau definiertem Abstand zwischen die Kolben! Er hat die Aufgabe das Ausrücken der Kolben beim Befüllen (bleeding) zu verhindern und die Kolben an der richtigen Stelle zu fixieren damit das System nicht überfüllt wird! ;)

hnieweg
10.11.2017, 01:04
Ich weiß nicht ob ich damit etwas neues/konstruktives beitragen kann aber ich kann's ja trotzdem mal versuchen:

Da ich es einfach ausprobieren wollte (Neugier/Spielkind), habe ich mir im Urlaub für ein paar Touren ein Rad mit Scheibenbremsen (2018er C'dale Synapse) ausgeliehen und im Flachen und im Gebirge bewegt. Im Vergleich zu meinem FB-RR (mit Ultegra 6800 und Alu-LRS) fiel mir keine erhöhte/nennenswerte Seitenwindempfindlichkeit auf, würde sogar sagen dass die Fulcrum Racing Zero an meinem RR etwas zappeliger sind als die Aksium Disc auf dem Synapse.

Das Bremsen im Trockenen ist vergleichbar, Modulation und Hebelkraft finde ich auch bei der Felgenbremse auf Alu schon tadellos (kein Vergleich zu Bekannten mit Exalith-Flanken) und nur bei Nässe stellte sich der erwartete Unterschied ein. Geräusche waren auf meinen Touren kein Thema, gaaanz selten hat die Bremse mal beim moderaten Bremsen etwas gebrummt/gewummert.

Mein persönliches Fazit:

* Halte _ich_ Scheibenbremsen _für mich_ für verzichtbar? Ja
* Kann _ich_ mir ein nächstes RR mit Scheibenbremsen vorstellen: Ja
* Ganz schön schwer, der Hobel (sicher nicht nur durch die SB, sondern auch durch DI2-Ultegra, schwere LR usw..)
* Ganz schön komfortabel aber trotzdem verwindungssteif (auch hier wieder nix SB-spezifisches)
* Die Optik finde ich durch die Integration in den Rahmen ganz ansehnlich/clean

Was ich mir von SB versprechen würde wäre die o.g. Verbesserung der Bremsperformance bei Nässe (hab da schon das eine oder andere Mal mit den FB in den Alpen gelitten) und ggf. auch mehr Reserven auf doofen Abfahrten wo ich mir (als schwerer Fahrer) irgendwann Gedanken um Schlauchplatzer mache, z.B. die steile Abfahrt vom Telégrafo herunter wo _ich_ kaum zum längeren Aufmachen der Bremse komme. Mein Gewicht und die Nassbremsperformance halten mich aktuell auch von Carbon-LR ab, mit SB ginge das wohl eher.

x3m
10.11.2017, 07:15
Die Sorge, dass die Hersteller die Scheibenbremse zu Lasten der Felgenbremse etablieren wollen könnten, kann ich schon nachvollziehen. Mir geht es so mit den elektronischen Schaltungen. Die können noch so toll sein und präzise schalten, ich will aus Prinzip keine. Und ja, ich bin schon Di2 und eTap gefahren, auch die neuesten Modelle (außer R8000). Leider scheinen die Hersteller teilweise dazu überzugehen, ihre Toprahmen nur noch auf elektronische Schaltungen auszurichten. Das mag daran liegen, dass die Pros in der Regel elektronische Schaltungen fahren. Wenn im Peloton also die Scheibenbremse ihren Durchbruch erlebt, dann könnte es sein, dass zukünftig die Felgenbremse aus manchen Modellen verschwindet. Und das finde ich schade, weil ich es immer gut finde, die Wahl zu haben. Allerdings muss dann der Rahmen eben zwei Mal konstruiert und gebaut werden, was Mehrkosten verursacht.

Patrice Clerc
10.11.2017, 07:22
Wenn im Peloton also die Scheibenbremse ihren Durchbruch erlebt, dann könnte es sein, dass zukünftig die Felgenbremse aus manchen Modellen verschwindet. Und das finde ich schade, weil ich es immer gut finde, die Wahl zu haben.

Wenn die Felgenbremsen-Fans noch lange, häufig und teuer genug Felgenbremsen-Top-Renner kaufen, werden die auch nicht verschwinden.

Die Auswahl wird aber gewaltig kleiner werden, aber immer noch sehr gross sein (heute ist der Markt schlicht unüberschaubar). Also auch kein Problem.

Dein Problem wird aber sein, dass du irgend wann so angesehen wirst, wie wenn du heute mit Unterrohrschaltung oder Hakenpedale fahren würdest. Ob dich das stört, weiss ich nicht. Aber wenn die Pros und damit > 95 % des Umfeldes mit Scheibenbremsen fahren, wirst du die auch wollen. War bei jeder Veränderung so in der Vergangenheit ("STIs sind Müll: teurer, anfälliger, viel schwerer und überhaupt: ich bin noch nie abgehängt worden, weil ich nicht schnell genug schalten konnte!"). Anfänglich wird beklagt, später gekauft.

schmadde
10.11.2017, 07:53
Was ich mir von SB versprechen würde wäre [...] ggf. auch mehr Reserven auf doofen Abfahrten wo ich mir (als schwerer Fahrer) irgendwann Gedanken um Schlauchplatzer mache
So manche Vorteile von Scheibenbremsen kann ich nachvollziehen (obwohl sie persönlich für mich keine Relevanz haben) wie z.B. vorhersagbarere Bremsperformance bei Nässe und Glatteis.

Aber bei der Standfestigkeit glaube ich nicht an irgendwelche Vorteile von Scheibenbremsen, schon gar nicht bei den winzigen 140er und 160er Scheibchen die bei Rennrädern zum Einsatz kommen.

Meine eigenen Erfahrungen sprechen dagegen: ich bin auf Radreise schon mit ca. 150kg Gesamtgewicht (Reisegepäck + 2 Kinder im Anhänger) dauerschleifbremsend Strecken runtergefahren, die deutlich steiler sind als der Monte Telegrafo und zwar jeweils mit Felgenbremse und mit Scheibe (2x180mm Scheibe, XT). Da ist die Scheibe genauso ins Schwitzen gekommen wie die Alufelgen. Geplatzt ist nix. Die Standfestigkeit einer RR-Felge dürfte identisch sein, die einer RR-Scheibenbremse mit Micker-Scheiben deutlich schlechter. Schlauchplatzer aufgrund von Überhitzung hatte ich auch noch nie, aber Totalausfall einer hydraulischen Scheibenbremse durch Überhitzung durchaus.

Also Standfestigkeit ist kein Argument, da sehe ich die Felgenbremse vorn.

Mifri
10.11.2017, 08:15
Was willst du ihm damit jetzt erklären? Oder hast du dich nur missverständlich ausgedrückt?
Sorry....aber der Bleedblock hat eine andere Funktion!

Der Bleedblock (auch piston spacer genannt) dient nicht zur Mobilisierung (zum Zurückdrücken) der Kolben (pistons)! Das muss man schon mit geeignetem Werkzeu bewerkstelligen. Manche machen das mit einem Schraubenzieher (btw.nicht meine Empfehlung)

Der Bleedblock passt mit genau definiertem Abstand zwischen die Kolben! Er hat die Aufgabe das Ausrücken der Kolben beim Befüllen (bleeding) zu verhindern und die Kolben an der richtigen Stelle zu fixieren damit das System nicht überfüllt wird! ;)

Ich will damit sagen, dass der Bleed Block bei Sram auch dafür genutzt wird, die Kolben zurück zu drücken, weil dieser eben die entsprechende Form hat. Shimano nun einmal nicht. Ich brauche auch kein spezielles Werkzeug dafür. Bei Shimano habe ich bisher immer einen Reifenheber genutzt. Bei Sram geht es nun eben mit dem Bleed Block.

Das ein solcher Bleed Block dem Rad nicht beilag ist mal wieder typisch „Händler“, denn die Gruppen werden mit solchen kleinen Werkzeugen und sonstigen Kleinkram ausgeliefert, nur gibt der Händler das dan meistens nicht an den Kunden weiter.

Beispiel, Etap HRD Upgrade Kit. Dort ist ein Bleed Block, und Montagemateial zur Anpassung der Leitungslängen dabei, also könnte ich als Kunde auch bei einem Komplettrad erwarten, dass diese Teile dort ebenfalls dabei sind, speziell wenn der Händler z.B. die Leitungslängen nicht verändert hat. Das Problem ist nur, dass der Kunde das meistens nicht weiß, welche Komponenten Ihm vorenthalten werden.

Mifri
10.11.2017, 08:20
So manche Vorteile von Scheibenbremsen kann ich nachvollziehen (obwohl sie persönlich für mich keine Relevanz haben) wie z.B. vorhersagbarere Bremsperformance bei Nässe und Glatteis.

Aber bei der Standfestigkeit glaube ich nicht an irgendwelche Vorteile von Scheibenbremsen, schon gar nicht bei den winzigen 140er und 160er Scheibchen die bei Rennrädern zum Einsatz kommen.

Meine eigenen Erfahrungen sprechen dagegen: ich bin auf Radreise schon mit ca. 150kg Gesamtgewicht (Reisegepäck + 2 Kinder im Anhänger) dauerschleifbremsend Strecken runtergefahren, die deutlich steiler sind als der Monte Telegrafo und zwar jeweils mit Felgenbremse und mit Scheibe (2x180mm Scheibe, XT). Da ist die Scheibe genauso ins Schwitzen gekommen wie die Alufelgen. Geplatzt ist nix. Die Standfestigkeit einer RR-Felge dürfte identisch sein, die einer RR-Scheibenbremse mit Micker-Scheiben deutlich schlechter. Schlauchplatzer aufgrund von Überhitzung hatte ich auch noch nie, aber Totalausfall einer hydraulischen Scheibenbremse durch Überhitzung durchaus.

Also Standfestigkeit ist kein Argument, da sehe ich die Felgenbremse vorn.

Der durchschnittliche Rennradfahrer oder Cyclocrossfahrer fährt auch selten mit einem Systemgewicht von 150kg durch die Gegend. Das ist jetzt mal wieder ein Vergleich einer PKW-Bremsanlage mit einer 40 Tonner LKW-Bremsanlage.

schmadde
10.11.2017, 08:34
Der durchschnittliche Rennradfahrer oder Cyclocrossfahrer fährt auch selten mit einem Systemgewicht von 150kg durch die Gegend. Das ist jetzt mal wieder ein Vergleich einer PKW-Bremsanlage mit einer 40 Tonner LKW-Bremsanlage.
Ich habe das nur erwähnt um zu zeigen, dass Felgenbremsen selbst bei wesentlich höheren Anforderungen kein Problem mit der Standfestigkeit haben. Dass Scheibenbremsen hier besser sind ist eine Illusion. Das hat ja der Tour-Test mit den Ice-Tech Scheiben auch gezeigt.

Jim Bob
10.11.2017, 08:39
Aber bei der Standfestigkeit glaube ich nicht an irgendwelche Vorteile von Scheibenbremsen, schon gar nicht bei den winzigen 140er und 160er Scheibchen die bei Rennrädern zum Einsatz kommen.

Meine eigenen Erfahrungen sprechen dagegen: ich bin auf Radreise schon mit ca. 150kg Gesamtgewicht (Reisegepäck + 2 Kinder im Anhänger) dauerschleifbremsend Strecken runtergefahren, die deutlich steiler sind als der Monte Telegrafo und zwar jeweils mit Felgenbremse und mit Scheibe (2x180mm Scheibe, XT). Da ist die Scheibe genauso ins Schwitzen gekommen wie die Alufelgen. Geplatzt ist nix. Die Standfestigkeit einer RR-Felge dürfte identisch sein, die einer RR-Scheibenbremse mit Micker-Scheiben deutlich schlechter. Schlauchplatzer aufgrund von Überhitzung hatte ich auch noch nie, aber Totalausfall einer hydraulischen Scheibenbremse durch Überhitzung durchaus.

Also Standfestigkeit ist kein Argument, da sehe ich die Felgenbremse vorn.
Ich kenne niemanden, dem die Scheibe überhitzt ist. Nicht mal mir mit Gepäck, 140er Scheibe und 20% Gefälle. Dafür kenne ich mehrere Leute, die einen Schlauchplatzer wegen Überhitzung hatten oder denen ein Zug ausgefranst und gerissen ist.

Wenn das jetzt nicht Beweiskraft hat, weiß ich auch nicht weiter... :rolleyes:

Sigi Sommer
10.11.2017, 08:42
Wenn die Felgenbremsen-Fans noch lange, häufig und teuer genug Felgenbremsen-Top-Renner kaufen, werden die auch nicht verschwinden.

Die Auswahl wird aber gewaltig kleiner werden, aber immer noch sehr gross sein (heute ist der Markt schlicht unüberschaubar). Also auch kein Problem.

Wäre mir auch völlig wurscht, wenn Riesen wie Trek, Speci, Giant, Canyon & Co. Rahmen für FB komplett einstellen. Bleibt mehr für die kleineren Butzen oder gleich Custom :Angel:

Einschneidend wäre eher, wenn auch Kompo-Hersteller zukünftig nur noch Disk Naben bzw. entsprechende LR bauen ...

Jim Bob
10.11.2017, 08:58
Ich habe das nur erwähnt um zu zeigen, dass Felgenbremsen selbst bei wesentlich höheren Anforderungen kein Problem mit der Standfestigkeit haben. Dass Scheibenbremsen hier besser sind ist eine Illusion. Das hat ja der Tour-Test mit den Ice-Tech Scheiben auch gezeigt.
Der Tour-Test hat gezeigt, dass es möglich ist, unter völlig praxisfernen Bedingungen das System Disc zum versagen zu bringen.

Dass es keinen Vergleichstest unter selben Bedingungen mit Felgenbremse gibt, rechtfertigt nicht die Annahme, dass Felgenbremsen nicht ebenfalls ausgefallen wären.

Fluxkompensator
10.11.2017, 09:10
Der Tour-Test hat gezeigt, dass es möglich ist, unter völlig praxisfernen Bedingungen das System Disc zum versagen zu bringen.

Dass es keinen Vergleichstest unter selben Bedingungen mit Felgenbremse gibt, rechtfertigt nicht die Annahme, dass Felgenbremsen nicht ebenfalls ausgefallen wären.
Frag mal bei Katusha nach, wie die Erfahrungen bei der ToC und am Mont du Chat waren... Vielleicht ist das auch Hersteller-abhängig.

neubicolt
10.11.2017, 09:14
Kann zwar nur für Cyclocross sprechen in dem Fall, aber für mich gabs da am Sonntag ein Aha-Erlebnis:

Elite-Rennen im trockenen gestartet mit Canti (Großteil fährt disc)
> keine Nachteile in der Bremsperformance auch in längeren und steilen Abfahrten
Zur Rennmitte starker Regen
> sukzessive drei Plätze an Fahrer verloren die ich eigentlich in Schach hatte

Problem war, dass ich in den langen Abfahrten sehr früh, wenn icht sogar permanent, auf der Bremse stehen musste um das Rad am Ende der Abfahrt im Matsch und Kurve noch einfangen zu können. Dis Disc-Fahrer konnten hier laufen lassen und erst am Ende bremsen. Da gingen jedes Mal etliche Meter verloren. Im trockenen ging es ohne Verluste.

Für mich steht fest, dass ich im Cross wohl auch auf Disc umsteigen werde. Nicht weil ich mit der Canti nicht klarkomme, sondern weil ich dadurch tatsächlich Ergebnisrelevante Einbußen habe. Ich wird mir einfach meine runtergebremsten LRS mit Disc-Naben ausstatten.

Auf der Straße spielt das Thema für mich noch keinerlei Rolle. Man wird sehen wie die ersten Amateur-Teams mit Disc in engen Kriterien bei Nässe performen werden. Ich denke da wird es dann beginnen und langfristig nicht aufzuhalten sein.

schmadde
10.11.2017, 09:18
Der Tour-Test hat gezeigt, dass es möglich ist, unter völlig praxisfernen Bedingungen das System Disc zum versagen zu bringen.

Die Bedingungen waren nicht praxisfern. 90kg Gesamtgewicht incl. Fahrrad, Ausrüstung etc. bekommen ganz viele Rennradfahrer hin. Die Strecke war eine normale Straße, kein Hochgebirgs-Wanderweg.

Was genau war Deiner Meinung nach "praxisfern"?



Dass es keinen Vergleichstest unter selben Bedingungen mit Felgenbremse gibt, rechtfertigt nicht die Annahme, dass Felgenbremsen nicht ebenfalls ausgefallen wären.
Der Test wurde von der Tour genau so auch mit Felgenbremsen durchgeführt, ohne dass es ein Versagen gab. Wieso verbreitest Du Falschinformationen?

schmadde
10.11.2017, 09:20
Kann zwar nur für Cyclocross sprechen in dem Fall,
Ich denke da bestreitet den Nutzen niemand. Ich fahre am Crosser selbst auch Disc.

martinek1977
10.11.2017, 09:30
Ich kenne niemanden, dem die Scheibe überhitzt ist. Nicht mal mir mit Gepäck, 140er Scheibe und 20% Gefälle. Dafür kenne ich mehrere Leute, die einen Schlauchplatzer wegen Überhitzung hatten oder denen ein Zug ausgefranst und gerissen ist.

Wenn das jetzt nicht Beweiskraft hat, weiß ich auch nicht weiter... :rolleyes:

Ich bin an einem preiswerten Fitneßrad eine 140er Scheibe mit mechanischer Tektro gefahren. Da ziehe ich mir jede Felgenbremse vor, selbst eine uralte 600er Shimano ;). Die Platzer treten doch vorwiegend bei Carbon/ Draht auf ? Sicher ist das eine schlechte Kombination, nur frage ich mich, warum man im Gebirge 500 Gramm durch Carbon sparen will, um dann 1 kg durch Scheiben einzubüßen ? Zumal Aero in diesem Terrain auch kaum eine Rolle spielt... .

martinek1977
10.11.2017, 09:32
Kann zwar nur für Cyclocross sprechen in dem Fall, aber für mich gabs da am Sonntag ein Aha-Erlebnis:

Elite-Rennen im trockenen gestartet mit Canti (Großteil fährt disc)
> keine Nachteile in der Bremsperformance auch in längeren und steilen Abfahrten
Zur Rennmitte starker Regen
> sukzessive drei Plätze an Fahrer verloren die ich eigentlich in Schach hatte

Problem war, dass ich in den langen Abfahrten sehr früh, wenn icht sogar permanent, auf der Bremse stehen musste um das Rad am Ende der Abfahrt im Matsch und Kurve noch einfangen zu können. Dis Disc-Fahrer konnten hier laufen lassen und erst am Ende bremsen. Da gingen jedes Mal etliche Meter verloren. Im trockenen ging es ohne Verluste.

Für mich steht fest, dass ich im Cross wohl auch auf Disc umsteigen werde. Nicht weil ich mit der Canti nicht klarkomme, sondern weil ich dadurch tatsächlich Ergebnisrelevante Einbußen habe. Ich wird mir einfach meine runtergebremsten LRS mit Disc-Naben ausstatten.

Auf der Straße spielt das Thema für mich noch keinerlei Rolle. Man wird sehen wie die ersten Amateur-Teams mit Disc in engen Kriterien bei Nässe performen werden. Ich denke da wird es dann beginnen und langfristig nicht aufzuhalten sein.

Hiermit hast du sicher recht.

Jim Bob
10.11.2017, 09:33
Die Bedingungen waren nicht praxisfern. 90kg Gesamtgewicht incl. Fahrrad, Ausrüstung etc. bekommen ganz viele Rennradfahrer hin. Die Strecke war eine normale Straße, kein Hochgebirgs-Wanderweg.

Was genau war Deiner Meinung nach "praxisfern"?


Der Test wurde von der Tour genau so auch mit Felgenbremsen durchgeführt, ohne dass es ein Versagen gab. Wieso verbreitest Du Falschinformationen?
Ich spreche von diesem Test: http://www.tour-magazin.de/raeder/rennraeder/erster-test-die-scheibenbremse-der-neuen-dura-ace/a44865.html

Den entsprechenden Vergleichstest mit Felgenbremse, 100kg und Dauerbremsen nur am Vorderrad, kann ich leider nicht finden.
Für entsprechende Hinweise bin ich offen. :)

bugfix
10.11.2017, 09:35
Beispiel, Etap HRD Upgrade Kit. Dort ist ein Bleed Block, und Montagemateial zur Anpassung der Leitungslängen dabei, also könnte ich als Kunde auch bei einem Komplettrad erwarten, dass diese Teile dort ebenfalls dabei sind, speziell wenn der Händler z.B. die Leitungslängen nicht verändert hat. Das Problem ist nur, dass der Kunde das meistens nicht weiß, welche Komponenten Ihm vorenthalten werden.

