PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Pendlerrad: Rennlenker vs. Flatbar



cadoham
26.08.2018, 20:45
Moin,

mich würde mal eure Lenkerwahl beim Pendlerrad interessieren und welche
Gründe hauptsächlich für diese Entscheidung sprachen.

Ein Flatbar erscheint als kostengünstiger und prakmatischer für die Stadt,
auch weil man das Rad mal sorglos gegen eine Wand lehnen kann,
ohne sich die STI zu zerkratzen, wie es beim Rennlenker der Fall wäre.

Mit Rennlenker und festen Schutzblechen, könnte man es allerdings auch gut
als Trainingsrad bei schlechtem Wetter nutzen.

Wie macht ihr das? :)


Gruss, Patrick

marcofibr
26.08.2018, 20:50
Flatbar = immer Bremse im Zugriff!

Voreifelradler
26.08.2018, 21:00
Da dein Roadlite jetzt in Einzelteilen in der Börse ist, dürfte deine Frage durch dich beantwortet worden sein ;)

cadoham
26.08.2018, 21:40
Was hat das eine mit dem anderen zu tun? :rolleyes:

Wäre schön, wenn es beim Thema bleiben könnte. Danke!

Voreifelradler
26.08.2018, 22:03
Ich pendele mit einem Crosser, da ich alle Vorteile eines Rennlenkers gegenüber einem geraden Lenker bevorzuge.

Es hat aber soweit damit etwas zu tun, dass Du wohl mit einem Flatbarrad nicht zufrieden warst.

goldstar
26.08.2018, 23:20
Fährt man als Pendler "Unterlenker"? wohl ehr nicht....


Flatbar und "Barends", wäre wohl besser, oder? (Lenkerhörnchen, sind zwar uncool geworden, weshalb auch immer...)


Bieten zumindest veränderte Griffhaltung...

sale9186
26.08.2018, 23:31
Ich fahre Rennlenker mit günstigen STIs und Zusatzbremshebeln für den Oberlenker. Entspannt hin, schnell zurück.

Ecoon
27.08.2018, 05:57
Fährt man als Pendler "Unterlenker"? wohl ehr nicht....

Klar, kommt wohl aber auf die Strecke an. Ich bin aber (gottseidank) viel Überland unterwegs und ich schaue auch, dass der Rucksack nicht zu schwer wird. Bin an meinem Pendelrad auch wieder auf 23mm Reifen "zurück", funktioniert unterm Strich am Besten für mich.

Müsste ich aber im Verhältnis länger in der Stadt fahren, würde wohl ein gerader Lenker wohl mehr Sinn machen.

Voreifelradler
27.08.2018, 07:10
Man sollte schon die Strecke definieren.
Ich fahre 2km Kleinstadt, 3km durch kleine Dörfer und etwa 10km über Land.
Für 4-5km Stadt würde ich irgendeine alte Möhre fahren.

stoffel78
27.08.2018, 08:43
Fährt man als Pendler "Unterlenker"? wohl ehr nicht...

Ich fahre früh ca. 42 Kilometer Grundlage zur Arbeit (nicht täglich), sehr oft im Unterlenker. Heimwärts dann öfter mit etwas Druck. :D

remstaler
27.08.2018, 08:59
Ich bin lange Zeit mit Flatbar gependelt. Würde ich in der Stadt auch weiterhin machen.
Da ich aber längere Strecken über Feldwege und Landstraße fahre, bin ich vor einigen Jahren auf Rennlenker (Cyclocrosser mit 36x622 Reifen) umgestiegen. Gerade auf dem Weg zur Arbeit habe ich im Frühjahr und Herbst häufig windige Wetterbedingungen. Das bedeutet an manchen Tagen 40 km Gegenwind.
Dann bin ich froh über meinen Unterlenker.

usr
27.08.2018, 09:15
Ein Flatbar erscheint als kostengünstiger und prakmatischer für die Stadt,
auch weil man das Rad mal sorglos gegen eine Wand lehnen kann,
ohne sich die STI zu zerkratzen, wie es beim Rennlenker der Fall wäre.

Zerkratzte STI sind auch sehr kostengünstig.

diwa
27.08.2018, 09:22
Ich fahre auch in der Stadt nur mir Rennlenker (in Bremsgriffhaltung).
Mit einer Flatbar oder einem Trainingsbügel komme ich nicht zurecht. Insbesondere bei ersterem empfinde ich die Position der Hände als unnatürlich und anstrengend.

Probleme (sicherheitstechnischer Art) hatte ich noch keine - allerdings fahre ich auch nicht in Oberlenkerhaltung...

Und das Stadtrad ist ein Gebrauchsgegenstand. Da kommen halt auch mal Kratzer an Rahmen, Lenker oder Griffe.

