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rumplex
14.10.2017, 13:51
Die November-Ausgabe ist unterwegs, und wie immer ist Eure Meinung gefragt.:)

Themen u.a.:

- Test neue Ultegra
- WM in Bergen
- Test Regenhosen
- "Feldversuch" E-Rennrad
- Reportage über Stagiaires
- Training: Schwimmen als Ausgleichssport

u.v.m..

Herr Sondermann
14.10.2017, 14:04
Sehr lesenswerte Ausgabe finde ich.

Brägel in absoluter Topform! :Applaus:

PAYE
14.10.2017, 14:52
Den "Test" der neuen Ultegra 8000 fand ich in technischer Hinsicht kaum interessant. Es steht eigentlich nichts drin was der geneigte Leser nicht schon besser/tiefgehender/detailreicher an anderer Stelle im Netz lesen konnte.

Lediglich der Praxistest der Ultegra Disc ist wohl neue(re) Info: hier erfahren wir dass es beim Einbremsen Fading gibt, worauf Shimano nicht hinweist und dass eine der beiden Testbremsen anhaltend extrem laut quietschte, ohne dass diesem Ärgernis abgeholfen werden konnte.

Über die mechanisch gebremste Ultegra müssen wir lesen dass sie "teflon-beschichtete Schaltzüge" habe.
Das ist FALSCH! Es handelt sich um polymer-beschichtete Schaltzüge. So werden die ST-R8000 auch ausgeliefert, z.B. hier nachzulesen:
https://www.bike-components.de/de/Shimano/Ultegra-v-h-Set-Schalt-Bremsgriffe-STI-ST-R8000-2-11-fach-p58028/



Features:
...
- Schaltzug aus rostfreiem Stahl, Polymer-beschichtet

Schon im letzten Ultegra-Artikel stand fälschlich dass das lange Schaltwerk nur bis 32 Zähne spezifiziert sei. Richtig ist: bis 34 Z!
Hier wurde gar nicht mehr darauf eingegangen.
Dafür erfahren wir wie sich das Finish von der Dura Ace unterscheidet und dass sie wunderbar funktioniert. Gewichtsmäßig hat sich nichts erleichtert, funktional wurde sie verbessert, über die Kompatibilität zur Vorgängergeneration erfahren wir nix.

Früher stand in solchen technischen Artikeln auch was zu Lagerung und Abdichtung von Gelenken, Schaltwerksrollen, zu Innereien von STI usw. Das scheint wohl mittlerweile Geschichte geworden zu sein im Print-Magazin. Sehr schade!

rumplex
14.10.2017, 14:59
Über die mechanisch gebremste Ultegra müssen wir lesen dass sie "teflon-beschichtete Schaltzüge" habe.
Das ist FALSCH! Es handelt sich um polymer-beschichtete Schaltzüge. So werden die ST-R8000 auch ausgeliefert, z.B. hier nachzulesen:
https://www.bike-components.de/de/Shimano/Ultegra-v-h-Set-Schalt-Bremsgriffe-STI-ST-R8000-2-11-fach-p58028/



Teflon ist Polymer. Ursprünglich ein Handelsname hat sich "Teflon" als Generalbegriff breit durchgesetzt. Ist so ähnlich wie mit "Imbus" (eigentlich "Inbus") für Innensechskant. Oder "Tempo" statt Papiertaschentuch.

PAYE
14.10.2017, 15:09
Teflon ist Polymer. Ursprünglich ein Handelsname hat sich "Teflon" als Generalbegriff breit durchgesetzt. Ist so ähnlich wie mit "Imbus" (eigentlich "Inbus") für Innensechskant. Oder "Tempo" statt Papiertaschentuch.

Allerdings bleibt hier anzumerken dass Shimano von ursprünglich blanken Edelstahlzügen zu PTFE beschichteten Zügen (weißlich)und dann zu polymerbeschichteten (bräunlichen) Zügen wechselte.
Jeder Wechsel war ein Fortschritt bei der Schaltperformance.
Diese Evolution wird ausgeklammert wenn man "Teflon" zu Polymerbeschichtung sagt.


Technisch weitaus interessanter -und auf dem Niveau wie ich mir die tour Printausgabe wünsche- finde ich den Artikel über die Flechtwerk Laufräder. Der ist gut!



by the way: Imbus war doch schon immer richtig, oder? Guggst du: klick (http://forum.tour-magazin.de/attachment.php?attachmentid=411952&d=1386143254)
:D

rumplex
14.10.2017, 15:15
Allerdings bleibt hier anzumerken dass Shimano von ursprünglich blanken Edelstahlzügen zu PTFE beschichteten Zügen (weißlich)und dann zu polymerbeschichteten (bräunlichen) Zügen wechselte.
Jeder Wechsel war ein Fortschritt bei der Schaltperformance.
Diese Evolution wird ausgeklammert wenn man "Teflon" zu Polymerbeschichtung sagt.




by the way: Imbus war doch schon immer richtig, oder? Guggst du: klick (http://forum.tour-magazin.de/attachment.php?attachmentid=411952&d=1386143254)

PTFE = Polymer = Teflon

Nein Imbus ist falsch, wenn dann Inbus (Handelsname) = Innensechskant.

Letztlich gehts um leichtere Verständlichkeit. Die Funktion von "Teflon" kennt so ziemlich Jeder, "Polymer" oder gar "PTFE" weniger.

Mountainbiker
15.10.2017, 02:52
PTFE = Polymer = Teflon

Nein Imbus ist falsch, wenn dann Inbus (Handelsname) = Innensechskant.

Letztlich gehts um leichtere Verständlichkeit. Die Funktion von "Teflon" kennt so ziemlich Jeder, "Polymer" oder gar "PTFE" weniger.

Falsch, Teflon ist PTFE und es ist auch ein Polymer aber ein Polymer muss nicht PTFE sein.
https://de.wikipedia.org/wiki/Polymer

rumplex
15.10.2017, 10:10
Falsch, Teflon ist PTFE und es ist auch ein Polymer aber ein Polymer muss nicht PTFE sein.
https://de.wikipedia.org/wiki/Polymer

Nein, deshalb schrieb ich ja: PTFE = Polymer = Teflon und nicht anders rum: https://de.wikipedia.org/wiki/Polytetrafluorethylen[/url]

PAYE
15.10.2017, 10:13
Nichtsdestrotrotz ist es nicht sinnvoll die von Shimano mit den verschiedenen Produktgenerationen eingeführen Bezeichnung zu simplifizieren mit dem Effekt, dass wieder unklar wird wovon nun genau die Rede ist (weißliche oder bräunliche Beschichtung?).
Zumindest in einem Artikel über Radtechnik ist dies wenig hilfreich.

Polymer-coated inner cable:

http://www.tweakedsports.com/images/products/detail/y63z98940.jpg

la devinette
15.10.2017, 11:26
Und das goldene Krönchen für die herzhafteste Diskussion um den Semantikteller geht an Rumplex und Paye. :grinsevil

So. Und jetzt raus an die frische Luft mit euch, Wetter ist schön. ;)


Ich muß noch bis Mittwoch warten.:heulend:

Herr Sondermann
15.10.2017, 11:40
Und das goldene Krönchen für die herzhafteste Diskussion um den Semantikteller geht an Rumplex und Paye. :grinsevil

So. Und jetzt raus an die frische Luft mit euch, Wetter ist schön. ;)
:Applaus:

:smileknik

PAYE
15.10.2017, 17:16
Mich würde noch interessieren weshalb beim Ultegra R8000 Test die Beurteilung der Ultegra Bremse mit Note 1,9 schlechter ausfällt als die Note der 105er Bremse mit 1,8?

Mountainbiker
15.10.2017, 19:44
Mich würde noch interessieren weshalb beim Ultegra R8000 Test die Beurteilung der Ultegra Bremse mit Note 1,9 schlechter ausfällt als die Note der 105er Bremse mit 1,8?

Ernsthaft? Dich interessieren diese lächerlichen Schulnotensystem noch? Das ist doch sinnvoll wie die Klangnoten, Klangohren usw. bei Hifi Tests. Das Zeug funktioniert, die Verbesserung sind doch seit Jahren nur noch marginal, je nach Vorliebe, Budget kauft man sich ne Gruppe und läßt Test Test sein.

PAYE
15.10.2017, 19:48
Ernsthaft? Dich interessieren diese lächerlichen Schulnotensystem noch? Das ist doch sinnvoll wie die Klangnoten, Klangohren usw. bei Hifi Tests. Das Zeug funktioniert, die Verbesserung sind doch seit Jahren nur noch marginal, je nach Vorliebe, Budget kauft man sich ne Gruppe und läßt Test Test sein.

Eigentlich will ich nur wissen ob es sich um einen funktionalen Unterschied oder einen Fehler handelt.
Fahren werde ich weder die Ultegra noch die 105er Bremse.

altmeister
20.10.2017, 10:54
Der Bericht über das E-Rennrad war ja wohl unvermeidlich :-(

Für mich ist so ein Ding ein NoGo. Das hat nichts mehr mit Radsport zu tun, einfach lächerlich so was.
Wenn man nicht so viel Wumms hat, fährt man eben etwas langsamer. Das geht auch in einer gut organisierten Gruppe,
auch da können stark unterschiedliche Leistungsstärken zusammen fahren. Wenn man alleine fährt ist es eh kein Problem.

Ansonsten eine gute Ausgabe.

Herr Sondermann
20.10.2017, 17:31
...und nur ein aufrechter Rennradler bei den Mofa-Testern dabei, der damit gar nix anfangen konnte. :heulend::heulend::heulend:

Dazu wieder viel Disc-is-geil-Gesülze.

Trotzdem insgesamt gelungene Ausgabe:

Umbrien, Stagiaires, WM Reportage, Vuelta Bericht - das hat mir sehr gefallen. Auch die Tests des Flechtwerk LRS und des Decatlon Renners fand ich interessant. Fight Club war auch nicht schlecht. Eine Rennszene, die mich sportlich zwar nicht rasend interessiert, aber schön, auch mal von anderen Radsportserien zu lesen!
Und dazu noch, wie erwähnt: Brägel in Hochform.

Ultegra Test: Naja...Mittelfeld bestenfalls. Bisschen *gähn* war der.
Gibt offenbar nicht mehr viel, was man über eine neue Gruppe sagen kann, die Schulnoten sind in diesem Zusammenhang eh für die Füße.

Zum Vergessen dagegen der Bericht über die Rennradler, die E-Rennräder doch ganz gut finden und die Federfahrräder.
Wow, jetzt mit Kofferraum! :Applaus: Wat´n Käse... :D

la devinette
20.10.2017, 20:19
...und nur ein Aufrechter Rennradler bei den Mofa-Testern dabei, der damit gar nix anfangen konnte. :heulend::heulend::heulend:


Ab 2018 alle drei Monate für Sie neu am Kiosk: eTour. Das Magazin für den, der mal etwas Unterstützung am Berg braucht. Mit den Test der neusten Aero-Fully-komfort-eRennräder. Bequem und schnell? Wir sagen es Ihnen. Plus: Reportage Stilfser-Joch mit eFlow. Alles ab dem 21.3.2018.

PAYE
20.10.2017, 20:23
Ab 2018 alle drei Monate für Sie neu am Kiosk: eTour. Das Magazin für den, der mal etwas Unterstützung am Berg braucht. Mit den Test der neusten Aero-Fully-komfort-eRennräder. Bequem und schnell? Wir sagen es Ihnen. Plus: Reportage Stilfser-Joch mit eFlow. Alles ab dem 21.3.2018.

Inklusive eBrägel?

la devinette
20.10.2017, 20:25
Freilich.

eTour: Jetzt ohne Trainingsplan!

Herr Sondermann
20.10.2017, 20:45
Ab 2018 alle drei Monate für Sie neu am Kiosk: eTour. Das Magazin für den, der mal etwas Unterstützung am Berg braucht. Mit den Test der neusten Aero-Fully-komfort-eRennräder. Bequem und schnell? Wir sagen es Ihnen. Plus: Reportage Stilfser-Joch mit eFlow. Alles ab dem 21.3.2018.

:Applaus: bzw: *würg!*


:D

Herr Sondermann
20.10.2017, 20:46
Freilich.

eTour: Jetzt ohne Trainingsplan!

:smileknik

Theo
21.10.2017, 12:24
Mir kommt das kürzliche Interview mit Taylor Phinney im neuesten Vélo Magazine (Nr, 598, Oktober 2017) in den Sinn.
Der Titel: Frei in seinem Kopf, wo es um Medidation geht, welche er nach seinem grossen Unfall vor 3 Jahren begonnen hat.
In dieser Phase hat ihn sein Vater, Davis Phinney, darin beobachtet und selbst mit entsprechenden Uebungen.begonnen .
Sein Vater, selbst ein bekannter Radrennfahrer, ist seit etwa seinem 42. Lebensjahr an Parkinson erkrankt. Taylor hat den Krankheitsverlauf von Anfang an beobachten können. Von ihm aus gesehen, geht es seinem Vater heute gut, er ist definitiv langsam aber unglaublich präsent, selbst wenn er nicht alles machen kann, was er möchte . Er geht wohin er will, wann er will, oft dank seinem E-Bike.

Hier ein youtube Video, das dem obigen Interview ziemlich identisch ist

https://youtu.be/Qn6hyyxfxQU

avis
21.10.2017, 22:58
Ab 2018 alle drei Monate für Sie neu am Kiosk: eTour. Das Magazin für den, der mal etwas Unterstützung am Berg braucht. Mit den Test der neusten Aero-Fully-komfort-eRennräder. Bequem und schnell? Wir sagen es Ihnen. Plus: Reportage Stilfser-Joch mit eFlow. Alles ab dem 21.3.2018.

:Applaus:

Rad_Thom
23.10.2017, 22:18
Der Bericht über das E-Rennrad war ja wohl unvermeidlich :-(

Für mich ist so ein Ding ein NoGo. Das hat nichts mehr mit Radsport zu tun, einfach lächerlich so was.
Wenn man nicht so viel Wumms hat, fährt man eben etwas langsamer. Das geht auch in einer gut organisierten Gruppe,
auch da können stark unterschiedliche Leistungsstärken zusammen fahren. Wenn man alleine fährt ist es eh kein Problem.

Ansonsten eine gute Ausgabe.


Stimme Dir voll zu.

Schon in der letzten Tour war ich erstaunt als für ein Buch mit dem Titel "Bis der Akku leer ist- mit E-Bike und Hund um die Welt-" Werbung gemacht wurde.

Habe schon an das Abbestellen des Abos gedacht. Damit will ich nichts zu tun haben.

velofix
24.10.2017, 13:01
Dem kann ich nur zustimmen! Die E-Rennrad-Testballons der Radindustrie sollte man von Anfang an zum Platzen bringen.
Ein Motor als Anschubhilfe hat an einem Sportgerät nix zu suchen. Das braucht kein Mensch. Und bitte komme mir keiner mit der Mitleidsnummer von gehandicapten Radlern. Wer einen Motor zwingend nötig hat kann auch einen Rennlenker nicht mehr gebrauchen. Dass sich die Industrie mit der Elektro-Nummer selber kannibalisiert wäre aber schon mal eine Diskussion wert. Mit 300 oder mehr Watt Motorhilfe braucht doch keiner mehr das Aero- oder Carbon-Geraffel.

Ansonsten vielseitiges Heft diesmal. Die Themen Fixed Gear Racing und Cross/Gravel würden sogar noch mehr Raum verdienen, denn hier sind aktuell die Radsport-Steigerungsraten zu verzeichnen!
Übrigens war gerade Bahn-EM in Berlin. Da wäre ein größerer Vorbericht auch mal ganz angebracht gewesen.

P.S.: Habe gerade in ein rennsport-nahes Konkurrenzblatt geschaut. Kein Motor weit und breit... wohltuend!:Applaus:

elmar
24.10.2017, 13:06
Ihr alten Säcke seid nur eine Erkrankung vom Pedelec entfernt.



Wer einen Motor zwingend nötig hat kann auch einen Rennlenker nicht mehr gebrauchen.

Absoluter Quatsch.
Hab wenig Zeit:

nach längerer Zwangspause hab ich mit nem Pedelec wieder in Form gebracht.
Ein E-Rad, gleich welcher Art, kann beim Pendeln dienlich sein, wenn man ungeschwitzt ankommen muss, andererseits aber sportlich trainieren im Anschluss-Heimweg.
Wer richtige steile Steigungen vor der Türe hat sieht das anders. genauso Dicke, Späteinsteiger, hüft-oder knieoperierte Sportler. Mit nem E-Rennrad können perfekt unterschiedliche Leistungsstärken ausgeglichen, z.B mit einem Partner. Könnte jetzt hier noch ewig weiter Proargumente auflisten. Muss aber arbeiten.
Ich fürchte ihr werdet euch an deren Existenz gewöhnen müssen. Es gibt trotz eurer Verneinung eine breite Masse an potentiellen Nutzern.