Gerade bei der eTap HRD ist das m.E. kein Argument, da die Bleed Blocks im Avid Entlüftungskit (sowohl Pro als auch Standard) enthalten sind. Das ist in keinem Fall standardmäßige Beilage eines eTap Kits, braucht man aber zwangsläufig zum Entlüften.

scheibenbremse
10.11.2017, 09:42
Die Bedingungen waren nicht praxisfern. 90kg Gesamtgewicht incl. Fahrrad, Ausrüstung etc. bekommen ganz viele Rennradfahrer hin. Die Strecke war eine normale Straße, kein Hochgebirgs-Wanderweg.

Schon selber erlebt: In den Pyrenäen völliger Ausfall der Bremse am MTB. War auf einem kleinen Pass mit sehr engen Kehren...also mehrfach: 60km/h....10km/h....60km/h....10km/h...Als hätte ich es geahnt, habe ich eigentlich nur mit vorne gebremst und konnte beim Ausfall noch gerade mit blockierendem HR vor der nächsten Kurve genug Geschwindigkeit rausnehmen...Wäre ich "auf der letzten Rille" unterwegs gewesen, hätte ich Baumbremsen müssen. Mit dem MTB bin ich vorher im bergischen Land auch viel rauf und runter gefahren. Im Wald bremse ich aber selten von >50 auf <10 runter. Entsprechend ist die Belastung da geringer (so wegen quadrat der Geschwindigkeit und so - falls das noch gilt oder nicht von von Möve weggeschwurbelt wurde) und es gibt meist relativ lange Abkühlphasen (hier geht es halt max. 200m hoch und runter).
Ich liebe meine Scheiben am MTB aber am RR will ich keine. Teurer, hässlich, komplizierter. Wird aber kommen: In 10 Jahren wird man als FB-Fahrer angeschaut werden, als hätte man im Auto keinen Gurt an. Und jedes Rose-Rad wird nur noch SB haben...

Is wie bei Apple: Jedes eierphone wird teurer und "fundamental revolutionary great pimp my dick engineered for years best phone ever one last thing fantastic...." :eek:

siuerlänner
10.11.2017, 09:43
Wann kommt denn eigentlich die elektronische kabellose Scheibenbremse? :hmm: :eek:

Abstrampler
10.11.2017, 09:57
Den entsprechenden Vergleichstest mit Felgenbremse, 100kg und Dauerbremsen nur am Vorderrad, kann ich leider nicht finden.


Den gab es beim ersten, ziemlich üblen Durchfallen der RR-Ice-Tech. Keine Schlauchplatzer, alles top bei FB und Alufelgen, die damals getesteten Carbon Clincher versagen aber. Der aktuelle Versuch war der Nachtest der Disc.

Der damalige Thread: http://forum.tour-magazin.de/archive/index.php/t-308838.html

elmar
10.11.2017, 10:05
Ich bin an einem preiswerten Fitneßrad eine 140er Scheibe mit mechanischer Tektro gefahren. Da ziehe ich mir jede Felgenbremse vor, selbst eine uralte 600er Shimano ;). .

Ich bin mal nen neuen Trabant gefahren, da ziehe ich jeden Uraltcorsa vor.

martinek1977
10.11.2017, 10:11
Ich bin mal nen neunen Trabant gefahren, da ziehe ich jeden Uraltcorsa vor.

Der neue Trabi kostet aber mittlerweile ein Vermögen, den Corsa nimmt dir kein Afrikaner mehr ab :D. Ohne Frage, in deinen CX Rennen bringt das was, du schaust da sicher auch nicht auf den Cent ? Wesentlich mehr werden allerdings Klepper um 500 Euro damit gefahren und bestückt, wollt nur erwähnen, dass dies für die Nutzer keinen Segen bringt... . Rennrad ist ja wieder was anderes.

Alpenmonster
10.11.2017, 10:20
Gilt auch für ...


Carbon am Rad
leichte Laufräder
teure Schaltgruppen oberhalb der 105er Klasse
GPS Radcomputer
....


Solltest du Dinge davon an deinem Rad haben, würde ich die Schaufel aus der Hand legen,
bevor die Grube zu tief wird.

Ich finde es gut, wenn sich jemand dafür entscheidet, rational zu leben,
aber dann bitte konsequent und nicht nur, wenn es einem passt.

Nein, tut es nicht.

- Du kannst weiterhin erstklassige Aluminium- und Titanrahmen kaufen (Stahl eigentlich nur noch bei Kleinschmieden). Es ist nur so, dass vom Werkstoff her schon seit ca. 15 Jahren da einfach nicht mehr viel an Evolution (also weniger Gewicht, steifer, komfortabler) drin ist.

- Meines Wissens herrscht überhaupt kein Mangel an schweren bis sackschweren Laufrädern. Wer es braucht kriegt sogar teuer und schwer.

- Teure Schaltgruppen oberhalb der 105er-Klasse? Hättest Du gerne eine billige Ultegra/Chorus/Force/Dura Ace/Record/Red? Ich auch - gab es aber noch nie. Oder beschwerst Du Dich über die Preissteigerung in diesem Segment? Ja, die ist für die jeweiligen Top-Gruppen über die letzten 10 Jahre schon heftig gewesen. Muss man aber nicht mitmachen, es gibt genügend gute Räder mit Ultegra und man findet auch noch was mit 105er im Angebot.

- GPS-Computer? Nicht Dein Ernst... Da ist ja nun wirklich jeder absolut frei, sich so ein Ding zu kaufen oder auch nicht. Wer das möchte, findet bestimmt sogar noch für kleines Geld ein kabelgebundenes Modell oder kann sogar ganz ohne Computer fahren.


Anders sieht es vor allem mit diversen Lagerstandards aus. Das finde ich auch ärgerlich. Aber sonst? Einzig wenn einer ums verrecken noch Unterrohrschalthebel fahren will, dann dürfte die Auswahl an guten Rahmen inzwischen wohl sehr beschränkt sein. Und das ist wahrscheinlich auch der Vergleich, der es noch am besten trifft: Sowol für Unterrohrschalthebel wie auch für Scheibenbremsen/Felgenbremsen braucht es zumindest unterschiedliche Kleinteile am Rahmen, wenn nicht sogar komplett anders konstruierte Rahmen. Das sind Kosten, die von den Herstellern gerne eingespart werden. Und so zwingt man dem Kunden dann eben ein System auf, das er vielleicht gar nicht will. Das war beim Aufkommen des Brems-/Schalthebels weit weniger schlimm, weil die Sockel an den Rahmen noch jahrelang der Normalfall blieben. Die ursprünglichen Bedenken betrafen vor allem Haltbarkeit und Gewicht (letzteres sieht man daran, dass manche Profi-Teams noch bis gegen 2000 zumindest auf Bergetappen links einen normalen Bremshebel montierten und den Umwerfer mit einem Unterrohrhebel bedienten). Und schon nach vielleicht drei Jahren war klar, dass die neue Technik nicht so empfindlich und fehleranfällig war, wie befürchtet. Namhaften Mehraufwand bei der Wartung gab es auch nicht, aber eben eindeutige Vorteile für das Handling. Wer wollte um 2000 herum denn noch ein Rad mit Unterrohrschalthebeln? Das, und da lege ich mich fest, wird bei der Disc ganz anders aussehen, wenn man eine Wahl hat. Darum ist die Industrie ja auch so scharf darauf, es zuerst den Profis und dann möglichst auch dem Markt aufzuzwingen - freiwillig wird es ein großer Teil, vermutlich sogar die Mehrheit, nicht haben wollen.

tacoma
10.11.2017, 10:40
Ich will damit sagen, dass der Bleed Block bei Sram auch dafür genutzt wird, die Kolben zurück zu drücken, weil dieser eben die entsprechende Form hat.

Sorry Mifri……. Leider wieder nicht ganz zutreffend!
Mit dem auf dem von dir verlinkten Bleedblock (in deinem Foto grau/gelb - auf meinem Bild rechts!) wirst du kurtis Problem nicht lösen können. Dazu ist das Teil an der geschlitzten Seite zu breit wenn die Kolben ganz ausgerückt sind!

Das geht aber z.B. mit dem pad spacer/spreader bleed block von avid (auf meinem Bild links)

631230

BTW: Das Foto hab ich extra für dich aufgenommen um z.B. die Vielfalt der Bleedblocks von SRAM zu zeigen. Ich hoffe, du weißt den Service eines noch Non-Disc-Fans am Rennrad zu schätzen! :)

Jim Bob
10.11.2017, 10:47
Den gab es beim ersten, ziemlich üblen Durchfallen der RR-Ice-Tech. Keine Schlauchplatzer, alles top bei FB und Alufelgen, die damals getesteten Carbon Clincher versagen aber. Der aktuelle Versuch war der Nachtest der Disc.

Der damalige Thread: http://forum.tour-magazin.de/archive/index.php/t-308838.html
Danke !

Also ist die Ice-Tec-Scheibe das selbe für Disc, was Carbonfelgen für Felgenbremse: epic fail :eek:
Sagt der Test.


Bzgl. Aluclinchern scheinen die Erkenntnisse lückenhaft zu sein:

Ich habe das Magazin vor mir liegen.
Es wird nur erwähnt, das die Felgenbremse mit Alubremsflanken schadlos den Berg runter kam.
Ein Vergleichstest wurde dort nicht abgedruckt. http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?308838-TOUR-testet-die-Shimano-BR-785-und-sie-f%E4llt-durch&p=4657630#post4657630

Abstrampler
10.11.2017, 11:09
:confused: Was ist an "schadlos" lückenhaft? Die damals getesteten Alu Clincher funktionieren einfach gut und sicher unter den gleichen Bedingungen. Keine versagenden Bremsen, keine Schlauchplatzer, nix. Mehr braucht es nicht zu wissen.

scheibenbremse
10.11.2017, 12:24
Wann kommt denn eigentlich die elektronische kabellose Scheibenbremse? :hmm: :eek:

:eek::applaus:

Ich warte auf ne Meldung am Display "updating System...please wait" vor dem losfahren

:applaus::applaus::applaus::applaus::applaus::appl aus::applaus::applaus:

Ich hab echt nix gegen Elektronik (hab jahrelang ECUs fürn PKW entwickelt) aber am Rad: Nee, bitte nicht.

schmadde
10.11.2017, 12:34
Ich spreche von diesem Test: http://www.tour-magazin.de/raeder/rennraeder/erster-test-die-scheibenbremse-der-neuen-dura-ace/a44865.html

Den entsprechenden Vergleichstest mit Felgenbremse, 100kg und Dauerbremsen nur am Vorderrad, kann ich leider nicht finden.
Für entsprechende Hinweise bin ich offen. :)

Den Vergleichstest gabs im vorherigen Test auf gleicher Strecke, der von Jens Klötzer durchgeführt wurde. Auf den habe ich mich bezogen.

supa66
10.11.2017, 13:10
ich hatte mich vor 2 Wochen mit dem Werkstattchef des Verleihers free motion auf GC unterhalten.
Er hoffte inständig, dass die Zusage von Shimano bezgl. massiver Qualitätssteigerung der 2018er Disc auch zutreffen werden. Er meinte, die 2017er wären ewig am quietschen. Teilweise wären die Dinger wellig nach nur 90km Fahrten zurückgekommen. Ich mag nicht beurteilen, in wie weit da auch Anwenderfehlverhalten reinspielt. Hörte sich aber nicht so überzeugend an. Sram gefielen ihm viel besser, allerdings sind die Shimano Partner und somit kommt eher Shimano an die Mietgurke.
Cannondale hat denen wohl auch gesagt, sobald die UCI auf dies Teufelszeuch umschwenkt, wird sich das entsprechend im Fuhrpark widerspiegeln.
Muss ich beizeiten Bremsgummis bunkern :D

Jim Bob
10.11.2017, 13:22
Den Vergleichstest gabs im vorherigen Test auf gleicher Strecke, der von Jens Klötzer durchgeführt wurde. Auf den habe ich mich bezogen.
Ja, danke, den hat Abstrampler bereits verlinkt. Der Test ist vom Juni 2014 und es gibt eine 2017er Neuauflage. Auf diese Neuauflage habe ich mich bezogen: Dauerbremsen nur am Vorderrad mit 100kg Systemgewicht erzeugt Fading.
In meiner Welt ist das praxisfremd, da ich intuitiv an beiden Bremshebeln ziehe. Falls nun kommt, dass Discbremsen idiotensicher für Fehlbedienung ausgelegt sein müssen: das betrifft dann auch die Kombination Felgenbremse+Carbonfelge bzw. Alufelge.

Aktualisierte Aussagen zum Komplettversagen von Carbonclinchern habe ich nicht entdeckt, insofern gehe ich davon aus, dass es dazu keine Neuigkeiten gibt.

Ebensowenig findet sich ein Video vom Test mit Aluclinchern, auf das ich bei ansonsten identischen Bedingungen wirklich neugierig wäre.

Abstrampler
10.11.2017, 15:13
Die Diskussionen gab es schon in den jeweiligen Threads zu den Tests.
Das erneute Anzweifeln ändert auch nichts an den Fakten. ;)

tobsn
10.11.2017, 16:46
Die Diskussionen gab es schon in den jeweiligen Threads zu den Tests.
Das erneute Anzweifeln ändert auch nichts an den Fakten. ;)
Dass diese Test keinen Erkenntnisgewinn liefern.
Ja, darauf können wir uns einigen.

Abstrampler
10.11.2017, 18:01
Ja, Realität ist Ansichtssache. Heutzutage mehr denn je. ;)

Mifri
10.11.2017, 21:31
Gerade bei der eTap HRD ist das m.E. kein Argument, da die Bleed Blocks im Avid Entlüftungskit (sowohl Pro als auch Standard) enthalten sind. Das ist in keinem Fall standardmäßige Beilage eines eTap Kits, braucht man aber zwangsläufig zum Entlüften.

Dann ist der Bleed Block in allen meiner 3 Etap HRD Upgrade Kits wohl aus versehen dort hineingefallen, denn inkl. dem Avid/Sram Bleed Kit habe ich 4 davon hier liegen. Sowas aber auch.

kaeptnepo
10.11.2017, 22:51
Dass diese Test keinen Erkenntnisgewinn liefern.
Ja, darauf können wir uns einigen.

wenn die Medien nicht das eigene Weltbild untermauern, müssen es Fakenews sein ;)

Blechroller67
11.11.2017, 01:38
Also...

Ich hatte schon mal die Tendenz, mir einen Disc-Renner zu kaufen. Aber:

Bei meinem Gravel-Monster geht es mir gehörig auf die Nerven, jedes Laufrad so anzupassen, dass ein Wechsel der Laufradsätze ohne erneutes Zentrieren möglich ist. Das Rumpopeln mit Distanzscheiben nervt. Ich habe Zweifel, dass Laufrad- oder Rahmenbauern es hin bekommen, mit so engen Toleranzen zu arbeiten, dass man ohne das Rumpopeln mit Distanzscheiben auskommt.

Bei meinem Pendelrad schreien die Disc und die Bremsleistung ist deutlich (!) schlechter, als mit Felgenbremsen. Da muss ich noch zum Xten Mal bei.

Davon unabhängig: Entlüften nervt!

Mir fehlt rein garnix bei der Bremsleistung meiner Rennräder mit Felgenbremse; auch nicht bei den Carbonfelgen bei Nässe. Die 2 Umdrehungen zum Trockenbremsen hat man schnell im Schädel.

Bremsen ist eh die die Vernichtung mühsam erstrampelter Energie.

Für mich überwiegen die Nachteile von SB beim Rennrad (und nur dort) und ich gehe nicht davon aus, dass sich die Scheibe am Rennrad wirklich so weit durchsetzen wird, dass es keine Räder mit Felgenbremsen mehr geben wird.
Wahrscheinlich werden die Rahmen dual gebaut. Eine unauffällige SB-Befestigung, aber weiter das Loch an der Gabelbrücke. Nur werden die Rahmen dann wieder etwas schwerer werden. Gibt Schlimmeres.

Rs6racer
11.11.2017, 02:48
letzteres fände ich sehr interessant.

Ich habe keine bedenken dass die Scheibe in ein paar Jahren ausgereift ist. Wenn ich mir jetzt einen Rahmen kaufen könnte, der zwar Disc-tauglich wäre aber auch die beiden löcher für Felgenbremse besäße, wäre das fantastisch. Ebenso Elektro und mechanisch. Dann könnte man irgendwann doch umbauen und ist nicht so festgelegt... und die 100gramm an rahmen und gabel wären mir relativ egal...

Ziggi Piff Paff
11.11.2017, 07:04
....
Ist doch gut so, dass jeder das nehmen kann, was ihm besser behagt und womit er glücklich und zufrieden ist!
... [/SIZE]

also hab noch nicht alles gelesen.

Aber blitzgescheit wie ich nun mal bin ist mir folgendes eingefallen:

Man könnte doch einfach beide Systeme ans Rad schrauben. So hätte man die Vor und Nachteile beider Systeme immer dabei und könnte von Fall zu Fall entscheiden mit welchem System gebremst wird.

Geniale Idee oder?

Jim Bob
11.11.2017, 07:16
Bei meinem Pendelrad schreien die Disc und die Bremsleistung ist deutlich (!) schlechter, als mit Felgenbremsen. Da muss ich noch zum Xten Mal bei.

Davon unabhängig: Entlüften nervt!
Klingt so, als wären die Beläge nicht richtig eingebremst.

Was ihr immer mit eurer Entlüfterei habt... ich fahre ca. seit 8 Jahren Shimano-Disc an 2 Rädern und hab noch nie entlüftet. :confused:

seankelly
11.11.2017, 07:23
also hab noch nicht alles gelesen.

Aber blitzgescheit wie ich nun mal bin ist mir folgendes eingefallen:

Man könnte doch einfach beide Systeme ans Rad schrauben. So hätte man die Vor und Nachteile beider Systeme immer dabei und könnte von Fall zu Fall entscheiden mit welchem System gebremst wird.

Geniale Idee oder?

Total genial :rolleyes:

JJ.
11.11.2017, 07:52
letzteres fände ich sehr interessant.

Wenn ich mir jetzt einen Rahmen kaufen könnte, der zwar Disc-tauglich wäre aber auch die beiden löcher für Felgenbremse besäße, wäre das fantastisch. Ebenso Elektro und mechanisch. Dann könnte man irgendwann doch umbauen und ist nicht so festgelegt... und die 100gramm an rahmen und gabel wären mir relativ egal...


... gibts schon.... mir fällt im Moment nur nicht der Hersteller ein.....


... das wird mich jetzt den Tag über beschäftigen...:hmm:

marvin
11.11.2017, 07:53
...Ich habe keine bedenken dass die Scheibe in ein paar Jahren ausgereift ist...
Scheibenbremsen sind seit vielen Jahren am MTB etabliert.
Es ist nicht zu erwarten, dass die Einführung der Disc am Rennrad grundlegend neue Impulse in Sachen technischer Ausreifung mit sich bringen wird.
Es ist ja nicht so, dass Scheibenbremsen am MTB in irgendeiner Weise schlecht funktionieren würden.
Die im Rennrad-Umfeld als negativ auffallenden Nachteile der Disc sind vielmehr systemimmanent und auch mit fortschreitender Entwicklung nicht abstellbar.

Eine schleifende Disc, weil die Scheibe minimal verzogen ist oder weil ein bisschen Dreck im Bremssattel hängt, ist am MTB die Regel. Das toleriert man dort aber viel eher, weil die restlichen Fahrgeräusche das unhörbar machen.
Aerodynamik hat am MTB noch nie eine Rolle gespielt, Gewicht bestenfalls eine untergeordnete.

Leichter Lauf, gute Aerodynamik, geringes Gewicht, absolute Stille... das macht Rennradfahren aus.
In all diesen Punkten liegt die Disc gegenüber der Felgenbremse hinten - und das wird sich auch nicht durch technologischen Fortschrit ändern.

tobsn
11.11.2017, 08:02
wenn die Medien nicht das eigene Weltbild untermauern, müssen es Fakenews sein ;)
Du gehst da wohl von dir aus.
Den ich habe nicht gesagt dass der Beitrag der Tour fake oder falsch ist, nur dass man ihn als das nehmen soll was er ist, eine Erfahrung. Und eben kein richtiger Test der belastbare und reproduzierbare Erkenntnisse liefert. Da ist jede Erfahrung von einem User hier genau so viel wert und stichhaltig.
Beim Tour Test von Fakten zu sprechen ... Ja, sie haben das Handy zerbrochen. Super.