Ciao

dirk

Mountainbiker
27.08.2018, 09:22
Der echte Kampfpendler montiert für Gegenwindpassagen einen Tria-Aufsatz auf seinem Flatbar.

hydrogenium
27.08.2018, 12:53
Dank ausgebauter Bahntrassen ist der Unterlenker auch beim Pendler-Rad gern genutzt. :)

Flashy
27.08.2018, 13:01
Ich fahr als Pendelrad ein CX mit Conti4S und Steckschutzblechen (wenn nötig).

Flatbar? Nö, wozu? Ich mag den Rennlenker einfach in allen Situationen.

kleinerblaumann
27.08.2018, 13:08
Wenn es viel durch die Stadt oder über schlechte Wege geht, hat ein Flatbar Vorteile in Sachen Sicherheit. Man kann zwar auch ein Rad mit einem Rennlenker gut unter Kontrolle haben, aber mit einem Flatbar geht das besser, allein wegen der Breite. Mir fällt es am Flatbar auch leichter, ständig einen Finger an der Bremse zu haben, ohne dadurch beim Greifen des Lenkers oder beim Schalten eingeschränkt zu sein.

Dem hier würde ich auch zustimmen:

Der echte Kampfpendler montiert für Gegenwindpassagen einen Tria-Aufsatz auf seinem Flatbar.

Es kommt aber auch maßgeblich auf die Strecke an: mit oder ohne viel Verkehr, gute oder schlechte Wege, vielleicht auch noch ob lang oder kurz, ... Darüber hinaus muss man sich fragen, ob man die Vielseitigkeit eines Rennlenkers beim Pendeln überhaupt nutzen würde. Einige haben ja schon geschrieben, dass sie das tun, da muss man halt schauen, was zu einem passt. Das kann auch für Klamotten gelten. Ich merke, dass ich weit weniger gerne mit einem Rennlenker fahre, wenn ich Alltagsklamotten trage. Wenn ich in denen pendeln würde, wäre das für mich noch ein Grund für einen Flatbar.

Wenn der Rahmen für das Rad schon da ist, gibt der ja auch maßgeblich vor, was sich sinnvoll montieren lässt. Ein kurzer Gravelrahmen mit Flatbar braucht dann vielleicht einen 150er Vorbau, was sich dann unter Umständen nicht so schön fährt.

Mobi
27.08.2018, 16:35
Moin,

mich würde mal eure Lenkerwahl beim Pendlerrad interessieren und welche
Gründe hauptsächlich für diese Entscheidung sprachen.



Ganz klar Rennlenker. Bei der natürlich Handhaltung (Arm hängt seitlich locker runter) ist die Handinnseite zu den Beinen geöffnet. Ich muss sie nur hochnehmen ohne sie verdrehen zu müssen und die Hand liegt auf den STIs. Mit den modernen Bremsen kann ich in dieser Haltung jederzeit locker Bremsen. Bei dem Flatbar muss ich die Hände immer um 90 Grad drehen. Finde ich irgendwie ungemütlich. Früher habe ich deshalb am MTB immer meine Hörnchen genutzt um diese Drehung zu vermeiden.

kleinerblaumann
27.08.2018, 17:12
Ganz klar Rennlenker. Bei der natürlich Handhaltung (Arm hängt seitlich locker runter) ist die Handinnseite zu den Beinen geöffnet. Ich muss sie nur hochnehmen ohne sie verdrehen zu müssen und die Hand liegt auf den STIs. Mit den modernen Bremsen kann ich in dieser Haltung jederzeit locker Bremsen. Bei dem Flatbar muss ich die Hände immer um 90 Grad drehen. Finde ich irgendwie ungemütlich. Früher habe ich deshalb am MTB immer meine Hörnchen genutzt um diese Drehung zu vermeiden.

Wenn ich dir Arme locker hängen lasse, stehen sie eher im 45° Winkel zum Körper. Wenn ich die Handflächen parallel zueinander drehe, geht das nur aktiv (also nicht mehr einfach hängen lassen) und fühlt sich fast unnatürlicher an als sie um 90° zu drehen. Das heißt, ich müsste sie sowohl für einen Flatbar als auch für einen Rennlenker in eine andere Richtung drehen. Ich halte diese Überlegung aber auch nicht für zielführend, denn dann dürfte man überhaupt keine sportlich angehauchte Sitzposition auf dem Rad einnehmen, weil z.B. der Nacken in seiner natürlichen Position fürs sportliche Radfahren eher ungünstig steht - wenn man nicht gerade fährt wie Froome. Wenn ein Lenker nicht Probleme z.B. an den Handgelenken bereitet, kann man alles fahren, was einem gefällt und was man für sinnvoll hält.
Und übrigens: die wenigsten Flatbars haben 0°, gängig sind 8-10° backsweep.

diwa
27.08.2018, 18:07
Der echte Kampfpendler montiert für Gegenwindpassagen einen Tria-Aufsatz auf seinem Flatbar.