Ich sehe auch das Problem nicht und gar mit Abokündigung zu drohen ist armselig. Schließlich muss man nicht jedes Thema in jedem Heft mögen. Es gibt immer Themen bei welchen man nach der Überschrift weiterblättert, in jedwedem Magazin. Selbst in einem Pornoheftchen-selig die Zeit als es die noch gab- schaute man ja eher nach seinen Vorlieben.

velofix
24.10.2017, 14:33
Elmar, du bist Radhändler, also musst du es gut finden. :D ;)

Es geht uns nicht um generelles E-Bike-Bashing. Als Commuter oder Reha etc. ist es eine gute Sache wenn z.B. dadurch weniger Auto gefahren wird. Nur eben als Rennrad ist das sinnfrei und zielt nur auf die Bequemlichkeit der Käufer.
Noch sind es nur 200 Watt bei 50 km Reichweite. Aber das ist erst der Anfang. Und du glaubst doch nicht dass sich viele an die 25 km/h Sperre halten werden...

Und man muss in Rennradgruppen eben nicht ausgleichen. Eine Tour fährt man im für alle fahrbaren Tempo. Dafür gibt es schliesslich Schaltungen. Und man wartet eben ggf. mal wenn es einige juckt zwischendurch zu rasen. Das funktioniert schon immer gut und wird es auch in Zukunft.

Übrigens gab es kürzlich einen neuen Stundenweltrekord. Klasse 90 bis 95 Jahre. Fast 30 Kilometer. Mit einem klassischen Bahnrad aufgestellt. Soweit zu den alten Säcken.;)

Summa summarum: mich kriegt ihr jedenfalls nicht. :Bluesbrot

Herr Sondermann
24.10.2017, 15:08
Es geht zu keinem Zeitpunkt um Pedelecs im Allgemeinen, sondern explizit um E-Rennräder.

So genau lesen sollte schon sein, und ich denke, das ist auch in den Texten hinreichend deutlich geworden.
Bitte nicht überall böse Feinde wittern, wo keine sind. ;)

Außerdem steht zu diesem Thread "Meinungen zur aktuellen Tour Ausgabe".

Und meine Meinung ist nun mal, dass ich E-Rennräder ablehne. Ein Rennrad ist für mich ein Sportgerät und fertig.
Wenn ich mal kein RR mehr fahren kann, kaufe ich mir vielleicht ein E-Bike nicht nur für die Stadt. Aber ganz sicher keines mit Rennlenker!

Wenn deine Meinung eine andere ist: okay. Aber warum ist es so schwierig, auch mal die Meinung anderer einfach stehen zu lassen???

Mountainbiker
24.10.2017, 16:02
Sie hören eine Werbedurchsage eines Radhändlers:


Ihr alten Säcke seid nur eine Erkrankung vom Pedelec entfernt.

Absoluter Quatsch.
Hab wenig Zeit:

nach längerer Zwangspause hab ich mit nem Pedelec wieder in Form gebracht.
Ein E-Rad, gleich welcher Art, kann beim Pendeln dienlich sein, wenn man ungeschwitzt ankommen muss, andererseits aber sportlich trainieren im Anschluss-Heimweg.
Wer richtige steile Steigungen vor der Türe hat sieht das anders. genauso Dicke, Späteinsteiger, hüft-oder knieoperierte Sportler. Mit nem E-Rennrad können perfekt unterschiedliche Leistungsstärken ausgeglichen, z.B mit einem Partner. Könnte jetzt hier noch ewig weiter Proargumente auflisten. Muss aber arbeiten.
Ich fürchte ihr werdet euch an deren Existenz gewöhnen müssen. Es gibt trotz eurer Verneinung eine breite Masse an potentiellen Nutzern.

Ich sehe auch das Problem nicht und gar mit Abokündigung zu drohen ist armselig. Schließlich muss man nicht jedes Thema in jedem Heft mögen. Es gibt immer Themen bei welchen man nach der Überschrift weiterblättert, in jedwedem Magazin. Selbst in einem Pornoheftchen-selig die Zeit als es die noch gab- schaute man ja eher nach seinen Vorlieben.

Hat euch die Radindustrie prima eingetrichtert, man kann heute bei 5kg Übergewicht schon keine Autobahnbrücke ohne E-Motor Unterstützung mehr hochfahren. Und jedes Jahr gibt's dann ein neues Modell mit endlich noch mehr Reichweite und noch weniger Gewicht.
Sagst ja oben selbst, Pedelecs sind was für körperlich Behinderte, könnte die Tour genauso gut Handybikes oder Rollstühle testen.

elmar
24.10.2017, 16:52
Elmar, du bist Radhändler, also musst du es gut finden. :D ;)

.
rot
Die Nummer hatten wir ja schon lange nicht mehr und sie geht in keinem Punkt auf meine Argumente ein.



ElD ;)

Es geht uns nicht um generelles E-Bike-Bashing. Als Commuter oder Reha etc. ist es eine gute Sache wenn z.B. dadurch weniger Auto gefahren wird. Nur eben als Rennrad ist das sinnfrei und zielt nur auf die Bequemlichkeit der Käufer.
Noch sind es nur 200 Watt bei 50 km Reichweite.
rot

Wo ist der Unterschied, ob ich auf nen Rr commute oder auf nem Hollandrad?


Eg. Und du glaubst doch nicht dass sich viele an die 25 km/h Sperre halten werden...
rot

Doch glaube ich. Die Masse wird sich daran halten. Tut sie jetzt schon. Es geistern völlig irre Zahlen in dieser Hinsicht durchs Netz. Und es ist kein Kavaliersdelikt zu tunen, sondern eine Straftat, demnanch auch nur eine Frage der Zeit bis die Rennleitung Kontrollen einführt. Gerade so wie früher bei den Mofas.




Und man muss in Rennradgruppen eben nicht ausgleichen. Eine Tour fährt man im für alle fahrbaren Tempo. Dafür gibt es schliesslich Schaltungen. Und man wartet eben ggf. mal wenn es einige juckt zwischendurch zu rasen. Das funktioniert schon immer gut und wird es auch in Zukunft.

rot

Das ist Quatsch, hast du keine Berge daheim? Wo wohnst du ?
Möchtest du mal mit mir durch die Eifel fahren? Oder mit deinem Partner?
Und ja: ich schriebs schon oft an dieser Stelle : jeder auf nem Pedelec ist ein Autofahrer weniger.


@ Montenbaiker: auf keines der Argumente wirklich eingegangen. Wiedermal nur Polemik, sieht das jemand anders dann schreibe er jetzt:

PAYE
24.10.2017, 17:14
Ach Leute,
die Frage in diesem Thread ist doch wohl ausschließlich ob sich die tour mit Motor-unterstützten Rädern befassen oder dies besser ausklammern sollte?

Ich vote für Ausklammern.
So wie es im Bergsport die Haltung "by fair means" gibt so würde ich auch das tour Print Magazin lieber Motor-frei haben.
Sollen sie ein Extra Magazin machen mit extra Forum, da habe ich nix dageben. Bloß hier brauch ich das nicht!

Die ganzen Crossräder sind schon schlimm genug... :D

velofix
24.10.2017, 17:46
Ach Leute,
die Frage in diesem Thread ist doch wohl ausschließlich ob sich die tour mit Motor-unterstützten Rädern befassen oder dies besser ausklammern sollte?

Ich vote für Ausklammern.
So wie es im Bergsport die Haltung "by fair means" gibt so würde ich auch das tour Print Magazin lieber Motor-frei haben.
Sollen sie ein Extra Magazin machen mit extra Forum, da habe ich nix dageben. Bloß hier brauch ich das nicht!

Die ganzen Crossräder sind schon schlimm genug... :D

Ok, klammern wir das aus. Sonst wird das hier ein "Cyfly-Thread" :D. Und ich müsste alle meine Zwinker-Smilies für Elmar verbrauchen. ;););)...
Wir sind halt nicht die Zielgruppe. Für die gibt es ja auch schon ein Magazin beim Verlag. Also kann alles seinen Platz haben.

rumplex
24.10.2017, 17:49
Ach Leute,
die Frage in diesem Thread ist doch wohl ausschließlich ob sich die tour mit Motor-unterstützten Rädern befassen oder dies besser ausklammern sollte?

Ich vote für Ausklammern.
So wie es im Bergsport die Haltung "by fair means" gibt so würde ich auch das tour Print Magazin lieber Motor-frei haben.
Sollen sie ein Extra Magazin machen mit extra Forum, da habe ich nix dageben. Bloß hier brauch ich das nicht!

Die ganzen Crossräder sind schon schlimm genug... :D

Das Thema ist aber nun mal in der Welt. Dem kann sich ein Radsport-Magazin, egal ob MTB oder jetzt RR, nun mal nicht verschließen. Ich versuche mal eine Parallele. Nehmen wir "Eltern". Soll sich das Magazin nun davor verschließen, sich mit Kinder-Überwachungs-Apps zu beschäftigen, oder es behandeln?

Ich denke, dass die richtige Antwort in der Mitte liegt. Deshalb hat mir der Artikel als "Feldversuch" auch gefallen. Fragen wir doch einfach die Radsportler, was sie davon halten. Nichtsdestotrotz ist es Jedem unbenommen eine absolutere Haltung einzunehmen. Nur: Verschweigen kann man halt nicht, das wäre für ein Fachmagazin in meinen Augen eher fatal.

Der Vergleich mit "fair means" ist da auch weng abwegig, denn da fangen wir mal mit der totalen Ablehnung von Klettersteigen an (so wie ich in den 80ern:D ), und enden dann angesichts der Explosion von Bergtourismus bei der Frage, was besser ist: Immer mehr wilde Kletterei mit immer mehr Kletterhaken usw. vs. einem eher bergschonenden Steig.... alles halt ambivalent.

Das aktuell vorgestellte E-Rennrad halte ich aber auch für ziemlichen Quatsch. Nach meiner Erfahrung macht eine Unterstützung bis 100 Watt mit kleinem Akku am Berg Sinn für bestimmte Lädierte, die aber immer noch Radsport treiben wollen, mehr ist dann doch eher Pedelec.

PAYE
24.10.2017, 18:02
Wenn dieser Thread dazu geeignet sein soll dem Print Magazin Tour Feedback der Leserschaft zu geben dann sage ich dazu:
ich habe keine Bock Geld für ein Blatt auszugeben in dem ich von motorgetriebenen Fahrräder lesen soll. Das interessiert mich nicht, sorry. Genausowenig wie etliche andere Themen darin.
Das Magazin bietet ein Panoptikum von verschiedenen Spielarten des Radfahrens (scheint immer breiter zu werden) mit krummem Lenker als Mindestanforderung zum Thema, da finde ich mich immer häufiger nicht mehr in der Zielgruppe.
Konsequenz ist halt das Abo zu kündigen.

Ist vielleicht auch nicht verkehrt, irgendwann wächst man aus manchen Themen raus bzw. entspricht nicht mehr der Zielgruppe. Bei Technik und Klamotten sowie vielen Reise-Locations sind wir hier im Forum ohnehin weit voraus.
Vielleicht nehme ich das Heft dann mal im Wartezimmer beim Doc zur Hand, dafür ist es prima als Lesezirkel-Heft. Dort gucke ich sogar Autozeitschriften an zur Not. :D

rumplex
24.10.2017, 18:12
Ist vielleicht auch nicht verkehrt, irgendwann wächst man aus manchen Themen raus bzw. entspricht nicht mehr der Zielgruppe.

Ach ja, sicher, wenns darum ginge, läse ich die TOUR seit 15 Jahren nicht mehr, ich hab ja das Rad für den Rest meines Lebens. Wobei, angesichts meiner zunehmenden Gebrechen könnte ich beim Thema E-Rennrad wieder aktiviert werden.:ä

Aber zugegebenerweise lese ich sie immer noch sehr gerne, eben wegen der Reportagen in Sachen Rennen, Reise und die Themen rundum dem eigentlichen Rad.

Aber da kann man mal sehen, wie viele Splitter-Zielgruppen ein Magazin zu bedienen hat.

Birdman
24.10.2017, 18:21
Das Thema ist aber nun mal in der Welt. ...
Eben, und deshalb erwarte ich auch von einem führenden Rennrad-Magazin, dass es darüber berichtet. Genauso wie über Helme, Disc am RR und und und. Ob ich die Dinge dann gut finde oder nicht, entscheide ich nach der Information. "Soziale" (bewusst in Anführungszeichen) Medien, die sich nur im eigenen Kosmos bewegen und nie über den Tellerand schauen gibt es heute schon genügend.

Herr Sondermann
24.10.2017, 18:42
Klar ist das Thema in der Welt.
Aber ich sehe es eher wie PAYE.
Ich bin RENNRAD Fahrer und kaufe daher gerne ein RENNRAD Magazin. Cross oder von mir aus Gravel geht da auf jeden Fall, weil es eine traditionelle Spielart des Rennrades ist (Cross jedenfalls).

FÜR MICH (damit es diesmal jeder als eigene Meinung ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit erkennen kann, das scheint ja nicht immer gegeben zu sein) ist das Rennrad ein Sportgerät mit möglichst wenig Schnickschnack.

Deswegen interessieren mich Disc und E-Schaltungen nicht besonders, E-RENNRÄDER überhaupt nicht.
So: Mein persönliches Problem! Natürlich!

Aber nicht das Bier anderer, wenn ich deswegen darüber nachdenke, ob die Zeitschrift noch meinem Interesse entspricht und ich sie weiterhin im Abo beziehen möchte.
Bisher ist der Gegenwert für mich (noch) absolut gegeben. Es wird dennoch immer weniger, was mich wirklich im Heft interessiert.
Es gibt übrigens ein anderes deutsches Rennradmagazin (und nein, nicht die Roadbike, die lese ich gar nicht!), dass es in meinen Augen inzwischen deutlich besser hinbekommt, in der Themenauswahl mich als Rennradfahrer anzusprechen.

Ob die wirtschaftlich besser damit fahren oder nicht, sei dahingestellt. Die Inhalte sind aber eher meine an und auch die Tiefe scheint mir größer zu sein (v.a. bei Trainingsfragen).

Cleat Commander
24.10.2017, 19:01
Mal ehrlich, gibt es besagte Zielgruppe überhaupt? Wer kauft sich denn ein Rennrad Magazin, um darin etwas über eBikes zu lesen (Lenkerform hin oder her).
Das ist vllt ein Effekt wie beim Kuriositätenkabinett aufm Jahrmarkt oder bei einem Verkehrsunfall, man schaut halt erstmal hin, bevor man sein Handeln reflektiert, aber bewusst aus eigenem Interesse will das doch kein (ernsthafter) Rennradfahrer lesen.

avis
24.10.2017, 22:36
Ich kann das auch nicht nachvollziehen!
Zum Pendeln, Weg zur Arbeit, als Autoersatz etc. sind E-Bikes ja eine gute Sache.
Aber sie gehören nicht zum Rennradsport!
Radsport mit Motor ist einfach absurd.
Sorry und das gehört nicht in ein Magazin über Rennräder, also über dezidierte Sportgeräte.
Was die Tour doch sein will?!

plusminus
25.10.2017, 10:54
Das Thema ist aber nun mal in der Welt. Soll sich das Magazin nun davor verschließen oder es behandeln?

"Behandeln" ist aber etwas anderes als "die Interessen der Werbepartner vertreten." Würde man das Thema nämlich ernsthaft behandeln im Sinne einer kritischen und objektiven Auseinandersetzung, könnte man sich z.B. mit Behauptungen und Werbeversprechen der Industrie wie dieser ...


Und ja: ich schriebs schon oft an dieser Stelle : jeder auf nem Pedelec ist ein Autofahrer weniger.

... auseinandersetzen. Oder ganz einfach mal ernsthaft die eigentlich logische grundsätzliche Frage behandeln, die sich ein "Magazin für Rennradsport" schon von Natur aus stellen müsste: "Haben eMotoren eine Berechtigung als Sportgerät?"

Das findet aber nicht bis gar nicht statt. Stattdessen auch hier eine weitestgehend konfliktscheue und haltungsfreie Pseudo-Berichterstattung. Schade.



Aber da kann man mal sehen, wie viele Splitter-Zielgruppen ein Magazin zu bedienen hat.

Und genau da liegt der Hase begraben. Man muss keine Zielgruppen "bedienen". Man muss mit ihnen kommunizieren, sich mit ihren Themen auseinandersetzen, sich beschäftigen mit dem was bewegt. Und das eben so, dass man seinen Markenkern nicht verliert und eine Haltung erkennbar wird, die aus eben diesem Markenkern resultiert.

