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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mehr Komfort ohne Geschwindigkeitseinbußen?



MNMLSM
24.02.2019, 09:54
Hallo zusammen, komme grade frisch vom GP5000-Thread und dachte mir schon, dass die Frage etwas zu ot ist, deshalb poste ich mal hier nochmal.

In Kurzform war der Denkanstoß auf Tests zurückgegangen, dass wir über breitere Reifen nicht automatisch mehr Komfort gewinnen (wie ich selber feststellen musste) und das bei hohem Luftdruck der breite Reifen sogar ungemütlicher als seine schmaleren Mitbewerber wird/werden kann.

copy & paste:


Ich bin hier noch etwas neuer im RR-Bereich und muss ehrlich gestehen, ich bin genau einer von denen, der die Aussagen bezüglich breiterere Reifen immer überflogen hat und für bare Münze genommen hat. Hatte mir jetzt mal etwas Zeit genommen und die obigen Tests in Ruhe durchgelesen und kann das nur bestätigen.

Hatte zunächst einen Conti in 25, ich fahre zu 100% Asphalt und als blutiger Anfänger, dachte ich mir immer, den Reifen so pralle machen wie nur möglich, war eigentlich immer am Maximalwert, waren um die 120PSI. Aber schon nach wenigen Tagen dachte ich mir, dass ist schon brutal ungemütlich, jedes Miniloch in der Straße fährt durch meinen ganzen Körper. (Ich fahre einen Alu-Renner)

Also kurz Google bemüht und in Foren überflogen, ah breitere Reifen sind nicht nur bequemer, sondern auch noch schneller, da geringerer Rollwiderstand, also win win. Also 28er bestellt, die bei max Luftdruck fast 30er waren. Minimale Geschwindigkeiteinbußen festgestellt (eher darauf zurückzuführen, dass es nicht wieder 4000s waren) und das Lenkverhalten war anders, aber wirklich mehr Komfort war da nicht. Also mal von dem hohen Luftdruck abgewichen und ein bisschen Luft rausgelassen und tada, jetzt war es wirklich ein Unterschied von Tag und Nacht, Nebenwirkung, ich bin merklich langsamer gefahren. Und das ist auch mit den derzeitigen Corsa Control der Fall. Maulweite ist übrigens 17c.

Ich stelle mir allgemein die Frage, welche Methode bleibt denn überhaupt, wenn man seinen Renner komfortabeler haben möchte und das am besten ohne Geschwindigkeitseinbußen, Laufrad + Reifen scheinen da ja nur sehr begrenzt Spielraum zu bieten?
Oder sollte man da eher in andere Bereiche investieren, denke da explizit an das Konzept von Ergon/Canyon bezüglich der zweigliedrigen Sattelstütze?
Wenn das zu sehr ot ist, auch okay, dann starte ich dazu mal einen neuen Thread.


Mich würde gerade diese Sattelstütze sehr interessieren, hat die jemand von euch persönlich im Einsatz und kann berichten wie stark der Komfortgewinn für euch persönlich ist?
Was gibt es noch für Möglichkeiten, welche nutzt ihr?

kleinerblaumann
24.02.2019, 10:07
Ich habe die Blattfederstütze an zwei Rädern und bin sehr zufrieden damit. Sie bietet Komfort und ist ansonsten unauffällig - hält, macht keine Geräusche, gute Sattelklemmung.

Beim Thema Komfort durch die Sattelstütze musst du aber wissen, dass das nur wirklich gut geht, wenn man genug Auszug an der Stütze hat. Wenn man einen Rahmen mit wenig abfallendem Oberrohr und dazu vielleicht noch kurze Beine hat, ist die Sattelstütze zu wenig ausgezogen, als dass sie Komfort bieten könnte. Bei wenig Auszug ist eine Blattfederstütze zwar immer noch besser als eine normale, aber auch bei der gilt, je mehr Auszug desto mehr Komfort.

Grifoncino
24.02.2019, 10:13
Stütze ist sehr komfortabel.
Ansonsten das, was kleinerblaumann sagt.
Und den Komfort gibt es nur am Heck. Vorne ist es dann immernoch wie bisher.
Warum magst du es komfortabler?

MNMLSM
24.02.2019, 10:52
Ich habe die Blattfederstütze an zwei Rädern und bin sehr zufrieden damit. Sie bietet Komfort und ist ansonsten unauffällig - hält, macht keine Geräusche, gute Sattelklemmung.

Beim Thema Komfort durch die Sattelstütze musst du aber wissen, dass das nur wirklich gut geht, wenn man genug Auszug an der Stütze hat. Wenn man einen Rahmen mit wenig abfallendem Oberrohr und dazu vielleicht noch kurze Beine hat, ist die Sattelstütze zu wenig ausgezogen, als dass sie Komfort bieten könnte. Bei wenig Auszug ist eine Blattfederstütze zwar immer noch besser als eine normale, aber auch bei der gilt, je mehr Auszug desto mehr Komfort.

Super, danke für den Bericht, ich bin 2m groß und wiege knapp um die 100kg, d.h., dass die Stütze auf jeden Fall länger ausgezogen wäre. 3 Fragen:
Gibt der Hersteller ein Maximalgewicht an?
Und hat es einen Grund, dass die Ergon Sattelstütze in den bekannten Shops nicht mehr erhältlich ist?
Ist die Stütze von Canyon und Ergon wirklich 1:1 identisch, immerhin kostet diese bei Canyon 250€ und die von Ergon ist schon für knapp über 160 zu bekommen?


Stütze ist sehr komfortabel.
Ansonsten das, was kleinerblaumann sagt.
Und den Komfort gibt es nur am Heck. Vorne ist es dann immernoch wie bisher.
Warum magst du es komfortabler?

Danke auch dir, kann ich dir gar nicht genau sagen, vllt. liegt das auch mit an meinem Gewicht, aber wenn ich kleine Löcher im Sitzen überfahre, dann führt sich das eher nach Schlägen an die bis in den Kiefer reichen. :D
Deswegen bin ich auch der Typ Fahrer, der bei jeder kleinen Unebenheit mit dem Hinterteil hochgeht, vllt. habe ich auch zusätzlich noch nicht den perfekten Sattel gefunden, wobei ich mit dem Fizik Antares bisher relativ zufrieden bin.

Die Front ist auch nicht wirklich das Problem, sondern eher der hintere Bereich des Rads.

Herr Sondermann
24.02.2019, 11:02
Der Hinweis mit dem Auszug der Stütze ist absolut gerechtfertigt! :)

Meine Frau (65kg) hat die Canyon/Ergon Stütze an ihrem RR und ist sehr begeistert.
Ich habe ähnliche Abmessungen wie du (Größe/Gewicht) und habe mir die Stütze testhalber mal montiert.
Ergebnis: Für mich ist die leider nix! Flext mir viel zu stark, hab irgendwie immer das Gefühl, ich hätte einen Platten, oder irgendwas stimmt nicht.
Kann sein, man gewöhnt sich dran - aber ich habe keine "Leidensdruck" in dem sinn, dass ich unbedingt was ändern wollte oder müsste.
Wollte nur anmerken, dass der Effekt sehr groß ist, das damit verbundene Fahrgefühl aber nicht jedem behagen muss.:)

B115
24.02.2019, 11:04
Nebenwirkung, ich bin merklich langsamer gefahren.
Was bedeutet merklich?

norman68
24.02.2019, 11:05
...


Deswegen bin ich auch der Typ Fahrer, der bei jeder kleinen Unebenheit mit dem Hinterteil hochgeht...

Das nennt sich aktives Fahren und wird den Kindern beim MTB schon sehr früh beigebracht wenn die mal schnell werden sollen. Schadet also auch beim RR nicht. Noch dazu ist so einen Art des Fahrens auch noch schonender für Material.

kleinerblaumann
24.02.2019, 11:22
Super, danke für den Bericht, ich bin 2m groß und wiege knapp um die 100kg, d.h., dass die Stütze auf jeden Fall länger ausgezogen wäre. 3 Fragen:
Gibt der Hersteller ein Maximalgewicht an?
Und hat es einen Grund, dass die Ergon Sattelstütze in den bekannten Shops nicht mehr erhältlich ist?
Ist die Stütze von Canyon und Ergon wirklich 1:1 identisch, immerhin kostet diese bei Canyon 250€ und die von Ergon ist schon für knapp über 160 zu bekommen?