Nicht auf der Flatbar, auf dem Brezellenker!

ciao

dirk

cadoham
27.08.2018, 20:00
Zerkratzte STI sind auch sehr kostengünstig.

Ich vermute mal, das damit der Kauf von gebrauchten Komponenten gemeint ist? :krabben:



Das kann auch für Klamotten gelten. Ich merke, dass ich weit weniger gerne mit einem Rennlenker fahre, wenn ich Alltagsklamotten trage. Wenn ich in denen pendeln würde, wäre das für mich noch ein Grund für einen Flatbar.

Ich fahre immer in Alltagsklamotten, weil mein Arbeitsweg ausschließlich durch eine Großstadt führt,
zumal ich nach dem Feierabend auch ungern in Bib Short meinen Sohn von der Kita abholen möchte.



Wenn der Rahmen für das Rad schon da ist, gibt der ja auch maßgeblich vor, was sich sinnvoll montieren lässt. Ein kurzer Gravelrahmen mit Flatbar braucht dann vielleicht einen 150er Vorbau, was sich dann unter Umständen nicht so schön fährt.

Rahmenwahl steht noch offen. :)

kleinerblaumann
27.08.2018, 20:13
Ich fahre immer in Alltagsklamotten, weil mein Arbeitsweg ausschließlich durch eine Großstadt führt,
...

Dann würde ich einen Flatbar nehmen. Ich fühle mich zwar auch auf dem Rennrad sehr sicher (auch im Verkehr), aber mit dem MTB (also Flatbar) ist das noch besser. Mein 64er Flatbar bietet mehr Kontrolle als mein Rennlenker und ich kann ohne Abstriche immer einen Finger am Bremshebel haben. Das geht beim Rennrad zwar auch, empfinde ich aber als deutlich ungemütlicher.

PAYE
27.08.2018, 21:13
Es kommt wohl darauf an wie lange die tägliche Pendlerdistanz ist.
Für ein paar km täglich würde ich sagen ist es relativ schnuppe und nur ein akademisches Thema (was die Initiation dieses Threads vermutlich eh zu 100% trifft), da man mit allem Material fahren kann wenn man nur will (und an allem Material ein Haar in der Suppe finden kann wenn man so drauf ist).

Ich fahre 2x täglich 30 min mit einem Flatbar + Barends und bin damit sehr zufrieden. Gekürzt auf 55 cm komme ich damit gut zurecht, ohne Barends wäre es aber nix für mich.
Für deutlich längere Distanzen würde ich aber schon nach einem Rennlenker schauen, der ist mir ergonomisch auf Dauer sympathischer bezüglich der Handhaltung und Windschlüpfrigkeit

cadoham
27.08.2018, 21:17
:D

Isaac
27.08.2018, 22:29
Ich fahre 2 x ca. 20 km täglich und habe mir relativ schnell einen Rennlenker an mein Cannondale Quick CX geschraubt.
Bei 42 er Reifen geht die Lenkung zwar etwas schwerer, aber man liegt gut im Wind. Das war selbst mit Barends so nicht möglich.

MyWay
28.08.2018, 10:48
Ich werfe als Option mal Zusatzbremshebel für den Rennlenker in den Raum. Dann kann man auch in Oberlenkerhaltung fahren und die Hände an den Bremsen haben.

cadoham
28.08.2018, 10:55
Ich fahre ausschließlich mit hydrl. Scheibenbremsen,
zumal Zusatzbremshebel allgemein Druckpunkt und benötigte
Handkraft verschlechtern.

kleinerblaumann
28.08.2018, 11:26
OT:
Zum Stichwort Oberlenkerbremshebel - es wäre doch gerade bei hydraulischen Bremsen überhaupt kein Problem, das optisch elegant und technisch ohne Nachteile umzusetzen, so einen Bremshebel einzubauen. Elektrische Schaltungen lassen ja auch das Schalten in Oberlenkerposition zu und die neue Abteilung mit Gravel und Ähnlichem zieht ja vielleicht auch genug Oberlenkerfahrer an, wenn es die nicht eh schon gibt. Es wundert mich, dass es sowas noch nicht gibt, wenigstens ein gruppenloses Shimano-Exemplar wäre doch einen Versuch wert.

3RAUM
28.08.2018, 11:30
man könnte ja noch den Bullhorn-Lenker ins Rennen werfen.