"Bedienen" dagegen führt zur eierlegenden Wollmilchsau. Und die braucht langfristig kein Mensch und bisher ist noch fast jede Marke, die diesen Weg eingeschlagen hat auf der Strecke geblieben früher oder später.

Birdman
25.10.2017, 11:05
... Man muss keine Zielgruppen "bedienen". Man muss mit ihnen kommunizieren, sich mit ihren Themen auseinandersetzen, sich beschäftigen mit dem was bewegt. ...
Mal abgesehen von vielleicht vorhandenen Spitzfindigkeiten: Wo genau ist da jetzt der Unterschied? :confused:

plusminus
25.10.2017, 11:18
Mal abgesehen von vielleicht vorhandenen Spitzfindigkeiten: Wo genau ist da jetzt der Unterschied? :confused:

Steht doch da.

Wenn ich jemand "bediene", will ich es ihm Recht machen, dafür sorgen, dass er sich unter allen Umständen wohl fühlt. Dies schließt eine wirkliche kritische Auseinandersetzung in aller Regel aus. Böse formuliert könnte man sagen: man schleimt sich nur an die verschiedensten Zielgruppen an.

Eine Haltungslosigkeit, die vielleicht kurzfristig zu Mehrabsatz führt - aber langfristig Marken gesichtslos macht und austauschbar. Und das war's dann.

rumplex
25.10.2017, 12:31
"Behandeln" ist aber etwas anderes als "die Interessen der Werbepartner vertreten."
Das findet aber nicht bis gar nicht statt. Stattdessen auch hier eine weitestgehend konfliktscheue und haltungsfreie Pseudo-Berichterstattung. Schade.



Um eben das aber auszuschließen, hat sich der Autor auf eine Anhöhe gestellt, und das Rad von zufällig vorbeikommenden Rennradlern ausprobieren lassen. "Unabhängiger" kann man es eigentlich nicht machen. Nenn es Fokusgruppe. Der gleiche Autor hat letztes Jahr ein Rennrad-S-Pedelec getestet, und fand das reichlich sinnbefreit.

Meine Meinung: Das vorgestellte Rad ist für ein "Sportrad" übermotorisiert, und zu schwer. Letztlich, wenn Unterstützung, brauche ich die ja nur an Anstiegen, falls ich wie auch immer körperlich "lädiert" bin. Also eher reduziert auf so 100 Watt, denn dann kann ich das Gewicht noch sportlich halten, und muss nicht in der Ebene nutzlose 4kg zu viel mitschleppen. Inwiefern das Sport ist oder nicht, hängt allerdings für mich nicht von der Art des Gefährts ab, sondern wie ich mich damit verhalte. Fremde Maßstäbe sind da eh überflüssig. Ich erinnere u.a. an das Verbot von Schaltungen im Profisport bis in die 30er (wäre ja dann nicht mehr "heroisch" gewesen) oder die harten Diskussionen um Kompaktkurbeln am Anfang (wer mit 42/25 nicht den Berg rauf kommt, soll gefälligst unten bleiben:D ). Im wettkampfsport haben solche Hilfen mit Motor allerdings nix verloren.

Birdman
25.10.2017, 12:36
Steht doch da.

Wenn ich jemand "bediene", will ich es ihm Recht machen, dafür sorgen, dass er sich unter allen Umständen wohl fühlt. ...
Dann haben wir wohl beide einfach eine unterschiedliche Begriffsvorstellung. Für mich bedeutet "bedienen" im Medienbereich zunächst mal völlig wertfrei, die den Leser/Zuschauer interessierenden Themen zu präsentieren, allerdings nicht im Sinne von "nach dem Mund reden".

RS1325
25.10.2017, 13:42
Wieder in den Zeitschriftenständer zurüchgelegt.....Schwimmen, E-Bike, Crosser - da bin ich nicht Teil der Zielgruppe :D
Schön auch dass verschiedene Magazine fast immer die gleichen Themen bearbeiten - diesmal u.a. Laufräder zentrieren. Und auch dass sie nachdem sie in den vergangenen Monaten die Leser bis zur Weißglut mit den Vorteilen der Disc Brake überzeugen wollten nun auf einmal viele kleine Unzulänglichkeiten bei der Disc feststellen. Da fehlt eindeutig die nötige Distanz der Redaktion zu den Herstellern......um es mal höflich auszudrücken:rolleyes:

avis
25.10.2017, 13:57
Meine Meinung: Das vorgestellte Rad ist für ein "Sportrad" übermotorisiert, und zu schwer. Letztlich, wenn Unterstützung, brauche ich die ja nur an Anstiegen, falls ich wie auch immer körperlich "lädiert" bin. Also eher reduziert auf so 100 Watt, denn dann kann ich das Gewicht noch sportlich halten, und muss nicht in der Ebene nutzlose 4kg zu viel mitschleppen. Inwiefern das Sport ist oder nicht, hängt allerdings für mich nicht von der Art des Gefährts ab, sondern wie ich mich damit verhalte. Fremde Maßstäbe sind da eh überflüssig. Ich erinnere u.a. an das Verbot von Schaltungen im Profisport bis in die 30er (wäre ja dann nicht mehr "heroisch" gewesen) oder die harten Diskussionen um Kompaktkurbeln am Anfang (wer mit 42/25 nicht den Berg rauf kommt, soll gefälligst unten bleiben:D ). Im wettkampfsport haben solche Hilfen mit Motor allerdings nix verloren.

Ich denke zentraler Aspekt des Sportes ist die Fortbewegung aus eigener Kraft?!
Steuern und soweiter liegen ja eher am Rande.
Und dann ist ein Rad mit Motor einfach Schwachsinn.
Schaltungen oder 30er Blätter oder dergleichen sind etwas ganz anderes, da bleibt es schließlich immer meine eigene Leistung.

rumplex
25.10.2017, 14:13
Ich denke zentraler Aspekt des Sportes ist die Fortbewegung aus eigener Kraft?!
Steuern und soweiter liegen ja eher am Rande.
Und dann ist ein Rad mit Motor einfach Schwachsinn.
Schaltungen oder 30er Blätter oder dergleichen sind etwas ganz anderes, da bleibt es schließlich immer meine eigene Leistung.

Historisch betrachtet sind dies alles unterstützende bzw. erleichternde Mittel zum sportlichen Radfahren. Auch mit einem unterstützenden Motor bewege ich mich mit eigener Kraft. Und in der Ebene auch ganz ohne Motor. Will ich also auf einem niedrigeren Level (wodurch bedingt auch immer) meiner Leistungsfähigkeit entsprechend trotzdem mit dem Rad Sport treiben, hilft das. Genauso, wie dereinst weitere Zielgruppen sich Radsport per Schaltung oder leichteren Gängen erschließen konnten. Meine Meinung. Warum sollte ich auch "vergleichen"? Ich fahre seit 1977 Rennrad, und habe mit diesen anfänglich teils radikalen Haltungen angesichts von Neuerungen in Richtung Erleichterung aber auch nie was anfangen können. Ich bin selbst eine Zeitlang als Reha-Maßnahme mit einem Rennrad mit kleinem Motor gefahren, und fands perfekt. Ich konnte so auch in welligem Gelände Sport treiben, ohne mich zu überfordern. Mit Wettkampf hat das aber nichts zu tun, wohl aber auch mit Sport.

RS1325
25.10.2017, 14:19
Historisch betrachtet sind dies alles unterstützende bzw. erleichternde Mittel zum sportlichen Radfahren. Auch mit einem unterstützenden Motor bewege ich mich mit eigener Kraft. Ich konnte so auch in welligem Gelände Sport treiben, ohne mich zu überfordern. Mit Wettkampf hat das aber nichts zu tun, wohl aber auch mit Sport.

Es ist aber auch Teil des Zeitgeistes - es darf nicht mehr anstrengend sein, noch möchte man viel Zeit zur Erlangung von sportlichen "Höchstleistungen" investieren. Und viele "Sportsfreunde" sind auch schon mit 22 Gängen überfordert....

juekapasta
25.10.2017, 14:23
...Will ich also auf einem niedrigeren Level (wodurch bedingt auch immer) meiner Leistungsfähigkeit entsprechend trotzdem mit dem Rad Sport treiben, hilft das...

Ich denke, es macht schon Sinn wenn man mit nachlassender Kraft auch gezwungen ist eine langsamere Fortbewegungsart zu wählen. Die Motorik lässt in der Regel mit wenig Übung bzw. altersbedingter Leistungsminderung parallel ebenso nach. Ich habe schon die die haarsträubendsten Situationen mit E-Radlern erlebt.
Mit anderen Worten, wenn ich meine Kaffeetasse nicht mehr geradeaus zum Mund bewegen kann, warum sollte ich dann auf mehr oder weniger viel befahrenen Strassen mit so einem Geschoss unterwegs sein, dass garnicht meinen motorischen Fähigkeiten entspricht?

rumplex
25.10.2017, 14:35
Ich denke, es macht schon Sinn wenn man mit nachlassender Kraft auch gezwungen ist eine langsamere Fortbewegungsart zu wählen. Die Motorik lässt in der Regel mit wenig Übung bzw. altersbedingter Leistungsminderung parallel ebenso nach. Ich habe schon die die haarsträubendsten Situationen mit E-Radlern erlebt.
Mit anderen Worten, wenn ich meine Kaffeetasse nicht mehr geradeaus zum Mund bewegen kann, warum sollte ich dann auf mehr oder weniger viel befahrenen Strassen mit so einem Geschoss unterwegs sein, dass garnicht meinen motorischen Fähigkeiten entspricht?

Das dürfte wohl nicht die Zielgruppe für Rennräder mit (kleinen) Motoren sein, sondern eher erfahrene Radsportler mit Gelenkschädigungen, Herz-Kreislauf-Malaisen u.ä.. Ich kenne, aus meinen Jahren im Münchener Norden, wo es lange brettlflach ist, viele "Silberrücken", die dort fahren, weil sie keine Anstiege mehr fahren können. Sei es wegen Knieproblemen, Arthrose oder Herz: Mit der Motorik haben die keine Probleme gehabt. Mit Motor könnten die auch mal wieder in den Süden. Und "schnell" wird man damit ja nicht, denn bei 25km/h ist eh Schluss.

rumplex
25.10.2017, 14:37
Es ist aber auch Teil des Zeitgeistes - es darf nicht mehr anstrengend sein, noch möchte man viel Zeit zur Erlangung von sportlichen "Höchstleistungen" investieren. Und viele "Sportsfreunde" sind auch schon mit 22 Gängen überfordert....

Ich habe eher einen gegenteiligen Eindruck. Immer mehr Menschen treiben immer intensiver (Ausdauer)sport. Muss man sich nur mal die Entwicklung von Rad- und Laufmarathons anschauen. Immer mehr, immer größer, immer weiter.

Matt_8
25.10.2017, 14:40
Man sollte es nicht so schwarz und weiß sehen.

Ich stimme rumplex zu, dass es Fälle gibt, in denen ein E-Rennrad ok ist. Z.B. wenn jemand älter wird (bzw. gesundheitlich eingeschränkt) und in bergiger Region lebt oder wenn man dem Hobby mit einem schwächeren Lebenspartner nachgehen möchte.

Ob diese Räder in die TOUR gehören ist aber nochmal eine andere Frage. Solange es nicht allzu häufig ist, habe ich persönlich damit aber auch kein Problem.



Also eher reduziert auf so 100 Watt, denn dann kann ich das Gewicht noch sportlich halten, und muss nicht in der Ebene nutzlose 4kg zu viel mitschleppen.

In der Ebene ist Gewicht egal.

Trotzdem halte ich die Limitierung auf 100 W für sinnvoll, dafür aber bis 35km/h. So könnte man auch mit schnelleren Partnern im Flachen fahren, ohne aber am Berg alle locker abzuhängen.

juekapasta
25.10.2017, 14:48
Das dürfte wohl nicht die Zielgruppe für Rennräder mit (kleinen) Motoren sein, sondern eher erfahrene Radsportler mit Gelenkschädigungen, Herz-Kreislauf-Malaisen u.ä.. Ich kenne, aus meinen Jahren im Münchener Norden, wo es lange brettlflach ist, viele "Silberrücken", die dort fahren, weil sie keine Anstiege mehr fahren können. Sei es wegen Knieproblemen, Arthrose oder Herz: Mit der Motorik haben die keine Probleme gehabt. Mit Motor könnten die auch mal wieder in den Süden. Und "schnell" wird man damit ja nicht, denn bei 25km/h ist eh Schluss.

Ok, dass ist ein Argument. Wobei ich nicht wüsste, was mich mehr demütigen würde. Auf Strecken zu verzichten, die ich auf Grund meiner Einschränkung nicht mehr fahren kann oder plötzlich, wie Phönix aus der Asche mit dem E-Radl daher zu kommen.
Und sicherlich kann man davon ausgehen, dass sich die Industrie neue Märkte erschliessen will, ist ja legitim. Ich will gar nicht wissen, wie viele 'Silberrücken', die noch nie auf einem Rad mit schmalen Reifen sassen, auf ihre alten Tage nochmal eine 'Hipsterkarriere' starten werden, wenn sich die Möglichkeit bietet. Die von Dir beschriebene Zielgruppe wird sich da eher klein ausnehmen, was die Umsatzgrösse angeht und stellt für mich auch gar kein Problem dar.

elmar
25.10.2017, 15:38
Um ebe
Meine Meinung: Das vorgestellte Rad ist für ein "Sportrad" übermotorisiert, und zu schwer. ). .


Hab mir ja ein Speedpedelec Rennrad geordet.....
Gewicht interessiert mich einen Dreck.
Habe Freunde, Eifel, ca 600hm und 35 km von hier. Da bin ich sehr ergelmässig. Mit normalem Pedelec mache ich das in 85-90min. Mit Speedpedelec mache ich das in 60 min. Mit dem Kfz, je nach Verkehrslage sind es 30-35min. ich werde also noch weniger ein KFZ nutzen. Der Verbrauch interessiert mich nicht besonders, weil es zurück nur ca. 150hm hat und schon eine h Ladezeit den Akku genügend.......



Um

Inwiefern das Sport ist oder nicht, hängt allerdings für mich nicht von der Art des Gefährts ab, sondern wie ich mich damit verhalte. ). .
So siehst aus. Ich trainiere seit Jahren regelmässig mit Pedelec, auch für Wettkämpfe.


U. Ich erinnere u.a. an das Verbot von Schaltungen im Profisport bis in die 30er (wäre ja dann nicht mehr "heroisch" gewesen) oder die harten Diskussionen um Kompaktkurbeln am Anfang (wer mit 42/25 nicht den Berg rauf kommt, soll gefälligst unten bleiben:D ). .

:D

Es wird 2018 sicher zwei Entwicklungsstränge geben: jene mit wenig Leistung, kleinen integrierten Batterien und eben PS Monster, aber auch die werden bald integrierte Batterien haben.

Theo
25.10.2017, 17:27
Man sollte es nicht so schwarz und weiß sehen.

Ich stimme rumplex zu, dass es Fälle gibt, in denen ein E-Rennrad ok ist. Z.B. wenn jemand älter wird (bzw. gesundheitlich eingeschränkt) und in bergiger Region lebt oder wenn man dem Hobby mit einem schwächeren Lebenspartner nachgehen möchte.

......



Endlich einer, der das Ganze nich in so absoluter Weise sieht, wie manche hier. Ich mache deshalb noch einmal auf mein Posting #22 und den Link aufmerksam.

https://youtu.be/Qn6hyyxfxQU

Erstaunlich eigentlich, dass ich zu diesem Video kein einziges Echo bekommen habe.

elmar
25.10.2017, 18:45
Endlich einer, der das Ganze nich in so absoluter Weise sieht, wie manche hier. Ich mache deshalb noch einmal auf mein Posting #22 und den Link aufmerksam.

https://youtu.be/Qn6hyyxfxQU

Erstaunlich eigentlich, dass ich zu diesem Video kein einziges Echo bekommen habe.

Worum geht es da?
Bleibt bei mir nach 19 endlos langweiligen Sekunden stehen. Lullemon, kommt das von Einlullen?


Gut, dass am Art Room dransteht, dachte schon er ginge schexxaylfh :D

rumplex
25.10.2017, 18:52
Endlich einer, der das Ganze nich in so absoluter Weise sieht, wie manche hier. Ich mache deshalb noch einmal auf mein Posting #22 und den Link aufmerksam.

https://youtu.be/Qn6hyyxfxQU

Erstaunlich eigentlich, dass ich zu diesem Video kein einziges Echo bekommen habe.