Du wolltest mir noch sagen auf wie viele Wochen, Monaten, Jahren... sich deine Erfahrungen mit Scheibe beziehen.

tobsn
11.11.2017, 08:10
...
Leichter Lauf, gute Aerodynamik, geringes Gewicht, absolute Stille... das macht Rennradfahrenaus...
Das macht es vielleicht für dich aus und das ist gut.
Mir ist Gewicht und Aero egal.
Und so hat jeder andere Präferenzen.
Fahr doch weiter FB und hör auf rumzuheulen.

seankelly
11.11.2017, 08:16
... gibts schon.... mir fällt im Moment nur nicht der Hersteller ein.....


... das wird mich jetzt den Tag über beschäftigen...:hmm:


Rahmen für Disc und FB? Wozu soll das gut sein? Wie oft baut man sein Bremssystem dann um?

Das gabs mal bei MTBs, als hauptsächlich Disc-Rahmen gefertigt wurden aber an Billig-MTBs Felgenbremsen montiert wurden. Der Sinn war aber nicht, dem Käufer das Hin-und Her-Wechseln zwischen den Systemen zu ermöglichen.

marvin
11.11.2017, 08:33
...Fahr doch weiter FB und hör auf rumzuheulen.
Sorry, auch wenn es Dich nervt. Ich werde auch weiterhin rumheulen.

Mit der Einführung von Scheibenbremsen am Rennrad wird eine Grundidee vom Rennradfahren zu Grabe getragen, die seit Jahrzehnten Bestand hatte.
Das ist allemal ein Grund zum Rumheulen.

Das hat auch was mit Tradition zu tun.
Wer erst seit ein paar Jahren auf dem Rennrad sitzt, muss das nicht zwangsläufig kapieren.

seankelly
11.11.2017, 08:39
Mit der Einführung von Scheibenbremsen am Rennrad wird eine Grundidee vom Rennradfahren zu Grabe getragen, die seit Jahrzehnten Bestand hatte.

Welche denn?

marvin
11.11.2017, 08:42
Welche denn?
...schrob ich drei Posts weiter oben.

seankelly
11.11.2017, 08:45
...schrob ich drei Posts weiter oben.

Das sind ja nur Behauptungen von dir. Leichter Lauf, gute Aerodynamik, Stille, geringes Gewicht ..... das gibts alles auch mit Disc. Insofern widerspricht die Disc nicht der "Grundidee des Rennrads" - wenn das denn eine sein sollte.

Abstrampler
11.11.2017, 08:50
Das macht es vielleicht für dich aus und das ist gut.
Mir ist Gewicht und Aero egal.
Und so hat jeder andere Präferenzen.
Fahr doch weiter FB und hör auf rumzuheulen.

Du solltest Dir dringend einen anderen Duktus zulegen.

Patrice Clerc
11.11.2017, 08:51
Leichter Lauf, gute Aerodynamik, geringes Gewicht, absolute Stille... das macht Rennradfahren aus.
In all diesen Punkten liegt die Disc gegenüber der Felgenbremse hinten - und das wird sich auch nicht durch technologischen Fortschrit ändern.

Alle meine mittlerweile drei Räder mit Scheibenbremsen haben:
- Leichten Lauf
- Gute Aerodynamik (jedenfalls, was die Scheibenbremen betreffen, siehe Tour-Test)
- Leichtes Gewicht, jedenfalls absolut und im Kontext betrachtet

Ich oute mich mal, da ich damit hier ja ein Exot zu sein scheine:
Rennradfahren ist für mich ein Sport. Das Sportgerät hat gut und unauffällig mit möglichst wenig Wartung (=mit möglichst wenigen Pannen unterwegs) zu funktionieren. Die Scheiben-gebremsten Geräte erfüllen gerade dies in ausgezeichneter Weise.

seankelly
11.11.2017, 09:01
Mit der Einführung von Scheibenbremsen am Rennrad wird eine Grundidee vom Rennradfahren zu Grabe getragen, die seit Jahrzehnten Bestand hatte.

Demnach wäre aber ein aktueller Disc-Renner näher an der "Grundidee" des Rennrads (leicht, aerodynamisch .....) als ein Stahlross aus den 70ern.

kaeptnepo
11.11.2017, 09:02
ein anderer Nachteil von Disc ist übrigens auch dass man bei Transport noch mehr aufpassen muss. Die Scheibe ist ja schnell mal etwas verbogen. Dazu kommt die Transportsicherung im Bremssattel

Patrice Clerc
11.11.2017, 09:06
ein anderer Nachteil von Disc ist übrigens auch dass man bei Transport noch mehr aufpassen muss. Die Scheibe ist ja schnell mal etwas verbogen. Dazu kommt die Transportsicherung im Bremssattel

Ja. Für Leute, die nicht mal zwei linke Hände haben, sind Rennräder mit hydraulischen Leitungen ein No-go. Der Rest beachtet einfach ein, zwei Sachen und hat damit Spass.

kaeptnepo
11.11.2017, 09:11
Gehen tut alles, aber ob man Bock drauf hat ...

Mifri
11.11.2017, 09:12
ein anderer Nachteil von Disc ist übrigens auch dass man bei Transport noch mehr aufpassen muss. Die Scheibe ist ja schnell mal etwas verbogen. Dazu kommt die Transportsicherung im Bremssattel

Ist klar. Nur gut, dass ich gerade wieder zum CX-Rennen fahre und beide Räder im Kombi übereinander liegen, durch Wolldecke getrennt. So transportieren wir auch unsere Disc-RR. Was soll dort verbiegen und welche transportsicherung bitte. Einzig die Etap Akkus werden entfernt und fertig.

Bei RR Felge hatten wir hingegen eher, dass sich die Bremssättel bei, nenne ich mal Single-Mount ständig leicht verstellt hatten.

Also, Transport ist kein Argument gegen die Disc.

seankelly
11.11.2017, 09:17
und welche transportsicherung bitte.

Das Sicherungsplättchen für hydraulische Discs ;)

Jim Bob
11.11.2017, 09:44
absolute Stille... das macht Rennradfahren ausAlso fahren Rennradfahrer kein Sram, wegen des Kettenrasselns. Von Felgenbremsen und deren Gequietsche bei Nebel ganz zu schweigen.

PS: Felgenbremsen bei Nebel: https://youtu.be/mEBqyqtm5Zk?t=15m43s :D

cadoham
11.11.2017, 09:55
Gehen tut alles, aber ob man Bock drauf hat ...

Heb dir das Geheule doch bitte für den Moment auf, wenn es wirklich keine Felgenbremse mehr zu kaufen gibt.
In den nächsten Jahren wird dies nicht der Fall sein und das ganze Theater und Getue wirkt daher etwas albern.



Bei meinem Pendelrad schreien die Disc und die Bremsleistung ist deutlich (!) schlechter, als mit Felgenbremsen. Da muss ich noch zum Xten Mal bei.

Dann würde ich mal hinterfragen, ob du alles richtig machst und eventuell zu einer Fachwerkstatt gehen. :krabben:

Die Hauptursache für schlechte Bremsleistung und Quietschen, sind verunreinigte Beläge / Scheiben, durch Fette oder Öle,
womit der Reibwert zwischen Belag und Scheibe reduziert und Resonanzen erhöht werden.

Ich habe mittlerweile 10 verschiedene Räder mit hydrl. Scheibenbremsen aufgebaut,
wobei es durch diverse Umbauten immer wieder dazu kam, das ich die Bremse am selben Rahmen öfter
neu montiert habe.
Obwohl ich sehr penibel bin, hat meistens 1x Entlüften ausgereicht, um einen zufriedenstellenden Druckpunkt zu erzielen.
Nur in wenigen Fällen habe ich das bei der hinteren Bremse wiederholt, weil es mir noch nicht gepasst hat.

An meinem Pendlerrad quietscht die Disc nicht mal bei Nässe, wobei mich das auch selbst etwas überrascht. :D
Es reicht 1 Finger, um mit der Vorderradbremse das Hinterrad anzulupfen.

Abstrampler
11.11.2017, 10:02
Heb dir das Geheule doch bitte für den Moment auf,
..

Könntet ihr jetzt endlich auf solche unnötigen Provokationen verzichten?
Was ist denn eigentlich los mit euch, dass ihr glaubt, das sei normaler Umgangston?

tobsn
11.11.2017, 10:07
ein anderer Nachteil von Disc ist übrigens auch dass man bei Transport noch mehr aufpassen muss. Die Scheibe ist ja schnell mal etwas verbogen. Dazu kommt die Transportsicherung im Bremssattel

Und Dir ist dabei persönlich schon folgendes passiert?

Aber generell hast Du recht.
Ja, man muss beim Transport aufpassen.
Hatte schon Erlebnisse mit Leuten die die Disc für Flugreisen nicht demontiert hatten und die Urlaubswoche mit verbogenen Scheiben fahren mussten.

tobsn
11.11.2017, 10:15
....

Mit der Einführung von Scheibenbremsen am Rennrad wird eine Grundidee vom Rennradfahren zu Grabe getragen, die seit Jahrzehnten Bestand hatte.
Das ist allemal ein Grund zum Rumheulen...

Nein, da ist nicht die Scheibenbremse schuld.
Aber Du hast recht, während hier immer mehr Leute Rennrad fahren, gibt es immer weniger Rennradler. ;)
Und das hat die Industrie auch mitbekommen.

tobsn
11.11.2017, 10:29
Du solltest Dir dringend einen anderen Duktus zulegen.

Schreib doch "Wortwahl" oder "Ausdrucksweise", dann verstehst Du es auch.

So ich geh jetzt fahren, trotz Regen, aber dank Scheibenbremse mit geschlossenen Schutzblechen und 32mm Reifen.
Eindeutig ein Pro für die Scheibe.

cadoham
11.11.2017, 11:09
:Applaus:



@Abstrampler
Manchmal muss man Dinge einfach mal platt beim Wort nennen.

tacoma
11.11.2017, 11:30
Alle meine mittlerweile drei Räder mit Scheibenbremsen haben:
- Leichten Lauf
- Gute Aerodynamik (jedenfalls, was die Scheibenbremen betreffen, siehe Tour-Test)
- Leichtes Gewicht, jedenfalls absolut und im Kontext betrachtet

Ich oute mich mal, da ich damit hier ja ein Exot zu sein scheine:
Rennradfahren ist für mich ein Sport. Das Sportgerät hat gut und unauffällig mit möglichst wenig Wartung[ (=mit möglichst wenigen Pannen unterwegs) zu funktionieren. Die Scheiben-gebremsten Geräte erfüllen gerade dies in ausgezeichneter Weise.

Davon darfst du ausgehen! :)
Exotisch wäre deine Betrachtung besonders dann, wenn du deine Aussagen auf das Disc-Rennrad als auf ein für den Wettkampf konzipiertes Sportgerät beziehen solltest!

Im Road-Radrennsport-Alltag ist ein Disc-Rad alles andere als wartungsarm.

Was im Hobbfahrer-Alltag zutreffend ist gewinnt z.B. bezogen auf den Profi-Rennradsport eine ganz andere Perspektive! Die Wartung eines Profi-Rennrades ist im Berufsradsport eine tägliche Aufgabe.

Ein Profirad wird bei Rundfahrten täglich gereinigt, kontrolliert und auf die Erfordernisse der kommenden Etappe angepasst!
Die Sicht-Kontrolle der Funktion der Scheibenbremsen (Schleiffreiheit, Verzug der Rotoren, Beschädigungen an Bremssätteln, und Leitungsleckagen, etc.) beinhaltet gerade bei gestürzten Fahrern auch das routinemäßige Bleeden/Entlüften der Bremsanlage.
Auch die Codierung und die Abstimmung der Ersatzlaufräder für das Rad des jeweiligen Fahrers ist mit zusätzlichen Aufwand verbunden.
Merke: So wie nicht jeder Arsch auf jeden Sattel passt - passt trotz Steckachsen nicht jedes Disc-Laufrad zwingend zum Rahmen des Disc-Rades.
Auch wenn erst Ende 2018 Entscheidungen der UCI zu erwarten sind welche Rotoren-Größen verwendet werden dürfen – so dürfte das auf eine Zulassung von entweder 140mm oder 160mm Scheibengröße u.U. auch von beiden Scheibengrößen hinauslaufen.
Der schlechte Abfahrer wählt dann eher vorn die größere Scheibe – der exzellente Abfahrer sicher 140mm. Ergo können beide nie ihr Vorderrad tauschen!
Deshalb braucht’s eine Codierung und Abstimmung der Laufräder im Team!
Der Umstieg auf ein Ersatzrad bleibt wegen der durch das Reglement begrenzten Anzahl der Mannschaftsfahrzeuge den Spitzenfahrern bzw. denen vorbehalten, die mit speziellen Aufgaben betraut sind!
Pech auch für den Mecanico wenn ein Fahrer in der Hektik des Laufradwechsels versehentlich am Bremshebel zieht – aber das könnte man ja trainieren!
Die zusätzlichen Arbeiten, die mit einer routinemäßigen täglichen Wartung der Disc-Räder verbunden sind, erfordern ggf. auch eine Ausweitung des Servicepersonals - was von kleineren Teams schwerer zu stemmen ist als von einem Pro-Tour-Team.

Aber jetzt glaub ich, bin ich wieder in den Nachbarthread abgedriftet….Sorry for that!

Alpenmonster
11.11.2017, 12:26
Schreib doch "Wortwahl" oder "Ausdrucksweise", dann verstehst Du es auch.

So ich geh jetzt fahren, trotz Regen, aber dank Scheibenbremse mit geschlossenen Schutzblechen und 32mm Reifen.
Eindeutig ein Pro für die Scheibe.

Nimm doch gleich ein MTB. Bevor ich wusste, dass Felgenbremsen im Regen lebensgefährlich, mindestens aber unfahrbar sind, ging es damit eigentlich erstaunlich gut.

Zum Rest: Außer beleidigend werden kannst du wohl nicht viel. Peinlich.

Abstrampler
11.11.2017, 15:46
Schreib doch "Wortwahl" oder "Ausdrucksweise", dann verstehst Du es auch.

Musstest erst googeln? Sorry.



@Abstrampler
Manchmal muss man Dinge einfach mal platt beim Wort nennen.

Nein. Zumal es unpassend war und ihr dadurch unnötigerweise erneut Eskalationsmöglichkeiten schafft. Das Forum ist nicht die Kommentarspalte von Bild.de.
Wer hier nicht in der Lage ist, sich angemessen auszudrücken, darf auch gerne die Finger von der Tastatur lassen. ;)

RS1325
11.11.2017, 16:25
Davon darfst du ausgehen! :)
Im Road-Radrennsport-Alltag ist ein Disc-Rad alles andere als wartungsarm. Die Wartung eines Profi-Rennrades ist im Berufsradsport eine tägliche Aufgabe. Ein Profirad wird bei Rundfahrten täglich gereinigt, kontrolliert und auf die Erfordernisse der kommenden Etappe angepasst.....

Stimmt, gut beschrieben ! Dazu kommen noch abgesperrte Strassen. In der Summe spricht nichts für die Scheibe im Profiradsport. Da muss man halt klar differenzieren, auch wenn das von den Herstellern bestimmt nicht gewollt ist.

elmar
11.11.2017, 19:06
Was im Hobbfahrer-Alltag zutreffend ist gewinnt z.B. bezogen auf den Profi-Rennradsport eine ganz andere Perspektive! Die Wartung eines Profi-Rennrades ist im Berufsradsport eine tägliche Aufgabe.Sorry for that!

........und wird im Cx Sport seit Jahren erfolgreich ................

RS1325
11.11.2017, 20:15
Das Problem im Pro Radsport bleibt einfach der Laufradwechsel. Solange da keine einfache und für alle praktikable Lösung gefunden wird, solange wird sich die Scheibe dort nicht durchsetzen. Selbstzentrierende Bremssättel z.B. wären eine Lösung.

Mifri
11.11.2017, 20:59
Das Problem im Pro Radsport bleibt einfach der Laufradwechsel. Solange da keine einfache und für alle praktikable Lösung gefunden wird, solange wird sich die Scheibe dort nicht durchsetzen. Selbstzentrierende Bremssättel z.B. wären eine Lösung.


Und wo ist das Problem? Wenn ich bei uns die LRS vom einen zu anderen Disc RR wechsel, schleift dort nichts. Übrigens helfen da praktische Erfahrungen und nicht, da vermute ich mal etwas oder ich habe da mal was gehört.

Abstrampler
11.11.2017, 21:14
Och, bitte nicht schon wieder.
Haben wir doch im Peloton-Thread bis zum Abwinken durchgesprochen.
Inklusive Statements von sportlichen Leitern.
Und die wissen es wirklich besser.

Fluxkompensator
11.11.2017, 21:30
Und wo ist das Problem? Wenn ich bei uns die LRS vom einen zu anderen Disc RR wechsel, schleift dort nichts. Übrigens helfen da praktische Erfahrungen und nicht, da vermute ich mal etwas oder ich habe da mal was gehört.
Campa an Ridley klingelt nicht, Shimano an Giant klingelt nicht. SRAM an Canyon klingelt immer, der Fahrer wird wahnsinnig und trainiert nur auf Canti.

Mifri
11.11.2017, 22:22
Hoffentlich klingel es nicht in euren Köpfen. Ich freue mich schon auf die dummen Gesichter, wenn die Pros 2020 oder so alle auf Disc unterwegs sind. Hätten die man auf das tolle Forum hier gehört, denn hier sitzen die wahren Experten.

Abstrampler
11.11.2017, 22:32
Wenn die bekannten Hindernisse bis dahin ausgeräumt sind, wird sie auch gefahren werden können.
Wenn nicht, nicht.
Aber wenn Du meinst, es besser zu wissen als die Verantwortlichen der Pro-Teams, solltest Du Dich dringend bei denen melden.
Die suchen bestimmt ganz dringend Hobbetten aus Internetforen, die ihnen erkären, wie sie ihren Job am besten zu erledigen haben. :D

tacoma
11.11.2017, 22:51
Also Mifri … so wie du die Scheibenbremsen verteidigst und unkritisch hochlobst, und wie so einige hier nie ein Haar in der Disc-Suppe findest, ehrlich, das nötigt mir den allergrößten Respekt ab!

Doch lässt sich nicht, bei kritischer Auseinandersetzung, in jeder technischen Lösung eine Schwachstelle finden?
Das ist weder verwerflich noch bedeutet es, dass Discs am Rennrad in Bausch und Bogen zu verdammen sind!

Nur langsam wird die ganze Diskussion unnütz.
- Die Alltagstauglichkeit der Disc am Rennrad ist längst bewiesen!
- Die Tauglichkeit der Disc bei Crossrennen zieht kaum wer in Zweifel!
- Kein Gravelbike kommt ohne Disc aus!

Aber:
Die Tauglichkeit der Disc besonders für den Profisport steht, zweifelsfrei, eben noch nicht fest!

Da ist ein Argument, wie z.B. die bessere Aerodynamic der Disc für ein Zeitfahren relevant aber in anderen Rennsituationen nicht immer ausschlaggebend, weil taktische Überlegungen oder die Topografie eine Renngestaltung bestimmen
Selbst wenn es so wäre … die Bremsenintegration an einem TREK Madone 9.9 ist eine Augenweide und aerodynamisch einem Disc-Rad ebenbürtig.
Besseres Nassbremsverhalten wird relativiert durch die Haftfähigkeit der unterschiedlichen Mischungen der Lauffläche bei den Produkten der Reifenhersteller.
Deshalb sind zwar Disc-Tests wie z.B. in der TOUR nützlich für Jedermänner aber nicht immer relevant für den Profi-Radsport wo andere Setups und Rennalltagssituationen zu handeln sind.

Und was die Zukunft der Felgenbremse betrifft:
Selbst wenn jeder Disc fährt wird die FB nicht aussterben - solange die Profis sie fahren und mehrheitlich dafür sind! :D
Und Lebensmüde sind die bestimmt nicht! Auch kenn ich keinen, der nicht wenigstens ein Disc-Rad in seinem Fuhrpark hat!

Man mag die Profis als Fortschrittskiller beschimpfen! Meinen Respekt aber haben sie!

kleinerblaumann
11.11.2017, 23:10
Ich habe neulich eine Rival hydro disc demontiert, die nun längere Zeit (ca. 6 Monate) nicht bewegt wurde. Da wäre auf jeden Fall ein Entlüften notwendig gewesen. Ich habe die Bremszange kaum von der Scheibe bekommen. Bei Shimano ist mir das noch nie passiert, bei Sram schon häufiger (bei mir und Kollegen). Ich vermutlich es liegt am DOT. Vielleicht ist das ja ein bedenkenswerter Aspekt für Leute, die sich ein disc-Winterrad kaufen wollen.