Die Stützen sind gleich, Ergon gehört ja auch zu Canyon. Zum Maximalgewicht kann ich nichts sagen, im Zweifelsfall mal bei Canyon nachfragen, wenn das nirgendwo steht. Wie viel Auszug hast du denn an der Sattelstütze? Also wie viel cm vom Ende des Sattelrohrs bis zum Sattelgestell?

PAYE
24.02.2019, 11:25
Der Hinweis mit dem Auszug der Stütze ist absolut gerechtfertigt! :)

Meine Frau (65kg) hat die Canyon/Ergon Stütze an ihrem RR und ist sehr begeistert.
Ich habe ähnliche Abmessungen wie du (Größe/Gewicht) und habe mir die Stütze testhalber mal montiert.
Ergebnis: Für mich ist die leider nix! Flext mir viel zu stark, hab irgendwie immer das Gefühl, ich hätte einen Platten, oder irgendwas stimmt nicht.
Kann sein, man gewöhnt sich dran - aber ich habe keine "Leidensdruck" in dem sinn, dass ich unbedingt was ändern wollte oder müsste.
Wollte nur anmerken, dass der Effekt sehr groß ist, das damit verbundene Fahrgefühl aber nicht jedem behagen muss.:)


Vielleicht muss ich das auch mal testen mit der Canyon/Ergon Stütze. :krabben:

Mit meinen 70 kg habe ich am Alltagsrad bei ca. 23 cm Stützenauszug keinen signifikanten Unterscheid zwischen einer Syntace HiFlex oder einer Thomson Elite Stütze erfahren, weshalb ich bei der Elite blieb.
So lange die Canyon Stütze keine nervigen Knarzgeräusche verursacht könnte ich mit der fummeligen Ersteinstellung vermutlich leben.

Herr Sondermann
24.02.2019, 11:27
So lange die Canyon Stütze keine nervigen Knarzgeräusche verursacht könnte ich mit der fummeligen Ersteinstellung vermutlich leben.
Nein, überhaupt kein Problem bis jetzt.

Ersteinstellung: Joah...war aber nicht wirklich stressig.

medias
24.02.2019, 11:35
Rennrad das Richtige?
Wie viel Komfort soll es denn sein.

PAYE
24.02.2019, 11:39
Rennrad das Richtige?
Wie viel Komfort soll es denn sein.


Falls du mich meinen solltest:
in meinen Fall geht es hier nicht um ein Rennrad sondern um meine Alltagsmöhre, auf der ich täglich zur Arbeit und zum Einkaufen fahre. :)

medias
24.02.2019, 11:45
Das ist was anderes.
Rennrad und Komfort?

Cleat Commander
24.02.2019, 11:59
Das ist was anderes.
Rennrad und Komfort?
Ein Auto muss heute sportlich sein, komfortabel, gute Übersicht bieten, erhabene Sitzposition, Platz im Innenraum und genügend Stauraum bieten und am allerwichtigsten: nichts davon gut können. Daher der Trend zum SUV.

Warum sollte ausgerechnet Rennradfahren vom Zeitgeist entkoppelt sein?

medias
24.02.2019, 12:20
Der Zeitgeist kann mir.
Ich will RR pur.

UK_Uli
24.02.2019, 12:37
Der Zeitgeist kann mir.
Ich will RR pur.

Finde ich auch - auch am Alltagsrad (5000 km/Jahr) ist zb. eine sehr harter Sattel montiert um den Hintern zu trainieren. Der Rennradsattel ist dann besser auf langen Strecken zu ertragen. Ich betrachten diese Neuerungen: Disc, Breitreifen, Tubeless, elektrische Schaltung schon kritisch.

CAADweazle
24.02.2019, 12:40
Ein Auto muss heute sportlich sein, komfortabel, gute Übersicht bieten, erhabene Sitzposition, Platz im Innenraum und genügend Stauraum bieten und am allerwichtigsten: nichts davon gut können. Daher der Trend zum SUV.

Warum sollte ausgerechnet Rennradfahren vom Zeitgeist entkoppelt sein?

Klingt nach Gravelbike��

Die Eierlegendewollmilchsau die nix richtig kann aber trotzdem Spaß macht.

Marco Gios
24.02.2019, 14:08
... aber wenn ich kleine Löcher im Sitzen überfahre, dann führt sich das eher nach Schlägen an die bis in den Kiefer reichen. :D
Deswegen bin ich auch der Typ Fahrer, der bei jeder kleinen Unebenheit mit dem Hinterteil hochgeht, ...

Ist ganz generell keine schlechte Idee, wenn man auf dem Renner ein wenig "aktiv & flexibel" sitzt und nicht wie ein nasser Mehlsack als Passagier auf dem Sattel klebt.

avis
24.02.2019, 14:27
Das ist sogar eigentlich das Zentrale.
Ansonsten sehe ich das wie medias.

MNMLSM
24.02.2019, 14:32
Der Hinweis mit dem Auszug der Stütze ist absolut gerechtfertigt! :)

Meine Frau (65kg) hat die Canyon/Ergon Stütze an ihrem RR und ist sehr begeistert.
Ich habe ähnliche Abmessungen wie du (Größe/Gewicht) und habe mir die Stütze testhalber mal montiert.
Ergebnis: Für mich ist die leider nix! Flext mir viel zu stark, hab irgendwie immer das Gefühl, ich hätte einen Platten, oder irgendwas stimmt nicht.
Kann sein, man gewöhnt sich dran - aber ich habe keine "Leidensdruck" in dem sinn, dass ich unbedingt was ändern wollte oder müsste.
Wollte nur anmerken, dass der Effekt sehr groß ist, das damit verbundene Fahrgefühl aber nicht jedem behagen muss.:)

Alles klar, interessant, danke, müsste ich definitiv mal selber testen!



Die Stützen sind gleich, Ergon gehört ja auch zu Canyon. Zum Maximalgewicht kann ich nichts sagen, im Zweifelsfall mal bei Canyon nachfragen, wenn das nirgendwo steht. Wie viel Auszug hast du denn an der Sattelstütze? Also wie viel cm vom Ende des Sattelrohrs bis zum Sattelgestell?

Hab gerade mal nachgemessen, von Ende der Sattelklemme bis zu beiden Streben (die fixiert werden) sind es 19cm.


Rennrad das Richtige?
Wie viel Komfort soll es denn sein.

Definitiv, am besten so viel wie möglich ohne andere Einbußen in Kauf zu nehmen.

medias
24.02.2019, 14:44
Wasch mich, mach mich aber nicht nass.:D

PS. Ober auf der Seite steht : Rennradmagazin.

tacoma
24.02.2019, 14:55
Hab gerade mal nachgemessen, von Ende der Sattelklemme bis zu beiden Streben (die fixiert werden) sind es 19cm.


Maybe it helps!

Die Canyon VCLS Blattfeder-Sattelstützen (S14/S15/S25) haben einen Montage-Bereich von 15cm bis 25cm in dem ihre Funktion garantiert ist.
Mit 19cm liegst du annähernd in der Mitte! Perfekt!

Je schwerer der Fahrer ist, desto mehr wippen die Stützen beim Bergauffahren. Manchen nervt das! (Aber das sieht man ja meistens nicht, weil die leichteren Fahrer am Berg eher weiter vorn unterwegs sind ;))

cyclics
24.02.2019, 15:42
'Komfort' ist ein Stichwort welches im Zusammenhang mit Rennradfahren durchaus Schmunzeln verursacht und Kopfschütteln und Unverständnis.
Deshalb, find ich, sollte lieber von einer 'Mini'-Federung gesprochen werden.
Dieser Begriff ist imho nicht mit 'negativen' Assoziationen behaftet.
Da hab ich dann garnichts dagegen weil nämlich mein Rennrad durch eine Mini-Federung es mir erlaubt die Feierabendtour oder die RTF etwas schneller und weiter und mit weniger Schlägen ins Kreuz zu fahren. Grössenordnung sei mal dahingestellt..je nach Fahrbahrbeschaffenheit mag das 1% oder 2% sein... es mag vielleicht garnicht so direkt spürbar sein...aber es ist doch 'grösser Null'.
Ich hab nichts gegen eine 'mini'-Federung am Rennrad - sei es durch eine Sattelstütze die unter Belastung wenige Millimeter mehr nachgibt (als ein steifes Rohr) ..und/oder sei es durch 28 mm Bereifung.
Wenn diese konstruktiven Massnahmen dann ganz nebenbei auch noch gefühlt etwas 'Komfort' mit sich bringen...dann ist es halt so...das nehm ich gerne mit...aber quasi als secondary objective. Primär will ich doch nur ein wenig sportlich und schnell fahren (im Rahmen meiner bescheidenen Möglichkeiten). Mini-Federung hilft dabei.!

kleinerblaumann
24.02.2019, 15:46
Wasch mich, mach mich aber nicht nass.:D

PS. Ober auf der Seite steht : Rennradmagazin.

