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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Scheibenbremse und Radtransport



andy67
21.12.2017, 13:53
Hallo,

evtl. werde ich mir eine neues Rad zulegen und dann unter Umständen auch mit hydrl. Scheibenbremsen. Da ich das Rad gerne zerlegt, Vorderrad und ggfs. auch Hinterrad, im Auto transportiere, stellt sich die Frage, ist das bei Scheibenbremsen auch so einfach möglich wie bei der Felgenbremse? Was muss man da beachten?


Danke schon mal für die Antworten.

Gruß
Andy

kaeptnepo
21.12.2017, 13:54
Transportsicherung in den Bremssattel bevor du den Bremshebel ziehst...

kleinerblaumann
21.12.2017, 14:03
Es hat mal geheißen, dass man Räder mit Scheibenbremsen nicht hinlegen darf. Aber die damit verbundene Sorge scheint mir nur theoretischer Natur. Ich habe schon so oft Räder mit hydraulischen Scheibenbremsen liegend montiert und nie war davon irgendwas zu merken, dass ich das ignorieren würde. Ich bin mir auch nicht sicher, ob diese Warnung seitens der Hersteller noch aktuelle ist.
Ansonsten sollte man die Transportsicherung nicht vergessen.

Flashy
21.12.2017, 14:04
Jo, mehr gibts dann auch nicht zu beachten.

Ich habe hinten eh alles massiv ausgepolstert und lege das Rad einfach hin.

855
21.12.2017, 14:07
ich würde am Zielort erstmal eine Probebremsung machen, bevor man sich den Berg hinab stürzt. nicht, daß das System doch Luft gezogen hat. Transportsicherung wurde ja bereits erwähnt.

Vordrängler
21.12.2017, 14:28
Es hat mal geheißen, dass man Räder mit Scheibenbremsen nicht hinlegen darf. Aber die damit verbundene Sorge scheint mir nur theoretischer Natur. Ich habe schon so oft Räder mit hydraulischen Scheibenbremsen liegend montiert und nie war davon irgendwas zu merken, dass ich das ignorieren würde. Ich bin mir auch nicht sicher, ob diese Warnung seitens der Hersteller noch aktuelle ist.
Ansonsten sollte man die Transportsicherung nicht vergessen.

habe MTBs jahrelang liegend transpoprtiert mit den Systemen Magura,Shimano, Formula, Sram. Nie ein Problem. Ich benutzte sogar nie eine Transportsicherung. Musst halt aufpassen, dass du den Hebel nicht ins Leere ziehst. Und wenn, ist es auch keine Katastrophe. (Jetzt hab ich nen Bus und stell die Räder im ganzen rein :))

kleinerblaumann
21.12.2017, 15:26
habe MTBs jahrelang liegend transpoprtiert mit den Systemen Magura,Shimano, Formula, Sram. Nie ein Problem.

Ich wie gesagt auch nicht. Aber ich wollte es mal erwähnen, weil die Warnung immer kursierte.

Mifri
21.12.2017, 18:19
Wir transportieren die Räder immer mit angezogenen Bremsen, bisher keine Probleme.

bergschnecke
21.12.2017, 19:28
Wir transportieren die Räder immer mit angezogenen Bremsen, bisher keine Probleme.

Das ist die einzig sichere Methode, auch bei Transport im Flieger, um ein Eindringen von Luft aus dem Ausgleichsbehälter in die Bremsleitung zu verhindern. Geht ganz einfach z.B. mit meinem Einmachgummi.

andy67
21.12.2017, 19:30
Vielen Dank für die Antworten. Somit ist die Scheibenbremse eine Option für mich, allerdings tendiere ich noch eher zur Felgenbremse. Habe aber noch ein paar Wochen Zeit, um mich zu entscheiden.

Gruß
Andy

Mifri
21.12.2017, 19:33
Vielen Dank für die Antworten. Somit ist die Scheibenbremse eine Option für mich, allerdings tendiere ich noch eher zur Felgenbremse. Habe aber noch ein paar Wochen Zeit, um mich zu entscheiden.