Hallo Theo, aber was hat das mit E-Rädern zu tun? Eindrücklich allerdings, und beneidenswert das Vater-Sohn-Verhältnis.

avis
25.10.2017, 20:07
Historisch betrachtet sind dies alles unterstützende bzw. erleichternde Mittel zum sportlichen Radfahren. Auch mit einem unterstützenden Motor bewege ich mich mit eigener Kraft. Und in der Ebene auch ganz ohne Motor. Will ich also auf einem niedrigeren Level (wodurch bedingt auch immer) meiner Leistungsfähigkeit entsprechend trotzdem mit dem Rad Sport treiben, hilft das. Genauso, wie dereinst weitere Zielgruppen sich Radsport per Schaltung oder leichteren Gängen erschließen konnten. Meine Meinung. Warum sollte ich auch "vergleichen"? Ich fahre seit 1977 Rennrad, und habe mit diesen anfänglich teils radikalen Haltungen angesichts von Neuerungen in Richtung Erleichterung aber auch nie was anfangen können. Ich bin selbst eine Zeitlang als Reha-Maßnahme mit einem Rennrad mit kleinem Motor gefahren, und fands perfekt. Ich konnte so auch in welligem Gelände Sport treiben, ohne mich zu überfordern. Mit Wettkampf hat das aber nichts zu tun, wohl aber auch mit Sport.

Nein, zwischen einem Motor, der mich vorwärts treibt und einer Übersetzung, die es mir ermöglicht mit weniger Kraft zu treten (ich erzeuge den Vortrieb aber noch immer 100% selber) ist schon ein ganz grundsätzlicher Unterschied, oder etwa nicht?:confused:
Die mit Gelenkschäden, und Herzschäden was weiß ich...klar da ist was dran.
Wenn man sich aber mal den E-Bike Boom ansieht, scheinen die mir stark in der Minderheit zu sein.
Auch da verstehe ich es letztlich nicht so ganz.
Ich kann mir eine MTB Übersetzung ans Rad bauen, damit dürfte ich auf normalen asphaltierten Straßen selbst mit völlig kaputten Beinen und löchrigem Herzen überall hochkommen, oder?
Wieso ein Motor, wenn es um Sport geht??
(Als Transportmittel, Autoersatz ist das ja was anderes)

big-foot
25.10.2017, 20:17
Nein, zwischen einem Motor, der mich vorwärts treibt und einer Übersetzung, die es mir ermöglicht mit weniger Kraft zu treten (ich erzeuge den Vortrieb aber noch immer 100% selber) ist schon ein ganz grundsätzlicher Unterschied, oder etwa nicht?:confused:
Die mit Gelenkschäden, und Herzschäden was weiß ich...klar da ist was dran.
Wenn man sich aber mal den E-Bike Boom ansieht, scheinen die mir stark in der Minderheit zu sein.
Auch da verstehe ich es letztlich nicht so ganz.
Ich kann mir eine MTB Übersetzung ans Rad bauen, damit dürfte ich auf normalen asphaltierten Straßen selbst mit völlig kaputten Beinen und löchrigem Herzen überall hochkommen, oder?
Wieso ein Motor, wenn es um Sport geht??
(Als Transportmittel, Autoersatz ist das ja was anderes)

Ihr verwechselt immer noch Sport mit Wettkampfsport.

Sport ist für mich eine körperlich anstrengende Tätigkeit, die gesund ist und Spaß macht.

Abstrampler
25.10.2017, 20:18
Nein, zwischen einem Motor, der mich vorwärts treibt und einer Übersetzung, die es mir ermöglicht mit weniger Kraft zu treten (ich erzeuge den Vortrieb aber noch immer 100% selber) ist schon ein ganz grundsätzlicher Unterschied, oder etwa nicht?:confused:


Klar. Das eine ist Motorsport, das andere nicht.

big-foot
25.10.2017, 20:22
Klar. Das eine ist Motorsport, das andere nicht.

Umweltfreundlicher Motorsport, ja.

big-foot
25.10.2017, 20:26
Ist so wie mit dem Segeln (und Außenbordmotor) , manche segeln bis zum letzten Windhauch, manche schalten früher den Motor ein.

avis
25.10.2017, 20:28
Klar. Das eine ist Motorsport, das andere nicht.

:D Ja so ungefähr würde ich das auch sehen.
Beim Radsport geht es doch darum mich aus eigener Kraft vorwärts zu bewegen.
Ob Wettkampf oder nicht ist erstmal egal.

Abstrampler
25.10.2017, 20:35
:D Ja so ungefähr würde ich das auch sehen.
Beim Radsport geht es doch darum mich aus eigener Kraft vorwärts zu bewegen.
Ob Wettkampf oder nicht ist erstmal egal.

Jo. Schwimmsport ist ja auch eher ohne Hilfsmotor. Wie Radsport eben. Oder Segelsport. Was ja nicht bedeutet, dass man nicht auch mit E-Bikes Sport treiben kann. Oder mit Jollen mit Außenborder. Nur eben... :D

Herr Sondermann
25.10.2017, 20:50
Die Frage bleibt: Will ich´s in der Tour lesen?

Meine Antwort bleibt:
In homöopathischen Dosen von mir aus.
Als ständig wiederkehrendes Thema auf keinen Fall!

Ich fahre Rennrad und will eine Rennradzeitschrift lesen.

PAYE
25.10.2017, 21:01
Die Frage bleibt: Will ich´s in der Tour lesen?

Meine Antwort bleibt:
In homöopathischen Dosen von mir aus.
Als ständig wiederkehrendes Thema auf keinen Fall!

Ich fahre Rennrad und will eine Rennradzeitschrift lesen.

So ist es!
+1

Und weil wir gerade beim Wünschen sind:
auch den Hipster-Schaizz und White Knite Trash kann man bitte knicken.

Cleat Commander
25.10.2017, 21:22
Es wird 2018 sicher zwei Entwicklungsstränge geben: jene mit wenig Leistung, kleinen integrierten Batterien und eben PS Monster, aber auch die werden bald integrierte Batterien haben.
Ich denke genau das könnte den Todesstoß für den (Hobby-)Radsport bedeuten, sehr überspitzt formuliert. Wenn erstmal genügend Leute einen versteckten Motor nutzen, hat bald kaum jemand mehr Bock sich mit diesen Leuten messen zu müssen.
Der Trend wird mMn auf jeden Fall in diese Richtung gehen, also versteckte Motoren in herkömmlichen Rennrädern. Denn ich denke bei den meisten gesunden Leuten, die Radsport betreiben wollen, ist der Stolz erstmal zu groß, um sich ein eBike zu kaufen, da man eben von "echten" Sportlern belächelt wird. Wenn man aber erstmal nichtmehr von "normalen" Rennradfahrern zu unterscheiden ist und man noch dazu ohne körperlich wirklich viel in Training investieren zu müssen, konkurrenzfähig ist, wäre das schon sehr verlockend für viele.
Leider entspricht das auch ein wenig dem Zeitgeist, möglichst viel möglichst schnell zu erreichen ohne viel dafür tun zu müssen. Mit der Wahrheit nimmt mans ja eh nichtmehr so genau, reicht ja, wenns oft genug wiederholt wird, wird dann schon wahr.

plusminus
25.10.2017, 21:24
Umweltfreundlicher Motorsport, ja.

Gewagte These. War diesen Sommer in diversen MTB-Revieren und überall das Gleiche: normale Bikes werden durch E-Bikes ersetzt, viele Verleihe bieten nur noch E-Bikes. Selbst in Parks, wo es eh auch Lift-Unterstützung hat. Hier im heimischen Revier ähnlich - die E-Bike-Dichte steigt. Vorher also: nur Muskelkraft. Heute Stromerzeugung, Akkus und ... Umweltfreundlich ist da gar nichts.

In der TOUR und auch jedem anderem Bikemagazin findet diese Auseinandersetzung nicht statt. Stattdessen das unreflektierte "ist umweltfreundlich" und "macht Lahme wieder gehend" und "man kann endlich mal zusammen trainieren"-Gesülze der Industrie.

Wobei das alles Nonsens ist. Wer nicht fit ist - kann langsamer fahren. Dito wer mit seinem langsamen Partner zusammen fahren will. Denn um was geht es denn da? Um Sport oder ums zusammen fahren?

Objektiv betrachtet gibt es kein einziges vernünftiges Argument für E-Bikes als Sportgerät. Außer Bequemlichkeit.

Wie gesagt - ich finde, dass E-Bikes ein Thema sein können, auch in der Tour. Dann aber eben wirklich aus Rennfahrersicht und unter sportlichen Aspekten und von allen Seiten betrachtet.

Herr Sondermann
25.10.2017, 21:44
Ich denke genau das könnte den Todesstoß für den (Hobby-)Radsport bedeuten, sehr überspitzt formuliert. Wenn erstmal genügend Leute einen versteckten Motor nutzen, hat bald kaum jemand mehr Bock sich mit diesen Leuten messen zu müssen.
Der Trend wird mMn auf jeden Fall in diese Richtung gehen, also versteckte Motoren in herkömmlichen Rennrädern. Denn ich denke bei den meisten gesunden Leuten, die Radsport betreiben wollen, ist der Stolz erstmal zu groß, um sich ein eBike zu kaufen, da man eben von "echten" Sportlern belächelt wird. Wenn man aber erstmal nichtmehr von "normalen" Rennradfahrern zu unterscheiden ist und man noch dazu ohne körperlich wirklich viel in Training investieren zu müssen, konkurrenzfähig ist, wäre das schon sehr verlockend für viele.
Leider entspricht das auch ein wenig dem Zeitgeist, möglichst viel möglichst schnell zu erreichen ohne viel dafür tun zu müssen. Mit der Wahrheit nimmt mans ja eh nichtmehr so genau, reicht ja, wenns oft genug wiederholt wird, wird dann schon wahr.
:( Das befürchte ich auch ein bisschen.

Und ich gebe zu, es würde mir viel Freude an meinem geliebten Sport rauben, wenn plötzlich ein Haufen Leute unsichtbar mit E unterm A**** auf dem Rennrad unterwegs wären. Kann man lächerlich finden ("jeder fährt für sich" blabla...) aber es ist nun mal so. Der kleine Wettkampf gehört halt doch dazu, auch im Training. :Angel:

avis
25.10.2017, 22:01
Wobei das alles Nonsens ist. Wer nicht fit ist - kann langsamer fahren. Dito wer mit seinem langsamen Partner zusammen fahren will. Denn um was geht es denn da? Um Sport oder ums zusammen fahren?

Objektiv betrachtet gibt es kein einziges vernünftiges Argument für E-Bikes als Sportgerät. Außer Bequemlichkeit.


+1



Ich denke genau das könnte den Todesstoß für den (Hobby-)Radsport bedeuten, sehr überspitzt formuliert. Wenn erstmal genügend Leute einen versteckten Motor nutzen, hat bald kaum jemand mehr Bock sich mit diesen Leuten messen zu müssen.
Der Trend wird mMn auf jeden Fall in diese Richtung gehen, also versteckte Motoren in herkömmlichen Rennrädern. Denn ich denke bei den meisten gesunden Leuten, die Radsport betreiben wollen, ist der Stolz erstmal zu groß, um sich ein eBike zu kaufen, da man eben von "echten" Sportlern belächelt wird. Wenn man aber erstmal nichtmehr von "normalen" Rennradfahrern zu unterscheiden ist und man noch dazu ohne körperlich wirklich viel in Training investieren zu müssen, konkurrenzfähig ist, wäre das schon sehr verlockend für viele.
Leider entspricht das auch ein wenig dem Zeitgeist, möglichst viel möglichst schnell zu erreichen ohne viel dafür tun zu müssen. Mit der Wahrheit nimmt mans ja eh nichtmehr so genau, reicht ja, wenns oft genug wiederholt wird, wird dann schon wahr.
Ich bin da kein Fachmann, aber bis Akku und vorallem Motoren so klein werden, dass man sie wirklich nicht mehr erkennen kann, wird wohl noch einige Zeit vergehen, wenn denn überhaupt?!
Daher mache ich mir da weniger Sorgen ;)

big-foot
25.10.2017, 22:31
Wobei das alles Nonsens ist. Wer nicht fit ist - kann langsamer fahren. Dito wer mit seinem langsamen Partner zusammen fahren will. Denn um was geht es denn da? Um Sport oder ums zusammen fahren?

Objektiv betrachtet gibt es kein einziges vernünftiges Argument für E-Bikes als Sportgerät. Außer Bequemlichkeit.
.

Klar gibt es Argumente, Du kommst halt mit etwas Unterstützung sehr viel weiter und sehr viel höher.

Einen Menschen zu bewegen braucht so unglaublich wenig Energie, das übersehen viele, da wir es subjektiv so anstrengend empfinden.

Und bevor ich die zahlreichen Alpenpässe, die ich mal mit dem Rennrad gemacht habe, meiner Frau in einem Cabrio zeigen würde, fände ich es sinnvoller, dies mit etwas Unterstützung zu tun (ein Pedelec hat zum Beispiel weniger als das 10-fache an Strombedarf als ein an sich schon sparsamer E-Smart).

Die Reichweite jetzt mit den Rennrädern ist gerade noch ok, aber ich sehe die Zeit bald für E-Sport kommen. (einsame Gebirgsstrecken zu fahren ist halt umso vieles schöner als mit Autoverkehr um den See zu rollen)

rumplex
25.10.2017, 23:02
Wobei das alles Nonsens ist. Wer nicht fit ist - kann langsamer fahren. Dito wer mit seinem langsamen Partner zusammen fahren will. Denn um was geht es denn da? Um Sport oder ums zusammen fahren?


Ehrlich, ich möchte Dich sehen, mit Arthrose, Herz o.ä., und Jemand hält Dir dieses Stöckchen hin.;) Du wirst sagen: Nein, das ist kein Sport, ich bewege mich lieber weiter mit meinem Rollator durch den Stadtpark.:D

Glückwunsch zu mehr Qualität.:ä

Herr Sondermann
25.10.2017, 23:06
Und dann muss es ein E-RENNRAD sein?! :confused:

Ich würde mir in diesem Fall glaube ich eher was Gemütliches gönnen wollen, gerne mit E. Aber sicher kein E-Rennrad.

Matt_8
25.10.2017, 23:06
(ein Pedelec hat zum Beispiel weniger als das 10-fache an Strombedarf als ein an sich schon sparsamer E-Smart).


Ein Pedelc hat also nur das 9-fache an Strombedarf von einem E-Smart? :D

rumplex
25.10.2017, 23:11
Objektiv betrachtet gibt es kein einziges vernünftiges Argument für E-Bikes als Sportgerät. Außer Bequemlichkeit.



... und das noch: Ich kenne Niemanden, der Sport aus "Bequemlichkeit" betreibt. Wäre absolut neu.

big-foot
25.10.2017, 23:12
Ein Pedelc hat also nur das 9-fache an Strombedarf von einem E-Smart? :D

Erwischt, zu tief ins Weinglas geschaut :D

Weniger als 1/10 (das gilt für ein S-PEDELEC, ein normales sogar nur 1/20) muss es heißen

rumplex
25.10.2017, 23:14
Und dann muss es ein E-RENNRAD sein?! :confused:

Ich würde mir in diesem Fall glaube ich eher was Gemütliches gönnen wollen, gerne mit E. Aber sicher kein E-Rennrad.

Jo, muss dann, in bestimmten Fällen. Ist leichter, und rollt ohne Motor wesentlich besser.:)

avis
25.10.2017, 23:14
Ehrlich, ich möchte Dich sehen, mit Arthrose, Herz o.ä., und Jemand hält Dir dieses Stöckchen hin.;) Du wirst sagen: Nein, das ist kein Sport, ich bewege mich lieber weiter mit meinem Rollator durch den Stadtpark.:D

Glückwunsch zu mehr Qualität.:ä

Ja, warum nicht?
Einen ähnlichen Fall gab es in der Familie.
Mein Onkel hatte vor vier Jahren einen schweren Unfall.
Mehrfacher höchst komplizierter Bruch des Oberschenkels und Unterarms, Milzriß, lag 2 Wochen Im Koma, etliche Rippen durch, Schlüsselbein zersplittert....
Nach einem halben Jahr hat er eben wieder angefangen.
Kleine Runden, ohne 2000 hm, ganz langsam.
Wir sind oft zusammen gefahren und tun das heute noch, eben auch - ganz langsam.
Ging wunderbar.
Anderer Fall ist der Opa eines Freundes.
Der Mann ist fit wie ein Turnschuh, aber eben 82.
Ergo fährt er langsam und gemächlich, mit MTB Übersetzung, macht immer wieder seine Pausen.
Wofür brauche ich da einen Motor, solange es dezidiert um Sport gehen soll??
Geschwindigkeitswahrnehmung ist bekanntlich total relativ.
Mir fällt auch kein Grund ein, außer dem, dass ich mir Anstrengung sparen möchte.
Was ja legitim ist.
Aber mit Sport bei dem es um Anstrengung und Vortrieb zu 100% aus eigener Kraft geht, nicht mehr viel zu tun hat.