Gilt für dich dann auch der Umkehrschluss? 19mm Schlauchreifen mit 11 bar, möglichst harte Sattelstütze, usw., damit es durch möglichst wenig Komfort umsomehr Rennrad ist?

Oder anders gesagt: der Satz "ein Rennrad ist unkomfortabel" ist ein synthetischer, kein analytischer Satz. Wenn man ihn als analytischen Satz versteht, missversteht man, dass aus dem Begriff "Rennrad" höchstens historisch, aber nicht notwendig das Prädikat "unkomfortabel" hervor geht.

Das klassische Rennrad wird eingeengt in einem Zweifrontenkrieg gegen Aero und Gravel. Bald kann man es gar nicht mehr erkennen und um das zu vermeiden, sucht man irgendwelche Kriterien, die auf einmal notwendig füs Rennrad sind. Frag mal Wittgenstein, warum man nicht zufriedenstellend definieren kann, was "Spiel" ist. Die technische Entwicklung im Rad-Bereich bastelt beständig an immer weiteren Zwischengliedern und Familienähnlichkeiten.

Ich musste mir neulich in der Bahn mal ein Gespräch über den tridentinischen Ritus der Katholischen Kirche anhören (ich konnte irgendwie nicht weghören). Das nachkonziliare Zeug sei alles nicht mehr katholisch. Hier gibts denselben Mist über Rennräder.

Aber macht ihr mal weiter, ich finds eher amüsant.

Pedalierer
24.02.2019, 15:55
ich hab schon mehrfach sehen müssen wie so ein 2m Hühne auf einer Blattfeder-Stütze durch die Gegend geschwungen ist wie auf einem Fully. Mich selber würde das tierisch nerven, ich bin dich auf der Straße und nicht auf hoher See.

Ein klassischer Fall von „übers Ziel hinaus geschossen“.

Mein Tip daher, ne normale „Komfortstütze“ wie Syntace Hiflex oder VCLS Post reicht, weiter sollten nur kleinere leichte Fahrer gehen.

Marco Gios
24.02.2019, 16:06
… Mein Tip daher, ne normale „Komfortstütze“ wie Syntace Hiflex oder VCLS Post reicht, ...

Kann man sich sparen: Habe den direkten Vergleich zwischen der HiFlex und der P6 Alu - vielleicht wenn man ganz fest daran glaubt, dann könnte man evtl. eine Idee … nee, oder doch nicht.

medias
24.02.2019, 16:11
Hiflex habe ich auch mal montiert, merke kein Unterschied zu meinen WR und Deda Carbon Stützen. Ausser im Preis.
19 mm und 11 Bar fährt das Jemand?

RS1325
24.02.2019, 16:13
Kann man sich sparen: Habe den direkten Vergleich zwischen der HiFlex und der P6 Alu - vielleicht wenn man ganz fest daran glaubt, dann könnte man evtl. eine Idee … nee, oder doch nicht.

Kann ich genauso bestätigen !

kleinerblaumann
24.02.2019, 16:14
Hab gerade mal nachgemessen, von Ende der Sattelklemme bis zu beiden Streben (die fixiert werden) sind es 19cm.


Irgendwann wippt das Ding natürlich zu viel, aber das ist etwas weniger Auszug als ich habe und ich empfinde kein Wippen. Ich bin kleiner als du, wahrscheinlich auch leichter, was natürlich was ausmacht. Noch bedeutsam ist, ob man den Sattel eher weit vorne oder weit hinten hat. Wer weit hinten sitzt, wippt schnell deutlich mehr. Ich sitze eher weit vorne, das tut sicher auch seinen Teil dazu bei, dass ich kein Wippen merke.

kleinerblaumann
24.02.2019, 16:15
19 mm und 11 Bar fährt das Jemand?

Nur früher, aber damals gabs ja auch noch richtige Rennräder ;)

medias
24.02.2019, 16:26
Sowas ist man zu Hinauts Zeiten im EZF gefahren, sonst nicht.

kleinerblaumann
24.02.2019, 16:36
Sowas ist man zu Hinauts Zeiten im EZF gefahren, sonst nicht.

Ich hatte ja eigentlich auch nur gefragt, ob für dich auch der Umkehrschluss gilt: je weniger komfortabel desto mehr ist es ein Rennrad.

cyclics
24.02.2019, 16:42
Ist der Begriff Rennrad eigentlich genormt.? oder hat jemand die Definitionshoheit.?

medias
24.02.2019, 16:43
Komfort sieht doch jeder anders, kann dir die Frage nicht beantworten.

Gute Posi, LR, Reifen bringen mir was ich brauche.Rahmen fahre ich Stahl, Titan, Carbon, passt alles.

Pedalierer
24.02.2019, 16:44
Kann man sich sparen: Habe den direkten Vergleich zwischen der HiFlex und der P6 Alu - vielleicht wenn man ganz fest daran glaubt, dann könnte man evtl. eine Idee … nee, oder doch nicht.

Also wenn ich mich auf die HiFlex setze und nach unten schaue sehe ich wie sie nachgibt. Im Vergleich zu einer Thomson Elite war der Unterschied bei mit auch mehr als deutlich, die war wirklich hart.

medias
24.02.2019, 16:46
Elite ist ja klar, kein Versatz.

Marco Gios
24.02.2019, 16:47
Also wenn ich mich auf die HiFlex setze und nach unten schaue sehe ich wie sie nachgibt. ...

Wie viele kg drücken denn von oben drauf? (Bleibt auch unter uns, ich sag's nicht weiter... :D )
Oder/und hast du eine 27,2er?

kleinerblaumann
24.02.2019, 16:48
Komfort sieht doch jeder anders, kann dir die Frage nicht beantworten.

Gute Posi, LR, Reifen bringen mir was ich brauche.Rahmen fahre ich Stahl, Titan, Carbon, passt alles.

Dann hör doch bitte auch auf, eine Frage zu beantworten, die gar nicht gestellt wurde, nämlich was deiner Meinung nach noch Rennrad ist und was nicht mehr. Ich finds nicht hilfreich, auf die Frage, wie man mehr Komfort gewinnt, zu sagen, dass mehr Komfort kein Rennrad mehr ist.

medias
24.02.2019, 16:50
Wer Komfort auf dem Rennrad sucht soll sich ein Sofa kaufen.

RS1325
24.02.2019, 16:52
Wie viele kg drücken denn von oben drauf? (Bleibt auch unter uns, ich sag's nicht weiter... :D )
Oder/und hast du eine 27,2er?

In diesem Zusammenhang lesenswert:
https://www.bike-magazin.de/komponenten/sattelstuetzen/komfort-sattelstuetzen-im-labor--und-praxistest/a28513.html

dabei ist allerdings zu beachten dass die Auszugslänge 270mm betrug. Reduziert man das auf die RR typischen 15cm bleibt vom "Flex" nicht mehr viel übrig......

Demnächst diskutieren wir hier "mehr Geschwindigkeit ohne Anstrengung und Kondition"....:D

kleinerblaumann
24.02.2019, 17:00
Wer Komfort auf dem Rennrad sucht soll sich ein Sofa kaufen.

Und es geht schon wieder los. Warum sagst du das nicht zu jemandem, der einen weicheren Sattel als den härtest möglichen hat, warum nicht zu Leuten, die aus Komfortgründen 25er statt 23er Reifen fahren, usw.

Du solltest wirklich 19mm Schlauchreifen mit 11 bar fahren, das ist schön unkomfortabel und bestimmt nicht so ein Sofa wie dein jetziges Rad.

Pedalierer
24.02.2019, 17:03
Wie viele kg drücken denn von oben drauf? (Bleibt auch unter uns, ich sag's nicht weiter... :D )
Oder/und hast du eine 27,2er?

Ja 27,2 mm mit Auszug 18 cm und 71 Kg Fahrergewicht.

@Elite Stütze
Die Sattelposition absolut gesehen war unverändert, bei der Elite halt recht weit hinten geklemmt, bei der Sysntace eher mittig.

medias
24.02.2019, 17:11
Und es geht schon wieder los. Warum sagst du das nicht zu jemandem, der einen weicheren Sattel als den härtest möglichen hat, warum nicht zu Leuten, die aus Komfortgründen 25er statt 23er Reifen fahren, usw.

Du solltest wirklich 19mm Schlauchreifen mit 11 bar fahren, das ist schön unkomfortabel und bestimmt nicht so ein Sofa wie dein jetziges Rad.