Coloniago
28.08.2018, 12:10
ich fahre am Stadtcrosser diesen Bügel: FSA Metropolis
https://www.bike-components.de/de/FSA/Metropolis-31-8-Lenker-p25307/
mit HS33 Hydro Felgenbremsen. Das ist ungemein bequem, aber das Fahrgefühl ist schon sehr gewöhnungsbedürftig... Überhöhung fast wie beim Rennlenker in OL Haltung, trotzdem deutlich weniger Gefühl von Kontrolle. Die Hand immer an der Bremse möcht ich aber nicht mehr missen beim Innenstadtrodeo. Längere Strecken= definitiv Rennbügel!

usr
28.08.2018, 12:44
Ich vermute mal, das damit der Kauf von gebrauchten Komponenten gemeint ist?

Eigentlich eher das weiterfahren nach dem zerkratzen. Billiger wird's nicht durch komische Lenkerformen sondern dadurch, dass man das Alltagsrad als Gebrauchsgegenstand betrachtet, die Lenkerform ist in dieser Hinsicht vollkommen irrelevant.

cadoham
28.08.2018, 13:26
Beim Flatbar ist das Risiko sich die Schalt- und Bremshebel zu ramponieren schon geringer,
vorallem weil man das Rad sorgloser mal anlehnen kann.

Nur weil es ein Gebrauchsgegenstand ist, hat es dennoch einen gewissen Wert.

Da für mich hydrl. Scheibenbremsen gesetzt sind, kommen auch keine günstigen, einfachen STI infrage.

sebastiano
28.08.2018, 16:28
OT:
Zum Stichwort Oberlenkerbremshebel - es wäre doch gerade bei hydraulischen Bremsen überhaupt kein Problem, das optisch elegant und technisch ohne Nachteile umzusetzen, so einen Bremshebel einzubauen. Elektrische Schaltungen lassen ja auch das Schalten in Oberlenkerposition zu und die neue Abteilung mit Gravel und Ähnlichem zieht ja vielleicht auch genug Oberlenkerfahrer an, wenn es die nicht eh schon gibt. Es wundert mich, dass es sowas noch nicht gibt, wenigstens ein gruppenloses Shimano-Exemplar wäre doch einen Versuch wert.

Wenn man den Geberzylinder der Giant Conduct etwas modifizieren würde so das OL-Hebel passen, wäre das mein Bremssystem No. 1!

cadoham
28.08.2018, 16:38
Um neben den STI auch noch "zusätzlich" Bremshebel am OL zu montieren?

In der Stadt hat man weniger Kontrolle mit der engeren Handpostion,
sodass ich hauptsächlich in STI Position fahren würde.

Wozu braucht es da noch extra Hebel am OL?

kleinerblaumann
28.08.2018, 17:22
Um neben den STI auch noch "zusätzlich" Bremshebel am OL zu montieren?

In der Stadt hat man weniger Kontrolle mit der engeren Handpostion,
sodass ich hauptsächlich in STI Position fahren würde.

Wozu braucht es da noch extra Hebel am OL?

Für die Stadt ist das sicher nichts, deshalb hatte ich das auch als OT gekennzeichnet. Ich dachte nur an die vielen im heimischen Radclub, die auch in der Gruppe gerne Oberlenker fahren. Da wäre das sicher nicht schlecht. Aber das muss wie gesagt jetzt hier nicht zum Thema werden.

Iron_75
28.08.2018, 19:32
Ich pendle auch (3x Woche 47 km einfache Wegstrecke) und fahre definitiv Unterlenker.
Vor allem auf dem Heimweg :-)

PAYE
28.08.2018, 20:15
Das Risiko zerkratzter Komponenten minimiert sich gravierend durch den Einsatz eines stabilen Hinterbauständers. Am Pendlerrad legitim und v.a. mit Packtaschen sehr vorteilhaft.

sebastiano
29.08.2018, 11:26
Für die Stadt ist das sicher nichts, deshalb hatte ich das auch als OT gekennzeichnet. Ich dachte nur an die vielen im heimischen Radclub, die auch in der Gruppe gerne Oberlenker fahren. Da wäre das sicher nicht schlecht. Aber das muss wie gesagt jetzt hier nicht zum Thema werden.

Gerade in der Stadt finde ich das angenehmer, weil ich aufrechter sitzen kann und einen besseren Überblick habe, also wie beim flatbar. Wenn man die Hebel möglichst nahe in Richtung Lenkerklemmung positioniert ist das auch kein Thema. Trotzdem kann ich ja auch die vielen Griffpositionen des dropbar nutzen. Bei einem doitall-Rad also Rennbügel + OL Hebel.