... und das noch: Ich kenne Niemanden, der Sport aus "Bequemlichkeit" betreibt. Wäre absolut neu.

Eben immer die Frage was Sport ist.
Im Selbstbild schinden sie sich alle zu Tode, ganz zweifellos. :ä
Ich denke man entscheided sich für eine Tätigkeit, die man vor sich und anderen als Sport deklarieren kann, die aber recht wenig Anstrengung verspricht.

big-foot
25.10.2017, 23:16
Und dann muss es ein E-RENNRAD sein?! :confused:

Ich würde mir in diesem Fall glaube ich eher was Gemütliches gönnen wollen, gerne mit E. Aber sicher kein E-Rennrad.

Ein Rennrad braucht am wenigsten Energie, halt auch am wenigsten zusätzliche Energie ;)
Ich finde vivax zum Beispiel klasse, normales Rennrad Fahrgefühl, nur an den Rampen etwas Unterstützung, so dass angenehm ist, der Puls nicht zu hoch kommt, die Knie nicht zu belastet werden usw.

rumplex
25.10.2017, 23:24
Ja, warum nicht?
Einen ähnlichen Fall gab es in der Familie.
Mein Onkel hatte vor vier Jahren einen schweren Unfall.
Mehrfacher höchst komplizierter Bruch des Oberschenkels und Unterarms, Milzriß, lag 2 Wochen Im Koma, etliche Rippen durch, Schlüsselbein zersplittert....
Nach einem halben Jahr hat er eben wieder angefangen.
Kleine Runden, ohne 2000 hm, ganz langsam.
Wir sind oft zusammen gefahren und tun das heute noch, eben auch - ganz langsam.
Ging wunderbar.
Anderer Fall ist der Opa eines Freundes.
Der Mann ist fit wie ein Turnschuh, aber eben 82.
Ergo fährt er langsam und gemächlich, mit MTB Übersetzung, macht immer wieder seine Pausen.
Wofür brauche ich da einen Motor, solange es dezidiert um Sport gehen soll??
Geschwindigkeitswahrnehmung ist bekanntlich total relativ.
Mir fällt auch kein Grund ein, außer dem, dass ich mir Anstrengung sparen möchte.



Eben immer die Frage was Sport ist.
Im Selbstbild schinden sie sich alle zu Tode, ganz zweifellos. :ä

Kleine Runden, ohne Höhenmeter, eben. Was spricht da gegen Höhenmeter? Wie geschrieben, war ich in einer Reha-Phase mit kleinem Motor unterwegs. Was sprach dagegen? Nix. So konnte ich früh die zweite Qualität des Radfahrens wieder erleben, nämlich schöne Strecken, Landschaften und Ausblicke. Und hab mich nicht mal geschämt dafür.

Danach dann wieder ohne Motor. Alles Sport, sei versichert.

Herr Sondermann
25.10.2017, 23:25
Jo, kann ich verstehen, dass du und Rumplex das aus eigener Erfahrung anders seht. :drinken2:
Aber ich kann es mir für mich halt auch im Krankheitsfall überhaupt nicht vorstellen, da bin ich stur. ;)
Ich glaube bzw. bin mir ziemlich sicher: ich würde eher alles Rennradzeug verkaufen und die Sache bleiben lassen, bevor ich ein E-Rennrad nehmen würde...

rumplex
25.10.2017, 23:26
Aber ich kann es mir für mich halt auch im Krankheitsfall überhaupt nicht vorstellen, da bin ich stur. ;)
Ich glaube bzw. bin mir ziemlich sicher: ich würde eher alles Rennradzeug verkaufen und die Sache bleiben lassen, bevor ich ein E-Rennrad nehmen würde...

Das ist das Problem, mit dem nicht vorstellen können.

Schön ist das auch nicht, wenns ohne nicht mehr geht. Aber immer noch um ein vielfaches besser als mit dem Auto rentnermäßig zu Kaffee und Kuchen zu den Hotspots zu fahren. Und mit 100 Watt wirste auch sicher nicht zum Couch-Potatoe.

big-foot
25.10.2017, 23:30
Jo, kann ich verstehen, dass du und Rumplex das aus eigener Erfahrung anders seht. :drinken2:
Aber ich kann es mir für mich halt auch im Krankheitsfall überhaupt nicht vorstellen, da bin ich stur. ;)
Ich glaube bzw. bin mir ziemlich sicher: ich würde eher alles Rennradzeug verkaufen und die Sache bleiben lassen, bevor ich ein E-Rennrad nehmen würde...

Ist ja ok, aber ich glaube es nicht :D
Rennrad fahren ist so toll, dass es immer eine Leidenschaft bleiben wird. Das Gefühl ein so einfach direktes Fahrrad zu bewegen ist halt etwas schon ein anderes als ein Pedelec, das für mich halt nur ein Nutzfahrzeug ist.

big-foot
25.10.2017, 23:40
Ein sehr schöner Fahrbericht zu diesem Thema, die Leidenschaft und die Melancholie..

http://www.aktiv-radfahren.de/reportage/laenger-freude-fahren

Abstrampler
25.10.2017, 23:41
Ist eher was Grundsätzliches.
Als die E-Bikes aufkamen, waren die ein super Autoersatz und tolle Räder für Ältere und Menschen, die nicht mehr so können.
Dann kamen E-MTB für die gleiche bemitleidenswerte Klientel.
Die Realität kann man sich draußen begucken. Heute kamen mir zwei vielleicht 14ährige mit den Dingern entgegen.
Jetzt E-Rennräder.
Natürlich wieder für Ältere und Menschen, die nicht mehr so können. Klar.

Irgendwann passt die Argumentation halt nicht mehr zu den Bildern, die man tagtäglich zu sehen bekommt.

rumplex
25.10.2017, 23:43
Die Realität kann man sich draußen begucken. Heute kamen mir zwei vielleicht 14ährige mit den Dingern entgegen.
Jetzt E-Rennräder.


Gefühlt ist natürlich immer gut fürs Gefühl.

avis
25.10.2017, 23:47
Kleine Runden, ohne Höhenmeter, eben. Was spricht da gegen Höhenmeter? Wie geschrieben, war ich in einer Reha-Phase mit kleinem Motor unterwegs. Was sprach dagegen? Nix. So konnte ich früh die zweite Qualität des Radfahrens wieder erleben, nämlich schöne Strecken, Landschaften und Ausblicke. Und hab mich nicht mal geschämt dafür.

Danach dann wieder ohne Motor. Alles Sport, sei versichert.

Habe mich evtl. ungenau ausgedrückt.
Halt keine intensiven Klettertouren, oder sehr lange und oder sehr steile Sachen.
Er ist schon Steigungen gefahren, also eben auch im Rahmen schöner Runden, mit Natur und Aussicht, das war drin.
Ich gebe dir Recht, wenn man so wenig leisten kann, dass man schlicht nur noch bis zum Ortschild kommt, gar keine Strecke mehr zurück legen kann und jeder schönen Landschaft, Aussicht etc verlustig ginge, dann wäre das kaum befriedigend, da würde ein Motor theoretisch Sinn machen.
Aber bei modernen Übersetzungen ist das ja eigentlich nicht drin, es gibt 22-42 Untersetzungen, wo kommt man da auf asphaltierten Straßen nicht hoch? Selbst wenn man frisch aus dem Krankenhaus kommt.
Für mich ist das halt ein Widerspruch.
Sport (Radsport) bedeutet aus eigener Kraft, eben gerade der Anstrengung halber.


Ist eher was Grundsätzliches.
Als die E-Bikes aufkamen, waren die ein super Autoersatz und tolle Räder für Ältere und Menschen, die nicht mehr so können.
Dann kamen E-MTB für die gleiche bemitleidenswerte Klientel.
Die Realität kann man sich draußen begucken. Heute kamen mir zwei vielleicht 14ährige mit den Dingern entgegen.
Jetzt E-Rennräder.
Natürlich wieder für Ältere und Menschen, die nicht mehr so können. Klar.

Irgendwann passt die Argumentation halt nicht mehr zu den Bildern, die man tagtäglich zu sehen bekommt.

+1!!
Das kommt ja noch hinzu.
Hier wird jetzt immer vom armen Kämpfer mit 4 verschiedenen Knochenbrüchen und undichten Herzklappen geredet, der sich mühevoll wieder aus der Reha hochkämpfen möchte.
Mag es ja auch geben...aber ich wage mal zu behaupten, dass das auf 99% der E-Bike Nutzer draußen nicht zutrifft.
Alleine anhand der Verkaufszahlen, so viele Todkranke gibt es dann doch nicht :ä
Die überwältigende Mehrheit die ich so sehe, kommt wohl kaum frisch aus dem OP, die sind etwas vollschlank und mitte 40 und sorry, da fällt mir halt echt kein anderer Grund ein außer dem, dass man Anstrengung vermeiden will.

Herr Sondermann
25.10.2017, 23:50
Gefühlt ist natürlich immer gut fürs Gefühl.
Wieso gefühlt? In dem Fall: Gesehen.

Ich kann das nur aus eigener Anschauung bestätigen. z.B. Bike Day bei einem örtlichen sehr großen Radhändler:
Jede Menge auch Halbwüchsiger mit E-Bikes unterwegs. Die normalen Räder haben bis auf ein paar Zausel und hagere Knochengerüste keine Sau interessiert. :ü

plusminus
25.10.2017, 23:54
Gefühlt ist natürlich immer gut fürs Gefühl.

Kein Gefühl. Habe es oben schon beschrieben: fahr mal in einen beliebigen Bikepark oder ein Revier wie Ischgl, Livigno, Briancon und schau Dir an, was da bewegt und - fast ausschließlich - verliehen wird. Auch hier im Revier - immer mehr E-Biker, auch die von Abstrampler angesprochenen Kids.

Und ja, ich kann mir im Gegensatz zu Herr Sondermann durchaus vorstellen, dass ich irgendwann mal zum E-Bike greife, wenn es gar nicht anders mehr geht. Nur: Wenn es ohne E gar nicht mehr geht, ist es auch mit E vielleicht ganz nett - aber mit 100prozentiger Sicherheit kein Sport im Sinne von "an die Grenzen gehen", "auspowern" und "Leistung bringen."

radeltgern
25.10.2017, 23:56
Es liegt in der Natur des Menschen sich das Leben leichter zu gestalten. Warum schinden und plagen, wenn es viel einfacher geht?

big-foot
25.10.2017, 23:59
Es liegt in der Natur des Menschen sich das Leben leichter zu gestalten. Warum schinden und plagen, wenn es viel einfacher geht?

Die Frage ist nämlich, warum kauft man sich dann nicht folgerichtig ein richtiges e-Moped?
Das ist halt wie Motorboot fahren und Segeln

radeltgern
26.10.2017, 00:05
Die Frage ist nämlich, warum kauft man sich dann nicht folgerichtig ein richtiges e-Moped?
Das ist halt wie Motorboot fahren und Segeln



So ein E-Moped ist teurer in der Anschaffung und im Unterhalt.

big-foot
26.10.2017, 00:10
So ein E-Moped ist teurer in der Anschaffung und im Unterhalt.

Das war bei allen, die sich zum Beispiel in meinem Bekanntenkreis ein S-Pedelec gekauft haben, nicht der Grund. Alle lieben es durch Pedalkraft bewegt zu werden, wenn es halt mit ein bisschen Unterstützung noch schneller geht und es an den Anstiegen nicht so anstrengend ist, macht es halt so viel mehr Spaß, dass man es häufiger macht.

Die Holländer machen es vor, mit dem Pedelec fahren sie noch häufiger und längere Strecken als mit dem normalen Rad.

avis
26.10.2017, 00:13
Kein Gefühl. Habe es oben schon beschrieben: fahr mal in einen beliebigen Bikepark oder ein Revier wie Ischgl, Livigno, Briancon und schau Dir an, was da bewegt und - fast ausschließlich - verliehen wird. Auch hier im Revier - immer mehr E-Biker, auch die von Abstrampler angesprochenen Kids.



Wieso gefühlt? In dem Fall: Gesehen.

Ich kann das nur aus eigener Anschauung bestätigen. z.B. Bike Day bei einem örtlichen sehr großen Radhändler:
Jede Menge auch Halbwüchsiger mit E-Bikes unterwegs. Die normalen Räder haben bis auf ein paar Zausel und hagere Knochengerüste keine Sau interessiert. :ü

So siehts aus.
Diesen Sommer am Ventoux:
Heerscharen von Leuten, eben auch immer jünger, die qua E-Bike hoch wollten.
Die Bikeverleiher und Händler in Frankreich wie hier in der Heimat?
Überragende Anteile des Geschäfts nur noch mit Motor.
Das ist doch der rapide wachsende Massenmarkt schlechthin.
Da geht es ganz sicher nicht um den tapfer gegen die Arthrose kämpfenden Opa, der wäre kaum ein derartiger Markt.

Herr Sondermann
26.10.2017, 00:19
Und ja, ich kann mir im Gegensatz zu Herr Sondermann durchaus vorstellen, dass ich irgendwann mal zum E-Bike greife, wenn es gar nicht anders mehr geht. Noch mal:
E-Bike: Ja klar! Kann ich mir vorstellen.
E-Rennrad: Nein. Kann ich mir nicht vorstellen.

So viel Unterscheidung sollte sein. ;)

radeltgern
26.10.2017, 00:20
Das war bei allen, die sich zum Beispiel in meinem Bekanntenkreis ein S-Pedelec gekauft haben, nicht der Grund. Alle lieben es durch Pedalkraft bewegt zu werden, wenn es halt mit ein bisschen Unterstützung noch schneller geht und es an den Anstiegen nicht so anstrengend ist, macht es halt so viel mehr Spaß, dass man es häufiger macht.

Die Holländer machen es vor, mit dem Pedelec fahren sie noch häufiger und längere Strecken als mit dem normalen Rad.

Ich kann die Leute sogar verstehen. Aber für mich wäre es nichts. Entweder ich erreiche meine Ziele durch pure Muskelkraft, oder ich kaufe mir wieder ein Motorrad. Ich weiß nicht wie oft ich in meinem Leben Strecken von >100km mit dem Rad gefahren bin. Und trotzdem ist es noch heute ein Glücksgefühl so eine Strecke mit reiner Muskelkraft zu absolvieren.

Cleat Commander
26.10.2017, 00:44
Es liegt in der Natur des Menschen sich das Leben leichter zu gestalten. Warum schinden und plagen, wenn es viel einfacher geht?
Weil es in der Natur des Radsports liegt sich zu schinden und zu leiden, das ist es doch gerade was den Radsport auszeichnet, der ständige Kampf mit dem inneren Schweinehund. Die schöne Landschaft, das Gefühl, das dem Fliegen sehr Nahe kommt, der Rausch der Geschwindigkeit usw. sind doch nur ein Zubrot. Die Essenz des Radsports ist das Leiden und das Überkommen der Qual und das wahnsinnig positive Feedback, das man im Gegenzug dadurch bekommt.

In dem Sinne müssen einem eRadsportler fast leid tun, denn nur wer tief gräbt stösst auf Gold ;)

big-foot
26.10.2017, 09:09
Ich kann die Leute sogar verstehen. Aber für mich wäre es nichts. Entweder ich erreiche meine Ziele durch pure Muskelkraft, oder ich kaufe mir wieder ein Motorrad. Ich weiß nicht wie oft ich in meinem Leben Strecken von >100km mit dem Rad gefahren bin. Und trotzdem ist es noch heute ein Glücksgefühl so eine Strecke mit reiner Muskelkraft zu absolvieren.

Das ist ja das Schöne an unserer immer individualisierteren Gesellschaft, keiner wird zu erwas gezwungen, sondern jeder kann es so machen, wie es für ihn selbst am besten passt.

Und keiner muss sich sorgen, dass das normale Rennrad ausstirbt, genauso wie man heute Rahmen in allen Werkstoffen bekommt, obwohl Carbon der leichteste ist, wird es auch weiterhin "puristische" Fahrräder in allen Gattungen geben.

vinzenz
26.10.2017, 09:51
So siehts aus.
Diesen Sommer am Ventoux:
Heerscharen von Leuten, eben auch immer jünger, die qua E-Bike hoch wollten.
Die Bikeverleiher und Händler in Frankreich wie hier in der Heimat?
Überragende Anteile des Geschäfts nur noch mit Motor.
Das ist doch der rapide wachsende Massenmarkt schlechthin.
Da geht es ganz sicher nicht um den tapfer gegen die Arthrose kämpfenden Opa, der wäre kaum ein derartiger Markt.