Nochmals Exclusiv für dich.
28 Reifen, gefederte Stützen usw. habe an meinen Rädern nichts verloren. Ich fahre Klassisch Rennrad.

Marco Gios
24.02.2019, 17:14
In diesem Zusammenhang lesenswert:
https://www.bike-magazin.de/komponenten/sattelstuetzen/komfort-sattelstuetzen-im-labor--und-praxistest/a28513.html

dabei ist allerdings zu beachten dass die Auszugslänge 270mm betrug. Reduziert man das auf die RR typischen 15cm bleibt vom "Flex" nicht mehr viel übrig......


Mit 21cm guckt meine Stütze schon ein bisschen aus dem Rahmen raus, aber gewichtsmäßig (72-75 kg) gehöre ich vielleicht nicht zur Zielgruppe.


Ja 27,2 mm mit Auszug 18 cm und 71 Kg Fahrergewicht...
Dann macht der Durchmesser wohl einen deutlichen Unterschied; ich habe einen 31,6er Mast.

Herr Sondermann
24.02.2019, 17:16
Rennrad bedeutet, das zu nehmen, was möglichst schnell macht.
Wenn das mit "Komfort" vereinbar ist, bitte schön.
Wenn nicht, ist es halt weniger Rennrad und mehr "Sofa". Ist doch eigentlich nicht schwer... :rolleyes:

medias
24.02.2019, 17:25
Rennrad bedeutet, das zu nehmen, was möglichst schnell macht.
Wenn das mit "Komfort" vereinbar ist, bitte schön.
Wenn nicht, ist es halt weniger Rennrad und mehr "Sofa". Ist doch eigentlich nicht schwer... :rolleyes:

°"1

KeinerEiner
24.02.2019, 17:26
Ist der Begriff Rennrad eigentlich genormt.? oder hat jemand die Definitionshoheit.?

Ja klar. Die UCI. Rennräder sind Räder mit denen man offizielle Radrennen fährt oder fahren darf.

Drum gibt es auch z.B. Triathlonräder, mit denen man kein offizielles Radrennen fahren dürfte. Die meisten breitbereiften Gravelbikes sind auch keine Rennräder im engeren Sinne mehr.

Im weiteren, laienhaften Sinne ist alles "Rennrad", was einen Rennlenker hat, also auch fettes Gravelbike oder gar "E-Rennrad" mit Elekromotor. Da kräuseln sich die Fußnägel, aber was hilft's ...

hate_your_enemy
24.02.2019, 17:28
bei 100kg flext wohl eine normale Carbonstütze schon so, dass es einen »Komfortgewinn« gibt.

Ich glaub auch nicht die Sache mit dem niedrigeren Luftruck und der spürbar niedrigeren Geschwindigkeit – da gibt es sehr viel Spielraum und als erstes merkt man den niedrigen Druck wenn man mit hoher Geshwindigkeit in eine Kurve geht. Die niedrigere Geschwindigkeit kommt eher von der Tagesform oder vom Gegenwind.

kleinerblaumann
24.02.2019, 17:30
Rennrad bedeutet, das zu nehmen, was möglichst schnell macht.
Wenn das mit "Komfort" vereinbar ist, bitte schön.
Wenn nicht, ist es halt weniger Rennrad und mehr "Sofa". Ist doch eigentlich nicht schwer... :rolleyes:

Genau, fließende Grenzen, mehr dies, weniger das. Aber eben nicht mehr dies, also gar nicht mehr das. Darauf will ich ja die ganze Zeit hinaus. Aber die eine oder andere Bemerkung hier klingt so gar nicht nach fließender Grenze, sondern nach einer ziemlich harten Grenze, die dann auch noch sehr subjektiv gezogen wird und auf andere übertragen wird und das halte ich für Blödsinn.

Pumare
24.02.2019, 17:38
...
19 mm und 11 Bar fährt das Jemand?

Haha, ja ich, vor gut zehn Jahren bin ich damit auf Coladose mit gerader Stütze und 60gr Tune Concorde 300km geknallt. Das waren noch Zeiten :D Da hab ich meine Tune Wasserträger mit Carbonschrauben montiert, die Alukassette war nach 500km tot und der Velopope hat im Hinterhof aus Zahnseide Schaltzüge geflochten. Heute alles undenkbar..

KeinerEiner
24.02.2019, 17:38
Je härter der Reifen desto schneller fühlt es sich an, da es mehr vibriert. Ob wirklich und wieviel schneller ist da ohne professionellen Versuchsaufbau nicht festzustellen. Aber viele Rennradfahrer haben ja einen so sensiblen Popo und das Näschen im Wind, da ist das Trommelfell eines Audiophilen nix dagegen :D

Am Ende ist man mit breiteren Reifen bei mehr Komfort nicht langsamer, solange man nicht das Plus an Luftwiderstand, an Gewicht und an Beschleunigungskräften einrechnet.

Das sind aber alles einstellige Wattwerte. Wenn man um Zehntelsekunden auf Sieg fährt, wird es darauf ankommen.

Für die Hobette oder den Marathonfahrer ist der Komfort sicher der wichtigere Aspekt. Klassische Problem wie Nackenschmerzen treten bei komfortablerem Setup später oder nicht auf.

Herr Sondermann
24.02.2019, 17:40
Meßbar und spürbar ist da ohne professionellen Versuchsaufbau nix.
...
Am Ende ist man mit breiteren Reifen bei mehr Komfort nicht langsamer...

:hmm::hmm::hmm:

Pedalierer
24.02.2019, 17:48
Noch ein konstruktiver Tip zum Thema:
Lenker mit 26er Durchmesser – sind leichter und komfortabler
Das ist so eine Sache wo der OS Trend sinnvolle Teile vom Markt gefegt hat.

Ich bin mit 31,8er Prügel ins RR fahren eingestiegen und nach Unfallschaden in der ersten Saison auf 26er Lenker/Vorbau umgestiegen. Ein Wohltat.:ü

Zweite Baustelle: Tapered-Gabeln sind mehrheitlich ruppig. 1 1/8" Gabeln sind mitunter auch seitensteif aber gnädiger im Fahrverhalten. Beides „Komfort“ Tips die nicht langsamer machen. Leider ist bei beiden „Standards“ inzwischen die Teileauswahl sehr überschaubar.

Ansonsten halt das übliche: Latex-Schläuche und Reifen mit Baumwollkarkassen und hoher Fadendichte.

rumplex
24.02.2019, 17:54
Rennrad bedeutet, das zu nehmen, was möglichst schnell macht.
Wenn das mit "Komfort" vereinbar ist, bitte schön.
Wenn nicht, ist es halt weniger Rennrad und mehr "Sofa". Ist doch eigentlich nicht schwer... :rolleyes:

Das sag ich jetzt meinem Tomma: "Du Sofa!":D

KeinerEiner
24.02.2019, 17:57
:hmm::hmm::hmm:

OK, ergänze "spürbar langsamer". Oder in anderen Worten: du bist weniger langsamer als es sich anfühlt :D Rechnest du den Komfortgewinn dazu, bist du auf der langen Strecke wegen weniger Ermüdung/Schmerzen unter Umständen gar nicht langsamer oder sogar schneller. Jeder Langstreckler weiß, dass auch Komfort schneller macht. Richtig ist natürlich ebenso, dass das für nen Kriteriumsfahrer oder Zeitfahrer irrelevant ist. Drum jedem das Seine ...

bulz
24.02.2019, 17:58
Für die Hobette oder den Marathonfahrer ist der Komfort sicher der wichtigere Aspekt. Klassische Problem wie Nackenschmerzen treten bei komfortablerem Setup später oder nicht auf.

Wir leben in einer verrückten Welt:

Bier ohne Alkohol
Telefon ohne Tastatur
Ehen ohne Verpflichtungen
Rennräder mit Komfort
Platte Reifen sind schneller
Bei 10° Anströmung acht Sekunden Verlust auf vierzig Kilometer mit Disc...

KeinerEiner
24.02.2019, 18:01
Wir leben in einer verrückten Welt:

Bier ohne Alkohol
Telefon ohne Tastatur
Ehen ohne Verpflichtungen
Rennräder mit Komfort
Platte Reifen sind schneller
Bei 10° Anströmung acht Sekunden Verlust auf vierzig Kilometer mit Disc...

...
Postings ohne Sinn

avis
24.02.2019, 18:02
Rennrad bedeutet, das zu nehmen, was möglichst schnell macht.
Wenn das mit "Komfort" vereinbar ist, bitte schön.
Wenn nicht, ist es halt weniger Rennrad und mehr "Sofa". Ist doch eigentlich nicht schwer... :rolleyes:

In die Richtung geht meine Auffassung auch.
Ein Rennrad ist das, was auf passabel glattem Asphalt möglichst schnell ist, möglichst effizient.
Dann kann ich dennoch dickes Lenkerband montieren, das bringt mir Komfort, der mich länger hart treten lässt, aber mindert die Effizienz der Maschine nicht. (gut 30gr sind 30gr ;) )
Aber Komfort, der merklich die Effizienz des Ganzen mindert, entfernt den Aufbau für mich vom RR.
Natürlich besteht da eine gewisse Bandbreite, etwas breitere Reifen, etwas aufrechtere Position, etwas weniger Druck...klar.
Nur wer dann keine Überhöhung mehr möchte und 33m Reifen mit 4 Bar fahren will, weil es so schön angenehm ist....das ist dann solange er fährt sicher eine gute Sache ansich, aber kein Rennrad mehr.

KeinerEiner
24.02.2019, 18:04
Lt. UCI ist es mit 33 mm noch ein Rennrad, mit 34 aber nicht mehr und der Druck ist kein Kriterium. ;)

avis
24.02.2019, 18:06
Na dann.

coco_02
24.02.2019, 18:14
Hallo zusammen, komme grade frisch vom GP5000-Thread und dachte mir schon, dass die Frage etwas zu ot ist, deshalb poste ich mal hier nochmal.

In Kurzform war der Denkanstoß auf Tests zurückgegangen, dass wir über breitere Reifen nicht automatisch mehr Komfort gewinnen (wie ich selber feststellen musste) und das bei hohem Luftdruck der breite Reifen sogar ungemütlicher als seine schmaleren Mitbewerber wird/werden kann.

copy & paste:




Mich würde gerade diese Sattelstütze sehr interessieren, hat die jemand von euch persönlich im Einsatz und kann berichten wie stark der Komfortgewinn für euch persönlich ist?
Was gibt es noch für Möglichkeiten, welche nutzt ihr?

So, jetzt gebe ich auch mal meinen Senf dazu, ich hoffe es hilft Dir, frei von Rennrad muss hart und ähnlicher Polemik:

Meine Erfahrung ist - ein Rennrad braucht ETWAS Komfort, sonst ermüde ich (nach 120 oder auch 180 km), sonst traue ich mich auch keine schnelle Abfahrt auf schlechter Strasse zu fahren.

Beispiele:
- Meine "unangenehmsten" Rennräder waren Alu - Principia mit grader Tune Sattelstütze und De Rosa Primato mit Stahl- Gabel und Campa-Alustütze - beide mit 23 mm auf 15 Zoll bei 7-7,5 bar (68kg Gewicht /182 cm)
- Angenehm und untereinander vergleichbar:
- Titan - mit Carbon Gabel und Lenker sowie 27,2 mm Carbon Stütze + SLR 15 mm Felge/23mm Reifen (Michelin) 7 bar
- Stahl - Oversized - wieder mit Carbon Gabel und 31,6 mm Deda Stütze / Arione 15 mm Felge / 23 mm Conti 4000s 7 bar
- Carbon - (Sarto) mit 27,2 mm Deda - 17 mm Felge und 23 mm Schwalbe Tubeless 6,5 bar. 17 mm mit 25 mm ist nicht besser

Schlussfolgerung (für mich)
1) 23-25 mm Reifen reichen bei meinem Gewicht.
2) Sattelstütze und Gabel aus Carbon, Sattelstütze muss ausreichend weit ausgezogen und gekröpft sein, sonst kann sie gar nicht federn. Dünner ist angeblich besser, aber das ist nicht wesentlich
3) Alle reden von Federn - Dämpfung ist ebenfalls wichtig - siehe Stahl-De Rosa. Das Rad scheint die ganze Zeit zu "vibrieren" und damit zu ermüden.
4) Leichte Unebenheiten soll der Reifen kompensieren - Bei guter Strasse muss der Reifen wenig federn, bei Unebenheiten - viel: Dazu muss er breiter werden, damit er weniger Druck braucht und mehr Federweg hat.

Aber von allem nicht zu viel: Zu wenig Druck und breite zu Reifen und das Rad "saugt" und schaukelt und fühlt sich auf der Strasse instabil an - wird aber auf Waldwegen "Graveln" langsam wieder sinnvoll.

Ich hoffe, das hilft Dir etwas.

MrBurns
24.02.2019, 18:40
Noch dazu ist so einen Art des Fahrens auch noch schonender für Material.

:Applaus::Applaus::Applaus:

aus diesem Grunde halten bei einigen Leuten (gerade bei etwas beleibteren...) die Rahmen und Komponenten länger als bei anderen!!!
Hat sich bloss noch nicht überall `rumgesprochen.

rumplex
24.02.2019, 18:41
- Meine "unangenehmsten" Rennräder waren Alu - Principia mit grader Tune Sattelstütze und De Rosa Primato mit Stahl- Gabel und Campa-Alustütze - beide mit 23 mm auf 15 Zoll bei 7-7,5 bar (68kg Gewicht /182 cm)


Principia und C.dale waren mit Abstand die härtesten Klopper damals. Stahl dagegen eine Wohltat. Stahlgabel: Kann ich das Gegenteil behaupten, mein Tomma ist das absolut angenehmste Rad, das ich unterm Popo hatte (und ich hatte, auch wegen Zugang zu den TOUR-Testfeldern sehr sehr viele gefahren). Besonders die (gebogene) Stahlgabel bringt da ungeheuer viel. Ansonsten eben: kein OS bei den Anbauteilen. Lieber 27,2 als 31, und Vorbau/Lenker auf 26. Was die Reifen anbelangt, kann ich aber auch nicht bestätigen, dass 25 oder gar 28 so viel mehr ausmacht, da sind die LR m.E. sehr viel entscheidender.

Ziggi Piff Paff
24.02.2019, 18:46
... Lieber 72,2 als 31, ...

hab ich einen Trent verpennt? 72,2 die neue Härte!

rumplex
24.02.2019, 18:47
hab ich einen Trent verpennt? 72,2 die neue Härte!

Weichei.:D

Korrigiert.....

Ziggi Piff Paff
24.02.2019, 18:49
Weichei.:D

Korrigiert.....

uah Trend mit t

PAYE
24.02.2019, 18:57
uah Trend mit t


ist eben trenty so. :)

Marco Gios
24.02.2019, 18:59
Noch ein konstruktiver Tip zum Thema:
Lenker mit 26er Durchmesser – sind leichter und komfortabler
Das ist so eine Sache wo der OS Trend sinnvolle Teile vom Markt gefegt hat.

Ich bin mit 31,8er Prügel ins RR fahren eingestiegen und nach Unfallschaden in der ersten Saison auf 26er Lenker/Vorbau umgestiegen. Ein Wohltat.:ü
...

Stimmt, nur bekommt man da nix gescheites mehr - vor 3-4 Jahren konnte man für ganz kleines Geld noch die Restbestände von F99 und 7075 bekommen, aber da ist mittlerweile der Markt Recht leergefegt.

Cleat Commander
24.02.2019, 19:03
Klingt nach Gravelbike��

Die Eierlegendewollmilchsau die nix richtig kann aber trotzdem Spaß macht.

Das war nicht meine Einstellung, sondern nur eine Momenataufnahme der Zeitgeschichte.

Ich hab zwar einen Crosser (mit 32er Reifen), aber den benutz ich nur um in die Stadt du rollen oder wenn Stoffel mal crossen will, was leider selten vorkommt. Ansonsten steht er rum. Zum Radfahren nehm eins meiner RR (eines hat sogar einen 25mm hinten), meist mit etwas zuviel Druck in den Pneus...

Bike-Felix
25.02.2019, 11:14
Ich glaube zuerst muss man mal definieren, was für einen Komfort bedeutet respektive wo man mehr Komfort aus welchem Grund haben möchte.

Da der gemeine Radsportler zum einen ein sehr optischer ist und - wie man hier auch im Thread schon lese konnte - oft ein eher "konservativer" Mensch (Hart = klassisch = gut; Komfort = weich = schlecht) sollte man den Begriff vielleicht mal überdenken.
Wenn man nach Phil Burt geht, dem Physio der britischen Profis, sollte man den Begriff "Komfort" durch (im Englischen) "sustainability" oder auch "tolerable" ersetzen.

Die Frage ist als nächstes eben - wo zwickt der Schuh? Fuß? Knie? Gesäß? Rücken? usw. usf. Oder aber will man eben verhindern, dass es irgendwo zwickt?

Zuerst sollte also die Geometrie des Rads zum Körper passen, die Einstellung sollte zu Körper, Voraussetzungen und Ansprüchen passen und wenn es dann trotzdem noch "unkomfortabel" ist muss man sich erst einmal fragen wo. Basierend darauf kann man dann weitere Ansätze verfolgen.
Da wären bspw. die beschriebenen Experimente mit Reifen (Beispiel: auf meinem Aerorenner steigern 28er Reifen für mich subjektiv tatsächlich den Fahrspaß), Sattelstützen (bei denen ist das Konzept von Ergon übrigens nur eins von mehreren - Specialized bspw. hat ja schon lange die Elastomere an Roubaix und weiteren Rädern) etc. pp.
Auch Radhose muss zu Rad, Körper (Arsch) und Position passen. An Händen kann man mit entsprechenden Handschuhen arbeiten oder auch mit Lenkerband das dämpft, Elastomeren unter dem Lenkerband usw.

Das sind halt ne Menge Produkte die der Markt geschaffen hat weil oft ein gewisser Diskomfort vorherrscht und der Kunde vergisst Rad, Position und eigene Athletik/ Haltung zu hinterfragen & da zu intervenieren.

Long story short:

Das Rad entsprechend der eigenen Bedürfnisse wählen (bspw. ist ein Roubaix von Specialized oft besser als ein Tarmac wenn es um den Fahrspaß geht - darum sollte es gehen und nicht als "Sofafahrer" bezeichnet zu werden, nur weil man bei seinem Hobby auf Fahrspaß achtet). Weiterhin sollte die Größe & die Komponenten passend zu Größe, Beweglichkeit und Proportionen passen.
Zeit & auch Schweiß für die eigenen körperlichen Voraussetzungen (Gelenkigkeit, Beweglichkeit, Kraft, Kondition) aufbringen und diese so gesund & fit halten.
Auf eine adäquate Einstellung des Rades sollte man auch Acht geben.

Und wenn das alles nicht passt, kann man noch ne Menge Zeit & Geld in ergonomische Produkte stecken.

medias
25.02.2019, 11:35
28 Reifen und Aero widerspricht sich für mich.
Rest ist alles Grundvoraussetzung.

Bike-Felix
25.02.2019, 11:45
28 Reifen und Aero widerspricht sich für mich.
Rest ist alles Grundvoraussetzung.

Für mich nicht :) aber wenn ich fragen darf - warum widerspricht es sich in deinen Augen?

medias
25.02.2019, 11:55
Ich habe noch nie einen Zeitfahrer mit 28 Reifen gesehen, wird seinen Grund haben.

Bike-Felix
25.02.2019, 11:59
Es ist ein Aero - Rennrad, kein Zeitfahrrad. An Zeitfahren nehme ich auch nicht teil.

Des Weiteren erfreue ich mich dieser Sportart als mein Hobby, daher kann ich mein Material zum Glück nach anderen Kriterien auswählen als ein professioneller Athlet, dessen Gewichtung verschiedener Faktoren mit Sicherheit gänzlich von meiner abweicht.

medias
25.02.2019, 12:03
Na dann , alles klar für mich.

LINN
25.02.2019, 12:07
Rennrad bedeutet, das zu nehmen, was möglichst schnell macht.
Wenn das mit "Komfort" vereinbar ist, bitte schön.
Wenn nicht, ist es halt weniger Rennrad und mehr "Sofa". Ist doch eigentlich nicht schwer... :rolleyes:

Ich bin komplett Deiner Meinung.

Allerdings: Doch, inzwischen ist das alles furchtbar schwer.

Hersteller und Zeitschriften wie die TOUR behaupten unentwegt, dass man Rennrad jetzt zu allem sagen darf, was einen irgendwie gebogenen Lenker hat. Breite Reifen, Stollenreifen, Federstützen, KFZ-Bremsen, aufrechte Sitzposition, lächerliche Bergübersetzungen, Räder mit einem Kettenblatt usw.
Das alles sind dann eher Lösungen zum langsamer fahren, statt schneller. Mit Argumenten, die von vielen für durchaus sinnvoll gehalten werden (Kreuzweh, Komfort, Alter, Fettleibigkeit, angebliche Sicherheit, Kraftlosigkeit in den Händen, "technischer Fortschritt an und für sich" und anderes).

Und weil wir keine gemeinsame Idee mehr davon haben, was ein Rennrad eigentlich sei, sind die Diskussionen so absurd geworden.
Es hilft wohl nur, seinen eigenen Frieden zu suchen, mit einer gesunden Mischung aus Toleranz und Ignoranz...

medias
25.02.2019, 12:14
So ist das.
Das Rennrad per se ist Tot!
Alles möglich.

rumplex
25.02.2019, 12:23
So ist das.
Das Rennrad per se ist Tot!
Alles möglich.

Schon lange.;)

https://i.pinimg.com/originals/88/c8/a5/88c8a52a5c740c08342792c36cbf3b3d.jpg

LINN
25.02.2019, 12:47
Das Rennrad per se ist Tot!
Alles möglich.

Die TOUR unterscheidet ja inzwischen halbwegs konsequent zwischen "Wettkampfräder", "Marathonräder" und "Gravelbikes". (Das alles hat sie natürlich gerne in ihrem Heftinhalt, von wegen breites Zielpublikum.)

Vielleicht ist das ja auch eine Nomenklatur, die uns hier im Forum helfen würde, damit wir uns weniger missverstehen? :xdate:

Alumini
25.02.2019, 12:58
Deswegen bin ich auch der Typ Fahrer, der bei jeder kleinen Unebenheit mit dem Hinterteil hochgeht,

Ist ja auch richtig so. Vorne anlupfen, Hinten entlasten. Schont Mensch und Material. Wer im Sitzen wie ein Zementsack über alles drüberscheppert, muss sich auch nicht wundern, wenn's wehtut oder zu einem Defekt führt.



Demnächst diskutieren wir hier "mehr Geschwindigkeit ohne Anstrengung und Kondition"....:D
..und mit 50% mehr Effizienz!



meist mit etwas zuviel Druck in den Pneus...
Wenn Du jetzt auch noch zugibst, gelegentlich 50/11 zu fahren, kannste Dich hier nie wieder blicken lassen...

Cleat Commander
25.02.2019, 13:14
Schon bizarr, da holt man sich einen Aerorenner der theoretisch ein paar einzelne Watt schneller ist und kloppt dann Traktorreifen drauf, weil der elend steife Bock zu unbequem ist. Gewonnen ist dann zwar aerodynamisch nix mehr, sieht aber wenigstens so aus :D

Patrice Clerc
25.02.2019, 13:40
Gewonnen ist dann zwar aerodynamisch nix mehr, sieht aber wenigstens so aus :D

Das ist gar nicht sicher. Schau einfach mal von vorne auf das Gerät und überleg dir, ob die links und rechts +1.5 mm am Reifen rein aerodynamisch wirklich viel ausmachen (vom 25 auf den 28 mm Reifen).

Mal abgesehen davon, dass vermutlich auch ein Aerorahmen etc. nur sehr wenig bringt.

Kleiner Exkurs - das ist Aero trotz breitem Vorderrad:

:D

672025

Abstrampler
25.02.2019, 13:49
Das ist gar nicht sicher. Schau einfach mal von vorne auf das Gerät und überleg dir, ob die links und rechts +1.5 mm am Reifen rein aerodynamisch wirklich viel ausmachen (vom 25 auf den 28 mm Reifen).

Mal abgesehen davon, dass vermutlich auch ein Aerorahmen etc. nur sehr wenig bringt.


Klingt logisch. Dann bin ich beruhigt und kauf das ganze Zeug einfach nicht. Bleib ich also bei 23mm und stinknormalem Rahmen mit stinknormalen Bremsen.
Ist auch billiger. :D

avis
25.02.2019, 14:04
@ Patrice
Absolut vs. relativ...

flori1994
25.02.2019, 14:28
19 mm und 11 Bar fährt das Jemand?
Jep. Ich habe 20mm und 11bar an meiner Aludose.
Fährt sich genauso gut wie 25mm und 7bar an meinem Carbonviech.

4labama
25.02.2019, 15:32
Genau. Grundsätzlich würde ich immer das Gegenteil machen von dem was Flori empfiehlt.

Bike-Felix
25.02.2019, 15:56
Schon bizarr, da holt man sich einen Aerorenner der theoretisch ein paar einzelne Watt schneller ist und kloppt dann Traktorreifen drauf, weil der elend steife Bock zu unbequem ist. Gewonnen ist dann zwar aerodynamisch nix mehr, sieht aber wenigstens so aus :D

Ich nehme an das war auf mich bezogen ;)

Ich fahre den Renner sicher nicht weil er mir 3,742 Watt spart oder sonst was. Weshalb es gerade dieser Renner geworden ist sprengt den Rahmen der Diskussion hier und ich rechtfertige mich auch nicht für meine Wahl.

Der "elend steife Bock" tut auf die 20/ 40km Wettkampf die er meistens sieht genau das was er soll - so schnell fahren wie ich es schaffe in die Pedale zu treten.

"elend unbequem" ist er nicht - ich habe aber nur den einen und fahre ihn manchmal auch gern länger als 40km. Ja, wenn es dann doch mal dreistellig wird freue ich mich über das gute Fahrgefühl der "Traktorreifen".

Wie ich bereits schrieb - der klassische Radsportler scheint mir sehr konservativ und optisch fokussiert, ein subjektiv verbessertes Fahrgefühl eines Aerorades durch breitere Reifen als originale 22/23er wird da wohl schnell mit Häme gestraft. Ich kann damit leben.

medias
25.02.2019, 16:30
Der Klassische Rennfahrer allenfalls Ex Rennfahrer, weis was schnell ist, trifft eher eine Konservative Wahl.
Sicher, Schnell ist das Moto.

Cleat Commander
25.02.2019, 17:35
Ich nehme an das war auf mich bezogen ;)


Nö. Ich rede mit dem Zeitgeist. Der widerspricht wenigstens nicht, der widerlegt höchstens :D

Biggie661
27.02.2019, 18:33
Es gibt von der zweiteiligen Stütze ja zwei Versionen, mit wenig und mit viel Versatz.

Die mit viel Versatz schaukelt zu stark. Ich bin bei der auch sicher, dass da irgendwo Leistung hängenbleibt.

Die mit wenig Versatz funktioniert bei welligen Unebenheiten ganz gut, gibt aber kleine Stöße ungefiltert weiter. Die letzteren sind aber unangenehmer, zB Asphaltkanten.

Am besten ist die preiswerte VCLS einteilige Sattelstütze von Canyon (ca. 70-80 Euro), die ist vom Fahreindruck her der Syntace P6 HiFlex recht ähnlich, aber etwas nachgiebiger und viel billiger.

Generell ist es so, dass es drauf ankommt, wie du fährst. Bei aktiver Fahrweise mit viel aus dem Sattel, gut Druck auf den Pedalen und flacher Position auf dem Rad ist ein relativ hartes Rad nicht so störend. Für den Winter und gemütliche Ausfahrten im Sommer habe ich daher ein komfortables Zweitrad.

Schorschl88
27.02.2019, 19:17
Die Specialized Pave Stütze mit den Gummieinsätzen soll auch gut Vibrationen vom Untergrund dämpfen
und die CG-R flext auch stark, würde ich bei 100kg nicht empfehlen, da hüpft man wahrscheinlich zu viel.
Ansonsten kann es mir auch nicht komfortabel genug sein

MNMLSM
12.04.2019, 11:05
Jetzt melde ich mich bezüglich des Themas nochmal zu Wort. Ich weiß, extra für Roubaix entwickelt.

https://bikerumor-wpengine.netdna-ssl.com/wp-content/uploads/2019/04/Pinarello-Dogma-FS-road-bike_electronic-control-full-suspension-lightweight-carbon-road-race-bike_DSAS-suspension.jpghttps://bikerumor-wpengine.netdna-ssl.com/wp-content/uploads/2019/04/Pinarello-Dogma-FS-road-bike_electronic-control-full-suspension-lightweight-carbon-road-race-bike_angled-rear.jpg

Ich bin übrigens der Meinung, dass so etwas in der Art in einigen Jahren für Endurance-Modelle Standard sein wird.


Maybe it helps!

Die Canyon VCLS Blattfeder-Sattelstützen (S14/S15/S25) haben einen Montage-Bereich von 15cm bis 25cm in dem ihre Funktion garantiert ist.
Mit 19cm liegst du annähernd in der Mitte! Perfekt!

Je schwerer der Fahrer ist, desto mehr wippen die Stützen beim Bergauffahren. Manchen nervt das! (Aber das sieht man ja meistens nicht, weil die leichteren Fahrer am Berg eher weiter vorn unterwegs sind ;))

Danke für die ausführliche Info, ich denke, ich werde die Stütze von Ergon mal testen, finde sie nur derzeit in keinem Shop.


'Komfort' ist ein Stichwort welches im Zusammenhang mit Rennradfahren durchaus Schmunzeln verursacht und Kopfschütteln und Unverständnis.
Deshalb, find ich, sollte lieber von einer 'Mini'-Federung gesprochen werden.
Dieser Begriff ist imho nicht mit 'negativen' Assoziationen behaftet.
Da hab ich dann garnichts dagegen weil nämlich mein Rennrad durch eine Mini-Federung es mir erlaubt die Feierabendtour oder die RTF etwas schneller und weiter und mit weniger Schlägen ins Kreuz zu fahren. Grössenordnung sei mal dahingestellt..je nach Fahrbahrbeschaffenheit mag das 1% oder 2% sein... es mag vielleicht garnicht so direkt spürbar sein...aber es ist doch 'grösser Null'.
Ich hab nichts gegen eine 'mini'-Federung am Rennrad - sei es durch eine Sattelstütze die unter Belastung wenige Millimeter mehr nachgibt (als ein steifes Rohr) ..und/oder sei es durch 28 mm Bereifung.
Wenn diese konstruktiven Massnahmen dann ganz nebenbei auch noch gefühlt etwas 'Komfort' mit sich bringen...dann ist es halt so...das nehm ich gerne mit...aber quasi als secondary objective. Primär will ich doch nur ein wenig sportlich und schnell fahren (im Rahmen meiner bescheidenen Möglichkeiten). Mini-Federung hilft dabei.!

Ich verstehe überhaupt nicht, wieso das Wort Komfort zum Schmunzeln führen sollte. Ich schreibe ja im Titel explizit ohne Einbußen und wenn das möglich ist, dann ist das doch für jeden Sportler ein Mehrgewinn.

Ich habe eher das Gefühl, dass hier bei dem ein oder anderen Nutzer ziemlich veraltete und überholte Grundansichten/Mentalitäten vorherrschen.
Keine Angst, hier will euch keiner eure MÄNNLICHKEIT und unglaubliche HÄRTE absprechen. Wie unschwer zu erkennen, komme ich vom Handball, zählt jetzt auch nicht zu den Sportarten, bei denen Spieler ständig auf dem Boden liegen und jammern.
Gehen wir mal von folgendem Szenario aus, Adidas entwickelt einen neuen Handballschuh, der komfortabler ist und gleichzeitig eine bessere Kraftübertragung + Grip bietet, warum sollte ich das nicht testen?
Da würde dann wahrscheinlich auch der Spruch kommen: "Nach einem Handballspiel muss einem einfach der Körper schmerzen, sonst ist es kein Handball!"
Ist in meinen Augen sinnfrei. Wie bereits geschrieben wurde, durch mehr Komfort steigt die Leistung, ich kann länger eine bestimmte Position halten und der Muskel-,Sehnen-, Bandapparat wird weniger beansprucht. Ältere Fahrer profitieren und junge, ambitionierte Fahrer vermeiden Frühschäden.


Wer Komfort auf dem Rennrad sucht soll sich ein Sofa kaufen.

Perfekte Überleitung. :applaus:


Noch ein konstruktiver Tip zum Thema:
Lenker mit 26er Durchmesser – sind leichter und komfortabler
Das ist so eine Sache wo der OS Trend sinnvolle Teile vom Markt gefegt hat.

Ich bin mit 31,8er Prügel ins RR fahren eingestiegen und nach Unfallschaden in der ersten Saison auf 26er Lenker/Vorbau umgestiegen. Ein Wohltat.:ü

Zweite Baustelle: Tapered-Gabeln sind mehrheitlich ruppig. 1 1/8" Gabeln sind mitunter auch seitensteif aber gnädiger im Fahrverhalten. Beides „Komfort“ Tips die nicht langsamer machen. Leider ist bei beiden „Standards“ inzwischen die Teileauswahl sehr überschaubar.

Ansonsten halt das übliche: Latex-Schläuche und Reifen mit Baumwollkarkassen und hoher Fadendichte.