Flashy
11.11.2017, 23:22
Also Mifri … so wie du die Scheibenbremsen verteidigst und unkritisch hochlobst, und wie so einige hier nie ein Haar in der Disc-Suppe findest, ehrlich, das nötigt mir den allergrößten Respekt ab!

Doch lässt sich nicht, bei kritischer Auseinandersetzung, in jeder technischen Lösung eine Schwachstelle finden?
Das ist weder verwerflich noch bedeutet es, dass Discs am Rennrad in Bausch und Bogen zu verdammen sind!

Nur langsam wird die ganze Diskussion unnütz.
- Die Alltagstauglichkeit der Disc am Rennrad ist längst bewiesen!
- Die Tauglichkeit der Disc bei Crossrennen zieht kaum wer in Zweifel!
- Kein Gravelbike kommt ohne Disc aus!

Aber:
Die Tauglichkeit der Disc besonders für den Profisport steht, zweifelsfrei, eben noch nicht fest!

Da ist ein Argument, wie z.B. die bessere Aerodynamic der Disc für ein Zeitfahren relevant aber in anderen Rennsituationen nicht immer ausschlaggebend, weil taktische Überlegungen oder die Topografie eine Renngestaltung bestimmen
Selbst wenn es so wäre … die Bremsenintegration an einem TREK Madone 9.9 ist eine Augenweide und aerodynamisch einem Disc-Rad ebenbürtig.
Besseres Nassbremsverhalten wird relativiert durch die Haftfähigkeit der unterschiedlichen Mischungen der Lauffläche bei den Produkten der Reifenhersteller.
Deshalb sind zwar Disc-Tests wie z.B. in der TOUR nützlich für Jedermänner aber nicht immer relevant für den Profi-Radsport wo andere Setups und Rennalltagssituationen zu handeln sind.

Und was die Zukunft der Felgenbremse betrifft:
Selbst wenn jeder Disc fährt wird die FB nicht aussterben - solange die Profis sie fahren und mehrheitlich dafür sind! :D
Und Lebensmüde sind die bestimmt nicht! Auch kenn ich keinen, der nicht wenigstens ein Disc-Rad in seinem Fuhrpark hat!

Man mag die Profis als Fortschrittskiller beschimpfen! Meinen Respekt aber haben sie!

+1 :goodpost:

avis
11.11.2017, 23:47
Wobei bislang selbst die größten Enthusiasten bestenfalls von gleich guter Aerodynamik gesprochen haben, die meisten Messungen zeigten schlechtere.
Besser eigentlich noch nie.

cadoham
12.11.2017, 00:17
Wobei bislang selbst die größten Enthusiasten bestenfalls von gleich guter Aerodynamik gesprochen haben, die meisten Messungen zeigten schlechtere.
Besser eigentlich noch nie.

War auch nie das Ziel der Disc.

Erst wird die schlechtere Aerodynamik kritisiert und nun ist selbst eine vergleichbare Aerodynamik nicht genug. :krabben:

SST
12.11.2017, 00:33
Wobei bislang selbst die größten Enthusiasten bestenfalls von gleich guter Aerodynamik gesprochen haben, die meisten Messungen zeigten schlechtere.
Besser eigentlich noch nie.
Quelle?

avis
12.11.2017, 00:44
Thread lesen, wurde alles schon mehrfach gepostet.

SST
12.11.2017, 03:54
Thread lesen, wurde alles schon mehrfach gepostet.
Tatsächlich ...

http://www.tour-magazin.de/raeder/rennraeder/test-2017-canyon-aerorad-disc-vs-specialized-venge-disc/a45469.html
http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?374992-Scheibenbremse-Pro-Contra&p=5605027#post5605027
http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?374992-Scheibenbremse-Pro-Contra&p=5604132#post5604132


http://velomotion.de/2017/06/langzeittest-canyon-aeroad-cf-slx-disc-8-0-schneller-disc-renner-gut-durchdacht/
https://www.youtube.com/watch?v=HXQuSnKkS-I
http://www.velonews.com/2014/12/bikes-and-tech/discs-drag-wind-tunnel-testing-disc-brake-road-bikes_355621
http://www.bikeradar.com/road/gear/article/disc-brakes-everything-you-need-to-know-bikeradar-45859/

Specialized gibt ja da ganz konkret an, dass die Disk auf 40km 8 Sekunden kostet.
Wohlgemerkt gegen eine ganz normale FB*, ohne Direct Mount oder gar richtige Integration, wie es aber ja nunmal bei TT Rädern Standard ist.
Zudem wird meines Wissens nach bei geringeren Geschwindigkeiten gemessen, als Profis gemeinhin fahren.
Also; Disk vs. integrierte oder DM Felgenbremsen dürften sicherlich nochmal ein paar Sekunden mehr Unterschied sein, bei Profitempo dann vl. 15-20 auf 40km.
http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?374992-Scheibenbremse-Pro-Contra&p=5602395#post5602395

Was für alternative Fakten? Es ist wohl unstrittig dass man bei FB vorn mit wenigen radialen dünne Speichen Laufräder bauen kann, bei Disc hingegen mehr/dickere gekreuzte Speichen benötigt. Eben um die tagentialen Kräfte aufnehmen zu können und wegen der kleineren asymtrischen Abstützbreite. Wenn Du andere Fakten parat hast bin ich mal sehr interessiert.

Dass das relevant für die Aerodynamik des Systems ist sollte klar sein. Ein Test der das selbe Laufrad mit beiden Bremsen vergleicht ist einfach lächerlich, weil praxisfern.
http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?374992-Scheibenbremse-Pro-Contra&p=5614868#post5614868

Leichter Lauf, gute Aerodynamik, geringes Gewicht, absolute Stille... das macht Rennradfahren aus.
In all diesen Punkten liegt die Disc gegenüber der Felgenbremse hinten - und das wird sich auch nicht durch technologischen Fortschrit ändern.
http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?374992-Scheibenbremse-Pro-Contra&p=5603932#post5603932

Man erkauft sich mit der Disc einfach mehr Gewicht und schlechtere Aerodynamik. Das ist am Rennrad einfach ein zu hoher Preis für das bisschen bessere Bremsen bei Nässe und den etwas geringeren Verschleiss der Felge.
http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?374992-Scheibenbremse-Pro-Contra&p=5603946#post5603946

Das mit der schlechteren Aerodynamik ist mbMn Vermutung/Hörensagen. Ich würde vermuten, dass sich in dem Punkt Felge und Disk (bei Flatmount) nichts nehmen. Das gastgebende Radsport-Magazin meint sogar gemessen zu haben, dass Scheibenbremsen aerodynamisch günstiger sind/sein können.
http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?374992-Scheibenbremse-Pro-Contra&p=5603972#post5603972

Es ist lange bekannt, dass weniger Speichen bessere Aerodynamik zur Folge haben. Ob man das braucht ist eine andere Frage, aber die Tatsache wird von keinem mir bekannten Experten bestritten. Bei Messerspeichen, radialer Speichung, "Golfball" Esoterik gehen die Meinungen dann schon weiter auseinander und die Effekte sind, so überhaupt vorhanden eher gering.

Und wenige Speichen funktionieren halt nicht mit Disc-Brake, weil die Bremskräfte über die Speichen übertragen werden.
http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?374992-Scheibenbremse-Pro-Contra&p=5604038#post5604038

Proportional schon. Und bei den Mini-Vorsprüngen (IIRC Sagen gegen Kristof - IIRC: tiefer, einstelliger Millimeter-Bereich) und bei den grossen Tempi macht die Aerodynamik halt _vergleichsweise_ viel aus.

Der Luftwiderstand ist bei 75 km/h viel grösser als bei 50 km/h: IIRC (75/50)^2 = 2.25. Mit anderen Worten: der Nachteil, so man denn einen hat, ist 2.25 mal grösser!

(Ich habe die Luftwiderstandsformel auch schon mit dem Kubus gelesen; sollen sich bitte kompetente Leute einmischen und die Formel entsprechend korrigieren. Aber mit dem Kubus wäre der Faktor sogar 1.5^3 = 3.375...)
http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?374992-Scheibenbremse-Pro-Contra&p=5603999#post5603999


Man erkauft sich mit der Disc einfach ... schlechtere Aerodynamik.
Das hätte ich jetzt gerne von dir quantifiziert.


Das ist am Rennrad einfach ein zu hoher Preis für das bisschen bessere Bremsen bei Nässe und den etwas geringeren Verschleiss der Felge.
Wie hoch - in Zeit?

Das ist alles nicht wirklich eindeutig. Den Tour Test hab ich leider noch nicht lesen können. Evtl. kann ja jemand das Ergebnis posten?! Es zeigt sich eine Tendez zu Pro Felgenbremse wenn es um den puren Renneinsatz geht und dafür wurde der Faden ja letztlich erstellt. Diejenigen die hier Licht ins dunkle werfen könnten sind diverse Radmagazine oder Blogger mit privaten Windtunnels ...

Interssant finde ich dennoch das bisher nicht eine Präsenz im Internet eindeutig die aerodynamischen Fakten umfangreich dargelegt hat. Nur geblubber aber nichts handfestes ...

Jim Bob
12.11.2017, 09:02
Es zeigt sich eine Tendez zu Pro Felgenbremse wenn es um den puren Renneinsatz geht und dafür wurde der Faden ja letztlich erstellt. Diejenigen die hier Licht ins dunkle werfen könnten sind diverse Radmagazine oder Blogger mit privaten Windtunnels ...

Interssant finde ich dennoch das bisher nicht eine Präsenz im Internet eindeutig die aerodynamischen Fakten umfangreich dargelegt hat. Nur geblubber aber nichts handfestes ...

1. Dies ist der "Scheibenbremsen Pro/Contra"Thread. Für den "Scheibenbremsen im Pro Peloton"-Thread bitte weiter nach hinten blättern.

2. Ein paar Seiten weiter vorne habe ich einen richtigen Windkanaltest mit Tabellen und Diagrammen zitiert und verlinkt. "Man" ist sich einig, dass der falsch ist, weil er nicht stimmt, da er nicht richtig ist.

Blöderweise hat die Tour ebenfalls festgestellt, dass Disc mehr Aero als FB ist, außerdem, dass FB+Carbonclincher einen Totalausfall erzeugen können - also das, was der Disc aufgrund eines überholten Tests ebenfalls vorgeworfen wird.

In der Summe erzeugt das große kognitive Dissonanzen, die nun emotional aufgelöst werden sollen.
Ob das gelingen kann, scheint zum derzeitigen Stand der Diskussion fraglich.
:clown:

cadoham
12.11.2017, 09:09
Könnt ihr die Thematik "Scheibenbremse im Profi-Peloton" bitte in dem entsprechenden Thread fortführen?

Dort wurde immer wieder (zurecht) darauf hingewiesen, das es bei den Berufsfahrern andere Anforderungen und Notwendigkeiten gibt, weshalb man das Thema hier bitte mehr aus Sicht des Hobbyfahrers betrachten sollte.



In der Summe erzeugt das große kognitive Dissonanzen, die nun emotional aufgelöst werden sollen.
Ob das gelingen kann, scheint zum derzeitigen Stand der Diskussion fraglich.

:Applaus:

RS1325
12.11.2017, 09:43
Die ganzen Diskussionen bei der Disc wg. aerodynamischer Vor oder Nachteile und auch beim Gewicht ist doch eine Mischung aus Haarspalterei und Erbsenzählerei. Da geilt man sich an ein paar Stellen hinter dem Komma auf. In der Praxis, in der freien Natur, vollkommen belanglos bzw. nicht erfahrbar.

seankelly
12.11.2017, 09:45
Die ganzen Diskussionen bei der Disc wg. aerodynamischer Vor oder Nachteile und auch beim Gewicht ist doch eine Mischung aus Haarspalterei und Erbsenzählerei. Da geilt man sich an ein paar Stellen hinter dem Komma auf. In der Praxis, in der freien Natur, vollkommen belanglos bzw. nicht erfahrbar.

:goodpost:

Abstrampler
12.11.2017, 10:17
So, wie die Vorteile für die überwiegende Mehrheit der RRler auch wenig bis gar nicht erheblich sind
Deswegen ist der ganze Aufriss ja so bescheuert.
Ein verbitterter Streit um um eine tiefgreifende Änderung, bei dem Marginalien zu Argumenten.aufgebauscht werden.

avis
12.11.2017, 11:58
Blöderweise hat die Tour ebenfalls festgestellt, dass Disc mehr Aero als FB ist, außerdem, dass FB+Carbonclincher einen Totalausfall erzeugen können - also das, was der Disc aufgrund eines überholten Tests ebenfalls vorgeworfen wird.


Nö, war gleich gut, die voll integrierte FB sogar noch nen Ticken besser.
Und ja, ist eigentlich völlig egal.
On topic :)

SST
12.11.2017, 12:01
1. Dies ist der "Scheibenbremsen Pro/Contra"Thread. Für den "Scheibenbremsen im Pro Peloton"-Thread bitte weiter nach hinten blättern.
Wirklich? Danke!

2. Ein paar Seiten weiter vorne habe ich einen richtigen Windkanaltest mit Tabellen und Diagrammen zitiert und verlinkt. "Man" ist sich einig, dass der falsch ist, weil er nicht stimmt, da er nicht richtig ist.
Es findet sich nichts konkretes. Einzig User die über Crosser mit Discbrakes und deren gebrauch bei bei monsunartigen Regenergüssen philosophieren ... grausam.

Blöderweise hat die Tour ebenfalls festgestellt, dass Disc mehr Aero als FB ist, außerdem, dass FB+Carbonclincher einen Totalausfall erzeugen können - also das, was der Disc aufgrund eines überholten Tests ebenfalls vorgeworfen wird.
Um wieviel denn mehr????

Könnt ihr die Thematik "Scheibenbremse im Profi-Peloton" bitte in dem entsprechenden Thread fortführen?
Ich zitiere mich mal selbst:

Kurz und knapp konnte jemand mit Scheibenbremsen am Rennrad schon Erfahrungen (Renneinsatz, hohe Geschwindigkeiten, Abfahrten) sammeln?
Es ging niemal um Profis es viel das Wort Renneinsatz. Es gibt genug Hobbies die Rennen fahren und das bei Geschwindigkeiten über 40 km/h und die es nunmal interessiert was wie viel bringt.

Tom
12.11.2017, 12:24
Die ganzen Diskussionen bei der Disc wg. aerodynamischer Vor oder Nachteile und auch beim Gewicht ist doch eine Mischung aus Haarspalterei und Erbsenzählerei. Da geilt man sich an ein paar Stellen hinter dem Komma auf. In der Praxis, in der freien Natur, vollkommen belanglos bzw. nicht erfahrbar.

Jetzt versuche bitte nicht, nach Tausenden von hochqualifizierten Beiträgen zum Thema, die Relevanz infragezustellen.
Das Forum im Allgemeinen und dieser Thread im besonderen lebt von "Haarspalterei und Erbsenzählerei".
Nur, weil's keine Relevanz hat, heißt das noch lange nicht, daß man sich im TF nicht seitenlang darüber streiten kann.

Würden wir uns hier darauf einigen: "Im Straßenrennen bringt eine Scheibenbremse im Allgemeinen keine Vorteile, aber am Commuter bei viel Schlechtwettereinsatz oder dort, wo dickere Reifen (evtl. noch in Kombination mit Schutzblechen) gefragt sind, schafft die Schebenbremse Platz, und hydraulische Systeme reduzieren den Wartungsaufwand"

...dann wäre der Thread hier nach drei Beiträgen ausdiskutiert.

tacoma
12.11.2017, 12:25
Die ganzen Diskussionen bei der Disc wg. aerodynamischer Vor oder Nachteile und auch beim Gewicht ist doch eine Mischung aus Haarspalterei und Erbsenzählerei. Da geilt man sich an ein paar Stellen hinter dem Komma auf. In der Praxis, in der freien Natur, vollkommen belanglos bzw. nicht erfahrbar.

Prinzipiell hast du ja recht!
Aber deine Argumentation kann umfassend für den ganzen Komponentenbereich gelten!

Ich wette mit dir, dass die Disc auch ziemlich bald im Leichtbau-Forum ein Thema sein wird.
Und spätestens wenn der erste Hype um die Disc am Rennrad verebbt ist, wird die Leichtbau-Disc propagiert werden.

Die Welle wird doch schon ewig geritten von Herstellern und Shops bei denen solche „Marginalien“ zum Geschäftsmodell gehören ….

Jim Bob
12.11.2017, 12:34
Es findet sich nichts konkretes. http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?374992-Scheibenbremse-Pro-Contra&p=5602158#post5602158

G.Fahr
12.11.2017, 12:43
Ich wette mit dir, dass die Disc auch ziemlich bald im Leichtbau-Forum ein Thema sein wird.
Und spätestens wenn der erste Hype um die Disc am Rennrad verebbt ist, wird die Leichtbau-Disc propagiert werden.

Aber nicht in Zusammenhang mit Leichtbaukomponenten des eigentlichen Bremssystems. Anders als bei Felgenbremsen, wo sich Drittanbieter an der CNC-Fräse austoben und Carbon bemühen, um puddingweiche Bremskörper zu ersinnen, wird es das bei Scheibenbremsen nicht wirklich geben.

Die Gewichtsentwicklung wird hier von den drei Schaltungsherstellern und deren Produktzyklen vorgeben werden. Leichtbau gibts daher nur an den peripheren Komponenten (Laufräder, Naben) und den in begrenztem Maße an den Scheiben. Die Rahmen und Gabeln werden sich ggf. noch den Gewichtsbereichen der Felgenbremsmodelle nähern oder gleichziehen, wobei ja bereits heute keine Welten mehr zwischen beiden Typen liegen.

avis
12.11.2017, 12:53
http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?374992-Scheibenbremse-Pro-Contra&p=5602158#post5602158

Herrje, dieser Test in dem man in beiden Fällen identische LR genommen hat...es sind Peanuts und für uns Hobbys eh total egal, aber wie man trotz mehrfachen Hinweises so an etwas offensichtlich Falschem festhalten kann ist mir rätselhaft :rolleyes:

SST
12.11.2017, 12:59
http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?374992-Scheibenbremse-Pro-Contra&p=5602158#post5602158
Danke.

Auch wenn es für viele übertrieben sein mag:

Der Rahmen ist ein Prototyp. Die wenigen Fotos lassen viel Spakulation zu. Die Disc-Gabel ist evtl. nicht für einen Renneinsatz bzw. hohe Geschwindigkeiten gefertig da es sich ja um einen Prototypen handelt ... d.h. die Gabelscheiden (Wandstärke) wurde nicht überarbeitet und folgen dem Design einer "Felgenbremskonstruktion".
Im Test geht es um Zeitfahrräder hier um Rennräder.
Das Vorderrad ist nicht als ganzes erkennbar. Die Speichenanzahl wäre noch interessant und ob das VR für Discbrakes kontrusiert wurde ...
Eine TriRig Omega Bremse fährt nicht jeder am VR.
Bei welcher Geschwindigkeit wurde hier getestet? Eine Aufteilung in 5 km/h Schritten wäre super - 25 - 100 km/h.
Der Test ist in meinen Augen wenig aussagekräftig...

tacoma
12.11.2017, 15:07
Aber nicht in Zusammenhang mit Leichtbaukomponenten des eigentlichen Bremssystems. Anders als bei Felgenbremsen, wo sich Drittanbieter an der CNC-Fräse austoben und Carbon bemühen, um puddingweiche Bremskörper zu ersinnen, wird es das bei Scheibenbremsen nicht wirklich geben.

Die Gewichtsentwicklung wird hier von den drei Schaltungsherstellern und deren Produktzyklen vorgeben werden. Leichtbau gibts daher nur an den peripheren Komponenten (Laufräder, Naben) und den in begrenztem Maße an den Scheiben. Die Rahmen und Gabeln werden sich ggf. noch den Gewichtsbereichen der Felgenbremsmodelle nähern oder gleichziehen, wobei ja bereits heute keine Welten mehr zwischen beiden Typen liegen.


