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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 1x11 am Rennrad / Langzeiterfahrungen ?



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marcofibr
23.02.2019, 22:30
Hallo, ist jemand mit 1x11 und Rennrad langfristig zufrieden gewesen?

Marin
23.02.2019, 23:01
Ja ich.

cadoham
23.02.2019, 23:08
Hallo, ist jemand mit 1x11 und Rennrad langfristig zufrieden gewesen?

Nö.


Hilfreicher wären aber konkrete Fragen deinerseits, wenn dich das Thema interessiert,
denn es hängt auch stark von den persönlichen Präferenzen ab, ob man letztlich mit 1x11 zufrieden ist.

marcofibr
23.02.2019, 23:16
Nö.


Hilfreicher wären aber konkrete Fragen deinerseits, wenn dich das Thema interessiert,
denn es hängt auch stark von den persönlichen Präferenzen ab, ob man letztlich mit 1x11 zufrieden ist.

Am Crosser/Gravel bin ich damit sehr zufrieden. Frage mich, ob ich beim Rennrad mit den Gangsprüngen zufrieden werde.
Rad wird nur als Rennrad genutzt/25mm Reifen.
Überlege 46/11-32 zu fahren...

cadoham
23.02.2019, 23:29
Dann kennst du 1x11 doch bereits und musst nur abwägen, ob dir die Bandbreite,
sowie die gröberen Gangsprünge auf der Strasse passen. :)

Hier im Flachland war die Bandbreite für mich mehr als ausreichend,
aber mir war der Antrieb nicht leise genug ... :D

Auf meinen Touren im Flachland, erreiche ich selten den Geschwindigkeitsbereich,
wo die meisten Shimano 11-fach Kassetten nur noch 1 Gang / Ritzel Unterschied haben,
weshalb ich kein Problem mit 2 Zähnen Unterschied habe.

marcofibr
23.02.2019, 23:32
Dann kennst du 1x11 doch bereits und musst nur abwägen, ob dir die Bandbreite,
sowie die gröberen auf Gangsprünge auf der Strasse passen. :)

Hier im Flachland war die Bandbreite für mich mehr als ausreichend,
aber mir war der Antrieb nicht leise genug ... :D

Nicht leise genug? Welche Variante hattest du?

cadoham
23.02.2019, 23:37
Ich bin da recht pingelig und höre auch das Gras wachsen. :knipoog:


Shimano Ultegra Di2 mit CS-6800 (11-32)
Rotor 3D24 mit Praxis Works CX Narrow Wide


Die Kettenlinie war nicht optimal und so lief die Kette
schon ab Mitte der Kassette hörbarer. :nietgoed:

Beim RR erwarte ich ein leises, sonores Kettenlaufgeräusch ...

marcofibr
23.02.2019, 23:45
Ich bin da recht pingelig und höre auch das Gras wachsen. :knipoog:


Shimano Ultegra Di2 mit CS-6800 (11-32)
Rotor 3D24 mit Praxis Works CX Narrow Wide


Die Kettenlinie war nicht optimal und so lief die Kette
schon ab Mitte der Kassette hörbarer. :nietgoed:

Beim RR erwarte ich ein leises, sonores Kettenlaufgeräusch ...

Dann werde ich mal den Ritzelrechner bemühen...

Mifri
24.02.2019, 09:11
Fahre am CX 1x11, 40er Blatt und 11/28. Bin damit auch schon Straßenevents (4x Paris Roubaix) gefahren und würde auch soweit gehen, mir so einen Antrieb an das RR zu schrauben. Beim RR bin ich in meiner Trainingsumgebung ohnehin nur auf dem 50er Blatt unterwegs und fahre den Umwerfer eher spazieren, als Ihn zu nutzen. Daher ist bzgl. 1x11 wohl eher die Trainingsumgebung entscheidend.

Fakt ist natürlich auch, dass man damit eben keinen Ötzi oder so fahren kann und dass der Materialverschleiß etwas höher ist.

Patrice Clerc
24.02.2019, 09:16
Ich fahre an zwei Rennrädern 1x; einmal am Schlechtwetter-Gravel-Crosser mit Schutzblechen und ca. 30 mm Reifen (GP 4000 in nominell 28 mm) mit 42er Blatt, und einmal an einem Canyon F10 mit SRAM-10fach Schaltung, normales Schaltwerk mit SRAM narrow-wide 48 Zähne Blatt.

So lange mir die Anzahl Gänge reichen, sehe ich keine Nachteile. Ob die Gänge - Anzahl, Gangsprünge - reichen, kann sich jeder für sich und seine Strecken und Fahrweise selber ausrechnen (Spreadsheet, Ritzelrechner, von Hand...).

Mida
24.02.2019, 09:42
Mit der bekannten Kompakt Kombi 34-28 kommt man im Mittelgebirge überall hin, dann sollte die 11-34 bei einem 40er Blatt reichen. Bei >45 km/h kommt dann aber nix mehr, oder? Also ich kann damit leben.

BerlinRR
24.02.2019, 09:48
Mit der bekannten Kompakt Kombi 34-28 kommt man im Mittelgebirge überall hin, dann sollte die 11-34 bei einem 40er Blatt reichen. Bei >45 km/h kommt dann aber nix mehr, oder? Also ich kann damit leben.

Hat dann halt nicht mehr viel mit einem Rennrad zu tun.

Patrice Clerc
24.02.2019, 10:07
Hat dann halt nicht mehr viel mit einem Rennrad zu tun.

Zum Glück hat das Coppi nicht zu hören gekriegt. 40/11 ist grösser als 52/15. Und ich denke, Coppi hat schon Rennräder rennradlich bewegt.

:Angel:

Und natürlich kann man mit 40/11 oder 52/15 auch bei höheren Tempi als 45 km/h mittreten, zumal man ja, wenn man nicht gerade den Brägel bringen muss, nur selten längere Zeit bei über 45 km/h mittreten muss.

Mifri
24.02.2019, 10:15
Hat dann halt nicht mehr viel mit einem Rennrad zu tun.

Sehe ich auch anders. Man muss ja nicht mit einer 85er TF herumgondeln, geht ja auch mit 90-95 TF und mal ehrlich, wer von uns fährt denn bitte im Flachen ständig über 45km/h?

Abstrampler
24.02.2019, 10:20
Hallo, ist jemand mit 1x11 und Rennrad langfristig zufrieden gewesen?

Kannst ja mal beim Team Aqua Blue nachfragen...

marcofibr
24.02.2019, 10:37
Kannst ja mal beim Team Aqua Blue nachfragen...

Existiert das Team noch?

Mifri
24.02.2019, 10:42
Also ich hatte gestern auf einem Teilstück (60km von 120km) ständig 40-45km/h kommt bei mir sehr oft vor, ich hatte da trotz Gegenwind aber auch nur 235Watt (KB/G1) und war alleine unterwegs.
Ich konnte gerade ketten (Schnitt 75-80 RPM)...für mich immer schwer vorstellbar wie man mit solchen Übersetzungen dann mal Programm fahren will oder K-Intervalle oder oder.

Wenn du mit 300-400Watt dauerhaft gehst, hast du immer eine gute Ausnutzung (gerade Linie) der Ritzel.

Ich fahre kein Programm, Intervalle oder sonst etwas, sondern so, wie es mir gefällt und ich denke ein Großteil der User hier macht es auch so. Man kann 1x11 oder 1x12 ja auch mit einem 46er Blatt fahren. Da würde ich bei der neuen Etap 1x12 recht nahe an meiner „alten“ Etap mit 50/34 und 11/30 liegen.

Mifri
24.02.2019, 10:43
Existiert das Team noch?

Nein

Abstrampler
24.02.2019, 11:02
Existiert das Team noch?

Ne, würde auch zu weit gehen, dass Scheitern auf das misslungene Experiment mit der Monoschaltung zurückzuführen, aber es war nicht ganz unbeteiligt daran.

BerlinRR
24.02.2019, 14:12
Zum Glück hat das Coppi nicht zu hören gekriegt. 40/11 ist grösser als 52/15. Und ich denke, Coppi hat schon Rennräder rennradlich bewegt.

:Angel:

Und natürlich kann man mit 40/11 oder 52/15 auch bei höheren Tempi als 45 km/h mittreten, zumal man ja, wenn man nicht gerade den Brägel bringen muss, nur selten längere Zeit bei über 45 km/h mittreten muss.

Logisch, weil Hobbyfahrer ja dafür bekannt sind bei den ganz hohen Trittfrequenzen am effizientesten unterwegs zu sein.

marcofibr
24.02.2019, 14:43
Es geht hier um das Hobby unendlich Spaß haben und nicht trainieren als Semi-Profi...

Mifri
24.02.2019, 21:13
Ja eben! Und das solltest du mal langsam lernen, dass es hier im Forum auch noch andere User als solche Gosys, Mifris usw. gibt.

Das Du offensichtlich der ganz große Megaheld hier bist, ist vielen hier aber sicherlich egal und wenn Du meinst, 54+ Kettenblätter treten zu müssen, kannst es ja machen. Das repräsentiert aber nicht den Großteil der User hier. Die wollen vielleicht einfach nur fahren und Spaß haben.

marcofibr
24.02.2019, 21:22
Ich fahre an zwei Rennrädern 1x; einmal am Schlechtwetter-Gravel-Crosser mit Schutzblechen und ca. 30 mm Reifen (GP 4000 in nominell 28 mm) mit 42er Blatt, und einmal an einem Canyon F10 mit SRAM-10fach Schaltung, normales Schaltwerk mit SRAM narrow-wide 48 Zähne Blatt.

So lange mir die Anzahl Gänge reichen, sehe ich keine Nachteile. Ob die Gänge - Anzahl, Gangsprünge - reichen, kann sich jeder für sich und seine Strecken und Fahrweise selber ausrechnen (Spreadsheet, Ritzelrechner, von Hand...).

Reicht das normale Schaltwerk für die Kettenspannung?

captain hook
24.02.2019, 22:00
Kannst ja mal beim Team Aqua Blue nachfragen...

Was haben Profis mit Hobbyfahrern zu tun? Wenn die in den Alpen mono fahren müssen, wirds halt doof. Wenn man im Flachland wohnt oder eher wellige Strecken fährt ist mono völlig ausreichend. Habe dafür 52 und 54er Blätter fürs RR und Kassette dann nach Strecke. 11/30 geht gut mit Etap 11fach. Im Flachen reicht auch was feineres. Blätter fahr ich von Garbaruk. Fürs TT in 58 als mono. Geräuschentwicklung ist von Pflege und ein bisschen einfahren der Blätter abhängig. In der Regel tiptop. Shimano Kette, Shimano Kassette. Je nach Laufradwahl muss ich ab und zu den Umwerfer als Zusatzgewicht für die uci montieren. Statt 46er Blatt mit 11er Abschluß würde ich lieber ein größeres Blatt mit 12er Abschlußritzel verbauen. Je mehr Zähne desto besser.

Abstrampler
24.02.2019, 22:53
Es hat nichts mit Profi oder Hobbette zu tun.
Es hat etwas mit Topografie und Verwendungszweck zu tun.
Es gibt Fahrer und Strecken, da reicht auch ein Singlespeed.
Je mehr Abwechslung in der Topografie, je mehr Abwechslung in der Verwendung, desto weniger sinnvoll ist Mono.
Profis haben logischerweise hohe Ansprüche an die multiplen Fähigkeiten des Antriebs.
Das bedeutet aber nicht, dass eine Hobbette grundsätzlich mit weniger zurecht kommen kann.

marcofibr
24.02.2019, 23:21
Hab mal eine Sram Force 1 Kurbel mit 42KB bestellt. Kassette wird 11-34.
Habt Ihr mal eine Kassetee HG800 mit Sram Kette gefahren?

pinguin
25.02.2019, 05:59
Und täglich grüßt das Murmeltier..... Übersetzungsfragen gehören, analog zu Politik, verboten. Seit x Jahren der selbe Schmarrn.

Mifri
25.02.2019, 07:10
Hab mal eine Sram Force 1 Kurbel mit 42KB bestellt. Kassette wird 11-34.
Habt Ihr mal eine Kassetee HG800 mit Sram Kette gefahren?


Wird funktionieren, fahre selbst zwar Ultrgra und Dura Ace Ketten, bzw. meine Frau derzeitig eine KMC, weil die über war. Auch deine Frage bzgl Kettenspannung kann ich mit „ja“ beantworten. Die normalen Schaltwerke reichen diesbezüglich aus, allerdings solltest Du vorher überprüfen, ob dein Schaltwerk die 11-34 er Kassette verträgt. Es geht da nicht direkt um die Kettenspannung, die beim 11er Ritzel noch vorhanden sein sollte, sondern eher um den Abstand des oberen Schaltwerkröllchens zum 34er Ritzel. Bei einem normalen Etap Schaltwerk ist da z.B. bei einem 30er Ritzel Schluß, allerdings schafft ein Road Link dort Abhilfe und Du kannst größere Ritzel fahren, oder eben ein Wifli Schaltwerk nutzen.

Martinek1977
25.02.2019, 07:32
Und täglich grüßt das Murmeltier..... Übersetzungsfragen gehören, analog zu Politik, verboten. Seit x Jahren der selbe Schmarrn.

Sie scheinen unverwüstlich zu sein. :D

Mifri
25.02.2019, 07:37
Nö, sind Sie nicht. Die Frage bzgl. 1x11 oder 1x12 am RR ist vollkommen legitim und wenn man sich seine Trainingsumgebung genauer betrachtet ist diese Antriebsauslegung vielleicht auch sinnvoll. Warum sollte ich ein zusätzliches Kettenblatt inkl. Umwerfer nur spazieren fahren?

Martinek1977
25.02.2019, 08:00
Nö, sind Sie nicht. Die Frage bzgl. 1x11 oder 1x12 am RR ist vollkommen legitim und wenn man sich seine Trainingsumgebung genauer betrachtet ist diese Antriebsauslegung vielleicht auch sinnvoll. Warum sollte ich ein zusätzliches Kettenblatt inkl. Umwerfer nur spazieren fahren?

Das war Spass;):ä, soll doch jeder fahren, was er für gut und richtig hält. Ich setze als Hobbylette auf Kompakt, hätte ich mehr Dampf, würde ich auf 53er... setzen, im Flachen dazu einfach eine 11-21 einsetzen. Fahre ich eine Veranstaltung im Gebirge dazu ein Laufrad mit einer 11 oder 12-27. Ich fahre hier im leicht Hügeligen eine 25. Fertig ist der Lack. Eine Klingel fährst du auch fast nur spazieren. Mich begeistert halt am Rennrad, diese feine, präzise Stufung, dieser lautlose Lauf... . Beim Stadtrad oder MTB sieht das anders aus ;). Kurzum- 34er Ritzel, Elektronik, Scheibenbremse... gehören für mich nicht dran.

Was mich an diesen ,, Einfach'' Geschichten stört- beworben wurden sie als ,, verschleißarm '' - letztlich ist der Verschleiß höher und der ist am Rennrad eh schon eklatant- was soll das also bringen? Es geht ja nicht nur darum, mit dem Ritzelrechner alles abzudecken;).
Aber wie gesagt- soll jeder fahren, was er möchte.

schmadde
25.02.2019, 09:01
Und täglich grüßt das Murmeltier..... Übersetzungsfragen gehören, analog zu Politik, verboten. Seit x Jahren der selbe Schmarrn.

Neue Technik bringt neue Möglichkeiten, da darf man doch drüber diskutieren? Wenn Du mit SSP glücklich bist, musst Du ja nicht reingucken in solche Threads :)

Davon ab verstehe ich wirklich nicht, was an 1fach so toll sein soll. Ich war damals froh als ich von 1x5 auf 2x5 umsteigen durfte. 3fach verstehe ich, das funktioniert besonders mit kurzen Kettenstreben nur mäßig, das wollte ich heute auch nicht mehr fahren. Aber seit 10fach mit Kompaktkurbel fehlt mir nichts mehr. 1x11 bring nur mehr Kettenschräglauf, weniger Bandbreite, gröbere Sprünge.

Die Schaltarbeit vorne hält sich bei gut abgestimmtem Antrieb doch sehr stark in Grenzen, also was genau ist eigentlich der Vorteil?

derluebarser
25.02.2019, 09:11
Hab mal eine Sram Force 1 Kurbel mit 42KB bestellt. Kassette wird 11-34.
Habt Ihr mal eine Kassetee HG800 mit Sram Kette gefahren?

fahre völlig problemlos die Sram Apex 1( Schaltwerk mit langem Käfig ) mit einer Sram PC X1 Kette und einer Shimano CS M7000 11/40 Kassette

pinguin
25.02.2019, 10:37
Die Frage des TE: "Hallo, ist jemand mit 1x11 und Rennrad langfristig zufrieden gewesen?"

Die Antworten: :D

Es ist immer ne sinnlose Übersetzungsdiskussion. Immer. Egal wer was fragt, wenn es um den Antriebsstrang geht.

man kann doch mal ein paar technische Erfahrungswerte hier reinstellen, ohne dass man "tief (oder sonstwo) hingehen" muss oder meint, mit 53er Scheibe 10% klettern zu wollen...

- Anbindung Schaltwerk? RoadLink, ...
- Mögliche Probleme Kettenabwurf?
- Qualität Kettenblatt?
- Narrow-Wide vs. Standard?
- Kettenlinie?
- Geräusche?
- Empfehlenswerte Kleinigkeiten?
- Experimente (Kombinationen von Teilen, die die Hersteller nie verkaufen wollen würden)?

Übersetzung kann vllt. einigermaßen sinnvoll beraten werden, wenn man erfahren würde, wo der TE wohnt, wie seine Gegebenheiten sind (80/20 Regel), ob es alternative Fahrräder im Fuhrpark gibt oder ob das Rad alles können soll, ...

Dann vllt. noch a bissl was zum körperlichen Hintergrund (Drücker, Nähmaschine, ...), fährt der TE alleine oder ist er ein Herdentier?

Usw.

Viel Spaß noch, beim Liegen, Gehen und Sitzen.

marcofibr
25.02.2019, 11:36
fahre völlig problemlos die Sram Apex 1( Schaltwerk mit langem Käfig ) mit einer Sram PC X1 Kette und einer Shimano CS M7000 11/40 Kassette

HG800 verlangt ja irgendwie eine spezielle Kette... ich Versuch es mal mit meiner 11fach SRAM.

marcofibr
25.02.2019, 11:39
Die Frage des TE: "Hallo, ist jemand mit 1x11 und Rennrad langfristig zufrieden gewesen?"

Die Antworten: :D

Es ist immer ne sinnlose Übersetzungsdiskussion. Immer. Egal wer was fragt, wenn es um den Antriebsstrang geht.

man kann doch mal ein paar technische Erfahrungswerte hier reinstellen, ohne dass man "tief (oder sonstwo) hingehen" muss oder meint, mit 53er Scheibe 10% klettern zu wollen...

- Anbindung Schaltwerk? RoadLink, ...
- Mögliche Probleme Kettenabwurf?
- Qualität Kettenblatt?
- Narrow-Wide vs. Standard?
- Kettenlinie?
- Geräusche?
- Empfehlenswerte Kleinigkeiten?
- Experimente (Kombinationen von Teilen, die die Hersteller nie verkaufen wollen würden)?

Übersetzung kann vllt. einigermaßen sinnvoll beraten werden, wenn man erfahren würde, wo der TE wohnt, wie seine Gegebenheiten sind (80/20 Regel), ob es alternative Fahrräder im Fuhrpark gibt oder ob das Rad alles können soll, ...

Dann vllt. noch a bissl was zum körperlichen Hintergrund (Drücker, Nähmaschine, ...), fährt der TE alleine oder ist er ein Herdentier?

Usw.

Viel Spaß noch, beim Liegen, Gehen und Sitzen.

Die Infos kann ich Dir geben... ehr Nähmaschine, Crosser/MTB vorhanden!
Hamburg östliches Umland/ Berge ehr nie/ 99% alleine. Keine Rennen oder RTF!

Bursar
25.02.2019, 11:44
Die wollen vielleicht einfach nur fahren und Spaß haben.die wollen vor allem den umwerfer nicht betätigen. Weil zu faul oder weil nicht in der Lage, den umwerfer richtig einzustellen.

Patrice Clerc
25.02.2019, 12:00
Reicht das normale Schaltwerk für die Kettenspannung?

Bei mir schon, ja.

Patrice Clerc
25.02.2019, 12:04
die wollen vor allem den umwerfer nicht betätigen. Weil zu faul oder weil nicht in der Lage, den umwerfer richtig einzustellen.

Umwerfer ist halt einfach langsamer, als schön linear Gang um Gang zu schalten. Das sehen offenbar auch die Pros so, die so lange wie möglich auch mit Kettenschräglauf auf dem grossen Blatt zu sehen sind. Und wenn 11 Gänge bezüglich Gangsprüngen und Bandbreite reichen, dann reicht ein Kettenblatt. Rennrad hiess schon immer Minimalismus.

Aber auch das hatten wir alles schon.

coopera
25.02.2019, 12:06
Hallo, ist jemand mit 1x11 und Rennrad langfristig zufrieden gewesen?

Die frage ist wie dein gelände ist

das kannst du ja anhand deines jetzigen rades gut einschätzen, längere 12% steigung und windgebolze im flachland wirds nicht abdecken...

für dich könnte aber 1*12 von schimano intressant werden, wenn du mit (vermutlich) 10fach abschlussritzel eine 10-30 mit einem 40ger kettenblatt kombinierst hast du von 15-46 km/h alles angedeckt

http://ritzelrechner.de/?GR=DERS&KB=40&RZ=10,11,12,13,14,15,17,19,21,24,27,30&UF=2135&TF=90&SL=2.6&UN=KMH&DV=speed

würde für mich wenn du eher flaches gelände hast schon sinn machen;)

avis
25.02.2019, 12:11
Umwerfer ist halt einfach langsamer, als schön linear Gang um Gang zu schalten. Das sehen offenbar auch die Pros so, die so lange wie möglich auch mit Kettenschräglauf auf dem grossen Blatt zu sehen sind. Und wenn 11 Gänge bezüglich Gangsprüngen und Bandbreite reichen, dann reicht ein Kettenblatt. Rennrad hiess schon immer Minimalismus.

Aber auch das hatten wir alles schon.

Dann lass es doch auch dabei, ist eben völlig abhänig von Topographie.
Langsamer ist relativ, denn ich muss dafür hinten wieder mehr schalten.

Patrice Clerc
25.02.2019, 12:18
Dann lass es doch auch dabei, ist eben völlig abhänig von Topographie.Primär ist es davon abhängig, ob einem 11 Gänge reichen.



Langsamer ist relativ, denn ich muss dafür hinten wieder mehr schalten.
Der Umwerfer ist immer langsamer als das Schaltwerk. In welchem Universum soll das nicht so sein?

Rex Felice
25.02.2019, 12:30
(...) für dich könnte aber 1*12 von schimano intressant werden, wenn du mit (vermutlich) 10fach abschlussritzel eine 10-30 mit einem 40ger kettenblatt kombinierst hast du von 15-46 km/h alles angedeckt

http://ritzelrechner.de/?GR=DERS&KB=40&RZ=10,11,12,13,14,15,17,19,21,24,27,30&UF=2135&TF=90&SL=2.6&UN=KMH&DV=speed

würde für mich wenn du eher flaches gelände hast schon sinn machen;)

und für welliges/steiles Gelände dann 10-42 :)

avis
25.02.2019, 15:07
Primär ist es davon abhängig, ob einem 11 Gänge reichen.


Der Umwerfer ist immer langsamer als das Schaltwerk. In welchem Universum soll das nicht so sein?

Und das wiederum ist maßgeblich von der Topographie abhänig.
Klar ist er das.
Aber dafür muss ich dann hinten halt nur sagen wir zwei Ritzel schalten um bspw. nach einer Abfahrt oder beim Einstieg in eine Steigung passend zu treten.
Bei Mono wären 4 Ritzel nötig.
Beispielsweise.

Patrice Clerc
25.02.2019, 15:28
Aber dafür muss ich dann hinten halt nur sagen wir zwei Ritzel schalten um bspw. nach einer Abfahrt oder beim Einstieg in eine Steigung passend zu treten.
Bei Mono wären 4 Ritzel nötig.
Beispielsweise.

4 Ritzel hinten ist aber seit jeher und immer noch schneller als zwei Ritzel hinten und vorne hoch oder runter schalten. Selbst wenn man die zwei hinten und das eine vorne gleichzeitig macht, zumal man ja i.a.R. nicht abrupt sondern Gang um Gang schaltet. Nochmals: das ist der Grund, weshalb Rennfahrer lange auf dem grossen Blatt bleiben, auch bei zunehmen sehr schräger Kette. Wenn die Schalterei vorne günstig zu haben wäre, dann - ja eben.

captain hook
25.02.2019, 15:34
Ich versteh die ganze Diskussion nicht. Die Sache ist doch simpel.

Wenn mir 11 oder 12 Gänge hinten für meine Anforderungen reichen in der Kombination aus Spreizung und Feinheit der Abstufung, dann funktioniert das. Hervorragend sogar. Logisch, dass man bei brutalem Schräglauf Geräusche hat. Die Kette fällt nicht runter, alles schaltet ganz normal, den Umwerfer kann man weglassen.

Wenn die Spreizung nicht ausreicht oder das ganze dann zu grob wird, muss man halt mit Werfer und zweitem Blatt fahren.

Eine 10-42 Kassette wollte ich auf der Straße nicht fahren. Fahr ich am Crosser. Für die Straße viel zu grob gestuft. 11/30 ist grade so erträglich, reicht mir persönlich aber auch aus. Wenn ich in die Berge fahr, montier ich ein zweites Blatt samt Werfer.

Da muss sich ja nix emotional dran erhitzen?!

Man kann übrigens auch nen 9er Abschlussritzel fahren. Dann kann man noch kleinere Blätter montieren. :eek:Von 3T zum Beispiel. Das wird dann vermutlich herzallerliebst abrollen.

avis
25.02.2019, 15:38
4 Ritzel hinten ist aber seit jeher und immer noch schneller als zwei Ritzel hinten und vorne hoch oder runter schalten. Selbst wenn man die zwei hinten und das eine vorne gleichzeitig macht, zumal man ja i.a.R. nicht abrupt sondern Gang um Gang schaltet. Nochmals: das ist der Grund, weshalb Rennfahrer lange auf dem grossen Blatt bleiben, auch bei zunehmen sehr schräger Kette. Wenn die Schalterei vorne günstig zu haben wäre, dann - ja eben.

Ja, ist eine zehntel Sekunde schneller ;)
Ob es nur daran liegt?
Bei Ausreißversuchen sieht man das auch öfter...und ob man dann jetzt oder 3min später den "langen" Schaltvorgang tätigt, sollte ja ansich egal sein.

Patrice Clerc
25.02.2019, 16:14
Ja, ist eine zehntel Sekunde schneller ;)
Ob es nur daran liegt?Es liegt daran, dass es zu lange geht und den Rhythmus für einen kurzen Moment bricht.

Das stört den Tourenfahrer natürlich nicht. Ist mir schon klar.



Bei Ausreißversuchen sieht man das auch öfter...und ob man dann jetzt oder 3min später den "langen" Schaltvorgang tätigt, sollte ja ansich egal sein.

Den teuren Schaltvorgang versucht man natürlich so zu legen, dass man im Idealfall schalten kann, wenn man nur mitrollen würde oder gar nicht mit treten würde, aber nach Möglichkeit nicht, wenn man nach dem Aufstieg auf dem "Faux plat" (immer noch leicht ansteigende Fläche) den anderen hinter her hetzen muss.

Linear schalten hat schon seine Vorteile. Die Frage bleibt halt, ob man mit 1x11 wirklich genügend Gänge in genügend feiner Abstufung hin kriegt. Das wird jeder für sich entscheiden müssen.

avis
25.02.2019, 16:21
Immer sofort ad hominem polemisieren...naja, wer es braucht.
Ich schrieb ja von Fällen, wo der Schaltvorgang vorne ohnehin ansteht, halt nur kurze Zeit später, ohne dass Passagen bergab anstünden, wo der Rythmuswechsel egal wäre.
Da zieht die Erklärung halt nicht.
Lassen wir es dabei.

Abstrampler
25.02.2019, 16:39
Witzig, ausgerechnet mit Profis zu argumentieren, bei denen das Experiment Mono gerade erst krachend gescheitert ist. :D
Ich denke, die sollten wir besser der Betrachtung ausnehmen.

avis
25.02.2019, 16:48
Ja, das stimmt eh!

marcofibr
25.02.2019, 18:02
Am Crosser bin ich 1 Jahr mit 38/11-34 gut gefahren und teste jetzt am Renner 42/11-34!

Werde berichten...

cadoham
25.02.2019, 18:43
Es liegt daran, dass es zu lange geht und den Rhythmus für einen kurzen Moment bricht.


Das stört den Tourenfahrer natürlich nicht. Ist mir schon klar.

Die vielen Profifahrer stören sich allerdings auch nicht an dem 2ten Kettenblatt,
sonst würden sicherlich mehr Teams den grossen Vorteil des "schnelleren Schaltens" mitnehmen.

Ist also nur für vermeintliche Semi-Profis von grosser Bedeutung? :krabben:

Passt man KB und Kassette sinnvoll an die Gegebenheiten an,
entfällt auch der vermeintlich "ständige" Wechsel der Kettenblätter.



Logisch, dass man bei brutalem Schräglauf Geräusche hat.

Bei Mono läuft der Antrieb nicht nur auf den jeweils letzten Ritzel lauter, sondern auch schon vorher,
weshalb ich nach 1 Saison mit Mono vorn wieder auf ein 2-fach Setup gewechselt habe.

Den einen stört es halt mehr, dem anderen fällt es kaum auf.

schnellerpfeil
25.02.2019, 19:19
Für mich hat es nicht befriedigend funktioniert. Fahre 40/11-30. Fürn Taunus ist mir 40/30 teilweise schon zu lang bergauf.
Wenn es in der Gruppe mal flott wird, bin ich schon aus dem Windschatten geflogen, weil ich mit 40/11 nicht mehr mithalten konnte. Am Gravel ja...am RR eher nicht. Ist mir nicht universell genug.

PAYE
25.02.2019, 19:57
Für mich hat es nicht befriedigend funktioniert. Fahre 40/11-30. Fürn Taunus ist mir 40/30 teilweise schon zu lang bergauf.
Wenn es in der Gruppe mal flott wird, bin ich schon aus dem Windschatten geflogen, weil ich mit 40/11 nicht mehr mithalten konnte. Am Gravel ja...am RR eher nicht. Ist mir nicht universell genug.

Für eine Kompromiss-Schaltung nicht wirklich überraschend.

helmut72
25.02.2019, 20:05
Mit 1x11 würde ich nie klarkommen im Vergleich zu jetzt. Es geht bei mir erst ab 1x12 los.

Angefangen habe ich mit 2x10 und Kompaktübersetzung:
https://www.j-berkemeier.de/Ritzelrechner.html?kb=34,50+rz=28,25,22,19,17,15,1 4,13,12,11+tf=90+dtf=5+ru=212+vr=0-0+ge=true+rt=false

Nach einigen Erfahrungen stellte ich fest, dass es ab 9% Steigung für mich einfach zäh wird. Das gute Essen lasse ich mir aber nicht nehmen. Deshalb erfolgte der Umbau auf 2x11:
https://www.j-berkemeier.de/Ritzelrechner.html?kb=34,50+rz=36,32,28,25,22,19,1 7,15,13,12,11+tf=90+dtf=5+ru=212+vr=0-0+ge=true+rt=false

In der Heimat (leicht wellig) bin ich zu 95% zw. 25-35km/h unterwegs, d.h. auf dem großen Kettenblatt habe ich dann die gleiche Übersetzung. Einfach mal die Geschwindigkeiten bei einer 90er Trittfrequenz vergleichen: bei beiden 26, 30, 33. Mein gewohnte Trittfrequenz liegt zw. 85 und 95.
Mit diesen Gängen bin ich also 95% meiner Zeit unterwegs. Bergab möchte ich trotzdem noch mittreten können, um aus 58 eine 60 oder aus 63 eine 65 km/h zu machen. Ob das jetzt auf einem 11er oder 10er Ritzel passiert? Geschenkt. Ansonsten zählt jeder Berggang, wenn ich wieder in den Alpen oder auf der Urlaubsinsel unterwegs bin.

Nun habe ich erst mit 1x11 rauf und runter gerechnet, aber entweder fehlte mir ein notwendiger Berggang oder ein Gang in der Mitte oder ein Gang für bergab.

Mit 1x12 habe ich fast die gleiche Übersetzung:
https://www.j-berkemeier.de/Ritzelrechner.html?kb=46+rz=50,42,36,32,28,24,21,1 8,16,14,12,10+tf=90+dtf=5+ru=212+ge=false+rt=false

25, 29, 33 vs 26, 30, 33 und eigentlich noch weiter bis 52 km/h. Die 40km/h habe ich schon mit 2x11 aufgegeben und geht mir nie ab und mit 1x12 die 47 geht mir noch weniger ab. Mit meinen üblichen Trittfrequenzen decke ich also das Spektrum in der Heimat ab und erhalte sogar einen noch leichteren Berggang. Schräglauf bei höheren Geschwindigkeiten? Ebenfalls geschenkt, weil vergleichsweise nur sehr kurzzeitig.

Ich habe mich ganz bewusst nicht für Übersetzungswerte (x zu y) entschieden, sondern für Geschwindigkeiten/Trittfrequenz. Das kann ich schon beim Fahren und später beim Auswerten besser vergleichen.

Das alles mag für andere ganz anders ausschauen. Die müssen halt ihre persönlich beste Übersetzung finden. 1x11 ist für mich immer ein Kompromiss, wenn ich 2x10 oder 2x11 gewohnt bin. Bei 1x12 kann ich damit Leben. Und nein, die Übersetzung wähle ich nicht aus optischen Gründen, für andere Foristen oder für den Geist Coppis aus, sondern zu 100% für mich ;) Da bin ich sehr egoistisch.

schnellerpfeil
25.02.2019, 20:06
Für eine Kompromiss-Schaltung nicht wirklich überraschend.

Das stimmt!
Marco hat ja nach Erfahrungen am RR gefragt. Meine hat er bekommen.

@Marco Deine Nachfrage letztens nach den Naben vom Paule habe ich zum Anlass genommen und die mal für mein City-Hipster-mit Bremsen gebremstes- Bahnrad geordert. Das "fixed only" bei meinen White ist mir zu anstrengend in der Stadt. :)

Pedalierer
25.02.2019, 20:07
Da ich im Flachland wohne fahre ich meine 34er Blätter auch wochenlang spazieren und der Werfer setzt Spinnweben an. Also gemessen an der flachen Topografie fahre ich dann quasi Mono 50 mit 12/25 Kassette.

Da mich das kleine Blatt in der Zeit aber nicht stört würde ich nicht auf die Idee kommen es zu entfernen, denn spätestens beim nächsten Besuch in den Bergen sieht die Welt halt ganz anders aus als mein Alltag in Brandenburg.

Als echter Monofahrer müsste ich dann mehrere tendenziell sehr teure Kassetten haben um auf die Topografie zu reagieren, denn im Alltag will ich ja keine großen Gangsprünge.

PAYE
25.02.2019, 20:19
Das stimmt!
Marco hat ja nach Erfahrungen am RR gefragt. Meine hat er bekommen.

...


Ich habe auch schon vor Jahren meine Erfahrungen ohne Umwerfer gemacht.
Klang irgendwie smart & minimalistisch, war für mich aber dann doch eher doof & unpraktisch. :ü

schnellerpfeil
25.02.2019, 20:25
Du wohnst ja auch näher an den richtigen Bergen. :)
In meiner Gegend geht das schon, nur sehe ich keinen Sinn mehr in dem
Kompromiss. Soo schlimm ist so ein Umwerfer nun auch nicht.

cadoham
25.02.2019, 20:39
Eben.

Durch die grössere Kassette und dem oftmals genutzten Schaltwerk mit Schwingungsdämpfer,
ist der marginale Gewichtsvorteil meist dahin und wer seinen Antrieb sinnvoll abgestimmt hat,
fährt im flachen bis welligen alles auf dem grossen Blatt.

Sobald es steiler wird, geht man eben auf das kleinere Kettenblatt und braucht sich nicht mit
starkem Schräglauf und unschönen Geräuschen rumplagen.


Mit einer Di2, oder neuen eTap lässt man dann eben den Umwerfer automatisch mitschalten,
wenn das bisher ein Problem dargestellt hat. :D

marcofibr
25.02.2019, 21:00
Das stimmt!
Marco hat ja nach Erfahrungen am RR gefragt. Meine hat er bekommen.

@Marco Deine Nachfrage letztens nach den Naben vom Paule habe ich zum Anlass genommen und die mal für mein City-Hipster-mit Bremsen gebremstes- Bahnrad geordert. Das "fixed only" bei meinen White ist mir zu anstrengend in der Stadt. :)

Hier im Norden kann ich 200km mit 200hm fahren und da sollte es passen... :)
Fahre eh immer alleine zwischen 25-35 km/h.

Die Paul Naben hab ich erstmal hier liegen... Hoffe mal auf einen passenden Rahmen. :)

Patrice Clerc
26.02.2019, 07:36
Die vielen Profifahrer stören sich allerdings auch nicht an dem 2ten Kettenblatt,
sonst würden sicherlich mehr Teams den grossen Vorteil des "schnelleren Schaltens" mitnehmen.Das tun sie ja, jedenfalls dort, wo sie mit den 10 rechten Ritzeln auf dem grossen Blatt auskommen.



Ist also nur für vermeintliche Semi-Profis von grosser Bedeutung? :krabben:Also nein.



Passt man KB und Kassette sinnvoll an die Gegebenheiten an,
entfällt auch der vermeintlich "ständige" Wechsel der Kettenblätter.
Eigentlich nicht: die Anzahl Kettenblattwechsel hängt von der Menge der Überschneidungen ab und wie oft man im Bereich fährt wo die Kette schrägt läuft. Je mehr sich die Gänge des grossen und kleinen Blattes überschneiden, desto weniger muss vorne geschaltet werden. Allerdings hat man dann plötzlich nur noch 11 unterschiedliche Gänge (sic!).


Bei Mono läuft der Antrieb nicht nur auf den jeweils letzten Ritzel lauter, sondern auch schon vorher,
weshalb ich nach 1 Saison mit Mono vorn wieder auf ein 2-fach Setup gewechselt habe.

Den einen stört es halt mehr, dem anderen fällt es kaum auf.

Ich habe gestern Abend eigens hin gehört. Da fällt nichts auf, weil nichts zu hören ist. Setup: normales Schaltwerk, narrow-wide-Blatt von SRAM.

Patrice Clerc
26.02.2019, 07:40
Witzig, ausgerechnet mit Profis zu argumentieren, bei denen das Experiment Mono gerade erst krachend gescheitert ist. :D
Ich denke, die sollten wir besser der Betrachtung ausnehmen.

[/quote]Das ist weit weniger witzig, wenn man den Kontext der Diskussion beachtet. Kontext:
- Pros vermeiden das Schalten vorne
- Wenn 11 Gänge reichen, dann ist 1x11 eine gute Sache

Erkenntnis: bei jedem zweiten, dritten Pro-Rennen reichen 11 Gänge nicht. Ob dir auf deiner Runde 11 Gänge reichen, kannst nur du wissen. Aber das ist wohl zu banal.

:Angel:

Rex Felice
26.02.2019, 08:10
Mit 1x11 würde ich nie klarkommen im Vergleich zu jetzt. Es geht bei mir erst ab 1x12 los.(...)


Sehe ich auch so. 11fach ist für 1fach einfach noch zu begrenzt um eine Alternative für mehr als eine Nische zu sein. Mit 12fach sieht es dann anders aus. Für mich würde ich aber nicht den Weg wählen den du mit 10-50 gehst, sondern mir schwebt eher etwas wie 42er KB mit 10-36 (z. B. 10,11,12,13,14,16,18,21,24,28,32,36) vor. Das ist von der Abstufung her nicht viel gröber als heutige Lösungen mit 11-32 und ähnlich, bietet aber eine vergleichbare Entfaltung.

Die Frage ist, was die Hersteller anbieten werden. Campa hat die Chance bei den neuen 12fach Gruppen leider verpasst, immerhin gibt es jetzt das 32er Ritzel für alle Gruppen und sie haben auf 3fach verzichtet. Shimano ist leider ähnlich konservativ. Bei den MTBs hat sie das in den letzten Jahren viel Geld und Prestige gekostet.

cadoham
26.02.2019, 08:17
Das tun sie ja, jedenfalls dort, wo sie mit den 10 rechten Ritzeln auf dem grossen Blatt auskommen.

Wieviele Pro Teams fahren nochmal Mono vorn, wegen der Vorteile? ...

Hier geht es also doch nur um das Recht haben wollen,
während fast alles Profis mit 2 KB unterwegs sind,
weil es vorteilhafter ist.

Rex Felice
26.02.2019, 08:24
Da ich im Flachland wohne fahre ich meine 34er Blätter auch wochenlang spazieren und der Werfer setzt Spinnweben an. Also gemessen an der flachen Topografie fahre ich dann quasi Mono 50 mit 12/25 Kassette.

Da mich das kleine Blatt in der Zeit aber nicht stört würde ich nicht auf die Idee kommen es zu entfernen, denn spätestens beim nächsten Besuch in den Bergen sieht die Welt halt ganz anders aus als mein Alltag in Brandenburg.

Als echter Monofahrer müsste ich dann mehrere tendenziell sehr teure Kassetten haben um auf die Topografie zu reagieren, denn im Alltag will ich ja keine großen Gangsprünge.

Richtig, wobei du dann in den Bergen das kleine Kettenblatt mehrheitlich nur in Verbindung mit den grossen Ritzeln brauchst. Da kann man die Frage stellen, ob man diese 3, 4 Gänge nicht einfach mit grösseren Ritzeln abdecken kann.

Z. B. Sowas wäre nicht weit weg davon: https://www.ritzelrechner.de/?GR=DERS&KB=34,50&RZ=12,13,14,15,16,17,19,21,23,26,29&UF=2125&TF=90&SL=2.6&UN=KMH&DV=teeth&GR2=DERS&KB2=42&RZ2=10,11,12,13,14,16,18,21,24,28,32,36&UF2=2125

Rex Felice
26.02.2019, 08:27
Witzig, ausgerechnet mit Profis zu argumentieren, bei denen das Experiment Mono gerade erst krachend gescheitert ist. :D
Ich denke, die sollten wir besser der Betrachtung ausnehmen.

Wobei mich die Profis in der Tat nicht wirklich interessieren, warum sollten die?

Abstrampler
26.02.2019, 08:47
Wobei mich die Profis in der Tat nicht wirklich interessieren, warum sollten die?

Eben. :)

Rex Felice
26.02.2019, 09:21
(...) Eigentlich nicht: die Anzahl Kettenblattwechsel hängt von der Menge der Überschneidungen ab und wie oft man im Bereich fährt wo die Kette schrägt läuft. Je mehr sich die Gänge des grossen und kleinen Blattes überschneiden, desto weniger muss vorne geschaltet werden. Allerdings hat man dann plötzlich nur noch 11 unterschiedliche Gänge (sic!). (...)

Die Überschneidungen hat man ja nur deswegen, weil die Kettenblätter nur begrenzt an die persönlichen Bedürfnisse anpassbar sind und sich eher am Profizirkus, Tradition etc. orientieren als am wirklichen Bedarf der Masse. Sieht man ja besonders bei 52-39, womit viele herumfahren für die es nicht gedacht war, sodass es meist kaum passt. Da braucht man dann viele Überschneidungen, damit das harmonisch fahrbar wird. Doch dann hat man am Ende mit 2x11 nur noch etwa 13, 14 unterschiedliche Gänge.

Rex Felice
26.02.2019, 09:25
Wieviele Pro Teams fahren nochmal Mono vorn, wegen der Vorteile? ...

Hier geht es also doch nur um das Recht haben wollen,
während fast alles Profis mit 2 KB unterwegs sind,
weil es vorteilhafter ist.

Naja, ich sehe für mich das Potential eines 1x Antriebs. Noch nicht mit 11fach, aber 12fach kommt.
Nebst einigen Nachteilen gibt es einige Vorteile und je nachdem welchen Kompromiss man bevorzugt, kann das eine Option sein.

Übersetzungen sind zwar individuell, aber letztlich ist das eine Rechenaufgabe und damit hinreichend objektivierbar um darüber eine Diskussion zu führen, die über Gefühle und Meinungen hinaus geht.

helmut72
26.02.2019, 20:23
sondern mir schwebt eher etwas wie 42er KB mit 10-36 (z. B. 10,11,12,13,14,16,18,21,24,28,32,36) vor.
So ist jeder anders und braucht etwas anderes. Deine Übersetzung hat in dem Geschwindigkeitsbereich, in dem ich mich zu 95% bewege (zu Hause), für mich keine Vorteile (gleiche Abstufungen zw. 25 und 35 km/h), aber bei einer Alpentour nur Nachteile, weil ich den Berg nicht rauf komme, wenn eine bestimmte Steigung ansteht.

Deshalb ist folgendes die einzig richtige Antwort zum Thema:

Übersetzungen sind zwar individuell, aber letztlich ist das eine Rechenaufgabe und damit hinreichend objektivierbar um darüber eine Diskussion zu führen, die über Gefühle und Meinungen hinaus geht.

Cattie
27.02.2019, 10:09
Ich fahre am Gravel Rad 46T x 10-42 und bin begeistert. Ich habe den Umwerfer schon immer „gehasst“. Ich empfand das Schalten mit dem Umwerfer als extrem rhythmusstörend. Das lineare Schalten kommt mir total entgegen.

Jetzt habe ich mir ein Rennrad mit 50T x 10-42 aufgebaut und auch dort funktioniert es für mich von der Übersetzung her. Allerdings habe ich im Vollspringt auf dem 10er und 12er Ritzel Geräusche als ob die Antriebsstrang jeden Augenblick verrecken würde. Die Kettenlinie müsste eigentlich noch besser als beim Gravelrad sein, weil die Kettenstrebe des Rennrads 1 cm länger ist.
Ob es am 50er Kettenblatt liegt?
Ich werde auf jeden Fall aber auch nochmal die Einstellung des Schaltwerks überprüfen.

Fakt ist aber auch, das lässt sich nicht verneinen, dass 10er Ritzel läuft merklich rau. Leider gibt es keine vollgefräste SRAM Kassette die bei 11 oder 12 aufhört.
Nachdem ich mich etwas intensiver mit Übersetzungen beschäftigt habe, wäre mir mittlerweile ein 52 oder 53 Blatt mit 12 Abschlussritzel für meinen Anwendungszweck (kurze Ballerrunden von 50 bis 120 min mit Fokus auf kurze Stravasegmente) lieber.

Marin
27.02.2019, 10:42
Reicht dir für Ballerrunden nicht 11-32?

Cattie
27.02.2019, 15:13
Reicht dir für Ballerrunden nicht 11-32?

Ich denke leider nicht .

672193

Pedalierer
27.02.2019, 16:46
Die Gangsprünge sind schon groß. Bei meiner Kompakt-Übersetzung haben ich zwischen 6% und 11% Gangsprünge.
Das ist schon ein großes Opfer mit solchen Sprüngen zu leben nur um den Werfer los zu werden.

Mida
27.02.2019, 17:41
Ich fahre am Gravel Rad 46T x 10-42 und bin begeistert. Ich habe den Umwerfer schon immer „gehasst“. Ich empfand das Schalten mit dem Umwerfer als extrem rhythmusstörend. Das lineare Schalten kommt mir total entgegen.

Jetzt habe ich mir ein Rennrad mit 50T x 10-42 aufgebaut und auch dort funktioniert es für mich von der Übersetzung her. Allerdings habe ich im Vollspringt auf dem 10er und 12er Ritzel Geräusche als ob die Antriebsstrang jeden Augenblick verrecken würde. Die Kettenlinie müsste eigentlich noch besser als beim Gravelrad sein, weil die Kettenstrebe des Rennrads 1 cm länger ist.
Ob es am 50er Kettenblatt liegt?
Ich werde auf jeden Fall aber auch nochmal die Einstellung des Schaltwerks überprüfen.

Fakt ist aber auch, das lässt sich nicht verneinen, dass 10er Ritzel läuft merklich rau. Leider gibt es keine vollgefräste SRAM Kassette die bei 11 oder 12 aufhört.
Nachdem ich mich etwas intensiver mit Übersetzungen beschäftigt habe, wäre mir mittlerweile ein 52 oder 53 Blatt mit 12 Abschlussritzel für meinen Anwendungszweck (kurze Ballerrunden von 50 bis 120 min mit Fokus auf kurze Stravasegmente) lieber.

Die 10er laufen echt rau, aber was spricht dagegen eine XT 11-40 oder 11-42 Cassette zu montieren. 50-11 sollte doch für alle Sprints reichen.

Patrice Clerc
27.02.2019, 17:46
Ich bin zwar ein Anhänger von 1x, aber wenn man eine Bandbreite von mehr als 3 benötigt (11 bis 32 ist knapp 3), dann sehe ich den Nutzen nicht.

Cattie
01.03.2019, 11:48
Die 10er laufen echt rau, aber was spricht dagegen eine XT 11-40 oder 11-42 Cassette zu montieren. 50-11 sollte doch für alle Sprints reichen.

U.a. das deutliche Mehrgewicht. First world problems :D

marcofibr
16.03.2019, 10:39
Ist jetzt 42/11-34 geworden. Hoffe jetzt mal auf gutes Wetter und einen längere Tour.
Rad soll für jeden Anlass genutzt werden und daher sorglose Teile. Lenkerband kommt nach der ersten Tour.

https://fstatic1.mtb-news.de/v3/23/2363/2363379-82z3orzrnt4b-27bcb16f_8ad2_4464_9cd3_e88a49dd5abe-large.jpg (https://fotos.mtb-news.de/p/2363379)

https://fstatic1.mtb-news.de/v3/23/2363/2363378-1wouhxs0036o-af57b31b_7b4c_4f89_8ade_064d25e49a9d-large.jpg (https://fotos.mtb-news.de/p/2363378)

Cattie
16.03.2019, 20:14
Ich fahre am Gravel Rad 46T x 10-42 und bin begeistert. Ich habe den Umwerfer schon immer „gehasst“. Ich empfand das Schalten mit dem Umwerfer als extrem rhythmusstörend. Das lineare Schalten kommt mir total entgegen.

Jetzt habe ich mir ein Rennrad mit 50T x 10-42 aufgebaut und auch dort funktioniert es für mich von der Übersetzung her. Allerdings habe ich im Vollspringt auf dem 10er und 12er Ritzel Geräusche als ob die Antriebsstrang jeden Augenblick verrecken würde. Die Kettenlinie müsste eigentlich noch besser als beim Gravelrad sein, weil die Kettenstrebe des Rennrads 1 cm länger ist.
Ob es am 50er Kettenblatt liegt?
Ich werde auf jeden Fall aber auch nochmal die Einstellung des Schaltwerks überprüfen.

Fakt ist aber auch, das lässt sich nicht verneinen, dass 10er Ritzel läuft merklich rau. Leider gibt es keine vollgefräste SRAM Kassette die bei 11 oder 12 aufhört.
Nachdem ich mich etwas intensiver mit Übersetzungen beschäftigt habe, wäre mir mittlerweile ein 52 oder 53 Blatt mit 12 Abschlussritzel für meinen Anwendungszweck (kurze Ballerrunden von 50 bis 120 min mit Fokus auf kurze Stravasegmente) lieber.

Ich muss mich mal selber zitieren.
Nachdem ich nochmal an der Schaltung justiert habe läuft es jetzt besser. Vielleicht ist es auch einfach der Eingewöhnungseffekt der Komponenten zueinander.

Kann so bleiben.
Unschlagbar billig im Setup bei der Leistung:

Rival 1 Schaltwerk 79 €
Force 1 50T 49 €
Rival 1 Schalthebel Flatmount 350 €
SRAM XG Kassette 179 €

Voreifelradler
16.03.2019, 21:13
Nö.


Hilfreicher wären aber konkrete Fragen deinerseits, wenn dich das Thema interessiert,
denn es hängt auch stark von den persönlichen Präferenzen ab, ob man letztlich mit 1x11 zufrieden ist.

1+ Patrick!
Daher auch meine recht "genervte" Antwort im Sour Thread.




Ne, würde auch zu weit gehen, dass Scheitern auf das misslungene Experiment mit der Monoschaltung zurückzuführen, aber es war nicht ganz unbeteiligt daran.


Ich denke, dass es mit DER Hauptgrund ist. Im Jahr 2017 waren die noch bei der Vuelta, 2018 nicht mehr. Als kleines Team, zumindest stelle ich mir das vor, ist eine große Rundfahrt nicht nur gut fürs Image, sondern auch für den Geldbeutel.

@Marco: In der Trek Galerie habe ich schon gesehen, dass du es fährst.

Ich selbst fahre es auf meinem Gravel/Crosser, aber mit 38er Reifen in entsprechendem Gelände.

Junakreiter
23.03.2019, 20:17
Hallo !

Leider kann ich zu ursprünglichen Frage nichts beitragen, möchte aber kurz an das Thema anknüpfen.
Ich bin gerade im Begriff mir ein RR mit 1x11 zu bauen und hab mir einige Gedanken gemacht.
Als Hobbyfahrer bin ich viel im 20-35 kmh Bereich unterwegs, durchaus mal ordentlich flott. (nach eigenen Maßstäben)

Hatte bis dato 2x10 Kompakt, und da passen für mich die Umwerf-Punkte nicht.
Fahr ich am 50er 17 19 21 (was quasi 80% abdeckt) dann zwingt mich Gegenwind
oder eine leichte Steigung oft zum Umwerfen, weil das 23er und 25er Ritzel mit dem 50er nicht mehr sauber laufen.
Umgekehrt wenn ich mit dem 34er fahre (würde viel mehr abdecken) dann kommt das Problem,
daß bei den langen Gängen 14,13,12 die Steighilfe vom großen Kettenblatt schon ins Spiel kommt.

So gesehen verwende ich nicht mehr als 10 oder 11 Gänge und muß trotzdem ständig umwerfen.

grüße,
Alex.

Bursar
23.03.2019, 20:37
Dann ersetze doch das 50er Kettenblatt durch zB ein 46er.

Junakreiter
23.03.2019, 21:00
46/34 hab ich am Crosser.
Stimmt, das gefällt mir eigentlich deutlich besser.

Ich wünsch mir, daß die Mitte des Fahrens in der Mitte der Kassette ist.
Das wäre bei mir in etwa 28 kmh, also zB. 50/21 was nicht die Mitte der Kassette ist.
Besser wäre zB. 39/16 was bei der Zukünftigen 1x11 genau die Mitte ist.

Dann ist halt noch wichtig, daß alle 10,11 oder 12 Gänge de Facto sauber Schaltbar sind.
Da (find ich) ist das 2. Kettenblatt samt Wurfanlage oft hinderlich.

lg,
Alex.

Bursar
23.03.2019, 21:15
Ich wünsch mir, daß die Mitte des Fahrens in der Mitte der Kassette ist.
Wozu denn die Mitte der Kassette:confused:
Hauptsache, die Kette läuft einigermaßen gerade ohne großen Schräglauf nach hinten.
Das wären beim aussenliegenden großen Kettenblatt eben die kleineren Ritzel.
Wenn du zu schwach bist für 50-16,15,14, dann halt ein kleineres Kettenblatt und/oder eine Jugendkassette, wo das kleinste Ritzel im Falle der Ultegra Kassette das 14er ist und nicht das 12er oder 11er. Oder Miche Kassetten, da ist sogar ein 16er Ritzel ganz vorne. Die anderen Ritzel rutschen dann entsprechend weiter nach rechts.
Allemal besser als ein Kettenblatt vorne und eine irrsinnige Kassette mit grossen Gangsprüngen hinten, wenn es bergtauglich sein soll.
Wer sowas fährt, ist nur zu faul zum Schalten, bzw. ist nicht in der Lage, den Umwerfer passend einzustellen.

Cattie
23.03.2019, 21:21
Hallo !

Leider kann ich zu ursprünglichen Frage nichts beitragen, möchte aber kurz an das Thema anknüpfen.
Ich bin gerade im Begriff mir ein RR mit 1x11 zu bauen und hab mir einige Gedanken gemacht.
Als Hobbyfahrer bin ich viel im 20-35 kmh Bereich unterwegs, durchaus mal ordentlich flott. (nach eigenen Maßstäben)

Hatte bis dato 2x10 Kompakt, und da passen für mich die Umwerf-Punkte nicht.
Fahr ich am 50er 17 19 21 (was quasi 80% abdeckt) dann zwingt mich Gegenwind
oder eine leichte Steigung oft zum Umwerfen, weil das 23er und 25er Ritzel mit dem 50er nicht mehr sauber laufen.
Umgekehrt wenn ich mit dem 34er fahre (würde viel mehr abdecken) dann kommt das Problem,
daß bei den langen Gängen 14,13,12 die Steighilfe vom großen Kettenblatt schon ins Spiel kommt.

So gesehen verwende ich nicht mehr als 10 oder 11 Gänge und muß trotzdem ständig umwerfen.

grüße,
Alex.

Die Gedanken habe ich mir vor dem Aufbau auch gemacht und im Ritzelrechner mal drivers Kombinationen durchgespielt. Meine Reisegeschwindigkeit liegt so zwischen 29 und 30 km/h. Damit fahre ich mit einem 50er Blatt vorne und 10-42 hinten, in der Regel relativ mittig, bzw. leicht auf den inneren Ritzeln und das passt imho sehr gut. Für dich wäre dann evtl. ein 48er oder 46er 1x Blatt etwas. Die Problematik mit dem Umwerfer hatte ich nämlich genauso wie du. Das ist echt nice bei linearem schalten.

cadoham
23.03.2019, 21:53
Die Problematik mit dem Umwerfer hatte ich nämlich genauso wie du. Das ist echt nice bei linearem schalten.

Wie oft wird mit einer unpassenden Übersetzung vom Komplettrad gefahren und sich darüber geärgert,
das grosse KB nur mit viel Schräglauf der Kassette fahren zu können und daher auch viel mit dem
Umwerfer schalten zu müssen? :)

Statt auf ein kleineres 46er KB zu wechseln, mit dem man die Kassette sinnvoller nutzen kann,
während Schaltvorgänge beim Umwerfer nur bei merklichen Steigungen notwendig werden,
greift man zur vermeintlichen Lösung "Mono vorn" und akzeptiert eben grössere Gangsprünge
und Schräglauf bei den jeweils äusseren Ritzeln.

Cattie
23.03.2019, 23:07
Wie oft wird mit einer unpassenden Übersetzung vom Komplettrad gefahren und sich darüber geärgert,
das grosse KB nur mit viel Schräglauf der Kassette fahren zu können und daher auch viel mit dem
Umwerfer schalten zu müssen? :)

Statt auf ein kleineres 46er KB zu wechseln, mit dem man die Kassette sinnvoller nutzen kann,
während Schaltvorgänge beim Umwerfer nur bei merklichen Steigungen notwendig werden,
greift man zur vermeintlichen Lösung "Mono vorn" und akzeptiert eben grössere Gangsprünge
und Schräglauf bei den jeweils äusseren Ritzeln.

In der Gruppe brauche ich 50-11/12 auf jeden Fall.

cadoham
23.03.2019, 23:12
Letztlich muss man sich immer die Frage stellen, was einem am wichtigsten ist
und welche Prioritäten man setzt.

Das Argument, in einer Abfahrt auch bei +65km/h noch treten zu können,
bringt an anderer Stelle auch Nachteile.

Wer in einer Gruppe öfter bei +50km/h unterwegs ist, benötigt natürlich ein
entsprechend grosses Kettenblatt, aber wie oft liest man von einem üblichen
Geschwindigkeitsbereich zwischen 25-35km/h wo ein 50er KB,
je nach Kassettenwahl, schon zu einem unschönen Schräglauf der Kette führen kann.

Bei einer kurzen Steigung oder stärkerem Gegenwind, liegt man dann schnell zwischen
den beiden Kettenblättern und beginnt genervt hin und her zu schalten,
was bei einem 46er dann viel entspannter wäre.

Ich sehe das auch als einen der Gründe, warum Mono vorn zu einem Trend geworden ist,
weil viele durch falsche Abstufungen genervt vom Umwerfer sind und Mono vorn dann
als "Erlösung" empfinden.

Mifri
23.03.2019, 23:16
Weil die Gruppe ständig ca. 55km/h fährt.:rolleyes:

Cattie
23.03.2019, 23:24
Weil die Gruppe ständig ca. 55km/h fährt.:rolleyes:

Nein, natürlich nicht, aber es gibt hier einige Segmente, da bin ich dann mit 50-11/12 auch am Limit.
Das 50er bekomme ich auch alleine gut rund, aber das ändert nichts an den teilweise störenden Überschneidungen.

Rex Felice
23.03.2019, 23:36
In der Gruppe brauche ich 50-11/12 auf jeden Fall.

46:11 entspricht ziemlich genau 50:12...

cadoham
23.03.2019, 23:42
Das 50er bekomme ich auch alleine gut rund, aber das ändert nichts an den teilweise störenden Überschneidungen.

Überschneidungen sind normal und grundsätzlich erstmal nicht schlimm,
denn das Ziel ist es nicht, bei 2x11 auch 22 nutzbare Gänge zu realisieren,
sondern den (möglichen) Geschwindigkeitsbereich sinnvoll abdecken zu können,
ohne dabei mit Schräglauf fahren zu müssen.

Ich bin 2017 bewusst nur mit 1x11 unterwegs gewesen und wollte meine eigenen
Erfahrungen damit machen.
Mir fiel auf, mit Gangsprüngen von 2 Zähnen kein Problem zu haben und fahre nun
alles mit dem 46er Blatt und einer 34er Kassette.

Das kleine 36er habe ich als Reserve, um auch mal die kleinen Berge im Norden zu bewältigen. :Applaus:

Cattie
23.03.2019, 23:46
46:11 entspricht ziemlich genau 50:12...

Wobei wir dann wieder beim Thema Wattverluste durch kleine Blätter und Ritzel wären :D


Überschneidungen sind normal und grundsätzlich erstmal nicht schlimm,
denn das Ziel ist es nicht, bei 2x11 auch 22 nutzbare Gänge zu realisieren,
sondern den (möglichen) Geschwindigkeitsbereich sinnvoll abdecken zu können,
ohne dabei mit Schräglauf fahren zu müssen.

Ich bin 2017 bewusst nur mit 1x11 unterwegs gewesen und wollte meine eigenen
Erfahrungen damit machen.
Mir fiel auf, mit Gangsprüngen von 2 Zähnen kein Problem zu haben und fahre nun
alles mit dem 46er Blatt und einer 34er Kassette.

Das kleine 36er habe ich als Reserve, um auch mal die kleinen Berge im Norden zu bewältigen. :Applaus:

2019 ist mein 1x Testjahr auf der Straße ;) Müsste auch mal das Rad in die Galerie stellen.

avis
23.03.2019, 23:47
Ich sehe das auch als einen der Gründe, warum Mono vorn zu einem Trend geworden ist,
weil viele durch falsche Abstufungen genervt vom Umwerfer sind und Mono vorn dann
als "Erlösung" empfinden.

Da könnte was dran sein.
In hügeligem Gelände ist 50 vorne halt für viele Hobbyfahrer noch zu dick, da wäre ein 46 sehr viel sinnvoller.
Dann hat man kein Rumschalten mehr und zwischen den Blättern Liegen, dennoch die feine Abstufung und Bergtauglichkeit.
Aber man sieht es ja hier öfter...; wenn man beim durchschnittlichen Freizeitfahrer die Notwendigkeit von Übersetzungen, die nahe an denen der Profis liegen, anzweifelt, oder die Sinnhaftigkeit derselben in Frage stellt, erntet man Entrüstung.
Da wird dann auf die Möglichkeit verwiesen bei 70km/h noch locker, aber druckvoll mittreten zu können, oder, noch wichtiger, auf die typischen Hobbyletten-Sonntagsausfahrt-Gruppen Bezug genommen, die offenbar irgendwie immer wie Sky oder US Postal beim Mannschafts TT durch die Gegend zu fliegen scheinen...so scheint es...
...was man nur real irgendwie nie sieht und was wenig wahrscheinlich scheint. :ä
Gut, für 2-3 Minuten/Ausfahrt sicher und dann muss man bereit sein!
;)

cadoham
23.03.2019, 23:52
@avis
Danke für die Zustimmung.




2019 ist mein 1x Testjahr auf der Straße ;) Müsste auch mal das Rad in die Galerie stellen.

Viel Spass! :)

Mir macht es immer Freude, mal was neues auszuprobieren und eigene Erfahrungen zu machen.

Mifri
24.03.2019, 09:36
Hin und wieder mache ich den Wechsel vom 50er auf das 34er Kettenblatt von der Geschwindigkeit abhängig. So ab 23km/h geht es dann auf das 34er, aber auch nicht immer. Das 34er darf ja auch mal genutzt werden, wenn es schon verbaut ist.

Im Grunde ist mir persönlich der Schräglauf auch völlig egal. Ich achte nur darauf, über Kreuz nicht komplett groß-groß oder klein-klein zu fahren.

Bzgl. Mono kann es eben vom Nachteil sein, dass die Gangsprünge nicht passen, oder man eben gewisse Passagen nicht gut fahren kann.
Bei 40/11 ist nun einmal zwischen 45 und 50km/h Schluß und bei 40/28 wahrscheinlich ab durchgängig 10%.

Ich werde meinen Selbstversuch mit 40er Mono und 11/30 bei der Flandernrundfahrt unternehmen. Wenn es am Paterberg nicht klappt, wird das Rad geschultert und gelaufen, so wie beim CX halt üblich.

Junakreiter
24.03.2019, 10:54
Wozu denn die Mitte der Kassette:confused:
Hauptsache, die Kette läuft einigermaßen gerade ohne großen Schräglauf nach hinten.
Das wären beim aussenliegenden großen Kettenblatt eben die kleineren Ritzel.
Wenn du zu schwach bist für 50-16,15,14, dann halt ein kleineres Kettenblatt und/oder eine Jugendkassette, wo das kleinste Ritzel im Falle der Ultegra Kassette das 14er ist und nicht das 12er oder 11er. Oder Miche Kassetten, da ist sogar ein 16er Ritzel ganz vorne. Die anderen Ritzel rutschen dann entsprechend weiter nach rechts.
Allemal besser als ein Kettenblatt vorne und eine irrsinnige Kassette mit grossen Gangsprüngen hinten, wenn es bergtauglich sein soll.
Wer sowas fährt, ist nur zu faul zum Schalten, bzw. ist nicht in der Lage, den Umwerfer passend einzustellen.

Du hast mich nicht verstanden. Ich bin sicher schwächer als du, schon klar
aber es geht um die andere Richtung, als 50 - 21, 50 - 23 usw. da wo es richtung 20 kmh geht.
Auf dem großen Blatt nach außen ist eh alles wunderbar, bloß halt für mich zu lang.

grüße !
Alex.

the_brain_mave
24.03.2019, 11:16
Die Gedanken habe ich mir vor dem Aufbau auch gemacht und im Ritzelrechner mal drivers Kombinationen durchgespielt. Meine Reisegeschwindigkeit liegt so zwischen 29 und 30 km/h. Damit fahre ich mit einem 50er Blatt vorne und 10-42 hinten, in der Regel relativ mittig, bzw. leicht auf den inneren Ritzeln und das passt imho sehr gut. Für dich wäre dann evtl. ein 48er oder 46er 1x Blatt etwas. Die Problematik mit dem Umwerfer hatte ich nämlich genauso wie du. Das ist echt nice bei linearem schalten.

Nennt mich verrückt, aber bei einer Heldenkurbel mit klassischen 39/53 und 11-28 fährt man bei einer 90 Frequenz laut Ritzelrechner bei 39/13 35 km/h und bei 39/25 18 km/h.

Das erscheint mir ziemlich nah am geforderten Optimum und in der Gruppe fährt man dann halt die höheren Geschwindigkeiten zu 90% auf dem großen Blatt. Die Kompaktkurbel haben nicht alle Probleme gelöst, sondern durchaus welche geschaffen. Mir ist 34 in 90% der Fälle zu klein und 50 in 90% der Fällen zu groß. 53/39 dagegen perfekt.

Edit: Noch besser funktioniert übrigens eine 11-25 Kassette die noch ein 16er Ritzel hat. Da ist man bei 27-31 km/h perfekt eng gestuft.

Patrice Clerc
24.03.2019, 11:19
Man könnte auch 50,38 oder 48,36 fahren und die paar Tage im Jahr, wo man wirklich kleiner braucht, auch einfach ein 34er montieren.

Das tat ich jahrelang. 50/11 war auch bei Open- und Handicap-Rennen gegen Profis nie zu kurz.

avis
24.03.2019, 13:31
Mir ist 34 in 90% der Fälle zu klein und 50 in 90% der Fällen zu groß. 53/39 dagegen perfekt.


Macht dann aber nur Sinn, wenn du das 53er eben kaum fährst.
Was eigentlich nicht Zweck der Übung ist.

cadoham
24.03.2019, 14:46
Mir ist 34 in 90% der Fälle zu klein und 50 in 90% der Fällen zu groß. 53/39 dagegen perfekt.

Demnach fährst du das 53er nur bei Abfahrten und den Rest auf dem kleinen 39er? :krabben:

the_brain_mave
24.03.2019, 21:04
Kann man so sagen. Alleine fahre ich 70-80% der Zeit auf dem kleinen Blatt. Trittfrequenz im Schnitt bei 90-95.
Ergibt sich doch aber aus den Berechnungen. 39 mit 11/25 ist perfekt für einen knappen 30er schnitt. Wenn mal geheizt wird (31-32 er schnitt ist es dann eher 50% auf beiden Blättern. Da wird dann schon mehr geschaltet und da wäre ein 50iger Blatt schön. Aber so ein „Mittel schnelles Tempo“ macht man ja nicht so oft)

Bursar
24.03.2019, 23:52
Auf dem großen Blatt nach außen ist eh alles wunderbar, bloß halt für mich zu lang.
Na dann korrigiere das doch mit einem kleineren Kettenblatt und/oder einer Jugendkassette, wie schon gesagt.
Deswegen muss man doch nicht gleich den 1fach Unsinn mitmachen.

avis
25.03.2019, 01:13
+1

Mifri
25.03.2019, 07:03
1x11 bis 1x13 ist kein Unsinn, nur weil es dem TF hier mal wieder nicht passt. Es gibt Anwendungsbereiche, wo man eben ein zweites Kettenblatt nicht braucht. Je nach Topographie und vielleicht Leistungsvermögen ist ein zweites Kettenblatt eben überflüssig. Was ist daran so schwer zu verstehen.

Ventoux
25.03.2019, 07:44
So sieht's aus!

Manche leben in einer "zu kleinen Welt"...

Junakreiter
27.03.2019, 01:08
Ein Argument noch pro Mono

Meine wichtigsten Gänge bei 2x10 Kompakt: 50/ 21-19-17-15
Dem entspricht in Zukunft: 39/ 16-15-14-13
In dem Bereich wird die Stufung sogar enger !

Rex Felice
27.03.2019, 07:38
Ein Argument noch pro Mono

Meine wichtigsten Gänge bei 2x10 Kompakt: 50/ 21-19-17-15
Dem entspricht in Zukunft: 39/ 16-15-14-13
In dem Bereich wird die Stufung sogar enger !

Richtig. Je weniger Kettenblätter, desto flexibler. Bei einem einzigen kann man es genau den Bedürfnissen anpassen, sodass man in der Mitte der Kassette unterwegs ist. Das früher bei Helden- resp. Dreifachkurbel so beliebte 42er dürfte eine gute Lösung sein. Schliesslich ist 42 die Antwort auf alle Fragen.

medias
27.03.2019, 07:59
1x11 bis 1x13 ist kein Unsinn, nur weil es dem TF hier mal wieder nicht passt. Es gibt Anwendungsbereiche, wo man eben ein zweites Kettenblatt nicht braucht. Je nach Topographie und vielleicht Leistungsvermögen ist ein zweites Kettenblatt eben überflüssig. Was ist daran so schwer zu verstehen.

Für Allgemeine Anwendungen gibt es nichts besseres als 2 KB, in welcher Abstufung auch immer.
Mono ist eine gesuchte Nische.
Basta.

marcofibr
27.03.2019, 08:21
Für Allgemeine Anwendungen gibt es nichts besseres als 2 KB, in welcher Abstufung auch immer.
Mono ist eine gesuchte Nische.
Basta.

Klar gibt es besseres! 1KB...
Vor Jahren habe die MTBler auch immer gejammert und heute fahren fast alle 1KB.

medias
27.03.2019, 08:28
Hör doch auf mit MTB. Wir sprechen über das Rennrad.

Fluxkompensator
27.03.2019, 08:50
Das Problem ist doch meist die Missionierungswut derer, die glauben, das Licht gesehen zu haben und das Bedürfnis, den Rest der Menschheit aus dem Schlamm zu ziehen und von ihren Ketten zu befreien.

Disc - super. Mono - super. Fette Felgen und Reifen - super. Nur nicht für jeden und für alle Zwecke. Deshalb entspannen und ertragen, dass die Unwissenden in ihrem erbärmlichen Leben glücklich sind.

medias
27.03.2019, 08:51
+1

Voreifelradler
27.03.2019, 09:05
Warum gibt es hier nur schwarz und weiß? Jönne könne sagt man im Rheinland, lasst doch die Leute fahren was sie wollen.

Unstrittig ist, dass eine 2-fach Schaltung auf der Straße besser funktioniert.
Trotzdem hat eine 1-fach Schaltung bei breiten Reifen und losem Untergrund nicht verkehrt, wenn auch nicht des Weisheit letzter Schluß.

Ich finde, dass beides seine Berechtigung hat, wenn man zwischen Gelände und Straße strikt trennt.

Jetzt noch mal zur Ausgangslage.
Wenn ich mich recht entsinne fährt der TE im Monat zwischen 400 und 500km, aufgeteilt auf 25-30km Ründchen im Hamburger Umland. Da er diese wohl auch alleine fährt, das Gelände und die Steigungen nicht anspruchsvoll bzw. existent sind, könnte das durchaus funktionieren.

Er muss es aber letztendlich für sich selbst "erfahren".

neubicolt
27.03.2019, 09:58
Ich bin ja letzte Saison Mono gefahren (50er + 11-32, knapp 10.000km). Damit habe ich auch zwei Wochen als Trainer auf Malle überstanden. Im Alltag hatte ich damit keine Probleme. Bei den Rennen waren mir aber die Gangsprünge hinten raus zu groß. Das führte zum Ende der Straßensaison hin zu einer gewissen muskulären Ermüdung. Habe daher für mich davon wieder Abstand genommen. Funktionieren tut es aber mit Einschränkungen.

avis
27.03.2019, 11:40
Das Problem ist doch meist die Missionierungswut derer, die glauben, das Licht gesehen zu haben und das Bedürfnis, den Rest der Menschheit aus dem Schlamm zu ziehen und von ihren Ketten zu befreien.

Disc - super. Mono - super. Fette Felgen und Reifen - super. Nur nicht für jeden und für alle Zwecke. Deshalb entspannen und ertragen, dass die Unwissenden in ihrem erbärmlichen Leben glücklich sind.

+2

Sigi Sommer
27.03.2019, 12:26
Ich bin ja letzte Saison Mono gefahren (50er + 11-32, knapp 10.000km). Damit habe ich auch zwei Wochen als Trainer auf Malle überstanden. Im Alltag hatte ich damit keine Probleme. Bei den Rennen waren mir aber die Gangsprünge hinten raus zu groß. Das führte zum Ende der Straßensaison hin zu einer gewissen muskulären Ermüdung. Habe daher für mich davon wieder Abstand genommen. Funktionieren tut es aber mit Einschränkungen.

Ein offener und nachvollziehbarer Erfahrungsbericht - angenehme Abwechslung in diesem Faden :gut:

Marin
27.03.2019, 12:59
Ich fahre seit ein paar Jahren nur mehr 1x, fast immer mit SRAM 10-42er Kassetten und 38, 40 oder 42er Kettenblatt.

Ich fahre eher hügeliges Terrain, Flachland vermeide ich möglichst.

Wenn ich rein Straße fahre dann montiere ich hinten 9-32 oder auch 11-32. Für extreme Touren mit steilen unbefestigten Anstiegen hab ich noch eine 9-46er Kassette und vorne 34 oder 36.

Ich komme mit 1x gut zurecht. 2x würde ich nur wieder montieren wenn es eine leichte (400g) 2x-Kurbel gäbe auf der ich 22/42 montieren kann, dann könnte ich hinten eine normale Kassette fahren. Nachdem ich keine eng gestuften Gänge brauche (Vielleicht weil Ex-BMX Racer?) sehe ich aber keine Notwendigkeit.

Ich werde auch ziemlich sicher bei 11x bleiben, außer es tut sich was interessantes punkto Bandbreite oder Gewicht bei mehr als 11 Gängen. Am Stadt-/Regenrad fahre ich 10x 11-36 und das passt mir auch gut.

https://fstatic1.mtb-news.de/v3/22/2286/2286400-6xls2abnfr7o-20180705_195843-medium.jpg (https://fotos.mtb-news.de/p/2286400)
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https://fstatic1.mtb-news.de/v3/23/2358/2358773-66x46ira9mk4-1130454_01-medium.jpg (https://fotos.mtb-news.de/p/2358773)
https://fstatic1.mtb-news.de/v3/22/2225/2225016-0cez03mns9aa-20171222_103936_03-medium.jpg (https://fotos.mtb-news.de/p/2225016)

Ich bin natürlich auch der Meinung, alle sollten 1x fahren und 2x sollte verboten werden.

Marin
27.03.2019, 13:14
Ihr redet aber schon noch noch StraßenRad/Rennsport und nicht von Radwandern mit Campingzubehör oder was ihr da treibt.

Bilder hast du gesehen? Du darfst mich übrigens gern im Singular anreden!

Dividiere außerdem mal 42/9 und und 53/13 und vergleiche die Ergebnisse.

Take5
27.03.2019, 13:16
Wenn ich rein Straße fahre dann montiere ich hinten 9-32 oder auch 11-32. Für extreme Touren mit steilen unbefestigten Anstiegen hab ich noch eine 9-46er Kassette und vorne 34 oder 36.



Ich schalte dann einfach...

Wer öfter in einer Gruppe unterwegs ist weiß, dass selbst mit 2-fach die Abstufung fein sein muss um nicht ab und an zwischen die Gänge zu fallen was auf langen Runden unangenehm wird.

Das taugt höchstens wenn viel alleine gefahren und das Tempo selbst bestimmt wird inklusive Streckenwahl.

Persönlich wüßte ich nicht aus welchem Grund ich mich so einschränken sollte, denn passenden Gang treten zu können bringt weitaus mehr als 200 Gramm zu sparen.

Marin
27.03.2019, 13:21
Das taugt höchstens wenn viel alleine gefahren und das Tempo selbst bestimmt wird inklusive Streckenwahl.

Genau. Aber in dem Thread geht es nicht um die Nachteile, sondern um die Erfahrungen.

Take5
27.03.2019, 13:22
Ok, da hast du Recht. Der Titel ist mir entgangen.

neubicolt
27.03.2019, 13:22
Ihr redet aber schon noch noch StraßenRad/Rennsport und nicht von Radwandern mit Campingzubehör oder was ihr da treibt.

in meinem Fall KT/A/B/C, wie du das klassifizierst musst du selbst wissen

Marin
27.03.2019, 13:27
Gerade im Rennen fahre ich 1x - wenn man es richtig eilig hat kommt man fast überall auf dem großen Blatt rauf.

1x habe ich nur angefangen, weil es vor ein paar Jahren einfach keine für mich vernünftigen Übersetzungen gegeben hat, außer mit Triple.

Alumini
27.03.2019, 13:58
Hallo !

Leider kann ich zu ursprünglichen Frage nichts beitragen, möchte aber kurz an das Thema anknüpfen.
Ich bin gerade im Begriff mir ein RR mit 1x11 zu bauen und hab mir einige Gedanken gemacht.
Als Hobbyfahrer bin ich viel im 20-35 kmh Bereich unterwegs, durchaus mal ordentlich flott. (nach eigenen Maßstäben)

Hatte bis dato 2x10 Kompakt, und da passen für mich die Umwerf-Punkte nicht.
Fahr ich am 50er 17 19 21 (was quasi 80% abdeckt) dann zwingt mich Gegenwind
oder eine leichte Steigung oft zum Umwerfen, weil das 23er und 25er Ritzel mit dem 50er nicht mehr sauber laufen.
Umgekehrt wenn ich mit dem 34er fahre (würde viel mehr abdecken) dann kommt das Problem,
daß bei den langen Gängen 14,13,12 die Steighilfe vom großen Kettenblatt schon ins Spiel kommt.

So gesehen verwende ich nicht mehr als 10 oder 11 Gänge und muß trotzdem ständig umwerfen.

grüße,
Alex.

Ich finde mich da genau wieder. Im Flachen solo selten über 35, Gruppe aber auch schon mal um 40, selten mehr für länger, aber, da Sauerland, meist wellig und immer wieder mit knackigen Stichen und insgesamt überwiegend so 25 bis 28er Schnitte. Oder halt Extremhügeling mit 4k+ Hm und 20/22er Schnitt. Ich komme da mit 2x11 Kompakt mit 11-32 perfekt klar. Da hast Du dann 16-18-20-22 statt 17-19-21-24.


Fahre das 50er an Wellen oft bis zum 3. Ritzel (28, läuft noch sauber), selten mal auf dem 2. (30, unsauber), was aber für kurz auch noch geht, und eben meist auf den mittleren Ritzeln. An unseren Anstiegen dann halt vorne auf dem 34er Blatt. Habe ne Weile gebraucht, bis ich die passende Kassette für mich gefunden habe, und auch lange ein 48er Blatt probiert. 48 mit 11-28 passt letztlich auch und hat ne 1 Ritzel bessere Kettenlinie, aber ist untenrum teils etwas schwach bei Gruppenwindschatten und Bergab. Bei 10fach wären mir die Sprünge zu groß, bei 11x passt's. Dasselbe Problem wirst Du mit nem 46er bekommen.

Vor 1x12 brauche ich über 1x gar nicht nachzudenken. Wüsste jetzt auch nicht, wozu.

EDIT: Aber sorry, ist nur persönliche Schlussfolgerung und keine Erfahrung, und driftet von der Ausgangsfrage ab.

Marin
27.03.2019, 14:16
ein 48er Blatt probiert. 48 mit 11-28 passt letztlich auch und hat ne 1 Ritzel bessere Kettenlinie, aber ist untenrum teils etwas schwach bei Gruppenwindschatten und Bergab.


Meine letzte 2x war auch 46/34 und 11-28 bis 11-32, da konnte ich bei schnellen Runden fast alles am großen Blatt fahren. Gruppe bergab geht bis 65km/h, und mit dem 46er muss man vorne viel weniger schalten.

Das letzte Bild aus meinem Posting ist auch ein 1x-Setup mit 46 / 11-32, mit dem bin ich auch problemlos solo längere Stecken hügelig halbwegs flott gefahren -> https://www.strava.com/activities/1524534520

Voreifelradler
27.03.2019, 15:05
Ich habe letzte Woche bei meinen Gravel-Allroad-Rennrad auf 46/34 umgestellt und bin überaus zufrieden, da ich jetzt effektiv mehr nutzbare Gänge habe. Bergab fehlt es natürlich, baer in meiner Gruppe wiegen alle <10kg und daher bin ich sowieso immer der langsamste :D

Rex Felice
27.03.2019, 17:29
(...) Trotzdem hat eine 1-fach Schaltung bei breiten Reifen und losem Untergrund nicht verkehrt, wenn auch nicht des Weisheit letzter Schluß. (...)

Der Weisheit letzter Schluss wird wohl keiner erleben, die Entwicklung geht immer weiter. Heuten lachen wir über MTBs und RR von vor 20 Jahren, in 20 Jahren über was wir heute fahren. Es ging immer schon darum, aus der aktuell verfügbaren Technik das Beste heraus zu holen.

Aber abgesehen davon, ist 1fach wie aktuell 1x12 am MTB ein sehr gute Lösung. Der Umwerfer hat am argerecht bewegten MTB faktisch keine Existenzberechtigung mehr. Wer das leugnet, ist nicht ganz up to date.

medias
27.03.2019, 18:09
Wieder einer der das MTB ins Spiel bringt. Hier ist RR.

Tom
27.03.2019, 18:42
Aber abgesehen davon, ist 1fach wie aktuell 1x12 am MTB ein sehr gute Lösung. Der Umwerfer hat am argerecht bewegten MTB faktisch keine Existenzberechtigung mehr. Wer das leugnet, ist nicht ganz up to date.

...solche Sprüche kommen immer von Leuten, die im Flachland ein Bergfahrrad fahren. Wer auch mal >1000hm am Stück mit >> 10% fährt, fährt am MTB weiterhin freiwillig 3x.

kleinerblaumann
27.03.2019, 19:15
...solche Sprüche kommen immer von Leuten, die im Flachland ein Bergfahrrad fahren. Wer auch mal >1000hm am Stück mit >> 10% fährt, fährt am MTB weiterhin freiwillig 3x.

Beim MTB darf man halt nicht XCO und Marathon in einen Topf werfen. Profis fahren zwar bei beiden Formaten dasselbe Zeug, bei Hobbyleuten ist das aber anders. Man muss bei der Sache aber auch bemerken, dass immer mehr Räder keinen Umwerfer mehr aufnehmen können.

bike2003
27.03.2019, 19:33
...solche Sprüche kommen immer von Leuten, die im Flachland ein Bergfahrrad fahren. Wer auch mal >1000hm am Stück mit >> 10% fährt, fährt am MTB weiterhin freiwillig 3x.

Richtig, deswegen gibt es für mich auch keinen Grund auf 3 Fach zu verzichten.
Zumal diese kleinen Kinderkurbeln bei 1 Fach am MTB wirklich fürchterlich aussehen

avis
27.03.2019, 19:58
Wieder einer der das MTB ins Spiel bringt. Hier ist RR.

+1
Ist ja bei Disk und Tubeless oder Breitreifen die selbe Leier.
Wenn es am Gravel/MTB was auch immer toll ist, muss es im Straßenrennsport auch überzeugen....nicht.

Kadikater
27.03.2019, 21:13
...solche Sprüche kommen immer von Leuten, die im Flachland ein Bergfahrrad fahren. Wer auch mal >1000hm am Stück mit >> 10% fährt, fährt am MTB weiterhin freiwillig 3x.

Oder weil man ein solches noch im Keller hat. :eek:

Rex Felice
27.03.2019, 21:42
...solche Sprüche kommen immer von Leuten, die im Flachland ein Bergfahrrad fahren. Wer auch mal >1000hm am Stück mit >> 10% fährt, fährt am MTB weiterhin freiwillig 3x.

Ich bin in den schweizer Alpen zu Hause und fahre auch da. Da fahre ich auch mal 1000 oder mehr Höhenmeter am Stück.
Ich nutze das MTB artgerecht auf technischen Singletrails.

22-40 ist bei Schimano 3x11 der kleinste Gang, das ist nicht viel weniger als 30-50 einer Eagle oder 30-51 der neuen XTR. Das lohnt sich kaum. Gerade bei aktuellen MTBs die artgerecht im Gelände bewegt werden, ist der Umwerfer so gut wie verschwunden. 3fach kannst du sowieso vergessen, das wird kaum noch angeboten, primär im low-budget Segment.

queruland
27.03.2019, 21:42
Soll doch jeder fahren was er will, aber bitte keine Vergleiche mit dem MTB. Am RR wird sich vorne einfach kaum durchsetzen, auf Schotter vielleicht. Nun gibt es ja schon 13-fach, aber irgendwann haben die Ritzel hinten einfach keinen Platz mehr.

Rex Felice
27.03.2019, 21:45
Beim MTB darf man halt nicht XCO und Marathon in einen Topf werfen. Profis fahren zwar bei beiden Formaten dasselbe Zeug, bei Hobbyleuten ist das aber anders. Man muss bei der Sache aber auch bemerken, dass immer mehr Räder keinen Umwerfer mehr aufnehmen können.

Wobei der Trend bei allen Kategorien in Richtung 1fach geht. Bei CC und Marathon wird einfach ein grösseres KB verbaut. Die 12fach-Gruppen haben eine Bandbreite von 500 %, das bietet sehr viel.

kleinerblaumann
27.03.2019, 21:49
Grundsätzlich ist mir der Gedanke an Mono auch am Rennrad durchaus sympathisch. Wenn das mal irgendwann mit erträglichen Gangsprüngen (wie bei 11-32er Kassette, das wäre für mich voll in Ordnung), ohne Einbußen bei der Steifigkeit des Hinterrades und überschaubaren Kosten für Verschleißteile machbar ist, wäre ich wohl auch dabei. Aber danach sieht es momentan (noch) nicht aus. Was man momentan bekommt, ist mir zu sehr Kompromiss. Am MTB für mich super, am Rennrad nicht.

Rex Felice
27.03.2019, 21:51
Soll doch jeder fahren was er will, aber bitte keine Vergleiche mit dem MTB. Am RR wird sich vorne einfach kaum durchsetzen, auf Schotter vielleicht. Nun gibt es ja schon 13-fach, aber irgendwann haben die Ritzel hinten einfach keinen Platz mehr.

Naja, ein anderer hat es ins Spiel gebracht, ich habe nur auf seine Aussage reagiert.

Muss ja nicht sein, dass man auf ewig bei den 130 mm Einbaubreite bleibt. Gerade mit 1fach ist man da flexibel und mit der zunehmenden Verbreitung von Scheibenbremse ist die Kompatibilität zu alten LRS sowieso nicht mehr gegeben. Damit hätte man mehr Platz für Ritzel. 1x 13 oder 1x 14 könnte +/- alles bieten was aktuell 2x 11 bietet.

avis
27.03.2019, 21:54
Jo und der Schräglauf der Kette, wenn man dann in den äußeren Ritzeln fährt?
Abgesehen davon, was wird denn wohl eine 14fach Kassette wiegen und vor allem kosten?
Ein typisches Verschleissteil, das regelmäßig gewechselt werden muss, dann derart wertvoll zu machen ist nicht sehr sinnvoll.

Pedalierer
27.03.2019, 22:03
Ein typisches Verschleissteil, das regelmäßig gewechselt werden muss, dann derart wertvoll zu machen ist nicht sehr sinnvoll.


Doch für SRAM ist das super sinnvoll. Schau mal was ein Eagle Kassette so kostet, dann weißt Du warum. 2x Antrieb sind einfach viel zu billig im Unterhalt.

avis
27.03.2019, 22:14
Eben ;)
"sinnvoll" für den Fahrer.

PolarSun
28.03.2019, 00:38
Grundsätzlich ist mir der Gedanke an Mono auch am Rennrad durchaus sympathisch. Wenn das mal irgendwann mit erträglichen Gangsprüngen (wie bei 11-32er Kassette, das wäre für mich voll in Ordnung), ohne Einbußen bei der Steifigkeit des Hinterrades und überschaubaren Kosten für Verschleißteile machbar ist, wäre ich wohl auch dabei.

Aber wie soll das denn überhaupt gehen?

Einfach mal andersherum betrachtet, also ausgehend von der aktuellen Situation, ist das für mich nicht vorstellbar. Dabei fahre ich noch 10-fach, hätte rechnerisch also sogar weniger Einbußen: Mit den jeweils drei diagonal gegenüber liegenden Ritzeln rausgerechnet, bleiben bei mir dann noch 14 "echte" Gänge übrig, die sich auch nicht überschneiden (Kurbel und Kassette entsprechend abgestimmt).

Bei 1x11 müßte ich somit auf drei Gänge verzichten - also entweder die Übersetzungsbandbreite verkleinern oder die Gangsprünge vergrößern. Ersteres geht nicht - ich nutze regelmäßig das komplette Spektrum von 53/13 bis 39/29. Und mit letzterer Möglichkeit gleich drei Gänge rausholen? Ganz ehrlich, ich möchte nicht auf einen einzigen verzichten.

Zumindest 11-fach betreffend erscheint mir das nur dort sinnvoll, wo das Terrain schlicht kein großes Übersetzungsspektrum erfordert - also im Flachland. Ausprobieren würde ich es durchaus mal wollen, vieles ist ja auch einfach Gewöhnungssache und etwas Variabilität bei der Trittfrequenz schadet ebensowenig. Aber man muß sich dann auch mal fragen, wo der eigentliche Gewinn bei der Sache sein soll. Umwerfer funktionieren am Rennrad schließlich problemlos - wofür soll man also verzichten?

kleinerblaumann
28.03.2019, 00:49
Zugegeben, war etwas OT. Ich meinte nämlich nicht 11fach, sondern was da sonst noch kommen mag. Shimanos Entwurf für 14fach oder sowas.

bikeomania
28.03.2019, 01:04
Aber wie soll das denn überhaupt gehen?

Einfach mal andersherum betrachtet, also ausgehend von der aktuellen Situation, ist das für mich nicht vorstellbar. Dabei fahre ich noch 10-fach, hätte rechnerisch also sogar weniger Einbußen: Mit den jeweils drei diagonal gegenüber liegenden Ritzeln rausgerechnet, bleiben bei mir dann noch 14 "echte" Gänge übrig, die sich auch nicht überschneiden (Kurbel und Kassette entsprechend abgestimmt).

Bei 1x11 müßte ich somit auf drei Gänge verzichten - also entweder die Übersetzungsbandbreite verkleinern oder die Gangsprünge vergrößern. Ersteres geht nicht - ich nutze regelmäßig das komplette Spektrum von 53/13 bis 39/29. Und mit letzterer Möglichkeit gleich drei Gänge rausholen? Ganz ehrlich, ich möchte nicht auf einen einzigen verzichten.

Zumindest 11-fach betreffend erscheint mir das nur dort sinnvoll, wo das Terrain schlicht kein großes Übersetzungsspektrum erfordert - also im Flachland. Ausprobieren würde ich es durchaus mal wollen, vieles ist ja auch einfach Gewöhnungssache und etwas Variabilität bei der Trittfrequenz schadet ebensowenig. Aber man muß sich dann auch mal fragen, wo der eigentliche Gewinn bei der Sache sein soll. Umwerfer funktionieren am Rennrad schließlich problemlos - wofür soll man also verzichten?

Ja, da läuft es ja auch im Prinzip drauf hinaus.
Funktionieren tut das dann gut, wenn man im völlig Flachen unterwegs ist und ohnehin zu 90% der Zeit effektiv nur 3-4 Gänge nutzt.
Sobald aber eine gewisse Bandbreite zum Zuge kommen soll(wie es wohl ganz überwiegend der Fall sein dürfte), handelt man sich mehrere markante Nachteile ein, riesen Gangsprünge, Schräglauf, winzige Ritzel, enorm teure Kassetten....ohne dafür so wirklich einen Vorteil zu bekommen.
Denn ja, heutige Umwerfer funktionieren exzellent, besonders die von Shimano.
Wer dann immer noch mit dem Schalten überfordert ist, kann ja SnycroShift nutzen...:ä

PolarSun
28.03.2019, 01:31
Zugegeben, war etwas OT. Ich meinte nämlich nicht 11fach, sondern was da sonst noch kommen mag. Shimanos Entwurf für 14fach oder sowas.

Ja, ok - das könnte die Einschränkungen bei Bandbreite und Gangsprüngen natürlich mildern. Dann müßte man freilich sehen, inwieweit man sich anderswo Nachteile einhandelt. Wie hier bereits erwähnt wurde, läuft die Kette mit breiteren Kassetten und kleineren Ritzeln (9er, 10er) schließlich tendentiell immer schlechter. Verzichtet man auf so kleine Ritzel bräuchte man umso größere am anderen Ende der Kassette um eine vorgegebene Übersetzungsbandbreite abzudecken. Das würde dann noch schwerer und häßlicher als ohnehin schon. Da können wir eigentlich mit weniger Kompromissen Pinion fahren (und werden auch gleich noch das Schaltwerk los).

Pedalierer
28.03.2019, 09:16
Eben ;)
"sinnvoll" für den Fahrer.

sinnvoll für den Schalt-Legastheniker der mit der Bedienung von zwei bis 4 Hebeln überfordert ist.

neubicolt
28.03.2019, 09:44
Ja, da läuft es ja auch im Prinzip drauf hinaus.
Funktionieren tut das dann gut, wenn man im völlig Flachen unterwegs ist und ohnehin zu 90% der Zeit effektiv nur 3-4 Gänge nutzt.
Sobald aber eine gewisse Bandbreite zum Zuge kommen soll(wie es wohl ganz überwiegend der Fall sein dürfte), handelt man sich mehrere markante Nachteile ein, riesen Gangsprünge, Schräglauf, winzige Ritzel, enorm teure Kassetten....ohne dafür so wirklich einen Vorteil zu bekommen.
Denn ja, heutige Umwerfer funktionieren exzellent, besonders die von Shimano.
Wer dann immer noch mit dem Schalten überfordert ist, kann ja SnycroShift nutzen...:ä

Habe es ja schon kurz beschrieben. Mit 50-11/32 waren auch zwei Wochen Malle mit 3000hm+ locker machbar. Sieht ggf. nicht immer elegant aus, aber weit entfernt von unfahrbar. Ich habe in der Saison zwei Ultegra-Ketten verschlissen. So wie sonst auch. Signifikant erhöhten Verschleiß kann ich nicht bestätigen. Einzig ausschlaggebender Punkt warum ich nicht mehr 1-fach fahre ist halt die zunehmende muskuläre Ermüdung mit zunehmenden Gesamtumfang. Es fehlte halt sehr oft der wirklich passende Gang. Das ging soweit dass ich in der Crosssaison einen ständig verspannten unteren Rücken hatte. Das erledigt sich ja aber bei geringerer Abstufung am Ritzel. Ich könnte es mir als reines Rundstrecken/Kriteriums-Renngerät auch weiterhin vorstellen. Als "all in" Lösung muss man schon sehr genau schauen was die Anforderungen sind. Einschränkungen sind nicht von der Hand zu weisen.

PS: Beim Cross gibt es für mich nichts anderes mehr als 40-11/32.

bikeomania
28.03.2019, 13:23
Ja, war also am RR auf Malle klar suboptimal.

neubicolt
28.03.2019, 13:32
Ja, war also am RR auf Malle klar suboptimal.

Das steht da nicht...

Pedalierer
28.03.2019, 13:34
Das steht da nicht...

Doch – „weit entfernt von unfahrbar“ ist eine ziemlich treffende Definition von „suboptimal“

bikeomania
28.03.2019, 13:37
Das steht da nicht...

Nein?!
Dann verstehe ich entweder die deutsche Sprache nicht mehr oder habe grundlegend andere Erwartungen an ein Rennrad.
Du schreibst es war zwar locker machbar, ja, aber führst dann aus, dass oft der passende Gang fehlte, sich zunehmend muskuläre Ermüdung einstellte, Verspannungen im Rücken bedingte und es wenig elegant aussah.
Wenn das an einem auf max. Effiziez hin optimierten Rennrad nicht suboptimal ist, weiß ich auch nicht mehr...
Cross und reines Kriteriumrennen ist was anderes, wie immer, deswegen schrieb ich extra noch "auf Malle".

Marin
28.03.2019, 13:39
Bitte mehr Langzeiterfahrungen.

Langzeitmeinungen haben wir schon genug...

bikeomania
28.03.2019, 13:41
Er hat doch gerade seine Erfahrungen gepostet...:ä

neubicolt
28.03.2019, 13:57
Doch – „weit entfernt von unfahrbar“ ist eine ziemlich treffende Definition von „suboptimal“

Damit begegne ich lediglich den Aussagen vieler hier dass es im Prinzip unfahrbar sei. Nicht mehr, nicht weniger.


Nein?!
Dann verstehe ich entweder die deutsche Sprache nicht mehr oder habe grundlegend andere Erwartungen an ein Rennrad.
Du schreibst es war zwar locker machbar, ja, aber führst dann aus, dass oft der passende Gang fehlte, sich zunehmend muskuläre Ermüdung einstellte, Verspannungen im Rücken bedingte und es wenig elegant aussah.
Wenn das an einem auf max. Effiziez hin optimierten Rennrad nicht suboptimal ist, weiß ich auch nicht mehr...
Cross und reines Kriteriumrennen ist was anderes, wie immer, deswegen schrieb ich extra noch "auf Malle".

Ja, das hat sich für meine Anforderungen am Ende als nicht optimal herausgestellt. Korrekt. Wer weniger, mit anderer Übersetzung oder ggf. nur flach fährt kommt evtl. zu einem anderen Entschluss. Ich hab doch klar geschrieben warum ich von 1x11 weg bin. Ich lege mich aber nicht fest dass es in anderen Situationen nicht passen könnte. Auch wenn ihr mir diese Schlussfolgerung scheinbar in den Mund legen wollt.

bikeomania
28.03.2019, 14:07
Ich hatte ja eingegrenzt, eben auf Malle, also in abwechslungsreichem Gelände.
Ich glaube im Wesentlichen sehen wir das gleich, denn wiederrum nichts anderes meinte ich ja oben damit, dass es praktikabel sein kann, wenn fast ausschließlich flach ansteht, sobald Bandbreite gefordert ist, aber stark limitiert ist.

Mida
28.03.2019, 14:22
Bitte mehr Langzeiterfahrungen.

Langzeitmeinungen haben wir schon genug...

Benutze mein CC als 3. Rennrad. Gruppe Sram Force vorn 42Z., hinten 11-36. Über 7000km kein Problem, auch keine unschönen Laufgeräusche. Gangsprünge im Bereich 25-30 Km/h je nach Cassette da, aber nicht störend. Mir fehlt nur bei Abfahrten >50km/h die Möglichkeit mit zu treten. Das Rad ist allerdings 2/3 der Einsatzzeit in der FeWo an Hollands Küste, dort perfekt, hab jetzt 11-28 drauf.
Ein EINSFÜRALLES Rad kann ein 1x11 Rad nicht werden, nur meine Meinung.

Ventoux
28.03.2019, 14:29
Fahre ein 6,3 Kg Bergrad mit xtr Kassette 11-40 auf Hyperon und vorne DA9000 Kurbel mit 42er Blatt. Kette Sram 12-fach, weil geringere Außenbreite zur Kompensation des Schräglaufs... Geschaltet wird mit Force1 und den durgehenden Zügen mit Segmentaußenhülle. Das ganze System passt für mich super, schaltet butterweich und ist so geräuscharm wie meine 2x11 am Titanrenner... Läuft!

neubicolt
28.03.2019, 14:35
Ich hatte ja eingegrenzt, eben auf Malle, also in abwechslungsreichem Gelände.
Ich glaube im Wesentlichen sehen wir das gleich, denn wiederrum nichts anderes meinte ich ja oben damit, dass es praktikabel sein kann, wenn fast ausschließlich flach ansteht, sobald Bandbreite gefordert ist, aber stark limitiert ist.

Klar, da sind wir uns einig. Es sei denn du paarst das Ganze mit nem Pizzateller als Ritzel. Aber das will ja auch niemand. 11-32 empfand ich auch als optisch noch erträglich.

Ochsenfrosch
28.03.2019, 15:07
Bitte mehr Langzeiterfahrungen.

Zählt eine Saison schon als Langzeit?

Wie dem auch sei, 46x11-32/36 hat im Spessart und in den Alpen ganz gut funktioniert.

Wenn man auf die extrem kurzen und langen Gänge verzichten mag - warum auch nicht?

Die Übersetzungssprünge waren bei 11-32 OK, 11-36 war mir dann aber schon zu grob gestuft.

Bin wieder bei 53/39 und 12/14-28 gelandet.
Ein-Zahn-Sprünge von 14-21 Zähnen kommt mir im Trainingsalltag sehr entgegen.

Dass man damit im Rennen kein Land sehen würde ist für mich egal - mich limitiert die Physiologie, nicht die Technik. :ü

Rex Felice
28.03.2019, 15:37
Aber wie soll das denn überhaupt gehen?

Einfach mal andersherum betrachtet, also ausgehend von der aktuellen Situation, ist das für mich nicht vorstellbar. Dabei fahre ich noch 10-fach, hätte rechnerisch also sogar weniger Einbußen: Mit den jeweils drei diagonal gegenüber liegenden Ritzeln rausgerechnet, bleiben bei mir dann noch 14 "echte" Gänge übrig, die sich auch nicht überschneiden (Kurbel und Kassette entsprechend abgestimmt).

Bei 1x11 müßte ich somit auf drei Gänge verzichten - also entweder die Übersetzungsbandbreite verkleinern oder die Gangsprünge vergrößern. Ersteres geht nicht - ich nutze regelmäßig das komplette Spektrum von 53/13 bis 39/29. Und mit letzterer Möglichkeit gleich drei Gänge rausholen? Ganz ehrlich, ich möchte nicht auf einen einzigen verzichten.

Die Gänge die sich "nicht überschneiden" dürften ja - wenn auch nicht identisch - doch ziemlich ähnlich sein.
Theoretisch hast du damit z. B. mit 39-15 einen Gang der zwischen 53-21 und 53-19 liegt. In der Praxis dürfte es wohl sehr selten vorkommen, dass dir 53-21 zu klein und 53-19 zu gross ist, sodass du 39-15 kettest. Darum ist dieser Gang letztlich nicht wirklich nützlich - wenn man die Schaltung so bedient wie eigentlich vorgesehen; denn:

Die Idee hinter dem Konzept der 2-Fach-Kurbel wäre eigentlich, dass man das kleine KB nur für die Berge braucht. Klein-klein ist darum nur gedacht wenn es z. B. zwischen zwei Anstiegen mal einige Meter geradeaus geht und man weil man bereits den nächsten Anstieg sieht, vorne nicht wechseln will. So kann man hinten schalten. Fürs schnelle Fahren hingegen nutzt man dann das grosse Kettenblatt. Wenn du also längere Zeit auf 39-15 oder ähnlich klein-klein rumeierst, hast du grundsätzlich das Konzpet nicht verstanden oder einfach einen Antrieb der nicht zu deiner Leistung passt.

Dazu kommt, dass es für 1fach zunehmend Kassetten geben wird, die oben grob gestuft sind, denn vor allem am Berg braucht es keine feine Abstufung, sondern möglichst leichte Gänge. Dort hat man dann mit 3 Ritzeln soviel Spreizung wie bei anderen Kassetten mit 5. Diese zwei Ritzel kann man anderswo einsetzen.

Natürlich hat man unter dem Strich weniger als mit 2fach, aber dafür hat man andere Vorteile. Feine Abstufung und möglichst breite Spreizung sind nur zwei Aspekte, es gibt aber noch andere. Du verzichtest schliesslich auch auf ein drittes Kettenblatt, dabei könnte man dabei leichtere Gänge haben und/oder feiner abgestuft. Dafür hast du bei 2fach andere Vorteile gegenüber 3fach.


Zumindest 11-fach betreffend erscheint mir das nur dort sinnvoll, wo das Terrain schlicht kein großes Übersetzungsspektrum erfordert - also im Flachland. Ausprobieren würde ich es durchaus mal wollen, vieles ist ja auch einfach Gewöhnungssache und etwas Variabilität bei der Trittfrequenz schadet ebensowenig. Aber man muß sich dann auch mal fragen, wo der eigentliche Gewinn bei der Sache sein soll. Umwerfer funktionieren am Rennrad schließlich problemlos - wofür soll man also verzichten?

Du hast mit 2x10 mit Heldenkurbel eine Lösung die auch nicht wirklich universell ist. Da bietet 1x11 nicht wirklich weniger Spektrum als deine 2x10. Hier im Vergleich mit einer 1x11:

45er KB mit 11-32
http://www.ritzelrechner.de/?GR=DERS&KB=39,53&RZ=13,14,15,16,17,19,21,23,26,29&UF=2125&TF=90&SL=2.6&UN=KMH&DV=teeth&GR2=DERS&KB2=45&RZ2=11,12,13,15,17,19,22,25,28,32,14&UF2=2125

45er-KB mit 11-36
http://www.ritzelrechner.de/?GR=DERS&KB=39,53&RZ=13,14,15,16,17,19,21,23,26,29&UF=2125&TF=90&SL=2.6&UN=KMH&DV=teeth&GR2=DERS&KB2=45&RZ2=11,12,13,15,17,19,22,25,28,32,36&UF2=2125

Etwas grober abgestuft, aber vergleichbares Spektrum.

Rex Felice
28.03.2019, 15:40
Klar, da sind wir uns einig. Es sei denn du paarst das Ganze mit nem Pizzateller als Ritzel. Aber das will ja auch niemand. 11-32 empfand ich auch als optisch noch erträglich.

Mir gefallen heute kleinere Kettenblätter und grössere Ritzel deutlich besser als grosse Kettenblätter und kleine Ritzel.

avis
28.03.2019, 15:50
Dazu kommt, dass es für 1fach zunehmend Kassetten geben wird, die oben grob gestuft sind, denn vor allem am Berg braucht es keine feine Abstufung, sondern möglichst leichte Gänge.

Wenn man wirklich klettert und sich nicht nur irgendwie hoch wuchtet, sind auch am Berg feine Abstufungen sehr angenehm.



Natürlich hat man unter dem Strich weniger als mit 2fach, aber dafür hat man andere Vorteile. Feine Abstufung und möglichst breite Spreizung sind nur zwei Aspekte, es gibt aber noch andere. Du verzichtest schliesslich auch auf ein drittes Kettenblatt, dabei könnte man dabei leichtere Gänge haben und/oder feiner abgestuft. Dafür hast du bei 2fach andere Vorteile gegenüber 3fach.



Welche anderen Aspekte denn?
Ernsthaft, das wüsste ich wirklich mal gerne.
Ist ja nicht der erste Thread zu dem Thema und irgendwie kristallisiert sich immer die selbe Tendenz heraus; es wird versucht die Nachteile des Antriebes zu relativieren.
Aber an echten Vorteilen...da hört man irgendwie nie viel von.
Mal abgesehen vom sehr bemühten..."es ist leichter zu schalten" ;)

Marin
28.03.2019, 15:52
Dazu kommt, dass es für 1fach zunehmend Kassetten geben wird, die oben grob gestuft sind, denn vor allem am Berg braucht es keine feine Abstufung, sondern möglichst leichte Gänge. Dort hat man dann mit 3 Ritzeln soviel Spreizung wie bei anderen Kassetten mit 5. Diese zwei Ritzel kann man anderswo einsetzen.

Die 3T Bailout ist so eine. Für mich funktioniert das ganz gut, in dem Bereich wo man im Flachen glüht sind die Sprünge jeweils 1 Zahn.

Marin
28.03.2019, 15:54
Aber an echten Vorteilen...da hört man irgendwie nie viel von.

Für mich ist der Vorteil, vorne nicht mehr schalten zu müssen, und mehr Auswahl an für mich sinnvollen Übersetzungen. Dass das für viele klassische Rennradler keine Vorteile sind nehme ich gerne in Kauf.

Marin
28.03.2019, 15:55
Mir gefallen heute kleinere Kettenblätter und grössere Ritzel deutlich besser als grosse Kettenblätter und kleine Ritzel.

Alles relativ. Ich hab mich an mein 42er-Ritzel hinten so gewöhnt dass es mir nicht mehr auffällt bzw. sogar gefällt. Ein 50er hinten finde ich aber abartig hässlich! :eek:

Take5
28.03.2019, 16:56
Große Ritzel + lange Umwerfer am RR werden immer bescheiden aussehen, da dies in Kombi alles andere als dynamisch aussieht.

avis
28.03.2019, 17:05
Sehe ich wie du, aber selbst wenn man diesen Aspekt ob seiner inhärenten Subjektivität außen vor ließe:
Wie hier gestern schon erwähnt, werden riesige Kassetten dann schlicht ein Vermögen kosten und das als reines Verschleißteil.
Ist für mich als Konsumenten einfach unsinnig.

medias
28.03.2019, 17:10
Die 3 T Kassette mit 9.10 usw. wird auch wie ein Gartenhäcksler laufen.:ä

avis
28.03.2019, 17:13
Aus dem anderen Faden


Von den WW, wahrscheinlich schon bekannt (mir nicht):

https://i.imgur.com/liSfrMY.png

6 Watt, kränk.

Abstrampler
28.03.2019, 17:17
Sehe ich wie du, aber selbst wenn man diesen Aspekt ob seiner inhärenten Subjektivität außen vor ließe:
Wie hier gestern schon erwähnt, werden riesige Kassetten dann schlicht ein Vermögen kosten und das als reines Verschleißteil.
Ist für mich als Konsumenten einfach unsinnig.

Ja, völlig. Besonders dann, wenn sie auch noch einteilig sind, um den konfigurationsabhängigen Gewichtsnachteil etwas aufzufangen.
Am Gravel-/CX-MTB, wo es weder auf Gewicht noch auf Gangsprünge besonders ankommt, eine super Erfindung.
Weniger anfällige Technik, leichter sauber zu halten, weniger Fehlerquellen, einfacheres Schalten, alles top.
Am RR für die meisten eher unsinnig. Selbst mit 15 Gängen. Außer man hat tatsächlich einen sehr begrenzten und gleichbleibenden Einsatzzweck.

Ich glaube allerdings, an dem Punkt waren wir schon mal. :D

PolarSun
28.03.2019, 17:30
Die Gänge die sich "nicht überschneiden" dürften ja - wenn auch nicht identisch - doch ziemlich ähnlich sein.
Theoretisch hast du damit z. B. mit 39-15 einen Gang der zwischen 53-21 und 53-19 liegt. In der Praxis dürfte es wohl sehr selten vorkommen, dass dir 53-21 zu klein und 53-19 zu gross ist, sodass du 39-15 kettest. Darum ist dieser Gang letztlich nicht wirklich nützlich - wenn man die Schaltung so bedient wie eigentlich vorgesehen; denn:

Wie geschrieben vermeide ich es die drei jeweils diagonal gegenüber liegenden Ritzel zu nutzen. Das ist so geplant. Zwar läuft das dritte noch "ok", aber die Kettenlinie ist dann alles andere als optimal, so daß ich 13er, 14er und 15er nicht mit dem kleinen Blatt fahre. Davon abgesehen ist das für den Ausgangspunkt meiner Betrachtung ohnehin nicht entscheidend, schließlich bleiben nach wie vor 14 sich nicht überschneidende Gänge übrig.


Die Idee hinter dem Konzept der 2-Fach-Kurbel wäre eigentlich, dass man das kleine KB nur für die Berge braucht. Klein-klein ist darum nur gedacht wenn es z. B. zwischen zwei Anstiegen mal einige Meter geradeaus geht und man weil man bereits den nächsten Anstieg sieht, vorne nicht wechseln will. So kann man hinten schalten. Fürs schnelle Fahren hingegen nutzt man dann das grosse Kettenblatt. Wenn du also längere Zeit auf 39-15 oder ähnlich klein-klein rumeierst, hast du grundsätzlich das Konzpet nicht verstanden oder einfach einen Antrieb der nicht zu deiner Leistung passt.
Ich bin halt noch aus einer Generation, in der es total normal war, den Beginn der Saison auf dem kleinen Blatt zu fahren. Ja, die Zeit gab es tatsächlich mal! :D Da hat der Trainer eher gemeckert, wenn jemand übermütig vor dem Frühlingsbeginn das große Blatt gekettet hat.

Allerdings ist "kleines Blatt" ja sowieso relativ. Ich habe mit 52-42 angefangen. Heute behaupten die Fahrer dann, sie würden mit Mono gut auf's kleine Blatt verzichten können. Nur ist das "große" Blatt dann häufig näher an dem was man Jahrzehnte als "klein" bezeichnete.


Dazu kommt, dass es für 1fach zunehmend Kassetten geben wird, die oben grob gestuft sind, denn vor allem am Berg braucht es keine feine Abstufung, sondern möglichst leichte Gänge. Dort hat man dann mit 3 Ritzeln soviel Spreizung wie bei anderen Kassetten mit 5. Diese zwei Ritzel kann man anderswo einsetzen.
Klar, das ist natürlich abhängig vom Terrain. Da muß jeder selbst rausfinden was passend ist. Bei mir in der Gegend gibt es keine langen, steilen Anstiege, insgesamt ist es eher wellig (ca. 1000 Höhenmeter auf 100 km). Wollte ich in alpinen Regionen fahren, bräuchte ich auch eine weiter gespreizte Kassette (oder eine Kompaktkurbel). Aber eine größere Spreizung würde letzlich vor allem die Kompromisse eines Mono-Antriebs nur noch weiter verstärken.


Du hast mit 2x10 mit Heldenkurbel eine Lösung die auch nicht wirklich universell ist. Da bietet 1x11 nicht wirklich weniger Spektrum als deine 2x10. Hier im Vergleich mit einer 1x11:

45er KB mit 11-32
http://www.ritzelrechner.de/?GR=DERS&KB=39,53&RZ=13,14,15,16,17,19,21,23,26,29&UF=2125&TF=90&SL=2.6&UN=KMH&DV=teeth&GR2=DERS&KB2=45&RZ2=11,12,13,15,17,19,22,25,28,32,14&UF2=2125

45er-KB mit 11-36
http://www.ritzelrechner.de/?GR=DERS&KB=39,53&RZ=13,14,15,16,17,19,21,23,26,29&UF=2125&TF=90&SL=2.6&UN=KMH&DV=teeth&GR2=DERS&KB2=45&RZ2=11,12,13,15,17,19,22,25,28,32,36&UF2=2125

Etwas grober abgestuft, aber vergleichbares Spektrum.
Klar ist meine Lösung nicht universell, sie ist ja auch auf meine Leistung und meine Strecken abgestimmt. Dabei unterstreicht Dein Beispiel aber nur einmal mehr, daß man mit 1x11 selbst in moderatem Terrain kompromißbereit sein muß (und dabei haben wir erst einen einzigen Aspekt betrachtet). Um als Alternative wirklich überzeugen zu können, reicht jedoch selbst ein "hat nur kleine Nachteile" kaum aus, oder?

Take5
28.03.2019, 17:31
Dem Link folgend in Rex Felice Beiträgen nennt er als Nachteil der 2-fach Kurbel die zu großen Übersetzungen die für Hobbyfahrer angeblich nicht passen. In meinem Umfeld ist niemand der z.B. bei der Furka, Nufenen, Gotthard Runde nicht mit 34-28 gut zurecht käme und mittlerweile ist ja auch ein 32er Kranz kein Problem.

Wer es noch kleiner braucht war früher ein Kandidat für die 3-fach Kurbel am RR. Ich kenne niemand in meinem Umfeld der eine gebraucht hätte. Daher ist das Argument Hobbyfahrer keines, da die Mehrheit mit den mittlerweilen angebotenen Übersetzungen auch über die Pässe kommt.

An meinem Reiserad fahre ich eine 2-fach MTB Kurbel mit 32er Kranz und habe somit immer noch eine gute Abstufung. Kam damit gut mit 10kg Gepäck über den MT. Ventoux, Galibier, Col de Isoare, Col de la Madeleine.

Individuell mag es mit 1-fach gut passen. Als allgemeine Lösung taugt es meiner Meinung nach nicht.

avis
28.03.2019, 17:34
Ja, völlig. Besonders dann, wenn sie auch noch einteilig sind, um den konfigurationsabhängigen Gewichtsnachteil etwas aufzufangen.
Am Gravel-/CX-MTB, wo es weder auf Gewicht noch auf Gangsprünge besonders ankommt, eine super Erfindung.
Weniger anfällige Technik, leichter sauber zu halten, weniger Fehlerquellen, einfacheres Schalten, alles top.
Am RR für die meisten eher unsinnig. Selbst mit 15 Gängen. Außer man hat tatsächlich einen sehr begrenzten und gleichbleibenden Einsatzzweck.

Ich glaube allerdings, an dem Punkt waren wir schon mal. :D

Eben.
Zwischen 95 und 100 mal würde ich schätzen....:D

kleinerblaumann
28.03.2019, 18:00
Ja, völlig. Besonders dann, wenn sie auch noch einteilig sind, um den konfigurationsabhängigen Gewichtsnachteil etwas aufzufangen.
Am Gravel-/CX-MTB, wo es weder auf Gewicht noch auf Gangsprünge besonders ankommt, eine super Erfindung.
Weniger anfällige Technik, leichter sauber zu halten, weniger Fehlerquellen, einfacheres Schalten, alles top.
Am RR für die meisten eher unsinnig. Selbst mit 15 Gängen. Außer man hat tatsächlich einen sehr begrenzten und gleichbleibenden Einsatzzweck.

Ich glaube allerdings, an dem Punkt waren wir schon mal. :D

Beim nicht nur abfahrtsorientierten MTB gehts schon auch ums Gewicht. Fürs MTB finde ich eagle&co auch super, fand da aber vor allem spannend, dass es beim Fully noch einen Nachteil gibt, nämlich dass die ungefederte Masse zunimmt, was man eigentlich immer vermeiden wollte. Trotzdem kam das Zeug sehr schnell und es geht soweit, dass immer mehr Rahmen gar keinen Umwerfer mehr aufnehmen können.

Das meiste, was hier geschrieben wird, sind übrigens brandneue Erkenntnisse. Wiederholungen gibts nur ganz selten mal und dann meist versehentlich ;)

Abstrampler
28.03.2019, 18:12
Das meiste, was hier geschrieben wird, sind übrigens brandneue Erkenntnisse. Wiederholungen gibts nur ganz selten mal und dann meist versehentlich ;)

:D

Rex Felice
28.03.2019, 18:31
Wenn man wirklich klettert und sich nicht nur irgendwie hoch wuchtet, sind auch am Berg feine Abstufungen sehr angenehm.

Da sagt mir die Erfahrung was anderes.


Welche anderen Aspekte denn?
Ernsthaft, das wüsste ich wirklich mal gerne.(...)

Gewicht
Q-Faktor
Anzahl effektiv nutzbarer Gänge
einfacher zu schalten
etc.

avis
28.03.2019, 19:08
Is klar...
Wieso sollten denn, ambitioniertes Fahren auf Zeit/Tempo vorausgesetzt, bergan große Sprünge egal sein, wenn sie es im Flachen nicht sind?
Gerade wenn man richtig am Limit klettert kommt das zum Tragen, niemand würde ein BZF mit so einer 10-38er Kassette bestreiten wollen.

Gewicht ist das selbe, wenn man bei 1x bergtaugliche Kassetten verwendet.
Effektiv nutzbare Gänge? Habe ich bei 2xfach immer mehr.
Dass manche doppelt sind, ist nicht per se ein Nachteil, oder wie äußert sich der so?
Bleibt halt der Umstand, dass man nicht mehr schalten muss...und ja der Q-Faktor, um ein paar mm, was niemand merkt.
Ganz im Unterschied zu großen Gangsprüngen oder fehlender Branbreite.
Aber lassen wir das, offenbar bestehen da ganz andere Ansprüche daran was ein Rennrad können muss.

Rex Felice
28.03.2019, 19:18
Wie geschrieben vermeide ich es die drei jeweils diagonal gegenüber liegenden Ritzel zu nutzen. Das ist so geplant. Zwar läuft das dritte noch "ok", aber die Kettenlinie ist dann alles andere als optimal, so daß ich 13er, 14er und 15er nicht mit dem kleinen Blatt fahre. Davon abgesehen ist das für den Ausgangspunkt meiner Betrachtung ohnehin nicht entscheidend, schließlich bleiben nach wie vor 14 sich nicht überschneidende Gänge übrig.

Überschneidungen ist nicht auf den Schräglauf bezogen sondern auf die effektive Übersetzung. Das sind 14 Gänge die du fährst. 39-16 und 39-15 sind ziemlich ähnlich wie 53-21. Zählt man das ab, bleiben noch 13 Gänge.



Klar, das ist natürlich abhängig vom Terrain. Da muß jeder selbst rausfinden was passend ist. Bei mir in der Gegend gibt es keine langen, steilen Anstiege, insgesamt ist es eher wellig (ca. 1000 Höhenmeter auf 100 km). Wollte ich in alpinen Regionen fahren, bräuchte ich auch eine weiter gespreizte Kassette (oder eine Kompaktkurbel). Aber eine größere Spreizung würde letzlich vor allem die Kompromisse eines Mono-Antriebs nur noch weiter verstärken.

Gerade von der Feierabendrunde zurück, 620 Hm auf 34 km, auf dieser Runde fahre ich eher "flach" ;)

Richtig, je grösser die Spreizung desto grober die Abstufung, wobei das im steilen Gelände weniger stört. Die feine Abstufung braucht es ja vor allem zum Tempobolzen im Flachland.



Klar ist meine Lösung nicht universell, sie ist ja auch auf meine Leistung und meine Strecken abgestimmt. Dabei unterstreicht Dein Beispiel aber nur einmal mehr, daß man mit 1x11 selbst in moderatem Terrain kompromißbereit sein muß (und dabei haben wir erst einen einzigen Aspekt betrachtet). Um als Alternative wirklich überzeugen zu können, reicht jedoch selbst ein "hat nur kleine Nachteile" kaum aus, oder?

Ich hatte eine vergleichbare bei 2x9 mit 53-39 und 13-26. Hat mir nicht gefallen, für mich haben wegen des 13er Ritzels die Übergänge nicht gestimmt. Nutzt das Potential von 2fach nicht aus. Deshalb bietet deine Lösung gegenüber 1x11 nur wenig Vorteile. Einzig die etwas feinere Abstufung. Im Vergleich zu 12fach: 12fach SRAM mit 10-33 und 42er Kettenblatt im Vergleich zu deiner Lösung:

http://www.ritzelrechner.de/?GR=DERS&KB=39,53&RZ=13,14,15,16,17,19,21,23,26,29&UF=2215&TF=90&SL=2.6&UN=KMH&DV=teeth&GR2=DERS&KB2=42&RZ2=10,11,12,14,17,19,21,24,28,33,15,13&UF2=2215

Da ist meiner Meinung nach 1x12 ein gute Alternative zu deiner Lösung. Ich sehe da jetzt keine grossen Kompromisse die einzugehen wären. (mal abgesehen davon, dass es das nicht von Campa gibt). Grössere Entfaltung und ein 1er-Sprung mehr. Der Rest vergleichbar mit den 2er-Sprüngen und dem einen 3er-Sprung. Die grössten 2, 3 Ritzel ersetzen dein kleines Kettenblatt.

Rex Felice
28.03.2019, 19:26
Dem Link folgend in Rex Felice Beiträgen nennt er als Nachteil der 2-fach Kurbel die zu großen Übersetzungen die für Hobbyfahrer angeblich nicht passen. In meinem Umfeld ist niemand der z.B. bei der Furka, Nufenen, Gotthard Runde nicht mit 34-28 gut zurecht käme und mittlerweile ist ja auch ein 32er Kranz kein Problem.

Das steht so nicht. Die Aussage ist auf die "Heldenkurbeln", die sog. klassischen Kurbeln bezogen, nicht auf 2fach allgemein. Im Gegenteil, die Kompaktkurbel + Bergkassette kommt dabei relativ gut weg.


Wer es noch kleiner braucht war früher ein Kandidat für die 3-fach Kurbel am RR. Ich kenne niemand in meinem Umfeld der eine gebraucht hätte. Daher ist das Argument Hobbyfahrer keines, da die Mehrheit mit den mittlerweilen angebotenen Übersetzungen auch über die Pässe kommt.

Richtig, heute bietet die Kompaktkurbel z. B. mit 34-32 Übersetzungen die früher mit 3fach mit 30er Kettenblatt und "Bergkassette" mit 27er oder 29er Ritzel möglich waren. Einer der Gründe dass es kaum mehr 3fach gibt.


(...) Individuell mag es mit 1-fach gut passen. Als allgemeine Lösung taugt es meiner Meinung nach nicht.

Das behauptet auch keiner. Aber auch 2fach war "früher" nicht für alle tauglich, deshalb gibt/gab es 3fach.

Ich finde es amüsant, dass diejenigen die 2fach fahren und hier sicher schon in "2fach-vs-3fach"-Diskussionen auf der Seite der 2fach-Kurbel waren nun mit Bandbreite und Abstufung argumentieren (denn das waren bisher die Argumente für 3fach) sie aber sicher mit "braucht man nicht", "Optik und Gewicht gehen vor" etc. argumentiert habe. Nun wiederholt sich das bei 2fach vs. 1fach.

avis
28.03.2019, 19:31
Was ist daran amüsant?
Ist halt sachlich nicht das gleiche.
Wer 3x blöd fand, muss nun auch 2x blöd finden?

Pedalierer
28.03.2019, 20:04
Den Streit um Bandbreite und Abstufung von 3x zu 2xKubreln gabs zu 9x Zeiten.
Heute gibts 11/12x Antriebe, die bieten alle Gänge die 3x Kurbeln damals boten ohne Abstriche.

avis
28.03.2019, 20:10
Eben...

Rex Felice
28.03.2019, 20:31
(...) Wer 3x blöd fand, muss nun auch 2x blöd finden?

Nein, aber dass die selben Argumente mal so und dann mal so benutzt werden. Zeigt die menschliche Komponente der Diskussion.
Ich bin indifferent, ich sehe Vor- als auch Nachteile, mich interessiert auch die Beschäftigung mit dem Thema.

avis
28.03.2019, 20:44
Das liegt ganz einfach daran, dass es eben nur scheinbar die selben Argumente sind.
Damals bot eine 3x wirklich mehr sinnvolle Bandbreite, brachte aber auch echte Nachteile mit sich.
Was eben jetzt bei 2x vs. 1x nicht der Fall ist.
Usw..., die Parameter sind gänzlich andere.
Das weißt du doch aber auch alles selber.

Rex Felice
28.03.2019, 21:05
Das liegt ganz einfach daran, dass es eben nur scheinbar die selben Argumente sind. (...)
Usw..., die Parameter sind gänzlich andere. (...)

Nein, sind letztlich die selben Argumente und die selben Parameter. Jetzt mit 1fach wiederholt sich die Diskussion nur mit anderen Zahlen.

Letztlich sind es immer die selben Kompromisse. 3fach hatte auch "nur" ein paar Gänge mehr, bei 2fach hat man auf Bandbreite oder feine Abstufung verzichtet. Sinnvolle Bandbreite geht auch mit 1fach.

Abstrampler
28.03.2019, 21:15
Na ja, was das Gewicht, hatte 3fach klar das Nachsehen.
Das wiederholt sich bei 2fach, stimmt.
Allerdings wieder zum Nachteil des Konkurrenzprodukts.

Ne, der Vergleich hinkt nun wirklich.
Mono ist nicht das moderne 2fach am Rennrad.
Auch wenn uns insbesondere ein bestimmtes amerikanisches Unternehmen (auch aus Rationalisierungsgründen) das glauben machen möchte. ;)

avis
28.03.2019, 21:16
"Nur" andere Zahlen...
Die anderen Zahlen verändern den Inhalt doch völlig, gerade bei Fragen wo es um Zahlen(Übersetzungen) geht.
Das Prinzip ist das selbe, aber die konkreten Auswirkungen eben völlig andere, eben weil die Zahlen...
Mal ehrlich, langsam wird es albern.
Letztlich dann doch, wer keine 3x mehr wollen würde, der muss dann nun 1x gut finden...man man man.

kleinerblaumann
28.03.2019, 21:35
...

Ne, der Vergleich hinkt nun wirklich.
Mono ist nicht das moderne 2fach am Rennrad.
Auch wenn uns insbesondere ein bestimmtes amerikanisches Unternehmen (auch aus Rationalisierungsgründen) das glauben machen möchte. ;)

Das könnte natürlich auch bei Shimano ein Grund für mono werden. Die Grenzen von MTB zu RR verschwimmen immer mehr und das wirkt sich auch auf die Schaltungen aus. Vielleicht wird es irgendwann wirtschaftlich sinnvoll, sich von der Entwicklung und Produktion eines Umwerfers zu verabschieden.

Mal ne andere Spinnerei (!) - vielleicht kommt ja mal irgendwer auf die Idee, ein auf der Achse bewegliches Kettenblatt zu konstuieren, dass je nach Position der Kette auf der Kassette weiter nach innen oder außen wandert, um die Kettenlinie zu verbessern. Das fiele natürlich auch wieder in die Kategorie, Probleme zu lösen, die es gar nicht gibt/geben muss. Spannend finde ich es allemal, was da so angeboten wird. Aber der Weg, bis ich mir neues Zeug ans Rad schraube, ist meist eher weit. Deswegen berührt mich das alles eher nicht so emotional wie andere hier.

Rex Felice
28.03.2019, 21:46
"Nur" andere Zahlen...
Die anderen Zahlen verändern den Inhalt doch völlig, gerade bei Fragen wo es um Zahlen(Übersetzungen) geht.

Kommt jetzt wieder der Wirkungsgradvergleich vom 10er vs. 11er Ritzel? DAS ist albern.
Wie lange fährt man denn wirklich auf dem kleinsten Ritzel, sodass das eine Rolle spielen würde? Abgesehen davon, dass am zählt was unter dem Strich rauskommt. Besser mit einem 46er KB und einem 10er Ritzel fahren als die Hälfte der Zeit mit klein-klein auf dem 39er KB durch die Lande zu eiern und 53-12 als maximal effizient zu feiern.



Das Prinzip ist das selbe, aber die konkreten Auswirkungen eben völlig andere, eben weil die Zahlen...
Mal ehrlich, langsam wird es albern.

Das Schöne an der Diskussion ist, dass sich die Zähne des Kettenblattes durch die Zähne des Ritzels dividieren lassen und dann eine Zahl herauskommt die vergleichbar ist.


Letztlich dann doch, wer keine 3x mehr wollen würde, der muss dann nun 1x gut finden...man man man.

Nein, siehe oben.

PolarSun
28.03.2019, 21:54
Ich hatte eine vergleichbare bei 2x9 mit 53-39 und 13-26. Hat mir nicht gefallen, für mich haben wegen des 13er Ritzels die Übergänge nicht gestimmt. Nutzt das Potential von 2fach nicht aus.
Geht ja auch gar nicht darum das theoretische Potential auszunutzen, sondern die bestmögliche Anpassung für Fahrer/Terrain zu finden. Das jeweilige Ergebnis sieht natürlich individuell unterschiedlich aus. Mir paßt gerade das 13er gut, weil dadurch die Abstufung bis zum 17er sehr fein bleibt (bei der 12-30 Kassette am Crosser fehlt das 16er). Gleichzeitig ergibt sich immernoch eine gute Kombination des großen Kettenblattes bis zum 21er Ritzel.


Deshalb bietet deine Lösung gegenüber 1x11 nur wenig Vorteile. Einzig die etwas feinere Abstufung. Im Vergleich zu 12fach: 12fach SRAM mit 10-33 und 42er Kettenblatt im Vergleich zu deiner Lösung:

http://www.ritzelrechner.de/?GR=DERS&KB=39,53&RZ=13,14,15,16,17,19,21,23,26,29&UF=2215&TF=90&SL=2.6&UN=KMH&DV=teeth&GR2=DERS&KB2=42&RZ2=10,11,12,14,17,19,21,24,28,33,15,13&UF2=2215

Da ist meiner Meinung nach 1x12 ein gute Alternative zu deiner Lösung. Ich sehe da jetzt keine grossen Kompromisse die einzugehen wären. (mal abgesehen davon, dass es das nicht von Campa gibt). Grössere Entfaltung und ein 1er-Sprung mehr. Der Rest vergleichbar mit den 2er-Sprüngen und dem einen 3er-Sprung. Die grössten 2, 3 Ritzel ersetzen dein kleines Kettenblatt.
Je mehr Ritzel man in die Kassette packt, desto besser lassen sich Nachteile bei Abstufung und/oder Spreizung des Mono-Antriebs ausgleichen. Mit 12 oder 13 Ritzeln läßt sich damit selbst eine moderate Bandbreite (wie in meinem Beispiel) gerade so halbwegs abbilden. Das geht dann aber wiederum nicht, ohne andere Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. Und das gilt umso mehr für Fahrer in Gebieten mit mehr Relief, die ein größeres Übersetzungsspektrum brauchen. Wer die gesamte Bandbreite von Ritzeln und zwei Kurbelblättern in die Kassette steckt, muß dann zwangsläufig sehr kleine und/oder sehr große Ritzel montieren und hat immernoch nichts gewonnen.

Überzeugt mich daher nicht. Paßt nur dort, wo man auf die Bandbreite/Abstufung verzichten kann. Darum habe ich bspw. das Stadtrad meiner Freundin auf Mono umgebaut. Auch am Crosser kann ich es mir gut vorstellen, da sind die Kettenblätter eh nah beieinander. Am Renner überwiegen aus meiner Perspektive die Nachteile, insbesondere wenn man die Flexibilität der klassischen Lösung beibehalten möchte.

Mifri
28.03.2019, 22:16
Besser mit einem 46er KB und einem 10er Ritzel fahren als die Hälfte der Zeit mit klein-klein auf dem 39er KB durch die Lande zu eiern und 53-12 als maximal effizient zu feiern.


Nein, dass siehst Du falsch. Hier im Forum sind Sie alle so trainiert, dass es unbedingt eine 53-11 Übersetzung sein muss, um über z.B. 150km effizient in der Gruppe unterwegs sein zu können, weil die ja ständig mit 70km/h fährt. Geht es dann mal mit 10-12% bergauf, wir dann 39-25 als Übersetzung gewählt. Also hat man dann bei der verwendeten 11/25 Kassette eine schöne feine Abstufung.

Take5
28.03.2019, 22:19
Besser mit einem 46er KB und einem 10er Ritzel fahren als die Hälfte der Zeit mit klein-klein auf dem 39er KB durch die Lande zu eiern und 53-12 als maximal effizient zu feiern.


Bist du öfter mal mit Gruppen unterwegs? Ich fahre kompakt 50/34 und einen 25er Kranz. Hier gibt es Hügel mit knapp 500 Meter ü.NN. Somit habe ich am Berg 2 Zähne Abstufungen, wenn mit Zug gefahren wird kann ich damit ausgleichen wenn z.B. der vorne eine höhere Trittfrequenz fährt. Wenn ich am Anschlag bin und es blöd läuft kann ich sogar damit zwischen die Gänge fallen. Runter drücken die Jungs mit der Heldenkurbel, da muss ich aufpassen mit 50/12 nicht rauszufliegen, weil ich trotz genug Gewicht und Kraft mit der Übersetzung nicht mehr hin komme.

Das sind keine Rennen, sondern WE Ausfahrten ambitionierter Hobbyfahrer auch wenn der ein oder andere früher Rennen fuhr.

Das würde ich mir mal gerne mit 1x11 ein paar Wochenenden anschauen.

Warum jetzt die Heldenkurbel als Maßstab für 2-fach herhalten muss erschließt sich mir ebenfalls nicht.

avis
28.03.2019, 22:31
Kommt jetzt wieder der Wirkungsgradvergleich vom 10er vs. 11er Ritzel? DAS ist albern.
Wie lange fährt man denn wirklich auf dem kleinsten Ritzel, sodass das eine Rolle spielen würde?


Nö, ist es nicht. Am Rennrad ist ein weniger effizienter Antrieb von Nachteil.
Am Reiserad sicherlich nicht.
Man fährt ja auch Carbonrahmen, leichte Reifen und was weiß ich.
Da macht es schlicht Sinn, auch auf einen effektiven Antrieb zu achten.



Abgesehen davon, dass am zählt was unter dem Strich rauskommt. Besser mit einem 46er KB und einem 10er Ritzel fahren als die Hälfte der Zeit mit klein-klein auf dem 39er KB durch die Lande zu eiern und 53-12 als maximal effizient zu feiern.

Ja, dass klein-klein wenig sinnvoll ist, ist klar.
Was anderes hat hier aber auch niemand behauptet, reines Strohmannargument.
(Wobei, wenn man obige Testgraphik betrachtet, ist klein-klein effizenztechnisch sogar noch besser als Mono 48 mit 10er, 11er und 12er Ritzel...:ä)
Sind dann Gänge die man durchaus mal fährt, oder?!




Das Schöne an der Diskussion ist, dass sich die Zähne des Kettenblattes durch die Zähne des Ritzels dividieren lassen und dann eine Zahl herauskommt die vergleichbar ist.


Ja und eben diese Zahlen, in welcher Bandbreite und welcher Abstufung man sie erreichen kann, haben sich seit den 3x Zeiten mit 9er Kassette völlig verändert.
Dieser Bezug zu 3x ist einfach sinnfrei, wie auch das Berühren des Aspektes, dass 53/39 für viele Hobbyfahrer wenig geeignet ist. Was ja stimmt, aber nichts mit der Frage nach den Vorteilen von Mono zu tun hat.
Reiner whataboutism.

PolarSun
28.03.2019, 22:34
Nein, dass siehst Du falsch. Hier im Forum sind Sie alle so trainiert, dass es unbedingt eine 53-11 Übersetzung sein muss, um über z.B. 150km effizient in der Gruppe unterwegs sein zu können, weil die ja ständig mit 70km/h fährt. Geht es dann mal mit 10-12% bergauf, wir dann 39-25 als Übersetzung gewählt. Also hat man dann bei der verwendeten 11/25 Kassette eine schöne feine Abstufung.
Der Gewinn an der ganzen Entwicklung von 8-, 9-, 10-, 11-fach war doch aber auch, daß man immer besser eine feine und gleichzeitig umfangreiche Abstufung bekam. Und das Ganze dann noch, ohne ständig das Rad umbauen zu müssen!

Und nun will man uns weismachen, das wieder aufzugeben wäre zu unserem Vorteil? :confused:

Logik?

Weil neu, modern, toll?

Take5
28.03.2019, 22:36
+1

Rex Felice
28.03.2019, 23:49
Geht ja auch gar nicht darum das theoretische Potential auszunutzen, sondern die bestmögliche Anpassung für Fahrer/Terrain zu finden. (...)

Wobei ich daran zweifle, dass dir damit die ideale Anpassung geglückt ist. Das hätte man meiner Meinung nach anders besser lösen können. Aber du scheinst damit ja glücklich zu sein.



Je mehr Ritzel man in die Kassette packt, desto besser lassen sich Nachteile bei Abstufung und/oder Spreizung des Mono-Antriebs ausgleichen. Mit 12 oder 13 Ritzeln läßt sich damit selbst eine moderate Bandbreite (wie in meinem Beispiel) gerade so halbwegs abbilden.

Der Vergleich mit 1x12 ist nicht "gerade so halbwegs" sondern entspricht ziemlich genau dem was du hast.


(...) Paßt nur dort, wo man auf die Bandbreite/Abstufung verzichten kann. (...) Am Renner überwiegen aus meiner Perspektive die Nachteile, insbesondere wenn man die Flexibilität der klassischen Lösung beibehalten möchte.

Wie gesagt, die Lösung im Vergleich verzichtet weder auf Bandbreite noch auf Abstufung. Dafür auf die Nachteile zweier Kettenblätter. Du verzichtest ja bei deiner Lösung bewusst auf Bandbreite...

Rex Felice
28.03.2019, 23:59
Nö, ist es nicht. Am Rennrad ist ein weniger effizienter Antrieb von Nachteil.
Am Reiserad sicherlich nicht.
Man fährt ja auch Carbonrahmen, leichte Reifen und was weiß ich.
Da macht es schlicht Sinn, auch auf einen effektiven Antrieb zu achten.

Richtig, Effizienz ist entscheidend. Aber die Effizienz des ganzen Antriebs ist entscheidend, nicht nur diejenige des kleinsten Ritzels. Das kleinste Ritzel fährt man erfahrungsgemäss nicht so häufig.


Ja, dass klein-klein wenig sinnvoll ist, ist klar.
Was anderes hat hier aber auch niemand behauptet, reines Strohmannargument.

Nein, das wird nicht behauptet, aber gemacht! In der Praxis eiern die meisten Heldenkurbler eben gerade häufig auf dem 39er durch die Lande.



(Wobei, wenn man obige Testgraphik betrachtet, ist klein-klein effizenztechnisch sogar noch besser als Mono 48 mit 10er, 11er und 12er Ritzel...:ä)
Sind dann Gänge die man durchaus mal fährt, oder?!(...)

Die Frage ist doch, wie häufig. 48:20 ist effizienter als das vergleichbare 39:16 - wenn wir mal das so beliebte 16er Ritzel bemühen wollen. Eine solche Übersetzung als "Hauptgang" wird deutlich mehr gefahren als der dickste Gang.

Dann kommt noch dazu, dass man es anpassen kann, dass der "Hauptgang" in der Mitte liegt und man in der Summe weniger Schräglauf hat. Verluste durch Blattwechsel und Gegenschalten entfallen auch.

avis
29.03.2019, 00:06
Korrekt.
Und der 1x Antrieb ist in summa kategorisch deutlich weniger effezient, als eine sinnvolle 2x Kombi, auch wenn man das offenbar ignorieren will.
Irgendwo auch logisch, es sind entweder weniger Zähne im Spiel, und/oder es besteht mehr Schräglauf.
Hier nocheinmal...

https://i.imgur.com/liSfrMY.png

Und dass mancher Hobbyfahrer mit wenig sinnvollen Übersetzungen durch die Gegend fährt, sehe ich ganz genauso und spreche es hier ja auch des Öfteren an.
Das hat aber nichts mit der Frage zu tun, ob mono besser oder schlechter ist, es handelt sich nicht um einen systemimmanenten Nachteil von 2x.
Denn man kann ja auch sinnvolle Kombinationen fahren, da liegt es dann am Fahrer, aber nicht an der Konstruktion.

Take5
29.03.2019, 00:15
Nein, das wird nicht behauptet, aber gemacht! In der Praxis eiern die meisten Heldenkurbler eben gerade häufig auf dem 39er durch die Lande.


Das war vor Kompakt so. Meine Beobachtung ist, wer sich aktuell eine Heldenkurbel ans Rad schraubt kann die auch treten und eiert nicht in der Fläche auf dem 39er durch die Gegend.

Bei der Grafik ist auch schön zu sehen, dass im interessanten Bereich am Berg zwei Gänge fehlen.

PolarSun
29.03.2019, 01:07
Wobei ich daran zweifle, dass dir damit die ideale Anpassung geglückt ist. Das hätte man meiner Meinung nach anders besser lösen können. Aber du scheinst damit ja glücklich zu sein.
Habe im Keller neben der Standardkurbel auch noch Kompakt (50-34) und den Crosser (46-36). Auf der Straße ist mir 53-39 tatsächlich am liebsten. Dazu trägt sicherlich auch die moderate Differenz der Kettenblätter bei. 50-34 finde ich demgegenüber nicht so schön zu fahren und auf die größere Bandbreite, die solch eine Kurbel begünstigt, bin ich in der Umgebung halt nicht angewiesen. Womöglich fände ich 50-36 oder 48-34 mit angepaßter Kassette aber genauso gut. Doch das wäre dann letztlich Jacke wie Hose.


Der Vergleich mit 1x12 ist nicht "gerade so halbwegs" sondern entspricht ziemlich genau dem was du hast.
Würde ich sogar gerne mal ausprobieren. Aber auf dem Papier stört mich nicht allein die gröbere Abstufung, sondern auch das 10er Ritzel, weil derartig kleine Zahnkränze letztlich doch nicht ganz so geschmeidig laufen. Ich denke wenn ich mir mal einen reinen Crosser aufbaue, würde ich schon gen Mono tendieren.


Wie gesagt, die Lösung im Vergleich verzichtet weder auf Bandbreite noch auf Abstufung. Dafür auf die Nachteile zweier Kettenblätter. Du verzichtest ja bei deiner Lösung bewusst auf Bandbreite...
Kann man so aber nicht sagen, weil ich die Bandbreite schließlich bewußt ausreichend für meine Zwecke ausgewählt habe. Was mit 2xKurbel maximal möglich ist, schöpfe ich in der Tat nicht aus - insofern hast Du Recht. Nur: Montiere ich nun eine 11-32-Kassette, um "nicht auf Bandbreite zu verzichten" - obwohl ich weder ein 11er, 12er noch 32er Ritzel brauche - hätte ich unterm Strich nichts gewonnen. Im Gegenteil, die Ritzel würden mir zwischendrin fehlen und ich müßte sinnloserweise eine sehr grobe Abstufung in Kauf nehmen.

Vielleicht ist mein Fall von den Eckpunkten her tatsächlich noch ein Kandidat wo man sich, vielleicht nicht mit 1x11 -wie der Thread hier ursprünglich beabsichtigt war - aber mit 1x12 schon beinahe oder mit 1x13 ganz gut, aus der Affäre ziehen könnte. Ein Wechsel wäre jedoch aufgrund anderer Nachteile (insbesondere Kosten, Kompatibilität) für niemanden so richtig interessant. Bliebe die Option, es bei einem Neuaufbau auszuprobieren. Aber auch hier hat man technisch bestenfalls keine Verluste, muß an anderer Stelle aber trotzdem ein, zwei Kröten schlucken. Ich bleibe daher dabei: Das sieht mir vorläufig erst mal nicht nach einem Erfolgsrezept aus, sondern einer Nische, die enger ist als sich das manche Hersteller wünschen würden.

Malin
29.03.2019, 06:22
Das war vor Kompakt so. Meine Beobachtung ist, wer sich aktuell eine Heldenkurbel ans Rad schraubt kann die auch treten und eiert nicht in der Fläche auf dem 39er durch die Gegend.

Warum sollte das schlecht sein? Wenn du mit 50/34 im Flachen immer hin und her schalten musst, kann 53/39 vielleicht besser sein, interessiert doch niemanden ob du dann ständig 39er fährst.


Bei der Grafik ist auch schön zu sehen, dass im interessanten Bereich am Berg zwei Gänge fehlen.

Ich denke nicht. Rot und blau/grün decken die gleiche Bandbreite ab, da fehlt es keinem der Systeme an Gängen im Endbereich.

thigh
29.03.2019, 08:03
Mit interessant meint er sicher nicht die Gänge am jeweiligen Ende der Kassette, sondern die in der Mitte. Und da gibts definitiv ein paar Lücken.
Die würden sogar noch deutlich mehr, wenn der Vergleich mit einer 11-28 und nicht mit einer Mtb Kassette gemacht worden wäre.

https://abload.de/img/lisfrmyjikqw.png

Rex Felice
29.03.2019, 08:41
Korrekt.
Und der 1x Antrieb ist in summa kategorisch deutlich weniger effezient, als eine sinnvolle 2x Kombi, auch wenn man das offenbar ignorieren will.

Ich kann dir eine Grafik zeichnen die ein anderes Resultat zeigt....



Irgendwo auch logisch, es sind entweder weniger Zähne im Spiel, und/oder es besteht mehr Schräglauf.
Hier nocheinmal...

Nein, in der Praxis sind eben gerade mehr Zähne im Spiel.



Und dass mancher Hobbyfahrer mit wenig sinnvollen Übersetzungen durch die Gegend fährt, sehe ich ganz genauso und spreche es hier ja auch des Öfteren an.
Das hat aber nichts mit der Frage zu tun, ob mono besser oder schlechter ist, es handelt sich nicht um einen systemimmanenten Nachteil von 2x.
Denn man kann ja auch sinnvolle Kombinationen fahren, da liegt es dann am Fahrer, aber nicht an der Konstruktion.

Das Problem ist, dass das bei 2fach nicht angeboten wird. Z. B. 46-30 wäre für den Grossteil der Fahrer sinnvoller als 50-34 oder 52-36. Gibt es aber nicht, sodass viele mit gross-gross resp. klein-klein fahren.

Ganz abgesehen davon, dass man mit mehreren KB weniger flexibel ist. Das war bei 3fach noch deutlicher sichtbar als bei 2fach.

Rex Felice
29.03.2019, 08:41
Das war vor Kompakt so. Meine Beobachtung ist, wer sich aktuell eine Heldenkurbel ans Rad schraubt kann die auch treten und eiert nicht in der Fläche auf dem 39er durch die Gegend.

Bei der Grafik ist auch schön zu sehen, dass im interessanten Bereich am Berg zwei Gänge fehlen.

Meine Beobachtung ist, dass das generell der Fall ist.

Rex Felice
29.03.2019, 08:46
(...) Kann man so aber nicht sagen, weil ich die Bandbreite schließlich bewußt ausreichend für meine Zwecke ausgewählt habe. Was mit 2xKurbel maximal möglich ist, schöpfe ich in der Tat nicht aus - insofern hast Du Recht. Nur: Montiere ich nun eine 11-32-Kassette, um "nicht auf Bandbreite zu verzichten" - obwohl ich weder ein 11er, 12er noch 32er Ritzel brauche - hätte ich unterm Strich nichts gewonnen. Im Gegenteil, die Ritzel würden mir zwischendrin fehlen und ich müßte sinnloserweise eine sehr grobe Abstufung in Kauf nehmen.

Vielleicht lesen wir einfach die Links aus dem Ritzelrechner anders, denn eine grobe Abstufung kann ich dort nicht erkennen...



Vielleicht ist mein Fall von den Eckpunkten her tatsächlich noch ein Kandidat wo man sich, vielleicht nicht mit 1x11 -wie der Thread hier ursprünglich beabsichtigt war - aber mit 1x12 schon beinahe oder mit 1x13 ganz gut, aus der Affäre ziehen könnte. Ein Wechsel wäre jedoch aufgrund anderer Nachteile (insbesondere Kosten, Kompatibilität) für niemanden so richtig interessant. Bliebe die Option, es bei einem Neuaufbau auszuprobieren. Aber auch hier hat man technisch bestenfalls keine Verluste, muß an anderer Stelle aber trotzdem ein, zwei Kröten schlucken. Ich bleibe daher dabei: Das sieht mir vorläufig erst mal nicht nach einem Erfolgsrezept aus, sondern einer Nische, die enger ist als sich das manche Hersteller wünschen würden.

Es war auch nie von Unmrüstung und den damit verbundenen Nachteilen die Rede, sondern dass einfach behauptet wird, man müsse auf Bandbreite oder feine Abstufung verzichten, obwohl das im Vergleich zu deiner Lösung eben gerade nicht der Fall ist.

Jim Bob
29.03.2019, 08:52
Immer diese Sachdiskussionen... viel wichtiger ist doch, dass 1x11 eine optische Katastrophe ist. :D

Wird nicht mehr lange dauern, dass vorne 700c und hinten 650B gefahren wird... :eek:

Rex Felice
29.03.2019, 08:55
Warum sollte das schlecht sein? Wenn du mit 50/34 im Flachen immer hin und her schalten musst, kann 53/39 vielleicht besser sein, interessiert doch niemanden ob du dann ständig 39er fährst.

Ich denke nicht. Rot und blau/grün decken die gleiche Bandbreite ab, da fehlt es keinem der Systeme an Gängen im Endbereich.

Nein, wenn 50-34 nicht passt, passt 53-39 noch weniger, denn dann kann er das 53er noch weniger treten als das 50er. Dann fährt er anstelle auf dem 34er auf dem 39er, was universeller ist und dank des kleineren Sprunges aufs Grosse harmonischer fährt (aber dafür ohne Not Bergtauglichkeit verschenkt). Das ist aber nicht die Idee hinter dem System und man fährt wieder klein-klein mit Schräglauf, weil z. B. 39:16 so ein typischer "Hauptgang" ist.

Wenn man 53-39 fährt, hat man selbst mit einer Bergkassette - die dann wieder die böse, grobe Abstufung mit sich bringt - keine wirklich kleinen Gänge für die Berge. Da hätte man mit 1x12 mit 44er KB und 10-33 die selben Gänge für die Berge.

1x kommt nicht an eine Kompaktkurbel mit Bergkassette ran wo das Potential von 2fach ausgenutzt wird, aber bei der klassischen Kurbel mit mehr Überschneidungen sieht es anders aus.

Ich fahre primär im voralpinen Bereich und wähle mein Getriebe primär nach dem kleinsten Gang - dicke Gänge brauche ich nicht, ich kann bis 180 rpm treten - und bleibe deshalb bei 2x Kompakt, auch wenn das was ich gerne hätte nicht angeboten wird.

Rex Felice
29.03.2019, 08:57
Mit interessant meint er sicher nicht die Gänge am jeweiligen Ende der Kassette, sondern die in der Mitte. Und da gibts definitiv ein paar Lücken.
Die würden sogar noch deutlich mehr, wenn der Vergleich mit einer 11-28 und nicht mit einer Mtb Kassette gemacht worden wäre.

https://abload.de/img/lisfrmyjikqw.png

Ich halte den "Testaufbau" für unglücklich gewählt (und den Vergleich für unseriös).
53er KB kombiniert mit 11-34. 53-11 das nicht wirklich nötig und sinnvoll ist, dafür eine grobe Abstufung die hier vielen nicht passen dürfte. Mit einer feiner gestuften Kassette liesse sich auch bei 1x eine engere Kassette nutzen.

captain hook
29.03.2019, 09:14
Manchmal frag ich mich, ob wir hier noch in einem Rennradforum sind.

Kein ernsthafter Radsportler würde eine Kassette fahren, mit 11-13-15-17... als Übersetzung im relevanten Bereich.

Genauso wie eine 10-42 Kassette am RR für Mono maximal dann montiert wird, wenn man die systembedingten "Probleme" auszugleichen versucht. Wer bitte will solche Gangsprünge auf der Straße fahren?

Leute, das ist bekloppt. Das kann man am Crosser, Gravel oder MTB fahren. Wer so eine Spreizung will, soll 2fach fahren und gut.

medias
29.03.2019, 09:17
Das frage ich mich auch.
Weiter machen. Jeder findet seine Persönliche Entffaltung.:Applaus:

Rex Felice
29.03.2019, 09:22
Manchmal frag ich mich, ob wir hier noch in einem Rennradforum sind.

Kein ernsthafter Radsportler würde eine Kassette fahren, mit 11-13-15-17... als Übersetzung im relevanten Bereich.

Genauso wie eine 10-42 Kassette am RR für Mono maximal dann montiert wird, wenn man die systembedingten "Probleme" auszugleichen versucht. Wer bitte will solche Gangsprünge auf der Straße fahren?

Leute, das ist bekloppt. Das kann man am Crosser, Gravel oder MTB fahren. Wer so eine Spreizung will, soll 2fach fahren und gut.

Naja, von 10-42 ist auch nur in dieser unsäglichen Grafik die Rede. Die ist von SRAM übrigens primär für Gravel vorgesehen. Die neuen 12fach für die Strasse haben maximal ein 33er. Das ist nicht weit von 11fach 11-32/11-34 weg wie wir es kennen.

Fairness? Anstand? Diskussionskultur? Gerade bei den Rennradfahrern die soviel auf sich halten?

Fluxkompensator
29.03.2019, 09:31
Das frage ich mich auch.
Weiter machen. Jeder findet seine Persönliche Entffaltung.:Applaus:
Ja, man ganze Tage und Nächte über dem Ritzelrechner verbringen und sich immer weiter optimieren.

captain hook
29.03.2019, 09:31
Naja, von 10-42 ist auch nur in dieser unsäglichen Grafik die Rede. Die ist von SRAM übrigens primär für Gravel vorgesehen. Die neuen 12fach für die Strasse haben maximal ein 33er. Das ist nicht weit von 11fach 11-32/11-34 weg wie wir es kennen.

Fairness? Anstand? Diskussionskultur? Gerade bei den Rennradfahrern die soviel auf sich halten?

Ich bin normal sehr zurückhaltend bei sowas (und fahre selbst Mono - auf der Straße im Radrennen - und verteidige grundsätzlich die Ansicht, dass das für Nischenbereiche gut funktioniert), aber geh doch mal auf die Straße, nimm nen flachen Kurs mit ein bisschen rechts/links und versuch den mal gleichmäßig zu fahren. Wegen mir kannst Du auch rechnen... was pasiert wenn du zwischen 40 und 45kmh solche Sprünge in der Kassette hast und mal ein bisschen fein nachregeln musst/willst?

Das ist keine unsachliche Antwort oder beleidigend. Es geht hier seit Wochen hin und her mit Mono und man muss soviel theoretisches Zeug dazu lesen... geh doch einfach mal auf die Straße und fahr diese Gangsprünge in diesem Bereich. Da bekommst Du ne Krise.

Ich hab am Crosser so eine Übersetzung (48-10/42). Ich fahr im Winter manchmal damit auf der Straße. Ja, das fährt. Ansonsten fühlt es sich 50% der Zeit an, als würden irgendwelche Gänge fehlen. Und ich bin da nicht so sensibel. Mein Freundin kann auch ein bisschen fahren. Von der muss ich mir schon bei meiner 11-30 Kassette auf der Straße immer anhören da fehlt was und so kann man nicht fahren.

Fluxkompensator
29.03.2019, 09:34
Nein, wenn 50-34 nicht passt, passt 53-39 noch weniger, denn dann kann er das 53er noch weniger treten als das 50er. Dann fährt er anstelle auf dem 34er auf dem 39er, was universeller ist und dank des kleineren Sprunges aufs Grosse harmonischer fährt (aber dafür ohne Not Bergtauglichkeit verschenkt). Das ist aber nicht die Idee hinter dem System und man fährt wieder klein-klein mit Schräglauf, weil z. B. 39:16 so ein typischer "Hauptgang" ist.

Wenn man 53-39 fährt, hat man selbst mit einer Bergkassette - die dann wieder die böse, grobe Abstufung mit sich bringt - keine wirklich kleinen Gänge für die Berge. Da hätte man mit 1x12 mit 44er KB und 10-33 die selben Gänge für die Berge.

1x kommt nicht an eine Kompaktkurbel mit Bergkassette ran wo das Potential von 2fach ausgenutzt wird, aber bei der klassischen Kurbel mit mehr Überschneidungen sieht es anders aus.

Ich fahre primär im voralpinen Bereich und wähle mein Getriebe primär nach dem kleinsten Gang - dicke Gänge brauche ich nicht, ich kann bis 180 rpm treten - und bleibe deshalb bei 2x Kompakt, auch wenn das was ich gerne hätte nicht angeboten wird.
If you do not like the facts, shoot the messenger.

SRAM AXS und der mono-Gedanke erscheinen in vielerlei Hinsicht ziemlich kacka.

thigh
29.03.2019, 09:40
Eigentlich nicht. Solange es die Wahl gibt, kann doch jeder machen was er will.
Die Diskussion hier geht doch nur so ab, weil keiner den anderen verstehen will und sich immer nur die Angriffspunkte rauspickt.

Rex Felice
29.03.2019, 09:47
Ich bin normal sehr zurückhaltend bei sowas (und fahre selbst Mono - auf der Straße im Radrennen - und verteidige grundsätzlich die Ansicht, dass das für Nischenbereiche gut funktioniert), aber geh doch mal auf die Straße, nimm nen flachen Kurs mit ein bisschen rechts/links und versuch den mal gleichmäßig zu fahren. Wegen mir kannst Du auch rechnen... was pasiert wenn du zwischen 40 und 45kmh solche Sprünge in der Kassette hast und mal ein bisschen fein nachregeln musst/willst?

Das ist keine unsachliche Antwort oder beleidigend. Es geht hier seit Wochen hin und her mit Mono und man muss soviel theoretisches Zeug dazu lesen... geh doch einfach mal auf die Straße und fahr diese Gangsprünge in diesem Bereich. Da bekommst Du ne Krise. (...)

Von welcher Kassette sprichst du? Diejenigen die ich verlinke, haben in diesem Geschwindigkeitsbereich viele Einerschritte.

Rex Felice
29.03.2019, 09:55
Eigentlich nicht. Solange es die Wahl gibt, kann doch jeder machen was er will.
Die Diskussion hier geht doch nur so ab, weil keiner den anderen verstehen will und sich immer nur die Angriffspunkte rauspickt.

Viele verteidigen halt ihre Lösung und lassen sich gar nicht auf eine Diskussion ein. Darum neulich der Hinweis, dass sich das Spiel wiederholt nur mit anderen Vorzeichen.

Es soll jeder fahren was er will und es vor allem möglichst an sich anpassen - das war ja der Grund für die in der Signatur verlinkte FAQ - aber wenn die Diskussion nicht interessiert, muss sich nicht daran beteiligen. (Ich finde viele Diskussionen zu diversen Themen hier unsinnig, aber trotzdem schreibe ich das nicht hinein sondern beteilige mich nicht daran.)

Take5
29.03.2019, 09:56
Warum sollte das schlecht sein? Wenn du mit 50/34 im Flachen immer hin und her schalten musst, kann 53/39 vielleicht besser sein, interessiert doch niemanden ob du dann ständig 39er fährst.


Mit einem 50er im flachen hin und her schalten? Das ist ja gerade das Gute am 50er lange damit fahren zu können selbst wenn es 3-4 Prozent hoch geht.

Mir ist das übrigens egal ob jemand auf dem 39er oder 53er durch die Gegend fährt.



Das ist keine unsachliche Antwort oder beleidigend. Es geht hier seit Wochen hin und her mit Mono und man muss soviel theoretisches Zeug dazu lesen... geh doch einfach mal auf die Straße und fahr diese Gangsprünge in diesem Bereich. Da bekommst Du ne Krise.


Schrieb ich oben ja schon ähnlich und auf die Frage ob er auch öfter in Gruppen fährt kam keine Antwort. Würde er dies machen wüßte er von was wir schreiben.

Mifri
29.03.2019, 09:58
Vielleicht sollten einige hier auch einfach akzeptieren, dass nicht jeder oder jede Rennen mit dem RR fährt, sondern einfach nur so aus Spaß und vielleicht nicht ganz so ambitioniert. Die derzeitigen Gruppen auf dem Markt sind für die Allgemeinheit gedacht und nicht nur explizit für den KT/A/B/C Fahrer.

Marin
29.03.2019, 10:06
+1

Du musst dir nur die Typen dazu anschauen und deren Leistungsfähigkeit

Das bin ich mit 1x gefahren, so wie alles andere auch: https://www.strava.com/activities/1208622470/analysis

Sicher nicht so stark wie du großer Meister :quaeldich, aber noch ok.

Take5
29.03.2019, 10:15
Vielleicht sollten einige hier auch einfach akzeptieren, dass nicht jeder oder jede Rennen mit dem RR fährt, sondern einfach nur so aus Spaß und vielleicht nicht ganz so ambitioniert

Was ja absolut ok ist. Allerdings muss dann dies nicht der Maßstab für die Mehrheit sein, so wenig wie Rahmen mit eingebautem 3cm Spacer.



Die derzeitigen Gruppen auf dem Markt sind für die Allgemeinheit gedacht und nicht nur explizit für den KT/A/B/C Fahrer.

Hier geht es doch nicht um die Heldenkurbel sondern um 1X11. Kompakt ist schon für die Allgemeinheit.

captain hook
29.03.2019, 10:19
Vielleicht sollten einige hier auch einfach akzeptieren, dass nicht jeder oder jede Rennen mit dem RR fährt, sondern einfach nur so aus Spaß und vielleicht nicht ganz so ambitioniert. Die derzeitigen Gruppen auf dem Markt sind für die Allgemeinheit gedacht und nicht nur explizit für den KT/A/B/C Fahrer.

Und welchen Vorteil für genau die von dir genannte Gruppe bringt dann ein 1x11 Antrieb um den es hier geht auf der Straße?

Grade für nicht so leistungsstarke Fahrer ist die Gangspreizung dass A und O. Ja, diese erreicht man mit einem 1x11 Antrieb. Und dem nicht so leistungsstarken Fahrer willst Du dann zumuten, dass er mit den groben Sprüngen der Kassette klarkommt? Sorry, ich kann Dir da nicht folgen. Was soll das bringen?

Nomale Fahrweise ist, langsam aufm kleinen Blatt zu fahren und dann irgendwann aufs große zu wechseln. Da habe ich schön linear angeordnet mit verhältnismäßig kleinen Sprüngen bei 11fach 15 Gänge zur Auswahl auf die ich das verteile. Bei 1x11 habe ich 11 Gänge zur Auswahl.

Es ist nämlich genau umgekehrt wie Du schreibst. Dem leistungsstarken Rennfahrer ist das völlig Banane. Da verzichtest Du einfach für die Flachlandfraktion auf die 20kmh Gänge, die da eh in 99% der Fälle nie gefahren werden und gut ist. Dann hast Du 11 Gänge (OK, mit gutem Gewissen 9 oder 10) und deckst alles ab was Du brauchst. Diese Leute montieren dann im Bedarfsfall ein zweites Kettenblatt und fertig.

Rex Felice
29.03.2019, 10:21
Mit einem 50er im flachen hin und her schalten? Das ist ja gerade das Gute am 50er lange damit fahren zu können selbst wenn es 3-4 Prozent hoch geht.

Genau. Ein 46er wäre z. B. noch besser. Ein 42er zusammen mit einem 10er entspricht ziemlich genau 50:12.


Mir ist das übrigens egal ob jemand auf dem 39er oder 53er durch die Gegend fährt.

Mir auch, nur sollte man dann nicht Sprüche über Effizienz u. ä. machen...


Schrieb ich oben ja schon ähnlich und auf die Frage ob er auch öfter in Gruppen fährt kam keine Antwort. Würde er dies machen wüßte er von was wir schreiben.

Nein, fahre ich heute nicht mehr.
Und ja, ich weiss, wovon ihr schreibt, ich bin schon mit 46-13 als grössten Gang in der Gruppe gefahren und diejenigen die mir abwärts davon fahren, sind wenige.

Aber es ist schon so, ich habe keine Lust mehr auf Gruppen die mit 70 km/h runterbrettern, da bevorzuge ich 35 km/h auf dem Enduro im richtigen Gelände. :D

Rex Felice
29.03.2019, 10:23
Vielleicht sollten einige hier auch einfach akzeptieren, dass nicht jeder oder jede Rennen mit dem RR fährt, sondern einfach nur so aus Spaß und vielleicht nicht ganz so ambitioniert. Die derzeitigen Gruppen auf dem Markt sind für die Allgemeinheit gedacht und nicht nur explizit für den KT/A/B/C Fahrer.

Richtig, wobei eigentlich genau andersrum richtig: Die klassischen Kurbeln sind für die Amateure/Profis gedacht. Erst mit Kompakt hat sich das etwas gebessert.

Den Leuten hier ist ja wichtig das Team-Trikot zu tragen und möglichst das gleiche Rad wie die Profis zu fahren. Auch bei der Bremse entscheidet nicht, was nötig und sinnvoll wäre, sondern man diskutiert darüber ob in Profi-Rennen Scheibenbremse gefahren wird oder nicht.

Mifri
29.03.2019, 10:45
Macht was ihr wollt und fertig. Fakt ist, dass es eben Leute gibt, die mit 1×11 12 oder 13 auch am RR klar kommen.

Pedalierer
29.03.2019, 11:00
Es kommen auch Leute mit Herpes klar, das macht es noch nicht gut wenn man mit etwas klar kommt.

Take5
29.03.2019, 11:15
Den Leuten hier ist ja wichtig das Team-Trikot zu tragen und möglichst das gleiche Rad wie die Profis zu fahren. Auch bei der Bremse entscheidet nicht, was nötig und sinnvoll wäre, sondern man diskutiert darüber ob in Profi-Rennen Scheibenbremse gefahren wird oder nicht.

Was wieder Polemik ist. Mir ist es z.B. wichtig meine Leistungsfähigkeit optimal ausnutzen zu können um damit dann in passenden Gruppen mitfahren zu können weil mir dies Spaß macht. Und in den Gruppen fahren Kompakt wie auch Fahrer mit Heldenkurbel und beides funktioniert zusammen bei den Geschwindigskeitsbereichen. Warum sollte sich auch jemand irgendwas ans Rad schrauben womit er dabei Probleme hätte, glaubst doch nicht im Ernst nur weil die Profis das fahren.

Du fährst alleine durch die Gegend und willst uns erzählen warum und wie die Leute unterwegs sind. Ist wie ein ewiger Single der erklären möchte wie Beziehung funktioniert...

medias
29.03.2019, 11:26
+1

Kletterkönig
29.03.2019, 11:50
Vielleicht sollten einige hier auch einfach akzeptieren, dass nicht jeder oder jede Rennen mit dem RR fährt, sondern einfach nur so aus Spaß und vielleicht nicht ganz so ambitioniert. Die derzeitigen Gruppen auf dem Markt sind für die Allgemeinheit gedacht und nicht nur explizit für den KT/A/B/C Fahrer.

Es ist aber immer noch eine Gruppe für RENNrad und nicht Oma Liesels Stadtrad. Nur wird dies durch die Industrie immer mehr ad absurdum geführt mit ihrer Anbiederung an die Leute, die Radfahren grad hipp finden sich aber dabei möglichst nicht anstrengen wollen und nächstes Jahr sowieso wieder einem anderen Trend hinterherlaufen.

Es muss niemand Rennfahrer sein bzw. viele können es auch gar nicht, was ja auch in Ordnung ist, aber früher sind die Hobbyfahrer halt auch einfach glücklich und zufrieden RENNrad adäquates Material gefahren und haben versucht sich zu verbessern und sich nicht auf ein Trekkingrad mit dem Phänotyp eines Rennrads gesetzt

Iron_75
29.03.2019, 12:01
Ich fahre 1x11 am Crosser und pendel damit auch 47 km (einfache Wegstrecke) zur Arbeit. Mir fehlt bei dieser Strecke absolut gar nichts und würde immer wieder zu dieser Variante greifen !

Iron_75
29.03.2019, 12:07
Fahre übrigens morgens in der Regel mit einem 28er Schnitt zur Arbeit und Abends mit 31-34er nach Hause.

Take5
29.03.2019, 12:14
Und ich lauf immer zum Bäcker, fehlt mir auch nichts...

Take5
29.03.2019, 12:29
Ist der mono gefahren als die Kette runter fiel? Würde mich nicht wundern.

Marin
29.03.2019, 12:33
Fahre übrigens morgens in der Regel mit einem 28er Schnitt zur Arbeit und Abends mit 31-34er nach Hause.

Danke, wieder mal seltene Erfahrung statt Meinung. Was fährst du für Übersetzung(en) und wie hügelig ist der Weg?

Ochsenfrosch
29.03.2019, 12:37
Es ist aber immer noch eine Gruppe für RENNrad und nicht Oma Liesels Stadtrad. Nur wird dies durch die Industrie immer mehr ad absurdum geführt mit ihrer Anbiederung an die Leute, die Radfahren grad hipp finden sich aber dabei möglichst nicht anstrengen wollen und nächstes Jahr sowieso wieder einem anderen Trend hinterherlaufen.

Es muss niemand Rennfahrer sein bzw. viele können es auch gar nicht, was ja auch in Ordnung ist, aber früher sind die Hobbyfahrer halt auch einfach glücklich und zufrieden RENNrad adäquates Material gefahren und haben versucht sich zu verbessern und sich nicht auf ein Trekkingrad mit dem Phänotyp eines Rennrads gesetzt

Es ist ganz, ganz toll, dass Du Zeit, Motivation und Talent hast, um praktisch auf Pro-Niveau unterwegs zu sein.

Dass Du allen "Normalradlern" de facto die Berechtigung zur Nutzung Ihres Sportgeräts absprechen willst, halte ich indes für weniger toll.

Nicht jeder kann - und will - alles dem Radsport unterordnen. Und vielleicht trotzdem ab und zu Rennrad fahren, auch wenn Du das lächerlich findest. :rolleyes:

Iron_75
29.03.2019, 12:39
Danke, wieder mal seltene Erfahrung statt Meinung. Was fährst du für Übersetzung(en) und wie hügelig ist der Weg?

Ich fahre 42/11-32 und die Strecke hat 320 HM, ist also alles andere als hügelig.

Take5
29.03.2019, 12:42
Ja, er ist es schon seit Wochen und Monaten gefahren hat er am Tisch erzählt. Die Abwürfe sind auch im Training öfters passiert.
Nun kommt es eben zum Beef mit SRAM weil er heute auf 2x geht und die anderen auf Mono..

Hatte mein Stadt MTB auf 1 fach vorne umgebaut, wurde leider geklaut. Kette fiel immer runter wenn ich einen hohen Bordstein ohne Zug auf der Kette runter fuhr. Dachte das wäre aktuell kein Thema da es beim MTB und Gravelbike ja scheinbar funktioniert.

Am RR von Degenkolb wie zu sehen nicht.


Ich fahre 42/11-32 und die Strecke hat 320 HM, ist also alles andere als hügelig.

Und was soll das nun aussagen? Auf meiner flachen Rund mit 70km fahre ich auch nur auf einem Blatt. Da könnte ich das 34 auch abschrauben.

DaPhreak
29.03.2019, 12:53
Es ist ganz, ganz toll, dass Du Zeit, Motivation und Talent hast, um praktisch auf Pro-Niveau unterwegs zu sein.

Dass Du allen "Normalradlern" de facto die Berechtigung zur Nutzung Ihres Sportgeräts absprechen willst, halte ich indes für weniger toll.

Nicht jeder kann - und will - alles dem Radsport unterordnen. Und vielleicht trotzdem ab und zu Rennrad fahren, auch wenn Du das lächerlich findest. :rolleyes:
Polemischer Quatsch.
Das steht da nicht. :rolleyes:

Lesen! Und versuchen zu verstehen...

neubicolt
29.03.2019, 13:00
Ja, er ist es schon seit Wochen und Monaten gefahren hat er am Tisch erzählt. Die Abwürfe sind auch im Training öfters passiert.
Nun kommt es eben zum Beef mit SRAM weil er heute auf 2x geht und die anderen auf Mono..

Hm das ist aber schon eher seltsam. Ich bin die eine Saison ein 50er narrow wide von Garbaruk oder wie die heißen gefahren. Teils auch ruppigeres Straßengeläuf und Kopfsteinpflaster (auch im Rennen). Abwürfe sind mir aber nicht passiert. Schaltwerk war ein altes Di2 Ultegra.

Um noch etwas Öl ins Feuer zu gießen. :D Hatte ganz vergessen zu erwähnen das ich im September noch mit 50/11-32 eine Woche Südtirol gemacht hatte inkl. Stilfser etc....Und nu? Nein im Ernst, muss man nicht zu oft machen. War schon stellenweise ein ziemliches Gewürge. Aber es geht ;)

Voreifelradler
29.03.2019, 13:01
Polemischer Quatsch.
Das steht da nicht. :rolleyes:

Lesen! Und versuchen zu verstehen...

Na ja, er gibt sich so als wäre Rennradfahren ein elitärer Sport für wenige.

Ochsenfrosch
29.03.2019, 13:18
Lesen! Und versuchen zu verstehen...

Na dann mal los! Ich versuch' Dir mit einem Beispiel auf die Sprünge zu helfen:

"Oma Liselottes Stadtrad... Treckingrad mit Phenotyp eines Rennrad...."

Nur weil nicht Helden-konform mit 53/39 und 11-25 ausgerüstet, nehme ich an?


Tut mir leid, das IST überheblich und großspurig.

Marin
29.03.2019, 13:32
Ich bin ja auch nicht der typische Rennradfahrer, auch wenn ich manchmal Rennen fahre.

Meine Räder sollen möglichst meinen gesamten radfahrerischen Einsatzbereich abdecken und dabei möglichst verlässlich, leicht und simpel sein. Das ist mir nach einiger Entwicklungszeit (ich designe ja auch meine Rahmen selbst) inzwischen gelungen, nur ein Parameter fehlt noch - sie sind noch zu wertvoll um sie in der Stadt stehen zu lassen :D

Zwischen dem was viele mit Anfahrt im Auto + Tour mit dem MTB fahren würden und Teamzeitfahren liegt bei mir ein Laufradtausch und evtl. Wechsel der Bremsbeläge. Vielleicht noch Spacer über den Vorbau.

Ich finde das cool, viele finden das offenbar verdammungswürdig.

avis
29.03.2019, 13:47
Ich kann dir eine Grafik zeichnen die ein anderes Resultat zeigt....

Nein, in der Praxis sind eben gerade mehr Zähne im Spiel.


Dann mach doch mal.
Abgesehen davon, das stimmt schlicht nicht.
Ich muss, bei gleicher Geschwindigkeit -alles andere ist als Vergleich wenig sinnvoll!!- bei einem Monoblatt vorne, hinten im Flachen immer ein kleineres Ritzel wählen, da das Blatt eigentlich nie 50 oder 53 Zähne hat.
Dadurch sind weniger Zähne im Spiel und/oder die Kette läuft schräger als eine gleich schnelle Kombi bei 2x.
Klar habe ich am Berg teilweise mehr Zähne, wenn bspw. 46/36 vs. 39/28 steht, aber dafür ist die Kette deutlich schräger, was noch mehr wiegt.
Ist halt so.
Man kann ja gerne bei seinem persönlichen Favoriten bleiben, aber diese völlige Ignoranz gegenüber Fakten, das hat schon was...

Junakreiter
29.03.2019, 14:03
Die Vorlieben, Typen und Gegenden sind doch zu unterschiedlich,
als daß man sich ausreichend einfühlen kann.

Was aber nicht nötig ist, die "Schwachen" die Hobbyfahrer und Bargabroller
zu beleidigen und belächeln. Ich zähl mich selbst eindeutig zu dieser Gruppe.
Und trotzdem trainiere ich. Ich geh mit dem Puls ans Limit.
Freu mich an der Bewegung und fühl mich großartig !

Ich bestehe drauf leidenschaftlicher Rennradfahrer zu sein.
Ob Mono mir helfen wird, diese Freude noch zu steigern wird sich weisen.

grüße!
Alex.

avis
29.03.2019, 14:06
Natürlich.
Aber dass man an einer gewissen definitorischen Integrität des Rennrades interessiert ist, dürfte auch verständlich sein.
Und wenn dann jemand Sprünge von etlichen km/h als Rennrad-tauglich anpreist...naja, dann weiß man halt wo man dran ist.

Iron_75
29.03.2019, 14:13
Und was soll das nun aussagen? Auf meiner flachen Rund mit 70km fahre ich auch nur auf einem Blatt. Da könnte ich das 34 auch abschrauben.[/QUOTE]


Die Aussage und Antwort ist: "Richtig, Du könntest das 34er Blatt abschrauben, wenn du mit dem Rad immer nur deine flachen 70 km abspulst, da dir dafür offensichtlich ein Blatt reicht". Nicht mehr und nicht weniger.....

Ich bin aus der "Diskussion" auch raus. Hat ja hier nichts mehr mit der ursprünglichen Frage zu tun.

Abstrampler
29.03.2019, 14:33
CX und MTB hat eben per se nix mit RR zu tun und Erfahrungen sind nur sehr bedingt übertragbar.
Es gibt auch Konstellationen, da braucht es eigentlich nur einen Singlespeeder.
Und ach das wird durch einen Rennbügel nicht zum Rennrad. :)