Danke, Latex-Schläuche habe ich noch nicht getestet, hatte nur gelesen, dass bei Latex so schnell die Luft wieder entweichen würde und das hatte mich eher abgeschreckt.
Bezüglich Baumwollkarkassen, den Corsa Control bin ich im Winter gefahren und vom Fahrverhalten finde ich ihn sehr viel angenehmer als den GP4000, aber die Pannenanfälligkeit war eine Katastrophe, ohne Schutzband wäre ich täglich liegen geblieben. Vllt. hole ich mir nochmals einen Corsa, aber der wird dann wirklich nur bei gutem Wetter gefahren.



So, jetzt gebe ich auch mal meinen Senf dazu, ich hoffe es hilft Dir, frei von Rennrad muss hart und ähnlicher Polemik:

Meine Erfahrung ist - ein Rennrad braucht ETWAS Komfort, sonst ermüde ich (nach 120 oder auch 180 km), sonst traue ich mich auch keine schnelle Abfahrt auf schlechter Strasse zu fahren.

Beispiele:
- Meine "unangenehmsten" Rennräder waren Alu - Principia mit grader Tune Sattelstütze und De Rosa Primato mit Stahl- Gabel und Campa-Alustütze - beide mit 23 mm auf 15 Zoll bei 7-7,5 bar (68kg Gewicht /182 cm)
- Angenehm und untereinander vergleichbar:
- Titan - mit Carbon Gabel und Lenker sowie 27,2 mm Carbon Stütze + SLR 15 mm Felge/23mm Reifen (Michelin) 7 bar
- Stahl - Oversized - wieder mit Carbon Gabel und 31,6 mm Deda Stütze / Arione 15 mm Felge / 23 mm Conti 4000s 7 bar
- Carbon - (Sarto) mit 27,2 mm Deda - 17 mm Felge und 23 mm Schwalbe Tubeless 6,5 bar. 17 mm mit 25 mm ist nicht besser

Schlussfolgerung (für mich)
1) 23-25 mm Reifen reichen bei meinem Gewicht.
2) Sattelstütze und Gabel aus Carbon, Sattelstütze muss ausreichend weit ausgezogen und gekröpft sein, sonst kann sie gar nicht federn. Dünner ist angeblich besser, aber das ist nicht wesentlich
3) Alle reden von Federn - Dämpfung ist ebenfalls wichtig - siehe Stahl-De Rosa. Das Rad scheint die ganze Zeit zu "vibrieren" und damit zu ermüden.
4) Leichte Unebenheiten soll der Reifen kompensieren - Bei guter Strasse muss der Reifen wenig federn, bei Unebenheiten - viel: Dazu muss er breiter werden, damit er weniger Druck braucht und mehr Federweg hat.

Aber von allem nicht zu viel: Zu wenig Druck und breite zu Reifen und das Rad "saugt" und schaukelt und fühlt sich auf der Strasse instabil an - wird aber auf Waldwegen "Graveln" langsam wieder sinnvoll.

Ich hoffe, das hilft Dir etwas.

Hilft, danke für den konstruktiven Ansatz!


Ich glaube zuerst muss man mal definieren, was für einen Komfort bedeutet respektive wo man mehr Komfort aus welchem Grund haben möchte.

Da der gemeine Radsportler zum einen ein sehr optischer ist und - wie man hier auch im Thread schon lese konnte - oft ein eher "konservativer" Mensch (Hart = klassisch = gut; Komfort = weich = schlecht) sollte man den Begriff vielleicht mal überdenken.
Wenn man nach Phil Burt geht, dem Physio der britischen Profis, sollte man den Begriff "Komfort" durch (im Englischen) "sustainability" oder auch "tolerable" ersetzen.

Die Frage ist als nächstes eben - wo zwickt der Schuh? Fuß? Knie? Gesäß? Rücken? usw. usf. Oder aber will man eben verhindern, dass es irgendwo zwickt?

Zuerst sollte also die Geometrie des Rads zum Körper passen, die Einstellung sollte zu Körper, Voraussetzungen und Ansprüchen passen und wenn es dann trotzdem noch "unkomfortabel" ist muss man sich erst einmal fragen wo. Basierend darauf kann man dann weitere Ansätze verfolgen.
Da wären bspw. die beschriebenen Experimente mit Reifen (Beispiel: auf meinem Aerorenner steigern 28er Reifen für mich subjektiv tatsächlich den Fahrspaß), Sattelstützen (bei denen ist das Konzept von Ergon übrigens nur eins von mehreren - Specialized bspw. hat ja schon lange die Elastomere an Roubaix und weiteren Rädern) etc. pp.
Auch Radhose muss zu Rad, Körper (Arsch) und Position passen. An Händen kann man mit entsprechenden Handschuhen arbeiten oder auch mit Lenkerband das dämpft, Elastomeren unter dem Lenkerband usw.

Das sind halt ne Menge Produkte die der Markt geschaffen hat weil oft ein gewisser Diskomfort vorherrscht und der Kunde vergisst Rad, Position und eigene Athletik/ Haltung zu hinterfragen & da zu intervenieren.

Long story short:

Das Rad entsprechend der eigenen Bedürfnisse wählen (bspw. ist ein Roubaix von Specialized oft besser als ein Tarmac wenn es um den Fahrspaß geht - darum sollte es gehen und nicht als "Sofafahrer" bezeichnet zu werden, nur weil man bei seinem Hobby auf Fahrspaß achtet). Weiterhin sollte die Größe & die Komponenten passend zu Größe, Beweglichkeit und Proportionen passen.
Zeit & auch Schweiß für die eigenen körperlichen Voraussetzungen (Gelenkigkeit, Beweglichkeit, Kraft, Kondition) aufbringen und diese so gesund & fit halten.
Auf eine adäquate Einstellung des Rades sollte man auch Acht geben.


Auch danke dafür, da ich noch ein Neuling im Bereich RR bin, habe ich gerade im Bereich Hosen und Polsterung eher wenig Ahnung und fahre derzeit mit einer ziemlich billigen Radhose, die Polsterung ist ziemlich dick. Die erste halbe Stunde sehr angenehm, aber nach mehr als einer Stunde verursacht sie ziemliche Schmerzen.
Bezüglich Lenkerband, hatte als erstes das Lenkerband von Canyon und ich muss sagen, dass war ziemlich perfekt, guter Grip und komfortabel, dass neue von Fizik ist doch deutlich härter. Werde bei dem nächsten Wechsel wohl doch wieder dem zu dem alten Band wechseln. :gut:

KeinerEiner
12.04.2019, 13:10
Viele reden vom Rennradfahren, eigentlich sind sie aber Fitnessfahrer die dazu halt ein Rennrad verwenden. Die diskutieren dann mit Radrennfahrern.

Was unsinnig ist, denn die letzteren wollen einfach so schnell wie möglich sein. Komfort ist da nur willkommen, wenn er dem Hauptziel dient.

Und das hängt von der Art des Rennens ab. Ein vollgefedertes aber schweres Bike ist sinnvoll für Roubaix, wo es 55 km über allerbrutalstes Pflaster geht, aber völlig flach ist. Für eine Bergetappe passt das nicht. Ein Zeitfahrrad für ein Bergzeitfahren mit flachem Anteil ist anders als eines für das RAAM. Bzw. bei einem solchen Bergzeitfahren wechseln viele sogar das Rad.

Letztlich kann man das so ausdifferenzieren wie beim MTB, wo es mind. 10 verschiedene Bike-Ausprägungen je nach Geläuf gibt. Entsprechend hat jeder WT-Profi mindestens 4 verschiedene Räder (Berg, Aero, TT, Training).

Insofern ist die Fragestellung des Threads je nach Ziel des Fahrers komplett anders zu beantworten.

Für den normalen Radrennfahrer ist Komfort aber in der Tat ziemlich sekundär, da mit 25 mm Bereifung mit 7-8 bar und bei gut genutztem Carbon am Rad für normale Straßen der Komfort völlig ausreicht (im Gegensatz zu früheren Zeiten mit hartgepumpten Dackelschneidern und bocksteifen Alurahmen) und tendenziell jeder Extrakomfort darüber hinaus negativ wirkt durch Mehrgewicht, schlechtere Aerodynamik, wippende Parts etc.

Dass sich der Fitnessfahrer mehr Komfort wünscht, ist klar, soll er doch, muss aber nicht den Rennfahrern damit auf die Ketten gehen.

Pedalierer
12.04.2019, 14:13
Nicht alle Reifen mit Baumwollkarkasse sind pannenanfällig. Ich habe mit Veloflex Corsa Pannen seltener als alle 5.000 km.