Gruß
Andy


Die Entscheidung kann dir keiner abnehmen.

cadoham
21.12.2017, 19:40
Letztlich "zieht" ein hydrl. System nicht einfach Luft aus der Umgebung,
nur weil das Rad liegend transportiert wird.

Es geht hauptsächlich um Luftblasen, die sich eventuell im Ausgleichsbehälter gesammelt haben
und bei liegendem Transport zurück in die Leitung wandern können.

Allerdings werden die dann auch leicht wieder aufsteigen, sobald die STI wieder den höchsten Punkt darstellen,
sodass erst kein negativer Effekt eintritt.
Sollte es in Einzelfällen doch mal zu einem veränderten Druckpunkt dadurch kommen sollen,
wäre es ohnehin mal an der Zeit, das System zu entlüften. :)

Transportsicherung einsetzen, LRS ausbauen und gut ist.

andy67
21.12.2017, 20:40
Die Entscheidung kann dir keiner abnehmen.
Das soll auch keiner ;-)

miken
21.12.2017, 20:59
Hallo,

habe bzw. transportiere des öfteren mal 2x Mountenbikes bzw. RR und Fitnessbike der Frau mit ausgebautem Vorderrad. So komfortabel wie bei meinem RR mit Felgenbremse bekomme ich die anderen 3 Räder (hydrl. Scheibenbremsen) nach dem transportieren nicht wieder eingebaut. Geht mit den bereits angesprochenen Transportsicherungen los und hört damit auf, dass in der Regel nach dem wieder einbauen die Scheiben leicht schleifen. Zwar schnell dadurch zu beheben, dass man die Sättel leicht lockert und den Bremshebel dabei zieht, danach die Bremssattel wieder anzieht, aber doch ein Handgriff mehr, welcher bei der Felgenbremse nicht erforderlich ist.

kaeptnepo
21.12.2017, 22:04
ja das mit dem Schleifen nach dem Einbauen kenne ich auch. Ich habe aber vorne Schnellspanner. Ich dachte vielleicht gehts mit Steckachse besser

seankelly
21.12.2017, 22:09
Hab mal gelesen, dass man Räder mit hydr. Discs nicht umgedreht auf Lenker und Sattel stellen sollte. Ist da was dran?

Mifri
21.12.2017, 22:24
Also, wir transportieren die Räder ja komplett zusammengebaut, aber hin und wieder, speziell beim CX und nach den Rennen, müssen die LRS ja auch mal demontiert werden und nach der anschließenden Montage schleift dort nichts, trotz Schnellspanner. Warum auch, die Position des Bremssattels hat sich ja nicht geändert und auch nicht die Spannkraft der Schnellspanner nicht.

Veto
21.12.2017, 23:04
Seit 20 Jahren sind Scheibenbremsen, zuerst am MTB, jetzt überall normal geworden. Die Ein- und Ausbauproblemchen liegen dabei weniger an der Technik als am Nutzer.

cadoham
21.12.2017, 23:28
Warum auch, die Position des Bremssattels hat sich ja nicht geändert und auch nicht die Spannkraft der Schnellspanner nicht.

Sobald die Mutter des Schnellspanners für die Demontage des Laufrad gelöst werden muss,
werden es viele vom Gefühl nicht schaffen, bei der Montage die identische Klemmkraft wieder einzustellen.
Dazu ist das System über den Spannhebel zu undefiniert.
Das ist zwar meistens völlig unproblematisch, aber eben nicht bei allen Rahmensets mit Disc egal.

Dann kann es noch eine Rolle spielen, wie zb. die Nabe zwischen den Gabelscheiden positioniert ist,
bevor man den Schnellspanner schliesst und wieviel axiales Spiel diese aufweisen.
Wird die Nabe an der linken Gabelscheide (Bremssattel) ausgerichtet, zieht sich die rechte Gabelscheiden
beim Schliessen des Schnellspanner an die Nabe.
Positioniert man die Nabe aber an die rechte Gabelscheide, zieht sich unter Umständen
die Linke Gabelscheide an die Nabe und das kann ausreichen, das die Bremscheibe nicht mehr mittig
zwischen den Bremsbelägen steht und schleift.