Das "Problem" - wie wir es als Sportler sehen, ist für die Ebiker meist keins - "wir" wollen uns quälen , das gehört mit dazu, wenn wir Pässe fahren, die Hausrunde schneller fahren wollen etc - und haben (meist) Spass dabei - für die Ebiker ist das alleinige hockommen der Genuss, den wir so auf diese Art nie verstehen werden
Oton eines Kollegen zu mir.. würd auch mal gern so schnell und weit laufen können wie Du - wie machst Du das? darauf ich.. ganz banal - wenn man schneller laufen will - muss man halt schneller laufen...
antwort.. Äääh neee.. das ist ja anstrengend... dann lieber nicht..

und , mal ehrlich - wie viele Sportler sind doch auch nur die "Auchmitdabeis", die dann stolz ihre Finishertrikots durch die gegend tragen - nur gut, dass da keine Zeiten und Platzierungen aufgedruckt sind.. (oder doch schlecht?? :D)

elmar
26.10.2017, 11:05
Ich denke genau das könnte den Todesstoß für den (Hobby-)Radsport bedeuten, sehr überspitzt formuliert. Wenn erstmal genügend Leute einen versteckten Motor nutzen, hat bald kaum jemand mehr Bock sich mit diesen Leuten messen zu müssen.
Der Trend wird mMn auf jeden Fall in diese Richtung gehen, also versteckte Motoren in herkömmlichen Rennrädern. Denn ich denke bei den meisten gesunden Leuten, die Radsport betreiben wollen, ist der Stolz erstmal zu groß, um sich ein eBike zu kaufen, da man eben von "echten" Sportlern belächelt wird. Wenn man aber erstmal nichtmehr von "normalen" Rennradfahrern zu unterscheiden ist und man noch dazu ohne körperlich wirklich viel in Training investieren zu müssen, konkurrenzfähig ist, wäre das schon sehr verlockend für viele.
Leider entspricht das auch ein wenig dem Zeitgeist, möglichst viel möglichst schnell zu erreichen ohne viel dafür tun zu müssen. Mit der Wahrheit nimmt mans ja eh nichtmehr so genau, reicht ja, wenns oft genug wiederholt wird, wird dann schon wahr.

Messen?
Meßt ihr euch im HOBBY-sport regelmässig?
Falls ja: schon mal über ne Lizenz nachgedacht?

avis
26.10.2017, 11:20
Das "Problem" - wie wir es als Sportler sehen, ist für die Ebiker meist keins - "wir" wollen uns quälen , das gehört mit dazu, wenn wir Pässe fahren, die Hausrunde schneller fahren wollen etc - und haben (meist) Spass dabei - für die Ebiker ist das alleinige hockommen der Genuss, den wir so auf diese Art nie verstehen werden
Oton eines Kollegen zu mir.. würd auch mal gern so schnell und weit laufen können wie Du - wie machst Du das? darauf ich.. ganz banal - wenn man schneller laufen will - muss man halt schneller laufen...
antwort.. Äääh neee.. das ist ja anstrengend... dann lieber nicht..

und , mal ehrlich - wie viele Sportler sind doch auch nur die "Auchmitdabeis", die dann stolz ihre Finishertrikots durch die gegend tragen - nur gut, dass da keine Zeiten und Platzierungen aufgedruckt sind.. (oder doch schlecht?? :D)

Stimmt absolut.
Mit Sport hat das aber eben nichts mehr zu tun.
Die Anstrengung ist die Essenz des Sportes, jedenfalls bei den Ausdauersportarten.
Wenn ich diese eliminiere ist es eine angenehme Freizeitgestaltung und besser als auf der Couch liegen, aber sicher kein Sport mehr.
Rudern mit Motor auch nicht. Oder Apnoetauchen mit Atemgerät.
Das ist einfach absurd.

big-foot
26.10.2017, 11:35
Stimmt absolut.
Mit Sport hat das aber eben nichts mehr zu tun.
Die Anstrengung ist die Essenz des Sportes, jedenfalls bei den Ausdauersportarten.
Wenn ich diese eliminiere ist es eine angenehme Freizeitgestaltung und besser als auf der Couch liegen, aber sicher kein Sport mehr.
Rudern mit Motor auch nicht. Oder Apnoetauchen mit Atemgerät.
Das ist einfach absurd.

Du siehst es einfach zu eng, weil sicherlich wie bei vielen anderen hier die Angst die Hauptrolle spielt, dass Deine Leistung nicht mehr ausreichend gewürdigt wird.
Das ist aber ein ganz anderes Problem als die Definition von Sport.

Denn ein unterstützendes System unterstützt nun mal und substituiert nicht vollständig.

Das heißt, ob ich jetzt zum Beispiel 200 Watt Eigenleistung mit oder ohne 100 Watt zusätzliche Leistung erbringe, bleibt für die eigene sportliche Leistungsbilanz vollkommen gleich.

Nur im Wettbewerb mit anderen macht es einen Unterschied aus.

Abstrampler
26.10.2017, 11:46
Ne, bf.
Das hat etwas mit dem grundsätzlichen Verständnis von RadSPORT zu tun.
Analogien sind genug genannt worden. ;)

big-foot
26.10.2017, 11:50
Ne, bf.
Das hat etwas mit dem grundsätzlichen Verständnis von RadSPORT zu tun.
Analogien sind genug genannt worden. ;)

Das ist schon süß, wie ihr euch gegen Argumente trotzig stemmt.

Geh doch mal konkret auf die Leistungsbilanz ein, wo fehlt da der sportliche Teil?

vinzenz
26.10.2017, 12:02
Du siehst es einfach zu eng, weil sicherlich wie bei vielen anderen hier die Angst die Hauptrolle spielt, dass Deine Leistung nicht mehr ausreichend gewürdigt wird.
Das ist aber ein ganz anderes Problem als die Definition von Sport.

Denn ein unterstützendes System unterstützt nun mal und substituiert nicht vollständig.

Das heißt, ob ich jetzt zum Beispiel 200 Watt Eigenleistung mit oder ohne 100 Watt zusätzliche Leistung erbringe, bleibt für die eigene sportliche Leistungsbilanz vollkommen gleich.

Nur im Wettbewerb mit anderen macht es einen Unterschied aus.

Wettbewerb.. richtig, aber auch in der Wahrnehmung durch andere, evtl mit der Materie nicht so vertraute Personen
(und mal ehrlich, ein kleiner Poser steckt in jedem von uns)

Extrembeispiel Bergsteigen.. man kann ordentlich Kohle in die Hand nehmen, und kommt mit etwas Glück auf den Everest, und auch wieder runter - bei solchen Veranstaltungen liegt die Hauptlast in der Regel bei den Sherpas..
und es gibt Bergsteiger, die das mit einem Minimum an Unterstützung schaffen (oder auch nicht) - "Gesehen" wird doch in der Regel nur.. der war oben - und der auch (oder nicht) - über das wie denken die wenigsten nach
und daran krankts, weil "wir" nicht auf dieselbe Stufe getellt werden wollen wie "die anderen" (weils auch 2 unterschiedliche Paar Stiefel sind - die aber gern als identisch hingestellt werden..)

Abstrampler
26.10.2017, 12:04
"Süß"?

Ne, Du. So nicht. Du willst es ja auch gar nicht verstehen. ;)

big-foot
26.10.2017, 12:12
Wettbewerb.. richtig, aber auch in der Wahrnehmung durch andere, evtl mit der Materie nicht so vertraute Personen
(und mal ehrlich, ein kleiner Poser steckt in jedem von uns)

Extrembeispiel Bergsteigen.. man kann ordentlich Kohle in die Hand nehmen, und kommt mit etwas Glück auf den Everest, und auch wieder runter - bei solchen Veranstaltungen liegt die Hauptlast in der Regel bei den Sherpas..
und es gibt Bergsteiger, die das mit einem Minimum an Unterstützung schaffen (oder auch nicht) - "Gesehen" wird doch in der Regel nur.. der war oben - und der auch (oder nicht) - über das wie denken die wenigsten nach
und daran krankts, weil "wir" nicht auf dieselbe Stufe getellt werden wollen wie "die anderen" (weils auch 2 unterschiedliche Paar Stiefel sind - die aber gern als identisch hingestellt werden..)

Genau das ist der wesentliche Punkt, wie wichtig ist mir (und reicht mir) der Erfolg für mich allein persönlich und wie wichtig ist mir die Anerkennung durch Andere.

plusminus
26.10.2017, 12:58
Das ist schon süß, wie ihr euch gegen Argumente trotzig stemmt.

Geh doch mal konkret auf die Leistungsbilanz ein, wo fehlt da der sportliche Teil?

Ein Doper leistet auch nicht weniger und ist trotzdem ein Doper und hat im Sport zu Recht nichts verloren und wird dementsprechend in der öffentlichen Wahrnehmung auch nicht als "Sportler", sondern als "Betrüger" gesehen.

Jetzt haben wir - um mal weder ans Thema zu erinnern - ein Rennradmagazin, dass sich "Tour nennt" und den Rennradsport zum Thema hat. Soll die Tour nun auch Epo-Tests veröffentlichen? Denn aus der persönlichen Betrachtung treibt man natürlich auch mit Epo im Blut Sport. Man kommt nur etwas weiter als normal, ist ein bisschen schneller ...

Und würde man dann zumindest erwarten, dass sich die TOUR mit dem ganzen Thema und den Folgen kritisch auseinandersetzt - und dabei auch die Pseudo-Argumentation der E-Sport-Befürworter auseinander nimmt, wenn sie objektiv nicht zu halten sind?

juekapasta
26.10.2017, 13:07
Hier gibt es ein Umbauset für Fahrräder; alles was man benötigt, um aus einem Fahrrad ein 80ccm-'Motorrad' zu machen und das ganze für momentan schlappe €93,-. Ok, Zweitakter und ein wenig Lärm aber irgendwas ist ja immer nicht wahr...:D

https://m.gearbest.com/other-motorcycle-accessories/pp_703144.html?utm_source=tt_de

rumplex
26.10.2017, 13:33
Ein Doper leistet auch nicht weniger und ist trotzdem ein Doper und hat im Sport zu Recht nichts verloren und wird dementsprechend in der öffentlichen Wahrnehmung auch nicht als "Sportler", sondern als "Betrüger" gesehen.

Jetzt haben wir - um mal weder ans Thema zu erinnern - ein Rennradmagazin, dass sich "Tour nennt" und den Rennradsport zum Thema hat. Soll die Tour nun auch Epo-Tests veröffentlichen? Denn aus der persönlichen Betrachtung treibt man natürlich auch mit Epo im Blut Sport. Man kommt nur etwas weiter als normal, ist ein bisschen schneller ...

Und würde man dann zumindest erwarten, dass sich die TOUR mit dem ganzen Thema und den Folgen kritisch auseinandersetzt - und dabei auch die Pseudo-Argumentation der E-Sport-Befürworter auseinander nimmt, wenn sie objektiv nicht zu halten sind?

Da braucht man nicht mal ethisch zu argumentieren, um zu zeigen, dass der Vergleich hinkt. Epo - wie auch andere Mittel, für mich gehören Schmerzmittel auch dazu - wirkt körperlich leistungssteigernd, ein Motor am Rad nicht. Hinzu kommt das Verstecken.

In Wettkämpfen, klar, ist ein versteckter Motor genauso betrügerisch.

stoffel78
26.10.2017, 13:41
Mit Motorunterstützung ist es halt ein Hybrid zwischen klassischem Sport aus reiner Eigenleistung und Motorsport. Ich fande es mal interessant, hier den aktuellen Stand der Technik zu sehen, auch wenn das für mich gar nicht in Frage kommt. Der Artikel war doch jetzt nicht mehr oder weniger. Wenn das alle Tage mal kommt, dann ist das doch auch ok.

plusminus
26.10.2017, 13:41
Da braucht man nicht mal ethisch zu argumentieren, um zu zeigen, dass der Vergleich hinkt. Epo - wie auch andere Mittel, für mich gehören Schmerzmittel auch dazu - wirkt körperlich leistungssteigernd, ein Motor am Rad nicht.

E-Motor oder Epo: beides versetzt den Nutzer in die Lage, die Grenzen seiner eigentlich gegebenen körperlichen Fähigkeiten zu überwinden. Es liegt sogar die selbe Motivation zu Grunde: man akzeptiert nicht, dass man ohne Unterstützung weniger schnell, weit oder hoch kommt.

Einziger Unterschied: beim E-Bike-Doping geht es vor allem um Selbstbetrug und nicht den Betrug anderer im Wettkampf. Und man schädigt sich nicht vorsätzlich gesundheitlich.

Aber von "hinken" kann grundsätzlich keine Rede sein imho.

Hansi.Bierdo
26.10.2017, 13:54
Hier gibt es ein Umbauset für Fahrräder; alles was man benötigt, um aus einem Fahrrad ein 80ccm-'Motorrad' zu machen und das ganze für momentan schlappe €93,-. Ok, Zweitakter und ein wenig Lärm aber irgendwas ist ja immer nicht wahr...:D

https://m.gearbest.com/other-motorcycle-accessories/pp_703144.html?utm_source=tt_de

Uuiiiii, sowas sieht die Purzelei aber gern. Da brauchste nichtmal anzufangen i-was zu erklären... :Applaus:

juekapasta
26.10.2017, 14:00
Uuiiiii, sowas sieht die Purzelei aber gern. Da brauchste nichtmal anzufangen i-was zu erklären... :Applaus:


Ich dacht ja nur, so als Übergangslösung bis die einschlägigen Protagonisten uns die 'schöne neue Welt' im Rennradbereich beschert haben:(

Hansi.Bierdo
26.10.2017, 14:30
Junge, Junge, das Thema polarisiert ja ordentlich. :D

Mir is das echt latte, soll doch jeder rumfahrn wie er will. Wenn ältere oder versehrte Menschen damit biken find ich das prima, wenn ein Leistungsunterscheid zwischen Jung/alt oder Mann/Frau ausgeglichen wird auch. Und die Leutz die sich damit Anerkennung erkaufen wollen, tun mir dann eher bissi leid, aber ich kann die auch tolerieren. Die gehören halt zu dem momentanen Zeitgeist von "Alles sofort ohne viel dafür zu investieren". Außerdem verschwinden die auch wieder genauso schnell wie sie auftauchen. Das Segel muss ja im Wind bleiben. Und sicherlich werden auch einige dieser Herrschaften den Absprung zum "echten" Radfahren schaffen.

Bleibt treu im Glauben und beharrlich in der Liebe! :Angel:

radeltgern
26.10.2017, 14:36
Junge, Junge, das Thema polarisiert ja ordentlich. :D



Ist wie beim Thema Disc am RR. Und was ist eigentlich schlimmer? Ein RR mit Disc oder E-Antrieb? ;)

velofix
26.10.2017, 15:14
DAS würde ich mir für eine der nächsten Tour-Ausgaben wünschen, eine so angeregte Auseinandersetzung mit dem Thema E wie hier im Forum! Aktuell bekommen die Fachredaktionen, so scheint es, von der Industrie ein paar Testballons hingestellt einfach um die Marktchancen zu testen.
Das Problem was wir Kritiker sehen ist z.B. der "Rolltreppen-Effekt". Eine Erleichterung, eigentlich gedacht für Leute die nicht mehr so gut zu Fuß sind führt zu Bewegungsarmut bei Gesunden (einfach mal auf Bahnhöfen beobachten).
Hier steigt immerhin nur die Gefahr sich selbst zu betrügen. Ich mache mir jedoch Sorgen um den Wettkampfsport auf allen Leistungsleveln. E-Rennräder mit einem dicken Klumpen am Tretlager wird es nämlich nicht lange geben. Die Zukunft sieht eher so aus:
629229
Und hier wird die Hemmschwelle das auch einzusetzen mächtig sinken. Viel mehr noch als beim pharmazeutischen Doping. Und Leistung und Reichweite werden noch so steigen dass es auch im Flachen relevant werden wird.
Die ersten beiden Fälle eines solchen Betruges sind ja schon aufgeflogen dank aufmerksamer Sportler.

Cleat Commander
26.10.2017, 15:45
Der Schritt, per Motordoping zu betrügen ist auch noch einfacher, als Pharmadoping. Zum einen ist die Beschaffung leichter und zum anderen geht man keinerlei Gesundheitsrisiken ein, von dem Fall abgesehen, dass man von Kollegen berechtigterweise auf die Fresse bekommt, wenn man mit einem Motor erwischt wird. Ich denke, wenn die UCI nicht bald anfängt, richtig zu kontrollieren, statt diese lächerliche iPad-App zu benutzen, wird das ein ernsthaftes Problem werden.
Das einzig Gute ist, dass die Pharmaindustrie weniger schmutziges Geld verdienen wird. Wobei, wenn alle mit Motor am Limit fahren muss man ja doch wieder woanders am Leistungspotential feilen.