Ich würde allerdings bei reinem Stadteinsatz und auch mit Kinderanhänger oder so trotzdem den flatbar bevorzugen, auch weil eine gut funktionierende MTB-Hydro-Disc (deore reicht ja vollkommen) nur den Bruchteile des günstigsten STI-Hebels kostet.

sale9186
29.08.2018, 21:29
Wie schon erwähnt bin ich Zusatzbremshebelfan am Rennlenker. Dass sich das Bremsgefühl oder die Bremskraft verschlechtert, kann ich nicht bestätigen. Das Bremsen an den STIs kann auch garnicht wirklich gestört sein, da das Kabel weiterhin ununterbrochen durch eine Führung geleitet wird. Für ein kurzes Stück eben nicht durch die Bremshülle, sondern durch den Zusatzhebel, ohne Abknicken und damit auch ohne höhere Reibung. Sollte das Kabel an den ansetzenden Endtüllen ggf. doch reiben, wirkt es sich zumindest gefühlt nicht auf Haptik und Performance aus. Fahre die Hebel an zwei Rädern.

Dass das Bremsen an den Zusatzbremshebeln sich aber qualitativ ein bisschen schlechter anfühlt als bei 'normalen' Bremshebeln an einer Flatbar, ist durch die Mechanik erklärbar. Das durchlaufende Kabel wird "abgegriffen" anstatt gezogen.

Dennoch bremst es sich so aus dem Oberlenker besser als hätte man dort keine Zusatzhebel, würde ins Leere greifen und anschließend das entgegenkommende Hindernis zur Geschwindigkeitsreduktion verwenden.

Dass sich das Rad aus der Oberlenkerposition auch merklich schlecht manövrieren lässt, kann ich ebenso wenig bestätigen, komme in der Stadt sehr gut zurecht. Für den Einsatz auf technischen Singletrails kann ich die Sorge dann aber wieder nachvollziehen. Kommen bei uns in der Stadt äußerst selten vor.

kleinerblaumann
29.08.2018, 21:59
Dass sich das Rad aus der Oberlenkerposition auch merklich schlecht manövrieren lässt, kann ich ebenso wenig bestätigen, komme in der Stadt sehr gut zurecht. Für den Einsatz auf technischen Singletrails kann ich die Sorge dann aber wieder nachvollziehen. Kommen bei uns in der Stadt äußerst selten vor.

Je nach Stadt, Fahrstil, usw. kann es auch in der Stadt schon mal brenzlig werden. Und da merkt man dann, ob die Hände 30 oder 60cm greifen. Es hat ja niemand behauptet, dass man nicht auch in Oberlenkerhaltung fahren kann. Es ist aber auch unbestreitbar, dass man mit einem breiterem Lenker mehr Kontrolle hat, auch wenn die nicht ständig erforderlich ist.

Die Diskussion um die Oberlenkerbremshebel ist aber auch egal, mechanische Bremsen hat der TE ja schon ausgeschlossen.

cadoham
29.08.2018, 22:06
Korrekt. :)

Jo_Wal
30.08.2018, 08:35
Ich nutze beides. Im Sommer eher den rennlenker und im Winter bzw. bei Schlechtwetter lieber den Flatbar, weil er mehr Kontrolle bietet.

Mobi
30.08.2018, 12:30
Ich fahre 2 x ca. 20 km täglich und habe mir relativ schnell einen Rennlenker an mein Cannondale Quick CX geschraubt.
Bei 42 er Reifen geht die Lenkung zwar etwas schwerer, aber man liegt gut im Wind. Das war selbst mit Barends so nicht möglich.

Ein Kollege hat sich gerade ein Flatbar Canyon gekauft und hat jetzt doch eingestanden, dass er hier in Hamburg lieber einen Rennlenker hätte nehmen sollen. Zumal die Lenker mit 50 cm oder so ja eigentlich eher eine Balancierstange sind.

cadoham
30.08.2018, 13:05
:confused:

Am Canyon dürfte wenigstens ein 600er Lenker montiert sein,
sodass bugl. Kontrolle beim fahren keine Probleme auftreten sollten.

Die Frage ist doch eher, was er sich konkret vorgestellt hat und
was davon nun nicht passt / gefällt.

Mobi
30.08.2018, 13:55
:confused:

Am Canyon dürfte wenigstens ein 600er Lenker montiert sein,
sodass bugl. Kontrolle beim fahren keine Probleme auftreten sollten.

Die Frage ist doch eher, was er sich konkret vorgestellt hat und
was davon nun nicht passt / gefällt.

Er hätte gerne einen Rennlenker, um nicht immer wie ein Windsack auf dem Rad zu sitzen:)

Voreifelradler
30.08.2018, 15:32
Ich verstehe den Grund dieses Threads nicht, aber vielleicht bin ich einfach zu stumpf.

Irgendwann hast du mal einen Votec VRd Rahmengekauft, um diesen den als Flatbar Rad aufzubauen.
Der musste dann aber gehen, weil du einen Cube Attain Rahmen auch als Flatbar aufgebaut hast.
Zwischendurch hattest du dir noch ein Canyon Roadlite bestellt, es dann aber total doof gefunden, weil es keine 28 Zoll LR hatte und es zurückgehen lassen.
Richtig?
Dann hast du wieder ein Canyon Roadlite bestellt und es auf Nabenschaltung umgebaut. Alles landete dann in der Börse.

