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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Probleme mit Scheibenbremsen bei Regenfahrten



Aches
20.11.2018, 12:46
Hallo Leute,

ich habe mir wirklich Mühe gegeben und die Suche durchforstet, aber es scheint doch ein Einzelproblem zu sein, obwohl ich in Radkreisen davon öfter höre:

Scheibenbremsen machen häufig Schleifgeräusche, gemeint ist natürlich ohne zu Bremsen. Und das wäre normal amn müsse sich damit abfinden sagen einige?

Besonders bei und nach Regenfahrten.

Das Problem haben wir bei einem 2018er Canyon Aeroad CF SLX. Mit der neuen Di2 Ultegra 8000 mit den hydraulischen Scheibenbremsen.

Mehrmaliges zentrieren des Bremssattels zur Scheibe, Erneuerung der Beläge und kontrollieren auf leichtgängigkeit und Reinigen der Bremskolben, bringen nur kurze Abhilfe.

Hat die Scheibe nur minimal Seitenschlag schleift es sowieso.

Nur ein Sandkorn und den gibt es bei Regenfahrten massenweise, führt zu lauten unangenehmen Schleifgeräuschen.

Das kann doch nicht normal sein? Was machen die Crosser/MTBler nach Schlammfahrten? Putzen und Spülen ohne ende? Das wäre für mich alles ein NoGo für Disc bei meinem nächsten Bike.

Hat noch jemand einen Tip?

Befüllung mit zuviel Druck möglich?

Viele Grüße,

M.

RS1325
20.11.2018, 12:53
Hast Du es auch so probiert ?
https://www.youtube.com/watch?v=gQ_oIAPuQR8

Steppison
20.11.2018, 13:00
Ich habe keine Scheibenbremsen am Rennrad, dafür aber am Mtb. Und da habe ich mit 203er Scheiben natürlich auch mal leichte Schleifgeräusche nach harten Bremsmanövern. Wenn dem so ist kurz nochmal hart bremsen und dann zieht sich das wieder hin. Ansonsten könnte eventuell zu viel Bremsflüssigkeit drin sein, wodurch die Beläge nicht weit genug auseinander gehen. Schon mal mit nem großen Schlitzschraubendreher die Kolben auseinander gedrückt?

SIMPLOS
20.11.2018, 13:09
Hast Du es auch so probiert ?
https://www.youtube.com/watch?v=gQ_oIAPuQR8

Gutes Video.

Aber die stärkeren Geräusche bei nassen Straßen sind normal.
Da kannst nix machen.

cadoham
20.11.2018, 13:35
Wenn die Bremsscheibe bzgl. Seitenschlag gerichtet ist,
sowie symmetrisch zwischen den Belägen steht,
sollte man nicht ständig die Position des Bremssattels verändern.

Wenn der Bremshebel dann gezogen wird und die Kolben gleichmäßig
an die Scheibe fahren, ohne diese seitlich in eine Richtung weg zudrücken,
hat man ein optimales Setup und einige Zehntel Luft.

Das Dreck bei Regenfahrten mal kurzzeitig Schleift ist nicht ungewöhnlich,
aber sollte auch schnell wieder verschwinden, oder durch Kurzes abbremsen
verschwinden.

Ständiges Schleifen sollte nicht die Regel sein.

Mobi
20.11.2018, 13:42
Scheibenbremsen machen häufig Schleifgeräusche, gemeint ist natürlich ohne zu Bremsen. Und das wäre normal amn müsse sich damit abfinden sagen einige?

Besonders bei und nach Regenfahrten.

Das Problem haben wir bei einem 2018er Canyon Aeroad CF SLX. Mit der neuen Di2 Ultegra 8000 mit den hydraulischen Scheibenbremsen.



Ich nutze meinen Crosser mit Strassenbereifung bei Gruppenausfahrten wenn es regnet. Durch den Beschuss des Vordermanns mit Wasser und Strassendreck macht es eigentlich immer Geräusche. Ausser wenn ich vorne fahre. Ich befürchte das ist nicht abzustellen. Im Gelände mit richtig Matsch ist das Problem wesentlich geringer.

Luzbert
20.11.2018, 14:23
Das kann doch nicht normal sein? Was machen die Crosser/MTBler nach Schlammfahrten? Putzen und Spülen ohne ende? Das wäre für mich alles ein NoGo für Disc bei meinem nächsten Bike.


Mir geht es genauso und aus den Kommentaren lese ich heraus, dass das wohl weitgehend zu akzeptieren sei.
Allerdings habe ich bei mir den Eindruck, dass die Scheibe nicht absolut zentriert sitzt. Da werde ich nochmal bei meinem Radhändler aufschlagen.

Der Trick mit der Karte aus dem Video klingt auf jeden Fall vielversprechend. Das werde ich ausprobieren. Ansonsten bin auch ich unsicher, ob Scheibe bei meinem nächsten Rad die richtige Wahl ist.

LanceArm
20.11.2018, 14:23
Nur ein Sandkorn und den gibt es bei Regenfahrten massenweise, führt zu lauten unangenehmen Schleifgeräuschen.

Ich hatte genau das Verhalten, was du beschreibst, bei Felgenbremsen.
Dazu kamen dann Spuren an den Bremsflanken.

Seit dem habe ich 3 Discrenner gekauft. Alle habe ich selber zusammengebaut. Ich habe die Scheiben nicht gerichtet, sondern einfach ans Laufrad geschraubt.
Bremssattel leicht fixiert, Bremshebel gezogen und festgeschraubt.
Alles wunderbar!