Mir ist gerade eben, als ich mit dem Crosser auf nem kleinen Trail unterwegs war, ein Typ ca. 50 auf nem eMountainbike entgegengekommen. Angeregt von der Diskussion hier, habe ich ihn gefragt, warum eBike, ginge doch auch ohne.
Dann hat er mir erzählt, dass er als Jugendlicher unter einen Bulli geraten ist, zig Operrationen die wohl nicht gerade optimal verlaufen sind durchgeführt wurden und seit dem hat er Schmerzen beim Laufen, Radfahren ging gar nicht mehr. Mit nem eBike gehts.
Das ist ein Fall, bei dem ichs nachvollziehen kann.
Aber mal ehrlich, wie hoch ist der Prozentsatz solcher Leute bei eBike Käufern?

elmar
26.10.2017, 16:25
DAS würde ich mir für eine der nächsten Tour-Ausgaben wünschen, eine so angeregte Auseinandersetzung mit dem Thema E wie hier im Forum! Aktuell bekommen die Fachredaktionen, so scheint es, von der Industrie ein paar Testballons hingestellt einfach um die Marktchancen zu testen.
Das Problem was wir Kritiker sehen ist z.B. der "Rolltreppen-Effekt". Eine Erleichterung, eigentlich gedacht für Leute die nicht mehr so gut zu Fuß sind führt zu Bewegungsarmut bei Gesunden (einfach mal auf Bahnhöfen beobachten).
er.

Hier in den Mittelgebirgen kommen Menschen überhaupt erst so aufs Rad. Ohne fährt-fuhr hier nur ne Minderheit. Der Vergleich hinkt. Und auch in den Städten kommen Fette-Faule-Späteinsteiger erst so in die Puschen.
Jeder kennt doch irgendjemanden mit Pedelec: fragt doch einfach mal............

avis
26.10.2017, 19:05
Du siehst es einfach zu eng, weil sicherlich wie bei vielen anderen hier die Angst die Hauptrolle spielt, dass Deine Leistung nicht mehr ausreichend gewürdigt wird.
Das ist aber ein ganz anderes Problem als die Definition von Sport.

Denn ein unterstützendes System unterstützt nun mal und substituiert nicht vollständig.

Das heißt, ob ich jetzt zum Beispiel 200 Watt Eigenleistung mit oder ohne 100 Watt zusätzliche Leistung erbringe, bleibt für die eigene sportliche Leistungsbilanz vollkommen gleich.

Nur im Wettbewerb mit anderen macht es einen Unterschied aus.

Ich sehe es konsequent.
Das unterstützende System mindert die eigene Leistung massiv.
Hier geht es nicht um ein paar Prozente, sondern überwiegende Anteile der Gesamtleistung.
Die Anstrengung ist vollständig oder meinetwegen nahezu vollständig verschwunden. Aber eben diese Anstrengung ist das zentrale, was den Sport ausmacht, Bewegung alleine ist nicht automatisch Sport.
Jemand der nur noch 50 Watt selber aufbringt und dafür kaum den Mund zum Atmen öffnen braucht, leistet 50 Watt, strengt sich aber nicht an.
Mal ehrlich, schonmal jmd. auf einem E-Bike gesehen, der schwitzend nach Atem gerungen hat?
Eben!
Man sieht es ja schon von weitem, wenn jemand mühelos, locker sitzend, ohne jede Anstrengung die Steigung hochsurrt.
Deswegen wird ja ein E-Bike gekauft, weil man weniger Anstrengung möchte, weil man den Teil der weh tut elidieren will.
Denn niemand kauft sich für 5000€ ein 20kg Rad, wenn er nur ab und an mal 10% Erleichterung will.
Das wäre auch reichlich sinnlos, nicht wahr?!
Von dieser rein quantitatvien Ebene abgesehen gibt es aber auch noch sowas wie einen prinzipiellen Ethos.
Sport als pure reine eigene körperliche Leistung. Es ist halt einfach nicht echt ansonsten.
Da könnten wir jetzt zu den Griechen zurückgehen, zu den Schönen und Guten, aber das wäre glaub ich etwas wenig sinnvoll...

rumplex
26.10.2017, 19:22
Mal ehrlich, schonmal jmd. auf einem E-Bike gesehen, der schwitzend nach Atem gerungen hat?
Eben!


Jo, ich mich selbst. Und nu?:)

big-foot
26.10.2017, 19:22
Ich sehe es konsequent.
Das unterstützende System mindert die eigene Leistung massiv.
Hier geht es nicht um ein paar Prozente, sondern überwiegende Anteile der Gesamtleistung.
Die Anstrengung ist vollständig oder meinetwegen nahezu vollständig verschwunden. Aber eben diese Anstrengung ist das zentrale, was den Sport ausmacht, Bewegung alleine ist nicht automatisch Sport.
Mal ehrlich, schonmal jmd. auf einem E-Bike gesehen, der schwitzend nach Atem gerungen hat?
Eben!
Man sieht es ja schon von weitem, wenn jemand mühelos, locker sitzend, ohne jede Anstrengung die Steigung hochsurrt.
Deswegen wird ja ein E-Bike gekauft, weil man weniger Anstrengung möchte.
Aber niemand kauft sich für 5000€ ein 20kg Rad, wenn er nur ab und an mal 10% Erleichterung will.
Das wäre auch reichlich sinnlos, nicht wahr?!
Von dieser rein quantitatvien Ebene abgesehen gibt es aber auch noch sowas wie einen prinzipiellen Ethos.
Sport als pure reine eigene körperliche Leistung. Es ist halt einfach nicht echt ansonsten.
Da könnten wir jetzt zu den Griechen zurückgehen, zu den Schönen und Guten, aber das wäre glaub ich etwas wenig sinnvoll...

Wahrscheinlich wohnst Du nicht im Mittelgebirge, die Unterstützung ist immer nur punktuell wichtig, die Alternative ist hier ganz überwiegend gar keinen Radsport zu betreiben.

Ich sehe es 100%ig wie Elmar, bin dabei kein Radhändler, in meinem Bekanntenkreis gibt es viele hardcore Radsportler, für die das Thema auch (noch) Tabu ist (die sich aber wahnsinnig freuen würden, wenn ich mit Unterstützung wieder dabei wäre) und ganz viele, die dank Unterstützung überhaupt mal wieder aufs Rad steigen.

Im Flachland verhält es sich wieder ganz anders.

Und elektrounterstützten Sport mit Epo zu vergleichen, finde ich unpassend, da eine E-Unterstützung mit Sicherheit niemals gesundheitsschädlich ist, im Gegenteil.

Weiterhin finde ich das Thema in der tour ganz gut aufgehoben, denn die schaut immer mal nach rechts und links.

Mitte der 90iger gab es mal einen Tour Bericht zu einer MTB Tour rund um das Stilfser Joch, die wir 1997 nachgefahren sind.

Auch das wäre nicht in einem Rennrad Magazin "nötig" gewesen, ich fand und finde so etwas klasse.

avis
26.10.2017, 19:51
Im Gegenteil, ich lebe in den Ardennen.
Gerade deswegen ja.
Denn weh tun, anstrengend sind i.a.R. vorallem die Berge. Und genau dort greift der Motor ein und nimmt eben diese Anstrengung weg.


Jo, ich mich selbst. Und nu?:)

Nu bist du dann wohl eine ganz ganz große Ausnahme - was ich ernsthaft meine.
Wobei ich es halt noch immer nicht verstehe.
Wenn ich mich eh ordentlich quälen will, wozu dann der Motor?
Imho. etwas widersprüchlich.

rumplex
26.10.2017, 19:56
Nu bist du dann wohl eine ganz ganz große Ausnahme - was ich ernsthaft meine.
Wobei ich es halt noch immer nicht verstehe.
Wenn ich mich eh ordentlich quälen will, wozu dann der Motor?
Imho. etwas widersprüchlich.

sehe ich nicht so. Zu mir persönlich: Ich darf seit einigen Jahren nicht mehr über ca. 130 Puls belasten plus seit rund einem Jahr wegen Arthrose im Hüftkopf (Folge eines Radunfalls vor rund 10 Jahren) auch nicht mehr knochen-belastend fahren. Also passen da so rund 100 Watt Unterstützung ideal, weil ich im Fall der Fälle an Anstiegen nicht absteigen muss. In der Ebene ist das alles ziemlich kein Thema.

avis
26.10.2017, 20:10
Hm klar, das ist sicherlich ein erhebliches Handicap.
Und jetzt einfach langsamer fahren wäre keine Alternative? Halt MTB Übersetzung.
Grundsätzlich dürfte so ein Typus wie der deine aber nur auf die allerwenigsten E-Biker zutreffen.

rumplex
26.10.2017, 20:31
Hm klar, das ist sicherlich ein erhebliches Handicap.
Und jetzt einfach langsamer fahren wäre keine Alternative? Halt MTB Übersetzung.
Grundsätzlich dürfte so ein Typus wie der deine aber nur auf die allerwenigsten E-Biker zutreffen.

Erfahrungsgemäß schließen "sölche Typen" wie ich welliges Terrain aus. Mit Schmerzen. Glaub mir, ich bin so ziemlich alles in meinem Leben raufgefahren, was ein Pass ist. Sportliches Radeln war für mich immer vor allem Natur-Erlebnis, erst danach kam die Leistung. Heute kann ich das weiterhin auf einem reduzierten Level mit Unterstützung weiterhin tun. Schön, mit dem Rad wo oben zu stehen. Nicht stolz, nur ein bisschen.:)

Mit MTB-Übersetzung oder gar Untersetzung würde ich über die ganze Straßen-Bandbreite rumeiern, nicht gut.

Und wir reden hier über mögliche E-Rennräder, nicht allgemein über Pedelecs. Aber das habe ich ja bereits öfter geschrieben: Mehr als 100 Watt Unterstützung finde ich, wenns um Sport geht, ziemlich abwegig. Ein "Normalo" schafft 80 Watt Ausdauerleistung über 8 Stunden. Da sollten 100 Watt Zusatz ausreichen, um über einen Berg zu kommen, wenn man noch von Sport reden will.

avis
26.10.2017, 20:42
Habe gestern aufgrund der Diskussion mal was rumgesucht, da ich MTB eher am Rande verfolge, aber MTB Übersetzungen gibt es ja noch triple, von 22-42 bis 40-11.
Da hätte man doch dann eigentlich alles mit an Bord?!
Also verstehe ich das richtig, dass du dann damit schlicht nicht weit genug kämst für dein Bedürfnis?!

big-foot
26.10.2017, 20:56
Habe gestern aufgrund der Diskussion mal was rumgesucht, da ich MTB eher am Rande verfolge, aber MTB Übersetzungen gibt es ja noch triple, von 22-42 bis 40-11.
Da hätte man doch dann eigentlich alles mit an Bord?!
Also verstehe ich das richtig, dass du dann damit schlicht nicht weit genug kämst für dein Bedürfnis?!

Man kann sich auch eine Frikadelle ans Knie nageln, :D, nee warum soll man dann nicht zum E greifen, nur weil eventuell Andere (außer mir) ein Problem damit haben?

Verstehe ich nicht, ich habe meinen Spaß gehabt in dem Leben, warum sollte ich es mir jetzt nicht angenehmer gestalten? Auf dem Gebiet muss ich mir sicher nichts mehr beweisen, sondern nur noch Schönheit der Natur verbunden mit angenehmer und vor allem gesunder sportlichen Aktivität genießen.

avis
26.10.2017, 21:36
Meine Güte...
Ja warum soll man es sich nicht leichter machen im Ausdauersport?
Wieso fährt man freiwillig stundenlang steile Berge hoch und schindet sich?
Warum überhaupt Anstrengung?
Solche Deppen sind wir...da quält man sich mühselig den Berg hoch, dabei könnte man doch einfach nen Motor gebrauchen?
"Schlag an die Stirn"....Wieso bin ich da nicht früher drauf gekommen???
So langsam sind wir eben in der Tat völlig wo anders, nicht mehr beim Sport...:rolleyes:
Machen kannst du das wie auch immer du magst und jeder darf es sich so angenehm gestalten wie er will.
Sport ist das dann aber in den allermeisten Fällen sicherlich nicht mehr.

plusminus
26.10.2017, 23:38
Man kann sich auch eine Frikadelle ans Knie nageln, :D, nee warum soll man dann nicht zum E greifen, nur weil eventuell Andere (außer mir) ein Problem damit haben?


Auf dem Gebiet muss ich mir sicher nichts mehr beweisen, sondern nur noch Schönheit der Natur verbunden mit angenehmer und vor allem gesunder sportlichen Aktivität genießen.

Du ziehst die Diskussion regelmäßig auf eine andere Ebene. Keiner will Dir oder anderen das E-Bike verbieten. Nur: es ist eben kein Sport im eigentlichen Sinne. Ja, EPO kann die Gesundheit schädigen, das E-Bike nicht.

Trotzdem sind Antrieb und Motivation der Nutzer doch weitgehend identisch: Man will schneller, weiter und höher als man kann. Siehe Rumplex. Ich verstehe ihn total und würde in der Situation sicher auch mit E-Unterstützung fahren. Aber es wäre eben alles andere als "Sport", denn der kommt nun mal ohne Hilfsmittel aus.

Und gerne auch noch mal der Hinweis: es geht hier um die Berichterstattung in der TOUR. Und ja, ich finde auch, man kann berichten. Aber bitte nicht, um E-Biker zu "bedienen". Sondern dann bitte auch unter Beleuchtung des oben Gesagten und auch ohne Ausblendung der Folgen - die Du und Rumplex ja schlicht ignorieren: immer mehr Biker steigen auf E um, auf dem MTB fahren schon viele Kids E. Die TOUR begleitet das indem sie die Propaganda der Bike-Industrie verbreitet. Toll.

rumplex
26.10.2017, 23:43
[QUOTE=big-foot;5605627]
Und gerne auch noch mal der Hinweis: es geht hier um die Berichterstattung in der TOUR. Und ja, ich finde auch, man kann berichten. Aber bitte nicht, um E-Biker zu "bedienen". Sondern dann bitte auch unter Beleuchtung des oben Gesagten und auch ohne Ausblendung der Folgen - die Du und Rumplex ja schlicht ignorieren: immer mehr Biker steigen auf E um, auf dem MTB fahren schon viele Kids E. Die TOUR begleitet das indem sie die Propaganda der Bike-Industrie verbreitet. Toll.

Wo wird "bedient"? Noch mal die Frage: Wie neutraler kann ich das Thema behandeln, als vollkommen "dahergelaufene" normale Rennradler dazu zu befragen? In meinen Augen biegst Du es, weil Du es einfach nicht ein Thema sein lassen willst. Es ist aber eins, indem es in der (Fahrrad) Welt ist.

jokiha
27.10.2017, 00:19
Mal ehrlich, schonmal jmd. auf einem E-Bike gesehen, der schwitzend nach Atem gerungen hat?



Jo, ich mich selbst. Und nu?:)


.Zu mir persönlich: Ich darf seit einigen Jahren nicht mehr über ca. 130 Puls belasten

Ist das nicht ein Widerspruch in sich?

big-foot
27.10.2017, 02:41
Ist das nicht ein Widerspruch in sich?

Nee, kenne ich von meiner Herz - OP auch, wenn die Kondition komplett weg ist, dann springt der Puls natürlich schon bei geringen Belastungen hoch, darf er aber nicht, also wird er medikamentōs niedrig gehalten, das fühlt sich an, als würdest Du einen Treibanker hinter Dir her ziehen.

big-foot
27.10.2017, 03:00
Du ziehst die Diskussion regelmäßig auf eine andere Ebene. Keiner will Dir oder anderen das E-Bike verbieten. Nur: es ist eben kein Sport im eigentlichen Sinne. Ja, EPO kann die Gesundheit schädigen, das E-Bike nicht.

Trotzdem sind Antrieb und Motivation der Nutzer doch weitgehend identisch: Man will schneller, weiter und höher als man kann. Siehe Rumplex. Ich verstehe ihn total und würde in der Situation sicher auch mit E-Unterstützung fahren. Aber es wäre eben alles andere als "Sport", denn der kommt nun mal ohne Hilfsmittel aus.
.