So sicher wäre ich da nicht! ;)

- Bremsscheiben aus Titan oder Carbon!
http://carverbikes.com/parts/brakes/titanium-disc-rotors/
https://www.zelvycarbon.com/products/zelvy-brakelite-composite-brake-rotor?variant=23676372545

- Disc-Bremse mit Wasserhydraulik, durchsichtigen Leitungen und in der Wasser-Farbe frei wählbar! Gewicht um die 700g für das komplette Disc-Set.
http://brakeforceone.de/wp-content/uploads/2017/10/Brakeforceone_Testberich-H2O.pdf
https://dirtmountainbike.de/produkte/tests/im-test-brakeforceone-scheibenbremse/4

Alles schon im MTB-Bereich zu sehen und sieht am Rennrad dann so aus:

631474


BTW: Ich selbst würde mir solche Teile schon wegen der Optik nicht ans Rennrad schrauben…:D

G.Fahr
12.11.2017, 16:41
So sicher wäre ich da nicht! ;)

- Bremsscheiben aus Titan oder Carbon!
http://carverbikes.com/parts/brakes/titanium-disc-rotors/
https://www.zelvycarbon.com/products/zelvy-brakelite-composite-brake-rotor?variant=23676372545



Ja, sowas meinte ich. Aus Kohlefaser-Keramik-Verbundmaterial kann ich mir das ja noch vorstellen. Aber aus Titan? Flexibel wie ein Gummibaum und eine Wärmeleitfähigkeit im niedrigen zweistelligen Bereich. Müssen sehr schlaue Leute sein, die so etwas "entwickeln".




- Disc-Bremse mit Wasserhydraulik, durchsichtigen Leitungen und in der Wasser-Farbe frei wählbar! Gewicht um die 700g für das komplette Disc-Set.
http://brakeforceone.de/wp-content/uploads/2017/10/Brakeforceone_Testberich-H2O.pdf
https://dirtmountainbike.de/produkte/tests/im-test-brakeforceone-scheibenbremse/4

Alles schon im MTB-Bereich zu sehen und sieht am Rennrad dann so aus:

631474


BTW: Ich selbst würde mir solche Teile schon wegen der Optik nicht ans Rennrad schrauben…:D

Die Anwender von Derartigem müssen in alle Richtungen sehr schmerzbefreit sein ;-).

Patrice Clerc
12.11.2017, 17:36
Das ist doch ein MTB Hebel.

tacoma
12.11.2017, 17:45
Yep!

Stell dir vor, um Gewicht zu sparen bauen Disc-Fahrer sowas an ihr Rennrad! :rolleyes:

http://www.cyclingweekly.com/news/product-news/lightest-disc-brake-road-bike-world-298332

G.Fahr
12.11.2017, 17:47
Und geschaltet wird am Unterrohr oder über Di2 mit Sprinterschiftern in Spezialkonfiguration?

Edit: Aha, mit eTap.

seankelly
12.11.2017, 17:49
- Disc-Bremse mit Wasserhydraulik, durchsichtigen Leitungen und in der Wasser-Farbe frei wählbar! Gewicht um die 700g für das komplette Disc-Set.
http://brakeforceone.de/wp-content/uploads/2017/10/Brakeforceone_Testberich-H2O.pdf
https://dirtmountainbike.de/produkte/tests/im-test-brakeforceone-scheibenbremse/4

Alles schon im MTB-Bereich zu sehen und sieht am Rennrad dann so aus:

631474


BTW: Ich selbst würde mir solche Teile schon wegen der Optik nicht ans Rennrad schrauben…:D

Von der Optik mal abgesehen (gefällt mir sogar): mit diesen Hebeln kann man ja wohl nicht schalten. Also was soll das dann am Renner?

tacoma
12.11.2017, 18:00
Wird mit SRAM red eTap blip geschaltet! ;)

Rs6racer
12.11.2017, 18:17
:eek:

Geht das ? Also einfach nur blips+umwerfer+ schaktwerk? Und dann bremshebel ohne schaltung...

kleinerblaumann
12.11.2017, 18:33
:eek:

Geht das ? Also einfach nur blips+umwerfer+ schaktwerk? Und dann bremshebel ohne schaltung...

Braucht man da nicht zumindest diese tt-box?

tacoma
12.11.2017, 18:36
Es gibt keinen Umwerfer an dem Rad! (1x11 )

Hier nochmal der Link - Teileliste ganz unten:
http://www.cyclingweekly.com/news/pr...e-world-298332

Rs6racer
15.11.2017, 15:09
Oh.. Die tour hat wieder unter höchst fragwürdigen Bedingungen die campa-scheibe getestet...uhh... Darf das bei 160/160 sein? :(

Mida
15.11.2017, 15:14
Die ganzen Diskussionen bei der Disc wg. aerodynamischer Vor oder Nachteile und auch beim Gewicht ist doch eine Mischung aus Haarspalterei und Erbsenzählerei. Da geilt man sich an ein paar Stellen hinter dem Komma auf. In der Praxis, in der freien Natur, vollkommen belanglos bzw. nicht erfahrbar.

Das stimmt doch nicht. Jeder hier im Forum könnte sofort Zeitfahrweltmeister werden.....viele haben halt grad was anderes vor.:Applaus:

Mifri
15.11.2017, 16:35
Oh.. Die tour hat wieder unter höchst fragwürdigen Bedingungen die campa-scheibe getestet...uhh... Darf das bei 160/160 sein? :(


Die Tour Tests sind ohnehin fürn Ar.... Das hat z.B. auch der Test der Cyclocrossräder in der Novemberausgabe gezeigt. Dort werden Räder miteinander verglichen, die preislich 500-1000 EUR Differenz haben und Canyon wird z.B. in den Himmel gelobt, obwohl es das wohl hässlichste Rad im Test war.

Matt_8
15.11.2017, 16:47
[...] und Canyon wird z.B. in den Himmel gelobt, obwohl es das wohl hässlichste Rad im Test war.

Sollten deine optischen Präferenzen von der TOUR in den Tests berücksichtigt werden?


Wenn das für alle Leser gilt, müssten vorher Umfragen geschaltet werden. Und für Disc-Räder würde es dann schwieriger werden gute Noten zu bekommen... :D

Abstrampler
15.11.2017, 17:00
Oh.. Die tour hat wieder unter höchst fragwürdigen Bedingungen die campa-scheibe getestet...uhh... Darf das bei 160/160 sein? :(

Nein. Ein No-Go. Erst recht für Campa, deren Carbonclincher ja völlig unbeeindruckt den gleichen Test absolviert haben und narrensicher funktionieren.
Bin daher auch enttäuscht vom Ergebnis.
Entweder am Rad war noch nicht ausgereifter Vorserienstandard verbaut oder diese Generation Scheiben wird es in der Form nicht lange geben. ;)

avis
15.11.2017, 17:02
Oh.. Die tour hat wieder unter höchst fragwürdigen Bedingungen die campa-scheibe getestet...uhh... Darf das bei 160/160 sein? :(

Werde mir das Heft wohl eh kaufen, aber nur damit man ggfs. mitreden kann, wie war denn das Ergebnis in 5 Worten?

Abstrampler
15.11.2017, 17:07
Werde mir das Heft wohl eh kaufen, aber nur damit man ggfs. mitreden kann, wie war denn das Ergebnis in 5 Worten?

Keine Geräusche, alles top, Scheibe verformt sich nur recht schnell.
Beim bekannten Belastungstest so stark, dass sie die Bremse komplett blockiert.
Das ist zwar besser als keine Bremswirkung wegen Aluschmelze wie früher bei Shimano, aber weit weg von problemlos.

avis
15.11.2017, 17:13
Danke :)
Oh, das klingt ja ziemlich nach beinahe Totalausfall, oder halt No-Go, also technisch gesehen, nicht sicherheitsbezüglich.
Schon krass, die Anforderungen an eine Straßendisk scheinen nochmal deutlich andere zu sein.
Werde ich mich mal zum Kiosk begeben.

artzamendi
15.11.2017, 17:34
Tja, Physik ist halt ein A*******h.
Schaut doch mal die Bremsanlagen bei Downhill-MTBs an,
Dass sind vergleichbare Geschwindigkeiten.

Mifri
15.11.2017, 18:10
Sollten deine optischen Präferenzen von der TOUR in den Tests berücksichtigt werden?


Wenn das für alle Leser gilt, müssten vorher Umfragen geschaltet werden. Und für Disc-Räder würde es dann schwieriger werden gute Noten zu bekommen... :D

Die Optik war in diesem Fall ein Beispiel, aber wenn ich wie beim Canyon CX z.B. eine komplette Force Gruppe mit einem anderen Rad, ausgestattet mit einer Rival Gruppe vergleiche und das letztere Rad sogar 600,- EUR günstiger ist, kann ich das besser ausgestattete und zugleich teurere Rad, sprich Canyon, nicht in den Himmel loben und gleichzeitig dem anderen Rad eine schlechtere Note aufgrund der Ausstattung geben. Das ist Äpfel mit Birnen vergleichen und genau so testet die Tour.

Ist doch bei den Bremsen genau so. Was bei Campa jetzt war, weiß ich nicht, aber beim Shimano Disc Test, der ja schon diskutiert wurde, werden Bedingungen angenommen, die vollkommen unrealistisch sind.

kaeptnepo
15.11.2017, 18:19
Keine Geräusche, alles top, Scheibe verformt sich nur recht schnell.
Beim bekannten Belastungstest so stark, dass sie die Bremse komplett blockiert.
Das ist zwar besser als keine Bremswirkung wegen Aluschmelze wie früher bei Shimano, aber weit weg von problemlos.

hatte ich ja auch mal geschrieben, dass sich bei mir die Scheiben auch immer verziehen auf Passabfahrten. Aber anscheinend gibts hier Leute denen das nicht passiert.

Mifri
16.11.2017, 04:27
hatte ich ja auch mal geschrieben, dass sich bei mir die Scheiben auch immer verziehen auf Passabfahrten. Aber anscheinend gibts hier Leute denen das nicht passiert.

Gibt ja auch Leute, die Carbonbremsflanken zur Delamination bringen und eben auch Leute, die es nicht schaffen. Alles eine Frage der Bremstechnik in zweierlei Hinsicht, wie bremse ich und wie gut leitet die Bremse, bzw. das Material die Wärme ab, egal ob FB oder Disc.

kaeptnepo
16.11.2017, 07:46
Gibt ja auch Leute, die Carbonbremsflanken zur Delamination bringen und eben auch Leute, die es nicht schaffen. Alles eine Frage der Bremstechnik in zweierlei Hinsicht, wie bremse ich und wie gut leitet die Bremse, bzw. das Material die Wärme ab, egal ob FB oder Disc.

das muss ich dir leider widersprechen. Ich denke, dass hat erst mal mit der "Bremstechnik" nichts zu tun. Referenz ist ja dann verfügbares Material. Wenn das beim selben Einsatz hält, dann sollte das Konkurrenzprodukt das auch tun. Es sei denn es wäre absoluter Leichtbau und man würde bewusst auch aufFunktionen verzichten.

Patrice Clerc
16.11.2017, 08:59
JFTR: auf dem Tandem - Systemgewicht um die 150 bis 160 kg - und mit zwei 180er Scheiben, haben wir schon beide Bremsen zum Ausfall gebracht (Super-steile Abfahrt, hinter sehr langsamem Auto). Nach kurzem warten, ca. 5 Minuten, waren die Bremsen wieder verfügbar. Das war vor ca. 4 Jahren (= vor 8000 km). Beide normalen XT-Bremsscheiben sind immer noch Pfeifen-gerade und völlig unauffällig.

Natürlich gibt's Leute, die Rad-technisch noch nicht mal zwei Linke Hände haben und die eigentlich bei Tests mitarbeiten könnten, wo versucht wird, Produkte idiotensicher zu machen.

:applaus:

Im allgemeinen sind Scheibenbremsen seit etlichen Jahren hinreichend narrensicher. Hinreichend in dem Sinne, als dass nicht mehr Probleme zu erwarten sind als mit Felgenbremsen und i.a.R. weniger als mit Felgenbremsen.

Ich schätze es, dass tour mit seinen Tests die Grenzen der Bremssysteme zeigt. Die Grenzen sind meiner Einschätzung nach aber ausserhalb der üblichen Benutzung.

Jim Bob
16.11.2017, 10:11
Ich schätze es, dass tour mit seinen Tests die Grenzen der Bremssysteme zeigt.
Nicht mal das.

Tour hat mit dem Versuch von vor 3 Jahren nur gezeigt, dass Shimano IceTech nix taugt und die neue Generation IceTech wesentlich besser, aber auch noch nicht perfekt, ist.

Zum kompletten "Bremssystem" lässt sich daraus keine allgemeingültige Aussage ableiten. Mit Butter-und-Brot-Schreiben aus Stahl hätte es womöglich völlig anders ausgesehen. Ich zumindest hab damit keinerlei Probleme, nicht mal vollbeladen in den Alpen.

Ein "Systemtest Scheibenbremse" müsste mit verschiedenen Herstellern und unterschiedlichem Material durchgeführt werden. Stichwort "Stichprobengröße".


Wer von verzogenen Bremsscheiben betroffen ist: wird da am Berg mit Felgenbremse und Disc mit identischer Bremstechnik gebremst? Oder lässt man mal schleifen, weil "die Disc muss das abkönnen"?

schmadde
16.11.2017, 10:24
Ich schätze es, dass tour mit seinen Tests die Grenzen der Bremssysteme zeigt. Die Grenzen sind meiner Einschätzung nach aber ausserhalb der üblichen Benutzung.
Von Ausfällen bei Scheibenbremsen wird immer mal wieder berichtet. Ich selbst hatte auch schonmal Totalversagen bei einer Abfahrt.

Es sind sicher Belastungen die nicht jeden Tag auftreten, bei Flachlandbewohnern vielleicht nie - aber es sind schon Fälle die in der Praxis passieren. Dafür dass eine Scheibenbremse bei geringer Belastung hält brauche ich keinen Test. Es ist schon sinnvoll an die Grenzen zu gehen, so sie denn bei normaler Benutzung auftreten können - und das ist eindeutig der Fall.

Mifri
16.11.2017, 21:40
Nicht mal das.

Tour hat mit dem Versuch von vor 3 Jahren nur gezeigt, dass Shimano IceTech nix taugt und die neue Generation IceTech wesentlich besser, aber auch noch nicht perfekt, ist.

Tour hat bei dem Versuch eher gezeigt, wie man eine Bremsscheibe himmelt indem man die komplette Bremsanlage falsch einsetzt. Wer bitte, bremst denn nur vorne und das dann auch noch dauerhaft? Tendenziell bremsen die meisten doch eher hinten und unterstützen vorne zusätzlich.

Bambini
16.11.2017, 21:53
Tour hat bei dem Versuch eher gezeigt, wie man eine Bremsscheibe himmelt indem man die komplette Bremsanlage falsch einsetzt. Wer bitte, bremst denn nur vorne und das dann auch noch dauerhaft? Tendenziell bremsen die meisten doch eher hinten und unterstützen vorne zusätzlich.

Ich frage mich, ob manche überhaupt wissen warum man bremst, wenn die meisten nicht mal wissen wie....;)

Pedalierer
16.11.2017, 21:59
Tour hat bei dem Versuch eher gezeigt, wie man eine Bremsscheibe himmelt indem man die komplette Bremsanlage falsch einsetzt. Wer bitte, bremst denn nur vorne und das dann auch noch dauerhaft? Tendenziell bremsen die meisten doch eher hinten und unterstützen vorne zusätzlich.

Wer so bremst auf rutschigem Untergrund macht schnell die Gesichtsbremse. Die VR Bremse ist immer die wichtigere Bremse.

Abstrampler
16.11.2017, 22:04
Fakt ist, die Sandwich-Scheiben haben, so wie die Campa Stahl-Scheiben, einer Belastung nicht standgehalten, die Felgenbremsen mit Aluflanke locker abkönnen und auch gute Carbonclincher problemlos mitmachen.
Ergo gibt es deutlichen Verbesserungsbedarf, wenn man bei diesen beiden Teilen von narrensicherer Technik sprechen möchte.
Das hat ja nichts mit der Disc an sich zu tun.

Außerdem wundert es mich, wenn ich darüber nachdenke, wie oft hier Delamination als Argument kommt oder Schlauchplatzen und dann wird auf einmal ein Test angezweifelt, der bei einer FB genau das provoziert, aber in dem Fall halt auch eine Disc zum Versagen bringt.

Ist in meinen Augen schon etwas gaga, dann den Test als realitätsfremd zu bezeichnen, die eigenen Argumente aber nicht. ;)

SST
16.11.2017, 22:08
Tour hat bei dem Versuch eher gezeigt, wie man eine Bremsscheibe himmelt indem man die komplette Bremsanlage falsch einsetzt. Wer bitte, bremst denn nur vorne und das dann auch noch dauerhaft? Tendenziell bremsen die meisten doch eher hinten und unterstützen vorne zusätzlich.
Wer bremst denn bitte eher hinter als vorne? Du etwa?

elmar
16.11.2017, 22:51
Wer bremst denn bitte eher hinter als vorne? ?

Die Masse meiner Kunden.

avis
17.11.2017, 01:26
Außerdem wundert es mich, wenn ich darüber nachdenke, wie oft hier Delamination als Argument kommt oder Schlauchplatzen und dann wird auf einmal ein Test angezweifelt, der bei einer FB genau das provoziert, aber in dem Fall halt auch eine Disc zum Versagen bringt.

Ist in meinen Augen schon etwas gaga, dann den Test als realitätsfremd zu bezeichnen, die eigenen Argumente aber nicht. ;)

Ganz genau das!
Die angebliche(!) völlige Idiotensicherheit und grenzenlosen Reserven werden doch immer als Hauptargument für die Scheibe genannt.
Halt für den unbedarften Hobbyfahrer mit gut 100kg Systemgewicht, der in Kurven nicht über 30km/h fahren kann, lange Perioden dauerbremst und grundsätzlich nicht die beste Radbeherrschung besitzt.
Eben die Klientel, die bislang auch 100gr Schläuche zum Platzen gekriegt hat.
Denn mal ehrlich, der geübte, erfahrene Renn-Fahrer mit 70kg, der meist nur ganz kurz und hart vor der Kurve die Hebel zieht, hohe (Kurven-)Geschwindigkeit meistert und eben sein Rad beherrscht, der bedarf nun wirklich nicht eines Scheibenbremssystems, das dürften doch sogar die größten Befürworter tendenziell ähnlich sehen.
Wie ich schonmal schrieb, ein Nibali wird mit Disk nicht wirklich schneller werden.
Schlauchplatzer, Delamination, ganz ganz schreckliche Modulation, alles immer Dinge, die doch angeblich bei der FB immanent waren und die Erwiderung, dann müsse man eben abfahren lernen, wurde stets abgetan.
Wenn dann jetzt mal mit solch "amateurhafter" Handhabung halt auch die Disk überfordert wird, sogar deutlich schlechter abschneidet als Felgenbremsen, heißt es plötzlich "unrealistisch, wer bremst schon dauerhaft und einseitig vorne, muss man halt abfahren lernen..."
Eben diese Härtefälle sollten doch genau das Feld sein, in dem die Disk eindeutig ihre angebliche Überlegenheit ausspielen können sollte?!
Dann wird ein Vergleichstest unter eben diesen Umständen vollzogen und die Campadisk (früher auch Shimano) fällt klar durch, zeigt sich der FB als klar unterlegen, aber dann sind besagte Kriterien auf einmal nicht mehr sinnvoll und unrealistisch...:rolleyes:

tobsn
17.11.2017, 08:13
Fakt ist, die Sandwich-Scheiben haben, so wie die Campa Stahl-Scheiben, einer Belastung nicht standgehalten, die Felgenbremsen mit Aluflanke locker abkönnen und auch gute Carbonclincher problemlos mitmachen.
Ergo gibt es deutlichen Verbesserungsbedarf, wenn man bei diesen beiden Teilen von narrensicherer Technik sprechen möchte.
Das hat ja nichts mit der Disc an sich zu tun.

Außerdem wundert es mich, wenn ich darüber nachdenke, wie oft hier Delamination als Argument kommt oder Schlauchplatzen und dann wird auf einmal ein Test angezweifelt, der bei einer FB genau das provoziert, aber in dem Fall halt auch eine Disc zum Versagen bringt.

Ist in meinen Augen schon etwas gaga, dann den Test als realitätsfremd zu bezeichnen, die eigenen Argumente aber nicht. ;)

Oh HERR, schmeiß Hirn vom Himmel.

:Angel:

Abstrampler
17.11.2017, 08:41
Wie bitte?!?

schmadde
17.11.2017, 08:44
Außerdem wundert es mich, wenn ich darüber nachdenke, wie oft hier Delamination als Argument kommt oder Schlauchplatzen und dann wird auf einmal ein Test angezweifelt, der bei einer FB genau das provoziert, aber in dem Fall halt auch eine Disc zum Versagen bringt.