Ich weiß nun wirklich nicht, was du mit diesem Thread erreichen möchtest. Flatbar in allen Variationen scheint es ja nicht zu sein, dein KTM ist wohl auch nicht nach deinem Geschmack und das BBB welches Du mal hattest, schied wohl wegen dem Rennlenker aus.

Bei 4-5km (wenn ich mich richtig entsinne) kann es doch nicht so schwer sein ein Rad zu finden. Wenn Du dann schon nicht in RR-Kleidung, sondern in Alltagskleidung fahren willst, bleibt doch wirklich nur ein billiger Bock vom Bahnhof.

Das ganze jetzt aber hier als Umfrage zu starten führt definitiv nicht zum Ziel.

noam
30.08.2018, 16:19
Für 4 km in Alltagskleidung würde ich ein stinknormales Trekkingrad ohne Federgabel nehmen wie zB das Bergamont Vitess. Dazu noch ne gute Tasche für den Gepäckträger und ab gehts.

Ich nutze für 25km (einfach) ein Speci Crux mit 32er Speci Robaix Reifen (tubeless). So wird auf dem Hin oder Rückweg auch schon mal ein Umweg bis 100km gefahren...

Man muss nicht aus allem eine Wissenschaft machen

cadoham
30.08.2018, 17:00
@Voreifelradler
Wenn du eigentlich nichts zu sagen hast, darfst du gern einen Bogen um diesen Thread machen. :)

Es gibt Menschen wie mich, die sich gern auch über belanglose Themen Gedanken machen,
aber sehen es dennoch nicht so tot ernst und können dabei eher noch vom Alltag etwas abschalten.

Wem das zu anstrengend ist, kann sich doch in den vielen anderen, teils auch belanglosen Threads austoben.

Danke.



Man muss nicht aus allem eine Wissenschaft machen

Die Frage ist letztlich immer, ob man das verbissen sieht, oder einfach Spass dabei / daran hat. ;)

Prakmatisch und möglichst effizient habe ich im Job genug,
aber ich mag es einfach zu schrauben und Dinge auszuprobieren,
wo mir noch die Erfahrung fehlt.

Ich sehe es als Luxus an, mir über solche Sachen einen Kopf machen zu können,
weil alles möglich wäre.

Voreifelradler
30.08.2018, 17:04
@Voreifelradler
Wenn du eigentlich nichts zu sagen hast, darfst du gern einen Bogen um diesen Thread machen. :)

Es gibt Menschen wie mich, die sich gern auch über belanglose Themen Gedanken machen,
aber sehen es dennoch nicht so tot ernst und können dabei eher noch vom Alltag etwas abschalten.

Wem das zu anstrengend ist, kann sich doch in den vielen anderen, teils auch belanglosen Threads austoben.

Danke.


Ich habe dazu was gesagt, aber es passt dir nicht. Es zeigt aber nur, dass man aus allem eine Raketenwissenschaft machen kann, wenn man nichts zu tun hat.

Tut mir leid, das ist lächerlich.

cadoham
30.08.2018, 17:11
Es zeigt aber nur, dass man aus allem eine Raketenwissenschaft machen kann, wenn man nichts zu tun hat.

Stimmt, ich habe gerade 20min nichts zu tun. Luxus. :D

PAYE
30.08.2018, 18:06
Stimmt, ich habe gerade 20min nichts zu tun. Luxus. :D

Aber Vordereifelradler hat schon irgendwo in diesem Fall den Nagel auf den Kopf getroffen:
wenn es sich nur um Gedankenspielereien handelt, bei denen eh praktisch nix rauskommt so kann man diese Themen nicht ernst nehmen in dem Sinne, dass man qualifizierte Ratschläge abgibt, da es sich leider doch nur um Luftnummern handelt bei der Ausgangsfragestellung.
Irgendwie erinnert mich das an Rüganer, der auch an allem was auszusetzen fand. Immerhin fuhr der aber auch einige km ...

Insofern ist der Rat, um diese Themen einen Bogen zu machen, vermutlich angebracht. Schade um die investierte Zeit.

Voreifelradler
30.08.2018, 18:06
Aber Vordereifelradler hat schon irgendwo in diesem Fall den Nagel auf den Kopf getroffen:
wenn es sich nur um Gedankenspielereien handelt, bei denen eh praktisch nix rauskommt so kann man diese Themen nicht ernst nehmen in dem Sinne, dass man qualifizierte Ratschläge abgibt, da es sich leider doch nur um Luftnummern handelt bei der Ausgangsfragestellung.
Irgendwie erinnert mich das an Rüganer, der auch an allem was auszusetzen fand. Immerhin fuhr der aber auch einige km ...