Ist in Deiner Vorstellung kein Sport, in der von Medizinern schon, vielleicht liest Du Dich ja mal in die Begrifflichkeit ein

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sport

plusminus
27.10.2017, 10:11
Ist in Deiner Vorstellung kein Sport, in der von Medizinern schon, vielleicht liest Du Dich ja mal in die Begrifflichkeit ein

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sport

Darum geht es gar nicht. Denn wie schon geschrieben: auch der Doper betreibt unzweifelhaft Sport. es geht um die Motivation dahinter, die beides vereint: man will Höher, Weiter und Schneller, als man eigentlich kann. Bei dem einen (die Minderheit), weil er gesundheitlich eingeschränkt ist, der andere (die Mehrheit), weil er zu bequem ist, zu trainieren und sofort Höher, Schneller, Weiter will.




Wo wird "bedient"? Noch mal die Frage: Wie neutraler kann ich das Thema behandeln, als vollkommen "dahergelaufene" normale Rennradler dazu zu befragen? In meinen Augen biegst Du es, weil Du es einfach nicht ein Thema sein lassen willst. Es ist aber eins, indem es in der (Fahrrad) Welt ist.

Abgesehen davon, dass die "Neutralität" nicht überprüfbar ist:

Eine "Befragung" ist doch kein Journalismus - kann allenfalls ein Teil einer Berichterstattung sein. "Gefällt mir / Brauch ich" vs "Brauch ich nicht" spiegelt Meinungen wider - ersetzt aber keine Einordnung der Meinungen in einen Gesamtkontext. Dazu gehörte dann auch die Fragen: Ist das noch Sport, ist es wie Doping, was stellt das mit der Umwelt an, wenn immer mehr auf E umsteigen, die bisher ohne auskamen etc. Weißt Du aber eh selbst.

Das ich mir eine solche kritische Auseinandersetzung wünsche, heißt ausdrücklich nicht, dass ich mir ein bestimmtes Ergebnis wünsche. Ich möchte mir eine Meinung bilden können - was ich nicht kann, wenn sich mehr oder weniger nur die Argumente der Industrie wiederfinden.

Das betrifft btw. nicht nur das E-Thema, die Industrie-Hörigkeit zeiht sich ja durch sämtliche Themen. Für mich ist es aber bei E für den sportlichen Bereich besonders ärgerlich, weil hier Verbraucher massiv getäuscht werden: Denn zu Lasten der Umwelt wird E ja auch hier als umweltfreundlich verkauft. Was schon für das Produkt nicht stimmt - und auch nicht für die Folgen der Anwendung. Weil die Akkus nicht so lange halten, wird jetzt erst Recht mit der Karre zum Tourstart gefahren, man dringt auch in sensible Bereiche vor, die man selbst gar nicht erreicht hätte, mehr und mehr Naturtrails werden ruiniert, weil die Bikes erstens schwerer sind und weil sie jetzt auch bergauf von viel mehr zu fahren sind als vorher ...

Alles Themen, die zu einer kritischen Auseinandersetzung gehören. Noch in keinem Magazin gesehen, dass sie behandelt würden.

big-foot
27.10.2017, 11:04
Abgesehen davon, dass die "Neutralität" nicht überprüfbar ist:

Eine "Befragung" ist doch kein Journalismus - kann allenfalls ein Teil einer Berichterstattung sein. "Gefällt mir / Brauch ich" vs "Brauch ich nicht" spiegelt Meinungen wider - ersetzt aber keine Einordnung der Meinungen in einen Gesamtkontext. Dazu gehörte dann auch die Fragen: Ist das noch Sport, ist es wie Doping, was stellt das mit der Umwelt an, wenn immer mehr auf E umsteigen, die bisher ohne auskamen etc. Weißt Du aber eh selbst.

Das ich mir eine solche kritische Auseinandersetzung wünsche, heißt ausdrücklich nicht, dass ich mir ein bestimmtes Ergebnis wünsche. Ich möchte mir eine Meinung bilden können - was ich nicht kann, wenn sich mehr oder weniger nur die Argumente der Industrie wiederfinden.

Das betrifft btw. nicht nur das E-Thema, die Industrie-Hörigkeit zeiht sich ja durch sämtliche Themen. Für mich ist es aber bei E für den sportlichen Bereich besonders ärgerlich, weil hier Verbraucher massiv getäuscht werden: Denn zu Lasten der Umwelt wird E ja auch hier als umweltfreundlich verkauft. Was schon für das Produkt nicht stimmt - und auch nicht für die Folgen der Anwendung. Weil die Akkus nicht so lange halten, wird jetzt erst Recht mit der Karre zum Tourstart gefahren, man dringt auch in sensible Bereiche vor, die man selbst gar nicht erreicht hätte, mehr und mehr Naturtrails werden ruiniert, weil die Bikes erstens schwerer sind und weil sie jetzt auch bergauf von viel mehr zu fahren sind als vorher ...

Alles Themen, die zu einer kritischen Auseinandersetzung gehören. Noch in keinem Magazin gesehen, dass sie behandelt würden.

Das wäre in der Tat ein sehr interessantes Thema, wobei eben auch hier besonders wichtig ist, wie genau ich den Bilanzkreiz ziehe.

Ein E-Radsportler könnte zum Beispiel pro Jahr 20 Akkus verschleißen, um auf die gleich große umweltschädliche Wirkung eines Radsportlers zum kommen, der einmal im Jahr nach Malle fliegt.

Daher fände ich es in der Tat super, wenn man die Auswirkungen komplett bilanzieren würde, um den gleichen Grad von Fitness zu erreichen (und Fitness ist mein Ziel bei der Ausübung von Sport)

Abstrampler
27.10.2017, 11:44
bf, Du meinst, ein Radsportler fliegt nach Malle, ein E-Radsportler nicht?
Für wen gibt es dann die ganzen E-MTB und E-Bike Vermieter auf der Insel?

Vielleicht sollte man due Diskussion um die Sinnhaftigkeit eines motorunterstützten Rennrades allmählich beenden.
So langsam wird es wirklich absurd. ;)

big-foot
27.10.2017, 12:05
bf, Du meinst, ein Radsportler fliegt nach Malle, ein E-Radsportler nicht?
Für wen gibt es dann die ganzen E-MTB und E-Bike Vermieter auf der Insel?

Vielleicht sollte man due Diskussion um die Sinnhaftigkeit eines motorunterstützten Rennrades allmählich beenden.
So langsam wird es wirklich absurd. ;)

Absurd wird es nur dann, wenn man grob vereinfacht und verallgemeinert, denn nicht jeder Radsportler fliegt nach Malle, um fit zu werden. Und es gibt Radsportler, die sich um ihre Umweltbilanz Gedanken machen.

Es geht einfach darum, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass unsere Welt so komplex ist, das sie nicht in ein einfaches Gut-Schlecht-Schema einzuordnen ist.

Um der Komplexität etwas Herr zu werden, nehme ich mir daher immer gerne konkrete Bilanzen und Zahlenvergleiche zur Hand, statt der hier vorgebrachten gefühlten Einschätzungen, ich glaube, dass etwas mehr Rationalität der Diskussion nicht schaden wird.

Birdman
27.10.2017, 12:07
... Vielleicht sollte man due Diskussion um die Sinnhaftigkeit eines motorunterstützten Rennrades allmählich beenden.
So langsam wird es wirklich absurd. ;)
+1
Oder in einen eigenen Thread verschieben. Allerdings zeigt es durchaus, dass hier wohl enormer Diskussionbedarf besteht. Wäre ja mal ein eigenes Pro- und Contra-Thema in der Tour wert.

Abstrampler
27.10.2017, 12:21
..., ich glaube, dass etwas mehr Rationalität der Diskussion nicht schaden wird.

Dein Post oben konterkariert dieses Bemühen vollkommen und vertieft durch Deine implizite Unterstellung, der noch dazu jeder wahre Kern fehlt, die Gräben.
Dachte allerdings, es fällt Dir selber auf. ;)

big-foot
27.10.2017, 12:34
Dein Post oben konterkariert dieses Bemühen vollkommen und vertieft durch Deine implizite Unterstellung, der noch dazu jeder wahre Kern fehlt, die Gräben.
Dachte allerdings, es fällt Dir selber auf. ;)


Du entzieht Dich gerne konkreten Zahlen, Abstrampler, wenn sie Dir unangenehm sind,
da ich Umweltverträglichkeitsprüfungen von Systemen beruflich mache, glaube ich halt etwas mehr vom "wahren Kern" zu verstehen.;)

Abstrampler
27.10.2017, 12:47
Das ist wieder falsch.
Du hast oben versucht, durch haltlose Annahmen Dein Wunschergebnis vorwegzunehmen. Das habe ich Dir freundlich klarzumachen versucht.
Du kannst weder wissen, ob ein E-Radsportler häufiger oder seltener irgendwo hinfliegt, noch weißt Du, wie sich diese stetig vergrößernde Gruppe in naher Zukunft verhalten wird.
Trotzdem willst Du deutlich nahelegen, dass bei einer (pseudo)statistischen Bilanzierung eben dieser Faktor zu Gunsten Deiner "Seite" ausfallen wird.

Das stößt mir sauer auf, weil hier Ideologie unter einem fadenscheinigen Deckmantel verkauft wird.

Abstrampler
27.10.2017, 13:02
Sollte ich Deine Posts allerdings tatsächlich falsch interpretieren, nehme ich das Aufstoßen (:D) zurück und bin selbstverständlich gespannt auf Deine "konkreten Zahlen".

elmar
27.10.2017, 13:12
Ich wiederhole und ergänze: ihr seid alle nur ein Handycap vom Pedelec entfernt und dann kündigt ihr sofort eure Abos und löscht euren Account im Tf :D
Für Rennräder werdet ihr euch dann nicht m...........

Abstrampler
27.10.2017, 13:23
:D

rumplex
27.10.2017, 13:24
Abgesehen davon, dass die "Neutralität" nicht überprüfbar ist:

Eine "Befragung" ist doch kein Journalismus - kann allenfalls ein Teil einer Berichterstattung sein. "Gefällt mir / Brauch ich" vs "Brauch ich nicht" spiegelt Meinungen wider - ersetzt aber keine Einordnung der Meinungen in einen Gesamtkontext. Dazu gehörte dann auch die Fragen: Ist das noch Sport, ist es wie Doping, was stellt das mit der Umwelt an, wenn immer mehr auf E umsteigen, die bisher ohne auskamen etc. Weißt Du aber eh selbst.

Das ich mir eine solche kritische Auseinandersetzung wünsche, heißt ausdrücklich nicht, dass ich mir ein bestimmtes Ergebnis wünsche. Ich möchte mir eine Meinung bilden können - was ich nicht kann, wenn sich mehr oder weniger nur die Argumente der Industrie wiederfinden.

Das betrifft btw. nicht nur das E-Thema, die Industrie-Hörigkeit zeiht sich ja durch sämtliche Themen. Für mich ist es aber bei E für den sportlichen Bereich besonders ärgerlich, weil hier Verbraucher massiv getäuscht werden: Denn zu Lasten der Umwelt wird E ja auch hier als umweltfreundlich verkauft. Was schon für das Produkt nicht stimmt - und auch nicht für die Folgen der Anwendung. Weil die Akkus nicht so lange halten, wird jetzt erst Recht mit der Karre zum Tourstart gefahren, man dringt auch in sensible Bereiche vor, die man selbst gar nicht erreicht hätte, mehr und mehr Naturtrails werden ruiniert, weil die Bikes erstens schwerer sind und weil sie jetzt auch bergauf von viel mehr zu fahren sind als vorher ...

Alles Themen, die zu einer kritischen Auseinandersetzung gehören. Noch in keinem Magazin gesehen, dass sie behandelt würden.

Na, Unabhängigkeit oder Neutralität von Medien wird ja immer routinierter angezweifelt, wenn die Aussagen nicht passen.;)

Die von Dir angesprochenen Themen werden durchaus regelmäßig behandelt, und dabei die verschiedenen Aspekte betrachtet, im E-BIKE Magazin z.B. Egal ob Akku-Themen, Sinn oder Unsinn bzw. Gefahr durch E-MTB oder, wie von Herrn Sondermann angesprochen, Sinn oder Unsinn von E-MTB für Kinder und Jugendliche. In dem TOUR-Artikel spielt das Thema Umwelt keine Rolle, weil es um sportlichen Sinn oder Unsinn solcher E-Rennräder geht. (E-)MTB-Themen, richtig, werden auch nicht behandelt, weil es keine RR-Themen sind.

Zu von Dir angesprochenen inhaltlichen Themen schreib ich gerne im Pedelec-Thread weiter, das müssen wir nicht hierher ausweiten, finde ich.

Cleat Commander
27.10.2017, 13:41
Du entzieht Dich gerne konkreten Zahlen, Abstrampler, wenn sie Dir unangenehm sind,
da ich Umweltverträglichkeitsprüfungen von Systemen beruflich mache, glaube ich halt etwas mehr vom "wahren Kern" zu verstehen.;)

Hast du in deine Umweltverträglichkeitsprüfung der ach so sauberen Bilanz von eBikes auch die Schäden und Umweltbelastungen mit einbezogen, die durch die Herstellung und Rohstoffgewinnung für die Akkus entstehen? Vom menschlichen Leid mal abgesehen, das im Zuge dessen entsteht?
Ich bin noch nie nach Malle geflogen, kann mir aber kaum vorstellen, dass die wahre Ökobilanz auch nur ansatzweise so katastrophal ist, wie die von Elektrofahrzeugen aller Art, wenn man alle Aspekte mit einbezieht.
Das ist im übrigen ein grundlegendes Problem der Elektromobilität, selbst die schlimmste VW Dieseldrecksschleuder ist von der Geamtbilanz her umweltfreundlicher als ein Elektroauto.

rumplex
27.10.2017, 13:55
Hallo Alle,

können wir uns darauf einigen die inhaltliche Vertiefung von E-Rennrad bzw. Pedelec im Allgemeinen auf den laufenden Thread zu verlagern:

http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?282907-Pedelec-amp-E-Bike-Fred/page115 ?


Sonst wirds hier arg unübersichtlich.

RS1325
27.10.2017, 14:13
Wenn man schon Test von E-Bikes bringt wäre es eigentlich auch mal schön was über die kalkulierte Lebensdauer/Ladezyklen, Ersatzteilbereitstellung ( wie lange/Jahre ? ) und Kosten von Ersatzakkus zu lesen.....DI2 erste Generation lässt grüßen:mad:

rumplex
27.10.2017, 14:25
Wenn man schon Test von E-Bikes bringt wäre es eigentlich auch mal schön was über die kalkulierte Lebensdauer/Ladezyklen, Ersatzteilbereitstellung ( wie lange/Jahre ? ) und Kosten von Ersatzakkus zu lesen.....DI2 erste Generation lässt grüßen:mad:

Das vorgestellte Rad ist ein Prototyp (so auch erwähnt im Artikel). Deshalb lässt sich dazu noch nichts sagen, weil erfahrungsgemäß sich bei der endgültigen Ausstattung, Ersatzteil-Versorgung etc. noch einiges ändern dürfte.

big-foot
27.10.2017, 22:22
Hast du in deine Umweltverträglichkeitsprüfung der ach so sauberen Bilanz von eBikes auch die Schäden und Umweltbelastungen mit einbezogen, die durch die Herstellung und Rohstoffgewinnung für die Akkus entstehen? Vom menschlichen Leid mal abgesehen, das im Zuge dessen entsteht?
Ich bin noch nie nach Malle geflogen, kann mir aber kaum vorstellen, dass die wahre Ökobilanz auch nur ansatzweise so katastrophal ist, wie die von Elektrofahrzeugen aller Art, wenn man alle Aspekte mit einbezieht.
Das ist im übrigen ein grundlegendes Problem der Elektromobilität, selbst die schlimmste VW Dieseldrecksschleuder ist von der Geamtbilanz her umweltfreundlicher als ein Elektroauto.

Sicher werden alle diese Aspekte betrachtet, zum Beispiel hier [PDF]*E-Rad macht mobil - Umweltbundesamt
https://www.umweltbundesamt.de › medien

Aussage :"Die Produktion eines Pedelec Akkus amortisiert sich von der CO2 Belastung her betrachtet bereits nach 100 eingesparten KFZ-Kilometern.

Auch auf die Grundstoffe und die Ressourcenverfügbarkeit wird eingegangen.

Nur die Frage des menschlichen Leids ist natürlich schwierig zu beantworten, wie bewertete ich die ökologischen Katastrophen durch Schiffsunglücke, explodierenen Bohrinseln, die Boden und Wasservergiftung in Nigeria im Vergleich zum Abbau von seltenen Erden?

Wenn Du da irgendetwas hast, was Deine gewagte These vom Umweltfreundlicheren Diesel belegt , kannst Du es ja mal verlinken.


Sorry für Fortsetzung des Themas hier, aber auf dem Smartphone bekomme ich den zitierten Beitrag nicht verschoben.