Ist in meinen Augen schon etwas gaga, dann den Test als realitätsfremd zu bezeichnen, die eigenen Argumente aber nicht. ;)
Genau so siehts aus. Aber da wird sicher von der Industrie nachgebessert und es kommt ein elektronischer Bremsassistent ;) Dazu ist natürlich ein Bordnetz-Standard notwendig, der bei Shimano 6V, bei Campa 7,4V beträgt :D

Ecoon
17.11.2017, 09:27
Die Masse meiner Kunden.

Ich komme vom Mopped, da bremst man halt viel vorne (manchmal nur, weil hinten sowieso nicht viel passiert, kommt letztendlich aufs Mopped an) und war so ein wenig "schockiert" als mir eine junge/hübsche Kollegin berichtet, dass sie ja auch Motorrad, genauer eine Rennmaschine bewegt, aber sowieso nur hinten bremst. :eek:

Ich denke, hier muss man halt auch sagen, dass das "richtige" Bremsen einfach Teil der Fahrzeugbeherrschung ist, dazu gehört halt eine saubere Bremskraftverteilung, wobei auf dem Renner ja auch vorne mehr Bremskräfte übertragen werden können. Dazu kommt, bei längeren "Bremspassagen" eben nicht die Bremse dauerhaft bissi schleifen lassen, sondern etwas rollen lassen, bremsen (stärker), rollen lassen, ....
Man sagt ja "don't ride the brakes"

Beim Motorrad war das allerdings nie nen Thema bei mir, da die Bremsanlagen für den Strassenverkehr ohne überdimensioniert ist. Bei Auto und Fahrrad allerdings schon.

Ach ja, ich war unlängst mit meinem FB-Renner unterwegs, schön Sonne, frisch, etwas Schnee abseits der Strasse, hat funktioniert :D

Patrice Clerc
17.11.2017, 09:53
Wenn man den Kopf unten hält und den Arsch nach hinten schiebt, kann über das Hinterrad viel Bremsleistung übertragen werden. Das ist halt ein kleiner, aber feiner Unterschied zu einem Fahrzeug, das alleine schon schwerer ist als die das übliche Systemgewicht am Rennrad.

Ich stehe nicht gerade im Ruf, ein schlechter Abfahrer zu sein. Aber die Bremsgummis am Felgenrenner sind i.a.R. hinten gleich schnell durchgebremst, wie vorne, manchmal auch schneller.

Matt_8
17.11.2017, 10:09
Wenn man den Kopf unten hält und den Arsch nach hinten schiebt, kann über das Hinterrad viel Bremsleistung übertragen werden. Das ist halt ein kleiner, aber feiner Unterschied zu einem Fahrzeug, das alleine schon schwerer ist als die das übliche Systemgewicht am Rennrad.


Hmmm, ist es nicht andersrum? Der Schwerpunkt ist bei Motorrad+Fahrer weniger weit oberhalb der Vorderachse als beim Rennrad+Fahrer. Insofern entlastet man das Hinterrad bei Motorrad weniger und kann somit mehr Bremsleistung übertragen.

tacoma
17.11.2017, 10:20
Wenn die Kunden von elmar mehrheitlich hinten bremsen, dann könnte „der super Typ“ ihnen die größere Scheibe doch einfach hinten einbauen! Ist doch egal ob jetzt 140 zu 160 oder umgekehrt gebremst wird – „Das muss hier mal in aller Klarheit und Deutlichkeit und überhaupt….“ gesagt werden. :D

Ändert prinzipiell nichts an dem konstruktiven Nachteil z.B. der Shimano FREEZA Disc, die dem Konstruktionsprinzip des Kekses der De Beukelar Prinzenrolle folgt!

632064

Schon seltsam, dass wir jahrzehntelang mit veralteter Felgenbremsentechnologie mehr oder weniger sturzfrei Passabfahrten in den Alpen überlebt haben!
Wenn man die Argumente einiger hier so hört, soll das jetzt nur noch mit Scheibenbremsen möglich sein?

Jim Bob
17.11.2017, 10:24
Hmmm, ist es nicht andersrum? Der Schwerpunkt ist bei Motorrad+Fahrer weniger weit oberhalb der Vorderachse als beim Rennrad+Fahrer. Insofern entlastet man das Hinterrad bei Motorrad weniger und kann somit mehr Bremsleistung übertragen.
Das Motorrad federt beim bremsen vorne ein und hinten aus - zumindest war das früher so, als es noch keine Steuergeräte gab. Dadurch wird die ganze Fuhre kopflastiger und die Vorderbremse kriegt mehr zu tun. Beim RR kann man durch Gewichtsverlagerung gegensteuern.

elmar
17.11.2017, 10:25
Ich behaupte, dass über 95 Prozent der Normalradler überwiegend hinten bremsen und es ist schwer zu vermitteln.....

supa66
17.11.2017, 10:32
Genau so siehts aus. Aber da wird sicher von der Industrie nachgebessert und es kommt ein elektronischer Bremsassistent ;) Dazu ist natürlich ein Bordnetz-Standard notwendig, der bei Shimano 6V, bei Campa 7,4V beträgt :D

Yepp.
Wie hatte unsere Monarchin vor Studenten in Argentinien im Sommer ihre Vorstellung der zukünftigen Welt beschrieben:
"Wir werden in zwanzig Jahren nur noch mit Sondererlaubnis selbständig Auto fahren dürfen":eek:
Der Staat wird den Fahrer kontrollieren, denn so Mutti: "Wir sind das größte Risiko"

Das autonome Rennrad wird kommen :D

Ecoon
17.11.2017, 10:36
Hmmm, ist es nicht andersrum? Der Schwerpunkt ist bei Motorrad+Fahrer weniger weit oberhalb der Vorderachse als beim Rennrad+Fahrer. Insofern entlastet man das Hinterrad bei Motorrad weniger und kann somit mehr Bremsleistung übertragen.

Die aufgebrachten Bremskräfte sind natürlich auch höher. Kommt konkret drauf an, wie das Mopped aufgebaut ist, bei nem Chopper ist das kein Thema, bei nem Renner mit einer 50/50-Gewichtsverteilung allerdings schon.
Letztendlich ist es aber egal, man kann einen Teil der durch das Bremsmoment auftretenden Radlastverteilung sicherlich durch Gewichtsverlagerung kompensieren (Effekt ist halt beim Mopped geringer), aber das Prinzip bleibt recht gleich. Ich denke diejenigen, die es nicht nutzen haben Bedenken, dass ihnen das Vorderrad einklappt. Muss man halt üben.


Schon seltsam, dass wir jahrzehntelang mit veralteter Felgenbremsentechnologie mehr oder weniger sturzfrei Passabfahrten in den Alpen überlebt haben!
Is halt nen olles Totschlagargument: "Hat vor 5000 Jahren schon funktioniert, warum was ändern?" :rolleyes: Nicht falsch verstehen, nicht alles muss besser sein, aber mit der Einstellung kommt man halt nicht weit.

grüner Sphinx
17.11.2017, 10:36
Ich behaupte, dass über 95 Prozent der Normalradler überwiegend hinten bremsen und es ist schwer zu vermitteln.....

Ich behaupte, dass mehr als 95 % überhaupt nicht _bremsen_; die verzögern vielleicht ein wenig und da reicht die Hinterradbremse völlig aus. Das mag auch daran liegen, dass die meisten(?) glauben, dass man während des Abbiegens noch Handzeichen geben muss, dann kann man schlicht nicht vorne bremsen. (dass man das ohnehin nicht gleichzeitig machen sollte, lernen noch nicht einmal von den verbleibenden 5% alle)

Ecoon
17.11.2017, 10:39
"Wir werden in zwanzig Jahren nur noch mit Sondererlaubnis selbständig Auto fahren dürfen":eek:


In 20 Jahren glaube ich da noch nicht dran, aber generell wird da der Weg hingehen. Letztendlich der logische Schluss. Das Thema wäre aber im einem anderen Thread besser aufgehoben (Zukunft der Mobilität).

Patrice Clerc
17.11.2017, 10:45
Hmmm, ist es nicht andersrum? Der Schwerpunkt ist bei Motorrad+Fahrer weniger weit oberhalb der Vorderachse als beim Rennrad+Fahrer. Insofern entlastet man das Hinterrad bei Motorrad weniger und kann somit mehr Bremsleistung übertragen.

Es ist mir völlig wurscht wie das beim Töffli ist. Tatsache bleibt, dass man bei entsprechender Gewichtsverlagerung recht lange mit dem Rennrad-Hinterrad bremsen kann, wenn man nicht gerade eine richtige Vollbremsung einleitet. Und damit hat man halt das bei Blockade einfacher zu beherrschende Laufrad gebremst. Das dürfte der Grund sein, warum in der Praxis die hinteren Bremsgummi i.a.R. nicht länger halten als die vorderen.

schmadde
17.11.2017, 10:53
Ob man besser vorne oder hinten bremst hängt von der Situation ab. Bei Abfahrten wo meist nur ein bisschen verzögert wird, bremsen wohl die meisten abwechselnd oder auch gleichzeitig. Bei einer Vollbremsung muss man immer vorne bremsen, denn mit keiner Gewichtsverlagerung kann man es schaffen das Hinterrad vor dem Abheben zu bewahren. Und ein abgehobenes Hinterrad kann keine Bremskräfte übertragen.

schnellerpfeil
17.11.2017, 10:58
Ich behaupte, dass über 95 Prozent der Normalradler überwiegend hinten bremsen und es ist schwer zu vermitteln.....

Ob es jetzt 95% sind, kann ich nicht beurteilen. Wenn es darum geht, nur die Geschwindigkeit etwas zu reduzieren, wird das meistens über die hintere Bremse gemacht. Auch beim MTB. Das deckt sich auch mit der Tatsache, das Carbonfelgen meistens am Hinterrad den Hitzetod sterben. Bei mir, bis auf einen Fall, sogar alle!

Jim Bob
17.11.2017, 11:19
Ob es jetzt 95% sind, kann ich nicht beurteilen. Wenn es darum geht, nur die Geschwindigkeit etwas zu reduzieren, wird das meistens über die hintere Bremse gemacht. Auch beim MTB. Das deckt sich auch mit der Tatsache, das Carbonfelgen meistens am Hinterrad den Hitzetod sterben. Bei mir, bis auf einen Fall, sogar alle!
Nur weils so schön ist: "... Tatsache, das Carbonfelgen meistens am Hinterrad den Hitzetod sterben..."

Danke! :D

schnellerpfeil
17.11.2017, 11:31
Nur weils so schön ist: "... Tatsache, das Carbonfelgen meistens am Hinterrad den Hitzetod sterben..."

Danke! :D

Weils so schön erscheint...!
Das sind Beobachtungen meinerseits, die ich nicht als Unterstützung dieser Teils völlig bescheuerten Pro/Conrta Diskussion missbraucht wissen will. Hierbei ging es nur um die gerne benutzte HR-Bremse.




Danke! :D
Danke für nichts. Und schon mal gar nicht mit einem Grinsen, wenn ein sicherheitsrelevantes und teures Bauteil versagt.:ü

Pedalierer
17.11.2017, 11:46
Wenn so viele Leute vermehrt hinten bremsen, dann hilft denen auch keine Disc. Das RR blockiert am Hinterrad immer sehr leicht, egal welches Bremssystem.

Ich selber bremse eher so 70 zu 30 von vorn nach hinten. Wenns rutschig wird dann eher 50zu50. Mir war nicht das richtiges Bremsen am Rad nur eine Minderheit beherrscht.

Pedalierer
17.11.2017, 11:47
Nur weils so schön ist: "... Tatsache, das Carbonfelgen meistens am Hinterrad den Hitzetod sterben..."

Danke! :D

ja ist schön wenn Leute verunfallen. Mir wir schlecht bei so viel Menschenverachtung.

schmadde
17.11.2017, 11:56
Wenn so viele Leute vermehrt hinten bremsen, dann hilft denen auch keine Disc. Das RR blockiert am Hinterrad immer sehr leicht, egal welches Bremssystem.

Ein wegrutschendes Hinterrad lässt sich fast immer wieder einfangen - beim Vorderrad gelingt das praktisch nie. Mir ist schon sehr oft das Hinterrad weggerutscht und gestürzt bin ich bei so einer Aktion noch nie soweit ich mir erinnere. Ein wegrutschendes VR hat mich mal ein Schlüsselbein gekostet. Ich kann mich überhaupt nur an einen Fall erinnern, wo ich ein wegrutschendes Vorderrad wieder einfangen konnte: das war aber am Lastenrad, bei dem das wegen der Geometrie einfacher ist.

Wenns rutschig ist/aussieht bremse auch ich erstmal hinten. Ich sehe nicht, warum das schlecht sein soll. Auch beim Rennrad blockiert das Hinterrad nicht "sehr leicht". Das tut es erst, wenn man auch vorne ordentlich bremst, weil dann das HR ein Stück weit abhebt. Man kann halt mit der HR-Bremse nur wenig Bremskraft übertragen, drum taugt es nicht für harte Bremsungen.

RS1325
17.11.2017, 12:03
+1 !

Wenn ich so die letzten Beiträge so durchlese muss man den Eindruck gewinnen dass bei RTF's usw. der Weg gepflastert ist mit gestürzten Radlern weil alle falsch bremsen.......
Und man sollte vielleicht die Bremstechnik die für's Motorrad gilt nicht stumpf auf's Rennrad übertragen. Unterschiedliche Schwerpunktlage, Reifenbreite, Reifendruck und Systemgewicht machen da schon einen Unterschied.

Ecoon
17.11.2017, 13:57
Und man sollte vielleicht die Bremstechnik die für's Motorrad gilt nicht stumpf auf's Rennrad übertragen. Unterschiedliche Schwerpunktlage, Reifenbreite, Reifendruck und Systemgewicht machen da schon einen Unterschied.

Hat keiner gemacht, es wurde explizit die dynamische Radlastverleitung angesprochen und die gibt es nunmal bei Fahrrad, Mopped, Autos, LKWs und sogar Flugzeugen.
Wie gesagt, wer sich wohler mit der Hinterradbremse fühlt, der soll es so machen, ist ja nicht verboten. Es hat aber einen konkreten Grund, warum die Bremssysteme an den Vorderräder meist etwas größer gestaltet wurde. Bevor der Aluhut kommt: es liegt nicht daran, dass die böse Auto/Fahrrad/...-Industrie uns armen Verbraucher wieder was vorschreiben wollen und uns mehr verkaufen, als wir brauchen. :D

Letztendlich gibt es wohl aber auch unterschiedliche Wahrnehmungen was "viel" bremsen und dergleichen bedeutet, meine Kollegin hat die Vorderradbremse an ihrem Töff (Yamaha R6) ja auch nicht vermisst.

Alpenmonster
17.11.2017, 15:11
Es ist mir völlig wurscht wie das beim Töffli ist. Tatsache bleibt, dass man bei entsprechender Gewichtsverlagerung recht lange mit dem Rennrad-Hinterrad bremsen kann, wenn man nicht gerade eine richtige Vollbremsung einleitet. Und damit hat man halt das bei Blockade einfacher zu beherrschende Laufrad gebremst. Das dürfte der Grund sein, warum in der Praxis die hinteren Bremsgummi i.a.R. nicht länger halten als die vorderen.

Auch bei mir sind die hinteren Bremsgummis schneller durch, obwohl ich die Vorderbremse viel stärker nutze. und ich kenne auch keinen, bei dem die Beläge vorne zuerst durch wären. Das kommt m.E. ganz klar davon, dass am Hinterrad einfach viel mehr "Dreck" ist - jede Menge Staub und feiner Sand, bei Regen auch gerne weniger feines Material. Besonders gut sieht man es im Winter, da schmelzen die hinteren Beläge förmlich weg.

Boniperti
17.11.2017, 18:14
Auch bei mir sind die hinteren Bremsgummis schneller durch, obwohl ich die Vorderbremse viel stärker nutze. und ich kenne auch keinen, bei dem die Beläge vorne zuerst durch wären. Das kommt m.E. ganz klar davon, dass am Hinterrad einfach viel mehr "Dreck" ist - jede Menge Staub und feiner Sand, bei Regen auch gerne weniger feines Material. Besonders gut sieht man es im Winter, da schmelzen die hinteren Beläge förmlich weg.

:confused: meine hinteren Bremsbeläge halten seit min. 400.000hm, vorne hab ich in der Zeit bestimmt 6 Paar runter.

pinguin
17.11.2017, 18:18
Das gilt auch für die hinteren Beläge einer Scheibenbremsanlage. Auch ohne hinten viel zu bremsen gehen die Beläge ein wie ne Tafel Schokolade auf meinem Schreibtisch. Sehr viel schneller noch geht es im Winter, wenn tatsächlich Schnee liegt. Da packt es Schnee und Eis in den Bremssattel und die Kristalle machen sich recht fix über den Belag her. Ein Winter und hinten ist nichts mehr da. Vorne halten, trotz Dreck und Winter, die Beläge deutlich länger.

SST
17.11.2017, 18:50
Für mich hat sich die Frage nach Scheibenbremsen am RR geklärt. Der Tour Test zeigt was für ein haufen Mist das ganze doch ist. Danke dafür! Der Thread kann geschlossen werden.

G.Fahr
17.11.2017, 18:54
Macht einfach eine Umfrage auf, wer Rechts-, wer Linkshänder ist und fragt nach dem tatsächlichen und nicht gefühlten Belagverschleiß. Die Korrelation wird ein-eindeutig sein; die Mehrzahl im festlandeuropäischen Raum wird das Hinterrad bewusst aber vielmehr unterbewusst und instiktiv zum Verzögern nutzen. Bei den Brexitern wird es vermutlich etwas weniger eindeutig sein, da dort m.W. oft mit der linken Hand die Hinterradbremse bedient wird.

Alpenmonster
17.11.2017, 19:13
Macht einfach eine Umfrage auf, wer Rechts-, wer Linkshänder ist und fragt nach dem tatsächlichen und nicht gefühlten Belagverschleiß. Die Korrelation wird ein-eindeutig sein; die Mehrzahl im festlandeuropäischen Raum wird das Hinterrad bewusst aber vielmehr unterbewusst und instiktiv zum Verzögern nutzen. Bei den Brexitern wird es vermutlich etwas weniger eindeutig sein, da dort m.W. oft mit der linken Hand die Hinterradbremse bedient wird.

Das glaube ich definitiv nicht! Und was bitte soll der gefühlte Belagverschleiß sein? Ich fühle da gar nichts, ich sehe das schlicht und einfach. Wer's braucht kann es auch nachmessen, aber es ist auch von bloßem Auge erkennbar.

Mifri
17.11.2017, 19:49
Für mich hat sich die Frage nach Scheibenbremsen am RR geklärt. Der Tour Test zeigt was für ein haufen Mist das ganze doch ist. Danke dafür! Der Thread kann geschlossen werden.

Das ist doch vollkommener Blödsinn. Bei dem Test wurden doch wieder diese überhöhten Gewichte angenommen und auf einer 12% Abfahrt nur vorne gebremst. Da behaupte ich, dass auch ein Großteil der Carbon Bremsflanken den Geist aufgeben werden, auch wenn die Tour behauptet, das die Campa LRS noch schadlos wären.

Und, noch einmal. Wer bitte bremst nur vorne? Keiner, hat die Diskussion hier ja gezeigt.

SST
17.11.2017, 19:56
Das ist doch vollkommener Blödsinn. Bei dem Test wurden doch wieder diese überhöhten Gewichte angenommen und auf einer 12% Abfahrt nur vorne gebremst. Da behaupte ich, dass auch ein Großteil der Carbon Bremsflanken den Geist aufgeben werden, auch wenn die Tour behauptet, das die Campa LRS noch schadlos wären.

Und, noch einmal. Wer bitte bremst nur vorne? Keiner, hat die Diskussion hier ja gezeigt.
Warum sollte die Tour denn lügen? Der Test ist erschreckend!

Pedalierer
17.11.2017, 20:06
Der Belagverschleiß hinten hat halt hauptsächlich mit dem Dreck durch den Antrieb zu tun und nicht mit vermehrtem Bremsen hinten. Bei 12% bergab bleibt einem bei einer Vollbremsung Hauptsächlich die Vorderbremse über. Hinten ist da nicht viel Haftreibung über bei der Gewichtsverteilung bergab.