Insofern ist der Rat, um diese Themen einen Bogen zu machen, vermutlich angebracht. Schade um die investierte Zeit.

Danke :)

cadoham
30.08.2018, 18:35
Es ist immer auch Ernsthaftigkeit dabei, denn von Langerweile war nie die Rede.
Allerdings sehe ich das nicht so verbissen und kann mir über solche Themen Gedanken machen,
das es für mich dennoch entspannt bleibt, statt sich blind in etwas zu verrennen.

Ihr solltet die Art wie ich schreibe und auch zu anderen Themen Stellung nehme,
langsam kennen und einordnen können.

Warum muss das hier nun zerredet werden?
Scheint doch nicht nur für mich ein Thema zu sein.

Voreifelradler
30.08.2018, 20:06
Hier wird doch nicht zerredet?:confused:
Bei der von mir aufgezählten Radhistorie, scheinst du dir nicht sicher zu sein, was Du möchtest.
Nur scheint dein einziges Argument, die Angst um zerkratzte STI zu sein, was dich abhält Rennlenker zu fahren.

ciclosport
30.08.2018, 22:30
Ein Radsportler geht voller Stolz mit bibshorts und Trikot in die Kita...alle anderen fahren Flatbar 😂

Georg.M
31.08.2018, 16:31
Ich kann cadoham schon verstehen. Manchmal weißt man nicht auf Anhieb genau, wie es besser wäre. Da fragt man schon nach Erfahrung und Meinung der Andere, um seine Gedanken nochmal zu fassen und eventuell eine oder andere Perspektive für sich zu eröffnen usw. Auch das er viele Sachen durchprobt, zeigt, dass er einfach auf der Suche nach etwas richtig zufriedenstellendem für sich ist. Da kann ich ihn auch schon irgendwie verstehen. Wenn man zu Gedanken nicht beizutragen hat, muss man nicht gleich jemanden persönlich anrennen.

Für mich kann ich sagen, solange man mit Rennlenker anvertraut ist, dann ist die Bügellenker einem Flat immer vorzuziehen. Als ich nach ganz großer Radpause zwischen Jugendlicher und Erwachsener mir wieder ein Rad gekauft habe, ist es vorerst ein Fitnessrad geworden. Ich wollte schon was sportliches, aber mit Flatlenker erschien es mir für Wiederanfang als gemütlicher/sicherer. Dann habe ich am Rad viel probiert: Hörnchen montiert, diverse Lenkergriffe probiert, Bullslenker mit Lenkerband ausprobiert, aber vollzufrieden war ich damit nicht. Und als ich mir ein wenig später dann noch ein Rennrad gekauft habe, fiel mir auf, dass Rennlenker mit jedem weiterem Fahrt gefällt mir immer mehr . Vorausgesetzt - Rennlenker ist richtig eingestellt, für Einstellung des Rennlenker musste ich auch ein wenig im Netz forschen und später verschiedene Ausstellungen ausprobieren. Seitdem ich gefallen am Rennlenker gefunden habe, hatte ich auch mein Fitnessrad auf Bügellenker umgebaut. Ich habe dort Ritchey Venture Max verbaut. Mit dem Lenker kann man auch im Winter und Offtrack richtig fahren. Wenn man in Bremsgriffhaltung fährt, kann man mit Rennlenker genau so gut wie mit Flat bremsen, aber die Bremsgriffhaltung finde ich deutlich angenehmer und natürlicher als Haltung an einem Flatlenker. Auch was bereits hier erwähnt wurde, ein Rennlenker hat bei Gegenwind deutlich die Nase vorn. Nach viel Ausprobieren, bin ich gerade nur jetzt nach 10 Jahre voll mit meinem damals gekauften Rad zu frieden. Aber mit viel ausprobieren habe ich auch viel Erfahrung für andere Räder gewonnen.

Abschließend musste es gesagt werden, dass es auch teilweise Geschmacksache ist, ob Rennlenker oder Flat. Wenn man Fernradler betrachtet, dann gibt es welche mit Rennlenker und welche mit Flat, aber wenn Flat dann schon mit Hörnchen. Für ein Pendlerrad wäre aber nicht reiner Rennlenker, sondern eventuell solche Gravellenker wie Ritchey Venturemax oder Specialitzed Hover Alloy besser zu empfehlen.

LG Georg

Edit: Und bzgl. Klamotten. Ich würde kein Rad mit normalen Klamotten fahren. Aber wenn ich in Stadt oder zu Arbeit unterwegs ist, dann sind es eher sportliche legere Sachen. Gibt's auch aktuelle genug speziell für Radler sowas wie Commuterzeugs. Ferner sehe ich oft Leute in Berlin mit normalen Klamotten aufm Rennrad und für mich sieht es ok aus:) Und ja, mit Rennlenker kann man leider schon STI zerkratzen, nun muss man sich halt immer in Aufmerksamkeit beim Abstellen üben ;) Es wäre für mich keine Argumente, um mit Rennlenker nicht zu fahren.

