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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hinterrad verrutscht bei Antritt



radbob2007
19.01.2005, 08:55
Hallo zusammen.
Habe an meinem alten Stahlrenner neue Laufräder rein (Ultegra Naben). Beim Anfahren an der Ampel ist das Hinterrad schon ein paar mal nach links gerutscht. Hab daraufhin die Schnellspanner etwas fester angeknallt. Soll man überhaupt den Schnellspanner so fest schließen? Habe bisher immer nur handfest zugemacht. Und wofür sind die 2 kleinen Schrauben am Ausfallende? Kann ich so den Nachlauf verändern, oder was haben die für eine Funktion?
Grüße aus BaWü

diddlmaedchen
19.01.2005, 09:02
Der Schnellspanner muß natürlich so fest sein, daß das nicht passieren kann...mit den Schrauben kannst du das Hinterrad mittig ausrichten.

Carbonio
19.01.2005, 09:02
Hallo zusammen.
Habe an meinem alten Stahlrenner neue Laufräder rein (Ultegra Naben). Beim Anfahren an der Ampel ist das Hinterrad schon ein paar mal nach links gerutscht. Hab daraufhin die Schnellspanner etwas fester angeknallt. Soll man überhaupt den Schnellspanner so fest schließen? Habe bisher immer nur handfest zugemacht. Und wofür sind die 2 kleinen Schrauben am Ausfallende? Kann ich so den Nachlauf verändern, oder was haben die für eine Funktion?
Grüße aus BaWü
Als ich glaube, Dein Hinterrad verrutscht deshalb, weil das Stück Hohlachse mit dem Restgewinde drauf zu lang ist und Dein Stahlrenner ein sehr dünnes Ausfallende besitzt. So klemmt der Schnellspanner Dein HR nicht press aufs Ausfallende, sondern stößt vorher schon an die Achse an.
Ich höffe Du verstehst, was ich meine. :ü

SPECIALIZED-FAN
19.01.2005, 09:03
Und wofür sind die 2 kleinen Schrauben am Ausfallende?
Grüße aus BaWü

An den beiden Schrauben kann man
1. das Hinterrad absolut gerade in den Hinterbau stellen (Laufrad steht "mittig")
2. Kann man den Radstand minimal verändern. Dreht man die Schrauben weit raus, bekommt man einen längeren Radstand und das Rad liegt stabiler(gut für z. B. schnelle Abfahrten), Schrauben weiter rein, Radstand wird kürzer und das Rad ist wendiger. Aber unser eins merkt da keinen Unterschied, ist eher was für die Profis!

Soweit zu den 2 Schauben

gregor74
19.01.2005, 09:19
Kenne das Problem von meinem Winterrad.
Ist ein Stahlrahmen mit 125mm Achsbreite; ich fahre ihn mit einer Ultegra 130mm Nabe.
Wenn Du den Schnellspanner richtig!! fest ziehst geht es Problemlos.

pinguin
19.01.2005, 09:32
Interessant... Habe auch einen Stahlhobel. Solange der noch eine Schaltung hatte, ist das nie passiert mit dem Rausrutschen. Seitdem ich das Ding auf singlespeed umgebaut habe, wurde das Hinterrad regelmässig nach vorne rausgezogen - trotz Metallschnellspanner alter Machart und brachialer Gewalt.

Meine Lösung: Ein "Kettenspanner". Ob das mit einem montierten Schaltwerk auch geht, weiß ich nicht, vielleicht langt der Platz nicht. Aber vielleicht mal probieren?

Siehe hier:

http://img.photobucket.com/albums/v170/pingu-in/PSP/kettenspanner.jpg

p.

a x e l
19.01.2005, 09:37
...Wenn Du den Schnellspanner richtig!! fest ziehst geht es Problemlos....

Hallo,

mal die generelle Frage:

Wie fest ist fest oder wie macht ihr das?

Ich habe es früher so gelernt, dass ich die Spannschraube - also das Teil gegenüber des Flügels - von Hand beidrehe, wenn das Rad im Ausfallende steckt.

Dabei den Flügel so weit geöffnet, dass bis zum vollständigen Schliessen noch so 70-80 Grad Restwinkel bleiben.

Vorne eher etwas weniger, da geringere Kräfte wirken.


So ist mir bisher weder ein Spanner abgerissen noch hat er sich während der Fahrt gelöst bzw. hat es dad Rad schief gezogen.

So und jetzt euere Meinung.

Gruß

Axel

pinguin
19.01.2005, 09:45
Bei langem Ausfallende (also so wie hier im Thread) so fest, dass ich den Spanner ohne Werkzeug gerade noch aufbekomme. Manchmal jedoch braucht es aber dennoch einen Trick, den Hebel wieder aufzukriegen. Ich verwende dazu einen Handschuh, den ich als Schlaufe benutzte, um besser die Kraft umzusetzen.