Abstrampler
20.11.2018, 15:22
Ich hatte genau das Verhalten, was du beschreibst, bei Felgenbremsen.


Äh, nein. Es schleift bei ihm während der Fahrt. Wenn man das bei FBs hat, sollte man besser gar nicht mehr schrauben. :Angel:

LanceArm
20.11.2018, 15:25
Äh, nein. Es schleift bei ihm während der Fahrt. Wenn man das bei FBs hat, sollte man besser gar nicht mehr schrauben. :Angel:

Wie nein?
Bist du mit meinem Rad bei Regen gefahren oder ich?

Abstrampler
20.11.2018, 15:45
Du willst uns ernsthaft weismachen, Sandkörnchen im Regen hätten bei Dir während der Fahrt für schleifende Felgenbremsen gesorgt?

Alles klar. :D

avis
20.11.2018, 15:46
Wenn es bei FB während der Fahrt, ohne dass gebremst wird schleift, ist die Bremse völlig falsch eingestellt.

LanceArm
20.11.2018, 16:06
Ich stelle meine Bremsen immer so ein, dass ich nur sehr wenig Hebelweg habe.
Im Nassen reicht dann ein kleines Steinchen oder ein Sandkorn.

Mehrere Zentimeter Totweg vom Hebel finde ich überflüssig.

Abstrampler
20.11.2018, 16:16
Ja, is klar! :D

BOW82
20.11.2018, 16:16
ein guter Tipp zur Einstellung:

sattel lockerschrauben
jeweils zwischen linkem und rechtem Bremsbelag und Scheibe eine Cutterklinge legen und Bremshebel betätigen und mit Gummiringerl fixieren, danach Sattel vorsichtig gleichmäßig festschrauben und Hebel wieder loslassen

mehr kann man fürs gleichmäßige Einstellen erstmal nicht machen außer man spielt sich gerne und hat viel Gefühl

und was zwischen Scheibe und Beläge kommt kannst nicht verhindern
ebenso ein ev. Verzug der Bremsscheibe kann man auch nicht beeinflussen außer man nimmt andere Scheiben als Shimano

Ich steh auf Shimano, aber Ihre Bremsscheiben können sie sich in die Haare schmieren !

pinguin
20.11.2018, 16:31
Schon mal mit nem großen Schlitzschraubendreher die Kolben auseinander gedrückt?

Obacht... Nicht nachmachen, wenn es Shimano-Bremsen sind. Deren Kolben sind aus Keramik und die machen sehr schnell den Abflug. Sprich, sie zerbrechen, wenn man so (oder ähnlich rabiat) vorgeht.

Den Schraubendreher kann man verwenden, wenn die Beläge noch drin sind. Kolben nie ohne Beläge zurück drücken, wenn es um dem Japaner sein Zeuch geht.

Abstrampler
20.11.2018, 16:35
...
ebenso ein ev. Verzug der Bremsscheibe kann man auch nicht beeinflussen außer man nimmt andere Scheiben als Shimano

Ich steh auf Shimano, aber Ihre Bremsscheiben können sie sich in die Haare schmieren !

Na ja, das Problem kenn ich aber auch von Avid/SRAM und Alligator.

Zum eigentlichen Problem hier im Faden: Man hat insgesamt (zumindest bei Alleinfahrt) zwar weniger Siff zwischen den Reibflächen als bei FB, aber dafür sind die Toleranzen auch geringer.
Das führt dann halt zu Geräuschen. Isso.

seankelly
20.11.2018, 16:46
Ich steh auf Shimano, aber Ihre Bremsscheiben können sie sich in die Haare schmieren !

+1

Hab am Stadtrad TRP Stahlscheiben. Perfekt! Versteh nicht, warum Shimano das nicht kann. Sobald im Hochsommer nur etwas kräftiger und länger gebremst wird, schleift die Zicke auf den nächsten Metern. Stört mich zwar nicht, geht aber offenbar auch anders.

Mobi
20.11.2018, 16:50
Der Trick mit der Karte aus dem Video klingt auf jeden Fall vielversprechend.

Das bringt bei mir nichts. Im Trockenen schleift nichts und alles ist top.

Jim Bob
20.11.2018, 17:06
Scheibenbremsen machen häufig Schleifgeräusche, gemeint ist natürlich ohne zu Bremsen. Und das wäre normal amn müsse sich damit abfinden sagen einige?

Besonders bei und nach Regenfahrten.


Ich persönlich halte das für Quatsch. Schleifen ist bei Shimano-Scheibenbremsen nicht normal.

Erfahrungsgemäß fährt der Kolben einer schleifenden Bremse nicht ordentlich zurück, selbst wenn das bei der Sichtkontrolle so aussieht.

Abhilfe: Beläge raus, Bremse leicht betätigen, so dass die Kolben etwas rauskommen, dann mit einer Flaschenbürste und etwas Spüliwasser die Kolben reinigen. Mit klarem Wasser nachspülen, einen trockenen Lappen durchziehen und dann einen winzigen Tropfen (!) Mineralöl (Bremsmedium) auf die Seitenfläche der Kolben geben. Mehrmals die Kolben leicht betätigen, einen sauberen Lappen durchziehen, Kolben gewaltfrei z.b. mit einem Stück Holz o.ä. zurückdrücken und Beläge wieder montieren.

schnellerpfeil
20.11.2018, 17:08
Das bringt bei mir nichts. Im Trockenen schleift nichts und alles ist top.