Da wurde Seitenlang die Überlegenheit der Disc vorgebetet und jetzt wo ein Test die angeblichen Wahrheiten widerlegt kommt nur MIMIMIMIMIMI, kann nicht sein, allet jelogen.

Klar ist so ein Test ein Grenzfall, wozu sollte man so einen Test denn sonst machen? Um die Bremsperformance in der Tempo-30-Zone zu prüfen?

cadoham
17.11.2017, 22:44
*gähn*

kaeptnepo
17.11.2017, 22:55
Hier werden wirklich sehr gute Argumente angeführt warum die Disc schwerwiegende Nachteile hat und noch ein Tourtest obendrauf, der bestätigt, dass die Disc alles andere als ein alternativloses Spitzenprodukt ist.
Ich glaube die 5 -6 User die sich hier immer wieder so reflexartig mit Verve für die Disc ins Zeug legen, haben nicht verstanden worum es geht. Ich sags einfach nochmal:
Disc am MTB ja, am Crosser ja bzw. evtl und am Rennrad bestenfalls überflüssig.Wer es trotzdem haben will, auch gerne.

cadoham
17.11.2017, 22:57
Nun ist es raus. :heulend:

Die wenigen 5-6 Leute hier fahren halsbrecherisch mit der Scheibenbremse durch die Gegend,
weil wir den Kick dieses gefährlichen Bremssystems an jeder Kreuzung suchen.


:whogives:

G.Fahr
17.11.2017, 23:01
Scheibenkleister!

kaeptnepo
17.11.2017, 23:08
Nun ist es raus. :heulend:

Die wenigen 5-6 Leute hier fahren halsbrecherisch mit der Scheibenbremse durch die Gegend,
weil wir den Kick dieses gefährlichen Bremssystems an jeder Kreuzung suchen.


:whogives:

Nee ihr glaubt einfach nur jeden Mist den die Industrie euch erzählt ;)

Abstrampler
17.11.2017, 23:21
Das Versagen im Test ist ja nicht der Disc an sich anzulasten, sondern lediglich der zu optimistischen Auslegung der betreffenden Bremsscheiben.
Das Problem ist also leicht zu beheben.
Diejenigen, die sich mit ihrem Material auseinandersetzen, werden das vor Extrembelastungen auch tun. Wie sie es immer getan haben.
Denn so wie sich kaum jemand bei klarem Verstand mit irgendwelchen chinesischen No name-Carbonfelgen den Großglockner runtergestürzt hat, wird er auf solche Scheiben setzen.

avis
18.11.2017, 00:11
Jo, schöne 200er + Scheiben.
Wiegen dann pro Stück ein halbes kg :D

Fluxkompensator
18.11.2017, 08:42
Wie bereits mehrfach erwähnt, kam es in der Versuchsphase in der Protour mit 160er Scheiben auch zu Situationen, die die Fahrer von Felgenbremsen nicht kennen. Das sind dünne Männchen, die ziemlich gut radfahren können und auch nicht aus Spaß bremsen. Bei 90-100km/h ist die Energie immens.

MonsieurF
18.11.2017, 09:23
Sind diese brenzligen Situationen in der Protour dokumentiert?

Der technische Hintergrund würde mich interessieren.

Fluxkompensator
18.11.2017, 11:44
Nur anekdotisch. Dafür direkt und authentisch.

Mifri
18.11.2017, 13:08
[QUOTE=Pedalierer;5619005]Der Belagverschleiß hinten hat halt hauptsächlich mit dem Dreck durch den Antrieb zu tun und nicht mit vermehrtem Bremsen hinten. Bei 12% bergab bleibt einem bei einer Vollbremsung Hauptsächlich die Vorderbremse über. Hinten ist da nicht viel Haftreibung über bei der Gewichtsverteilung bergab. /QUOTE]

Jaja, ist klar. Die Beläge hinten verschleißen durch den Antriebsdreck. Ich wusste garnicht, dass der Antrieb bei FB mittlerweile unterhalb des Oberrohr im Bereich der Sitzstreben ist und bei Disc die Disc an der Kassette festgeschraubt wird.

Bei meinen Disc-Rädern hüpft zumindest kein Antriebdreck in Richtung Bremsscheibe.

Fakt ist, dass die Mehrzahl sich nicht bewusst sind, dass Sie hinten halt öfter Bremsen, als vorne, auch wenn Sie dies behaupten und da gehöre ich sogar auch dazu, auch wenn ich mich dazu zwinge, vorne mehr zu bremsen.

G.Fahr
18.11.2017, 13:25
Fakt ist, dass die Mehrzahl sich nicht bewusst sind, dass Sie hinten halt öfter Bremsen, als vorne, auch wenn Sie dies behaupten und da gehöre ich sogar auch dazu, auch wenn ich mich dazu zwinge, vorne mehr zu bremsen.

So wirds im Schnitt und vor allem im tendenziell flachen bis welligen Terrain sein. Natürlich gibt es abhängig von der Topografie abweichendes Verhalten, wo die VR-Bremse mindestens gleichwertig verwendet wird bzw. werden muss, weil sonst die notwendige Verzögerung nicht erreicht werden kann.

Ich persönlich stelle regelmäßig die Hinterradbremsen nach, obwohl ich gefühlt auch behaupten würde, die VR-Bremse nicht zu vernachlässigen und oft kopflastig zu bremsen. Die angesprochene Rechtshänderthematik spielt hier m.E. eine große Rolle, weil es der quasi instinktive Erstgriff ist, den man - spätestens im Schreckmoment - tut. Erst dann folgt der beherzte aber überlegte Griff zum linken Hebel.

Aber vielleicht gibt es ja bald SynchroBrake®.

kleinfahrer
18.11.2017, 23:35
Können eigentlich die SRAM Centerlock Bremsscheiben mit Shimano Bremssätteln, z.B. BR-RS 785 gefahren werden ? Also nur die Bremssättel neu ausrichten, reicht das aus ?? Die sind aus Edelstahl, sind also weniger anfällig gegen Versagen u. sind erwas leichter. Also werden 2 Contra Argumente teilweise entkräftet.

avis
19.11.2017, 00:04
Also ich glaube kaum, dass man einfach so blind sagen kann, dass die Sram Scheiben belastbarer wären als die Campaversion, welche ja auch aus Stahl sind.
Kennst du da die genauen Legierungen mit ihrer jeweiligen spezifischen Charakeristik was Wärmeabfuhr, Verformung unter Hitze etc angeht?! :rolleyes:

Mifri
19.11.2017, 08:43
Können eigentlich die SRAM Centerlock Bremsscheiben mit Shimano Bremssätteln, z.B. BR-RS 785 gefahren werden ? Also nur die Bremssättel neu ausrichten, reicht das aus ??

Ja und wahrscheinlich muss dort nicht einmal etwas ausgerichtet werden. War bei mir auch so, als ich mal eine Centerline X Scheibe am CX mit Shimano Bremsen gefahren haben.

cadoham
19.11.2017, 10:07
Man merkt dann doch, das vielen die echte Praxiserfahrung fehlt,
um solche Dinge realistischer beurteilen zu können.

Auch wenn ich es gut finde, wenn die Tour solche Dinge mal bis zum Ausfall testet,
hätte ich mir einen Vergleich gewünscht, wo beide Bremsen sinnvoll eingesetzt werden.

Ein solches Sportgerät erfordert letztlich immer etwas Verstand bei der Nutzung
und das gilt sowohl für die Felgenbremse, wie auch für die Disc.

Gibt genügend in meinem Bekanntenkreis, deren Bremsbeläge nicht sauber zur Bremsflanke
ausgerichtet sind und wo man auch mal die Aluspäne entfernen sollte.

Wer sein Material nicht pflegt und falsch nutzt,
muss mit einem Ausfall rechnen.

Wo steht dann eigentlich, das die Disc angeblich für den DAU konzipiert wurde?

RS1325
19.11.2017, 10:13
+1 ! :applaus:

SST
19.11.2017, 11:27
Man merkt dann doch, das vielen die echte Praxiserfahrung fehlt,
um solche Dinge realistischer beurteilen zu können.

Auch wenn ich es gut finde, wenn die Tour solche Dinge mal bis zum Ausfall testet,
hätte ich mir einen Vergleich gewünscht, wo beide Bremsen sinnvoll eingesetzt werden.

Ein solches Sportgerät erfordert letztlich immer etwas Verstand bei der Nutzung
und das gilt sowohl für die Felgenbremse, wie auch für die Disc.

Gibt genügend in meinem Bekanntenkreis, deren Bremsbeläge nicht sauber zur Bremsflanke
ausgerichtet sind und wo man auch mal die Aluspäne entfernen sollte.

Wer sein Material nicht pflegt und falsch nutzt,
muss mit einem Ausfall rechnen.

Wo steht dann eigentlich, das die Disc angeblich für den DAU konzipiert wurde?
Der Verstand schwindet wenn die Aktionen reflexartig entstehen.

Es geht hier nicht um Pflege des Materials.

Was ist denn bitte eine sinnvolle Nutzung? Ich will langsamer werden also wird gebremst. Ein Test unter Extrembelastungen (Hohe Geschwindigkeit + Bremsmanöver), da wo es interessant wird, ist dann also nicht sinnvoll? :confused:

Es geht im Ernstfall um Menschenleben und wenn die Tour offenlegt das die Bremsen nach dem Bremsmanöver nicht mehr funktionierten und hier sprechen wir von einem 90 kg Athleten mit 10 kg Rennrad also 100 kg Systemgewicht dann ist das erschreckend!

kettenteufel
19.11.2017, 11:40
"Mit Scheibenbremsen kann man 10% schneller durch die Kurve fahren"

Christina Vogel

Fluxkompensator
19.11.2017, 11:40
Man merkt dann doch, das vielen die echte Praxiserfahrung fehlt,
um solche Dinge realistischer beurteilen zu können.

Auch wenn ich es gut finde, wenn die Tour solche Dinge mal bis zum Ausfall testet,
hätte ich mir einen Vergleich gewünscht, wo beide Bremsen sinnvoll eingesetzt werden.

Ein solches Sportgerät erfordert letztlich immer etwas Verstand bei der Nutzung
und das gilt sowohl für die Felgenbremse, wie auch für die Disc.

Gibt genügend in meinem Bekanntenkreis, deren Bremsbeläge nicht sauber zur Bremsflanke
ausgerichtet sind und wo man auch mal die Aluspäne entfernen sollte.

Wer sein Material nicht pflegt und falsch nutzt,
muss mit einem Ausfall rechnen.

Wo steht dann eigentlich, das die Disc angeblich für den DAU konzipiert wurde?
Sprach Dr. Arroganto. Alles DAUs ohne Plan. Klaro.

Ich war '95 oder so mit Hot Chili Produkttester für ersten Discs von Magura. Unsere ersten hatten Alu-Scheiben (es rollte noch die erste Leichtbauwelle). Ich hatte nie Probleme in Rennen, aber in Todtnau war nach jedem einzelnen Run eine von beiden Scheiben hin oder sogar beide. Erst ein Jahr später kam der Produktmanager zu uns und meinte, wir hätten von Anfang an Recht gehabt und Stahl wäre Pflicht.

Kurz danach bin ich mit meiner ersten Disc am nicht-DH-Rad über Riva in eine Felswand gerauscht (wie heißt nochmal diese Abfahrt, direkt über der Stadt hinter der Bastei mit -30% auf Asphalt?). Mit V-Brakes hatte ich dort niemals Probleme, die Disc war auf einmal komlett wirkungslos

Was ich damit sagen will: Die Industrie sollte ihr Baby jetzt fit machen, technisch und optisch, schöne Systemintegration wie an diesem KTM Prototyp. Dann läuft das auch mit der Stimmung und den Absätzen. Firmen mit der Einstelliung "Schuld ist der dumme User" gehen den Bach runter.

Der große Vorteil der Disc zur Felgebremse ist die "predictability", ales was oben rein geht, kommt immer gleich unten raus.Bei Regen, bei Schnee, bei Hitze. Wenn das nicht funktionert, ist es ein ****** Produkt.

G.Fahr
19.11.2017, 11:57
Was ich damit sagen will: Die Industrie sollte ihr Baby jetzt fit machen, technisch und optisch, schöne Systemintegration wie an diesem KTM Prototyp.

Das eine beißt sich aber mit dem anderen. Um auch Maximallastfälle mit schweren Fahrern auf langen, steilen Abfahrten mit thermisch ungünstigem Dauerbremsverhalten abdecken zu können, bräuchte es die Hosenträger-Gürtel-Konfiguration mit 180-/200-er Scheiben, großen Reibringbreiten und Scheibendicken ggf. kombiniert mit Mehrkolbensystemen. Für den durchschnittlichen Anwendungsfall völlig überdimensioniert und optisch am RR schwer bis kaum vermittelbar.

Fluxkompensator
19.11.2017, 12:02
Das eine beißt sich aber mit dem anderen. Um auch Maximallastfälle mit schweren Fahrern auf langen, steilen Abfahrten mit thermisch ungünstigem Dauerbremsverhalten abdecken zu können, bräuchte es die Hosenträger-Gürtel-Konfiguration mit 180-/200-er Scheiben, großen Reibringbreiten und Scheibendicken ggf. kombiniert mit Mehrkolbensystemen. Für den durchschnittlichen Anwendungsfall völlig überdimensioniert und optisch am RR schwer bis kaum vermittelbar.
Das ist in der Tat ein Problem. Wenn 160mm nicht auch für schwere Fahrer an heißen Sommertagen reichen, wird es eng für's Marketing.

tacoma
19.11.2017, 12:24
Können eigentlich die SRAM Centerlock Bremsscheiben mit Shimano Bremssätteln, z.B. BR-RS 785 gefahren werden ? Also nur die Bremssättel neu ausrichten, reicht das aus ?? Die sind aus Edelstahl, sind also weniger anfällig gegen Versagen u. sind erwas leichter. Also werden 2 Contra Argumente teilweise entkräftet.

Maybe it helps!

Man kann SRAM Centerline X-Center Lock Bremsscheiben mit Shimano Bremssätteln fahren!
https://r2-bike.com/SRAM-Bremsscheibe-Centerline-X-zweiteilig-Rounded-Edges-160-mm-Centerlock

U.U. sollte man (wegen unterschiedlicher Rotorstärke) noch prüfen ob „narrow“ oder „wide“ Bremsbeläge notwendig sind!
http://productinfo.shimano.com/#/com/3.0?types=mtb&acid=C-461&cid=C-460

Herr Sondermann
19.11.2017, 12:24
Sprach Dr. Arroganto. Alles DAUs ohne Plan. Klaro.


:ü Das ist ja schon seit Beginn des Threads das beliebteste Dauer"argument". Was soll man dazu noch sagen...? :rolleyes:
Bei solchen "Argumenten" erübrigt sich jede weitere Diskussion.

cadoham
19.11.2017, 12:30
@Flux
Deine persönlichen Beleidigungen kannst du dir sparen.

Der Test hat ein Systemausfall der Campa Bremse produziert, indem auf einer steilen
Abfahrt nur mit der vorderen Bremse, dauerschleifend verzögert wurde.

Ich sagte mit keinem Wort das alle zu blöd zum bremsen sind,
sondern das ein Sportgerät nicht ohne Verstand zu bewegen ist,
möchte man Ausfälle dieser Art vermeiden.

Tristero
19.11.2017, 12:34
Jaja, ist klar. Die Beläge hinten verschleißen durch den Antriebsdreck. Ich wusste garnicht, dass der Antrieb bei FB mittlerweile unterhalb des Oberrohr im Bereich der Sitzstreben ist und bei Disc die Disc an der Kassette festgeschraubt wird.

Bei meinen Disc-Rädern hüpft zumindest kein Antriebdreck in Richtung Bremsscheibe.


Der Dreck wird natürlich vom Vorderrad aufgewirbelt.


Um auch Maximallastfälle mit schweren Fahrern auf langen, steilen Abfahrten mit thermisch ungünstigem Dauerbremsverhalten abdecken zu können, bräuchte es die Hosenträger-Gürtel-Konfiguration mit 180-/200-er Scheiben

Ja, das ist wohl so. Erstaunlich ist eher, dass man meint, ohne dies auskommen zu können. Wenigstens die Kompatibilität sollte gewährleistet sein.
Es ist gut, dass die Tour in der Hinsicht Druck aufbaut.

Pedalierer
19.11.2017, 12:37
Jaja, ist klar. Die Beläge hinten verschleißen durch den Antriebsdreck. Ich wusste garnicht, dass der Antrieb bei FB mittlerweile unterhalb des Oberrohr im Bereich der Sitzstreben ist und bei Disc die Disc an der Kassette festgeschraubt wird.



Hallo kleiner Mimimi. Ja der Siff der Kette landet nicht nur auf der Kettenstrebe, nein er trifft auch die Felge. Und weißt Du was, so eine Felge dreht sich dann bis zur FB Bremse weiter. Unglaublich, was? UN dann ist da noch der Dreck den das Vorderrad nach hinten schleudert. Was denkst Du wo das landet? Ja richtig am Unterrohr und dem Hinterrad.

Ja klar ist der Weg von der Kette rechtsseitig zur Disc links weiter. Deshalb gibt es das Phänomen da nicht. Also mal ein echter Vorteil der Disc gegenüber FB.

rumplex
19.11.2017, 12:46
Hallo kleiner Mimimi.

Kommt mal alle wieder runter.

kaeptnepo
19.11.2017, 12:59
OM ...

tacoma
19.11.2017, 13:09
Scheint so, dass Dreck überall landet!

632290632288632289

RS1325
19.11.2017, 13:48
Ja, das ist wohl so. Erstaunlich ist eher, dass man meint, ohne dies auskommen zu können. Wenigstens die Kompatibilität sollte gewährleistet sein.
Es ist gut, dass die Tour in der Hinsicht Druck aufbaut.

Na - ich weiss nicht. Dass bei den ganzen Disc Diskussionen immer irgendwelche Extremzustände herangezogen werden und dann gefordert wird dass diese auch sicher gehändelt werden. Ich denke dass die Disc in 99,..% aller Fälle für den Normalo voll und ganz ausreichend sind.

SST
19.11.2017, 13:53
Ich denke dass die Disc in 99,..% aller Fälle für den Normalo voll und ganz ausreichend sind.
Definiere doch mal Normalo.

RS1325
19.11.2017, 14:09
Vereins - RTF Fahrer, annähernd Normalgewicht, Rennrad wird nicht als Lastesel missbraucht

avis
19.11.2017, 14:12
Sicherlich, nur da reicht eben auch eine FB.
Disk sollte doch gerade immer die schweren Jungs mit Angst vor Geschwindigkeit bedienen, damit eben keine 100gr Butylschläuche mehr platzen und Felgen schmelzen müssen...:ä
Und natürlich jene, die jeden Winter 10-20.000km im Regen runterreißen, da machen einen die Ersatzfelgen nämlich wirklich arm auf Dauer ;)

RS1325
19.11.2017, 14:18
Sicherlich, nur da reicht eben auch eine FB.
Disk sollte doch gerade immer die schweren Jungs mit Angst vor Geschwindigkeit bedienen, damit eben keine 100gr Butylschläuche mehr platzen und Felgen schmelzen müssen...:ä
Und natürlich jene, die jeden Winter 10-20.000km im Regen runterreißen, da machen einen die Ersatzfelgen nämlich wirklich arm auf Dauer ;)

Klar reicht da auch eine FB. Aber es sollte doch jedem klar sein dass bei falscher Handhabung, egal ob DB oder FB, die Systeme früher oder später thermisch überbelastet werden. Aber wir drehen uns im Kreis......Zur Erinnerung - der Ruf nach der DB wurde laut und von den Mgazinen ganz massiv gefordert als die teuren Vollcarbon Laufräder den Hitzetod gestorben sind und deren Bremsleistung bei Nässe mies war.....vorher war die Welt noch in Ordnung !

Matt_8
19.11.2017, 14:53
Klar reicht da auch eine FB. Aber es sollte doch jedem klar sein dass bei falscher Handhabung, egal ob DB oder FB, die Systeme früher oder später thermisch überbelastet werden.

Wenn die DB nichts besser kann als die FB, wozu brauchen wir sie dann?

cadoham
19.11.2017, 14:59
Wenn die DB nichts besser kann als die FB, wozu brauchen wir sie dann?

Schönes Beispiel, wie „sachlich“ hier Contra Scheibenbremse diskutiert wird.

Auch etwas, was seit Beginn hier oftmals der Fall ist.

Matt_8
19.11.2017, 15:19
Schönes Beispiel, wie „sachlich“ hier Contra Scheibenbremse diskutiert wird.

Auch etwas, was seit Beginn hier oftmals der Fall ist.