Ansonsten bei vertikalem AE: mäßig Kraft drauf, so dass der Spanner halt net aufgeschlagen werden kann durch ein Hindernis.

p.

coco_02
19.01.2005, 09:53
Hallo zusammen.
Habe an meinem alten Stahlrenner neue Laufräder rein (Ultegra Naben). Beim Anfahren an der Ampel ist das Hinterrad schon ein paar mal nach links gerutscht. Hab daraufhin die Schnellspanner etwas fester angeknallt. Soll man überhaupt den Schnellspanner so fest schließen? Habe bisher immer nur handfest zugemacht. Und wofür sind die 2 kleinen Schrauben am Ausfallende? Kann ich so den Nachlauf verändern, oder was haben die für eine Funktion?
Grüße aus BaWü


Hallo
ich hatte das Problem auch - festziehen hilft nicht oder nur kaum.
Das Problem ist die geringe Reibung / Härte von womöglich verchromten Stahlhinterbauten.
Abhilfe: Eine andere Schnellspannermutter verwenden, bei meinem Rad habe ich die Campa - Alumutter gegen eine schnöde Shimano LX-Stahlmutter getauscht. Die rutscht nicht mehr auf der Schaltwerksseite. - Auch bei moderaten Schnellspannerkräften

radbob2007
19.01.2005, 10:46
Danke für die Tipps, Leute!
werde es mal mit anderen Muttern probieren. Und die 2 kleinen Schrauben hab ich auch bis zum Anschlag rausgedreht, von wegen dem Nachlauf.....

Grüße aus BaWü

Pietn
19.01.2005, 10:51
Moin Radbob,
ich kenne das Problem auch von einem uralt Stahlrahmen.
Carbonio hat m.E. recht, die Achse ist zu lang und bevor der Schnellspanner richtig ziehen kann, wird die Klemmung von der zu langen Achse gebremmst.
Meine Lösung damals: Achse um 1mm kürzen. Danach war Ruhe.
Du kannst das erkennen, wenn Du das Hinterrad ohne Schnellspanner in die Ausfallenden "montierst". Dann sollte mind. eine Seite überstehen.
Ist das nicht der Fall, hast Du wohl ein anderes Problem.
Gruss
Pietn

REXC
19.01.2005, 10:53
Das das Hinterrad beim Antreten verrutscht passiert eigentlich nur wenn der Schnellspanner nicht genug Klemmkraft hat. Meistens hört man sowas nur von Leuten die TUNE Schnellspanner nutzen. Die sind nämlich der letzt Mist. Die Besten sind die Standardspanner von Shimano, Campagnolo (sehr gut) und Mavic

goflo
19.01.2005, 10:57
Danke für die Tipps, Leute!
werde es mal mit anderen Muttern probieren. Und die 2 kleinen Schrauben hab ich auch bis zum Anschlag rausgedreht, von wegen dem Nachlauf.....

Grüße aus BaWü

Du meinst - glaube ich - Radstand, nicht Nachlauf.
Siehe:

http://www.smolik-velotech.de/glossar/no_NACHLAUF.htm

mountainbiker
19.01.2005, 12:45
Das das Hinterrad beim Antreten verrutscht passiert eigentlich nur wenn der Schnellspanner nicht genug Klemmkraft hat. Meistens hört man sowas nur von Leuten die TUNE Schnellspanner nutzen. Die sind nämlich der letzt Mist. Die Besten sind die Standardspanner von Shimano, Campagnolo (sehr gut) und Mavic

Danke für den Tipp! Werde meine 4 Tune Spanner schnellstmöglich in die Tonne werfen und mir schön schwere Shimpanso Teile kaufen....

REXC
19.01.2005, 12:55
Beleidigt???

Mavic Schnellspanner sind nicht schwer.... aber sie sind an der Gewichtsgrenze zu dem was einen guten von einen Schlechten unterscheidet. Wenn jemand leichter fährt und probleme mit seinem versetenden Laufrädern hat ist doch selbst schuld.

mountainbiker
19.01.2005, 12:58
Beleidigt???

Mavic Schnellspanner sind nicht schwer.... aber sie sind an der Gewichtsgrenze zu dem was einen guten von einen Schlechten unterscheidet. Wenn jemand leichter fährt und probleme mit seinem versetenden Laufrädern hat ist doch selbst schuld.

