PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Alte Reifen



V-Max
20.01.2005, 00:17
Wie sind alte Reifen (3-4 Jahre im Schuppen) auf ihre Fahrtauglichkeit in Kategorien wie Gripp, Pannensicherheit und Haltbarkeit zu beurteilen? Kommt sicher ganz auf den Reifentyp und die Gummimischung an, sowie auf die Lagerung, aber kann man prinzipiell sagen, das die untauglich zum fahren sind? Habe hier noch ein Paar Pariba Pro, einen Satz Michelin Hi Lite, einen Satz Panaracer Category Pro und einen Satz Hutchinson Krono Competition Gold. Alle sehen noch gut aus und weisen keine Risse oder spröde Stellen auf.
Meine Vermutung ist, dass durch Entweichung eines Teils der Weichmacher die Teile etwas länger halten sollten aber weniger Gripp bieten.
Würde mir natürlich einiges an Neukäufen sparen, zumal sie Gewichtsmäßig mit meistens 220g ja durchaus akzeptabel sind.
Vielleicht hat ja zufällig mal jemand Erfarungen mit einem der genannten Reifen gemacht und kann aus seiner Erinnerung sagen, wie die im Neuzustand waren.
Richard

zwanzich
20.01.2005, 06:49
Wenn Du ne Rolle hast, fahre die da mal (stramm aufgepumpt) drauf. Dann siehste recht schnell, ob sie schon spröde sind.

Im Zweifel lieber neu oder sachte in die Kurven gehen.

Slayer
20.01.2005, 07:09
Ich hab bis vor kurzem am HR nen 12 Jahre alten Schwalbe Blizzard gehabt weil das Rad halt 12 Jahre ungenutzt beim Vorbesitzer rumstand bis ers übers Herz gebracht hat es zu verkaufen. Also ich bin mit dem noch gut gefahren. Mir is nie der Hinterreifen in ner Kurve weggerutsch oder sowas.

curry
20.01.2005, 07:31
3-4 jahre sind doch nicht soo lang - würde sie noch aufbrauchen...

vorsichtig in den kurven bin ich sowieso und bei passfahrten würd ich neue nehmen

V-Max
20.01.2005, 08:24
OK, das ist ja schon mal was und 12 Jahre :eek: werde die bei mir nicht alt:-)
Den Blizzard hatte ich auf meinem ersten Kettleralurad, den fand ich immer sehr gut, habe ihn danach aber nie mehr gesehen.
Werde also ein paar Euronen sparen und alte Reifen verheizen.
Btw, kennt jemand Pariba? Habe noch nie was vondenen gehört.
Richard

rolli-radler
20.01.2005, 10:09
Ich hätte ebenfalls keine Bedenken, ordnungsgemäß gelagerte Reifen - wenn sie keine Schäden aufweisen - nach fünf bis sechs Jahren noch zu benutzen. Ich hatte mit laaaange benutzten Contis noch nie Probleme.

faggin10
20.01.2005, 10:44
reifen erreichen sogar dadurch ihre qualität, in dem man sie sogar bis zu 2 jahren ablagert, damit sich diverse stoffe, die zur herstellung nötig sind verflüchtigen, und die reifen die optimalen laufeigenschaften erreichen.
es gab mal ein spray zur pflege von reifen, die ihn auch geschmeidig
machten.vielleicht besorgst du es dir mal. ansonsten einfach mal aufziehen und ne runde drehen. würde mir da keinen all zu großen kopp machen. die periba gab/gibt es bei brügellmann. waren handgefertigt.
faggin10

sdaub
20.01.2005, 10:58
Kann man eigentlich pauschal sagen, wieviele km so ein Reifen gefahren werden kann?

rolli-radler
20.01.2005, 11:24
Ich habe Conti 3000 und Grand Prix schon ca. 9.000 km gefahren und sie dann nur runter getan, weil sie "eckig" wurden. Die Lauffläche war aber längst noch nicht durchgefahren. Ist aber sicher von der Fahrweise und vom Fabrikat abhängig und ob die Reifen sofort "frisch" benutzt wurden oder vor der Benutzung erst mal gelagert wurden.

kiesel
20.01.2005, 11:32
Generell gilt für Fahrradreifen, was für Autoreifen auch gilt (Conti fertigte die legendären GP aus demselben Material, aus dem sie ihre PKW-Winterreifen backen), also:
- ein paar Jahre Lagerung (im Dunkeln!) tun dem Reifen gut, aber
- die Gummimischung altert, ab ca. sechs Jahren sollte man den Reifen austauschen.
Wieviele km Reifen halten? Vorn praktisch ewig, hinten: kommt auch auf die Antriebskräfte an, die zu übertragen sind ... einen GP hab ich hinten nach einer Saison mit 8000 bis 10000 km soweit runter, dass die Lauffläche ziemlich eben ist. Dann werf ich ihn weg, auch wenn das Gewebe noch nicht durchschaut ... da steckt sich dann gern ein Fremdkörper rein und arbeitet sich duch alle Pannenlagen, bis Du einen defekt hast, und zwar genau dann, wenn Du ihn nicht brauchst.