Das funktioniert auch nur im Glücksfall. Wenn man die Klinge, Fühlerlehre o.ä. aus der Zange entfernt, muss der Kolben wieder ein Stück ausrücken. Das machen die aber nur ungerne gleichmäßig. Am einfachsten ist es, wenn man einen Kolben fixiert und einen mit der Pumpe bewegt. Vorausgesetzt, man kommt von oben irgendwie zwischen Scheibe und Belag.

Voreifelradler
20.11.2018, 17:44
Ich sehe hier auch kein Problem, oder anders rum gesagt macht der TE ein Problem draus.
Vollgematschte CX oder MTB Disc scheuern auch gewaltig.
Meine hydraulische Ultegra klimpern kurz nach eoner harten Bremsung und/oder wenn sie richtig schmutzig werden. Das es bei Regen dauerhaft schleift kann ich mir nicht vorstellen. Es sollte uns aber auch klar sein, dass aufspritzendes Wasser auf einer Landstraße nicht "leitungsrein" ist.

Mifri
20.11.2018, 17:55
Also, wir fahren RR grundsätzlich nicht im Regen, lässt sich aber nicht immer verhindern. Das sich dann hin und wieder mal ein Schmutzkörnchen zwischen Belag und Scheibe verirrt ist normal und das minimale Schleifgeräusch hält dann für max. 2-3 Sek. an.

Unsere CX sind da den Umweltbedingungen etwas extremer ausgesetzt und selbst dort gibt es bei Schmuddelwetter keine anhaltenden Schleifgeräusche, auch nicht, wenn es mal ein paar Sandkörnchen mehr sind.

Luzbert
20.11.2018, 21:23
Ich sehe hier auch kein Problem, oder anders rum gesagt macht der TE ein Problem draus.
Vollgematschte CX oder MTB Disc scheuern auch gewaltig.
Meine hydraulische Ultegra klimpern kurz nach eoner harten Bremsung und/oder wenn sie richtig schmutzig werden. Das es bei Regen dauerhaft schleift kann ich mir nicht vorstellen. Es sollte uns aber auch klar sein, dass aufspritzendes Wasser auf einer Landstraße nicht "leitungsrein" ist.

Ich kann das Problem des TE nachvollziehen, da ich die gleichen Symptome habe und das ganze als extrem nervig empfinde. Sobald der Herbst beginnt, schleift die Scheibe ohne Unterlass. In meinem Fall gehe ich davon aus, dass entweder etwas verzogen ist, die Kolben zu eng beieinander stehen oder sich nicht frei bewegen.
Mit dem Dreck, der aufgezogen wird, scheint sich das ganze schnell drastisch zu verschlechtern.
Daher werde ich die Tipps aus dem Video beherzigen und hoffe auf Besserung.

Mifri
21.11.2018, 06:30
Vielleicht liegt es ja am Hersteller. Bei Sram schleift nichts und bei den älteren Shimanos auch nicht.

Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass die Spaltmaße zwischen Scheibe und Beläge gruppenintern auf einmal anders sind, es sei denn, man verwendet Beläge oder Scheiben anderer Hersteller. Aber auch dort kann ich von keinen Schleifgeräuschen berichten.

Wir fahren teilweise einen Mix aus Sram HRD, SwissStop Belägen und Shimano Scheiben.

Aches
21.11.2018, 08:44
Ich kann das Problem des TE nachvollziehen, da ich die gleichen Symptome habe und das ganze als extrem nervig empfinde. Sobald der Herbst beginnt, schleift die Scheibe ohne Unterlass. In meinem Fall gehe ich davon aus, dass entweder etwas verzogen ist, die Kolben zu eng beieinander stehen oder sich nicht frei bewegen.
Mit dem Dreck, der aufgezogen wird, scheint sich das ganze schnell drastisch zu verschlechtern.
Daher werde ich die Tipps aus dem Video beherzigen und hoffe auf Besserung.

Sehr sehr interressant was man hier so liest!

Danke schon mal für das rege Feedback!

Ich hatte das aus dem Video auch schon fast alles durch. Auch das Penible Reinigen der Bremszylinder. Es schaft dann auch kurz Abhilfe. Aber bei der nächsten Regenfahrt gehts wieder los.

ich bin ja auch vom Fach. Maschinenbau, schraube sehr viel an Autos rum. Auch an den Bremsen.
Und stelle fest das das ganze System der Disc mit den Flat Mounts mit doppeltwirkenden Bremszylindern sehr anfällig für Störungen ist:
schon kleinste Toleranzabweichungen sind fatal. Es müssen viele Bauteile von Steckachsenaufnahme, Bremsscheibenbefestigung, Sattelbefestigung, Kolben und Beläge genau zueinander passend sein. Micht nur Zentiert zur Scheibe, sondern auch Planparallel und im Winkel. Und alles penibelst sauber.
Was ist wenn man wie wir gewohnt sind, häufig die Laufräder wecheln muss. Für oder gar im Wettkampf. Jedes mal den Sattel neu zur Scheibe zentrieren wenn nicht alles huntertprozentig passt?
Ich vermute ein schwimmender Bremssattel wie bei den meisten Autos wäre idealer. Der gleicht viel aus. Muss aber auch immer leichtgängig sein.
Oder die Bremskolben müssten sichweiter zurückziehen, was aber wohl nicht ideal ist, weil man dann einen zu langen leerweg am Bremshebel haben wird.

Für mich sind diese Kratzgeräusche ein absolutes nogo beim Rennrad. Auch wenn sie nur von kurzer dauer normal sein sollen. Hört sich furchtbar an. Das soll Fortschritt sein?

coopera
21.11.2018, 09:57
Ich hatte das aus dem Video auch schon fast alles durch. Auch das Penible Reinigen der Bremszylinder. Es schaft dann auch kurz Abhilfe. Aber bei der nächsten Regenfahrt gehts wieder los.


dann gibts noch ein paar Sachen in abfallender warscheinlichkeit...

A: ist der Bremssattel (!!!) mittig zur Scheibe?

sprich wenn du da schief bist und zwar die beläge passen aber der sattel nicht ist durch das leichter querstellen die rückstelltoleranz noch geringer weil die beläge ja plan am zylinder anliegen, und zeug schleiftganz gerne mal...


https://www.youtube.com/watch?v=v83YFGi5uT0

ab 2:30

das ist aber meist nicht so leicht zu sehen wie am video...

ist der meiste fehler bei der sattelmontage, am besten ist dann noch der Tipp, bremsen ziehen und dann sattelschrauben zu..

ich machs immer so
-bremmssattel mittig zur scheibe
-kolben hindrücken
-nochmals lösen und feinjustieren


B. neue beläge rein, und schauen das das Zeug nicht überfüllt ist, was bei Shimano irgendwie doch etwas leichter geht also ich das vom BTB gewöhnt bin, bei mir war bei der 9100 auch trotz bleeding block superanleitungsmontage nach 2 Fahrten ein leichter überdruck drinnen der quasi die kolben leicht rausschob...

oft hilft auch beläge abschleifen...

C: ist deine schraube der druckpunktverstellung voll drinnen?

D: deine Fendern die die beläge zurückdrücken ist zu schwach (oder mal verdetscht worden)

E: deine Scheibe ist hin und verzieht sich wenn du mal bremst, bzw hat nen schlag und wenn du mal bremst dann kommt das immer wieder...




Für mich sind diese Kratzgeräusche ein absolutes nogo beim Rennrad. Auch wenn sie nur von kurzer dauer normal sein sollen. Hört sich furchtbar an. Das soll Fortschritt sein?


ich halts auch nicht aus, aber es stimmt das die toleranzen geringer sind, bzw der schraubaufwand bei disc größer ist weil man(n) viel genuer arbeiten muss, kein vorteil ohne nachteil...

Abstrampler
21.11.2018, 10:08
Das soll Fortschritt sein?

So wird sie zumindest vermarktet. Für mich ist sie auch eher eine Innovation, deren Vor- und Nachteile jeder für sich abwägen muss.
Das wird aber in den einschlägigen Threads seit Jahren sehr kontrovers diskutiert. ;)

Blechroller67
21.11.2018, 16:49
Ganz wichtig ist erst mal, dass man ein Rennrad nicht im Regen fährt; niemals!
Noch wichtiger ist, dass man noch viel mehr ein Rennrad nicht im Regen fährt, wenn es Scheibenbremsen hat; nie, niemals!
Weil da könnte ein Sandkörnlein schleifen, weil Shimano (und evtl. andere?) Scheibenbremsen nur für den o. g. Einsatzzweck eines Rennrades, also nie und niemals nicht für Regenfahrten bauen. Du nutzt sonst dein Rennrad und dessen Bremsen nicht unter Normalbedigungen, verlierst u. U. die Garantie und gefährdest sämtliches Leben auf der Erde inkl. deinem!
Dass Scheibenbremsen am Rennrad eigentlich nur Sinn machen, weil sie bei Nässe etwas besser als FB sind, ist Marketinggedöns.


Ansonsten: Ich nutze 3 Rennräder mit Scheibenbremsen, 2x Shimano, 1x SRAM. Ich fahr auch bei Regen:eek:
Da schleift es höchstens mal ganz kurz bei einem heftigen Wasserbeschuss für wenige Sekunden. Ich würde mal sagen, dass bei deinen Bremsen etwas nicht stimmt. Die möglichen Gründe/Abhilfen wurden hier alle schon genannt.

Sigi Sommer
21.11.2018, 17:00
Ganz wichtiges Statement und dass etwas nicht stimmen könnte, da ist bisher noch niemand drauf gekommen.

... als ersten kabarettistischen Gehversuch würde ich das Vorposting aber durchgehen lassen :drinken2:;)

Mobi
21.11.2018, 17:04
schon kleinste Toleranzabweichungen sind fatal. Es müssen viele Bauteile von Steckachsenaufnahme, Bremsscheibenbefestigung, Sattelbefestigung, Kolben und Beläge genau zueinander passend sein. Micht nur Zentiert zur Scheibe, sondern auch Planparallel und im Winkel. Und alles penibelst sauber.
Was ist wenn man wie wir gewohnt sind, häufig die Laufräder wecheln muss. Für oder gar im Wettkampf. Jedes mal den Sattel neu zur Scheibe zentrieren wenn nicht alles huntertprozentig passt?


Am Crosser habe ich zwei Laufradsätze mit der jeweils DTswiss 350 und der gleichen Centerlock-Scheibe. Vorne kein Problem tauschen. Hinten schleift es so stark das es bremst und ich jedesmal den Bremssattel neu ausrichten musste. Ich habe mir dann einen 0.35 mm Distanzring gemacht der die Scheibe nach aussen bringt. Anscheinend sind bei gleicher Nabe und Scheibe so viel Toleranz drin.

Zeta
21.11.2018, 17:04
Ich würde mal sagen, dass bei deinen Bremsen etwas nicht stimmt. Die möglichen Gründe/Abhilfen wurden hier alle schon genannt.


Ich würde mal sagen, dass bei Scheibenbremsen am Fahrrad überhaupt etwas nicht stimmt.
Die mögliche Abhilfe besteht darin, sie nicht zu verwenden.



Zeta

enasnI
21.11.2018, 17:06
Sehr gutes Beispiel dafür, dass viele Rennradfahrer mit sagen wir kleinlicheren Befindlichkeiten (Bitte nicht gleich negativ verstehen) noch sehr an Scheibenbremsen gewöhnen müssen. Wenn man solcherlei Geräuschentwicklungen an einem Rennrad mental nicht aushält, dann kann man ja zum Glück immer noch eine Felgenbremse verwenden und alles schnurt immer leise vor sich hin. :)


Ich persönlich halte das für Quatsch. Schleifen ist bei Shimano-Scheibenbremsen nicht normal.



[...] und selbst dort gibt es bei Schmuddelwetter keine anhaltenden Schleifgeräusche, auch nicht, wenn es mal ein paar Sandkörnchen mehr sind.

Von dem, was ich hier lesen konnte, scheint es meiner Einschätzung nach eher ein Interpretationsproblem zu geben, was genau ein "Schleifen" ist. Die Geräuschentwicklung, die viele von uns kennen, wenn Nässe und Schmutzpartikel mit durch die Beläge gezogen werden, ist für manche eventuell schon ein Schleifen. Weil leise ist das ja oftmals nicht unbedingt.

Blechroller67
21.11.2018, 17:25
Am Crosser habe ich zwei Laufradsätze mit der jeweils DTswiss 350 und der gleichen Centerlock-Scheibe. Vorne kein Problem tauschen. Hinten schleift es so stark das es bremst und ich jedesmal den Bremssattel neu ausrichten musste. Ich habe mir dann einen 0.35 mm Distanzring gemacht der die Scheibe nach aussen bringt. Anscheinend sind bei gleicher Nabe und Scheibe so viel Toleranz drin.
Das ist m. E. das wesentliche Problem bei der Nutzung von Scheibenbremsen im RENNsport. Einfach so Laufrad tauschen geht nicht.

Vielleicht noch zum Thema: Man könnte mal schauen, ob die Einstellung des Bremssattels an einer Seite am Anschlag ist und deswegen der Spalt so klein ist, dass es bei einem Hauch von Nix zum Schleifen kommt. Ich hatte das an einem Rad und musste den Adapter gering modifizieren.

Es gibt noch 2 Abhilfen:

1. Petersilie in die Ohren
2. Mal darüber nachdenken, ob man durch die Fähigkeit zum Wahrnehmen von Bremsschleifen nicht indiziert, dass man zu langsam fährt ;-)


Ach ja, ich finde Scheibenbremsen am Rennrad klasse! Aber auch nur, weil ich den Bock auch bei Regen aus der Garage schiebe. Bei trockenen Straßen braucht man keine Scheibenbremsen am Renner bzw. wirklich "brauchen" tut man die Dinger nie.

cadoham
21.11.2018, 17:25
Allerdings klingt der Bremsvorgang mit einer FB auch nicht sonderlich schön,
wenn die Bremsflanken durch Nässe und Dreck verschmutzt sind.

seankelly
21.11.2018, 17:37
Was mir als Disc-Rookie (erst seit ca. 1 Jahr die erste Disc im Einsatz) auffällt: Die Bremsbeläge (am Stadtrad) scheinen länger zu halten als die dauernd keilförmig abgeschliffenen Bremsgummis. Ich fahre das Rad so ziemlich an jeden ver**** Tag der Woche, Sommer und Winter, und konnte noch keinen Verschleiß feststellen.

avis
21.11.2018, 17:47
Allerdings klingt der Bremsvorgang mit einer FB auch nicht sonderlich schön,
wenn die Bremsflanken durch Nässe und Dreck verschmutzt sind.

Naürlich nicht.
Aber das habe ich dann alle 15min mal für 3-4 Sek.
Permanentes Schleifen wäre für mich auch inakzeptabel, geht gar nicht!
Kann man auch gleich mit knarzendem Schnellspanner oder rasselnder Kette fahren ;)

KeinerEiner
21.11.2018, 18:06
Im Winter fährt man eh nur flach also schnell also hat man zu laute Windgeräusche in den Ohren um das Sandkornklingeln zu hören.

Merke: hörst du deine Bremse schleifen bistu zu langsam -> nicht jammern, mehr trainieren hilft :D

flyingHolland
21.11.2018, 19:47
Ooooh NO und mein neues Rad hat Scheibenbremsen!
Was hab ich bloß getan !!!???

cadoham
21.11.2018, 20:39
Permanentes Schleifen wäre für mich auch inakzeptabel, geht gar nicht!

Schon richtig. Ist auch nicht normal und der Regelfall.

derDim
22.11.2018, 07:57
was ich nicht verstehe ist

welche kraft dafür verantwortlich ist
dass die kolben sich wieder in den bremssattel zurück bewegen
wenn sie zu weit rausgedrückt werden fallen sie ja einfach runter
und hängen nicht an einer irgendeiner feder oder sonstwas
ist das der luftdruck der sie wieder reindrückt?

und zweitens verstehe ich nicht welche umstände dafür verantwortlich sind
dass die beiden kolben sich in der regel doch etwa gleich weit zurückziehen

marvin
22.11.2018, 08:11
was ich nicht verstehe ist

welche kraft dafür verantwortlich ist
dass die kolben sich wieder in den bremssattel zurück bewegen
wenn sie zu weit rausgedrückt werden fallen sie ja einfach runter
und hängen nicht an einer irgendeiner feder oder sonstwas
ist das der luftdruck der sie wieder reindrückt?...
Wird der Bremsgriff gelöst, kehrt der Geberkolben im Griff in seine Ausgangslage zurück. Dabei wird gleichzeitig das Öl aus den Nehmerkolben der Bremszange gesogen. Sowas wie ein Vakuum entsteht dabei nicht, denn die Bremsflüssigkeit/Öl ist ja nicht komprimierbar.

Was beim zu weiten Betätigen runter-/rausfallen kann, sind ja nicht die eigentlichen Kolben - sonst würde in diesem Moment ja auch das Öl auslaufen.


...und zweitens verstehe ich nicht welche umstände dafür verantwortlich sind
dass die beiden kolben sich in der regel doch etwa gleich weit zurückziehen
Das sind ja alles miteinander verbundene Röhren. Der Druck ist im gesamten System gleichmässig verteilt - also bewegen sich auch beide Kolben in der Bremszange mehr oder weniger gleichmässig.

coopera
22.11.2018, 08:13
was ich nicht verstehe ist

welche kraft dafür verantwortlich ist
dass die kolben sich wieder in den bremssattel zurück bewegen
wenn sie zu weit rausgedrückt werden fallen sie ja einfach runter
und hängen nicht an einer irgendeiner feder oder sonstwas
ist das der luftdruck der sie wieder reindrückt?

und zweitens verstehe ich nicht welche umstände dafür verantwortlich sind
dass die beiden kolben sich in der regel doch etwa gleich weit zurückziehen

Ja wenn du oben am bremsgeber drückt presst du eine flüssigkeit in einer leitung in einen bremssattel der an 2 stellen offen ist, da der druck den kleinsten wiederstand sucht drückt er die kolben raus...

wenn du am bremsgeber wieder auslässt zieht er die flüssigkeit wieder nach oben und zieht die zolben wieder rein

die feder zwischen den bresmsbelägen pressen die beläge auf diekolben (magura hat das zb magnetisch ohne feder)


gleich weit ziehen sich beläge nur dann zusammen wenn sie den gleichen wiederstand haben, wenn einer verdreckt ist und mehr reibung hat zieht sich einfach der andere rein...

Voreifelradler
22.11.2018, 08:22
Die Belagnachstellung funktioniert m.M.n. gerastert und arbeitet sich je nach Belagverschleiß weiter nach innen bzw. nach außen.

thigh
22.11.2018, 08:54
Das ist m. E. das wesentliche Problem bei der Nutzung von Scheibenbremsen im RENNsport. Einfach so Laufrad tauschen geht nicht.


Vielleicht zählt CX für dich nicht als Rennsport, aber ich und viele andere wechseln problemlos Laufräder. Da ich Laufradsätze mit verschd. Naben verwende, habe ich diese einmal angepasst. Seitdem hab ich nie wieder einen Sattel zentriert.
Wenn durch Sand und Matsch mal was schleift, hört das ziemlich schnell wieder von alleine auf.

Nach dem Lesen diverser Threads hier, hatte ich echt Bedenken mir ein Rad mit Scheibenbremse anzuschaffen. Mittlerweile glaub ich, dass die meisten Probleme hausgemacht sind, weil die Leute einfach unnötigerweise viel zu oft an der Bremse rumfummeln.

usr
22.11.2018, 09:23
Das sind ja alles miteinander verbundene Röhren. Der Druck ist im gesamten System gleichmässig verteilt - also bewegen sich auch beide Kolben in der Bremszange mehr oder weniger gleichmässig.

Beim schließen wird die Symmetrie durch das ankommen an der Scheibe sichergestellt. Falls doch mal einer der Kolben etwas schwergängiger ist als der andere setzt er sich spätestens dann in Bewegung, wenn der andere gehen die Scheibe stößt. Für die Bremswirkung ist es sowieso egal ob der Leerweg gleichzeitig oder nacheinander überwunden wurde. Beim Öffnen aber basiert die Symmetrie auf dem Prinzip Hoffnung, wenn nicht mit Federn, Magneten o.ä. nachgeholfen wird. Ideal wäre sicherlich eine Art Endanschlag in öffnender Richtung, aber der müsste irgendwie mit der Verschleißnachstellung mitgeführt werden.

Take5
22.11.2018, 10:33
Was ist wenn man wie wir gewohnt sind, häufig die Laufräder wecheln muss. Für oder gar im Wettkampf. Jedes mal den Sattel neu zur Scheibe zentrieren wenn nicht alles huntertprozentig passt?


Die meisten Naben haben gerollte Gewinde und keine geschnittenen was dazu führt, dass je nach Stand der Achse der Winkel leicht anders ist im geklemmten Zustand, da die gerollten Gewinde ungenau sind. Ich wunderte mich immer warum die Bremse am MTB nach dem Ein- und Ausbau des Laufrades auf einmal geschliefen hat, bis mich German Möhren darauf aufmerksam machte. Jetzt drehe ich immer die Achse bis es passt, was meist bedeutet 3x Mal das Laufrad auf und zu machen zu müssen bis die richtige Stellung gefunden ist.

Schlammpaddler
22.11.2018, 11:08
Die Belagnachstellung funktioniert m.M.n. gerastert und arbeitet sich je nach Belagverschleiß weiter nach innen bzw. nach außen.
Nein, da ist nix gerastert. Die Funktion der Belagsnachstellung erfolgt durch sog. Quadringe. Die Funktion ist hier ganz gut beschrieben (ebenso wie diverse andere interesante Dinge, die immer wieder aufkommen):
https://trickstuff.de/know-how/ --> "automatische Belagnachstellung"

knartzt
22.11.2018, 11:53
Richtig, die Rückstellung der Kolben ebenfalls.

Schlammpaddler
22.11.2018, 12:10
Klar, das ist ja praktisch in der selben Funktion vereint.

derDim
22.11.2018, 15:22
Wird der Bremsgriff gelöst, kehrt der Geberkolben im Griff in seine Ausgangslage zurück. Dabei wird gleichzeitig das Öl aus den Nehmerkolben der Bremszange gesogen. Sowas wie ein Vakuum entsteht dabei nicht, denn die Bremsflüssigkeit/Öl ist ja nicht komprimierbar.

du meinst vermutlich das öl ist nicht ausdehnbar
und ein vakuum entsteht nicht weil der luftdruck die kolben reindrückt

die federn an den bremsbelägen werden dabei auch helfen


die feder zwischen den bresmsbelägen pressen die beläge auf diekolben (magura hat das zb magnetisch ohne feder)

gleich weit ziehen sich beläge nur dann zusammen wenn sie den gleichen wiederstand haben, wenn einer verdreckt ist und mehr reibung hat zieht sich einfach der andere rein...

bedeutet also das sich die kolben nicht gleich weit zurückziehen

die feder an den belägen ist da auch keine hilfe
weil sie schwimmend gelagert ist
und die beläge zumindest bei abgefahrenen belägen nicht bis ganz nach außen bewegen


Das sind ja alles miteinander verbundene Röhren. Der Druck ist im gesamten System gleichmässig verteilt - also bewegen sich auch beide Kolben in der Bremszange mehr oder weniger gleichmässig.

mehr oder weniger gleichmäßig = ungleichmäßig

also irgendeinen mechanismus muss es da noch geben
weil meistens funktionierts ja auch ganz gut

marvin
22.11.2018, 15:29
du meinst vermutlich das öl ist nicht ausdehnbar...
Flüssigkeiten sind nicht komprimierbar, folglich auch nicht "ausdehnbar".
Jeder Ölfluss am einen Ende der Leitung führt unmittelbar zu einem identischen Ölfluss am anderen Ende der Leitung.


...und ein vakuum entsteht nicht weil der luftdruck die kolben reindrückt...
Welcher Luftdruck? Der atmosphärische??
Der hat damit nüscht zu tun.


...die federn an den bremsbelägen werden dabei auch helfen
Nein. Für die Bewegung der Kolben und damit der Beläge sind keine Federn zuständig. Weder in die eine noch in die andere Richtung. Es ist ein rein hydraulisches System.

skimaniac 66
22.11.2018, 16:00
Flüssigkeiten sind nicht komprimierbar, folglich auch nicht "ausdehnbar".

Flüssigkeiten sind sehr wohl komprimierbar. So hat z.B. Öl ein Kompressionsmodul von 1-1.6 GPa und von Methanol 0.823 GPa.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kompressionsmodul#Kompressibilit%C3%A4t

LanceArm
22.11.2018, 16:04
Flüssigkeiten sind sehr wohl komprimierbar. So hat z.B. Öl ein Kompressionsmodul von 1-1.6 GPa und von Methanol 0.823 GPa.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kompressionsmodul#Kompressibilit%C3%A4t

Dass man hier immer auf solchen Kleinigkeiten rumreiten muss...

1 GPa sind 10.000 bar.
Im Auto hat man mit Bremskraftverstärker ~ 200 bar (maximal).
Am Rad ist es noch viel weniger.

Die Bremsflüssigkeit ist quasiinkompressibel.

skimaniac 66
22.11.2018, 16:23
Da gebe ich dir recht. In der Praxis hat das eine kleine Bedeutung (wobei, was sind denn so die Drücke in einer Bremsleitung? Habe keine Ahnung. Werden wohl <10 Bar sein, oder?)

LanceArm
22.11.2018, 16:35
Ich tippe auf etwas ähnliches. Könnte man über die Handkraft, den Hebel und die Zylinderfläche auch ausrechnen.

Blechroller67
22.11.2018, 17:42
o. t.


Vielleicht zählt CX für dich nicht als Rennsport, aber ich und viele andere wechseln problemlos Laufräder. Da ich Laufradsätze mit verschd. Naben verwende, habe ich diese einmal angepasst. Seitdem hab ich nie wieder einen Sattel zentriert.
Wenn durch Sand und Matsch mal was schleift, hört das ziemlich schnell wieder von alleine auf.

Nach dem Lesen diverser Threads hier, hatte ich echt Bedenken mir ein Rad mit Scheibenbremse anzuschaffen. Mittlerweile glaub ich, dass die meisten Probleme hausgemacht sind, weil die Leute einfach unnötigerweise viel zu oft an der Bremse rumfummeln.

Da hast du mich falsch verstanden oder ich mich nicht sauber ausgedrückt. Ich habe meine Laufradsätze auch so ausdistanziert, dass ich ohne Verstellen des Bremssattels durchtauschen kann. Das geht natürlich auch im CX, aber bei (Profi-)Straßenrennen wird es zum Problem, da -mindestens- der neutrale Service die Laufräder nicht an sämtliche Räder anpassen kann. Ich stelle mir das schon innerhalb eines Teams mit 7/8 Rädern und Ersatzrädern schwierig vor. Scheibenbremsen im Straßenrennen bedeutet dann halt immer, dass man ein komplettes Ersatzrad oder zumindest ein Rad aus dem eigenen Mannschaftswagen bekommt. Das funktioniert nicht immer.

Luzbert
26.11.2018, 19:41
Ich hatte das aus dem Video auch schon fast alles durch. Auch das Penible Reinigen der Bremszylinder. Es schaft dann auch kurz Abhilfe. Aber bei der nächsten Regenfahrt gehts wieder los.

Ich bin das Thema gestern angegangen und konnte heute himmlische Ruhe genießen.
Sowohl vorne als auch hinten saß jeweils einer der Kolben nahezu fest. Hinten war der Belag sehr ungleichmäßig abgenutzt.
Ich denke, dass die Kombination zu dem Problem geführt hat.
In Summe stelle ich fest, dass ich den Kram wohl einfach nicht gut gewartet habe.

Blechroller67
26.11.2018, 22:53
In Summe stelle ich fest, dass ich den Kram wohl einfach nicht gut gewartet habe.

Ich warte bei den Dingern (fast) nix; nur eine Sache ist mir heilig: Wenn neu Beläge rein kommen, wird VOR(!) dem Zurückdrücken der Kolben der rausstehende Kolbenteil richtig sauber gemacht. Sonst zeiht man den Schmodder unter die Dichtung und dann kann es klemmen.

derDim
27.11.2018, 12:39
Flüssigkeiten sind nicht komprimierbar, folglich auch nicht "ausdehnbar".
Jeder Ölfluss am einen Ende der Leitung führt unmittelbar zu einem identischen Ölfluss am anderen Ende der Leitung.


Welcher Luftdruck? Der atmosphärische??
Der hat damit nüscht zu tun.


Nein. Für die Bewegung der Kolben und damit der Beläge sind keine Federn zuständig. Weder in die eine noch in die andere Richtung. Es ist ein rein hydraulisches System.

https://de.wikipedia.org/wiki/Luftdruck

...auf jedem Quadratmeter der Erdoberfläche (circa 5·108 km2 beziehungsweise 5·1014 m2) lasten also etwa 10.000 kg.

bei einem kolbendurchmesser von 25mm
hat man 500mm² fläche auf die der luftdruck wirkt
500 mm² = 0.0005 m²
10.000*0,0005=5kg

mit einer kraft von ca 50N drückt also der luftdruck die bremskolben rein
aber auch der geberkolben wird vom luftdruck gedrückt
aber seiner fläche entsprechend weniger natürlich
und dadurch ist das system auch im gleichgewicht solange keine äußeren kräfte wirken

wird der bremshebel nach dem betätigen ausgelassen
sorgt eine feder im geberbereich
dass sich der kolben und hebel rausbewegen (wenn der nicht nochmal eine eigene feder besitzt)
dadurch kommt ungleichgewicht ins system und auch der bremskolben zieht sich zurück
wenn die federkraft am hebel ausreicht
um die reibungskräfte in den beiden kolben zu überwinden
und auch um den hebel zu bewegen

wenn das einigermaßen verstanden ist
tut man sich auch bei der wartung leichter

aber das alles beantwortet immer noch nicht die frage
was dafür verantwortlich ist dass sich beide kolben gleich weit zurückziehen

coopera
27.11.2018, 13:32
aber das alles beantwortet immer noch nicht die frage
was dafür verantwortlich ist dass sich beide kolben gleich weit zurückziehen

Ein gleicher Reibwert der Dichtungen

RS1325
27.11.2018, 14:20
https://www.youtube.com/watch?v=Tp-6qfuCp4s

a x e l
27.11.2018, 19:36
Galilei hat auch gegen fest fundamentierten Glauben anders lautende Entdeckungen gemacht und Recht gehabt.

Ich denke aber, dass sich der Kollege aus dem Video in Bezug auf die Quadringe täuscht. Das System ist im Gegensatz zu dem Beispiel mit den beiden Spritzen nicht immer geschlossen. Sobald sich die Beläge einlaufen, muss Bremsflüssigkeit aus dem Reservoir des Geberzylinders nachströmen können, sonst würde der Leerweg am Hebel mit dem Belagverschleiss stetig anwachsen.

Kann mal jemand aus dem Geberzylinder seiner Scheibenbremse die Feder ausbauen und prüfen, ob die Kolben trotzdem
minimal zurückgehen oder eben nicht, wenn man den Hebel loslässt?:D Schonmal danke vorab!

RS1325
27.11.2018, 19:48
Kann mal jemand aus dem Geberzylinder seiner Scheibenbremse die Feder ausbauen und prüfen, ob die Kolben trotzdem
minimal zurückgehen oder eben nicht, wenn man den Hebel loslässt?:D Schonmal danke vorab!

Dafür den STI zerlegen ? Das Kamel musst Du erst mal finden.....:D

a x e l
27.11.2018, 22:01
Dafür den STI zerlegen ? Das Kamel musst Du erst mal finden.....:D

Muss kein STI sein, eine Bremse vom MTB wäre ähnlich aufgebaut......:D
Komm schon, du hast das Video geschickt, jetzt steh dazu, einen Beitrag zur Aufklärung zu leisten.
Für die Wissenschaft muss man Opfer bringen.

Sollte dich die katholische Kirche dissen, verspreche ich dir auch die volle Unterstützung meinerseits,
dass es nicht 400 Jahre dauert wie bei Galilei, bis die den Fehler zugeben...