Nö, hab nur keine Props mit meinen Tune Teilen und hab auch nie von solchen Problemen gehört aber einmal ist immer das erste mal.
Gruß MTBler

5,78
19.01.2005, 13:01
Vielleicht hattest DU ein spezielles Problem. Ich fahre seit über 10 Jahren Tune-Schnellspanner an allen Rädern, ausser eben solchen mit horizontalen Ausfallenden. Probleme oder sonst irgendwelche Schwierigkeiten hatte ICH nie.

pinguin
19.01.2005, 13:13
In einem vertikalen Ausfaller tut es M.E. nach jeder Schnellspanner. Und Tune ist wirklich net schlecht. Im horizontalen/semihorizontalen AE kann es gut sein, dass die alten Dinger von Shimano und Co. einfach bissiger sitzen.

p.

Liegeradler
19.01.2005, 14:40
Ich kenne das Problem auch, von meinem Liegerad (Stahl). Ich war vor Jahren am Tunen, und habe mir damals Quarz Schnellspanner besorgt. Nun ist es so, dass man mit dem Liegerad sich mit dem Rücken abstützen kann, und voll in die Pedale steigen kann. Also nicht wie bei einem normalen Rad aus dem Sattel geht. Ergebnis: Alle Furz lang stand mein Hinterrad schief :D Die Lösung war der Schnellspanner von meinem MTB, ein Deore LX von '96. Jetzt muss ich nur noch alle ein bis zwei Monate das Laufrad wieder mittig machen. Sieht halt leider nicht so schön aus. Und der Sachs Quarz Leichtbau-Schnellspanner hält das Hinterrad vom MTB sauber fest.

Gruß,
Martin

el condor
19.01.2005, 16:57
Hallo zusammen.

Also ich hatte dasselbe Problem-beim Antritt verrutscht das Hinterrad.
Dies geschieht bei meinem Colnago-Titan.Hatte immer die Mavic-Schnellspanner drauf und bis auf einmal nie Probleme, habe dann im Zuge des Gewichtstunings die Tune Schnellspanner (ich glaub AC 14 heissen die), montiert und musste die Schnellspanner wieder wechseln denn das Hinterrad hat sich immer wieder verschoben.Vielleicht hat es damit zu tun dass Titan eine sehr harte Oberfläche hat und somit die Reibung zu gering ist, naja bei den Mavig scheint es zu funktionieren. :6bike2:

Keep on pushing...

medias
19.01.2005, 17:03
Bei mir funktioniert die Paarung Merlin Titan Rahmen,Shimano Naben,Tune Spanner seit Jahren einwandfrei.
Normal angezogen meine ich.

JosebaBeloki
19.01.2005, 17:18
Muss mal fragen, haben die "Tunes" da eine Art Begrenzung? oder Kann man das mit der Spannkraft z.b. eines Record Spanners vergleichen?

medias
19.01.2005, 17:39
Muss mal fragen, haben die "Tunes" da eine Art Begrenzung? oder Kann man das mit der Spannkraft z.b. eines Record Spanners vergleichen?
Ich denke Campa und Shimano kann man etwas mehr anknallen.
Fahre alles mit diesem Rad ,extreme Berge,Sprint.Hält bombenfest.

PAYE
19.01.2005, 20:22
Muss mal fragen, haben die "Tunes" da eine Art Begrenzung? oder Kann man das mit der Spannkraft z.b. eines Record Spanners vergleichen?

VR-Spanner vom AC14 hat eine Alu-Achse! Da ist brachiale Spannung wohl nicht so optimal.
HR-Spanner mit Titan-Achse lässt sich schon ziemlich fest spannen, scheint mir aber nicht so anknallbar wie die Stahl-Varianten von Shimano oder Campa. Auch der filigranere Verschlusshebel der Tunes scheint nicht für brachiale Akte vorgesehen zu sein.

Pietn
19.01.2005, 21:55
Hallo zusammen.

Vielleicht hat es damit zu tun dass Titan eine sehr harte Oberfläche hat und somit die Reibung zu gering ist, naja bei den Mavig scheint es zu funktionieren....
Ich fahre die Tune-Spanner seit über 6 Jahren am TitAN-MTB und Alu-RR.
Kann keinerlei Probleme feststellen.
Vielleicht bin ich ja so eine Lusche, die keinen Bumms auf's Pedal bekommt.
Denke allerdings bei 88kg reicht's allein deshalb schon für ein bisschen Druck auf die Kette.
Scheint da wohl doch das ein oder ander Problem zu geben.
(siehe auch mein Posting von heute vormittag)
Pietn

lelebebbel
19.01.2005, 23:24
dein mtb/rennrad haben auch höchstwahrscheinlich keine horizontalen ausfallenden.