Ich habe die Frage aller Fragen gestellt. Die Frage, um die sich der gesamte Thread dreht. Was ist daran unsachlich?

Willst du jetzt eine Diskussion über Semantik anfangen, nur weil die TOUR dir das Hauptargument pro DB genommen hat?

Patrice Clerc
19.11.2017, 15:39
Ich habe die Frage aller Fragen gestellt. Die Frage, um die sich der gesamte Thread dreht. Was ist daran unsachlich?

Willst du jetzt eine Diskussion über Semantik anfangen, nur weil die TOUR dir das Hauptargument pro DB genommen hat?

Die Scheibe kann eigentlich alles besser als eine Felgenbremse, ausser leicht. Demagogisch, wenn auch viel zu leicht zu durschauen, war deine durch eine Frage kaschierte Aussage, die Scheibenbremse könne nichts besser als eine Felgenbremse. Man sollte nicht auf seine eigene, zumal noch recht simple Rhetorik reinfallen.

JFTR - nicht nur dich sondern auch für die andere Contra-Positionisten:

Am Tandem (total 150 bis 160 kg) konnten wir die Scheibenbremsen bislang nur durch Dauerbremsen an sehr steilen Abfahrten (> 20 %) zum kochen bringen. Die Rotoren sind 180 mm und wir fahren immer noch, nach ca. 10000 km, das erste Rotor-Päärchen. Wer also meint, er habe mit normalen 160 mm Scheiben auf dem Solo-Velo ein Problem, der hat für Radfahrer tatsächlich mindestens ein pathologisches Problem: entweder Fettleibigkeit oder übertriebene Ängstlichkeit verbunden mit voreiligen Urteilen ohne Wissen oder Erfahrung. Mit anderen Worten: die verbreiteten 160 mm Scheiben sind mit Reserve alltags- und steilheitstauglich, wenn auch möglicherweise nicht jedes einzelne Produkt (ich kenne einfach nicht alles und kann es drum nicht beurteilen).
Ich gehe davon aus, dass man in der beschriebenen Situation (> 20 %, sehr langsam wegen vorausschleichendem Auto, 150 bis 160 kg) mit Felgenbremsen ebenfalls Probleme gehabt hätte. In der Tandem-Szene wird für solche Situationen eigentlich seit Jahr und Tag ein Seutp mit drei Bremsen empfohlen, z.B. 2 x Felgen plus Trommel ("früher") oder 2 x Scheiben mit 1 x Felge.
Überall dort, wo hart und gleichzeitig dosiert gebremst werden muss oder soll, ist die Disc massiv überlegen. Überall dort, wo das nicht nötig ist, bringt die Disc tatsächlich wenig (wenn auch nicht nichts).

Herr Sondermann
19.11.2017, 15:44
Schön, schön.

Nur fahr ich Rennrad und nicht Tandem und hab auch nicht vor, daran was zu ändern.
Und am Rennrad sehe ich für mich keine Vorteile, wegen derer sich ein Umstieg für mich lohnen würde.
So einfach ist es und doch so wenig nachvollziehbar scheint das für die Disc-Fans zu sein... :rolleyes:

avis
19.11.2017, 15:53
JFTR - nicht nur dich sondern auch für die andere Contra-Positionisten:

Am Tandem (total 150 bis 160 kg) konnten wir die Scheibenbremsen bislang nur durch Dauerbremsen an sehr steilen Abfahrten (> 20 %) zum kochen bringen. Die Rotoren sind 180 mm und wir fahren immer noch, nach ca. 10000 km, das erste Rotor-Päärchen. Wer also meint, er habe mit normalen 160 mm Scheiben auf dem Solo-Velo ein Problem, der hat für Radfahrer tatsächlich mindestens ein pathologisches Problem: entweder Fettleibigkeit oder übertriebene Ängstlichkeit verbunden mit voreiligen Urteilen ohne Wissen oder Erfahrung. Mit anderen Worten: die verbreiteten 160 mm Scheiben sind mit Reserve alltags- und steilheitstauglich, wenn auch möglicherweise nicht jedes einzelne Produkt (ich kenne einfach nicht alles und kann es drum nicht beurteilen).
Ich gehe davon aus, dass man in der beschriebenen Situation (> 20 %, sehr langsam wegen vorausschleichendem Auto, 150 bis 160 kg) mit Felgenbremsen ebenfalls Probleme gehabt hätte. In der Tandem-Szene wird für solche Situationen eigentlich seit Jahr und Tag ein Seutp mit drei Bremsen empfohlen, z.B. 2 x Felgen plus Trommel ("früher") oder 2 x Scheiben mit 1 x Felge.
Überall dort, wo hart und gleichzeitig dosiert gebremst werden muss oder soll, ist die Disc massiv überlegen. Überall dort, wo das nicht nötig ist, bringt die Disc tatsächlich wenig (wenn auch nicht nichts).




Widerspricht halt z.T. direkt den Ergebnissen des Tourtests.
Dort waren eben keine großen Reserven vorhanden, das System hat versagt unter Bedingungen, die ich auch für grenzwertig halte, die aber nun mal den Usus des weniger kompetenten Hobbyfahrers durchaus abbilden.
Problemlos und grenzenlose Reserven gabs jedenfalls nicht.
Es kann aber eben niemand nachvollziehen, wie ihr genau bremst, Vergleiche in der Art "bei mir ist das aber so und so" bringen daher nichts.

Was die "massive" Überlegenheit angeht; kann ich im Trockenen Null bestätigen.
Im Nassen mit Carbonfelgen ist eine Überlegenheit da, aber auch nicht derartig eklatant. (-> Reifen limitiert)
Was ich mich da ja immer wieder frage ist, wenn die Scheibe wirklich so ein Gamechanger wäre, einen derartigen Vorteil in schnellen Abfahrten gewährleisten würde, wieso zur Hölle reißen die Pros den Herstellern das Teil dann nicht aus den Händen?
Klar, in Breite des Feldes nicht so leicht machbar wegen Standards und Panne etc, aber die Siegfahrer müssten doch auf Bergetappen nichts anderes mehr wollen?
Es gab in den letzten Jahren bei allen drei Grand Tours etliche Zielankünfte im Tal, die sowohl bzgl. des Tagessieges als auch bzgl. GK absolut siegentscheidend waren.
Schon sehr seltsam, dass Froome, Dumoulin, Nibali, Bardet und Porte dann nicht alle klar zur Disk gegriffen haben, die hatten eh alle ihren Mannschaftswagen hinter sich und wenn die Scheibe wirklich "massiv" überlegen sein sollte, also deutlich höheres Tempo ermöglichen sollte, dann müsste sie hier doch eigentlich alternativlos sein?!
Ein Fahrer der mit FB gegen jemanden mit Disk angetreten wäre, hätte Minuten verlieren müssen und vice versa...:hmm:

Patrice Clerc
19.11.2017, 15:55
Schön, schön.

Nur fahr ich Rennrad und nicht Tandem und hab auch nicht vor, daran was zu ändern.
Du solltest was ändern: mitdenken! Oder überhaupt denken. Das vorherige Argument war, dass Discs angeblich nichts besser könnten und sogar vielleicht/möglicher/wahrscheinlich/ganz sicher weniger standfest seien. Und um das zu Widerlegen wurde die Praxiserfahrung mit dem deutliche höhere Anforderungen aufweisenden Tandem geschildert. Wenn die Discs dort den Felgenbremen bezüglich Standfestigkeit überlegen sind, wie können sie dann auf dem Solo-Renner diesbezüglich unterlegen sein.

Das hättest du doch auch selber merken können, nicht?




Und am Rennrad sehe ich für mich keine Vorteile, wegen derer sich ein Umstieg für mich lohnen würde.
Das hingegen interessiert niemanden ausser dich und, falls du Fans hast, halt auch deine Fans.



So einfach ist es und doch so wenig nachvollziehbar scheint das für die Disc-Fans zu sein... :rolleyes:
Doch, dass du keine Disc willst, vollzieht jeder nach. Aber es interessiert auch niemanden. Und v.a. zählt das nicht als Pro- oder Kontraargument.

Patrice Clerc
19.11.2017, 16:17
Widerspricht halt z.T. direkt den Ergebnissen des Tourtests.Und jetzt? Dann widerspreche ich halt tour. Auf jeden Fall ist es aber so, dass Scheiben mit einem Radius-Delta von 12.5 % gegenüber 160 mm auch für Super-Schwer, bezogen auf Solo-Velos, reichen. Wie kann man da glauben, man hätte als 60 bis 100 kg Mensch damit ein Problem?



Dort waren eben keine großen Reserven vorhanden, das System hat versagt unter Bedingungen, die ich auch für grenzwertig halte, die aber nun mal den Usus des weniger kompetenten Hobbyfahrers durchaus abbilden.Und dann versagen auch Felgenbrems-Setups - egal, ob die Bremswirkung wegen heissen Gummis schlechter wird oder gleich der Reifen platzt.



Problemlos und grenzenlose Reserven gabs jedenfalls nicht.Grenzenlos gibt's nie in unserem Universum.



Es kann aber eben niemand nachvollziehen, wie ihr genau bremst, Vergleiche in der Art "bei mir ist das aber so und so" bringen daher nichts.Weisst du: normalerweise bremse ich gut. Wenn ich hingegen mit 20 km/h bei > 20 % Steilheit fahren muss, dann kanns (auf dem Tandem) mit jeder Bremse Probleme geben. Solo erwarte ich keine, auch nicht mit Felgenbremsen. Aber spätestens in solchen oder ähnlichen Situationen fangen Bremsgummis irgendwann an, schlecht dosierbar zu werden und diese schleifenden Geräusche zu machen.



Was die "massive" Überlegenheit angeht; kann ich im Trockenen Null bestätigen.Im flachen bei eher normalen Geschwindigkeiten, auf trockener Strasse mit sauberen Felgen und Gummis kann ich das auch nicht. Sobald es aber etwas runter geht und vor den Kurven aus hoher Geschwindigkeit sehr hart angebremst werden soll, aber schon.

Ist das nicht eine Tautologie, dass grundsätzlich überlegene Bremsen dort, wo wenig und nicht besonders hart gebremst werden muss, ihre Überlegenheit nicht ausspielen können?



Im Nassen mit Carbonfelgen ist eine Überlegenheit da, aber auch nicht derartig eklatant.Eklatant oder nicht: im nassen auf steilen Abfahrten kannst du mit Carbonfelgen und Felgenbremsen einfach einpacken, im Direktvergleich. Ob dich das nun stört, oder die paar (Dutzend) Sekunden oder (mehrere) Minuten langsamere Abfahrt einfach hin nimmst, interessiert eingentlich auch keinen, ausser dich.


Was ich mich da ja immer wieder frage ist, wenn die Scheibe wirklich so ein Gamechanger wäre, einen derartigen Vorteil in schnellen Abfahrten gewährleisten würde, wieso zur Hölle reißen die Pros den Herstellern das Teil dann nicht aus den Händen?
Frag die Profis. Und dann frag mal, ob sie überhaupt schon mal mit einem Disc-Rad gefahren sind.



Klar, in Breite des Feldes nicht so leicht machbar wegen Standards und Panne etc, aber die Siegfahrer müssten doch auf Bergetappen nichts anderes mehr wollen?
"Ich brauche das nicht - ich bin sonst gut genug!" "Die 457 Gramm Zusatzgewicht stören hinauf mehr, als sie runter gewinnen." (Pros haben i.a.R. keine Ahnung von Physik.)



Es gab in den letzten Jahren bei allen drei Grand Tours etliche Zielankünfte im Tal, die sowohl bzgl. des Tagessieges als auch bzgl. GK absolut siegentscheidend waren.Siegentscheidend sind i.a.R. die Beine und der Aufstieg. Darum, egal, ob das nun relevant ist oder nicht wählen Rennfahrer ein Setup, von dem sie GLAUBEN, den Berg hoch schnell zu sein.

Irgend wann wird man auf dem Kulminationspunkt das Rad wechseln - auf die Discs bei heiklen Abfahrten. Und zwei Jahre später wird die UCI solche Wechsel verbieten.



Schon sehr seltsam, dass Froome, Dumoulin, Nibali, Bardet und Porte dann nicht alle klar zur Disk gegriffen haben, die hatten eh alle ihren Mannschaftswagen hinter sichNein, haben sie dort, wo das wichtig sein würde, auf engen, verwinkelten Bergen kurz vor dem Ziel, wo das Feld in lauter kleine Gruppen aufgesplittert ist, eben nicht.



und wenn die Scheibe wirklich "massiv" überlegen sein sollte, also deutlich höheres Tempo ermöglichen sollte, dann müsste sie hier doch eigentlich alternativlos sein?!Natürlich ist sie beim BREMSEN massiv überlegen. Aber wenn du die Logistik, die konservative Einstellung im (Strassen-)Radsport-Milieu, und meinetwegen die 457 g Übergewicht einrechnest, dann wirst du verstehen, dass es für die Pros eben nicht ganz so einfach ist.

Aber was interessiert dich das - seit wann hast du eine Pro-Lizenz?

Tristero
19.11.2017, 16:18
Scheint so, dass Dreck überall landet!

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Denkfehler. Die fahren Windschatten im Dreck. Normal bleibt der vordere Bremssattel sauber. Wo soll's auch herkommen? Am MTB kannst du nach ner Tour im Winter hier in der Gegend noch nicht mal mehr sagen, von welcher Marke die Bremse stammt, so dick ist die Dreckschicht.

Patrice Clerc
19.11.2017, 16:25
Es ist egal, warum Felgen und Bremsgummis dreckig und zuweilen sogar sandig werden. Tatsache ist, dass jeder von uns auch Vorderräder putzen muss.

Herr Sondermann
19.11.2017, 16:27
Du solltest was ändern: mitdenken! Oder überhaupt denken.

Den Spruch mit dem Glashaus und den Steinen kennste, oder? :Applaus:

Lustig, einmal erzählst du, dass persönliche Meinung die aus Erfahrung resultiert nicht interessiert, direkt darauf schreibst du, dass du deine Meinung resultierend aus deiner Erfahrung selbstverständlich mehr zählt, als ein Test...
Hätteste aber auch selber merken können, nicht?! :rolleyes:

Der Begriff der Disc-Taliban, den der Pedalierer hier in die Runde geworfen hat, stimmt einfach... :mad:
Ich werde deine weiteren Ergüsse übrigens nicht mehr lesen. Mit verbitterten alten Leuten, die gleich mit persönlichen Angriffen starten, möchte ich nicht mehr reden.

Patrice Clerc
19.11.2017, 16:35
Den Spruch mit dem Glashaus und den Steinen kennste, oder? :Applaus: Das ist hier nicht angebracht.



Lustig, einmal erzählst du, dass persönliche Meinung[ die aus Erfahrung resultiert nicht interessiert, direkt darauf schreibst du, dass du deine Meinung resultierend aus deiner Erfahrung selbstverständlich mehr zählt, als ein Test...
Von selbstverständlich habe ich nichts geschrieben. Im Gegenteil: ich habe eine durchaus umfassende Erfahrung mit dem Super-Schwergewicht zum besten gegeben. Wer ist schon mit einem Systemgewicht von 150 bis 160 kg, manchmal auch mehr 10000 km mit 180 mm Scheiben gefahren? Du, tour? Vermutlich nicht. Und darum ist meine Aussage als Relativierung durchaus erkennenswert.



Hätteste aber auch selber merken können, nicht?! :rolleyes:
Da habe ich ja einen wunden Punkt getroffen. Versenkt.



Der Begriff der Disc-Taliban, den der Pedalierer hier in die Runde geworfen hat, stimmt einfach... :mad:
Nein. Ich sage gar nicht, dass Discs in jedem Aspekt besser seien. Aber die gegenteilige Aussage, sie seien in keinem Punkt besser und hätten darum keine Existenz-Berechtigung, konnte ich wohl widerlegen. Und natürlich sage ich auch, dass Discs auf einem Allround-Renner, der nicht in Strassenrennen eingesetzt werden soll, definitiv besser ist. Für Strassenrennen kann man noch diskutieren. Aber zwingend schlechter sind sie aber offenbar nicht mal bei den Pros.

rumplex
19.11.2017, 16:36
Und jetzt? Dann widerspreche ich halt tour. Auf jeden Fall ist es aber so, dass Scheiben mit einem Radius-Delta von 12.5 % gegenüber 160 mm auch für Super-Schwer, bezogen auf Solo-Velos, reichen. Wie kann man da glauben, man hätte als 60 bis 100 kg Mensch damit ein Problem?



Nur mal so: Beim Test handelt es sich um NEUE Campa-Scheiben. Und die sind auch nicht "ausgefallen", sondern haben sie verformt. DU bst die sicher noch nicht gefahren, und am Tandem auch nicht.

Herr Sondermann
19.11.2017, 16:38
Gähn....An dem Punkt, dass Disc an vielen Rädern ihre absolute Berechtigung haben, waren wir vor ca. 100 Seiten schon...:rolleyes:

Aber damit lass ich´s gut sein und bin hier endgültig raus. Viel Spaß weiterhin beim andere Meinungen nicht gelten lassen, Dinge verdrehen und Beleidigen.:Applaus:

m4k1
19.11.2017, 17:04
Also da mit den Tandems is ja wohl die idiotischste Argumentation seit langem. Da werden doch in der Regel dh anker a la Gustav m und Konsortien verbaut die auch gleich mal ein halbes Kilo (überspitzt) pro Seite wiegen. Is doch klar das die mehr Wärmekapazität haben.
Wäre sowas im rr beim tour Test verbaut gewesen hätte das auch gehalten, aber so? Äpfel und Birnen!
Kannst ja gleich schreiben die db hält auch an jedem motox bike...toll! Gekauft!

cadoham
19.11.2017, 17:18
Und am Rennrad sehe ich für mich keine Vorteile, wegen derer sich ein Umstieg für mich lohnen würde.
So einfach ist es und doch so wenig nachvollziehbar scheint das für die Disc-Fans zu sein... :rolleyes:

Warum sollte es ein "Disc-Fan" nicht nachvollziehen können, wenn du bei der Felgenbremse bleiben möchtest? :krabben:
Jeder entscheidet doch für sich selbst, warum er welches Material bevorzugt, weshalb es eher belanglos ist,
warum du für dich keine Vorteile bei der Scheibenbremse siehst.

Weniger nachvollziehbar dürfte es aber sein, warum man der Scheibenbremse bestimmte technische Vorteile absprechen,
bzw. klein reden muss, nur weil sie für den einen oder anderen als nicht so wichtig erscheinen,
da Optik und Mehrgewicht einen höheren Stellenwert einnehmen.



Den Spruch mit dem Glashaus und den Steinen kennste, oder?

Johannes 8,7



Der Begriff der Disc-Taliban, den der Pedalierer hier in die Runde geworfen hat, stimmt einfach

Wer solche Begriffe verwendet, dem ist sicher nicht an einem vernünftigen Umgang gelegen.

Würde man sich nur auf der technischen Ebene über das Thema unterhalten,
ohne seine persönliche Meinung und Sichtweise dabei dominieren zu lassen,
würde es diese hitzigen Debatten auch nicht geben.

Dann könnte man sich auf die sachlichen Vor- und Nachteile beschränken und bräuchte dem anderen nicht etwas madig machen,
weil es einem selbst nicht gefällt.

Patrice Clerc
19.11.2017, 17:32
Also da mit den Tandems is ja wohl die idiotischste Argumentation seit langem. Da werden doch in der Regel dh anker a la Gustav m und Konsortien verbaut die auch gleich mal ein halbes Kilo (überspitzt) pro Seite wiegen. Is doch klar das die mehr Wärmekapazität haben.Siehst du: diese knallharte Ignoranz kombiniert mit Selbstsicherheit ist genau das, was mich dazu verleitet, korrekte, aber hart formulierte Antworten zu schreiben.

Unser Tandem hat MTB-CC-Bremsen Shimano XT mit 180 mm Scheiben. Und jetzt?



Wäre sowas im rr beim tour Test verbaut gewesen hätte das auch gehalten, aber so? Äpfel und Birnen!Dein Argument war eher Apfelmus.



Kannst ja gleich schreiben die db hält auch an jedem motox bike...toll! Gekauft!
Ich hatte doch schon geschrieben, dass es 180er Scheiben hat (und zugegebenermassen nicht explizit hingeschrieben, dass es ansonsten normale, fast baugleiche Bremsen sind, wie sie jetzt auch an Rennrädern genutzt werden). Hätte man aber, wenn man nicht auf Teufel komm raus etwas falsch verstehen wollte, auch selber merken können.