Nicht jeder richtet seine Bremsscheibe aus, damit Sie keinen Seitenschlag aufweisen,
wodurch die Problematik etwas verstärkt wird.

Ich habe an 2 unterschiedlichen Rahmensets (Giant TCX + Defy) dieses Problem gehabt
und erst mit Steckachsen brauchte ich den Bremssattel nicht mehr neu ausrichten.

kleinerblaumann
22.12.2017, 00:13
ja das mit dem Schleifen nach dem Einbauen kenne ich auch. Ich habe aber vorne Schnellspanner. Ich dachte vielleicht gehts mit Steckachse besser

Bei mir hats mit Schnellspanner auch viel häufiger geschliffen als jetzt mit Steckachse. Den Vergleich kenne ich zwar nur vom MTB, aber das sollte Beim RR ja nicht anders sein.

Voreifelradler
22.12.2017, 07:20
Hab mal gelesen, dass man Räder mit hydr. Discs nicht umgedreht auf Lenker und Sattel stellen sollte. Ist da was dran?

Das mache ich 2-3x pro Woche und ich lebe noch:ä

Mifri
22.12.2017, 07:23
Zumindest ist Disc keine Wissenschaft und man muss auch keine daraus machen.

miken
22.12.2017, 08:00
@Mifri,
sehe ich auch so. Man muß einfach nur wissen, dass es nach einem Ausbau z.B. nötig sein kann etwas den Bremssattel nach zu justieren. Die ganze Transportgeschichte mit nicht legen usw. ist eh übertrieben. Wir reden hier von einem geschlossenem System. Würde Luft allein dadurch eindringen, weil das Rad gelegt oder auf Kopf gestellt wird, dann würde beim normalen bremsen das Öl austreten, wenn sich der Bremsdruck aufbaut.

x3m
22.12.2017, 08:11
Mein Disc-bike wird liegen ohne Vorderrad, ohne Bremssicherung im Auto transporiert. Es wird halt darauf geachtet, nicht am Frontbremshebel zu ziehen. Noch nie Probleme. In einem von zehn Fällen kommt es vor, dass die Scheibe leicht an den Kolben schleift, wenn man das Rad wieder montiert hat (nicht dauerhaft, sondern "zing-zing-zing"). Dann genügt es, das Vorderrad hochzuheben, anzudrehen und die Vorderbremse kurz und kräftig zu ziehen. Damit konnte ich das kurze Schleifen jedes Mal beseitigen und es trat auch während der Fahrt nicht mehr auf. Vielleicht das zuerst probieren, bevor die Bremskörper komplett gelöst und neu justiert werden.

pinguin
22.12.2017, 09:27
[...]und erst mit Steckachsen brauchte ich den Bremssattel nicht mehr neu ausrichten.

Und genau das verstehe ich nicht bzw. meine pers. Erfahrungen sind da komplett anders:

Ich habe DT Swiss Steckachsen (mit Hebel), die Originalachsen vom BBB (mit Hebel) und geschraubte (Original vom Cd Scalpel) in Betrieb.

Ich kann, wenn ich die Steckachse nicht fest genug oder zu fest anziehe genau den gleichen Effekt herstellen, den man mit einem geschraubten "Schnellspanner" oder einem tatsächlichen Schnellspanner auch haben kann. Zu wenig Klemmkraft: das Achssystem des Laufrads bzw. die Endkappen wird/werden wenig gestaucht, viel Klemmkraft, die Stauchung nimmt zu.

Solange eine Steckachse oder ein Schnellspanner auf der Gegenseite des Schraub/Spannmechanismus in ein Gewinde, das in der Gabel befindlich ist, eingreift, kann die Klemmkraft zu Stauchung des Achssystems führen.

Das kann man leicht experimentell nachweisen, sowohl mit Hilfe von Konusnaben (da wird mit dem Schnellspanner z.B. gerne auch das minimale Spiel weggestellt) als auch bei Steckachsen (Schleifen vs. Nicht-Schleifen der Disc, ohne dass das Laufrad ausgebaut wird).

Erst ein System, dass in der Gabel kein Gewinde mehr hat und auch kein Gewinde mehr auf der Steckachse selbst mehr vorhanden ist, würde eine klemmkraftfreie Systematik abbilden. Dann müsste das Spiel einmalig mittels dünner Passcheiben (a la Ventilspieleinstellung) weggestellt werden und dann wäre das für alle Ewigkeiten identisch (vorbehaltlich, die Nabe bleibt die gleiche).

Meines Erachtens ist die Erfindung der Steckachse einzig dem Umstand geschuldet, dass man steifere (Feder-)Gabel/Vorderradsysteme herstellen wollte. Eine Schleiffreiheit als Vorteil einer Steckachse hat m.W. in diesem Zusammenhang niemand beworben.

Im Übrigen scheinen Steckachsen, was Steifigkeit angeht, auch nicht der Weisheit letzter Schluss zu sein. Warum gibt's Nabenhersteller, die noch besonders Steifigkeitsfördernde Endkappen herstellen? Also noch breitere Abstützung gegen die Auflageflächen der Gabel... :D

(Erinnert mich an den Unfug mit STW.)

Blechroller67
22.12.2017, 16:04
Hab mal gelesen, dass man Räder mit hydr. Discs nicht umgedreht auf Lenker und Sattel stellen sollte. Ist da was dran?

Nur in der Theorie eines schlecht entlüfteten Systems. Man unkt wohl, dass eine Luftblase aus dem Flüssigkeitsbehälter im Griff in die Leitung aufsteigen könnte, um dann die Bremswirkung ausfallen zu lassen.
Ich sehe das als reine Theorie, da meine 2 hydraulisch gebremsten Räder seit Jahren kopfüber aufgehängt gelagert werden. Da ist noch nie Luft im System aufgestiegen. Garantien gibt es aber keine ;-)

cadoham
22.12.2017, 18:44
Und genau das verstehe ich nicht bzw. meine pers. Erfahrungen sind da komplett anders:

Ich habe DT Swiss Steckachsen (mit Hebel), die Originalachsen vom BBB (mit Hebel) und geschraubte (Original vom Cd Scalpel) in Betrieb.

Ich kann, wenn ich die Steckachse nicht fest genug oder zu fest anziehe genau den gleichen Effekt herstellen, den man mit einem geschraubten "Schnellspanner" oder einem tatsächlichen Schnellspanner auch haben kann. Zu wenig Klemmkraft: das Achssystem des Laufrads bzw. die Endkappen wird/werden wenig gestaucht, viel Klemmkraft, die Stauchung nimmt zu.


Erstmal sind Steckachsen mit Spannhebel, wie sie auch beim BBB dabei sind, technisch nicht besser als Schnellspanner,
wenn es darum geht eine bestimmte Klemmkraft immer wieder einzustellen.
Das Klemmprinzip ist einfach ungenau und immer eher zu locker oder zu fest.

Aus diesem Grund meide ich solche Modelle und bevorzuge hauptsächlich Steckachsen mit Innensechskant,
die ich mit einem Drehmomentschlüssel montiere, oder wenigstens einem festen Hebel, den ich dann immer
gleich ausrichten kann.

Natürlich wird auch bei einer Steckachse eine gewisse Stauchung auf die Achse ausgeübt,
aber bei den beiden, von mir genannten Modellen, kann diese immer recht konstant gehalten werden und
entsprechend ist auch der Bremssattel zur Scheibe immer ähnlich ausgerichtet.

Seitdem ich solche Steckachsen verwende, habe ich nie mehr den Bremssattel neu ausrichten müssen,
was bei meinen beiden Rädern mit Schnellspanner immer wieder mal notwendig war.

Sind die Ausfallenden zudem nicht sauber gefertigt, sitzen die Achsstummel der Nabe nicht gleich tief in der Aussparung,
was sich ebenso negativ auf den Sitz der Nabe und somit der Bremsscheibe auswirkt.
Sicherlich betrifft das nicht alle Räder und viele haben kein Problem damit, aber es gibt genügend Erfahrungen,
wo dies immer wieder ein nerviges Thema ist.