5,78
20.01.2005, 14:00
Die Hinterachse des Tune-Spanners ist eine Dehnschraube, d.h. der Querschnitt ist in der Mitte der Achse geringer als an den Enden, damit im Gewindebereich keine Schwächung des Querschnittes relativ zum Mittelbereich vorhanden ist. Das zusammen mit der höheren Dehnfähigkeit von Titan zu Stahl führt natürlich dazu, dass nicht so hohe Spannkräfte erreicht werden können. Aber das ist ein Leichtbauteil und für brachialen Einsatz sollte man brachiale Teile verwenden, ist halt so.

gregor74
20.01.2005, 17:41
Das Problem ist die Form/ Richtung des Ausfallendes. Bei einem "normalen", mordernen MTB oder Rennrad, sind die Ausfallenden senkrecht und nach unten offen. Da kann nichts verrutschen, selbst wenn der Schnellspanner noch so leicht eingestellt ist.
Bei den älteren Stahl Modellen sind die Ausfallenden horizontal oder leicht schräg. Da braucht der Schnellspanner richtig Kraft, da sonst das oben angesprochene Problem auftreten kann.
An Bahnrädern haben die Naben nicht umsonst Abschlußmuttern und keine Schnellspannner.

Dierk
21.01.2005, 00:51
Hallo,

ich habe das Problem mit einem alten, pulverbeschichteten Stahlrahmen auch.

Wenn ich aber die Schnellspanner zu fest anknalle (bzw. so fest daß es garantiert nicht rutscht) dann läuft das Hinterrad nicht mehr richtig frei - entweder kommt da mehr Druck auf die Konen, oder die Achse verbiegt sich, oder was? Die Konen sind wohl so vorgespannt, daß jeder zusätzliche Druck "Reibung" verursacht... keine Ahnung

Was kann man da machen?

Grüße,
Dierk

a x e l
21.01.2005, 06:11
Hallo Dierk,

das ganze Thema hat was mit Reibung zu tun. Horizontales Ausfallende =
Kraftübertragung duch Reibschluß. Vertikales Ausfallende = Kraftübertragung durch Formschluß.

Die Schnellspanner bringen eine gewisse Kraft auf. Was davon als "Losbrechkraft" gegen das Rutschen des Hinterrades übertragen wird, hängt von dem Reibungskoeffizienten ab.

Manchmal gibt es auch einen Formschluß, wenn sích der Klemmkonus des Schnellspanners in weicheres Material eingräbt, bzw. der Achskonus in ein Alu-Ausfallende.

Also was kann man tun, um den Reibungskoeffizienten zu erhöhen?

Fettfrei halten, Oberflächen anrauen, riffeln, andere Materialpaarung...

Es gibt so einen Schraubendoktor, das ist ein Zeug, was zwischen Schraubenkopf und Schraubenschlüssel aufgetragen wird, um die Reibung zu erhöhen. Evtl. hilft das ja.

Hier:

http://www.schraubendoktor-online.de/

Gruß

Axel

messenger
21.01.2005, 11:08
Hallo,

ich habe das Problem mit einem alten, pulverbeschichteten Stahlrahmen auch.

Wenn ich aber die Schnellspanner zu fest anknalle (bzw. so fest daß es garantiert nicht rutscht) dann läuft das Hinterrad nicht mehr richtig frei - entweder kommt da mehr Druck auf die Konen, oder die Achse verbiegt sich, oder was? Die Konen sind wohl so vorgespannt, daß jeder zusätzliche Druck "Reibung" verursacht... keine Ahnung

Was kann man da machen?

Grüße,
Dierk

Darum stellt man ein Konuslager auch so ein, daß es ausgebaut minimales Spiel hat, das erst bei angezogenem Schnellspanner verschwindet. Ist leider oft beim Neukauf schon zu knapp :( ...

Bei sauber eingestelltem Spiel sollte das Rad aus eigener Kraft zur schwersten Stelle auspendeln (ohne Kette natürlich), ohne daß an der Felge seitliches Spiel fühlbar ist.

Gruß mess.

radbob2007
21.01.2005, 12:24
Darum stellt man ein Konuslager auch so ein, daß es ausgebaut minimales Spiel hat, das erst bei angezogenem Schnellspanner verschwindet. Ist leider oft beim Neukauf schon zu knapp
Gilt das für alle Naben, also Shimano und Campa?

lelebebbel
22.01.2005, 00:27
gilt für alle naben mit konuslagern.

sehr hilfreich dafür: beim einstellen 2 "spacer" (früher nannte sich sowas mal "unterlegscheibe" oder "hülse" oder so...) auf die achse, die die ausfallenden simulieren - dann kann man beim einstellen den schnellspanner probeweise schliessen und somit besser testen, ob es noch frei läuft oder schon zu eng ist.