Ecoon
31.08.2018, 22:38
Also wenn es wirklich nur 4km einfach sind, dann ist der Lenker eh wurscht. Da der "Aerovorteil" wohl unterm Strich bei der Strecke gegen 0 geht, braucht man technisch bedingt auf jeden Fall keinen RR-Lenker. Gewaltig HM wirds auch keine geben und als "Trainingseinheit" kann man das ja auch nicht zählen. RR-Klamotte für 4km -> wohl eher nicht.
Insofern würde ich auf deutlich günstigere aber gute Komponenten(Deore) der MTBs setzten, zusammen mit einem normalem Lenker. Schutzbleche, Nabendynamo und Gepäckträger wäre auch nicht schlecht.
Ein günstiges "carefree"-Bike eben.

goldstar
31.08.2018, 22:53
wegen 4 Km so einen Wind machen???


Da lohnt Rennrad-Lenker nicht, wechselt man von Oberlenker in Unterlenker und schon ist man schon am Ziel:D

cadoham
01.09.2018, 00:02
wegen 4 Km so einen Wind machen???


Also wenn es wirklich nur 4km einfach sind, dann ist der Lenker eh wurscht.


Ich schrieb als TE an keiner Stelle etwas von 4km und Voreifelradler kennt weder meinen aktuellen Arbeitsweg,
notwendige Strecken zu Kita (Anhänger), sowie alltägliche Besorgungen und Touren, außerhalb der Stadt.

Daher mache ich mir nicht grundlos darüber Gedanken, ob Flatbar oder Rennlenker.


An dieser Stelle erstmal einen Dank für euren (hilfreichen) Input und ich werde das in meine Überlegungen mit einbeziehen.

Ecoon
01.09.2018, 07:00
Zugegeben, das hatte ich schlicht (ungeprüft) übernommen. Aber (für mich) bleibt unterm Strich dennoch, je kürzer die Strecke, desto weniger wichtig ist die "Schnelligkeit" des Rads und desto weiter verschiebt sich das Ganze für mich in Richtung aufrechte Sitzposition, breiter/gerader Lenker, breitere Reifen, ....

ABER "wir" sehen, dass die Streckenlänge wohl einen entscheidenden Einfluss auf eine solche Betrachtung hat.

goldstar
01.09.2018, 07:28
die Frage ist wohl ehr ...


-schlicht Pendlerrad...

oder

-danach noch bissle radfahren dranhängen für "training"



irgendwie beides doof... Pendlerrad ist... gut, sicher, nicht zu teuer, zuverlässig, hin und zurück kommen... Flatbar!!!


alles andere ist kein Pendlerrad....

Ecoon
01.09.2018, 09:22
alles andere ist kein Pendlerrad....

Wäre die Frage, ob sich ein "Pendlerrad" durch gewisse Eigenschaften definiert, oder durch den tatsächlichen Einsatz. Bei mir sinds 23-30km je Strecke und das mache ich (nachdem ich früher MTB und Gravelbike genutzt hatte) mit einem "richtigen" RR auf 23mm Slicks.
Liegt mir besser als ein MTB oder ein Tourenbike oder dergleichen. Allerdings würde ich eben auch überlegen, ob ich bei deutlich weniger km eben auf Slicks und RR verzichten würde, zugunsten Schutzblechen/Scheibenbremsen/breiterenReifen/festmontiertes Licht. Vor allem letzteres ist nett, wenn es ein anständiger Nabendynamo und ein gutes LED-Licht ist.
Mit dem RR muss ich mich und das RR eben immer "vorbereiten" (Klamotten, Rucksack packen, Licht aufladen/montieren), was sich bei der Strecke lohnt, aber für paar Meter würde ich das wohl nicht machen.

R0cketb0Y
01.09.2018, 11:54
alles andere ist kein Pendlerrad....

Fahre an 80-100 Tagen mit dem Rad ins Büro. 40 km pro Strecke, komplett durch zwei Ruhrgebietsstädte. Cayo Disk mit 25er Reifen, Akkuleuchten und drangefrickelten Longboard Schutzblechen. Aber ist ja kein Pendlerrad... :rolleyes:

Voreifelradler
01.09.2018, 11:57
Fahre an 80-100 Tagen mit dem Rad ins Büro. 40 km pro Strecke, komplett durch zwei Ruhrgebietsstädte. Cayo Disk mit 25er Reifen, Akkuleuchten und drangefrickelten Longboard Schutzblechen. Aber ist ja kein Pendlerrad... :rolleyes:

Natürlich nicht! Dieses Rumgelutsche mit 40km?! :D:Applaus: