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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kurzzeitiger Totalausfall hydraulische Shimano Disc - Profis gefragt



FreshAirJunkie
27.11.2018, 22:37
Moin,

Gestern und heute hatte ich jeweils 1 x einen kurzzeitigen Ausfall der Shimano 505er Scheibenbremse vorn am Commuter.

Leider hatte ich beide Male den Singletrailer mit Prinzessin dranhängen.

Aus dem nichts hat der Hebel ins Leere gegriffen, bis zum Lenker. Dann 3 oder 4 mal am Hebel gepumpt, der baute Druck auf und alles wieder tutti.

Das war sehr unangenehm und ist aber zum Glück gut gegangen.

Aber was könnte der Grund gewesen sein?
Wenn Sie nicht korrekt entlüftet wäre, dann hätte ich ja nie guten Druck im System.

Danke für's nachdenken

Marco Gios
27.11.2018, 23:12
Doch, da ist Luft drin. Durch das Pumpen wird die dann so im System "umverteilt"*, dass es wieder funktioniert.

*Das kann irgendjemand sicher besser erklären.

Mikasa
27.11.2018, 23:19
ich hatte mal ähnliches Phänomen mit einem defekten Bremszylinder. Entlüften hatte nur kurzfristig was gebracht. Eine Undichtigkeit am Bremskolben führte zu einer Undichtigkeit bei einer Fahrt bei niedrigen Außentemperaturen. Mehrfaches Bremsen\Pumpen scheint wohl den Kolben zu erwärmen und auszudehnen, so dass das System wieder dicht war, so meine Theorie :D
Hat mich einige Nerven gekostet.... :ü

FreshAirJunkie
28.11.2018, 07:17
ich hatte mal ähnliches Phänomen mit einem defekten Bremszylinder. Entlüften hatte nur kurzfristig was gebracht. Eine Undichtigkeit am Bremskolben führte zu einer Undichtigkeit bei einer Fahrt bei niedrigen Außentemperaturen. Mehrfaches Bremsen\Pumpen scheint wohl den Kolben zu erwärmen und auszudehnen, so dass das System wieder dicht war, so meine Theorie :D
Hat mich einige Nerven gekostet.... :ü

Interessant.

Lösung war ein neuer Bremskörpern?

Voreifelradler
28.11.2018, 07:26
Interessant.

Lösung war ein neuer Bremskörpern?

Mach doch mal langsam.
Wann hast Du denn das letzte Mal die Leitung entlüftet?

tom114010
28.11.2018, 08:10
Sorry für Grätsche...
Bisher waren bei den Rädern, die zu mir in den Keller kamen und "Bremse entlüften" auf dem Programm hatten in den allermeisten Fällen:
Beläge weit unter Verschleissgrenze

Entlüften war dann nur in ganz wenigen Fällen wirklich notwendig.

Also Frage:
Belagverschleiss?
Die Shimanos fahren sich ja relativ schnell ab, daher muss man doch öfter mal schauen. D
Die "Mindeststärke" hab ich grad nicht im Kopf, sollte aber nicht unterschritten werden, sonst bremsts hal nicht...

derluebarser
28.11.2018, 08:15
Sorry für Grätsche...
Bisher waren bei den Rädern, die zu mir in den Keller kamen und "Bremse entlüften" auf dem Programm hatten in den allermeisten Fällen:
Beläge weit unter Verschleissgrenze

Entlüften war dann nur in ganz wenigen Fällen wirklich notwendig.

Also Frage:
Belagverschleiss?
Die Shimanos fahren sich ja relativ schnell ab, daher muss man doch öfter mal schauen. D
Die "Mindeststärke" hab ich grad nicht im Kopf, sollte aber nicht unterschritten werden, sonst bremsts hal nicht...

machen sich abgefahrene Beläge nicht eher durch quietschende Geräusche, als durch Totalausfall, bemerkbar???

Voreifelradler
28.11.2018, 08:19
Auf jeden Fall machen die sich nicht durch Pumpen bemerkbar, aber der TE will wohl eher einen neuen Bremssattel kaufen, anstatt auf das Thema entlüften einzugehen.

Flämischer Löwe
28.11.2018, 08:23
Luft im System ist hier auf jeden Fall die wahrscheinlichste Ursache für die Probleme. Mit Entlüften würde ich zunächst mal beginnen. Wenn das keine Lösung bringt kann man immer noch weitere Ursachenforschung betreiben und mehr Geld in die Hand nehmen.

Kathrin
28.11.2018, 08:28
und der kontrollierende Blick auf die Beläge kostet auch nicht viel Zeit.

Sigi Sommer
28.11.2018, 08:40
Auf jeden Fall machen die sich nicht durch Pumpen bemerkbar, aber der TE will wohl eher einen neuen Bremssattel kaufen, anstatt auf das Thema entlüften einzugehen.

War in einem ähnlichen Faden von mir auch der Fall, ich ließ mich eines besseren belehren. Habe mir für wenige Euro ein Entlüftungsset besorgt und das zum ersten Mal gemacht - klappte sofort. Gibt viele gute YouTube Tutorials ...

tom114010
28.11.2018, 08:40
machen sich abgefahrene Beläge nicht eher durch quietschende Geräusche, als durch Totalausfall, bemerkbar???

eindeutig jein..
Oder wie es beim berühmten Radio heisst: im Prinzip ja
Ich lade später Bilder hoch, die ich vom letzten Patienten machte.
Man musste pumpen, um überhaupt Bremsen zu können, manchmal gings halt gar nicht.

Fehlerursachen kanns ja einige haben, ich gehe hier immer nach Standart vor:
Beläge noch brauchbar?
Scheibe verschlissen (selten)?
Luft im System?
Undichtigkeiten?
Entlüften notwendig?

Meistens: nach ersten Punkt schon alles geritzt.
Also an den TE:
Belagverschleiss? (Messen besser als "schätzen")

Marin
28.11.2018, 09:12
Eindeutig Luft.

Unbedingt entlüften. Wenn der Druckpunkt nachher wieder wandert ist das System wo undicht.

FreshAirJunkie
28.11.2018, 09:24
Auf jeden Fall machen die sich nicht durch Pumpen bemerkbar, aber der TE will wohl eher einen neuen Bremssattel kaufen, anstatt auf das Thema entlüften einzugehen.

An der Bremse hatte ich schon mit Luftproblemen zu kämpfen. Habe auch versucht sie zu entlüften bzw. komplett neu befüllt. Aber das hatte irgendwie nicht den gewünschten Erfolg. Dann habe ich die Kiste zu meinem FÄHIGEN Radladen des vertrauens gegeben. Die haben auch noch mal entlüftet, wohl besser als ich es gemacht habe. Danach ´war es dann auch irgendwie ok, zumindest für 8 - 12 Wochen, bis das Problem jetzt auftrat.

Beläge hatte ich in dem Zusammenhang auch neu gemacht.


Bei mir ist es ja auch so, dass ich einen guten Druckpunkt habe und *zack* die nächste Bremsung später geht voll ins Leere.

Ist halt mit Kind hinten dran etwas beschi55en

mgabri
28.11.2018, 09:28
und der kontrollierende Blick auf die Beläge kostet auch nicht viel Zeit.

Naja, runtergefahrene Beläge regenerieren sich nicht.

Voreifelradler
28.11.2018, 09:33
An der Bremse hatte ich schon mit Luftproblemen zu kämpfen. Habe auch versucht sie zu entlüften bzw. komplett neu befüllt. Aber das hatte irgendwie nicht den gewünschten Erfolg. Dann habe ich die Kiste zu meinem FÄHIGEN Radladen des vertrauens gegeben. Die haben auch noch mal entlüftet, wohl besser als ich es gemacht habe. Danach ´war es dann auch irgendwie ok, zumindest für 8 - 12 Wochen, bis das Problem jetzt auftrat.

Beläge hatte ich in dem Zusammenhang auch neu gemacht.


Bei mir ist es ja auch so, dass ich einen guten Druckpunkt habe und *zack* die nächste Bremsung später geht voll ins Leere.

Ist halt mit Kind hinten dran etwas beschi55en

Das hättest du besser vorher mal geschrieben.

FreshAirJunkie
28.11.2018, 09:38
Moin,


Wenn Sie nicht korrekt entlüftet wäre, dann hätte ich ja nie guten Druck im System.

Danke für's nachdenken

Entschuldige bitte!

Ich dachte, dass das ausgereicht hätte.

slongslong
28.11.2018, 09:48
Wahrscheinlich ist noch Luft im Ausgleichsbehälter. Die macht sich erst mal nicht unbedingt bemerkbar. Wenn die Beläge aber z.B. stärker abgefahren sind, dann gelangt sie in den Hochdruckbereich.
Also am besten nochmal penibel entlüften.

tom114010
28.11.2018, 10:52
An der Bremse hatte ich schon mit Luftproblemen zu kämpfen. Habe auch versucht sie zu entlüften bzw. komplett neu befüllt. Aber das hatte irgendwie nicht den gewünschten Erfolg. Dann habe ich die Kiste zu meinem FÄHIGEN Radladen des vertrauens gegeben. Die haben auch noch mal entlüftet, wohl besser als ich es gemacht habe. Danach ´war es dann auch irgendwie ok, zumindest für 8 - 12 Wochen, bis das Problem jetzt auftrat.
Beläge hatte ich in dem Zusammenhang auch neu gemacht.
Bei mir ist es ja auch so, dass ich einen guten Druckpunkt habe und *zack* die nächste Bremsung später geht voll ins Leere.
Ist halt mit Kind hinten dran etwas beschi55en

--> dann passts ja

Fehlerursachen kanns ja einige haben, ich gehe hier immer nach Standart vor:
Beläge noch brauchbar?
Scheibe verschlissen (selten)?
Luft im System?
Undichtigkeiten?
Entlüften notwendig?

--> Bremssystem? --> anfällig? --> Tausch? --> Garantie?
Offene Fragen ...

Schlammpaddler
28.11.2018, 11:16
Wahrscheinlich ist noch Luft im Ausgleichsbehälter. Die macht sich erst mal nicht unbedingt bemerkbar. Wenn die Beläge aber z.B. stärker abgefahren sind, dann gelangt sie in den Hochdruckbereich.
Also am besten nochmal penibel entlüften.
War auch mein erster Gedanke.
Die Ausgleichsbehälter sind je nach Modell nicht unbedingt großzügig dimensioniert. Bei zu weit abgenutzen Belägen ist da nicht mehr viel Öl im Behälter. Wenn jetzt noch etwas Luft drin ist, gelangt sie unter Umständen in den Geber.

Nehmerkolben reinigen und mobilisieren ist auch immer wieder erstaunlich hilfreich. Wenn der Kolben zu weit zurückgezogen wird, reicht ein Zug am Hebel nicht, um die Nehmerkolben komplett auszufahren. Erst mit nachpumpen kommen die Kolben weit genug raus. Warum das dann aber mal geht und mal nicht ... ???

rbm
29.11.2018, 05:48
Komischerweise hatte ich gestern das gleiche Problem an meinem Stevens Crosser mit der Rs505.
Das Rad ist vom Juni 2018 und machte bis dato keine Probleme. Gestern Abend wollten wir mit mehreren Leuten noch eine Runde drehen, habe jemanden abholen wollen und bin dem voll in die Gartenpforte gerauscht,weil mein Hinterradbremshebel plötzlich ins Leere griff. Ist dann ein komisches Gefühl weiter zu fahren.....Der Hebel ließ sich noch 2-3 x kurz danach ohne Widerstand drücken und dann war wieder alles gut.
Undicht ist nichts, Beläge sind auch noch top. Druckpunkt auch unverändert so wie immer. Die Außentemperatur lag bei -3 Grad.

Werde mal versuchen die Bremse zu entlüften und dann weiter schauen.... Für andersweitige Ratschläge bin ich offen....

FreshAirJunkie
29.11.2018, 09:09
:krabben:

cadoham
29.11.2018, 10:08
Werde mal versuchen die Bremse zu entlüften und dann weiter schauen.... Für andersweitige Ratschläge bin ich offen....

Es kann von deiner Beschreibung ausgehend nur Luft im System sein,
denn diese zieht sich bei Kälte zusammen und so fehlt dir quasi "Volumen" in der Leitung,
wodurch der Druckpunkt stark beeinflusst wird.

Das "Pumpen" am Bremshebel, hat letztlich die Luft zum Ausgleichsbehälter befördert,
wodurch das Bremssystem erstmal wieder funktioniert.
Die Luft ist aber immer noch da.

Wenn der Mechaniker beim Befüllen und Entlüften von hydrl. Scheibenbremsen nicht
ordentlich und gewissenhaft arbeitet, rächt sich das leider schnell.

Hier lohnt es sich 10min mehr Zeit zu investieren,
statt sich später mit solchen Problemen rumschlagen zu müssen.

UK_Uli
29.11.2018, 11:43
beim Auto ist mir so was mal passiert da war dann der Hauptbremszylinder defekt.. ein paar mal pumpen und dann baute sich wieder Druck auf.

FTP-1000
29.11.2018, 12:21
Für mich klingt das nach Luft im System. Wenn nirgendwo Öl austritt, war es bereits im System. Je nach Verlegung der Bremsleitung kann sich an ungünstigen Stellen oder "Ecken" Luft sammeln, oder auch bereits im Ausgleichsbehälter sein. Und wenn dann das Rad mal mit dem Vorderrad nach unten an die Decke gehängt oder auch auf den Boden gelegt wird lösen sich die Bläschen und dann tritt der von Dir beschriebene Effekt auf.
Deshalb soll man laut Shimano beim Entlüften die Position des Schalt/Bremsgriff mehrmals verändern. Ich schwenke auch meistens das Rad hin und her. Alleine wenn man schon den leicht gefüllten Entlüftungsbehälter auf den Bremsgriff schraubt und ein zwei mal den Griff zieht blubbert es raus. Beim Entlüften lohnt es sich sehr sorgfältig zu arbeiten.
Grüße

Blechroller67
29.11.2018, 14:38
So ganz verstehe ich das mit der Luft im System nicht.
OK, Luft aus dem Ausgleichsbehälter, die bei Kopfüberlagerung in die Leitung steigt, leuchtet mir noch ein. Aber wenn irgendwo zwischen Bremssattel und Bremsgriff noch eine solche Menge Luft im System/der Leitung ist, dass der Griff ins Leere gehen kann, sollte m. E. schon vorher kein ordentlicher Druckpunkt vorhanden gewesen sein. Der Druck auf den Bremsgriff setzt das ganze System unter Druck, und wenn da Luft drin ist, kann sich m. E. kein ordentlicher Druckpunkt ergeben. Wo soll sich denn die Luft "verstecken", die im System ist, aber bei Druck nicht komprimiert wird?

Selbst bei meinem Moped mit 4711 Ecken und Verteilungen zwischen einem Bremshebel, der zwei Bremszangen bedient und dem Leistungsgedöns bis zum ABS-Modul finden sich keine Ecken, in denen sich die Luft so verstecken kann, dass "plötzlich" kein Druck mehr aufgebaut werden kann. Entweder es baut sich nach dem Entlüften ein Druck(punkt) auf oder eben nicht.

FreshAirJunkie
29.11.2018, 16:12
Wenn Sie nicht korrekt entlüftet wäre, dann hätte ich ja nie guten Druck im System.




So ganz verstehe ich das mit der Luft im System nicht.
OK, Luft aus dem Ausgleichsbehälter, die bei Kopfüberlagerung in die Leitung steigt, leuchtet mir noch ein. Aber wenn irgendwo zwischen Bremssattel und Bremsgriff noch eine solche Menge Luft im System/der Leitung ist, dass der Griff ins Leere gehen kann, sollte m. E. schon vorher kein ordentlicher Druckpunkt vorhanden gewesen sein. Der Druck auf den Bremsgriff setzt das ganze System unter Druck, und wenn da Luft drin ist, kann sich m. E. kein ordentlicher Druckpunkt ergeben. Wo soll sich denn die Luft "verstecken", die im System ist, aber bei Druck nicht komprimiert wird?

Selbst bei meinem Moped mit 4711 Ecken und Verteilungen zwischen einem Bremshebel, der zwei Bremszangen bedient und dem Leistungsgedöns bis zum ABS-Modul finden sich keine Ecken, in denen sich die Luft so verstecken kann, dass "plötzlich" kein Druck mehr aufgebaut werden kann. Entweder es baut sich nach dem Entlüften ein Druck(punkt) auf oder eben nicht.

Meine Meinung... Aber ich bin auch leider fern von allwissend.

3RAUM
30.11.2018, 12:13
Habe den Effekt bei meinen hängenden Rädern. Runternehmen aufspringen losfahren und habe manchmal keinen Druckpunkt. Dann schnell Pumpen und es geht wieder. Magura ist wg. kleinenem AGB sensibler als die Shimanos. Dann fehlt Öl im Geberzylinder was einfach durch die hängende Lagerung in den AGB gewandert ist. Umso mehr die Beläge/ Scheibe runter sind, umso intensiver wird der Effekt. Irgendwo muß das Öl für die Belagnachstellung ja herkommen.
Passiert aber nur wenn die Räder wirklich lange gehangen + falsch rum (muss aber da zuviele Räder und zu wenig Platz) haben. Aber vor Fahrtantritt mal mal beide Bremsen ziehen sollte bei der Hydrodisc machbar sein. Dann tut das auch.

Wenn die Bremse ordentlich entlüftet ist, das System dicht (scheint so ansonsten würde man ja auch den Brems/ Druckpunkt nicht wiederfinden, außerdem wäre der AGB schnell leer und dann sowieso alles aus), und es kommt trotzdem zum spontan Ausfall, kann der Geberkolben zum AGB undicht sein --> neuer Geber.
Am Nehmer kann eigentlich nicht viel sein. Entweder ist der dicht oder man findet schon irgendwo Ölaustritt. Was aber auch nie zum spontan Ausfall führt, ansonsten Öl überall. Also Sattel tauscht man ganz zum Schluß. Außerdem kann man einen Bremssattel gut zerlegen, der besteht nur aus einer handvoll Teile und ist absolut low-tech.
Das ein Geber mal nicht sauber zum AGB zumacht, kann schon vorkommen (Dichtung hin, falsches Öl, Dreck im Öl etc.)

FreshAirJunkie
01.12.2018, 22:30
Habe den Effekt bei meinen hängenden Rädern. Runternehmen aufspringen losfahren und habe manchmal keinen Druckpunkt. Dann schnell Pumpen und es geht wieder. Magura ist wg. kleinenem AGB sensibler als die Shimanos. Dann fehlt Öl im Geberzylinder was einfach durch die hängende Lagerung in den AGB gewandert ist. Umso mehr die Beläge/ Scheibe runter sind, umso intensiver wird der Effekt. Irgendwo muß das Öl für die Belagnachstellung ja herkommen.
Passiert aber nur wenn die Räder wirklich lange gehangen + falsch rum (muss aber da zuviele Räder und zu wenig Platz) haben. Aber vor Fahrtantritt mal mal beide Bremsen ziehen sollte bei der Hydrodisc machbar sein. Dann tut das auch.


Bei mir geht es um das Stadtrad. Das wir täglich mind. 2 x gefahren und bebremst.

3RAUM
03.12.2018, 08:59
MTB oder RR-Geber?
Da Du ja schon mehrfach (auch von fachkundiger Hand) entlüftet hast, nirgendwo Öl austritt, hat der Geber wohl eine Macke. Du kannst die Teile ziemlich weit zerlegen. Dafür brauchts aber ein bißchen Geschick. Habe das bei MTB-Gebern schon gemacht (aus 2 mach 1) und das Ding läuft immernoch. Allerdings kostet ein neuer Geber nicht die Welt und Pfusch bei der Bremse kann böse enden.

rbm
03.12.2018, 22:25
So, ich habe meine Rs505 Hinterrad Bremse heute auch mal entlüftet. Ob nun Luft drinne war, konnte man so nicht erkennen, ein, zwei Bläßchen waren im Trichter. Druckpunkt war fest und okay. Schauen wir mal, so einen kurzzeitigen Totalausfall brauche ich nicht unbedingt nochmal.

simosta
20.01.2019, 21:15
Wurde das mittlerweile eigentlich aufgeklärt woran es lag?

lotusbleu
20.01.2019, 22:01
Wurde das mittlerweile eigentlich aufgeklärt woran es lag?

Das würde mich auch Interessieren.

Neulich waren bei einer Scheibenbremse (Magura MT4) die Belege runter, der Druckpunkt ohne Tadel. Hinten muss ich ab und zu pumpen, da werde ich mal schauen wie es sich entwickelt.

Mathman
21.01.2019, 08:07
Dampfblasenbildung

FreshAirJunkie
21.01.2019, 15:00
Bei mir ist das Problem leider bisher nicht gelöst, jedoch auch vorn nicht wieder aufgetreten.

Dafür vorgestern aber hinten(!!) also die Bremse, die völlig unauffällig war.

Ein Kollege berichtete, dass er heute morgen das gleiche hatte, an seiner neuen Ultegra Hydro-Bremsanlage, allerdings auch bei -10°

simosta
21.01.2019, 15:35
Bei mir ist das Problem leider bisher nicht gelöst, jedoch auch vorn nicht wieder aufgetreten.

Dafür vorgestern aber hinten(!!) also die Bremse, die völlig unauffällig war.

Ein Kollege berichtete, dass er heute morgen das gleiche hatte, an seiner neuen Ultegra Hydro-Bremsanlage, allerdings auch bei -10°

Danke für die Info. Ich hatte das Phänomen nämlich gestern auch an beiden (!) ST-R8070 gleichzeitig. War auch kalt.

Herr Sondermann
21.01.2019, 15:57
:eek: Ach herrje...klingt ja nicht sehr vertrauenserwckend. :(

rbm
23.01.2019, 17:10
Bei mir heute auch wieder, bei minus 5 Grad. Wir wollten Trainingsrunden für nen Crosser Wettkampf am Wochenende drehen, ging gar nicht. Hinterradbremshebel ließ sich Sporadisch voll oft, immer bis zum Lenker durchziehen ohne Bremswirkung.Absolut gefährlich. Bring das Rad noch heute zum Händler so das sein Mechaniker mal schaut. Ansonsten muß ich das MTB am WE nehmen.

simosta
23.01.2019, 17:36
Bei mir heute auch wieder, bei minus 5 Grad. Wir wollten Trainingsrunden für nen Crosser Wettkampf am Wochenende drehen, ging gar nicht. Hinterradbremshebel ließ sich Sporadisch voll oft, immer bis zum Lenker durchziehen ohne Bremswirkung.Absolut gefährlich. Bring das Rad noch heute zum Händler so das sein Mechaniker mal schaut. Ansonsten muß ich das MTB am WE nehmen.
Bei welcher Bremse und welchem Hebel kam das vor?

simosta
23.01.2019, 17:37
Zwei linke Hände habe ich nicht und mache eigentlich alles selbst am Rad.
Jetzt ist das Rad aber beim Mechaniker und ich bin gespannt, wie es danach ist. Vielleicht habe ich die Entlüftung einfach nicht gut gemacht. Komisch ist es schon, weil ich ja monatelang gut damit unterwegs war.

Herr Sondermann
23.01.2019, 17:41
Jenseits von aller Polemik und "Brauch ich am Rennrad nicht"-Diskussion und definitiv ohne Schadenfreude (plane ja selber irgendwann den Kauf eines Gravel mit hydr. Disc...):

Das sind aber schon krasse Nummern, die sich da abzeichnen. Totalausfall aus dem Nichts ist ja völlig indiskutabel.
Hoffe echt, dass sich herausstellt, dass handwerkliche Ursachen die Gründe sind. :ü

Boniperti
23.01.2019, 17:43
googelt mal "XT Druckpunkt wandert"...

Mifri
23.01.2019, 17:56
Zumindest kann ich berichten, dass die Sram Etap HRD bei -7 Grad über 2 Std. einwandfrei funktioniert.

Boniperti
23.01.2019, 18:00
Zumindest kann ich berichten, dass die Sram Etap HRD bei -7 Grad über 2 Std. einwandfrei funktioniert.

#Fake News

http://sramroadhydraulicbrakerecall.com/de/category/aktuelles/

Mifri
23.01.2019, 18:12
#Fake News

http://sramroadhydraulicbrakerecall.com/de/category/aktuelles/

Und was soll das jetzt? Guck mal auf das Datum (2015). Ich rede von der aktuellen Etap HRD und die bin ich im letzten Winter auch schon problemlos gefahren.

Sram hatte damals nachgebessert.

Nun hat Shimano eventuell ein ähnliches Problem, obwohl ich mit der sagen wir "ur" Variante (XTR Bremsen und ungebundenen DI2 STI) auch nie Probleme hatte.

simosta
23.01.2019, 18:14
Hoffe echt, dass sich herausstellt, dass handwerkliche Ursachen die Gründe sind. :ü

Auf der einen Seite hoffe ich das auch. Auf der anderen Seite will ich mir das nicht eingestehen:D.

So ganz aus dem nichts kam es bei mir nicht. Es hat sich angekündigt und wurde während des Rennens schlimmer. Habs dann irgendwann aufgegeben und bin gemütlich nach Hause gerollt. Die Bremsen waren aber mit viel Pumperei immer beherrschbar.


Ich werde berichten was der Mechaniker gesagt hat.

Blechroller67
23.01.2019, 18:42
Ich werde berichten was der Mechaniker gesagt hat.

Na hoffentlich schraubt der im Kühlhaus:D

Theorie: Wg. Kälte gesunkener Ölpegel und damit Luft im Reservoir? Öl bei Kälte zu dünnflüssig (da dürfte sich dann aber eher der Hebel nicht oder schwer betätigen lassen).

Boniperti
23.01.2019, 18:53
Und was soll das jetzt? Guck mal auf das Datum (2015). Ich rede von der aktuellen Etap HRD und die bin ich im letzten Winter auch schon problemlos gefahren.

Sram hatte damals nachgebessert.

Nun hat Shimano eventuell ein ähnliches Problem, obwohl ich mit der sagen wir "ur" Variante (XTR Bremsen und ungebundenen DI2 STI) auch nie Probleme hatte.

Warum bringst du Sram hier zur Sprache? Willst du hier wirklich diskutieren was Sram schon für S###ße verzapft hat? => OFF Topic.

rbm
23.01.2019, 18:54
Bei mir ist es die RS505, Hinterradbremse. Hatte sie Anfang Dezember nochmal entlüftet, Druckpunkt ist nicht gewandert, ein Crossrennen bin ich damit auch ohne Probleme dann gefahren (plus Grad) . Bei den heutigen minus Graden sporadisch dann Durchzug bis zum Lenker und keine Bremswirkung. Rad ist schon bei unserem Händler, schaun wir mal ob er da noch Luft raus bekommt oder sich an Shimano wendet. Von meinem MTB mit XT Bremse kenne ich die Probleme jedenfalls nicht, dort habe ich auch schon die Bremsleitung gekürzt gehabt und entlüftet!

Jim Bob
23.01.2019, 19:16
Für die Statistik: Shimano ST-RS685+BR-RS785, seit 2015 im Ganzjahresbetrieb incl. Urlaubsfahrten, noch nie geöffnet bzw. "entlüftet", regelmäßig Sättel gereinigt und Beläge erneuert: 3h bis -10°C ohne Beanstandungen.

JJ.
23.01.2019, 19:32
Öl bei Kälte zu dünnflüssig

Meinst wohl dickflüssig....

aber ich denk nicht, dass da minus paar Grad was ausmacht... Verklumpen (ausflocken) tut es bestimmt erst bei viel tieferen Temperaturen, wenn überhaupt. Ich hab Altöl noch da, könnt es ja mal in den Gefrierschrank legen ;)

Ich kenn das Problem so auch ned... hatte ich zum Glück auch noch nicht. :confused:

lotusbleu
23.01.2019, 19:34
Dampfblasenbildung

Nicht in meinem Fall

Mifri
23.01.2019, 19:38
Warum bringst du Sram hier zur Sprache? Willst du hier wirklich diskutieren was Sram schon für S###ße verzapft hat? => OFF Topic.

Vielleicht weil Sram das Problem nicht hat, genauso wie die älteren von Shimano. Warum sollte man das denn bitte nicht erwähnen. Es wäre ja schön, wenn das Problem bei Shimano zu beheben wäre.

cadoham
23.01.2019, 23:22
Haben 3 Räder (alle selbst aufgebaut) mit Shimano Disc im Haushalt - kein Ausfall auch bei aktuellem Winterwetter.


Alltagsrad 1 (meins)

Abstellort: Garage, ungeheizt (am Arbeitsplatz der Kälte ausgesetzt)
Bremshebel: Shimano Deore M6000
Bremssattel: Shimano 105 BR-R7070
Nutzung: täglicher Arbeitsweg


Alltagsrad 2 (von meiner Frau)

Abstellort: Garage, ungeheizt (am Arbeitsplatz der Kälte ausgesetzt)
Bremshebel: Shimano Deore M6000
Bremssattel: Shimano Metrea BR-U5000
Nutzung: fast täglicher Arbeitsweg


Trainingsrad (RR)

Abstellort: Balkon, der Kälte ausgesetzt
Bremshebel: Shimano Ultegra ST-R8070
Bremssattel: Shimano Ultegra BR-8070
Nutzung: 1-2 Training in der Woche



Wenn es tatsächlich ein Qualitätsproblem geben sollte, muss das benannt werden und der Hersteller
Abhilfe schaffen.
Dann müsste man aber von vielen Ausfällen lesen, denn die Ultegra R8000 Disc ist recht verbreitet
und auch die Schönwetterfahrer haben es derzeit meist trocken, wenn auch kalt.

Nun fehlt einigen Rennradfahreren die Erfahrung und der Umgang bei Wartungs- / Montagearbeiten
bei einer hydrl. Scheibenbremse und wer selbst schon erlebt hat, wie schlampig so mancher Händler
seine Kompletträder an den Kunden weiter gibt, wundert sich nicht, wenn es dann Probleme gibt.

Ich habe 2018 selbst schon ein Canyon aus dem Karton geholt, wo das Mineralöl aus dem
Bremshebel siffte. :ü

Blechroller67
24.01.2019, 00:03
Meinst wohl dickflüssig....



Ja klar:eek:


Ich kenne das Problem auch nicht, aber mein 8000er-Ultegra-Bock steht, wenn nicht benutzt, im Warmen und bisher gab es auch bei deutlich unter Null draußen keine Probleme.

Meine ältere Hydraulik am Sauwetter-Rad steht in der Kälte. Da funktionieren die Dinger auch.

JJ.
24.01.2019, 05:11
-18°C kein Zunahme der Konsistenz, allerhöchstens minimalst. Auch kein Verflocken oder Verklumpen.
Was festzustellen war, eine minimalste Abnahme des Volumens, aber wirklich minimalst.

Bei den Problembremsen würde ich daa System zwei- bis dreimal durchspülen. Dann sauber befüllen und entlüften.

Es sei denn, das Problem liegt an der Technik und nicht am Medium, doch dann sollte es eigentlich immer auftreten und nicht sporatisch. Evtl. den Fehler eingrenzen, z.B. nur wenn's kalt ist und gefroren...

Schlammpaddler
24.01.2019, 08:23
Ich werde berichten was der Mechaniker gesagt hat.
Ich tippe mal auf eine Kombination aus nicht komplett entlüftet und weit abgenutzte Beläge.
Duch den Belagverschleiß ist ein Großteil des Öls im Reservoir aufgebraucht. wenn jetzt etwas Restluft im Behälter ist, gelangt die, je nach Gebermontage in den Geberzylinder. Eventuell war die Bremse sogar korrekt entlüftet, zieht mit der Zeit aber Luft, wenn der Ölpegel sinkt. Wenn durch pumpen die Bremse kurzzeitig funktioniert, sollte definitiv Luft im System sein.

Cyclomaster
24.01.2019, 09:08
Ich tippe mal auf eine Kombination aus nicht komplett entlüftet und weit abgenutzte Beläge.
Duch den Belagverschleiß ist ein Großteil des Öls im Reservoir aufgebraucht. wenn jetzt etwas Restluft im Behälter ist, gelangt die, je nach Gebermontage in den Geberzylinder. Eventuell war die Bremse sogar korrekt entlüftet, zieht mit der Zeit aber Luft, wenn der Ölpegel sinkt. Wenn durch pumpen die Bremse kurzzeitig funktioniert, sollte definitiv Luft im System sein.

Zieht die Bremse im Ausgleichsbehälter nicht immer Luft?

Wie soll sonst das Öl nachfliessen, es würde ja ein Unterdruck entstehen.

Voreifelradler
24.01.2019, 09:12
Jenseits von aller Polemik und "Brauch ich am Rennrad nicht"-Diskussion und definitiv ohne Schadenfreude (plane ja selber irgendwann den Kauf eines Gravel mit hydr. Disc...):

Das sind aber schon krasse Nummern, die sich da abzeichnen. Totalausfall aus dem Nichts ist ja völlig indiskutabel.
Hoffe echt, dass sich herausstellt, dass handwerkliche Ursachen die Gründe sind. :ü

Dir unterstelle ich es ;)

Das ganze erinnert mich an einen Opel, den ich mal hatte und immer wenn es draußen zu heiß war er nicht ansprang. Die Ursache hat niemand gefunden und sie konnte auch nicht nachgestellt werden. Erst nach dem kompletten Tausch des Anlassers waren die Probleme weg.
Sagen wir mal so, es ist uns jetzt ein Fall bekannt geworden hier im Forum, aber viele fahren bei Wind und Wetter mit den Dinger (auch ich) und da hören wir solche Klagen nicht. Natürlich ist das kagge und absolut unbefriedigend für den Besitzer, aber die Dinger sind eigentlich narrensicher und abslout tadellos in Verarbeitung und Funktion.

JJ.
24.01.2019, 09:19
Zieht die Bremse im Ausgleichsbehälter nicht immer Luft?

Wie soll sonst das Öl nachfliessen, es würde ja ein Unterdruck entstehen.

Das System sollte Luftdicht sein. Der Ausgleich, denke ich(!), erfolgt über eine Membran.

Das mit den Abgenutzen Belägen hab ich auch schon gedacht... 🤔

Cyclomaster
24.01.2019, 09:29
Das System sollte Luftdicht sein. Der Ausgleich, denke ich(!), erfolgt über eine Membran.

Das mit den Abgenutzen Belägen hab ich auch schon gedacht... 🤔

Zumindest bei den MTB Hebeln gab es welche mit mini Löchern im Deckel, so das Luft nachgezogen werden kann.

simosta
24.01.2019, 09:39
Wir sind doch schon lange hier im Bereich von Spekulatius.
Shimano Bremsen funktionieren in der Regel sehr gut, das wollte niemand bezweifeln. Ich selbst habe schon viele funktionierende Bremsen aufgebaut und befüllt.

Ich weiß, dass es hoffnungslos ist, aber vielleicht wollen wir einfach mal das Ergebnis abwarten.


PS: Wenn es abgefahrene Bremsbeläge gewesen wären, hätte ich mich wohl hier nicht so zu Wort gemeldet.

Mathman
24.01.2019, 09:43
Die Kolben so einer Hydraulikbremse sehen ja so aus wie der Kolben einer Luftpumpe - nur etwas exakter gefertigt. Da ist also eine Gummilippe, die vom Medium - hier Öl, bei der Luftpumpe eben Luft - an die Zylinderwand gedrückt wird. Da ist schon vorstellbar, dass dies bei Kälte nicht so gut funktioniert, weil die Gummiabdichtung nicht mehr so flexibel ist und weil das zähflüssige Öl nicht so andrückt. Das würde auch erklären, warum Pumpen hilft.
Das ist bei PKWs unbekannt. Die haben auch alle kein einfaches Mineralöl sondern (ziemlich agressive) Hydraulikflüssigkeit, die über einen weiten Temperaturbereich die Viskosität nur wenig ändert.

cadoham
24.01.2019, 09:51
Das Verhalten der Bremse deutet erstmal auf Luft in der Leitung hin,
was bei den derzeitigen Temperaturen unter 0° die logischste Erklärung wäre.

Luft zieht sich bei der Kälte zusammen, nimmt an Volumen ab und schon wandert der
Druckpunkt nach hinten und der Bremshebel lässt sich deutlich weiter bis zum Lenker ziehen,
ohne das etwas passiert.


Jeder der seine Bremse selbst befüllt und anschliessend entlüftet wird das Gefühl kennen gelernt haben,
wenn man vor allem bei der hinteren Bremse das erste mal den Druckpunkt prüfen will und den Bremshebel ins "Leere" zieht.

Wer das System dann penibel Enlüften will, nimmt sich Zeit und arbeitet sorgfältig und gewissenhaft,
klopft die Leitungen ab, ändert die Position von Bremshebel und Bremssattel um sicher zu gehen,
das keine Luftblasen irgendwo hängen bleiben.


Wer glaubt, das jeder Händler das ebenfalls so macht ... ;)

usr
24.01.2019, 09:59
Zumindest bei den MTB Hebeln gab es welche mit mini Löchern im Deckel, so das Luft nachgezogen werden kann.

Um den Raum hinter der Membran zu füllen?

Schlammpaddler
24.01.2019, 10:07
Um den Raum hinter der Membran zu füllen?
Richtig! Das Öl wird durch eine Membran von fer Luft getrennt. Das Loch im Deckel sorgt für den Druckausgleich zwischen Membran und Gehäusedeckel. Dort würde sonst tatsächlich ein unterdruck entstehen.

IMHO ist es relativ einfach, eine Bremse soweit zu entlüften, dass sie unter normalen Umständen funktioniert. Das heisst aber noch lange nicht, dass sie wirklich 100% frei von Luft ist (lässt sich eben auch schwer kontrollieren, ob da eine kleine Luftblase z.B. an der Membrane klebt). Unter bestimmten Umständen kommt die Restluft dann ins System und sorgt für seltsame Phänomene.:rolleyes:

cadoham
24.01.2019, 10:09
@Mathman
Bitte weniger Vermutungen anstellen. :)



Da ist schon vorstellbar, dass dies bei Kälte nicht so gut funktioniert, weil die Gummiabdichtung nicht mehr so flexibel ist und weil das zähflüssige Öl nicht so andrückt.

Das Gummi (Dichtung) bei Kälte tendenziell härter wird ist bekannt, aber das Mineralöl wie es Shimano einsetzt,
wird bei unseren winterlichen Temperaturen nicht zähflüssig, sondern erhöht nur geringfügig seine Viskosität.
Es bleibt weiterhin dünnflüssig.

Stell mal "Oil of Rohloff" über Nacht nach draussen ... dann reden wir schon eher von einem zähflüssigen Öl. :D



Die haben auch alle kein einfaches Mineralöl sondern (ziemlich agressive) Hydraulikflüssigkeit, die über einen weiten Temperaturbereich die Viskosität nur wenig ändert.

In den Bremsleitungen von meinem Auto ist DOT, das neben dem hohen Siedepunkt auch wegen
der hygroskopischen Eigenschaften zum Einsatz kommt.
Beim Fahrrad ist beides weniger relevant, weil die Betriebstemperaturen allgemein geringer ausfallen.

Die Viskosität ist bei den winterlichen Temperaturen aber kaum geringer, als bei dem Mineraöl in den Shimano Bremsen.

Blechroller67
24.01.2019, 11:10
Das Verhalten der Bremse deutet erstmal auf Luft in der Leitung hin,
was bei den derzeitigen Temperaturen unter 0° die logischste Erklärung wäre.

Luft zieht sich bei der Kälte zusammen, nimmt an Volumen ab und schon wandert der
Druckpunkt nach hinten und der Bremshebel lässt sich deutlich weiter bis zum Lenker ziehen,
ohne das etwas passiert.



Äh...:ü Wenn die Luft kältebedingt weniger Volumen hat, müsste der Druckpunkt aber nach vorne wandern, weil das fehlende (Luft-)Volumen durch Öl ersetzt wird. Ausnahme, wenn zu wenig Öl im System ist, so dass statt Öl weitere Luft das kältebedingt fehlende Volumen ersetzt.

cadoham
24.01.2019, 11:29
Korrekt.

Bedingt letztlich die ungünstige Kombination mit Bremsbelägen,
deren Belagstärke bereits stark abgenommen haben, wodurch Öl im
Ausgleichsbehälter fehlt, um auch das geringe Luftvolumen zusätzlich auszugleichen.

Wenn das Fahrrad in diesem Zustand aber in einer wärmeren Umgebung stand und dann in der Kälte gefahren wird,
kann es erstmal zu einer Schrecksekunde kommen, wenn der Bremshebel plötzlich weiter zum
Lenker gezogen werden kann als üblich, bevor Öl aus dem Ausgleichsbehälter nachfliessen kann.

schmadde
24.01.2019, 12:30
In den Bremsleitungen von meinem Auto ist DOT, das neben dem hohen Siedepunkt auch wegen
der hygroskopischen Eigenschaften zum Einsatz kommt.
Beim Fahrrad ist beides weniger relevant, weil die Betriebstemperaturen allgemein geringer ausfallen.

Och bei den kleinen Scheibchen von Rennrad-Bremsen ist das durchaus schonmal relevant. Und eine Scheibe am MTB hab ich auch schonmal blau gebremst. Die dort montierte Bremse war übrigens eine die mit DOT befüllt war wie vom Hersteller vorgesehen.

Sind denn alle hydraulischen RR-Bremse mit Mineralöl befüllt? Beim MTB kenne ich das so, dass es sowohl welche mit Mineralöl (z.B. Shimano, Magura) als auch welche mit DOT gibt (z.B. Formula).

Bin übrigens trotzdem mit dem Mineralölbefüllten Systemen glücklicher geworden, ob das an der Flüssigkeit liegt kann ich nicht sagen.

Schlammpaddler
24.01.2019, 12:38
Sind denn alle hydraulischen RR-Bremse mit Mineralöl befüllt? Beim MTB kenne ich das so, dass es sowohl welche mit Mineralöl (z.B. Shimano, Magura) als auch welche mit DOT gibt (z.B. Formula).
Shimano, Campa -> Mineralöl
SRAM -> DOT

3RAUM
24.01.2019, 13:29
DOT mag ich nicht im Fahrrad. Säuft über Zeit doch Wasser, das kann dann gefrieren. Am Rad bekomme ich immer Winter doch eher selten das ganze System mal richtig warm.
Deshalb darf man DOT am Rad auch austauschen. Mineralöl mache ich gar nix.

Blechroller67
24.01.2019, 14:50
DOT mag ich nicht im Fahrrad. Säuft über Zeit doch Wasser, das kann dann gefrieren. Am Rad bekomme ich immer Winter doch eher selten das ganze System mal richtig warm.
Deshalb darf man DOT am Rad auch austauschen. Mineralöl mache ich gar nix.
Das Wasser in der Bremsflüssigkeit friert bei den üblichen europäischen Wintertemperaturen nicht. Das Problem des Wassers in der Bremsflüssigkeit ist die Gefahr der Dampfblasenbildung, wenn die Flüssigkeit zu heiß wird. Das halte ich am Rennrad für nur schwierig möglich, aber möglich ist alles. Auch eine blau gebremste Scheibe bedeutet noch nicht, dass die Bremsflüssigkeit über 100°C kommt.
Aber trotzdem sollte man die Flüssigkeit wechseln. Macht man ja auch beim Auto/Motorrad :D:eek: oder? :D

Was wirklich gegen die Nutzung von Bremsflüssigkeit spricht, ist die Giftigkeit und Aggressivität gegenüber lackierten Teilen. Das macht das Arbeiten mit dem Zeug etwas unlustig.

Bei Autos gab es das mit den unterschiedlichen Flüssigkeiten auch. Ich habe mal den Hauptbremszylinder meiner Ente geschrottet, weil ich unwissend Bremsflüssigkeit nachgefüllt hatte. Da stand dann das Federvieh mitten auf der Kreuzung und beide Vorderbremsen zu.:eek:

rbm
25.01.2019, 16:48
So, gestern (Donnerstag) hat mein Händler, bzw. der Mechaniker die RS505 Hinterradbremse von meinem Stevens Prestige nochmal entlüftet. Heute Testfahrt bei minus 4 Grad, weiterhin sporadisch keine Bremse, Hebel läßt sich im Fehlerfall wieder bis zum Lenker durchziehen. Nach der Testfahrt zum Händler, der will nun Shimano kontaktieren und schauen ob er die ganze Bremse einschickt oder nur den Hebel. Das Rad geht morgen erstmal zum Händler. Schaun wir mal.....

FreshAirJunkie
25.01.2019, 19:09
Ich heute auch wieder... und erst mind. 15 x pumpen hat wieder einen Druckpunkt ergeben.

So'n Schrott! Die Vorderradbremse, die mit dem gezicke mal angefangen hat, die ist derzeit unauffällig!

rbm
25.01.2019, 21:03
Vorderadbremse zickt bei mir überhaupt nicht. Nur hinten, 1-2 mal ins leere, dann funktioniert sie wieder und setzt sporadisch wieder aus. Heute ist es auch 1 km vor dem Radgeschäft passiert, bin dann mit dem angezogen Hebel bis zum Händler das er es mal sieht.

Aeo
26.01.2019, 07:02
Ich habe am Vorderrad zwei BR-RS785 kaputt gekriegt, es ist jeweils der Kolben gebrochen (Garantiefall). Jetzt sitzt dort ein BR-R8070, der hoffentlich länger hält.

Ich glaube zwar nicht, dass die sich großartig unterscheiden, aber etwas Aberglaube soll ja manchmal im Fahrradbereich helfen.

a x e l
26.01.2019, 11:18
Ich habe am Vorderrad zwei BR-RS785 kaputt gekriegt, es ist jeweils der Kolben gebrochen (Garantiefall)..

Beim Zurückdrücken der Kolben oder einfach so? Entstand Leckage?

Aeo
26.01.2019, 19:37
Eine Seite hat sich nicht mehr richtig zurückgezogen, ließ sich auch nicht zurückdrücken, und es trat auch Öl aus.
Beim Entlüften waren dann kleine Keramikstücke im Öl :eek:

War kurz davor, auf Hope Bremssättel umzusteigen...

War hoffentlich nur Pech und/oder weil es die Vorserienmodelle waren.

Musste dann mit dem Crosser an die Deutschlandtour-Strecke fahren :D

rbm
06.02.2019, 19:56
So, habe heute meinen Stevens Crosser wieder bekommen. Shimano hat die kpl. HR Bremse getauscht. Mein Händler hatte den RS 505er Hebel, Bremsleitung und Sattel eingeschickt und neu bekommen. Laut Bericht lag eine Undichtigkeit am Sattel vor. Genau und dadurch fällt der komplette Hebel aus und greift ins leere und das auch nur bei minus Graden.... Wollen wir hoffen das der Ausfall nun erledigt ist.

simosta
06.02.2019, 20:20
Rückmeldung von meinem Mechaniker war: "Keine Ahnung, was los war..."

Die Bremsen funktionieren wieder. Er hat sie entlüftet. Hinten war wohl Luft drin, vorne eigentlich nicht.

Interessanterweise haben sich die Schrauben im ST-R8070 irgendwie festgedreht. Mein Mechniker hat sie erstmal rundgedreht und musste einen Torx einschlagen.
Ich bin sehr sicher, dass ich die Schrauben mit 1 nm (also quasi nichts) angedreht hatte, weil ich wusste, dass die Schrauben weich wie Butter sind.

Egal, jetzt funktioniert es wieder einwandfrei.

Rolf1
07.02.2019, 09:35
Hallo,

dazu stellt sich mir eine Frage an die erfahrenen Benutzer von Scheibenbremsen:
Die Ausdehnungskoeffizienten von Flüssigkeiten (Öl, Wasser) und Feststoffen (Bremsleitungen, Druckbehälter) sind sehr unterschiedlich: Flüssigkeiten dehnen sich wesentlich stärker aus. Das hat in der Technik schon große Probleme bereitet, z.b. bei gut entlüfteten Behältern, die vollständig mit Flüssigkeit gefüllt in der Sonne standen (das kann eine Art Berstversuch geben, da die Drucksteigerung bei 1 - 2 bar/Grad Temperaturänderung liegt!). Macht sich dieser Effekt bei Scheibenbremsen eigentlich bei großer Kälte (keine Bremswirkung) oder Hitze (Bremse klemmt) bemerkbar? Bei Autos ist das nicht der Fall, aber da ist auch die Konstruktion ein wenig anders (Übersetzungsverhältnis, Bremskraftverstärker).

Ciao Rolf

cadoham
07.02.2019, 09:48
Ich fahre täglich mit dem Rad zur Arbeit und hatte in den letzten Jahren weder Ausfälle der Bremse,
noch merkliche Veränderungen beim Druckpunkt, egal ob im Winter bei bis zu -10°,
oder bei der Hitzewelle bis 40° im letzten Sommer.

Niemand ist vor einem technischen Ausfall geschützt, aber was man in den letzten Jahren aus den Foren rausliest,
sind es oftmals dann doch fehlende Sorgfalt oder nicht fachgerechte Ausführung bei der Montage / dem Entlüften,
was sich dann in der Praxis rächt.

Schlammpaddler
07.02.2019, 10:24
Hallo,

dazu stellt sich mir eine Frage an die erfahrenen Benutzer von Scheibenbremsen:
Die Ausdehnungskoeffizienten von Flüssigkeiten (Öl, Wasser) und Feststoffen (Bremsleitungen, Druckbehälter) sind sehr unterschiedlich: Flüssigkeiten dehnen sich wesentlich stärker aus. Das hat in der Technik schon große Probleme bereitet, z.b. bei gut entlüfteten Behältern, die vollständig mit Flüssigkeit gefüllt in der Sonne standen (das kann eine Art Berstversuch geben, da die Drucksteigerung bei 1 - 2 bar/Grad Temperaturänderung liegt!). Macht sich dieser Effekt bei Scheibenbremsen eigentlich bei großer Kälte (keine Bremswirkung) oder Hitze (Bremse klemmt) bemerkbar? Bei Autos ist das nicht der Fall, aber da ist auch die Konstruktion ein wenig anders (Übersetzungsverhältnis, Bremskraftverstärker).

Ciao Rolf

Meine Magura Marta hatte bei unter 0° einen anderen und härteren Druckpunkt. Nach kurzer Gewöhnungsphase aber ohne negative Auswirkungen. Das ist aber mittlerweile auch schon wieder über 10Jahre her. Bei anderen Bremsen (Magura, Shimano - immer mit Öl) ist mir das nie so deutlich aufgefallen.
Bei korrekter Befüllung sollten sich die temperaturbedingten Volumenunterschiede im Ausgleichsbehälter kompensieren. Dafür ist der ja (neben der Ölmenge zur Belagsverstellung) da.
Bei den ersten Scheibenbremsen mit damals noch geschlossenen Systemen war das durchaus ein Problem und musste per Justierschraube am Bremshebel ausgeglichen werden.


Niemand ist vor einem technischen Ausfall geschützt, aber was man in den letzten Jahren aus den Foren rausliest, sind es oftmals dann doch fehlende Sorgfalt oder nicht fachgerechte Ausführung bei der Montage / dem Entlüften,
was sich dann in der Praxis rächt.
+1
Aktuelle Fahrradtechnik ist immernoch keine Raketenwissenschaft und kann im Wesentlichen auch von Laien mit etwas Erfahrung bewältigt werden. Scheibenbremsen und Federsysteme stellen da IMHO eine kleine Ausnahme dar und erfordern etwas mehr Knowhow und Fingerspitzengefühl. Zwar auch nichts was ein Maschbau Studium erfordert, aber oft nicht so leicht zu durchschauen wie eine (mechanische) Schaltung. Wenn es dann nicht so funktioniert wie gewünscht, ist nicht immer der Hersteller schuld.

BerlinRR
07.02.2019, 10:28
Ich fahre täglich mit dem Rad zur Arbeit und hatte in den letzten Jahren weder Ausfälle der Bremse,
noch merkliche Veränderungen beim Druckpunkt

Das freut uns natürlich alle.
Aber jetzt überleg doch mal, so ganz allgemein, wie groß deine Stichprobe ist.
-> So in der Form wertlos als Aussage für die Allgemeinheit

Herr Sondermann
07.02.2019, 11:06
Natürlich sind die Ausfälle, die geschildert wurden, auch nicht repräsentativ für die Technik an sich (was Berlin-RR auch nicht gemeint haben dürfte), aber mich erschreckt wirklich, dass es überhaupt solche Ausfälle geben kann! Und es sind ja nun doch ein paar allein hier im Forum.
Natürlich, man bekommt alles kaputt, wenn man sich Mühe gibt oder Teile versagen, wenn sie nicht oder nicht richtig gewartet werden.
Dennoch muss in meinen Augen doch grad ein Bauteil wie eine hydraulische Disc solide abgesichert sein gegen solche Fehler!?

Und ich kann in den Berichten weder mangelnde Wartung noch sonstwelche Fehler der Benutzer erkennen (ohne freilich dabei gewesen zu sein!).

Wenn so was im Automobilbereich passieren würde, wäre der Aufschrei gigantisch, hier nimmt man es mehr oder weniger achselzuckend hin (vor allem von denen, die nicht betroffen sind)?
Bitte was?!?
Ins Leere greifen ist ein absolutes No-Go, eine Horrorvorstellung! Das kann doch nicht wahr sein, dass das einfach öfter "einfach mal so" vorkommen kann??? :eek:

BerlinRR
07.02.2019, 11:10
Natürlich sind die Ausfälle, die geschildert wurden, auch nicht repräsentativ für die Technik an sich (was Berlin-RR auch nicht gemeint haben dürfte)

Natürlich nicht. Damit will ich auch nicht bewerten an was die Ausfälle lagen.

Herr Sondermann
07.02.2019, 11:11
Natürlich nicht. Damit will ich auch nicht bewerten an was die Ausfälle lagen.

Sachschja. :drinken2:

Schlammpaddler
07.02.2019, 11:37
Natürlich sind die Ausfälle, die geschildert wurden, auch nicht repräsentativ für die Technik an sich (was Berlin-RR auch nicht gemeint haben dürfte), aber mich erschreckt wirklich, dass es überhaupt solche Ausfälle geben kann! Und es sind ja nun doch ein paar allein hier im Forum.
Natürlich, man bekommt alles kaputt, wenn man sich Mühe gibt oder Teile versagen, wenn sie nicht oder nicht richtig gewartet werden.
Dennoch muss in meinen Augen doch grad ein Bauteil wie eine hydraulische Disc solide abgesichert sein gegen solche Fehler!?

Und ich kann in den Berichten weder mangelnde Wartung noch sonstwelche Fehler der Benutzer erkennen (ohne freilich dabei gewesen zu sein!).

Wenn so was im Automobilbereich passieren würde, wäre der Aufschrei gigantisch, hier nimmt man es mehr oder weniger achselzuckend hin (vor allem von denen, die nicht betroffen sind)?
Bitte was?!?
Ins Leere greifen ist ein absolutes No-Go, eine Horrorvorstellung! Das kann doch nicht wahr sein, dass das einfach öfter "einfach mal so" vorkommen kann??? :eek:

Um das wirklich bewerten zu können, müsste man die tatsächlichen Ausfallgründe und -quoten kennen. Ohne diese Grundlage ist eigentlich alles Spekulation.
Fakt ist, dass es bei einzelnen Bremsen Herstellerseitig Probleme gab/gibt. Fakt ist auch, dass viele Probleme durch unsachgemäßen Einsatz/Handhabung entstehen. Klar ist für mich aber auch, dass die weitaus größere Zahl völlig unauffällig und zuverlässig funktioniert. Es ist wie immer: negative Schlagzeilen stehen idR viel größer in der Zeitung. ;)

Was den Vergleich zum Kfz- Bereich betrift: ich möchte garnicht wissen, was da tagtäglich so an selbst gewarteten Kisten über die Straßen rollt, bei denen der Fahrer/Schrauber ebenfalls der Meinung ist, alles richtig gemacht zu haben. da ist auch nicht alles Idiotensicher und doppelt abgesichert. TÜV ist ja im Gegensatz zu Malle nur alle zwei Jahre. :D

Herr Sondermann
07.02.2019, 11:53
Ich stimme dir in allem zu! Keine Frage, dass es in 99,x% der Fällen problemlos funzt.
Dennoch bleibt das ungute Gefühl, dass es auch ohne klaren Grund möglich zu sein scheint, dass die Bremse mal kurzzeitig aussteigt. Zumindest bei mir bleibt es.

JJ.
07.02.2019, 12:29
och... sowas kommt vor... https://www.mtb-news.de/forum/t/shimano-f03c-bremsbelag-loest-sich-von-traegerplatte.571556/
;)

Jim Bob
07.02.2019, 14:27
Jedes technische System kann versagen, Disc macht da keine Ausnahme, Felgenbremsen auch nicht, z.B.
https://forum.tour-magazin.de/showthread.php?9386-reissender-Bremszug oder
https://forum.tour-magazin.de/showthread.php?32845-Bremszug-gerissen

Luke
07.02.2019, 20:52
Jedes technische System kann versagen, Disc macht da keine Ausnahme, Felgenbremsen auch nicht, z.B.
https://forum.tour-magazin.de/showthread.php?9386-reissender-Bremszug oder
https://forum.tour-magazin.de/showthread.php?32845-Bremszug-gerissen

Jo, ist leider, leider so...leider. Mir ist vor vielen vielen Jahren eine Trettlagerachse gebrochen, was ich sowas nie zuvor und auch noch nie dannach gehört habe. Ein Rahmen ist mir auch schon gebrochen. Mehrere Schaltzüge gerissen, dafür noch nie ein Bremszug. Einem Freund der Lenker. Dem gleichen Freund eine Kurbel. Ein anderer Freund auch der Lenker (Syntace Carbon = unzerbrechlich); Noch ein Freund: Vorbau usw. usw. Solche Fälle, auch mit schlimmen Folgen, gibt es leider zahlreich. Nur wieviel in Prozent passiert das auf alle Fahrräder in Betrieb alleine in Deutschland, Schweiz und Österreich, um mal nur im Deutsprachigen Raum zu bleiben, geschweige denn weltweit? Dafür fahre ich drei Räder mit Disc (29er und zwei Rennräder) und hatte noch nie Probleme. Dazu die 25 Jahre alte Stadtschlampe mit einer Magura HS33, noch nie entlüftet, funktioniert wie am ersten Tag.

BerlinRR
07.02.2019, 20:55
Das Leben scheint echt riskant zu sein.

Luke
07.02.2019, 20:58
;) sehr weise!

LINN
07.02.2019, 21:01
Jedes technische System kann versagen, Disc macht da keine Ausnahme, Felgenbremsen auch nicht, z.B.
https://forum.tour-magazin.de/showthread.php?9386-reissender-Bremszug oder
https://forum.tour-magazin.de/showthread.php?32845-Bremszug-gerissen

Schön für Deine These, dass Du einen Fall aus 2003 und einen aus 2004 ausgegraben hast.

Ich schaue zu einem beliebigen Zeitpunkt auf die Startseite dieses TTT-Unterforums und erkenne, bei welchen Technologien sich die Probleme häufen. Es kommt eben auf die Häufigkeit an. ;)

Herr Sondermann
07.02.2019, 22:00
War ja klar, dass irgendein Disc-Jünger bald mit "rabäh, :heulend: das kann aber auch mit Felgenbremsen passieren!" ums Eck kommt. :rolleyes:
Dabei ging es darum gar nicht. Aber manche haben scheinbar eine Mission zu erfüllen.

Voreifelradler
07.02.2019, 22:09
Die gibt es aber auf beiden Seiten.
Lassen wir mal DaPhreak mitmachen :D

cadoham
07.02.2019, 22:58
War ja klar, dass irgendein Disc-Jünger bald mit "rabäh,

Was möchtest du denn mit so einer Wortwahl bezwecken, wenn nicht Provokation? :kweetnie:

Ich hatte gehofft, das wir aus dem Disc-Thread gelernt haben und wieder vernünftig bzgl. solcher
Themen hier miteinander umgehen können.


Wenn eine Bremse ausfällt, dann ist das Mist, muss benannt werden und der Hersteller steht in
der Pflicht, das abzustellen.

Solange aber niemand den Bericht des Herstellers kennt, was du nun wirklich die Ursache gewesen sein soll,
ist das doch hier wieder Kaffeesatzlesen und künstliche Panikmache.

Herr Sondermann
07.02.2019, 23:03
Nenn es wie du magst.
Ich habe das Fass "Disc vs. Felge" in diesem Thread jedenfalls nicht aufgemacht.;)

elmar
08.02.2019, 07:50
Nenn es wie du magst.
Ich habe das Fass "Disc vs. Felge" in diesem Thread jedenfalls nicht aufgemacht.;)

Aber den Faden aufgenommen.


Fahre wie immer fast täglich ca. 320 hm downhill zur Arbeit und hab dabei oft an die Diskussionen und Schönwetter-Zwift- und Heimtrainerfahrer hier gedacht.
Mit Felgenbremse hätte ich kotzen müssen in den letzten Wochen: Regen, Schnee, Schneematsch, etc.

Mathman
08.02.2019, 08:24
War ja klar, dass irgendein Disc-Jünger bald mit "rabäh, :heulend: das kann aber auch mit Felgenbremsen passieren!" ums Eck kommt. :rolleyes:

Jetzt guck ich grad doch auch mal wieder nach Disc-Crosser oder halt einem Gravelrahmen, nachdem ich mich heute ziemlich über die Mini-V an meinem guten, alten Crosser geärgert habe.:ü
Ist einfach für CX nicht mehr der Stand der Dinge.
Der Einzige, der hier rumheult, bist doch du - und zwar über deine Felgenbremsen.
Dabei bist du in der Materie nach eigenem Bekunden total planlos. Du solltest dich also besser erst einmal mit den Grundlagen vertraut machen.

Sorry für die doofen Fragen, aber ich hab mich mit CX und Gravel lange nicht beschäftigt, wie man sieht. :ü:Angel:

Pumare
08.02.2019, 08:42
Boa Leute, das Thema Disc vs. Felgenbremse langweilt mittlerweile echt. Hier gehts um was anderes. Es reicht schon im Disc-Thread..

Herr Sondermann
08.02.2019, 09:19
Sorry @ Pumare, aber ich habe keine Lust, das so stehen zu lassen.
Wenn es anmaßend ist, dass ich trotzdem noch was dazu schreibe, lösche meinen Post bitte.


1.Warum sollte man einen Faden nicht aufnehmen, duch den Unsinn verbreitet wird oder versucht wird, Stimmung in eine völlig unsinnige Richtung zu machen? Ich finde das sogar notwendig.

2. Trennt doch endlich mal zwischen Gravel/CX und Rennrad, wenn ihr versucht, Leute, die nicht der Disc bedingungslos und unter allen Voraussetzungen zusprechen mit billigsten Mitteln das Wort im Mund zu verdrehen! Das kann doch nicht so schwer sein!? :mad:
Niemand wird ernsthaft den Sinn und Zweck von Disc an CX und Gravel in Frage stellen.
Am Alltagscrosser habe ich eine Disc, mein neuer Crosser wird eine haben, meine Rennräder weiterhin keine.
So einfach ist das, aber so lange ihr alles in einen Topf schmeißt, erübrigt sich jedes weitere Gespräch.
Bei Typen wie Mathman ist da sicher Hopfen und Malz verloren, weil die sich weigern, sinnentnehmend zu lesen. Bei den anderen besteht Hoffnung, dass es irgendwann mal klar wird, dass es nicht um die Ablehnung der Disc an sich geht!

@Elmar: ich wette, du bist die Strecke nicht mit dem RR gefahren, sondern mit E oder CX. Also: siehe oben.

Mifri
08.02.2019, 09:26
Es kann immer irgendwas am Rad ausfallen. Warum wird nun um eine Bremse so eine Welle gemacht. Offensichtlich war ja wohl ein Bremssattel undicht und das Problem wurde gelöst. Ganz davon abgesehen hat man bekanntlich 2 Bremsen am Rad, die man nutzen kann.

elmar
08.02.2019, 09:37
er Disc an sich geht!

@Elmar: ich wette, du bist die Strecke nicht mit dem RR gefahren, sondern mit E oder CX. Also: siehe oben.

Pffff
Die letzten Tage : Cx Rad mit RR Reifen. das ist dann eher Rr, oder?
Bei Schnee Cx-Reifen.
Die Abfahrt des zweiten Workshoptages.......................erinnerst du dich ? Die ist zum Kotzen im Regen mit Fb. Bedeutet Dauerbremsen.

Herr Sondermann
08.02.2019, 11:02
Pffff
Die letzten Tage : Cx Rad mit RR Reifen. das ist dann eher Rr, oder?
Bei Schnee Cx-Reifen.
Die Abfahrt des zweiten Workshoptages.......................erinnerst du dich ? Die ist zum Kotzen im Regen mit Fb. Bedeutet Dauerbremsen.
...die, wo man dann von oben ziemlich direkt in COC rauskommt und gleich zu dem schönen Cafe durchstarten kann?! :Applaus: Den Rest von der Abfahrt hab ich deswegen verdrängt. :D

Doch, doch, weiß natürlich noch.
Aber genau für solche Bedingungen (besonders mit Schnee und möglicherweise überfrierender Nässe) hab ich ja auch meinen neuen Crosser (und den gleich auch mit 2. LRS) bestellt und mein Daily Driver, ein Focus Mares mit Blechen, Licht und Tubus, hat eh ne (mech.) Disc.
Aber zum Glück ist das Wetter bei uns ja nicht das ganze Jahr so.;)

LINN
08.02.2019, 13:35
Danke für die Info. Ich hatte das Phänomen nämlich gestern auch an beiden (!) ST-R8070 gleichzeitig. War auch kalt.

contra


Es kann immer irgendwas am Rad ausfallen. Warum wird nun um eine Bremse so eine Welle gemacht. ...... Ganz davon abgesehen hat man bekanntlich 2 Bremsen am Rad, die man nutzen kann.

Mifri, vielleicht liest Du ja auch mal wieder mit, was in den Threads geschrieben wurde, bevor Du Dich wieder zu Unrecht auf die Füße getreten fühlst?
Hier hat gar niemand eine Welle gemacht, sondern nur bemerkt, dass dies hier ein wenig viele Ausfälle in recht wenig Zeit seien.
Und zum Thema "es kann immer irgendwas...": Ich habe oben schon geschrieben, dass es auf die Häufigkeit ankommt. Jeder vernünftige Mensch wird Risiken nur unter Einbeziehung der Wahrscheinlichkeit des Auftretens abzuschätzen versuchen.

FreshAirJunkie
14.02.2019, 12:42
Temperaturen sind aus dem Keller, Bremsleistung seit dem tiptop! :rolleyes:

FreshAirJunkie
14.02.2019, 12:51
Um das wirklich bewerten zu können, müsste man die tatsächlichen Ausfall [...] -quoten kennen.

Was interessieren denn da Quoten? Würde es die Relevanz ändern, wenn 1 von 10, 1 von 100 oder 1 von 10.000 Bremsen versagt?!

Ich arbeite in einem Hochrisikobereich im Krankenhaus mit knapp 80.000 Patienten/Jahr. Ist es vertretbar, wenn hier die Quote von 1:10.000 gehalten wird?

Jeder Ausfall ist ein potentieller Todesfall! Und ein paar Todesfälle aufgrund von nicht funktionierenden Bremsen gepaart mit einer schönen PR-Kampagne können auch Shimano das Rückgrat brechen.

Schlammpaddler
14.02.2019, 13:49
Jeder Ausfall ist ein potentieller Todesfall! Und ein paar Todesfälle aufgrund von nicht funktionierenden Bremsen gepaart mit einer schönen PR-Kampagne können auch Shimano das Rückgrat brechen.
Definitiv! Aber gerade Simano zähle ich zu den Herstellern, die mit ihrer Verantwortung sehr bewusst umgehen. Das Risiko sowohl für die Nutzer als auch für Shimano selbst dürfte denen durchaus bewusst sein.
Allerdings platzen auch (Latex-)Schläuche unvermittelt. Reifen springen von Felgen. Rahmen, Gabeln, Lenker, Sattelstützen brechen. Sogar Bremszüge sollen schon gerissen sein! Ein gewisses Risiko war also schon vor den Scheibenbremsen vorhanden. Von daher sehe ich nicht, wieso bei Scheibenbremsen plötzlich alles Bombproof und Idiotensicher sein soll, zumal die Chance, dass beide Bremsen schlagartig und gleichzeitig versagen wohl verschwindend gering ist.

Auf den Vergleich mit dem Krankenhaus kann und will ich nicht eingehen.

LINN
14.02.2019, 14:04
Danke für die Info. Ich hatte das Phänomen nämlich gestern auch an beiden (!) ST-R8070 gleichzeitig. War auch kalt.


Rückmeldung von meinem Mechaniker war: "Keine Ahnung, was los war..."

Die Bremsen funktionieren wieder. Er hat sie entlüftet. Hinten war wohl Luft drin, vorne eigentlich nicht.


contra


Von daher sehe ich nicht, wieso bei Scheibenbremsen plötzlich alles Bombproof und Idiotensicher sein soll, zumal die Chance, dass beide Bremsen schlagartig und gleichzeitig versagen wohl verschwindend gering ist.


Schlammpadler, Du hast hier im Thread weiter vorne doch selbst mitgeschrieben.
Und jetzt kommst Du mit "verschwindend gering", obwohl User simosta genau diesen Fall hatte. Passt das zusammen? :confused:

Schlammpaddler
14.02.2019, 16:00
Schlammpadler, Du hast hier im Thread weiter vorne doch selbst mitgeschrieben.
Und jetzt kommst Du mit "verschwindend gering", obwohl User simosta genau diesen Fall hatte. Passt das zusammen? :confused:
Ich weiß jetzt nicht genau auf was Du hinaus willst ... :confused:
"verschwindend gering" heißt nicht "völlig ausgeschlossen" und ich will im Falle von simosta auch nicht von einem bedauerlichen Einzelfall reden, oder ihm gar etwas unterstellen. Spekulieren bringt uns auch nicht weiter.
Aber simosta sagt selbst:

Rückmeldung von meinem Mechaniker war: "Keine Ahnung, was los war..."
Die Bremsen funktionieren wieder. Er hat sie entlüftet. Hinten war wohl Luft drin, vorne eigentlich nicht.
Die Ursache ist also nicht wirklich klar. Wenn hinten Luft drin war, kann man wohl von einem prinzipiellen Problem nicht unbedingt reden. Die Aussage "vorne eigentlich nicht" lässt zumindest Interpretationsspielraum. Die Ursachen für "Luft im System" sind bekanntlich vielfältig. Die Folgen ebenso.

Möglicherweise liegt bei einer bestimmten Baureihe oder Charge ja tatsächlich ein prinzipielles Problem vor. Wirklich wissen wird das nur Shimano. Bei den großen Herstellern bin ich überzeugt, dass sie wissen, wie mit solchen Problemen umzugehen ist.